Der Verein will historische Zeugen des Goldberbaues von Gondo by Z13tl82

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									Wiederbelebung der Goldminen in Gondo

Mediencommuniqué – Junge Wirtschaftskammer Brig

Wie weiter mit Gondo? Für die touristische Förderung der Goldminen in Gondo wird sich ein neuer, breit
abgestützter Verein aktiv einsetzen. Das Patronat obliegt den Jungen Wirtschaftskammern Brig und
Winterthur. Die Vereinsgründung erfolgte am 21. Juni im Gabi bei Gondo. Die historischen Goldminen in
Gondo blicken auf eine bewegte Geschichte zurück.
Nach der Unwetterkatastrophe vom Oktober 2000 kommt dem sanften Tourismus in der Passregion
Simplon eine neue Bedeutung zu. Die Region Simplon ist eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft.
Sie weist mit ihren historischen Gebäuden und wildromantischen Tälern ein grosses touristisches
Potential auf. Mit der Instandstellung des historischen Stockalperweges und dem Ausbau des
Ecomuseums hat die Region bereits wichtige Akzente im Sinne des sanften Tourismus gesetzt.

Verein Goldmine Gondo
Unter der Projektleitung der Jungen Wirtschaftkammern Brig und Winterhtur wird am 21. Juni 2002 in
enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gondo der Verein “Goldmine Gondo” gegründet. Der Verein will
historische Zeugen des Goldberbaues von Gondo, wie Gebäude, Ruinen und Fahrhabe der Nachwelt
erhalten. Ziel ist es, ein Museum des Goldbergbaues aufzubauen und dieses aktiv zu betreiben. Die
Wiederbelebung der Goldminen fördert die nachhaltige Entwicklung im Bereich des sanften Tourismus
und will sich zu einem interessanten Ausflugsziel für Familien entwickeln.

Satte Gewinne: Die historische Goldminen von Gondo
Obwohl schon zu Römerzeiten die Goldminen in der Region Gondo bekannt waren, sollte es bis ins Jahr
1660 dauern, bis durch Kaspar Jodok von Stockalper die Minen zur ersten grossen Hochblüte
aufgefahren wurden. Mit vorbildlichem Management gelang es ihm, beträchtliche Gewinne aus dem
Minenbetrieb abzuführen. Nach seinem Tode, 1691 wurden die Minen mit mehr oder weniger Erfolg bis
um 1840 durch Mehrheitsbeteiligungen der Familie von Stockalper weitergeführt. Ab 1840 waren es
französische Gesellschaften, die in Gondo das grosse Geld machen wollten. Allerdings trieben
selbsternannte Bergbauspezialisten, Spekulaten und Abzocker, das Spiel mit den Goldminen soweit, dass
am 17. Mai 1897 ein Finanzimperium von fünf Millionen Schweizerfranken im Konkurs zusammenkrachte.
Dabei riss es eine ganze Talschaft mit in den Abgrund. Die Goldminen gerieten in Vergessenheit. 1980
ergab eine Analyse der Erze, dass für einen industriellen Bergbau Aufwand und Ertrag in keinem
Verhältnis stehen.

Die Junge Wirtschaftskammer setzt sich als weltweite Bewegung zum Ziel, konkrete Projekte im
kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bereich zu realisieren.

Kontakt:
Gemeinde Gondo:                Rolf Gruber                    Tel 079 469 54 36
Junge Wirtschaftskammer        Chantal Seiler-Kenzelmann      Tel 027 923 09 19

								
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