swr2 feature 20080717

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					SÜDWESTRUNDFUNK
SWR2 Feature

Politische Missionare
Christliche Radiosender in den USA
Autor: Arndt Peltner
Redaktion: Wolfram Wessels
Regie: Iris Drögekamp
Sendung: Donnerstag, 17. Juli 2008, 20.03 – 21.00 Uhr

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Bitte beachten Sie:
Das Manuskript ist ausschließlich zum persönlichen, privaten Gebrauch bestimmt.
Jede weitere Vervielfältigung und Verbreitung bedarf der ausdrücklichen
Genehmigung des Urhebers bzw. des SWR.

Einen Mitschnitt dieser Sendung können Sie bestellen unter der Telefonnummer
07221/929-6030.



01: OT: verschiedene christliche Sender einspielen: OT 15, 17, 23, 26, 46 (2/17), 57
(2/28)

Sprecher:
Sie heißen „Focus on the family“, „K-love“,„God’s learning channel“, „Three angels
broadcasting“ und „Radio Free California“. Sie verbreiten frohe Botschaften und
geißeln deren vermeintliche Feinde. Sie sind eine gesellschaftliche und politische
Größe in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Ansage:
Politische Missionare
Christliche Radiosender in den USA
Von Arndt Peltner

Sprecher:
Die religiösen Radiosender in den USA sind in einer Koalition zusammen geschlossen,
der “National Religious Broadcasters”. Und obwohl sich die christlichen Radiomacher
bislang im laufenden Wahlkampf überraschend zurück gehalten haben, ist ihre
Bedeutung und Stärke ungebrochen. Auf der Jahresversammlung der NRB im März trat
deshalb auch Präsident Bush auf und applaudierte den religiösen Hörfunkleuten:

02: OT-Bush:
OV 1
Ich freue mich sehr hier zu sein. Seit 64 Jahren hat diese Vereinigung einige der
wichtigsten Stimmen unserer christlichen Gemeinschaft in Amerika zusammen
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gebracht. Sie haben von Dankbarkeit, Verständnis und Geduld gepredigt. Ich habe alle
drei während meiner Präsidentschaft gebraucht.
Ich danke Ihnen dafür, die Gläubigen zu führen. Ich danke Ihnen dafür, Amerikas
Familien zu stärken. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie sich für unsere Werte einsetzen,
und auch für das Recht auf Leben. Und ich weiss Ihren Glauben in den
Freiheitsgedanken zu schätzen. Ich glaube, und ich weiss die meisten, wenn nicht
sogar alle von Ihnen, sind davon überzeugt, dass jeder Mann, jede Frau, jedes Kind auf
der Welt vom Herrgott das grosse Geschenk der Freiheit erhalten hat. Und heute
möchte ich über dieses kostbare Geschenk sprechen, die Notwendigkeit die Freiheit
hier bei uns zu schützen und den Ruf der Freiheit anderen anzubieten, die das bislang
nicht kennen.

Sprecher:
Politik und Religion sind in den USA eine enge Verbindung eingegangen. Die
Radiomacher bestimmen dabei auf ihre Weise die moralische Diskussion im Land, sie
erreichen Wähler, die wiederum Druck auf ihre Abgeordneten ausüben. Sie sind
politische Größen, auch wenn “Focus on the Family”, wie auch “American Family Radio”
immer wieder betonen, dass sie unpolitisch seien.

03: OT-Sanders:
OV 2
Wir sind nicht politisch aktiv, ich würde dem widersprechen und lieber sagen, wir sind
kulturell aktiv.

Sprecher:
Marvin Sanders von American Family Radio

03: OT-Sanders (weiter):
OV 2
Wir haben keine politischen Ziele, aber wir haben kulturelle Ziele. Dieses Land ist quasi
ein Zweiparteienstaat, Republikaner und Demokraten. Wir als Missionare waren immer
wieder sehr kritisch gegenüber beiden Parteien aus verschiedenen Gründen. Wir sind in
den jüdisch-christlichen Werten verankert, dem Leben verbunden, gegen Abtreibung,
glauben an die Familie und die Ehe. Wir setzen uns dafür mit kulturellen Mitteln ein, die
Leute finden das politisch, ist es aber nicht. Wir können keinen Kandidaten
unterstützen, aber wir arbeiten mit vielen Demokraten und Republikanern im ganzen
Land zusammen. Es sieht also politisch aus, denn die Republikanische Partei hat eine
Basis, die sich um diese Werte sorgt, jene kulturellen Werte, die ich meine. Die
Demokratische Partei hingegen ist in eine andere Richtung marschiert und unterstützt
Abtreibung, die homosexuelle Agenda, Anti-Familien Massnahmen, Lebensstile,
Vorehelichen Sex, diese Dinge. Das ist die Basis des dominanten Flügels der
Demokratischen Partei. Wenn man aber von Staat zu Staat, von Gemeinde zu
Gemeinde geht, dann findet man eine Menge Demokraten, die auf unserer Seite
stehen. Es ist also nicht politisch, es geht vielmehr um Kultur.

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04: OT-T. Wildmon:
OV 3
Kulturkrieg – in unseren Augen ist es ein Krieg, ein geistiger Krieg, wie auch ein
Kulturkrieg zwischen Gut und Böse. Es wird nicht mit Gewehren und Waffen gefochten,
sondern mit Ideen und Philosophien.

Sprecher:
Tim Wildmon, Präsident der American Family Association

04: OT-T. Wildmon (weiter):
OV 3
Wir glauben, dass da jene weltlichen Humanisten oder Linken sind, die offen darüber
reden, das jüdisch-christliche Erbe Amerikas und die Werte, die wir schon immer
hochgehalten haben, in diesem Land durch neue säkulare Werte auszutauschen. Sie
wollen also den Einfluss des Christentums auf unsere Kultur auslöschen und wir wollen
den Einfluss des Christentums auf unsere Gesellschaft ausweiten. Deshalb gibt es
einen Kulturkrieg.

05:OT-Sanders:
OV 2
Ein wichtiger Teil unserer traditionellen, amerikanischen Werte ist Weihnachten. In den
letzten Jahren haben Unternehmen versucht, Weihnachten aus ihren Katalogen, aus
ihren Läden zu verbannen. Sie wollen nicht mehr von Weihnachten reden. Sie reden
lieber von der Winterzeit. Wir liessen Unternehmen wissen, dass es Weihnachten ist
und auch so bleibt. Im letzten Jahr habt ihr es noch Weihnachten genannt, und nun
wollt ihr niemandem auf die Füsse treten. Aber vielleicht brüskiert ihr uns ja, wenn ihr es
nicht Weihnachten nennt. Also wurden die Weihnachtsdekorationen wieder angebracht
und sie haben öffentliche Statements abgegeben, dass es Weihnachten ist und sie
einen Weihnachtsverkauf und keinen Winterverkauf haben.


06:OT. Wildmon:
OV 3
American Family Association und American Family Network existiert, um traditionelle
moralische Werte zu fördern, biblische Werte, in der amerikanischen Kultur und
Gesellschaft. Und wir wollen die Botschaft Jesu Christi verbreiten. Das sind unsere zwei
wichtigsten Ziele. Wir sind durch die Bibel motiviert, Matthäus Kapitel 5, wo Jesus sagt,
wohin wir in der Welt in Salz und Licht gehen sollen.

DIGAS OT 6a: Dobson 26.5. : God and Country
OV 2
(Myer:) „Hallo, ich bin Dr. Bill Myer mit „James Dobsons Minute für Familien“. Unser
Regierungssystem und die Art wie Politik funktioniert wird manchmal nicht richtig
verstanden. Mein Kollege Dr. James Dobson beschreibt uns die Grundzüge.

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OV 1
(Dobson:) Wenn man eine Demokratie hat, deren Grundsatz ist: für das Volk von dem
Volk, dann ist das etwas Gutes. Das ist Gottes Wille für eine Nation. Ich glaube, er hat
den Gründervätern gesagt, sie sollten dieses System entwickeln, in dem wir alle die
Möglichkeit haben, Entscheidungen mitzubestimmen.

Sprecher:
Auf einen gemeinsamen Kandidaten für die nächste Präsidentschaftswahl haben sich
die christlichen Radiosender bei dieser Wahl noch nicht einigen können. James
Dobson, Vorsitzender der einflussreichen evangelikalen Organisation “Focus on the
Family” mit Sitz in Colorado, erklärte bereits im Mai 2007 in einem Interview…

07:OT-Dobson einspielen

Sprecher:
….dass er weder Rudy Giuliani noch John McCain unterstützen könnte.

07: OT-Dobson hochziehen

Sprecher:
Im Herbst 2007 machte James Dobson erneut Schlagzeilen. Diesmal traf er sich mit
anderen klerikalen Führern in Salt Lake City, um über eine weitere Koalition im
Wahlkampf, wie schon 2004, zu sprechen. Doch anstelle sich auf einen Kandidaten zu
einigen, überlegten die Fundamentalisten, selbst in den Wahlkampf einzugreifen.
Dobson wurde daraufhin von Sean Hannity in seiner Talkshow interviewt:

08:OT: Dobson in der Sean Hannity Show

Sprecher (darüber):
Hillary Clinton stand für den Verfall der Moral, für Machtverlust und Homo-Ehe, kam
also nicht in Frage. Aber auch die Konservativen, die Republikaner hatten keinen
geeigneten Kandidaten. Also ein Dritter?

Sprecher:
Dobson und sein christliches Netzwerk stellten dann doch keinen eigenen Kandidaten
auf. Man wolle sich zurückhalten, hiess es. Aber im Februar dieses Jahres verbreitete
er eine Pressemitteilung, die exklusiv in der Laura Ingraham Show vorgelesen wurde.
Er betonte, dass für ihn eine Wahl von John McCain nicht in Frage käme, kurz darauf
gab er seine Unterstützung für Mike Huckabee bekannt, der zu dem Zeitpunkt allerdings
bereits auf verlorenem Posten stand.

Zitator:
Reverend James Dobson gab am 7. Februar seine Unterstützung für Gouverneur Mike
Huckabee bekannt. Dobson machte deutlich, dass er nicht für den aus Arizona

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kommenden Senator John McCain eintreten werde, der in der Vergangenheit gegen
Familien und konservative Überzeugungen gestimmt hatte.

DIGAS OT-Don Wildmon (Sendung): (Hallo und willkommen zum heutigen Programm,
mit mir im Studio sind Rusty Benson und Jeff Shamley.)
OV 1
„Überraschung“, hier ein Artikel aus dem Online-Magazine Newsmax. Die Überschrift
lautet: McCain lehnt Treffen mit Billy Graham ab. Mit anderen Worten, Reverend
Graham hat Senator McCain eine Einladung geschickt und darin um ein Treffen
nachgefragt. Er ist 89 Jahre alt, wieviel Schaden könnte er anrichten. McCains Strategie
wird damit offensichtlich, er distanziert sich von jedem religiösen Führer. Er zieht
politisch in die Mitte. Aber die religiösen Führer, die religiösen Leute, die christlich
Konservativen, sie seit 1980 die Basis der Republikaner. Und nun versucht Senator
McCain die Partei von ihrer Basis wegzuführen

Sprecher:
Daß nun ausgerechnet McCain der Kandidat der Republikaner ist, erleichtert die
politische Ausrichtung der christlichen Sender nicht gerade. Ob sie an die Erfolge von
2004 anknüpfen können, ist derzeit eher fraglich. Damals konnten sie noch zeigen,
dass in Amerika nichts ohne sie läuft.

09:OT: Gay Marriage, News Conference Gavin Newsom einspielen:
OV 2
Stellen Sie sich vor, die Demokraten verlieren die Wahl und dann wollen sie in vier
Jahren das Weisse Haus zurück gewinnen. Also, wollen sie das dann im kommenden
Jahr angehen, oder im Jahr danach. Dann kommt eine Gouverneurswahl und dann die
Kongresswahlen…es wird nie den richtigen Zeitpunkt geben. Man kann sich das
vorstellen, nicht in diesem Jahr, nicht im nächsten Jahr, es gibt immer einen Vorwand
und unterdessen wird den Leuten ihr Recht auf Gleichberechtigung verweigert.

Sprecher:
In San Francisco erlaubte Bürgermeister Gavin Newsom erstmals die Ehe
Gleichgeschlechtlicher und Tausende schwule und lesbische Pärchen kamen in die
nordkalifornische Metropole, um sich trauen zu lassen. Die Antwort liess nicht lange auf
sich warten. Am 24. Februar 2004 trat Präsident Bush vor die Medien:

10:OT-Bush:
OV 1
In den letzten Monaten haben einige Aktivisten, Richter und Lokalpolitiker einen
aggressiven Versuch unternommen, die Ehe neu zu definieren. In Massachusetts
haben vier Richter des Obersten Gerichtshofes angekündigt, im Mai Heiratslizenzen für
gleichgeschlechtliche Partner auszustellen. In San Francisco stellten Vertreter der Stadt
Tausende von Ehescheinen aus, obwohl das dem kalifornischen Familiengesetz
widerspricht. Dieses Gesetz, das eindeutig die Ehe als einen Bund zwischen Mann und

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Frau festlegt, war von den Wählern in Kalifornien mit überwältigender Mehrheit
angenommen worden.

Sprecher:
 Präsident Bush konnte 2004 mit diesem Thema punkten. In den Umfragen sah er nicht
gerade gut aus, die Demokraten hofften auf einen politischen Wechsel, doch das
Thema Homoehe machte diese Hoffnungen zunichte. Die Demokraten gerieten in die
Defensive, standen fortan für den Verfall der Moral im Land und sahen sich einem
christlich-fundamentalistischen Aktionsbündnis gegenüber, das auf breiter Basis gegen
einen Wechsel und John Kerry wetterte. Bushs Wahlkampfteam nutzte das aus. In
etlichen wichtigen Bundesstaaten, wie Ohio und Pennsylvania, wurden
Volksbefragungen initiiert.,Am Präsidentschaftswahltag sollte auch darüber entschieden
werden, ob das Ehe-Recht nur zwischen Mann und Frau gelten dürfe.
Der Ausgang der Wahl ist bekannt. Die Demokraten konnten zwar so viele Wähler wie
noch nie zuvor an die Urnen bringen. Dennoch wurden sie am Ende von den
Republikanern noch übertrumpft. John Kerry hatte keine Chance, Präsident Bush blieb
im Weissen Haus. Und Deborah Caldwell erklärte auf der Internetseite beliefnet.com

Zitator:
“Präsident Bush erklärte am Tag nach seiner Wiederwahl, dass dafür vor allem sein
politischer Berater Karl Rove verantwortlich sei, den er “den Architekten” seines
Wahlkampfes nannte. In Kirchen, auf christlichen Radiosendern und in Wahlbezirken
mit vor allem konservativen Christen ging der Dank hingegen an einen, der viel
mächtiger ist: Gott.
Der Allmächtige mischte sich in die US Wahl ein, damit Bush Präsident bleibt, das
glauben die Evangelen. Sie sagen, Gott habe Amerika mit Bush “gesegnet”. Und wenn
Senator John Kerry gewählt worden wäre, hätte Gott die USA “verflucht”. Indem er die
Wiederwahl von Bush zugelassen hat, gab Gott Amerika “mehr Zeit”, das Abrutschen
ins Teuflische zu stoppen.”

Sprecher:
Vor der Wahl waren die christlichen Radio-Sender kaum beachtet worden. Auf einmal
standen sie im Zentrum des öffentlichen Interesses und begannen die
Medienlandschaft zu spalten. Auf der einen Seite standen die säkularen, liberalen
Medien, die angeblich nur Lügen über den Präsidenten, Pornographie, Gewalt und
Moralverfall verbreiteten. Und auf der anderen Seite die religiösen, christlichen Radio-
und Fernsehprogramme, die eine grundsätzliche Umkehr verlangten und eine
Hinwendung zu christlichen Geboten, Moral und Glauben predigten.

11:OT-religiöses Programm:
OV 1
Das Buch mit dem Titel “Tango Makes Three”, basiert zum Teil auf der Geschichte
zweier männlicher Pinguine, die kurzzeitig ein Paar werden, um ein Pinguin Baby
aufzuziehen. Peter LaBarbera von der Organisation “Americans for Truth About

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Homosexuality” ist nicht überrascht darüber, dass dieses homosexuelle Propaganda
Stück nach wie vor in Grundschulen auftaucht.

OV 2.:
“Eines der hinterlistigen Aspekte der homosexuellen Agenda ist die Bereitschaft das
Bewusstsein junger Menschen zu manipulieren, um so für homosexuelles Verhalten zu
werben. Wir sollten mit Kindern nicht über Homosexualität reden, da sie noch Jahre
davon entfernt sind zu verstehen, was normaler Sex ist.”
OV 1
Kritiker betonen, das Buch führe nicht aus, dass in der richtigen Geschichte die
Pinguine sich trennen, als ein weiblicher Partner auftaucht und einer der beiden sich
später in der Geschichte mit ihr paart.

OV 2
“Mit anderen Worten, die homosexuellen Aktivisten empfehlen eine Geschichte, die
noch nicht einmal wahr ist. Der Pinguin der zur Normalität zurück kehrt, und die Kinder
wissen davon nichts.”

OV 1
LaBarbera ist nicht überrascht davon, dass die homosexuellen Aktivisten Lügen
benutzen, um ihre Agenda zu promoten.

OV 2
“Die homosexuellen Aktivisten wissen, dass sie das Denken schon frühzeitig ändern
müssen, um Homosexualität mit Liebe gleichzusetzen, bevor die Eltern ihre eigenen
Werte vermitteln können. Deshalb sind diese Bücher heimtückisch, denn sie versuchen
die Gemüter von Kindern und den moralischen Überbau zu verändern”.

Sprecher:
Inzwischen sind in Massachusetts und Kalifornien gleichgeschlechtliche Ehen
rechtmäßig. Das oberste Gericht des Westkünstenstaates hat das gerade bestätigt und
das Thema damit erneut auf die Agenda der christlichen Radios gesetzt

DIGAS OT 11 a (Dobson: Focus 19.5.08)
OV 2
(Favery „Hallo, willkommen zu unserer „Focus on the Family“ Ausgabe vom 19. Mai, ich
bin Chris Favery, und bin heute hier für John Fuller. Ich weiss, viele von ihnen haben
sich darauf gefreut, Art Kindel über „Vergebung“ reden zu hören, aber wir bitten sie
heute um Vergebung, dass wir die Sendung auf morgen verschieben müssen. Unser
Moderator, Psychologe und Autor, Dr. James Dobson, hat einige wichtige
Informationen.

OV 1
Dobson: „Chris, ich hoffe, alle unsere Hörer wissen mittlerweile, dass das kalifornische
Verfassungsgericht 4:3 für gleichgeschlechtliche Ehen gestimmt hat. Das war eine
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schockierende Gerichtsentscheidung, die grosse Auswirkungen haben wird. Nicht nur
für Kalifornien, sondern auch für das gesamte Land und vor allem die Familie als
solche.

OV 2
Dieser Fall übertrifft bei weitem das, was wir 2004 in Massachusetts gesehen haben.
Denn das hier ist ein Urteil eines Gerichtes, dass das Parlament total übergangen hat.
Abgesehen davon, dass es auch das Votum der Wähler mißachtet hat, im Jahr 2000
stimmten 61 Prozent der Wähler dafür, dass die Ehe nur zwischen einem Mann und
einer Frau geschlossen werden soll. Es hat das einfach übergangen und damit selbst
Politik gemacht. Anders kann man das gar nicht beschreiben. Das ist eine juristische
Hochzeitsballerei für die Menschen in Kalifornien, die am Ende gleichgeschlechtliche
Ehen bringt.

OV 1
(Dobson:) Du hast auf CNN gesagt, ich zitiere dich jetzt nicht, aber sinngemäss
erinnere ich mich, dass das eine Beschleunigungsspur zum Bundesverfassungsgericht
ist.

OV 1
Absolut, denn in Massachusetts wurde beschlossen, dass nur Bewohner von dort
heiraten dürfen. In Kalifornien aber können Paare von überall her eine
gleichgeschlechtliche Ehe eingehen und dann zurück in ihren Bundesstaaten fahren
und dort das geltende Recht anfechten.

Sprecher:
Die amerikanische Radiolandschaft unterscheidet sich von der deutschen erheblich: Es
gibt keine nationalen- und landesweiten Sender. Die Frequenzen werden nur auf lokaler
Ebene vergeben. Allerdings können sich die Anbieter zusammentun, Programme und
einzelne Sendungen austauschen oder gemeinsam ausstrahlen. Interessanterweise
sind die Frequenzen am linken Rand der Skala für alle “non-commercial”, also nicht
kommerzielle Radiosender reserviert. Und hier treffen sich Öffentlich-Rechtliche,
Collegesender und eben auch religiöse Radioanbieter.

12:OT-Lochte:
OV 3
Christliche Sender waren schon immer Teil des Hörfunks in Amerika, in den 20er
Jahren waren rund zehn Prozent der Sendelizenzen in der Hand von Kirchen und
religiösen Vereinigungen.

Sprecher:
Bob Lochte ist Professor für Journalismus und Massenkommunikation an der Murray
State University in Kentucky. Darüberhinaus ist er Autor des Buches “Christian Radio”,
eines der wenigen Bücher, das diesen Bereich der amerikanischen Hörfunklanschaft
genauer untersucht.
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13:OT: Alte Radiopredigt aus den 30er Jahren einspielen

Sprecher:
Religiöse Radioprogramme waren einfach da, wurden anfangs “geduldet”, doch
weitestgehend belächelt. In den 30er Jahren gab es aufgrund der Wirtschaftskrise und
Kommerzialisierung des Radios eine Verschiebung. Christliche Stationen verkauften
ihre Sendelizenzen und produzierten fortan nur noch Einzelprogramme, die dann auf
“weltlichen” Stationen ausgestrahlt wurden. Die christlichen Radiomacher sendeten ihre
frohe Botschaft, spielten Kirchenmusik und übertrugen am Sonntagmorgen Messen. Für
kommerzielle Sender war das interessant, weil am Wochenende und Sonntagmorgens
keine Werbung verkauft werden durfte und die christlichen Sender ihre Programme
selbst finanzierten. So war allen geholfen.

13:OT: Predigt hochziehen

Sprecher:
Ende der 70er Jahre änderte die Federal Communications Commission, die
Aufsichtsbehörde FCC ihr Regelwerk und stufte christliche Sender als “nicht-
kommerziell” ein. Nun konnten sie sich auch um Volllizenzen in diesem reservierten
Bereich bewerben. Darüberhinaus wurde erlaubt, dass ein Sender in einer Stadt, auch
eine “non commercial” Lizenz in einer anderen Stadt haben durfte, was die
Verbreitungsmöglichkeiten von nicht-kommerziellen Rundfunkprogrammen erhöhte.

14:OT-Lochte:
OV 3
Dann gab es technische Veränderungen. Die Einführung der Satellitentechnik machte
den Aufbau eines Netzwerkes erheblich leichter. Man musste keine Kabel mehr von
Küste zu Küste legen. Dann die Automatisierung der Produktion: es war nicht mehr
notwendig, rund um die Uhr Personal im Studio zu haben. Und ganz wichtig war die
Veränderung der Lizenzvergabe, man durfte das Signal via Satellit an hunderte von
Stationen weitergeben, ohne dort eigene Mitarbeiter zu haben. Daraus entstanden
Networks wie K-Love oder American Family Radio. Sie haben ihren Standort in einer
Stadt und verbreiten das Programm über Satellit an Stationen im ganzen Land. Auch
neue Software, die offene Frequenzen leichter fand, die bei der Verwaltung und den
legalen Fragen half, unterstützte diesen Trend.
Aber ich glaube nicht, dass die Technik den Rundfunk antreibt, es sind die Programme.
Und das explosionsartige Wachstum der christlichen Musikszene in den 80er Jahren
gab den christlichen Radiomachern auf einmal die Möglichkeit, 24 Stunden lang zu
senden, ohne traditionelle Unterweisungen, Predigen oder Kirchenmusik. Es war also
eine Kombination aus günstigen Umständen und einigen Leuten, die sie nutzten.

15:OT: K-Love einspielen…

Sprecher:
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Ich besuche das “American Family Radio”, das in Tupelo, Mississippi sein Hauptquartier
hat. Ein flacher Bau, der wie ein unscheinbares Bürogebäude wirkt. Abgesehen von den
Aufklebern an den Autos auf dem großen Parkplatz, erfährt der Besucher erst am
Eingang, wo er ist. Eine Tafel mit den zehn Geboten weist auf die Zentrale von
“American Family Radio” hin.

16:OT-Sanders:
OV 2
Mein Name ist Marvin Sanders, ich bin der Manager von American Family Radio hier in
Tupelo und der Co-Moderator der täglichen Sendung “Today’s Issues” mit Tim
Wildmon, dem Präsidenten der American Family Association.

17:OT: American Family Radio einspielen

18:OT-Sanders:
OV 2
American Family Radio ist ein Netzwerk von christlichen Stationen in rund 200
Gemeinden in 34 Bundesstaaten, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. American
Family Radio began 1991 mit einer Station in Tupelo, Mississippi. Der Gründer von
American Family Radio ist Don Wildmon. Er sah die technische Möglichkeit,
Gemeinden fernab von hier mit Hilfe von kleinen Sendeempfängern zu erreichen, die
das Signal per Satellit zugespielt bekommen. Diese Sendeanlagen haben eine
Reichweite zwischen 10 und 30 Meilen, abhängig von der Landschaft. So haben wir
angefangen. Später wechselten wir auf Vollstationen über. Heute arbeiten wir nicht
mehr mit kleinen Sendeanlagen, aber das war für uns ein Weg anzufangen.

21:OT-Lochte:
OV 3
Ich glaube, wo es Probleme geben wird, ist bei der Umstellung zum Digitalradio. Ich bin
mir nicht sicher, ob jeder das Geld zur Umstellung zusammen bekommt. Einige kleinere
christliche Sender werden Schwierigkeiten haben. Sie werden wohl abschalten oder
von Gruppen wie AFR übernommen werden.

Sprecher:
AFR ist einer der “big player”, der einflussreichen christlichen Radiosender. Und das,
obwohl American Family Radio ein kleines Unternehmen ist, im Vergleich zu den
grossen “weltlichen” Networks. In dem Flachbau sind die Studios und die Werkstatt
untergebracht. Daneben noch das Printmagazin “AFA Journal”, der Amercan Family
Association, das alleine eine Auflage von rund 180.000 Exemplaren hat. In den
vergangenen Jahren ist die Radiostation unaufhaltsam gewachsen, auf der anderen
Strassenseite wurde deshalb noch ein weiteres Gebäude dazu gekauft. Dort befindet
sich der Onlinedienst und die Nachrichtenredaktion.
Finanziert wird alles durch Spenden der Hörer und sogenanntes “Underwriting”,
Geschäfte und Unternehmen, die Sendungen mit ihrem Namen unterstützen. Marvin
Sanders betont, man habe immer von einer soliden finanziellen Basis aus operiert. Für
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Gebäude und technische Anschaffungen musste man nie Schulden aufnehmen.
American Family Radio vertraue auf Gott und die Hörer, so Sanders.

22:OT-Sanders:
OV 2
Wir arbeiten mit Focus on the Family und anderen religiösen Partnern, wie Family Life
Radio aus Little Rock, Arkansas, zusammen. Focus on the Family kommt aus Colorado
Springs. Wir bieten dabei die Plattform und sie die Programme und der Hörer hat den
Vorteil, ihre Nachrichten zu empfangen.

23:OT: Focus on the Family mit James Dobson einspielen
OV 3
Lassen sie mich sie willkommen heissen zu dieser Sonderausgabe zum „Nationalen
Tag des Gebetes“, moderiert vom Psychologen und Autoren, Dr. James Dobson. Ich
bin ihr Co-Moderator John Fuller.
„John, das ist das dritte Mal, das wir den „Nationalen Tag des Gebetes“ begehen....“

Sprecher:
James Dobson gründete in den 70er Jahren in Colorado Springs “Focus on the Family”,
eine erzkonservative christliche Organisation. Schnell breitete sie sich von dort aus.
Heute sind seine Radiosendungen auf rund 7000 Stationen in über 150 Ländern zu
hören. James Dobson hat, so sind sich viele in den USA einig, Präsident Bush zur
Wiederwahl 2004 verholfen. Er mobilisierte seine Basis gegen den demokratischen
Kandidaten John Kerry und organisierte ein Bündnis mit anderen klerikalen Gruppen
und Persönlichkeiten. Nur wenige Tage nach dem Wahlerfolg Bushs krönte das Online
Magazin Slate.com Dobson zu "Amerikas einflussreichstem evangelikalen Führer".

24:OT-Lochte:
OV 3
Ich glaube Dobson verfolgt mit seinen Programmen ein politisches Ziel. American
Family Radio hat mit seinen Sendungen und seinen Sendern ein politisches Ziel.

25:OT-Sanders:
OV 2
Wir arbeiten manchmal zusammen. Wir wollen die Welt mit der Botschaft Christi
erreichen. Natürlich haben verschiedene Leute verschiedene Meinungen. Auch Hörer
haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was sie wollen. Gott ist überall, mächtig,
er fühlt sich wohl mit Teenagern wie mit Grossmüttern und Grossvätern. Ich bin selbst
ein Grossvater. Gott hat nicht dieselben kulturellen Grenzen, die wir ihm auferlegen.
Wenn man Jugendliche erreichen will, dann macht man das mit Musik, die ankommt.
Wenn man junge Erwachsene ansprechen will, dann mit Programmen für diese Gruppe.
Und wenn man ältere Menschen als Zielgruppe hat, dann bietet man ihnen etwas, worin
sie sich wiederfinden können. Das ist genauso wie überall im Rundfunk, nur dass im
christlichen Radio das Evangelium im Mittelpunkt steht.

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26:OT: Focus on the Family einspielen
OV 2
„... Es gibt diesen alten Spruch, in Fuchslöchern sind keine Atheisten. Das war die
Stimme von Hansi Hirschmann, eine Frau, die mit den grossen Fragen des Lebens
konfrontiert war. Hier ist „Focus on the Family“ mit dem Psychologen und Autor Dr.
James Dobson, ich bin John Fuller und heute hören wir noch weiteres von der
Geschichte dieser beeindruckenden Frau.“

OV 1
„John, für all jene, die unsere letzte Sendung nicht gehört haben. Hansi war eine Nazi-
Jugendführerin im Zweiten Weltkrieg und absolut vom deutschen Standpunkt
überzeugt. Aber als der Krieg auf einmal zu Ende war und Hitler Selbstmord beging,
fiel ihr eigenes Leben um sie herum zusammen.....“

27:OT-Lochte:
OV 3
Was ich faszinierend fand, als ich mit kommerziellen und nicht-kommerziellen
Radiomachern sprach ist, dass sie genau wussten, was da passiert, aber sie wollten
darüber nicht reden. Warum? Keine Ahnung, aber ich habe auf verschiedenen
Konferenzen einfach mal in die Runde gefragt: “Was halten sie davon, dass diese
christlichen Stationen on-air gehen?” Darauf herrschte Totenstille im Raum. Einige
wollten sich über mangelnde Frequenzen beschweren und dass diese eigentlich doch
dem öffentlichen Rundfunk zugesprochen werden sollten.
Und die kommerziellen Hörfunkleute wollten niemandem auf den Schlips treten und
sagten gar nichts. Und ich fand das alles sehr seltsam, aber gerade deshalb beschäftigt
sich kaum jemand mit dem Thema. Irgendwie meinen diese Rundfunkleute, das ganze
sei ein Randproblem und erledige sich irgendwann von selbst. Für mich ist es aber
offensichtlich, dass das ein Teil der Medienlandschaft ist und wohl auch bleiben wird.

28:OT: AFR einspielen
Sprecher:
American Family Radio ist die Idee von Don Wildmon, der in den 70er Jahren die
American Family Association gründete.

2/1 (29):OT-Smith:
OV 1
Mein Name ist Buddy Smith und ich bin der Assistent des Vorsitzenden der American
Family Association. In den frühen Jahren, bevor wir American Family Radio eröffneten,
war Dr. Wildmon weitgehendst von den normalen Medien, die wir eigentlich ablehnen,
abhängig , um seine Botschaft zu verbreiten. Sie machen das nach wie vor mehr oder
weniger eifrig, da wir kontroverse Themen aufgreifen, die sich diese Medien
normalerweise nicht anzufassen trauen. Damals, noch bevor wir das Internet hatten,
schrieb Dr. Wildmon Briefe an all jene im Land, die eventuell Interesse an unseren
Themen hatten. Und eines Tages, als er noch Pastor bei den Methodisten war und sein
Einfluss gerade mal auf seine Gemeinde beschränkt, rief er zu einem Fernsehboykott
                                                                                      12
auf und gab das auch an die lokale Presse weiter, da er wusste, die hätte Spass damit:
Hier ist ein lokaler Prediger in Mississippi, der die Fernsehnetworks herausfordert, ha,
ha, ha Aber Don lachte als letzter, denn die Presseagentur Associated Press verbreitete
die Story im ganzen Land. Er hörte auf einmal von Leuten, die genau wie er kritisch
über den Schund im Fernsehen und seinen schädlichen Einfluß auf unsere heutige
Gesellschaft dachten. Am Anfang kommunizierte er per Brief und Newsletter mit diesen
Unterstützern. Und so begann es.

2/2 (30):OT-Sanders:
OV 2
Als ich anfangs Leuten von Mr. Wildmons Vision erzählte, dass wir pro Jahr 50
Stationen dazu bekommen wollen, da sagten mir alle, nein, das sei unmöglich, so läuft
das nicht. Wir bekämen vielleicht eine oder zwei Stationen pro Jahr. Und ich erwiderte,
nein ich arbeite für einen Visionär, er hat einen Plan und wir schaffen mehr als das. Am
Ende des Jahres hatten wir 40, 45 Stationen. Das brachte uns Aufmerksamkeit und
andere Rundfunkleute meinten, moment mal, das funktioniert für American Family
Association, warum also nicht auch für uns. Also machten sie dasselbe. Die Anzahl der
Bewerbungen für Neulizenzen stieg immens, aufgrund dieses ersten Jahres von uns.
Von daher ja, ich glaube Don Wildmon’s Vision führte zu einer Revolution im
amerikanischen Rundfunk.

Sprecher:
Während des Interviews betritt ein kleiner, hagerer Mann in den 70ern den Raum. Seine
Anzughose und das Hemd sehen etwas verknautscht aus, die Haare so, als hätten sie
seine Frau geschnitten. Er setzt sich in einen Sessel und mustert mich. Marvin Sanders
stellt mir schliesslich Don Wildmon vor. Man merkt, dass er “weltlichen” Journalisten
vorsichtig gegenüber tritt. Wildmon sieht nicht aus wie ein Revoluzzer, aber er glaubt
sich und Amerika nach wie vor in einem “Krieg der Moral”, hält sich für einen Soldaten
Gottes, der auch vor Weltkonzernen wie WalMart und Ford nicht Halt macht. Als diese
Unternehmen Veranstaltungen von Homosexuellen unterstützten, liess Wildmon vor
zwei Jahren seine Protest- und Boykottwelle anlaufen.

Zitator:
1.     Ford erneuert keine Werbemassnahmen oder schafft Vergünstigungen, die beim
       Kauf eines Wagens homosexuellen Organisationen zu Gute kommen, ab.
2.     Ford wird keine Spenden an homosexuelle Organisationen zahlen, die in
       politischen oder sozialen Kampagnen die Einführung von gleichgeschlechtlichen
       Ehen und Beziehungen verlangen.
3.     Ford wird keine Geld- oder Sachspenden für homosexuelle Veranstaltungen, wie
       Gay Pride Paraden zur Verfügung stellen.
4.     Ford beendet jegliche Werbung auf homosexuellen Webseiten und in
       homosexuellen Medien (Magazine, Fernsehen, Radio) in den USA.

2/3 (31):OT- D. Wildmon:
OV 1
                                                                                      13
Ford ist einer der grössten Unterstützer des homosexuellen Lebensstils in den USA. Wir
sassen mit ihnen an einem Tisch, sie stimmten zu, sich zu ändern. Sie trafen sich dann
aber auch mit Homosexuellen und hielten sich danach nicht mehr an unsere
Abmachung. Deshalb haben wir Ford fast zwei Jahre lang boykottiert. Walmart dagegen
hat seine Politik gleich geändert. Sie veröffentlichten eine Mitteilung, die Sinn macht
und in der es hiess, sie werden keine kontroversen Themen mehr unterstützen oder
verurteilen.
Diese Firmen ziehen sich die Hosen an, wie jeder andere. Sie sind vom Geld bestimmt,
und wenn wir darüber reden ist ein Dollar 100 Pennies für mich und ein Dollar ist 100
Pennies für sie. Wenn wir über Familienwerte sprechen, rede ich von Familie und sie
von Familie, aber wir meinen jeder was anderes. Aber wenn wir über Dollar sprechen,
dann meine ich 100 Pennies und sie 100 Pennies. Also haben wir eine gemeinsame
Sprache.

Sprecher:
Mitte März dieses Jahres konnte Wildmon dann über sein “Action Alert Network” die
folgende Nachricht verbreiten:

Zitator:
Ich habe gute Nachrichten für Sie! AFA beendet den seit zwei Jahren andauernden
Boykott gegen die Ford Motor Company. Die Bedingungen, die wir im Herbst 2005
stellten, wurden erfüllt. Wir sind nach mehrmonatigen Beobachtungen zu der
Entscheidung gekommen, dass Ford eingelenkt hat. Jeder kann also wieder Ford Autos
erwerben.
Ihre Unterstützung des Boykotts war ausschlaggebend dabei, Ford davon zu
überzeugen, die Unterstützung homosexueller Interessen aufzugeben. Während des
24monatigen Boykotts fielen die Verkaufszahlen von Ford um rund 8 Prozent. Der
Boykott war dafür nicht alleine verantwortlich, aber er spielte eine wichtige Rolle.
Insgesamt unterzeichneten 780,365 Personen den AFA Ford Boykott Aufruf.

Sprecher:
Gegenüber der Wirtschaft konnten die christlichen Radiosender also erneut ihre Macht
beweisen. Aber wie sieht es in der Politik aus? Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass
viele fundamentalistische Christen in den USA diesmal nicht zur Wahl gehen werden.
John McCain überzeugt sie genausowenig wie die demokratischen Kandidaten Hillary
Clinton und Barack Obama. Clinton war wenigstens eine Kritik wert, während Obama
lange Zeit von den christlichen Radiostationen ignoriert wurde. Keiner wusste so recht,
wo und für was er eigentlich stand. Und wenn über den Senator aus Illinois berichtet
wurde, dann vor allem über sein charismatisches Auftreten und seine Art neue, vor
allem junge Wählergruppen zu mobilisieren – und natürlich den Konflikt mit seinem
Pastor Jeremiah Wright.

2/5 (33_34):OT: Radioprogramm mit Jeremiah Wright einspielen
OV 2

                                                                                      14
(1.13) Moderator: Pastor Jeremiah Wright, Pastor von Obama, sagte in einer Predigt
am 15.Januar in Washington: “Wir haben mehr schwarze Männer und Frauen im
Gefängnis als im College. Rassismus ist eine Realität.“ – Bis dahin kann ich ihm nicht
widersprechen. – „Unser Staat ist auf Rassismus gegründet“ – Damit habe ich
Probleme. „Niemals kann ein Schwarzer Präsident werden, egal wie sehr er sich
anstrengt.“ - sagte er, als Jesse Jackson zur Wahl antrat. Und er fügte hinzu; keine
schwarze Frau kann für etwas in Betracht kommen, was sie nicht mit ihrem Körper
machen kann.“ Das sind die Worte eines Pastors!

OV 1
(2.18 Wright) „Die Regierung gab ihm Drogen und dann sagte er: God bless america,
Gott segne Amerika (Orignal), nein, nein nein Gott.......... für das Töten unschuldiger
Menschen.“

OV 2
Das ist Pastor Jermiah Wright.

Sprecher:
Inzwischen hat sich Obama nicht nur von seinem Pastor distanziert, er trat auch aus der
Gemeinde aus.

2/6 (35):OT-Gospel Musik einspielen

2/7 (36):OT-Radioprogramm mit Tim Wildmon einspielen:
OV 3
“Sie hören das Programm “Today’s Issues”, im American Family Radio Network. Ich bin
Tim Wildmon, hier mit Marvin Sanders und unserem heutigen Gast aus Washington
DC, Robert Rector. Robert gehört zur Heritage Foundation, dem grössten konservativen
Think Tank in Amerika. Wir sprechen hier über seinen Artikel “Wie arm sind Amerikas
Arme – eine Untersuchung der “Pest” Armut in Amerika”. Wo können die Leute den
Artikel finden, den sie geschrieben haben….

2/8 (37):OT-T. Wildmon:
OV 3
Wenn wir nur da sässen und die Bibel im Radio lesen würden, ich glaube noch nicht
mal, ich würde zuhören, oder jedenfalls nicht für lange. Aber ich verstehe schon das
Vorurteil, das viele Europäer oder Deutsche über christliches Radio in Amerika haben.
Unsere Mission im Radio ist zweigliedrig, und es ist schwer zu sagen, welche wichtiger
ist, denn wir fühlen die Notwendigkeit der Missionierung, den Hörern von Gott und
seinem Sohn Jesus Christus zu berichten. Daneben reden wir natürlich auch vom
Kulturkrieg, der in Amerika herrscht. Wir rufen die Christen, die unsere Programme
hören, dazu auf, sich für biblische Werte einzusetzen - in der Politik, in der Regierung,
in anderen öffentlichen Angelegenheiten und sogar gegenüber Unternehmen und
Werbepartnern im Fernsehen. Wir versuchen sie zu informieren, was in unserem Land
passiert, wie sie an der Lösung mithelfen können.
                                                                                          15
2/9 (38):OT-Radio Free California einspielen:
OV 2
Der Präsident kommt mit diesen Sachen, die ich einfach nicht verstehe. “Wir beten alle
zum selben Gott”…er hat dabei sogar Buddha und sowas erwähnt. Wir beten alle zum
selben Gott? Wir wissen, dass das nicht wahr ist. Und dann begeht er, das hat mich
wirklich getroffen, dann begeht er Ramadan. Warum feiert dieser Mann Ramadan, den
Feiertag einer Religion, die den Anschlägen des 11.9 voraus geht. Wie kann er sowas
machen?

2/10 (39):OT-Walter:
OV 2
Ich bin Robin Walter, Anwalt von Beruf. Ich bin auch ein Pastor und moderiere die
wöchentliche Sendung “Radio Free California”.

Sprecher:
Robin Walter lebt in Santa Ynez, Kalifornien, einer Kleinstadt neben dem Dorf mit dem
dänischen Namen Solvang . An einem Samstagmorgen treffe ich ihn in seinem Büro in
einer lokalen Bank. Vor ihm auf dem Tisch eine abgegriffene Bibel, auf die er immer
wieder im Laufe des Gespräches zeigt, darauf tippt und sie hochhebt.

2/11 (40):OT-Walter:
OV 2
“Radio Free California” ist, wie der Name schon sagt, eine Botschaft an die Kalifornier,
die ich als Gefangene hinter dem “Eisernen Vorhang” der weltlichen Medien sehe. Es
ist natürlich ein Wortspiel mit Radio Free Europe, wo wir die Stimme der Freiheit an
jene schickten, die hinter dem Eisernen Vorhang waren. Nun, dieser “Eiserne Vorhang”
ist ein anderer, wir sind der Meinung, dass die Medien ganz besonders parteiisch sind.
Und es ist wichtig gerade für Christen, die rund 60 Prozent meiner Hörer ausmachen
und nur die weltlichen Medien als Informationsquelle haben, Gottes Wort zu hören und
ihnen verständlich zu machen, was Gott zu all diesen Lebensfragen zu sagen hat. Ich
bin nicht jemand, der das Leben vergeistigt und in kleine rosa Päckchen packt. Also hier
mein soziales Leben, hier mein religiöses Leben und hier mein Arbeitsleben. Ich glaube,
Gottes Wort ist sein Erbe. Und das bedeutet, dass es Auswirkungen auf alle Bereiche
des Lebens hat und auch so gesehen werden muss.

2/ 12 (41):OT-Lochte:
OV 3
Es gibt einige sehr aufrichtige Leute in dem Geschäft, und das hat sich seit den 20er
und 30er Jahren nicht verändert. Einige nehmen ihre Botschaft und ihren Einsatz dafür
sehr ernst. Und der Grossteil der Leute, mit denen ich sprach, gehört dazu. Viele von
ihnen waren total begeistert, was im Musikgeschäft passiert. Andere wiederum vom
Beten und Lehren und christlichen Talkshows usw. Ich war überrascht davon, dass ich
nur so wenige fand, die politisch aktiv waren. Aber jene, die in der Politik verwurzelt

                                                                                      16
sind, sind mehr als bekannt und haben hervorragende Organisationen, die es sehr gut
schaffen, das öffentliche Bild zu bestimmen.

2/ 13 (42):OT-D. Wildmon:
OV 1
Wir haben einen Präsidenten, der in eine Methodistenkirche geht, United Methodist
Church. Der sagt, ich bete zum einigen Gott. Allah und Gott und Jesus sind eins. Er ist
kein guter Theologe. Und mit den Republikanern, als sie das Steuer übernahmen,
bekamen wir ein paar gute Staatsmänner. Und auch ein paar Demokraten passen dazu.
Aber als die Republikaner dran kamen, ich weiss nicht genau was passierte, aber sie
haben jeglichen Sinn für Verantwortung verloren. Er hat so gut wie nichts für die Ehe
getan, es war alles andere als gut. Aber vielleicht ist es langfristig gut. Bislang konnten
die Republikaner sagen, wir haben die Christen in unserer Tasche. Das ist vorbei. Die
Leute wählen nicht mehr einfach nur eine Person, nur weil ein “R” daneben steht. Sie
werden den Kandidaten wählen, der am besten ihre Werte vertritt, sei es mit einem R,
einem D oder Unabhängig. Vielleicht rüttelt das die republikanische Partei wach.


Zitator:
“Gott wird keine Nation tolerieren, die ihm die lange Nase zeigt.Diese Idee jeglichen
religiösen Einfluss aus dem öffentlichen Leben wegzuwaschen, die Zehn Gebote von
der Wand zu nehmen, Gebete zu stoppen und den Leuten zu verbieten über ihren
Glauben zu sprechen, aus Angst jemandem damit zu nahe zu kommen – ich glaube
Gott gefällt das nicht. Gottes Geduld kommt zu einem Ende.“ Charles Colson,
Präsidentenberater und christliche konservativer Radio-Moderator

2/14 (43):OT-Sanders:
OV 2
Wir haben nicht einmal Präsident Bush unterstützt, wir dürfen auch keinen Kandidaten
unterstützen. Aber was wir machen konnten und was wir gemacht haben war zu sagen,
in seinen Worten unterstützt Präsident Bush das Leben. Er wäre ein “Pro-Life”
Präsident. Er wird Richter ernennen, sagten wir, die im Einklang mit dem stehen, was
wir “strikte Verfassungauslegung” nennen, mit anderen Worten, die Verfassung so zu
lesen, wie sie geschrieben wurde und nicht, wie jemand 200 Jahre später meint, sie
lesen zu müssen. Und so haben wir Präsident Bush beschrieben. Sein Gegner, John
Kerry, auf der anderen Seite hatte öffentlich Abtreibungsbefürworter unterstützt, sich für
homosexuelle Themen, für die Homoehe in Amerika eingesetzt. Wir haben nur die
Unterschiede zwischen den Kandidaten dargestellt. Wenn sie John Kerry wählen, wird
Amerika in diese Richtung gehen, haben wir gesagt. Wenn sie George Bush
unterstützen, wird Amerika hierhin gehen. Jetzt liegt es an ihnen, welchen Weg wir
einschlagen. So haben wir das den Hörern präsentiert, wir haben kein einziges mal
gesagt, stimmen sie für John Kerry oder wählen sie George Bush. Nur eben, hier sind
die Unterschiede: Entscheiden sie sich!

2/17 (46):OT: Radio Free California einspielen
                                                                                        17
Sprecher:
Rob Walter will mit seinem “Radio Free California” expandieren, er hofft sogar die
Sendung über “American Family Radio” im ganzen Land ausstrahlen zu können. Gute
Chancen hat der redegewandte politische Missionar auf alle Fälle.

2/18 (47):OT-Walter:
OV 2
Ich glaube, den Begriff klaue ich von ihnen, er ist ziemlich gut “politischer Missionar”.
Aber beachtet werden muss, das Hauptwort ist Missionar, politisch ist das Adjektiv. Es
ist eine Mission, denn dieses Wort macht deutlich wie wir denken, wie wir reden, wie wir
handeln, wie wir wählen, wie wir investieren sollten. Es umfasst all diese
Lebensbereiche. Mich haben schon Leute gefragt, ob ich dieses Programm auch in
einem weltlichen Format machen würde. Wenn ich nichts verändern müsste, würde ich
es auch auf einem säkularen Sender machen. Ich muss nicht auf einer christlichen
Station sein, wenn ein weltlicher Sender mein Programm so wie es ist übernehmen
würde.

Zitator:
Die Puritaner glaubten, das Neue Israel zu etablieren und dass ihr Unterfangen von
Gott geleitet wurde; dass sie Gottes auserwähltes Volk wären auf dem Weg ins gelobte
Land. Aber diese Idee, dass Amerika ein Leuchtfeuer war, veränderte sich Anfang des
19. Jahrhunderts. Dann machte sich der Glaube breit, Amerika sei das Instrument für
eine weltumfassende Transformation hin zu einer christlichen Demokratie. Deborah
Caldwell, beliefnet.com

2/19 (48):OT-D. Wildmon:
OV 1
Die Apathie des amerikanischen Volkes, zu glauben, dass die guten Zeiten immer so
weiter gehen, ohne jeglichen Sinn für Richtung oder Zusammenhang, das ist das
grösste Problem. Wir haben unsere Vergangenheit vergessen und leben auf Grund der
Religion unserer Väter und Grossväter. Und dieses Kapital wird in zwei Generationen
aufgebraucht sein. Und dann wird unsere Gesellschaft falsch sein, ohne Respekt vor
Gesetz und Autorität, unehrlich, kein Respekt vor dem Leben, keine Bedenken vor
sexueller Unmoral. Dahin treibt es uns, denn wir haben keine Grundlage, das ist die
grösste Gefahr für Amerika. Nicht die Terroristen, so schlimm die auch sind, nicht der
Finanzmarkt, nichts derartiges. Amerika verliert einfach seine Seele, wenn es nicht
umkehrt.

2/20 (49):OT-Walter:
OV 2
Was mich motiviert ist der Drang den Leuten zu zeigen, wie sie über die Dinge denken
sollen und sie darauf vorbereiten, was ich die sehr, sehr dunkle Zeit für die Vereinigten
Staaten nenne. Ich vergleiche die USA mit Deutschland in den 30er Jahren. Nicht dass
ich glaube, wir haben einen Hitler vor uns, aber ich glaube, aufgrund unserer Abkehr
                                                                                       18
von göttlichen Prinzipien, dass eine grosse schwarze Wolke heran rollt, die sehr, sehr
hart über diesem Land stürmen wird. Ob wir überleben oder nicht, ich persönlich glaube
es nicht…um ehrlich zu sein, ich glaube nicht, dass wir in zehn Jahren noch 50 Staaten
haben werden, ich glaube die USA lösen sich auf. Es kann nur mit Gewalt oder durch
Übereinstimmung regiert werden. Wir verlieren gerade die Übereinstimmung der
Regierenden mit den Regierten. Und jeder weiss, was danach kommt.

2/21 (50):OT: christliches Radio einspielen
OV 3
„Hallo Leute, hier ist Jerry Johnson live, unser heutiger Gast ist Dr. Al Moler, Präsident
der „Southern Seminary“ in Louisville, Kentucky. Er ist Moderator des „Albert Moler
Programmes“ und er ist Autor des Buches „Kulturverschiebung“. Und es sieht so aus,
als ob uns eine Verschiebung der Kultur bevorsteht, denn im November steht uns eine
Wahl bevor...gestern war Super Dienstag und John McCain war der grosse Gewinner
auf der republikanischen Seite. Ich lese hier einige Schlagzeilen „McCain nahezu
uneinholbar“. Das ist interessant, viele meinten es könnte passieren, jetzt sieht es so
aus, als ob es passiert ist. Er hat die Hälfte der benötigten Delegierten. Aber es gibt
Leute, die darüber überhaupt nicht glückllich sind...“

2/22 (51):OT-D. Wildmon:
Sprecher:
Und auf der anderen Seite? - Noch vor wenigen Monaten war sich Don Wildmon sicher,
dass Hillary Clinton die Kaniddatin ihrer Partei werden würde:
OV 1
Kann Hillary gewinnen? Natürlich kann sie das. Sie und Obama würden ein gutes
Gespann abgeben, eine Frau und eine Minderheit, das wäre ein gutes Team. Und wenn
die Liberalen wirkliche gewinnen, dann wäre das mit Sicherheit der Dolchstoss ins Herz
der Nation. Es sei denn, die Menschen tun etwas, werden aktiv und mischen sich ein,
wenn sie sehen, was die Leute da im Weissen Haus anrichten. Aber ich glaube, das
wäre der Dolchstoss in die Seele Amerikas.

Sprecher:
Jetzt aber ist Barak Obama der Kandidat der Demokraten. Und “Focus on the Family”
diskutiert, was das für die Wahl bedeutet

DIGAS OT:
OV 2
McCain muss deutlich machen, dass es nicht nur um künftige
Bundesverfassungsrichter geht. Er muss auch Kompromisse mit der politischen
Rechten eingehen und sagen, was er tun will. Nur so schafft er es die Konservativen zu
den Wahlurnen zu bringen - und wenn auch nur aus Angst davor, was passieren könnte
wenn Obama/Clinton oder Obama/Wer-auch-immer gewinnen. Man muss den Leuten
klar sagen, ihr bekommt das komplette homosexuelle Programm in den ersten 100
Tagen: Abreibung auf Bestellung, die Streichung von Geldern für sexuelle
Abstinenzprogramme....all das, wofür soziale Konservative in den letzten 20 Jahren hart
                                                                                         19
gekämpft haben. All das fliegt dann zum Fenster raus, wenn ihr nicht kommt und wählt.
Dieses Argument wird McCain bringen.

2/24 (53):OT-AFR Beispiel Armutsdiskussion einspielen:
OV 2
Versuchen wir so schnell wie möglich durch die Anrufe zu kommen. Fangen wir mit
Linda in Louisville, Mississsippi an, Linda, Sie sind on air mit Robert Rector…

Linda:
”Danke, Mister Rector, eine meiner Befürchtungen bei diesem Thema ist, wenn wir über
das Wohlfahrtssystem sprechen und denken, dass ein Scheck die Antwort ist,
vergessen wir dabei allerdings Gottes Wort. Der Mann, der nicht arbeitet, soll auch nicht
essen. Und ich glaube, wir haben dem Mann den Stolz und die Arbeitsmoral
genommen. Ein Mann ohne Moral ist im Nachteil, denn er hat noch nicht einmal den
Stolz, seine Familie zu ernähren. Und er hat zuviel Zeit zur Verfügung, um sich Ärger
einzuhandeln…”

OV 2
“Genau das stimmt…man bekommt das, wofür man zahlt. Seit einem halben
Jahrhundert zahlt das Wohlfahrtssystem Leute dafür, nicht zu arbeiten und nicht zu
heiraten..”

2/25 54:OT-Lochte:
OV 3
Ich glaube, es gibt einen grossen Wandel in der evangelischen Gemeinde, wir sind
wahrscheinlich in der Mitte eines grossen Erwachens, wie man es nennen könnte. Und
das hat schon vor ein paar Jahren begonnen, dass Evangelen über Armut sprechen,
über Umweltverschmutzung und uns als Hüter dieser Erde sehen und was wir damit
machen. Und diese Themen kommen genauso oft zur Sprache wie
gleichgeschlechtliche Ehen. Ich denke, ein Teil dieses Wählerblocks ist offen, und ich
sehe hier keinen klaren Favoriten. Es gibt keinen, der die Bush Connection mit den
Sozialkonservativen und den tradionellen Republikanern zusammen bringt. Keiner der
Kandidaten kann das und auch keiner der Demokraten wird viele Stimmen aus dem
christlichen Lager erhalten, aber sie werden mehr Stimmen als noch 2004 bekommen.

2/26 (55):OT-Sanders:
OV 2
Das christliche Radio wird mehr im Internet präsent sein, wir haben sehr viel darin
investiert und streamen all unsere Programme. Darüberhinaus bieten wir auch weitere
Audio Produkte über AFR.net. Und wie sich die Welt online bewegt, so muss sich auch
das christliche Radio dorthin bewegen oder es verschwindet. Nicht verschwinden, das
ist wohl nicht richtig. Ich glaube nicht, dass das traditionelle Radio untergeht. Ich kenne
eine Menge Leute die das glauben, aber ich bin alt genug um mich daran zu erinnern,
als es nur Radio über Mittelwelle gab und UKW anfangs belächelt wurde. Und dann
dominierten UKW Radios alles und viele meinten, das sei nun das Ende der Mittelwelle.
                                                                                         20
Na, das ist nicht richtig, es gibt nach wie vor eine starke und dynamische Mittelwelle.
Das Fernsehen kam und es hiess, das sei der Tod fürs Radio. Fernsehen hat einen
riesigen Einfluss auf unsere Gesellschaft. Aber alle, die ich kenne, hören noch immer
Radio. Sie schauen fern, aber hören auch Radio. Und das Internet wird das Radio auch
nicht verdrängen. Es zwingt es nur zu Veränderungen, um im 21. Jahrhundert
bestehen zu können.

2/27 (56):OT-D. Wildmon:
OV 1
Nichts hat sich wirklich für uns verändert, wir machen so weiter wie bisher. Man hört
nicht auf, schmeisst nicht alles hin. Man nutzt die Mittel, die Gott einem gibt und
investiert diese so gut es eben geht. Ich rede nicht vom Geld anlegen, ich meine eine
Radio Station aufbauen. Das ist, was uns voran treibt. Wir waren schon immer auf
gutem finanziellen Boden. Wir haben immer versucht, so schnell wie nur möglich zu
wachsen, aber zur gleichen Zeit haben wir das ohne grosse finanzielle Risiken
gemacht. In Bezug auf die Zukunft des christlichen Radios, ich glaube, das wird noch
lange erhalten bleiben.

2/26 (57): OT: Verschiedene Programme einspielen, mischen…..




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