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Managementbericht 2011

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Managementbericht 2011 Powered By Docstoc
					LEBENSMITTELSICHERHEIT
TIERGESUNDHEIT
VERBRAUCHERSCHUTZ




MANAGEMENTBERICHT
            2011
Managementbericht 2011
Lebensmittelüberwachung und
Tiergesundheitsdiagnostik
Herausgeber:




Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart

Schaflandstraße 3 / 2 und 3 / 3, 70736 Fellbach
Postfach 12 06, 70702 Fellbach

Telefon: +49 (0) 711 34 26 - 12 34
Telefax: +49 (0) 711 58 81 76

E-Mail: Poststelle@cvuas.bwl.de
Internet: http://www.cvua-stuttgart.de

Bildquellen:
Alternative Schokolade: Martin Müller, Pixelio.de, Image-ID=452080 (Titelblatt)
Fragebogen: berwis, Pixelio.de, Image-ID=331041 (Seite 12)
Weitere Fotos: CVUA Stuttgart

Redaktion: Maria Roth und Julia Hepperle
Grafik und Layout: Stefan Böttcher und Gabriele Weiß

Mai 2012
Managementbericht 2011                                                                       5




INHALTSüBERSICHT


 Prolog                                                                                      7
 Kampf um‘s Personal – die ALUA zeigt Wirkung                                                8
 Wechsel des ALUA-Vorsitzes                                                                 10
 Die Freuden des Verbraucherinformationsgesetzes (VIG)                                      11
 Der größte Schatz des CVUA Stuttgart: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter                 13
          Dank an den örtlichen Personalrat/Vertretungen                                    13
          Mitarbeiter am CVUA Stuttgart                                                     13
          Mitbestimmen und Mitgestalten – die Mitarbeiterumfrage 2011                       14
          Personalentwicklung GROSS geschrieben                                             16
          Einführung des „strukturierten Interviews“ zur Verbesserung der Personalauswahl   18
          Von der Arbeitssicherheit zum Gesundheitsmanagement                               18
          Neue Wege in der internen Fortbildung                                             19
 Lebensmittelüberwachung                                                                    21
          Untersuchungen im Rahmen der Lebensmittelüberwachung                              21
          Aufklärung lebensmittelbedingter Erkrankungen                                     24
          Als gesundheitsschädlich beanstandete Proben                                      27
Tiergesundheitsdiagnostik                                                                   29
          Untersuchungen im Rahmen der Tiergesundheit                                       29
          Anzeigepflichtige Tierseuchen                                                     31
          Meldepflichtige Tierseuchen                                                       32
 Jahresziele und Kennzahlen 2011                                                            33
          Erfolgte Umsetzung der Jahresziele 2011                                           33
          Bearbeitungszeit der Proben aus der amtlichen Lebensmittelüberwachung             34
          Art und Zahl der Proben                                                           36
          Anzahl untersuchte Parameter                                                      36
          Neu eingeführte Untersuchungsparameter                                            37
          Ringversuche                                                                      40
          Kundenreaktionen/Reklamationen                                                    40
          Zentrale Beschaffung – erste Erfahrungskennzahlen 2010/2011                       41
          Der KVP-Prozess in der Verwaltung – neues Druckerkonzept eingeführt               41
 Öffentlichkeitsarbeit                                                                      43
          Dreharbeiten, Interviews, Pressekonferenz                                         43
          Veröffentlichungen im Internet (Chronologie der aktuellen Meldungen)              46
          Wissenschaftliche Veröffentlichungen                                              56
          Vorträge                                                                          59
          Mitarbeit in Kommissionen und Arbeitsgruppen                                      63
          Prüfungen, Auszeichnungen, Diplom- und Doktorarbeiten                             66
          Fachbesuche, Praktikanten, Hospitanten                                            67
6   Managementbericht 2011
Managementbericht 2011                                                                                             7




PRoLoG


Von Cadmium in Schokolade bis Mineralöl aus
Recyclingverpackungen – die Bandbreite unserer
Untersuchungen spiegelt sich im Deckblatt wider. Die
Aufklärung des Verbrauchers über naturbedingte hö-
here Cadmiumgehalte in stark bitteren Schokoladen
war ein steiniger Weg: Die rechtlichen Hürden, die
das Verbraucherinformationsgesetz den Behörden
auferlegt, sind derzeit noch sehr hoch. Auch schät-
zen die betroffenen Wirtschaftskreise nur bedingt die
aktive und sachlich fundierte Information von unserer
Seite. Entsprechend lange dauert das Verfahren (sie-
he auch Seite 11).
                                                          Maria Roth erklärt Minister Alexander Bonde wie das Verfah-
Altpapier enthält Mineralöl und dieses findet sich        ren zur Untersuchung auf EHEC abläuft.
unter Umständen im Lebensmittel wieder, wenn
das recycelte Papier als Verpackungsmaterial für
Lebensmittel eingesetzt wird. Die Ergebnisse unse-
res Gemeinschaftsforschungsprojekts führten inzwi-        Laboratorien in der EU und die EU-Kommission selbst
schen zu einem Verordnungsentwurf (siehe Seite 21).       nach der geleisteten Arbeit des EU-RL und wertete
                                                          Fragebögen und Interviews aus. Die Firma bewertete
Im Mai häuften sich die Meldungen zu EHEC-Infek-          darüber hinaus die Selbstevaluation des EU-RL, be-
tionen im norddeutschen Raum, die dort zu zahlrei-        stehend aus einem 35-seitigen Fragebogen und ei-
chen Todesfällen führten. Das Krisenmanagement im         ner umfangreichen Dokumentation der fünfjährigen
CVUA Stuttgart klappte vom ersten Tag an. Hilfreich       Tätigkeit.
für die Ursachensuche war die rasche Auswertung           Das Fazit: Die harte Arbeit wurde belohnt, das
der über Jahre vorhandenen Untersuchungsdaten,            Europäische Referenzlabor für Einzelbestimmungs-
die Meldung der Ergebnisse an den Bund sowie das          verfahren verbleibt für weitere fünf Jahre in unserem
schnelle Hochfahren der Untersuchungskapazitäten          Haus.
für verdächtige Lebensmittel. Zu unserer großen
Erleichterung wurden wir in Baden-Württemberg bei         Das breite wissenschaftliche Engagement des ge-
der Suche nach dem krankmachenden EHEC nicht              samten Hauses lässt sich messen:
fündig. Erhebliches Interesse fand unser Internet-
beitrag über die Sprossenproduktion. Bereits 2003         37 Veröffentlichungen in nationalen und internatio-
wurde diese Lebensmittelherstellung im Rahmen             nalen Fachzeitschriften
einer Betriebskontrolle als problematisch angesehen,      46 aktuelle Internetbeiträge
denn eine mögliche Vermehrung gesundheitsschäd-           57 Vorträge im In- und Ausland
licher Keime lässt sich kaum verhindern (siehe auch       24 Mitarbeiter in 52 Arbeitsgruppen und
Seiten 50 und 51).                                        Kommissionen
                                                          19 neu eingeführte Untersuchungsmethoden mit
Geprüft und verlängert – Das Europäische Referenz­        mehr als 120 neuen Parametern
labor für Pestizide (EU­RL SRM) am CVUA Stuttgart         2 Dissertationen
wurde in seiner Funktion bestätigt                        1 wissenschaftliche Abschlussarbeit

Seit 2006 befindet sich das Europäische Referenz-
labor für Pestizide (Einzelbestimmungsverfahren)
am CVUA Stuttgart. Der Fünfjahresvertrag zwi-             Maria Roth
schen der EU und dem CVUA Stuttgart war nun in            Ltd. Chemiedirektorin
diesem Jahr ausgelaufen. Aus diesem Grund wurde
die Arbeit des EU-RL auf Wunsch und im Auftrag
der EU-Kommission einer umfassenden 360-Grad-
Beurteilung unterworfen.
Eine externe Firma evaluierte die Arbeit des EU-RL.       Dr. Volker Renz
Sie befragte nationale Referenzlaboratorien, offizielle   Veterinärdirektor
8                                                                                                Managementbericht 2011




KAMPF UM‘S PERSoNAL – DIE ALUA ZEIGT WIRKUNG


Die Arbeitsgemeinschaft der Leiter und Leiterinnen               Anhand der Organisationsentwicklung des CVUA
der Untersuchungsämter (ALUA) setzte sich 2011                   Stuttgart in den letzten 10 Jahren zeigt sich, wie
mit Energie und Fantasie für eine Aufhebung der                  stark sich die Organisation an die veränderten
bereits beschlossenen Stellenstreichungen bis                    Rahmenbedingungen bereits angepasst hat, wie vie-
2016 ein. Bei gemeinsamen Terminen mit den poli-                 le Bereiche abgegeben bzw. aufgelöst wurden, aber
tischen Entscheidungsträgern des Ministeriums für                auch wie viele neue Aufgaben dazu gekommen sind.
Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-                     Am 23.12.2012 kam die erlösende E-Mail des
Württemberg sowie bei Präsentationen vor Ort in                  Ministeriums: Bis 2016 sind die Untersuchungsämter
den jeweiligen Untersuchungsämtern wurde darge-                  von Stellenstreichungen ausgenommen. Damit
stellt, welche Folgen weitergehende Personalein-                 haben die Häuser wenigstens für ein paar Jahre
sparungen mit sich brächten und welche Aufgaben                  Planungssicherheit und für einige tüchtige Mit-
dann nicht mehr erledigt werden könnten (siehe                   arbeiterinnen und Mitarbeiter auf befristeten Stellen
Schaubild Seite 7).                                              ergeben sich im Rahmen der Fluktuation Chancen
                                                                 auf eine unbefristete Planstelle.




Ministerialdirigent Jürgen Maier verschafft sich vor Ort einen Eindruck über die Personalsituation.
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10                                                                                   Managementbericht 2011




WECHSEL DES ALUA­VoRSITZES


Vier Jahre hatte das CVUA Stuttgart den ALUA-Vorsitz      Die ALUA unterstützt die Vorstellungen des
mit Maria Roth und Volker Renz inne. In dieser Zeit       Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucher-
wurde die ämterübergreifende Zusammenarbeit ver-          schutz, die Personalentwicklung für zukünftige
bessert, ein Leitbild erstellt sowie die neuen Obleute    Führungskräfte (Abteilungsleiter und Amtsleiter) in
auf ihre Aufgaben mit zwei Workshops vorbereitet.         den Untersuchungsämtern deutlich zu verstärken
Die intensivere Kooperation der Leitungsebenen            und einen Führungskräftepool aufzubauen. Zukünftig
zeigt sich an gemeinsamen jährlichen Strategie-           werden die anstehenden Aufgaben mit der vorhande-
tagen sowie an regelmäßigen Besprechungen und             nen Personalausstattung immer schwieriger zu be-
Abstimmungen bei aktuellen Fragen. Mit einer Stim-        wältigen sein. Insofern kommt dem Bereich Führung
me zu sprechen ist unser – zugegeben manchmal             entscheidende Bedeutung zu.
sehr schwer erreichbares – Ziel. In diese Zeit fiel       Ein Highlight war der Festakt im Neuen Schloss in
die Prüfung des Landesrechnungshofes. Die Unter-          Stuttgart 2010, anlässlich der vor 10 Jahren stattge-
suchungsämter konnten sehr gut darstellen, wie effi-      fundenen Neuorganisation der Untersuchungsämter.
zient und effektiv sie ihre Aufgaben erledigen.           Eindrucksvoll konnte die Leistungskraft der baden-
Ein weiterer großer Brocken war die Umstellung des        württembergischen Untersuchungsämter dargestellt
Labordatensystems (LDS) pro Haus auf ein gemein-          werden.
sames Laborinformations- und Managementsystem             Heinrich Stöppler, Staatliches Tierärztliches Unter-
(LIMS-BW). Die Transparenz, die dieser gemein-            suchungsamt (STUA) – Diagnostikzentrum – Aulen-
same Datenschatz birgt, wird inzwischen von sehr          dorf ging 2010 in Pension, sein Nachfolger wurde der
vielen Mitarbeitern geschätzt. So sind standortüber-      bisherige Stellvertreter, Thomas Miller. Neu in das
greifende Auswertungen zu Fachfragen möglich              Gremium kam Ernst Großmann als sein Stellvertreter.
und letztendlich ist es unerheblich, an welchem           Roland Renner, CVUA Freiburg, trat 2011 ebenfalls
Amt die auswertende Person sitzt. Beispielsweise          in Ruhestand, seine Nachfolgerin wurde die bishe-
wurden die EHEC-Meldungen aller Ämter an den              rige Stellvertreterin Heike Goll. Neu kam Frieder
Bund von den Freiburger Kollegen gemacht, die             Grundhöfer als ihr Stellvertreter dazu.
jährliche Zoonosemeldung dagegen vom CVUA                 Der ALUA-Vorsitz wechselt zum Jahresende
Stuttgart. Das kritische Thema Kennzahlen packte          31.12.2011 an das CVUA Karlsruhe. Der neu-
die ALUA ebenfalls an und machte erste Schritte zu        en Vorsitzenden Susanne Hartmann und ihrem
einem gemeinsamen Kennzahlencockpit – die Aus-            Stellvertreter Gerhard Marx wünschen wir Freude,
wertungen der Probenbearbeitungszeit im Bereich           Kraft und Erfolg bei der verantwortungsreichen
Lebensmittelüberwachung stehen.                           Leitung der ALUA.




Die „singende ALUA“ – Abschiedsständchen für Roland Renner im CVUA Freiburg
Managementbericht 2011                                                                                      11




EIN INTERNETBEITRAG UND SEINE                             nunmehr nur die Ergebnisse des aktuellen Unter-
FoLGEN oDER                                               suchungsprogramms aus dem Jahr 2011 mit der
                                                          Liste der aktuellen Untersuchungsdaten ohne die
DIE FREUDEN DES VERBRAUCHER­                              Ergebnisse der Jahre 2009 und 2010 veröffentlicht
INFoRMATIoNSGESETZES (VIG)                                werden.
                                                        – 20.07.2011: Den betroffenen Firmen werden die
                                                          entsprechenden Bescheide zugestellt.
Was bisher geschah (siehe auch Seite 52):               – 28.07.2011: Der Internetbeitrag mit einer Liste der
                                                          Untersuchungsdaten ohne Herstellerangaben wird
– 2009 und 2010: Anfang 2009 hat die Europäische          veröffentlicht.
  Behörde für Lebensmittelsicherheit die für Ver-       – 31.08.2011: Die Frist zur Abgabe eines Wider-
  braucher noch duldbare Aufnahmemenge für Cad-           spruchs durch die betroffenen Firmen ist abgelau-
  mium deutlich abgesenkt. Deshalb intensivierte          fen. In die Liste mit den Untersuchungsdaten wer-
  das CVUA Stuttgart die Untersuchungen von Edel-         den die ersten Herstellernamen eingefügt, bei de-
  bitterschokoladen mit hohen Kakaogehalten, die          nen die Bescheide rechtskräftig sind.
  besonders cadmiumreich sind.                          – 27.10.2011: Aufgrund verschiedener Rückmeldun-
– November 2010: Ein Internetbeitrag über die             gen wird der Internetbeitrag ergänzt. In dem ur-
  Untersuchungsergebnisse der letzten beiden Jahre        sprünglichen Text wurde bei der Abschätzung des
  wird ausgearbeitet.                                     Gesundheitsrisikos von einer täglichen Verzehrs-
– Februar 2011: Aufgrund der zu erwartenden öf-           menge von 50 Gramm Schokolade ausgegangen.
  fentlichen Resonanz bezüglich der Auswertungen          Diese Verzehrsmenge wurde von vielen Firmen als
  und der Tatsache, dass die Untersuchungen               zu hoch angesehen. Deshalb wurde eine Tabelle
  teilweise schon einige Zeit zurücklagen, wird           eingefügt, in der das Gesundheitsrisiko gestaffelt
  beschlossen, vor einer Veröffentlichung ein weite-      nach unterschiedlichen täglichen Verzehrsmengen
  res Untersuchungsprogramm durchzuführen, um             zwischen 10-50 Gramm Schokolade pro Tag abge-
  den aktuellen Belastungsstatus am Markt befind-         schätzt wurde.
  licher Schokoladen nochmals abzusichern und zu        – 12.12.2011: Erneute Änderung des Internetbeitrags
  bestätigen.                                             aufgrund von Rückmeldungen. Zusätzlich zu den
  Es wird die Einleitung eines VIG-Verfahrens mit         vom Bundesinstitut für Risikobewertung vorge-
  Herstellernennung als proaktive Vorgehensweise          schlagenen Grenzwerten für Cadmium in Scho-
  entsprechend § 5 VIG erwogen, da bei Veröffent-         koladen, die in dem bisherigen Internetbeitrag
  lichung des Berichts mit entsprechenden Verbrau-        als Diskussionsgrundlage herangezogen worden
  cheranfragen zu rechnen sein würde.                     waren, werden die aktuell auf EU-Expertenebene
– März 2011: Das aktuelle Untersuchungsprogramm           diskutierten Grenzwerte, die deutlich höher liegen,
 „Cadmiumgehalte in Edelbitterschokoladen“ wird           aufgenommen.
  durchgeführt. Es umfasst 80 Schokoladenproben,        – Stand März 2012: Von den 80 untersuchten Scho-
  über wiegend Edelbitterschokoladen mit Kakaoge-         koladenproben wurden mittlerweile von 53 die Da-
  halten über 50 %.                                       ten nebst Herstellerangaben veröffentlicht. Die
– April 2011: Auswertung der Ergebnisse und Er-           Bearbeitung der Widersprüche liegt derzeit beim
  gänzung des ursprünglichen Internetbeitrags durch       Regierungsbezirk Stuttgart.
  die Ergebnisse des aktuellen Untersuchungspro-         Das gesamte Verfahren führte bei vielen Unternehmen
  gramms. Die aktuellen Ergebnisse bestätigen die        zu Verwirrung und Unverständnis. „Es gibt doch kei-
  Untersuchungen aus den beiden Vorjahren in vol-        nen Grenzwert“ war die gängige Meinung. Unser
  lem Umfang.                                            Ansinnen, dass wir als Lebensmittelüberwachung
– 18.04.2011: Da mit dem Internetbeitrag auch eine       im vorbeugenden Gesundheitsschutz informieren,
  Liste mit den Untersuchungsergebnissen und Her-        wurde nicht verstanden. Die Aufklärung im Einzelfall,
  stellernamen im Rahmen des VIG veröffentlicht          sowohl telefonisch als auch schriftlich, war extrem
  werden soll, werden die betroffenen Firmen infor-      aufwändig und zeitintensiv.
  miert. Damit beginnt die Anhörungsfrist, die einen
  Monat beträgt.                                        Blick in die Zukunft:
– 13.05.2011: Aufgrund der ersten Anhörung und den
  daraus resultierenden Rückmeldungen einer gro-        Im Herbst 2012 tritt die Novellierung des VIG in Kraft.
  ßen Zahl der betroffenen Unternehmen, wurde eine      Einerseits werden die Verwaltungsvorgänge – insbe-
  zweite überarbeitete Anhörung mit einer verständli-   sondere das Anhörungsverfahren beschleunigt und
  cheren Darstellung und Aufbereitung der Daten ver-    zum Anderen das Antragsverfahren für die Ver-
  sandt. Damit begann die Anhörungsfrist von neuem.     braucher vereinfacht. Dies führt zu einer Verkürzung
– Juni 2011: Um noch mehr Rückfragen und spä-           jedes einzelnen Verfahrens.
  teren Widersprüchen vorzubeugen, wird der ur-
  sprüngliche Internetbeitrag „abgespeckt“. Es sollen   Die Anzahl an Verfahren wird dafür eher zunehmen.
12   Managementbericht 2011
Managementbericht 2011                                                                                  13




DER GRöSSTE SCHATZ DES CVUA STUTTGART: DIE MITARBEITERINNEN
UND MITARBEITER


Dank an den örtlichen Personalrat/                   heitsbeauftragter tätig war, weiß, wie viel Arbeit da-
Vertretungen                                         mit verbunden ist, wer es nie gemacht hat, wundert
                                                     sich, warum sich der Personalrat wöchentlich treffen
                                                     muss, denn ein guter Personalrat zeichnet sich da-
Einführung von DISG, KVP, Change-Management,         durch aus, dass vertrauliche Dinge vertraulich blei-
WIN-Prozess, Einführung des strukturierten Inter-    ben. Unendlich schwierig!
views zur Verbesserung der Personalauswahl           Für das gute Miteinander aller Ebenen, für den
und vieles mehr wäre nicht möglich ohne die kon-     Interessenausgleich bei unterschiedlichen Wünschen
struktive und wachsame Begleitung der örtlichen      und Forderungen bringt unser Personalrat sein
Vertretungen. Ich danke der ganzen Gruppe und ins-   Gewicht in die Waagschale und hat nicht selten für
besondere dem Vorsitzenden Herrn Alain Camaret       bessere Lösungen gesorgt. Gemeinsam sind wir
und seiner Stellvertreterin Frau Nadja Bauer ganz    besser, dieser Leitbildsatz des CVUA Stuttgart wird
herzlich für die unkomplizierte, sachorientierte     von unserem Personalrat gelebt. Herzlichen Dank
Zusammenarbeit, die sich am Wohl des gesam-          an Alain Camaret, Nadja Bauer, Axel Hübner, Ingrid
ten Hauses orientiert. Wer einmal als Personalrat,   Hofmann, Eva-Maria Plate, Karin Quitt, Bettina Rupp,
Schwerbehindertenvertretung oder Chancengleich-      Julia Skrypski, Jasmin Stelzer!

Mitarbeiter am CVUA Stuttgart

(Stand: 31.12.2011)

 Mitarbeiter (inklusive Beurlaubungen / Abordnungen / Projekte)                                 255

 Sachverständige Lebensmittelchemiker / Chemiker                                                 43
 Sachverständige Tierärzte                                                                       16
 Sachverständige Mikrobiologen / Biologen                                                          4
 Technische und Verwaltungsangestellte, Kontrolleure, Haustechnik                                31
 Technische Mitarbeiter in Chemie / Diagnostik                                                  116
 Praktikanten der Lebensmittelchemie                                                             12
 beurlaubte oder abgeordnete Mitarbeiter                                                         33

 Planstellen                                                                                    184,5
 Projektmitarbeiter                                                                              21
 teilzeit beschäftigte Mitarbeiter                                                               72
 befristet beschäftigte Mitarbeiter                                                              44
 2011 eingetreten                                                                                34
 2011 ausgeschieden                                                                              36

In den Ruhestand traten:                             Jubiläum hatten:

Frau Ulrike Egerlandt                                Frau Dora Crentsil                          40 Jahre
Frau Renate Jilek                                    Frau Marianne Kaebel                        40 Jahre
Frau Christl Rebel                                   Frau Maria Morandini                        40 Jahre
Frau Barbara Sosto Archimio                          Frau Lusia Färber                           25 Jahre
Frau Erika Wohnhas                                   Frau Margit Sessler                         25 Jahre
Frau Renate Wolff
14                                                                                  Managementbericht 2011




Mitbestimmen und Mitgestalten – die Mitarbeiterumfrage 2011

Nach den umfangreichen hausinternen Umstruktu-           mert, desto höher ist die Zufriedenheit im eigenen
rierungen in den letzten Jahren (WIN-Prozess) wur-       Arbeitsbereich (siehe Grafiken rechts). Die Funktion
den die Ergebnisse der Mitarbeiterumfrage 2011 mit       der Führungskraft kann also gar nicht ernst genug
Spannung erwartet. Erfreulicherweise haben sich          genommen werden. Deutliche Verbesserungen wur-
84 % der Mitarbeiter an der Umfrage beteiligt. Die       den im Bereich passive Information und Verständnis
Umfrage wurde erstmals über das SAP-Auswer te-           für die Strategie seit 2006 erreicht. Dennoch ist noch
modul des Finanzministeriums online abgewickelt.         weiteres Verbesserungspotential erkennbar bei
Eine hausinterne vertiefte Auswertung erfolgte über      hausübergreifender Kommunikation, Feedbackkultur
verschiedene weitere Programme (RapidMiner, Sta-         leben sowie passiver Information im Sinne unseres
tistica, MS Access).                                     Führungsleitbildes. Je besser ein Mitarbeiter infor-
Unter dem Motto „Mitbestimmen & Mitgestalten –           miert ist, desto eher versteht er die strategischen
Ihre Meinung zählt“ ging es bei der Umfrage nicht        Entscheidungen der Hausführung (siehe Grafik
um den konkreten Mitarbeiter, sondern um den             rechts unten).
Mitarbeiter in seiner Funktion. Der Mitarbeiter lie-     82 Teilnehmer, die speziell von der Umstrukturierung
fert ein qualifiziertes Urteil über sein Arbeitsumfeld   des WIN-Projekts betroffen waren, hatten die Gele-
und damit auch über unser Amt. Dieses Urteil – in        genheit, in separaten Fragen ihre Meinung zu dem
regelmäßigen Abständen abgegeben – zeigt Trends          Prozess sowie zu ihrer derzeitigen Lage kundzutun.
und Veränderungen über die Gesamtentwicklung             Die Streuung war hier sehr groß – von ganz zufrie-
des Hauses auf. Daher wurden überwiegend die             den bis ganz unzufrieden. Das heißt, wir sind nicht
gleichen Fragen gestellt wie bei der letzten Umfrage     gescheitert, aber wir sind mit unserem WIN-Prozess
2006. Konkret wurden die Themenbereiche Ar-              noch nicht im grünen Bereich und müssen noch nach-
beitsbedingungen, direkter Vorgesetzter, eigener         legen. Im November 2011 wurde deshalb der Start für
Arbeitsbereich, eigene Tätigkeit, Kommunikation,         WIN 2.0 gegeben und eine abteilungsübergreifend
Leitbild/Zielfoto sowie passive Information und          arbeitende Serviceeinheit Methodenentwicklung
Strategie beleuchtet.                                    (SEM) installiert. Die Grundidee von SEM ist Mitar-
Die Mehrheit der Mitarbeiter ist mit ihren Arbeits-      beiterinnen und Mitarbeiter mit speziellem Know-how
bedingungen und dem eigenen Arbeitsbereich sehr          sowie Geräte aus verschiedenen Abteilungen pro-
zufrieden. Auch mit den direkten Vorgesetzten so-        jektbezogen zu bündeln, um analytische Probleme
wie mit der eigenen Tätigkeit sind wir im grünen         gemeinsam schneller lösen zu können. Zahlreiche
Bereich und es gibt hausübergreifend keinen gro-         analytische Fragestellungen wurden an das neu ge-
ßen Handlungsbedarf. Es ließen sich erstaunliche         gründete SEM-Team zwischenzeitlich herangetra-
Korrelationen errechnen: Je mehr sich der Vorge-         gen (zum Beispiel die Bestimmung von Phosphin in
setzte um seine Mitarbeiter kümmert, desto mehr          pflanzlichen Lebensmitteln).
Spaß hat der Mitarbeiter an der Arbeit. Je stär-         Nach 2006 und 2011 ist die nächste Mitarbeiter-
ker sich der Vorgesetzte um die Mitarbeiter küm-         umfrage für Anfang 2014 geplant.
Managementbericht 2011                                                                                                       15




 Verfahren                                                                               5
 Die Mitarbeiterbefragung umfasste insgesamt
 95 Aussagen (zum Beispiel „Mein direkter Vorge-
 setzter behandelt mich mit Achtung und Respekt.“)                                       4
 zu zwölf verschiedenen Themenbereichen (zum




                                                                Eigene Tätigkeit
 Beispiel eigene Tätigkeit, direkter Vorgesetzter,
 Arbeitsbedingungen, …). Unsere Mitarbeiterinnen                                         3
 und Mitarbeiter konnten diese Aussagen anhand einer
 5-stufigen Skala bewerten: „trifft voll zu“ (= 5 Punkte),
„trifft eher zu“ (= 4 Punkte), „teils/teils“ (= 3 Punkte),                               2
„trifft eher nicht zu“ (= 2 Punkte), „trifft gar nicht zu
 (= 1 Punkt). Ebenso bestand „keine Angabe“ als
 Antwortmöglichkeit (= 0 Punkte). Ein Freitext feld war                                  1
 nicht zugelassen, da bewusst nur diejenigen Sach-
 verhalte abgefragt wurden, die unser Amt gegebe-
 nenfalls auch verändern kann. Die Teilnehmer sollten                                    0
 nicht mehr als 25 Minuten für die Beantwortung der                                          0   1        2          3            4   5
 Umfrage benötigen. Neben den hausübergreifenden                                                     Direkte(r) Vorgesetzte(r)
 Auswertungen wurde pro Abteilung eine separate
 Auswertung erstellt. Anhand des Hausmittelwertes
 pro Frage konnten die Abteilungen selbst sehen,                                         5
 wo ihre Beurteilungen sich vom Mittelwert des
 Hauses unterschieden. Darüber hinaus wurden
                                                                                         4
                                                                Eigener Arbeitsbereich




 die Antworten der einzelnen Teilnehmer für jeden
 Themenbereich gemittelt und gegenübergestellt, um
 eventuelle Korrelationen feststellen zu können (sie-
 he Grafiken). In Gesamtabteilungsbesprechungen                                          3
 mit der Amtsleitung wurde der erforderliche
 Änderungsbedarf konkretisiert.
                                                                                         2
Anonymität
Das A und O einer hohen Beteiligung ist die gesi-
cher te Anonymität der Daten. Die gesamte Mitar-                                         1
beiterbefragung wurde in enger Abstimmung mit
dem örtlichen Personalrat konzipiert. Er gewährlei-
stete, dass zu keiner Zeit eine Rückverfolgung auf                                       0
einzelne Personen möglich war. Beispielsweise wur-                                           0   1        2          3            4   5
den bei der Auswertung die Antwortgruppen so zu-                                                     Direkte(r) Vorgesetzte(r)
sammengefasst, dass sie jeweils mit mindestens vier
Personen besetzt sind. Das Passwort wurde vom
Personalrat zugelost, es konnte nur einmal benutzt                                       5
werden. Sobald der Button „Senden“ gedrückt wurde,
gingen die Daten direkt an das Finanzministerium. Ein
Ausdruck war nicht möglich, da sonst eine Zwischen-                                      4
speicherung hätte vorgenommen werden müssen.
                                                                Strategie




                                                                                         3


                                                                                         2

Mitarbeiter, die im Themenbereich „direkter Vorgesetzter“
eine hohe Punktzahl vergeben haben (= hohe Zufrieden-
                                                                                         1
heit), haben gleichzeitig ihre Zufriedenheit mit der „eigenen
Tätigkeit“ bzw. dem „eigenen Arbeitsbereich“ durch eine
hohe Punktzahl zum Ausdruck gebracht – und umgekehrt.
Es stellt sich nun die Frage, was zuerst da war – die Zufrie-                            0
denheit mit dem direkten Vorgesetzten oder mit der eigenen                                   0   1        2          3            4   5
Tätigkeit bzw. dem eigenen Arbeitsbereich.                                                             Passive Information
16                                                                                    Managementbericht 2011




Personalentwicklung GRoSS geschrieben

Einführung eines Persönlichkeitsmodells – ein            der Menschen drückt sich in einer unterschiedlich
Werkzeug zur Verbesserung der Teamkultur                 starken Ausprägung sowie deren unterschiedlichen
                                                         Kombinationen aus. Aus einer Mischung der vier
Andere sind anders – und dürfen es auch sein!            Dimensionen ergeben sich nach dem verwendeten
Diese im Prinzip triviale Aussage ist für ein gu-        Modell 20 grundlegende Verhaltenstendenzen.
tes Zusammenarbeiten jedoch sehr wichtig. Um             Zur Ermittlung der individuellen Verhaltenstendenz er-
anderen gerecht zu werden, muss man sich auf             hielt jeder Teilnehmer zwei Fragebogen, die er selbst
deren Bedürfnisse einstellen. Und das kann man           ausfüllte. Im Rahmen der Auswertung wurde ein
lernen! Sich selbst besser zu kennen und sich            Überblick über die jeweils eigene Verhaltenstendenz
an die Bedürfnisse anderer anzupassen ist die            erhalten (allgemeine Beschreibung, Verhalten in be-
Voraussetzung dafür, dass man die Bedürfnisse            stimmten Situationen, Stärken und Entwicklungsfelder,
anderer beim eigenen Handeln berücksichtigen             und so weiter).
kann. Bei diesem Entwicklungsprozess kann ein            Bereits im Jahr 2007 wurde das Modell der mittle-
Persönlichkeitsmodell helfen.                            ren Führungsebene (Labor- und Abteilungsleiter) im
                                                         Rahmen eines zweitägigen Seminars durch einen
                                                         externen Referenten vorgestellt (Fokus: Mitarbeiter-
Was ist ein Persönlichkeitsmodell?                       führung). Aufgrund der überwiegend positiven
                                                         Rückmeldungen sollte es nun allen Beschäftigten
Ein Persönlichkeitsmodell versucht, charakteristi-       zugänglich gemacht werden (Fokus: Ich in meinem
sche Merkmale im „Denken, Handeln, Fühlen“ eines         Arbeitsumfeld). Um die Ideen in die Fläche zu brin-
Menschen zu beschreiben und zu erläutern, jedoch         gen, arbeitete ein „zertifizierter“ Mitarbeiter mit Kolle-
nicht zu bewerten! Es kann dabei helfen, das eigene      gen aus allen Abteilungen ein Seminarkonzept aus.
Verhalten zu reflektieren, andere besser zu verste-      In 15 Workshops wurden 2011 mehr als 160 Be-
hen, die eigentliche Ursache von Konflikten zu erken-    schäftigte aus allen Bereichen des Hauses mit dem
nen und dadurch besser auf die Bedürfnisse anderer       Persönlichkeitsmodell vertraut gemacht.
eingehen zu können.                                      Im Workshop selbst ermittelten die Teilnehmer
                                                         zunächst ihre individuellen Verhaltenstendenzen.
                                                         Anschließend erklärten die Seminarleiter, was es
Ziel?                                                    mit den unterschiedlichen Persönlichkeitstypen für
                                                         eine Bewandtnis hat (allgemeine Beschreibung des
Unser Ziel ist es, den Mitarbeiterinnen und Mitar-       Verhaltens, Motivation, persönliche Werte und so
beitern ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit           weiter). Auf diese Weise kamen die Gruppen dem
dem sie die Wirkung der eigenen Persönlichkeit auf       Ziel näher, die Bedürfnisse anderer zu verinnerlichen
andere sowie die Bedürfnisse von Kolleginnen und         sowie die Wirkung der eigenen Persönlichkeit im
Kollegen im Arbeitsumfeld besser verstehen. Durch        Hinblick auf die anderen zu reflektieren.
mehr Verständnis füreinander soll das „Miteinander
umgehen“, auch über Hierarchieebenen hinweg, er-
leichtert, das „Miteinander arbeiten“ verbessert und     Erfahrungen und Erkenntnisse
damit letztendlich auch die Teambildung gefördert
werden.                                                   Entsprechend den verschiedenen Persönlichkeits-
                                                          typen verliefen die Seminare völlig unterschied-
                                                          lich. Beispielsweise standen Menschen mit hohen
Durchführung am CVUA Stuttgart                           „I-Anteilen“ einem solchen Angebot in der Regel recht
                                                          offen gegenüber, Menschen mit hohen „G-Anteilen“
 Das am CVUA Stuttgart vorgestellte Persönlichkeits-      waren eher skeptisch. Insgesamt wurde das Seminar
 modell basiert auf den vier Verhaltensdimensionen        jedoch von nahezu allen Mitarbeitern mit der Note 2
 Dominant (D), Initiativ (I), Stetig (S) sowie Gewis-     oder besser bewertet.
 senhaft (G), vereinfacht ausgedrückt D-I-S-G. Die        Im Rahmen des Seminars wurde unter anderem ver-
 unterschiedliche Ausprägung der vier Verhaltens-         deutlicht, dass es keine „guten“ und keine „schlechten“
 dimensionen soll am Beispiel „Veränderungen im un-       Verhaltenstendenzen gibt, sondern sich jede einzel-
 mittelbaren Arbeitsumfeld“ dargestellt werden (siehe     ne Persönlichkeit durch unterschiedliche Fähigkeiten
 Tabelle Seite 17).                                       und Begabungen auszeichnet. Trotzdem wurde
 Naturgemäß ist nicht jeder Mensch ausschließlich „D“,    seitens der Beschäftigten oftmals eine Bewertung
„I“, „S“ oder „G“ sondern zeigt Verhaltenstendenzen       einzelner Persönlichkeiten vorgenommen. Gerade
 aus jeder der vier Dimensionen. Die Verschiedenheit      Teamarbeit zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass
Managementbericht 2011                                                                                           17




                                 D                         I                        S                  G


  Förderliche           Eine Veränderung       Viele gute Ideen           Mit anderen zu-     Konsequenzen der
  Eigenschaften         umsetzen;              zur Zielerreichung;        sammen das ge-      Veränderung zu
                        auch gegen             andere motivieren          steckte Ziel auch   berücksichtigen
                        Widerstände            den Weg zu gehen           zu erreichen

 Entwicklungs­          Nicht nur der eige-    Ideen umsetzen             Chance in der       Fertig werden,
 felder                 ne Weg zählt; an-      bis zum Ende;              Veränderung se-     wenngleich noch
                        dere mitnehmen         eigene, aktive             hen; „mutig“ sein   kein perfektes
                                               Beteiligung                                    Ergebnis



 möglichst unterschiedliche Persönlichkeiten zusam-            unter anderem der Frage nachgegangen werden,
 menarbeiten, damit alle verschiedenen Bereiche/               warum eine eigentlich gute Absicht nicht als sol-
 Herausforderungen der täglichen Arbeit erfolgreich            che vom Gegenüber wahrgenommen wird. Anhand
 abgedeckt werden können.                                      von anonymisierten, jedoch realen Beispielen aus
 Durch das Seminar wurden vielfältige Diskussionen             dem beruflichen Alltag wird die Wirkung bestimm-
 auf allen Ebenen initiiert. So haben zum Beispiel             ter Verhaltensmuster exemplarisch aufgezeigt. Ziel
 die Mitglieder einzelner Teams ihre jeweilige                 ist es, die daraus resultierenden, eigenen Ent wick-
 Verhaltenstendenz offengelegt, um zu ermitteln, in-           lungsfelder zu verinnerlichen sowie sich intensiv mit
 wieweit welche Verhaltenstendenzen mit Ihren jewei-           Verhaltenstendenzen auseinander zu setzen, die
 ligen Begabungen vertreten sind.                              man selbst nicht verkörpert.
„Was ich möchte und wie ich tatsächlich ankomme“,              Im Alltag gelingt dies aus den oben genannten
 sind oftmals zwei völlig verschiedene Dinge, je               Gründen nur, wenn „Feedback geben und anneh-
 nachdem mit wem ich spreche. Viele Beschäftigte               men“ tatsächlich gelebt wird. Somit ist eine offene
 haben Erwartungen, äußern diese aber nicht. So ge-            Feedbackkultur sozusagen der Schlüssel für alles
 hen einzelne Persönlichkeiten davon aus, dass sich            andere. Grundlegende Voraussetzung dafür ist eine
 ausschließlich die anderen verändern müssen, man              wertschätzende Kultur in der Organisation selbst.
 selbst aber so bleiben kann, wie man ist. Dies auch
 insbesondere deshalb, weil man hinsichtlich des ei-
 genen Verhaltens entweder kein Feedback erfährt
 oder ein solches nur schwer annehmen kann. Was
 tatsächlich beim Gegenüber ankommt, erfährt man
 jedoch nur durch eine entsprechende Rückmeldung.
 Hauptproblem dabei ist, dass es den verschiedenen
 Persönlichkeiten unterschiedlich schwer fällt, ein ent-
 sprechendes Feedback zu geben beziehungsweise
 bei anderen einzufordern.


Fazit und Ausblick

Eine erfolgreiche Umsetzung von Vorgaben und da-
mit letztendlich die Erreichung von Zielen ist unter an-
derem davon abhängig, inwieweit die Führungskraft
in der Lage ist, sich auf die jeweilige Persönlichkeit
der Mitarbeiter einzustellen. Dies gilt gleichermaßen
für die unterschiedlichen Mitarbeiter in einem Team.
Vordergründig geht es dabei um eine Anpassung
der eigenen Persönlichkeit an die Bedürfnisse ande-
rer, ohne sich selbst zu verbiegen. Hierbei kann ein
Persönlichkeitsmodell unterstützen.
Zukünftig steht nicht mehr das Persönlichkeitsmodell
selbst im Vordergrund, sondern die Wirkung unter-
schiedlicher Verhaltensprofile in der Praxis. So soll          Jede(r) am richtigen Platz?
18                                                                                  Managementbericht 2011




Einführung des „strukturierten                           chen wird. Entsprechend den Laborvorschriften
Interviews“ zur Verbesserung der                         werden alle Labormitarbeiter einmal jährlich bezüg-
Personalauswahl                                          lich Laborsicherheit geschult und es gibt in allen
                                                         Abteilungen ausgebildete Ersthelfer sowie Mitarbeiter,
                                                         die in die Bedienung eines Defibrillator-Gerätes ein-
Jährlich werden im CVUA Stuttgart circa                  gewiesen sind. Schließlich finden regelmäßige Be-
 30-35 Mitarbeiter neu eingestellt. Die Vorstellungs-    gehungen aller Labor- und Büroarbeitsplätze durch
 gespräche umfassen etwa 100-120 Personen. Um            eine Betriebsärztin und eine Fachkraft für Arbeits-
 die Personalauswahl professioneller zu gestalten,       sicherheit statt. Dabei wird speziell darauf geachtet,
 wurde gemeinsam mit der Führungsakademie ein            dass Lösemittel und toxische Substanzen sicher
 Leitfaden für ein strukturiertes Interview erarbeitet   auf bewahrt werden, die Mitarbeiter vorschriftsmä-
 und dieser Leitfaden im Rahmen eines Workshops          ßige Kleidung und persönliche Schutzausrüstung
 von Führungskräften und Vertretern des örtlichen        tragen. Ebenso wird darauf geachtet, dass im
 Personalrats auf seine Praktikabilität geprüft. Der     Brandfall die Fluchtwege breit genug sind. Auch
 große Vor teil des strukturierten Interviews besteht    die ergonomische und blendfreie Gestaltung von
 darin, dass alle Bewerber die gleichen Fragen er-       Bildschirmarbeitsplätzen, die richtige Beleuchtung
 halten und damit eine bessere Vergleichbarkeit ge-      und der Schutz vor Lärm spielen eine wichtige Rolle.
 geben ist. Außerdem wird zwischen Interviewer und       Es ist dadurch gelungen, im Laufe der Jahre einen
 Beobachtern getrennt, was es erleichtert, beobacht-     hohen Sicherheitsstandard zu erreichen sowie unse-
 bares Verhalten von Einschätzungen, Meinungen,          re Arbeitsplätze ergonomisch vorteilhaft zu gestalten.
 Beurteilungen zu trennen. Im Rahmen des Interviews      Dass es in den letzten Jahren in unserem Gebäude
 werden die Kompetenzen                                  keine schweren Unfälle gegeben hat, ist sicher auch
– Kommunikation und Argumentation                        dieser gelebten Laborsicherheit zu verdanken.
– Fachkenntnisse und Erfahrungen                         Im Jahr 2012 tritt eine neue Vorschrift über den
– Initiative und Arbeitsbereitschaft                     Einsatz von Betriebsarzt und Fachkraft für
– Motivation und Belastbarkeit                           Arbeitssicherheit in Kraft. Diese Vorschrift sieht
– Teamfähigkeit und Sozialverhalten                      neben einer „Grundbetreuung“ für sicherheitstech-
– Selbstmanagement und Arbeitsplanung                    nische und betriebsärztliche Aufgaben auch eine
 geprüft. Die offenen Fragen werden je nach Einsatz-     betriebsspezifische Betreuung vor, die besondere
 bereich (Führungskraft, technischer Mitarbeiter, Ver-   Risiken des Betriebes berücksichtigt, zum Beispiel
 waltung) im Vorfeld angepasst. Besonderer Wert wird     die arbeitsmedizinische Vorsorge bei besonderer
 darauf gelegt, dass die Bewerber ihre Angaben mit       Infektionsgefährdung. Dies betrifft vor allem die me-
 Beispielen aus ihrem eigenen Erfahrungsbereich un-      dizinischen Untersuchungen für unsere Mitarbeiter
 terlegen. Die neue Art der Personalauswahl wird seit    im tierärztlichen Bereich.
 acht Monaten angewendet und von allen Beteiligten       Für die Arbeitssicherheit und das betriebliche
 geschätzt.                                              Gesundheitsmanagement spielt nicht nur das Vor-
                                                         handensein technischer Einrichtungen eine Rolle,
                                                         sondern es gibt eine Reihe psychischer Faktoren, die
Von der Arbeitssicherheit zum                            ebenfalls zu berücksichtigen sind. Deshalb wird in
Gesundheitsmanagement                                    den nächsten Jahren jeweils ein Thema aus diesem
                                                         Bereich in Form von Kursen für die Mitarbeiter ange-
                                                         boten werden. Thema 2012: „Umgang mit Stress“.
                                                         Neben dem Angebot von zwei Kursen zur Stressbe-
Bei der Planung der Laborgebäude wurde größter           wältigung wurde vereinbart, dass Mitarbeiter über
Wert auf die Sicherheit unserer Mitarbeiter gelegt:      den Personalrat auch Einzeltermine bei unserer psy-
Es gibt spezielle abgesaugte Sicherheitsschränke         chologisch ausgebildeten Betriebsärztin vereinbaren
für Lösemittel, Brandmelder mit automatischer            können, bei denen es um die persönliche Belastung
Alarmierung der örtlichen Feuerwehr und zentrale         gehen soll.
Notausschalter, bei deren Betätigung für den gan-        Als Thema für das Jahr 2013 wurde bereits der „Um­
zen Laborbereich sowohl der Strom wie auch die           gang mit der Veränderung der Altersstruktur“
Versorgung mit brennbaren Gasen sofort unterbro-         angedacht.
Managementbericht 2011                                                                                        19




Neue Wege in der internen Fortbildung                      Neue Wege gingen wir mit der Installation eines hau-
                                                           sinternen Fortbildungsmoduls „Mitarbeiter schu­
                                                           len Mitarbeiter“, um das Wissen unserer Mitarbei-
Insgesamt wurden 132 Schulungen mit 144 exter-             terinnen und Mitarbeitern zu erschließen und es
nen Fortbildungstagen beziehungsweise Inhouse-             praxisnah an die Kolleginnen und Kollegen weiter-
Schulungen mit externen Trainern ein- bis mehrtägig        zugeben und diese zu fördern. Ob die Erweiterung
durchgeführt. Die Mitarbeiter bewerteten 100 Kur-          der Kenntnisse und Fähigkeiten auf den Gebieten
se mit sehr gut bis gut, hilfreich für ihre der zeitigen   Beschaffung, Qualitätsmanagement, instrumentelle
Aufgaben, als gute Mischung zwischen Theorie               Analytik, Probenaufarbeitung oder aber im Bereich
und Praxis. Bei 22 Kursen war die Zufriedenheit im         Moderation, Kommunikation, Feedback, Konfliktge-
mittleren Bereich. Rückmeldungen waren hier: zu            spräche gewünscht wird – es gibt kaum ein Thema,
theorielastig, zu wenig Übungen, zu viel Stoff für ei-     das bei den derzeit 33 Kursangeboten in dreizehn
nen Tag. Lediglich bei drei Schulungen zogen die Mit-      Kategorien nicht vertreten ist. Selbst die Rubrik „nach
arbeiter die rote Karte in der Bewertung. In allen drei    Dienstschluss“ macht Appetit auf die Erweiterung der
Fällen wurde jedoch der falsche Kurs für das vorhan-       privaten Fähigkeiten. Die Kurse sind über eine selbst
dene Können ausgewählt.                                    entwickelte Intranetapplikation online buchbar und
                                                           werden mittels einer Datenbank verwaltet. Mit bisher
                                                           153 Anmeldungen seit dem Start im November 2011
                                                           ist dieses Angebot schon jetzt ein Erfolgsmodell.
20   Managementbericht 2011
Managementbericht 2011                                                                                    21




LEBENSMITTELüBERWACHUNG


Untersuchungen im Rahmen der                            übrigen 20 Stoffe existiert hingegen keine toxiko-
Lebensmittelüberwachung                                 logische Bewertung. Aufgrund der Ergebnisse des
                                                        Projektes hat das BMELV im Januar 2011 einen na-
                                                        tionalen Verordnungsentwurf mit einer Liste von etwa
Im Rahmen der Lebensmittelüberwachung wurden            400 Stoffen vorgelegt, die in Druckfarben bei der
insgesamt chemisch, physikalisch und mikrobiolo-        Herstellung von Lebensmittelbedarfsgegenständen
gisch untersucht:                                       verwendet werden dürfen. Damit wäre Deutschland
                                                        das erste Mitgliedsland der EU, das diesen
18.657 Lebensmittel                                     Sachverhalt spezifisch regelt.
(Beanstandungsquote 13 % = 2.371 Proben)                Auch Lebensmittelverpackungen aus recyceltem
                                                        Papier unterliegen der guten Herstellungspraxis. Der
1.694 Bedarfsgegenstände                                Einsatz von Altpapier für Lebensmittelverpackungen
(Beanstandungsquote 36 % = 603 Proben)                  ist dabei umstritten, da in der Vergangenheit wieder-
                                                        holt Substanzen gefunden wurden, die aus Recycling-
Geeignet die Gesundheit zu schädigen waren ins-         material ins Lebensmittel gelangten. Das vom BMELV
gesamt 46 Proben (tabellarische Aufstellung siehe       ausgeschriebene Projekt „Ausmaß der Migration un-
Seite 27).                                              erwünschter Stoffe aus Verpackungsmaterialien aus
                                                        Altpapier in Lebensmittel“ (Laufzeit März 2010 bis
Im Jahr 2011 wurden von den Sachverständigen im         Mai 2012) soll die wissenschaftlichen Grundlagen
Bereich Lebensmittelüberwachung 3.835 Gutachten         zu potentiellen Kontaminanten legen und wird eben-
und ca. 500 Stellungnahmen erstellt.                    falls von der bereits genannten Kooperation bear-
                                                        beitet. Angefangen von Ausgangsmaterialien wie
                                                        Zeitungen über die einzelnen Prozessschritte des
Wissenschaftliche Bundesprojekte im Bereich             Altpapier-Recyclings bis zur Kartonerzeugung für
Bedarfsgegenstände                                      die Lebensmittelverpackungen werden hierbei syste-
                                                        matisch die Eintragswege verschiedener Stoffe und
Verpackungsmaterialien für Lebensmittel müssen          ihre Relevanz für eine Migration ins Lebensmittel
nach guter Herstellungspraxis so hergestellt wer-       geprüft. Bei der Analyse von in Recyclingkarton
den, dass sie keine Bestandteile auf Lebensmittel in    verpackten Lebensmitteln vom Markt zeigte sich be-
Mengen abgeben, die geeignet sind, die menschliche      reits, dass insbesondere Mineralöl zu einer gesund-
Gesundheit zu gefährden oder eine unvertretbare         heitlich nicht vertretbaren Belastung der Lebens-
Veränderung der Zusammenset zung der Lebens-            mittel führt. Mineralöl gelangt unter anderem über
mittel herbeizuführen.                                  Druckfarben in den Altpapierkreislauf, kann im
Lebensmittelverpackungen werden zu Informations-        menschlichen Körper gespeichert werden und zu
und Werbezwecken bedruckt. Die verwende-                gesundheitlichen Schädigungen führen. Basierend
ten Druckfarben enthalten chemische Stoffe,             auf ersten Ergebnissen des Projekts hat das BMELV
die auf Lebensmittel übergehen können. Große            daher im Mai 2011 einen Verordnungsentwurf mit
Wissenslücken bestehen hinsichtlich der Art             Höchstmengen für den Übergang von Mineralöl aus
und Menge der auf Lebensmittel übergehenden             Recyclingkartonverpackungen auf Lebensmittel vor-
Stoffe. Das Bundesministerium für Verbraucher-          gelegt. Auch für Mineralöl aus Verpackungen gibt es
schutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMELV)            bislang keine rechtliche Regelung.
rief daher das Projekt „Ausmaß der Migration
von Druckfarbenbestandteilen aus Verpackungs-
materialien in Lebensmittel“ ins Leben. Dieses          Pilotprojekt einer europaweit koordinierten
Projekt wurde von November 2009 bis Mai 2011            überwachung: Migration von Weichmachern
vom CVUA Stuttgart in Arbeitsgemeinschaft mit           aus Twist­off Deckeln
der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen, der
Technischen Universität Dresden und dem Kan-            In Kooperation mit dem Kantonalen Labor Zürich un-
tonalen Labor Zürich bearbeitet. Hierbei wurden         ternahm das CVUA Stuttgart eine Machbarkeitsstudie
65 potentiell migrierfähige Stoffe identifiziert, die   zu einer europaweiten Überwachung im Bereich der
aus Druckfarben bzw. Lacken stammen. Übergänge          Lebensmittelbedarfsgegenstände. Hierbei wurden
von 41 der 65 Stoffe konnten in Lebensmitteln nach-     411 ölhaltige Lebensmittel in Gläsern mit Twist-Off
gewiesen werden. Von den 41 im Lebensmittel             Deckeln aus 21 europäischen Staaten untersucht.
nachgewiesenen Stoffen sind 21 Stoffe zugelas-          Von diesen Proben enthielten 308 freies Öl, wel-
sen und zum Teil mit Grenzwerten belegt, für die        ches mit dem PVC-Dichtmaterial der Metalldeckel in
22                                                                                 Managementbericht 2011




Kontakt kommt, und daher als besonders kritische        Besonders auffällig waren im Jahr 2011 frische Chili-
Produkte betrachtet werden müssen. 74 dieser kri-       schoten aus Vietnam, Thailand und Indien (44 % an
tischen Proben (24 %) entsprachen nicht den rechtli-    Höchstmengenüberschreitungen), Okraschoten aus
chen Vorgaben für Weichmacher. Zum einen wurden         Indien und Jordanien (50 %), Zuckererbsen aus Kenia
nicht zugelassene Weichmacher eingesetzt, zum an-       (35 %), Kumquats aus Israel (78 %), frische Feigen
deren wurden die Grenzwerte für die Migration ein-      aus Brasilien und der Türkei (36 %) und Granatäpfel
zelner Stoffe oder die Gruppengrenzwerte zum Teil       aus der Türkei (15 %). Ebenfalls problematisch wa-
mehr als zehnfach überschritten.                        ren Weinblätter (in Lake) türkischer Herkunft, de-
                                                        ren Quote an Höchstmengenüberschreitungen bei
                                                        100 % lag.


                                                        Nahrungsergänzungsmittel:
                                                        Gesundheitsschädliches aus dem Internet

                                                        Ein Nahrungsergänzungsmittel mit Selen, das über das
                                                        Internet bezogen wurde, hatte bei einer Verbraucherin
                                                        zu einer ärztlich diagnostizierten Selenvergiftung
Erfreulicherweise waren alle in Deutschland (Baden-     geführt. Die Kapseln enthielten organisch gebunde-
Württemberg) erhobenen Proben gesetzeskonform.          nes Selen in Form von L-Selenmethionin. Die Unter-
Derartige Produkte weisen jedoch eine Haltbarkeit       suchung dieses Nahrungsergänzungsmittels ergab
von mehreren Jahren auf. Da die Migration mit           den achtfachen Gehalt der deklarierten Menge an
der Zeit fortschreitet, ist davon auszugehen, dass      Selen. Die Verzehrsempfehlung lautete, täglich zwei-
am Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums weitere           mal eine Kapsel einzunehmen, in Situationen er-
Proben nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprä-         höhten Bedarfs auch mehr. Bei Aufnahme von zwei
chen. Das Pilotprojekt zeigte, dass die bekannte        Kapseln ergab sich eine Selenaufnahme von 330 mg,
Weichmachermigration aus PVC-Deckeldichtungen           bei drei Kapseln sogar von 490 mg.
europaweit noch immer nicht zufriedenstellend beho-     Die vom Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss
ben wurde. Durch die resultierenden internationalen     im Jahr 2000 für Selen festgelegte zulässige Höchst-
Meldungen im Europäischen Schnellwarnsystem für         aufnahmemenge liegt bei 300 mg/Tag.
Lebensmittel und Futtermittel (Rapid Alert System for   Organisch gebundenes Selen hat jedoch eine hö-
Food and Feed, RASFF) von bislang 23 Produkten          here Bioverfügbarkeit als anorganisch gebundenes
wurde dieses Ergebnis eindrucksvoll dokumentiert.       Selen. Das europäische Gremium für Lebensmittel-
                                                        zusatzstoffe und Nährstoffquellen kam 2009 in seiner
                                                        Bewertung von Selen aus L-Selenmethionin zu dem
Pestizide in frischem obst und Gemüse –                 Schluss, dass bei Verwendung von L-Selenmethionin
erhöhte Quote aus Drittländern                          als Selenquelle bei Aufnahmemengen ab 100 mg Se-
                                                        len/Tag Bedenken bestehen.
Mit der Harmonisierung des Rechts in der EU hat         Da im vorliegenden Fall durch Aufnahme von zwei
sich die Rückstandssituation bei Obst und Gemüse        Kapseln die zulässige Höchstaufnahmemenge al-
aus Spanien, Italien oder Belgien deutlich gebessert,   lein durch dieses Nahrungsergänzungsmittel bereits
die Höchstmengen werden in der Regel eingehalten.       überschritten wird und durch die Verzehrsempfehlung
Aber da wir alles das ganze Jahr über kaufen wollen,    auch eine noch höhere Dosis nicht auszuschließen
wird Ware auch aus Ländern außerhalb der EU mitt-       ist, wurde dieses Nahrungsergänzungsmittel als
lerweile in verstärktem Maße in unseren Geschäften      gesundheitsschädlich beurteilt. Die Bewerbung auf
angeboten. Die Ergebnisse der Untersuchungen be-        der Internetseite enthielt zudem zahlreiche verbo-
stätigen den Trend der Vorjahre, dass der prozentu-     tene krankheitsbezogene Angaben, zum Beispiel
ale Anteil an Höchstmengenüberschreitungen sehr         zur Krebsvorbeugung, Schutz vor Strahlenschäden,
stark von der Herkunft abhängt und bei Ware aus         Verhinderung von Blutgerinnseln und Arthritis.
Drittländern am höchsten ist:
Bei frischem Gemüse lag der Anteil an Höchst-
mengenüberschreitungen bei Proben aus Deutsch-          Wein: Echte amtliche Prüfungsnummer?
land bei 4,7 %, bei Proben aus anderen EU-Staaten
bei 6,4 %, während er bei Proben aus Drittländern       Deutscher Qualitätswein zählt zu den am besten ge-
bei 13,5 % lag. Bei frischem Obst ist es ähnlich, nur   prüften Lebensmitteln. Jede einzelne Charge wird
dass die Quoten niedriger liegen: 2,2 % bei Proben      sensorisch – unter gleichzeitiger Abgabe eines che-
aus Deutschland, 1,6 % bei Proben aus anderen EU-       mischen Befundes durch ein zugelassenes Labor –
Staaten und 6,6 % bei Proben aus Drittländern.          von der zuständigen Qualitätsweinprüfungsbehörde
Managementbericht 2011                                                                                    23




geprüft. Bei erfolgreicher Prüfung wird dem Erzeugnis   nen rekordverdächtigen Ethylcarbamatgehalt von
eine amtliche Prüfungsnummer (A.P.Nr.) erteilt und      12,9 mg/L aufwies.
es darf als Qualitätswein in den Verkehr gebracht
werden. Insgesamt wurden 331 Qualitätsweine und
Qualitätsschaumweine überwiegend aus dem An-            Trinkwasser: Legionellen – ein Dauerbrenner
baugebiet Württemberg untersucht. Acht als Qua-
litätswein bezeichnete Erzeugnisse aus vier unter-      In öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern,
schiedlichen Erzeugerbetrieben wurden mit einer         Seniorenwohnheimen, Kindergärten und Schulen
unzutreffenden A.P.Nr. in den Verkehr gebracht.         sind Legionellen immer noch in jeder dritten Probe
Zum einen war der Wein entweder durch die Qua-          nachweisbar. Mit der neuen Trinkwasserverordnung,
litätsweinprüfung durchgefallen, zum anderen war        die seit November 2011 gültig ist, gibt es erstmals
er dem Antragverfahren erst gar nicht unterzogen        einen gesetzlichen Wert, bei dessen Erreichen Maß-
worden. Im letzteren Fall war die A.P.Nr. von der       nahmen erforderlich werden. Dieser mit 100 Kolonie
Qualitätsweinprüfstelle nicht vergeben und somit frei   bildenden Einheiten pro 100 mL Wasser festlegte
erfunden worden. Die Ware wurde als nicht verkehrs-     Wert wurde 2011 in 18 % der untersuchten Proben
fähig beurteilt.                                        aus öffentlichen Einrichtungen überschritten. Neu ist,
                                                        dass nicht nur Erwärmungsanlagen in öffentlichen
                                                        Gebäuden der Untersuchungspflicht unterliegen,
Wein: Echt Barrique?                                    sondern auch solche in privaten, gewerblich genutz-
                                                        ten Gebäuden wie Mietshäuser. Auf den Eigentümer
Im Rahmen eines Sonderprogramms wurden                  kommt eine Reihe von Pflichten zu. Für Anlagen
33 Weine, die mit Eichenholzchips oder Barrique be-     mit mehr als 400 Liter Speicherinhalt besteht eine
handelt worden waren, durch das Bayerische Landes-      Anzeigepflicht beim Gesundheitsamt. Des Weiteren
amt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)     muss der Betreiber regelmäßige Untersuchungen
untersucht. Mit Hilfe der vom LGL entwickelten neu-     bei einem zugelassenen Privatlabor durchfüh-
en Untersuchungsmethode können mittels NMR              ren lassen. Wird dabei eine Überschreitung des
und Aromaanalytik sowie nachgeschalteter multi-         Maßnahmewertes festgestellt, muss er dies dem
variater statistischer Auswertung Chips-Weine von       Gesundheitsamt melden.
Barrique-Weinen unterschieden werden. Wie die
Ergebnisse zeigten, wurden alle Weine mit Chips
oder Barrique korrekt eingeordnet. Im Zuge die-         Listeria monocytogenes in Käse vom Bauernhof
ser länderübergreifenden Zusammenarbeit konnte
zudem durch die im Regierungsbezirk Stuttgart er-       Ein Milchviehbetrieb, der auch Käse produziert,
hobenen Proben ein Beitrag zur Verbesserung der         meldete der Lebensmittelüberwachungsbehörde,
Untersuchungsmethode geleistet werden. Zukünftig        dass im Rahmen der betrieblichen Eigenkontrollen
müssen Betriebe, die teure Barriques durch etwa         in zwei Chargen Rotschmiere-Käse sowie im
hundertmal billigere Chips ersetzen, noch mehr als      Schmier wasser Listeria monocytogenes festge-
bisher fürchten, dass diese Verbrauchertäuschung        stellt worden war. 22 Chargen Rotschmiere-Käse
auffällt.                                               mit einem Warenvolumen von insgesamt 2,5 Ton-
                                                        nen waren betroffen. Davon lagerten noch circa
                                                        zwei Tonnen vor Ort und wurden von der Lebens-
Spirituosen: Dauersorge Ethylcarbamat                   mittelüberwachungsbehörde für den Verkauf ge-
                                                        sperrt. Die verbleibenden 500 kg waren bereits an
Die Ethylcarbamat-Problematik ist im Spirituosen-       regionale Einzelhandelsgeschäfte ausgeliefert wor-
bereich nach wie vor ein Thema. Im März 2010            den. Diese Geschäfte wurden vom Hersteller direkt
hat die EU-Kommission für Steinobstbrände               telefonisch kontaktiert und über den Rückruf der
einen Zielwert von 1 mg/L festgelegt, der bei           Käsechargen informiert. Im CVUA Stuttgart wurden
Beachtung der guten Herstellungspraxis und der in       mehr als 30 Proben der verschiedenen Käsesorten
der Veröffentlichung der Kommission enthaltenen         und Käsechargen sowie anderer Milcherzeugnisse
Empfehlungen einhaltbar ist. Auf dieser Grundlage       (Joghurt, Quark) untersucht. Quantitativ wurde
wurden 2011 Steinobstbrände und Steinobsttrester        Listeria monocytogenes in sieben Käsesorten
untersucht. Bei 23 von 220 Steinobstbränden wurde       bzw. -chargen nachgewiesen, in einem Fall sogar
ein Ethylcarbamatgehalt über dem Zielwert der Kom-      bis zu 230 KbE/g. Dieser Käse wurde als gesund-
missionsempfehlung festgestellt. Bei diesen Proben      heitsschädlich beurteilt. Die Lebensmittelüber-
war ein Aprikosenbrand besonders auffällig, der ei-     wachungsbehörde veranlasste eine öffentliche
24                                                                                Managementbericht 2011




Verbraucherwarnung über das Internet sowie einen       reich der Nachweisgrenze von 0,2 Bq/kg. Ebenso un-
Rückruf in der regionalen Presse.                      auffällig waren alle anderen Proben.

                                                        Anzahl    Proben japanischer      Messwert in
Herkunftsnachweis von Schweinefleisch                             Herkunft                Bq/kg

Neben typischen saisonalen Lebensmitteln wie
                                                           1      Meeresfrüchtecocktail < 0,2
Spargel und Erdbeeren wird auch Fleisch immer häu-
figer mit Regionalität beworben. Dessen gesicherte         2      Rettiche                < 0,2
Herkunft wird deshalb nicht nur vom Verbraucher
eingefordert, sondern auch durch EU-Verordnungen           5      Tangproben              <3
zunehmend geregelt. Am Beispiel des Schwäbisch-            2      Tiefsee-Shrimps         < 0,2
Hällischen Qualitätsschweinefleisches g.g.A. (ge-
schützte geografische Angabe) sollte deshalb               1      Sepia-Produkt           < 0,2
mittels Stabilisotopenanalytik untersucht werden,
                                                           1      Sojabohnenpaste         < 0,4
ob dieses von Schweinefleisch anderer Herkunft
unterschieden werden kann. Im Berichtsjahr wur-            1      Wasabipulver            0,2
den 40 authentische Schweinefleischproben aus
                                                           1      Knabbermischung         < 0,2
dem Umkreis Schwäbisch Hall sowie 11 authenti-
                                                                  Wasabi-Mix
sche Schweinefleischproben aus Mittel- und Nord-
deutschland untersucht. Die Analysen ergaben, dass         3      Grünteeproben           < 0,3
die Schweinefleischproben aus dem Gebiet Schwä-
bisch Hall im Vergleich zu den aus nördlicheren            1      Okinawa Gold das        < 0,22
Regionen stammenden Proben abgereichert in 18O                    Original / JP
bzw. 2H waren. Somit war bezüglich der Herkunft
von Schweinefleisch eine deutliche Unterscheidung          3      Würzsoßen               < 0,2 bis < 0,4
möglich. Im Hinblick auf die Erweiterung der Lebens-       1      Pilzprobe               < 0,2
mittelinformations-Verordnung (Verordnung (EU)                    (Kräutersaitlinge)
Nr. 1169/2011) wird auf dieser Datengrundlage die
Beurteilung der Herkunft nicht nur von Schweine-,
sondern auch von Rind-, Schaf-, Ziegen- oder Ge-
flügelfleisch angestrebt.                              Aufklärung lebensmittelbedingter
                                                       Erkrankungen
Radiochemische Untersuchungen
                                                       Nur durch eine ausgefeilte mikrobiologische, che-
Vor 25 Jahren, am 26.4.1986, ereignete sich der        mische und molekularbiologische Analytik sowie
Reaktorunfall im Atomkraftwerk Tschernobyl. Das        eine gute Zusammenarbeit der beteiligten Behörden
öffentliche Interesse an radiochemischen Unter-        lassen sich lebensmittelbedingte Erkrankungen
suchungen ist noch immer ungebrochen. Im Rahmen        aufklären.
des Bundesmessprogramms nach § 3 Strahlenschutz-
vorsorgegesetz untersuchte das CVUA Stuttgart
gammaspektrometrisch 763 Grundnahrungsmittel.          Salmonellen auf der Geburtstagsfeier
In 25 von 205 Wildschweinproben wurde der Richt-
wert von 600 Bq/kg bis zum Maximalwert von             In der Gaststätte eines Sportheims fanden zeitgleich
3.218 Bq/kg überschritten. Von sieben Pilzproben lag   zwei Geburtstagsfeiern mit 18 beziehungsweise
die Cäsiumkontamination (Cs-134 und Cs-137) bei        50 Personen statt. In den folgenden Tagen erkrankten
einer Probe Maronen aus dem Kreis Biberach leicht      insgesamt 30 Festteilnehmer an Durchfall, Erbrechen,
über dem EU-Richtwert von 600 Bq/kg.                   Krämpfen und hohem Fieber. Die Betriebskontrolle
Verschiedene Proben wurden zusätzlich auf Stron-       durch die Lebensmittelüberwachungsbehörde ergab
tium-90, Wasser auch auf Tritium, untersucht. Die      erhebliche Hygienemängel. In vier von 13 Proben
Wer te waren unauffällig.                              wurde Salmonella Enteritidis nachgewiesen (Braten-
Fast ein Vierteljahrhundert nach Tschernobyl           rest, rohe panierte Schnitzel, Champignons aus
gleicht die Katastrophe von Fukushima in Japan         einer geöffneten Dose sowie geschmälzte Brösel).
am 11. März 2011 einem Déjà-vu-Erlebnis. Unsere        Die Verbreitung von Salmonellen in der Küche
Messwerte gaben allerdings keinen Grund zur Be-        des Sportheims über mehrere verschiedene, rohe
sorgnis. Es wurden 21 Fische aus dem Nordpazifik       und gegarte Lebensmittel hinweg lässt auf erheb-
untersucht. Die Cs-137-Werte lagen maximal im Be-      liche betriebliche Hygienemängel schließen. Ein
Managementbericht 2011                                                                                     25




Zusammenhang mit den zahlreichen Erkrankungs-            Dose war bombiert. Der Inhalt der geplatzten Dose
fällen war offensichtlich, zumal auch bei verschiede-    war gärig und übelriechend. Zur Untersuchung kam
nen Patienten Salmonellen nachgewiesen werden            diese übelriechende Masse ebenso die bombierte
konnten.                                                 Dose sowie vier äußerlich unauffällige Dosen. Eine
                                                         dieser Vergleichsproben bombierte ebenfalls nach-
                                                         dem sie einem achttägigen Belastungstest bei 30°C
Bacillus cereus in asiatischen Reisgerichten             unterzogen wurde. Auch der Inhalt der bombierten
                                                         Dosen war übelriechend und gärig.
In vier voneinander unabhängigen Fällen kam es zu        Die mikrobiologische Untersuchung ergab bei der
Erkrankungen durch den Verzehr von Reisgerichten         geplatzten und den bombierten Dosen den massiven
in asiatischen Restaurants.                              Nachweis von Clostridium perfringens. Auch aus den
Ein Verbraucher bestellte in einem China-Restaurant      nicht bombierten Dosen ließen sich Sporenbildner
zwei Reisgerichte zum Mitnehmen. Kurz nach               nachweisen. Die mikrobiologischen Befunde weisen
dem Verzehr klagte er über Übelkeit, Durchfall und       darauf hin, dass die Konserven nicht ordnungsgemäß
Erbrechen. Aufgrund seiner Beschwerde wurden von         sterilisiert worden waren. Sporen von anaerob wach-
der Lebensmittelüberwachungsbehörde die beiden           senden Clostridien konnten den Erhitzungsschritt
Reisgerichte jeweils als Verdachtsproben erhoben.        bei der Konservenherstellung überleben. Um die-
Im Reis beider Gerichte wurde Cereulid, das emeti-       se Sporen später bei der Lagerung der Konserve
sche Toxin von Bacillus cereus, nachgewiesen.            am Auskeimen und an der Vermehrung zu hindern,
In einem anderen Fall erkrankten zwei Kinder nach        hätten die Dosen wie so genannte Halbkonserven
dem Verzehr von gebratener Ente mit Reis aus ei-         gekühlt (unter +10°C) gelagert werden müssen.
nem Asia-Restaurant an heftigem Erbrechen. In der        Ein solcher Kühlhinweis fehlte jedoch auf der
Verdachtsprobe wurde Cereulid nachgewiesen.              Dosenkennzeichnung. Eine gesundheitsschädigen-
Ein anderer Verbraucher erkrankte nach dem               de Beschaffenheit infolge von massiver Clostridium
Verzehr von Gemüsereis aus einem Asia-Imbiss an          perfringens-Belastung, zumindest in einzelnen der
Durchfall. Auch in diesen Fall wurde Cereulid im Reis    Wildgulasch-Konserven, konnte nicht ausgeschlos-
nachgewiesen.                                            sen werden. Dies machte eine öffentliche Warnung
Gleich 24 Personen, die im Rahmen einer Geburts-         und den Rückruf der gesamten betroffenen Charge
tagsfeier in einem China-Restaurant Speisen mit          (ca. 150 Dosen) notwendig.
gegartem Reis zu sich genommen hatten, erkrank-
ten an Übelkeit und Erbrechen. Wiederum konnte
Cereulid in Reis nachgewiesen werden.                    Staphylococcus aureus im Kartoffelsalat
Reis wird in der Gastronomie häufig für mehrere
Tage im voraus gekocht. Er ist ein idealer Nährboden     Insgesamt fünf ältere Personen, darunter drei
für Bacillus cereus. Da Bacillus cereus ubiquitär in     Bewohner eines Altenheims, erkrankten an starken
der Umwelt vorkommt, ist eine Kontamination des ge-      Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Alle
kochten Reises nicht immer auszuschließen, vor al-       hatten jeweils 2-3 Stunden zuvor unabhängig von-
lem bei mangelhafter Betriebs- und Personalhygiene.      einander in einer Gaststätte ein Fischgericht mit
Bei unsachgemäßer, das heißt zu langer und/oder          Kartoffelsalat und Remouladensoße zu sich ge-
mangelhaft gekühlter Lagerung kann sich Bacillus         nommen. Vier der Erkrankten mussten wegen der
cereus massiv vermehren und Toxine bilden. Cereulid      Schwere der Erkrankung in Kliniken eingeliefert wer-
ist hitzestabil und wird beim Aufwärmen des vorge-       den. In der Gaststätte wurden Reste des kompletten
kochten Reises vor dem Servieren nicht inaktiviert.      Gerichts sichergestellt und zur Untersuchung über-
Dass in den vier beschriebenen Fällen keine vermeh-      bracht. Während das Fischgericht und die Soße mikro-
rungsfähigen Keime von Bacillus cereus nachweis-         biologisch unauffällig waren, wurde im Kartoffelsalat
bar waren, wohl aber sein hitzestabiles Toxin, belegt,   eine massive Kontamination mit Staphylococcus
dass die Toxinbildung bereits vor dem abschließen-       aureus nachgewiesen. Darüber hinaus war mit Hilfe
den Erhitzen des vorgekochten Reises stattgefunden       der fluoreszenzimmunologischen Untersuchung Sta-
hatte.                                                   phylokokken-Enterotoxin nachweisbar. Der Kartoffel-
                                                         salat wurde deshalb als unsicher und gesundheits-
                                                         schädlich beurteilt. Der Befund spricht für massive
Clostridium perfringens in                               Hygienefehler bei der Herstellung und Behandlung
Wildgulasch­Konserve                                     des Lebensmittels. Ein Zusammenhang zwischen
                                                         dem Verzehr des Kartoffelsalates und den beschrie-
Wildgulaschkonserven wurden auf Weihnachts-              benen Erkrankungsfällen war mit großer Wahr-
märkten verkauft. Ein Verbraucher beschwerte sich        scheinlichkeit gegeben. Gegen den Betreiber der
bei der Lebensmittelüberwachungsbehörde, weil            Gaststätte wurde ein Verfahren wegen mehr facher
eine Wildgulasch-Dose „explodiert“ war, eine zweite      Körper verletzung eingeleitet.
26                                                       Managementbericht 2011




Noroviren in der Klinikverpflegung

In einem Klinikum erkrankten 39 Personen (so-
wohl Patienten als auch Küchenmitarbeiter) auf
unterschiedlichen Stationen an Brechdurchfällen.
Die Symptome und der Krankheitsverlauf entspra-
chen denen einer Norovirus-Infektion. Als Auslöser
der Erkrankungswelle wurde das Essen aus der
Klinikküche verdächtigt, weshalb die Rückstellproben
der Tagesverpflegungen der vergangenen neun
Tage zur Untersuchung eingeschickt wurden. Fündig
wurden die Mikrobiologen des CVUA Stuttgart in
einem Dessert (Pudding), das zwei Tage vor dem
Auftreten der Erkrankungswelle ausgegeben worden
war, sowie in einer Tupferprobe, die von den Rück-
stellprobengefäßen der vier Tage zurückliegenden
Tagesverpflegung genommen worden war: in beiden
Proben wurde Norovirus-RNA nachgewiesen.
Parallel zu den Lebensmitteluntersuchungen im
CVUA Stuttgart wurden im Landesgesundheitsamt
zwei Stuhlproben von erkrankten Patienten sowie
25 Stuhlproben des zum Teil erkrankten Küchenper-
sonals untersucht. Bei beiden Patientenproben so-
wie bei neun Proben des Küchenpersonals konnten
ebenfalls Noroviren nachgewiesen werden.
Zur Abklärung der Infektkette wurden die Noroviren-
Isolate der Patienten, das Isolat aus dem Lebensmittel
(Dessert) sowie aus der Rückstellproben-Tupferprobe
mittels Gensequenzierung auf klonale Identität un-
tersucht. Alle Isolate stimmten zu 100 % überein.
Diese Ergebnisse belegen die Möglichkeit, dass die
Infektion der Patienten entweder direkt durch das
Küchenpersonal und/oder indirekt durch verzehrte
kontaminierte Lebensmittel aus der Klinikküche er-
folgte. Das mit Noroviren kontaminierte Dessert wur-
de als gesundheitsschädlich beurteilt.


Noroviren auf der Kommunionfeier

Nach einer Kommunionfeier in einer Festhalle er-
krankten zwölf Gäste an den Symptomen einer
Magen-Darm-Entzündung. Von der Lebensmittel-
überwachungsbehörde wurden deshalb Reste des
gesamten Festmenüs zur Untersuchung einge-
schickt. Im Karottensalat wurden die Untersucher
fündig: es wurde Norovirus-RNA nachgewiesen.
Dass ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen
dem Karottensalat und dem Erkrankungsgeschehen
bestand, konnte durch den Gensequenzvergleich der
im Lebensmittel und den durch das Landesgesund-
heitsamt im Stuhl erkrankter Personen gefundenen
Noroviren aufgezeigt werden. Die Isolate waren voll-
kommen identisch. Als verzehrsfertiges Lebensmittel
war der Karottensalat deshalb als gesundheitsschäd-
lich zu beurteilen.
Managementbericht 2011                                                                              27




Als gesundheitsschädlich beanstandete Proben



 Als gesundheitsschädlich beanstandet wegen      Probenbezeichnung                             Anzahl


Bacillus cereus; z.T. Cereulid positiv           Ente mit Gemüse (gegart), Geschnetzeltes           7
                                                 asiatischer Art, gekochter bzw. gegarter
                                                 Reis zum Teil Hühnerfleisch oder Gemüse
                                                 (4x), Spätzle
Clostridium perfringens                          Wildgulasch                                        1
Listeria monocytogenes                           Käse (2x), Spätzle, Soja Sprossen, Pilze           5
                                                 (offene Ware)
Salmonella enteritidis                           Eier, Rinderbraten gegart, süße Brösel für         4
                                                 Spätzle, Champignons aus der Dose
Salmonella Typhimurium                           gemischtes Hackfleisch (zubereitet),               2
                                                 Mettwurst
Staphylococcus aureus                            Kartoffelsalat                                     1
Verotoxinbildende Escherichia coli (VTEC)        Rinderhackfleisch                                  3
Erhöhter Histamin-Gehalt                         Thunfisch (4x) in Öl oder Sauce (zum Teil          5
(600 bis 7.000 mg/kg)                            offene Konserven), Pizza mit Thunfisch
Noroviren                                        Karottensalat, Quarkspeise (Teil eines             2
                                                 Menüs)
Gehalt an Grayanotoxinen                         Kastanienhonig                                     1
Deklarierte Selenmenge achtfach überschritten,   Nahrungsergänzungsmittel                           1
damit Tagesverzehrsmenge über der als sicher
geltenden Selenzufuhr
Überschreitung der Höchstmenge für               Tomaten (Italien), Paprika (Spanien, 2x)           3
Ethephon, Ausschöpfung der akuten
Referenzdosis von 164 bis zu 252 % so-
wie zusätzlich auch Ausschöpfung der
Sicherheitsfaktoren
Wasserstoffperoxid enthalten                     Grießpudding mit Zimt (in Fertigpackung)           1
Spitze und scharfkantige Glasscherben bzw.       Knoblauch-Spezialität (Gemüse ge-                  3
-splitter                                        säuert/gesalzen in Öl), Rote-Bete-Saft,
                                                 Waldbeer-Joghurt
Metallstücke (Kanüle, Kugel, Schraube)           Bauernbrot, Brötchen, fleischhaltiger Salat        3
Kunststoffteil bzw. -splitter                    Fladenbrot, Chocolat Cookies                       2
Verunreinigungen durch toxikologisch wirksame    Kunststoff-Pantoffeln                              1
Stoffe (2-Phenyl-2-propanol und Acetophenon)
Gefahr einer Bleivergiftung bedingt durch        Kinderschmuckanhänger                              1
Verschluckbarkeit

Summe                                                                                              46
28   Managementbericht 2011
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TIERGESUNDHEITSDIAGNoSTIK


Untersuchungen im Rahmen der                             Wild­ und Haustiere, trotz verschiedener
Tiergesundheit                                           Lebensräume gleiche Krankheitserreger

                                                         Die Bekämpfung von Tierseuchen und Tierkrank-
Im Jahr 2011 wurden insgesamt 55.385 Proben in           heiten ausschließlich auf unsere Haustiere zu
der veterinärmedizinischen Diagnostik untersucht.        begrenzen, wäre zu kurz gegriffen. Wildtiere bilden
Die Anzahl der Sektionen von Tierkörpern betrug          über wiegend in sich geschlossene Populationen und
5.180.                                                   Infektionsketten. Die zunehmende Nähe von Wild-
                                                         tieren zu Menschen und unseren Haustieren im Zuge
Tiergesundheitsdiagnostik umfasst mehr als den           einer fortschreitenden Urbanisierung von ursprüng-
Nachweis von Tierseuchen-, Tierkrankheits- und           lichen Lebensräumen von Wildtieren bedeutet je-
Zoonosenerregern bei unseren Haustieren. Wenn            doch auch eine erhöhte Gefahr der Übertragung
auch diese Bereiche den Kernaufgabenbereich dar-         von Krankheitserregern. Eindrücklich wurde uns
stellen, sind die Themenbereiche der Tiergesund-         dies im Falle der so genannten „Vogelgrippe“ oder
heitsdiagnostik noch weiter gefächert und verzahnt.      der Wildschweinepest vor Augen geführt. Die
Deshalb sollen beispielhaft zwei aktuelle Themen,        Aufgabe der Untersuchungsämter endet somit nicht
die großen Einfluss auf die Gesundheit von Mensch        bei der Diagnostik in unseren Haustierbeständen,
und Tier haben können, näher betrachtet werden. Es       sondern muss auch unsere Wildtierbestände ein-
sind das aktuelle Spannungsfeld der zunehmen­            beziehen. Überraschend ist immer wieder, wel-
den Antibiotikaresistenzen sowie das spannende           ches Erregerspektrum wir bei unseren Wildtieren
Feld der Wildtierkrankheiten.                            finden können. Deutlich wurde uns dies bei
Diese Beispiele zeigen auch, wie wichtig es für die      Untersuchungen von Sektionstieren im CVUA
Tiergesundheitsdiagnostik ist, auf breitem Gebiet der    Stuttgart, bei denen im Falle eines Fuchses der
Diagnostik fit zu sein.                                  Nachweis von Adeno-Viren gelang und bei einem
                                                         Wildschwein eine Corynebacterium ulcerans-Infekti-
                                                         on nachgewiesen werden konnte. Beide Erreger kön-
Multiresistente Bakterien betreffen Menschen             nen ohne weiteres auf Hunde bzw. Hausschweine
wie Tiere                                                übertragen werden. Corynebacterium ulcerans
                                                         stellt sogar vom Schwein auf den Menschen über-
 Auf den Nachweis eines Krankheitserregers folgt         tragen mittlerweile die weitaus häufigste Ursache
 die gezielte Behandlung erkrankter Tiere. Bei der       Diphtherie-ähnlicher Erkrankungen dar. Genaue
 Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten se-       Untersuchungen von Wildtieren, beginnend im
 hen wir uns allerdings in zunehmendem Maße einer        Pathologielabor bis hin zu den mikrobiologischen
 Situation gegenübergestellt, die einer Entwaffnung      und parasitologischen Laboren, bieten deshalb
 gleichkommt, da unsere besten Waffen, die Anti-         unver zichtbare Einblicke in das Infektionsgeschehen
 biotika stumpfer, teilweise sogar unwirksam werden.     unserer Wildtierpopulationen. Eine kompeten-
 Ursachen sind Multiresistenzen. Studien zeigen,         te Wildtierdiagnostik nützt deshalb nicht nur den
 dass multiresistente Keime wie MRSA oder VRE            Haustieren, sondern allen Verbrauchern.
 in unerwartet hohem Maße vorkommen. Nachdem
 Schweine als häufige Träger von MRSA identifiziert
 worden waren, zeigte eine am CVUA Stuttgart durch-      Erneuter Sondereinsatz Elefantensektion!
 geführte und in diesem Jahr abgeschlossene Studie
 in Putenbeständen in Baden-Württemberg, dass            Mitte Juli 2011 sollte die älteste Elefantenkuh in der
 sowohl MRSA- als auch VRE-Keime in beträchtli-          Wilhelma, Molly, in Narkose gelegt werden. Molly
 chem Umfang vorkommen (siehe Internetbeitrag            litt seit vielen Jahren unter ständig wiederkehren-
„Multiresistente Keime bei Puten“ vom 14.07.2011,        den schmerzhaften Nagelbettentzündungen an
 Kurzfassung Seite 52). Da diese Erreger nicht nur bei   beiden Vordergliedmaßen. Immer wieder hatte das
 unseren Haustieren, sondern auch beim Menschen          CVUA Stuttgart Tupferproben mikrobiologisch und
 vorkommen, muss auf diesem Gebiet der Zoonosen          Gewebebiopsien histologisch untersucht. Obwohl
 weiter geforscht werden, um deren Ursachen heraus-      die Kollegen der Wilhelma bereits therapeutisch
 zufinden und Risiken bewerten zu können.                alles Menschenmögliche versucht hatten, war die
30                                                                               Managementbericht 2011




Erkrankung nicht in den Griff zu bekommen. Da sich     treten, so sollte Molly vom CVUA Stuttgart komplett
Mollys Beschwerden immer mehr verschlimmer-            untersucht werden. Während Molly in Narkose lag,
ten, wurde ein Expertenteam aus Mitarbeitern der       wurden Röntgenbilder angefertigt und ausgewertet.
Wilhelma, spezialisierten Großwildanästhesisten        Die Bilder offenbarten eine stellenweise hochgradi-
sowie Radiologen und Chirurgen der Pferdeklinik        ge Auflösung der Knochen der Zehenendglieder am
Kirchheim zusammengestellt. Um über eine Therapie      rechten Vorderfuß. Man entschied sich, Molly ein-
oder die Einschläferung der alten Dame entscheiden     zuschläfern, da Elefanten aufgrund ihrer Anatomie
zu können, waren gute Röntgenbilder von Mollys Fuß     sowie des hohen Gewichtes die Gliedmaßen kaum
erforderlich. Sollte eine Euthanasie unvermeidbar      entlasten können und jede weitere Therapie aus-
sein oder während der riskanten Narkose der Tod ein-   sichtslos und qualvoll gewesen wäre.




Anzeigepflichtige Tierseuchen, meldepflichtige Tierkrankheiten und auf den
Menschen übertragbare Krankheiten (Zoonosen)


Die Überwachung von anzeige- und meldepflich-          Tötung mehrerer Tausend Tiere und umfangreiche
tigen Erkrankungen sowie Zoonosen gehört zu            Nachuntersuchungen zur Folge gehabt.
den wichtigsten Aufgaben des CVUA Stuttgart.           Dieser Fall zeigt wie wichtig es für ein diagnosti-
Zoonosen sind vom Tier auf den Menschen über-          sches Labor ist, einerseits die Kapazitäten der
tragbare Krankheiten. Insgesamt wurden im Be-          automatisierten Probenbearbeitung kontinuierlich
richtsjahr 23.864 Untersuchungen auf anzeige- und      auszubauen, um im Seuchenfalls auch große Pro-
8.232 Untersuchungen auf meldepflichtige Erkran-       benmengen schnellstmöglich untersuchen zu kön-
kungen durchgeführt.                                   nen und andererseits klassische Methoden für
In jedem Jahr unterscheiden sich Häufigkeit und        Abklärungsuntersuchungen im Seuchenfall zu
Untersuchungsintensität der auftretenden Krank-        beherrschen.
heiten. Aus diesem Grund muss das diagnostische        Obwohl das Seuchengeschehen im oben geschil-
Methodenspektrum für alle Krankheiten stets auf        derten Influenza-Fall schon nach kürzester Zeit un-
dem neuesten Stand sei und jederzeit unerwartet        ter Kontrolle gebracht werden konnte, stiegen die
große Probenzahlen bewältigen können.                  Zahlen der Untersuchungen auf Antikörper gegen
Wie wichtig es ist, „fit für den Seuchenfall“ zu       die Aviäre Influenza und die Untersuchungen für
sein, hat der Fall eines Ausbruchs der anzeige-        den direkten Erregernachweis um 15 %, respek-
pflichtigen Aviären Influenza (AIV) des Subtyps        tive 44 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den
H7N7 in Deutschland gezeigt, bei dem auch das          Untersuchungen auf Antikörper gegen das Virus
CVUA Stuttgart involviert war. Bedingt durch Tier-     der Blauzungenkrankheit, einer anzeigepflichtigen
bewegungen aus Nordrhein-Westfalen/Kreis Güters-       Erkrankung bei Wiederkäuern, konnte ein Anstieg
loh war auch ein Betrieb in Baden-Württemberg          um 11 % im Vergleich zum Jahr 2010 festgestellt
betroffen. Innerhalb kürzester Zeit mussten ca. 200    werden.
im ELISA-Screening-Test auffällige Proben am           Bei den meldepflichtigen Erkrankungen zeigten
CVUA Stuttgart mit Hilfe des klassischen und auf-      in erster Linie die Untersuchungszahlen bei der
wändigen Hämagglutinationshemmungstests (HAH)          ansteckenden Metritis/CEM (+91 %) sowie des
nachuntersucht sowie typisiert und dann entschie-      Chlamydienaborts (+227 %) und der Maedi/Visna-
den werden, ob es sich tatsächlich um die Aviäre       Erkrankung des Schafes (+113 %) eine deutliche
Influenza handelt. Ein positiver Befund hätte die      Zunahme.
Managementbericht 2011                                                                     31




Anzeigepflichtige Tierseuchen



 Anzeigepflichtige Tierseuchen                              Nachweis     Probenzahl   positiv


 Aujeszkysche Krankheit                                     Antikörper        4.464        0
 Aujeszkysche Krankheit                                     Erreger              10        0
 Blauzungenkrankheit                                        Antikörper          736      598
 Blauzungenkrankheit                                        Erreger             601        0
 Bovine Virusdiarrhoe                                       Antikörper        3.718    1.004
 Bovine Virusdiarrhoe                                       Erreger             979       29
 Bovines Herpesvirus Typ 1-Infektionen (alle Formen)        Antikörper        1.353       30
 Bovines Herpesvirus Typ 1-Infektionen (alle Formen)        Erreger              80        0
 Brucellose der Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen         Antikörper        3.284        0
 Enzootische Leukose der Rinder                             Antikörper          163        0
 Europäische Schweinepest (Hausschweine)                    Antikörper        2.416        0
 Europäische Schweinepest (Hausschweine)                    Erreger              73        0
 Geflügelpest (Aviäre Influenza, Hausgeflügel)              Antikörper        1.058        0
 Geflügelpest (Aviäre Influenza, Hausgeflügel)              Erreger             104        0
 Infektiöse Hämatopoetische Nekrose (IHN)                   Erreger             322        1
 Koiherpesvirus-(KHV)-Infektion                             Erreger             189       13
 Newcastle-Krankheit (ND)                                   Erreger               7        0
 Psittakose                                                 Erreger             113       16
 Rauschbrand                                                Erreger              16        0
 Salmonellose der Rinder                                    Erreger           2.104        8
 Tollwut                                                    Erreger             253        0
 Transmissible spongiforme Enzephalopathien (alle Formen)   Erreger           1.299        3
 Trichomonadenseuche der Rinder                             Erreger             110        0
 Tuberkulose der Rinder (Mycobacterium bovis und            Erreger               3        0
 Mycobacterium caprae)
 Vibrionenseuche der Rinder                                 Erreger              87        0
 Virale hämorrhagische Septikämie der Salmoniden (VHS)      Erreger             322       10
32                                                                       Managementbericht 2011




Meldepflichtige Tierseuchen



 Meldepflichtige Tierseuchen                             Nachweis       Probenzahl     positiv


Ansteckende Metritis des Pferdes (CEM)                   Erreger               720           5
 Bösartiges Katarrhalfieber des Rindes (BKF)             Erreger                 0           0
Chlamydienabort des Schafes                              Erreger                49          17
Chlamydiose bei Säugetieren (außer Chlamydienabort des   Erreger               238          19
Schafes)
Chlamydiose bei Vögeln (außer Psittakose)                Erreger                15           2
 Ecthyma contagiosum (Parapoxinfektion)                  Erreger                 4           3
 Euterpocken des Rindes                                  Erreger                 1           1
 Frühlingsvirämie der Karpfen (SVC)                      Erreger                12           0
Gumboro-Krankheit                                        Erreger                 1           0
 Infektiöse Laryngotracheitis des Geflügels (ILT)        Erreger                 1           1
 Infektiöse Pankreasnekrose (IPN)                        Erreger               322           9
 Leptospirose                                            Erreger               218           1
 Leptospirose (serologisch)                              Antikörper              0           0
 Listeriose                                              Erreger /             134          30
                                                         histologisch
 Maedi/Visna                                             Antikörper            130           3
 Mareksche Krankheit (akute Form)                        Erreger                15           6
 Paratuberkulose des Rindes                              Antikörper          1.476         117
 Progressive Rhinitis atrophicans                        Antikörper          1.601          16
 Progressive Rhinitis atrophicans                        Toxingen              291          24
Q-Fieber                                                 Antikörper          2.984        469
Toxoplasmose                                             Erreger                 0           0
Tuberkulose des Geflügels                                Erreger                10           7
Managementbericht 2011                                                                                    33




JAHRESZIELE UND KENNZAHLEN 2011


Erfolgte Umsetzung der Jahresziele                       Um dem ministeriellen Oberziel der „ständigen Opti-
2011                                                     mierung der Wirksamkeit der Überwachung“ nachzu-
                                                         kommen, wurden hausintern weitere Ziele vereinbart
                                                         und überwiegend umgesetzt:
 Die Zielvereinbarung mit dem Ministerium für Länd-     – Persönlichkeitsmodell im gesamten Haus einfüh-
 lichen Raum und Verbraucherschutz betraf folgende        ren: ist erfolgt (siehe Bericht Seite 16)
Themen:                                                 – Führungsleitbild im Haus verankern: ist erfolgt
– Verstärkung der Transparenz bei der Lebensmit-        – Mitarbeiter schulen Mitarbeiter – neues Fortbil-
   teluntersuchung durch Veröffentlichung von Fach-       dungsmodul erstellen: ist erfolgt (siehe Bericht
   beiträgen im Internet: ist erfolgt                     Seite 19)
– Optimierung der Wirksamkeit der Überwachung           – Jährlich einen Inhouse-Workshop für Lebensmittel-
   durch Planung, Anforderung und Untersuchung von        kontrolleure durchführen: ist erfolgt
   risikoorientiert geplanten Proben: ist erfolgt       – Einsatz von Social Media klären: ist erfolgt
– Optimierung der Wirksamkeit der Überwachung           – Fachkonzept LIMS-Probenmanagement-Modul er-
   durch Entwicklung beziehungsweise Verbesserung         stellen: wurde mitgewirkt
   von Labormethoden: ist erfolgt                       – Kennzahlen-Cockpit aufbauen: wurde weiterge­
– Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Tiergesundheit     führt (Zielkorridore für die Probenbearbeitungszeit
   durch aktuelle Internetbeiträge: ist erfolgt           pro Bereich wurden festgelegt)
 34                                                                                                                                 Managementbericht 2011




   Bearbeitungszeit der Proben aus der amtlichen Lebensmittelüberwachung


 Seit Jahren verfolgen wir sehr konsequent das Ziel,                                       2006                                     76 %
 die Proben der amtlichen Lebensmittelüberwachung
 einschließlich Gutachten innerhalb von sechs                                              2007                                     83 %
 Wochen abzuschließen. Wie aus der Zeitreihe er-                                           2008                                     84 %
 sichtlich ist, steigerten wir uns von 2006 auf 2008
 um circa 8 % und fielen dann wieder zurück. Einer                                         2009                                     79 %
 der Gründe war die in den Jahren 2009/2010 statt-
                                                                                           2010                                     78 %
 gefundende Neuorganisation des chemischen
 Bereichs. Die hausinternen Umzüge, die Änderung                                           2011                                     88 %
 des Aufgabenzuschnitts, die Übernahme neuer
 Aufgaben ist inzwischen „verdaut“ und die Rendite
 unseres „WIN-Projekts“ kann eingefahren werden.
 Messbares Zeichen ist der Sprung von 10 % in der
 Probenbearbeitungszeit auf 88 %.




                                                                       Diagramm CVUA_Stuttgart



                             5.000                                                                                                                                  120
                                                                                                                                                        21166

                             4.500                                                                                                                             0

                                                                                                                                                        18665
                                                                                                                                                                    100
                             4.000
                                                                                                                                                        13953
                             3.500                                                                                                                        65,92
Anzahl untersuchter Proben




                                                                                                                                                                    80
                                                                                                                                                          5183
                                                                                                                                                                         % erledigte Proben




                             3.000
                                                                     Von 21.166 untersuchten Proben der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden bearbeitet:


                             2.500                                                                                                                                  60


                             2.000

                                                                                                                                                                    40
                             1.500


                             1.000                                   88% innerhalb der 6-Wochenfrist                            12% über der 6-Wochenfrist
                                                                                                                                                                    20

                              500


                                0                                                                                                                                   0
                                     1   2   3   4   5   6   7       8     9     10     11    12   13           14      15     16      17     18     19        20
                                                                 Bearbeitungszeit der Proben in Wochen



                                                                                  Page 1
Managementbericht 2011                                    35




Jetzt wird es konkret: Fallbeispiel zur
optimierung der Probenbearbeitungszeit

 Im Rahmen des WIN-Projektes wurden die Produkt-
 laborbereiche Fleisch, Fisch, Milch sowie Fertig-
 gerichte zu einer Laboreinheit mit Flüssigkeits-
 chromatographie und Elementanalytik zusammen-
 gelegt. Die hierbei auftretenden organisatorischen
 Probleme wie
– die Einführung des „Tagessachverständigen“ –
   ein Sachverständiger ist für die Eingangsprüfung
   (LIMS-mäßige Identifizierung, Beschreibung, Foto-
   dokumentation und Prüfplanerstellung) aller an die-
   sem Tag eingehenden Proben zuständig,
– die Entkoppelung der Eingangsprüfung von der
   Begutachtung,
– die umfangreiche Fotodokumentation jeder Probe,
– jeder Labor-Mitarbeiter kann jede Analyse durch-
   führen und
– die Zusammenführung von
   • Analysenvorschriften und QM-Unterlagen,
   • Bearbeitungsabläufen der Probe,
   • individuellen Vorgehensweisen bei der Arbeits-
      bewältigung etc.
 führten in dem neu geschaffenen lebensmittelchemi-
 schen Produktlabor „Tierische Lebensmittel“ zu einer
 deutlichen Verlängerung der Probenlaufzeiten.
 Um wieder rasch zu akzeptablen Probenlaufzeiten
 (85 % innerhalb von sechs Wochen) zurückzukom-
 men, wurde für die Prozessoptimierung ein externer
 Berater engagiert. In einem gemischten Team aus
 Laborleitern und Chemisch-technischen Assistenten
 (fünf Personen) wurden die Abläufe unter die Lupe
 genommen.
 Dank der Änderungsbereitschaft aller Mitarbeiter für
 zahlreiche, mitunter scheinbar kleine Prozessopti-
 mierungsschritte wie
– der Vereinfachung des Analysenordnersystems,
– den Umbau zur Optimierung des Arbeitsplatzes für
   die Eingangsprüfung,
– einer klaren Arbeitsteilung bei allen Stufen der
   LIMS-Erfassung und LIMS-Freigabe,
– der Einführung von Standardprüfplänen für einzel-
   ne Monoprodukte wie Milch, Butter und Eier,
– der konsequenten Anwendung des Prinzips, dass
   ein Vorgang – wenn irgend möglich – nur einmal in
   die Hand genommen wird, kombiniert mit „eat the
   frog“ und
– der ständigen, wochenscharfen Visualisierung der
   Menge der noch zu erstellenden Gutachten
 gelang es innerhalb von nur drei Monaten, das „ange-
 peilte“ Ziel der Probenlaufzeiten wieder zu erreichen.
36                                                                                               Managementbericht 2011




Art und Zahl der Proben*



  Proben aus der amtlichen Lebensmittelüberwachung (ohne Trinkwasser),                                            21.077
  einschließlich Weinkontrolle und Einfuhruntersuchungen

  Lebensmittel                                                                                        18.657
  Bedarfsgegenstände                                                                                   1.694
  Wein                                                                                                   720
  kein Erzeugnis nach LMBG/LFGB                                                                            6


  Trinkwasser                                                                                                       2.120


  Weinmost, Sonstiges (Ausfuhr­ und Begleitzeugnisse, Ringversuche u.a.)                                             558


  Umweltradioaktivität                                                                                               763


  Diagnostische Proben                                                                                             55.385

  Tierkörper                                                                                           5.180
  Labordiagnostische Proben                                                                           50.205


  Gesamtzahl der Proben                                                                                            79.903


*ohne Serviceuntersuchungen für andere CVUAs/STUA


Anzahl untersuchte Parameter


 Gesamtzahl der untersuchten Parameter
 (ohne Trinkwasser und diagnostische Proben)                                                                   1.800.000*


  Lebensmittel                                                                                                 1.730.000
  Bedarfsgegenstände                                                                                              31.000
  Wein (ohne Weinmost)                                                                                            22.000
  kein Erzeugnis nach LMBG/LFGB                                                                                     100


 Trinkwasser                                                                                                      29.000


  Diagnostische Proben (bei 183.000 Untersuchungen)                                                             350.000


 *hierbei handelt es sich um die Anzahl analytisch-chemischer bzw. mikrobiologischer Parameter
Managementbericht 2011                                                                              37




Neu eingeführte Untersuchungsparameter



 Methode                              Bestimmungs­            Sachverständiger     Zugehöriges
                                      parameter                                    Produktlabor


 Bestimmung von Aromastoffen          beta-Asaron,            Arzberger            Getränke
 in flüssigen Lebensmitteln mittels   Menthofuran,
 GC-MS                                Pulegon, Safrol,
                                      alpha-Thujon, beta-
                                      Thujon, Estragol,
                                      Methyleugenol
 Bestimmung von Phthalaten in         DEHP, DINP              Breitling-Utzmann,   Getränke,
 Getränken und anderen fettarmen                              Köbler               Service GC, LC
 Lebensmitteln
 Molekularbiologischer Nachweis von   Gen für „non structu-   Contzen              Lebensmittel-
 Rotaviren mittels real-time PCR      ral protein 3“ (NSP3)                        Mikrobiologie/
                                                                                   -Molekularbiologie
 Molekularbiologischer Nachweis des ASP-Virus                 Hoferer              Virologie
 Virus der Afrikanischen Schweinepest
 (ASP)
 Probenvorbereitung von trü-          alle mittels FTIR       Kapp                 Getränke
 ben Fruchtsäften für die             bestimmbaren
 FTIR-Übersichtsanalyse
 Bestimmung von Alkoholen in alko-    Ethanol, Methanol       Lenz,                Getränke, Wasser
 holarmen Lebensmitteln                                       Breitling-Utzmann
 Bakterienfeintypisierung aus         Verteilung von REP-     Mauder               Lebensmittel-
 Reinkultur mittels REP-PCR           Sequenzen im bakte-                          Mikrobiologie/
                                      riellen Genom                                -Molekularbiologie
38                                                                       Managementbericht 2011




Neu eingeführte Untersuchungsparameter (Fortsetzung)



Methode                              Bestimmungs­         Sachverständiger   Zugehöriges
                                     parameter                               Produktlabor


QuEChERS Mini-Multimethode zur       Azamethiphos,          Scherbaum        Pestizide
Bestimmung von Pestizidrückständen   Benodanil,
in pflanzlichen Proben mittels       Butocarboxim-
LC-ToF-Screen                        sulfoxid,
                                     Butoxycarboxim,
                                     Caranolat,
                                     Chlorbufam,
                                     Chloroxuron,
                                     Coumaphos,
                                     Crimidin, Crufomat,
                                     Cycluron,
                                     Cyenopyrafen,
                                     Cymiazol, Dialifos,
                                     Difenoxuron,
                                     Ditalimfos,
                                     Etobenzanid,
                                     Fluometuron,
                                     Furmecyclox,
                                     Imazamethabenz-
                                     methyl, Isoprothiolan,
                                     Isoxaflutol,
                                     Mephosfolan,
                                     Monalide, Monuron,
                                     Neburon, Phorat-
                                     sulfon, Phorat-
                                     sulfoxide, Phorat-
                                     oxon, Phorat-oxon-
                                     sulfon, Phorat-oxon-
                                     sulfoxid, Desmethyl-
                                     formamido-pirimicarb,
                                     Pirimiphos-ethyl,
                                     Pyraclofos,
                                     Pyroxsulam,
                                     Quinoclamin,
                                     Spirotetramat-enol,
                                     Spirotetramat-
                                     monohydroxy,
                                     Spirotetramat-
                                     ketohydroxy,
                                     Sulprofos,
                                     Thiazafluron,
                                     Thionazin,
                                     Thiophanat-ethyl,
                                     Vamidothion
Managementbericht 2011                                                                           39




Neu eingeführte Untersuchungsparameter (Fortsetzung)



 Methode                              Bestimmungs­             Sachverständiger   Zugehöriges
                                      parameter                                   Produktlabor


 QuEChERS Mini-Multimethode zur       2,4,5-T-Methylester,     Scherbaum          Pestizide
 Bestimmung von Pestizidrückständen   2,4-D-Methylester,
 in pflanzlichen Proben mittels       Acetochlor, Aldrin,
 GC-ToF-Screen                        Butachlor, cis-Chlor-
                                      dan, trans-Chlor-
                                      dan, Chlorfenson,
                                      Chlorflurenol-Methyl-
                                      ester, Chlorbenzilat,
                                      Chloroneb, Chlor-
                                      thion, Chlorthiophos,
                                      Desmetryn, Diallat,
                                      4,4-Dibrombenzo-
                                      phenon, Dichlor-
                                      fenthion, Diclofop-
                                      methyl, Dinitramin,
                                      Dodemorph, Endrin,
                                      Fenchlorphos,
                                      Flamprop-methyl,
                                      Fluchloranlin,
                                      Fluorodifen,
                                      Fluroxypyr-1-
                                      methylheptylester,
                                      Genite, Isazofos,
                                      Isodrin, Isomethiozin,
                                      Leptophos, Me-
                                      thoprotryn, Octa-
                                      chlordipropylether
                                      S 421, Perthan,
                                      Pyroquilon, Tetra-
                                      chlorvonphos (Stiro-
                                      phos), Tetrasul,
                                      Transfluthrin, Tri-
                                      chloronat, Trietazin
 QuEChERS Mini-Multimethode zur       BTS 44595 und            Scherbaum          Pestizide
 Bestimmung von Pestizidrückständen   BTS 44596 (Me-
 in pflanzlichen Proben               taboliten von Pro-
 mittels LC-ToF-MS                    chloraz), Icaridin
                                      (Stereoisomerenge-
                                      misch), Spirotetramat
                                      (Gesamt), Spirotetra-
                                      mat, Spirotetramat-
                                      enol, Spirotetramat-
                                      monohydroxy, Spiro-
                                      tetramat-ketohydroxy
40                                                                                  Managementbericht 2011




Neu eingeführte Untersuchungsparameter (Fortsetzung)


 Methode                                Bestimmungs­             Sachverständiger       Zugehöriges
                                        parameter                                       Produktlabor


 QuEChERS Mini-Multimethode zur        BTS 9608 (Metabolit Scherbaum                    Pestizide
 Bestimmung von Pestizidrückständen von Prochloraz
 in pflanzlichen Proben mittels LC-MS/
 MS
 QuEChERS Mini-Multimethode zur         2,4,6-Trichlorphenol     Scherbaum              Pestizide
 Bestimmung von Pestizidrückständen     (Metabolit von
 in pflanzlichen Proben mittels GC-MS   Prochloraz
 (CI negativ)
 Methode zur Analyse von                Diethanolamin,           Scherbaum              Pestizide
 Rückständen von sehr                   Triethanolamin
 polaren Pestiziden mithilfe von
 Methanol-Extraktion und
 LC-MS/MS-Bestimmung
 Bestimmung von Vitamin D in fetthal-   Vitamin D                Schwarz, Weißhaar      Pflanzliche
 tigen Lebensmitteln                                                                    Lebensmittel/
                                                                                        Chemie
 Bestimmung von Steviolgycosiden in     Steviosid,               Weißhaar               Pflanzliche
 Lebensmitteln mittels SPE/LC-MS        Rebaudiosid A                                   Lebensmittel/
                                                                                        Chemie
 Bestimmung von Acrolein und            Acrolein, Furan          Weißhaar, Köbler       Pflanzliche
 Furan in Fetten und Ölen mittels                                                       Lebensmittel/
 Dampfraum-GC-MS                                                                        Chemie
 Bestimmung von Mineralöl-              Mineralölkohlen-         Weißhaar, Köbler       Pflanzliche
 kohlenwasserstoffen in Speiseölen      wasserstoffe                                    Lebensmittel/
 mittels SPE/GC-MS                                                                      Chemie
 Bestimmung von Alkali- und Erd-        Natrium, Kalium,         Weißhaar, Rau          Pflanzliche
 alkalimetallen in Speiseölen im        Magnesium, Calcium                              Lebensmittel/
 Spurenbereich mittels AAS                                                              Chemie
 Bestimmung von Shikimisäure in         Shikimisäure             Zur                    Getränke
 Wein mittels HPLC



Ringversuche                                             an 57 Ringversuchen mit 221 Parametern teilge-
                                                         nommen und 204 Parameter (92,3 %) erfolgreich
                                                         bestimmt.
Qualität heißt für uns, dass unsere Untersuchungs-
ergebnisse nicht nur rasch und wirtschaftlich
gewonnen werden, sondern dass sie auch richtig            Kundenreaktionen/Reklamationen
sind und gegebenenfalls einer gerichtlichen Nach-
prüfung standhalten müssen. Wir überprüfen des-
halb regelmäßig unsere Verfahren, indem wir an           Die Erfassung von schriftlichen und telefonischen
Ring- und Vergleichsuntersuchungen teilnehmen.           Kundenreaktionen wurde systematisch vorgenom-
Hier werden definierte Konzentrationen unbekannter       men. Die Nachfragen kamen ganz überwiegend von
Substanzen vorgegeben und es gilt, zunächst die          den unteren Verwaltungsbehörden (51), einige weni-
richtige Substanz und dann auch die richtige Kon-        ge Fragen erreichten uns von vorgesetzten Dienst-
zentration nachzuweisen. Im Jahr 2011 haben wir          behörden (3) und Bundesbehörden (2). Die Anliegen
Managementbericht 2011                                                                                       41




waren etwa zur Hälfte berechtigt, jedoch konnten wir      reicher Funktionalitäten bestens im Praxiseinsatz be-
den Wünschen nur zum Teil nachkommen. So sind             währt. Erklärtes strategisches Ziel der ZBS ist es, mit
beispielsweise „Freigabeuntersuchungen“ für Firmen        der großen Mehrheit der Bieter eine vollelektronische
und damit ein Ersatz der Eigenkontrolluntersuchungen      Angebotsabgabe durchzuführen.
durch uns nicht möglich. Das CVUA Stuttgart darf nur
im amtlichen Auftrag und im öffentlichen Interesse
tätig werden.                                              Art der      Anzahl        Anzahl ge- Ø VZÄ-
Im Rückstandsbereich gab es Nachfragen, wenn die           Vergabe      Einzel-       bündelte   Zeitauf-
Gegenprobe ein anderes Ergebnis erbrachte, was                          vergaben      Vergaben   wand pro
jedoch in der Regel an der Probenahme und der                                                    Geräte-
Matrix lag sowie an dem gegebenenfalls anderen                                                   Vergabe in
Untersuchungsverfahren.                                                                          Wochen
In wenigen Fällen (11) mussten Übertragungsfehler
mit einem neuen Gutachten korrigiert werden (fal-          Offenes      1 (4)         1 (1)        3,5
sche Analysennummer, Losnummer, Tabellenüber-              Verfahren
schriften, falsche Matrix etc.). In zwei Fällen änderte    (EU)
sich die Rechtsgrundlage nach Gutachtenerstellung.
Die Gutachten wurden nicht aufrechterhalten.               Verhand-     1 (2)         1 (2)        3,5
Bei den Beschwerden zu fehlenden Probenrück-               lungs-
meldungen stellte sich heraus, dass es sich ganz           verfahren
überwiegend um Proben handelte, die in einem               (EU)
Zentral-/Schwerpunktlabor in einem anderen CVUA            Öfffent-     35 (22)       14 (11)      2
untersucht wurden.                                         liche
Aufgrund einer Druckerumstellung wurde auf zahlrei-        Ausschrei-
chen Bescheiden die Umsatzsteuer falsch ausgewie-          bung
sen und musste korrigiert werden.
Jede Kundenreaktion wird daraufhin geprüft, wie ei-        Be-          20 (53)       14 (17)      1,5
nem gegebenenfalls festgestellten Missstand gene-          schränkte
rell abgeholfen werden kann. Die Kundenreaktionen          Ausschrei-
werden im Sinne unseres KVP-Prozesses als hilf-            bung
reich und notwendig angesehen.                             Frei-        38 (32)       35 (32)      1
                                                           händige
                                                           Vergabe
Zentrale Beschaffung – erste
Erfahrungskennzahlen 2010/2011                             Summe        95 (113)      65 (63)



Die Zentrale Beschaffungsstelle (ZBS) am CVUA             Der KVP­Prozess in der Verwaltung –
Stuttgart betreut inzwischen acht Untersuchungsein-       neues Druckerkonzept eingeführt
richtungen. Das Landwirtschaftliche Technologiezen-
trum Augustenberg, für das die ZBS inzwischen insge-
samt 15 Ausschreibungen für Gerätebeschaffungen           Ein über Jahre auf 217 Geräte in den verschiedensten
von der EU-Vergabe bis zur nationalen freihändigen        Ausführungen angewachsener Druckerpark, steigen-
Vergabe durchgeführt hat, ist seit dem 1.4.2011 dabei.    de Betriebs- und Servicekosten sowie eine um den
Diese beinhalten sowohl die umfangreichen Aus-            Faktor drei gestiegene Zahl an Serviceeinsätzen
schreibungsvorbereitungen, die Durchführung des           aufgrund der Verwendung von Refill-Toner mus-
gesamten Vergabeverfahrens als auch eventuell             sten durch intelligentere und kostengünstigere Lö-
anfallende Nacharbeiten in Form der Behebung von          sungen gestoppt werden. Hierfür griffen wir auf
Leistungsstörungen bei der Vertragsausführung. Da-        externe Hilfe zurück und beauftragten die Firma
zu gerechnet werden muss noch der Zeitaufwand der         Morgenstern & Buchwald mit der Erstellung eines
Sachverständigen, der bei Großgeräten bis zu einem        neuen Druckerkonzepts als Erweiterung der beste-
kompletten Monat beträgt.                                 henden Zusammenarbeit in Sachen Kopierer und
Wie im Managementbericht 2010 angekündigt, erfolg-        Multifunktionsgeräte.
te bei der elektronischen Vergabe ab Februar 2011 der     Neben dem Einfrieren der Kosten waren die drin-
Umstieg auf die Vergabesoftware „AI-Manager“ des          gend gebotene Vereinheitlichung des Druckerparks
Staatsanzeiger-Verlags Baden-Württemberg. Diese           sowie die Entlastung des für die Wartung und
ganzheitliche Vergabemanagement-Lösung ist sehr           Tonerbestellung zuständigen Personals aus der
anwenderfreundlich und hat sich aufgrund umfang-          Ver waltung und den IT-Services unsere obersten
42                                                     Managementbericht 2011




Ziele. Zunächst wurde die IST-Situation erfasst und
ermittelt, welche Druckerstandorte auf- oder umge-
rüstet werden sollen, welche Drucker, zum Beispiel
an vereinzelten Stand-alone-Messgeräten, nicht
am Konzept teilnehmen und natürlich auch welche
Drucker entfallen können.
Anschließend wurden in gemeinsamen Gesprächen
mit Morgenstern & Buchwald der Kostenrahmen und
das Rollout des neuen Konzepts festgelegt. Um den
Alltagsbetrieb im Haus so wenig wie möglich zu stö-
ren, wurde die Tauschaktion von unserer IT durch-
geführt. Insgesamt konnten wir 60 Geräte einsparen
sowie von 67 auf 10 Systemtypen und von sechs auf
zwei Hersteller reduzieren.
Die neuen leistungsstarken Drucker und Multi-
funktionsgeräte werden im Full-Service von Morgen-
stern & Buchwald bei einer Verfügbarkeit von 99,7 %
und einer durchschnittlichen Wiederherstellungszeit
von 9,5 Stunden betreut, Tonerbestellungen werden
automatisch eingeleitet. Der halbjährlich vorgelegte
Premium-Report bietet umfassende Kennzahlen und
Kostentransparenz und macht das Konzept zu mehr
als einer gefühlten Erfolgsgeschichte.
Managementbericht 2011                                                                                        43




öFFENTLICHKEITSARBEIT


Die Anfragen zu Dreharbeiten sowie Fernseh- und           Internetbeiträge in ihren Medien veröffentlichen zu
Radiointerviews sind stetig angewachsen. Auch sind        dür fen – welche natürlich gerne erteilt wird.
unsere zahlreichen aktuellen Internetbeiträge und die     Seit dem 1.10.2011 sind wir im Sozialen Netzwerk
Twitter-Meldungen sehr gefragt und werden oft von         Facebook vertreten und versuchen, die Verbraucher
Journalisten für ihre Berichterstattung aufgegriffen.     noch aktiver und schneller zu informieren. Außerdem
Mit unserem Newsletter werden registrier te Nutzer        sehen wir mit Facebook eine weitere Möglichkeit,
aktiv über neu eingestellte Beiträge informiert; dieser   gerade der jungen Generation der Verbraucher ein
Nutzerkreis vergrößert sich ständig. Hintergrundin-       Bewusstsein für die Wichtigkeit sicherer Lebensmittel
formationen für Journalisten, Redakteure, politische      zu vermitteln. Derzeit haben wir in Facebook eine
Entscheidungsträger sind begehrt und werden häufig        kleine Fangemeinde von 42 Personen, denen unser
nachgefragt. Auch mehren sich Anfragen aus dem            Auftritt gefällt. Die ersten Erfahrungen haben gezeigt,
In- und Ausland, in denen Fachzeitschriften, populär-     dass es uns aufgrund der ministeriellen Vorgaben
wissenschaftliche Zeitschriften sowie Verbraucherin-      nur bedingt möglich ist, aktiv auf uns aufmerksam zu
formationsschriften um Genehmigung bitten, unsere         machen. Wie es weiter geht bleibt daher spannend.



Dreharbeiten, Interviews, Pressekonferenz


Interview zum Thema „Motivierte Mitarbeiter trotz         Dreharbeiten und Interview zum Thema „Reaktor-
Umstrukturierung – die Methode World-Café“, Finanz-       unfall von Fukushima in Japan“, SWR Fernsehen,
ministerium, Impulse für Führungskräfte, 1/2011           Landesschau, 24.3.2011

Telefoninterview zum Thema „Aspirationspneumonie          Interview zum Thema „Trinkflaschen für Kinder“,
und Pleuritis bei einem Hund“, Vet Journal, Februar       Ökotest, 25.3.2011
2011
                                                          Telefoninterview zum Thema „Histoplasmose beim
Telefoninterview zum Thema „Hautpilzerkrankungen          Dachs“, Vet Journal, April 2011
beim Igel“, Vet Journal, 2011
                                                          Dreharbeiten und Interview zum Thema „Radio-
Interview zum Thema „Übergang von Photoinitiatoren        aktivität“, SWR Fernsehen, Abendschau, 1.4.2011
aus Lebensmittelverpackungen“, Rheinpfalz am
Sonntag, 1.2.2011                                         Interview zum Thema „Wenn Sägespäne zu
                                                          Himbeergeschmack werden“, Schwäbische Zeitung,
Dreharbeiten und Interview zum Thema „Zusatz-             21.5.2011
stoffe, Separatorenfleisch bei Currywurst“, WDR
Marktcheck, 7.2.2011 und SWR 3, Ende Februar              Pressekonferenz zum Thema „EHEC“ mit Minister
2011                                                      Bonde, verschiedene Zeitungen, 31.5.2011

Interview zum Thema „Pflanzenschutzmetabolite in          Telefoninterview zum Thema „Auf der Suche nach
Mineralwasser“, Ökotest, 11.2.2011                        EHEC-Bakterien”, Fellbacher Zeitung, 31.5.2011

Dreharbeiten und Interview zum Thema „Currywurst“,        Dreharbeiten zum Thema „EHEC“, SWR Fernsehen,
WDR Fernsehen, Markt, 14.2.2011                           6.6.2011

Interview zum Thema „Grenzwerte in Lebensmitteln“,        Interview zum Thema „Servietten müssen ausblu-
SWR Fernsehen, Landesschau Zoom, 15.2.2011                techt sein“, Fellbacher Zeitung, 1.7.2011

Interview zum Thema „Konservierungsstoffe in fri-         Interview zum Thema          „Kinderschuhe“,     SWR
schen Obstsalaten“, Fellbacher Zeitung, 11.3.2011         Fernsehen, 7.7.2011

Fernseh-Dokumentation „Unser täglich Gift“ von            Interview     zum        Thema         „Bio-Gemüse“,
Marie-Monique Robin, ARTE, 15.3.2011                      Lebensmittelzeitung, 7.7.2011
44                                                                                Managementbericht 2011




Interview zum Thema „Kurzkettige Chlorparaffine in       Interview zum Thema „Wie Lebensmittelchemiker
Kindergummistiefeln“, Ökotest, 27.7.2011                 mit High-Tech Methoden Wein untersuchen“, Wirt-
                                                         schaftszeitung Aktiv, September 2011
Interview zum Thema „Adenovirusinfektion beim
Fuchs“, Fellbacher Zeitung, 16.8.2011                    Dreharbeiten und Interview zum Thema „Abgabe von
                                                         Melamin und Formaldehyd aus Küchenutensilien“,
Interview zum Thema „Cadmium in Schokolade“,             Hessischer Rundfunk, Alles Wissen, 2.9.2011
Fellbacher Zeitung, 30.8. 2011
                                                         Dreharbeiten und Interview zum Thema „Was ist drin
Interview zum Thema „Kinderarmbanduhren – Alles          in Fleischwurst & Co.?“, SWR Fernsehen, Markt-
zu spät – Phthalate in Kinderarmbanduhren“, Ökotest,     check, 29.9.20111
Ausgabe 8/2011
                                                         Interview zum Thema „Weine auf dem Prüfstand“,
Interview zum Thema „Entstehung krebserregender          Wirtschaftszeitung AKTIV, 8.11.2011
Stoffe beim Grillen durch Fettsäureester“, Stuttgarter
Zeitung, 8.8.2011                                        Interview zum Thema „Methanol in Wodka“; MDR
                                                         SPUTNIK, 25.11.2011
 Recherche des MDR für ARD Fakt zum Thema
„Glyphosat in Tierfuttermitteln“, 18.8.2011              Interview zum Thema „Der Nase nach durch den
                                                         Spielwarenladen“, Stuttgarter Zeitung, 6.12.2011

                                                         Interview zum Thema „Das unheimliche Speiseöl –
                                                         Mineralölrückstände in Lebensmitteln“, GEO online,
                                                         9.12.2011
Managementbericht 2011   45
46                                                                                 Managementbericht 2011




Veröffentlichungen im Internet (Chronologie der aktuellen Meldungen)




Auffällige Ethephon­Rückstände in spanischen             Corynebacterium ulcerans in Wildschweinen
Paprika (Januar 2011)
                                                         Erstmals konnte am CVUA Stuttgart bei Wild-
Mitte Januar konnten in 8 von 44 spanischen Paprika-     schweinen Corynebacterium ulcerans aus Lymph-
proben (18,2 %), die aus dem Handel entnommen            knotenabszessen isoliert werden. Dieses Bakterium
wurden, Rückstände des Wachstumsregulators Ethe-         kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden
phon nachgewiesen werden. In 6 Proben (13,6 %)           und hier Diphtherie-ähnliche Infektionen verursa-
lagen die festgestellten Ethephon-Rückstände über        chen (Zoonose). Die Lymphknoten der untersuchten
der EU-weit gültigen gesetzlich festgelegten Höchst-     Wildschweine zeigten im Rahmen der pathologisch-
menge von 0,05 mg/kg Paprika. Bei Fertigpackungen        anatomischen Untersuchung Abszesse mit „zwiebel-
mit verschiedenfarbigen Paprika konnte in Abhängig-      schalen-artigem” Aufbau. Im Gewebeschnitt war
keit von der Farbe ein Unterschied der Ethephon-         zudem deutlich das Absterben des Lymphgewebes
Rückstände festgestellt werden. So wiesen zum            mit Anhäufungen von Bakterien und Verkalkung er-
Beispiel bei einer Probe gemischte Paprika die roten     kennbar. Mit Hilfe neuer Messtechniken konnten
und grünen Paprika keine Ethephon-Rückstände auf,        die Isolate aus den Wildschweinen eindeutig als
während die gelben Früchte einen Rückstandsgehalt        Corynebacterium ulcerans identifiziert werden. Hier-
von 0,42 mg/kg aufwiesen.                                bei kam neben den biochemischen und molekular-
Autorin: Kathi Hacker                                    biologischen Verfahren auch die Fourier-Transfor-
Bericht erschienen am 25.1.2011                          mations-Infrarot-Spektroskopie (FT-IR) zum Einsatz.
                                                         Autoren: Matthias Contzen, Reinhard Sting, Birgit
                                                         Blazey, Jörg Rau
Die Pneumokokken­ (Streptococcous                        Bericht erschienen am 17.2.2011
pneumoniae) Infektion beim Tier, eine
vom Menschen auf das Tier übertragene
Infektionskrankheit – eine Anthropozoonose               Amtliche Wurstqualitätsprüfung 2010 im CVUA
                                                         Stuttgart
Bei Fällen von Pneumokokken-Infektionen bei Nutz-,
Heim- und Zootieren, die am CVUA Stuttgart immer         Die amtliche Wurstqualitätsprüfung findet im CVUA
wieder festgestellt werden, kommt als Infektionsquelle   Stuttgart traditionell an vier Prüfungsterminen
der Mensch in Frage, der Pneumokokken ausschei-          im Jahr statt und dies schon seit über 20 Jahren.
det und somit zur Ursache fataler Krankheitsverläufe     Geprüft werden jeweils zehn Würste handwerklicher
bei Tieren werden kann. Beim Menschen sind die           Herstellung aus der Gruppe der Brüh-, Koch- und
zu den Bakterien gehörenden Pneumokokken welt-           Rohwürste. Zwei unabhängige Prüfgruppen bewer-
weit verbreitet und primär Krankheitserreger der         ten jede Wurst fachkundig in Aussehen, Konsistenz,
Atemwege.                                                Geruch und Geschmack.
Autoren: Reinhard Sting, Ingo Schwabe                    Autor: Joachim Kuntzer
Bericht erschienen am 28.1.2011                          Bericht erschienen am 18.2.2011
Managementbericht 2011                                                                                     47




Pflanzenschutzmittelrückstände in                        Stuttgart auf Rückstände an Pflanzenschutzmitteln
verarbeiteten Lebensmitteln, Pilzen, Getreide            untersucht. 622 dieser Proben (81 %) wiesen Rück-
und Kartoffeln 2010 – Zusammenfassung                    stände von insgesamt 185 verschiedenen Wirkstof-
der Rückstandsbefunde in Erzeugnissen aus                fen auf (2009: 171 Wirkstoffe). Insgesamt wurden
konventionellem Anbau                                    2.345 Rückstandsbefunde quantitativ bestimmt. Bei
                                                         39 Gemüseproben (5 %) wurden Rückstandsgehalte
Im Jahr 2010 wurden, zusätzlich zu 1.723 Proben          über den gesetzlich festgelegten Höchstmengen
Frischgemüse und Frischobst aus konventionellem          festgestellt.
Anbau, 310 Proben verarbeitete Lebensmittel, Pilz-,      Autorin: Nadja Bauer
Getreide- und Kartoffelproben auf Rückstände von         Bericht erschienen am 23.2.2011
über 550 Pflanzenschutzmitteln untersucht. Bei 33
der 310 Proben (10,6 %) wurden Höchstmengen-
überschreitungen festgestellt, wobei hauptsäch-          Erstellung eines Screeningverfahrens für die
lich Proben aus Drittländern auffällig waren. Die        Fruchtsaftanalytik
hohe Beanstandungsquote von 19 % bei Proben
aus Drittländern ist bedingt durch sehr hohe Bean-
standungsquoten bei getrockneten Goji-Beeren
sowie frischen Pfifferlingen. So wurden Anfang
des Jahres alle untersuchten Goji-Beerenproben
(100 %) aus konventionellem Anbau aufgrund einer
Höchstmengenüberschreitung des Wirkstoffes Acet-
amiprid beanstandet. Im Laufe des Jahres wurde EU-
weit die Höchstmenge für Acetamiprid von 0,01 mg/kg
auf 0,1 mg/kg hochgesetzt, sodass jetzt bei fast allen
Goji-Beeren die gesetzliche Höchstmenge für den
Wirkstoff Acetamiprid eingehalten wird.
Autorin: Kathi Hacker
Bericht erschienen am 23.2.2011


Planzenschutzmittelrückstände in                         Zur Effizienzsteigerung der Fruchtsaftanalytik wurde
Frischobst 2010 – Zusammenfassung der                    ein Screeningverfahren mit Hilfe der Fourier-Transfor-
Rückstandsbefunde in Erzeugnissen aus                    mations-Infrarotspektroskopie (FTIR) entwickelt, das
konventionellem Anbau                                    innerhalb kürzester Zeit einen Überblick über die che-
                                                         mische Zusammensetzung von Fruchtsäften gewährt.
Am CVUA Stuttgart wurden im Jahr 2010 insgesamt          Der sehr kurze Probenzyklus der FTIR-Methode (cir-
957 Proben Frischobst aus konventionellem Anbau          ca 90 Sekunden pro Probe) ermöglicht die Messung
auf Rückstände von über 550 Pflanzenschutzmitteln        von 100 Proben in knapp drei Stunden, wohinge-
untersucht. 840 dieser Proben (87,8 %) wiesen Rück-      gen die konventionelle Referenzanalytik mehrere
stände von insgesamt 169 verschiedenen Wirkstof-         Wochen Arbeit bedeutet. Als Übersichtsanalyse
fen auf (2009: 183 Wirkstoffe). Insgesamt wurden         soll die Schnellmethode dazu dienen, auffällige
3.909 Rückstandsbefunde quantitativ bestimmt. Bei        Proben zu identifizieren, die dann gezielt den kon-
40 Obstproben (4,2 %) wurden Höchstmengenüber-           ventionellen Analysenverfahren unterworfen wer-
schreitungen festgestellt. Die im Vergleich zum Vor-     den. Durch die Steigerung des Probendurchsatzes
jahr niedrigere Beanstandungsquote bei Frischobst        einhergehend mit einer Fokussierung aufwändi-
aus der EU zeigt, dass die EU-Harmonisierung der         ger Analytik auf tatsächlich relevante Problemfälle
Höchstmengen Früchte trägt, Drittlandsware ist eher      führt das entwickelte FTIR-Screeningverfahren zu
problematisch.                                           einer Effizienzsteigerung in der Überwachung von
Autorinnen: Diana Kolberg, Kathi Hacker                  Fruchtsäften und dient damit nicht zuletzt auch dem
Bericht erschienen am 23.2.2011                          Schutz von Verbraucherinteressen.
                                                         Autor: Thomas Kapp
                                                         Bericht erschienen am 2.3.2011
Pflanzenschutzmittelrückstände in
Frischgemüse 2010 – Zusammenfassung der
Rückstandsbefunde in Erzeugnissen aus                    Infrarotspektroskopie – ein Multi­Tool für die
konventionellem Anbau                                    Mikrobiologie

Insgesamt 766 Proben Gemüse aus konventio-               Sowohl bei Gruppenerkrankungen des Menschen,
nellem Anbau wurden im Jahr 2010 am CVUA                 die im Zusammenhang mit Lebensmitteln stehen, als
48                                                                                  Managementbericht 2011




auch bei Erkrankungen in Tierbeständen hat die mi-       Vitamin D3-ähnlich wirkende Substanzen im Futter.
krobiologische Untersuchung von Proben zwei wich-        In unseren Breiten spielt der Goldhafer die größte
tige Ziele: die Identifizierung des Erregers und die     Rolle, wobei bereits 10 % Goldhafer in der Ration bei
Aufklärung der Infektionsquelle. Am CVUA Stuttgart       empfindlichen Tieren eine Kalzinose auslösen kann.
wurde für diese Aufgaben als neue Methode die FTIR       Autoren: Christine Süß-Dombrowski, CVUA Stuttgart,
er folgreich eingeführt, die durch ihren einfachen Ar-   Thomas Buyle, Maike Stadler, Pferdepraxis Dr. Buyle,
beitsablauf und ihre große Geschwindigkeit besticht.     Kernen-Stetten
Diese Vorteile wurden am CVUA Stuttgart mit eigens       Bericht erschienen am 10.3.2011
ent wickelten neuen Methoden für die Identifizierung
von Bakterien-Arten erfolgreich genutzt.
Autoren: Norman Mauder, Jörg Rau                         Die große Abzocke: Vorsicht beim Kauf
Bericht erschienen am 4.3.2011                           von Nahrungsergänzungsmitteln bei
                                                         Werbeverkaufsveranstaltungen/Kaffeefahrten.
                                                         Für viel Geld wird zwar viel versprochen, aber
Konservierungsstoffe – ein Problem bei                   wenig erhalten
frischen obstsalaten?

Nachdem im Jahr 2009 aufgrund eines Hinweises
in einem frischen Obstsalat polnischer Herkunft der
Konservierungsstoff Sorbinsäure nachgewiesen
wurde, wurden im darauffolgenden Jahr 16 frische
Obstsalate untersucht mit dem Ergebnis, dass in
keiner der Proben Konservierungsstoffe nachge-
wiesen werden konnten. Die zur Untersuchung an-
gelieferten Proben kamen überwiegend aus dem             Nahrungsergänzungsmittel       gegen    verschiede-
Handel, vereinzelt von Frühstücksbüffets aus Hotels      ne Erkrankungen sollen auf speziellen Verkaufs-
und Gaststätten. Bedingung für den Einsatz von           veranstaltungen die Kassen der Anbieter füllen.
Konservierungsstoffen in diesen Produkten ist, dass      Trotz zahlreicher Hinweise in der Presse und der
sie bei der Abgabe an den Verbraucher die zulässi-       Verbraucherzentralen zur Vorsicht vor falschen
ge Höchstmenge nicht überschreiten und dass sie          Versprechungen und überhöhten Preisen finden of-
kenntlich gemacht werden. Dies kann bei offen ab-        fensichtlich völlig überteuerte Waren immer noch
gegebenen Produkten durch die Angabe: „mit Kon-          ihre Abnehmer. Viele Nahrungsergänzungsmittel,
servierungsstoff“ auf einem Schild an der Ware oder      die im Laufe des letzten Jahres am CVUA Stuttgart
durch entsprechende Hinweise auf der Verpackung          von Verkaufsveranstaltungen vorgelegt wurden,
geschehen. Das eingangs genannte ausländische            mussten wegen irreführender Angaben und we-
Großgebinde, das für die Gastronomie bestimmt war,       gen zahlreicher wissenschaftlich nicht anerkannter
trug zwar eine deutsche Kennzeichnung, jedoch fehl-      Wirkungsbehauptungen sowie wegen verbotener
te jeglicher Hinweis auf Konservierungsstoffe. Wie       krankheitsbezogener Werbung beanstandet werden.
die Untersuchungen zeigten, handelte es sich bei         Autorin: Ingrid Kaufmann-Horlacher
dem auffälligen Erzeugnis um einen Ausnahmefall.         Bericht erschienen am 15.3.2011
Autor: Peter Lenz
Bericht erschienen am 8.3.2011
                                                         Getrübter Genuss durch Verpackung und Co.

Enzootische Kalzinose bei Pferden verursacht             Das CVUA Stuttgart untersucht regelmäßig, ob
durch Goldhafer kommt auch auf der                       Lebensmittelbedarfsgegenstände beim Kontakt
Schwäbischen Alb vor                                     mit Lebensmitteln Stoffe an diese abgeben, die
                                                         deren Geruch und Geschmack verändern. Zwei
Bei der Kalzinose handelt sich um eine chronisch         Produktgruppen fielen hierbei in den vergange-
verlaufende Verkalkung elastischer Fasern der gro-       nen Jahren besonders auf: Wasserkocher und
ßen Arterien und der Sehnen. Da es sich um eine füt-     Isolierkannen. Daher wurden im Jahr 2010 verstärkt
terungsbedingte vegetationsabhängige Erkrankung          diese beiden Lebensmittelbedarfsgegenstände sen-
handelt, kommen Erkrankungsfälle regional oder           sorisch untersucht. 36 % (5 von 14) der Wasserkocher
bestandsweise gehäuft (endozootisch) vor. Die Kalzi-     und 64 % der Isolierkannen (9 von 14) bestanden die
nose betrifft Pflanzenfresser wie Schafe, Ziegen,        sensorische Prüfung nicht.
Rinder, Alpakas und Pferde. Die häufigste Ursache        Autorin: Sarah Stürenburg
der beschriebenen Gewebsveränderungen sind               Bericht erschienen am 21.3.2011
Managementbericht 2011                                                                                    49




Wein aus öko­Trauben/Wein aus                           Die Zeit scheint still zu stehen: Noch immer
konventionellen Trauben: Ergebnisse über                bedenkliche Phthalate in Armbanduhren für
Schwefeldioxid­ und Kupfergehalte                       Kinder enthalten

Um festzustellen, ob es im Hinblick auf Schwefel-
und Kupfergehalte Unterschiede bei Weinen aus
konventioneller Herstellung und Weinen aus öko-
logischem Anbau gibt, wurden 64 Weine der kon-          Zu Beginn des Jahres 2011 wurden am CVUA Stuttgart
ventionellen und der ökologischen Schiene auf           acht Armbanduhren aus Kunststoff untersucht. Bei
ihre Gehalte an Gesamtschwefel und Kupfer unter-        fünf Proben handelte es sich dabei um Uhren für
sucht. 16 Weine wurden aus 8 württembergischen          Kinder. Die Armbänder von sechs der acht Proben
Öko-Betrieben entnommen, ebenso 14 italienische         bestanden aus dem Kunststoff PVC. In fünf dieser
Weine aus dem Handel, deren Kennzeichnung auf           sechs PVC-Proben (83 %) wurde der gesundheitlich
Öko-Trauben hinwies. Die Mittelwert-Gehalte an          bedenkliche und für Spielzeug und Babyartikel verbo-
Gesamtschwefeldioxid zeigen zwischen Weinen aus         tene Weichmacher Diethylhexylphthalat in Mengen
Traubenmaterial ökologischen Anbaus einerseits und      von 9 bis 44 % festgestellt – trauriger Spitzenreiter
konventionellen Anbaus andererseits keine signifi-      ist hierbei ausgerechnet eine der Armbanduhren
kanten Unterschiede. Tendenziell liegen die Weine       für Kinder. Nur in einer der PVC-Uhren wurden le-
aus konventionellem Traubenmaterial aus Italien         diglich gesundheitlich unbedenkliche Weichmacher
leicht über den anderen Gruppen, allerdings war die     eingesetzt.
Probenanzahl in diesem Fall mit sechs relativ gering.   Autorin: Antje Harling
Die Kupfergehalte lagen in allen untersuchten Proben    Bericht erschienen am 6.4.2011
unterhalb des gesetzlich festgelegten Grenzwertes.
Autor: Ludwig Rothenbücher
Bericht erschienen am 23.3.2011                         Untersuchungen von Lebensmitteln auf
                                                        toxische Elemente – Ergebnisse aus 2010

Rückstände von Morpholin in exotischem obst             Im Jahr 2010 wurden am CVUA Stuttgart Wein- und
(oktober 2010 – Februar 2011)                           Glühwein, Mineralwasser, Konfitüren/Fruchtaufstrich,
                                                        Pilz- und Gemüseerzeugnisse als Konserven, Frucht-
Im Herbst 2010 wurden im Europäischen Schnell-          und Gemüsesäfte, Aromen, Ölsaaten und Hülsen-
warnsystem Rapid Alert System for Food and Feed         früchte sowie Meeresfrüchte auf die toxischen Ele-
(RASFF) Morpholin-Analysenbefunde durch die             mente Blei, Cadmium, Quecksilber, Thallium und
britische Food Standards Agency eingestellt. Bei        Arsen untersucht. In keiner der insgesamt 333 Proben
Morpholin handelt es sich um einen Zusatzstoff,         konnte eine Höchstmengenüberschreitung festge-
der in der EU keine Zulassung besitzt. Morpholin        stellt werden. Nur bei einer Erdnuss- und einer Lein-
kann bei der Untersuchung auf Pestizidrückstände        saatprobe wurden die Richtwerte überschritten.
analytisch miterfasst werden. Der Verzehr von           Autoren: Kristin Bopp, Oliver Schwarz, Wolfgang
morpholinhaltigem Obst führt nicht zu einer unmit-      Waizenegger, Jörg Rau
telbaren gesundheitlichen Gefährdung, da es sich        Bericht erschienen am 7.4.2011
jedoch um einen nicht zugelassenen Zusatzstoff
handelt, darf Obst aus Gründen des vorsorglichen
Verbraucherschutzes kein Morpholin enthalten.           25 Jahre Tschernobyl – die baden­
Aufgrund der Befunde aus Großbritannien wurden          württembergische Lebensmittelüberwachung
am CVUA Stuttgart in der Zeit von Oktober 2010 bis      zieht Bilanz
Februar 2011 insgesamt 131 Proben Zitrusfrüchte,
exotische Früchte und Avocados auf ihren Gehalt an      Aus den Kommunikationspannen im Ereignisjahr
Morpholin untersucht. In 15 Proben (11,5 %) wurden      1986 zog die Bundesregierung Schlussfolgerungen
Rückstände nachgewiesen. 11 dieser Proben wur-          und richtete unter anderem ein Bundesmessnetz
den wegen der Verwendung eines nicht zugelasse-         ein. Im Rahmen des Bundesmessprogramms sind
nen Zusatzstoffes beanstandet. 14 der 15 Proben         das CVUA Stuttgart und das CVUA Freiburg als
mit Morpholinrückständen stammten aus Nicht-EU-         Landesmessstellen für Lebensmittel, Futtermittel,
Ländern, lediglich in einer Probe Kaki aus Spanien      Böden und Trinkwasser in das Integrierte Mess-
wurden geringe Gehalte nachgewiesen. Die ermittel-      und Informations-System zur Überwachung der
ten Proben mit Morpholin-Befunden wurden in das         Umweltradioaktivität eingebunden. Im Mittelpunkt
europäische Schnellwarnsystem RASFF eingestellt.        steht dabei die gammaspektrometrische Analyse der
Autoren: Renate Schnaufer, Kathi Hacker, Marc           Grundnahrungsmittel.
Wieland                                                 Selbst 25 Jahre nach Tschernobyl sind Wildschwein-
Bericht erschienen am 30.3.2011                         Proben in Süddeutschland teilweise noch deut-
50                                                                                  Managementbericht 2011




lich mit radioaktivem Cs-137 belastet. Durch das         Insgesamt wurden Daten der CVUAs Freiburg,
Überwachungssystem der CVUAs Stuttgart und               Karlsruhe und Stuttgart über Metallgehalte in
Freiburg soll sichergestellt werden, dass Wild mit Cs-   125 Drittlandsweinen aus 10 Ländern ausgewertet.
137 Gehalten über dem Richtwert von 600 Becquerel/       Drittlandsweine sind Weine, die außerhalb der EU
kg nicht in den Handel kommt. Dieser Richtwert wur-      hergestellt wurden. Die Messergebnisse wurden
de im Jahr 2010 bei 113 von 558 noch nicht im Handel     mittels Massenspektrometrie mit induktiv gekoppel-
befindlichen Wildschweinproben überschritten.            tem Plasma (ICP-MS) ermittelt, einer effizienten
Autoren: Helmut Kaut, CVUA Stuttgart, Martin             Multimethode für die Elementanalytik. Bis auf einen
Metschies, CVUA Freiburg                                 chinesischen Wein, der wegen geringfügiger Über-
Bericht erschienen am 21.4.2011                          schreitung der Arsen-Höchstmenge beanstandet
                                                         wurde, hielten alle Drittlandsweine die gesetzlichen
                                                         Höchstmengen ein. Dies zeigt, dass sowohl die
Lagerungsversuche von Lebensmitteln mit                  Eigenkontrollen der Hersteller, als auch die stich-
gesundheitsschädlichen Keimen                            probenartigen Einfuhrkontrollen der amtlichen
                                                         Überwachung für einen sicheren Genuss bei Dritt-
Zwei unabhängige Versuchsreihen zeigen, dass             landsweinen sorgen.
gesundheitsschädliche Keime in verschiedenen             Autoren: Ulrich Arzberger, CVUA Stuttgart, Rolf
Lebensmitteln bei Kühltemperaturen in der Regel          Godelmann, CVUA Karlsruhe, Martin Rupp, CVUA
besser überleben als bei Tiefkühltemperaturen.           Freiburg
Dieser Sachverhalt ist für den Umgang mit Lebens-        Bericht erschienen am 17.5.2011
mittelproben, die im Zusammenhang mit Erkran-
kungen erhoben werden, von besonderer Bedeutung.
Für den Nachweis von gesundheitsschädlichen              EHEC in Lebensmitteln
Keimen in Lebensmitteln ist es günstig, wenn zwi-
schen der Meldung der Erkrankung, der Proben-            Im Mai häuften sich die Meldungen zu EHEC-
abgabe oder -erhebung und dem Transport zum              Infektionen, insbesondere im norddeutschen Raum.
CVUA Stuttgart wenig Zeit vergeht. Da dies jedoch        Als Quelle für diese pathogenen Keime wurden von
nicht immer gewährleistet werden kann, wurde im          den zuständigen Behörden pflanzliche Lebensmittel
CVUA Stuttgart anhand von Lagerungsversuchen             vermutet. EHEC (enterohämorrhagische Escherichia
die Überlebensfähigkeit von vier ausgewählten            coli) sind natürliche Besiedler des tierischen Darms,
Krankheitserregern getestet.                             die direkt oder auch indirekt auf den Menschen
Autorinnen: Sabine Horlacher, Petra Tichaczek-           übertragen werden können. Zu einer Kontamination
Dischinger, Antje Hummel                                 pflanzlicher Lebensmittel kann es beispielsweise
Bericht erschienen am 9.5.2011                           kommen, wenn mit EHEC belastete Gülle auf die
                                                         Felder ausgebracht oder fäkal verunreinigtes Wasser
                                                         zum Bewässern von Obst und Gemüse verwen-
Allergene in Lebensmitteln – Situation weiterhin         det wird. EHEC unterscheiden sich von „normalen“,
unbefriedigend                                           harmlosen Escherichia coli-Darmbakterien durch die
                                                         Fähigkeit zur Bildung bestimmter Toxine. Aufgrund
Auch im Jahr 2010 wurden Lebensmittel wieder um-         des hohen Risikopotenzials der toxinbildenden
fangreich auf nicht deklarierte Allergene untersucht.    Escherichia coli werden Lebensmittel am CVUA
Bei insgesamt 2.651 Untersuchungen wurden in             Stuttgart routinemäßig auf das Vorkommen dieser
166 Fällen (= 6 %) nicht gekennzeichnete Allergene       potenziellen EHEC untersucht.
nachgewiesen. Prozentual am häufigsten waren             Autoren: Matthias Contzen, Alfred Friedrich, Volker
dies nicht gekennzeichnete Verunreinigungen durch        Renz
Gluten, Senf und Milchprotein.                           Bericht erschienen am 25.5.2011
Autoren: Hans-Ulrich Waiblinger, CVUA Freiburg,
Elisabeth Burgmaier-Thielert, Gabriele Engler-Blum,
CVUA Sigmaringen, Stefan Stier, CVUA Karlsruhe,          Pestizidrückstände in Hülsenfrüchten inklusive
Ingrid Kaufmann-Horlacher, CVUA Stuttgart                des Herbizids Glyphosat (März 2011 – Mai 2011)
Bericht erschienen am 11.5.2011
                                                         Im Frühjahr 2011 wurden durch das CVUA Stuttgart
                                                         Hülsenfrüchte, insbesondere Linsen, auf Rückstände
Metallgehalte in Drittlandsweinen – bis auf              des Herbizids Glyphosat, untersucht. In 15 der
einen Fall alles in ordnung                              33 untersuchten Linsen-Proben (45,5 %) wurde
                                                         Glyphosat nachgewiesen. In 12 Proben (36,4 %)
Die deutsche Weinverordnung regelt unter an-             wurden Gehalte über der gesetzlich festgelegten
derem die Höchstgehalte der Metalle Aluminium,           Höchstmenge festgestellt; drei dieser 12 Proben
Arsen, Blei, Bor, Cadmium, Kupfer, Zink und Zinn.        stammten aus ökologischer Erzeugung, zwei davon
Managementbericht 2011                                                                                       51




aus der Türkei, bei der dritten Probe war die Herkunft     die Mikroorganismen beim Auskeimen der Sprossen
unbekannt. Damit wurden in 37,5 % der ökologisch           teilweise in die Sprossen eingelagert werden und so
und in 36 % der konventionell erzeugten Linsen             einer Oberflächenbehandlung nicht mehr ohne wei-
Überschreitungen der Höchstmenge für Glyphosat             teres zugänglich sind.
festgestellt. Bei Untersuchungen von 16 Proben wei-        Autoren: Alfred Friedrich, CVUA Stuttgart, Hans
terer Hülsenfruchtarten (rote Bohnen, Sojabohnen,          Layer, CVUA Sigmaringen, Daniela Noack, CVUA
Kichererbsen) wurde lediglich in einer Probe rote          Karlsruhe, Leonie Böhmer, CVUA Freiburg
Kidneybohnen aus konventionellem Anbau unbe-               Bericht erschienen am 8.6.2011
kannter Herkunft Glyphosat nachgewiesen, aller-
dings mit 4,2 mg/kg in einer Konzentration über der
geltenden Höchstmenge von 2 mg/kg.                         Farbige Servietten: Nicht immer für den Kontakt
Autorin: Renate Schnaufer                                  mit Lebensmitteln geeignet!
Bericht erschienen am 30.5.2011


EHEC: Minister Bonde im Chemischen und
Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart

„Es gibt derzeit keine Hinweise, dass Obst und
 Gemüse in Baden-Württemberg mit EHEC-Bakterien
 verunreinigt und hier in den Handel gelangt sind. Bei
 den ersten Untersuchungen von vorsorglich aus dem
 Verkehr genommenen spanischen Gurken konnten
 unsere Untersuchungsämter keine EHEC-Erreger
 feststellen. Damit liegt auch weiterhin kein kon-
 kreter Hinweis auf eine Infektionsquelle in Baden-
 Württemberg vor. Nicht zuletzt auch aufgrund der
 letzten Meldungen aus Hamburg, nach denen die
 Ursachen für die Infektionen nicht zweifelsfrei geklärt   Untersuchungen am CVUA Stuttgart zeigen,
 sind, können wir aber keine Entwarnung geben“, sag-       dass bunte Servietten häufig beim Kontakt mit
 te Verbraucherschutzminister Alexander Bonde am           Lebensmitteln abfärben. Auch sind im Papier zum
 Dienstag (31. Mai 2011) anlässlich seines Besuches        Teil primäre aromatische Amine nachweisbar, eine
 im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in            Stoffgruppe, die als gesundheitlich sehr problema-
 Stuttgart.                                                tisch gilt. Das Material der Servietten muss sich für
 Bericht erschienen am 1.6.2011                            diese verschiedenen Verwendungszwecke eignen.
                                                           Sowohl beim Abtupfen der Lippen als auch beim
                                                           direkten Lebensmittelkontakt muss die Serviette
Sprossen, eine Gefahr für die Gesundheit?                  in Bezug auf ihre chemische Zusammensetzung
                                                           sicher sein. Grundsätzlich gilt, dass keine Stoffe
Sprossen werden aus Samen hergestellt, die als             von der Serviette auf das Lebensmittel übergehen
landwirtschaftliche Rohware stets mit Keimen be-           dürfen, die eine unvertretbare Veränderung der
lastet sind. Eine Vermehrung dieser Keime bei der          Zusammensetzung bewirken oder eine Veränderung
Sprossenherstellung ist verfahrensbedingt nicht zu         der Eigenschaften des Lebensmittels herbeiführt,
vermeiden. Über belastetes Ausgangsmaterial kön-           zum Beispiel durch Abfärben.
nen auch pathogene Keime in die verzehrsfertigen           Autorin: Gabriele Steiner
Sprossen gelangen. Die Hersteller von Sprossen             Bericht erschienen am 22.6.2011
sind deshalb in der Pflicht, ihre Ware im Rahmen ihrer
Eigenkontrollen gezielt auf pathogene Keime zu un-
tersuchen. Der Verbraucher sollte Sprossen vor dem         Fohlenfrühlähme: Aufgedeckt durch
Verzehr auf alle Fälle gründlich waschen, allerdings       detektivischen Spürsinn gepaart mit Histologie
kann eine bestehende Kontamination mit EHEC-               und Mikrobiologie
Keimen durch das Waschen der Sprossen nicht be-
seitigt werden. Es verringert den Gesamtkeimgehalt         In einem Zuchtbestand mit Minishetlandponys sind ver-
nur um etwa eine Zehnerpotenz. Durch Waschen               mehrt Totgeburten und nach der Geburt lebensschwa-
und Spülen mit verdünntem Essig (1 %-ige                   che Fohlen aufgetreten. Die Sektion erbrachte keinen
Essigsäure) kann die aerobe Gesamtkeimzahl                 Hinweis auf ein infektiöses Krankheitsgeschehen. In
um bis zu zwei Zehnerpotenzen verringert wer-              der feingeweblichen Untersuchung in Verbindung
den. Eine weitergehende Keimreduzierung durch              mit einer bakteriologischen Betrachtung konnte die
Waschen ist wohl auch deshalb nicht möglich, weil          Ursache eindeutig geklärt werden. Verantwortlich
52                                                                                  Managementbericht 2011




für diese schweren Krankheitsbilder war die so ge-       Meister Reineke erlag einer Adenovirusinfektion,
nannte Fohlenfrühlähme, die durch das Bakterium          welche auch Haushunden zum Verhängnis
Actinobacillus equuli subsp. equuli hervorgerufen        werden könnte
wird.
Autor: Ingo Schwabe                                      Ein erwachsener männlicher Rotfuchs zeigte abnor-
Bericht erschienen am 6.7.2011                           mes Verhalten und wurde daher erlegt. Der Einsender
                                                         äußerte den Verdacht auf eine Vergiftung. Bei der
                                                         Untersuchung im CVUA Stuttgart wurde eine durch
Multiresistente Keime bei Puten                          Adenoviren verursachte Gehirnentzündung diagno-
                                                         stiziert. Gegenüber dieser Virusinfektion sind auch
Das gleichzeitige Vorkommen von Resistenzen gegen        Haushunde empfänglich. Eine Impfung gegen die-
mehrere Antibiotika, so genannte Multiresistenzen,       se Gehirnentzündung erfolgt deshalb üblicherweise
erschwert oder verhindert die Behandlung bakte-          prophylaktisch wie auch gegen Tollwut, Leptospirose
rieller Infektionen. Zu den derzeit weltweit wichtig-    und Staupe. Da die Viren relativ stabil sind, kann
sten multiresistenten Keimen gehören Methicillin-        es zu einem permanenten Infektionsdruck kommen.
resistente Staphylococcus aureus (MRSA) und              Daher ist es wichtig, dass eine Hundepopulation gut
Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE). Diese          immunisiert ist. Nur so müssen Erkrankungsfälle bei
Bakterien kommen sowohl bei Menschen als auch bei        den Haushunden nicht befürchtet werden.
Tieren vor. Die Wechselwirkungen zwischen Mensch         Autorin: Birgit Blazey
und Tier (Zoonose) sind noch nicht abschießend ge-       Bericht erschienen am 27.7.2011
klärt. Hierfür sind systematische Untersuchungen
zum Vorkommen dieser multiresistenten Keime bei
verschiedenen Tierarten und bei Menschen mit             Cadmiumgehalte in Schokolade
Tierkontakt notwendig, um Entwicklungen und Risiken
einer gegenseitigen Übertragung abschätzen zu kön-       Auf der Basis einer neuen Risikobewertung hat die
nen. Ziel dieses Projektes des CVUA Stuttgart und        Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit die
des Geflügelgesundheitsdienstes Stuttgart war es         für Verbraucher noch duldbare Aufnahmemenge für
deshalb, erstmals das Vorkommen von MRSA- und            Cadmium abgesenkt. Diese liegt mit 2,5 µg/kg Körper-
VRE-Keimen in Putenmastbeständen zu ermitteln.           gewicht nun deutlich unter dem bisher herangezoge-
Autoren: Reinhard Sting, Agnes Richter, Jörg Rau,        nen provisorischen Wert von 7 µg/kg Körpergewicht.
CVUA Stuttgart, Christina Popp, Geflügelgesund-          Zur Abklärung der aktuellen Situation wurde im
heitsdienst Stuttgart der Tierseuchenkasse Baden-        Verlauf des März 2011 in 80 Schokoladenproben der
Württemberg, Hafez Mohamed Hafez, Institut für           Cadmiumgehalt bestimmt. Davon wiesen 40 Proben
Geflügelkrankheiten der Freien Universität Berlin        (50 %) Cadmiumgehalte > 0,20 mg/kg auf, bei
Bericht erschienen am 14.7.2011                          19 Proben (24 %) lag die Cadmiumkonzentration
                                                         ≥ 0,30 mg/kg. Der höchste Gehalt mit 0,51 mg Cad-
                                                         mium/kg wurde in einer Edelbitterschokolade mit ei-
Zunehmend ein Problem: Amöbenkrankheit der               nem Kakaogehalt von 72 % mind. ermittelt. Der Edel-
Kiemen bei Regenbogenforellen                            kakao stammte laut Angaben auf der Verpackung
                                                         aus Ecuador.
Am CVUA Stuttgart wurden in den vergangenen              Autorin: Ursula Blum-Rieck
Jahren vermehrt Amöben als Ursache von Kiemen-           Bericht erschienen am 28.7.2011
schwellungen bei Regenbogenforellen diagnostiziert.
Dabei kommt es zu teils massiven Ausfällen und wirt-
schaftlichen Verlusten in Forellenzuchten. Ob Amöben     Wenn beim Grillen das Fett auf die Holzkohle
im Süßwasser tatsächlich für diese Erkrankung ver-       tropft …
antwortlich zu machen sind und welche Arten betei-
ligt sind war lange Zeit nicht gesichert. Insbesondere   Schon seit einigen Jahren beschäftigt man sich am
Untersuchungen einer Zusammenarbeit des CVUA             CVUA Stuttgart mit zwei unerwünschten Lebens-
Stuttgart mit der Universität in Budweis, bei der ge-    mittelkontaminanten, nämlich mit den Fettsäure-
zielt Kiemenproben aus dem Jahr 2008 in Bezug auf        estern des 3-MCPD und des Glycidol. Bisher
Ätiologie und Pathogenität der Amöbenkrankheit           ging man davon aus, dass 3-MCPD-Ester und
untersucht wurden, erbrachten deutliche Hinweise         Glycidylester in erster Linie bei der Raffination von
auf eine Pathogenität von Amöben der Gattung             Speisefetten und Speiseölen gebildet werden, doch
Naegleria.                                               jetzt wurde am CVUA Stuttgart eindeutig nachge-
Autorin: Elisabeth Nardy                                 wiesen, dass sie auch beim Grillen von fetthaltigen
Bericht erschienen am 19.7.2011                          Lebensmitteln in erheblichem Umfang entstehen
Managementbericht 2011                                                                                      53




können. Die Gehalte im Grillgut schwanken aller-          auf Wellensittiche, gefolgt von Zebrafinken, Ka-
dings sehr stark und sind abhängig von der Art des        narienvögeln, Stieglitzen und Dompfaffen. Da sich
Grillguts und von der Art und Weise, wie gegrillt wird.   der Hefepilz bisher weder auf mikrobiologischen
Mit fettreichem Grillgut, wie Schweinebauch, fettrei-     Nährböden noch in Zellkulturen anzüchten lässt,
cher Bratwurst, stark ölmariniertem Grillfleisch bilden   kann die Diagnose nur durch den direkten Nachweis
sich deutlich mehr unerwünschte Substanzen als mit        im Untersuchungsmaterial gestellt werden.
fettarmen Grillgut. Die Bildung von unerwünschten         Autor: Andreas Hänel
Substanzen, insbesondere von Glycidylestern lässt         Bericht erschienen am 5.8.2011
sich wirksam vermeiden, wenn verhindert wird, dass
Fett direkt auf die glühende Holzkohle oder auf eine
andere glühende Fläche wie zum Beispiel Heizstäbe         Pflanzenschutzmittelrückstände in Wein aus
tropft.                                                   ökologisch angebauten Trauben; Ergebnisse
Autor: Rüdiger Weißhaar.                                  eines Filtrationsversuches im Juli 2011
Bericht erschienen am 1.8.2011
                                                          Untersuchungen zeigten, dass Weine aus Betrieben,
                                                          die sowohl ökologisch als auch konventionell an-
Internationales Treffen der                               gebaute Trauben zu Wein verarbeiteten, teilweise
Weinsachverständigen in Weinsberg                         stärker mit Pflanzenschutzmitteln belastet waren als
                                                          Weine aus Betrieben, die ausschließlich Weine aus
Im Rahmen der jährlich stattfindenden Arbeits- und        so genannten Ökotrauben erzeugten. Die festgestell-
Fortbildungstagung der Staatlichen Weinsachver-           ten Rückstandsgehalte der Weine lagen unabhän-
ständigen trafen sich vom 2.-5.5.2011 mehr als            gig von der Anbauform zwar unter den gesetzlichen
50 Weinkontrolleure aus den Regionen Deutsch-             Höchstmengen, trotzdem gaben die Ergebnisse
lands und anderer europäischer Weinbauregionen            Anlass für eine Stufenkontrolle in den Betrieben, die
zu einem fachlichen Austausch in Weinsberg. Diese         beide Anbauweisen pflegten. In Zusammenarbeit mit
Form des Erfahrungsaustausches existiert seit Jahr-       dem Weinbauinstitut Freiburg wurde nach möglichen
zehnten und findet traditionell turnusgemäß immer         Kontaminationsquellen gesucht. Das Ergebnis zeig-
in einem anderen Bundesland statt. Im Rahmen              te, dass Wein aus Ökotrauben, der über einen Filter
dieser Veranstaltung wurde ein Tagungsprogramm            lief, der zuvor Wein aus konventionellen Trauben ge-
geboten, das alle Aspekte der Weinüberwachung             klärt hatte, deutlich mit Rückständen angereichert
beinhaltete und zahlreiche neue Tendenzen und Ent-        wurde. Die Erkenntnis: strikte Trennung der beiden
wicklungen aufzeigte. Doch auch die zahlreichen           Produktlinien. Weiterführende Untersuchungen sind
Fachgespräche der Sachverständigen untereinander          im Gange.
belegten, wie wichtig ein Dialog für eine einheitliche    Autoren: Nadja Bauer, CVUA Stuttgart, Jürgen Sigler,
Anwendung der rechtlichen Bestimmungen zur Wein-          Staatliches Weinbauinstitut Freiburg
marktordnung ist.                                         Bericht erschienen am 9.9.2011
Autoren: Wolfgang Hehner, Wilfried Stark
Bericht erschienen am 1.8.2011
                                                          Ergebnisse vergleichender Untersuchungen von
                                                          Weinen aus konventioneller und ökologischer
Die Infektion mit „Megabakterien“ – Keine                 Erzeugung auf Pflanzenschutzmittelrückstände
seltene Todesursache bei Ziervögeln                       (Januar­Dezember 2010 und Mai 2011)

                             Am CVUA Stuttgart            In den Jahren 2010 und 2011 wurden in zwei
                             wurde im Zeitraum            Untersuchungskampagnen Weine aus konventio-
                             von Januar 2004 bis          nellem und ökologischem Anbau auf Rückstände
                             Juni 2011 bei der Sek-       an Pflanzenschutzmitteln untersucht. Aufgrund der
                             tion von Ziervögeln in       Ergebnisse einer Untersuchungsreihe des Jahres
                             85 Fällen eine Macro-        2010 wurden 2011 gezielt unter anderem diejenigen
                             rhabdiose, eine durch        baden-württembergischen Betriebe erneut beprobt,
                             fortschreitende Abma-        deren Öko-Weine im Jahr 2010 durch erhöhte Wirk-
                             gerung trotz guter Fut-      stoffrückstandsgehalte aufgefallen waren. Da die
teraufnahme charakterisierte Erkrankung, die durch        Ergebnisse des Jahres 2010 bestätigt wurden, wird
den Hefepilz Macrorhabdus ornithogaster verursacht        ein Stufenkontrollprogramm zur Ursachenermittlung
wird, festgestellt. Betroffen waren 18 Vogelarten         umgesetzt, das Probenahmen auf den verschiede-
aus den Ordnungen der Papageien und Sperlings-            nen Stufen der Herstellung umfasst, angefangen
vögel. Mehr als die Hälfte der Nachweise entfiel          bei den angelieferten Keltertrauben. Dadurch kann
54                                                                                 Managementbericht 2011




festgestellt werden, ob die Kontamination aus den       Thunfisch in der Gastronomie immer lecker?!
Keltertrauben direkt aus Maische-, Most- und Wein-
proben stammt und es kann abgeklärt werden, ob
Verschleppungen oder Kreuzkontaminationen, zum
Beispiel durch die Verwendung derselben Gerät-
schaften für die Herstellung von Öko- und konventio-
nellem Wein, stattfinden.
Autorinnen: Renate Schnaufer, Nadja Bauer
Bericht erschienen am 12.9.2011


Ist das auch wirklich Schafs­ oder Ziegenkäse?

Im Rahmen einer Kampagne hat das CVUA Stuttgart
2011 gezielt Schafs- und Ziegenkäseproben auf die
entsprechende Tierart untersucht. Der Fokus lag
dabei auf offener Ware aus Verkaufstheken des
Einzelhandels oder der Gastronomie. Die Unter-          Krank nach Thunfisch-Ver zehr – alljährlich treten
suchungen sollten zeigen, ob die angebotenen            einzelne Fälle von Histaminose nach dem Ver zehr
Schafs- und Ziegenkäse wirklich aus Schafs- be-         von Thunfisch-Produkten auf. Um diesen Sachver-
ziehungsweise Ziegenmilch bestehen oder ob der          halt näher zu beleuchten, wurde im Rahmen eines
kostengünstigere Kuhmilchkäse zum Einsatz kam           Projektes der Lebensmittelüber wachungsbehörde
oder gar auf Imitate aus Pflanzenfett zurückgegriffen   der Landeshauptstadt Stuttgart und des CVUA
wurde.                                                  Stuttgart der mikrobiologische Status in Abhängig-
Nach wie vor sind noch 35 % (7 von 20) der aus          keit von dem Gehalt an biogenen Aminen in Thun-
der Gastronomie stammenden Proben irrefüh-              fischproben aus der Gastronomie genauer unter die
rend gekennzeichnet, wenn auch gegenüber 2006           Lupe genommen. Erfreulich ist, dass es sich bei den
(45 %) eine leichte Verbesserung erkennbar ist.         auftretenden Histaminose-Erkrankungen um einzel-
Zur Unterstützung der nicht einfachen Kennzeich-        ne Ausreißer handelt. Eine direkte Korrelation des mi-
nungsproblematik stellen die Untersuchungsämter         krobiologischen Status mit dem Histamin-Nachweis
Baden-Württemberg Merkblätter zur Verfügung, wie        war im Rahmen des Projektes nicht zwingend gege-
bestimmte Waren auf den Speisekarten gekenn-            ben. Dennoch konnten in der Gastronomie verbes-
zeichnet werden müssen.                                 serungsbedürftige hygienische Bedingungen festge-
Autorin: Carolin Löw                                    stellt und einige Empfehlungen zur Vermeidung von
Bericht erschienen am 19.9.2011                         Histamin-Bildung in Thunfisch abgeleitet werden.
                                                        Autoren: Heike Roloff, Andrea Stöcklein, Thomas
                                                        Stegmanns, Stadt Stuttgart, Joachim Kuntzer,
Schutzgas – dient es immer dem Schutz des               Carolin Löw, CVUA Stuttgart
Verbrauchers?                                           Bericht erschienen am 29.9.2011

 Folien-Fertigpackung zur Verbesserung der Halt-
 barkeit oder des Aussehens von Fleisch oder von        Fische unter Druck: Wasserknappheit und
 Fleischerzeugnissen, Fisch und Fischerzeugnissen       warme Temperaturen verhelfen dem Parasiten
 sowie Käse werden in großem Umfang mit einer           Ichthyophthirius multifiliis zum Durchbruch
„Schutzgasatmosphäre“ ausgestattet. Als Schutzgase
 werden üblicherweise Sauerstoff, Stickstoff sowie      Immer in der warmen Jahreszeit schlägt die
 Kohlendioxid beziehungsweise deren Gemische            Grieskörnchenkrankheit bei Süßwasserfischen, her-
 verwendet. Die zum Verpacken von Lebensmitteln         vorgerufen durch den Parasiten Ichthyophthirius
 zugelassenen Schutzgase sind in der Zusatzstoff-       mulitfiliis, zu. Im Jahr 2011 schien sie jedoch be-
 Zulassungsverordnung aufgeführt. Ihre Verwendung       sonders vehement um sich zu greifen und führ-
 ist durch eine Angabe wie „unter Schutzatmosphäre      te zum Totalverlust in drei Beständen. Geringer
 verpackt“ auf der Fertigpackung kenntlich zu ma-       Wasserdurchfluss durch verminderten Quellwasser-
 chen. Im Jahr 2011 wurden im CVUA Stuttgart            fluss oder niedrige Pegelstände in den Bächen sowie
 124 Lebensmittelfertigpackungen auf die Anwendung      warme Temperaturen begünstigen den Ausbruch der
 und Zusammensetzung von Schutzgasatmosphären           Grieskörnchenkrankheit in Fischzuchten und führen
 untersucht, die überwiegend ordnungsgemäß kennt-       zu einer explosionsartigen Ausbreitung im Bestand
 lich gemacht wurden.                                   mit massiven Verlusten. Die Grieskörnchenkrankheit
 Autor: Rolf Buschmann                                  wird durch einem äußerlicher Parasitenbefall verur-
 Bericht erschienen am 23.9.2011                        sacht. Beim ersten Verdacht sollten sofort Abstriche
Managementbericht 2011                                                                                  55




für eine parasitologische Untersuchung angefer-       wurden bei 26 % der untersuchten Patisseriewaren
tigt werden, da nur durch rasches Handeln die         nachgewiesen. Den empfohlenen Richtwert für die
Erkrankung eingedämmt werden kann.                    Gesamtkeimzahl überschritten 20 % der Proben.
Autorin: Elisabeth Nardy                              Autorin: Dagmar Otto-Kuhn
Bericht erschienen am 5.10.2011                       Bericht erschienen am 12.12.2011


Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in               Mykotoxinrückstände in Maismehl und
Beerenobst                                            Maisprodukten (01/2010­07/2011)

Von Januar bis Juli 2011 wurden am CVUA Stuttgart      Zwischen Januar 2010 und Juli 2011 wurden am
insgesamt 182 Beerenobstproben aus konventionel-       CVUA Stuttgart 83 Proben Maismehl, Cornflakes
lem Anbau und 9 Beerenobstproben aus ökologi-          und Maisknabbererzeugnisse auf ihre Gehalte an
schem Anbau auf Rückstände von über 550 Pflanzen-      Fumonisinen und Trichothecenen, vor allem Deoxy-
schutzmittelwirkstoffen untersucht. Bei den konven-    nivalenol und Zearalenon untersucht. Lediglich bei
tionellen Beerenobstproben handelte es sich um         2 Proben wurden Höchstmengenüberschreitungen
128 Proben Strauchbeeren und 54 Proben Erdbeeren       festgestellt (entsprechend einer Beanstandungsquote
aus überwiegend einheimischer Produktion. Lediglich    von 2,5 %). In allen Proben war das Trichothecen
bei einer Probe Johannisbeeren wurde die gesetz-       Deoxynivalenol nachweisbar. Eine Probe Maismehl
lich festgelegte Höchstmenge überschritten. Damit      und eine Probe Maissnack wiesen einen Gehalt über
lag die Quote der Höchstmengenüberschreitungen         der geltenden Höchstmenge für Deoxynivalenol auf.
bei konventionellem Beerenobst mit 0,5 % erfreu-       Diese Ergebnisse sind insbesondere im Hinblick
lich niedrig. Allerdings besteht bei Johannisbeeren    auf die hohen Fumonisinbefunde aus den Jahren
weiterhin Aufklärungsbedarf hinsichtlich der kor-      2004/2005 erfreulich. Damals waren in 85 % der un-
rekten Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. In         tersuchten Proben Fumonisine nachweisbar bei einer
10 (22,7 %) von 44 untersuchten Proben wurden          Beanstandungsquote von etwa 50 % bei Maismehlen,
Rückstände von Wirkstoffen nachgewiesen, die nicht    -grießen und Knabbererzeugnissen, wobei zu berück-
für die Anwendung bei Johannisbeeren zugelassen        sichtigen ist, dass in den Jahren 2004/2005 eine
sind.                                                  niedrigere Höchstmenge für Maiserzeugnisse von
Autoren: Nadja Bauer, Marc Wieland                     500 µg/kg für die Summe der Fumonisine B1 und B2
Bericht erschienen am 26.10.2011                       galt.
                                                       Autorinnen: Susanne Maier, Stefanie Marschik,
                                                       Renate Schnaufer
Mikrobiologische Qualität von Patisseriewaren          Bericht erschienen am 15.12.2011
mit nicht durchgebackener Füllung

                                                      Schwermetall Thallium in einem
                                                      Trinkwasserbrunnen festgestellt – geologisch
                                                      bedingter Einzelfall wird weiter untersucht

                                                      Regionale Medien berichteten ausführlich über er-
                                                      höhte Werte des giftigen Schwermetalls Thallium
                                                      im Trinkwasser einer südbadischen Gemeinde
                                                      nahe der Stadt Kandern, die das Chemische und
                                                      Veterinäruntersuchungsamt Freiburg festgestellt
                                                      hatte. Da die Trink wasser-Verordnung für Thallium
                                                      keinen Grenzwert nennt, ist die Untersuchung auf
Feine Backwaren mit nicht durchgebackener             Thallium daher bei Trinkwasser-Analysen üblicher-
Füllung bieten den unterschiedlichen verderbnis-      weise nicht enthalten. In den Jahren 2010 und 2011
und krankheitserregenden Mikroorganismen beste        wurden an den CVUAs in Baden-Württemberg bis-
Vermehrungsbedingungen und erfordern daher be-        her circa 400 Proben von Wasserversorgungen auf
sonders sorgfältige Hygienemaßnahmen bei der          Thallium untersucht. Es handelte sich um Proben
Herstellung und Lagerung. In den Jahren 2006-         aus Hochbehältern und Wasser werken sowie um
2011 untersuchte das CVUA Stuttgart 350 Proben        Ortsnetzproben. Die Konzentrationen lagen jeweils
Patisseriewaren mit nicht durchgebackener Füllung,    unter der Nachweisgrenze von 0,3 Mikrogramm pro
die als lose Ware aus Konditoreien, Gaststätten und   Liter. Der jetzt in einer Trinkwasserprobe festgestell
dem Einzelhandel entnommen worden waren. Die          te Gehalt von 7 Mikrogramm pro Liter war bislang ein
als Hygieneindikatoren geltenden Enterobakterien      Einzelfall.
56                                                                                   Managementbericht 2011




Autoren: Katja Fischer-Hüsken, CVUA Freiburg, Mar-       Wissenschaftliche Veröffentlichungen
tin Apetz, CVUA Karlsruhe, Hermann Brezger, CVUA
Sigmaringen, Peter Lenz, CVUA Stuttgart
Bericht erschienen am 16.12.2011                         V. Akimkin, F. Bindel, M. Hoferer, R. Sting,
                                                         B. Polley, A. Hänel, H.M. Hafez

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in                  One-step RT-qPCR with an internal control system
Säuglings­ und Kindernahrung im Jahr 2011 und            for the detection of turkey rotaviruses in faecal samp-
2010                                                     les. Journal of Virological Methods 1/177, 112-117
                                                         (2011)
Im Untersuchungsjahr 2011 wurden am CVUA
Stuttgart insgesamt 19 Proben Säuglings- und
Kleinkindernahrung auf Rückstände von über               W. Altkofer
550 Pflanzenschutzmittelwirkstoffen     untersucht.
Es handelte sich hierbei um 13 Proben Getrei-            Überwachungsergebnisse in Deutschland, Food
debeikost für Säuglinge und Kleinkinder sowie            Hygiene und Qualität Praxis, 3, 18-20 (2011)
6 Proben Obstzubereitung für Säuglinge und Klein-
kinder. Hinsichtlich ihres Gehaltes an Pflanzen-
schutzmittelrückständen erwiesen sich bis auf            H. Block, M. Bauer, A. Butschke, G. Hermannsdörfer-
eine Probe alle Proben als rückstandsfrei. Die           Tröltzsch, M. Punkert
Ergebnisse zeigen, dass die untersuchte Säuglings-
und Kleinkindernahrung außerordentlich gering mit        Risikoorientierte Probenplanung – Ein RIOP-Konzept
Pflanzenschutzmittelwirkstoffen belastet ist. Dies       für den Bereich Bedarfsgegenstände: Einführung
zeigten auch die Untersuchungen des Vorjahres.           und prinzipieller Aufbau. Deutsche Lebensmittel-
Hier wurden in 6 von 26 Proben Rückstände an             Rundschau 107, 6-15 (2011)
Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen, wobei die
Gehalte alle im Spurenbereich (<0,01 mg/kg) lagen.
Autorin: Carmen Wauschkuhn                               S. Beker, B. Blazey, M. König, E. Lohner
Bericht erschienen am 20.12.2011
                                                         Selenvergiftung in einem Mastschweinebestand
                                                         durch Verfütterung von Paradiesnussmehl. Ein
Pyrrolizidinalkaloide in Honig – ein ernsthaftes         Fallbericht. Amtstierärztlicher Dienst und Lebens-
Problem?                                                 mittelkontrolle 18, 139-141 (2011)

Pyrrolidizinalkaloide   kommen      in   mehr      als
6.000 Pflanzenarten wie Korbblütlern, Hülsenfrücht-      B. Blazey
lern sowie Raublatt- oder Borretschgewächsen
natürlicherweise vor und werden dort in den Blüten       Aspirationspneumonie und Pleuritis, Fallbeispiel des
angereichert. Sie sind außerordentlich giftig, können    Monats. Vet Journal 02, 44-45 (2011)
schwere Leberschäden verursachen und erwiesen
sich im Tierversuch zum Teil als krebserregend und
erbgutschädigend. Über den Nektar der Pflanze fin-       B. Blazey, E. Großmann
det ein Übergang von Pyrrolizidinalkaloiden über die
Biene in den Honig statt.                                Histoplasmose beim Dachs, Fallbeispiel des Monats.
Im Rahmen der Etablierung einer Untersuchungs-           Vet Journal 04, 44-45 (2011)
methode zur Bestimmung von giftigen Pyrrolizidin-
alkaloiden in Lebensmitteln wurden an den CVUAs
in Freiburg und Stuttgart über 120 Honige untersucht.    R. Buschmann
Nach den Ergebnissen sind Honige aus Deutschland
und speziell aus Baden-Württemberg bis auf weni-         Schutzgas – dient es immer dem Schutz des Ver-
ge Ausnahmen praktisch unbelastet. Anders sieht es       brauchers? Landpost 47, 29 (2011)
bei Honigen aus Nicht-EU-Ländern aus, die immer
wieder durch höhere Gehalte auffielen.
Autoren: Björn Hardebusch, Marc Ohmenhäuser,
CVUA Freiburg, Roland Perz, CVUA Stuttgart
Bericht erschienen am 22.12.2011
Managementbericht 2011                                                                                      57




E. Aichinger, E. Göhring-Zwacka, D. Lohr, K.H. Janke,    Lebensmittel-Rundschau Spezial – Karriere, 107,
G. Klittich, A. Milde-Busch, K. Stark, R. Prager,        6-8 (2011)
A. Flieger, S. Huhulescu, M. Contzen, W. Hautmann,
M. Forßbohm, G. Pfaff
                                                         S. Niell, V. Cesio, J. Hepperle, D. Roux, L. Kirsch,
Food-borne Listeria monocytogenes outbreak asso-         D. Kolberg, E. Scherbaum, M. Anastassiades,
ciated with a traditional herring product, Germany       H. Heinzen
2010. Posterbeitrag, International Meeting on Emer-
ging Diseases and Surveillance (IMED), Wien (2011)       QuEChERS Based Method for the Multiresidue
                                                         Analysis of Pesticides in Beeswax with LC-MS/MS
                                                         and GCxGC-TOF. Posterbeitrag, Latin American
M. Contzen, R. Sting, B. Blazey, J. Rau                  Pesticide Residue Workshop (LAPRW), Montevideo
                                                         (8.-11.5.2011)
Corynebacterium ulcerans in Wildschweinen – Wild-
tiere als Träger potenziell humanpathogener Keime
identifiziert. Jagd und Naturschutz 21 (42), 26 (2011)   M. Hoferer

Corynebacterium ulcerans from diseased wild boars        A 14-year old girl with a vesicle on her finger and
carrying Corynebacterium diphtheriae-like tox genes.     lymphadenitis. Journal of Clinical Virology Januar,
Zoonoses and Public Health 58 (7), 479–488 (2011)        50(1), 1-3 (2011)


G.O. Kamga Wambo, F. Burckhardt, C. Frank,               S. Horlacher, P. Tichaczek­Dischinger,
P. Hiller, H. Wichmann-Schauer, I. Zuschneid,            A.-K. Hummel
J. Hentschke, T. Hitzbleck, M. Contzen, M. Suckau,
K. Stark                                                 Zur Überlebensfähigkeit pathogener Keime in Le-
                                                         bensmittelproben. Amtstierärztlicher Dienst und
The proof of the pudding is in the eating: an outbreak   Lebensmittelkontrolle 1, 19-23 (2011)
of emetic syndrome after a kindergarten excursion,
Berlin, Germany, December 2007. Eurosurveillance
16 (15), article 3 (2011)                                H. Köbler, Y.B. Monakhova, T. Kuballa,
                                                         C. Tschiersch, J. Vancutsem, G. Thielert, A. Mohring,
                                                         D.W. Lachenmeier
A. Friedrich, J. Rau, S. Horlacher, M. Spohr
                                                         Nuclear Magnetic Resonance Spectroscopy and
Verbreitung von Methicillin-resistenten Staphylo-        Chemometrics to Identify Pine Nuts That Cause
kokken (MRSA) in Tankmilch und Mastitismilchproben       Taste Disturbance. Journal of Agricultural and Food
aus Nord-Württemberg. Tierärztliche Umschau 66,          Chemistry, 59, 6877-6881 (2011)
195-200 (2011)

Verbreitung von Methicillin-resistenten Staphylo-        D. Kolberg, D. Mack, M. Hetmanski, R. Fussell,
kokken (MRSA) in Tankmilch und Mastitismilchproben       T. Meijer, H. Mol, M. Anastassiades
in Nord-Württemberg. Posterbeitrag, 52. Arbeits-
tagung Lebensmittelhygiene der Deutschen Veteri-         Development and Independent Laboratory Validation
närmedizinischen Gesellschaft, Garmisch-Partenkir-       of a Simple Preparation Method for the Determination
chen (2011)                                              of Diquat and Paraquat in Food Commodities.
                                                         Posterbeitrag, Food Integrity and Traceability
                                                         International Conference, Belfast (2011)
A. Harling

Mineralöl aus Kartonverpackungen – Das uner-             E. Valera, R. Garcia-Febrero, M.I. Pividori,
wünschte Speiseöl. Deutsche Lebensmittel-Rund-           D. Kolberg, R. Fussell, H. Mol, M. Pilar Marco,
schau 107, 46-51 (2011)                                  F. Sanchez-Baeza

                                                         Development of an    Electrochemical Immunosensor
J. Hepperle                                              Based on Specific    Antibodies Labelled with CDS
                                                         Nanoparticles for     In-Situ Paraquat Monitoring
Gut vorbereitet auf die Arbeitswelt? Erfahrungsbericht   in Spiked Potato      Samples. Posterbeitrag, 5th
einer jungen Lebensmittelchemikerin. Deutsche
58                                                                                     Managementbericht 2011




International Symposium on Recent Advances in              Mikrobiologische Qualität von Patisseriewaren mit
Food Analysis (RAFA 2011), Prag (2011)                     nicht durchgebackener Füllung. Posterbeitrag, 52. Ar-
Development of an Electrochemical Immunosensor             beitstagung Lebensmittelhygiene der Deutschen Ve-
Based on Specific Antibodies Labelled with CDS             terinärmedizinischen Gesellschaft, Garmisch-Par-
Nanoparticles for In-Situ Paraquat Monitoring              tenkirchen (2011)
in Spiked Potato Samples. Posterbeitrag, 3rd
Conffidence Open Day, Prag (2011)
                                                           A. Berger, J. Trcek, S. Hörmansdorfer, M. Hogardt,
                                                           J. Rau, A. Sing
J. Kuntzer
                                                           Antimicrobial resistance patterns of Corynebacterium
Untersuchungen zum Wasser-Eiweiß-Quotienten in             diphtherieae, C. ulcerans and C. pseudotuberculosis
Spanferkelfleisch. Fleischwirtschaft 2, 93-96 (2011)       strains of human and animal origin. Posterbeitrag,
                                                           63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
                                                           Hygiene und Mikrobiologie (DGHM), Essen (2011)
H. Roloff, C. Löw, J. Kuntzer, A. Stöcklein,
T. Stegmanns
                                                           M. Spohr, J. Rau, A. Friedrich, G. Klittich, A. Fetsch,
Thunfisch in der Gastronomie – eine Übersichtsun-          B. Guerra, J.A. Hammerl, B.A. Tenhagen
tersuchung in Stuttgart. Posterbeitrag, 52. Arbeits-
tagung Lebensmittelhygiene der Deutschen Vete-             Methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA)
rinärmedizinischen Gesellschaft, Garmisch-Par ten-         in three dairy herds in Southwest Germany. Zoon.
kirchen (2011)                                             Publ. Health 58, 252-261 (2011)


N. Mauder, J. Rau                                          K. Henning, R. Sting, A. Hilbert

Differentiation of Salmonella enterica serovar             Q-Fieber beim kleinen Wiederkäuer – Erreger, zoo-
Enteritidis strains for vaccination by infrared spectro-   notisches Potenzial, Maßnahmen. Tierärztliche
scopy. Posterbeitrag, Workshop „FT-IR Spectroscopy         Praxis Großtiere 4, Abstracts A17 (2011)
in Microbiological and Medical Diagnostics“, Robert-
Koch-Institut, Berlin (2011)                               Q-Fieber – Die Situation in Deutschland – Erreger,
                                                           zoonotisches Potenzial, Maßnahmen. 25. Bayeri-
                                                           scher Tierärztetag, Nürnberg, Vortragszusammen-
N. Mauder, A. Schliephake, P. Kutzer, C. Ewers,            fassungen, 306-307 (2011)
J. Rau

Fourier-Transformations-Infrarot-Spektroskopie als         A. Vollmer, M. Biedermann, F. Grundböck,
Werkzeug der Diagnostik bei Pasteurella multocida.         J.-E. Ingenhoff, S. Biedermann-Brem, W. Altkofer,
Posterbeitrag, 30. Arbeits- und Fortbildungstagung         K. Grob
der DVG-Fachgruppe AVID, Bad Staffelstein (2011)
                                                           Migration of mineral oil from printed paperboard into
                                                           dry foods: survey of the German market. European
E. Nardy                                                   Food Research and Technology 232(1), 175-182
                                                           (2011)
Kiemenschwellung durch Amöben bei Regenbogen-
forellen. AufAuf – Aquakultur- und Fischereiinfor-
mationen aus Baden-Württemberg, 4 (2011)                   R. Weißhaar

Amöbenkrankheit der Kiemen, Fallbeispiel des               Fatty acid esters of 3-MCPD: Overview of occurrence
Monats. Vet Journal 122, 42-44 (2011)                      and exposure estimates. European Journal of Lipid
                                                           Science and Technology, 113, 304-308 (2011)

D. otto­Kuhn
                                                           T. Buhrke, R. Weißhaar, A. Lampen
Mikrobiologische Qualität von Rohkostsalaten. Rund-
schau für Fleischhygiene und Lebensmittelüber-             Absorption and metabolism of the food contaminant
wachung 63, 32-33 (2011)                                   3-chloro-1,2-propanediol and its fatty acid esters by
Managementbericht 2011                                                                                       59




human intestinal Caco-2 cells. Archives of toxicology,   Vorträge
85, 1201-1208 (2011)

                                                         D. Ackermann, R. Sting, A. Hänel, B. Blazey,
                                                         W. Rabsch
Review­Tätigkeiten für Zeitschriften
                                                         Gefahr erkannt, aber noch nicht gebannt – ein Beitrag
                                                         zur Salmonellenproblematik bei Reptilien. 30. Arbeits-
U. Lauber                                                und Fortbildungstagung der AVID – Bakteriologie, 5.-
                                                         7.10.2011, Bad Staffelstein/Kloster Banz
Mycotoxin Research, seit 2005

Analytical and Bioanalytical Chemistry, seit 2007        W. Altkofer

                                                         Migration – Was ist das? Behrs Praxisforum Lebens-
J. Kuntzer                                               mittelverpackungen, 24.5.2011, Köln

Fleischwirtschaft, seit 2008                             Activities and experiences from enforcement of
                                                         legislation in Germany. International Fresenius
Journal for meat production, processing and research     Conference: Residues of Food Contact Materials in
(Fleischwirtschaft International), seit 2010             Food, 17.10.2011, Köln


R. Sting                                                 M. Anastassiades

The Veterinary Journal, seit 2011                        Einfluss der Extraktionsbedingungen auf die
                                                         Extraktionsausbeuten gewachsener Rückstände.
                                                         Sitzung der Expertengruppe für Pflanzenschutzmittel-
R. Weißhaar                                              Rückstandsanalytik, 12.4.2011, Berlin

European Journal of Lipid Science and Technology,        Improving Extraction Yields of Incurred Pesticide
seit 2005                                                Residues. 6th International Fresenius Conference for
                                                         Pesticide Residues in Food, 24.-25.5.2011, Frankfurt/
Journal of Agricultural and Food Chemistry, seit 2009    Main

Food Additives and Contaminants, seit 2005               Influence of Extraction Conditions on Extraction Yields
                                                         of Incurred Pesticide Residues from Commodities of
Journal of the American Oil Chemists Society, seit       Plant Origin. 7th Mediterranean Group of Pesticide
2008                                                     Research, International Symposium „Paolo Cabras“,
                                                         9.-11.11.2011, Thessaloniki


                                                         M. Anastassiades, J. Hepperle, D. Roux,
                                                         I. Sigalov

                                                         Studies on the Extractability of Incurred Pesticide
                                                         Residues. 3rd Joint Workshop of the EURLs, NRLs
                                                         and OFLs for Pesticide Residues in Food and Feed,
                                                         27.-28.9.2011, Freiburg


                                                         M. Anastassiades, H. Zipper, P. Schreiter,
                                                         J. Hepperle, D. Roux, D. Mack, I. Sigalov

                                                         EUPT-SRM6 (Pesticide Residues in Rice Flour) –
                                                         Results and Discussion. 3rd Joint Workshop of the
                                                         EURLs, NRLs and OFLs for Pesticide Residues in
                                                         Food and Feed, 27.-28.9.2011, Freiburg
60                                                                                  Managementbericht 2011




M. Anastassiades, H. Zipper, P. Schreiter,              D. Fügel
J. Hepperle, D. Roux, D. Mack, I. Sigalov
                                                        Role of printing inks in food. International Fresenius
EURL-SRM Work Program for 2012. 3rd Joint               Conference: Residues of Food Contact Materials in
Workshop of the EURLs, NRLs and OFLs for                Food, 18.10.2011, Köln
Pesticide Residues in Food and Feed, 27.-28.9.2011,
Freiburg
                                                        A. Hänel

U. Arzberger                                            Aviäre Influenza. Vorbereitungslehrgang für den tier-
                                                        ärztlichen Staatsdienst, 7.10.2011,Stuttgart
Risikoorientierte Weinüberwachung. Arbeits- und
Fortbildungstagung der staatlichen Weinsachver-         Europäische und Afrikanische Schweinepest. Vor-
ständigen, 2.-5.5.2011, Weinsberg                       bereitungslehrgang für den tierärztlichen Staats-
                                                        dienst, 11.10.2011, Stuttgart
Herausforderungen bei der Identitätsprüfung von
Wein. Jahrestagung des Bundesausschusses für
Weinforschung, 14.-16.6.2011, Radebeul                  A. Harling (geb. Vollmer)

                                                        Mineralöle in Kartonverpackungen. Eurofins, IFS und
B. Blazey, W. Rietschel                                 Risikomanagement: Werkzeuge zur Minimierung
                                                        von Migrationen aus Lebensmittelverpackungen,
Herpesvirusinfektion bei Schimpansen. 10. Jahres-       10.3.2011, Hamburg
tagung der Deutschen Gesellschaft für Zootier-,
Wildtier- und Exotenmedizin (Fachgruppe der DVG),       Mineralöl in Verpackungen. Behrs Praxisforum Le-
1.12.2011, Fellbach                                     bensmittelverpackungen, 23.5.2011, Köln

                                                        Ergebnisse aus dem Entscheidungshilfeprojekt des
C. Breitling­Utzmann                                    Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft
                                                        und Verbraucherschutz. Mineralöle in Lebens-
Bestimmung von Ethylcarbamat in Steinobstbränden        mittelverpackungen – Entwicklungen und Lösungs-
mit GC/MS (Ion Trap), Thermo Anwenderseminar            ansätze, 22.9.2011, Berlin
Chromatographie, 10.5.2011, Mannheim
                                                        Papier und Karton: Screening und Analytik von
                                                        Weichmachern u.a. mittels Leco Pegasus GC-ToF
R. Buschmann                                            MS. Leco Separation Science Workshop, 25.10.2011,
                                                        Mönchengladbach
Sensorische Prüfung von Lebensmitteln und
Übungen zur sensorischen Prüfung von Lebens-            Druckfarben für und aus Lebensmittelverpackungen.
mitteln. Vorlesung mit praktischen Übungen, Institut    Fortbildung der Lebensmittelkontrolleure, 29.11.2011,
für Lebensmittelchemie, 16.-18.2.2011, Hohenheim        Fellbach

Bioterrorismus als Bedrohung – Krisenprävention         Gläser mit Twist-Off-Deckeln – eine sichere Verpa-
praktisch   umgesetzt.   Fachtag   Lebensmittel,        ckung? Fortbildung der Lebensmittelkontrolleure,
20.9.2011, Wiesbaden                                    29.11.2011, Fellbach

Analyse und Qualitätssicherung in der Lebensmittel-     Mineralöl in Verpackungen. Fortbildung der Lebens-
produktion, Teil: Sensorische Beurteilung von           mittelkontrolleure, 29.11.2011, Fellbach
Lebensmitteln. Vorlesung mit praktischen Übungen,
Institut für Biotechnologie, 28.-30.9.2011, Hohenheim
                                                        W. Hehner
Zukunft der Leitsätze für Fleisch und Fleischer zeug-
nisse des Deutschen Lebensmittelbuchs. Sitzung          Das aktuelle Weinrecht, Details und Tendenzen.
der GDCh Arbeitsgruppe Fleischwaren, 21.11.2011,        Kellermeister-Tagung  des     Baden-Württember-
Heilbronn                                               gischen Genossenschaftsverbandes, 31.8.2011,
                                                        Brackenheim
Managementbericht 2011                                                                                        61




P. Hilt                                                   Rauch – Flüssigrauch, rechtliche Aspekte. Lebens-
                                                          mittelkontrolleurausbildung an der Landesakademie
Konformitätserklärungen gemäß EU-Recht. 6. Wä-            Baden-Württemberg für Veterinär- und Lebens-
denswiler Lebensmittelrecht-Tagung 2011, 19.5.2011,       mittelwesen (AkadVet), 13.9.2011, Stuttgart
Wädenswil

Konformitätserklärungen in der Praxis. Behrs              U. Lauber
Praxisforum Lebensmittelverpackungen, 24.5.2011,
Köln                                                      Mykotoxine – Hintergrundinfos und Probenahme,
                                                          Lebensmittelkontrolleurausbildung an der Landes-
                                                          akademie Baden-Württemberg für Veterinär- und
K. Molz, M. Hoferer, R. Sting                             Lebensmittelwesen (AkadVet), 5.10.2011, Stuttgart

qPCR – nur mit Standards eine runde Sache. 30. Ar-
beits- und Fortbildungstagung der AVID – Bak-             E. Nardy
teriologie, 5.-7.10.2011, Bad Staffelstein/Kloster Banz
                                                          Amöbose bei Salmoniden – neue Erkenntnisse. Ver-
                                                          sammlung des Landesverbandes der Berufsfischer
S. Horlacher                                              und Teichwirte, 22.3.2011, Horb-Isenburg

Lebensmittelmikrobiologie – potentiell pathogene          Neues zu Fischkrankheiten. Gewässerwarte-Fortbil-
Keime, Toxine und Parasiten. Fortbildung der Le-          dung, 15.10.2011, Kochersteinsfeld
bensmittelkontrolleure, 6.-7.9.2011, Stuttgart

Zoonosenüberwachung, insbesondere BELA. Fort-             E. Nardy, T. Knauf-Witzens
bildung der Lebensmittelkontrolleure, 29.9.2011,
Stuttgart                                                 Laichverhalten bei einem Steinfisch, Fallbeschreibung.
                                                          Arbeitsgruppentreffen der European Association of
Lebensmittelmikrobiologie und Zoonosen. Lehrgang          Fish Pathologists, 26.11.2011, Hannover
tierärztlicher Staatskurs 2011, 21.10.2011, Stuttgart

                                                          J. Rau
M. Kettl­Grömminger
                                                          Nacktscanner für Mikroben – Identifizierung und
Mykotoxine – Probenahme und Analytik. Fortbildung         Identität mit Infrarot-Spektroskopie. Stuttgarter Tier-
der Lebensmittelkontrolleure, 29.11.2011, Fellbach        ärztliche Gesellschaft, 9.11.2011, Stuttgart

                                                          Nacktscanner für Mikroben – Identifizierung und
D.W. Lachenmeier, H. Köbler, Y.B. Monakhova,              Identität mit Infrarot-Spektroskopie. Stuttgarter Tier-
C. Tschiersch, J. Vancutsem, G. Thielert,                 ärztliche Gesellschaft, 10.11.2011, Aulendorf
A. Mohring, T. Kuballa

Nuclear Magnetic Resonance Spectroscopy and               A. Richter, R. Sting, J. Rau, C. Popp, A. Fetsch,
Chemometrics to Identify Pine Nuts that Cause             H.M. Hafez
Taste Disturbance. 40. Deutscher Lebensmittel-
chemikertag, 12.-14. 9.2011, Halle                        Zoonoseerreger MRSA – Vorkommen in Mastputen-
                                                          betrieben und bei Tierhaltern. 30. Arbeits- und Fort-
                                                          bildungstagung der AVID – Bakteriologie, 5.-7.10.2011,
J. Kuntzer                                                Bad Staffelstein/Kloster Banz

Fleisch-Verordnung. Lebensmittelkontrolleurausbil-
dung an der Landesakademie Baden-Württemberg              M. Roth
für Veterinär- und Lebensmittelwesen (AkadVet),
13.9.2011, Stuttgart                                      Risikoorientierte Weinüberwachung.         Dreiländer-
                                                          konferenz, 8.-9.6.2011, Colmar
Geschützte Bezeichnungen. Lebensmittelkontrolleur-
ausbildung an der Landesakademie Baden-Württem-
berg für Veterinär- und Lebensmittelwesen (AkadVet),
13.9.2011, Stuttgart
62                                                                                      Managementbericht 2011




Detektive in Weiß. Lebensmittelbedingten Erkrankun-    I. Schwabe, T. Knauf-Witzens,
gen auf der Spur. Rotary-Club Stuttgart-Weinsteige,    C. Süß­Dombrowski
6.9.2011, Stuttgart
                                                       Transportbedingte Stresssituation beim Damwild.
Lebensmittelüberwachung. Die Aufgabe des CVUA          10. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
Stuttgart. Innerwheel, 12.9.2011, Stuttgart            Zootier-, Wildtier- und Exotenmedizin (Fachgruppe
                                                       der DVG), 1.12.2011, Fellbach
Führungskultur – Management – Zusammenarbeit.
Vorstellung des CVUA Stuttgart im Kolloquium des
Landesgesundheitsamts, 16.11.2011, Stuttgart           G. Steiner

                                                       Mitarbeit in der Bedarfsgegenständekommission des
E. Scherbaum, S. Böttcher                              BfR – Risikobewertung im Spannungsfeld zwischen
                                                       Industrie und Überwachung. Ämterübergreifende
                                                       Fortbildungsveranstaltung, 18.10.2011, Freiburg
Mitarbeiter schulen Mitarbeiter – Internet-
Applikation „Inhouse-Seminare“. Kolloquium des         Überwachung von Bedarfsgegenständen: Proben-
CVUA Stuttgart, 28.10.2011, Fellbach                   planung und -anforderung, Durchführung von Be-
                                                       triebskontrollen, Rückverfolgbarkeit, Konformitäts-
                                                       erklärung. Fortbildung der Lebensmittelkontrolleure,
E. Scherbaum, K. Hacker                                25.11.2011, Fellbach


Konzept für die Personalentwicklung im                 R. Sting
Laborantenbereich (TAs). Ämterübergreifende
Fortbildungsveranstaltung, 18.10.2011, Freiburg        DNA-Aufreinigung: konventionell und doch anders.
                                                       30. Arbeits- und Fortbildungstagung der AVID –
                                                       Bakteriologie, 5.-7.10.2011, Bad Staffelstein/Kloster
E. Scherbaum, L. Kirsch                                Banz

Use of GCxGC-ToF in the Routine Pesticide Residue
Analysis of a Governmental Laboratory. 2nd European    K. Henning, R. Sting, A. Hilbert
GCxGC Symposium, 20.9.2011, Regensburg
                                                       Q-Fieber beim kleinen Wiederkäuer – Erreger, zoo-
                                                       notisches Potenzial, Maßnahmen. Tagung Erkran-
I. Schwabe                                             kungen kleiner Wiederkäuer, 11.-12.5.2011, Freiburg
                                                       Q-Fieber – die Situation in Deutschland – Erreger, zoo-
Obduktion eines Elefanten in der Wilhelma – ein „Er-   notisches Potenzial, Maßnahmen. 25. Bayerischer
lebnisbericht“. Ämterübergreifende Fortbildungsver-    Tierärztetag, 2.-5.6.2011, Nürnberg.
anstaltung, 18.10.2011, Freiburg




     Jahr           Anzahl              Anzahl          Anzahl           Mitarbeit in            Anzahl neu
               Veröffentlichungen   Internetbeiträge   Vorträge      Kommissionen und            eingeführte
                                                                      Gremien (Anzahl)         Untersuchungs­
                                                                                                 methoden /
                                                                                                 Parameter


     2007             23                  19              90                 57                 nicht erfasst

     2008             29                  29              64                 60                   21 / 112
     2009             19                  31              50                 57                   15 / 138
     2010             37                  48              57                 57                   18 / 059
     2011             37                  46              57                 52                  19 / >120
Managementbericht 2011                                                                                      63




Q-Fieber beim Rind. Weiterbildungsveranstaltung          H. Zipper, E. Scherbaum
(Fachtierarzt für Rinder) der Tierärztekammer
Thüringen, 3.12.2011, Jena                               Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung 2011. Personal-
                                                         versammlung 2011 des CVUA Stuttgart, 3.11.2011,
                                                         Fellbach
S. Stürenburg

Überwachung in der Praxis – Willkür oder Chance.         Mitarbeit in Kommissionen und
7. IK-Lebensmittelverpackungstagung,   3.11.2011,        Arbeitsgruppen
Bad Homburg

Bedarfsgegenstände im Lebensmittelkontakt – Ein-         M. Anastassiades
führung, rechtliche Situation, Problemstellung. Vor-
bereitungslehrgang für den tierärztlichen Staats-        § 64 LFGB Arbeitsgruppe „Pestizide“, BVL, Berlin
dienst, 11.11.2011, Stuttgart
                                                         Arbeitsausschuss „Pestizide“, DIN, Berlin

R. Weißhaar                                              Arbeitsgruppe „Pesticides in Non Fatty Food“, CEN
                                                         (EU-Kommission), Brüssel
Fettsäureester von 3-MCPD und Glycidol in Fetten
und Ölen. Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft     Arbeitsgruppe „Pestizide“, GDCh, Frankfurt am Main
(DGF), Arbeitskreis Produktsicherheit, 4.5.2011,
Sankt Wendel                                             EU-Proficiency-Test, Organizing Committee, EU-
                                                         Referenzlabore für Obst und Gemüse sowie Einzel-
Quick tests to Monitor the Quality of used Frying        bestimmungsmethoden, Valencia, Almeria, Fellbach
Fats and Oils. 6th International Symposium on Deep-
Frying, 22.-24.5.2011, Hagen                             Expertengruppe „EU-coordinated Monitoring Spec-
                                                         trum“, EU-Kommission, Brüssel
Toxicological relevant compounds in used frying
oils and fried food. 6th International Symposium on      Mediterranean Group of Pesticide Research (MGPR),
Deep-Frying, 22.-24.5.2011, Hagen                        Piacenza

                                                         Networking Group on Pesticide Monitoring, EFSA,
M. Wieland                                               Parma

Rückstände von Pestiziden in Lebensmitteln pflanz-       Scientific Organizing Committee of the European
lichen Ursprungs – Vorkommen, Höchstmengen,              Workshop on Analytical Quality Control (AQC) on
Zulassung, Probenplanung, Probenahme, rechtliche         Pesticide Residues, EU-Kommission, Brüssel
Aspekte, Gegengutachten, Eigenkontrollen, Erfolge.
Erstausbildung der Lebensmittelkontrolleure/-in-
nen an der Landesakademie Baden-Württemberg              U. Arzberger
für Veterinär- und Lebensmittelwesen (AkadVet),
05.10.2011, Stuttgart                                    Arbeitsgruppe „Aromastoffe“, GDCh, Frankfurt am
                                                         Main
Pestizidanalytik an einem staatlichen Untersuchungs-
amt: Pflicht und Kür. Eurofins Conferences „Pestizide,   Arbeitsgruppe    „Stabilisotopenanalytik“,   GDCh,
aber gerne! Neue Entwicklungen aus Erzeugung,            Frankfurt am Main
Handel und Überwachung: Der Wandel im Umgang
mit der Pestizidthematik im Laufe der letzten Jahre“,
11.11.2011, Hamburg                                      M. Bauer

                                                         Arbeitsgruppe „Bedarfsgegenstände“, ALS, Fulda
H. Zipper, M. Anastassiades
                                                         Unterarbeitsgruppe „Risikoorientierte Probenpla-
The Joint EUPT Archive – Current Status and Per-         nung“, ALS-AG „Bedarfsgegenstände“, Fulda
spectives. 3rd Joint Workshop of the EURLs, NRLs
and OFLs for Pesticide Residues in Food and Feed,
27.-28.9.2011, Freiburg
64                                                                                 Managementbericht 2011




N. Bauer                                                M. Hoferer

Expertengruppe     für   Pestizidrückstände   (EPRA),   Arbeitskreis Veterinärmedizinische Infektionsdia-
BVL, Berlin                                             gnostik (AVID), Fachgruppe der Deutschen Veterinär-
                                                        medizinischen Gesellschaft (DVG), Gießen/Berlin

G. Braun
                                                        S. Horlacher
Wissenschaftlicher      Arbeitsausschuss       „FTIR-
Kalibrierung“, ILCA, Mainz                              Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Erarbeitung eines
                                                        Leitfadens für die Ausbruchsaufklärung entlang der
                                                        Lebensmittelkette“, BfR, Berlin
C. Breitling­Utzmann
                                                        Expertengruppe „AVV Zoonosen Lebensmittelkette“,
Arbeitsausschuss     „Prozesskontaminanten“,     DIN,   BfR, Berlin
Berlin

Arbeitsgruppe „Process contaminants“, CEN (EU-          J. Kuntzer
Kommission), Brüssel
                                                        § 64 LFGB-Arbeitsgruppe „Fleischwaren“, BVL,
                                                        Berlin
R. Buschmann
                                                        Arbeitsgruppe „Fleischwaren“, GDCh, Frankfurt am
Arbeitsausschuss „Sensorik“, DIN, Berlin                Main

Arbeitsgruppe „Qualitätsmanagement und Hygiene“,
Lebensmittelchemische Gesellschaft, Frankfurt           U. Lauber

Arbeitsgruppe „Spitzenqualität“ des Fachausschus-       DIN Sitzung „Biotoxine“, Berlin
ses 1 „Fleisch und Fleischerzeugnisse“, Berlin
                                                        Nationaler Experte in FVO-Mission „Aflatoxin-
Fachausschuss Nr. 1 „Fleisch und Fleischer zeugnis-     kontamination von südafrikanischen Erdnüssen zum
se“, Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission, Berlin       Export nach Europa“, Pretoria, Südafrika

Lenkungsgruppe „SiLeBAT - Sicherstellung der Fut-
ter- und Lebensmittelwarenkette bei bio- und agro-      E. Nardy
terroristischen Schadenslagen“ BfR, Berlin
                                                        Arbeitsgruppe Fischseuchen der Bund-Länder
Normenausschuss           „Nahrungsmittelmaschinen“,    Task Force Tierseuchenbekämpfung des BMELV,
CEN, Frankfurt                                          Hannover/Bonn


M. Contzen                                              J. Rau

§ 64 LFGB-Arbeitsgruppe „Viren in Lebensmitteln“,       Kommission für Biologische Gefahren, BfR, Berlin
BfR, Berlin

                                                        M. Roth
I. Eckstein
                                                        Lenkungsausschuss „LIMS-BW“, MLR, Stuttgart
Bund-Länder-Gespräch „Wasch- und Reinigungs-
mittel“, Umweltbundesamt, Mainz
                                                        L. Rothenbücher

K. Hacker                                               Arbeitsgruppe „Wein und Spirituosen“, ALS, Hamburg

Expertengruppe „Pestizidrückstände (EPRA)“, BVL,
Berlin
Managementbericht 2011                                                                              65




E. Schüle                                              H. Zipper

Arbeitsgruppe „Pesticide Residues“, Standing           Ad hoc Working Group on Methods of Analysis and
Committee on the Food Chain and Animal Health,         Sampling, CCPR, Peking, Shanghai
Brüssel
                                                       Codex Komitee für Pflanzenschutzmittelrückstände
Ausschuss „Monitoring“, BVL, Berlin                    (Codex Committee on Pesticide Resi-dues, CCPR),
                                                       Peking, Shanghai
Fachbeirat Verbraucherschutz „Pflanzenschutzmittel“,
BVL, Berlin
                                                       Mitarbeit als obmann in
                                                       ALUA­Arbeitsgruppen
G. Steiner

§ 64 LFGB-Arbeitsgruppe „Nitrosamine“, BVL, Berlin     G. Braun

Arbeitsausschuss „Papier“,    Bedarfsgegenstände-      ALUA-AG: Ausbildung und Prüfungsordnung für
kommission, BfR, Berlin                                Lebensmittelchemiker/innen

Arbeitsgruppe     „Bedarfsgegenstände“,      GDCh,
Frankfurt                                              R. Buschmann

Ausschuss     „Anträge“,      Bedarfsgegenstände-      ALUA-AG: Außendienst
kommission, BfR, Berlin

Bedarfsgegenständekommission, BfR, Berlin              M. Currle

                                                       ALUA-AG: Alkoholische Getränke, Spirituosen, au-
S. Stürenburg                                          ßer Wein

Monitoring-Expertengruppe „Bedarfsgegenstände“,
BVL, Berlin                                            I. Kaufmann­Horlacher

                                                       ALUA-AG: Bundesweiter Überwachungsplan (BÜp)
R. Weißhaar

Expertengruppe „3-MCPD-Ester und Glycidylester“,       M. Kettl­Grömminger
BMELV/BfR, Bonn/Berlin
                                                       ALUA-AG: Mykotoxine
Expertengruppe    „3-MCPD-esters“,    ILSI   Europe,
Brüssel
                                                       V. Renz
Arbeitskreis „Produktsicherheit“, Fettwissenschaft
(DGF)                                                  ALUA-AG: Probenkoordinator, inkl. Probenmanage-
                                                       ment, RIOP
Gemeinschaftsausschuss DGF und DIN für die
Analytik von Fetten, Ölen, Fettprodukten, verwand-
ten Stoffen und Rohstoffen „GA Fett“                   M. Roth

                                                       ALUA-Vorsitzende, Chemische und Veterinärunter-
M. Wieland                                             suchungsämter Baden-Württemberg

Monitoring-Expertengruppe „Pflanzenschutz- und
Schädlingsbekämpfungsmittel, Biozide“, BVL, Berlin
66                                                                               Managementbericht 2011




L. Rothenbücher                                       Auszeichnungen

ALUA-AG: Wein, Erzeugnisse aus Wein
                                                      B. Blazey

C. Süß­Dombrowski                                     Ernennung zur Fachtierärztin für Pathologie durch die
                                                      Tierärztekammer Baden-Württemberg, 16.3.2011
ALUA-AG: Morphologische Diagnostik

                                                      E. Scherbaum
R. Weißhaar
                                                      erneute Zulassung des Pestizidlabors als EU-Refe-
ALUA-AG: Fette, Teigwaren                             renzlabor zur Lebensmittel-Überwachung


Qualitätsprüfungen                                    I. Schwabe

13 Kollegen nahmen an 20 Qualitätsprüfungen für       Ernennung zum Fachtierarzt für Pathologie durch die
Wein, Schaumwein, Fruchtsaft, Olivenöl und Wurst      Tierärztekammer Baden-Württemberg, 16.3.2011
teil.

                                                      R. Sting
Gutachten
                                                      Ernennung zum Prüfer in den Prüfungsausschuss
                                                      zur Anerkennung von Fachtierärzten
49 Kollegen schrieben 3.835 Gutachten

                                                      Diplom­ und Doktorarbeiten
Gerichtstermine

                                                      C. Browatzki
6 Kollegen nahmen 7 Gerichtstermine wahr.
                                                      Entwicklung einer Multimethode auf Basis von
                                                      Flüssigkeitschromatographie zum Nachweis von
Prüfungen, Auszeichnungen, Diplom­                    Photoinitiatoren mittels unterschiedlicher Detektoren,
und Doktorarbeiten                                    Wissenschaftliche Abschlussarbeit, Technische
                                                      Universität Dresden


Prüfungen                                             A. Richter

                                                      Untersuchungen zum Vorkommen von Methicillin-
K. Buntin, A. Burges, L. Burry, T. Erk, T. Nietner,   restistenten Staphylokokken (MRS) und Vancomycin-
Y. özfatura, P. ostrowicz, J. Ruh, S. Schlosser,      restistenten Enterokken (VRE) in Putenmastbetrieben,
K. Schreihans, L. Strehle, G. Tokdemir                Dissertation, Universität Berlin

legten im Berichtsjahr erfolgreich den dritten
Prüfungsabschnitt gemäß der Ausbildungs- und          B. Wagner
Prüfungsordnung des Ministeriums für Ländlichen
Raum, Ernährung und Verbraucherschutz für             Entwicklung und Validierung eines ELISA-Systems
Lebensmittelchemiker am CVUA Stuttgart ab.            zur Detektion von Antikörpern gegen den Erreger
                                                      der Pseudotuberkulose bei Ziegen und Schafen.
                                                      Dissertation, Justus-Liebig-Universität Giessen,
                                                      Uni-Hohenheim
Managementbericht 2011                                                                                    67




Fachbesuche, Praktikanten,                           5 Besucher aus Dänemark, England, Luxemburg
Hospitanten                                          und Zypern

                                                     zweitägige Hospitation    im   Bedarfsgegenstände-
3 Schüler des Gymnasiums                             bereich, 6.-7.10.2011

jeweils einwöchiges Praktikum im Rahmen
des BOGY-Programms (Berufsorientierung an            2 Besucher aus dem Iran
Gymnasien)
                                                     zehntägige Hospitation und          Trainingskurs    im
                                                     Pestizidbereich, 5.-15.12.2011
1 Schüler der Realschule

einwöchiges Praktikum im Rahmen des BORS-            2 Besucher aus den Niederlanden
Programms (Berufsorientierung an Realschulen)
                                                     eintägiger Erfahrungsaustausch im Pestizidbereich,
                                                     11.1.2011
1 CTA in Ausbildung

achtwöchiges     Praktikum   im   Pestizidbereich,   1 Besucher aus Saudi­Arabien
4.7.-26.8.2011
                                                     vierwöchige Mitarbeit im Laboralltag und bei
                                                     Projekten des Pestizidbereichs, 21.2.-17.3.2011
Besuch von Frau Dr. Lichtenthäler, BVL Berlin

eintägiger    Informationsaustausch   über  das      2 Besucher aus Saudi­Arabien
Pilotvorhaben Bundesweite Datenbank, LIMS, pesti-
cides-online und pestipedia, 9.5.2011                zweiwöchiger Trainingskurs       im     Pestizidbereich,
                                                     28.3.-8.4.2011

2 Besucher vom Hessischen Landeslabor
                                                     4 Besucher aus Saudi­Arabien
Demonstration der FT-IR-Methode zur Bestimmung
von Mikroorganismen                                  zweiwöchiger Trainingskurs zur Bestimmung von
                                                     Lebensmittelzusatzstoffen  und   Kontaminanten
                                                     im Bereich Lebensmittel pflanzlicher Herkunft,
3 Besucherinnen der Landwirtschaftlichen             2.-13.5.2011
Untersuchungs­ und Forschungsanstalt (LUFA)
Nordwest, oldenburg
                                                     1 Besucher aus Saudi­Arabien
zweitägige Hospitation und Erfahrungsaustausch im
Pestizidbereich, 28.-29.4.2011                       einwöchiger Trainingskurs in der Abteilung tierische
                                                     Lebensmittel, 2.-13.5.20011

3 Besucher des Chemischen und
Veterinäruntersuchungsamtes Rhein­Ruhr­              2 Besucher aus Saudi­Arabien
Wupper, Wuppertal
                                                     einwöchiger Trainingskurs      im     Mykotoxinbereich,
eintägige Hospitation und Erfahrungsaustausch im     2.-13.5.2011
Pestizidbereich, 18.1.2011

                                                     5 Besucher aus der Schweiz (vom Kantonalen
3 Besucher aus China                                 Labor St. Gallen)

eintägiger Besuch, Kennenlernen der deutschen        eintägiger Informationsaustausch der Führungs-
Lebensmittelüberwachungstruktur mit dem Schwer-      ebene     im   Bereich   Mitarbeiterführung und
punkt amtlicher Untersuchungen, 15.6.2011            Organisationsentwicklung, 3.3.2011
68                                                     Managementbericht 2011




1 Besucherin aus Spanien

eintägige Einführung im Mykotoxinbereich, 26.7.2011


1 Besucher aus der Türkei

vierwöchiger allgemeiner Trainingskurs/Praktikum
im Pestizidbereich, 21.11.-16.12.2011


1 Besucherin aus Uruguay

sechswöchiges Praktikum und Auslandsaufenthalt
im Rahmen des Studiums/Doktorarbeit im
Pestizidbereich, 25.1.-5.3.2011


2 Besucherinnen aus Zypern

einwöchiger    Trainingskurs   im   Pestizidbereich,
6.-10.6.2011


1 Besucher aus Zypern

einwöchiger Trainingskurs      im   Pestizidbereich,
12.-16.12.2011


1 Besucherin der Firma SGS Institut Fresenius,
Berlin

eintägige Hospitation und Informationsaustausch im
Pestizidbereich, 19.9.2011
Managementbericht 2011                                                                                       69




Mitarbeit am Managementbericht                            Krauße, Martin Krist, Angelika Krückel, Caren
                                                          Kühn, Dr. Andrea Kuhm, Dr. Joachim Kuntzer, Ina
                                                          Kurzenberger
Der Managementbericht spiegelt die Arbeit des gan-
zen Hauses wider. Unser Dank gilt deshalb allen
Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für den tatkräftigen
und engagierten Einsatz im Jahre 2011.
                                                          L    Marion Lang, Melanie Lang, Dr. Uwe Lauber,
                                                               Beate Layher, Christina Lenz, Dr. Peter Lenz,
                                                          Dr. Christiane Lerch, Miriam Lindenbach, Nicole Lipp,
                                                          Sigrid Löhrmann, Rebekka Lötterle, Carolin Löw,
                                                          Magdalena Lubecki

A     Dr. Dorothee Ackermann, Valerij Akimkin, Wer-
      ner Altkofer, Dr. Michelangelo Anastassiades,
Ingrid Arlt, Andreas Arnold, Dr. Ulrich Arzberger,        M     Dorothea Mack, Albrecht Maier, Susanne
                                                                Maier, Andreas Marbaz, Andrea Marber,
Elke Aschenbrenner                                        Stefanie Marschik, Eva Martin, Dr. Norman Mauder,
                                                          Marco Menzel, Brizida Mesic, Elke Mezger, Eduard

B     Anja Barth, Martina Bauer, Nadja Bauer,
      Dr. Markus Baumann, Sophie-Klara Behringer,
Sybille Belthle, Ursula Berck, Elke Berndt, Heike
                                                          Michalak, Edith Mikisch, Katrin Mohns, Maria
                                                          Morandini, Petra Müller

Blank, Dr. Birgit Blazey, Marina Blumenstein, Ursula
Blum-Rieck, Heidemarie Böhme, Stefan Böttcher,
Daniela Bolay, Kristin Bopp, Marion Bord, Ute Bosch,
                                                          NOP             Dr. Elisabeth Nardy, Sylvia Neef, Ni-
                                                                          cole Niendorf, Thorben Nietner, Mar-
                                                          kus Nothardt, Yasemin Özfatura, Nadire Özkan,
Dr. Gerhard Braun, Dr. Carmen Breitling-Utzmann,          Patrizia Ostrowicz, Dr. Dagmar Otto-Kuhn, Dr.
Annika Brendle, Katrin Buntin, Anne Burges, Lydia         Alexandra Pantchev, Ante Pavicic, Sylvia Pechstein,
Burry, Rolf Buschmann                                     Eva-Maria Plate, Dr. Roland Perz, Joachim Pfarr,
                                                          Jennifer Poitz, Dr. Birgitta Polley

CDE          Alain Camaret, Erika Caspart, Melina
             Castelanelli, Giovanna Cerchia, Mila
Cikes, Hans Clödy, Dr. Matthias Contzen, Dora             QR        Karin Quitt, Dr. Jörg Rau, Wolfgang Rauch,
                                                                    Anna Reger, Dr. Volker Renz, Claudia
Crentsil, Manfred Currle, Mar tina Deiß, Johanna          Richter, Martina Richter, Regine Riedel, Hanna
Dempf, Barbara Depner, Angela Dietz, Dorothee             Roitner, Natalie Rosenfelder, Katharina Roski, Maria
Doludda, Erika Eberle, Iris Eckstein, Ulrike Egerlandt,   Roth, Karin Rothenbächer, Ludwig Rothenbücher,
Thomas Erk                                                Daniela Roux, Jennifer Ruh, Tanja Ruoff, Bettina
                                                          Rupp

FG       Lusia Färber, Helene Fay, Martina Ferretti,
         Sonja    Fochler,   Dr. Alfred   Friedrich,
Andreas Frintz, Rolf Frommberger, Christine Fuchs,        S     Sonja Schäfer, Ellen Scherbaum, Dinah Schick,
                                                                Manuela Schinko, Sonja Schlosser, Gabriele
Josef Fuchs, Diane Fügel, Sonja Gaugler, Claudia          Schmäschke, Anna-Katharina Schmid, Dr. Renate
Geiger, Sarina Geng, Simone Götz, Karin Grimm,            Schnaufer, Agnes Schneider, Emilie Schneider, Ger-
Inge Gronbach, Monika Grunwald, Dr. Birgit Gutsche        linde Schneider, Katharina Schneider, Klaus Schnei-
                                                          der, Melanie Schneider, Karin Scholten, Katja Schrei-

H     Kathi Hacker, Petra Hagenmüller, Michaela
      Hahn, Mandy Hailer, Monika Hailer, Dr. Andreas
Hänel, Jan Hanka, Dr. Antje Harling, Reiner Hauck,
                                                          hans, Dr. Pat Pei-Yeh Schreiter, Dr. Eberhard Schüle,
                                                          Sigrid Schüler, Rosemarie Schultheiß, Gabriele
                                                          Schwab-Bohnert, Dr. Ingo Schwabe, Oliver Schwarz,
Heike Hauser, Natalie Hauser, Wolfgang Hehner,            Jasmin Schweiher, Tesfazghi Sebahtu, Margit Sessler,
Margot Heinz, Larissa Hemberger, Olga Hense, Julia        Irina Sigalov, Julia Skrypski, Dilista Sorsa, Brigitte
Hepperle, Brigitte Herrmann-Lenz, Dr. Petra Hilt,         Staack, Marian Stanek, Dorota Stanislawczyk, Wil-
Dr. Marc Hoferer, Ingrid Hofmann, Annette Holwein,        fried Stark, Dr. Gabriele Steiner, Jasmin Stelzer,
Larissa Homann, Dr. Sabine Horlacher, Ursula Horn,        Dr. Reinhard Sting, Lena Strehle, Dr. Diane Ströher
Maria Horvath, Maja Hrubenja, Axel Hübner, Tamara         Kolberg, Sarah Stürenburg, Dr. Jörg-Arnulf Stürmer,
Hummel, Kristina Hunfeld, Irene Hunt-Waibel               Dr. Christine Süß-Dombrowski


IJK      Bärbel Illg, Susan Ilgner, Brigitte Illi, Ste-
         fanie Jesse, Renate Jilek, Teelke Jung,
Marianne Kaebel, Witta Kaiser, Thomas Kapp, An-
                                                          T-Z       Dr. Petra Tichaczek-Dischinger, Gülizar
                                                                   Tokdemir, Regine Tonn, Christine Ullrich,
                                                          Gabriele Wahl, Dr. Wolfgang Waizenegger, Carmen
drea Karst, Dr. Ingrid Kaufmann-Horlacher, Dr. Hel-       Wauschkuhn, Walter Weihmann, Gabriele Weiß,
mut Kaut, Sandra Ketterer-Pintur, Margit Kettl-           Dr. Rüdiger Weisshaar, Torsten Welles, Heike Welzel,
Grömminger, Larissa Kirsch, Jennifer Klabuschnig,         Olivera Wenninger, Margit Widmann, Marc Wieland,
Judith Knies, Reinhard Knoch, Carmen Knoll,               Cristin Wildgrube, Erika Wohnhas, Janina Wojzich,
Cornelia Kobe, Eva Koczar, Dr. Helmut Köbler,             Synthia Wolff, Ulrike Wrany, Kerstin Zietemann, Carl-
Dieter Köhl, Ragna Krahmer, Claudia Krause, Anja          Christian Zimmermann, Dr. Hubert Zipper, Katrin Zur
Herausgeber:




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DOCUMENT INFO
Description: Von Cadmium in Schokolade bis Mineral�l aus Recyclingverpackungen – die Bandbreite unserer Untersuchungen spiegelt sich im Deckblatt unseres Managementberichts f�r das Jahr 2011 wider.