Kitakonzept 01 12 2011 by l27LX9

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									Gliederung der Hauskonzeption:


               Vorwort



            A Informationen zum Haus



           B Pädagogische Arbeit mit den Kindern



           C Zusammenarbeit mit den Eltern
                            Vorwort




Vorwort
„Wer weiß was er will, der will was er kann, denn jeder kommt im Leben
irgendwo an“.



Wir zeigen den Kindern den Weg!

Wir wollen den Wandel in den Köpfen der Menschen, dass Bildung, Erziehung
und Lernen schon in der Kita beginnen, bestärken.

Denn Kinder sind unsere Zukunft!

Alle reden nur darüber, jetzt ist es Zeit zum Handeln.


Kinder sind wie ein unbeschriebenes Blatt- noch nicht vorgefertigt,
unvoreingenommen und haben noch Energie und Motivation.
Wir zeigen ihnen ihre Möglichkeiten und bestärken sie in ihrem Glauben, an ihre
eigenen Fähigkeiten, damit sie ihre Träume verwirklichen können.


Unser Ziel ist es den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.


Diese Konzeption spiegelt unsere pädagogische Arbeit, die personelle und räumliche
Situation, die pädagogischen und organisatorischen Abläufe in unserer
Kindertagesstätte und unsere Besonderheiten wieder und informiert umfassend über
unsere Arbeit.
Da sich nicht nur Kinder weiterentwickeln, sondern wir uns als Erzieherinnen auch in
einem stetigen Lernprozess befinden, arbeiten wir nicht nur mit, sondern auch an
unserer Konzeption. Sie wird daher ständig überprüft und weiterentwickelt werden.
                         Informationen zum Träger




1. Träger der Einrichtung


Die Berliner Traumzauberland gGmbH ist eine gemeinnützige Kindergarten-
Trägergesellschaft. Alleiniger Gesellschafter ist:


                           Iris Kolbe
                           Jeniffer Kolbe


Wir als Kindergartenträgergesellschaft betreiben derzeit eine Kindertagesstätte in
Berlin Friedrichshagen, möchten jedoch in den nächsten Jahren innerhalb Berlins
expandieren. Die Motivation und das Engagement des Trägers gelten einer
umfassenden, hochwertigen Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder in enger
Zusammenarbeit mit den Eltern.
Fachlich wird der Träger Berliner Traumzauberland gGmbH von Impuls Soziales
Management unterstützt.
Darüber hinaus arbeitet das Traumzauberland eng mit anderen Einrichtungen und
Partnern zusammen. Dazu zählen Jugendämter in den jeweils relevanten Bezirken
und andere soziale Einrichtungen.
In Berlin Friedrichshagen integriert sich die Kindertagesstätte „Unser kreatives
Traumzauberland“ in der Friedrichhagener Gemeinschaft „Kiezteam“, welche sich
alle viertel Jahre mit allen sozialen Einrichtungen zusammensetzt.
Außerdem ist für das Jahr 2010 eine enge Zusammenarbeit mit dem nahe liegenden
Tagespflegestelle „Vita“ geplant, um hier den Kindern die Möglichkeit zu bieten ihre
erlernten Fähigkeiten darzustellen und soziale Kontakte zu pflegen.
Desweiteren ist eine Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen im Ortsteil
Friedrichshagen geplant, um in den Schließzeiten unseren Eltern eine Möglichkeit
der Unterbringung Ihrer Kinder zu gewähren.
In Berlin Friedrichshagen finden jedes Jahr verschiedene Feste und Veranstaltungen
statt in denen wir uns mit einem eigenen Stand präsentieren.
Für unsere Zukunft planen wir aufgrund unserer Klangschalenpädagogik eine
Betreuung von Integrationskindern in unserer Einrichtung, da diese den Kindern
besonders zu Gute kommt. Die Lernerfolge mit behinderten Kindern, sowohl geistig
als auch körperlich, sind besonders hoch, da die Klangschalenpädagogik auf die
körperliche Reaktion abzielt. Ausführliche Informationen hierzu sind unter der Rubrik
Klangschalenpädagogik zu finden.
                   Informationen zum Haus




2. Kurzprofil unserer Kindertagesstätte
Unsere Kita ist eine Bildungsstätte, in der die Kinder ganzheitlich gefördert
werden. Wir können insgesamt 60 Kinder im Alter von 1 Jahr bis 6 Jahren, die
liebevoll von Erzieherinnen, Erziehungshelfern und einer Mitarbeiterin in der
Küche umsorgt werden, in unsere Kita aufnehmen .

In unserer Kita haben wir mehrere pädagogische Funktionsräume.

In unseren Bereichen sind sechs altersgemischte Gruppen untergebracht.

Im Krippenbereich mit Kindern von 1Jahr bis ca. 3 Jahren und im
Elementarbereich mit Kindern im Alter von ca. 3 Jahren bis zum Schuleintritt.

 Wir planen unsere Angebote gemeinsam mit den Kindern und bieten diese
auch gruppenübergreifend an.

Unsere Kinder sollen und dürfen ihre Wünsche äußern, sie sind Mitgestalter
des Tagesgeschehens sein und umfassende soziale, kulturelle Erfahrungen mit
anderen Kindern und Erwachsenen sammeln können.

Wir stellen den Kindern ein großes kreatives Haus bereit, in dem sie sich
vielfältig und eigenständig ausprobieren können. Sie entscheiden
selbstbestimmt und bekommen bei uns die Werte des Lebens vermittelt.

Die Erzieher gehen alle liebevoll mit den Kindern um. Sie begleiten sie durch
den Tagesablauf und erarbeiten mit ihnen gemeinsam die Werte und Regeln in
der Kita. Die Kinder lernen das Miteinander, achten sich gegenseitig und
kommen mit wenigen Sachen aus.
 Die Kinder dürfen einfach glücklich sein!


Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist das Berliner Bildungsprogramm für die
Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen bis zum
Schuleintritt.

Das Traumzauberland arbeitet mit der Zielsetzung:
           Musik als pädagogisches Prinzip umzusetzen,
           Klangschalenpädagogik fest im Kitalltag zu verankern und
           den Kindern die Kindertagesstätte als eine Insel der Ruhe,
      Geborgenheit und Entspannung, als Ausgleich zu unserem hektischen und
      reizüberfluteten Alltag, anzubieten.
Diese Schwerpunkte sind im Sinne einer ganzheitlichen Entwicklung, in enger
Verbindung und Verknüpfung mit anderen Bildungsaufgaben wahrzunehmen.
Wir orientieren uns in unserer pädagogischen Arbeit an den Bereichen des Berliner
Bildungsprogramms.
Hierbei legen wir großen Wert auf eine umfangreiche musikalische Früherziehung,
anregungsreiche Sprachförderung, eine gesunde, ausgewogen Ernährung und einen
angemessenen Wechsel von Aktivität und Entspannung.
Ein Leitspruch unserer Arbeit ist: „ Hilf mir es selbst zu tun“. Für uns bedeutet das
einerseits, Bedingungen für die Kinder zu schaffen, in denen sie sich ausprobieren,
experimentieren und selbstbestimmt handeln können. Andererseits wollen wir auch
verlässliche Bezugspersonen und Lern- Begleiterinnen sein, die sich ihnen liebevoll
zuwenden, ihre Individualität schätzen, ihr Recht auf eigene Erfahrungen und
(Miss)Erfolge achten und ihre unterschiedlichen, individuellen Bedürfnisse
respektieren


                  A   Informationen zum Haus




3. Räumlichkeiten und Außengelände


In unserem Haus finden Sie 7 Funktionsräume, sowie 2 gruppenräume im
Krippenbereich welche sich insgesamt über 2 Etagen vollstrecken und vielseitig
genutzt werden können.
Wir haben in den Räumen jeweils verschiedene Funktionen, zum selbständigen
Spiel der Kinder, geschaffen.
In unserem Rollenspielraum lernen die Kinder das soziale Miteinander. Ohne soziale
Beziehungen ist Bildung nicht denkbar. Mit wenig, zum größten Teil aus Holz
hergestellten Spielzeug werden die Kinder zur Eigenkreativität und zu
Konstruktionsspielen angeregt.
Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen können die Kinder in
unserer Forschungs- und Werkraum sammeln. Bei unseren ausgiebigen
Spaziergängen sammeln wir Naturmaterialien und beobachten die Lebenssituationen
(Frühling, Sommer, Herbst, Winter) und tragen diese in unserem Forschungsraum
zusammen.
Wir arbeiten mit Musik, auch mit klassischer Musik, da durch die Musik die Gefühle
der Kinder angesprochen werden. Es gibt bei uns ein sinnliches und inspirierendes
Musikzimmer, wo auch selbst musiziert werden kann, z.B. durch eigen hergestellte
Instrumente und natürlich durch fertige.
Ein Himmelzimmer bzw. Klangzimmer mit Sternenhimmel und einem
Lichtwasserfall bietet den Kindern Zeit zum Träumen, Entspannen, sich
Zurückziehen und Ausruhen, sowie Möglichkeiten zum Musizieren und für
unterschiedliche Klangerlebnisse.

Der Aktionsraum bietet den Kindern die Möglichkeit sich auszutoben, den
eigenen Körper wahr zu nehmen und überhaupt Körpererfahrungen zu
sammeln.


In unserem Kreativraum dürfen die Kinder künstlerisch tätig werden. Der Raum
lädt ein und fordert auf sich im freien, kreativen Gestalten auszuprobieren. Die
Kinder erhalten die Möglichkeit mit vielfältigen Materialien zu experimentieren
und demzufolge immer neue sinnliche Erlebnisse und Sacherfahrungen zu
machen, denn in keiner Phase der menschlichen Entwicklung ist das Bedürfnis
nach kreativer Betätigung so groß wie in den ersten Lebensjahren.

Durch unterschiedliche Sportgeräte, wie z. B. Hürden, Trampolin, Matten, Bälle,
Sprossenwände, Wippe und Schaukeln usw. werden kreative Denkprozesse
aktiviert und der Körper fit gehalten. Bei schönem Wetter findet das
Bewegungsspiel im Freien statt.

Unsere 2 Krippenräume bieten Platz für jeweils ca. 12 Kinder zum
selbstständigen Experimentieren. Durch vielfältige Anregungen in den
Räumen, z. B. Klangecke, Spiegel, Höhle, Kuschelecke, verschiedene
Materialien, kann jedes Kind seine eigenen Erfahrungen hinsichtlich der
Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Kompetenz sammeln.

Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit sich in unseren anderen Räumen
auszuprobieren. Wichtig hierfür ist die enge Zusammenarbeit zwischen Eltern
und Pädagogen, um die Grundlage für eine positive Entwicklung des Kindes zu
schaffen.

In unserem eigenen Garten werden Beete angelegt, damit die Kinder die
Naturgesetze kennen lernen und das Pflanzenwachstum beobachten können,
um so die unmittelbaren Lebenszusammenhänge besser zu verstehen
                  A Informationen zum Haus




4.Lage, Anschrift, Öffnungs- und Schließzeiten


Kita „Unser kreatives Traumzauberland“
      Peter-Hille-Straße 36
      12587 Berlin


         geöffnet montags – freitags von 06:30 – 17:30 Uhr



Schließzeiten 2012
30.04.              Brückentag Maifeiertag
18.05.              Brückentag Himmelfahrt
25.06. - 13.07.     Sommerschließzeit (Notbetreuung derzeit nur ab einer
                    Anmeldung von mindestens 10 Kindern möglich!!)

24.12. - 01.01.2013 Weihnachten/ Silvester
Weiterbildungen 2012 ( Notbetreuung von Eltern für Eltern möglich!)
09.01.               interne Evaluation
19.04. - 21.04.      Klangweiterbildung
04.10. - 05.10.      Supervision
                      B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




1.Pädagogische Orientierung: Kita als Bildungsort


Kinder sind von Geburt an aufmerksam für die Dinge, die um sie herum geschehen
und wollen ihnen auf den Grund gehen. Eine unbändige Wissbegier ist der Motor
ihres Lernens.


„ Kinder lernen nur das, was sie wollen, nicht das, was sie sollen“.


Wir brauchen Kinder nicht zu bilden, sie machen sich selbst ihr Bild von ihrer Welt!


Unsere Aufgabe ist es, diese Selbstbildungsprozesse durch eine anregungsreiche
Umgebung und gezielte pädagogische Angebote zu fördern.
Die Kindertagesstätte erweitert, als neuer Erfahrungs- und Lernraum, die Lebenswelt
der Kinder, denn hier haben sie die Möglichkeit durch soziale Kontakte und soziales
Lernen sich in ihrer Lebenswelt zu orientieren.
Wir als Kita wollen günstige Bedingungen schaffen, in denen jedes Kind
Aufmerksamkeit und Zuwendung erfährt, in denen es aktiv und ideenreich
mitbestimmen und gestalten kann und in denen seine Erfahrungen ernst genommen,
sowie seine Kräfte herausgefordert werden.


Wir begleiten und unterstützen unsere Kinder indem wir:
              ihnen Anregungen zur Ideenfindung und zur Verwirklichung ihrer Ideen
       geben
            Räume so gestalten, dass sie Bedingungen für kreatives Tun und
       anregende Spielideen vorfinden
              sie dazu inspirieren an ihre Fähigkeiten zu glauben
            vielfältige Materialien- den Kindern frei zugänglich- zum Kennenlernen
       und Ausprobieren bereitstellen
              mit ihnen Regeln entwickeln, begründen und gegebenenfalls verändern
            ihnen Grenzen und Strukturen aufzeigen und unterschiedlichen
       Sichtweisen und Interessen gegenüberstellen
              ihnen ein Vorbild und authentisch sind
Bei uns in der Kita sind die Kinder in eine größere Gemeinschaft eingebunden als
in der Familie, das eröffnet ihnen neue Möglichkeiten im Bereich des sozialen
Lernens. Über die täglichen Begegnungen verstärken Kinder ihre sozialen
Kontakte und können Kompetenzen im Umgang mit anderen aufbauen.
Unsere Arbeit verstehen wir als Betreuung, Bildung und Erziehung in Ergänzung
zur Familienerziehung.
Die Angebote sollen sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren.




                 B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




Ziele, Schwerpunkte und Aufgaben unserer pädagogischen Arbeit


„ Wer sein Ziel kennt, findet den Weg“!


Wie jede menschliche Arbeit, ist auch Erziehungsarbeit eine zielgerichtete Arbeit.
Daher ist es unerlässlich Ziele zu bestimmen.
Wir bauen bei den Kindern Ich- Sozial- Sach- und Lernkompetenzen auf und
fördern diese.


Ich- Kompetenzen
         eigene Schwächen und Stärken bewusst werden und auf die Stärken
   vertrauen
       Lernen für die eigenen Rechte einzustehen und sich gegen Unrecht zu
   wehren
Sozial- Kompetenzen ( Leben in der Gemeinschaft)
        Bedürfnisse, Erwartungen und Gefühle anderer wahrnehmen,
   achtungsvoll miteinander umgehen
        Regeln und Normen des Zusammenlebens vereinbaren und deren
   Einhaltung kontrollieren
         Konflikte aushandeln und Kompromisse schließen
         Kritik äußern und annehmen
            Gleiches Recht für alle
   Sach- Kompetenzen
           Mit allen Sinnen differenziert wahrnehmen und Gemeinsamkeiten,
      sowie Unterschiede erkennen
          Sich sprachlich treffend und grammatikalisch richtig äußern, um eigene
      Wünsche, Gefühle und Absichten anderen verständlich zu vermitteln
           Theoretisches und fachliches Wissen und Können aneignen,
      Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbilden
   Lernmethodische- Kompetenzen
            Lust am Lernen entwickeln
            Fähigkeiten entwickeln, um sich selbst Wissen und Können anzueignen
            Erkennen, dass Anstrengung zum Erfolg führen kann
            Geduld zur Wiederholung und Übung entwickeln
           Gemeinsames Arbeiten und die Bereitschaft von anderen zu lernen,
      entwickeln




                    B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




Unsere Arbeit orientiert sich an folgenden Schwerpunkten:
            Gestaltung einer anregungsreichen Umgebung mit Anreizen und
      Freiräumen für ein vielfältiges Spiel
            für Gesundheit und innere Harmonie bieten wir den Kindern das Spiel
      mit Klangschalen an- durch den Klang, werden Verspannungen gelöst, die
      Selbstheilungsprozesse mobilisiert und Energien freigesetzt
            zur Entwicklung der Selbständigkeit sollen die Kinder Wünsche äußern,
      eigene Entscheidungen treffen und dem Entwicklungsstand entsprechend,
      selbständig handeln
           das Selbstbewusstsein wird entwickelt, indem Kinder ihren eigenen
      Kräften vertrauen, ihre Gefühle, Probleme und Ideen äußern
          das Interesse und die Neugier der Kinder wird durch eigenes und
      gemeinsames kreatives Tätig sein geweckt und gefördert
           die Kinder sollen lernen für sich und andere Verantwortung zu
      übernehmen und die Konsequenzen für ihr Verhalten zu erkennen, zu
      akzeptieren und zu tragen
Daraus leiten sich für uns verschiedene Aufgaben ab:
° in den Tagesablauf sollen die Kinder, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen
sozialen und körperlichen Entwicklungsbedürfnisse, ihre Gedanken und Aktivitäten
selbst einbringen
° es werden Rituale und Strukturen, die das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken
und als Orientierung der Kinder dienen, gemeinsam entwickelt
° den Kindern werden tägliche Angebote gemacht, die sie aktiv, lustvoll und
ideenreich mitgestalten können
° vielfältige Materialien mit freiem Zugang und Nutzungsmöglichkeiten werden ihnen
erschlossen
° Spaß und Freunde an körperlicher Bewegung, aber auch an für Ruhe und
Entspannung werden gefördert
° Bedingungen für Klangerlebnisse und Klangerfahrungen werden geschaffen
° wir schaffen Bedingungen für gesunde Ess-und Ernährungsgewohnheiten
                    B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




Unsere Besonderheiten


Was macht unser Traumzauberland so besonders?

Wir arbeiten nicht nur intellektuell, sondern bieten eine ganzheitliche Bildung,
das heißt, wir arbeiten mit Visionstafeln, die für jedes Kind einzeln angefertigt
werden und auch veränderbar sind.


Was sind Visionstafeln?
Sie stellen die Träume der Kinder, in bildhafter Form, dar. Jedes Kind hat Träume und
Vorstellungen vom Leben, weil es noch unbelastet ist. Diese Träume können auch
veränderbar sein, sich entwickeln und werden sich letztendlich erfüllen.


Wie entstehen Visionstafeln?
Wir hören entspannte klassische Musik, z.B. von David Garret oder Mozart für
Kinder, wodurch die Kinder zum Träumen angeregt werden. Über eine bildhafte
Darstellung, in Form eines Buches, z. B. „Der kleine Prinz“ werden die Kinder
inspiriert, an ihre eigenen Fähigkeiten und Vorstellung zu glauben, um den richtigen
Lebensweg zu finden und einzuschlagen. Sie werden stark, mutig und
selbstbewusst.
Die Erwachsenen, Eltern und Erzieher sollen die Visionen der Kinder unterstützen,
sie daran glauben machen, weil glückliche Kinder ein erfülltes Leben haben.




Wie geht es nach der Kitazeit in der Schule weiter?

Unser Konzept soll mit dem Verlassen der Kita nicht aufhören, sondern in das
Schulsystem weiter getragen werden. Deshalb planen wir in den nächsten Jahren
eine Schule mit anderen geeigneten Trägern zu gründen. Denn wer weiß, was er will,
der will was er kann und kommt im Leben immer richtig an.

Hier knüpfen wir an ein bereits bestehendes Projekt einer Heidelberger Grundschule
an, in der bereits das Unterrichtsfach „Glück“ durch spezielle Motivationstrainer
angeboten wird, die Kinder erfahren mit Freude zu lernen und die Persönlichkeit wird
in allen Bereichen geformt.
                    B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




Unsere Rolle als Erzieherin

Wir sind ein gemischtes Erzieherteam aus jungen, dynamischen und reiferen,
erfahrenen Erziehern. Ein Erzieher betreut 5 – 10 Kinder nach Vollauslastung der
Kita. Unser Team arbeitet miteinander, da alle am Erfolg des Unternehmens beteiligt
werden.
Unsere Rolle als Erzieherin ist gekennzeichnet von einer Vielzahl von Anforderungen
und Erwartungen.


Für uns bedeutet das u.a.:
            die Bedürfnisse und Interessen der Kinder zu kennen und jedem
      einzelnem Kind gerecht zu werden
            anregender, lenkender und helfender Partner sein
            das soziale Umfeld der Kinder zu kennen
           während des Kitaaufenthalts die Rolle der Bezugsperson zu
      übernehmen
           die Kinder zu ermutigen eigene Erfahrungen zu machen, nach
      Lösungen zu suchen und ihnen dabei Hilfe anzubieten ( z.B. beim An- und
      Ausziehen)
          Bedingungen schaffen ,in denen Kinder sich wohlfühlen (z.B.
      Kuschelecken, Klangraum und Spielräume)
          in unserer Arbeit uns nicht an dem zu orientieren, was Kinder nicht
      können, sondern auf ihre Stärken und darauf aufbauen
            Partnerin für Eltern und Kinder sein
            den Kindern Regeln zu vermitteln und deren Einhaltung einzufordern
           die Kinder als Spiegel zu nehmen, denn sie zeigen uns, wo etwas
      verändert werden muss
           Fähigkeiten zu entwickeln, die Kinder immer wieder sehr intensiv
      wahrzunehmen und zu beobachten, um das Kitageschehen ihren
      Bedürfnissen entsprechend zu gestalten
            mit den Kinder Spaß zu haben und es auch zu zeigen, ebenso wie
      Trauer, Angst und Wut
           mit den Kindern zu leben, als Erzieherin, als Freund und Vertrauter, als
      Partner, Berater und Helfer
            wir sind als Erzieherin in allen Lebensbereichen des Kitaalltags die
      Interessenvertreterinnen der Kinder
   Als Bezugsperson sind wir:
            liebevoll und konsequent
            verständnisvoll
            aufmerksam jedem Kind gegenüber


Wir schaffen eine offene Atmosphäre im Team, um unsere Rolle als Erzieherin immer
wieder kritisch zu hinterfragen und dem professionellen Anspruch gerecht zu werden.




                    B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




Unser Bild vom Kind


Wir sehen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften,
Fähigkeiten und Emotionen.


Kinder wollen selbständig und aktiv sein. Sie eignen sich ihre Welt durch Spielen,
Probieren, Experimentieren und Hinterfragen an.


Wir wollen ihnen Bereiche erschließen, die in der Familie aufgrund räumlicher
Bedingungen oftmals nicht möglich sind.


Wir versuchen, die individuellen Besonderheiten eines jeden Kindes zu erkennen
und darauf aufzubauen.


Kinder müssen verstanden und akzeptiert werden. Sie sind ständig am Fragen und
Neuentdecken und indem wir ihre Probleme ernst nehmen, helfen wir ihnen, Zugang
zur Welt, zu anderen Lebensbereichen zu finden.
Forderungen eines Kindes an die Erwachsenen:
      -       Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht, wenn es sich vermeiden
      lässt! Ich werde deinen Worten viel mehr Beachtung schenken, wenn du zu
      mir leise unter vier Augen sprichst.
      -    Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns! Ich muss auch
      unangenehme Erfahrungen machen.
      -     Sei nicht inkonsequent! Das macht mich völlig unsicher und lässt mich
      mein Vertrauen zu dir verlieren.
      -      Unterbrich mich nicht, wenn ich Fragen stelle! Wenn du das tust, so
      wirst du bemerken, dass ich mich nicht mehr an dich wende, sondern
      versuche, meine Informationen von woanders zu bekommen.
      -     Sag nicht meine Ängste seien albern! Sie sind erschreckend echt, aber
      du kannst mich beruhigen, wenn du versuchst sie zu begreifen.
      -       Vergiss nicht, ich liebe Experimente! Ich kann ohne nicht groß werden
      (bitte halt`s aus).




                   B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




2. Pädagogischer Alltag: Bildung, Betreuung und Erziehung


„Bildung ist die subjektive Weltanschauung in einem Prozess des individuellen
Wachsens und in der Auseinandersetzung mit den Anforderungen der
Gesellschaft“… Bildung entsteht nirgendwo anders als im Menschen selbst, aber
niemals allein. Bildungsprozesse sind soziale, lustvolle und kommunikative Prozesse
zwischen Kindern und zwischen Kindern und Erwachsenen.


„ Erziehung darf nicht als gewaltsame Anpassung von Kindern an die Welt der
Erwachsenen verstanden werden, sondern muss Welterfahrung für die
Konstruktionen der Kinder verfügbar machen und Konstruktionsleistung
herausfordern“.


Bildung ist das, was Kinder aus Erziehung machen.
Um eine gute Qualität der Betreuung, Bildung, sowie Erziehung der Kinder leisten zu
können, müssen wir uns mit den entwicklungsspezifischen Besonderheiten der
Kinder auseinandersetzen, sie in ihrer kindlichen Welt beobachten und
Entwicklungsschritte dokumentieren. Jede Erzieherin orientiert sich in ihrer Arbeit an
dem Sprachlerntagebuch und den Inhalten der Bildungsbereiche aus dem Berliner
Bildungsprogramm.



Bildungsbereiche


Es gibt folgende Bildungsbereiche:


            Körper, Bewegung und Gesundheit
            Soziale und kulturelle Umwelt
            Kommunikation: Sprache, Schriftkultur und Medien
            Bildnerisches Gestalten
            Musik
            Mathematische Grunderfahrungen
            Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen

Zusätzlich hat jedes Kind zu seinem Sprachlerntagebuch ein persönliches
Tagebuch, in denen die Höhepunkte des Kitalebens ausführlich beschrieben
werden, z. B. Eingewöhnung, selbstständiges Essen, eigene Vorstellungen und
Träume usw.




                     B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




Gesunde Lebens- und Ernährungsweise

Die Kinder werden bei uns auch durch eine gesunde, ausgewogene und
biologische Ernährung fit gehalten, dies geschieht durch selbstzubereiteten
Frühstücks- und Vespermahlzeiten.
Bei der Wochenplanung wählen wir zwischen vielen, unterschiedlichen Bio-
Lebensmitteln aus, so dass wir den Frühstücks- und Vesperplan gesund und
abwechslungsreich gestalten können.

Je nach Altersstufe werden die Kinder in die Zubereitung mit einbezogen.
Wir bereiten den Kindern auch warme oder kalte Bio- Vollmilch und Kakao zu,
zwischen denen sie wählen können.

Als eine Zwischenmahlzeit bieten wir den Kindern in einem Obstfrühstück biologisch,
unbehandeltes Obst an.



Den Kindern steht den ganzen Tag ungesüßter Tee und Wasser zur Verfügung.



Unser Mittagessen bekommen wir durch die „Zwergenkantine“ geliefert, dies ist ein
Biokostlieferant, der sein Essen individuell und frisch zubereitet. Die Zutaten für
unser Frühstück und Vesper kaufen wir selbst im Bioladen ein, z.B. „Apfeltraum“,
„Märkische Kiste“ oder im Naturkostladen „La Vie“ in Friedrichshagen. Der
entstehende Kostenaufwand wird durch eine zusätzliche minimale Pauschale von
den Eltern getragen.



Auch die Geburtstagsfeiern der Kinder werden freiwillig durch die Eltern mit
Obstspießen, Gemüsesticks oder biologisch, vollwertige Kuchen o.ä. gestaltet.



Durch gemeinsames Kochen, Backen und Zubereiten wird Ernährung zu einem
Lernfeld für unsere Kinder.



Aber eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise beschränkt sich nicht nur auf die
Kost, sondern auch auf eine ruhige Atmosphäre, in der die Mahlzeiten stattfinden
(z.B. gemeinsames Beisammensein und Essen von Kindern und Erzieherinnen,
Tischspruch, leise Tischgespräche etc.).



Zu einer gesunden Lebensweise gehört auch der Wechsel von Ruhe und
Anspannung.

Darum planen wir täglich ruhige und lebhafte Aktivitäten für drinnen und draußen.
Des Weiteren bieten wir den Kindern spezielle kindgemäße Entspannungsverfahren-
und Übungen im täglichen Alltag an (Klangreisen, Phantasie- und
Entspannungsreisen, Klanggeschichten, verschiedene Entspannungstechniken).
                    B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




Entwicklungsspezifische Förderung
Die Kindergemeinschaft ist ein Sammelbecken von Neugier, Erfahrungen und
Fähigkeiten mit vielfältigen Anreizen für interessante Tätigkeiten.
Darum legen wir großen Wert auf die spezifische Förderung jedes einzelnen unserer
Kinder, in jeder Altersgruppe.
Wir wollen erreichen, dass jede Erzieherin beachtet, dass jedes Kind sein eigenes
Tempo hat und ihm genügend Zeit für Aktivitäten eingeräumt wird.
Für Kinder die angebotene Aktivitäten nicht annehmen halten wir Alternativen bereit.
Durch zielgerichtetes Beobachten und Dokumentieren(u.a. durch das
Sprachlerntagebuch und das Kitatagebuch) wollen wir die individuellen Fähigkeiten
und Fertigkeiten jedes Kindes besser herausfinden und sie weiterentwickeln.
Inder Eingewöhnungsphase steht bei uns der individuelle Tagesrhythmus jedes
Kindes im Vordergrund. Wenn sie sich später am Gruppenrhythmus orientieren
werden sie auch aktiv in die Planung der Tagesgestaltung miteinbezogen.
Da uns bewusst ist, dass die Kinder verschiedener Altersgruppen andere
Bedürfnisse haben, unterscheiden wir zwischen jüngeren und älteren Kindern.
Bei jüngeren Kindern hilft uns, der von den Eltern ausgefüllte Fragebogen aus dem
Sprachlerntagebuch, individuelle Bedürfnisse zu erkennen und sie in den
Gruppenrhythmus ein fließen zu lassen.
In unserem Zwergenland finden daher unsere Kleinsten, im Alter von 1 – ca. 3
Jahren Platz. Sie brauchen noch etwas mehr Zuwendung und Zeit.
Die Kleinen können ihrem individuellen Schlafbedürfnis nachgehen, im
Zwergentraumland. Die Angebotszeiten werden hier kürzer gehalten und
altersgerecht gestaltet.
Sie befinden sich noch in ihrer eigenen kleinen Welt. Es bedarf hierfür einer
besonderen und individuellen Förderung sowie Hilfestellung, um Lebenssituationen
bewältigen zu können. Die Kinder müssen Vertrauen in ihre eigenen Kräfte
entwickeln und durch eigenes Tun selbstständig und stark für sich selbst und die
Gemeinschaft werden.
Im Vordergrund stehen hier die Sauberkeitserziehung, die Körperpflege und die
Erziehung zur Selbständigkeit.
Steht bei den jüngeren Kindern zunächst noch der Kontakt zu den wichtigsten- meist
Erwachsenen- Bezugspersonen im Vordergrund, wird es für die heranwachsenden
Kinder im bedeutsamer, zu anderen Kindern in Beziehungen zu treten. Bei den
älteren Kindern werden bereits erworbene Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihre
Vorstellungen und Deutungen von der Umwelt und dem Zusammenleben
weiterentwickelt.
                    B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




3. Pädagogisch- methodische Gestaltung


Der Tagesrhythmus
Die Gestaltung des Tagesablaufs wir durch immer wiederkehrende Situationen und
Rituale für die Kinder vorhersehbar, sie bieten den Kindern Orientierung und
Sicherheit. Er beinhaltet aber auch Spielraum für spontane Veränderungen, die sich
aus aktuellen Ereignissen und Bedürfnissen ergeben.
Die Tagesgestaltung ermöglicht den Kindern, für Aktivitäten und Routinen, wie auch
für Übergänge ihr individuelles Tempo zu finden.
Wir arbeiten daran, dass unsere Erzieherinnen den Kindern ermöglichen, sich an der
Gestaltung ihres Alltags zu beteiligen. Sie wägen immer wieder neu ab und
entscheiden, in welchem Rahmen die Kinder selbst entscheiden können und wie viel
Freiraum angemessen ist. Notwendige Regeln werden mit den Kindern erstellt,
diskutiert und gegebenenfalls verändert. Die aufgestellten Regeln werden mit allen
Kolleginnen im Haus abgestimmt.
Bei unseren jüngeren Kindern wird sich bei der Tagesgestaltung anfangs am
individuellen Rhythmus der Kinder und den Gewohnheiten der Familie orientiert und
sich im Rahmen des Kitaalltages eingliedern.
Die Elemente der Tagesgestaltung wie Begrüßung, Verabschiedung, Morgenkreis,
Mahlzeiten, Aufenthalt im Freien, Tagesangebote und Ruhephasen kehren täglich
wieder.
                   B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




Tagesablauf im kreativen Traumzauberland

Unsere Kita hat von 06:30 – 17:30 Uhr montags – freitags geöffnet und bietet
den Kindern entsprechend ihren Bedürfnissen verschiedene Möglichkeiten an.



Ab 06:30 Uhr können die Kinder sich je nach Befindlichkeiten aktiv im
Aktionsraum bzw. Kreativraum betätigen oder sich im Himmelszimmer
ausruhen.

                                       ***

Ab 08:00 Uhr wird selbstständig das Frühstück zubereitet und bis 8.45 Uhr
angeboten.

                                       ***

Um 09:00 Uhr finden sich alle Kinder und Erzieher in ihren Bezugsgruppen
zusammen, um den Tag gemeinsam mit einem Morgenkreis zu begrüßen.
                                       ***

Um 9.30 Uhr findet ein gemeinsames Obstfrühstück in den jeweiligen Gruppen
statt.

                                       ***

Ab 09:45 Uhr finden in den jeweiligen Bezugsgruppen individuelle Angebote
statt.

                                       ***

Ab 10:00 Uhr ist für alle Kinder offenes Spiel, z. B. im Garten, im Kreativ- oder
Rollenspielraum, Musikraum usw.

                                       ***

Ab 10:30 Uhr wird den Kindern je nach Altersgruppe bis 12:15 Uhr Mittagessen
angeboten.

                                       ***
Von 12:00 Uhr an können sich die Kinder, je nach Altersstufe, ausruhen,
schlafen oder spielen.

***

Ab 14:30 Uhr wird unser Vesper angeboten und die ersten Kinder werden
unsere Kita und diesen Tag bereits wieder verabschieden.

***

Von 15:00 bis 17:30 Uhr bieten wir wieder offenes Spiel und individuelle
Angebote an.




                    B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




Planung der pädagogischen Arbeit

Planung ist eine entscheidende Voraussetzung für die Sicherung der pädagogischen
Qualität. Durch Planung werden inhaltliche Zielsetzungen für einen bestimmten
Zeitraum gesetzt. Die pädagogische Planung orientiert sich an den Interessen und
Bedürfnissen der Kinder und an Projekten, die für den Wissenserwerb der Kinder
notwendig sind.

In wöchentlichen Teamberatungen legen wir einen Rahmenplan für das gesamte
Haus fest, der sich an den Jahreszeiten und den Bildungsbereichen des Berliner
Bildungsprogramms, sowie an eingebrachten Themen der Kinder, orientiert. Daraus
entwickeln die Erzieherinnen in den Bereichen die sich ergebenden Aufgaben und
Angebote und jede Gruppenerzieherin für die Kinder ihrer Gruppe Angebote und
Wahlmöglichkeiten. Die Kinder werden dem Alter entsprechend in die Planung und
Gestaltung mit einbezogen, damit sie die Möglichkeit haben Einfluss auf die
Gestaltung ihres Alltags und ihre Umgebung auszuüben und ihre Interessen vertreten
können.

Jede Woche finden sich immer an den jeweiligen Wochentagen, die
Bildungsbereiche wieder (z.B. Montag- Kommunikation, Dienstag- Musik usw.).

Das gibt den Kindern eine gewisse Sicherheit, Struktur und Routine.
                    B Pädagogische Arbeit mit den Kindern




3. Musik als pädagogisches Prinzip
Der Mensch ist von seinem Wesen musikalisch. Musik ist also nicht etwas, was den
Kindern erst vermittelt werden müsste. Sie haben von Anfang an musische
Veranlagungen.
Schon ab der 28. Schwangerschaftswoche beginnt das Kind zu hören und nimmt
dabei tiefe Stimmen besonders wahr. In der letzten Schwangerschaftswoche können
dann Sprachmelodien erkannt und unterschieden werden. Das heißt, dass Text vom
Rauschen unterschieden wird.
Rhythmische, beruhigende Töne werden durch den gleichmäßigen Herzschlag der
Mutter ausgesandt.
Nach der Geburt bleiben beim Kind sogenannte Erinnerungsspuren von der
Erlebniswelt im Mutterleib zurück.
Diese erste Erfahrung des Kindes bildet die Grundlage für die weitere musikalische
Ausprägung und Förderung.


Musik spricht Körper und Geist- Herz und Verstand immer ganzheitlich an.


In hoher Komplexität vernetzen sich körperliche, visuelle und auditive Eindrücke
innerhalb musikalischer Aktionen. Die unmittelbar gemachte, erlebte Erfahrung
verknüpft sich mit gesehenen Bildern und gehörter Sprache in ausgesprochen
lustvollem Erleben.


Musik öffnet Handlungsräume für viele unterschiedliche Temperamente, Kulturen,
Generationen und vermittelt Grundwerte menschlichen Zusammenlebens, Wissen
um Naturgesetze, Traditionen, Lebensfreude. Sie weckt noch dazu etwas
Besonderes, etwas was jeder für sich selbst entdecken und entwickeln kann-
individuellen Ausdruck.


Die Wirkung von Musik auf die Kinder

Schon im Kleinkindalter sind Kinder bemüht, mit dem Instrument „Mund“ (Stimme)
und mit unterschiedlichen Materialien Laute und Töne zu erzeugen. Hierbei wird die
Stimme als körpereigenstes Instrument erfahren. Daher ist es ein wichtiges Ziel, die
Funktionsbreite und die Ausdrucksfähigkeit der Stimme zu locken, zu sensibilisieren
und zu trainieren. Sie ist, so die Musikpädagogen, die entscheidende Basis für das
Musizieren mit Kindern.
Nachsingen, Klatschen und Trommeln sowie die Veränderung von gehörten
Kompositionen folgen. Wir kennen bei den meisten Kindern den Versuch, anders
sprachliche Lieder nachsingen zu wollen.
Wir stellen fest, dass die Musik zum Mitmachen und Mitsingen motiviert, das
Rollenspiel anregt und fördert, die sprachliche Entwicklung vorantreibt, für
Sprachklänge anderer Sprachen empfänglich macht, die Phantasie anregt sowie
Bewegung hervorruft.
Kinder springen, rennen klettern und bewegen sich. Sehr häufig erkennen wir, dass
diese Aktivitäten immer mit Liedern, Tönen oder musischen Geräuschen verbunden
werden. Musik ruft direkt und unmittelbar bei Kindern den Bewegungsdrang hervor.



                    B Pädagogische Arbeit mit den Kindern



Durch das eigene Singen und das genaue Zuhören bei anderen Kindern oder bei
Instrumentalmusik entwickeln Kinder persönliche Vorlieben und Neigungen.
Sie lernen sich selbst in Beziehung und in Vergleich zu anderen zu setzen. Dieses
dient, wie auch in allen anderen Bereichen, der Persönlichkeitsentwicklung.


Wie setzen wir die Musik in unserem Haus um?
In unserem Haus ist die Musik ein Teil unserer pädagogischen Arbeit zur
ganzheitlichen Förderung unserer Kinder.
Unsere musikalische Förderung der Kinder basiert auf den folgenden dargestellten
Elementen:

Kennenlernen von verschiedenen Musikinstrumenten bei Angeboten und Projekten
Die Kinder haben die Möglichkeit, einen Teil des "Orffinstrumentariums" während des
Kitaalltages (in ihrer Gruppe) durch verschiedene Aktionen (z.B. Spielen einer
Klanggeschichte, einfache Begleitung eines Liedes...) kennenzulernen und
auszuprobieren. Es gibt in unserem Haus ein sinnlich, inspirierendes Musikzimmer, in
dem die Instrumente frei zugänglich zum täglichen Ausprobieren und spielen, bereit
stehen. Viele Kinder nutzen dieses Angebot.
Dieser direkte Kontakt macht den Kindern viel Spaß und fördert sie auf vielfältige
Weise.


Tägliches Singen in den Morgenkreisen und im alltäglichen Kitaalltag
Da wir uns den Bildungsbereich Musik als einen Schwerpunkt unserer täglichen
Arbeit gewählt haben, zieht dieser sich auch wie ein "roter Faden" durch den
gesamten Tagesablauf unserer Gruppen.
So beginnen wir den Tag grundsätzlich im Morgenkreis mit einem Begrüßungslied
(es gibt ein einheitliches Morgenlied, welches die Gruppen dafür meist nutzen).Auch
Übergänge z.B. vom Spielen zu einem Bildungsangebot werden von vielen
Erzieherinnen mit einem kurzen prägnanten Lied begleitet. Des Weiteren wird auch
vor Beginn der Mahlzeiten oder vor der Mittagsruhe, beim An-u. Ausziehen, beim
Zähneputzen usw. in den Gruppen gesungen. Viele der Lieder kennen unsere Kinder
mittlerweile so gut, dass sie sie auch zu Hause z.B. vor dem Essen, oder beim
Aufräumen ihren Eltern und Geschwistern vorsingen und daran sehr viel Freude und
Erfolgserlebnisse haben (" ich kann es schon ganz alleine singen"...)

Annäherung an die englische Sprache mit der Hilfe der Musik
Die englische Sprache wird naturgemäß von den Kindern selbständig erarbeitet,
indem sie sehr früh schon englische Lieder hören und nachsingen. Wir greifen dies
auf und ergänzen dies durch gezielte Lieder mit Erläuterungen und einfachen
englischen Vokabeln, welche in den Liedern vorkommen.
zusätzliche Musikangebote
Mitgestaltung von Festen und Höhepunkten durch Musik und Tanz
Hier sind besonders das Sommerfest, der Weihnachtsmarkt, St. Martin, das
Kinderfest und das Weihnachtssingen zu nennen.
Während des täglichen Singens, üben wir gemeinsam mit den Kindern vor dem Fest
verschiedene, zum Thema des Festes passende, Lieder, Reime und
Musikbegleitungen, die dann von den Kinder zum Fest präsentiert werden können.




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4. Feste Verankerung der Klangschalenpädagogik im Kitalltag

Unser Konzept der Klangschalenpädagogik richtet sich Inhaltlich nach Peter Hess.
Klangschalen laden zum Experimentieren und zum kreativen Spielen ein. Die
Klangschale ist ein Instrument, dem man eine Vielfalt von Tönen entlocken kann.
Klangschalen regen alle Sinne an. Sie glänzen golden. Wenn man sie mit dem
Schlägel zum Klingen bringt, ertönt ein vielfältiger, faszinierender Klang, der im
Inneren berührt. Ein Bild verdeutlicht, was in Ihrem Körper passiert, wenn Sie eine
Klangschale auflegen und erklingen lassen, und hilft die Wirkung von Klang zu
verstehen:
Lässt man einen Stein in einen Teich fallen, so entstehen konzentrische Wellen, die
sich über den gesamten Teich ausbreiten. Jedes Wassermolekül wird auf diese
Weise in Bewegung versetzt. Ähnliches geschieht, wenn Sie eine Klangschale in der
Hand halten und diese zum Klingen bringen. Der menschliche Körper besteht zu
etwa 70-80% aus Wasser und anderen Körperflüssigkeiten. Die Schwingungen der
Klangschale übertragen sich auf den Körper und breiten sich dort in konzentrischen
Wellen aus.
Alle Erzieher des Berliner Traumzauberlandes absolvieren eine Weiterbildung zum
Klangexperten nach Peter Hess, um gezielt mit den Klangschalen arbeiten zu
können. Die pädagogische Leitung der Kita absolviert die Ausbildung zum
Klangpädagogen nach Peter Hess.

In unserer täglichen Arbeit mit Klangschalen und Gongs werden diese bewusst als
Angebot gestaltet, in Form von Wassermandala und Klangspringbrunnen,
Gesprächsrunden im Morgenkreis, Klangmassagen, Klang- und Fantasiereisen,
Klang verstecken, der Klang wandert und weiteres.
Des Weiteren stehen die Klangschalen und Gongs den Kindern im Spielalltag frei zur
Verfügung, um Kontakt aufzunehmen, zu experimentieren und sich im Umgang mit
der Klangschale auszuprobieren. Die Kinder lernen im Umgang mit der Klangschale
Achtsamkeit und Sorgfalt u.a. durch das Reinigen und Putzen der Klangschale.
Klangschalen und Gongs werden bei uns außerdem begleitend im Tagesgeschehen
eingesetzt, u.a. als Beginn zum Morgenkreis, Beenden des Freispiel, Beginn des
Mittagessen usw.
Den Kindern sind diese Klänge vertraut und sie werden als Ritual wahrgenommen.
Ein Wechsel von Situationen kann durch den Einsatz von Klangschalen und Gongs
somit vereinfacht werden. Im Umgang mit der Klangschale erzielt man oft schnelle
und erstaunliche Erfolge. Kinder, die aggressiv, unkonzentriert oder sehr aktiv sind,
finden rasch zu mehr Sicherheit und Gelassenheit.
Im Bereich der Wahrnehmensförderung ist die Klangschale ein faszinierendes und
effektives Instrument.
Um unseren Eltern mehr Informationen über die Arbeit mit Klangschalen bieten zu
können, finden in unserer Kita Klangabende statt. Hier erfahren sie praktische
Übungen, Einsatzmöglichkeiten und die Entstehungsgeschichte der Klangschalen.

Als Kita mit einem Klangschalenkonzept planen wir für unsere Zukunft uns als
Klangkindergarten zu bewerben und eine Auszeichnung zu erhalten.




                    C Austausch und Zusammenarbeit mit den Eltern




1. Informationen und Austausch:
Aufnahmegespräch
Wenn sich Eltern für unsere Kita entschieden haben, erfolgt ein erstes Gespräch mit
der Kita- Leitung. Hier bekommen sie alle Informationen zu unserer Einrichtung. Sie
erhalten Informationen über die Hausordnung und über die Konzeption unserer Kita.
Nach einem Rundgang durch das Haus werden die Eltern mit den Erzieherinnen
bekannt gemacht, die ihr Kind dann später betreuen werden. Die zuständige
Erzieherin bespricht dann mit ihnen alle Details für die Eingewöhnung. Da es uns
wichtig ist, dass sich auch alle Eltern bei uns wohlfühlen und ihr Kind in guten
Händen wissen, nehmen wir uns für das Aufnahmegespräch ausreichend Zeit.
Elterntreffen


Unsere Elterntreffen finden 2- 4 Mal im Jahr statt. Wir führen sie am Abend oder
späteren Nachmittag, in entspannter Atmosphäre, im Gruppenraum, der Kinder,
durch. Die Organisation und Themenbestimmung erfolgt in enger Zusammenarbeit
von Erzieherinnen und dem Elternausschuss.
Außerdem veranstalten wir mehrmals im Jahr Nachmittage für Eltern, Kinder und
Erzieher.
So organisieren wir z.B. vor Ostern, Weihnachten und dem Laternenfest
Bastelnachmittage, zu denen Eltern oder Großeltern mit den Kindern im gesamten
Haus unterschiedliche Dinge basteln können.
Vor Weihnachten werden die Eltern und Großeltern zu einem gemütlichen
Beisammensein eingeladen, zu dem die Kinder ein kleines Programm aufführen und
ihre gebastelten Geschenke überreichen.


Entwicklungsgespräche


Uns sind Gespräche mit den Eltern über die Entwicklung ihrer Kinder sehr wichtig.
Wir führen sie daher regelmäßig durch, um auf Entwicklungsverzögerungen sofort
reagieren zu können oder Probleme geklärt und möglichst schnell beseitigt werden.
Persönliche Gespräche zwischen Eltern und der Bezugserzieherin werden nach
vorheriger Absprache organisiert.
Über den Entwicklungsstand der Gruppe wird zu Elterntreffen gesprochen.


Informationsaushänge


Unsere Eltern, haben im Traumzauberland, eine eigene Elternecke, in der sie sich
mit anderen Eltern treffen oder sich mit den Erziehern austauschen können. Hier
befindet sich eine Bücherecke mit Lesematerial zur positiven Lebensgestaltung,
sowie eine Wand mit Informationstafeln mit den wichtigen Terminen, Vorhaben, die
die Gruppen für die Woche geplant haben. Hier werden die Eltern auch über
übergreifende Ereignisse und Vorhaben informiert und erhalten Hinweise zu
besonderen Veranstaltungen. Außerdem gibt es Informationen, Artikel und Schreiben
über wichtige Dinge, die die Eltern oder Kinder betreffen.
                    C Austausch und Zusammenarbeit mit den Eltern




2. Zusammenarbeit und Beteiligung


Eingewöhnung


„ Auf den Anfang kommt es an“


Wir wollen den neuen Lebensabschnitt des Kindes harmonisch gestalten. Deshalb
werden wir in der Eingewöhnungsphase die Gewohnheiten und Bedürfnisse des
einzelnen Kindes berücksichtigt. Es ist wichtig, die jeweilige Lebenssituation des
Kindes zu kennen. Dafür nutzen wir ein Eingewöhnungsgespräch mit einem
Elternfragebogen, um so gezielt die individuellen Gewohnheiten und Bedürfnisse zu
erfahren und diese entsprechend berücksichtigen zu können. Die schrittweise
Eingewöhnung wird mit liebevoller Zuwendung von einer Bezugserzieherin
übernommen. Wir dokumentieren in der Phase der Eingewöhnung das Verhalten und
die Fähigkeiten des Kindes, um die Entwicklung angemessen fördern zu können und
mit den Eltern im Gespräch zu bleiben.
Zum Abschluss der Eingewöhnungsphase gibt es mit den Eltern ein Gespräch, wie
es ihnen während dieser Phase ergangen ist und wie sich ihr Kind bei uns eingelebt
hat.
Die Eingewöhnung im „Traumzauberland“ erfolgt nach Berliner
Eingewöhnungsmodell.




Weitere Zusammenarbeit mit den Eltern
Wir möchten in Zukunft unsere Eltern regelmäßig in die Planung und Organisation
von Festen und Veranstaltungen mit einbeziehen, so dass sie dort einzelne
Aufgaben, wie z.B. Spielstände betreuen, Betreuung von Verkaufsständen
übernehmen können.
Wir Erzieherinnen wünschen uns desWeiteren die Unterstützung unserer Eltern bei
Unternehmungen außerhalb der Kita (Begleitung bei Tagesausflügen,
Gruppenfahrten, Theaterbesuchen etc.)
Elternsprecher
In unserer Kita werden am Anfang des Kitajahres die Elternvertreter der Gruppen
gewählt. Daraus bildet sich der Elternausschuss für die Kita. Die Elternsprecher
arbeiten eng mit den Erzieherinnen und der Kitaleitung zusammen und vertreten
sowohl die Interessen der Kita, als auch der Eltern in bestimmten Situationen. Sie
organisieren die Elternabende und andere Veranstaltungen mit und unterstützen die
Erzieherinnen bei der Durchsetzung von Beschlüssen.
Bezirksausschuss
Der Bezirksausschuss ist organisiert durch das Jugendamt und findet mehrmals im
Jahr statt. Themen hier sind u.a. die politische und sozialraumorientierte
Interessenvertretung unmittelbar gegenüber den Trägern, dem Bezirk und dem Land
wahr.
• sind in dem Bezirks- und Landeselternausschuss Kita als gesetzliche
Gremien von den zuständigen Behörden über wesentliche, die Tagesbetreuung
betreffende Fragen zu informieren und zu hören.
• stehen im Austausch mit der Politik, den Behörden und Trägern.
Im Bezirksausschuss gibt es 2 Vertreter aus der Kita „Traumzauberland“, welche sich
aus dem Elternausschuss bilden.


Kitaausschuss bildet sich aus 3 Elternteilen und 3 Fachpädagogen sowie einem
Vertreter des Trägers Themen sind hier u.a. Personalausstattung, Festlegung von
Öffnungs- und Schließzeiten, pädagogisches Konzept, finanzielle Belastungen der
Eltern durch Entscheidungen und Maßnahmen, Evaluation und
Qualitätsmanagement

								
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