Anlage 1 by l27LX9

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									                                                                 CF2 -3313
                                                                 Nürnberg, 15.06.05



Datenqualität im Abrechnungs- und Erstattungsverfahren kommunaler Leistungen
nach dem SGBII


a) Kapitelnummern nach kommunalen Trägern

Die Zahlung der kommunalen Leistungen erfolgt nach kreisspezifischen Kapitelnummern, um
jede Zahlung auch tatsächlich dem richtigen kommunalen Träger zuordnen zu können.

Beispiel:
8151/          = Kapitelnummer Stadt Greifswald
681 12/…       = Leistungen in kommunaler Trägerschaft

Die Kapitelnummern ergeben sich aus dem Buchungsplan (Zugriff über BA-Intranet, kann
von der örtlichen Agentur für Arbeit /ARGE auch in Papierform zur Verfügung gestellt
werden).

Um die Verwendung der jeweils richtigen Kapitelnummer im Leistungsverfahren A2LL zu
gewährleisten, ist die entsprechende Kapitelnummer in der Teamkennung hinterlegt.

Die Verwendung von speziellen Kapitelnummern für jeden kommunalen Träger kann jedoch
nicht in jedem Fall eine fehlerhafte Zuordnung von Zahlungen verhindern, soweit diese
manuell erfolgt (z.B. fehlerhafte Eingaben bei Barzahlungen oder Abwicklung von
Zahlungsrückläufen). Dadurch werden Einzelfälle bei einer falschen Kapitelnummer gebucht.

Täglich werden alle unter der jeweiligen Kapitelnummer gebuchten Zahlungen in Form von
Einzelnachweisen auf dem WEB-Server zur Verfügung gestellt. Da diese Auflistung der
Einzelfälle zusätzlich noch die Dienststellennummer beinhaltet, können Fehlbuchungen
sofort erkannt und berichtigt werden. Sie sind auf der zweiten Seite der Einzelnachweisliste
auch extra ausgewiesen.

Im Service-Haus der Bundesagentur für Arbeit (BA-Service-Haus) werden die täglichen
Einzelnachweislisten aller ARGEn hinsichtlich eventuell erfolgter Fehlbuchungen überprüft.
Wird eine Fehlbuchung festgestellt, so wird das IuF-Team der entsprechenden Agentur für
Arbeit mit der Umbuchung dieses Betrages beauftragt.

Wenn Sie also eine Buchung unter der Nummer einer für Sie nicht zutreffenden Agentur
feststellen, können Sie davon ausgehen, dass vom BA-Service-Haus die Umbuchung bereits
in die Wege geleitet wurde. Die erfolgte Berichtigung können Sie dann einige Zeit später als
Gegenbuchung auf Ihrer Einzelnachweisliste auf dem WEB-Server erkennen. Durch künftige
Programmänderungen werden verstärkt Plausibilitätsprüfungen in den Verfahren eingesetzt,
um Fehlbuchungen zu vermeiden.


b) Kundennummer/Bedarfsgemeinschaftsnummer

In den täglichen Einzelnachweisen ist zu den einzelnen Zahlungen überwiegend die Kunden-
bzw. Bedarfsgemeinschaftsnummer angegeben. Durch Steigerung der Qualität der
Datenerfassung in den ARGEn vor Ort und Programmveränderungen in A2LL konnte
zwischenzeitlich erreicht werden, dass die Anzahl der Fälle, bei denen diese Nummer fehlt,
ständig sinkt. Auch das Zusammenwirken der verschiedenen IT-Verfahren wurde soweit
verbessert und stabilisiert, dass bei jeder Auszahlung auf dem WEB-Server immer die
Belegnummer erscheint, mit der diese bis zur Leistungsakte, in der sich alle
zahlungsbegründenden Unterlagen befinden, zurückverfolgt werden kann. Es wird daran
gearbeitet, dass auch in allen Fällen einer Einnahmebuchung immer die Belegnummer des
einzelnen FINAS-Beleges und die Nummer der jeweiligen Bedarfsgemeinschaft angezeigt
werden. Derzeit sind aber hierzu die technischen Voraussetzungen noch nicht gegeben,
soweit es sich um einen Betrag handelt, der über den Forderungseinzug eingezogen wurde.

Im Anhang wird dies anhand einiger konkreter Beispiele erläutert.


c) zahlungsbegründende Unterlagen

Die von den kommunalen Trägern geforderten zahlungsbegründenden Unterlagen werden
von der Bundesagentur für Arbeit regelmäßig erbracht. Für Prüfungen und Revisionen
stehen jederzeit zur Verfügung:

   ►   im Einzelfall:

              Leistungsakte mit allen Unterlagen in Papierform (Antrag, Nachweise,
               Bewilligungsverfügungen, u.s.w.) in der ARGE
              Zahlungsbelege für Einzelfallprüfung in der ARGE
              Daten in A2LL und FINAS

   ►   im Abrechnungs- und Erstattungsverfahren:

              Gesamtbetrag für Abbuchung / Überweisung (Web-Server „finasload“)
              Ausgabearten (Buchungsstellen, Erläuterungsabschnitte)
              Liste der Zahlungsvorgänge (sachlich und zeitlich geordnet) mit der
              Angabe eines lückenlosen Prüfpfades zu der einzelnen Leistungsakte.

Die Daten werden in jedem Einzelfall in den ARGEn von (kommunalen) Mitarbeitern im 4-
Augen-Prinzip anhand einer Leistungsakte errechnet, geprüft und in A2LL erfasst.

Bei Zweifeln an der Richtigkeit der Ihnen gelieferten Daten wird daher empfohlen, im
Einzelfall stichprobenartig die Belege ohne Bedarfsgemeinschafts- oder Kundennummer
durch die jeweilige ARGE vor Ort überprüfen zu lassen. Diese Prüfung ist immer möglich,
soweit es sich um eine Auszahlung handelt, denn bei allen Abbuchung ist als
Ordnungskriterium immer die FINAS-Belegnummer angegeben, über die jeder Fall bis zur
Auszahlungsverfügung in der Leistungsakte zurückverfolgt werden kann.

Falls dabei einzelne Buchungen dennoch vor Ort nicht nachvollzogen werden können,
besteht die Möglichkeit, sich hinsichtlich der Aufklärung unklarer Beträge an die KdU-
Abrechnungsstelle des Service-Hauses der Bundesagentur für Arbeit zu wenden:
Service-Haus.KdU-Abrechnungsstelle@arbeitsagentur.de

Die Einzelnachweise stehen nicht nur auf dem WEB-Server, sondern auch im BA-Intranet
unter http://finas.vz.ba.de/a2ll_einzelnachweis/ an den vernetzten PC der ARGEn bzw. AA
zur Verfügung.

								
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