SSPL Schulgesetz2006 by 6rlEDhL

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									Stadtschulpflegschaft
Lüdenscheid
Herzlich Willkommen zur
Vollversammlung zum Thema:
Das neue Schulgesetz NRW
1. Das neue Schulgesetz

2. Schulmitwirkung aus Sicht der
  Eltern




   Stadtschulpflegschaft
       Lüdenscheid
1. Teil
Das neue Schulgesetz
für das Land Nordrhein-Westfalen
                                                                              2
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   ___________________



  Bildung ist die zentrale Frage
  des 21.Jahrhunderts

  Herausforderung
  Schaffung eines soliden Fundaments für
  Studium, Beruf, Weiterbildung und
  lebenslanges Lernen für alle Kinder und
  Jugendlichen



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               Lüdenscheid
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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   ___________________




Leitlinien
mehr Leistung
 mehr individuelle Förderung aller
  Schülerinnen und Schüler
 mehr Durchlässigkeit zwischen den
  Schulformen
 mehr Eigenverantwortung der Schulen


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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   ___________________




                      Wesentliche Inhalte
 IndividuelleFörderung
 Eigenverantwortung der Schulen
 Qualitätsentwicklung
 Antworten auf die Folgen der demo-
  grafischen Entwicklung

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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen _____________   _   Individuelle Förderung




1. Individuelle Förderung
Ziele
 Bestmögliche Förderung aller Kinder
 Versetzung als Regelfall
 Erhöhung der Durchlässigkeit


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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   Individuelle Förderung




Maßnahmen (Teil 1)
 VorschulischeSprachförderung
 Vorziehen des Stichtags für die Ein-
  schulung
 Höhere Verbindlichkeit der Grund-
  schulempfehlung


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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen       Individuelle Förderung




Maßnahmen (Teil 1)

 Vorschulische                                  Sprachförderung
 Vorziehen                      des Stichtags für die Ein-
  schulung
 Höhere Verbindlichkeit der Grund-
  schulempfehlung


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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen                     Individuelle Förderung

Vorschulische Sprachförderung

1. Stufe: Zwei Jahre vor der Einschulung Feststellung des Sprachstandes


ausreichend                                  nicht ausreichend


Keine Maßnahmen                              Empfehlung zur Anmeldung in einer Kita,
erforderlich                                 falls das Kind eine solche noch nicht be-
                                             sucht

                                             Falls Empfehlung nicht beachtet wird, Ver-
                                             pflichtung der Eltern zur Anmeldung des
                                             Kindes zu vorschulischem Sprachkurs


2. Stufe: Sprachtest bei der Einschulung



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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen     Individuelle Förderung




Maßnahmen (Teil 1)
 Vorschulische                             Sprachförderung
 Vorziehen  des Stichtags für die
   Einschulung
 Höhere  Verbindlichkeit der Grund-
   schulempfehlung


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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   Individuelle Förderung

Vorziehen des Stichtags für die Einschulung

Stichtag für die Einschulung

•   Schuljahr 2007/2008 => 31. Juli
•   Schuljahr 2008/2009 => 31. Juli
•   Schuljahr 2009/2010 => 31. August
•   Schuljahr 2010/2011 => 31. August
•   Schuljahr 2011/2012 => 30. September
•   Schuljahr 2012/2013 => 31. Oktober
•   Schuljahr 2013/2014 => 30. November
•   Schuljahr 2014/2015 => 31. Dezember



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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   Individuelle Förderung




Maßnahmen (Teil 1)
 VorschulischeSprachförderung
 Vorziehen des Stichtags für die Ein-
  schulung
 Höhere  Verbindlichkeit der Grund-
   schulempfehlung

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 Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen                           Individuelle Förderung

Höhere Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung

                               Empfehlung der Grundschule


Eltern wählen Schulform, für die                                Eltern wählen Schulform,
das Kind mit Einschränkung                                         die nicht benannt ist
geeignet ist
                                                         Pflicht der gewünschten weiterführen-
                                                         den Schule, ein Beratungsangebot zu
Pflicht der Eltern zur Teilnahme                         unterbreiten
am Beratungsgespräch der ge-
wünschten weiterführenden Schu-
le                                                       Bleiben die Eltern bei der Wahl
                                                         => Prognoseunterricht in Verantwortung
                                                         des Schulamts durch zwei Lehrkräfte
Bleiben Eltern bei ihrer Wahl,
muss Kind aufgenommen werden                             Elternwille geht nicht vor, wenn ein-
                                                         stimmig offensichtliche Nichteignung
                                                         festgestellt wird

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 Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen                  Individuelle Förderung

Das unterforderte Kind mit Begabungspotenzial

                        Uneingeschränkte Empfehlung der Grundschule


                  • Wahl der Haupt- oder Realschule trotz Empfehlung fürs
                    Gymnasium
                  • Wahl der Hauptschule trotz Empfehlung für Realschule


                  Beratung durch die von den Eltern gewünschte
                  weiterführende Schule dahingehend, der Grundschul-
                  empfehlung zu folgen


                                   Eltern bleiben bei der Wahl
                         => Aufforderung, Kind zum Prognoseunterricht
                                           anzumelden



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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   Individuelle Förderung




Maßnahmen (Teil 2)
 Schulformspezifischer Bildungsauftrag der
  Schule
 Dokumentation auf dem Zeugnis
     •   des Arbeitsverhaltens und des Sozialverhaltens
     •   des besonderen schulischen und außerschuli-
         schen Engagements
   Lernstudio als besondere Form der äuße-
    ren Differenzierung
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 Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen                 Individuelle Förderung

Dokumentation des Arbeitsverhaltens und des Sozialverhaltens (ab 1.8.2007)


Verhaltensformen                                         Benotungsstufen
1. Arbeitsverhalten                                      1. sehr gut
       Leistungsbereitschaft                            2. gut
       Zuverlässigkeit/Sorgfalt                         3. befriedigend
       Selbstständigkeit                                4. unbefriedigend
                                                         Aufnahme ergänzender Bemer-
2. Sozialverhalten                                       kungen möglich
     Verantwortungsbereit-
        schaft
       Konfliktverhalten
       Kooperationsfähigkeit

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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen    Individuelle Förderung

Zusammenfassung „Individuelle Förderung“
 Prinzip des gesamten Unterrichts


   Differenzierte Förderangebote (hier: Primarstufe und
    Sek. I) nach Entscheidung der Schule
      •   zur Entfaltung von Begabungen
      •   bei Gefährdung der Versetzung => Nichtversetzung vermeiden
      •   zur Unterstützung nicht versetzter Schülerinnen und Schüler
      •   zur Vertiefung und Festigung von Lerninhalten
      •   bei besonderem Förderbedarf am Schulanfang
      •   zur besonderen Förderung von Schulformwechslern
      •   zur besonderen Förderung von Kindern aus Zuwandererfamilien
      •   zur besonderen abschlussbezogenen Förderung

   Maßnahmen werden in einem schulinternen Förderkon-
    zept zusammengefasst
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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   Individuelle Förderung

Ressourcen für individuelle Förderung

Grundschule

     Förderstunden als Teil der Stundentafel
     + 593 sozialpädagogische Fachkräfte
     + 600 Lehrerstellen (zzgl. Erhöhung der Anteile für
            offene Ganztagsschulen)




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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   Individuelle Förderung

Ressourcen für individuelle Förderung

Sekundarstufe I

     Erhöhung der Wochenstundenzahl von 179 auf 188 Stunden
     Entsprechende Erhöhung im verkürzten gymnasialen
      Bildungsgang für die Klassen 5-9; zusätzlich wird die
      Stundentafel im Gymnasium um fünf Stunden verstärkt
     9 - 14 „Ergänzungsstunden“ in der Sek. I; 12 - 14 wenn aus
      diesem Bereich keine Stunden für das Erlernen einer weiteren
      Fremdsprache in Anspruch genommen werden
     Konzentration eines Teils dieser Stunden auf Schülergruppen
      mit besonderem Förderbedarf möglich
   Einzelne können mehr Förderzeit bekommen oder in
   kleinen Gruppen gefördert werden

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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   Individuelle Förderung

Im Überblick: Zusätzliche Ressourcen gegen Unterrichtsausfall
und für individuelle Förderung
    insgesamt 4.000 neue Stellen bis 2010
       •    seit Mai 2005: 2.000 zusätzliche Stellen (z.B. 600
            Stellen für die Grundschulen nach Sozialindex)
       •    ab 2007: 1.000 weitere zusätzliche Stellen
    bislang weitere 1.125 zusätzliche Stellen für die
     Ganztagsschulen; ab 2007 sind hierfür 416 zusätzliche
     Stellen geplant (Potenzial zur Förderung am
     Nachmittag)
    Vorziehen des Einschulungsalters ab 2007 (1.300
     Stellen) bis 2010


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                                                                                 22
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   Individuelle Förderung

Im Überblick: Zusätzliche Ressourcen gegen Unterrichtsausfall
und für individuelle Förderung

   Stellen für bisherige Fördermaßnahmen bleiben erhalten
    (ca. 5.640): z. B. Integrationsstellen, Sprachförderung
    in den Jg. 5 und 6 der Hauptschulen und Gesamt-
    schulen, sozialpädagogische Fachkräfte an Grund-
    schulen
   Erweiterung der Stundentafel in der Sek. I um 9 Stunden
    für alle Schulformen (ca. 2.400 Stellen)
   für das Modell „9+3“ werden in Gymnasien sukzessive
    1.420 weitere Stellen bis 2010 bereit gestellt (auch für
    weitere zusätzliche Ergänzungsstunden in der Sek. I für
    Fördermaßnahmen)

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                                                                                                          23
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   ___ __________   Eigenverantwortung der Schulen



2. Eigenverantwortung der Schulen

Ziel
 Schulen sollen Qualität des Unterrichts
und der schulischen Arbeit eigenverant-
wortlich und nachhaltig verbessern




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Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   _____________ Eigenverantwortung der Schulen




Maßnahmen
 Schulleiterinnen und Schulleiter als
  Dienstvorgesetzte
 Wahl der Schulleiterinnen und -leiter
  durch die erweiterte Schulkonferenz
 Zunächst: Beamtenverhältnis auf Zeit
 Stärkung der Lehrerinnen und Lehrer

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                                                                                                       25
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   _____________ Eigenverantwortung der Schulen




Maßnahmen
 Geändertes                             Verständnis von Schul-
  aufsicht
 Ausweitung der Aufgaben der Schul-
  konferenz



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                                                                                                         26
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen     _____________ Eigenverantwortung der Schulen

Wahl der Schulleiterinnen und Schulleiter
                        Ausschreibung, dabei Beteiligung des
                        Schulträgers und der Schulkonferenz


                       Vorschlag von mind. zwei geeigneten
                      Personen durch die obere Schulaufsicht

                       Wahl des Schulleiters/der Schulleiterin
                        durch die erweiterte Schulkonferenz


                              Beteiligung des Schulträgers
                                   (Vetorecht mit 2/3-Mehrheit)



                     Zustimmung                                   Keine Zustimmung

                      Ernennung
           Stadtschulpflegschaft
               Lüdenscheid
                                                                                                       27
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   _____________ Eigenverantwortung der Schulen


Stärkung der Lehrerinnen und Lehrer



 Wegfall der Drittelparität in der Schul-
  konferenz
 Beteiligung an der Wahl der Schulleiterin-
  nen und Schulleiter
 Keine aufschiebende Wirkung von Rechts-
  behelfen gegen bestimmte Ordnungs-
  maßnahmen


           Stadtschulpflegschaft
               Lüdenscheid
                                                                                               28
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   ___ _______   __Qualitätsentwicklung




3. Qualitätsentwicklung

Ziele
 Sicherung der Unterrichtsversorgung
 Verbesserung der Qualität der schuli-
   schen Arbeit
 Profilbildung durch Wettbewerb mit
   anderen Schulen

           Stadtschulpflegschaft
               Lüdenscheid
                                                                                               29
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   _____________   Qualitätsentwicklung




Maßnahmen
 Qualitätsanalyse an Schulen
 Verpflichtung der Schulleiter/-innen, auf
  optimale Unterrichtsversorgung hinzuwirken
 Neuorganisation des Bildungsgangs im
  Gymnasium, Reform der gymnasialen Ober-
  stufe
 Aufhebung der Schulbezirke

           Stadtschulpflegschaft
               Lüdenscheid
                                                                                                                            30
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen              _____________                     Qualitätsentwicklung

Neuorganisation des Bildungsgangs im Gymnasium, Reform der gymnasialen Oberstufe


                                                    Modell "9+3"
                                         Schulzeitverkürzung bis zum Abitur


                           Berufskolleg/Beruf-
        Jg.                                                   Gesamtschule           Gymnasium             Jg.
                           liches Gymnasium
        13
                           Qualifikationsphase              Qualifikationsphase
        12                                                                                                 12
                                                                                  Qualifikationsphase
        11                  Einführungsphase                Einführungsphase                               11
                                                                                  Einführungsphase         10



        10
         9                                                                                                 9
         8                                                                                                 8
         7                                                                                                 7
         6                                                                                                 6
         5                                                                                                 5
      Klasse        Hauptschule            Realschule         Gesamtschule           Gymnasium           Klasse




              Stadtschulpflegschaft
                  Lüdenscheid
                                                                                                      31
 Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   _____________   Demographische Entwicklung




4. Reaktionen auf die demografische
   Entwicklung

Ziele
 Reaktion auf zurückgehende Schülerzahlen
 Sicherung einer wohnortnahen schulischen
   Versorgung


            Stadtschulpflegschaft
                Lüdenscheid
                                                                                                                                                           32
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen                                         _____________          Demographische Entwicklung


                                           Schülerprognose bis zum Schuljahr 2029/30
           1.400.000


           1.300.000


           1.200.000


           1.100.000


           1.000.000
 Schüler




            900.000


            800.000


            700.000


            600.000


            500.000
                       2005/06   2007/08   2009/10   2011/12   2013/14   2015/16    2017/18   2019/20    2021/22   2023/24   2025/26   2027/28   2029/30
                                                                                   Jahrgang

                                                         Primarstufe        Sekundarstufe I             Sekundarstufe II



                       Stadtschulpflegschaft
                           Lüdenscheid
                                                                                                     33
Das neue Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen   _____________   Demographische Entwicklung




Maßnahmen
 Für Neugründungen von Grundschulen
  mind. 2 Parallelklassen pro Jahrgang
 Grundschulverbünde
 Einbeziehung von Bekenntnisschulen
 Organisatorischer Zusammenschluss von
  Schulen in der Sekundarstufe I

           Stadtschulpflegschaft
               Lüdenscheid
2. Teil
Schulmitwirkung
aus Sicht der Eltern
                                                                   35
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Übersicht



Übersicht
     Grundsätzliches, Verfahren, Wahlen (§62 – §64)
     Klassenpflegschaft (§73)
     Schulpflegschaft (§72)
     Schulkonferenz (§65 – §67)
     Stadt- und Kreisschulpflegschaft (§72, Abs.4)
     Elternmitwirkung auf Landesebene (§77)


          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                            36
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________      Grundsätzliches



Grundsätzliches (§62)
   LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen wirken in vertrauensvoller
    Zusammenarbeit an der Bildungs- und Erziehungsarbeit der
    Schule mit und stärken so die Eigenverantwortung der Schule.
   Alle Beteiligten sind verpflichtet, die gültigen Rechts- und
    Verwaltungsvorschriften zu beachten.
   Alle Mitwirkungsgremien können im Rahmen ihrer
    Zuständigkeiten zu allen Angelegenheiten der Schule
    Stellungnahmen abgeben und Vorschläge machen. Sie haben
    Anspruch auf die erforderlichen Informationen. Gegenüber der
    Schulleitung haben sie ein Auskunfts- und Beschwerderecht
    und Anspruch auf eine begründete schriftliche Antwort.


          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                           37
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________     Grundsätzliches



Grundsätzliches (§62)
   Für Eltern und Schüler ist das Mandat ehrenamtlich. Für Lehrer
    gehört es zu den dienstlichen Aufgaben.
   SchülerInnen und Eltern aus Migrantenfamilien sollen in den
    Mitwirkungsgremien angemessen vertreten sein.
   Die Mitwirkungsgremien tagen in der Regel außerhalb der
    allgemeinen Unterrichtszeit. Bei Festsetzung von
    Sitzungsterminen ist auf die Berufstätigkeit der Eltern und das
    Alter der SchülerInnen Rücksicht zu nehmen.
   Die Schule stellt den Mitwirkungsgremien die notwendigen
    Einrichtungen und Hilfsmittel zur Verfügung.



          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                              38
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Verfahrensgrundsätze



Verfahrensgrundsätze (§63)
   Einberufung des Gremiums durch den Vorsitzenden nach
    Bedarf oder wenn 1/3 der Mitglieder es verlangt (rechtzeitig,
    schriftlich mit Tagesordnung und Beratungsunterlagen).
   Die Sitzungen sind nicht öffentlich. Mit 2/3 der anwesenden
    Mitglieder kann die Schulöffentlichkeit hergestellt werden (außer
    bei Personalangelegenheiten).
   Stimmberechtigt sind alle Mitglieder des Mitwirkungsgremiums.
    Beratenden Mitglieder haben ein Antragsrecht. SuS können ab
    Jahrgang 7 in Mitwirkungsgremien gewählt werden.




          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                              39
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Verfahrensgrundsätze


Verfahrensgrundsätze (§63)
   Beschlüsse werden mit der Mehrheit der abgegebenen
    Stimmen gefasst; Stimmenthaltungen werden bei der
    Berechnung von Mehrheiten nicht mitgezählt; bei Stimmen-
    gleichheit entscheidet der Vorsitzende
   Über jede Sitzung ist ein Protokoll anzufertigen, das mindestens
    den Wortlaut der Beschlüsse und das Abstimmungsergebnis
    enthält.
   Beschlussfähig ist ein Mitwirkungsgremium, wenn mehr als die
    Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist;
    beschlussfähig ist es so lange, solange nicht die Beschlussun-
    fähigkeit festgestellt wird. Bei Wiederholungssitzungen ist das
    Mitwirkungsgremium immer beschlussfähig.


          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                     40
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________        Wahlen


Wahlen (§64)
   Der Vorsitzende der Mitwirkungsgremien, die Stellvertreter und
    die Mitglieder der Schulkonferenz werden in geheimen Wahl-
    gängen gewählt.
   Alle anderen Wahlgänge sind offen, wenn nicht 1/5 der
    anwesenden Mitglieder geheime Wahl fordern. In diesem Fall
    können Wahlen für verschiedene Ämter in einem Wahlgang
    durchgeführt werden. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen
    erhalten hat.
   Wahlen gelten für ein Schuljahr. Ein Mitwirkungsgremium
    besteht bis zum ersten Zusammentreffen des neuen Gremiums
    im neuen Schuljahr.



          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                                               41
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________ Klassen- und Jahrgangsstufenpflegschaft


Klassen- und Jahrgangsstufenpflegschaft (§73)
   Mitglieder sind die Eltern der SuS der Klasse. Sie haben für
    jedes Kind gemeinsam eine Stimme.
   Die Klassenlehrer und ab Klasse 7 der Klassensprecher und
    sein Stellvertreter nehmen mit beratender Stimme teil.
   Die Klassenpflegschaft wählt zu Beginn des Schuljahres einen
    Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Die Eltern haben für
    jedes Kind gemeinsam eine Stimme.
   Die Jahrgangsstufenpflegschaft in der SII wählt für jeweils 20
    SuS einen Vertreter für die Schulpflegschaft und jeweils auch
    eine Stellvertretung


          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                                               42
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________ Klassen- und Jahrgangsstufenpflegschaft


Klassen- und Jahrgangsstufenpflegschaft (Aufgaben)
   Die Klassen-/Jahrgangsstufenpflegschaft dient der Zusammen-
    arbeit zwischen Eltern, LehrerInnen und SuS.
   Dazu gehören die Informationen und der Meinungsaustausch
    über Angelegenheiten der Schule, insbesondere über die Unter-
    richts- und Erziehungsarbeit in der Klasse.
   Die Klassenpflegschaft ist bei der Auswahl der Unterrichts-
    inhalte zu beteiligen.
   Die LehrerInnen der Klasse sollen auf Wusch der Klassen-
    pflegschaft an den Sitzungen teilnehmen, soweit dies zur
    Beratung und Information erforderlich ist.


          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                          43
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Schulpflegschaft


Schulpflegschaft (§72) (Grundsätzliches)
   Mitglieder sind die Vorsitzenden der Klassenpflegschaften sowie
    die gewählten Vertreter der Jahrgangsstufen.
   Stellvertreter nehmen mit beratender Stimme an Sitzungen teil.
   2 vom Schülerrat gewählte SuS ab Jahrgang 7 können mit
    beratender Stimme an den Sitzungen teilnehmen.
   Der Schulleiter soll an den Sitzungen mit beratender Stimme
    teilnehmen.
   Die Schulpflegschaft wählt einen Vorsitzenden und bis zu 3
    Stellvertretern.
   Wählbar sind auch die Stellvertreter. Sie werden mit der Wahl zu
    Mitgliedern der Schulpflegschaft.

          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                            44
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________     Schulpflegschaft


Schulpflegschaft (§72) (Aufgaben)
   vertritt die Interessen der Eltern bei der Gestaltung der Bildungs-
    und Erziehungsarbeit der Schule.
   berät über alle wichtigen Angelegenheiten der Schule.
   richtet hierzu Anträge an die Schulkonferenz.
   Wählt die Vertretungen der Eltern für die Schul- und die Fach-
    konferenzen.
   kann eine Versammlung aller Eltern einberufen, die sich über
    wichtige Angelegenheiten der Schule unterrichten lässt und
    darüber berät.



          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                        45
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Schulkonferenz


Schulkonferenz (§65) (Aufgaben)


   An jeder Schule ist eine Schulkonferenz einzurichten. Sie
   ist das oberste Mitwirkungsgremium der Schule, in dem
   alle an der Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Schule
   Beteiligten zusammenwirken. Sie berät in grundsätzlichen
   Angelegenheiten der Schule und vermittelt bei Konflikten
   innerhalb der Schule. Sie kann Vorschläge und
   Anregungen an den Schulträger und an die
   Schulaufsichtsbehörde richten.



          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                        46
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Schulkonferenz


Schulkonferenz (§65) (Aufgaben)
Die Schulkonferenz entscheidet im Rahmen der Rechts- und
Verwaltungsvorschriften in folgenden Angelegenheiten:
1.    Schulprogramm (§3 Abs.2)
2.    Maßnahmen der Qualitätsentwicklung und -sicherung (§3 Abs.3)
3.    Abschluss von Vereinbarungen über die Kooperation von
      Schulen und die Zusammenarbeit mit anderen Partnern.
      (§4 Abs.3, §5, §4 Abs.3)
4.    Festlegung beweglicher Ferientage (§7 Abs.2)
5.    Unterrichtsverteilung auf sechs Wochentage (§8 Abs.1)
6.    Einrichtung außerunterrichtlicher Ganztags- und Betreuungs-
      angebote (§9 Abs.2) sowie die Rahmenplanung von Schulver-
      anstaltungen außerhalb des Unterrichts

          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                        47
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Schulkonferenz


Schulkonferenz (§65) (Aufgaben)
7.    Organisation der Schuleingangsphase (§11 Abs.2+3)
8.    Vorschlag zur Errichtung des Gemeinsamen Unterrichts
      (§20 Abs.7+8)
9.    Erprobung und Einführung neuer Unterrichtsformen (§29 Abs.2)
10.   Einführung von Lernmitteln (§30 Abs.3) und Bestimmung der
      Lernmittel, die im Rahmen des Eigenanteils zu beschaffen
      sind. (§96)
11.   Grundsätze für Umfang und Verteilung der Hausaufgaben und
      Klassenarbeiten
12.   Grundsätze zum Umgang mit allgemeinen
      Erziehungsschwierigkeiten sowie zum Abschluß von Bildungs-
      und Erziehungsvereinbarungen (§42 Abs.5)
13.   Information und Beratung (§44)
          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                        48
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Schulkonferenz


Schulkonferenz (§65) (Aufgaben)
14.   Grundsätze für die Betätigung von Schülergruppen (§45 Abs.4)
15.   Grundsätze über Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten
      in Zeugnissen (§49 Abs.2)
16.   Wirtschaftliche Betätigung (§55) und Sponsoring (§99 Abs.1)
17.   Schulhaushalt (§59 Abs.9)
18.   Wahl des Schulleiters der Schulleitering (§61 Abs.1+2)
19.   ergänzende Verfahrens- und Wahlvorschriften (§63 Abs.6, §64
      Abs. 5)
20.   Einrichtung und Zusammensetzung von Fachkonferenzen
      oder Bestellung einer Vertrauensperson (§70 Abs.5),
      Teilkonferenzen und des Vertrauenausschusses (§67 Abs.1+2)



          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                        49
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Schulkonferenz


Schulkonferenz (§65) (Aufgaben)
21.   Besondere Formen der Mitwirkung (§75)
22.   Mitwirkung beim Schulträger (§76)
23.   Erlass einer Schulordnung
24.   Ausnahmen vom Alkohol- und Rauchverbot (§54 Abs.5)
25.   Erhöhung der Zahl der Vertretungen der Eltern in
      Fachkonferenzen und Bildungsgangkonferenzen (§70 Abs.1)
26.   Empfehlung zum Tragen einheitlicher Schulkleidung (§42 Abs.8)

Das Ministerium kann durch Rechtsverordnung der Schul-
konferenz weitere Angelegenheiten aus der Bildungs- und
Erziehungsarbeit der Schule zur Entscheidung übertragen.


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                                                                        50
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Schulkonferenz


Schulkonferenz (§65) (Aufgaben)
Besondere Bestimmungen für die Wahl des Schulleiters
   Der Schulleiter wird von einer erweiterten Schulkonferenz
   gewählt. Sie wird um ein stimmberechtigtes Mitglied des
   Schulträgers ergänzt. Bis zu drei weitere Vertreter des
   Schulträgers können beratend teilnehmen. Die SuS
   müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Der Schülerrat
   benennt für die SuS, die noch nicht 16 Jahre alt sind,
   geeignete Vertretungen.




          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                        51
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Schulkonferenz


Zusammensetzung der Schulkonferenz (§66)

Anzahl der Mitglieder der Schulkonferenz (Abs.1)
   < 200 SuS 6 Mitglieder (Berufskollegs 12 Mitglieder)
   < 500 SuS 12 Mitglieder
   > 500 SuS 18 Mitglieder
      Schulen mit Sek.I + Sek.II 20 Mitglieder

Die Schulkonferenz kann mit den Stimmen von 2/3 ihrer Mit-
glieder eine Erhöhung der Mitgliederzahl beschließen, wobei das
Verhältnis nach Abs. 3 zu wahren ist. (Abs.2)




          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                                    52
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________              Schulkonferenz


Zusammensetzung der Schulkonferenz (§66)

Verhältnis der Mitglieder der Schulkonferenz (Abs.3)
                                                       LehrerInnen : Eltern : SuS
     an Schulen der Primarstufe                                       1:1:0
     an Schulen der Sekundarstufe I und
      Schulen mit Primar- und Sekundarstufe I                          3:2:1
     an Schulen der Sekundarstufe II                                  3:1:2
     an Schulen der Sekundarstufe I + II                              2:1:1




          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                        53
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________   Schulkonferenz


Stadt- und Kreisschulpflegschaften (§72 Abs.4)


   „Schulpflegschaften können auf örtlicher und überörtlicher
   Ebene zusammenwirken und ihre Interessen gegenüber
   Schulträger und Schulaufsicht vertreten.“




          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                           54
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________      Schulkonferenz


Elternmitwirkung auf Landesebene (§77)
     In schulischen Angelegenheiten von allgemeiner und
      grundsätzlicher Bedeutung beteiligt das Ministerium die am
      Schulleben beteiligten Verbände und Organisationen.
     Die Beteiligung erstreckt sich insbesondere auf:
    1.     Änderungen des Schulgesetzes
    2.     Richtlinien und Lehrpläne
    3.     Ausbildungs- und Prüfungsordnungen
    4.     Schulversuche
    5.     Regelungen über die Abstimmung zwischen schulischer und
           betrieblicher Ausbildung
     Zu beteiligen sind u.A. die auf Landesebene für mindestens
      eine Schulform organisierten Elternverbände.

          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
                                                                                    55
Schulmitwirkung aus Sicht der Eltern   _____________               Schulkonferenz


Elternmitwirkung auf Landesebene (§77)




                                                   Dies ist keine vollständige
                                                 Auflistung aller Elternverbände
                                                        nach §77 SchulG




          Stadtschulpflegschaft
              Lüdenscheid
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit

								
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