; Filmladen Filmverleih pr盲sentiert Dave Chappelles Blockparty Ein .rtf
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Filmladen Filmverleih pr盲sentiert Dave Chappelles Blockparty Ein .rtf

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									                          Filmladen Filmverleih
                               präsentiert



               Dave Chappelle's
                 Blockparty
             Ein Film von Michel Gondry


                                USA 2005
        103 Minuten | 35 mm | 1 : 1,85 | Farbe | Dolby SR/SRD/DTS



                                  Verleih:
                       Filmladen Filmverleih GmbH.
                          Mariahilfer Straße 58/7
                               A-1070 Wien
                            Tel: 01/523 43 62-0
                            office@filmladen.at
                             www.filmladen.at


Pressebetreuung:                            Marketing/Kooperationen:
Bina Köppl                                  Michaela Englert
01/523 43 62-23 0699/176 58 570             01/523 43 62-22
b.koeppl@filmladen.at                       m.englert@filmladen.at


                         www.filmladen.at/presse
DIE CREW
Regie............................................... MICHEL GONDRY
Produzenten .................................... DAVE CHAPPELLE
........................................................ BOB YARI
Producers ........................................ MUSTAFA ABUELHIJA
........................................................ JULIE FONG
Executive Producers ....................... GREG MANOCHERIAN
........................................................ DOUG LEVINE
........................................................ SKOT BRIGHT
Co-Producers .................................. CALLUM GREENE
........................................................ ROBERT KATZ
Director of Photography ................. ELLEN KURAS, ASC
Production Designer ....................... LAURI FAGGIONI
Edited by ........................................ SARAH FLACK
........................................................ JEFF BUCHANAN
Music Supervisor............................ COREY SMYTH
Unit Production Manager ............... CALLUM GREENE
First Assistant Director................... DOUGLAS TORRES
Second Assistant Director .............. AMY LYNN
DIE MUSIKER IN DER REIHENFOLGE IHRES AUFTRETENS

The Brooklyn Steppers Marching Band: Overnight Celebrity
Kanye West & Mos Def: Two Words
Kanye West, Talib Kweli & Common: Get Em High
Mos Def & Talib Kweli: Definition
Cody ChesnuTT: King of the Game
Dave Chappelle am Piano der Heilsarmee
Dave Chappelle an den Keyboards im Probenstudio
Dave Chappelle & Blues Band im Probenstudio
Talib Kweli (featuring Common & Mos Def): Move Somethin’
Dave Chappelle & Blues Band im Probenstudio
Kanye West, John Legend, Common und die Central State University Marching Band: Jesus
Walks
Dave Chappelle spielt Bongos
Dead Prez: Turn Off the Radio
Dead Prez: It’s Bigger Than Hip-Hop
Dave Chappelle & Darren Hymes (aka Mr. T) auf der Bühne
Andre 4000: On the Side
Erykah Badu: Back in the Day
Erykah Badu & Common: Love of My Life
Jill Scott: The Way
The Roots, Big Daddy Kane & Kool G Rap: Boom
Dave Chappelle: Hit Me
The Roots, Jill Scott & Erykah Badu: You Got Me
Mos Def, Talib Kweli, Common & Chairman Fred Hampton, Jr: Umi Says
Talib Kweli, Mos Def & Common: Get By
Dave Chappelle & Blues Band im Probenstudio
The Fugees: Nappy Heads
The Fugees: Killing Me Softly With His Song
Wyclef Jean: President
Cody ChesnuTT: Parting Ways
Dave Chappelle & Blues Band im Probenstudio
Dead Prez: It’s Bigger Than Hip-Hop
Cody ChesnuTT: Upstarts in a Blowout
STORIES, FEELINGS, FACTS
Die Party des Jahrzehnts
Mit kleinen Brötchen gibt sich Comedy-Superstar Dave Chappelle nicht ab. Wenn er eine Party
macht, dann sollte das mindestens die Party des Jahrzehnts werden. Umwerfend, das ja, aber bloß
keins dieser Mega-Events, die protzig und aufgeblasen daher kommen, vielmehr eine
ausgelassene Feier unter Freunden und Nachbarn – aber gern auch Wildfremden. Ein Kiezfest
hatte er im Sinn, eine Block-Party eben.

Das treibt einem die Freudentränen in die Augen
Am 18. September 2004 ging DAVE CHAPPELLE’S BLOCK PARTY ab – eine bis dahin noch
nie da gewesene Kombination aus Comedy und Live-Music-Acts. Das Ganze ohne Eintritt.
Einladen wollte Dave Chappelle: Kanye West, Mos Def, Erykah Badu, Dead Prez, Jill Scott,
Talib Kweli, Lauryn Hill und noch etliche andere. Der Comedian rief – und alle kamen. Das
Line-Up dieser Party trieb nicht nur gestandenen Hip-Hop-Fans Tränen der Freude in die Augen.

Golden Tickets for free
Aber damit noch nicht genug: Dave Chappelle nahm sich vor, einen Großteil der Besucher
persönlich einzuladen, ihnen seine Golden Tickets in die Hand zu drücken. Außerdem hatte er
sich in den Kopf gesetzt, dass das Ganze auch gefilmt werden sollte. Und zwar vom besten
Mann, den er sich dafür vorstellen konnte: Michel Gondry.

Als Regisseur mit dabei: Michel Gondry
Michel Gondry, der aus Frankreich stammt, ist seit seinen Clips für Björk, Daft Punk, Kylie
Minogue, Oui Oui – seine eigene Band – und den Rolling Stones eine Legende. Außerdem hatte
er die eigenwilligen Spielfilme Vergiss mein nicht! (2004) sowie Humane Nature - Die Krone der
Schöpfung (2001) gedreht, und er arbeitete gerade an seinem neuesten, nicht minder verrückten
Film Science of Sleep (2006).

The Master of Good Moods: Dave Chappelle
So begleiteten Gondry und seine Kamerafrau Ellen Kuras – u.a. Vergiss mein nicht! (2004),
Coffee & Cigarettes (2003) – den immer gut gelaunten Initiator dieser besonderen Block Party,
der seine Golden Tickets an eine Zigarettenverkäuferin oder einen ihm bekannten
Bewährungshelfer verteilte. Außerdem waren sie dabei, als Dave Chappelle durch seinen
Heimatort Dayton, Ohio zog, wo er zum Beispiel die ortsansässige Brass Band, die Invincible
Marching Marauders, zu einem Auftritt in Brooklyn überredete.

Aber wie kam es zur Block Party?
Von Januar 2003 bis zum Mai 2005 präsentierte der Schauspieler und Comedian Dave Chappelle
im US-Sender „Comedy Central“ mit großem Erfolg „Chappelle’s Show“. In Europa wurde der
Quoten-Hit – eine Mischung aus Stand-up, Sketch-Show und Live-Performance – auf MTV
ausgestrahlt. Als Dave Chappelles Verträge im Frühsommer 2004 verlängert und seine Bezüge
erheblich aufgebessert wurden, nahm er dies zum Anlass, seine Freude zu teilen und das Ereignis
im Rahmen einer rauschenden Nachbarschaftsparty in Brooklyn zu feiern.
Blind Date
Fest stand für Chappelle nur soviel: (1) Die heißesten Acts sollten dabei sein, (2) die Party-
Location würde bis zuletzt geheim gehalten werden, (3) niemand muss Eintritt zahlen und (4) es
gibt keine Werbung. Das ganze Ding sollte unabhängig ablaufen und ausschließlich über die
informellen Netzwerke der Community gestreut werden.

Es war einmal in Bedford Stuyvesant
Am heftigsten wirbelte Chappelle natürlich in seiner eigenen Neighborhood Bedford-Stuyvesant
in Brooklyn, gabelte Zuschauer auf, organisierte sich die Erlaubnis eines Day Care Centers, auf
dem Dach eine kleine Chill-Out-Zone einzurichten, und später, am Schneidetisch, würde Gondry
all diese kleinen Stories mit den Proben und den Auftritten selbst zusammenbringen und zu
einem mitreißenden Bild-Ton-Gewebe aus dem vollen Leben verbinden. Wie brachte es doch
einer seiner Gäste so schön auf den Punkt: „A day-long life-affirming celebration of music,
comedy, history and community.“

David Chappelle gegen den Wettergott
Am Tag der Party sah es so aus, als würde schlechtes Wetter Chappelle einen Strich durch die
schöne Rechnung machen – aber gegen den Freestyle-Witz des Comedians blies selbst der
stärkste Wind vergebens und Kanye West, Mos Def, Erykah Badu standen bereits in den
Startlöchern, um ebenfalls, wenn’s sein muss, gegen die Elemente anzutreten ...

Überraschung: Reunion der Fugees
Und dann sollte auch noch mit den Fugees der Überraschungsauftritt und Höhepunkt des Abends
kommen. Es wurde zu einem Gezerre mit dem Plattenlabel Columbia Records um die Klärung
der Rechte, aber dann war es soweit: Erstmals seit 1997 stehen Lauryn Hill, Pras und Wyclef
Jean wieder gemeinsam auf der Bühne. „Dies“, erklärt Dave Chappelle, „ist das Konzert, das ich
schon immer mal erleben wollte.“

Näher dran als jemals sonst
Das Line-Up der Musiker ist nicht nur deshalb beachtlich, weil sich alle großen Namen der Rap-
Szene darunter befinden. Es ist auch bemerkenswert, weil hier Musiker zusammenkamen, die
zeigten, dass man sich trotz einer steilen Karriere im Entertainment-Betrieb, die Verbindung zu
seinen Roots bewahren kann – vielleicht sogar muss. Die Kinozuschauer haben nun die
Gelegenheit in der ersten Reihe dabei zu sein, die Atmosphäre und die Musik der Party
mitzuerleben, die gemeinschaftliche Erfahrung zu teilen. DAVE CHAPPELLE’S
BLOCKPARTY übermittelt dem Zuschauer, dass Musik und Humor sowie ein offener
gesellschaftlicher Umgang miteinander uns ungemein stärken, gerade auch in diesen turbulenten
Zeiten.
PRODUKTIONSNOTIZEN
Im Sommer 2004 besuchte Michel Gondry den Comedian David Chappelle bei einem seiner
Auftritte in der Nähe von Los Angeles. Als sie gemeinsam im Bus fuhren, erzählte Chappelle
dem Regisseur von der Idee, seine Musiker-Freunde für ein Konzert zusammen bringen zu
wollen. „Gemeinsam ist diesen Freunden“, erzählte Chappelle. „dass sie Hip-Hop nutzen, um
sich auszudrücken. Und was sie auszudrücken haben, unterscheidet sich eben von den
Botschaften, Mitteilungen, Geschichten, die normalerweise im Radio zu hören sind. Außerdem
haben sie, auch wenn sie inzwischen erfolgreiche Künstler sind, nicht vergessen, wo sie
herkommen und wollen etwas zurückgeben an ihre Communities.“

Viele Leute, denen er von dieser Idee auch schon erzählt hatte, haben Chappelle vorgeschlagen,
das Konzert im Central Park zu organisieren. Er selbst war davon aber nicht überzeugt und so
fragte er Gondry, was der von dieser Location hielt. Gondry erinnert sich: „Ich schlug ihm vor:
‚Mach es doch lieber an einem Ort, wo es so etwas wie ein Geschenk ist für die Menschen, die
dort leben.’“

So konzentrierten sich die Macher schon bald auf Brooklyn. David Chappelle wusste, dass einige
der Musiker, die er im Sinn hatte, dort aufgewachsen waren. Als sie nach wenigen Tagen der
Drehortsuche in einem Day Care Center um eine kleine Auskunft bitten wollten, trafen sie auf
eine erstaunliche Frau, Luz Grice, die dieses Tagesheim leitete, und am Abend des gleichen
Tages war die Entscheidung gefallen: in dieser Neighborhood sollte die Block Party stattfinden,
und das Day Care Center von Luz Grice würde zum Hauptquartier für das Projekt werden.

Als die Organisation der Block Party konkret wurde, hefteten sich Gondry und sein Kamerateam
an David Chappelles Fersen. Zuerst reisten sie mit ihm in seine Heimat nach Ohio, wo er an
Leute, denen es sonst nie einfallen würde, zu solch einem Konzert zu gehen, Karten verschenkte
und sie nach Brooklyn einlud.

Der Comedian konnte hingehen, wo er wollte, immer passierte irgendetwas Besonderes; er lud
zum Beispiel die gesamte Brass Band der Universität ein und bot ihnen an, das Konzert
zusammen mit Kanye West zu eröffnen. Aber um das zu ermöglichen, musste er erst den
Bandleader Brian Milsapp überzeugen, dass er einen bereits vereinbarten Auftritt der Truppe
absagt. Erst wenn das klar ginge, wäre Milsapp bereit, das durchgehen zu lassen. Einer der
rührendsten Momente des Films ist dann jener mit Spannung erwartete Augenblick, da die
Nachricht ankommt, dass alles klappt und die Studenten in ihrer Begeisterung über David
herfallen.

Zurück in New York wurden die Proben der Musiker für das Konzert dokumentiert. Für die
Block Party selbst, die um 14:00 Uhr am Samstag den 18. September 2004 startete, bestand
Gondry darauf, dass es eine Band geben sollte, die immer auf der Bühne sein würde, also
gewissermaßen die ‚Hausband’ – entsprechend Booker T and the MG’s beim STAX-Konzert
oder den Funk Brothers bei Motown. So würden alle Bands auf einer gemeinsamen Plattform
spielen, anstatt als Wettbewerber. Alle Bands waren einverstanden.
Was sich dann bei den Konzerten vor den Kameras abspielte, war grandios und das, was davon
auf Kameras gebannt wurde, ebenfalls.

Die Kamerateams von Gondry und Kuras haben das gesamten Event und auch die Interviews mit
Filmkameras aufgenommen, denn mit Filmaufnahmen bekommt man immer noch deutlich mehr
Details als bei Video. Gondry wollte dabei nicht mit einem ‚Pool-Chef’
arbeiten, und vertraute stattdessen dem Instinkt der einzelnen autonomen Dokumentarteams, die
in ihrem jeweiligen Bereich und im richtigen Moment in der Lage wären, auch intime Details, die
sie vor die Linse bekommen würden, aufzunehmen.

Zwischen den Auftritten schließlich unterhielt Dave die Menge, mal mit kleinen Szenen, die er
aus dem Hut zauberte, mal mit seiner Version von „Round Midnight“, die er auf dem Klavier
spielte oder auch einfach durch Dialoge mit den Musikern oder einzelnen Konzertbesuchern. Als
er auf einen Rapper traf, der im legendären Junior’s Restaurant in Brooklyn arbeitete, ergab sich
ein wunderbares Rap-Duett der Beiden.

Mit all den Auftritten – als Krönung eine Reunion der Fugees – wurde Dave Chappelle’s Block
Party zum größten Straßenfest, das es seit langem in Brooklyn gab. Eine irrsinnige Energie lag in
der Luft, und aus all dem entstand der Film DAVE CHAPPELLE’S BLOCK PARTY, der die
Seele der Musik wiederspiegelt und die dieses speziellen Viertels, in dem das Konzert stattfand.
INTERVIEW MIT MICHEL GONDRY
Einer der innovativsten Video- und Spielfilmregisseure, Michel Gondry, hat mit DAVE
CHAPPELLE’S BLOCK PARTY seinen ersten Konzertfilm gedreht. Er hat den angesehenen
amerikanischen Comedian David Chappelle mehrere Tage begleitet, als dieser sich daran machte,
in den Straßen von New York ein Konzert auf die Beine zu stellen und durchzuführen. Zu den
Musikern, die im Film zu sehen sind, gehören Kanye West, Mos Def, Jill Scott und The Fugees.
Bei dieser Arbeit vermied Michel Gondry den genialischen Stil, der seine beiden Spielfilme
Human Nature - Krone der Schöpfung (2001) und Vergiss mein nicht! (2004) auszeichnete.
Stattdessen gelang es ihm, die Musikdarbietungen authentisch mit Szenen und Gesprächen, die
um das Konzert herum stattfanden, zu verbinden. Diese Hintergrundszenen stellen
gewissermaßen das Salz in der Suppe dar, denn erst über die Verankerung in dem Viertel, wo das
Konzert stattfand, wurde das Ereignis zu dieser speziellen Block Party, wie David Chappelle sie
im Sinn hatte.

Die Dreharbeiten zu DAVE CHAPPELLE’S BLOCK PARTY fanden im September 2004 statt,
und Michel Gondry stellte den Film parallel zur Arbeit an seinem dritten Spielfilm, The Science
of Sleep, (2006) fertig – einer Liebesgeschichte aus der Welt der Träume mit Charlotte
Gainsbourg und Gael Garcia Bernal in den Hauptrollen.

Wie und wann kam das Projekt zustande?
David war mit seiner Comedy-Show auf Tour, und er hatte mich eingeladen. Bei unserem
Treffen fing er irgendwann an, mir von seinem Plan eines Konzerts zu erzählen. Wie es konkret
wurde? Ich weiß es nicht mehr. Ich erinnere mich nur noch, dass ich dachte: all diese Musiker...
jeder für sich ist bestimmt nett und lieb und großartig, jedoch mit ihnen im Tross
zusammenzuarbeiten, da wird man sich wohl warm anziehen müssen. Da wird es Hahnenkämpfe
und Zickenterror geben ... in Wirklichkeit aber waren sie, sobald es um die Musik und das
Ereignis selbst ging, total konzentriert, voll guten Willens und absolut bereit, das Ding zu einem
guten Ende zu bringen.

Dave Chappelle erscheint in jeder Sekunde des Films absolut aufgedreht. Gab es auch
ruhige Momente mit ihm?
Es ist nicht immer so, als hätte er einen Clown gefrühstückt. Aber bei solch einem Projekt sind
ständig Leute um ihn herum, und er ist sozusagen das Energiezentrum des Ganzen, zu dem man
hingeht, um seine Batterien wieder aufzuladen. Wahrscheinlich hat er einfach die Gabe, dass er
die Menschen unbeschwerter machen kann, und diese Energie überträgt sich, glaube ich, durch
den Film.

Wie haben Sie es angestellt, das Ansteckende seiner Persönlichkeit einzufangen?
Ich glaube, bei diesem Film ging es ihm darum, Zeit mit Leuten zu verbringen, denen sonst
niemand Zeit gibt und die auch nirgendwo eine Gelegenheit bekommen, etwas zu sagen, obwohl
sie eine ganze Menge zu sagen haben. Deswegen haben wir auch so viele Interviews mit
Menschen gemacht, die nicht im Geringsten berühmt sind. Leute, die in diesem Viertel arbeiten
oder wohnen, und die einfach als Besucher des Konzerts an dieser Geschichte teilnehmen. David
hat sie getroffen und war ganz selbstverständlich mit ihnen zusammen. Es war schön, das zu
beobachten. Einige dieser Menschen entwickelten sich in ihren Szenen zu echten Stars unserer
Geschichte – der Kellner im Restaurant etwa, oder einer der Jungs aus der Brass Band, in dessen
Ernst soviel Lustigkeit steckt.

Was hat es mit diesem Paar auf sich, das seit mehr als 46 Jahren verheiratet ist?
Ursprünglich sind wir auf sie wegen ihres Hauses gekommen. Sie wohnten direkt hinter der
Bühne bzw. anders herum: wir wollten die Bühne direkt vor ihr Haus bauen. Zuerst war die Frau
ziemlich grantig und sagte, dass sie Rap überhaupt nicht mag, weil die Songs immer voll mit
übler Sprache sind. Das sagte sie, bevor sie David sah. Dann kam David dazu, und sie wurde auf
einmal ganz weich und zugänglich und erschien wie umgekrempelt. Das war so schräg – sie
lebten wie Leute auf Trebe. In ihrem Haus konnte man wirklich Angst bekommen.

Stimmen Sie ihrer Meinung über Hip-Hop zu?
Ich verstehe, was sie meint. Manchmal denke ich auch, dass es nicht unbedingt gut ist, alle zehn
Sekunden ein ‚Motherfucker’ um die Ohren zu bekommen. Was die Musik angeht, so kann ich
nicht urteilen. Ich denke, Rap ist eine Art des Ausdrucks und eines der wichtigsten
‚Transportmittel’ für Ideen in Amerika und der Welt. Es war außerdem eine Revolution in der
Musikwelt. An Davids Konzert gefiel mir, dass es nicht nur Rap gab. Es gab ja auch
Gesangsgruppen, vor allem mit Musikerinnen... Es war überhaupt eine sehr gute Mischung, nicht
nur in den Musikstilen, auch zwischen Männern und Frauen. Ich glaube das Musikmachen ist
eine der wenigen Sphären in dieser Welt, wo tatsächlich die Gleichberechtigung zwischen
Männern und Frauen realisiert ist.

Welcher Auftritt hat Ihnen persönlich am besten gefallen?
Ich weiß es nicht ... aber vielleicht ... wahrscheinlich der von Lauryn Hill.

Wann stellte sich heraus, dass sich die Fugees speziell für dieses Konzert zu einer Reunion
zusammenfinden würden?
Es war bis zuletzt eine Zitterpartie. Zuerst hatten wir Lauryn Hill, aber die Plattenfirma war
dagegen, dass sie einen Song von den Fugees spielt. So schlug sie irgendwann vor, die Fugees
wieder zusammenzubringen. Zwei Tage vor dem Konzert hing deswegen noch alle Welt am
Telefon, um darüber mit der Plattenfirma zu verhandeln.

Fast rührend ist diese Szene, als die Kids von der Central State University in Ohio
erfahren, dass sie nach New York fahren können ...
Das war großartig. Als wir diesen Moment drehten, wusste ich, dass ich meine Geschichte für
den Film gefunden hatte. Ich wusste, dass ich nur diesen Kids würde folgen müssen, um ein paar
große Szenen zu bekommen. Insofern war diese Nachricht doppelt gut für mich. Als wir nach
Ohio fuhren, hatte ich erhebliche Zweifel, ob das irgendwas bringen würde für unseren Film. Wir
liefen kreuz und quer, und nichts passierte. Aber dann sahen wir diese Brass Band und plötzlich
ergab sich der Anfang eines Fadens, den man nur aufnehmen und aufrollen musste. Die meisten
der Bandmitglieder waren noch nie in New York gewesen. Sie waren mitten im Prüfungsstress,
aber die Vorstellung, dass sie bei einem Film mit dem von ihnen bewunderten Dave Chappelle
dabei sein würden, brachte sie völlig aus dem Häuschen. Dann mussten wir natürlich unsere
Einladung auch realisieren! Wir mussten für den nächsten Tag einen Bus beschaffen, mit dem sie
nach New York würden fahren können – und nicht nur das: wir mussten ja erst noch das Geld
auftreiben, um diesen Bus überhaupt zu bezahlen. Mein Produzent, der absolut erstaunlich und
irre war, hängte sich ans Telefon und hat um jeden Dollar mit den Busunternehmen gefeilscht.
Geld war eigentlich keins da für diese Geschichte – aber wir hatten gar keine andere Chance
mehr. Es musste klappen und klappte dann ja auch irgendwie.

Wie lange haben Sie gedreht?
Drei, vier Tage. Zuerst zwei Tage in Ohio, dann die Proben und den Tag vor dem Straßenkonzert
und schließlich das Konzert selbst.

Haben Sie schon häufig mit Hip-Hop-Musikern gedreht?
Nein. Das ist eine Welt für sich. Es ist schwierig. Meistens nutzen sie Videos, für ihre
persönliche Promotion. Aber jeder ist anders. Ich habe versucht, ein Video für Missy Elliot zu
machen, und das funktionierte einfach nicht. Andererseits habe ich mit Wyclef Jean („Another
One Bites The Dust“) zusammengearbeitet, und das war sehr lustig. Dann habe ich kürzlich ein
Video mit Kanye West gemacht („Heard Em Say“, 2005). Dafür haben wir nachts im Kaufhaus
Macy’s gedreht. Er hatte ein ganzes Jahr lang versucht, dass wir das zusammen machen, aber es
ist einfach schwierig zu organisieren. Oft ändern sich Dinge im letzten Moment. Man muss sich
in Geduld üben.

Es gibt eine Stelle im Film, wo es heißt: jeder Komiker wäre gern Musiker, und jeder
Musiker glaubt, er sei lustig. Glauben Sie, das stimmt?
Ja. Ich glaube, es ist eine einfache Art, etwas Komplexes auszudrücken. Ich wollte zeigen, dass
Stand-Up Comedy mit Jazz verwandt ist: im Hinblick auf die Improvisation, den festen Rahmen
und die Kommunikation mit dem Publikum. David steht ja sehr auf Jazz, und so habe ich ihn
gebeten, etwas zu sagen über die Parallele, die er zwischen Jazz und der Art seiner Auftritte sieht.

Der Stil von DAVE CHAPPELLE’S BLOCK PARTY unterscheidet sich stark von Ihren
bisherigen Arbeiten. Sie entsagen der Versuchung, technisch zu brillieren. Sie arbeiten sehr
direkt. Es scheint, Sie haben sich sehr gebremst.
Ich glaube nicht. Im Nachhinein kommt es mir vor, als hätte ich einfach nur das gemacht, was
eben gemacht werden musste. Ich wollte zeigen, welche Energie bei diesem Konzert in der Luft
lag. Es ging darum, den künftigen Zuschauern ein paar Menschen nahe zu bringen, ihnen auf
gleicher Augenhöhe zu begegnen.

Sie haben also versucht, mitten im Geschehen dabei zu sein, unbemerkt zu beobachten?
Das wäre zu wenig. Wenn Sie Wyclef Jean sehen, der vor der BrassBand läuft und Orgel spielt,
dann können Sie davon ausgehen, dass sich das nicht zufällig ergeben hat. Diese Momente haben
wir hergestellt. Ich habe gesagt, holt die Orgel in den Schulhof, bringt Wyclef Jean her und stellt
die Brass Band dorthin ... und dann schauen wir passiert. Ich richte einen Rahmen ein, was sich
daraus entwickelt, ist aber spontan. Ich habe keine Vorgaben gemacht, noch nicht mal Wünsche
geäußert, worüber sie sich unterhalten sollten. Es ging nur darum, für sie eine Situation zu
schaffen, in der sie natürlich sein konnten und die für die Zuschauer interessant sein würde. Noch
etwas anderes: Ich habe der Brass Band vorgeschlagen, dass sie zu einem Stück von Kanye
spielen, dann habe ich Kanye dieses Stück selbst spielen lassen. Wir haben ihn und die
BrassBand separat gedreht, aber im Schnitt zusammengebracht, also eine visuelle Verbindung
hergestellt. Sie sehen also, dass es um mehr ging, als einfach nur dabei zu sein, die Kameras
laufen zu lassen und zu protokollieren, was gerade irgendwo abgeht.
Im Sommer 2004 haben Sie zwei Filme parallel gedreht. Gab es keine Überschneidungen?
Die Arbeit an meinem Spielfilm Science of Sleep verlief in zwei Etappen: im Juli und August
2004 haben wir die animierten Sequenzen produziert, die Szenen mit den Schauspielern sind im
Januar 2005 entstanden. Der September 2004 war für die Dreharbeiten von DAVE
CHAPPELLE’S BLOCK PARTY reserviert. Der Schnitt von BLOCK PARTY wiederum war
zweigeteilt, die erste Hälfte ging vor dem Januardreh von Science of Sleep über die Bühne. Ab
März 2005 haben wir parallel an beiden Filmen gearbeitet.

Bei ihren bisherigen Spielfilmen Vergiss mein nicht! und Die Krone der Schöpfung, haben
Sie mit dem legendären Drehbuchautor Charlie Kaufman zusammen gearbeitet. Das
Drehbuch für Science of Sleep ist ohne Kaufmans Mitarbeit entstanden. War es leichter
oder schwerer ohne ihn?
Es ist immer schwer, ob mit oder ohne Charlie Kaufmann. Schwer ist es, wenn sie sich ständig
mit vier Sichtweisen auseinandersetzen müssen. Denn Charlie hatte immer mindestens vier
Sichtweisen auf ein gegebenes Problem – und alle waren fantastisch. Er ist ein Genie. Er ist
unheimlich kreativ und ihn an der Seite zu haben, war entscheidend für mich. Aber manchmal
müssen Sie mit ihren Schauspielern kommunizieren und einen Weg finden, sich schnell und
direkt mit ihnen zu verständigen. Wenn sie dann jemand mit Beschlag belegt und die Energie
abzieht, die sie eigentlich für die Schauspieler brauchen, ist das sehr gefährlich. Das ist so, als
würden Sie versuchen, ihre Kinder zu erziehen, aber die Mutter sagt immer das genaue Gegenteil
von dem, was Sie gesagt haben. Dann ist es mit Ihrer Autorität schnell vorbei. So war das
ungefähr mit Charlie Kaufman. Andererseits: Bei Science of Sleep war ich, obwohl mich mein
Produzent in jeder Hinsicht unterstützt hat, absolut auf mich allein gestellt. Ohne Charlie war ich
ohne Korrektiv, und ich fühlte mich oft nackt. Aber ich sagte mir: das musst Du durchstehen! Du
wirst Dir beweisen, dass Du es schaffst. Dabei war ich mir immer bewusst, dass es auch schief
gehen kann. Das war übrigens häufig ein Thema zwischen Charlie und mir. Bei jedem Projekt,
das wir gemeinsam angepackt haben, wussten wir, dass es auch daneben gehen könnte. Ohne
dieses Risiko hat man keinen Erfolg verdient.
ÜBER DIE FILMEMACHER

MICHEL GONDRY (Regie)
Er ist Spielfilmregisseur, hat unzählige Werbespots gedreht und ist ein gefeierter Guru des
Music-Videos. Vielfach wurde das Multitalent Michel Gondry ausgezeichnet – für sein Drehbuch
zu Vergiss mein nicht! (2004) gewann er 2005 einen Academy Award (zusammen mit Charlie
Kaufman und Pierre Bismuth); einer seiner ersten Commercials – „Drugstore“ (1994) für Levy’s
– erhielt einen Goldenen Löwen beim Werbefilm-Festival in Cannes und steht im Guinness-Buch
der Rekorde als der am häufigsten prämierte Werbefilm aller Zeiten; die Videos, die er seit 1993
für Künstler wie Björk, Kylie Minogue, Daft Punk, Beck und die Chemical Brothers produzierte,
trugen wesentlich dazu bei, dass das Music-Video als Kunstform allgemeine Anerkennung fand.
Und schließlich: bei den jährlichen MTV-Music-Awards oder den Galas der Music-Video-
Production-Association (MVPA) nimmt Michel Gondry regelmäßig mehrere Preise mit nach
Hause, sei es für das „Best Video of The Year“, den „Hall of Fame Video Award“ oder zuletzt
gar die begehrteste Auszeichnung, die die Music-Video-Welt überhaupt zu vergeben hat: den
„Kratz Award for Creative Excellence“.

Während DAVE CHAPPELLE’S BLOCK PARTY entstand, drehte Gondry auch seinen
aktuellen Spielfilm Science of Sleep (2006), der ebenfalls noch in diesem Jahr in die deutschen
Kinos kommen wird.

Im jahr 2003 veröffentlichte Gondry die Aufsehen erregende DVD The Work of Director Michel
Gondry (2003) als Volume 3 des Director’s Labels, bei dem auch die Arbeiten von Chris
Cunningham, Spike Jonze, Mark Romanek und Anton Corbijn erschienen sind. Auf dieser DVD
findet sich neben vielen Videos, Commercials und einigen seiner frühen Kurzfilme die
autobiografische Dokumentation Gondrys I’ve Been 12 Forever (2003).

Gondrys erster Spielfilm Human Natutre - Die Krone der Schöpfung (2001) mit Patricia Arquette
und Tim Robbins wurde 2001 beim Festival von Cannes uraufgeführt. In dieser kindlich-
genialischen Behaviorismus Farce, zu der er das Drehbuch gemeinsam mit Charlie Kaufman (u.a.
Being John Malkovich, 1999) schrieb, jonglierte Gondry mit den Evolutionsstufen der
Menschheit und strickte ganz fröhlich an seinem Crossover-Patchwork aus Dadaismus und
Wissenschaft im Mainstream-Kino.

Gondry wurde 1963 in Versailles geboren. Er studierte Werbe- und Gebrauchsgrafik an der École
Olivier-de-Serres. Mit Kommilitonen gründete er die Pop-Gruppe Oui Oui. Gondry spielte das
Schlagzeug, und er drehte 1987 das erste Video der Gruppe. Danach standen französische
Musiker Schlange, um den jungen Kunststudenten ebenfalls mit Clips zu beauftragen. Seine
jüngste Video-Arbeit drehte er 2005 mit Kanye West („Heard Em Say“, 2005).

Gondry, dessen Großvater Constant Martin 1947 die Clavioline erfand (Prototyp eines
Synthesizers), lebt augenblicklich mit seinem Sohn in New York.
BOB YARI (Produzent)
Als einer der profiliertesten unabhängigen Filmproduzenten seit der Jahrtausendwende gründete
Bob Yari vor drei Jahren sein Unternehmen Yari Film Group (YFG), deren Präsident er auch ist.
YFG ist auf den Gebieten Finanzierung, Produktion und Verleih erfolgreich tätig, immer darum
bemüht, Projekte mit viel versprechendem kreativem Ansatz und kommerziellem Potential unter
seinem Dach zu entdecken, entwickeln und zu forcieren.

Im vergangenen Jahr produzierte Bob Yari zum Beispiel Paul Haggis’ L.A. Crash (2004), der
sich als Dauerbrenner an der Kinokasse erwies, und für sechs Oscars nominiert war. Neben
vielen anderen Auszeichnungen erhielt der Film den Hauptpreis der Screen Actor’s Guild für die
Gesamtbesetzung.

Weitere Produktionen von YFG sind: Richard Shepards The Matador (2005, mit Pierce Brosnan)
und Shainee Gabels Love Song für Bobby Long (2004), dessen Hauptdarstellerin Scarlett
Johansson für den Golden Globe nominiert wurde. Außerdem: Ben Youngers Couchgeflüster –
Die erste therapeutische Liebeskomödie (2005) mit Meryl Streep und Uma Thurman.
Folgende YFG-Produktionen werden im Laufe der nächsten Monate in die Kinos kommen: Mike
Mills’ Thumbsucker (2005, mit Tilda Swinton, Vincent d’Onofrio und Keanu Reeves); Adam
Rapps Winter Passing (2005, mit Ed Harris, Zooey Deschanel und Will Ferrell); Sidney Lumets
neue Arbeit Find Me Guilty (2006) und Mark Rydells Jump Shot (2006) mit Danny DeVito und
Kim Basinger.

Bob Yari ist ausgebildeter Kameramann, er arbeitete für den Produzenten Edgar Sherick, drehte
1989 einen Film als Regisseur (Mind Games, 2003) und zog sich dann für fast ein Jahrzehnt aus
dem Filmgeschäft zurück, um eine Karriere als Immobilienmakler zu verfolgen. Ende der
neunziger Jahre gründete er mit mehreren Partnern ein Netzwerk unabhängiger Unternehmen, die
sich seither auf unterschiedlichen Feldern der Entertainment-Industrie positionierten – darunter
El Camino Pictures, Stratus Film Co., Bob Yari Productions und Bull's Eye Entertainment.


DAVID CHAPPELLE (Produzent, Inititator, Gastgeber)
Von seinem Vorbild und Förderer, dem Fernseh-Komiker Charlie Barnett, lernte Dave
Chappelle, dass Comedians ohne klaren Standpunkt nicht weit kommen. Dieser Maxime ist er
bisher immer gefolgt, hatte ansehnlichen Erfolg damit und brachte sein überwiegend schwarzes
Publikum quer durch Amerika zum Lachen.

Seine Karriere als Stand-Up Comedian begann, als er noch ein Teenager in Washington, D.C.
war. Kaum 20, sah er sich immer häufiger auf der Bühne als Dialog-Partner solcher Show-
Größen wie Aretha Franklin, Whoopi Goldberg und dem one and only Richard Pryor.

Seither ist Dave Chappelle zum Dauergast im Fernsehen geworden – erst als Stargast der
unterschiedlichsten Fernsehshows aber immer wieder auch in Kinofilmen, zum Beispiel in Mel
Brooks’ Robin Hood: Helden in Strumpfhosen (1993), in Tom Shadyacs Der verrückte Professor
(1996) als Partner von Eddie Murphy, in Norah Ephrons E-M@il für Dich (1998) oder in Tamra
Davis’ Half Baked (1998), bei dem er auch als Co-Autor des Drehbuchs fungierte.
Die von ihm ins Leben gerufene Show („Chappelle’s Show”), an deren Sketchen und Dialogen er
immer auch mitschreibt, brachten ihm mehrere Emmy- und NAACP-Nominierungen ein. Beide
Staffeln seiner Show entwickelten sich, nachdem sie auf DVD erschienen waren, zu den meist
verkauften Fernsehaufzeichnungen aller Zeiten, und Sätze aus seinen Programmen sind in den
Sprichwortschatz der amerikanischen Sprache eingegangen.

Die beiden Aufzeichnungen seiner Live-Auftritte – „Killin’ Them Softly“ (2000) und „For What
It’s Worth“ (2004) – wurden ebenfalls zu Verkaufsschlagern, sowohl bei ihrer Ausstrahlung, als
auch in den Top-Selling-Listen der DVD-Verkäufe.


JULIE FONG (Producer)
Die Spannweite ihrer Produzententätigkeit umfasst Spielfilme, Fernseh- und Videoproduktionen,
Dokumentationen und Werbespots.

Nach ihrem Abschluss an der UCLA begann Julie Fong als freie Mitarbeiterin verschiedener
Music-Video Produktionen. Sie hatte das Glück auf Künstler zu treffen, die sie forderten und
förderten, darunter Joe Cocker, Celine Dion und Will Smith. Für ihre Arbeit als Produzentin von
„Sting – Ten Summoners Tales“ (1993) gewann sie einen Grammy.

In der Folgezeit versuchte sie ihr Erfahrungsfeld zu erweitern und wechselte zu einer
Produktionsfirma für Werbespots. Im Laufe der kommenden Jahre entwickelte und produzierte
sie Spots für die folgenden Unternehmen: BMW, Diet Coke, Gap, Nike und Pepsi. 1994 lernte
sie bei der Produktion eines Spots für Levi’s („Drugstore“, 1994) Michel Gondry kennen. Für
diesen Spot erhielt sie gemeinsam mit dem Regisseur den Goldenen Löwen beim Werbefilm-
Festival in Cannes und erwarb sich darüber hinaus einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde:
als Produzentin des am häufigsten prämierten Werbespots aller Zeiten.

Mitte der neunziger Jahre fungierte sie als Verantwortliche aller Produktionen von ZM
Productions. In dieser Eigenschaft initiierte sie die Aufsehen erregende Dokumentation „60
Years of Life“ (1996) zum Jubiläum des Life-Magazine. Bei dieser mit mehreren Emmys
ausgezeichneten Produktion kümmerte sie sich unter anderem darum, prominente ‚Zeugen’ wie
James Stewart oder Drew Barrymore für einzelne Abschnitte der Geschichte des Magazins zu
gewinnen

Seit dem bereits erwähnten Spot für Levi’s arbeitete Julie Fong bei den meisten Projekten von
Michel Gondry mit ihm zusammen. Ihr erstes gemeinsames Spielfilm-Vorhaben war Human
Nature - Die Krone der Schöpfung (2001), gefolgt von Vergiss mein nicht! (2004).

Seit einigen Jahren ist Julie Fong Geschäftsführerin von Partizan Films, Michel Gondrys
Produktionsfirma, unter deren Dach seine Videos und Werbespots entstehen – zuletzt für Kanye
West „Heard Em Say“ (2005) und für die White Stripes „The Denial Twist“ (2005).
ELLEN KURAS, ASC (Kamera)
Beim Festival in Sundance scheint sie auf Preise abonniert. Es gibt nur wenige andere
Kamerakünstler, die dort bereits viermal Auszeichnungen für ihre Kameraarbeit erhalten haben:
für Tom Kalins Swoon (1992), für Rebecca Millers Angela (1994) und für Personal Vocity:
Three Portraits (2003), ebenfalls von Rebecca Miller. Für den letztgenannten Film wurde sie
auch für den independent Spirit Award nominiert.

Darüber hinaus fotografierte sie Steve McLeans Postcards From America (1994), Mary Harrons I
Shot Andy Warhol (1997), Ted Demmes Blow (2001), mehrere Filme von Spike Lee – u.a
Bamboozled (1999) und Summer of Sam (2000) – zwei Episoden von Jim Jarmuschs Coffee &
Cigarettes (1999/2001) sowie Michel Gondrys Vergiss mein nicht! (2004). Immer wieder ist sie
die erste Wahl, wenn es darum geht, Geschichten mit Musikern in Bilder umzusetzen. So drehte
sie in der jüngsten Vergangenheit mit Martin Scorsese No Direction Home: Bob Dylan (2005),
mit Jonathan Demme Neil Young: Heart of Gold (2006) und in Gemeinschaftsarbeit mit der
Fotografin Annie Leibowitz einen Werbefilm für die Brooklyn Academy of Music.


LAURI FAGGIONI (Production Design)
Lauri Faggioni arbeitete erstmals mit Michel Gondry bei dessen Kurzfilm One Day (2001)
zusammen. Seither war sie bei all seinen Video-Clips, bei Gondrys semi-fiktionalem und semi-
autobiographischem I’ve Been 12 Forever (2003) und schließlich auch bei Science of Sleep
(2006), seinem aktuellen Spielfilm, mit dabei.

Für ihre Choreographie des Clips zu Gary Jules’ und Michael Andrews’ Song „Mad World“
gewann Lauri Faggioni 2005 den Preis der Music Video Production Association (MVPA).
Danach übertrug ihr Gondry die Co-Regie bei dem Animationsvideo für Devendra Banharts A
Ribbon, wofür sie 2005 einen weiteren Preis der MVPA gewann.

Vor ihrer Film- und Videokarriere war Lauri Faggioni Eigentümerin und Geschäftsführerin des
Textil- und Antiquitätengeschäfts ‚Lake’ in Manhattan.
SARAH FLACK (Schnitt)
Für den Schnitt von Sofia Coppolas Lost in Translation (2003) erhielt Sarah Flack 2004 einen
BAFTA-Award, sowie eine Nominierung für den Hauptpreis des amerikanischen Verbands der
Filmcutter, den American Cinema Editor’s Eddie Award.

Sarah Flack hat mehrfach mit Steven Soderbergh zusammen gearbeitet, unter anderem bei
Schizopolis (1996), The Limey (1999) und Full Frontal (2002). Zu ihren weiteren Arbeiten als
Cutterin gehören u.a. John Polsons Swimfan (2002) und Edward Burns’ Looking For Kitty
(2004).

Sarah Flack absolvierte an der Brown University ein Bachelor-Studium in Politikwissenschaften
und Semiotik.


JEFF BUCHANAN (Schnitt)
Jeff Buchanan wirkt seit sechs Jahren in unterschiedlichen Funktionen bei Projekten von Michel
Gondry mit. Seine erste Arbeit als verantwortlicher Cutter lieferte er bei I’ve Been 12 Forever
(2003) ab, danach kümmerte er sich um sämtliche Bonus-Materialien der DVD-Edition von
Vergiss mein nicht! (2004). Als Cutter und Co-Regisseur fungierte er bei den Videos The Denial
Twist (2005) und Heard Em Say (2005) von Kanye West.

Jeff Buchanan ist auch Editor der DVD-Serie „Director’s Label“, bei dem seit 2003 Künstler wie
Anton Corbijn, Chris Cunningham, Jonathan Glazer, Spike Jonze, Mark Romanek, Stephane
Sednaoui und Michel Gondry ihre Video-Arbeiten veröffentlicht haben.


COREY SMYTH (Music Supervisor)
Corey Smyth gehört seit Dave Chappelles Anfängen zum festen Team des Comedian. Während
seiner regelmäßigen Show („Chappelle’s Show“) war er für das Line-Up der Musiker und der
anderen Gäste verantwortlich.

Als Corey Smyth noch aufs College ging, gründete er die New Yorker Künstleragentur
Blacksmith Management, das sich über die Jahre zur ersten Adresse für engagierte Musiker und
Soundtechniker entwickelte. Die Agenten von Blacksmith haben sich immer auch auch als
Talentscouts verstanden.
Zu den ersten Musikern, die von Corey Smyth vertreten wurden, gehörten De la Soul, Res und
Black Star. Später kamen u.a. Mos Def und Talib Kweli dazu.

2005 unterzeichnete Blacksmith einen Label-Vertrag mit Warner Bros. Records, nach dem die
Blacksmith Music Corporation ins Leben gerufen wurde. Über diesen Deal hat sich Blacksmith
in die Lage versetzt, die notwendige Manpower und Technik für Produktionen im eigenen Haus
zu bündeln, ohne dass dies die vielfältigen Aktivitäten nach außen beeinträchtigen würde.
SOUNDTRACK
1. Hip Hop - DEAD PREZ
2. Definition - BLACKSTAR
3. Golden - JILL SCOTT
4. Universal Magnetic - MOS DEF
5. The Blast - TALIB KWELI, ERYKAH BADU
6. The Light - COMMON, ERYKAH BADU, BILAL
7. Boom - THE ROOTS, BIG DADDY KANE, KOOL G RAP
8. Back In the Day - ERYKAH BADU
9. The Way - JILL SCOTT
10. Umi Says - MOS DEF
11. You Got Me - THE ROOTS, ERYKAH BADU, JILL SCOTT
12. Born & Raised - BLACKSTAR

								
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