kulturportfolio allgemeines

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					Bausteine zur Kulturportfolio-Arbeit

Was heißt "Kultur" im Zusammenhang mit "Kulturportfolio"?

Kultur ist alles, was die SchülerInnen - auch unter Anleitung des/der LehrerIn - als
Kultur thematisieren können.

Welche Ziele sollen mit der Kulturportfolioarbeit verbunden werden?

o Eine Leistungsdokumentation zur Frage
"Welche Fertigkeiten, welche Kompetenzen, welches Wissen habe ich im Bereich
der Kultur erworben?" erstellen. Also: "Was kann ich, was weiß ich, was kenne ich?"

o Sicherung einer großen Bandbreite von Arbeiten und Kompetenzen

o Selbstreflexion fördern, Stärkenorientierung fördern, Integration verschiedener
Bereiche des Deutschunterrichts.

Für welchen Zeitraum soll das Portfolio angelegt werden?

5 Jahre; abschnittsweise Gliederung in Schuljahre.

Das Kulturportfolio wird über diese 5 Jahre als Prozessportfolio geführt; das heißt,
dass darin vorerst alle relevanten Arbeiten, Überarbeitungen etc. gesammelt werden.
Damit wird der Entwicklungsprozess dargestellt. Gegen Ende des 5. Jahrgangs
erstellen die SchülerInnen ihr Vorzeigeportfolio. Das heißt, sie wählen aus der
gesamten Sammlung jene Arbeiten aus, mit denen sie ihre Leistungen
dokumentieren möchten.

Wie steht das Portfolio zum Unterricht?

Die Kulturportfolio-Beiträge werden innerhalb und außerhalb des Deutschunterrichts
erarbeitet.

Welche Beiträge werden im Portfolio gesammelt?

o Arbeiten, die die o. a. Grundsatzfrage beantworten.

o In Frage kommen 5 Typen von Beiträgen:

• Beiträge, die vom Lehrer/von der Lehrerin definiert werden:

Pflichtbeiträge

Wahlpflichtbeiträge: aus einem größeren definierten thematischen Bereich des
Unterrichts wählt der/die Schülerln jenes Arbeitsergebnis/jene Arbeitsergebnisse
aus, mit dem/denen er/sie den Lern-/Kompetenzzuwachs dokumentieren möchten
(z. B. "Kurs-Portfolio", "Lese-Portfolio")
• Beiträge, die unabhängig von der Initiative des Lehrers/der Lehrerin entstehen. Sie
können auch völlig unabhängig vom Unterricht und außerhalb des Unterrichts
aufgrund der Eigeninitiative des Schülers/der Schülerln ihren Ursprung haben:

Kürbeiträge: Beiträge, die der/die Schülerln aufgrund seines Interesses, seiner
Neigungen etc. ausarbeitet

Nimmt ein/e Schülerln einen solchen Beitrag in Angriff, gibt er/sie vorab dem/der
Lehrerin bekannt: das Thema; welchen Zweck und welche Ziele er/sie mit dieser
Arbeit verbindet.

Dokumentationen: Damit wird ein einfacher Beleg für eine produktive oder rezeptive
Aktivität im Bereich von Kunst/Kultur geliefert (z. B. Eintrittskarte). Dazu Fakten und
eine sehr knappe Erklärung, warum diese Aktivität dokumentiert wird und also
wichtig ist.

Welchen Stellenwert haben Kürbeiträge?

Kürbeiträge entstehen aufgrund der Eigeninitiative des Schülers/der Schülerin. Wer
die Chance haben möchte, eine sehr gute Gesamtbeurteilung zu erreichen, muss
Kürbeiträge vorliegen. Dabei kommt es in erster Linie nicht auf die Anzahl der
Kürbeiträge, sondern auf ihre Qualität, auf die deutlich sichtbare Eigenständigkeit. Es
kann eventuell eine sichtbare Schwerpunktbildung geachtet werden, wobei diese
nicht mit einem einzigen Kürbeitrag erfolgen kann.

Was befindet sich in der Portfolio-Mappe?

o Beiträge (Belegstücke, Arbeitsergebnisse)

o Reflexionen: Beilageblätter zu den Beiträgen, Cover Letter

o Rückmeldungen von anderen, auch Außenstehenden (Keeper Letter),
Beurteilungen (Beurteilungsraster, die klare, nachvollziehbare Kriterien nennen)

Wie werden die Reflexion und Selbstorganisation der Portfolioarbeit angeregt
und organisiert?

Vorgegebene Beiblätter zu den Beiträgen, Selbstbeurteilungsbögen (mit klaren
Kriterien) zu den einzelnen Beiträge, Kooperation unter den Schülerinnen, Richtlinien
für den Cover Letter

Was beinhaltet das Beiblatt zu einem Kulturportfolio-Beitrag?

o Name, Klasse, Schuljahr, Datum

o Titel des Beitrags

o Art der Aufgabe, die bearbeitet wurde.

o Wie ich an dieser Aufgabe gearbeitet habe.
o Warum dieser Leistungsnachweis für das Kulturportfolio ausgewählt wurde.

o Was an diesem Beitrag gelungen ist.

o Was der/die Verfasserln anhand dieses Leistungsnachweises gelernt hat.

o Was dieser Beitrag von der Arbeit des Verfassers/der Verfasserin zeigt.

Wie werden die Portfolios wahrgenommen und anerkannt?

o Rückmeldungen von Mitschülerinnen

o Rückmeldung des Lehrers

o Möglichkeit, sich von außerhalb Rückmeldung zu holen (Keeper Letter)

o Benotung: Die Portfolios bzw. die einzelnen Sammelstücke werden nicht benotet.
Ihre beurteilungsmäßige Berücksichtigung finden sie in der Mitarbeitsnote. Da das
Kulturportfolio in der Unterrichtsarbeit einen hohen Stellenwert hat, hat es für die
Mitarbeitsnote sehr großes Gewicht, daher auch für die Gesamtbeurteilung. Das
Gewicht des Kulturportfolios nimmt mit den Jahrgängen zu.

Wo sollen die Portfolios aufbewahrt werden?

Bei den SchülerInnen.

Was beinhaltet der Cover Letter?

Das Kulturportfolio wird von einem Cover Letter eingeleitet. Dabei handelt es sich um
ein Vorwort, eine Einführung für den/die Leserln. Der Cover Letter muss

o Selbstreflexion/Selbstbeurteilung zeigen, d. h. die Fähigkeit zur Selbstreflexion
des/der Schreibenden belegen,
oden Wissens- und Kompetenzzuwachs des/der Schreibenden reflektieren,

o die getroffene Auswahl der Beiträge begründen,
oden Entstehungsprozess der ausgewählten Beiträge reflektieren,

o die Stärken eines jeden Beitrags erläutern.

Welche Prüfung ist gegebenenfalls mit dem Portfolio verbunden?

Das Kulturportfolio ist It. Lehrplan Teil des Lehrstoffs. Es kann daher mit allen
Prüfungen verbunden werden. Insbesondere besteht für SchülerInnen die
Möglichkeit, mit dem Fach "Kultur" eine Teilprüfung der mündlichen Reife- und
Diplomprüfung abzulegen. Das Kulturportfolio ist dabei Ausgangpunkt der
AufgabensteIlungen.
Auswahlkriterien
Das Portfolio ist ein Vorzeigeportfolio, also eines, Leistungsresultate zeigt. Auf
Wunsch des Schülers/der Schülerln kann es auch den Lernprozess und Lernwege
darstellen.

Das Vorzeigeportfolio beinhaltet zumindest ein Inhaltsverzeichnis, einen Cover Letter
sowie die ausgewählten Beiträge.

Grundsätzliche Frage
"Was aus meiner Sammlung möchte ich unter dem Gesichtspunkt 'Was ich kann,
was ich weiß, was ich kenne' als meine Leistungsresultate präsentieren?"

Bewertungskriterien
      Das Portfolio zeigt eine weite Sichtweise von Kultur.
      Das Portfolio zeigt eine Vielfalt von Inhalten.
      Das Portfolio zeigt eine große Breite von Wissen.
      Das Portfolio zeigt eine Vielfalt von Kompetenzen.
      Das Portfolio zeigt eine Vielfalt von Darstellungsweisen.
      Das Portfolio zeigt Schwerpunkte.
      Das Portfolio zeigt eine ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstreflexion.
      Das Portfolio zeigt eine Fähigkeit zur Selbstdarstellung.
      Das Portfolio ist klar formuliert und zeigt einen entwickelten Sprachgebrauch.
      Das Portfolio ist sprachlich und orthografisch korrekt.
      Das Portfolio ist ästhetisch gestaltet.
Jahresportfolio 2008/09

Bewertungskriterien

Mein Kultur-Portfolio zeigt deutlich, ...
... dass ich mich um Übersichtlichkeit und Ordnung bemüht habe
        (alle Beiträge sind vollständig, nummeriert und in einer Übersicht
        aufgelistet).
... dass ich mich um schöne Gestaltung bemüht habe (formal schöne
        Gestaltung der einzelnen Beiträge, individuelle Gestaltung des
        Titelblattes, der Hintergrundbilder) .
... dass ich die Pflichtbeiträge mit einigem Aufwand, daher
        ausreichend lang sowie inhaltlich gut und vollständig bewältigt habe.
... dass ich durch Kürbeiträge einen deutlichen individuellen
        Schwerpunkt gesetzt habe.
... dass ich meine Kompetenzen im Bereich der Kultur in diesem
        Jahr erweitert habe.
... wie ich meine Kompetenzen im Bereich der Kultur in diesem Jahr
        erweitert habe.
... dass ich meinen Kompetenzzuwachs und den damit verbundenen
        Arbeitsprozess reflektiert habe. Ich habe Schlussfolgerungen aus
        meiner Arbeit gezogen.
... dass ich die Fähigkeit, meine Leistungen selbst einzuschätzen,
        kultiviert und weiterentwickelt habe.
... dass ich meine Beiträge, die Produkte meiner Arbeit, durch
        gezielte Überarbeitung weiter verbessert habe.
... dass ich mich sprachlich-stilistisch und in Bezug auf die normative
        Richtigkeit weiterentwickelt habe. Das wird durch die weitgehende
        Fehlerfreiheit meiner Beiträge dokumentiert.

				
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