H�nde weg vom Jugendarbeitsschutzgesetz!
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- 5/27/2012
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- German
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Document Sample


Hände weg vom
Jugendarbeitsschutzgesetz!
Arbeit schadet nicht
ODER?
1
Regelungen im JArbSchuG:
• Sorgt dafür, dass Du nicht als
vollwertiger Arbeitsnehmer eingesetzt
wirst
• regelt Berufsschule, Schicht-, Nacht-
und Akkordarbeit, gefährliche Arbeiten,
Überstunden u.v.m.
2
Warum jetzt diese Diskussion?
2006:
Die Große Koalition ist der Auffassung,
dass das JArbSchG geändert werden
muss.
Eine gemeinsame Arbeitsgruppe von
Bund und Ländern sollen der Forderung
einiger Länder und der AG-Verbände
nachgehen.
3
Woher kommt die „Idee“?
Grundlage dafür ist ein zentrales Papier
des saarländischen Ministeriums für
Wirtschaft und Arbeit:
„Annäherung an das veränderte Freizeit-
verhalten von Jugendlichen und der
Anpassung an betriebliche Erfordernisse.“
4
Forderungen des Saarlandes:
• Höchstarbeitszeiten in Hinblick auf die Ruhezeiten
anheben, d.h.
- 30min Pause bei 8h Arbeit
- 60min Pause bei mehr als 8h Arbeit
• das Beschäftigungsverbot für Jugendliche zu
bestimmten Tageszeiten und somit ihr Recht auf
Nachtruhe drastisch einzuschränken
- Arbeit generell zw. 6 und 22 Uhr zulässig
- in Hotels und Gaststätten bis 23 Uhr
- in Bäckereien schon ab 4 Uhr
5
Forderungen des Saarlandes
• Beschäftigungsverbote für Jugendliche an
Samstagen und Sonntagen einzuschränken bzw.
aufzuheben
- Samstagsarbeit prinzipiell zulässig
- Sonntagsarbeit in vielen Branchen zulässig
( z.B. Krankenhäuser und Gaststätten)
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Begründung
• Verbot: „nicht mehr zeitgemäß“
• Zulassung: „erleichtert die
Dienstplangestaltung der Arbeitgeber“
7
Begründung
• Züchtigungsverbot soll gestrichen
werden
„Das Verbot besteht bereits durch
strafrechtliche Bestimmungen“
8
Wann die kommt Änderung?
Die Hamburger Abgeordneten Gesine Dräger und Britta
Ernst (SPD) haben am 14.5.07 eine
Schriftliche Kleine Anfrage
an den Senat gestellt, wo sie ihn mit den
Verschlechterungen bezüglich der Überarbeitung des
JArbSchG konfrontierten.
Der Senat hat geantwortet, dass er sich mit den Änderungen
noch nicht befasst habe.
Ein Abschluss der Arbeit der Bund-Länder- Arbeitsgemein-
schaft ist frühestens Ende 2007 zu erwarten.
9
Was sagen die Parteien?
CDU/CSU:
- geben kein einheitliches Bild ab
- Überarbeitung steht nicht im
Koalitionsvertrag
- Pro- und Kontra- Stimmen
10
Was sagen die Parteien?
FDP/Union
- keine tarifvertraglich gesicherte Übernahme nach der
Ausbildung mehr
- Ausbildungsvergütungen dürfen künftig 1/3 unter dem
Tarifvertrag bzw. branchenüblichen Vergütungen nach
unten abweichen
- Azubis sollen zeitl. flexibler eingesetzt werden können
- Ausbildung verkürzen, d.h. Stufenausbildung und
zweijährige Berufsausbildung sollen kommen
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Begründung
junge Leute sollen früher in die Renten- und
Sozialkassen einzahlen
Ausbildungsplatzkrise sei Folge einer zu starken
Belastung der Unternehmen
die Betriebe bräuchten größere „wirtschaftliche
Spielräume“
Fazit: Ausbildung soll billiger werden, die Qualität
dabei geht flöten
12
Was sagen die Parteien?
• SPD: - mehrheitl. gegen Verschlechterung
- Positionierung hängt aber vom polit. Druck ab
• Grüne: - Erhalt der JArbSchG
- Ausdehnung widersprochen
• Die Linke: - lehnt Verschlechterung strikt ab
- tritt als einzige Fraktion für eine
Ausdehnung der Schutzrechte ein
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Ziel der Gewerkschaften
• JArbSchG soll seinen Namen verdienen
• soll die Gesundheit schützen, denn wer als
Jugendlicher zu lange, zu früh oder zu
schwer arbeitet, hat die Folgen im Alter zu
tragen
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Forderungen der Gewerkschaften
generelle Ausweitung des Gesetzes bis zum
vollendeten 25. Lebensjahr
auch über 18-jährige sollten nach Berufsschulttag
nicht mehr in den Betrieb müssen
der Arbeitgeber soll den Jugendlichen an zwei Tagen
vor der schriftl. Abschlussprüfung freistellen
Höchstzeiten für Schichtzeit sollen verkürzt und
Ausnahmen eingeschränkt werden
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Forderung der Gewerkschaften
keine Beschäftigung nach 18 Uhr, am Tag vor der
Berufsschule, wenn der Unterricht vor 9 Uhr beginnt
Urlaub für alle Jugendlichen 30 Arbeitstage
keine Beschäftigung in Akkord und mit
Lohnanreizsystemen
Züchtigungsverbot soll durch allg. Misshandlungs- ,
Belästigungs- und Diskriminierungsverbot ersetzt
werden
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