Pragmatik dhi

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					Pragmatik / Pragmalinguistik
Das semiotische Dreieck von Morris (1938)
Sprachlicher Ausdruck – Sprachliche Äußerung
   sprachlicher Ausdruck: eine identifizierbare sprachliche Einheit
    mit charakteristischen Eigenschaften.
   sprachliche Äußerung: ein sprachlicher Ausdruck, der in einer
    konkreten Situation, in einem bestimmten Kontext, von einem
    Sprecher artikuliert oder von einem Hörer wahrgenommen wird.
Wichtige Themenbereiche
   Sprechakttheorie: Sprachliches Handeln, i.e. Vollziehen von Handlungen mit
    Hilfe von sprachlichen Äußerungen.
   Konversationelle Implikaturen: Tatsächlich kommunizierte oder intendierte
    Inhalte von Äußerungen, die mit Hilfe von allgemeinen Annahmen, kulturellen
    Konventionen usw. rekonstruiert werden müssen.
   Präsuppositionen: Notwendige Bedingungen zur sinnvollen Verwendung und
    korrekten Interpretation von sprachlichen Ausdrücken.
Die Sprechakttheorie
   Wittgenstein: sprachliche Äußerungen könnten nur in Relation zu den
    Handlungen, die mit ihnen vollzogen werden, richtig verstanden werden
   John Langshaw Austin (1911–1960)  die Sprechakttheorie / sprachliches
    Handeln: Vollziehen von Handlungen durch sprachliche Äußerungen.
   John Rogers Searle (geb. 1932)  Weiterführung der Theorie
Teile des Sprechaktes nach Austin
   Die kleinsten Einheiten der sprachlichen Kommunikation
   1. lokutionärer Akt
       1.1. phonetischer Akt
       1.2. phatischer Akt
       1.3. rhetischer Akt
   2. illokutionärer Akt
   3. perlokutionärer Akt
Inhalts- bzw. Beziehungsaspekt von Sprechakten
   Aspekte von Sprechakten:
       Inhaltsaspekt
       Beziehungs- /Bedeutungsaspekt
   Beispiel: „Fenster zu!” brüllen
       Inhaltsaspekt?
       Beziehungsaspekt?
Explizite bzw. implizite Sprechaktformeln
   Sprechaktformeln:
       Explizite Sprechaktformel
       Implizite Sprechaktformel
   Kulturspezifische Unterschiede!
   Beispiele:
       Einladung ablehnen
       Begrüßungs- und Verabschiedungsformel
       Höflichkeitsfloskeln
Implikatur
   Def: Bedeutungsaspekt, der nicht aus der semantischen Referenz oder den
    Wahrheitsbedingungen eines sprachlichen Ausdrucks, sondern nur mit Hilfe von Konnotationen
    oder zusätzlichen Annahmen über den Zweck einer Äußerung (kommunikativer Akt) oder
    grundlegenden Prinzipien der Verwendung von Sprache abgeleitet werden kann.
   sind keine logischen Implikationen oder semantischen Konsequenzen
   Beispiele:
       a. Die Biene ist ein Insekt.
       b. Die Biene ist ein Tier.
       c. Alfred arbeitet, aber Babsi sitzt noch im Zug.
       d. Alfred arbeitet.
       e. Babsi arbeitet nicht.
       f. Babsi kommt wahrscheinlich zu spät zur Arbeit.

Präsupposition
   Def: Hintergrundannahme in Bezug auf eine Äußerung, die unter anderem
    durch folgende Eigenschaften charakterisiert ist:
       muss von Sprecher und Hörer gleichermaßen als wahr oder erfüllt betrachtet werden,
        damit die Äußerung in dem jeweiligen Kontext sinnvoll ist.
       ist unabhängig vom Satzmodus der Äußerung
       wird oft durch ein Wort oder grammatisches Merkmal in der Äußerung ausgelöst
   Beispiele:
       a. Alfred ist zu Hause.
       b. “Alfred” bezeichnet jemanden.
       Begriff der Existenzpräsupposition
Anwendung im FSU
   Ausgangspunkt / Problem: Situationsadäquat, ohne
    Missverständnisse kommunizieren zu können.  Vermittlung neben
    linguistischer auch kommunikativer Kompetenz.
   In Lehrbüchern:
       Unterordnung der Grammatik den kommunikativen Absichten
       Hinweis auf kulturspezifische Unterschiede
Literatur
   Forgács E. (2001): Nyelvi játékok a reklámban. In: A reklámról - ma - Magyarországon. Szerk.
    Salánki Ágnes. Budapest: Eötvös József Könyvkiadó. 111.
   Hufeisen, B; Neuner, G. (1999): Angewandte Linguistik für den fremdsprachlichen Deutschunterricht.
    Fernstudieneinheit 16. Eine Einführung, Langenscheidt Schulbuch
   Knapp, Karlfried et al. (2007): Angewandte Linguistik. Ein Lehrbuch. Tübingen: Franke.
   Meibauer, J. (2001): Pragmatik: Eine Einführung. 2. Auflage. Tübingen: Stauffenburg Verlag.
   Salánki Ágnes (szerk.) (1997): Angewandte Linguistik. Német nyelvészeti szöveggyűjtemény.
    Budapest: Eötvös József Könyvkiadó
   Szili Katalin (2004): Tetté vált szavak. Budapest: Tinta Kiadó.

				
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