Kennzeichen des Lebens

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Kennzeichen des Lebens Powered By Docstoc
					898249 2002W Einführung in die Zoologie Barth                           06.05.2003

ventral: unten, bauch
ektoderm: außen
oral: mundwärtig, <--> aboral
anterior: kopfende <--> posterior
hypertonisch: größere teilchenanzahl --> wasseranziehend <--> hypotonisch
isotonisch: c außen und innen gleich


Kennzeichen des Lebens
metabolismus
fortpflanzung + vermehrung: ungeschl/geschl: variation, selektion, individualität
wachstum + entwicklung: verharren nicht, zellteilung
        lebenszyklus: entwicklung, gestaltbildung, wachstum, reproduktion, altern, tod
evolitionäre anpassung: variation + selektion: gerichtet
        schutzmechanismen: hohe fruchtbarkeit, verteidigung: schnell, intelligent..
reizbarkeit--> reaktion auf umwelt
zelluläre organisation: einheit = die zelle
regelsystem: aufrechterhalten gewisser bedingungen - homöostase: temp, osmot konzentration

voraussetzungen für leben
temp (enzyme: katalysatoren, aktives + regulatorisches zentrum)
atmosphäre: früher: H2O, CO2, CO, N2, CH4, NH3 jetzt: N2, O2, O3, NO2: schutz vor strahlung
wasser: 70% der masse, lösungsmittel, substrat (zb oxidation, photosynth), reaktionen im
       wässrigen millieu schneller, besser
       hohe spezifische wärme (wärmekapazität C = m*c)--> isothermie: temp halten
größe: chemie untere grenze, mechanik obere
elemente: 95% organ. verb (C, H, O, N, P, S) 5% mineralien

sonnensystem:
jupiter, saturn: dichte atmosphäre
mond: keine luft, wasser
mars: dünne atm (CO2, H2O) -60 – 15°C, CO2 als wachstumsindikator
        bodenproben: + nährlösung: O2 + N2 gehalt leicht verändert, chemisch erklärbar

zunahme der komplexität
atome --> moleküle/makromoleküle –(leben)-->protocyte –(organellen/strukturelle
untereinheiten)--> eucyte –(gewebe/zellen gleicher differenzierung)--> zellverband –(organe/
gewebe versch. diff.) --> mehrzellige pflanzen, tiere –(arbeitsteilung unter individuen)-->
staatenbildung (insekten, menschen)

prokaryonten: kein kern (ringf. dna = bakterienchromosom), plasmide, wenig strukturiert,
keine mitochondrien/chloroplasten/cytoskelett, 1-10µm, flagellen, durchschnürung
eukaryonten: echter zellkern (doppelmembran), meist aerob, cytoskelett.., 10-100µm, mitose

hauptbestandteile von organismen
wasser 75-85%       proteine 10-20% (CHONS)             lipide 2-3% (CHONSP)
kohlenhydrate 1-2% (CHO)           dna, rna 0,4% (CHONP)
ionen 1,5% (Na K Mg Ca Cl) in anionen (SPN)
spurenelemente: Mn Fe, Cu, Co, Zn, J, nebengruppen, leicht e- aufgen --> e- transport
HOCN: 99%, leicht, doppel, dreifachbindungen
SP: freie 3d orbitale, reaktiv

energiefluß: erde offenes system, alles durch photosynth eingebracht
materie: geschlossenes system
lebewesen: offene systeme
C- kreisl.: durch phytoplankton (--> fossile brennstoffe) oder pflanzen fixiert, durch
atmung/verbrennung frei

reiche: plantae, fungi, animalae, protista (protozoa, protophyta), monera (eu + archaebacteria)
gibt 1,2 mio tierarten beschrieben = 1% der biomasse (400000 pflanzen 99%), meiste bei
größe von ~1cm, insekten dominant
tierstämme: (protozoa 20000), porifera 5000, coelenterata (cnidaria, ctenophora) 9700,
plathelminthes 16000, nematodes 10000, mollusca 130000, annelida 17000, arthropode
900000, echinodermata 6000, chordata 45000 (säuger 4000)



porifera:
sessil, ungegliedert, kein ns, muskelzellen, organe, gewebe, nur lagerbildung, zwitter
skelett durch sclerocyten --> größere oberfl
außen: epithelartige: pinacocyten
mitte: archaeocyten, amoebocyten --> gameten (auch aus choanocyten)
innen: choanocyten, über phagocytose aufgenommen

coelenterata: 2 keimblätter, kein mesoderm, echte gewebe
radiärsymetrisch, 1 öffnung in gastralraum, tentakelkranz herum, gastrovaskularsystem: dort
extrazelluläre verdauung und verteilung (gefäßsystem)
epithelmuskelz. von ns gesteuert, außen parallel, innen tangential (hydroskelett-stützlamellen)
nesselzellen: penetranten (durchschlag), volventen (wickel), glutinanten (klebe)
polypen können kolonien bilden
ektodermis – mesogloea – entodermis
ns: polypen: diffuses, medusen: differenzierte nervennetze
sinneszellen: polypen: mechano, chemo, photorezeptoren
        medusen: einfache augen,
polyp--> ungeschl: knospung --> medusen: männl + weibl mit gonaden --> zygoten
skelett: exo: fußscheibe--> sockel, endo: kalk in die stützlamellen

plathelmintes: acoelomat, 3 keimblätter --> hautmuskelschlauch (hydroskelett)
bilateral, dorsoventral abgeflacht, einfacher kopf mit gehirn, vermehrt sinnesorgane
parenchym (mesodermal): organe: protonephridien, genital, muskeln, keine atemorgane +
blutgefäßsystem, ns mit cerebralganglion + marksträngen
nur 1 öffnung --> gastrovaskularsystem
cilien an unterseite, zwitter (innere besamung), generations/geschlechts/wirtswechsel möglich

nematoda: pseudocoelomata: flüssigkeitsgefüllter raum zwischen darm – integument, nicht
von mesoderm umgeben --> keine echte höhle

mollusca: eucoelomata: leibeshöhle (coelom) vollständig von mesoderm umgeben
haben: mantel, eingeweidesack, großen fuß. meist offenes kreislaufsystem
käferschnecke: flach, segmentiertes gehäuse, saugt sich fest in brandungszone
nacktschnecke: schale nur in jugend, tentakel, kiemen/lunge, chemorezeptoren, ganglien
seehase: riesige nz--> neurobiologie, gedächtnis und lernfähigkeit
tintenfisch: augen, richtiges gehirn, berührungssinn (tentakel), haarsinneszellen (sek. sinnesz),
neurobiologie: lernfähig, gedächtnis, melanin aus anhangdrüsedes enddarms, geschlossenes
kreislaufsystem, muskeln --> wasserrückstoß, schwenkbarer trichter,


annelida: leibeshöhle, segmentierung = metamerie, homonome segmentierungbilateral
epidermis --> cuticula abgeschieden
hautmuskelschlauch: innen längsmuskulatur, außen ring, mit coelomflüssigkeit gefüllt -->
hydroskelett, in mitte: darm, drüber rückengefäß, drunter bauchgefäß, drunter bauchmark
organe in coelomausstülpungen, nicht direkt drinnen
kopfpol: chemische reize, licht erkannt, gehirn
hautatmung, geschlossenes kreislaufsystem, exkretion, ns
bewegung: wellenartig: vorne--> hinten verdickungen: borsten hacken ein/verdünnungen
hydrostatisches skelett: antagonist zu muskeln, segmente durch septen getrennt--> flüssigkeit
+ druck beschränkt, volumskonstanz der flüssigkeit: druck durch muskel -->
formveränderung: circularmuskeln aktiv kontrahiert--> länger, dünner--> coelom dagegen,
längsmuskeln passiv verlängert
keimblätter: ektoderm: haut,ns
entoderm: darm, lunge, leber, blase, bauchspeicheldrüse
mesoderm: muskulatur, gefäßsystem, nieren, knochen, geschlechtsorgane
neu bei anneliden: 2. körperöffnung, coelomsäckchen, blutgefäße, gehirn, exkretionsorgane

probleme an land: hautmuskelschlauch gut wasserdurchlässig --> austrocknung
        biochemische reaktionen im wässrigen millieu
        atmung über wässrige schicht am hautmuskelschlauch
        hydroskelett
        exkretion: abfälle müssen gelöst sein
        fortpflanzung: spermien müssen zur eizelle schwimmen
lösungen: schleimschichte hällt hautmuskelschlauch feucht, lebt in feuchter erde
fortpflanzung: zwitter: geg. befruchtung: samen des anderen aus dessen 15 über samenrinne in
receptakula seminis 9+10 gespeichert, kokon gebildet, nimmt samen + ei (ovarien in 13,
öffnung in 14) auf, über kopf abgestrift + verschlossen, clitella: 32-37, bildet kokon

exkretion: metanephridien
ns: strickleiterns, gehirn in 3, (prostomium kein segment), je 3 abgehende kommissuren,
ganglien bauchseitig: reine nervenfasern querverbunden, konnektive = längsverbindungen
blutgefäßsystem: kontraktiler schlauch, kapillaren in darm/hautmuskelschlauch, 5 paar
lateralherzen 7-11: dorsal--> ventral
blutstrom von hinten nach vorne in rückengefäß (dorsal), hämoglobin frei im blut,


echinodermata: zb seesterne, deuterostomia --> wirbeltierverwandtschaft,
radiärsymetrisch (pentamerie), innen + außen, oft sessil, larven: bilateral symetrisch, hartes
endoskelett aus kalkplatten, hydraulisches bewegungssystem (durch coelomkanäle),
unterschiedliche atem + verdauungssysteme, echte körperhöhle, komplizierte
larvenentwicklung, gestaltung der innenräume, nerven--> oben im stammbaum, kein
spezielles exkretionssystem
evolution: kambrische explosion: wahrscheinlich entstand vielzelligkeit (weil mehr O2?),
gewöhnlicher stammbaum: alles stamm von urzelle (progenot) ab oder:
zu beginn große artenvielfalt, nur manche weiterentwickelt
zuerst chemische evolution: makromoleküle (dna..), zu einzeller zusammen, dann biologische
evolution: organisierte vielzeller

biogenetisches grundgesetz von haeckl: ontogenese rekapituliert die phylogenese, aber nur
aussehen nicht funktion + zusammenhänge betrachtet
turbellaria theorie von hodzi: aus mehrkernigen zellen durch kompartimentierung
(zellularisierung) --> strudelwurm
hydromechanische gallertoid theorie von gutman: funktionelle grundsätze: mehrkernige zellen
mit cilien bilden hohlkugel, durch einschnürung + kanalbildung --> schwämme

stammbaumforschung: durch verwandtschaften, ähnlichkeiten

homologie: übereinstimmung 2er strukturen wegen verwandtschaft von gemeinsamen
vorfahren: körperbau, verhalten, genetisches material, übereinstimmung geht immer auf
genetisches material zurück--> dieses homolog, nicht merkmal

divergenz: gleiche ausgangsmaterial paßt sich verschieden an

homologiekriterien von remane:
lage – homotropie: im gefügesystem gleiche anordnung: zb von knochen
spezifische qualität – homomorphie: je komplexer ähnliche strukturen desto wahrsch. hängt
entwicklung zusammen: typische strukturen mit vergleichbaren merkmalen zb geschl.organe
stetigkeitskriterium: extreme durch zwischenformen verbunden: tapir- rhinozerus – pferd
embryonale entwicklungsformen oft konservativer als adulte
hilfskriterien: mehrere merkmal sollte im ganzen verwandtschaftskreis vorkommen, bei
anderen nicht

divergente entwicklung: gehörsknöchelchen des menschen: vonkieferapparat + stützskelett
der fische, vorderextremitäten von wirbeltieren (greifen, laufen, schwimmen, fliegen)

analogien – konvergenz: ähnlichkeiten durch anpassung zb flugstrukturen: flughörnchen..

nach synapomorphien gesucht: gemeinsame, abgeleitete merkmale
plesiomorphes merkmal: schon bei vorfaren
apomorphien: merkmale die sich nach der stammbaumverzweigung evolutioniert haben
kladogramm: durch apo/plesiomorphien: zeigt nur wie verwandt, nicht wie ähnlich oder zeit
phylogramm: achsen: zeit, morphologie


vorteile der vielzelligkeit
diversität + spezialisierung leichter, effizienter
räumliche kompartimentierung: unabhängiger von äußeren verhaltnissen
größe selbst: mehr gefangen, selbst weniger
längeres leben: zellen können ersetzt werden
mehr nachkommen: mehr genetische info, trennung in somatische/keimzellen
kolonienbildung: volvox: bei vegetativer zellteilung: tochterzellen über plasmafäden
zusammengehalten oder: gallerte: schleim von mutterzelle, tochterzellen drinnen

entstehungsmöglichkeiten der vielzelligkeit
1) kolonienbildung: volvox
2) zellularisierung: mehrkernige zelle unterteilt
3) gastrea hypothese von haeckl: bei fast allen org. in ontogenese: blastula (hohlkugel), dann
gastrula (urdarm), sagt: diese auch als arten,
kritik: nicht stadien sond. entwicklungsvorgänge vererbt, kann nicht entwicklungsstadien
nicht als phylogenetische vorstufen sehn, funktionen nicht beachtet
zb: metazoen durch urdarmfaltung in blastula, durch festheftung am aboralen pol-->
coelenteraten, coelom durch seitliche ausstülpung des gastralraums
4)lankester: planula – hypothese: einschichtige blastea bildet entoderm durch abblättern
5) bütschli: placula – hypothese: placula: 2schichtig, ohne körperhöhle, ventral
ernährungsspezialisierung--> entoderm, dann flüssigkeitsgefüllte körperhöhle dazwischen-->
fortbewegung + temporäre verdauungskammer, gibt es: trichoplax

ernst haeckl: 1843 – 1919, schwämme ins tierreich eingeordnet, protozoen bestehn aus 1
zelle, verteidigte darwins abstammungslehre, erster stammbaum, biogenetisches gesetz,
radiolarien untersucht, von medizin zur biologie


protostomia                                     deuterostomia (vertebrata, echinodermata)
teilungsgewebe schräg zur zellebene-->          senkrechte oder parallele teilungsebene-->
spiralfurchung, determiniert                    radiärfurchung, undeterminiert
larve: trochophora: verdauungstrakt, 2          larve: tornaria mit verdauungstrakt,
wimperntrichter, frei schwimmend                horizontaler wimperngürtel
coelom durch: schizocoelie: von mesoderm        enterocoelie: aus urdarm durch aussackung
(aus initialzellen beim blastoporus)
mund aus blastoporus, after sekundär            blastoporus --> after, mund sekundär
ns aus ektoderm nahe urmund ventral             dorsal


artropoden: protostomia (ventrales ns) bsp: mundwerkzeuge homolog
weiterentwicklung der anneliden: heteronome gliederung, segmente in gruppen = tagma
(caput, thorax, abdomen), segmente in tagma ähnlich, oft starke abwandlung der extremitäten

exoskellet: 1 schicht epidermis, darauf cuticula: chitin (polysaccharid)faserig, + proteinen:
bildet matrix, chitinfasern dort eingelagert, variation durch: mischungsverhältnisse,
vernetzungsgrad, wassergehalt, zinkeinlagerungen, spezielle chitinausrichtung für spannung
gelenkssegmente mit häuten verbunden, weich, kopf hart, hinterleib: dehnbar
3 schichten der cuticula: exo, meso, endo, parallel oder verdreht
meist biegebeanspruchung: dabei belastung haupts auf zugseite --> material in mitte und
innen erspart, bruch: meistens durch biegebeanspruchung: nach oben gedehn, unten gestaucht
--> außen maximal, innen nulllinie, heuschrecken bis 5% bruchdehnung, puppen 30%
ist: mechanische stütze (an land), ansatzpunkt der muskulatur, hebelsystem (kleine
muskelbewegung --> große bewegung), austrocknungsschutz, sehr variabel
vergl: hydroskelett: druck auf ganzes system, elastizität zu überwinden--> große muskelkraft

wachstum: hemimetabola: wachstum nach jeder härtung zb heuschrecken
      holomet: larve – puppe – adult: zb schmetterling, versch. nischen genutzt
exkretion: epicuticula gegen austrocknung: 10-20µm, cuticula mit atemöffnungen, hohe
stoffwechselrate --> viele abfallstoffe--> malpighi gefäße

atmung: tracheen, größe der tiere begrenzt sonst diffusion zu lang
kreislauf: offen, blut nicht O2 transportmedium

reproduktion: problem an land: transportmedium für eier/spermien, embryonalstadien
trocknen leicht aus, brauchen O2 und nahrung --> innere befruchtung: direkte übertragung,
wasserdichtes ei mit nahrung, O2 kann durch, in kokon oder: frühstadien ins wasser zurück

ns: ventrales strickleiterns, zentralisierung: gruppierung in ganglien + nerven, versch.
untereinheiten, darüber kontrollsystem: gehirn, spezialisierung (verarbeitung/weiterleitung)
sinnesorg.: weit entwickelt: trommelfelle an beinen/hinterleib, haare innerviert, palpen (chem)
 kompliziertes verhalten möglich, teilweise lernfähig


insekten /heuschrecken: klasse
caput: 6 teilweise verschmolzenen segmenten, 1 paar extremitäten / seg, 1 paar antennen mit
vielen mikrosensoren (mechanisch + chemisch)
mundwerkzeuge: paar mandibel, labrum, (paarig:) labium, maxillen, palpen: taster am
unterkiefer
2 komplexaugen (aus ommatidien), gehirn, stabile kopfkapsel
thorax: 3 segmente, 3 paar extremitäten (laufbeine), viel muskulatur, flügel:
cuticulaausstülpung, 2 paar, 2+3
abdomen: (6-)11 seg, keine extremitäten, organe: herz, geschlecht, exkretions, verdauungsorg.

spinnen: klasse
2 tagmata: prosoma (kopf + brust): 1. paar beißzangen (cheliceren bei skorpionen), 2. paar
pedipalpen (spinnen), 4 paar laufbeine
opisthoma: ungegliedert, 2 paar spinnwarzen

krebse: unterstamm
19 – 21 seg, cephalothorax: 2 paar antennen, 1 paar mandibeln, 2 paar maxillen, 3 paar
kieferfüße, 5 paar schreitbeine, erstes mit schere 9
abdomen: stark gegliedert, 5 paar schwimmfüße, (1 paar) schwanzfächer

abwandlung der mundwerkzeuge: stechen, saugen: bienenrüssel mit kapillarwirkung,
schmetterling aus resilin--> rollt sich ein werkzeuge, bürsten



CHORDATA stamm
kennzeichen: radiärfurchung – deuterostomie: enterocoelie: coelom durch urdarmausfaltung,
vom mesoderm umgeben, organe in falten außerhalb,
neuralrohr: hohl, dorsales ns aus ektoderm, vorne gehirn, nase, augen, ohren
chorda dorsalis: elastisches stützelement, mesodermal, aus muskelplatten od vakuolenreichen
zellen, bei vertebraten nur embryonal, dann wirbelsäule (zwischen neuralrohr + darm)
kiemendarm: entodermal, kiemenspalten im vorderdarm (--> lunge), darm mit anhangdrüsen
coelom: allgemeine leibeshöhle, pericardhöhle bei fischen, amphibien, reptilien, pleuralhöhle
(lunge) bei säugern

unterstämme: kiemendarm, neuralrohr und ventrale nerven
cephalochordata: (acrania) lanzettfischchen: halb im meeresboden eingegraben, wasser durch
kiemendarm, hautatmung, chorda aus muskelplatten von ganz hinten bis vorne, dorsales
neuralrohr aus einstülpungen der blastoporusränder, innen hohl, am ende gehirn
urochordata: (tunicata = manteltiere): mantel aus tunicin, sessil, kiemendarm, after, gehirn


WIRBELTIERE
kreislaufsysteme zum transport von: O2, CO2, verdauter/gespeicherter nahrung,
abfallprodukte, hormone, für richtigen osmotischen druck (marine umgebung)
aus: motor (herz), gefäße

herz: druck –saug pumpe, ventile --> zirkulär, starke muskulatur herum, beim erschlaffen:
ansaugdruck, aus: rechtes atrium (einlaufstelle)--> rechter ventrikel (kontrahiert --> ventile
geschlossen) --> lungenarterie --> gasaustausch --> lungenvene --> linkes atrium --> linker
ventrikel --> aorta --> arterien (muskel + bindegewebe hoher p) --> arteriolen (d 25µm,
2,8mm/s) --> kapillaren --> venolen --> venen --> hohlvene (niedriger p, dünnere wandung)
arterien: in herznhähe: erzeugen gleichmäßigen strom --> gleichrichtung durch elastizität,
maß dafür: p im angespannten : p im entspannten = 120: 80 mmHg säule
große: 40, 5mm, 1mm, bis 120mg Hg, 168 mm/s
kapillaren: d 8µm--> hoher R (r4), aber alle zusammen 1,2*109 --> großer querschnitt,
wandung 1µm--> kurze diffusionsstrecke zur nahversorgung, 25mmHg
gr venen: 40, 5mm, 0,5mm, 8mmHg
hagen – poiseuille: V = (p *  * r4) / (l * µ)
gefäßwandung von außen: bindegewebe-muskel-endothel

wenn durch durch viele kapillarsysteme --> v und p sinken--> abbau in evolution, eigener
lungenkreislauf, 2 herzhälften
fisch: nur einen kreislauf, 3 kap.systeme: körper, darm + leber, schwanz + nieren
amphibien (reptilien): wie fisch nur eig. lungenkreislauf aber mischblut, ok weil hautatmung
auch: spezielle arterien blut zu haut + lunge--> über venen zum herz, in körper
säuger + vögel: 2 kap. systeme (kein nieren + schwanz), getrenntes herz, embryo noch nicht

in kapillaren: etw flüssigkeit ins gewebe, über lymphsystem in venös, immer nur 30-50% der
kap durchströmt weil sonst p abfall zu groß, von arteriolen geregelt
große gesamtaustauschfläche: diff. strecken 3-4 zellen, keine diff barrieren, austausch durch
zellwände, spalten + poren, aktiver transport
herzmuskeln: autorhytmisch (myogen): sinusknoten ist herzschrittmacher--> elektr. impulse,
systole/diastole, 75 schläge /min, 300g schwer, 6l/min
15 % ins gehirn (eigener kreislauf), 5 herzmuskel, 15 muskulatur, 30 eingeweide, 10 haut +
knochen, 25 niere, kommt mit ~ 30mm Hg dort an

harvey: ~1600, öffnete organismen, erforschte keislauf

atmung:

                                          v                  s                      F
konvektion: luft zu/abfuhr                30 cm/s         20-60cm
diffusion: durch respiratorisches epithel 0,05 cm/s       1 µm                  200m2
kreislauf: gastransport                   15 cm/s         50-150 cm
diffusion: O2 ins gewebe, CO2 raus        0,05 cm/s       10µm                  6000 m2
konvektion durch: zwerchfell, rippen + bauchmuskulatur --> V lunge größer --> unterdruck --
> luft strömt ein

erythrocyten: 280mio hämoglobin: 4 untereinheiten aus je: häm gruppe mit Fe2+ in mitte
(farbstoff)+ globuläres protein, aus 4 aufgerollten ketten, O2 dort angelagert (auch CO), nicht
kovalent --> oxygeniertes blut (nicht kovalent), in 100ml blut 20ml O2,
hämoglobin aus: COHNS und 4 Fe++ , osmotisch unwirksam weil in zelle verpackt
hämocyanin bei zb mollusken: blau, Cu statt Fe

allosterischer effekt: durch 1 O2 --> konformationsänderung --> O2 affinität nimmt zu
O2 partialdruck: sigmoidkurve, im steilen teil (gewebe): kleine p abfall--> viel O2 abgabe,
bohr effekt: ph wert änderung: wenn viel CO2--> Kohlensäure--> ph sinkt--> H+ am häm als
allosterischer effektor--> konformationsänderung --> O2 affinität sinkt
gegenstromprinzip: medien strömen gegeneinander --> C1-C2 immer gleich

ficksches diffusionsgesetz: S / t = D*F*(C1 – C2) / l S=substanzmenge in mol, D=diff.
konzante, C1-C2= konz. gradient, in mol/s
diffusion einer subtanz von höherer zur niederer konzentration, je größer gefälle, kleiner
abstand l, größer F desto mehr teilchen durch

atmungssysteme: diffusion: bei kleinen, flachen, verzweigten gr oberfl : V zb paramecium
kiemen: ausstülpungen der köperwand: extremitäten (polychaeten, crustaceen), mantelhöhle
(mollusken) oder vorderdarm: chordaten, primär ernährung, erst sek für atmung
knochenfische: durch mund angesaugt, über respiratorisches epithel: stark durchblutet,
gegenstromprinzip --> O2 konzentrationsgradient, über 80% O2 raus, bei kiemendeckel raus
in blut/wasser O2 30x schlechter löslich als in luft --> fische 30x soviel wasser (ventilation)
und kiemen in µm abstand weil in wasser gase schlechte diffusion

tracheen: einstülpungen der körperdecke (cuticula), mit epicuticula ausgekleidet, öffnungen
= stigmen: verschließbar, mit reusen, durch citin versteift, elastisch kompremierbar,
zirkulation durch koordinierte bewegungen: ventilation, in tracheolen verzweigt: 0,5 µm, bis
zu zellen, am ende feuchtes epithel: gasaustausch: diffusion (passiv), wo viel luft gebraucht:
luftsäcke
bei sek im wasser lebenden: mückenlarven tauchen auf, wasserkäfer luft unter der
flügeldecke: luftblase: physikalische kiemen: O2 diffundiert in luftblase nach N2 langsamer-->
blase wird kleiner, nicht wenn starrer raum zb bei libellenlarven

lungen: gefahr: ständiger wasserverlust + austrocknung --> ist einstülpung aus vorderdarm
aussackung --> entodermal (andere ektodermal)
blindendungen bei reptilien, amphibien, säugern in alveolen (mensch 300mio) -->
bidirektionell--> restluft--> konzentrationen in alveolen: 15% O2, 5% CO2, in der luft 21:
0,03, alveolen von kap netz umgeben, wirkungsgrad: 25%
frosch: hautatmung (konst) und lunge: im frühling besonders viel, überdrucksatmung:
mundhöhlenboden runter --> luft rein, nase zu + boden rauf --> luft in lunge, dann boden
runter, luft in mund, nase auf + rauf --> raus
vogellunge: durchgehende parabronchien: unidirektionell, starre lunge mit 1x vorderen und
hinteren luftsäcken: einatmen: in hinteren luftsack, ausatmen: in lunge (mit paralellen
parabronchien, kap normal dazu), nächstes einatmen in vorderen luftsack, ausatmen: raus


EXKRETION
protonephridien: plathelminthes, manche anneliden + molluskenlarven: haupts.:
osmoregulation weil gastrovaskularsystem: geäste interner tubuli, jeder tubulus mit
terminalzelle + erste kanalzelle, dazw: membranausstülpungen --> reuse mit basalmembran:
ist eigentlicher filter: flüssigkeit rein, wimpern in terminalzelle--> strom des verdünnten harn
raus, etw rückresorption im kanal, als ausgleich für osmot. wasseraufnahme

metanephridien: meiste anneliden, wimperntrichter im coelom, von kap umsponnen -->
unselektiver einstrom des primärharn, in tubulus selektive rückresorption von salzen durch
epithel, bis 60% gewicht an urin verloren: NH3, Harnstoff, Harnsäure

malpihgi gefäße: insekten + terrestrische arthropoden,
2 fortsätze zwischen mittel – enddarm, in hämolymphe, aktiv harnsäure, K hinein, Cl, wasser,
gelöste substanzen folgen -->k+ urinate die nur bei ph7 stabil, in enddarm ph4--> zerfallen, k
aktiv entfernt, wasser + wertvolle substanzen folgen, harnsäure fällt aus: osmot. unwirksam,
mit wenig wasser ausgeschieden

nephrone: aus: malpighi körperchen: blutkapillarenknäuel(glomerulus) + bowmann kapsel
herum: stark versponnen aber nicht wand an wand, flüssigkeit dazwischen, blutdruck preßt
wasser, harn, salze, niedermolekulare substanzen in lumen des nephrons = primärharn (180l)
(ultrafiltrat), mündet in proximalen tubulus: reabsorption durch efferente kap von: K, glucose,
as, Na (aktiv), Cl, wasser, insges 85 % zurück (dieser teil in der rinde), NH3 sekretion
henle’sche schleife: 5% zurück, zuerst absteigender ast, im aufsteigenden: NaCl aktiv +
passiv raus in markschichte, wasserundurchlässig--> im vorhergehenden absteigenden
dadurch osmotisch wasser raus
distaler tubulus: in rinde, weitere reabsorption
sammelrohr: in mark, wasserdurchl, durch ADH bestimmt, ausschüttung --> mehr wasser
reabsorbiert 19%, auch etw. harnstoff raus--> noch osmotisch wirksamer
--> nierenbecken --> harnleiter --> harnblase
ultrafiltration --> sekretion --> reabsorption --> miktion (ausscheidung)

niere: 10 x 5cm, 150g, 1mio nephronen, außen rinde (malpighi körp + tubuli), innen mark
(helen’sche schleifen), 10km tubuli

süßwasserfische: gefahr: wassereinstrom weil konzentriertes innenmedium (ist hypertonisch)-
-> viele große nierenkörperchen, viel Na reabsorbiert, meist NH3 abgegeben
amphibien: ähnlich, problem: biotopwechsel, im wasser: Na über haut, an land: austrocknung
--> harnblasenepithel reabsorbiert wasser
marine fische: hypotonisch, oft kein malpighi körperchen, nur sekretion in tubuli, Na, Cl, NH3
über kiemen abgegeben
reptilien: keine henle’sche schleife, aber kloakenepithel viel wasser raus, außerdem:
harnsäure, osmolarität des harns dadurch nicht hoher!
vögel: schon henle’sche schleifen aber kürzer --> nicht so konzentriert harnsäure wie beim:
säuger: harnstoff, große nierenkörperchen, lange henle’sche schleifen
MUSKULATUR
skelettmuskulatur: aus muskelfaserbündel --> paralelle muskelfasern --> eine faser = 1 zelle
mit mehreren kernen durch fusion embryonaler zellen
faser aus: myofibrillen, diese aus: 2 arten myofilamente: dünne: proteine: 2x actin (1nm, 80A)
+ 1x tropomyosin (regulatorisch), umeinandergewickelt, dicke: viele myosin
myofibrillen aus kontraktilen einheiten = sarkomer, durch Z scheiben voneinander getrennt,
dort setzen dünne filamente an, dicke erst weiter in der mitte --> I bande: nur dünne, gehn bis
nicht ganz zur sarkomermitte --> dort bereich mit nur dicken = H zone, A bande: ganze länge
wo dicke, M linien in mitte der H zone: wo dicke filamente verbunden


kontraktion: gleitfilamenttheorie
filamentlänge nicht verändert, gleiten aneinander--> überlappen sich mehr --> I banden/H
zonen kleiner/weg
myosin aus: langer, helikaler schwanz (schweres meromyosin), globuläter kopf (leichtes
meromyosin) seitlich weg: in energiereichere konformation gebracht (angeregt)durch atp (hat
ATPase)--> anderer winkel, bindet an spezieller stelle am actin --> querbrücke, dann energie
frei--> kopf zurück in energieärmere konformation --> alter winkel (bewegung): actin in
richtung sarkomerzentrum gezogen, durch atp querverbindung gelöst, wieder von vorne
alle köpfe (350/sark.) binden/lösen zu verschiedenen zeiten --> kontinuierliche verschiebung

regulation: nur kontraktion bei stimulierung duch motoneuronen: gibt acetylcholin ab -->
aktionspotential, über T- tubuli bis sarkoplasmatisches reticulum (berührungsstelle =
tiradenstruktur) --> Ca ausschüttung
im ruhezustand: myosinbindestellen am actin durch tropomyosin blockiert, dieses von
troponin kontrolliert, bei kontraktion: Ca bindet an troponin--> strukturänderung-->
bindestelle frei
kontraktion beendet wenn sarkoplasm... Ca zurück in sein lumen pumpt

muskelunterschiede: elektrische eigenschaften der membran, ATPase aktivität,
geschwindigkeit der Ca freisetzung, unterschiedliche grobstrukturen
glatte muskeln: unwillkürliche, oft längere kontraktion, hormonell gesteurt, kein troponin –
tropomyosin komplex


HORMONSYSTEM
hormone von endokrinen drüsen produziert, nur kleine konzentrationen, wirken innerhalb
eines individuums (pheromone zwischen), transport im blutkreislauf, ist anonym: empfänger
fischt passendes hormon heraus, 2 arten
lipoidlösliche steroidhomone: durchdringen meist zellmembran, rezeptor in zelle, damit in
kern, schalten gen frei, lang andauernde wirkung: ontogenetisch zb schilddrüsenhormon
hydrophile peptid hormone: rezeptor auf membran --> second messenger produziert--> kern,
vorrübergehende wirkung, regulatorisch, auf inneres millieu zb blutzuckerspiegel, osmot. wert

chemische botenstoffe sind auch: neurotransmitter, ionen (Na+, K+)
übertragungsmöglichkeiten: hormon: drüse- blut- empfänger
       neurosekretion: nervenzelle: axon --> gibt neurotransmitter ab – blut – empfänger
       axon – transmitter - synapse
4 wirkungen: kinetisch: pigment, muskelveränderung, sekretion von drüsen
       metabolisch: erhöhung/erniedrigung zb schilddrüsenhormon thyroxin
       morphogenetisch: wachstum, differenzierung zb thyroxin: kaulquappe --> frosch
       auf das verhalten zb sexualverhalten, testosteron beim hahn: kamm, krähen, aggressiv

endokrines system: hypothalamus kontrolliert hypophyse: kontaktpunkt ns, hormonsystem,
oberste instanz des hormonsystems, ihre hormone wirken auf endokrine drüsen, besteht aus:
adenohypophyse (vorn, aus gaumendach): von hypothalamus durch releasing factors angeregt
ACTH, LH, FSH (alle 4 tropisch: wirken auf endokrine drüsen), somatropin, endorphine.. zu
produzieren oder gehemmt durch inhibitorische hormone
neurohypophyse (hinten, boden des zwischenhirns): neurohämalorgan: speichert hormone von
hypothalamus, keine eigene produktion, sind: oxytocin: wehen, einschießen der milch,
adiuretin (ADH): zurückhaltung des wassers --> weniger urin (beides proteine)

hormonelle prägung: zb ratten: in ontogenese zunächst weiblich, endgültiges verhalten von
geschlecht und testosterongehalt nach geburt abhängig: bei weibchen viel testosteron -->
kleine ovarien, keine gelbkörper, auch bei viel östrogen: weil testosteronempfindlicher
männchen: wenn testosteron weg: mit wenig östrogen als weibchen geprägt, im zns steigt
östrogenempfindlichkeit

endokrine organe von oben nach unten: hypothalamus, zirbeldrüse (melatonin), hypophyse,
schilddrüse (thyroxin), thymusdrüse (thymosin), pankreas (insulin), nebennieren
(adrenalin/noradrenalin), ovar (östrogen), hoden (testosteron)

bsp: negative rückkoppelung: neuraler eingang in hypothalamus: wenig testosteron im blut-->
releasing hormone an hypophyse --> FSH, LH --> hoden: produzieren mehr testosteron --> ...


filter im gehirn

verhalten von zns und sinnesorgane abhängig
instinktbewegung: schlüsselreiz löst stereotype handlung aus: vom zns vorprogrammiert,
genetisch determiniert (wie morphologische eigenschaft) aber bei geburt noch nicht alle
ausgereift, schon: küken picken körner, fliehen vor raubvögeln
schlüsselreiz: filter entscheided ob empfangener reiz paßt (angeborener auslösemechanismus),
reize können sehr vereinfacht sein (atrappenversuche) zb silbermöve: junge picken bei rotem
fleck am schnabel
taxis/orientierungsreaktion: auf gerichteten außenreiz, überlagern oft instinkte
zb graugans: runder gegenstand nahe nest wird zurückgerollt (instinkt) + ausbalanciert dabei
(taxis), wenn ei dabei weg: rollbewegung bleibt, ausbalancieren stopt
frosch: auf fliege schaun: taxis, zuschnappen: instinkt
erbkoordination = fixed action pattern: stereotype angeborene verhaltensweise als
grundbaustein für komplexe verhaltensmuster: wenn begonnen läuft sie voll ab, durch
schlüsselreize ausgelöst --> zb fluchtverhalten

prägung: meist in sensibler phase, irreversibel, merkmale des prägungsobjektes sind
artspezifisch, normalerweise sinnvoll aber bei falschem schlüsselreiz--> ungewöhnlich
allg: viele synapsen, benötigte stabilisiert --> wenn in sensibler phase keine reize -->
überhaupt keine prägung
zb nachlaufprägung der graugänse (lorenz): sahen ihn in ersten lebensstunden
sexuelle prägung: lange sensible phase, relativ spät
habituation: gewöhnung – lernen: zb bei küken oft feindatrappe--> verstecken sich nicht mehr

frosch: 2 neuronen zuständig, bild gezeigt: ganzes bild bewegt: nur 1 neuron feuert, beute im
bild bewegt --> beide feuern, dämmerung beute bewegt: beide feuern, beute unscharf bewegt:
kein neuron feuert

angeborener auslösemechanismus: ist schlüsselreiz (reaktions- relevanter außenreiz) +
angeborene reaktion

zentrale neuronen???

bienentanz: kompassorientierung nach Sonne, spurbienen: rundtanz: nahe futterplätze, Bienen
fliegen in Richtung des Duftes
Schwänzeltanz: entlegener futterquellen: relative Lage der Futterquelle zur
Sonneneinstrahlrichtung in Zusammenhang mit der Stelle, wo der Tanz vollführt wird.
Anzahl der Umläufe -->Entfernung, Laufrichtung + Medianenrichtung --> richtung in bezug
auf sonne


NERVENSYSTEM

gehirn: bei geburt 1011-1012 neuronen, ab 10 nichtbenutzte abgebaut, verbindungen druch
erfahrung stabilisiert, schon 10-12 nach befruchtung aktiv, teilungsrate: 250000/min, durch
alk, drogen.. beeinflußt, 50000 gene für ns (hälfte aller)

entwicklung: neurula stadium: verdickung an dorsaler mittellinie des ektoderms =
neuralplatte--> neuralrinne --> neuralrohr, hinterer abschnitt--> rückenmark, vorn: gehirn
gehirnhüllen: knöchern: knochen + schädelkapsel, hautig: meningen, flüssig
ist schlauchförmig, 5 abschnitte: end, zwischen, mittel, klein, nachhirn




telencephalon: 2 symet. hälften, balken dazwischen, bei fischen, amphibien, reptilien noch
klein zum riechen, vögel schon größer aber noch glatte oberfl, säuger: „großhirn“: überlagert
andere, windungen + furchen, äußere schichte = cortex
ist sitz der geistigen fähigkeiten, lernen, sprechen, denken
diencephalon: dorsaler teil: thalamus: schaltstelle zwischen sinneszellen + gehirn
ventral: hypothalamus: zentrum des vegetativen ns, drüse dran = hypophyse (hormonsystem)
mesencephalon: ventral = fortsetzung des tegmentums, steuert schlafrhytmus, stoffwechsel
dorsal: tectum: fische, amphibien, reptilien: gut ausgebildet, für ns, vögel: sehzentrum,
säuger: stark reduziert
metencephalon: gleichgewicht + bewegungskoordination, eingang des visuellen + akustischen
systems, stark entwickelt bei: fischen, vögeln (beide 3d) säugern, wenig: amphibien, reptilien
myelencephalon: = verlängertes mark, ursprung der gehirnnerven
medulla oblongata (dorsal): vegetative funktionen: atmung, herzschlag, blutkreislauf, reflexe:
schlucken, pupille...
tegmentum (ventral): überkontrolle von zb atmung
1) sensorischer eingang – afferenz: rezeptoren --> sensorische neuronen (pns)
2) integration der info im zns: interneuronen: vergleichen mit erfahrung, einordnen
3) motorischer ausgang – efferenz: pns: motoneuronen, an effektoren (zb muskel)
somatisches ns: sinnesorgane + skelett <--> vegetatives: organe
somatomotorische nervenfaser: vom zns zur muskulatur
somatosensible nervenfaser: reiz von rezeptoren (auge...) zum zns

                              ns
       zentrales (zns)                             peripheres (pns)
gehirn rückenmark                          sensorische bahnen          motorische bahnen
sensorische bahnen: 1) somatisch 2) vegetativ
motorische bahnen: 1) somatisches ns: motoneur.:senden signale an skelettmuskeln, bewußt
2) autonomes: teil des vegetativen: unbewußt, zb verdauung, herzmuskel (inneres millieu)
       a) sympathicus         b)parasympathicus: oft antagonistisch
Dendriten
                    Zellkörper - Soma            dendrite: nehmen reize auf
                                                 axon: leitung des signals
                                     Synapse     synapsen: weiterübertragung des signals
         K
                     Axonhügel                   neurodoktrin: golgi: silberfärbung, cajal:
                                                 neuronen sind getrennte einheiten
                                                 gliazellen: bilden myelinscheide: elektrische
             Axon         Ranvier’sche           isolierung
        Myelinscheide     Schnürringe            nz: nicht mehr teilungsfähig aber neue
        (Gliazellen)                             verknüpfungen möglich

sympathicus: erhöhte alarmbereitschaft, mehr energieverbrauch, herzschlag + stoffwechsel
beschleunigt, verdauung verlangsamt, übertragungsstoff: adrenalin/noradrenalin, entspringt
brust und lendenabschnitt des rm, zellkörper der präsynaptischen neuronen auch dort, kurzes
axon --> kontakt mit postsynaptischem neuron im grenzstrang (deren zellkörper dort) nahe
der wirbelsäule
parasympathicus: verminderte aktivität, ruhe, erholung, verdauung beschleunnigt, transmitter:
acetylcholin, entspringt hirnstamm + kreuzabschnitt des rm, zellkörper der präganglionären
neuronen auch dort, lange axone, synapse nahe erfolgsorgan, zellkörper auch dort

vegetatives ns = autonomes, innerviert glatte muskulatur (innere organe), meist kette aus 2
neuronen: prä + postsynaptisch

pns: aus 43 paarigen nerven
gehirnnerven: 12, entspringen hinterstamm, innervieren kopf + oberkörper zb nervus opticus
– netzhaut + anderer für riechschleimhaut: rein sensorisch, meist sensorisch + motorisch
rückenmarksnerven: 31 paar spinalnerven, entspringen auf beiden seiten rm zwischen
wirbeln, innervieren alles außer kopf, sensorisch + motorisch: zellkörper der sensorischen
neuronen im spinalganglion (außerhalb des rm), dorsale wurzel des rm nervs
zellkörper der motoneuronen (+ interneuronen) in grauer substanz des rm, ventrale wurzel

rückenmark: im wirbelkanal der wirbelkörper, 3 häute herum + flüssigkeit
reflex: nicht beeinflußbar + reizbeantwortung nicht im großhirn sond in medulla obligata oder
rm --> schneller
reflexbogen: über rückenmarksnerven: sensorisches + motorisches neuron, oft komplexer mit
interneuronen dazwischen




membranpotential: ionenkonzentrationen in mmol/l: in zelle: Na+ 15, K+ 150, Cl- 10, eiweiß
A- 100, extrazellulär: Na+ 150, K+ 5, Cl- 120, kein A- --> innenn anionenüberschuß (negativ)
wegen konzentrationsgradient (chemischer gradient) und hoher permeabilität der membran für
K+--> K+ aus zelle, A- können nicht folgen --> innen negativer --> elektrischer gradient: wirkt
chemischen entgegen --> positive K+ strömen wieder ein, würde irgendwann zu gleichgewicht
kommen zw. elektr/chem gradient, wäre bei -85 mV = gleichgewichtspotential für K+
wegen gradienten aber auch Na+ nach innen aber weniger als K+--> nicht –85 sondern –70
--> K+ würde mehr hinausgehn, irgendwann Na und K ganz ausgeglichen --> Na/K pumpe:
durch atp 3Na raus, 2K rein ---> ruhepotential

nernst’sche gleichung: ruhepotential ist konzentrationsgleichgewicht, auch für andere ionen
EG * F = R * T * ln (c1: c2) für tintenfisch:
EK = (R*T):(F*Z) * ln ( [K+]innen : [K+]außen [K+]innen = 400mmol/l [K+]außen = 20mmol/l
EK = 26 * 2,3 * ln (20:400) = -78mV... K- gleichgewichtskonstante, bei (R*T): F = 26
F... faraday konstante, R... gaskonstante, T... absolute temp, Z... wertigkeit des ions = 1

aktionspotential: schwellenpotential = 50mV, wenn reiz so stark --> Na kanäle auf -->
einstrom, --> depolarisierung: elektr. gradient wird kleiner--> noch mehr Na kanäle geöffnet
(positive rückkoppelung) --> bis + 50mV, dann zeitverzögert K kanäle geöffnet und Na
geschlossen, K nach vollständiger repolarisierung noch offen --> hyperpolarisierung:
alles oder nichts gesetz: wenn schwellenpotential überschritten --> aktionspotential mit immer
gleicher amplitude, stärke durch frequent übertragen
na kanäle 2 tore, im ruhepot aktivierungstor zu, inaktivierungstor offen, bei ap akt schnell
geöffnet, inakt langsam geschlossen bis bei repolarisation zu, bei hyperpol beide zu --> kurz
kein neues ap möglich --> räfraktionszeit, signal kann nur in eine richtung laufen
K kanal nur 1 tor, in repol + hyperpol offen
sonst: durch reize bedingte membranpot. veränderungen sind graduiert: stark --> hohe
amplitude --> viele kanäle geöffnet--> große membranpot veränderung

weiterleitung: spannungsabhängige kanäle haupts in renvier’schen schnürringen, dort nicht
isoliert, ap zieht ionen ab --> auch im nächsten ring depolarisiert über schwellenewrt --> ap --
> springt von ring zu ring = saltatorische fortleitung: 120 m/s
gibt für reiz verschiedene potentielle codes, frequenzcode wird verwendet: geschützt vor
interferenz, rauschen aber ungenau
bei normaler leitung würde signal immer schwächer werden, so ist es immer gleich stark,
durch größeren axondurchmesser schneller

synapsen: 500000/neuron bei wirbeltieren, zwischen neuron – muskelzelle = motorische
endplatte
axodendritisch: von axon auf dendrit
axonaxonisch: axon – axon
seriell: von axon über einen dendriten auf anderen dendriten
reziprok dendritisch: dendrit – dendrit, wechselweise
elektrische: prä + postsynapt neuron über connexione = gap junktions (kanäle in zellmembran
über die ionenströme bei ap fließen) in verbindung --> direkte übertragung, aber eher selten,
zb bei fischen: dadurch schneller schwanzschlag zur flucht

chemische:neuronen durch synapt. spalt getrennt--> elekt signal in chem übersetzt: durch ap
strömt Ca in zelle --> vesikel mit transmittern im cytoplasma--> exocytose, transmitter diff.
zu postsynapt. membran, bindet an rezeptoren, dieser mit ionenkanälen in verbindung -->
jeweiliger geöffnet--> membranpot verändert--> depol nahe schwellenpot oder hyperpol,
transmitter wird schnell wieder abgebaut

axonaler transport: anterograder: in richtung synapse <--> retrograder in richtung zellkörper

summation von postsynaptischen potentialen
exzitatorisch: erregende synapse --> kanal der Na einstrom, K raus, wegen chem gradient
mehr Na rein --> zelle positiver – depolarisiert (mp näher an schwellenp gebracht) -->
exzitatorisches postsynaptisches potential EPSP
inhibitorisch: hemmende synapse: K raus und Cl rein oder eins von beiden --> mp negativ -->
hyperpolarisiert: inhibitotisches postsynaptisches potential IPSP
rezeptor und kanal dabei bestimmen ob durch transmitter epsp oder ipsp wird
beide sind graduiert: mehr transmitter --> amplitude höher, für ap: beim axonhügel muß
schwellenpot überschritten werden durch: epsp an mehreren synapsen oder einer mit hoher f
zeitliche summation: kurz nacheinander epsp so daß vom ersten noch nicht in ruhepot zurück
räumliche: neuron von mehreren synapsen gleichzeitig stimuliert
auch ipsp summiert, epsp und ipsp können sich auch auslöschen., am axonhügel alles
zusammen --> ap entsteht oder nicht



sinneswahrnehmungen
rezeptor (zb sinnesorgan) nimmt reiz(energie) wahr--> mp verändert = transduktion -->
rezeptorpotential, verstärkt, weitergeleitet in zns, da noch alle gleich = sensorische erregung,
im gehirn interpretiert --> wahrnehmung
primäre sinneszellen: reiz über axon direkt in zns, reizstärke --> amplitude
sek: über neuron, reizstärke --> menge der transmitter--> größe des epsp--> f
integration: ab reizempfang zb summation bis gehirn
sensorische adaptation: integration auf rezeptorniveau: bei kontinuierlichem reiz wird
rezeptorempfindlichkeit herabgesetzt
auch schwellenpot kann manchmal verändert werden

sinnesorgan ist abbild der umwelt: anpassung an jeweilige umwelt zb verschiedene
empfindlichkeiten der augen in versch. wellenbereichen wenn das vorteilhaft ist
spezialisierung auf bestimmten umweltteil: foeva effekt: auf sehachse wo man scharf sieht
vom gehirn steuerbar wie etwas wahrgenommen wird wegen äußeren einflüssen
leben in artspezifischer, sensorischer umwelt: so wie man sie wahrnimmt

photorezeptoren
komplexaugen aus ommatidien--> mosaikbild: auf bewegungen spezialisiert: photorezeptoren
erhohlen sich sehr schnell wieder: 300 lichtblitze /s, mensch: 50
aus: cornea, kristallkegel, rhabdom (pigmente) und sinneszellen herum
retina: ausstülpung des gehirns, farbstoff: rhodopsin
rezeptive felder: alle stäbchen und zapfen die auf retinale ganglienzelle konvergieren, je
größer desto unschärfer

				
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