Portrt Milla Jovovich - Concorde Filmverleih.doc

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Portrt Milla Jovovich - Concorde Filmverleih.doc Powered By Docstoc
					Bundesweiter Start: 11. September 2008
       BABYLON A.D.
                           Mit
       Vin Diesel, Michelle Yeoh, Mélanie Thierry,
       Gérard Depardieu und Charlotte Rampling


                            Regie
                      Mathieu Kassovitz


                       Drehbuch
            Mathieu Kassovitz & Eric Besnard




                       Im Verleih von:
                 CONCORDE FILMVERLEIH
                    Rosenheimer Straße 143 b
                          81671 München
            Tel. 089/45 06 10 - 0 / Fax 089/45 06 10 - 10
                      www.concorde-film.de




                      Pressebetreuung:
                     JUST PUBLICITY GmbH
                           Erhardtstr. 8
                         80469 München
            Tel: 089/20 20 82 60 / Fax: 089/20 20 82 89
                     www.just-publicity.com




   USA, Frankreich 2008 / Farbe / 101 Minuten/ 1:2,35 / Dolby SRD


Ausführliches Pressematerial und Fotos finden Sie unter
              www.concorde-film.medianetworx.de



                 www.babylon-ad-film.de



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BESETZUNG

Toorop               Vin Diesel
Aurora               Mélanie Thierry
Schwester Rebecca    Michelle Yeoh
Darquandier          Lambert Wilson
Finn                 Mark Strong
Killa                Jérôme Le Banner
Hohepriesterin       Charlotte Rampling
Gorsky               Gérard Depardieu
Dr. Newton           Joel Kirby
Jamal                Souleymane Dicko
Junger Hacker        David Belle
Karl                 Radek Bruna
u.a.



STAB

Regie                Mathieu Kassovitz
Drehbuch             Mathieu Kassovitz & Eric Besnard
                     nach dem Roman „Babylon Babies“
                     von Maurice G. Dantec
Produzent            Ilan Goldman
Co-Produzent         Benoît Jaubert
Kamera               Thierry Arbogast
Produktions-Design   Sonja Klaus
                     Paul Cross
Schnitt              Benjamin Weill
Kostüme              Chattoune & Fab
Musik                Atli Örvarsson
Produktionsleitung   Kevan Van Thompson
                     Marc Vadé
Spezialeffekte       BUF Compagnie




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KURZINHALT

Ein namenloses Land irgendwo in Osteuropa. Chaos, Armut, Schmutz und Gewalt, wohin man
blickt. Hier lebt Toorop (Vin Diesel), ein wortkarger Abenteurer und Söldner, der für Geld jeden
Auftrag erledigt. Toorop stellt keine Fragen und kennt keine Moral – solange das Honorar stimmt.
Dieser Kodex hat ihm zahlreiche Feinde eingebracht; deren Hass wiederum lässt seine
Überlebenschancen täglich weiter schmelzen. So klingt das Angebot von Mafia-Boss Gorsky
(Gérard Depardieu) denn auch zu verlockend, um es auszuschlagen: Toorop soll ein junges
Mädchen nach New York schmuggeln. Als Gegenleistung will Gorsky ihm einen Neuanfang in
Amerika ermöglichen. Aurora (Mélanie Thierry), die junge Frau, die Toorop unversehrt auf dem
anderen Kontinent abliefern soll, ist – obwohl anders vereinbart – nicht allein. Sie wird begleitet
von einer resoluten Nonne (Michelle Yeoh), die sich als Ein-Frau-Leibwache ihres Schützlings
versteht. Und tatsächlich: Schon nach kurzer Zeit eskaliert die Reise zu einem alptraumhaften Trip
in die Gefahr.



DER INHALT IN EINEM SATZ

In nicht allzu ferner Zukunft erhält Toorop, ein desillusionierter Söldner, von der osteuropäischen
Mafia den Spezialauftrag, eine geheimnisvolle junge Frau namens Aurora aus den Weiten
Russlands sicher nach New York zu geleiten und sie dort einer mächtigen religiösen Organisation
zu überstellen – doch was nach einem einfachen Job klingt, entpuppt sich als lebensgefährlicher
Höllenritt.



INHALT

Einfach nur ein paar Lebensmittel besorgen und dabei um sein Leben fürchten müssen – für
Toorop ist das eine ganz normale Erfahrung. Denn auf den schmutzigen, düsteren Straßen der
osteuropäischen Metropole, in der der Söldner zu Hause ist, sind Gewalt und Blutvergießen an der
Tagesordnung. Doch der muskelbepackte, schweigsame Hüne hat in all den Kriegen und
Konflikten, die die Welt des frühen 21. Jahrhunderts an den Rand des Chaos gebracht haben,
bereits zu viele gut bezahlte Kämpfe ausgetragen und tödliche Situationen überstanden, um sich
von dem tobenden Mob und dem explosiven Elend, das ihn umgibt, bange machen zu lassen.
Einer unverwundbaren Kampfmaschine gleich, besorgt sich Toorop ein Kaninchen fürs
Abendessen und stellt sich dann, selbst ist der Mann, in seiner zum Hochsicherheitstrakt
ausgebauten Wohnung an den Herd. Zum Essen kommt er allerdings nicht. Das verhindert der
Mafia-Boss Gorsky, der mit Toorop reden will und gleich ein vollzähliges Überfallkommando
schickt, um sicherzustellen, dass Toorop keine Ausrede findet, um seiner Einladung nicht zu
folgen. Gorskys Anliegen klingt nach einer Tätigkeit, die jemand wie Toorop normalerweise mit
links erledigen kann: Er soll eine junge Frau namens Aurora über sämtliche Grenzen schmuggeln
und bis nach New York begleiten, vor allem aber soll er dafür sorgen, dass ihr auf dem weiten
Weg nicht ein Haar gekrümmt wird. Aurora, wird ihm versichert, sei eine überaus kostbare Fracht.
In Amerika erwartet die Präsidentin einer einflussreichen religiösen Organisation sie bereits
ungeduldig.
Wie üblich, ist es auch diesmal nicht Toorops Art, den Auftrag zu hinterfragen oder moralische
Bedenken anzumelden. Für ihn muss nur die Höhe des Honorars stimmen, dann ist er bereit,
jeden Job zu erledigen. Was Gorsky ihm anbietet, ist freilich mehr wert als jede noch so reich
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sprudelnde Einnahmequelle. Ein neues Leben in Amerika verspricht er ihm, eine Existenz, mit der
er seine rohe, gesetzlose Vergangenheit endgültig hinter sich lassen kann. Reiseleiter und
Bodyguard in einem für eine harmlose junge Frau? Nichts leichter als das, sagt sich Toorop und
schlägt in den Handel mit Gorsky ein. Doch die erste Überraschung lässt nicht lange auf sich
warten. Als er Aurora, wie vereinbart, aus einem einsam gelegenen Kloster abholt, lernt er nicht
nur eine ängstlich wirkende junge Frau kennen, die offenbar ihre ersten Schritte hinaus in die Welt
wagt. Sie wird, entgegen Gorskys Ankündigung, von der selbstbewussten Nonne Rebecca
begleitet, die Toorop unmissverständlich zu verstehen gibt, dass sie, komme was wolle, keinen
Schritt von der Seite ihres Schützlings weichen wird, den sie von Kindesbeinen auf kennt.
Außerdem habe er sich ganz auf seinen Job zu konzentrieren und die beiden Frauen, vor allem
aber Aurora, weder mit Fragen noch Kommentaren zu belästigen. Da Toorop ohnedies kein
privates Interesse an seinen Schutzbefohlenen hat, fällt es ihm nicht schwer, diese Anweisungen
zu akzeptieren. Zunächst. Denn als das Trio in einer vor Menschen wimmelnden Stadt einen Zug
besteigen will, warnt Aurora ihre Begleiter in letzter Sekunde vor einer gewaltigen
Bombenexplosion. Kann die junge Frau die Zukunft vorhersehen? Warum wird das Trio von
undurchsichtigen Gestalten beschattet und verfolgt, die nichts unversucht lassen, um Aurora in
ihre Gewalt zu bringen? Ist sie doch keine Waise, sondern wird in Wahrheit von ihrem Vater
gesucht? Wer hatte ein Interesse daran, das Kloster kurz nach Auroras Abreise zu zerstören? Und
welcher Part fällt Rebecca in diesem undurchsichtigen Spiel zu? Per U-Boot und Schneemobil, zu
Wasser, zu Lande und in der Luft kommen Toorop, Aurora und Rebecca ihrem Ziel näher. Doch
die tödliche Gefahr, in der sie unablässig auf diesem Trip schweben, ist bedeutungslos gegen das,
was die drei Fremden, die inzwischen zur verschworenen Gemeinschaft zusammengewachsen
sind, in New York erwartet: Aurora wird zum Streitobjekt rücksichtsloser, zu allem entschlossener
Kontrahenten, und dass Toorop, der sich emotional bislang stets aus allem raushielt, erstmals
wirklich Partei für eine Seite ergreift, wird ihm zum tödlichen Verhängnis. Doch Sterben ist nicht
immer das Ende. Es kann auch ein Anfang sein...



PRESSENOTIZ

BABYLON A.D. ist die sechste Regiearbeit des Schauspielers und Regisseurs Mathieu Kassovitz,
eine in düster-monumentalen Bildern erzählte phantastische Geschichte von Geburt, Tod und
Wiederauferstehung in der Welt der nahen Zukunft. Die Vorlage stammt von Maurice G. Dantec,
einem angesehenen französischen Autor, der – in der Tradition von Science-Fiction und Cyber-
Thriller schreibend – seine provokanten, gesellschaftskritischen Romane als literarische
Abrechnung mit aktuellen Ereignissen und Entwicklungen versteht. BABYLON A.D. entstand
unter dem Einfluss des Balkan-Kriegs und mehrerer Reisen, die Dantec Mitte der 90er Jahre
durch das ehemalige Jugoslawien unternahm. Auch Toorop, Dantecs Söldner-Held, reist mit
explosiver menschlicher Fracht durch eine zerfallende globale Gesellschaft, in der zwischen Liebe
und Hass, zwischen Feinden und Freunden, zwischen Leben und Tod sämtliche Gewissheiten
verloren gegangen sind. Entstanden ist unter Kassovitz' zupackender Regie ein mit
rabenschwarzem Humor und sensationellen Actionsequenzen gespicktes Endzeit-Spektakel, das
dennoch auf einer optimistischen Note endet. Mal beklemmend plausibel, mal haarsträubend
phantastisch, begeistert BABYLON A.D. durch visionäres Produktionsdesign und
atemberaubende Spezialeffekte, die nie zum Selbstzweck verkommen. Darüber hinaus ist dieser
spannende, immer wieder überraschende Zukunfts-Thriller ein ausgesprochener Schauspielerfilm,
in dem Hollywoods starker Mann Vin Diesel von den Leinwand-Legenden Michelle Yeoh, Charlotte
Rampling und Gérard Depardieu sowie dem aufregenden französischen Jungstar Mélanie Thierry
hochkarätig unterstützt wird.

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INTERVIEW MATHIEU KASSOVITZ


Wann haben Sie den Roman „Babylon Babies“ von Maurice Dantec entdeckt?
Das war 2002. Zukunftsromane fand ich immer schon interessanter als reine Science-Fiction.
„Babylon Babies“ gilt als bedeutender Zukunftsroman, deshalb habe ich ihn gelesen. Dafür
brauchte ich gerade mal zwei, drei Nächte. Ich war sofort überzeugt, dass es der Stoff für einen
tollen Film ist, der ... mindestens sechs Stunden dauert. Und 500 Millionen Euro kostet.

Sie haben sich eines Romans angenommen, der als unverfilmbar galt. Warum?
Sein Ruf, unverfilmbar zu sein, machte die Sache für mich erst recht spannend. Wer ein Buch
liest, liest es immer anders als der nächste Leser. Man liest dieselben Wörter, doch jedes Hirn
funktioniert auf seine individuelle Art. Im Kino hingegen sehen wir alle dasselbe. Meine Arbeit
bestand also darin, meine Vision des Buches zu erschaffen. Es war eine echte Herausforderung,
600 Seiten auf 90 Minuten Film zu verdichten. Deshalb sind auf Anhieb bestimmte Dinge im
Papierkorb gelandet. Das erklärt auch, warum wir den Titel in „Babylon A.D.“ abgeändert haben.
Beim Schreiben des Drehbuchs entwickelte sich das Ganze immer mehr zu einem „Film inspiriert
von ...“ als zu einer waschechten Adaption des Romans. Wir haben ganze Szenen dazu erfunden,
viele kleine Details. Andererseits haben wir die Reise und die Grundzüge von Maries Geschichte
beibehalten, dieser jungen Frau, die Toorop beschützen muss, und die sehr mysteriös bleibt. Auch
wenn wir die Figur an sich verändert haben: Ich habe aus ihr ein Mädchen gemacht, das von
einem Computer geschaffen wurde, und die das gesamte Wissen der Menschheit besitzt, aber
schizophren ist, weil sie nicht weiß, woher dieses Wissen stammt, dass ihr Gehirn auffrisst. Wir
haben ihren Namen in Aurora abgeändert. Marie, das war einfach zu offensichtlich. Ich habe auch
Toorops Hintergrund verändert. In Dantecs Roman engagiert er sich mit 17 Jahren für einen
Einsatz im Kosovo. Ich habe aus ihm eine Art Kindersoldaten gemacht, ein Opfer all der Kriege
der vergangenen 30 Jahre. Im Buch kommen viele Dinge vor, die man im Kino einfach nicht
erklären kann. Etwa, dass das Trio in Montreal eintrifft und dann sechs Monate lang dort festsitzt.
Was ich als unlogisch empfinde. Logischer ist für mich, dass Toorop sofort nach der Ankunft am
Ziel, im Film handelt es sich um New York, das Mädchen ausliefert. Wir haben also sechs Monate
auf drei Minuten verkürzt.

Was bedeutet „Babylon A.D.“?
Der Titel steht für das babylonische Zeitalter und jene Stadt, die als Hort der Sünde und Dekadenz
galt. Außerdem konnte ich mit den Initialen das schöne Logo B.A.D. gestalten (lacht). Der
Originaltitel hätte bei den Amerikanern eine doppelte Bedeutung gehabt, denn Babies steht
sowohl für Babys als auch für hübsche junge Mädchen. Außerdem störte mich das Wort „Babies“
im Titel: Es verrät zuviel über das, was Aurora mit sich trägt.

Wie hat Dantec auf die zahlreichen Änderungen reagiert?
Was das angeht, war er sehr offen. Er sagte zu mir: „Nimm mein Buch und mach daraus, was du
willst. Dass ich bereit war, die Filmrechte an dich zu verkaufen, heißt doch, dass ich deine Vision
und deine Filme mag. Mein Vertrauen in dich ist grenzenlos.“ Er wusste, dass ich die Philosophie
des Buches respektieren würde, das Thema sowie die Handlung in ihren groben Zügen. Er fand
die Änderungen, die Eric Besnard, mein Co-Autor, und ich vorgenommen haben, eher ganz
interessant. Jetzt warte ich gespannt, dass er den fertigen Film sieht, damit er mir dasselbe noch
mal sagt.




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Ihre ersten drei Regiearbeiten beruhten auf Originaldrehbüchern. Zwei Ihrer letzten drei
Filme sind Adaptionen. Macht das für Sie einen Unterschied?
Diese Frage habe ich mir noch nie gestellt. Mein erster Film „Lola liebt's schwarzweiß“ war
unmittelbar von meinem damaligen Alltag inspiriert. Und ein wenig auch von Spike Lees „She's
Gotta Have It“. „Hass“, mein zweiter Film, ist von Martin Scorsese inspiriert. Alles, was ich bisher
gemacht habe, wurde von Dingen inspiriert, die ich selbst erlebt, gesehen oder gelesen habe.
Was mich an einem Film interessiert, ist das Endprodukt, nicht das Drehbuch. Wenn ich Stephen
King lese, möchte ich sofort sein gesamtes Oeuvre verfilmen! Jean-Christophe Grangé, der Autor
von „Die purpurnen Flüsse“, besitzt das Talent, Geschichten fürs Kino zu erfinden, die mir niemals
einfallen würden. Ich habe überhaupt kein Problem damit, mich von Romanen inspirieren zu
lassen. In dem Moment, wo ich ein Buch adaptiere, eigne ich mir seine Geschichte an. Wenn ich
etwas lese, und es gelingt mir, über die ersten zehn Seiten hinauszukommen, dann handelt es
sich in der Regel um ein Buch, dass ich gern fürs Kino adaptieren würde (lacht).

Zwischen der Lektüre des Romans und dem Beginn der Dreharbeiten vergingen fünf Jahre.
War die Finanzierung so schwierig?
Ja, sie stellte sich als sehr schwierig heraus, weil die Amerikaner in Geschäftsdingen extrem
kompliziert sind. Zu Beginn des Projekts gab es nur Christophe Rossignon, der meine drei ersten
Filme produziert hat. Das erste Drehbuch von Eric Besnard und mir war auf etwa 90 Millionen
Dollar budgetiert. Christophe meinte daraufhin: „Mathieu, die Sache nehme ich nicht in Angriff,
denn ich glaube nicht daran.“ Also haben wir uns getrennt, und dann habe ich erstmal in den USA
„Gothika“ inszeniert. Allmählich wurde mir klar, dass ich einen Hollywoodstar brauchte, um einen
Film wie „Babylon A.D.“ machen zu können. Und dass ich ihn dergestalt inszenieren musste, dass
er in den USA Erfolg an den Kinokassen haben könnte. Joel Silver, der Produzent der „Matrix“-
Filme, hatte mir die Regie von „Gothika“ angeboten, mit Halle Berry, die gerade einen Oscar
gewonnen hatte, Penélope Cruz und Robert Downey Jr. Der Film war ein Erfolg, und das hat es
mir wiederum ermöglicht, die Produktion von „Babylon A.D.“ auf die Beine zu stellen, ohne mit
meinem Drehbuch nach Hollywood pilgern und es an ein Studio verkaufen zu müssen. Was ich
dringend brauchte, war ein europäischer Co-Produzent, damit sich die Amerikaner damit
begnügten, die Verleihrechte zu erwerben. Unser Ziel war, das Budget auf 60 Millionen Dollar zu
reduzieren: 30 aus Europa und 30 aus den USA.

Hatte Hollywood Angst vor dem Sujet des Films?
Nein, denn es versteckt sich prima hinter einer großartigen Optik, grandiosen Actionsequenzen
und einer ausgeklügelten Geschichte. Das Thema Religion wurde zwar sehr schnell von den
Amerikanern angesprochen, aber es lag uns ja auch wirklich daran, gemeinsam eine Reihe von
Fragen zu klären. „Blade Runner“ ist einer der Filme, auf denen meiner aufbaut. Weniger was die
Form angeht als den Kern. Wenn man sich „Blade Runner“ anschaut, sieht man zunächst einen
Science-Fiction- bzw. Actionfilm. Aber eigentlich handelt er von Gott, unserer Existenz auf diesem
Planeten, von der Schöpfung ... Spielberg hat etwas Ähnliches mit „E.T. – Der Außerirdische“
gemacht, der im Grunde ein Film über den Rassismus ist. Ich sagte mir: „Ich will einen Genrefilm
drehen, einen Actionfilm, einen Jungsfilm, der echt Hardcore ist ... aber trotzdem die Gesellschaft
wiederspiegelt, in der wir leben.“ Dennoch sollte der religiöse Aspekt nicht zu sehr im Vordergrund
stehen, deshalb spielt die Action eine deutlich größere Rolle. Aus den religiösen Fanatikern haben
wir eine Sekte gemacht. Jetzt steht es jedem Kritiker und jedem Zuschauer frei, in der Geschichte
etwas für sich zu entdecken.




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Wie sind Sie bei der Besetzung von Toorop vorgegangen?
Ich wusste sofort, dass ich Vin Diesel für diese Rolle haben wollte. Auch wenn er nicht die erste
Wahl der Studios war. Ich musste wirklich um ihn kämpfen. Ich kannte ihn aus verschiedenen
Filmen und war der Meinung, dass er ein guter Schauspieler ist. Man darf nicht vergessen, dass er
immerhin mit Steven Spielbergs „Der Soldat James Ryan“ bekannt wurde. Dann sah ich ihn in
„Boiler Room“, in dem er einen Börsenmakler spielt. Außerdem ist Vin Diesel der letzte starke
Mann des US-Kinos, es gibt sonst keine echten Helden mehr, jedenfalls keine unter 60 Jahren.
Mir gefällt seine bäuerliche Seite, und mir gefällt diese Vorstellung, dass sich so ein Typ am Ende
der Geschichte als Vater von zwei Kindern des 22. Jahrhunderts wieder findet.

Wie sind Sie auf Mélanie Thierry gekommen?
Ich kannte Mélanie von ihrer Arbeit als Model. Getroffen habe ich sie zum ersten Mal, als sie in
dem Theaterstück „Le vieux juif blonde“ spielte. Darin verkörperte sie 90 Minuten lang zwei
verschiedene Figuren. Sie überstrahlte alles. Und ich wusste: „Das ist meine Aurora!“ Ich brauchte
ein Mädchen, das die Reinheit verkörpert. Mélanie könnte tatsächlich von einem Computer
entworfen worden sein: Sie hat ein perfektes Gesicht, der Blick aus ihren Augen ist wunderbar.
Sie wirkt beinahe wie ein Wesen aus einer anderen Welt. Darüber hinaus ist sie eine sehr gute
Schauspielerin. Ich machte zunächst bei mir zu Hause Probeaufnahmen mit einer kleinen
Videokamera. Ich musste heulen, so bewegend spielte sie, und das hat mich darin bestätigt,
meine Aurora gefunden zu haben. Mir war viel daran gelegen, ein französisches Element im Film
zu haben. Zunächst waren die Amerikaner dagegen. Als sie begriffen, dass Aurora unbedingt von
einer Unbekannten gespielt werden musste, gaben sie ihren Widerstand gegen Mélanie auf.
Womit sie allerdings ein Problem hatten, war ihr französischer Akzent. Mélanie hat viel an ihrer
Aussprache arbeiten müssen, denn ich bat sie, in einem einzigen Satz ganze viele Akzente zu
vermischen, damit man ihre Herkunft nicht sofort heraushört, und das hat wiederum das
Universelle ihrer Figur betont.

Für die Rolle ihrer Beschützerin haben Sie Michelle Yeoh engagiert.
Neben der weißen Unschuld, die Mélanie verkörpert, brauchte ich unbedingt eine asiatische
Schönheit. Und Michelle ist nun mal die schönste Frau der Welt (lacht). Als Schauspielerin hat sie
außerdem Filmgeschichte geschrieben. Am Anfang hatte ich die Nonne so skizziert, wie man sich
Nonnen vorstellt, klein und dick und streng. Aber eigentlich wollte ich doch einen Actionfilm
drehen, mit einer kämpferischen Nonne. Bei den jungen Schauspielerinnen kommen nur wenige
für so eine Rolle in Frage, bei den erwachsenen Frauen eine einzige. Michelle hat unter anderem
mit Jackie Chan gearbeitet, und für mich war es eine große Ehre und Freude, sie am Set zu
haben. Ihre Präsenz hat es mir ermöglicht, aus dem Trio eine noch kämpferische kleine Truppe zu
machen und Mélanie in die Action einzubinden. Kaum hatte Michelle zugesagt, war es im Übrigen
viel leichter, französische Stars mit internationalem Ruf durchzusetzen. Gérard Depardieu in der
Rolle des Gorsky war eine Vorstellung, die alle amüsierte. Und ich wollte unbedingt mal mit ihm
arbeiten. Für die Rolle des ersten Bösen im Film brauchte es unbedingt eine Ikone. Depardieu hat
ihn absolut ungebremst gespielt. Danach musste ich an Lambert Wilson denken, den Bösewicht
aus „Matrix“. Ehe ich ihn darin sah, erschien er mir immer wie der Playboy des französischen
Kinos, und ich hätte ihm niemals diese Rolle angeboten. Als ich erfuhr, dass er mit Marc Caro den
Science-Fiction-Film „Dante 01“ gedreht hatte, wusste ich, dass er mein Mann war. Wir haben uns
intensiv mit seiner Figur beschäftigt, die wie ein Superheld der 80er Jahre wirken sollte, irgendwie
überlebensgroß, aber nicht lächerlich. Die Figur könnte dem Science-Fiction-Comic-Magazin
„Métal Hurlant“ entsprungen sein. Im Übrigen ist dieses Magazin aus den 80er Jahren eine der
Referenzen des Films: „Babylon A.D.“ ist für mich eine Art Konzentrat von „Métal Hurlant“.



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Die Besetzungsliste wird von Charlotte Rampling vervollständigt.
Ich brauchte eine charismatische Böse, die Symbolcharakter besitzt, eine Frau, die bei allen
Männern und Frauen, die ihren Weg gekreuzt haben, Rachegefühle und Hass auslöst. Ich
brauchte eine Frau mit diesem ganz gewissen Blick, eine Frau, von der man nicht weiß, ob man
ihr seine Kinder anvertrauen würde, und von der man annehmen darf, dass sie sich immer noch
wie in „Der Nachtportier“ kleidet. Ist es also ein Wunder, dass ich keine andere als Charlotte
Rampling für diese Rolle wollte?

Erzählen Sie uns von den Dreharbeiten.
Es waren anstrengende Dreharbeiten, die von Dezember 2006 bis April 2007 dauerten. Und ja, es
gab am Set eine Menge Probleme. Einen solchen Film ohne Zwischenfälle zu drehen, ist schier
unmöglich. Um „Babylon A.D.“ ohne Blut, Schweiß und Tränen hinter uns zu bringen, hätten wir
ein Budget von 150 Millionen Euro gebraucht. Ohne dieses Geld hieß es: Kampf. Und wir haben
gekämpft! Ich würde es sogar als Guerilla-Filmemachen bezeichnen. Es war wirklich nicht einfach.
Andererseits habe ich noch nie einen einfachen Film gemacht (lacht). Da war zum Beispiel der
Schnee, der nicht zu dem Zeitpunkt fallen wollte, als wir ihn brauchten – da hatten wir wirklich ein
gewaltiges Problem! Deshalb entstanden auch all diese Gerüchte, die sich um die Dreharbeiten
rankten, und die bis nach Frankreich drangen.

Wie war die Zusammenarbeit mit Vin Diesel?
Wir mussten uns zusammenraufen, mussten uns daran gewöhnen, dass wir unterschiedlich
arbeiten und unterschiedlich an die Geschichte und die Figur herangehen. Aber das ist ein
Problem, das sich in der Zusammenarbeit mit den meisten Schauspielern ergibt. Ganz gleich, ob
man sich vor Drehbeginn jede Menge Zeit genommen hat – ist man erst einmal am Set und
schuftet 15, 16 Stunden täglich, sieht alles plötzlich ganz anders aus. Es kann einem passieren,
dass man mit bestimmten Leuten anfängt zu arbeiten, und plötzlich, nach ein paar Wochen, sagt
man sich: „Scheiße, das funktioniert nicht!“ Dann muss man Ersatz finden. Aber Schauspieler
kannst du nicht so einfach feuern. Was man am Set für sie empfindet, ist häufig eine Art
Hassliebe. Ich mochte an ihm, dass er sehr viel vor der Kamera gegeben hat und finde, dass er in
diesem Film seine bislang beste Schauspielerleistung zeigt. Andererseits ist Vin ein Hollywoodstar
und daran gewöhnt, wie ein Hollywoodstar behandelt zu werden. Ich hingegen behandle alle Leute
gleich, nämlich wie menschliche Wesen.

In „Babylon A.D.“ lassen sich einige der Anliegen entdecken, die Sie als Bürger und
Künstler beschäftigen. Würden Sie sich als sozial engagierten Filmemacher bezeichnen?
Was ich auch mache, es hat immer einen politischen Hintergrund. Für mich ist das die Basis eines
jeden guten Films. Je bedeutsamer das Thema, desto stärker der Film. Ich möchte das Publikum
mit starken Geschichten bewegen.

Der Film ist Ihren beiden Töchtern gewidmet ...
Ich habe vor sechs Jahren mit der Arbeit an dem Film begonnen. Meine ältere Tochter ist sechs
Jahre alt. Und meine zweite Tochter ist vor kurzem zur Welt gekommen ist. Meine Frau war
während der Dreharbeiten schwanger, es ist also ein Film, der um die Kinder herum gemacht
wurde, und es geht darin auch um Erziehung. Wie sagt Toorop am Ende des Films: „Lasst uns die
Welt retten, ein Kind nach dem anderen.“

Fällt es Ihnen leicht, sich die Welt der Zukunft optisch vorzustellen?
Wir wollten ein plausibles Zukunftsszenario entwerfen, keine Science-Fiction machen. Drohnen
und elektromagnetisches Papier, das Bilder senden kann, existieren bereits (auch wenn es sich
noch um Prototypen handelt). Man muss sich immer wieder fragen, wie man die Zukunft darstellt,
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ohne übertrieben futuristisch zu werden – damit meine ich zum Beispiel fliegende Autos. Die
Frage lautet doch viel eher, wie ein Elektro-Smart in zehn Jahren aussehen könnte.

Hätte sich der junge Kurzfilmregisseur, der Sie einmal waren, träumen lassen, dass er
eines Tages einen Film wie „Babylon A.D.“ inszenieren würde?
Nein, bestimmt nicht. Mein ganzer Ehrgeiz bestand darin, irgendwann überhaupt einen Langfilm
drehen zu können. Und wenn du das gepackt hast, besteht dein Problem darin, den nächsten
abendfüllenden Spielfilm auf die Beine zu stellen. Aber ich bin zufrieden. Was ich vor ungefähr
zehn Jahre in die Wege geleitet habe, hat sich realisiert. Bildlich gesprochen, arbeite ich jenseits
aller Grenzen, und deshalb kann ich die unterschiedlichsten Themen aufgreifen, bin ich irgendwie
freier. Wenn ich ausschließlich innerhalb des französischen Kinos arbeiten müsste, würde ich
ersticken. Aber eigentlich bin ich nur froh, überhaupt zu arbeiten.

Sind Sie zufrieden mit „Babylon A.D.“?
Doch, das bin ich. Wie ich schon sagte, es handelt sich um einen Guerilla-Film. Wir mussten
kämpfen. Die Energie, die wir in die Dreharbeiten investierten, habe ich im Film wiederentdeckt.
Demnächst werde ich ihn Maurice Dantec zeigen. Ich bin gespannt, wie er reagieren wird - obwohl
ich ja weiß, dass er das Drehbuch mochte. Genauso gespannt bin ich auf die Reaktion der Fans
des Romans. Was sie begreifen müssen, ist, dass es sich nicht um eine buchstabengetreue
Verfilmung handelt, sondern dass wir uns viele Freiheiten erlaubt haben. Ich könnte mir vorstellen,
dass der Film viele Zuschauer zur Romanvorlage greifen lässt. So können sie die ursprüngliche
Version entdecken, Dantecs unverfälschte Worte. „Babylon A.D.“ ist meine ganz persönliche
Lesart seines Buchs. Nun existieren also zwei Versionen, die beide vom selben Geist regiert
werden.




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INTERVIEW ILAN GOLDMAN

Wann haben Sie zum ersten Mal mit Mathieu Kassovitz zusammengearbeitet?
Das war bei „Die purpurnen Flüsse“. Der Film war für uns alle ein echter Meilenstein, denn wir
hatten damit den ersten französischen Thriller gedreht. Ich erinnere mich an die ersten Gespräche
mit Mathieu. Wir hatten überlegt, den Film in den USA und auf Englisch zu drehen. Doch wir
spürten instinktiv, dass es eine größere Leistung wäre, den Film auf Französisch zu drehen, weil
wir dem französischen Kino damit einen Quantensprung ermöglichen würden: vom Kriminalfilm hin
zum Thriller. In „Die purpurnen Flüsse“ waren alle Zutaten für eine künstlerische Revolution
vereint. Dieser Film hat unsere Zusammenarbeit intensiviert. Denn wir hatten weltweit großen
Erfolg mit dem Film. Damals fiel dem Chef von Twentieth Century Fox unsere Arbeit zum ersten
Mal auf. Der Film hat nicht mal 15 Millionen Euro gekostet. Wäre er in den USA produziert
worden, hätte er die dreifache Summe verschlungen.

Wie kam es zu Ihrer erneuten Zusammenarbeit bei „Babylon A.D.“?
Mathieus Begeisterung für das Buch von Dantec ist ja nicht neu. Ich wusste, dass er die Absicht
hatte, den Roman zu verfilmen. Mathieu bat mich, den Film zu produzieren und ihm zu helfen,
dafür eine Produktionsfirma zu gründen. Wir beschlossen, den Film unter dem Dach eines
Unternehmens zu finanzieren, dessen Präsident ich bin und das zur Hälfte MNP und zur anderen
Hälfte Légende gehört. Zusammen mit meiner Mannschaft habe ich alles in die Wege geleitet,
damit „Babylon A.D.“ gedreht werden konnte – immerhin ein internationaler Film mit einem Budget
von mehr als 60 Millionen Euro. Unterstützt wurden wir von Studio Canal und den Sendern Canal+
und M6, hinzu kam ein Abkommen, das unser britischer Co-Produzent mit der Fox erzielte, die
den Film außerhalb von Europa verleiht. Wir gehören zu den wenigen französischen
Produktionsfirmen, die eine solche Finanzierung auf die Beine stellen können – das war auch
schon bei „1492“ der Fall. Einen engagierten Filmemacher wie Mathieu Kassovitz bei der
Verwirklichung seines Projekts zu begleiten und zu unterstützen, war eine großartige Erfahrung.

Was hat Sie an „Babylon A.D.“ begeistert?
Da gab es eine Reihe von Themen, die mich faszinierten. Aber in erster Linie war es das Thema
Glauben. Viele Menschen haben das tiefe Bedürfnis, an etwas zu glauben. Dieser Umstand
veranlasst manche, auf das Seelenheil ihrer Nächsten einzuwirken, andere wiederum
missbrauchen die Religion, um auf ihrem Rücken Geschäfte zu machen. Ich fand es spannend,
einen Film zu produzieren, der dieses Phänomen anprangert.

Hat Sie die Wahl von Vin Diesel für die Hauptrolle überrascht?
Ja, aber sie hat sich als gute Wahl herausgestellt. Vin Diesel ist mir wirklich nicht als erster für
diese Rolle in den Sinn gekommen. Aber in dem Moment, wo ein Regisseur sich von einem
Schauspieler inspirieren lässt, steht man als Produzent immer an seiner Seite, um seine
Entscheidungen zu verteidigen. Vin Diesel stellte sich als gute Wahl heraus, weil er sich für das
Autorenkino öffnen wollte. Das hat es ihm ermöglicht, als Schauspieler neue Seiten zu zeigen. Die
Figur, die er spielt, ist anfangs in sich gekehrt, sehr widerborstig, aber ganz allmählich wird dieser
Mann weicher und öffnet sich ...

Wie haben Sie die schwierigen Dreharbeiten erlebt?
Das Glück war tatsächlich nicht auf unserer Seite. Wir haben den wärmsten Winter seit
zweihundert Jahren in Prag erlebt, deshalb gab es auch keinen Schnee. Und ja, es stimmt, wir
hatten Verständnis- und Harmonie-Probleme.



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Mathieu Kassovitz, Olivier Dahan („La vie en rose“), Jan Kounen („39,90“) – was gefällt
Ihnen an dieser Generation von Filmemachern?
Unsere Marschrichtung ist eigentlich ganz einfach: Wir wollen Autorenfilme fürs große Publikum
drehen. Die genannten Regisseure haben etwas zu sagen, richten sich aber an das größtmögliche
Publikum. Bestes Beispiel dafür ist „La vie en rose“, mit dem Olivier Dahan ein sehr intimes,
persönliches und einzigartiges Porträt einer Künstlerin geschaffen hat. Meine Produktionsfirma
Légende ist ein Sammelbecken für Autorenfilmer, die wissen, dass wir ihre Filme nicht nur
finanzieren können, sondern dass wir uns auch für den Inhalt dieser Filme interessieren. Wenn
Autorenfilmer mit einer Idee zu uns kommen, gehen sie mit einem Filmprojekt wieder nach Hause
– und wir unterstützen sie dabei bis zur Endproduktion.

Wie beurteilen Sie den fertigen Film „Babylon A.D.“?
Es handelt sich um einen Film, dem es gelingt, sich mit wichtigen Themen zu beschäftigen und
dennoch äußerst effektiv zu unterhalten. Ich hoffe, dass er ein großes Publikum findet.



Filmographie (Auswahl)

1992         1492 - Die Eroberung des Paradieses (1492)
             Regie: Ridley Scott
2000         Vatel
             Regie: Roland Joffé
2000         Die purpurnen Flüsse (Les rivières pourpres)
             Regie: Mathieu Kassovitz
2004         Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse
             (Les rivières pourpres II - Les anges de l'apocalypse)
             Regie: Olivier Dahan
2007         La vie en rose (La Môme)
             Regie: Olivier Dahan
2007         39,90 (99 francs)
             Regie: Jan Kounen
2008         Babylon A.D.
             Regie: Mathieu Kassovitz




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VOR DER KAMERA

Vin Diesel (Toorop)
Als er am 18. Juli 1967 in New York als zweieiiger Zwilling zur Welt kommt, tauft ihn seine Mutter
auf den Namen Mark Vincent (sein Bruder bekommt den Vornamen Paul und arbeitet heute als
Cutter). Aufgewachsen in Greenwich Village, spielt Diesel mit sieben Jahren zum ersten Mal auf
einer Theaterbühne, später auch mit der Truppe seines Stiefvaters. Während eines Englisch-
Studiums am Hunter College an der Upper East Side von Manhattan, jobbt Diesel nebenher als
Türsteher und Rausschmeißer in angesagten New Yorker Nachtclubs. Nach drei Jahren bricht er
sein Studium ab und geht nach Hollywood, wo ihm 1994 sein Kurzfilm „Multi-Facial“ (Buch, Regie,
Hauptrolle: Vin Diesel) erste Türen öffnet. Kein Geringerer als Steven Spielberg wird durch Diesels
ersten abendfüllenden Spielfilm „Strays“ (1997), den er erneut schreibt, inszeniert und mit sich
selbst in der Hauptrolle besetzt, auf das Multitalent aufmerksam und engagiert Diesel für sein
preisgekröntes Kriegsepos „Der Soldat James Ryan“. Es folgen Hauptrollen in Actionfilmen wie
„Pitch Black – Planet der Finsternis“, „The Fast and the Furious“ und „xXx – Triple X“, die ihn als
Muskelhelden in der Nachfolge von Arnold Schwarzenegger etablieren und rasch zu einem der
höchstbezahlten Schauspieler Hollywoods machen. Um nicht unwiderruflich in der Schublade
„cooler Held“ zu landen, erweitert Diesel sein Repertoire mit der Komödie „Der Babynator“ (2005)
und beweist seine Wandlungsfähigkeit als Mafia-Boss in Sidney Lumets „Find Me Guilty – Der
Mafiaprozess“ (2006), eine Rolle, für die er 35 Pfund zunimmt. Vin Diesels erste Tochter (mit
Freundin Paloma Jimenez) kommt am 2. April 2008 zur Welt.

Filmographie (Auswahl)

1998          Der Soldat James Ryan (Saving Private Ryan)
              Regie: Steven Spielberg
2000          Risiko – Der schnellste Weg zum Reichtum (Boiler Room)
              Regie: Ben Younger
2000          Pitch Black – Planet der Finsternis (Pitch Black)
              Regie: David Twohy
2001          The Fast and the Furious
              Regie: Rob Cohen
2001          Knockaround Guys
              Regie: Brian Koppelman, David Levien
2002          xXx – Triple X (xXx)
              Regie: Rob Cohen
2003          Extreme Rage (A Man Apart)
              Regie: F. Gary Gray
2004          Riddick: Chroniken eines Kriegers (The Chronicles of Riddick)
              Regie: David Twohy
2005          Der Babynator (The Pacifier)
              Regie: Adam Shankman
2006          Find Me Guilty – Der Mafiaprozess (Find Me Guilty)
              Regie: Sidney Lumet
2008          Babylon A.D.
              Regie: Mathieu Kassovitz




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Mélanie Thierry (Aurora)
Geboren am 17. Juli 1981 in Saint Germain en Laye bei Paris, macht Mélanie Thierry zunächst als
Model Karriere. Obwohl nur 1,60 Meter groß, ist sie schon bald auf den Titelblättern bekannter
Frauenmagazine wie Elle und Vogue zu sehen. Mit 18 Jahren gibt sie 1999 in Giuseppe
Tornatores „Die Legende vom Ozeanpianisten“ als „das Mädchen“ ihr Kinodebüt. Ihren
Durchbruch feiert sie im selben Jahr in Patrick Timsits „Quasimodo d'el Paris“ als Esmeralda. Es
folgen Aufgaben beim Film und im Fernsehen, aber auch am Theater beweist sie ihr Talent, so in
dem Stück „Le vieux juif blonde“ in einer Doppelrolle. Als Freundin des französischen
Erfolgssängers Raphaël ist sie in dessen Hit-Clip „Caravane“ zu sehen (ihr gemeinsamer Sohn
Roman kommt am 25. Mai 2008 zur Welt), Ende 2007 spielt sie neben Albert Dupontel in dem
Thriller „Chrysalis“.

Filmographie (Auswahl)

1999          Die Legende vom Ozeanpianisten (La leggenda del pianista sull'oceano)
              Regie: Giuseppe Tornatore
2001          Wochenende! (15 août)
              Regie: Patrick Allesandrin
2008          Babylon A.D.
              Regie: Mathieu Kassovitz



Michelle Yeoh (Schwester Rebecca)
Mit richtigem Namen Yeoh Chou-Kheng, kommt Michelle Yeoh als Tochter eines chinesisch-
stämmigen Anwalts am 6. August 1962 in Ipoh, Malaysia, zur Welt. Bereits mit vier Jahren erhält
sie Ballettunterricht, mit 15 wird sie nach England aufs Internat geschickt. Ihr Traum von einer
Ballett-Karriere, den sie an der London Royal Academy of Dance verfolgt, platzt in einer
Übungsstunde nach einem schweren Sturz, bei dem sie sich an der Wirbelsäule verletzt. Ihrer
Wahl zur Miss Malaysia im Jahr 1983, zu der ihre Mutter sie ohne ihr Wissen angemeldet hat, folgt
ein Werbespot, den sie an der Seite von Hongkong-Superstar Jackie Chan dreht. Daraus
entwickelt sich eine fruchtbare Zusammenarbeit fürs Kino: Michelle Yeoh lernt Kantonesisch,
trainiert intensiv Kung-Fu und feiert erste Filmerfolge. Die 1988 geschlossene Ehe mit dem
Produzenten und Multimillionär Dickson Poon, auf dessen Drängen hin sie die Schauspielerei
aufgibt, hält nur vier Jahre, danach feiert Michelle Yeoh 1992 ein vielbeachtetes Comeback in
Jackie Chans „Police Story III“. International bekannt wird sie als kampferprobter chinesischer
Oberst im James-Bond-Film „Der Morgen stirbt nie“ (1997), in dem sie die Rolle des Bond-Girls
neu definiert. Zu ihren bekanntesten Filmen zählen „Tiger & Dragon“ (2000) von Ang Lee, sowie
Rob Marshalls Bestseller-Verfilmung „Die Geisha“ (2005) und „Sunshine“ (2007) von Danny Boyle.
Michelle Yeoh ist mit dem ehemaligen Ferrari-Geschäftsführer Jean Todt liiert.

Filmographie (Auswahl)

1985          Powerman 2 (Twinkle, Twinkle Lucky Stars)
              Regie: Sammo Hung
1992          Police Story 3 – Supercop (Police Story 3 – Super Cop)
              Regie: Stanley Tong
1997          Der Morgen stirbt nie (Tomorrow Never Dies)
              Regie: Roger Spottiswoode
2000          Tiger and Dragon
              Regie: Ang Lee
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2005          Die Geisha (Memoirs of a Geisha)
              Regie: Rob Marshall
2007          Sunshine
              Regie: Danny Boyle
2008          Babylon A.D.
              Regie: Mathieu Kassovitz



Charlotte Rampling (Hohepriesterin)
Am 5. Februar 1946 in Sturmer, Großbritannien, geboren, lebt Charlotte Rampling bereits mit
neun Jahren in Frankreich, als ihr Vater, ein Berufs-Offizier, nach Fontainebleau versetzt wird, wo
die kleine Charlotte auf einer Nonnen-Schule Französisch lernt. Zurück in Großbritannien, arbeitet
sie eine Weile als Fotomodell und debütiert, an der Seite von Jane Birkin und Jacqueline Bisset, in
Richard Lesters kultiger Swingin'-London-Sexkomödie „Der gewisse Kniff“ (1965). Noch während
sie an der Royal Court School Schauspielunterricht nimmt, dreht sie bereits einige harmlose, aber
erfolgreiche Komödien. Nach dem traumatischen Selbstmord ihrer Schwester Sarah beschließt sie
1966, Großbritannien zu verlassen und lässt sich in Italien nieder, wo sie schon bald die
Aufmerksamkeit von Regielegende Luchino Visconti erregt. Er engagiert sie für sein Polit-Epos
„Die Verdammten“, doch Weltberühmtheit erlangt sie erst als KZ-Überlebende in Liliana Cavanis
provokantem Sexdrama „Der Nachtportier“ (1974) an der Seite von Dirk Bogarde. Obwohl seit
Mitte der 70er Jahre in Frankreich ansässig, verläuft ihre weitere Karriere bemerkenswert
international: Charlotte Rampling dreht mit so unterschiedlichen und renommierten Regisseuren
wie Woody Allen, Claude Lelouch, Nagisa Oshima, Sidney Lumet, Alan Parker, Yves Boisset,
François Ozon und Tony Scott. Mehrfach für einen César nominiert, erhält sie den Europäischen
Filmpreis für ihre Rolle als Krimi-Schriftstellerin in Ozons „Swimming Pool“ (2003). Charlotte
Rampling ist die Mutter zweier Söhne, des britischen TV-Regisseurs Barnaby Southcombe, sowie
des Bühnen-Magiers David Jarre aus ihrer 20-jährigen Ehe mit Pop-Legende Jean-Michel Jarre.

Filmographie (Auswahl)

1966          Georgy Girl
              Regie: Silvio Narrizano
1969          Die Verdammten (La caduta degli dei)
              Regie: Luchino Visconti
1974          Zardoz
              Regie: John Boorman
1974          Der Nachtportier (The Night Porter)
              Regie: Liliana Cavani
1975          Fahr zur Hölle, Liebling (Farewell My Lovely)
              Regie: Dick Richards
1980          Stardust Memories
              Regie: Woody Allen
1982          The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit (The Verdict)
              Regie: Sidney Lumet
1985          Mörderischer Engel (On ne meurt que deux fois)
              Regie: Jacques Deray
1987          Angel Heart
              Regie: Alan Parker
1992          Die verlassene Frau (La femme abandonnée)
              Regie: Edouard Molinaro
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1997          Wings of the Dove – Die Flügel der Taube (The Wings of the Dove)
              Regie: Iain Softley
2000          Unter dem Sand (Sous le sable)
              Regie: François Ozon
2001          Spy Game – Der finale Countdown (Spy Game)
              Regie: Tony Scott
2003          Swimming Pool
              Regie: François Ozon
2005          In den Süden (Vers le Sud)
              Regie: Laurent Cantet
2005          Lemming
              Regie: Dominik Moll
2006          Basic Instinct – Neues Spiel für Catherine Tramell (Basic Instinct 2)
              Regie: Michael Caton-Jones
2007          Angel – Ein Leben wie im Traum (Angel)
              Regie: François Ozon
2008          Babylon A.D.
              Regie: Mathieu Kassovitz



Gérard Depardieu (Gorsky)
Am 27. Dezember 1948 kommt Gérard Depardieu in Châteauroux zur Welt und wächst mit fünf
Brüdern und Schwestern als Sohn eines Blecharbeiters auf. Nach einer schwierigen Jugend, in
der er beinahe auf die schiefe Bahn geraten wäre, entdeckt Depardieu, der eine Druckerlehre
abbricht, während einer Paris-Reise seine Leidenschaft fürs Theater. Er nimmt
Schauspielunterricht unter dem renommierten Lehrer Jean-Laurent Cochet und wird 1970
erstmals für einen Spielfilm engagiert, Michel Audiards „Le cri du cormoran“. 1974 macht ihn seine
Rolle in Bertrand Bliers erotischem Road-Movie „Die Ausgebufften“ über Nacht zu Frankreichs
neuem Superstar. Doch erst seine Leistung ein Jahr später als Mediziner in dem Thriller „Sept
morts sur ordonnance“ überrascht er viele mit seiner Bandbreite. Gab er bislang den Rüpel vom
Dienst, unterstreicht er mit diesem Film, dass er alles spielen kann. Und beweist es in den
folgenden Jahrzehnten, indem er mühelos von Bernardo Bertolucci („1900“) über Marguerite
Duras („Le camion“) zu Claude Zidi („Inspektor Loulou“) wechselt, in populären Komödien ebenso
zu Hause ist wie im intellektuellen Autorenkino, in Thrillern ebenso wie in Liebesfilmen von
François Truffaut („Die Frau nebenan“). Schon bald ist er aus dem französischen Kino nicht mehr
wegzudenken, wird zu Lebzeiten zur Schauspiel-Legende und in einem Atemzug mit Größen wie
Jean Gabin, Lino Ventura, Jean-Claude Belmondo und Alain Delon genannt. Als Preisträger von
u.a. zwei Césars (für „Die letzte Metro“ und „Cyrano von Bergerac“) und einem Golden Globe für
„Green Card“, als Weingut- und Restaurantbesitzer, Vater von drei Kindern (darunter Schauspieler
Guillaume Depardieu) und Großvater und nach mehr als 170 Filmen, gibt Depardieu 2005
bekannt, dass er Abschied nehmen will von der Schauspielerei. Eine Ankündigung, die er letztlich
nicht in die Tat umsetzt. Im Gegenteil: Es gelingt ihm, auch noch im vierten Jahrzehnt seiner
Karriere, Kritiker und Publikum weiter zu begeistern und zu überraschen. So mit seiner Rolle als
abgehalfterter Provinz-Sänger in „Chanson d'amour“ oder als Piaf-Entdecker im Welterfolg „La vie
en rose“. Nach seinen gescheiterten Ehen mit Elisabeth Depardieu und Carole Bouquet lebt
Gérard Depardieu seit 2005 mit der 29 Jahre jüngeren Clémentine Igou zusammen.




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Filmographie (Auswahl)

1974        Die Ausgebufften (Les valseuses)
            Regie: Bertrand Blier
1976        Barocco
            Regie: André Téchiné
1976        1900 (Novecento)
            Regie: Bernardo Bertolucci
1978        Die linkshändige Frau
            Regie: Peter Handke
1978        Frau zu verschenken (Préparez vos mouchoirs)
            Regie: Bertrand Blier
1980        Die letzte Metro (Le dernier métro)
            Regie: François Truffaut
1981        Der Hornochse und sein Zugpferd (La chèvre)
            Regie: Claude Zidi
1983        Die Wahl der Waffen (Le choix des armes)
            Regie: Alain Corneau
1983        Danton
            Regie: Andrzej Wajda
1986        Abendanzug (Tenue de soirée)
            Regie: Bertrand Blier
1988        Camille Claudel
            Regie: Bruno Nuytten
1989        Zu schön für dich (Trop belle pour toi)
            Regie: Bertrand Blier
1990        Cyrano von Bergerac (Cyrano de Bergerac)
            Regie: Jean-Paul Rappeneau
1990        Green Card – Schein-Ehe mit Hindernissen (Green Card)
            Regie: Peter Weir
1991        Mein Vater der Held (Mon père ce héros)
            Regie: Gérard Lauzier
1992        1492 – Die Eroberung des Paradieses (1492)
            Regie: Ridley Scott
1995        Elisa
            Regie: Jean Becker
1996        Ein Licht in meinem Herzen (Unhook the Stars)
            Regie: Nick Cassavetes
1999        Asterix und Obelix gegen Cäsar (Astérix et Obélix contre César)
            Regie: Claude Zidi
2001        Ein Mann sieht rosa (Le placard)
            Regie: Francis Veber
2002        City of Ghosts
            Regie: Matt Dillon
2004        36 tödliche Rivalen (36, quai des Orfèvres)
            Regie: Olivier Marchal
2006        Noch einmal Ferien (Last Holiday)
            Regie: Wayne Wang
2006        Chanson d'Amour (Quand j'étais chanteur)
            Regie: Xavier Giannolis
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2007          La vie en rose (La môme)
              Regie: Olivier Dahan
2006          Asterix bei den Olympischen Spielen (Astérix aux Jeux Olympiques)
              Regie: Thomas Langmann, Frédéric Forestier
2006          Babylon A.D.
              Regie: Mathieu Kassovitz




HINTER DER KAMERA

Mathieu Kassovitz (Regie & Drehbuch)
Am 3. April 1967 kommt Mathieu Kassovitz als Sohn des Exil-Ungarn und Filmemachers Peter
Kassovitz („Jakob der Lügner“) und der Autorin/Cutterin Chantal Rémy in Paris zur Welt. Hätten
seine Eltern eine Bäckerei besessen, sagt er später, wäre er vermutlich Bäcker geworden. So
aber gibt er sein Debüt als Schauspieler 1978 in einem Film seines Vaters, „Au bout du bout du
banc“. Im gleichen Jahr sieht man ihn in einer Nebenrolle an der Seite von Isabelle Adjani in der
Liebeskomödie „Heirate mich nicht, Chérie“. 1990 dreht er mit „Fierrot le pou“ seinen ersten
Kurzfilm. Es folgen zwei weitere Kurzfilme und schließlich sein erster abendfüllender Spielfilm,
„Lola liebt's schwarzweiß“ (1993), in dem er auch eine der Hauptrollen spielt. In den folgenden
Jahren tritt er immer wieder als Schauspieler auf (wird 1995 für „Wenn Männer fallen" sogar mit
einem César als bester Nachwuchs-Darsteller ausgezeichnet), doch nationale und internationale
Berühmtheit erhält er auf einen Schlag mit seinem explosiven, Aufsehen erregenden, zwiespältig
aufgenommenen Vorstadt-Thriller „Hass“ (1985), der beim Filmfestival in Cannes den Regiepreis
erhält und mit drei Césars, darunter als Bester Film des Jahres, ausgezeichnet wird. Bei seinem
US-Start erhält der Film durch Jodie Foster prominente Unterstützung. Kassovitz' nächste
Regiearbeit, „Assassin(s)“ über zwei Profikiller, läuft ebenfalls in Cannes, kommt aber wider
Erwarten weder bei der Kritik noch beim Publikum an. Mit einem Doppelschlag – als Regisseur
von „Die purpurnen Flüsse“ und als Partner von Audrey Tautou im Welterfolg „Die fabelhafte Welt
der Amélie“ – meldet er sich 2000 eindrucksvoll zurück. 2003 wird er von US-Produzent Joel Silver
(„Matrix“) kontaktiert und dreht 2003 seinen ersten Film auf amerikanischem Boden, den Horror-
Thriller „Gothika“ mit Halle Berry und Penélope Cruz. Mathieu Kassovitz, das Werbe-Gesicht des
Parfums „Miracle“ von Lancôme, ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in Paris.

Filmographie (Auswahl)

1981          Heirate mich nicht, Chérie (L'année prochaine si tout va bien)
              Regie: Jean-Loup Hubert
1993          Lola liebt's schwarzweiß (Métisse)
              Regie: Mathieu Kassovitz
1994          Wenn Männer fallen (Regarde les hommes tomber)
              Regie: Jacques Audiard
1995          Die Stadt der verlorenen Kinder (La cité des enfants perdus)
              Regie: Marc Caro, Jean-Pierre Jeunet
1995          Hass (La haine)
              Regie: Mathieu Kassovitz
1996          Mein Mann - Für deine Liebe mach ich alles (Mon homme)
              Regie: Bertrand Blier
1996          Das Leben: Eine Lüge (Un héros très discret)

                                                                                              18
       Regie: Jacques Audiard
1997   Das fünfte Element (Le cinquième élément)
       Regie: Luc Besson
1999   Jakob der Lügner (Jakob the Liar)
       Regie: Peter Kassovitz
2001   Die fabelhafte Welt der Amélie (Le fabuleux destin d'Amélie Poulain)
       Regie: Jean-Pierre Jeunet
2001   Birthday Girl - Braut auf Bestellung (Birthday Girl)
       Regie: Jez Butterworth
2002   Asterix & Obelix: Mission Kleopatra (Astérix & Obélix: Mission Cléopatre)
       Regie: Alain Chabat
2002   Der Stellvertreter (Amen)
       Regie: Costa-Gavras
2003   Gothika (Gothika, nur Regie)
2005   München (Munich)
       Regie: Steven Spielberg
2008   Babylon A.D. (Babylon A.D., nur Regie)




                                                                                   19

				
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