checkliste bewerberfragebogen by R9r6VJE

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Checkliste:
Bewerberfragebogen

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So arbeiten Sie mit diesem Dokument:
Auf der folgenden Seite beginnt die Checkliste "Bewerberfragebogen", die Sie individuell nach Ihren
Anforderungen bearbeiten können. In der Checkliste sind die wichtigsten Informationen und
Praxishinweise zum Thema ”Bewerberfragebogen” zusammengefasst.
Um die Checkliste in Ihre eigene Geschäftsvorlage zu übernehmen, drücken Sie einfach in der
Symbolleiste Redmark die Schaltfläche Checkliste zur Bearbeitung vorbereiten und Sie erhalten die
Checkliste "Bewerberfragebogen" in einem neuen Dokument angezeigt. Die grau unterlegten
Platzhalter können Sie mit der Maus markieren und durch Ihre eigenen Daten ersetzen. Nachdem Sie
Ihre Eingaben und Änderungen vorgenommen haben, können Sie die Checkliste bequem ausdrucken.
Die Checkliste oder Teile daraus können Sie auch markieren und über die Tastenkombination
[Strg] + [C] oder über das Menü Bearbeiten > Kopieren in die Zwischenablage von Windows kopieren
und dann über die Tastenkombination [Strg] + [V] oder über das Menü Bearbeiten -> Einfügen ganz
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Vorbemerkung
Der Einsatz eines Personalfragebogens empfiehlt sich auf jeden Fall dann, wenn Bewerber ohne die
vorherige Zusendung schriftlicher Unterlagen vorstellig geworden oder aber zu einer solchen Zusendung
bereits in der Stellenanzeige oder bei telefonischer Vorsprache nicht aufgefordert worden sind. Viele
Unternehmen senden einen solchen Fragebogen automatisch jedem Bewerber nach dessen schriftlicher
Bewerbung zu, andere Firmen machen die Beantwortung der gestellten Fragen prinzipiell zur
Einstellungsvoraussetzung. Der Einsatz eines Personalfragebogens erscheint jedenfalls dann entbehrlich,
wenn die eingereichten Bewerbungsunterlagen so vollständig sind, dass bereits alle oder jedenfalls die
meisten Fragen beantwortet sind. Evtl. noch offene Einzelfragen können dann noch separat schriftlich
abgefragt oder dem Vorstellungsgespräch vorbehalten werden. Auch das Sammeln von Daten sollte nicht
zum Selbstzweck werden.

Zur Zulässigkeit einzelner Fragen:

Persönliche Verhältnisse:
Fragen zu den persönlichen Verhältnissen des Arbeitnehmers sind zulässig, soweit der Arbeitgeber an ihrer
Beantwortung wegen des zu begründenden Arbeitsverhältnisses ein berechtigtes Interesse hat. Hierzu
gehören Fragen nach Wohnort, Geburtsdatum, Familienstand und Zahl der Kinder. Fragen nach einer
Religions- oder Parteizugehörigkeit oder der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft sind grundsätzlich
unzulässig. Ausnahmen gelten für Tendenzbetriebe wie Religionsgemeinschaften, Parteien oder
Gewerkschaften. Unzulässig ist die Frage nach einer zukünftigen Eheschließung.

Weitere Beschäftigungen:
Die Frage nach weiteren Beschäftigungen ist grundsätzlich zulässig und vom Arbeitnehmer wahrheitsgemäß
zu beantworten. Zu beachten ist jedoch die Rechtsprechung der Arbeitsgerichte zur Schadenersatzpflicht bei
der Verletzung der Wahrheitspflicht bei geringfügig Beschäftigten. Das BAG hatte bereits mit BAG, Urteil
vom 18.11.1988, R 12/86) zu einem Fall der Verletzung der Anzeigepflicht des geringfügig Beschäftigten
über die zusätzliche Aufnahme eines weiteren geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses klargestellt, dass
die in einem solchen Fall vom Arbeitgeber nachzuentrichtenden Arbeitgeberanteile zu den gesetzlichen
Sozialversicherungen keinen vom Arbeitnehmer zu ersetzenden Schaden darstellen können.
Nach Auffassung des Arbeitsgerichts Bonn ( ArbG Bonn, Urteil vom 08.01.1993) gilt dies auch in den Fällen,
in denen der Arbeitnehmer auf ausdrückliches Befragen eine weitere geringfügige Beschäftigung
verschweigt.

Berufliche Fähigkeiten:
Fragen zu den beruflichen Fähigkeiten, insbesondere nach Kenntnissen, Erfahrungen, nach dem bisherigen
schulischen und beruflichen Werdegang sowie nach Zeugnis- und Prüfungsnoten dürfen uneingeschränkt
gestellt werden.

Behinderungen:
Der Schwerbehinderte muss auf Befragen seine Schwerbehinderteneigenschaft jedenfalls dann offenbaren,
wenn ein konkreter Zusammenhang zwischen der Schwerbehinderungserkrankung und dem zu
besetzenden Arbeitsplatz besteht ( BAG, Urteil vom 11.11.1993, R 467/93). Ohne Befragen ist er zu einer
Offenbarung nur verpflichtet, wenn er erkennen muss, dass er wegen der Behinderung die vorgesehene
Arbeit nicht leisten kann oder die Behinderung für den vorgesehenen Arbeitsplatz von ausschlaggebender
Bedeutung ist.
Nach der Eigenschaft als Schwerbehinderter sollte nicht ausdrücklich gefragt werden. Das
Benachteiligungsverbot des § 81 Abs. 2 SGB IX ist mit einer weitreichenden Schadensersatzpflicht
verbunden. Die Benachteiligung, d.h. Nicht-Einstellung, muss vom Bewerber nur glaubhaft gemacht werden.
Im Übrigen liegt die Beweislast beim Arbeitgeber. Nur, wenn die Nicht-Einstellung durch objektive Faktoren
der zu besetzenden Stelle, denen der schwerbehinderte Mensch nicht genügt, bedingt ist, entfällt eine
Benachteiligung.



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Gesundheitszustand:
Fragen zum Gesundheitszustand sind nur zulässig, soweit an ihrer Beantwortung für die Arbeit, den Betrieb
und die übrigen Arbeitnehmer ein berechtigtes Interesse besteht. Dies gilt insbesondere für Fragen nach
früheren Erkrankungen. Fragen nach bestehenden Erkrankungen sind zulässig, soweit ein enger
Zusammenhang mit dem einzugehenden Arbeitsverhältnis besteht. Fragen nach bevorstehenden
Operationen oder beantragten Kurmaßnahmen sind zulässig.

Schwangerschaft
Die Frage nach einer Schwangerschaft ist unzulässig, weil sie eine nach § 611 a BGB verbotetene
Diskriminierung wegen des Geschlechts enthält. Die Frage nach einer Schwangerschaft ist selbst dann
unzulässig, wenn eine unbefristet eingestellte Arbeitnehmerin die vereinbarte Tätigkeit während der
Schwangerschaft wegen eines mutterschutzrechtlichen Beschäftigungsverbots zunächst nicht ausüben
kann. Das Beschäftigungshindernis ist in diesen Fällen vorübergehender Natur und führt nicht zu einer
dauerhaften Störung des Vertragsverhältnisses (BAG, Urteil v. 6.2.2003, 2 AZR 621/01). Diese
Rechtsprechung gilt sowohl für unbefristete als auch für befristete Arbeitsverhältnisse und schließt sich an
das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 3.2.2002 (C-207/98) an.

Grundwehr- und Ersatzdienst:
Der Arbeitgeber darf fragen, ob der Bewerber schon seinen Grundwehrdienst oder Zivildienst abgeleistet
hat.

Vorstrafen:
Fragen nach Vorstrafen sind zulässig, soweit die künftige Tätigkeit des Bewerbers dies erfordert. So kann
ein Kassierer oder Buchhalter nach Vorstrafen wegen Eigentums- oder Vermögensdelikten, ein Kraftfahrer
nach Vorstrafen wegen Verkehrsdelikten gefragt werden. Die Frage nach einem laufenden
Ermittlungsverfahren ist hingegen unzulässig.

Vermögensverhältnisse:
Fragen nach den Vermögensverhältnissen sind grundsätzlich unzulässig. Ausnahmen werden bei leitenden
Angestellten und bei Mitarbeitern gemacht, die in einem besonderen Vertrauensverhältnis beschäftigt
werden sollen, bei dem der Arbeitnehmer mit Geld umgehen muss oder die Möglichkeit der Bestechung oder
des Verrats von Firmengeheimnissen besteht.
Ähnliches wird für die Frage nach bestehenden Lohn- oder Gehaltspfändungen zu gelten haben. Die Frage
nach dem letzten Arbeitslohn ist nur zulässig, wenn dieser für die neue Position von Bedeutung ist und der
Arbeitnehmer ihn von sich aus als Mindestvergütung genannt hat.

Wettbewerbsverbot:
Uneingeschränkt zulässig ist die Frage nach einem bestehenden Wettbewerbsverbot, das die Arbeit im
Unternehmen des neuen Arbeitgebers einschränken kann. Hier besteht sogar eine Hinweispflicht des
Arbeitnehmers.
Die bewusst unrichtige oder unvollständige Beantwortung einzelner Fragen berechtigt den Arbeitgeber in der
Regel zur Anfechtung des Arbeitsvertrages wegen arglistiger Täuschung, soweit die Fragen zulässig waren.
Unzulässige Fragen müssen demgegenüber nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden.
Die Anfechtung sollte stets unverzüglich nach Kenntnis der Anfechtungsgründe erfolgen, auch wenn der
Arbeitgeber hierfür nach dem Gesetz ein Jahr Zeit hat.
Sind seit der arglistigen Täuschung mehrere Jahre einwandfreien Verhaltens vergangen und erfährt der
Arbeitgeber erst dann von der Täuschung, ist eine Anfechtung in der Regel nicht mehr möglich.
Da eine Anfechtung keine Kündigung ist, greifen sämtliche Kündigungsschutzvorschriften, auch das
Mutterschutzgesetz, nicht.
Auch der Betriebsrat braucht nicht angehört zu werden.




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Bewerberfragebogen
 Familienname (ggf. Geburtsname),             geb. am                           in
 Vorname


 Wohnort, Straße, Nr.                                                           seit


 Staatsangehörigkeit         Familienstand    Anzahl der unterhaltsberechtigter Kinder


 Bankverbindung                               Kontonummer            Bankleitzahl


 Gehen Sie einer weiteren Beschäftigung                 [ ] nein
 nach?                                        [ ] ja
 In welchem Unternehmen?                      ________________       als:______________
                                              __
 Ist Ihr Ehegatte/Kind in einem                         [ ] nein
 Konkurrenzbetrieb tätig?                     [ ] ja
 Welchen Schulabschluss haben Sie?            ______________________________
 Welche Berufsausbildung haben Sie?           ______________________________
 Ausbildungsbetrieb:                          ______________________________
 Abschlussprüfung als:                        ________________       am:______________
                                              ___
 Zusätzl. Kurse/Prüfungen:                    ______________________________
 Besondere Kenntnisse/Fertigkeiten:           ______________________________
 Bisherige Stellen/Berufstätigkeit (letzte
 Stelle angeben)
 Firma:_____________         als:__________   von_____________       bis_______________
 _________                   _____            ___
 Besteht ein Wettbewerbsverbot?                                      [ ] nein   wenn ja,
                                              [ ] ja                            Umfang:___________
 Ist eine Kurmaßnahme bewilligt oder                                 [ ] nein   wenn ja,
 beantragt?                                   [ ] ja                            wann:____________
 Sind Sie arbeitsunfähig krank?               [ ] ja                 [ ] nein   Seit wann:_____________
 Leiden Sie an einer                                                 [ ] nein   wenn ja, welche_________
 ansteckenden/chronischen Krankheit?          [ ] ja
 Leiden Sie an einer Krankheit oder an                               [ ] nein   wenn ja, welche_________
 Beschwerden, die Ihnen die Ausübung der
 vorgesehenen Tätigkeit
 erschweren/unmöglich machen?                 [ ] ja
 Endete das letzte Arbeitsverhältnis aus                             [ ] nein
 gesundheitlichen Gründen?                    [ ] ja




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 Wehr-/Zivildienst abgeleistet?               [ ] ja               [ ] nein
 Einberufungsbescheid ergangen?                                    [ ] nein   wenn ja,
                                              [ ] ja                          Termin:__________
 Steht Wehrübung an?                                               [ ] nein   wenn ja,
                                              [ ] ja                          wann:____________
 Sind Sie vorbestraft? (Nur Vorstrafen                             [ ] nein   wenn ja, welche_________
 angeben, die für vorgesehene Position von
 Belang)                                      [ ] ja
 Steht die Verbüßung einer Haftstrafe                              [ ] nein   wenn ja,
 bevor?                                       [ ] ja                          wann:____________
 Haben Sie Ihren zukünftigen Arbeitslohn                           [ ] nein   wenn ja,
 abgetreten?                                  [ ] ja                          Höhe:___________
 Liegen Lohnpfändungen vor?                                        [ ] nein   wenn ja,
                                              [ ] ja                          Höhe:___________
 Haben Sie die eidesstattliche Versicherung                        [ ] nein
 abgeleistet?                                 [ ] ja
 Wie hoch war Ihre letzte Arbeitsvergütung    EUR____________________________________________
 (Monatslohn)?                                __

Ich versichere die Richtigkeit der vorstehenden Angaben. Mir ist bekannt, dass eine bewusst falsche oder
unvollständige Beantwortung einzelner Fragen den Betrieb zu einer Anfechtung des Arbeitsvertrages wegen
arglistiger Täuschung berechtigen kann.

 _________________________________________             _________________________________________
 ____                                                  ____
                      Ort, Datum                                         Unterschrift




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