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Merkblatt Eintragung Installateur Verzeichnis by Qtp0ku7

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									Informationen für die Erteilung von Ausübungsberechtigungen (§ 7 HwO) und
Ausnahmebewilligungen (§ 8 HwO) sowie zur Erlangung des fachlichen Qualifikationsnachweises für
die Eintragung in Installateurverzeichnisse der Netzbetreiber in den Gewerken Strom/Gas und
Wasser

Grundsätzlich muss zwischen

   der Eintragung in die Handwerksrolle und
   der Eintragung in das Installateurverzeichnis (Erlangung der Berechtigung für die Vornahme von
    Arbeiten in den Versorgungsnetzen der Mitglieder der BDEW Landesgruppe-Norddeutschland)

unterschieden werden. Es handelt sich um zwei voneinander getrennte Verfahren mit unterschiedlichen
Ansprechpartnern, Antragsverfahren, Kosten, etc.

Hervorzuheben ist, dass mit einer Handwerksrolleneintragung noch nicht automatisch auch die Berechtigung
zur Aufnahme in das Installateurverzeichnis einhergeht.

Um Antragstellern so unbürokratisch wie möglich die Erlangung beider Berechtigungen zu ermöglichen,
bieten die Handwerkskammer Flensburg und die Geschäftsstelle der BDEW Landesgruppe-Norddeutsch-
land kostenlose Beratungsangebote im Vorfeld einer Antragstellung an.

Die Handwerkskammer Flensburg, die BDEW Landesgruppe-Norddeutschland sowie die Netzbetreiber sind
bemüht, jedem Antragsteller ein individuelles Angebot sowohl zum Nachweis der handwerksrechtlich
erforderlichen Eignungsfeststellung als auch für den fachlichen Qualifikationsnachweis für die Eintragung in
das Installateurverzeichnis des Netzbetreibers zu unterbreiten. Zu diesem Zweck werden von der BDEW
Landesgruppe-Norddeutschland und den Landesinstallateurausschüssen Lehrgänge (Strom/Gas/Wasser)
und Fachgespräche im Bereich Gas/Wasser und Strom eine schriftliche Prüfung nach einheitlichen Vorlagen
angeboten. Diese finden an unterschiedlichen Orten und Zeiten statt. Nähere Informationen zu den
Terminen und Örtlichkeiten können Antragsteller sowohl über die Handwerkskammer über die
Geschäftsstelle der BDEW Landesgruppe-Norddeutschland als auch bei den Netzbetreibern in Erfahrung
bringen.

Bei erfolgreicher Ablegung eines Lehrganges (Strom/Gas/Wasser) bzw. Fachgespräches (Gas/Wasser) und
schriftlicher Prüfung Strom besteht zudem die Möglichkeit, dass eine teilweise oder vollständige Anrechnung
auf die handwerksrechtlich erforderliche Eignungsfeststellung seitens der Handwerkskammer erfolgen kann.
In diesen Fällen wird sich die Handwerkskammer bemühen, die evtl. noch erforderlichen Inhalte der
Eignungsfeststellung im unmittelbaren Anschluss an das Fachgespräch Gas/Wasser und schriftlicher
Prüfung Strom bzw. den Lehrgang Strom/Gas/Wasser vornehmen zu lassen.
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                           Stand: 14. Dezember 2010




Ansprechpartner:

Handwerkskammer Flensburg               Andrea Jessen
Johanniskirchhof 1-7                    a.jessen@hwk-flensburg.de
24937 Flensburg                         Tel.: 0461 / 866-116
www.hwk-flensburg.de                    Fax: 0461 / 866-316
                                        Ina-Maria Dittmar
                                        i.dittmar@hwk-flensburg.de
                                        Tel.: 0461 / 866-244
                                        Fax: 0461 / 866-444


Bundesverband der Energie- und          Sabine Malter Mo.-Do.10:00 bis 14:00 Uhr
Wasserwirtschaft. e. V.                                Fr. 9:00-13:00 Uhr
Landesgruppe-Norddeutschland            malter@bdew-norddeutschland.de
Heidenkampsweg 99                       Tel.: 040/ 284114-13
20097 Hamburg                           Fax: 040/ 284114-99
www.bdew-norddeutschland.de




Anlage:
Verfahren der Landesinstallateurausschüsse
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                   Verfahren
       des Landesinstallateurausschusses
        zum Nachweis der fachlichen Befähigung für die Eintragung
                      in das Installateurverzeichnis
             des Gas- und Wasserversorgungsunternehmens
          gemäß § 13 Abs. 2 NDAV und § 12 Abs. 2 AVBWasserV



Allgemeines
Geltungsbereich

Dieses vom Installateurausschuss verabschiedete Verfahren gilt für Personen, die nicht
zweifelsfrei Ihr Qualifikationsprofil für die ordnungsgemäße Herstellung, Veränderung,
Instandsetzung und Wartung der Anlagen entsprechend den Richtlinien nachweisen
können und zum Zwecke der Eintragung in die Installateurverzeichnisse einen
gesonderten Sachkundennachweis im Gebiet Gastechnik und/oder Wassertechnik
erbringen müssen.

Dieses Verfahren gilt ab dem 1. November 2005.


Die Teilnahme am Verfahren
Geprüft werden Antragsteller, denen der Nachweis der fachlichen Befähigung fehlt:

   Installateur- und Heizungsbaumeister ohne den Nachweis von mindestens 50 Punkten
    im Prüfungsfach „Sicherheits- und Instandhaltungstechnik“ (§ 6 Abs. 2 Nr. 1 der
    Installateur-Heizungsbauer MstrV).

   Staatlich geprüfte Techniker der Versorgungstechnik, des Bereiches Sanitär, Heizung,
    Klima oder eines entsprechenden Sachgebietes sowie Elektromeister und
    Kälteanlagenbaumeister.

   Diplom-Ingenieure gemäß 5.1.2 der „Richtlinien für den Abschluss von Verträgen mit
    Installationsunternehmen zur Herstellung, Veränderung, Instandsetzung und Wartung
    von Gas- und Wasserinstallationen“, die nicht im Anhang aufgeführt werden.

   In die Handwerksrolle gemäß § 7 b eingetragene Gesellen/Facharbeiter mit
    mindestens sechsjähriger praktischer Tätigkeit in oben erwähnten Gebieten.

   Inhaber einer Ausnahmeberechtigung nach § 8 HwO und § 9 HwO, einer
    Bescheinigung nach § 9 Abs. 2 HwO sowie die Inhaber einer Ausübungsberechtigung
    nach § 7 a HwO mit bestandener Gesellenprüfung mit mindestens dreijähriger
    praktischer Tätigkeit in diesen Gebieten.
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Eine Einladung an den Bewerber zum Prüfungstermin erfolgt erst:

   wenn die Zahlung des aufgegebenen Kostenerstattungsbetrages (Lehrgangskosten,
    Fachgesprächskosten) durch den Bewerber erfolgt ist.

   der Bewerber das Verfahren zur Feststellung der fachlichen Befähigung zur Kenntnis
    genommen und schriftlich akzeptiert hat.


Durchführung im Verfahren
Die Durchführung des Verfahrens (Lehrgang) findet im Auftrag des
Landesinstallateurausschusses (LIA) bei den Bildungsträgern statt und besteht aus einem
Lehrgang mit schriftlicher Prüfung.

Die mit der ZVSHK und den DVGW und BGW abgestimmten Lehrgänge:
100 Stunden TRGI-Lehrgang und 80 Stunden TRWI-Lehrgang
finden bei den Bildungsträgern statt.

Das Verfahren (Fachgespräch ca. 240 Minuten) wird im Auftrag des
Landesinstallateurausschusses (LIA) durchgeführt und besteht aus einem Fachgespräch.

Lehrgänge

Der Bewerber hat die fachtheoretischen Kenntnisse in einer durch den LIA zur Verfügung
gestellten Klausurarbeit nachzuweisen. Dazu müssen mindestens 50% der maximal
möglichen Punktzahl erreicht werden.

Die Prüfungsleistung ist für jeden Bewerber getrennt schriftlich und für Dritte
nachvollziehbar festzuhalten. Die Darlegung der Leistungen schließt mit einem Zertifikat
des LIA ab, ob der Bewerber für den Bereich Gastechnik und/oder Wassertechnik zur Zeit
aus fachlichen Gesichtspunkten befähigt ist.

Fachgespräch

Der Bewerber hat die fachtheoretischen Kenntnisse in einer durch den LIA zur Verfügung
gestellten Projektbeispiels nachzuweisen. Dazu müssen mindestens 50% der maximal
möglichen Punktzahl erreicht werden.

Das Fachgespräch wird auf der Basis einschlägigen Gesetze, Vorschriften, Normen,
technischen Regeln und Bestimmungen anhand eines Projektbeispiels durchgeführt.

Die Prüfungsleistung ist für jeden Bewerber getrennt schriftlich und für Dritte
nachvollziehbar festzuhalten. Die Darlegung der Leistungen schließt mit einem Zertifikat
des LIA ab, ob der Bewerber für den Bereich Gastechnik und/oder Wassertechnik zur Zeit
aus fachlichen Gesichtspunkten befähigt ist.
Abnahme des Sachkundenachweises durch ein Fachgespräch
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Der Landesinstallateurausschuss benennt einen Ausschuss zur Abnahme des
Sachkundenachweises. Der Ausschuss besteht aus mindestens drei Personen (Meister
bzw. Ingenieur).

Wiederholung des Verfahrens

Ist der Bewerber für den Bereich Gastechnik und/oder Wassertechnik „zur Zeit fachlich
nicht befähigt“, kann er das Verfahren wiederholen.

Mitteilung des Prüfungsergebnisses
Der Bewerber wird unverzüglich schriftlich über das Ergebnis informiert.
Verfahrensordnung der Landesgruppe SH/HH/MV
für den Sachkundenachweis für Netzanschlüsse
Stand: 26.11.2007




                                Verfahrensordnung
                               Sachkundenachweis
                      für den Anschluss elektrischer Anlagen
                           an das Niederspannungsnetz

1. Geltungsbereich des Verfahrens

Das vom Landesinstallateurausschuss Schleswig-Holstein - Strom - bestimmte Verfahren gilt für
den Kenntnisnachweis der fachlichen Befähigung (Sachkunde- nachweis für den Anschluss
elektrischer Anlagen an das Niederspannungsnetz) von Antragstellern, die eine Eintragung in das
Elektro-Installateurverzeichnis des örtlich zuständigen Netzbetreibers (NB) Strom beantragen und
denen der geforderte Nachweis der fachlichen Befähigung fehlt.


2. Teilnahme am Verfahren für den Sachkundenachweis

Antragsteller, denen der Nachweis der fachlichen Befähigung fehlt, nehmen an dem Verfahren zur
Erlangung des Sachkundenachweises gemäß Punkt 1. teil und reichen hierzu einen schriftlichen
Antrag ein.
Die betroffenen Personengruppen sind der Matrix „Voraussetzungen für die Eintragung in das
Elektro-Installateurverzeichnis“ zu entnehmen.
Die Teilnahme am Verfahren und der Nachweis der fachlichen Befähigung sind nicht an den
Besuch eines Lehrganges gebunden. Die Teilnahme an einem Lehrgang ist dem Antragsteller
freigestellt. Ausnahme hiervon bilden die Installateur- und Heizungsbauer-meister, die eine
Eintragung in das Elektro-Installateurverzeichnis auf der Grundlage einer Ausübungsberechtigung
nach § 7a HwO beantragen. Sie haben im Anschluss an den 240 Stunden umfassenden Grund-
lehrgang „Elektroinstallationstechnik für Installateur- und Heizungsbauermeister“ den 80-stündigen
TREI-Lehrgang (Technische Regeln Elektro-Installation) und die anschließende Prüfung „Sach-
kundenachweis für Netzanschlüsse“ zu absolvieren.


3. Durchführung des Verfahrens

Der Sachkundenachweis für Netzanschlüsse besteht aus drei Teilen:
Teil A: Schriftlicher Kenntnisnachweis auf der Basis der in Punkt 11. dargestellten Vorschriften,
Normen und Bestimmungen (Regelprüfungsdauer: 100 Minuten).

Teil B: Praktische Prüfung am VDE-Prüfplatz für die Durchführung von Prüfungen, Messungen und
Fehlersuche (Regelprüfungsdauer: 30 Minuten).
Teil C: Ein auf die vorgenannten Teile A und B bezogenes Fachgespräch (Regelprüfungsdauer: 30
Minuten).

Der Sachkundenachweis ist erbracht, wenn zumindest ein ausreichendes Gesamtergebnis, d. h.
50 Punkte, vorliegt.
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Die Teile A bis C werden gleich gewichtet. Für die Ermittlung des Gesamtergebnisses wird der
bekannte 100-Punkteschlüssel verwandt. Dabei werden für jeden Teil 100 Punkte vergeben, die
mit einem Drittel in die Gesamtbewertung eingehen.
Der Sachkundenachweis bezieht sich auf elektrische Anlagen mit dem gesamten Themenkomplex
„Anschluss an das Niederspannungsnetz“. Als Regelzeitrahmen für den Sachkundenachweis sind
160 Minuten vorgesehen.
Der Sachkundenachweis findet unter Aufsicht des Prüfungsgremiums (siehe Punkt 4.) statt.
Aufgaben- und Antwortblätter zum schriftlichen Kenntnisnachweis sind zusammengeheftet und mit
einem Deckblatt versehen. Auf dem Deckblatt werden Vor- und Nachname eingetragen. Wird die
Heftung aufgetrennt, ist jedes Blatt mit dem Namen zu versehen. Bei Bedarf wird zusätzliches
Schreibpapier ausgegeben. Diese Blätter sind dann ebenfalls mit dem Namen zu kennzeichnen.
Die zugelassenen Hilfsmittel sind Punkt 13. zu entnehmen.
Bei Täuschungshandlungen oder Störung des Ablaufs, die eine geordnete Fortführung der Prüfung
nicht mehr gestattet, wird der Teilnehmer vom Fortgang des Sachkundenachweises


4. Prüfungsgremium

Das Prüfungsgremium ist über den Landesinnungsverband dem Landesinstallateurausschuss
Schleswig-Holstein - Strom - zugeordnet und wird von diesem bestimmt. Das Prüfungsgremium
setzt sich aus mindestens drei Mitgliedern zusammen. Grundsätzlich besteht es aus einem
selbstständigen Elektroinstallateur mit Qualifikation als Meister im Elektrotechniker-Handwerk oder
Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik (bzw. Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik (FH)), einem
Vertreter der NB sowie einem Vertreter der örtlichen Schulungsstätte.
Der NB kann für seinen Vertreter in Absprache mit dem LIA eine Vertretungsregelung vereinbaren.
Die Mitglieder des Prüfungsgremiums haben eine einschlägige berufliche Qualifikation als Meister
oder Diplomingenieur der Elektrotechnik [bzw. (FH); s.o.]. Sie wählen zum Durchführungstag des
Sachkundenachweises einen Vorsitzenden aus Ihrer Mitte. Das Prüfungsgremium bestimmt die
Inhalte des Sachkundenachweises zu den Teilen A bis C jeweils für den konkreten Prüfungstag.


5. Mitteilung über das Ergebnis des Sachkundenachweises

Der Antragsteller wird unverzüglich im Anschluss an die Prüfung über das Ergebnis des
Sachkundenachweises informiert. Über den bestandenen Sachkundenachweis wird ein Zertifikat
ausgestellt.


6. Wiederholung des Verfahrens
Der Sachkundenachweis kann zweimal wiederholt werden.


7. Kosten des Verfahrens
Der Antragsteller hat die Kosten des Verfahrens sowie eventueller Wiederholungsverfahren zu
tragen. Um die Kosten niedrig zu halten, werden die Anträge gesammelt und der
Sachkundenachweis nach Möglichkeit in Gruppen zu maximal fünf Teilnehmern je Prüfung
durchgeführt.
Jedes Halbjahr wird zumindest ein Prüfungstermin angeboten. Je nach Schulungsstätte können
die hierfür ermittelten Kosten auf Grund der örtlichen Gegebenheiten von einander abweichen und
in Ansatz gebracht werden.

Die vom LIA beauftragten Geschäftsstellen für das Prüfungsgremium sind:

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1. NFE Norddeutscher Fachverband Elektro- und Informationstechnik e.V.
Landesinnung der Elektrohandwerke Hamburg, Eiffestr. 450, 20537 Hamburg
Telefon: 040 / 25 40 20 20, Telefax: 040 / 25 40 20 15, Email: nfe@nfe.de

2. btz Bildungs- und Technologiezentrum Heide,
Stiftstraße 83, 25746 Heide
Telefon: 04 81 / 85 66-0, Telefax: 04 81 / 85 66 21, Email: stelling@btz-heide.de

3. Handwerkskammer Schwerin Berufsbildungs- und Technologiezentrum
Werkstraße 600, 19061 Schwerin, Ansprechpartner: Dirk Schoppenhauer
Tel.:03 85 / 64 35-133, Fax: 0385 / 61 30 68, eMail: d.schoppenhauer@hwk-schwerin.de

4. Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern HBZ Rostock
Schwaaner Landstraße 8, 18055 Rostock, Bildungsstättenleiter: Raik Richter,
Tel.: 03 81/45 49-1 70, Fax: 03 81/45 49-19, eMail: richter.raik@hwk-omv.de

5. Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern HBZ Neubrandenburg
Friedrich-Engels-Ring 11, 17033 Neubrandenburg, Bildungsstättenleiter: Gerhard Kunze,
Tel.: 03 95/3 68 44 49, Fax: 03 95/3 68 43 60, eMail: kunze.gerhard@hwk-omv.de

Den Geschäftsstellen obliegen die organisatorische und kaufmännische Abwicklung des
Verfahrens.
Jedem Teilnehmer eines Sachkundenachweises ist es freigestellt, eine andere zertifizierte
Ausbildungsstätte, als hier aufgeführt, zu besuchen.

8. Gültigkeit des Verfahrens

Das Verfahren gilt ab dem 1. November 2007.

								
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