Park und Open Air Fl�che daran binden

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Büro für Planungskommunikation                                                     cg konzept 




Dokumentation der Öffentlichkeitsbeteiligung zum städtebaulichen Ideenwettbewerb
„Bruderhausgelände – Neue Stadthalle“




Moderation und Dokumentation:
Dr.-Ing. Christine Grüger
Dipl.-Ing. Dirk Kron
Dr.-Ing. Katrin Gliemann


Freiburg, März 2007




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Inhaltsverzeichnis



    1. Aufgabenstellung
    2. Bausteine der Öffentlichkeitsbeteiligung
    3. InfoCafés
         3.1      Meinungsbild zur Leitidee „Stadthalle im Bürgerpark“
         3.2.      Botschaften an die Planenden
         3.3       Zusammenfassende Ergebnisse der InfoCafes
    4. Ergebnisse der Befragung
    5. Resumee der Öffentlichkeitsbeteiligung
    6. Anhang
         A         Meinungsbucheinträge
         B         Interneteinträge
         C         Presseartikel




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    1. Aufgabenstellung
Der Bau einer neuen Stadthalle hat die Reutlinger Bürgerinnen und Bürger in den letzten Jahren sehr bewegt und
für konträre Diskussionen gesorgt. Während im Jahr 2002 der Bau eines Kultur- und Kongresszentrums per
Bürgerentscheid abgelehnt wurde, votierte im März 2006 eine deutliche Mehrheit der Bürgerschaft für die
Aufnahme von Planungen für den Bau einer neuen Stadthalle. Diesem zweiten Bürgerentscheid war eine
Offenlegung aller Daten, Fakten und Berechungen für städtische Investitionen in Kultur- und
Veranstaltungsräume vorausgegangen. Darüber hinaus hatte die Bürgerschaft in Rahmen der Bürgerbeteiligung
zur zukunftsorientierten Innenstadtplanung (ZIP Entwicklungspotenziale Innenstadt) und Altstadtrahmenplanung
ihre Entwicklungsziele formuliert.
Das unmittelbar an die Altstadt angrenzende 2,7 ha umfassende Bruderhausareal, ehemals Standort einer
Maschinenfabrik, ist das „Filetstück“ der Reutlinger Innenstadt. Umgeben von zwei Hauptverkehrsstraßen
befindet sich auf dem Gelände ein Kulturdenkmal, das „Krankenhäusle“, einst Sterbehaus von Gustav Werner
und heute von einer sozialen Stiftung genutzt. Der Flusslauf der Echaz, der zentrale Omnibusbahnhof sowie das
Tübinger Tor bilden Eckpunkte der zu beplanenden Fläche. Dem Gelände kommt im Stadtgrundriss eine
bedeutende Scharnierfunktion zwischen Altstadt und Vorstädten sowie zwischen Wegeverbindungen und
Grünzügen zu. Neben der zentralen Aufgabe, im Gelände einen Standort für die Stadthalle zu definieren, lag eine
wesentliche Herausforderung der Wettbewerbsaufgabe in der städtebaulichen Gestaltung von Übergängen.
Diese Wechselwirkungen gepaart mit den Leitzielen einer zukunftsfähigen Innenstadtentwicklung sollten im
städtebaulichen Ideenwettbewerb aufgenommen und eine entsprechende städtebauliche Konzeption sowie
Vorschläge für die bauliche und freiräumliche Nutzung des Geländes entwickelt werden.


2. Bausteine der Öffentlichkeitsbeteiligung
Aufgrund der städtebaulichen Bedeutung des Geländes und des großen Interesses der Reutlinger Bürgerinnen
und Bürger hat die Stadt Reutlingen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Ideenwettbewerb
Bruderhausgelände mehrere Bausteine angeboten. Das Gesamtkonzept hierzu wurde in Zusammenarbeit mit
dem Freiburger Büro für Planungskommunikation, cg konzept entwickelt, mit dem Ziel, eine intensive und
umfassende Auseinandersetzung mit dem Wettbewerbsergebnissen zu ermöglichen:
    1. Faltblatt und Ausstellungskatalog
    2. Möglichkeit zur Meinungsäußerung im Internet
    3. Führungen durch die Ausstellung mit anschließender schriftlicher Befragung und
       Gelegenheit zur Meinungsäußerung in einem Meinungsbuch
    4. InfoCafes


Faltblatt/ Ausstellungskatalog
Die Stadt Reutlingen hat die Bürgerschaft intensiv durch Pressemitteilungen wie auch durch Faltblättern auf die
Ausstellung aufmerksam gemacht. Darüber hinaus wurde ein aufwändig gestalteter Katalog erstellt. Er enthielt
Fotos der Modelle und Pläne der Preisträger sowie der Ankäufe und informierte über die Planungsidee der
einzelnen Arbeiten. Auch die Termine der Führungen durch die Ausstellung und der InfoCafes wurden genannt
und die verschiedenen Ansprechpartner aufgeführt.
Meinungsbuch
Ein Meinungsbuch wurde während der Ausstellung ausgelegt und ermöglichte eine unmittelbare und individuelle
Kommentierung der Arbeiten durch die Besucher. Die Meinungsäußerungen werden chronologisch und
unkommentiert im Anhang aufgelistet (vgl. Anhang b). Darüber hinaus bestand die Möglichkeit per Eintrag in
einem Internetforum der Stadt Reutlingen seine Meinung mitzuteilen. Die jeweiligen Einträge werden im Anhang
c aufgeführt.

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Führungen durch die Ausstellung mit schriftlicher Befragung
Die Stadt Reutlingen organisierte in der Zeit vom 20.1. bis 16.2.2007 mehrmals täglich Führungen zum
städtebaulichen Ideenwettbewerb Bruderhausgelände durch. In 50 Führungen wurden gut 1000 Personen
informiert und fachkundig durch die Ausstellung begleitet. Zudem haben rund 1900 Besucher die Ausstellung in
der Wendler-Fabrik ohne fachliche Führung besucht. Zusammen mit den Besuchern der Infocafes sind dies rund
3000 Personen- dies dokumentiert das außerordentliche Interesse der Bürgerschaft. Bei den 50 Führungen
handelte es sich teilweise um allgemeine, für alle Interessierten offene Führungen, teilweise um Führungen für
Vereine, Verbände und Interessengruppen, die sich bei der Stadtverwaltung angemeldet hatten. Hierbei war das
Spektrum sehr breit. So fanden beispielsweise Führungen statt für die Kreishandwerkerschaft, für Berufsschüler,
die Architektenkammer, für die Mentorenwerkstatt und Frauengruppe, für die Württembergische Philharmonie,
den Geschichtsverein, den Jugendgemeinderat, für Kirchengruppen, den Rotary-Club und für alle Fraktionen im
Stadtrat.
Am Ende der Führungen wurden die Teilnehmenden aufgefordert, in einem Kurzfragebogen ihren Eindruck zu
den Preisträgern schriftlich festzuhalten. Gefragt wurde:
      Was finden Sie gut am Siegerentwurf?
      Was würden Sie verbessern?
      Welche anderen Entwürfe haben Ihnen gefallen und warum?
      Was liegt Ihnen besonders bei der Gestaltung des Bruderhausgeländes am Herzen?
Die Ergebnisse der Befragung werden in Kapitel 6 zusammenfassend dokumentiert.


InfoCafe
In Anlehnung an das Planungscafe Altstadtrahmenplan im Mai 2006 wurde der Bürgerschaft im Rahmen eines
InfoCafes wiederum die Möglichkeit der gemeinsamen Diskussion und Formulierung von Empfehlungen
gegeben. Zum städtebaulichen Ideenwettbewerb Bruderhausgelände wurden dreistündige Veranstaltungen
durchgeführt. Über den Ausstellungszeitraum verteilt wurden die InfoCafes dreimal angeboten:
      Freitag, 26.01.2007, von 17.00 bis 20.00 Uhr,
      Mittwoch, 31.01.2007, von 19.00 bis 22.00 Uhr und

      Samstag, 10.02.2007, von10.00 bis 13.00 Uhr




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     3. InfoCafes
Der Teilnehmendenkreis der Info-Cafes wurde durch gezielte Einladung beworben. Das erste InfoCafe wurde
unterstützt durch den Reutlinger General-Anzeiger, der seinen Leserinnen und Lesern die Teilnahme exklusiv
anbot.. Die Teilnehmerzahl bei den drei InfoCafes lag bei jeweils 20 bis 40 Personen. Die Veranstaltungen
gliederten sich in zwei Phasen.
Information
Zu Beginn des InfoCafes erhielten die Teilnehmenden eine fachliche Erläuterung der ausgezeichneten Entwürfe
durch Dr. Eckhart Rosenberger, Architekt und Stadtplaner aus Gerlingen bzw. Prof. Arno Lederer, Architekt aus
Stuttgart, als Vertreter des Preisgerichts sowie durch Baubürgermeisterin Ulrike Hotz. Ziel dieser Vorstellung war
es zunächst, die Aufgabenstellung des Wettbewerbs und die örtlichen Voraussetzungen zu verdeutlichen. In
einem zweiten Schritt wurden dann die unterschiedlichen städtebaulichen Leitideen der Ankäufe und der fünf
Preisträger erläutert. In dieser Phase ging es darum zu informieren und den Erkenntnisprozess des
Preisgerichts hin zum Bürgerpark Stadthalle nachvollziehbar werden zu lassen.
Dialog
Anschließend erhielten die Teilnehmenden in drei Arbeitsphasen die Gelegenheit, sich in kleinen,
selbstangeleiteten Arbeitsgruppen (max. 6 Personen) über die städtebaulichen Entwürfe auszutauschen und
sich ihre Meinung im Dialog mit anderen Bürgerinnen und Bürgern sowie den anwesenden Fachleuten zu bilden.
In einem ersten Arbeitsschritt wurde die Leitidee „Stadthalle im Bürgerpark – ein Gewinn für die Stadt?“
diskutiert. Anschließend richteten die Teilnehmenden ihren Blick auf Ideen anderen Preisträger, die
möglicherweise weiterverfolgt werden sollten: „Gibt es andere Preisträger, deren Leitidee gut ist?“. In einer
letzten Arbeitsphase formulierten die Teilnehmenden „Botschaften an die Planer“ und fassten hier ihre
Detailanmerkungen zum ersten Preisträger zusammen.


     3.1. InfoCafe - Meinungsbild zur Leitidee „Stadthalle im Bürgerpark“
Die Teilnehmenden an den drei InfoCafes machten zahlreiche Anmerkungen zur Gesamteinschätzung der
Leitidee „Stadthalle im Bürgerpark“. Im Folgenden werden die Anregungen thematisch geordnet in der
Originalnennung wiedergeben, vorangestellt ist jeweils eine Kurzzusammenfassung der wichtigsten Aspekte.


a) „Gut finden wir an der Idee, dass ...“


Allgemein
Die Leitidee und Namensgebung des Parks sowie der modulare Aufbau der Stadthalle,
verbunden mit einem geringen Flächenverbrauch, werden begrüßt.
      Idee und Namensgebung
      Gute Modullösung!
      Großstadt-Flair
      Wenig überbaute Fläche
      Mutige Vision für unsere Stadt
      Gute Leitidee
      Gute Fußgängeranbindung mit Aufforderungscharakter




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Freiflächen
Eine ausreichend große Open Air Fläche wird gefordert, so dass weiterhin Veranstaltungen wie
Zirkusvorstellungen und Konzerte möglich sind. Dabei wird der geplante Standort der
Skateboard-Bahn in Frage gestellt. Der unmittelbar an die Altstadt angrenzende Freiraum wird
als Gegenpol zur Bebauung begrüßt.
      Große Open Air Fläche
      Nutzungsanforderungen – Open Air, Zirkus
      Freiraum neben der dichten Altstadtbebauung
      Sitzbänke und Wegebeläge glatt aber rutschsicher (Laub?)
      Skaterbahn größer und an einen anderen Platz verlegen!!


Grünflächen
Der Vorschlag, eine Grünfläche im Sinne eines Bürgerparks zu schaffen, stößt auf Zustimmung.
Gleichzeitig wird auf eine Reihe besonderer Nutzungsanforderungen für Zielgruppen wie z.B.
Kinder und Jugendliche oder ältere Menschen aufmerksam gemacht. Obwohl der Park an allen
Seiten erheblichen Verkehrs- und Lärmbelästigungen ausgesetzt sein wird, sind viele
Teilnehmende der Meinung, dass die Idee des Parks gelungen ist. Allerdings wird auch
pragmatisch argumentiert, beispielsweise mit dem Hinweis auf die Folgekosten und
Aufwendungen für die Pflege des Parks.
      Baumhain
      Parkanlage (Folgekosten? Pflege? Sauberkeit?)
      Bepflanzung – Baumreihen
      Grün ist positiv für die Stadt, guter Raum für Krankenhäusle
      Kann als Park funktionieren, siehe z. B. Paris trotz 4 – 6spurige Straßen
      Viel Grün
      Freiraum zur Echaz ist zugänglich
      Parkartige Ansicht von den (allen) Straßenseiten
      Baumdach/ Park positiv
      Citynahe Grünanlage/ Natur
      Aufwertung im Sinne einer „grünen“ Auflockerung
      Transparenz, luftig, keine Abschottung
      Für Park mit Bäumen
      Sehr gute Schallabsorbierung durch Bepflanzung – keine Gebüsche sondern hohe Bäume –
       Übersichtlichkeit
      Speakers Corner (kleine Bühne für freie Meinungsäußerung, wie im Hyde Park in London) als kulturelles
       Angebot überlegen
      Park mit Aufenthaltsqualitäten für Treffpunkt, Freizeit und Mittagspause ausstatten




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Gebäudeanordnung
Die Diskussionsteilnehmer sehen wenige und einfache Baukörper als eine schlichte, aber gute
Lösung an. Die Anordnung der Gebäude, mit der Distanz zu den Straßen und der Altstadt, wird
für gut befunden. Ungelöst scheint einigen allerdings die Unterbringung des geforderten
Raumprogramms. Auch die Kombination des dritten Saals mit dem Hotel wird nicht von allen
befürwortet. Der behutsame Umgang mit dem Krankenhäusle gilt als Pluspunkt.
      Einfache und schlichte Lösung
      Bauflächen rechteckig – bringt Baufläche in Form
      Programm – Unterbringung in Baumasse möglich?
      Gebäudehöhe durch Bäume verdeckt – Höhe nicht so sichtbar
      Abgesetzte Gebäude von der Straße – Distanz zur Straße
      Hotelfläche bleibt zunächst verfügbar
      Krankenhäusle wird nicht bedrängt; hervorragend integriert
      Anregung: Krankenhäusle als Cafe
      Gute räumliche Aufteilung
      Gut funktionierende Anbindung von allen Seiten (fußläufig)
      Gut aufgegliederte Baukörper abgerückt von der Straße
      Guter Übergang zur Altstadt
      Lagen der Baukörper sind gut gelöst. Proportionen der Baukörper sehr homogen – keine privilegierten
       Baukörper
      Möglichkeiten der Weiterentwicklung gegeben
      Kurze Wege zu den Gebäuden durch „Eckanbindung“ an die Umrandung – dennoch stehen die Gebäude
       im Park


Verkehr
Der Bau einer Tiefgarage wird von vielen Teilnehmenden als notwendig erachtet. Einige
schlagen Veränderungen der Straßenführung vor.
      Änderung der Straßenführung bleibt möglich
      Tiefgarage


b) „Nicht gut finden wir an der Idee, dass....“
Allgemein
Das Erscheinungsbild von Park und Stadthalle wird von einigen Teilnehmenden in Frage
gestellt..
      Erscheinungsbild in 50 Jahren fraglich
      Ganz wichtig: ausreichende, gute Beleuchtung (Sicherheitsbedürfnis)




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Grünflächen
Die Gestaltung der Echazufer liegt den Teilnehmenden am Herzen. Dem Uferraum soll eine
besondere landschaftsplanerische Gestaltung zukommen. Dazu werden verschiedene
Vorschläge unterbreitet: als Promenade ausbauen und Bäume weniger dicht pflanzen. Darüber
hinaus wird die Alltagstauglichkeit der strengen, geometrischen Bepflanzung bezweifelt: Wie
werden die Wegeverbindungen verlaufen, wie können unterschiedliche Nutzergruppen sich im
strengen Raster bewegen? Wie kann ein Missbrauch als Hundeklo vermieden werden? Einige
Teilnehmende stellen auch die Grundsatzfrage, ob die Altstadt angesichts der bereits
vorhandenen Parks tatsächlich einen weiteren Bürgerpark benötigt.


      Bühne? Open Air? Ausreichende Größe der Fläche?
      Bürgerpark – Funktionalität?
      Bepflanzung zu nah an Echaz
      Zu dichte geometrische Bepflanzung
      Kein Bürgerpark
      Sicht auf Tübinger Tor wird durch Bäume verdeckt
      Ufersituation an der Echaz nicht gelöst
      Echaz noch stärker einbeziehen!
      Umformierung der Bepflanzung
      Bäume zur Echaz zu dicht!
      Zu viele Bäume (kein Wald)
      Brauchen wir einen Park in der Stadtmitte als kleine Stadt mit grüner Umgebung?
      Starke Einengung des Volksparks
      Notwendigkeit eines Parks an dieser Stelle, da Pomologie vorhanden
      Gefahr der Verdreckung durch Hunde, Trinker und Rowdies


Freiflächen
Das Verhältnis zwischen Baukörper und umgebendem Platz wird als zu wenig repräsentativ
angesehen. Eine Stadthalle sollte sich nicht hinter Bäumen „verstecken“.
      Baukörper und Stadthalle verdient offenen Platz, auf den ich heraustreten möchte, ist mir zu eng
      Platzierung der Stadthalle auf dem Gelände ist zu wenig repräsentativ, versteckt zwischen Baumhain




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Gebäude(anordnung)
Zentrale Fragestellungen zur Gebäudeanordnung sind die zu strenge und starre
Gebäudeanordnung und die Infragestellung der Notwendigkeit eines zweiten
Veranstaltungssaales bzw. die Kombination von Hotel und Veranstaltungssaal.
      Keine aufgabenspezifische Architektur
      Bauflächen rechteckig – steife Lösung
      Zu statisch durch Rechtwinkligkeit
      Andienung? (wie und wo?)
      Wo ist der zweite Saal?
      Alles ist sehr streng und sachlich
      Anlieferung nicht schlüssig umgesetzt
      Was passiert mit Hotelfläche ohne Hotel?
      Stadthalle etwas nach Westen rücken; der Baumstreifen funktioniert nicht, daher Gebäude an die Straße


Verkehr
Die Anlieferung der Stadthalle sowie der Open Air Fläche wird als offene Frage formuliert.
Darüber hinaus schränkt das hohe Verkehrsaufkommen der umgebenden Strassen und die
daraus resultierende Lärm- und Schadstoffbelastung die Nutzbarkeit des Parks ein.
      LKW-Zulieferung nicht gelöst
      Verkehrsanbindung unklar
      Verkehrslärm überhaupt nicht bedacht
      Zu den Bäumen fehlt eine weitere akustische Maßnahme (akust. Blende)
      Befürchtung: das kann kein Park werden, da Verkehr, keine wirkliche Abschirmfunktion, insbesondere im
       Westen
      Hohes Verkehrsaufkommen beeinträchtigt Park
      Reicht künftig der Parkraum (Stellplätze)?
      Zufahrtmöglichkeit oberirdisch schwierig
      Anzahl Zufahrten in die TG?


 Wo sehen Sie die Stärken anderer Entwürfe?
In einer zweiten Arbeitsrunde wurde der Blick der Teilnehmenden auf die anderen Preisträger und deren Leitidee
gelenkt und gefragt, welcher Entwurf ebenfalls ein Gewinn für die Stadt wäre und weshalb. Folgende andere
Entwürfe wurden von einzelnen Dialoggruppen genannt :
►5. Preis; Kajus Daub Architekten, Murr an der Murr (mehrfach genannt)
Hier werden drei Funktionen in einem zentralen Komplex gebündelt. Die Zufahrtlösung ist einfacher als beim
ersten Preisträger. Der Baukörper sollte etwas weiter in Richtung Altstadt geschoben werden. Beide Echazufer
werden in einen Erholungsraum verwandelt. Dies ist hier deutlich besser gelungen als beim ersten Preis.



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►3. Preis; Schuster Architekten, Düsseldorf (mehrfach genannt):
Er schafft einen zentralen Platz, die Blockrandbebauung ist nicht so streng, sie schottet somit die Stadthallen
nicht so stark ab, ein sanfter Übergang in die Außenquartiere ist sichergestellt. Die Echaz und die Altstadt bleiben
„offen“.


►Entwurf 1023; Alef + Weinhardt Architekten, Stuttgart (einmal genannt)
In diesem Entwurf wird die Echaz sehr schön einbezogen, die Gebäude stehen aufgelockert und das Verhältnis
Parkfläche, Freispielfläche und bebaute Fläche ist optimal.


►Entwurf 1006; Architekturbüro plan+, Weinsberg (einmal genannt)
Dieser Entwurf bietet Raum zur Entflechtung des Verkehrschaos und bietet eine optimale Open-Air-Lösung an.


►Ankauf; Arbeitsgemeinschaft Prof. Günter Telian + Michael Weindel & Junior Architekten GbR, Karlsruhe,
Karlsruhe (zweimal genannt): Sehr spannend ist hier die großzügige Öffnung der Echaz; das Echazufer und
Eventflächen sind hier verbunden – eine gute Idee!


►Ankauf; Zeeb Diegel Architekten, Reutlingen (einmal genannt)
Hier gefällt uns, dass durch die Bebauung am Knie ein großer freier Platz entsteht.


     3.2 InfoCafes-Botschaften an die Planenden
In den abschließenden Dialogrunden der drei InfoCafes wurden die Teilnehmenden jeweils gebeten
zusammenzutragen, was sie dem ersten Preisträger mit auf den Weg geben würden, falls dieser realisiert werden
sollte. Als „Botschaften an die Planenden“ formulierten die Teilnehmenden zahlreiche Detailempfehlungen, die im
Folgenden zusammengefasst wiedergegeben werden.


Grünflächen
Die Parkgestaltung soll Angebote für unterschiedliche Nutzergruppen berücksichtigen und zum
Verweilen sowie zur Freizeitaktivität einladen. Den Sicherheits- und Sauberkeitsaspekten soll der
Entwurf Rechnung tragen. Das Echazufer soll stärker in den Mittelpunkt gerückt werden, um es
als Promenade und Verweilzone nutzen zu können.


      Nutzungsmöglichkeiten/ Angebote für alle Generationen schaffen
      Ausreichend Sonnenplätze und Parkbänke bedenken
      Nur Baumbepflanzung – oder auch Rasenflächen/ Blumenbeete möglich?
      Ausgestaltung des Parks – Funktionen wie
              -    Spielplatz
              -    Boule-Platz
              -    Skatboard halfpipe
              -    Bänke…
      Stege über die Echaz verbessern in Verknüpfung mit Altstadt und Busbahnhof


      Parkgestaltung im Einzelnen:

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              -    Grünflächen
              -    Sitzplätze einzeln und in Gruppen
              -    Beleuchtung
              -    Wegeführungssystem
              -    Sicherheit
              -    Wegebeläge?!
              -    Kunst im Park
              -    Kleinsport im Park (Halfpipe, Tischtennis, Schach etc. …)
              -    WC
      Brücken über die renaturierte Echaz
      Bäume nicht ganz an die Echaz
      Zugang über Mittelinsel der Echaz
      „People mover“ (Def. elektrischer Personenbeförderer; hier eine Art Aufzug) zum Überqueren der
       Eberhardstraße – Park für Kinderwägen, Menschen mit Gehbehinderung u.ä.


Freiflächen
Die Größe, Lage und Bodenbeschaffenheit des Open-Air-Platzes sowie ein Beleuchtungskonzept
sollen im Realisierungswettbewerb bedacht werden.
      Mehr Spielraum für Formen
      Straßen- und Wegebeläge für Kinderwagen und Gehhilfen geeignet (keine Pflaster, rutschige Platten)
      Open Air Platz zur Echaz öffnen
      Mehr Raum, Uferzone
      Echaz-Aue vergrößern und mit Fußweg versehen
      Aufwertung des Echazufers, z. B. Promenade
      Lärm für Besucher des Parks?
      Auflockerung der Randkontur der Open Air Fläche
      Oberflächenbeschaffenheit des Open Air Platzes
      Cafe/ Restaurant am Echazufer schaffen
      Kinderspielplatz schaffen
      Eisfläche im Winter ermöglichen
      Beleuchtungskonzept fordern


Gebäude(anordnung)
Der Baukörper der Stadthalle soll zur Echaz gedreht werden. Der Bau eines Hotels in
Kombination mit einem zweiten Saal wird in Frage gestellt. Das Krankenhäusle soll stärker in
den Park eingebunden werden und ein Cafe als Treffpunkt beherbergen. Die stadthistorische
Bedeutung dieses Gebäudes soll intensiver herausgearbeitet werden.
      Stadthalle parallel zur Echaz drehen

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      Drehung der Stadthallenachse 30° nach Süden
      Stadthallenbaukörper gliedern, damit nicht so „statisch“
      Was wird aus Hotelplatz ohne Hotel?
      Reicht Größe des Hotels aus, um Investor zu finden?
      Überbaute Fläche nicht vergrößern
      Was passiert ohne zweiten Saal?
      Was passiert ohne Hotel, aber mit 2. Saal?
      Rechteckige Strukturen nicht aufgeben
      Krankenhäusle mehr in den Park einbinden
      Krankenhäusle als Ort Reutlinger Qualitäten (Gedenkstätte Bruderhaus, Cafe)
      Großzügiges Foyer (Gastronomie) und Garderobe schaffen
      Genügend Verkehrsfläche hinter Imbissen etc. - häufig Nadelöhr hinter Traubenbildung im Gebäude
      In Stadthalle (oder wo?) Kleinräume für Vereine
      Kubatur des Gebäudes der spezifischen Bauaufgabe anpassen
      Integration des 3. Saales in die Stadthalle (400 + 600 Plätze)
      keine Kombi Hotel und Saal
      Stadthalle als Repräsentativbau nutzen


Verkehr/ Erschließung
Die Verbindungen mit der Altstadt und den Stadtquartieren, als Stege über die
Hauptverkehrsstraßen gestaltet, sollen beibehalten werden. Wichtig ist den Teilnehmenden die
gute fußläufige Anbindung der Stadthalle und des Bürgerparks. Für den ruhenden Verkehr
müssen ausreichend Stellplätze in der Tiefgarage vorhanden sein und die Zu- und Abfahrten in
beide Richtungen geklärt werden. Die Reduzierung der Lärmbelastung durch den
Straßenverkehr liegt vielen Teilnehmenden am Herzen – sei es bei der alltäglichen Nutzung des
Parks oder bei Veranstaltungen unter freiem Himmel.


      Wegeverbindungen von Stegen über Straße und zur (Alt-)Stadt bedenken
      Anlieferung lösen, ohne dass der Parkcharakter leidet
      (Gute) Verbindung vom Tübinger Tor
      Bessere Fußgängerverbindung zur Stadthalle
      Parkmöglichkeit für Reisebusse?
      Zugang vom Busbahnhof?
      Lärmschutz nur durch Baumbepflanzung?
      Behutsame akustische Maßnahme (Straße, Lärmschutz)
      Ein- und Ausfahrten aus Tiefgaragen? Zu- und Abfahrt in beide Richtungen!
      Anbindung Tiefgarage bei Abfahrt Richtung Pfullingen/Altenburg
      Befestigung der Feuerwehrzufahrt und Parkqualität

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      Anbindung TG aus Richtung Stuttgart
      Berücksichtigung des Verkehrslärms bei Open Air Veranstaltungen
      Tübinger Tor freistellen
      Funktioniert die Anlieferung mit Lkw?
      Zufahrten zu Tiefgaragen für Anlieferungen, Behinderte
      Anbindung Busbahnhof
      Gewährleistung der Nutzersicherheit
      Zugangswege „ohne Umwege“ (kurze Wege)
      Zufahrtsituation
      Zugang vom Tübinger Tor zu klein und eng
      Erweiterung bisheriger Tiefgaragen möglich?


Sonstiges
Sicherheit, Sauberkeit die Einhaltung des Kostenrahmens werden als weitere Planungsaspekte
benannt und bereits der Hinweis auf mögliche Unterstützung durch „Parkpaten“ gegeben.


      Folgekosten für Parkpflege bedenken
      Einhaltung Kostenrahmen!!!
      Folgekosten Stadthalle??
      Sauberkeit beachten
      Sicherheitsaspekte bedenken (bei Tag und Nacht, z.B. Vandalismus)
      Eigenes Beleuchtungskonzept entwickeln
      Cafe integrieren
      Gastronomie, die einladend und bezahlbar ist
      Frühzeitige Suche nach „Parkpaten“




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 3.3. Zusammenfassende Ergebnisse der InfoCafes
Die InfoCafes hatten die Funktion, zu informieren und Raum zu bieten für einen differenzierten
Meinungsbildungsprozess. Es war nicht Ziel, eine einheitliche Gesamtmeinung der Anwesenden zu formulieren.
Vielmehr ging es um das Verstehen und Anerkennen unterschiedlicher Anliegen und Einschätzungen sowie das
systematische Sammeln von konkreten, nachvollziehbaren Anmerkungen und Interessen. Am Ende der drei
InfoCafes hat nicht nur die Stadt ein Bild der öffentlichen Meinungsvielfalt erhalten, sondern die Teilnehmenden
gewannen durch die wertschätzenden Diskussionen mit den Fachleuten auch Einblicke in die komplexen
stadtplanerischen Zusammenhänge: „Ich habe nicht nur was eingebracht, ich nehme hier auch viel mit“, so der
Wortlaut eines Teilnehmers.
Die drei InfoCafes verliefen durch die Zusammensetzung der Teilnehmenden jeweils einzigartig, die Ergebnisse
können daher nur schlaglichtartig zusammengefasst werden.
Im ersten InfoCafe waren zunächst deutliche Bedenken gegenüber dem ersten Preisträger zu spüren, die sich
bei einigen Anwesenden im Verlauf der Veranstaltung in klare Zustimmung verwandelte: „Am Anfang war unsere
Gruppe skeptisch, doch der Dialogprozess hat uns die Augen geöffnet. Am Ende ist es aus unserer Sicht der
erste Preisträger, der die beste Leitidee bietet.“ Im zweiten InfoCafe überwog die Zustimmung zum ersten
Preisträger deutlich: „Der erste Preis ist es – ganz klar“, war immer wieder zu hören. Das dritte Infocafe war
geprägt von einer Mischung aus kritischer Skepsis, deutlicher Zustimmung und klarer Ablehnung – und gab somit
die gesamte Bandbreite möglicher Meinungen wieder. Doch auch hier wurden neben den unterschiedlichen
Positionen Gemeinsamkeiten deutlich, so etwa der Wunsch nach einer besseren Integration des Echazufers oder
die Zustimmung zu einer Parklösung, wenn die Umsetzung eine Aufenthaltsqualität mit tatsächlichem
Parkcharakter sicherstellen würde.
Bei den kritischen Äußerungen überwog die Ansicht, dass ein Park das Monument einer Stadthalle nicht mehr zu
Wirkung kommen lasse und dass eine Stadthalle einen freien Vorplatz brauche statt eines Blätterdachs. Es
wurde die Großzügigkeit einer freien Fläche möglichst in Verbindung mit einem freien Echazufer vermisst. Positiv
wurde die vielgestaltige Nutzbarkeit der Parkidee vermerkt, ihr Beitrag als Erholungszone für Altstadtbewohner/-
innen wie Mittagspausennutzer und die Aufwertung der Wohnqualität für Altstadt und angrenzende Quartiere.
Die Hinweise an die Planer lauteten daher: Der Entwurf des ersten Preisträgers wird durchaus als positiver
Beitrag zur Erhöhung der Stadtqualität gesehen, wenn es in der Realisierung gelingt, einen wirklichen
Parkcharakter mit Erholungs- und Freizeitfunktion herzustellen. Dazu sei sicherzustellen, so die Bürgerinnen und
Bürger, dass der Park trotz Verkehrslärms für freizeit- und kulturelle Nutzungen entsprechende Qualitäten biete.
Zudem forderten viele Teilnehmer/innen eine weniger strenge Bepflanzung. Es wurde die Idee von Baumgruppen
mehrfach eingebracht. Wichtig war fast allen Teilnehmenden in den InfoCafes, die Echaz besser und großzügiger
einzubinden und die Ufergestaltung zu überarbeiten, damit dort schattenfreie Verweil- und Spielzonen geschaffen
werden. Der Park brauche eine gastronomische Außenbewirtschaftung und einen attraktiven Spielplatz für
Familien und Kinder sowie ein Angebot für Jugendliche (z.B. Halfpipe). Zudem wurde immer wieder auf die große
Bedeutung einer guten Verkehrsanbindung sowohl für die Anlieferung als auch für die Besucher/innen
hingewiesen.




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4. Ergebnisse der Befragung (Fragebögen nach Führungen)
Ausstellungsbesucher, die an den Führungen teilgenommen haben, hatten anschließend die Gelegenheit in
einem Fragebogen ihre differenzierten Meinungen und Ansichten zu Papier zu bringen. Gut 10% der 1000
geführten Besucher nutzten diese Möglichkeit. Knapp die Hälfte der 105 ausgewerteten, anonymen Fragebogen ,
stand dem Siegerentwurf positiv gegenüber. Davon sind 16% begeistert vom Entwurf und 31% stimmen ihm zu.
Fünfzehn Prozent der Besucher waren unentschieden – sie konnten dem Siegerentwurf etwa in gleichem
Umfang gute und schlechte Seiten abgewinnen. Eine durch Details bestimmte Ablehnung (Aussenspielflächen zu
klein, Echaz nicht genug eingebunden, Parkplatzproblem und Anlieferung ,massive Baukörper) artikulieren 13 %
der Befragten. Für gänzlich ungeeignet hält ein knappes Viertel der Befragten den Siegerentwurf.
Im Einzelnen:

•     Starke Zustimmung: 16,2 % (17 Personen)

•     Zustimmung: 31,4 % (33 Personen)

•     Teils/teils bzw. neutral: 15.2% (16 Personen)

•     Gemäßigte Ablehnung/Detailkritik: 13,3% (14 Personen)

•     Strikte Ablehnung: 23,8 % (25 Personen).

Kritik am ersten Preisträger wurde häufig konstruktiv formuliert. Es gab zahlreiche Verbesserungsvorschläge und
Verweise auf andere Entwürfe, die bestimmte Teilaufgaben nach Meinung der Befragten besser gelöst haben. Da
sich bei der Befragung der Ausstellungsbesucher zahlreiche Dopplungen zu den Ergebnissen der anderen
Beteiligungsbausteine ergaben, die im Vorangegangenen dokumentiert sind, sollen an dieser Stelle nicht alle
Einzelnennungen aufgeführt werden. Vielmehr werden vor allem die Meinungsäußerungen dargestellt, die
zahlenmäßig das größte Gewicht hatten. Im Anhang dieser Dokumentation sind die Antworten der Befragten
vollständig aufgeführt.
Gefragt worden war auch, was den Befragten im Bezug auf das zukünftige Bruderhausgelände und die neues
Stadthalle besonders am Herzen liegt. Hierzu gab es natürlich ein breites Spektrum an Äußerungen. Wenn man
diese „Herzensanliegen“ der Befragten zu einem visionären Gesamtbild zusammenfasste, ergäbe sich folgendes
Bild vom künftigen neuen Bruderhausgelände, ein Bild das bei den weiteren Realisierungsschritten als Leitlmotiv
gelten könnte.

Vision
Das Planungskonzept ist innovativ, mutig und anspruchsvoll und stößt auf breite Akzeptanz der Bürger. Diese
werden an der Planung intensiv beteiligt und das Gelände nach seiner Realisierung von allen
Bevölkerungsgruppen genutzt. Gleichzeitig sorgt das neue Ensemble für überregionale Aufmerksamkeit. Die
Fläche ist harmonisch in die Altstadt eingebunden, die neuen Nutzungen tragen zur Belebung der Innenstadt bei.
Die funktional und architektonisch ansprechenden Gebäude passen sich ans Stadtbild an, die Bauweise ist
aufgelockert mit eher „weichen“ Gebäudeformen, die Gebäudehöhen sind moderat. Bei der Planung werden die
Grundsätze des ökologischen, energiesparenden Bauens beachtet. Die Grünflächen sind weitläufig, dennoch
bleibt genug Raum für Open-Air-Veranstaltungen. Die Echaz bildet einen wichtigen Bestandteil des
Grünkonzepts. Im Bereich Verkehr genießen ausreichende Parkmöglichkeiten, eine gute Anbindung auch des
Fuß- und Radverkehrs sowie eine Reduzierung des Verkehrslärms Priorität. Bei Planung und Umsetzung, aber
auch im laufenden Betrieb ist die Kostenkontrolle gewährleistet.

Vor diesem Hintergrund lassen sich Lob und Kritik an den Ergebnissen des Ideenwettbewerbs verstehen. Schaut
man sich genauer an, was die Befragten am Siegerentwurf schätzen, so stehen die Begrünung und – als
Gegenstück dazu – die sparsame Bebauung mit Abstand ganz oben. Dabei wurde besonders das Ausmaß der
Grünflächen gelobt, aber auch die Idee des Bürgerparks, die Öffnung des Parks nach allen Seiten und die
Struktur gebenden Baumreihen stießen auf Zustimmung. Bei den Stärken des Siegerentwurfs folgt an zweiter
Stelle die klare Konzeption: „Das Einfache ist oft das Beste“, brachte es ein Ausstellungsbesucher auf den Punkt.
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Darüber hinaus gab es anerkennende Äußerungen zu den Gebäuden und ihrer Anordnung. Beispielsweise
wurde die Harmonie der Baukörper, die aufgelockerte Bebauung, die gute Lage der Hallen oder die ideale
Einbettung der Gebäude in die „Bauminsel“ gelobt. Auch die gelungene Integration des Krankenhäusle und der
Erhalt seiner Wirkung durch die niedrige umgebende Bebauung wurden sehr positiv aufgenommen.
Die Durchsicht der ausgefüllten Fragebögen macht jedoch in der Summe deutlich, dass die
Ausstellungsbesucher es für notwendig hielten, den Siegerentwurf zu überarbeiten. Zusammengefasst entzündet
sich die Kritik besonders an der Bepflanzung, den variabel nutzbaren Freiflächen sowie Verkehrs- und
Lärmproblemen.
Das Grünkonzept, von den Befürwortern des ersten Platzes als großer Pluspunkt gesehen, gab anderen Anlass
zur Kritik. Reutlingen brauche keinen „Kunstwald“, die Zahl der Bäume sei einfach zu üppig, ihre Anordnung zu
streng, zudem müsse sich der Park mehr zur Echaz und zur Altstadt öffnen, lauteten einige der Anmerkungen zu
diesem Thema. Angesichts der darunter liegenden Tiefgarage und nötiger Zufahrtswege wurde zudem die
Realisierbarkeit der Bepflanzung in Frage gestellt und auch auf den hohen Pflegeaufwand verwiesen. Viele
Ausstellungsbesucher wünschten sich mehr Platz für Veranstaltungen unter freiem Himmel, Sportflächen, Plätze
für Kinder und Jugendliche sowie Freiflächen zur Echaz hin. Zahlreiche Verbesserungsvorschläge betrafen auch
die Gebäude, zum Beispiel wurden eine modernere Architektur und eine bessere Anpassung der Gebäude an
den Straßenverlauf und das Gelände gewünscht. Angesichts einer angenommenen zu geringen Auslastung der
vorhandenen Hotels in Reutlingen stellten einzelne Besucher außerdem die Frage, ob ein weiteres Hotel wirklich
nötig sei.
Wenn es um den Verkehr geht, blieb vielen Besuchern unklar, wie die Anlieferung funktionieren wird. Auch über
den Verkehrslärm durch die umgebenden Straßen und das Thema Tiefgarage machten sich mehrere Befragte
Gedanken. Neben den zahlreichen Äußerungen zu Einzelthemen des Entwurfs gingen einige
Ausstellungsbesucher auch ganz allgemein auf die Grundidee des ersten Platzes ein. Die Volumina an dieser
Stelle seien einfach zu groß, meinte ein Befragter, andere bewerteten die räumliche Gliederung als
unentschieden oder hätten sich mehr Mut und Kreativität gewünscht.
Eine ganze Reihe der Befragten setzten sich auch mit den Leitideen anderer Wettbewerbsentwürfe auseinander
und verwiesen auf einige Verbesserungsvorschläge in einzelnen Aspekten. Im folgenden werden die häufigsten
Wettbewerbsentwürfe benannt.
Auch wenn das Preisgericht den dritten Ankauf des Büros Henniger/Schmid/ Wenzel eher in die Welt der Fabeln
und Märchen gesetzt hat, wurde die originelle Idee mit den häufigsten Nennungen der Befragten (16) bedacht.
Bei dieser futuristischen Idee wurde besonders die Größe der Freifläche und das kommunikative
Freiraumkonzept hervorgehoben. Event- und Stadthallenbetrieb würden sich bei dieser städtebaulichen Idee
weniger beeinträchtigen. Allerdings bezweifelten einige Befragte die technische Umsetzung dieser Idee und
fragten, ob unter „der Schrägen“ tatsächlich eine funktionale Stadthalle passen würde.
Die zweit häufigsten Nennungen (14) in der Befragung erhielt der dritte Platz (Nr. 1061 Schuster Architekten). Die
Befragten schätzten die Integration des Krankenhäusles und die harmonische Einfügung des Stadthallenkörpers.
Die klare Gliederung der Gesamtfläche sowie die Öffnung des zentralen Platzes zur Echaz wurde begrüßt. Die
Baumbepflanzungen entlang der Strassen, die Idee des Kinder-Kulturhauses sowie die Zufahrten zu den
Gebäuden und der ausreichende Platz für Open Air Veranstaltungen wurde positiv beurteilt. Gerade die
Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten durch die geschaffene Freiflächen wurden als übersichtlich, vielseitig
und aufgelockert kommentiert.
Der zweite Preisträger (Nr. 1009 ap plan) bestach für einige Befragte (6 Nennungen) durch die optimale
Zuordnung der Flächen zu den Gebäuden. Die Sichtachsen wurden positiv beurteilt und vor allen Dingen das
Parkkonzept hervorgehoben. Die Anbindung der Stadthalle an die Altstadt und ZOB wurde begrüßt.
Viele andere Entwürfe erhielten darüber hinaus einige Nennungen, wie z.B. die Nr. 1038 (Rothenhöfer
Schlumberger, FreieArchitekten, Stuttgart) mit 5 Nennungen, um die Dreiecksform der Stadthalle, die Teilung und
die offene Gestaltung der Fläche zu betonen oder die Nr. 1054 (Dipl. Ing/Architekt Maik Seidel, Berlin), bei der
die Form und Gliederung der Stadthalle einigen Befragte gefiel. Weitere Entwürfe wurden in der Befragung nur
einmalig genannt, so dass an dieser Stelle auf eine Aufzählung verzichtet wird.



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5. Resumee der Öffentlichkeitsbeteiligung
Die unterschiedlichen Angebote zur Meinungsbildung bzw. Meinungsäußerung wurden von der Reutlinger
Bürgerschaft intensiv genutzt. Insbesondere die Führungen durch die Ausstellung in der Wendler-Fabrik in der
Zeit vom 20.1.-16.2.2007 waren mit rund 1000 Teilnehmenden sehr gut besucht. Darüber hinaus wurde die
Ausstellung von weiteren 1900 Personen besucht.
Die einzelnen Bausteine des Konzepts zur Öffentlichkeitsbeteiligung geben in ihrer jeweiligen Gesamtschau
interessante, weil durchaus unterschiedliche Meinungsbilder wieder. Insgesamt wurden 105 Fragebogen
abgegeben, es gibt 9 Einträge im Internetforum und ca. 95 Eintragungen im Meinungsbuch, das in der
Ausstellung ausgelegt war.
Das in der Ausstellung ausgelegte Meinungsbuch enthält teilweise tendenziell emotional aufgeladene Beiträge.
Es wird Ärger kundgetan, die geäußerten Meinungen sind mehrheitlich kritisch, zum Teil ist der Ton sogar
abschätzig. Das Medium wird oftmals für klar positionierte, eher polarisierende Beiträge genutzt. Das
Meinungsbuch war offen für alle Ausstellungsbesucher, auch für jene, die nicht an Führungen teilgenommen
haben.
Die Rückmeldungen via Internet über die Homepage der Stadtverwaltung sind weniger zahlreich, dafür jedoch
detaillierter und konstruktiv-kritisch. Hier wird weniger emotional argumentiert, die Meinungsäußerungen weisen
auf eine intensive Beschäftigung mit den Wettbewerbsergebnissen hin. Dabei wird mehrheitlich eine Ablehnung
des Siegerentwurfs geäußert sowie eine „Kann man machen, aber es gibt noch viel zu tun“-Haltung
kommuniziert.
Die nach den Führungen ausgefüllten 105 Fragebögen geben ein sehr differenziertes Meinungsbild wieder und
deuten auf eine intensive Auseinandersetzung jedes Einzelnen mit dem Wettbewerbsergebnis hin. Die Fragen
wurden ernsthaft und zum Teil sehr ausführlich beantwortet. Der Kreis der Ausstellungsbesucher, die das
Angebot annahmen, war breit gefächert: Vom Schüler bis zum Rentner, vom Hausmann bis zur Professorin
reichte das Spektrum, zudem gab es eine Vielzahl von Rückmeldungen aus der Fachwelt. In der Summe
überwiegen die positiven und kritisch-positiven Rückmeldungen zum Siegerentwurf leicht.
In den drei InfoCafes kamen knapp 100 Teilnehmende zusammen, um sich in einem diskursiven Dialog eine
Meinung zu bilden. Die Teilnehmenden waren altersmäßig mehrheitlich den über 50jährigen zuzuordnen. Es fand
eine sehr intensive Auseinandersetzung mit den Entwürfen statt, teilweise wurde der „Erkenntnisprozess des
Preisgerichtes“ (Prof. Lederer), der zur Auszeichnung des ersten Preisträgers geführt hatte, im Laufe der jeweils
dreistündigen Veranstaltungen nacherlebt.
Im ersten InfoCafe waren zunächst deutliche Bedenken gegenüber dem ersten Preisträger zu spüren, die sich
bei einigen Anwesenden im Verlauf der Veranstaltung in klare Zustimmung verwandelte. Im zweiten InfoCafe
überwog die Zustimmung zum ersten Preisträger deutlich. Das dritte Infocafe war geprägt von einer Mischung
aus kritischer Skepsis, deutlicher Zustimmung und klarer Ablehnung – und gab somit die gesamte Bandbreite
möglicher Meinungen wieder.
In der Gesamtschau über alle Meinungen, die in den diversen Bausteinen im Rahmen der
Öffentlichkeitsbeteiligung geäußert wurden, kristallisieren sich fünf „Meinungskategorien“ heraus:

    (1) „Schlicht und schön“ - begeisterte Zustimmung
    (2) „Ja, finde ich gut“ - klare Zustimmung mit Ideen für Detailverbesserungen
    (3) Ja, aber...“ - Grundsätzliche Akzeptanz, mit vielen Überarbeitungsvorschlägen, aber auch mit Interesse
        an anderen Entwürfen
    (4) „Nein, aber...“ - Ablehnung des Siegerentwurfs, Benennung von Alternativlösungen aus den anderen
        Entwürfen
    (5) „Nein Danke“ - Grundsätzliche Ablehnung, keine Kompromissbereitschaft, keine
        Verbesserungsvorschläge für den Siegerentwurf

Insgesamt betrachtet ergibt sich kein einheitliches Meinungsbild. Neben ungeteilter, begeisterter Zustimmung gibt
es auch Ablehnung. Dazwischen findet sich ein Meinungsspektrum, das sich aufteilt zwischen Zustimmung zur

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Idee eines Bürgerparks bzw. die Idee einer Stadthalle mit großem Platz zur Echaz und Altstadt hin bevorzugt.
Hier also Zustimmung zum Charme einer grünen Stadtoase vor den Toren der Altstadt, versehen mit zahlreichen
Anregungen für die Planer, damit daraus ein wirkliches grünes Stück Lebensqualität für die Bürgerinnen und
Bürger Reutlingens wird. Und dort das Plädoyer für eine Stadthalle, die sich stolz und sichtbar präsentiert und der
Stadt einen großen Platz mitsamt renaturiertem Echazufer schenkt. Somit werden durch die Bausteine der
Öffentlichkeitsbeteiligung differenzierte Auffassungen und konkurrierende Interessenbilder deutlich, die die
politisch Verantwortlichen bei der anstehenden Beschlussfassung in Ihrer Meinungsbildung unterstützen können.
Sollte der erste Preisträger verwirklicht werden, finden sich unter Kritikern wie Befürwortern der Leitidee
„Stadthalle im Bürgerpark“ folgende zentrale „Botschaften an die Planenden“, die berücksichtigt werden sollten:

    -    Der Park muss Aufenthaltsqualität bieten (Infrastruktur, Wegeführung, Gastronomie, Sicherheit,
         Sauberkeit, Lärmschutz). Die Grüngestaltung sollte weniger streng und starr erfolgen. Diverse
         Bevölkerungsgruppen sollten sich mit ihren Nutzungsansprüchen hier wieder finden.
    -    Die Open-Air-Fläche muss groß genug sein, damit Zirkus, Konzerte und andere öffentliche
         Veranstaltungen ausreichend Platz finden.
    -    Die Echaz mit ihren Ufern muss aktiver ins Konzept eingebunden werden und soll zu einem sonnigen
         Erholungs-, Spiel- und Verweilraum werden.
    -    Die An- und Abfahrten zur Stadthalle müssen funktional gelöst werden, für entsprechenden Parkraum
         muss gesorgt und die Andienung des Gebäudes so realisiert werden, dass der Parkcharakter und seine
         Erholungsqualität gesichert bleiben.
    -    Die Fußwegeverbindungen und Sichtbeziehungen zur Altstadt sowie die Verbindung zum ZOB sollen
         konzeptionell bearbeitet werden.
    -    Die zukünftige Gebäudeform der Stadthalle soll nicht zu kantig, eine spannende und attraktive
         Architektur aufweisen.




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6. Anhang
              A Meinungsbucheinträge
              B. Interneteinträge
              C Presseartikel


A Meinungsbucheinträge
Während des Ausstellungszeitraums der Wettbewerbsergebnisse zum Bruderhausgelände lag ein Meinungsbuch
aus. Einzelne Besucherinnen und Besucher, die teilweise ohne fachliche Führung die Ausstellung besichtigten,
erhielten dadurch die Möglichkeit, ihre Eindrücke und Kommentare individuell niederzuschreiben. Im folgenden
werden diese Einträge chronologisch und im Wortlaut wiedergegeben.


Kompliment an die Architekten, die sich mit Kreativität und Kompetenz mit der Aufgabe auseinander gesetzt
haben; Kompliment an die Stadt Reutlingen, die sich so qualitätsvoll mit der Zukunft der Stadt befasst.


Ein großes Lob an die Veranstalter, dass dieser Wettbewerb wirklich offen organisiert wurde und es ermöglicht
hat, so viele unterschiedliche Ansätze auch von jungen, noch kreativen Architekten hervorzubringen. Leider hat
sich das Schiedsgericht wieder sehr deutsch entschieden, d. h. der rechtwinklige Schuhkarton scheint noch
immer das „Ideal“ zu sein. Interessanterweise verhält es sich in Ländern wie Holland und Dänemark, die
Architektur in der Schule unterrichten, nicht so.


Konzept 1096 ist das Beste und hat einen spektakulären Ansatz mit der Aussicht, Besucher anzuziehen. Aber
ohne spektakuläres Betreiben – Konzept, wird das Projekt nie wirtschaftlich. Gibt es auch einen Ideenwettbewerb
dazu?


Der Begriff „Bürgerpark“ erscheint mir nicht originell. Auf die Schnelle klingt das Wort „Stadthallenpark“ in meinen
Ohren etwas besser. Kann der Park so verwirklicht werden? Z. B. sind die Feuerwehrzufahrten für die Gebäude
nicht im Plan. Bei einem Großbrand müssen viele Feuerwehrautos Platz finden. Erfolgt die Anlieferung durch die
Tiefgarage, mit Lastwagen? Der 2. Preis gefällt mir am besten.


Der Entwurf von Zeeb Digel gefällt mir sehr gut:
Durch die Halle „in der Ecke“ ergibt sich ein schöner Freiraum vor dem Tübinger Tor zur Echaz hin. Die
Rückseite schirmt den Verkehrslärm des AOK-Knotens ab und ließe sich trotzdem auch ansprechend gestalten.
Allgemein bleibt in diesem Konzept viel Freiraum und genügend Platz für das „Krankenhäusle“.


Sehr gut gelungene Auswahl – der 1. Preis! Endlich einmal ein Entwurf, bei dem die Außenflächen gebührend
berücksichtigt werden!


Eine interessante Ausstellung! Der Entwurf für den 1. Platz kann mich nicht überzeugen. Meines Erachtens ist
der an 3. Stelle geführte Entwurf gelungener, da eine offene Perspektive auf die Altstadt und die Echaz gegeben
ist. Sehr mutig auch Ankauf Nr. 2.


Vorschlag 1 sehr schlicht und klar in der Linienführung. Die Übergänge zur Listhalle und Pomologie müssen
großzügig über die Bundesstraße führen. Evtl. von Tübinger Vorstadt vorm Bruderhaus zum Areal keine Ampel –
Verkehr muss fließen.
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Großes Lob an die Jury! Es gibt mir eine wirklich sehr gute Arbeit und die wurde gefunden! Nun muss diese aber
auch so kompromisslos gebaut werden!


Man könnte den 1. Preis direkt bauen! Lob ans Preisgericht und viel Mut den Reutlingern, die Lösung
„Baumdach“ durchzustehen und nicht wieder das „Mittelmaß“ sich durchsetzen lassen.


Der 1. Preis eignet sich für Rotwild und Rehe. Wenn im Herbst das Laub fällt?! – Da und dort noch einen
Hochsitz zum Ausblick zur Halle.


Im Vergleich zu den reichlichen Vorschlägen im Stil der 60er und 70er (vgl. Rathaus) ist die Entscheidung der
Jury für Platz 1 und 2 zu begrüßen.


Sehr gut – dass man so was anschauen kann
Weniger gut – dass die ersten „Preise“ Baumwiesencharakter haben


Nach so vielen phantasievollen Entwürfen nimmt sich der 1. Preis echt reutlingerisch bescheiden aus! Kein
wirklich großer Wurf! Ich hätte mir mehr Mut gewünscht.


Fragen zum 1. Preis:
Ein- und Ausfahrt des Parkhauses – 1600 Leute zur gleichen Zeit?
Wo parken Busse? Die vielen Bäume sehe ich als Illusion. Warum wird kein Modell zum Preis, das eine
Eckbebauung der beiden Straßen vorsieht? Kein Architekturentwurf, wäre eher etwas für ein neues
Listhofzentrum! Schade für die anderen Kreativen, wie z.B. Vorschläge aus dem Ankauf, wie z.B. vom
Architektenteam Henninger et al aus Stuttgart.


Autolärm und Abgase im Park – gute Erholung! Sehr bieder, Schade bei so vielen einleuchtenden Ideen, die
einen wirklich großzügigen Platz mit guter Abschirmung zu den Straßen und Verbindung zu den anderen
Grünflächen der Stadt ermöglichen.


Das Preisgericht hat sich vom Begriff „Bürgerpark“ (siehe Bürgernähe) blenden lassen. Die Infrastruktur ist bei
diesem Baumbestand unklar, wenn nicht unmöglich.


Ich stimme zu, dass die Straßen nicht in den Park einbezogen werden dürfen. Der „Park“ ist eher eine Plantage,
in der die Gebäude versteckt werden.


So eine Ausstellung sollte es öfters geben, aber ich hatte ein anderes Modell ausgesucht, das mit der
Schlittenbahn, aber alle haben sich viel Mühe gegeben.


Wir Schüler der Peter-Rosegger-Schule finden die Ausstellung gut.


Entscheidungen entstehen durch die Entscheider. Wir gratulieren dem 1. Preis.
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Der 1. Preis ist die Fortsetzung einer unendlichen Reutlinger Geschichte der Bausünden: Rathaus, Anbau List-
Gymnasium … einfallslos, reine Architekten-Rhetorik!


Nr. 1023 finde ich am schönsten.


Eine Stadthalle stellt einen urbanen Akzent dar. Dazu gehören Sichtachsen und -bezüge. Eine Parklandschaft, in
der die Gebäudekubaturen im Blätterwald versinken, auszuwählen, verfehlt die Aufgabenstellung. Hoffentlich
kommt es anders!


Ich bin gegen eine Stadthalle. Wenn die Stadt kein Geld hat für ältere Mitbürger (Streichung von Wein) und
Rentenausflug usw., dann brauchen wir auch keine neue Halle. Außerdem haben wir an diesem Platz schon
genug Stau.


Ein Stadtpark ist sehr wünschenswert! Der Sieger gefällt mir sehr gut.


Ich schließe mich meiner Vorschreiberin an. Möchte mich aber um lichte, leichte Bauweise aussprechen.


Neue geplante Stadthalle mit jahrelanger Großbaustelle in der Umweltzone passt nicht zusammen. Entweder
muss die geplante „Umweltzone“ anders geplant werden, oder die neue geplante Stadthalle muss - zur
Staureduzierung innerhalb der Stadt - außerhalb der Umweltzone gebaut werden.


Jahrelange Großbaustelle mit Feinstaub erzeugenden Baufahrzeugen und Staub erzeugenden
Großveranstaltungen in der geplanten Reutlinger „Umweltzone“ ist keine gute Idee, sondern ein Widerspruch und
Planungsfehler.


Neu geplante „Reutlinger Stadthalle“ der 3. Schildbürgerstreich. Nach dem Millionen Euro teuren Fußballstadion,
das nur alle 14 Tage für 1,5 Stunden benutzt wird, und den neuen Bus-Wartehäuschen mit im Winter eiskalten
Blechsitzen und im Sommer für Schulkinder und ältere Menschen ohne Sonnenschutz nun eine jahrelange Staub
erzeugende Großbaustelle in der Umweltzone.


Die Preisträger sind nicht überzeugend! Die Ankäufe – vor allem 1083 – mit Uferpromenade und mehr
Transparenz und Gebäudekomplexen, die sich dem Straßenverlauf anpassen, sind wesentlich attraktiver. Wer
möchte sich in einem Verkehr umtosten Bürgerpark ergehen?


Die geplante neue Stadthalle darf nicht im geplanten Umwelt- und Luftreinhaltegebiet gebaut werden! Da durch
die Baufahrzeuge und die Großbaustelle und Großveranstaltungen in der neuen Stadthalle die
Feinstaubverschmutzung und die Feinstaubwerte innerhalb der Stadt unzulässig erhöht werden. Die neue
Stadthalle muss aus Umweltschutzgründen außerhalb der Umweltzone der Stadt gebaut werden, da sonst
Fachaufsichtsbeschwerden und Klagen vorprogrammiert werden.


Warum wird die Jury immer aus Quadratschädeln zusammengesetzt?
Warum die Nr. 1 als Sieger? Es gibt bessere Ideen, so z. B. Ankauf Nr. 1083 als Überlegung.


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Die Idee eines Bürgerparks finden wir hervorragend, in Verbindung mit der renaturierten Echaz wäre jedoch eine
mehr natürliche Bepflanzung wie z. B. im Plan 1031 wünschenswert.


Wenn dem Bauherren Mut und Geld fehlen, dann entscheidet er sich in bester, teuerster Stadtlage für ein
Hundeklo. Statt Bäumen empfehle ich Steinkugeln, die man nicht pflegen muss (siehe Pomologie, Volkspark,
Stadtpark und weitere städtische Anlagen). Steinkugeln kann man abspritzen! Doch wer harkt die vielen Flächen
um die Kugeln herum? 1 EURO-Jobber?


Wir wollen eine Uferpromenade mit entsprechender Gastronomie. Und vielleicht nicht ganz so viele Bäume. Ein
klarer Baukörper. Freie Flächen.


Ich finde den Entwurf 1096 recht gut. Er ist noch „ausbaufähig“. Die Freifläche für Open-Air-Veranstaltungen ist
gut, auch dass das „Krankenhäusle“ nicht so „bedrängt“ wird. Vielleicht könnte man die Dachkonstruktion so
gestalten, dass sie gleichzeitig Tribüne für Veranstaltung ergibt.


Außer dem 4. Preis konzentriert sich die Grünfläche auf die Ecke Konrad-Adenauer-Eberhartstr. Frage: Wer hat
Lust, sich in diesem grünen Bereich aufzuhalten – eingebettet von stark befahrenen Straßen? Meine Favoriten u.
a. ähnlichen: 1001, 1006, 1083! Grünfläche zur Echaz hin!!!


Wo ist beim 1. Platz die geforderte Freifläche?


Einfach beeindruckend, die Vielfalt der Bebauungsmöglichkeiten. Aber die Entscheidung der Jury für den 1. und
2. Preis ist einfach nicht nachzuvollziehen. Da hätte man sich eine internationale Ausschreibung weiß Gott
sparen können. Der langweiligste Entwurf, der auch gegen die Ausschreibungsforderungen verstößt, hat
gewonnen - anstatt disqualifiziert zu werden. Warum nicht mehr Mut zu einer „Attraktion“ für Reutlingen – so in
die Richtung vom Entwurf 1074.


Der Entwurf 1083 befriedigt mehr Bedürfnisse der An- und Einwohner als z. B. der 1. Platz-Entwurf. Grüne
Bäume sind zwar gut für die Luftreinhaltung, aber ein paar sonnige Plätzchen für wartende Busfahrgäste oder
müde Flanierer, Spiel- und Bewegungsflächen für Kinder sollten einfach auch vorhanden sein!


Ich finde 1020 am Besten. Diese Metallige gefällt mir gut.


Kleiner Hinweis für die nächste Ausstellung: Bitte hängt die Pläne in Lesrichtung auf (wie die der Preisträger)!


Beim Durchgang durch die Ausstellung muss ich sagen, dass mir die Entwürfe, die mit klaren einfachen
Baukörpern arbeiteten, sehr gut gefielen. Von ihrer Ordnung und Klarheit in der Figur sind der 1. und 2. Preis klar
die besten Ideen. Je einfacher, desto besser baubar. Mir würde eine Kombination aus beiden Entwürfen als die
beste Lösung erscheinen. Die gute städtebauliche Ordnung vom 2. Preis mit der Bürgerparkidee des 1. Preises
werde ich anregen.


Nr. 1 findet meine Zustimmung nicht, zu offen in Richtung Durchgangsverkehr. Die Nr. 1005, 1029, 1043, 1045,
1055 schirmen den Lärm besser ab und halten den Blick zur Altstadt besser offen.

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Krankenhäusle sollte man konsequent abreißen! Traurig die Fehlentscheidung der Jury mit dem ersten Preis. Der
3. Preis ist da schon viel interessanter!


Die Entscheidung für den Platz 1 finde ich nicht gut. Wer will einen Wald und auch noch in einer Linie
angeordnet. Es hat kein Platz für Beachvolleyball. Ich finde am besten das Ausstellungswerk mit der Nummer
2005.


Eine Eukalyptus-Plantage – sehr einfallsreich!!


Den Wettbewerb hätte man sparen können!!!


Zielsicher hat die Reutlinger Jury ihre Inkompetenz bei der Auswahl des ersten Preises bewiesen. Gute Ideen
waren gleich beim ersten Rundgang draußen. Armes Reutlingen – wieder eine Chance verpasst.


Ich bin ebenfalls fassungslos ob der Entscheidung der Jury. Abgesehen davon, dass der 1. Preis das
langweiligste Objekt ist, frage ich mich: Wie kann es sein, dass ein Teil der Ausschreibungsbedingungen, wie z.
B. das Krankenhäusle unbedingt stehen zu lassen, nicht eingehalten wird? Objekt Nr. 1067 ließ doch tatsächlich
das Krankenhäusle verschwinden und kam sogar in die 2. Runde. Viele Fragezeichen machen sich in mir breit!!!


Schon nach der Vorstellung der prämierten Projekte im GEA hat sich bei mir eine Fassungslosigkeit eingestellt.
Bei näherer Betrachtung des „Siegers“ hat sich dieser Eindruck verstärkt. Ideenlos, langweilig präsentiert sich
das Projekt. Meine Meinung ist eindeutig „Thema verfehlt“. Ein weiterer Bau, der in ein paar Jahren als Bausünde
bezeichnet wird. Schade, dass aus der Vielfalt der Ideen die billigste Lösung gewählt wurde. Unverständnis auch
dafür, dass der „Sieger“ prämiert wurde, ohne sich an die Ausschreibung des Wettbewerbs zu halten. Wo sind
Zulieferwege, wo Open-Air-Bereich, wo Plätze zum Wohlfühlen? Ein Klotz in einem Gelände, das mich sehr stark
an einen Kriegsgräberfriedhof erinnert. Als Bürgerin der Stadt Reutlingen sage ich vollen Herzens – NEIN
DANKE!


Erstaunlich, wie sich die beiden ersten Preise (dieser Wettbewerb) und der erste ähnlich sind. Das offensichtliche
Bedürfnis der Reutlinger nach einem Platz im Grünen mit zwei, drei Kisten scheint zu verfallen und alles zu sein.
Die Einfachheit und Klarheit der Entwürfe bestimmt. Doch bei dieser Auswahl eine wahrlich gute Wahl! Ein
Großteil an zeitgenössischer Architektur-Müll – Entschuldigung!


Ein Kompliment für diese Veranstaltung! Für die Zukunft wünsche ich mir diese (noch nicht vorhandene)
Bürgerrunde bei anderen Angelegenheiten.


Dem können wir uns nur anschließen!


Mehr Bürgerbeteiligung ist „in“. Das war ein guter Anfang! Weiter so!!


Rotary-Club Reutlingen-Tübingen-Süd dankt herzlich für die kompetente Führung durch die Ausstellung
„Ideenwettbewerb Neue Stadthalle“. Dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel für Bürgerbeteiligung und interaktive
Öffentlichkeitsarbeit!

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Die Leitidee kulturelle(r) Tempel im Park ist genial – und überhaupt nicht NEU …
… wo wurden die Schlösser am besten auf Dauer „aufgehoben“ … bzw. ergänzt;
Die Reutlinger Liebe/Achtung zur Natur ist bekannt und muss verewigt werden … (deshalb hat die Kommune alle
Abfallkörbe zur Echaz hin entfernt!)
Die Leitidee Park erzwingt zusätzliche Wettbewerbe:
- Realisierung Stadthalle (Hotel)
- Landschaftsarchitektur
- Kunst (Kultur) am Bau im Park
PS: Bezüglich der (sinnvollsten Reutlinger) Zukunft – Heinzelmann Areal – sollte auch ein solcher Wettbewerb
veranstaltet werden.


Das zusätzliche Personal (vom Parkhüter, -pfleger bis zum Reinigungspersonal bzw. den Topverdienern (in) der
Stadthalle) sollten per bürgernaher Casting-Show im Lokal TV angeworben werden.


Conclusio – Alle Reutlinger (inkl. Echaz-Azubinern) müssen sich mit diesem city nahen Riesenprojekt
identifizieren – ob sie wollen oder können – es geht um unsere EUROS.
Vielen Dank, dass Sie mir die Möglichkeit gegeben haben, einen Blick auf die eingereichten Blau-Modelle zu
werfen. Frustrierend zu erkennen, dass das von einem dubiosen Preisgericht als Nr. 1 festgelegte Modell
offensichtlich schon gesetzt ist. Bürgerbeteiligung stelle ich mir anders vor – jedenfalls nicht als
Alibiveranstaltung. Übrigens wäre die Atmosphäre angenehmer gewesen, als mit dieser „Regie“! Bei weiteren
Wortmeldungen habe ich bereits die Polizei vor meinem geistigen Auge befürchtet. Schade, die Lehren aus der
letzten Stadthallen-Runde wurden offenbar nicht gezogen.


Was immer gebaut wird – es sollte auch ein ökologisches Vorzeigeprojekt für Reutlingen werden
(Gebäudetechnik auf dem neuesten Stand)!


1. und 2. Preis « n’ Wald halt … » fragt sich, ob neben den vielen anderen kreativen Entwürfen der 5. Preis nicht
eine etwas mutigere Entscheidung wäre. Go for it, Reutlingen!!!
Nach einer genauen Durchplanung werden sich beim 1. Preis Mängel herausarbeiten, der 2. Preis ist wesentlich
realistischer, während der 3. Preis besticht in Freiräume zur Echaz, Einarbeitung des Krankenhäusle, Reutlingen
braucht an dieser Stelle weiterhin die sich jetzt dort angesiedelte Kultur, sie hat Leben in die Stadt geholt.


Platz 1 und Ankauf 1096 gefallen uns am besten.


Das Konzept der beiden ersten Preisträger ist verfehlt, weil es nicht um das Anlegen eines neuen Stadt- oder
(Bürger-) Parks geht (wer möchte umbrandet von Hauptstrassenverkehr spazieren gehen?). Wichtig ist die
Lärmabschottung, weshalb die Gebäude zu den befahrenen Strassen hin platziert werden sollten (z. B. Entwurf
Riehle). Bei den ersten Preisträgern ist kein Open-Air-Bereich vorgesehen! Das ist ebenfalls ein großer Fehler.


Städtebaulich gibt es wesentlich bessere Entwürfe, als die der Preisträger. Wenn doch eine Stadthalle im Park
die richtige und gewünschte Lösung ist – warum wurde dann der Wettbewerb nicht unter dem Titel „Park mit
Stadthalle“ ausgelobt?



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Bei den meisten Entwürfen wundere ich mich über die riesigen ungenutzten und ungegliederten Dachflächen und
über die (vermutlich) akustisch ungünstigen Kubusformen. – Gegenbeispiel: Nr. 1054


Das kleine übrig gebliebene Stückchen Echaz darf auf keinen Fall weder beschnitten, noch zugebaut werden!
Mögliche Freiflächen sollten konzentriert und nicht „zerfleddert“ werden. Keine Hochhäuser! Das Krankenhäusle
darf nicht umbaut werden!


Warum denn nicht einfach die Echaz frei lassen, Park und Open-Air-Fläche daran binden? (siehe Entwurf von
Wulf und Partner z. B.) Das Krankenhäusle in den Park integrieren. Aber bitte auf keinen Fall „alles“ umbauen
und v. a. die Echaz zubauen. Der Entwurf (1. Preis) gefällt mir nicht! Zu streng, zu wenig bürgernah!


Die Ausstellung ist interessant und schön, wir haben ganz verschiedene Modelle ausgesucht. Wir sind gespannt,
wann die Stadthalle gebaut wird und welches Modell gebaut wird. Ich bin für die Stadthalle 2. Preis.


Wo bleibt die Wohnqualität, wenn Open-Air-Veranstaltungen stattfinden?


    1. + 2. Preis hat zu viel Bäume!!!

Für viele der hier ausgestellten und perfekt gestalteten Modelle der Stadthalle könnte ich mich begeistern! Aber
der Standplatz ist nicht der richtige. Meines Erachtens gehört die Stadthalle hinaus, wo Platz ist, wo man
großzügiger bauen kann. Z. B. in die Nähe des Stadions oder zwischen Orschel und Storloch. Hier wird alles
verdichtet. Es wird noch mehr Stau geben. Die Wohnqualität wird hier schlechter und die Kosten werden ins
Uferlose steigen!!!


Plan 1038 würde einen wunderschönen Platz vor dem Tübinger Tor schaffen, mit Eingang in die Stadthalle. Alle
3 Säle wären unter einem Dach. Im übrigen Bruderhausgelände viel Platz für Freiluftveranstaltungen. Das Hotel
wird später oder vielleicht gar nicht gebaut, und könnte dann vielleicht auch auf dem Gelände der ehemaligen
Listhalle gebaut werden – mit vielen Vorteilen -. Plan 1002, evtl. in Kombination mit Plan 1072 wertet die Echaz
als Naherholungsstätte auf, mit Sitzstufen an beiden Ufern. Die neuen Bauten wären entlang der Echaz noch
leichter von ZOB und der Stadt erreichbar und lässt noch mehr Grün für Freiluftveranstaltungen offen. Der
Siegerentwurf Nr. 1030 erscheint dagegen einfallslos. Die verstreuten Gebäude werden nur durch den
„Blätterwald“ kaschiert.


Die preisgekrönten Entwürfe sind sehr einseitig auf Repräsentation gelegt. Wo bleibt das Potenzial für Kreativität,
das der derzeitige Platz bietet? Das heisst, es braucht eine größere oder mehrere Freiflächen! Außerdem findet
kaum eine Anbindung an das Grün von der Pomologie her statt, wie in anderen Entwürfen schön gestaltet (1073,
1023, 1100) Auch bietet der „Park“ außer den Bäumen wenig Parkgemäßes, da die gerade Führung der
Baumreihen nicht zum Verweilen einlädt – keine kleinen Gesellungsflächen, kein Spielplatz – soll der Platz denn
nicht auch für Kinder und Jugend sein? Auch gehen die Bäume zu hoch an die Echaz – es bietet sich doch an,
die Ufer zu gestalten und zu nutzen – statt zu zumachen! Insgesamt ist der Entwurf des 1. Preises zu streng!
Zum Verfahren: Warum nicht umgekehrt: erst Ausstellung, Diskussion, abwiegen – dann Entscheidungen fällen.
Warum muss gleich festgelegt werden, dass es nur so und nicht mehr anders sein soll! Es gibt auch andere
Ideen, die „zu Reutlingen passen“ – jedenfalls passen könnten, wenn Bürgerbeteiligung mehr gewollt wäre!
Insgesamt darf das, was bisher an Kultur auf dem Platz möglich ist, nicht weniger sondern mehr werden. Hätte
man nicht auch noch Jugendstimmen hören lassen können?




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Kompliment! Genau so sollte es nicht ablaufen. Nachträgliche Bürgerbeteiligung ist der falsche Weg. Wo würde
ein Standort festgelegt? Warum braucht Reutlingen noch weitere Grünflächen? Wo lange, z. B. das Rosenbeet
unserer englischen Partnerstadt ganzjährig als Hundeklo und Abfallplatz fungiert? Gäbe es andere Ansatzpunkte.
Keine Alibiflächen und Pseudokonzepte sondern echte „vorherige = mutige“ Bürgerbeteiligung. Die Modell-Stadt
ist auf dem falschen Weg.


Der Bürgerpark erinnert an die Jahre 1900 – 14. Er unterbindet alles was auf diesem Gelände in den letzten 10
Jahren an Veranstaltungen gewachsen ist. Weniger Bäume, so schön sie auch sein mögen. Mehr Freiraum mit
einem größeren Platz auf dem Aktionen statt finden können. Wie heute schon.


Verblüffend: aus Kernstadterweiterung West wird Volksparkerweiterung Nord.


Volle Zustimmung für Nr. 1083 von Digel und Zeeb. Gute Aufteilung.


Mir gefallen die Nr. 1083 und 1096 am besten. Bevorzugen zwischen diesen beiden Nummern würde ich die Nr.
1096 – sehr chic!


Die neue „KURT“Halle! Auf gutes und baldiges Gelingen! Liebe Grüße von Kurt.


Es sieht eher aus, als ob man ein Konzerthaus möchte, als eine Stadthalle, wenn man sich die Modelle so
ansieht. Man will wohl mit aller Gewalt eine neue Halle. Die braucht Reutlingen auch, darum sollte es die Stadt
schnellst möglich in Angriff nehmen.


Reutlingen braucht eine Stadthalle zum 1. Preis: Ein Raster, das als solches wirken soll, verlangt eine gewisse
Größe, die hier nicht gegeben ist. Die zwangsläufige Fortsetzung der Rasteridee führt dann zu Gebäuden
strenger Form, die vielleicht aus Sicht von Architekten, Raumplanern und Puristen schön sind (Südwestmetall!!)
aber durch ihre Strenge – Ordnung = Kälte, Technik u. ä. vermitteln, aber kein Wohlgefühl, das für Musik, Theater
u. ä. steht. Die Gebäude sollten in einem Ambiente eingebettet sein, dass Freude, Leichtigkeit und Lebenslust
sowie festliche Erwartung vermittelt und zur Stadt/Landschaft passt. Das sehe ich eher bei 1083 – 1018 – 1100
anklingen.


Also i fend Nr. 1031, 1054 und 1098 eh weniger witzig! Aber edds machat amool …. Nr. 1 + 2 zu brav – fascht
banal!


Bei diesem Ergebnis hätte man sich den Wettbewerb sparen können!! „Bürgerparks“ gibt es in Reutlingen
wunderschöne … Pomologie, Volkspark, Echazufer, Stadtpark … wir brauchen keine symmetrischen
Baumreihen sondern ein Konzept, das auf dem Gelände genügend Raum lässt für Open-Air-Veranstaltungen für
3000 – 4000 Personen, ansonsten sind Classic-Open-Air, Zirkus, Handwerker-Ausstellungen und vieles mehr
nicht mehr darzustellen. Die Stadthalle kann deswegen nur Richtung AOK situiert werden, so wie es manche
Entwürfe vorsehen (1033 ohne Querriegel)!


Beim Gewinner sollte beachtet werden, dass für einen funktionalen Betrieb mehr Flächen (außen und innen)
benötigt werden. Da müssen noch Bäume fallen … Der 2. Platz ist da schon sehr viel funktionaler und attraktive
Lösungen durch großzügige Flächen zwischen Hotel und Stadthalle. Da passen auch temporäre Nutzungen noch
hin.

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1073 und 1074 fanden wir ganz gut.


Quadratischer Schematismus statt organische Strukturen! Schlechte Wahl 1. + 2. Preis!


Wunsch: wenig Gebäude und viel Freiraum an der Echaz
Leider stehen die Gebäude beim 1. Preis nicht in dieser Weise …
Was brauchen wir? Kultur und Multikultur (Raum für musikalischen Kunstgenuss, für Kongresse etc., für
gesellschaftliche Ereignisse mit Stil, eine Stadthalle) Raum an der Echaz für Verweilen, Ausruhen und da sein
…am Wasser, Feiern und Erleben Draußen im Freien;
Was brauchen wir nicht? Verbauten Raum, ein kühler Bürgerwald der wenig erlaubt, außer Durchgehen…
Wer hat das Gelände wirklich verstanden? Die Bedürfnisse aller Bürger?
Meine Favoriten: 1005, 1023, 1016, 1021 interessante Raumaufteilung des Geländes
1060, 1105 interessante Gebäude


Ich finde, dass der Stadtrat sich für den 4. Preisträger als Sieger entscheiden sollte.




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B Interneteinträge
Folgende Einträge wurden im Internetforum „Meinungsbuch städtebaulicher Ideenwettbewerb
'Bruderhausgelände - Neue Stadthalle'“ eingestellt:


Am 29.1.2007 erstellt
Betreff: Wo sind die Stadtkanten?
Hat das Preisgericht eigentlich den Auslobungstext aufmerksam gelesen? Wie kann es sein, dass gebaute
Stadtkanten plötzlich keine Rolle mehr spielen und so getan wird, als ob das Bruderhausgelände eine grüne
Wiese wäre: ohne „Rückseiten“, rundherum frei dem Verkehrslärm ausgesetzt? Zudem rastert der 1. Preis das
Gelände ohne Gefühl und Unterschied – weder das Echazufer wird herausgearbeitet noch ein interessanter
Freibereich erzeugt. Was soll unter dem Baumhain, in Reih und Glied, denn zukünftig passieren? Der 3. Preis hat
ja immerhin einen zusammenhängenden Freibereich erzeugt, aber die stadträumliche Qualität der
Gebäudekörper – alles auf das Krankenhäusle auszurichten – ist doch viel zu streng. Sollte nicht auch ein Saal
mit Konzertakustik entstehen? Die prämierten Rechteckformen erfüllen dies meines Wissens nicht.
Ich finde, es sollte eine zweite Stufe des Wettbewerbs geben, an der auch ausgeschiedene Arbeiten teilnehmen
sollten, die sich um Platzkanten bemüht haben, die den Bereich vom Verkehrslärm abschirmen und
Aufenthaltsqualität erzeugen.


am 02.02.2007 erstellt.
Betreff: Ideenwettbewerb
Der von Ihnen als 1.Preis ausgezeichnete Entwurf hat sicher eine Auszeichnung für seine Ästhetik verdient. Ob
aber das Bauwerk an diesem Ort zweckmäßig und der Stadtarchitektur angepasst ist, wage ich zu bezweifeln.
Reutlinger Bürger, die einen Park besuchen, werden wohl nicht dieses, auf zwei Seiten an stark frequentierte
Hauptstraßen angrenzende Grundstück aufsuchen. Vorstellen könnte ich mir das Gebäude im Stadtgarten der
Oststadt.

Bei der Landesgartenschau in Reutlingen haben Sie erfolgreich die Echaz in Teilbereichen wieder zu einem
naturbelassenen Stadtfluss gestaltet. Das könnte hier fortgesetzt werden, wozu sich Ihr Ankauf „Telian/Weindel“
und der Entwurf „exitecture architekten“ (1076) eignet. Beide Konzeptionen schirmen den Lärm der Hauptstraßen
ab und ermöglichen eine naturhafte Gestaltung des Echazbereichs mit großflächig zusammenhängenden
Grünanlagen.


am 02.02.2007 erstellt.
Betreff: Re: Wo sind die Stadtkanten?
Dem kann ich nur beipflichten!
Städtebauliche Qualitäten, die mit dem besonderen Ort umgehen und ihn aufwerten, waren wohl nicht gefragt.
Aber eine 2. Runde einläuten, wo die erste noch nicht verdaut ist?
Ich glaube, man sollte sich erstmal sehr, sehr gut überlegen, in welche Richtung man hier weiter gehen möchte.


am 11.02.2007 erstellt.
Betreff: Freiflächen oder Park?
Die Stadt Reutlingen wurde in den letzten Jahren von vielen Outdoor Events und Veranstaltungen auf dem
Bruderhausgelände bereichert. Dies sollte unbedingt in der Planung berücksichtigt werden.
Der Entwurf von Hinrichs Wilkening beinhaltet nur eine sehr kleine Freifläche, im Gegensatz zu anderen
eingereichten Entwürfen. Des Weiteren ist eine Planung der Gebäude an der Konrad-Adenauer-Straße und
Eberhardstraße gelegen und Freiflächen für Events und Sport zur Echaz hin viel sinnvoller. Eine neue
Parkanlage macht keinen Sinn. Reutlingen hat schon einige Parkanlagen, u.a. ist die Pomologie nur ein paar
Gehminuten vom Bruderhausgelände entfernt. Der Mehrwert von variablen nutzbaren Freiflächen liegt weit höher
als ein kleiner Park an einer stark befahrenen Straße.

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Die Outdoor-Events waren allesamt eine Bereicherung für Reutlingen und eine Belebung der Innenstadt.



am 12.02.2007 erstellt.
Betreff: Sitzstufen am Wasser und Streuobstwiese
Aus den einzelnen Entwürfen sollten einige Ideen übernommen werden. Zum Beispiel die Einbindung der Echaz.
Schön beispielsweise die Gestaltung der beiden Echazufer mit Sitzstufen.
Die im Siegerentwurf vorgeschlagene Bepflanzung mit Bäumen gefällt uns gut - aber hoffentlich nicht diese
sterile gleichförmige Weise, wie im Plan zu sehen. Warum nicht eine aufgelockerte Streuobstwiese (passt besser
zu RT), mit Spielmöglichkeiten für Kinder, Basketballkörben, Sitzecken für Ältere, für Markbesucher etc. Viele
kleine Kontaktinseln wären schön.


am 16.02.2007 erstellt.
Betreff: Innen und Außen
Der Siegerentwurf wird der Großveranstaltung in der Halle gerecht, dem Innen. Die meisten Entwürfe
konzentrieren sich auf diese Aufgabe.
Wo ist der Raum für das Außen? Wo die grüne Wiese, der Ort, um sich niederzulassen am Ufer unserer Stadt ?
Wo die Weite, in der etwas geschehen kann, all das, was wir nun viele Sommer über erleben konnten an
Lebendigkeit? Der Entwurf von Hinrichs Wilkening reduziert das Präzise. Der Stadtwald ist eine Anmaßung, eine
in ein Raster gepresste Fläche, die man höchstens schnell durchschreiten kann.
Wer lässt sich schon am Straßenrand nieder?
Es wäre ein mit Natur kaschierter Raum, in dem nichts wirklich geschehen kann und soll? Urban einfach, das
Lebendige, den Spielraum der Menschen eingeschränkt und beschnitten. Zurück zu den Gebäuden.
Eine optimale Fassung an der Ecke Eberhardstr.-Adenauerstr. sind die Gebäude selbst, wie einige andere
Entwürfe zeigen, angeordnet wie ein Pfeil könnte das Innen dem Außen Schutz vor den Straßen und die Weite
zur Echaz/ Altstadt hin ermöglichen.
Ein Lob noch an die maßvolle Architektur und die Wahl dafür. Wir Bürger sollten ja über viele Jahre hinweg all
das gut bezahlen und genießen können, was heute beschlossen und gebaut wird.
Eine Wertschätzung noch an alle Bemühungen!


am 19.02.2007 erstellt.
Betreff: geschockt
Das Votum der Jury für den 1. Preis gibt offensichtlich nicht die Meinung der interessierten Bürger wieder, wie ich
am Rande der Ausstellung feststellen konnte. Mich schockiert dieser Entwurf regelrecht und mich verärgern die
an den Haaren herbeigezogen Argumente dafür. Dieser künstliche Wald ist wohl das Letzte, was Reutlingen
zukünftig braucht! Die architektonisch schwache Stadthalle, ein einfallsloser Zweckbau, soll wohl darin versteckt
werden.
Liebe Jury, das war der berühmte Griff in den Mülleimer!

am 22.2.2007 erstellt
Betreff: Offene Fläche vor Stadthalle
Der beim ersten Preis um die Halle und die anderen Gebäude angepflanzte Wald bedrückt. Es müsste
wenigstens vor den Gebäuden eine offene Fläche sein, damit auch die Gebäude wirken können. Die Open air
Fäche kann an diese anschließen. Hinter den Hallen zur Adenauer und Eberhard Straße 2 Reihen dicht
gepflanzter Bäume sind sicher gut. Vorne seitlich einige markante hohe Bäume.
Die Zufahrten zur Tiefgarage waren in allen Entwürfen das nicht gelöste Problem. Es ist unumgänglich, die
Zufahrten so zugestalten, dass aus allen Richtungen ohne Wenden an der nächsten Kreuzung ein- und
ausgefahren werden kann, weil es sonst zu riesigen Staus führt, wodurch die Freude an einer gerade
genossenen Veranstaltung total zunichte gemacht werden kann. Eine Unterfahrung unter der Eberhardstr. um
von der Tiefgarage auf die andere Straßenseite zu kommen ist daher unumgänglich.
Bei der Gestaltung der Hallen - auch wenn das im Moment noch nicht das aktuelle Thema ist - sollte auf ein
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ausreichend großes und alle Hallen verbindendes Foyer geachtet werden. Es muss auch als Ausstellungsfläche
nutzbar sein und die einzelnen Hallen auf kurzem Wege verbinden. Es gelingt nur dann auch
Kongressveranstaltungen anzuziehen, wenn die Einrichtungen optimal dafür geeignet sind (schlecht dafür
geeignete Hallen gibt es schon genug!)


am 07.03.2007
Betreff: zum Siegerentwurf des Städtebaulichen Ideenwettbewerbs ‚Bruderhausgelände – Neue
Stadthalle’
Der mit dem ersten Preis prämierte Entwurf des Büros Hinrichs Wilkening wird von der ZIP-AG Freiräume sehr
positiv aufgenommen.
Zwei neue Baukörper und ein starkes Grünkonzept geben dem ehemaligen Bruderhausgelände ein markantes
Gesicht. Freiraum und Bebauung ergänzen sich perfekt. Das großflächige Baumdach bietet Schutz, Schatten
und den angenehmen repräsentativen grünen Rahmen für die geplanten Baulichkeiten auf einer Fläche, die
heute noch von (ruhendem und fließendem) Verkehr dominiert wird.
Die Öffnung der Echaz in Richtung Oskar-Kalbfell-Platz ist positives Signal und Fortsetzung des zu Zeiten der
Gartenschau aufgegriffenen Gedankens, das „Rückgrat“ der Stadt wieder erlebbar zu machen. In weiteren
Planungsschritten wird es interessant sein, wie v.a. die Uferbereiche der Echaz verändert werden.
Wünschenswert wäre es, den Fluss sowohl in seiner ökologischen Funktion als auch als Erlebnisraum zu
stärken.
Die Beziehung der Fläche zu Altstadtkante und Tübinger Tor müsste noch konkretisiert werden.
Zusammen mit Volkspark und Pomologie wird der neue ‚Bürgerpark’ einen Dreiklang städtischer Freianlagen
bilden. Charakter und Funktion jeder dieser Anlagen sollte genau definiert werden, so dass in Zukunft jede mit
den ihr am besten entsprechenden Nutzungen belegt und entwickelt werden kann.
In diesem Zusammenhang sollten auch die weiteren Frei- und Brachflächen im Stadtgebiet nochmals betrachtet
werden. Dabei ist auch die Frage nach der Folgenutzung auf der Fläche der heutigen Listhalle zu stellen. Im
Zuge einer solchen ‚Gesamtschau’ (d.h. eines flächenübergreifenden städtischen Grünkonzepts) könnte letztlich
auch geklärt werden, wohin ggfs. solche Nutzungen verlagert werden könnten, die bisher auf dem
Bruderhausgelände stattfanden und - z.B. aufgrund ihres Flächenanspruchs - im Bürgerpark nicht mehr
vorstellbar sein werden.
Die im Siegerentwurf angedeuteten Fuß- und Radwegeverknüpfungen mit den angrenzenden Stadtquartieren
wären noch zu detaillieren.
Die Tiefgaragenkonzeption soll sich in Größe und Erschließung an den Erfordernissen der Idee ‚Baumdach’
orientieren. Bei der Planung der Verkehrsflächen sollte der Versiegelungsgrad soweit wie möglich reduziert
werden.
Das architektonische Konzept sollte auf Energieeffizienz ausgerichtet werden. Ein schlüssiges System zur
Regenwasserbewirtschaftung wäre nachzuweisen.
Heute – wie vor 100 Jahren – steht der Begriff (Bürger) Park für einen großen Grünraum, der im Stadtgefüge
eine grüne Lunge bildet und als Treffpunkt, Aufenthalts- und Erholungsraum ein breites Spektrum an sozialen
Funktionen erfüllt.


Das Ziel, an zentraler Stelle im Stadtgebiet eine qualitativ hochwertige Freifläche entstehen zu lassen,
begeistert ! Die ‚Arbeitsgruppe Freiräume’ wünscht sich die Konkretisierung und Umsetzung der Planung
entsprechend dem Leitbild des ersten Preises.
So bestechend schlicht, angemessen und selbstverständlich die Sieger-Arbeit auf den ersten Blick ist, so
anspruchsvoll wird sich das Konzept in der weiteren Planung und Realisierung - in technischer, funktionaler und
gestalterischer Hinsicht - zeigen. Angesichts der Bedeutung des Vorhabens für die Stadt und angesichts des
Stellenwerts, den die Freianlagen im Gesamtentwurf haben, ist es wichtig, bei weiteren Planungen und
Wettbewerben das Thema Freiraum gleichberechtigt mit dem Thema Architektur zu behandeln.
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Fax vom 19.2.2007
Meine Meinung zu den Stadthallen-Entwürfen
Zum Siegerentwurf:
Gut gefallen mir:
   die Lage der Stadthalle neben dem Tübinger Tor, die für das übrige Areal viele zukünftige Möglichkeiten
    offen lässt
   die Baumhain-Fläche als unkomplizierte Garnierung auch nüchterner Baukörper und als Aufenthaltsraum
   dass auch zur Gerberstraße ein Steg über die Echaz führt


Kritik-Punkte:
   Die Darstellung von Wegen und Wegebeziehungen kreuz und quer durch das Gelände und in die
    benachbarten Bereiche hinein fehlt. Nur das idealisierte Baumraster ist zu wenig. Erst mit einem Wegenetz
    ließe sich beurteilen, ob der Raster-Winkel, die Baumabstände und die Baufenster sinnvoll angeordnet sind.
    Der Sieger-Entwurf ist, wie leider auch viele andere, diesbezüglich schlecht. Wege und Erschließungs-
    Straßen sind nur parallel oder in 45 Grad diagonal zum Baumraster möglich. Das Baumraster sollte auf
    keinen Fall so, ohne plausible Wegedarstellungen, übernommen werden.
   Das Baumraster scheint mir etwas zu eng. Sind Diagonal-Sträßchen überhaupt möglich? Kommt genügend
    Sonne durch, wenn die Bäume ausgewachsen sind?
   Nicht überzeugend ist die Gestaltung im Bereich des Tübinger Tors. Nur ein kleiner Steg hätte auch seinen
    Reiz, aber dem müsste ein überzeugendes Konzept drum herum zugrunde liegen, einschließlich der
    anschließenden Wege um die Stadthalle.
   Die Tiefgaragen sind durch die Freifelder im Baumraster vorgegeben. Schon bei dem großen
    Stadthallenfenster bezweifle ich, dass 300 Autos Platz finden. Offensichtlich sind die Bäume direkt über die
    Garagen-Außenwände gepflanzt, um das Freifeld oberirdisch klein zu halte. Wohin soll die Garagen-
    Erweiterung auf 600 Stellplätze?
   Die Garagen-Zufahrt ist, wie die übrigen Wege, unzureichend dargestellt. Dass das Wenden in den
    angrenzenden Hauptsraßen von und zur Tiefgaragen-Einfahrt nicht überzeugend gelöst ist, sei ergänzend
    erwähnt.
   Aussagen zur Anfahrt mit Sonderbussen und zu Taxi-Ständen fehlen.
   Die Abgänge von den Fußgänger-Stegen sollten möglichst geradlinig auf die Ziele zuführen, ohne 180-Grad-
    Umwege links-rechts.
   Die Lage des Krankenhäusle im Freifeld finde ich nicht gut. Welche wichtige Funktion soll es dort ausfüllen?
    Ist es nicht nur störend?
   Die Kombination Hotel + kleiner Saal sehe ich als zu kleine Mogelpackung.
   Die Stadthalle sollte noch etwas näher zur Südecke gelegt werden, um die verfügbare Restfläche zu
    vergrößern.




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