�ber Grenzen und Chancen in der Arbeit mit chronifizierten

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2/11/2012
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							            Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




„Über Grenzen und Chancen in der
Arbeit mit chronifizierten
Suchtpatienten
aus medizinischer, psychotherapeutischer und
sozialer Perspektive.
Zum Handlungsspielraum vernetzter
Suchtarbeit in der Gemeinde“
               Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Was charakterisiert Menschen mit
 chronischer (Alkohol-)Abhängigkeit und
 Mehrfachschädigung ?
•   Langjähriger Substanzkonsum
•   Vielfache Entgiftungen
•   Alkoholtoxische gesundheitliche Folgeschäden
•   Eingeschränkte Bereitschaft zur Mitarbeit
•   Umfangreiche psychosoziale Probleme wie soziale
    Isolation, Wohnungslosigkeit, Straffälligkeit und
    finanzielle Probleme
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Welche Grenzen bestehen aus medizinischer
  Perspektive ?
• Hohe gesundheitliche Risiken durch
  Folgeerkrankungen des Alkoholismus
• Beeinträchtigung exekutiver Funktionen im
  Stirnhirn der chronisch Suchtkranken
• Ggf. Störungen der Gedächtnisfunktionen
  bei Menschen mit amnestischem Syndrom
• Stark eingeschränkte Handlungskontrolle
  durch manifeste langjährige Abhängigkeit
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Welche Grenzen bestehen aus
  psychotherapeutischer Perspektive ?
• Klienten sind bei Terminen unverbindlich
• Sie reagieren bei seelischen Belastungen
  gleich mit Rückfälligkeit
• Hirnorganische Beeinträchtigungen können
  die Fähigkeit für Einsicht und Verständnis
  in die eigene Erkrankung beeinträchtigen
• Schwierige sog. „frühe Störungen“,
  Dissozialität und Traumafolgestörungen
  sind besonders häufig
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Welche Grenzen bestehen aus sozialer
 Perspektive ?

• Die Betroffenen haben meist wenig soziale Ressourcen
• Viele Menschen mit chronischen Suchtproblemen nehmen
  Hilfen nur eingeschränkt an
• Kostenträger müssen sich damit auseinandersetzen, dass
  Klienten immer wieder hilfebedürftig werden
• Es gibt weiterhin umfangreiche psychosoziale Hilfefelder, z.B.
  Strafvollzug und Jugendhilfe, in denen eine ausreichende
  Suchthilfe nicht verankert ist
               Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Die Unterstützung und Behandlung von Menschen mit chronischen
Suchtproblemen steht unter dem Anspruch, den Klienten die für
ein selbstbestimmtes Leben notwendigen Hilfen zu gewähren.
Gleichzeitig soll ihnen nichts abgenommen werden, was sie nicht
selbst leisten und lernen können, um sie nicht in unnötige
Abhängigkeiten zu verstricken. Was bedeutet es, in der Suchthilfe
„von der Person her zu denken“? Wie gehen Helfer und
Therapeuten damit um, dass Suchtkranke das Problem haben,
dass sie etwas wollen, was ihnen nicht guttut, nämlich Alkohol
trinken und Drogen konsumieren, oder anders gesagt, dass sie
etwas wollen, was sie eigentlich nicht wollen sollen (weil es ihnen
ja nicht guttut) und was wir dann „Sucht“ nennen? Welche
Möglichkeiten, Chancen und Grenzen gibt es in der Arbeit mit
chronifizierten Suchtpatienten? Wie kommt man zu einer
Zielformulierung? Geht das überhaupt? Stehen das Suchtproblem
oder die Wünsche und Bedürfnisse des Klienten am Anfang des
Planungs- und Unterstützungsprozesses? Wie kann sich
Suchtarbeit optimal vernetzen? Diese und andere Fragen sollen im
Rahmen des Workshops behandelt werden.
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Community Reinforcement Approach
 Positiv verstärkende Interventionen im
 sozialen Umfeld
 Eine verbesserte Perspektive für die
 vernetzte Suchtarbeit in der Gemeinde ?
                              Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel



Was sind die „alten“ Konzepte,
       warum sollen sie heute nicht mehr gelten
                       und wo überleben sie heute noch ?

                 Gelegentliches                                                      Erste Schritte zu
              Erleichterungstrinken                                                   wirtschaftlicher
 Kritische                                                                               Stabilität
                       Konstantes
 Phase            Erleichterungstrinken
                                                                                                     Zunahme der
                      Erstes Auftreten von
                                                                                                  emotionalen Kontrolle
                       Gedächtnislücken
                              Zunehmende
                           Gedächtnislücken                                                     Realistisches Denken
                               Kontrollminderung                    Rehabilitation
                                                                                          Rückkehr der
                                 Verlust anderer Interessen
                                                                                          Selbstachtung
                                            Tremor,
                                      morgendliches Trinken
                                                                                     Beginn einer Hoffnung
 Chronische          Abnahme der
 Phase              Alkoholtoleranz
                                                                              Ehrlicher Wunsch
                       Beginn von                       Totaler                   nach Hilfe
                 verlängerten Rauschen              Zusammenbruch
                                                      zugegeben


                                                Zwanghaftes Trinken
                                               dauert an (Teufelskreis)
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Der Paradigmenwechsel in der Suchtkrankenbehandlung,
programmatisch verbunden mit der Therapeutenschule an der
Universität von New Mexico:




Motivation
                          Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel



                      Stadien der
                   Änderungsmotivation
                               (vereinfacht nach Prochaska & DiClemente)
   „Haben Sie die Absicht, an dem Verhalten, über das wir gesprochen haben,
                             etwas zu verändern?“


      Aufrechterhaltung                                                    Absichtslosigkeit
„Ich möchte dabei                                                              „Nein, habe ich nicht vor.“
bleiben, nicht mehr zu
konsumieren.“




           Umsetzung                                                       Absichtsbildung
„Bin schon dabei und                                                          „Nein, aber es gibt etwas,
nehme konkrete Hilfe in                      Entscheidung                     das mich nachdenklich
Anspruch.“                                                                    stimmt !“
                                       „Ja, ich habe mich jetzt
                                       entschieden.“
  Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Wie komme ich mit einem Menschen mit
Suchtmittelproblemen so ins Gespräch, dass
er anfängt, über sich selbst nachzudenken, und
offen wird für Hilfsangebote?

                     William R. Miller




Motivational Interviewing
Eine Basis-Psychotherapie für alle
Berufsgruppen im psychosozialen Bereich
  Symposium 5

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In welchem Konzept ist
       Martin Reker
dieser Paradigmenwechsel in
Deutschland aktuell am
konsequentesten umgesetzt ?
    Symposium 5

                   Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




                  Martin Reker
Konsequent von der Person her
Denken und Handeln:
Der personenzentrierte Ansatz der APK

                            Die Zukunft der Suchthilfe in Deutschland
Zukunft der Suchthilfe in Deutschland – Von der
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Person zur integrierten Hilfe im regionalen Verbund
Tagung der Aktion Psychisch Kranke
am 18./19. Juni 2009 in Berlin

    • AKTION
• PSYCHISCH
 • KRANKE e.V.                   Personenzentrierte
                                 Suchtkrankenversorgung
                                 als Maßstab für ein
                                 zukunftsorientiertes
                                 Therapiekonzept
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Wie lässt sich ein konsequent personenzentrierter
Ansatz in die regionale Suchtkrankenversorgung
implementieren ?




       ?
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Wie unterstütze ich Menschen mit Suchtmittel-
problemen, den ersten Schritt zur Veränderung
tatsächlich zu tun und – vor allem – den erreich-
ten abstinenten Status tatsächlich zu erhalten?




Individuell wirksame Verstärker-
mechanismen, die ein abstinentes
Leben lohnenswert erscheinen lassen
                 Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




                    CRA –Vorannahmen

• “Sie stehen mit Ihren Wünschen im Mittelpunkt !”
• “Ich bin der Fachmann, aber Sie entscheiden !”
• “Transparenz ist oberstes Prinzip !”
• “Ich bin dafür da, Sie zu unterstützen ! !”
• “Wenn wir realistische Ziele formuliert haben, bin ich
          überzeugt, dass Sie das schaffen werden !”
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                    CRA – Die Basis


• Eliminierung der positiven Verstärker des Trinkens oder
  anderen Suchtmittelgebrauchs
• Entwicklung positiver Verstärker abstinenten bzw.
  cleanen Verhaltens
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 Wie eliminiert man den positiven Verstärker des
 Trinkens oder anderen Suchtmittelgebrauchs ?
• Einstieg über eine befristete, aber verbindliche
  Abstinenzabsprache (“Sobriety Sampling”)
• Absicherung der Abstinenz durch medikamentöse
  Hilfen, z.B. Disulfiram oder Naltrexon
          Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Wie unterstütze ich Menschen mit Suchtmittel-
      problemen, den ersten Schritt zur Veränderung
       tatsächlich zu tun und – vor allem – den erreich-
       ten abstinenten Status tatsächlich zu erhalten?




Individuell wirksame Verstärker-
       mechanismen, die ein abstinentes
       Leben lohnenswert erscheinen lassen
               Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




 Wie entwickelt man positive Verstärker für einen
      bestimmten suchtkranken Patienten ?
• Verstärker müssen individuell herausgefunden werden
• Verstärker müssen realistisch sein
• Verstärker sollten in der Verfügbarkeit des Patienten
  liegen
• Verstärker sollten kleinschrittig angegangen werden, um
  den Patienten Erfolgserlebnisse zu vermitteln
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                               CRA – Zufriedenheitsskala
Körperliche Gesundheit                                        1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9 - 10
Freizeit und meines Privatlebens
Arbeit
Schul- und Ausbildung
Umgang mit Geld
Umgang mit Alkohol und wie er mein Leben betrifft
Umgang mit Drogen und wie sie mein Leben betreffen
Abstinenz und Nüchternheit
Seelische Gesundheit
Körperliche Aktivität
Beziehung zu meiner/m Partner/in
Beziehung zu meinen Kindern
Beziehung zu meinen Eltern
Beziehung zu meinen engen Freunden/innen
Juristische Angelegenheiten
Kommunikation mit Anderen
Spirituelles und religiöses Leben
Meine Zufriedenheit mit meinem Leben insgesamt                1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9 - 10
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                        CRA – Ziele der Beratung
                               - Kurz, positiv, präzise > nachprüfbar -

Im Bereich meiner körperlichen Gesundheit
würde ich gerne ...
Im Bereich meiner Freizeit und meines
Privatlebens würde ich gerne ...
Im Bereich meiner Arbeit würde ich gerne ...

Im Bereich meiner Schul- und Ausbildung würde
ich gerne ...
Im Bereich meines Umgangs mit Geld würde ich
gerne ...
Im Bereich meiner Wohnsituation würde ich
gerne ...
Im Bereich Partnerschaft würde ich gerne ...

Im Bereich meines Umgangs mit Rauschmitteln
würde ich gerne ...
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CRA – Bedingungsanalyse des Konsumverhaltens


• Äußere Trigger (Mit wem, Wo, Wann)
• Innere Trigger (Denken, Empfinden, Fühlen)
• Verhalten (Was, Wieviel, Wie lange)
• Kurzfristige positive Konsequenzen
• Langfristige negative Konsequenzen
   (zwischenmenschliche, körperliche, emotionale, juristische, arbeitsbezogene,
   finanzielle, andere)
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Externe      Interne             Verhalten         Kurzzeitige positive            Langfristige negative
Auslöser     Auslöser                              Verstärker                      Konsequenzen


Mit wem                          Was trinkt Ihr    Was glauben Sie gefällt Ihrem   Was glauben Sie sind
trinkt Ihr                       Klient für        Klienten daran, gemeinsam mit   die negativen
Klient?                          gewöhnlich?       … zu trinken?                   Auswirkungen des
                                                                                   Trinkverhaltens Ihres
                                                                                   Klienten bezogen auf
Wo trinkt                        Wie viel trinkt   Was glauben Sie gefällt Ihrem   die folgenden Bereiche:
Ihr                              Ihr Klient        Klienten daran, an diesem Ort   A. Zwischenmenschlich
Klient?                          gewöhnlich?       zu trinken?
                                                                                   B. Körperlich
                                                                                   C. Emotional
Wann                             Wie lang sind     Was glauben Sie gefällt Ihrem   D. Rechtlich
trinkt Ihr                       die               Klienten daran, zu diesem       E. Arbeit
Klient?                          Trinkphasen?      Zeitpunkt zu trinken?
                                                                                   F. Finanziell
             Was glauben Sie                       Welche angenehmen Gedanken
             denkt Ihr Klient                      könnte Ihr Klient während des
             bevor er Alkohol                      Trinkens haben?
             konsumiert?



             Was glauben Sie                       Welche angenehmen Gefühle
             fühlt Ihr Klient                      könnte Ihr Klient während des
             bevor er Alkohol                      Trinkens empfinden?
             konsumiert?
                    Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




                      CRA – „Werkzeuge“
• Bedingungsanalyse
• Skills Training
• Erproben der Nüchternheit
• Zufriedenheits-Skalen
• Ziele der Beratung
• Rollenspiele
• Hausaufgaben
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Problemlösetraining:
• Definiere das                 • Denk an mögliche
  Problem                         Hindernisse
• Sammle mögliche               • Beschäftige Dich
  Lösungen                        mit jedem
• Sortiere schlechte              Hindernis
  Lösungen aus                  • Geh die Aufgabe
• Wähle eine                      an !
  mögliche Lösung               • Überprüfe das
  aus                             Ergebnis !
          Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




             Kommunikationstraining

Formuliere kurz !
Formuliere positiv !
Sei spezifisch !
Benenne Deine Gefühle !
Zeig Verständnis !
Akzeptiere eine persönliche
     Mitverantwortung !
           Biete Unterstützung an !
                  Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




            CRA – Wesentliche Grundlagen
• Klientenzentriert
• Konzentration auf positive Verstärkung
• Anamnestische Grundinformationen einholen
• Erste Verstärker identifizieren
• Internale oder externale Motivation (Eigen- und Fremdmotiv.)
• “Warum ist die Klientin / der Patient wirklich in Behandlung?”
• Positive Erwartungen entwickeln
• Der Prozess ist zeitlich begrenzt
• Konzentration auf Autonomie
                    Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




              CRA: Nachweise der Effektivität
Holder et al.,    Miller et al.,       Finney et al.,        Miller et al.,
1991              1995                 1996                  2002
Fertigkeiten-    Kurz-               CRA                  Kurz-
   training        intervention        Fertigkeiten-         intervention
  BSCT            Fertigkeiten-            training           MET
Kurz-               training           Paartherapie           GABA Agonist
intervention MI     MET                 (CBT)                CRA
Paartherapie     CRA                 Disulfiram             BSCT
   (CBT)            BSCT               • Andere                Opiatagonisten
CRA              • Aversion             Paartherapien
Stress-Mgmt                           Stress Mgmt
                Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




                CRA – Klinische Studien
Hunt & Azrin, ‘73 (stationäre Therapie bei Alkoholabhängigkeit)
Azrin, ’76 (stationäre Therapie bei Alkoholabhängigkeit)
Azrin et al., ‘82 (ambulante Therapie bei Alkoholabhängigkeit)
Higgins et al., ’91 (Kokain)
Budney et al., ‘91 (Kokain)
Higgins et al., ’93 (Kokain)
Bickel et al., ‘97 (Opiatentgiftung)
Smith et al., ’98 (wohnungslose Alkoholpatienten)
Abbott et al., ’98 (Heroinabhängige mit Methadonsubstitution)
Meyers & Miller., ’01 (Ambulante Therapie bei Alkoholabhängigk.)
Godley, et al., ’02 (Nachsorge bei Adoleszenten THC & Alk.)
   Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Wir müssen herausfinden, was die relevanten
Verstärker bei einem bestimmten Patienten/Klienten
eigentlich sind. Da stehen zur Auswahl:

- Partnerschaft           - Stützende soziale Kontakte

- Arbeit                  - Haftverschonung

- Wohnung(serhalt)        - Sorgerecht bzw. Besuchsrecht

- Gesundheit              - ...

- Führerschein
                Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Wer hilft Menschen mit Suchtproblemen, die nach der
   Haftentlassung keinen Wohnraum und keine Perspektive haben,
   die aber endlich eine eigene Wohnung haben wollen ?
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel
          Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Wer hilft Paaren, wenn eine(r) von beiden
  Suchtprobleme hat und beide gern
  weiter zusammenleben wollen ?
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




                 Einrichtung einer
                   Paarsprechstunde mit
                   paartherapeutischen
                   Angeboten i.S. von
                   CRAFT und
                   Einführung in das
                   Antabus Coaching
             Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




       Wie werden Wünsche wahr?
Beispiel: suchtkranken
Wer hilftArbeitslosenhilfeStraftätern, die als
Bewährungsversager oder schon
Vorbereitete Vereinbarung mit der ARGE über eine Vermittlung in
nach einer ersten Straftat eine Haftstrafe
Arbeitsgelegenheiten, wenn suchtkranke Patienten verabredete
befürchten müssen ?!
Therapiemaßnahmen sowie Abstinenz- und Krisenabsprachen
eingelöst haben.

in enger Kooperation mit den

   Fallmanagern im Vermittlungsdienst
             Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Einrichtung einer Sprechstunde
für suchtkranke Straftäter
zur Vorbereitung von Hauptverhandlungen
          Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Ein erster Versuch
zur Verständigung:

 Eine Handreichung
 für Juristen als
 Wegweiser durch das
 kommunale
 Suchthilfesystem
             Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




       Wie werden Wünsche wahr?
Beispiel: arbeitslosen ALG II Empfängern mit
Wer hilftArbeitslosenhilfe
Suchtproblemen, die immer dann stabile Zeiten
Vorbereitete Vereinbarung mit der ARGE über eine Vermittlung in
hatten, wenn sie sinnstiftend
Arbeitsgelegenheiten, wenn suchtkranke Patienten verabredete
beschäftigt waren ?!
Therapiemaßnahmen sowie Abstinenz- und Krisenabsprachen
eingelöst haben.

in enger Kooperation mit den

   Fallmanagern im Vermittlungsdienst
              Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Abschluss einer Kooperationsvereinbarung
mit der Arge zur bevorzugten Vermittlung von
Abstinenzmotivierten ALG II Empfängern in
Beschäftigungsmaßnahmen.
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                 CRA – Allgemeiner Überblick über den Prozess

Zuweisung                                 Clearingprozess


                 Zeitlich befristetes modular aufgebautes
             zielgerichtetes Maßnahmenpaket bestehend aus
                  spezifischen Unterstützungsleistungen

            Arbeit   Wohnen   Partner-   Gesund-   Führer-   Justiz   Frei-
                     schaft   heit       schein              zeit



Zielerreichung

                                                   Zertifikat
                           Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




   Fallbeispiel I
Mann, 42 J., arbeitslos, vor 1 Jahr Führerscheinverlust wg. Alkohol. Der Patient hat nach
  längerem Single-Dasein gerade eine neue Partnerin kennengelernt. Er hat früher viel
  Sport gemacht, seit einer Knieverletzung ist er oft zuhause und trinkt. Der Kontakt zu
  den Kindern aus erster Ehe hat unter seinem Alkoholkonsum sehr gelitten.


           CRA                               CRA                               CRA
Bedingungsanalyse                  Zufriedenheitsskala                  Beratungsziele

                                          CRA
     Partnerschaft                    Führerschein                          Freizeit
Paargespräche, Angebot Antabus,    Führerscheinvorbereitungskurs   Genusstraining, GSK Monitoring
der Medikation                     Regelmäßiger Gesundheitscheck        Trockendock, Tanzkurs
                         Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




  Fallbeispiel II
Frau, 38 J., früher im Einzelhandel tätig, aus 2 verschiedenen Ehen 3 minderjährige
   Kinder, das älteste beim Vater, zwei aus der bestehenden Beziehung bei ihr. Wegen
   Drogenkonsum der Patientin und häuslicher Gewalt des Vaters Intervention des
   Jugendamtes und Inobhutnahme der Kinder, drohender Bewährungswiderruf wg. Btm.


          CRA                                 CRA                             CRA
Bedingungsanalyse                  Zufriedenheitsskala                Beratungsziele

                                           CRA
     Partnerschaft                     Sorgerecht                     Haftgefährdung
Paargespräche, Angebot Nemexin,      „Wenn-dann“-Absprachen mit dem    „Wenn-dann“ Absprachen
Monitoring Domestic Violence Programm Jugendamt, pädagog. Hilfen       mit der Staatsanwaltschaft
 Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Innovativ in das nächste Jahrzehnt

Neue Konzepte in der stationären
Suchttherapie: Welche Vorteile
bietet der amerikanische CRA
Ansatz ?

Community
Reinforcement Approach
                   Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Neue Konzepte in der stationären Suchttherapie:
Welche Vorteile bietet der amerikanische CRA Ansatz ?

• Der CRA ist nicht nur ein selektives Therapieverfahren, sondern ein
     umfassendes therapeutisches Konzept
• Grundsätzlich sollen alle Patienten mit Suchtproblemen angesprochen werden
• Der CRA definiert die bestehenden Probleme von der Person her und erfüllt
     damit die Grundvoraussetzung für einen personenzentrierten Ansatz
• Der CRA ist zwar methodisch verhaltenstherapeutisch fundiert, in seinen
     humanistischen Wurzeln aber schulenübergreifend plausibel
• Der CRA ermöglicht in seiner Konzeption eine Vernetzung über das
     medizinische-psychotherapeutische Suchthilfesystem hinaus
• Als evidenzbasiertes Therapiekonzept ist es eine geeignete Grundlage für
     qualitätsgeprüfte Hilfekonzepte im ambulanten und stationären Raum
                 Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




                         Mit der
                      Unterstützung
                         von …




John G. Gardin                                      Robert J. Meyers
             Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel




Weitere Informationen zum Thema CRA
unter www.cra.jlodders.de oder www.martin-reker.de


        Kontaktaufnahme mit dem Referenten
        unter Martin.Reker@evkb.de


                Als Einführung wird empfohlen das von uns
                übersetzte CRA-Manual von R.J. Meyers und
                J.E. Smith aus dem Psychiatrie Verlag, ab 8/09
                in 3. überarbeiteter Auflage erhältlich

						
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