Staatsministerium f�r Wissenschaft by xkQT8l4

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									                                          Staatliches Bauamt
                                                      Passau

                                                        Hochbau
                                                     Straßenbau
                                                   Hochschulbau




Begrenzt offener Realisierungswettbewerb
Erweiterung der Hochschule für angewandte Wissenschaften
- Fachhochschule Deggendorf




PROTOKOLL
über die Preisgerichtssitzung am 28. und 29. April 2009
in Deggendorf
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Konstituierung des Preisgerichts durch den Auslober

Die Sitzung des Preisgerichts wird am 28.04.2009, 10:00 Uhr, in Deggendorf, Michael-
Fischer-Platz 6, durch Herrn Leitenden Baudirektor Sterl eröffnet.
Herr Sterl begrüßt die Anwesenden und stellt nach organisatorischen Hinweisen die
Anwesenheit, Zusammensetzung und Vollständigkeit des Preisgerichts wie folgt fest:

Anwesend sind:

Fachpreisrichter:

   1. Horst Biesterfeld, Dipl.-Ing.,
      Freier Architekt, Bad Birnbach
   2. Prof. Hannelore Deubzer, Dipl.-Ing.,
      Freie Architektin, München
   3. Johannes Mahl- Gebhard, Dipl.-Ing.,
      Freier Landschaftsarchitekt, München
   4. Peter Pfab, Dipl.-Ing., Architekt,
      Ministerialrat, Oberste Baubehörde, München
   5. Prof. Volker Staab, Dipl.-Ing.,
      Freier Architekt, Berlin
   6. Norbert Sterl, Dipl.-Ing., Architekt,
      Baudirektor, Staatliches Bauamt Passau


Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter:

Wolfgang Friedl, Dipl.-Ing., Architekt,
Ltd. Baudirektor, Regierung von Niederbayern, Landshut


Sachpreisrichter:

   1. Anna Eder,
      Oberbürgermeisterin der Stadt Deggendorf

   2. Heinz Grunwald,
      Regierungspräsident der Regierung von Niederbayern, Landshut
      wird vertreten durch Herrn Dr. Gregor Biletzki
      Regierungsdirektor, Kanzler der Hochschule Deggendorf

   3. Prof. Dr. rer. nat. Reinhard Höpfl,
      Präsident der Hochschule Deggendorf

   4. Dr. Astrid Krüger, Ministerialrätin,
      Bayer. Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, München
      wird vertreten durch Frau Dr. Nina Viereck, Regierungsrätin,
      Bayer. Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, München

   5. Robert Saliter,

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       Ministerialrat, Bayer. Staatsministerium der Finanzen, München
       wird vertreten durch Herrn Stefan Schweyer, Steueroberinspektor,
       Bayer. Staatsministerium der Finanzen, München

Ständig anwesender stellvertretender Sachpreisrichter:

Dr. Gregor Biletzki,
Regierungsdirektor, Kanzler der Hochschule Deggendorf


Sachverständige Berater ohne Stimmrecht:

Michael Kühberger, Dipl.-Ing.,
Ltd. Baudirektor, Wasserwirtschaftsamt Deggendorf
Sabine Ruhstorfer, Dipl.-Ing.,
Baudirektorin, Leiterin Stadtbauamt, Stadt Deggendorf


Vorprüfung:

Gerald Escherisch, Dipl.-Ing.,
Baudirektor, Staatliches Bauamt Passau
Michael Sammann, Dipl.-Ing.(FH),
Techn. Amtsrat, Staatliches Bauamt Passau
Karin Rankl, Dipl.-Ing. (FH),
Techn. Oberinspektorin z. A., Staatliches Bauamt Passau
AB Kress, Deggendorf
Markus Kress, Dipl.-Ing., Architekt
Ralph Hackenberg, Dipl.-Ing., Architekt
Martina Huber, Dipl.-Ing. (FH)
Hermann Englram, Dipl.-Ing. (FH)
Norbert Lechner, Dipl.-Ing., Architekt
Dieter Odörfer, Dipl.-Ing., Architekt
Studentische Hilfskräfte

Josef Hajek, Dipl.-Ing. (FH),
Energieberater, Ortenburg


Protokollführung:

Maria Albrecht, Staatliches Bauamt Passau
Cornelia Kagerbauer, Fachhochschule Deggendorf



Herr Leitender Baudirektor Sterl schlägt als Vorsitzenden Herrn Dipl.-Ing. Architekt Biesterfeld
vor. Herr Biesterfeld wird vom Preisgericht bei eigener Stimmenthaltung einstimmig zum
Vorsitzenden gewählt. Er nimmt die Wahl an und bedankt sich für das entgegengebrachte
Vertrauen.



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Der Vorsitzende weist das Preisgericht darauf hin, dass die Grundsätze und Richtlinien für
Wettbewerbe (GRW 1995) in der vom Bundesbauministerium am 22.12.2003
herausgegebenen Fassung Basis der Beratungen sind.

Er lässt sich von allen Beteiligten versichern, dass sie über die Wettbewerbsaufgabe keinen
Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern geführt haben und bis zum Tage des
Preisgerichts von keiner Wettbewerbsarbeit Kenntnis erhielten.
Er bittet um vertrauliche Behandlung der Beratungen. Um die Anonymität bis zuletzt zu
wahren, fordert der Vorsitzende auf, jegliche Äußerungen über vermutete Verfasser zu
unterlassen.
Der Vorsitzende erläutert das Preisgerichtsverfahren nach der GRW, verweist auf die
persönliche Verantwortlichkeit der Mitglieder des Preisgerichts und bittet um unabhängige
und objektive Entscheidungen. Der Vorsitzende erläutert nochmals die Aufgabenstellung und
Zielsetzung des Wettbewerbs und verweist auf wesentliche Einzelheiten der Auslobung.


Grundsatzberatung

Herr Escherich, Hr. Kress und Hr. Hajek berichten über das Ergebnis der Vorprüfung:

 Wettbewerbsart und Bestimmung der Teilnehmer: Eu- weit ausgeschriebener „Begrenzt
  offener Realisierungswettbewerb“

   In der vorgeschalteten Bewerbungsphase gingen insgesamt 209 Bewerbungen ein (131
    aus Kategorie B, 78 aus Kategorie A).
   Das Auswahlgremium bestehend aus
    - Prof. Thomas Jocher Dipl. Ing. Architekt.
    - Gerhard Breier LBD, Dipl. Ing. Architekt. (StBaFr)
    - Robert Hundshammer – Jurist ORR. (StBaPa)
      haben am 12.12.2008 alle Arbeiten in einem gewichteten Punkte- Wertungsverfahren
      beurteilt. In der Kategorie A (Berufsanfänger, kleine Büros) verblieben 67 - und in der
      Kategorie B (erfahrene Büros) 116 für die Aufgabenbearbeitung geeignete Bewerber, so
      dass in einem anonymisierten Losverfahren 11 (Kategorie A) beziehungsweise 27
      (Kategorie B) Bewerbungsteilnehmer gezogen wurden. Des Weiteren wurden für jede
      Kategorie 10 Nachrücker bestimmt.
   Die beiden für die Wettbewerbsbearbeitung gesetzten Architekturbüros inbegriffen,
    wurden insgesamt 40 Architekturbüros aufgefordert ihre Teilnahme schriftlich zu
    bestätigen.
   Ein Architekturbüro sagte ab, - für dieses Büro wurde ein Nachrücker bestimmt, welcher
    seine Zusage zur Teilnahme bestätigte.
   An alle Büros, die Ihre Zusagen zur Wettbewerbsteilnahme fristgerecht geäußert haben
    wurden die Auslobungsunterlagen versandt (40).
   Während der Bearbeitungszeit sagte ein weiteres Architekturbüro seine Teilnahme ab.
    Auch für dieses Büro erklärte sich trotz kürzerer Bearbeitungszeit ein Nachrücker zur
    Teilnahme schriftlich bereit. Die Auslobungsunterlagen wurden dem Büro vom Bauamt
    umgehend zugestellt. Das Vorgehen wurde mit Hr. Voitl von der Bayerischen
    Architektenkammer zuvor abgestimmt.


Abgabetermin für die Wettbewerbsarbeit war der 24.03.2009, 16:00 Uhr, für das Modell der
31.03.2009, 16:00 Uhr.

35 Wettbewerbsarbeiten wurden eingereicht.

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 Rechtzeitige Einlieferung : 35 Arbeiten sowie die zugehörigen Modelle wurden
  fristgerecht beim Staatlichen Bauamt Passau eingeliefert. Die formellen Anforderungen
  für die Einlieferung wurden durchwegs eingehalten.
 Anonymisierung: Die Arbeiten wurden durch das Staatliche Bauamt Passau in
  willkürlicher Reihenfolge mit vierstelligen Tarnzahlen versehen. Die Vorprüfung hat im
  weiteren Verlauf sämtliche eingereichten Unterlagen und Modelle mit den
  entsprechenden Tarnzahlen anonymisiert.

Der Umfang der Vorprüfung: Nach den im Auslobungstext verlangten Leistungen hat die
Vorprüfung die Wettbewerbsarbeiten anhand einer Checkliste überprüft. Die Überprüfung der
geforderten Zahlenwerte erfolgt bei allen Arbeiten in gleicher Weise, um die Vergleichbarkeit
der Arbeiten zu ermöglichen.
 Die Prüfung der Wettbewerbsarbeiten beinhaltete folgende Punkte:
            Städtebau / Freiflächen
            Grundrissstruktur / Funktion
            Gestaltung / Konstruktion
            Inhaltliche Wettbewerbsbedingungen (Ampel System)
            Energetische Prüfung
            Raumprogramm
            Umbauter Raum (BRI /NF)
            Kompaktheit der Gebäude
            Funktionserfüllung der Räume
            Planungs- und Baurecht
            Einschätzung der Wirtschaftlichkeit

Wichtige Aussagen zu den Wettbewerbsarbeiten hat die Vorprüfung in einer übersichtlichen
Kurzfassung und in Einzelberichten dargestellt.


Ab 10.45 Uhr erläutert die Vorprüfung dem Preisgericht die Arbeiten in einem
Informationsrundgang.

Der Informationsrundgang endet um 12.15 Uhr.


Zulassung der Wettbewerbsarbeiten

 Empfehlung der Vorprüfung: Alle eingereichten Arbeiten waren nach Auffassung der
  Vorprüfung in den wesentlichen Teilen vollständig, so dass die Wettbewerbskriterien
  geprüft und nachvollzogen werden konnten. Es werden dem Preisgericht daher alle 35
  eingereichten Arbeiten zur Beurteilung empfohlen.

Das Preisgericht schließt sich dieser Empfehlung nach in Augenscheinnahme der Leistungen
einstimmig an. Es verbleiben somit 35 Arbeiten zur Bewertung durch das Preisgericht.

13.00 Uhr bis 13.30 Uhr Mittagspause.


Bewertung der zugelassenen Arbeiten




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Das Preisgericht diskutiert anschließend nochmals die wichtigsten Aspekte der
Wettbewerbsaufgabe und beschließt einstimmig, die Beurteilungskriterien der Ausschreibung
der schriftlichen Beurteilung zugrunde zu legen:

1.   Allgemeine Anforderungen
2.   Städtebau und Gestaltung
3.   Funktionserfüllung
4.   Wirtschaftlichkeit, Kosten- und energiesparendes Bauen


Um 12.30 Uhr beginnt der 1. Rundgang.

Im 1. Rundgang wurden keine Arbeiten ausgeschieden, da keine grundsätzlichen und
schwerwiegenden Mängel festgestellt wurden. Der 1. Rundgang endet um 13.35 Uhr.


Um 13.50 Uhr beginnt der 2. Rundgang.

Im 2. Rundgang wurden nach einer an den vorgenannten Kriterien orientierten Diskussion
und Beurteilung trotz jeweils einzelner positiver Beiträge folgende Arbeiten mit
Stimmenmehrheit ausgeschieden:


Tarnzahl   1001        Abstimmungsergebnis 11 : 0

Tarnzahl    1003      Abstimmungsergebnis 11 : 0

Tarnzahl    1004      Abstimmungsergebnis 11 : 0


Tarnzahl   1005        Abstimmungsergebnis 10 : 1


Tarnzahl   1007        Abstimmungsergebnis 11 : 0


Tarnzahl   1008        Abstimmungsergebnis 7 : 4


Tarnzahl   1011        Abstimmungsergebnis 10 : 1


Tarnzahl   1013        Abstimmungsergebnis 11 : 0


Tarnzahl   1014        Abstimmungsergebnis 7 : 4


Tarnzahl   1019        Abstimmungsergebnis 10 : 1


Tarnzahl   1024        Abstimmungsergebnis 9 : 2


                                                                         ...
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Tarnzahl   1025      Abstimmungsergebnis 11 : 0


Tarnzahl   1026      Abstimmungsergebnis 6 : 5


Tarnzahl   1028      Abstimmungsergebnis 11 : 0

Tarnzahl   1029      Abstimmungsergebnis 10 : 1


Tarnzahl   1032      Abstimmungsergebnis 11 : 0


Tarnzahl   1033      Abstimmungsergebnis 9 : 2


Tarnzahl   1036      Abstimmungsergebnis 8 : 3


Tarnzahl   1038      Abstimmungsergebnis 10 : 1


Tarnzahl   1039      Abstimmungsergebnis 11 : 0



Nach Abschluss des zweiten Wertungsrundganges um 17.00 Uhr verbleiben somit 15
Arbeiten für den 3. Rundgang, der um 17.15 Uhr beginnt.


In diesem Rundgang scheiden Arbeiten aus wegen Mängeln, hauptsächlich nach folgenden
Beurteilungskriterien:

Tarnzahl   1009       Abstimmungsergebnis    11 : 0

Anbindung an Deichebene, deutliche Raumgrößenabweichung, Anforderung EEG Wärme.


Tarnzahl   1010       Abstimmungsergebnis 10 : 1

Landschafts- und Grünstruktur, öffentliche Anbindung an Deichebene, Erschließung TG über
Staugraben, konstruktiver Aufwand, deutliche Raumgrößenabweichung.


Tarnzahl   1031      Abstimmungsergebnis 10 : 1

Gestaltungskonzept, öffentliche Anbindung an Deichebene, Cafegebäude, TG-Zufahrt,
deutliche Raumgrößenabweichung.


Tarnzahl   1034      Abstimmungsergebnis 10 : 1


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Öffentliche Anbindung an Deichebene, Hofaufgänge, Anliefereinscnitt, Vorplatzgestaltung,
deutliche Raumgrößenabweichung.


Tarnzahl   1040        Abstimmungsergebnis 10 : 1

Städtebauliches Konzept, Stellplatz-Erschließung,       Forumsgestaltung,    Anbindung     an
Deichebene, deutliche Raumgrößenabweichung.


Nach Beendigung des 3. Rundganges bleiben 10 Arbeiten in der engeren Wahl.

Um 19.35 Uhr vertagt sich das Preisgericht auf den nächsten Tag.

Am 29.04.2009 beginnt das Preisgericht seine Arbeit um 08:00 Uhr.

Das Preisgericht beschließt einstimmig, die Arbeiten der engeren Wahl unter Kenntnisnahme
der Erläuterungsberichte anhand der Kriterienliste der Auslobung in Arbeitsgruppen schriftlich
zu beurteilen.

Der Vorsitzende bittet zunächst darum, die spezifischen Entwurfsgedanken der einzelnen
Arbeiten bei der Einzelbewertung besonders herauszustellen, bevor die Beurteilung aller
Arbeiten der Engeren Wahl in Gruppen beginnt. Zur Beurteilung aller Arbeiten stehen alle
Berater sowie die Vorprüfung bei aufkommenden Fragen den Preisrichtern zur Seite.

Anschließend werden die Einzelbeurteilungen der 10 in der Engeren Wahl verbliebenen
Arbeiten vor den Plänen und Modellen verlesen, diskutiert und abgestimmt. Die Texte werden
vom Preisgericht einstimmig wie folgt verabschiedet:

Tarnnummer 1002

Die Stärke dieser Arbeit liegt in ihrer Klarheit.
Es wird erst gar nicht versucht, einen neuen Ort, eine weitere Adresse für das
Gesamtensemble der Hochschule zu definieren. Alleine durch das Reagieren auf die höchst
unterschiedlichen Seiten des zu beplanenden Grundstücks werden Gebäude formuliert, die
auf wunderbar gelassene Weise einen erheblichen Mehrwert erzielen.
So stärkt der langgezogene Baukörper, der präzise den Bestandsbauten entspricht, die Idee
des zentralen Raumes im Bestand. Der Straßenraum zwischen Baukörpern ist breit genug
um die Qualität der Arbeitsplätze nicht zu schwächen. Der Werkhofcharakter dieses
Zwischenraumes ist angemessen robust und für den alltäglichen Betrieb sehr brauchbar.
Die beiden Baumreihen bieten noch eine zusätzliche Qualität.
Ganz anders das Bauwerk hin zum Landschaftsgarten: hier ein aufgestelltes großes Objekt,
in dem die öffentlichen, repräsentativen Räume untergebracht sind. Eine Superlage mit Blick
auf die neu gestaltete Landschaft. Ein selbstverständlicher und gleichzeitig repräsentativer
Ort ist hier entstanden.
Qualitätvoll ist die topografische Gestaltung des Zwischenbereiches bis hin zum Damm.
Ein Garten wird hier angeboten, der offen scheint und dennoch durch die Ausformulierung
eine hohe Aufenthaltsqualität für die Hochschule liefern könnte – als Garten! Die hier
angedeutete befestigte Fläche ist jedoch unverständlich. Ebenso ist die Verbreiterung der
Dammpromenade nicht richtig. Generell sollte auf dieser Südseite ausschließlich ein
Grünraum ausformuliert werden. Ein selbstverständlicher, fließender Übergang von der
Edlmairstraße zur Landschaft ist dagegen erreicht worden


                                                                             ...
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Die Gebäudestruktur des Hauptbaues übernimmt wesentliche Merkmale der Bestandsbauten.
Die hier geforderte Nutzung wird an der richtigen Stelle angeboten. Alles erscheint am
richtigen Ort und gut miteinander vernetzt.
Auch das Hörsaalgebäude, das im Wesentlichen aus einer Hauptebene besteht, ist räumlich
sauber gelöst. Das Cafe und das Foyer im Park haben eine hohe Qualität. Gleichzeitig ein
kleiner Einwand: Denn es ist sicher nicht die beste Art, die Hörsäle nur über die Stirnseite zu
erschließen.
Die Gestaltung der Baukörper entspricht der Grundidee des Bestandes. So werden die
Öffnungsgrößen der Fenster übernommen, und mit einer gleichmäßigen, vorgeblendeten,
gläsernen Hülle überspannt. Das Fassadenbild ist allerdings uneinheitlich. Es gibt richtig
schwache Sequenzen, wie zum Beispiel im Bereich des Großlabors. Da Detailfragen wie die
Darstellung der Gesamtfassaden nicht befriedigend gelöst sind, die Materialität der
Gebäudehülle aber entscheidend für das Erscheinungsbild sein wird, bleibt eine wesentliche
bauliche Aussage offen. Die Statik des Hörsaalgebäudes ist eher schematisch und fordert zu
viel vom Ingenieur – es ginge auch einfacher. Das gleiche gilt für die V-Stützen an der
Giebelseite – beides kann formal nicht überzeugen.
Eine räumlich gute Arbeit, in den Ausführungen hinsichtlich Material und Gestaltung mit
Defiziten und noch Klärungsbedarf. Energetische Maßnahmen sind aufgeführt und mit den
Zielsetzungen der Energieverordnung umsetzbar. Das Raumprogramm ist nicht vollständig
nachgewiesen, in der Regel sind die Räume etwas zu klein.


Tarnnummer 1006

Eine große Baumasse so in ein Grundstück einbetten zu können, dass es baulich beinahe
verschwindet, dass weder Maß noch Gestaltungsfragen aufkommen, fördert – wie dieser
Entwurf belegt - entspannte Verhältnisse. Der großzügige grüne Sockel, der die Dammkante
bis auf Straßenbreite zum Bestand führt, beherbergt einen großen Teil der Nutzräume, die
wiederum über eingeschnittene Höfe ausreichend belichtet werden. Zur Sicherung tauchen
auf dieser künstlichen Landschaft Geländer auf, die die Qualität des Grünraumes allerdings
mindern.
Die neuen Einrichtungen repräsentiert ein großer, gläserner Baukörper, der hier nun vieles
leistet und über eine große, zentrale Halle zum Mittelpunkt und Verbindungsraum bildet und
als eindrücklicher Focus und als architektonisch räumliches Highlight ausformuliert wird.
Es ist immer ein Nachteil, ohne Not Räume über Innenräume zu belichten, besonders wenn
ein großer Landschaftsraum angrenzt. Richtig versteckt sind diese Nutzungen, denn auch die
Mauerkante im Norden suggeriert eine topographische Kante, keine Gebäudekante.
Die größte Belastung dieses Entwurfes aber liegt vermutlich in der Exponiertheit des einen
Baus, der wie ein Juwel auf einem Sockel, dem Selbstverständnis einer Hochschule, der
alltäglichen Arbeit – dem, worauf es ankommt - wenig entspricht.
Über die bestehende heutige Campusanlage werden besonders die Integration und die
räumliche Vernetzung der Disziplinen gefördert. Diesem Außenraum ein Forum, ein
sichtbares, bauliches Zeichen gegenüber zu stellen, ist eine nachvollziehbare und lohnende
Überlegung. Die Balance ist nicht ganz gelungen: Das Neue ist zu elegant, der Boulevard zu
vielversprechend, der Anspruch an Außendarstellung zu mächtig, konzernmäßig.
Das Programm ist großzügig nachgewiesen (einzelne Räume entsprechen nicht den
Vorgaben)      hinsichtlich  der    energetischen Ausrichtung       fehlen   noch      weitere
Bearbeitungsschritte um ein brauchbares Ergebnis vorweisen zu können.


Tarnnummer 1012




                                                                              ...
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Die Wettbewerbsarbeit beruht auf dem Gedanken einer Gesamtanlage, bei der der Hofraum
der bestehenden Anlage kommunikativer Mittelpunkt bleibt. Die Neubauten sind Ergänzungen
der Hochschule.
Die kompakte, rationale, kammförmige Anlage entlang der Südfassade des Bestandes greift
nicht in den Deichkronenbereich ein und lässt Platz für Erweiterungen.
Im ersten und zweiten Obergeschoß werden Sichtbeziehungen durch die Höhe des
Gebäudes zur Donau hin hergestellt.
Die Tiefgarage wird als aufwändige Wannenkonstruktion unter den Neubauten entwickelt.
Die geplante Anlage hat keine Beziehung zum Naturraum. Wege und Sichtachsen vom
Bestand werden nicht übernommen.
Ein Gestaltungskonzept für die Außenräume ist kaum erkennbar.
Die zentrale Sichtachse des bestehenden Hochschulgebäudes wird durch den Neubau
verstellt.
Die Cafeteria unterhalb der Deichkrone hat keine Beziehung zum Landschaftsraum der
Donau.
Die kammförmige Anlage ist klar strukturiert. Hörsäle und Seminarräume im Eingangsbereich
und Obergeschoß verbinden die einzelnen Fachbereiche. Die Fachbereiche sind klar
gegliedert.
Die Gestik des auskragenden Obergeschosses im Westen entspricht nicht der
vorgeschlagenen Raumnutzung, z.B. beim fensterlosen Aufnahmebereich der Audiotechnik.
Auch die vorgeschlagene Verglasung des Fernsehstudios ist funktional nicht möglich. Die
konstruktiv aufwendigen Fassaden überzeugen nicht.
Das günstige A/V Verhältnis des Entwurfes wird durch den hohen Glasanteil der Fassaden
negativ beeinflusst.
Mit dem vorgeschlagenen Energiekonzept wird das EEG Wärme nicht eingehalten.


Tarnnummer 1016

Der Entwurf ordnet 3 pavillonartige Baukörper als Übergang und verbindendes Element
zwischen bestehender Hochschule und Donau an. Über der Garage entsteht eine Terrasse,
die die 3 Gebäude mit der Deichkrone verbindet. Die Anbindung der Terrasse an den
Deichbereich im Westen und Osten überzeugt noch nicht. Die leichte Überschreitung der
Tiefgarage im Deichbereich kann behoben werden. Die zentrale Sichtachse des bestehenden
Hochschulgebäudes zur Donau bleibt gewahrt.
Über ein Gestaltungskonzept für den Außenraum ist wenig ausgesagt. Ein Bezug zum
Naturraum fehlt.
Die Fachbereiche Maschinenbau/Mechatronik und Elektrotechnik/Medientechnik sowie
Betriebswirtschaft werden jeweils in eigenen Baukörpern untergebracht. Ein verbindendes
Element im Sinne einer Kommunikationsebene wird nicht angeboten.
Der Hörsaalbaukörper hat eine hohe innere Gestaltungsqualität. Die Hörsäle und
Seminarräume sind gut belichtet.
Die funktionalen Anforderungen für die Fachbereiche Maschinenbau/Mechatronik und
Medientechnik/Elektrotechnik werden im Wesentlichen erfüllt. Die Belichtungsverhältnisse der
Räume um die Innenhöfe sind unbefriedigend.
Die dargestellten Lochfassaden mit Mauerwerk und Holzelementen sind überzeugend.
Der Entwurf wird energetisch sehr positiv beurteilt.


Tarnnummer 1020

Mit dem Vorschlag, die Erweiterung des Hochschulcampus in fünf Einzelhäusern zu
organisieren, gelingt ein sinnfälliges Ensemble mit dem bestehenden Hochschulgebäude. Die
kleinteilige Dimensionierung der neu entstehenden Freiräume ergibt keine Konkurrenz zu
                                                                           ...
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dem bestehenden zentralen Hofraum und vernetzt diese wie selbstverständlich mit der
bestehenden Anlage und dem Grünbereich im Norden. Es entsteht ein neues Ganzes mit
einer Stärkung des Bestandes.

Die Frage, inwieweit die Kleinteiligkeit der Anlage dem Wunsch der Hochschule nach
Kommunikation zuträglich ist, wird diskutiert, mit der angenehmen Proportion und Vernetzung
der Höfe aber positiv beantwortet.
Geschickt ist auch die innere Organisation der Einheiten. So werden die Erschließungsräume
im Erdgeschoß zu den kleinen, neu entstandenen Höfen orientiert und durch eine Drehung
der Erschließungsräume im Obergeschoß eine Orientierung zur Donau hin erreicht.

Kritisch wird von der Hochschule die Lage des Fachbereichs Maschinenbau an der
Edlmairstrasse gesehen. Hier müsste über einen Tausch mit der etwa gleich großen Fakultät
Elektrotechnik nachgedacht werden. Teilweise werden auch einige Unterschreitungen der
Raumgrößen festgestellt.

Die energetischen Aussagen bleiben in Bezug auf den sommerlichen Wärmeschutz
schematisch. Auch wenn die Schlüssigkeit des Haustechnikkonzeptes in Frage gestellt wird,
wird aufgrund der Ausformulierung der Baukörper und der angedachten Fassadensystematik
ein sinnvolles energetisches Konzept als möglich erachtet.

Die vorgeschlagenen Außenanlagen unterstützen das räumliche System der vernetzenden
Räume.
Auch wenn die Absicht, das neue Gebäudeensemble auf einer gemeinsamen Plattform zu
positionieren nachvollzogen werden kann, so wird die Dimensionierung des Holzdecks, trotz
der Ausschnitte für die Baumgruppen, kritisch hinterfragt.

Insgesamt liegt die Stärke dieser Arbeit in der Selbstverständlichkeit, wie sich Neu- und
Altbau zusammenfügen und das neue Ensemble mit dem Grünraum entlang der Donau
verbindet.

Das Zusammenspiel des Materials von Deck und Fassade sollte in der weiteren Bearbeitung
einer vertiefenden Betrachtung unterzogen werden.


Tarnnummer 1021

Durch eine lineare Erweiterung parallel zur Längsrichtung der bestehenden Hochschulanlage
mit den neuen Fakultätsbereichen direkt neben der Deichkrone und einem objekthaft
eingestellten Bauteil mit den gemeinschaftlichen Nutzungen zentral im neuen Zwischenraum,
wird auf überzeugende Weise eine strukturelle Weiterentwicklung der bestehenden Anlage
erreicht. Darüber hinaus gelingt eine selbstverständliche Verbindung zu dem im Rahmen der
Landesgartenschau geplanten Grünraum.

Der befestigte Hofraum der bestehenden Anlage sowie der neue, in seiner Dimension
beinahe gleichwertige Grünraum, entwickeln keine Konkurrenz, sondern ergänzen sich in
ihrer atmosphärischen Unterschiedlichkeit.

Diskutiert wird die Frage des Auftrittes und der baulichen Geste. Sowohl das ca. 60m
weitgespannte Vordach als Fenster zur Donau, als auch die komplette Aufständerung des
lang gestreckten Fakultätsbaukörpers provozieren die Frage nach Angemessenheit und
Wirtschaftlichkeit.


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Die Funktionsverteilung ist plausibel. Einige Räume wie zum Beispiel der Messraum mit der
geforderten Raumhöhe von 12m können bei diesem Konzept nur schwerlich nachgewiesen
werden.

Die vorgeschlagenen Fassaden bleiben vor allem im Bereich des Hörsaalgebäudes
schematisch und lassen Aussagen zum sommerlichen Wärmeschutz vermissen. Das
vorgestellte Haustechnikkonzept ist nicht schlüssig. Durch die großflächig aufgeständerten
Gebäudeteile wird die Hüllfläche des Gebäudes zusätzlich vergrößert.

Die grundsätzliche Organisation der Außenbereiche ist plausibel, wenn auch im Einzelnen
Bereiche wie die Terrassenanlage an der Deichkrone etwas überdimensioniert erscheinen.



Tarnnummer 1023

Städtebaulich attraktive Idee der Arbeit ist die großzügige Weiterführung der Deichpromenade
und Deichgärten des Konzeptes der Landesgartenschau auf dem Erweiterungsgelände der
Hochschule. Auftakt dieses Landschaftsraumes ist im Osten ein dominantes Hörsaalgebäude
mit einem groß angelegten Vorplatz. Diese Einganssituation tritt in Konkurrenz zum
Hochschulbestand und wirkt entsprechend überdimensioniert.
Die Institute sind in einer parallel zum Bestand geführten Gebäudespange untergebracht.
Diese liegt angenehm zurückhaltend in Tieflage hinter den Deichgärten, ordnet sich aber der
Idee der „Deichpromenade“ auf Kosten der Raum- und Belichtungsqualität völlig unter.
Überdimensioniert und ungestaltet wirkt der Raum zwischen Gebäudespange und Bestand.


Die geplante Tiefgaragenzufahrt unter dem Deich ist nicht möglich, lässt sich aber durch
Anpassung korrigieren. Die Ausfahrt aus Tiefgarage über den nördlichen
Entwässerungsgraben ist ungünstig und beeinträchtigt die Freiflächen der Stadt. Die
Anlieferung der Institute über die Tiefgarage ist aufwändig und in der geplanten Höhe
unwirtschaftlich.

Das Raumprogramm ist insgesamt bewältigt. Eine Reihe von Räumen erfüllen aber nicht die
Anforderungen an die geforderte Dimensionierung. Das Meß- und Montagelabor hat nicht die
notwendige Raumhöhe.
Die Zentrale Verwaltung ist ohne Differenzierung der Fakultät Betriebswirtschaft angegliedert.
Die Belichtung sämtlicher Institutsräume über Innenhöfe mit geringer Abstandsfläche bzw.
Belichtung von Norden ohne Bezug zur umgebenden Landschaft ist wenig attraktiv.

Die kompakte Gebäudeanlage mit geringem Außenflächenanteil ist wirtschaftlich und lässt
eine günstige Energiebilanz erwarten. Die Ausformung der Fassaden der Institutsgebäude ist
leider wenig differenziert.
Die Fassadengestaltung des Hörsaalgebäudes mit Ganzglasfassade und vorgeblendeten
beweglichen Metallelementen ist konstruktiv aufwändig, aber anspruchsvoll und steht in
einem spannungsvollen Kontrast zum Altbestand der Hochschule.


Arbeit 1027

Die Erweiterung wird durch drei in etwa gleich große Einzelbaukörper definiert, die den
Campus unter Berücksichtigung der vorhandenen Wegeachsen nach Süden weiterführen. Es
entsteht dabei ein weitläufiger, sympathischer Campusplatz mit groß angelegter Freitreppe,
die auf das Deichniveau führt. Aufgrund der bestehenden schmalen Anbindungsachsen zum
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Bestand tritt der neue Campusplatz jedoch eher in Konkurrenz zum bestehenden Campus
der Hochschule.
Angenehm empfunden wird die maßvolle Höhenentwicklung der Baukörper und die
Aufnahme bestehender Fluchten des Altbestandes. Ungünstig beurteilt wird der große Anteil
an befestigter Fläche ebenso der fehlende Sichtbezug vom Campusplatz als
Haupterschließungsebene mit Aufenthaltsqualität zum Donauvorland. Der Deich hat nach wie
vor Barrierewirkung.

Die Erschließung des Landschaftsplateaus auf Deichebene von der Edlmair Straße
überzeugt. Der Anlieferverkehr über die Tiefgarage ist ungünstig, weil aufwändig
(Gebäudehöhe), und beeinträchtigt im Westen die Qualität der Freiflächen.

Die Aufteilung des Raumprogramms in ein Hörsaalgebäude mit Zentraler Verwaltung und
zwei Institutsgebäude mit richtiger Anordnung des Maschinenbaus im Westen wird positiv
beurteilt. Das geforderte Raumprogramm ist erfüllt. Bei einzelnen Räumen wurden aber die
geforderten Raumhöhen nicht nachgewiesen, bzw. die Raumgrößen um mehr als 20 %
überschritten.
Die Technikräume liegen ungünstig im Hochwasserbereich bei Grundbruch.
Die geplante Erhöhung des Niveaus der Deichkrone ist unzulässig, ebenso der Eingriff in den
Deich an der Edlmairstraße für eine Zugangsrampe.


Die Einzelbaukörper sind grundsätzlich kompakt, die Ausformung von Innenhöfen führt zu
einem hohen Anteil von Fassadenflächen. Die Gestaltung der Fassaden als
Ganzglasfassaden mit vorgesetzten Glaslamellen als Gestaltungselement ist aufwändig.


Tarnnummer 1035

Der Wettbewerbsbeitrag ordnet 4 Einzelbaukörper streng an Sichtachsen orientiert auf dem
Baufeld an. Alle Baukörper sind von der im Bereich der Dammkrone geführten Tiefgarage, die
von der Edlmairstraße erschlossen wird, erreichbar. Das Gelände wird von der Dammkrone in
einer schräg abgeflachten und teilweise gefalteten Fläche bis zur bestehenden
Hochschulstraße geführt.
Die gewählten Sichtachsen mit ihren unterschiedlichen Winkeln sind auf den ersten Blick
nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Die Geländemodellierung erscheint teilweise sehr hart
und kann in Einzelbereichen der Gebäudeanschlüsse nicht überzeugen. Die gut
funktionierende und behindertengerechte Tiefgaragenerschließung überzeugt.
Insgesamt wirkt die Anordnung der Einzelbaukörper im Vergleich zur bestehenden
Hochschule als bewusster Kontrapunkt.

Die einbündige Erschließung der Einzelbaukörper, die überwiegend an Innenhöfen geführt
wird, ist unwirtschaftlich und beschränkt die Wirkung der räumlichen Qualitäten der Innenhöfe
auf die Verkehrsflächen. Das Hörsaalgebäude ist relativ weit von der Edlmairstraße entfernt.
Die Technikräume in den Gebäuden 2 und 3 liegen in der Ebene 0 und sind damit
hochwassergefährdet.

Das A/V-Verhältnis ist besser als der Durchschnitt der konkurrierenden Arbeiten. Der hohe
Transmissionswärmeverlust ergibt sich durch den großen Glasflächenanteil (ca. 60%).
Aufgrund der Baumassen ist eine unwirtschaftliche Ausführung der Energieerzeugung zu
erwarten, wenn der vorgeschlagene Variantenmix zur Ausführung kommt.


Tarnnummer 1037
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Eine elegante Hörsaalzeile mit kammförmig angeordneten Institutsgebäuden ist parallel an
der Hochschulstraße geplant. Die sogenannten Institutsriegel werden damit senkrecht zur
Donau geführt und von sympathisch gestalteten Höfen begleitet, die auch bestehende Wege-
und Blickbeziehungen aufnehmen. Die Tiefgarage wird von der Edlmairstraße erschlossen
und bindet die unterschiedlich langen Institutsgebäude behindertengerecht an. Die
landschaftliche Einbindung sowohl westlich an den Deich, wie auch östlich im Bereich der
Tiefgarageneinfahrt entspricht nicht dem sonst hohen Qualitätsanspruch der Arbeit.
Die Anschüttung der Deichkrone und die Nutzbarkeit der mit Außenanlage überbauten
Tiefgaragendecke sind wenig ausgearbeitet. Die unterschiedliche Länge der Institutsriegel mit
den Auskragungen in die Hochschulstraße ergeben interessante städtebauliche Akzente. Die
Hörsaalzeile mit der über die bestehenden Hochschulgebäude ausgreifenden Cafeteria zeigt
hohes Gestaltungsniveau und bildet ein einladendes Entreé zur Hochschulstraße.

Die zweibündigen Institutsriegel sind wirtschaftlich und funktional. Die Erschließung der
Hörsäle über ein beidseits verglastes Flursystem erscheint aufwendig, auch wenn sich
hierdurch reizvolle Raumzusammenhänge und Durchblicke ergeben. Das Mess- und
Montagelabor der Mechatronik erfüllt, durch die Überbauung mit Außenanlagen, die
geforderte Raumhöhe nur teilweise.
Der insgesamt ansprechende Entwurf führt die klar strukturierte Funktions- und
Formensprache der bestehenden Hochschule eigenständig fort.

Das A/V-Verhältnis liegt im Durchschnitt der konkurrierenden Arbeiten. Der
Transmissionswärmeverlust liegt aufgrund hoher Glasflächenanteile über dem Durchschnitt
der Arbeiten. Technikräume und Energiezentralen sind in ausreichender Größe im
Erdgeschoßbereich vorhanden.




Um 13.05 Uhr wird die Sitzung bis 13.45 Uhr für eine Mittagspause unterbrochen.

Ab 13.45 Uhr beginnt das Preisgericht mit der Festlegung der Rangfolge.

Nach nochmaliger ausführlicher Abwägung der Vorzüge der verschiedenen Entwürfe und
deren Bedeutung als Beitrag zur Lösung der gestellten Aufgabe kommt das Preisgericht zu
folgendem Ergebnis:

Rang          Tarnzahl(en)                       Stimmenverhältnis

1.               1020                               11 : 0

2.               1037                               7:4

3.               1002                               7:4

4.               1016                               11 : 0



4 Ankäufe

1.               1023                               11 : 0
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2.               1035                                11 : 0

3.               1006                                11 : 0

4.               1021                                11 : 0


1. Nachrücker    1027                                11 : 0

2. Nachrücker    1012                                11 : 0




Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober und dem Bauherrn einstimmig, die Verfasser des 1.
Preises unter Beachtung der im Protokoll formulierten Anregung und Kritik zu beauftragen.

Das Preisgericht beschließt einstimmig, dass bei Ausscheiden von Preisträgern aus formellen
Gründen die übrigen Preisträger bzw. die Ankäufe nachrücken können, da auch sie
realisierungsfähige Arbeiten darstellen. Die Nachrücker werden entsprechend zu Ankäufen.


Abschluss der Preisgerichtssitzung

Verlesung des schriftlichen Protokolls und Unterzeichnung durch alle Preisrichter.
Um 15.15 Uhr werden dem Vorsitzenden die verschlossenen Umschläge mit den
Verfassererklärungen übergeben. Die Unversehrtheit der Umschläge wird festgestellt.
Nach Öffnung der Umschläge werden zunächst die Verfasser der Arbeiten der Preise,
Ankäufe und Nachrücker verlesen:


1. Preis in Höhe von 40.000 EUR
   Tarnzahl:      1020
   Kennziffer:    631248
   Verfasser:     Thorsten Kock und Martin Bez, Stuttgart; Krassimir Anastasov ,
                  Landschaftsarchitekt Frank Lohrberg, Herr Harvardt, Stuttgart

2. Preis in Höhe von 27.000 EUR
   Tarnzahl:      1037
   Kennziffer:    407119
   Verfasser:     Lars Hidde, Braunschweig; Meike Frenkel, Camilla Kufieta, Dirk Ratjen

3. Preis in Höhe von 18.000 EUR
   Tarnzahl:      1002
   Kennziffer:    466934
   Verfasser:     Ulrich Gräber, Darmstadt; D. Bonnkirch, A. Kreutz

4. Preis in Höhe von 12.000 EUR
   Tarnzahl:      1016
   Kennziffer:    191810
   Verfasser:     Markus Altmann, Nürnberg

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1. Ankauf in Höhe von 6.000 EUR
   Tarnzahl:     1023
   Kennziffer:   131113
   Verfasser:    Rainer A. Köhler und Hans Hübner, Gauting; Simon Winter, Tobias Mattes,
                 Benedikt Weyermann




2. Ankauf in Höhe von 6.000 EUR
   Tarnzahl:     1035
   Kennziffer:   941772
   Verfasser:    Obermeyer Planen + Beraten GmbH , München; Joachim Aichele,
                 Silke Feuerle, Meike Wolschin, Ludovic Schober, Dieter Heigl;
                 Landschaftsarchitekt Norbert Ruttmann

3. Ankauf in Höhe von 6.000 EUR
   Tarnzahl:     1006
   Kennziffer:   507981
   Verfasser:    Ackermann und Partner Architekten BDA, München; Horst Raab,
                 Birger Theobald, Christina Upplegger, Yo Wiebel mit
                 ver.de Landschaftsarchitektur Jochen Rümpelein, Freising


4. Ankauf in Höhe von 6.000 EUR
   Tarnzahl:     1021
   Kennziffer:   198764
   Verfasser:    Benthem Crouwel GmbH, Aachen; Markus Sporer, Tina Kortmann,
                 Sascha Rullkoetter, Markus Sporer, Landschaftsarchitekt Frank Flor


1. Nachrücker:
   Tarnzahl:     1027
   Kennziffer:   130309
   Verfasser:    Auer + Weber + Assoziierte, München; Philipp Auer, Martin Janik,
                 Carolin Mayer mit terra.nova, Berlin; Peter Wich


2. Nachrücker
   Tarnzahl:     1012
   Kennziffer:   194036
   Verfasser:    TREUSCH architecture ZT GmbH DI Andreas Treusch, Wien; Sandra
                 Schneider-Zapata Pemberthy, Michael Palfinger, Dejan Kokanovic, Thomas
                 Schrittwieser, Sonja Bandini, Dirk Junklewitz



Als Verfasser der weiteren Arbeiten werden dann verlesen:

1001
547490
White Architekten, Dirk Noack, Anders Thalberg, Kristina Philipsson, Stockholm

1003
                                                                            ...
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140300
Gabriele Glöckler und Peter Vorbeck , Stuttgart

1004
060480
Inge Brandl, München, Franz Hampl, Markt Indersdorf, Klaus Knörich, Deggendorf


1005
952868
Schneider und Sendelbach, Braunschweig; Uli Schneider, Karlheinz Sendelbach

1007
725410
Achim Niemann, Hamburg

1008
091517
Annette Wolpert und Merritt Buchholz, Berlin

1009
173905
Norbert Diezinger und Gerhard Kramer, Eichstätt mit
Landschaftsarchitekten Adler + Olesch, München

1010
081462
Professor Wolfgang Kergaßner, Ostfildern

1011
527944
Fritz Hack, Friedrichshafen

1013
130108
Helmut Mack und Francois Sorg, Fellbach

1014
090312
Herrmann + Bosch, Stuttgart; Prof. Dieter Hermann, Prof. Gerhard Bosch

1019
220528
Peter Schwinde, München

1024
886280
Behles & Jochimsen, Berlin; Armin Behles, Jasper Jochimsen

1025
231279
Paul Schröder, Darmstadt

1026
                                                                         ...
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888480
Konermann Siegmund Architekten BDA, Hamburg; Georg Konermann-Dall, Ingo Siegmund,
Viktor Mauritz, Clara Seidel mit Landschaftsplaner Gartenlabor Hamburg

1028
370051
Thoms Eaton und Maud Heydorn, Berlin

1029
731938
Huber Staudt Architekten, Berlin; Christian Huber, Joachim Staudt, mit Landschaftsarchitekten
LA.BAR, Rüdiger Amend, Berlin

1031
471120
Krug und Partner, München; Prof. Jürgen Krug, Gundel Krug

1032
090318
Volker Scheel und Hans-Joachim Agather, Kiel

1033
210578
Heinrich Wörner Ramsfjell Architektenpartnerschaft, Dortmund; Fritz Heinrich

1034
214476
KSV Krüger Schuberth Vandreike, Berlin

1036
969899
koopX architekten, Berlin; Guido Böhning, Frank Schüler, Bettina Zalenga

1038
080786
Jockers Architekten BDA, Stuttgart; Michael Jockers

1039
090389
Löweneck + Schöfer Architekten GmbH, München

1040
248573
andreas schneider architekten, Bremen; Andreas Schneider



Der Vorsitzende beantragt mit dem Dank für die sorgfältige Arbeit die Entlastung der
Vorprüfung. Sie wird unter dem Beifall des Preisgerichts einstimmig erteilt. Ebenso dankt der
Vorsitzende den Damen des Protokolls für die exzellente Protokollführung und dem Vertreter
des Staatlichen Bauamtes für die ausgezeichnete Vorbereitung der Jurysitzung.

Er bedankt sich bei allen Mitgliedern des Preisgerichts für die engagierte, stets objektive
Diskussion zur Urteilsfindung, die zu einem tragfähigen Ergebnis geführt hat.
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Er gibt seiner Überzeugung Ausdruck, dass über das Wettbewerbsverfahren der geeignetste
Beitrag für die Lösung dieser anspruchsvollen Bauaufgabe gefunden werden konnte und
bedankt sich für die Auslobung des interessanten Wettbewerbs.

Mit den besten Wünschen für die weitere Realisierung des Bauvorhabens gibt er sein Amt an
den Auslober zurück und bittet gleichzeitig den Auslober um Verständigung der Preisträger
unmittelbar nach Sitzungsende telefonisch oder per Telefax.

Für den Auslober bedankt sich Herr LBD Sterl für die vom Preisgericht und allen am
Verfahren Beteiligten geleistete Arbeit und gibt seiner Überzeugung Ausdruck, dass auf der
Grundlage des Wettbewerbsergebnisses und der Empfehlung des Preisgerichts die weitere
Planung des Bauvorhabens möglichst bald in Angriff genommen und im nächsten Jahr mit
dem Bau begonnen werden kann.

Damit schließt er die Sitzung des Preisgerichts um 15.45 Uhr.




Deggendorf, 29. April 2009




......................................................
Dipl.-Ing. Architekt Horst Biesterfeld
Vorsitzender des Preisgerichts




Anlage: Unterzeichnung des Protokolls durch alle Preisrichter




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