REVIEW 2007
BERICHT DER INTERNATIONALEN AKTIVITÄTEN
DER STADT WIEN
VORWORT .......................................................................................................................5
KOOPERATIONEN MIT STÄDTEN UND LÄNDERN .......................................................6
Bratislava/ Slowakei ................................................................................................................. 6
Budapest/ Ungarn..................................................................................................................... 6
Bukarest/ Rumänien ................................................................................................................. 6
CENTROPE – Europa Region Mitte ......................................................................................... 7
Kairo/ Ägypten .......................................................................................................................... 7
Laibach/ Slowenien .................................................................................................................. 8
Moskau/ Russische Föderation................................................................................................. 8
Odessa/ Ukraine ....................................................................................................................... 8
Tschechische Republik ............................................................................................................. 8
SCHWERPUNKTDESTINATIONEN .................................................................................9
New York .................................................................................................................................. 9
Berlin ........................................................................................................................................ 9
Sarajevo ................................................................................................................................. 10
Bukarest ................................................................................................................................. 10
Sofia ....................................................................................................................................... 11
Vereinigte Arabische Emirate ................................................................................................. 11
ORGANISATIONEN UND NETZWERKE .......................................................................12
AdR – Ausschuss der Regionen ............................................................................................. 12
Arbeitsgemeinschaft Donauländer .......................................................................................... 12
CLIP – Europäisches Städtenetzwerk für lokale Integrationspolitik ......................................... 12
ENCORE – Umweltkonferenz der europäischen Regionen .................................................... 13
EUROCITIES ......................................................................................................................... 13
Metropolis International .......................................................................................................... 14
OWHC – Organization of World Heritage Cities ...................................................................... 14
regleg. – Regionen mit Gesetzgebungsbefugnissen ............................................................... 14
RGRE – Rat der Gemeinden und Regionen Europas ............................................................. 15
UCSEEC – Union der zentral- und südosteuropäischen Hauptstädte ..................................... 15
UCUE – Union der Hauptstädte der Europäischen Union ....................................................... 15
VRE – Versammlung der Regionen Europas .......................................................................... 15
AKTIVITÄTEN DER MAGISTRATSDIREKTION, GESCHÄFTSBEREICHE UND
EINRICHTUNGEN ..........................................................................................................17
Magistratsdirektion ................................................................................................................. 17
Strategie und Kommunikation ............................................................................................................... 17
Klimaschutzkoordination ....................................................................................................................... 17
Recht ..................................................................................................................................................... 17
Personal und Revision .......................................................................................................................... 17
Organisation und Sicherheit ................................................................................................................. 18
Bauten und Technik – Stadtbaudirektion .............................................................................................. 19
Auslandsbeziehungen .......................................................................................................................... 19
Bildung, Jugend, Information und Sport .................................................................................. 20
Stadtschulrat .......................................................................................................................... 22
Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und Personal........................................... 23
Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (WASt) ................ 24
Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke .............................................................. 24
Sonderbeauftragter für internationale wirtschaftliche Angelegenheiten ................................... 25
WWFF – Wiener Wirtschaftsförderungsfonds ......................................................................... 26
ZIT – Zentrum für Innovation und Technologie ....................................................................... 26
departure ................................................................................................................................ 26
Wien Holding .......................................................................................................................... 27
Kulturbetriebe........................................................................................................................................ 27
Wiener Hafen ........................................................................................................................................ 27
TINA – Transport Infrastructure Needs Assessment ............................................................... 27
Wiener Stadtwerke ................................................................................................................. 28
Wiener Linien ........................................................................................................................................ 28
Wienstrom ............................................................................................................................................. 29
Fernwärme ............................................................................................................................................ 29
Energiecomfort...................................................................................................................................... 29
Gasnetz ................................................................................................................................................. 30
Bestattung ............................................................................................................................................. 30
waff – Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds ......................................................31
Stadtentwicklung und Verkehr ................................................................................................ 31
Kultur und Wissenschaft ......................................................................................................... 32
Wien Museum ........................................................................................................................ 34
Gesundheit und Soziales ........................................................................................................ 35
Krankenanstaltenverbund ....................................................................................................... 36
Fonds Soziales Wien .............................................................................................................. 36
Sucht- und Drogenkoordination .............................................................................................. 36
Frauengesundheitsbeauftragte ............................................................................................... 37
Seniorenbeauftragter .............................................................................................................. 37
Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwalt ................................................................ 37
Umwelt ................................................................................................................................... 37
Umweltanwaltschaft................................................................................................................ 39
Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung ............................................................................... 39
Kontrollamt ............................................................................................................................. 40
Tierschutzombudsstelle .......................................................................................................... 40
VERTRETUNGEN IM AUSLAND ...................................................................................41
Verbindungsbüro Brüssel/Wien-Haus ..................................................................................... 41
Verbindungsbüro China/Vienna Representative Office Hong Kong ........................................ 41
Verbindungsbüro Japan/Vienna Representative Office Tokyo ................................................ 42
Compress Verbindungsbüros ................................................................................................. 42
EUROPÄISCHE UNION .................................................................................................44
Die Europakommission des Gemeinderates ........................................................................... 44
Für Wien wichtige Entwicklungen ........................................................................................... 44
Richtlinie über Dienstleistungen im Binnenmarkt ................................................................................. 44
Öffentlicher Personennahverkehr ......................................................................................................... 44
Daseinsvorsorge ................................................................................................................................... 44
Die Regierungskonferenz und der „Änderungsvertrag von Lissabon“ ................................................ 45
EU-Förderungen ..................................................................................................................... 45
Interreg IIIA ........................................................................................................................................... 46
Ziel 3 NEU ............................................................................................................................................. 46
Interreg IIIB CADSES ........................................................................................................................... 47
Ziel 3 NEU – Transnationale Kooperation ............................................................................................ 47
Interregionale Programme ...................................................................................................... 48
INTERACT Point – Managing Transition .............................................................................................. 48
DAPHNE ............................................................................................................................................... 48
EQUAL .................................................................................................................................................. 48
NATURA 2000 ...................................................................................................................................... 49
TAQI ...................................................................................................................................................... 49
Wolfgang Amadeus Mozart und Vicente Martín y Soler ....................................................................... 49
INTERNATIONALE GÄSTE IM WIENER RATHAUS .....................................................50
Zusammentreffen des Bürgermeisters mit Internationalen Gästen ......................................... 50
AUSLANDSREISEN DES BÜRGERMEISTERS ............................................................52
Auslandsreisen des Bürgermeisters ...................................... Error! Bookmark not defined.51
INTERNATIONALE ORGANISATIONEN .......................................................................53
EFRA – Europäische Grundrechteagentur ............................................................................. 53
Weltbank ................................................................................................................................ 53
Vereinte Nationen ................................................................................................................... 53
VSO – Vienna Service Office .................................................................................................. 54
AUSLANDSHILFE ..........................................................................................................55
Auslandshilfe ......................................................................... Error! Bookmark not defined.53
Südafrika ............................................................................................................................................... 55
WIENTOURISMUS .........................................................................................................56
WienTourismus ..................................................................... Error! Bookmark not defined.54
Fünfter Tourismus-Rekord in Folge ...................................................................................................... 56
Klassische Werbung in 27 Ländern ...................................................................................................... 56
Highlights der Außenwerbung .............................................................................................................. 56
Wien-Werbefilm gewinnt Grand Prix CIFFT 2007 ................................................................................ 57
SkyEurope’s Speed dating in Anflug auf Wien ..................................................................................... 57
Markt- und MedienmanagerInnen weltweit im Einsatz ......................................................................... 57
Rumänien und Spanien ........................................................................................................................ 57
Wien-Auftritte abseits der Tradition in Dubai und New York ................................................................ 58
Ankick zur Vermarktung der EURO 2008 ............................................................................................. 58
Auftakt zum Haydn-Jahr 2009 .............................................................................................................. 58
Neuerlicher Rekord auch für Kongressmetropole Wien ....................................................................... 59
WIEN PRODUCTS .........................................................................................................60
Wien Products ....................................................................... Error! Bookmark not defined.58
Präsentationen ...................................................................................................................................... 60
Marketing-Aktivitäten ............................................................................................................................ 61
BEZIRKSPARTNERSCHAFTEN UND AKTIVITÄTEN ...................................................62
Bezirkspartnerschaften und Aktivitäten .................................. Error! Bookmark not defined.60
Wien 4-Wieden ..................................................................................................................................... 62
Wien 11-Simmering .............................................................................................................................. 62
Wien 13-Hietzing................................................................................................................................... 62
Wien 14-Penzing................................................................................................................................... 62
Wien 17-Hernals ................................................................................................................................... 62
Wien 21-Floridsdorf............................................................................................................................... 62
Wien 23-Liesing .................................................................................................................................... 63
DER ÖSTERREICHISCHE STÄDTEBUND ....................................................................64
Der Österreichische Städtebund ............................................ Error! Bookmark not defined.62
United Cities and Local Government .................................................................................................... 64
KONTAKT .......................................................................................................................66
IMPRESSUM ..................................................................................................................66
VORWORT
Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2007 zurück! Wien erlebte im Vorjahr einmal mehr einen wahren Boom
bei der Ansiedlung internationaler Unternehmen. Die Zahlen sprechen für sich. Insgesamt 115 Unternehmen –
ein beachtliches Plus von 55 Prozent im Vergleich zu 2006 – haben Wien als neuen Standort gewählt. Rund
1.100 neue Arbeitsplätze sind entstanden, 113 Millionen Euro an Investitionen haben diese Ansiedlungen mit
sich gebracht. Ein deutlicher Beleg für die Anziehungskraft des Standortes Wien für internationale
Unternehmen und Investoren. Genauso erfolgreich war das vergangene Jahr für die Tourismusbranche. Das
fünfte Rekordjahr in Folge brachte 10,4 Millionen Nächtigungen in der Region Greater Vienna. Eine
eindrucksvolle Bestätigung der Position Wiens als eine der europäischen Top-Destinationen.
Derart erfolgreiche Bilanzen bestätigen einmal mehr die Strategie von Politik, Wirtschaft, Tourismus und
Verwaltung, durch konstruktive und zielgerichtete Zusammenarbeit die Grundlagen für Wettbewerbsfähigkeit
und damit Prosperität zu schaffen.
Um den sich ständig ändernden Herausforderungen und vor allem aber um dem Wettbewerb zwischen den
Städten rechtzeitig und erfolgreich begegnen zu können, muss eine erfolgreiche Standortpolitik einer
ständigen Evaluierung unterzogen und deren Instrumente angepasst werden. Wien tut das und der Erfolg
bestätigt diesen Weg.
Aufgrund unserer Aktivitäten gilt Wien international in vielen Bereichen als Vorbild für eine funktionierende und
moderne Stadt. Der vorliegende Bericht dokumentiert die Vielfalt der Segmente des „Außenauftritts“ der Stadt
und die Vielfalt der internationalen Anknüpfungspunkte des vergangenen Jahres.
Unser Dank gilt allen, die durch ihr Engagement dazu beigetragen haben, dass Wien international erfolgreich
punkten konnte, und wir wünschen allen international agierenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin
viel Energie und Erfolg.
KOOPERATIONEN MIT STÄDTEN UND LÄNDERN
Die Stadt Wien und ihre Einrichtungen begrüßen und entsenden Delegationen und FachbesucherInnen. Dazu
gehören auch die nachfolgend genannten Städte und Länder. Die Zuordnung erfolgt meist im jeweiligen
Kapitel (s. Städte-, Regionen und Länderindex).
Bratislava/ Slowakei
Seit 2005 findet der siebente VerkehrsverbundOst-Dialog statt, Leitthema: „ Bratislava – Wien: Twin Cities auf
Schiene“. In Bratislava wird ein neuer Zentralbahnhof geplant. Die ÖBB planen die Fahrzeiten der
Zugverbindungen von 57 auf 45 Minuten zu verringern und verkaufen im 1. Quartal 2007 43 % mehr an
Fahrkarten. Der Twin City Liner hat bereits über 200.000 Personen transportiert, der zweite Katamaran wird
zurzeit in Norwegen gebaut. Der Twin City Liner fährt unter der Flagge der Central Danube Region Marketing
& Development GmbH, ein gemeinsames Unternehmen der Wien Holding und der Raiffeisenlandesbank
Niederösterreich-Wien.
Im Rahmen des Interreg IIIA-Projektes „EdQ – Education Quality“ findet ein Begegnungsprojekt zwischen
SchülerInnen aus Wien und Bratislava statt. Mit dem Twin City Liner werden die Nachbarstädte bereist. Die
Erlebnisse werden in einer zweisprachigen Broschüre veröffentlicht. Die Vorstellung über das Leben in der
jeweils anderen Stadt soll auch verfilmt werden. Die Gesamtkooperation liegt beim Stadtschulrat für Wien.
„Nachbarova“ ist das Motto des Kulturfestivals Wien- Bratislava des Aktionsradius Augarten unter Mitwirkung
des Slowakischen Kulturinstituts.
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer und der slowakische Ministerpräsident JUDr. Róbert Fico eröffnen im
November die 22 km lange Nordostautobahn A 6, die nunmehr durchgehend beide Städte verbindet.
Die Magistratsabteilung Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (MA
50) nimmt bei der Konferenz „Soziale Erneuerung von Wohnhausanlagen“ in Bratislava teil. Der Wiener
ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) präsentiert seine Angebote für WiedereinsteigerInnen und den
territorialen Beschäftigungspakt Wien bei der Konferenz „Gender Mainstreaming and Regional Aspects of the
Labour Market“ in Bratislava. Das INTERREG IIIA-Projekt „m-parking Wien/ Bratislava“ wird mit einem
Abschlussworkshop finalisiert. Die Landessanitätsdirektion organisiert einen Besuch österreichischer
ExpertInnen in die Hochsicherheitsisoliereinheit (HSI) in Bratislava.
Budapest/ Ungarn
Im November weihen Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Oberbürgermeister Dr. Gábor Demszky einen
Gedenkstein vor dem Palais Trautson ein. Der Stein erinnert an die Hilfe der Wiener Bevölkerung nach der
Revolution und dem Freiheitskampf Ungarns 1956. Das Palais Trautson beherbergte nach dem
österreichisch- ungarischen Ausgleich 1867 die ungarische Leibgarde, seit 1961 das österreichische
Bundesministerium für Justiz.
Wiederbelebt wird der Erfahrungsaustausch zwischen den Kanalisationsabteilungen. ExpertInnen aus
Budapest kommen zu einem zweitägigen Workshop zu Wien Kanal (MA 30). Themenschwerpunkte sind
neben dem Besuch der Hauptkläranlage Wien die Aufgabenstellung im Kanalbetrieb und die damit
verbundenen Ansätze der Stadt Wien zur Führung eines modernen Dienstleistungsbetriebes.
Bukarest/ Rumänien
Im Mai findet das große Bukarester Kulturfestival „Sampling Bucharest“ mit rund 150 Veranstaltungen,
Theater, Tanz, Musik, Bildende Kunst und alles bei freiem Eintritt in Wien statt. Die rumänische Metropole
präsentiert sich traditionell und dynamisch zugleich. Aus diesem Anlass trifft Oberbürgermeister Adriean
Videanu mit Bürgermeister Dr. Michael Häupl zusammen. Kultur und Wirtschaft sind die beiden tragenden
Säulen der Kooperation.
CENTROPE – Europa Region Mitte
www.centrope.info
Der Europaregion gehören Niederösterreich, das Burgenland, Wien, der Kreis Südmähren ( Jihomoravský
kraj), die Selbstverwaltungsregionen Trnava und Bratislava sowie die Komitate Györ-Moson- Sopron und Vas
an. Dazu kommen St. Pölten, Eisenstadt, Brünn, Trnava, Bratislava, Györ, Sopron und Szombathely. Über
sechs Millionen Menschen leben in diesem grenzüberschreitenden Lebens- und Wirtschaftsraum. Die
Koordination in Wien liegt beim Europaforum – Zentrum für Städtedialog und Europapolitik.
Im September wird im Wiener Rathaus erstmalig der CENTROPE-Preis vergeben, es handelt sich um eine
Initiative der Stadt Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien für herausragende
grenzüberschreitende Leistungen. Die mit € 10.000 dotierte Ehrung erhält der Wolfsthaler Bürgermeister
Gerhard Schödinger für seine intensive Zusammenarbeit mit Bratislava ebenso wie für die Integration der
slowakisch-stämmigen Einwohner. Die Jury setzt sich aus den Botschaftern der Slowakei Prof. JUDr. Jozef
Klimko Dr.Sc., Tschechiens RNDr. Jan Koukal, Ungarns Dr. István Horváth und dem Wiener Planungsdirektor
DI Dr. Kurt Puchinger zusammen.
Seit 2002 bemühen sich die Wirtschafts- und Betriebsansiedelungsagenturen der Region, das sind neben
Partnern in den Nachbarstaaten der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), die niederösterreichische
Wirtschaftsagentur ecoplus, das Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG) und die Austrian Business
Agency-Invest in Austria (ABA) – um die Positionierung als internationaler Top-Standort und attraktives Ziel für
Direktinvestitionen. Zahlreiche Marketing-Aktionen prägen das im Juli abgeschlossene Projekt „Foreign Direct
Investment“, dem auch Südböhmen (Jihočeský kraj) angehört. Ansiedelungen gibt es vorwiegend aus den
Zielmärkten Japan , USA, Italien , Taiwan und Großbritannien.
Eine Reihe von Beschlüssen fassen die Landeshauptleute von Niederösterreich Dr. Erwin Pröll, dem
Burgenland Hans Niessl und Wien Dr. Michael Häupl für die Ostregion zu den Themen Sicherheit,
Infrastruktur, Siedlungspolitik, wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit.
Rund vierzig LeserInnen von „wien.at“ können im Juni CENTROPE im wahrsten Sinne des Wortes erfahren,
auf dem Programm einer Serie von Fahrten steht die mährische Metropole Brünn; dort wird das neue
Bahnhofprojekt Europoint von Vizebürgermeisterin RNDr. Barbora Javorová vorgestellt.
Die alljährliche politische Konferenz findet im November in Bratislava statt und steht unter dem Motto „...
ready for take-off ...“, präsentiert wird ein detaillierter Businessplan, ein Fahrplan für konkrete, von
gleichberechtigten Partnern getragene Kooperationsaktivitäten, um die Vision 2015 schrittweise zu
realisieren. Im Memorandum von Bratislava „Langfristig und professionell kooperieren“ verständigen sich die
CENTROPE-Partner darauf, in den Jahren 2008 bis 2011 die Zusammenarbeit durch ein gemeinsam
betriebenes Kooperationsmanagement („Basiskooperation“) und in mehreren thematischen
Umsetzungsprojekten („Allianzkooperationen“) weiter auszubauen, die „Basiskooperation CENTROPE 2008
plus“ – als Rückgrat der künftigen Zusammenarbeit – gemeinsam als Projekt im transnationalen
EU-Programm CENTRAL EUROPE einzureichen und die Implementierung substanzieller Kooperationen
zwischen strategischen Partnerallianzen zu unterstützen.
Kairo/ Ägypten
Am offiziellen Arbeitsbesuch von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer im Oktober in der Arabischen Republik
Ägypten nimmt auch Gemeinderat DI Omar Al-Rawi teil. Ägypten ist nicht zuletzt aufgrund der immer stärker
werdenden Handelsbeziehungen ein wichtiger Partner Österreichs in der Region. In Kairo findet daher auch
ein Wirtschaftsforum statt. DI Al-Rawi trifft mit dem Gouverneur von Kairo Abdul Azim Mussa Wazir
zusammen. Kairo ist an einer Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Stadtentwicklung, Umwelt und
Kultur interessiert.
Laibach/ Slowenien
Im Oktober unterzeichnen Bürgermeister Dr. Michael Häupl und sein Amtskollege Zoran Jankovic eine
Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit in achtzehn Fachbereichen, von Stadtentwicklung über
Umwelt bis Sport und Jugend in Laibach . Das Abkommen ist für vier Jahre geschlossen und setzt die enge
und freundschaftliche Beziehung der letzten Jahre fort.
Moskau/ Russische Föderation
Oberbürgermeister Juri M. Luschkow erhält im Februar das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das
Land Wien. Die Kooperation zwischen beiden Städten begann in den frühen 90er Jahren und wurde in den
letzten Jahren zunehmend intensiviert. Einen besonderen Schwerpunkt machen die Moskau - bzw.
Wien-Präsentationen aus. Dasselbige Ehrenzeichen erhält auch der für Wien zuständige Spitzenbeamte im
Moskowiter Rathaus Wadim W. Danilin.
Odessa/ Ukraine
Die Schwarzmeer-Metropole veranstaltet im Mai den Europatag mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen, an
denen sich auch die Stadt und die Diplomatische Akademie Wien beteiligen. Im Herbst wird der Odessa-Tag
gefeiert und die prachtvolle Oper, die von Fellner und Helmer erbaut wurde, wiedereröffnet. Odessa ist auch
aktiver Partner der Donauhanse.
Tschechische Republik
Der neue Brünner Oberbürgermeister Roman Onderka besucht im Frühjahr und Herbst Wien. Im Oktober
besuchen vierzig Gäste des Brünner Magistrats Wien, wo sie von Gemeinderat Ernst Woller begrüßt werden.
Das Interesse gilt der U2Verlängerung in der Donaucity. Vier Gymnasien aus Brünn, Nitra , Pécs und Wien
nehmen an dem mit Unterstützung der Kulturabteilung (MA 7) ausgerichteten internationalen
UNESCO–Schulprojekt „Klischees und Stereotype – Hilfe oder Hindernis auf dem Weg in eine globale
Zukunft“ in Brünn teil. Die Sucht- und Drogenkoordination baut Kontakte zum Gesundheitsdienst der Stadt
Brünn auf und wird bei einem Besuch von Vizebürgermeisterin RNDr. Barbora Javorová empfangen.
Bürgermeister Dr. Michael Häupl erhält den Preis für internationale Zusammenarbeit der Stadt Brünn 2007.
Auf Initiative von Botschafter RNDr. Jan Koukal und Bürgermeister Dr. Michael Häupl findet im September ein
freundschaftliches Fußballspiel statt, an dem SportlerInnen, KünstlerInnen und PolitikerInnen aus beiden
Ländern teilnehmen. Eine kulturelle Veranstaltung im tschechischen Oberrealgymnasium Komensky• und ein
Heurigenbesuch runden das Programm ab.
Im November lädt die Stadt Prag VertreterInnen internationaler Abteilungen aus etwa zwanzig Partnerstädten
zu einem Meinungsaustausch und Fragen der weiteren Kooperation in die Moldaumetropole. Die Konferenz
ist die Fortsetzung der Wiener Initiative aus 2004. Auf der Konferenz „Women’s Future on the Labour Market“
in Prag informiert der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) zum Thema „Frauen und
Informations- und Kommunikations-Technologie“.
Die Ausstellung „Szenenwechsel“ zeigt die Wienbibliothek (MA 9) gemeinsam mit dem Österreichischen
Kulturforum Prag in Pilsen und Třebič. Im zentraltschechischen Sedlčany präsentiert die Magistratsabteilung
Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (MA 50) die Sanierung
mehrstöckiger Wohngebäude in Wien. Der Rettungs- und Krankenbeförderungsdienst der Stadt Wien (MA 70)
ist bei einem Bewerb internationaler Rettungsorganisationen in Zlatý Hory vertreten.
SCHWERPUNKTDESTINATIONEN
Seit 2007 verfolgt die Stadt Wien im Bereich der Auslandsaktivitäten eine neue Strategie: Durch den
Schulterschluss zwischen Stadt, WienTourismus, Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) und
Wirtschaftskammer (WKW) werden die internationalen Aktivitäten zeitlich, inhaltlich und strategisch
abgestimmt und koordiniert.
Jedes Jahr sind Großauftritte in Zielmärkten geplant. Zusätzlich finden traditionelle Wienbälle, Wien-Galas,
Fachpräsentationen und Ausstellungen statt. Mit kulturellen Highlights will die Stadt das Zielpublikum daher
bei seiner Erwartung abholen und das Interesse wecken, mit Wirtschaftspräsentationen und Städtedialogen
fachlich überzeugen. Durch verdichtete Recherchen über die jeweilige Destination, aber auch durch die
Vorbereitungsreisen vor Ort wird ein zielgruppenorientiertes und themenspezifisches Programm erarbeitet
und präsentiert.
Nachhaltigkeit ist dabei ein wichtiges Schlagwort. Wienauftritte zielen auf mittel- bis langfristige Kooperationen
u. a. in den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Tourismus ab. Vor allem durch die
kontinuierliche Nachbearbeitung der Auftritte werden die Beziehungen zwischen Wien und der jeweiligen
Zielstadt gefestigt und intensiviert.
New York
a
Anfang März präsentiert sich Wien unter der Leitung von Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Mag.
Renate Brauner mit einem themenspezifischen Programm in New York : Wirtschaftsstandort und Finanzplatz,
Stadttechnologien, Trends und Perspektiven der Psychotherapie, Weltkulturerbe, Creative Industries,
Kulinarik & Wein, Jüdisches Wien sowie Stadt- und Gebäudebegrünung. Den kulturellen Auftakt bildet ein
Konzert der Wiener Philharmoniker mit UNO-Generalsekretär Ban Kimoon als Ehrengast.
a
Vizebürgermeisterin Mag. Renate Brauner kündigt beim anschließenden Empfang an, dass das
Opernfilm-Festival, das seit 1991 erfolgreich am Wiener Rathausplatz veranstaltet wird, ab 2008 nach New
York exportiert wird. Im Rahmen des jüdischen Schwerpunkts wird eine Bezirkspartnerschaft zwischen
Brooklyn und Leopoldstadt geschlossen. Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker eröffnet die Ausstellung
„Weltkulturerbe Wien“ und trifft mit Ground-Zero-Eigner Larry Silverstein und dem Star-Architekten Santiago
Calatrava zusammen. Mit New Yorker Stadtplanern findet ein Know-how-Austausch zum Thema „Waterfront“
statt. Dabei geht es darum, unzugängliche Uferzonen an Wohngegenden anzubinden und Erholungsraum zu
schaffen. Der WWFF und die Wiener Börse bewerben vor US-Investoren das große Potenzial Wiens in Mittel-
und Osteuropa. Besonders heben sie den dynamischen Wirtschaftsraum Wien- Bratislava hervor. Eine
ExpertInnenenrunde diskutiert im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums die neuesten
Entwicklungen der Psychotherapie und der Psychoanalyse. Eine gemeinsame Präsentation des
WienTourismus und der Creative-Industries-Agentur „departure“ beenden die Veranstaltung.
Bereits eine Woche nach dem Auftritt werden sechs Projekte initiiert, weitere vier stehen am Beginn der
Verhandlungen. Der Bogen reicht von der Gründung je eines Software-, Datenschutz- und
Immobilienunternehmens über einen Hotelkauf bis zur Niederlassung einer großen Hedgefonds-Firma. Im
Bereich der Stadtplanung ergibt sich ein Kooperationsmodell für den Bereich des Ampel- und
Lichtsignalmanagements. Im Rahmen des jüdischen Schwerpunkts wird eine Einladung an jüdische
VertreterInnen zu einem Wienbesuch ausgesprochen und eingelöst.
Berlin
Eine positive Bilanz auch über diesen Auftritt im April: Auf dem Programm stehen zahlreiche
Wirtschaftsgespräche, ein großer Know-how-Austausch zwischen den Stadtverwaltungen, ein Galaabend mit
Weinpräsentation sowie zwei Veranstaltungen für das jüngere Berliner Publikum.
Der Startschuss fällt mit einer Falco-Party und einem anschließendem Clubbing, u. a. mit der international
anerkannten DJ „Electric Indigo“. Im Rahmen eines Galaabends präsentieren die Wiener Weingüter
„Cobenzl“, „Rotes Haus“ und „Mayer am Pfarrplatz“ ausgewählte Weine. Musikalisch begleitet wird der Abend
vom Wiener Opernballorchester.
Der zweitägige Fachaustausch steht unter dem Motto „Stadtverwaltungen im Dialog“ und wird von der Berliner
Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer und Planungsstadtrat DI Rudi Schicker eröffnet.
Diskutiert werden Stadt- und Verkehrsplanung, Gender Mainstreaming, Infrastruktur, Grünland,
Revitalisierung der Donau, Straßen- und Brückenbau, Frauen-Opferschutz, Medizin, Sicherheit und
Krisenmanagement.
Im Bereich der Medizin wird eine Forschungskooperation zwischen der Berliner Charité und dem Allgemeinen
Krankenhaus Wien initiiert. Schwerpunkt ist die Präventivmedizin. Auch für die Bereiche „Public Health“ und
„Geriatrie und Altenpflege“ ist eine Kooperation geplant.
Nach der Standortpräsentation des WWFF gibt es 15 Unternehmen, die konkretes Interesse an einem
Engagement in Wien zeigen. Die Unternehmen kommen aus den Bereichen Kommunikation und PR, Mode,
Creative Industries, Architektur und Design, Transporttechnik und Logistik, Projekt- und Softwareentwicklung.
Auch ein F&E-Institut, eine Bank, Internationale Consultants, eine Hotel-Holding und ein Foliendruck-Betrieb
wollen die Möglichkeiten, die sie in Wien vorfinden, nützen.
Sarajevo
Im April eröffnen Bürgermeister Dr. Michael Häupl und die Bürgermeisterin von Sarajevo Semiha Borovac die
Wien-Tage. Neben Ausstellungspräsentationen, Konzerten mit Wiener Solisten, Straßentheater und einer
Wien-Gala stehen vor allem auch Workshops zu kommunalen Themen wie Umwelt, Wohnbau und Soziales
auf dem Programm, bei denen ExpertInnen aus beiden Städten Erfahrungen austauschen und vor allem auch
die Expertise Wiens in diesen Bereichen im Mittelpunkt steht.
Überschattet werden die Wien-Tage durch einen verheerenden Brand in einem Kinderheim in Sarajevo, bei
dem fünf Säuglinge den Tod fanden. Die Stadt Wien hilft spontan durch die Übergabe eines Soforthilfeschecks
in Höhe von € 40.000. Die Zweite Präsidentin des Wiener Landtages Prof. Erika Stubenvoll überbringt im
Dezember auch weitere dringend benötigte Wäschepakete und andere, von Sponsoren gestiftete Hilfsgüter,
vor allem Babyartikel.
Bukarest
Die Beziehungen zwischen Wien und Bukarest wurden in den letzten Jahren stark ausgebaut. Seit den
„Wien-Tagen in Bukarest“ im Jahr 2004 gibt es im Bereich der Verwaltung einen ständigen
Knowhow-Austausch. Bukarest – „die größte Baustelle Europas“ – und der größte Lebensmittelproduzent in
Osteuropa ist natürlich auch ein interessanter Markt.
Als Auftakt für den Auftritt Ende September findet die jährliche Feier des Compress-Verbindungsbüros der
Stadt Wien statt, an dem zahlreiche VertreterInnen von Medien, Politik, Wirtschaft und Stadtverwaltung
teilnehmen. Im Rahmen der Wiener Wein-Soiree werden ausgewählte Weine und eine eigens von
österreichischen JungdesignerInnen entworfene Trachtenmodenschau präsentiert. Ein weiteres
Kulturhighlight bildet das Open-Air „Vienna Music Film Festival 2007“. Fünf Tage lang werden bei freiem
Eintritt Produktionen aus der Weltmusik wie u. a. Die Fledermaus, das Neujahrskonzert 2007 und das Konzert
für Europa 2006 präsentiert. Imbiss-Stände, Cafés und Biergärten sorgen für den kulinarischen Genuss.
Im Bereich der Stadtverwaltung findet ein Know-how-Austausch zwischen VertreterInnen beider
Stadtverwaltungen sowie einiger nationaler Stellen Rumäniens zu den Themen Tourismus, EU-Förderungen,
energieeffizienter Wohnbau, Stadtplanung und Lebensmittelkontrolle statt. Die Wiener Wirtschaftsdelegation,
angeführt von Wirtschaftskammerpräsidentin KR Brigitte Jank, konzentriert sich vor allem auf „Marktchancen
in Rumänien“. Zudem werden offizielle Treffen u. a. mit der Wirtschaftskammer Bukarest und der
rumänischen Agentur für ausländische Investitionen sowie individuelle Wirtschaftsgespräche mit den 52
angereisten Wiener Firmen durchgeführt. Abgerundet wird das Programm mit der Netzwerk-Veranstaltung
„Austrian Business Club” in der Österreichischen Außenhandelsstelle Bukarest, an der rund 100 LeiterInnen
von österreichischen Niederlassungen in Rumänien teilnehmen.
Aufgrund des großen Interesses wird nach dem Fachaustausch in Bukarest eine weitere Vertiefung der
Kooperationen mit Wien beschlossen. Ende Oktober ist eine 30-köpfige Delegation der Bukarester
Stadtverwaltung zum Thema EU-Förderungen in Wien. VertreterInnen der Bukarester
Sanitätsveterinärbehörde besuchen die Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien (MA 38). Dabei
werden die Themen Lebensmittelkontrolle, Mikrobiologie, Chemie, Histopathologie und die EDV-Vernetzung
zwischen den Abteilungen diskutiert, mit dem Ziel, ein Qualitätsmanagementsystem in Bukarest einzurichten.
Sofia
Im Dezember findet eine Reihe von Veranstaltungen in Sofia statt; ExpertInnen der Wiener Stadtverwaltung
erläutern ihren KollegInnen die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Verkehr, Energieeffizienz,
Wohnbau, Beleuchtung und EU-Förderungen. Die Illuminierung einer Christbaumgruppe im Zentrum der
bulgarischen Hauptstadt durch Gemeinderat Erich Valentin ruft großes mediales Echo hervor; der
WienTourismus und die Austrian Airlines spenden einen Aufenthalt für zwei Personen in Wien. Auf einem
Abendempfang nehmen 120 Gäste aus Verwaltung, Wirtschaft und Politik teil.
Vereinigte Arabische Emirate
Zum ersten Mal in ihrer über 100-jährigen Geschichte sind die Wiener Symphoniker in den Vereinigten
Arabischen Emiraten zu Gast. Mit Mozart, Strauß und Rota begeistern sie in Dubai und Abu Dhabi mehr als
1.200 BesucherInnen und repräsentieren das kulturelle Wien. Einer der Höhepunkte des Auftritts ist der
Staatsempfang beim Herrscher des Emirats Sharjah , Scheich Dr. Sultan bin Mohammed Al Qasimi III B.Sc.,
Ph.D., Ph.D. Gemeinsam mit Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker werden die Ausstellungen
„UNESCO-Weltkulturerbe Wien“ und „Zeitgenössischer Islam in Österreich“ eröffnet. Zudem findet in Dubai
eine Fotoausstellung vom international renommierten Wiener Dokumentarfilmer und Fotografen Georg Riha
statt.
Für die Delegation aus Wien sind die wichtigsten Missionen der Fachaustausch in den Bereichen Umwelt,
Abfallmanagement, Gender Mainstreaming, Stadt- und Verkehrsplanung und Geografisches
Informationssystem. Im Zuge des U-Bahn-Projektes in Dubai herrscht großes Interesse am Modell des Wiener
Nahverkehrs. Auf großes Interesse stößt auch die Müllverbrennungsanlage Spittelau. Energiegewinnung
kann in den Wüstenstädten zwar nicht als Fernwärme, dafür aber als „Fernkühlung“, z. B. für Bürotürme,
genutzt werden. Über einen Technologietransfer zur Sanierung der Abwasserkläranlage in Dubai werden
bereits Gespräche zwischen Generaldirektor-Bürgermeister DI Hussain Nasser Lootah und Stadtbaudirektor
DI Gerhard Weber geführt. Abu Dhabi möchte die aktuellen Datenschutz- und E-Government-Modelle der
Stadt Wien und des Bundes adaptieren.
Bei der „The BIG 5“, der größten Immobilien- und Baumesse in den Vereinigten Arabischen Emiraten, sind 40
Wiener Unternehmen vertreten. Die Wirtschaftskammer Wien reist mit einer Delegation aus 16 Unternehmen
in die Emirate und kann bereits Aufträge lukrieren.
Zwischen dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien und der Zayed
Universität in Abu Dhabi wird ein „Letter of Intent“ für zukünftige Forschungskooperationen unterzeichnet. Die
ersten Projekte starten bereits im Frühjahr 2008.
ORGANISATIONEN UND NETZWERKE
AdR – Ausschuss der Regionen
www.cor.europa.eu
Österreich entsendet 12 Abgeordnete in dieses 344 Mitglieder umfassende beratende Organ der
Europäischen Union für die regionalen und lokalen Belange. Jährlich finden fünf Sitzungen statt, die von sechs
Fachkommissionen vorbereitet werden. Die Vorsitzende der Europakommission des Gemeinderates Dr.
Elisabeth Vitouch übernimmt die Koordination der SPE-Fraktion in der Fachkommission für Kultur, Bildung
und Forschung. Wichtige Wiener Beiträge betreffen Energie, die Kohäsionspolitik und Migration. Wien ist
Österreich-Berichterstatter für die Fachkommission für Kohäsionspolitik.
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Jahresvertrag der Gründungsverträge der EU findet die 69.
Plenartagung des AdR am 23. März in Rom statt. Höhepunkt der Veranstaltung ist die Erklärung für Europa,
die folgende Kernaussagen enthält: Hervorhebung der Vorteile für die BürgerInnen durch die Integration,
Betonung der Fortschritte und der Verbreitung der Demokratie wie der Entwicklung des Sozialmodells,
Förderung der bekannten europäischen Werte und die Achtung der Grundsätze der Subsidiarität.
Gemeinderätin Dr. Elisabeth Vitouch nimmt an einem vom AdR initiierten Dialog mit EU-Kommissärin für
Außenbeziehungen und europäische Nachbarschaftspolitik Dr. Benita Ferrero-Waldner teil. Gesprächsthema
ist die verstärkte Einbindung von Städten und Regionen in die europäische Nachbarschaftspolitik.
Arbeitsgemeinschaft Donauländer
www.argedonau.at
Die ARGE Donauländer möchte durch die Kooperation der Donauanrainer ihren Beitrag zu einer friedlichen
Entwicklung im Donauraum leisten.
Die Mitglieder sind Baden-Württemberg, Bayern, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, das Burgenland,
die Slowakische Republik, die ungarischen Komitate Györ-Moson- Sopron, Komarom-Esztergom, Pest,
Budapest, Féjer, Bács-Kiskun, Tolna, Baranya, Kroatien, Serbien, der Bund der Donaukreise in Rumänien, die
bulgarischen Kreise Lovech, Montana und Russe, die Republik Moldau, die Region Odessa und als
Beobachter die Tschechische Republik. Den Vorsitz führt im Berichtsjahr die kroatische Gemeinschaft
Vukovar-Srijem.
TINA Vienna als Vertretung Wiens führt wieder das DanubeTeensCamp durch, das 100 Jugendliche aus
vielen Regionen des Donauraumes im Nationalpark Lobau zusammenführt.
Für den Ausbau des bestehenden Donauradweges von Passau bis Bratislava stromabwärts sowie die
Herausgabe einer Informationsbroschüre ist eine internationale Projektgruppe unter Vorsitz Wiens zuständig.
In diese Projektgruppe sind auch die Werbegemeinschaft „Die Donau“ und die Deutsche Gesellschaft für
technische Zusammenarbeit eingebunden. Die Ergebnisse sollen sowohl als Druckwerk erhältlich sein als
auch GPS-tauglich im Internet publiziert werden. Im Rahmen der Studie Portino wird das wirtschaftliche
Umfeld der Sekundärhäfen an der Donau erkundet.
CLIP – Europäisches Städtenetzwerk für lokale
Integrationspolitik
Die Magistratsabteilung Integrations- und Diversitätsangelegenheiten (MA 17) vertritt Wien in diesem rund 25
europäische Städte umfassenden Netzwerk und hat einen Sitz im Steering Committee. Eine Tagung in
Budapest widmet sich dem Thema „Wohnen“, eine zweite in Barcelona der „Diversität“. In Den Haag werden
„Good-Practice-Modelle“ diskutiert und Vorschläge für eine europaweite Strategie der Städte entwickelt.
CLIP soll auf operativer Ebene durch Evaluierungen und Erfahrungsaustausch zu einer Verbesserung des
Zusammenlebens unterschiedlicher ethnischer Gruppen und der Mehrheitsgesellschaft beitragen.
ENCORE – Umweltkonferenz der europäischen Regionen
ENCORE ist das politische Forum der regionalen Umweltminister. Ziele sind die Zusammenarbeit mit der
EU-Kommission, die Mitwirkung an einer effektiveren Umsetzung der EU-Umweltpolitik sowie die
Verbesserung des Umweltmanagements und einer nachhaltigen Entwicklung in den Regionen.
Eurocities
www.eurocities.org
EUROCITIES ist das größte und wichtigste Städtenetzwerk, dem über 130 große Städte in 30 europäischen
Staaten angehören. Interventionen und Stellungnahmen zur städtischen Dimension werden auf EU-Ebene
zunehmend respektiert und in den Gesetzeswerken berücksichtigt. Den Vorsitz führt im Berichtsjahr Lyon ,
das Sekretariat befindet sich in Brüssel. Die Arbeit wird in Komitees geleistet. Im Dezember findet in Danzig
die Jahreshauptversammlung statt, wo die Stadtbaudirektion im Rahmen des Workshops „Coping with
Demographic Change: Challenges for Urban Planning“ das Thema „Stadt fair teilen (Fair Shared City)“
vorträgt.
Die Koordination aller Komitees und Arbeitsgruppen liegt in Wien bei den Magistratsabteilungen
Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) und EU-Strategie und Wirtschaftsentwicklung (MA 27). Im
Folgenden ein knapper Auszug mit den wichtigsten Tätigkeiten:
Executive Commitee – Wien ist erneut in das zentrale Gremium gewählt worden. Einer der Höhepunkte
ist der informelle EU-Ministerrat in Leipzig, auf dem die „Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“
verabschiedet wird. Eine Initiative der Präsidentschaft Lyon betrifft die gemeinsame umweltfreundliche
Beschaffung. Bei der Beschaffung umweltfreundlicher Fahrzeugflotten bietet sich eine gemeinsame
Vorgehensweise der Städte als Großabnehmer an, um so den Markt entsprechend stimulieren und
günstigere Preise erzielen zu können. In seiner Funktion als Schatzkanzler erstellt Wien das
EUROCITIES-Budget 2008.
Coordination Platform – auf einer Konferenz steht die Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation im
Mittelpunkt. In Wien zeigt sich der intensive Informationsfluss der EUROCITIES-AkteurInnen, daraus
ergibt sich ein hoher Profit. Beleg dafür ist auch eine vom Europaforum herausgegebene Studie über
Wiens internationale Mitgliedschaften.
Governance – Vorsitz Berlin. Vertrag von Lissabon, Bürgerbeteiligung auf lokaler und regionaler Ebene.
Wien profitiert durch den Erfahrungsaustausch mit anderen Städten vor allem zu Subsidiarität und
Folgenabschätzung.
European Neighbourhood Policy & Enlargement – Vorsitz Laibach. Kontaktschiene zu Städten in Ost-
und Südosteuropa, Strukturierter Dialog mit der Europäischen Kommission, City-to-City-Cooperation an
der polnisch-ukrainischen Grenze zu Lemberg.
Economic Development Forum – Vorsitz Budapest. Wien ist in diversen Untergruppen vertreten. Ein
zentrales Thema ist die Reform der Kohäsionspolitik mit dem Nutzen, frühzeitig die Linie von
EUROCITIES in zentralen Fragen beeinflussen zu können. In den Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit
fließen die Wiener Aktivitäten zur Erstellung einer Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie
ein. Auf großes Interesse in der AG Strategic Planning und Economic Migration stößt u.a. die Wiener
Studie zum selbstbestimmten Altern im Grätzl, die bereits als Best Practice gilt. Weitere Arbeitsgruppen
sind „Economic Migration, Responsible Procurement and Consumption“ (Zusammenarbeit mit dem
Projekt „Responsibility in Procurement
Exchange Forum between the Public and Private Sector“, in dessen Mittelpunkt die sozial verantwortliche
Beschaffung in den Sektoren Baugewerbe und Textilien/Kleidung steht) und „Strategic Planning“. Wien
führt den Vorsitz in „Dienstleistungen von allgemeinem Interesse“, zentrale Themen: Frühzeitiger Erhalt
wichtiger Informationen über die von der Europäischen Kommission geplanten Initiativen im Bereich
Daseinsvorsorge und das gemeinsame Erarbeiten von Positionen. Stadterneuerungskonzepte stehen im
Mittelpunkt der AG Urban Regeneration.
Environment Forum – Vorsitz Göteborg. Schwerpunkte sind verantwortungsvolle Beschaffung,
innovative Methoden für Umweltpolitik und Energie- und Klimapolitik. Weiters findet ein
Erfahrungsaustausch zu Umwelt und Gesundheit, Umweltzonen und umweltverträgliche wirtschaftliche
Entwicklung statt. Wien führt den Vorsitz in der AG Greening the Local Economy, Ziel ist die Erarbeitung
eines Leitfadens zur Ökologisierung der Wirtschaft. Die AG Air Quality and Climate Change arbeitet an
einer Stellungnahme zum Grünbuch der Europäischen Kommission über die „Anpassung an den
Klimawandel in Europa“. Die Schwerpunkte der AG Abfall liegen im Bereich der Abfallvermeidung,
Recyclinghöfen mit integrierten Second-Hand-Laden sowie regionalen Abfallwirtschaftsgesetzen.
Knowledge Society Forum – TeleCities – Vorsitz Bologna. Das Forum arbeitet in folgenden Komitees:
Broadband, E-Care, E-Rights, E-Government. Diskutiert werden Umsetzungsstrategien im Bereich
E-Government, die komplexe Interaktion zwischen IKT, Inclusion, Sicherheit und Datenschutz und web
2.0, das mit seinen Herausforderungen und Gefahren im Mittelpunkt einer Konferenz in Den Haag steht.
Mobility Forum – Vorsitz Kopenhagen. Einer der wichtigsten Schwerpunkte ist die Beschäftigung mit dem
Grünbuch „Hin zu einer neuen Kultur der Mobilität in der Stadt“. Im Bereich Kampagnen stellt die
alljährliche „European Mobility Week“ ein Highlight dar. Die Stadt Wien ist in der Working Group
„International Accessibility“ aktiv, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die internationale Erreichbarkeit
von europäischen Großstädten sichergestellt werden kann und wie die Links zwischen den
transeuropäischen Verkehrsnetzen und dem städtischen Verkehr hergestellt werden können.
Social Affairs – Vorsitz Rotterdam. In der AG Employment werden Stellungnahmen zur
Beschäftigungsstrategie ausgearbeitet, in Health and Wellbeing wird die „EUROCITIES Contribution to
Good Governance Concerning Health and Wellbeing“ diskutiert. „Homelessness“ beschäftigt sich u.a. mit
einer Ergänzung der Bestandsaufnahme sozialer Dienstleistungen zur Vorbeugung und Beendigung von
Wohnungslosigkeit sowie zur nachhaltigen Unterstützung des Wohnens. „Lifelong Learning“, Angebote für
SchulabbrecherInnen und Mitarbeit am Konsultationsprozess der Europäischen Kommission „Schulen für
das 21. Jahrhundert“ stehen im Mittelpunkt der „Inclusion through Education“. Eine weitere AG ist
Migration und Integration, in der u.a. die „EUROCITIES Contribution to Good Governance Concerning the
Integration of Immigrants and the Reception of Asylum Seekers“ anhand der Ergebnisse der Peer
Reviews des INTI-Projekts „Benchmarking Integration Governance in European Cities“ überarbeitet wird.
Im Rahmen von „Urban Security“ wird ein Workshop zur Vorbeugung von Jugendkriminalität organisiert.
Metropolis International
www.international.metropolis.net
Bei Metropolis handelt es sich um ein weltweites Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaft
und Verwaltungsbehörden mit Sekretariaten in Ottawa und Amsterdam. Metropolis wird von einem
International Steering Committee unterstützt. Dieses besteht aus 40 PartnerInnen, die die Agenden vorgeben
und die Arbeit weitgehend bestimmen. Wien ist mit der Magistratsabteilung Einwanderung,
Staatsbürgerschaft, Standesamt (MA 35) seit 2001 in diesem Komitee vertreten. Bekannt sind die jährlichen
Weltkonferenzen, an denen ExpertInnen aus den Bereichen Migration und Diversität teilnehmen. Die 12.
Internationale Konferenz findet im Berichtsjahr in Melbourne statt und steht unter dem Motto „Migration,
Economic Growth and Social Cohesion“.
Der praktische Nutzen für die Stadt Wien kann z. B. durch das erfolgreiche „Servicepaket Willkommen in
Wien“ der MA 35 verdeutlicht werden. Die Idee dazu wurde nach kanadischem Vorbild im Jahr 2000 entwickelt
und bereits 2002 umgesetzt. Mittlerweile dient die Willkommensmappe wiederum als Vorbild ähnlicher
Produkte der Stadtverwaltungen von Berlin und Montreal.
OWHC – Organization of World Heritage Cities
www.ovpm.org
Dieser Organisation gehören über 220 Städte weltweit an, in denen sich Objekte befinden, die in die
UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen wurden. Das Generalsekretariat befindet sich in Québec City.
Auf der diesjährigen Generalversammlung in Kasan wird Wien gemeinsam mit sechs weiteren Städten in den
Vorstand gewählt. Die Schulung städtischer MitarbeiterInnen und Lobbying gehören zu den Hauptaufgaben
dieser Organisation.
regleg. – Regionen mit Gesetzgebungsbefugnissen
www.regleg.org
Im November findet in Katalonien die 8. Jahreskonferenz europäischer Regionen mit
Gesetzgebungskompetenz statt. Schwerpunkte sind der Vertrag von Lissabon und weitere
EU-Aufgabenfelder wie Weltraum, Sport, Migration, Terrorismus, Subsidiarität und Bürgernähe. In der
Deklaration von Barcelona wird der Reformvertrag bestätigt, aber auch jene Bereiche erwähnt, wo Regionen
noch Handlungsbedarf sehen: Zugang zum EUGH und die Stellung des AdR. Wien ist durch
Landtagsabgeordnete Dr. Elisabeth Vitouch vertreten.
RGRE – Rat der Gemeinden und Regionen Europas
www.ccre.org
Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael Häupl wird erneut zum RGRE-Präsidenten gewählt. Die
vorrangigen Ziele des Präsidenten in seiner zweiten Amtsperiode sind die Stärkung der Rolle und die
Mitwirkung der lokalen und regionalen Regierungen auf europäischer Ebene, die Förderung von
Städtepartnerschaften und die Chancengleichheit der lokalen und regionalen Demokratie. Stadtrat Anders
Knape aus dem schwedischen Karlstad wird zum Vize-Präsidenten gewählt.
Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas wurde 1951 von einer Gruppe von BürgermeisterInnen in
Genf gegründet und hat später auch die regionale Ebene einbezogen. Heute ist der RGRE die größte
Interessenvertretung der Städte, Gemeinden und Regionen auf europäischer Ebene. Seine Mitglieder sind
nationale Städte- und Gemeindebünde bzw. Städtetage sowie Gemeinden und Regionen aus mehr als 30
Ländern. Der RGRE hat in den letzten Jahren unter Mitwirkung des Österreichischen Städtebundes ganz
wesentlich dazu beigetragen, dass die kommunale Ebene in Brüssel an Bedeutung gewinnt. EU-Projekte wie
Urban Audit zeigen, dass sich der Fokus der Europäischen Union immer stärker auf die Städte richtet.
UCSEEC – Union der zentral- und südosteuropäischen
Hauptstädte
Im Oktober findet die Jahreskonferenz in Skopje statt. Hauptthemen der Konferenz sind die regionale
Zusammenarbeit, Projektfinanzierungen und EU-Förderungen. Die Vorsitzende der Europakommission des
Gemeinderates Dr. Elisabeth Vitouch vertritt die Stadt Wien und stellt CENTROPE vor. Bürgermeister Trifun
Kostovski, der sehr enge Beziehungen zu Wien hat, zeigt großes Interesse an einer vertieften
Zusammenarbeit.
Die bei der vorjährigen Konferenz in Sarajevo eingebrachte Initiative der UCSEEC, auch den Austausch der
Jugend zu fördern, findet im Sommer dieses Jahres ihre Verwirklichung bei der ersten Jugendkonferenz für
Zentral- und Südosteuropa. In Sarajevo kommt es zu diesem erfolgreichen Treffen von Jugendlichen aus
a
Athen, Laibach, Nikosia, Podgorica, Skopje, Sofia, Tirana, Zagreb und Wien. Gemeinderätin Mag. (FH) Tanja
Wehsely präsentiert die Wiener Jugendpolitik und erntet großes Interesse an den Wiener Jugendzentren.
UCUE – Union der Hauptstädte der Europäischen Union
www.ucue.org
Im September findet in Tallinn die Jahreskonferenz statt, an der für Wien die Zweite Landtagspräsidentin Prof.
Erika Stubenvoll teilnimmt. Unter dem Generalthema „Die Rolle der Hauptstadt im Staat und in der
Hauptstadtregion“ werden die Entwicklung der Hauptstädte im nationalen und internationalen Rahmen, ihre
Stellung als politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zentren und die Bewältigung der
Aufgaben im Lichte der Daseinsvorsorge diskutiert. In der Deklaration wird die finanzielle Unterstützung
einschließlich der EU-Strukturfonds ebenso gefordert wie die Kooperation mit den Gemeinden des jeweiligen
Großraums.
VRE – Versammlung der Regionen Europas
www.a-e-r.eu
Der VRE gehören rund 250 Mitgliedregionen aus dreißig europäischen Staaten an, darunter alle
österreichischen Bundesländer. Die VRE unterhält Büros in Straßburg , Brüssel und Alba Iulia . Fast zwanzig
Regionen sind im Berichtsjahr der VRE neu beigetreten, darunter auch Hessen.
Wien ist im Vorstand vertreten und beteiligt sich regelmäßig in den Kommissionen Soziales und Gesundheit
(vertreten durch die Bereichsleitung für Koordination und Zusammenarbeit von Einrichtungen des Wiener
Gesundheitswesens mit der Europäischen Union) und Jugend, Kultur und Medien (vertreten durch die
Magistratsabteilung Bildung und außerschulische Jugendbetreuung, MA 13) sowie in vielen übergreifenden
Projekten und ist auf Konferenzen vertreten. Die Gesamtkoordination in Wien liegt bei der
MD-Auslandsbeziehungen.
Erfolgreich wie in jedem Jahr verläuft die Sommerschule, die Ende August in Exeter /Devon stattfindet und
mit über 200 Personen so viele TeilnehmerInnen anzieht wie niemals zuvor. Die Workshops, Vorträge,
Diskussionen und Ausflüge stehen diesmal unter dem Generalthema nachhaltige Entwicklung in den
Regionen. Die Schwerpunkte sind Lokale Agenda 21, Ökotourismus, Ökoerziehung und erneuerbare Energie.
Etwa die Hälfte der TeilnehmerInnen sind Jugendliche aus 23 europäischen Staaten.
Im November findet in Udine die jährliche Hauptversammlung statt. VRE- und Präsident der autonomen
Region Friaul-Julisch-Venetien (-2008) Dr. h.c. Riccardo Illy unterstreicht die Bedeutung der Regionen für die
europäische Identität. Der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso fordert die
Regionen auf, ihr Potenzial mehr zu nutzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Niederösterreich,
vertreten durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, erhält den Innovationspreis vor Valencia und
Oberösterreich.
AKTIVITÄTEN DER MAGISTRATSDIREKTION,
GESCHÄFTSBEREICHE UND EINRICHTUNGEN
Magistratsdirektion
Strategie und Kommunikation
Im Rahmen des Erfahrungsaustausches auf Ebene des Stadtmanagements setzt Magistrats- und
Landesamtsdirektor Dr. Ernst Theimer seine vielen internationalen Kontakte fort. Besonders intensiv sind die
Kontakte zu Partnerstädten aus der Nachbarschaft, so kommt im November DI Pavel Loutocký,
Magistratsdirektor von Brünn, zu einem Arbeitsbesuch nach Wien. Themen der Gespräche sind
Qualitätsmanagement, Europäische Union sowie die interne und externe Kommunikation.
Im Zuge der Vertiefung der Kontakte zwischen ausländischen Vertretungen in Österreich und der
Stadtverwaltung besuchen MitarbeiterInnen der Französischen Botschaft das Wiener Rathaus, wo sie auch
von Magistratsdirektor Dr. Ernst Theimer empfangen werden. Eine ähnliche Veranstaltung wird für die
Botschaft der Vereinigten Staaten organisiert.
Zwischen den Verwaltungen Wiens und Paris findet ein jährlich wechselndes Austauschprogramm statt,
2007 halten sich zwei BeamtInnen aus Paris in Wien auf.
Klimaschutzkoordination
Eine Reihe von Berichten zum Klimaschutzprogramm der Stadt Wien findet u. a. Eingang in
Konferenzunterlagen und den österreichischen Bericht zur nachhaltigen Entwicklung der Europäischen Union.
Zum Grünbuch „Anpassung an den Klimawandel in Europa – Optionen für Maßnahmen der EU“ findet in
London ein Workshop statt, wichtigstes Ergebnis ist die angedachte Aufnahme urbaner Regionen in die Liste
der von negativen Auswirkungen des Klimawandels stark verwundbaren Gebiete.
Recht
Die Gruppe Verfassungsdienst und EU-Angelegenheiten ist vorgesetzte Behörde für alle
Rechtsangelegenheiten im Zusammenhang mit der Europäischen Union, zuständig für das Wien Haus in
Brüssel und Organisationen mit Bezug zu EU und Europarat (s. entsprechende Kapitel).
Im Mai findet ein JuristInnenseminar in Brüssel und Luxemburg statt, Themenschwerpunkte der Woche sind:
Private Public Partnership, Konzessionen, interkommunale Zusammenarbeit und das europäische
Vergaberecht. Diskutiert werden weiters die Dienstleistungsrichtlinie sowie Neuerungen im Bereich der Sozial-
und Gesundheitsdienstleistungen mit VertreterInnen der Generaldirektion Binnenmarkt. Thema in Luxemburg
sind Funktionsweisen und Abläufe des Europäischen Gerichts- und Rechnungshofes. Die Gruppe hat die
Möglichkeit an einer Rechtssache über Patentrecht teilzunehmen.
Die Gruppe Zivil- und Strafrecht ist nach wie vor Mitglied des Arbeitskreises Rechtsfragen und öffentlicher
Personennahverkehr des Deutschen Städtetages und nimmt an Tagungen in Duisburg und Düsseldorf teil.
Personal und Revision
Über 40 Korruptionsbeauftragte aus 27 deutschen Städten treffen in Mainz zum Seminar
„Korruptionsprävention im Rathaus“ zusammen. Die besondere Gefährdung der Gemeinden, die Organisation
der Präventionsarbeit, die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft im Anlassfall, der Schutz von
AufdeckerInnen und die Rolle der Führungskräfte als Vorbilder stehen im Zentrum der Diskussion. Als
Preisträgerin des 7. Internationalen Speyerer Qualitätswettbewerbs 2005 ist Wien eingeladen, ihr
Antikorruptionsprojekt zu präsentieren.
Im Juni findet in Wien der XXIII. EAPM-Kongress statt. Die European Association for Personnel Management
ist ein in allen EU-Staaten vertretenes Netzwerk von PersonalmanagerInnen. 345 PersonalmanagerInnen
diskutieren den Arbeitsmarkt sowie Verwaltung und Arbeitswelt in Europa. Über den EU-Raum hinaus
nehmen VertreterInnen aus der Ukraine , Russland, Belarus und der Türkei teil. Der Bundesminister für
Soziales und Konsumentenschutz Dr. Erwin Buchinger eröffnet den Kongress. Seitens der Stadt Wien werden
Workshops über Talentemanagement und Korruptionsprävention gehalten.
Neben chinesischen FachbeamtInnen besucht in fast schon traditioneller Weise auch im Jahr 2007 eine
Delegation aus Shanghai unter Leitung der Salzburger Verwaltungsakademie die Gruppe Personalwirtschaft
und Förderungen. Das Hauptinteresse gilt der Personalauswahl und der Personalentwicklung sowie den
internen Weiterbildungsmöglichkeiten.
In Malta findet im Berichtsjahr die Standing Conference of European Public Service Training Agencies unter
dem Motto „Mobility, Diversity and Productive Ageing“ statt. Eine Gruppe von kroatischen
StädteverbandsvertreterInnen besucht die Verwaltungsakademie. Da in Kroatien ein neues System der Aus-
und Weiterbildung auf kommunaler Ebene aufgebaut werden soll, können wertvolle Informationen
weitergegeben werden.
Organisation und Sicherheit
Das zunehmende internationale Interesse an den Verwaltungsstrukturen der Stadt Wien, dokumentiert durch
die Besuche der Magistratsdirektoren aus Brünn, Dublin und Laibach, erlaubt der Gruppe Organisation über
ihre aktuellen Maßnahmen im Bereich der Verwaltungsmodernisierung zu berichten. Die Studienreise der
PraktikantInnen des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses führt 25 HochschulabsolventInnen
aus 18 Nationen ins Rathaus, wo sie Einblick in die Stadtverwaltung erhalten. ExpertInnenwissen im Bereich
Qualitätsmanagement und Controlling wird neuerlich vom European Institute of Public Administration in
rd
Maastricht nachgefragt. Durch die Teilnahme an der 3 Common Assessment Framework Conference in
Portugal wird der internationale Erfahrungsaustausch über das auch in der Stadt Wien etablierte
Qualitätsmanagementsystem gewährleistet.
Die Projektstelle Gender Mainstreaming der Gruppe Organisation ist mit dem Berichtswesen für Wien und
dem Erfahrungsaustausch betreffend die vom Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) für die
Gleichstellung auf lokaler Ebene verabschiedete Charta betraut. Dazu finden Workshops in Rennes und in
Koupio statt. Ein Arbeitstreffen mit Gender-ExpertInnen des finnischen Unterrichtsministeriums, des
finnischen Städtebundes und VertreterInnen der Stadt Hämeenlinna zum Thema Gender Mainstreaming in
der Jugendarbeit und bei der geschlechtssensiblen Gestaltung von Park- und Sportanlagen wird in
Kooperation mit anderen Dienststellen der Stadt Wien abgehalten. Eine Delegation des Frauenministeriums
der Republik Korea und die Vertreterin der Gleichstellungsstelle Zürich besuchen die Projektstelle. Die
Kampagne „Sehen Sie’s einmal anders. Wien ist Gender Mainstreaming“ löst ein enormes internationales
Medienecho u. a. in EU-Staaten, der Schweiz, Moldau, den USA, Kanada, Japan und der Republik Korea
aus und folgt zu zahlreichen Nachfragen nach der Wiener Gender-Mainstreaming-Strategie. Die
Geschäftsstelle des Betrieblichen Vorschlagswesens der Gruppe Organisation nimmt traditionellerweise an
länderübergreifenden Veranstaltungen teil, wobei die Jahrestagung des Deutschen Instituts für
Betriebswirtschaft in Stuttgart im Mai einen besonderen Stellenwert einnimmt.
Die Gruppe Informations- und Kommunikationstechnologie ist Anlaufstelle für BesucherInnen aus Tallinn ,
Baden-Württemberg und Galaţi insbesondere zu den Themen E-Government, virtuelles Amt, geografisches
st
Informationssystem und österreichische Bürgerkarte. Bei der 1 European Identity Conference in München
werden Informationen über ein Identity-Management eingeholt. In Berlin findet ein Treffen zur Präsentation
der E-Government-Lösungen statt, bei dem auch ein Besuch des Rechenzentrums ermöglicht wird. Im Zuge
des Besuchs von Magistrats- und Landesamtsdirektor Dr. Ernst Theimer in Tallinn werden diese Themen
erörtert: Internet-Verbreitung, Breitband-Ausbau,
Bevölkerungsregister-Wählerevidenz-Melderegister-Identitätskarte, Reservierungssystem im
Transportwesen, elektronischer Kartenkauf des öffentlichen Personennahverkehrs, M-Parking, elektronische
Kommunikation Schule-SchülerIn-Eltern, Transparenz bei der Dokumentation der Stadtverwaltung. Mit
VertreterInnen aus Barcelona, Lyon, Mailand, Paris und Oslo werden die IT- und E-Government-Strategie
sowie der Einsatz von Open-Source-Anwendungen besprochen.
Im Rahmen der in den letzten Jahren abgeschlossenen Kooperationsvereinbarungen wird der
Informationsaustausch der Gruppe Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen über die jeweils neuesten
Entwicklungen im Krisenmanagement, Feuerwehr-, Polizei und Rettungswesen mit Budapest , Krakau ,
Laibach , Minsk , Moskau , Prag , Tallinn , Tel Aviv-Jaffa , Zagreb sowie der Region Masowien fortgesetzt. Im
Zusammenhang mit der 2008 in Österreich und der Schweiz stattfindenden Fußballeuropameisterschaft
(EURO 2008) ergeben sich mit den Schweizer Verantwortlichen enge Abstimmungskontakte. Besuche in
Berlin , Hamburg und München sind dem Erfahrungsaustausch mit den Verantwortlichen der Fußball-WM
2006 gewidmet. Im Rahmen dieser Reisen erfolgt auch ein Einblick in spezielle Problemsituationen im
Krankenhaus-Bereich. Die engen internationalen Kontakte im Themenfeld Krisenmanagement führen weiters
zu Besuchen in Sarajevo, Budapest, Bern und London .
Bauten und Technik – Stadtbaudirektion
Zu den wesentlichen internationalen Aktivitäten der Stadtbaudirektion gehören die Städtepartnerschaften. In
Freiburg im Breisgau findet ein Workshop zur geschlechtsspezifischen Raumplanung im Rahmen des Projekts
„Gender Alp“ statt. In Braunschweig findet die Halbjahrestagung der Vereinigung für Stadt-, Regional- und
Landesparlamente statt. Wien stellt „Gender Mainstreaming und Qualitätssicherung am Beispiel des
Pilotbezirks Mariahilf“ vor. Dieses Projekt wird auch auf Tagungen in München und Brüssel vorgestellt. Im
Oktober finden die Fachtagungen „Vienna meets Delhi“ und „Vienna meets Hyderabad “ statt. Die Vorträge
werden schwerpunktbezogen zu Urban and Environmental Technologies „River Renewal“ sowie zu den
Themen Stadtentwicklung, Brückenmanagement, Energie, umweltrelevanter Infrastruktur,
Kanalmanagement, Kläranlagen und Abfallwirtschaft gehalten. Präsentiert werden auch die Projekte
„Donauinsel“ und „Yamuna-River- Delhi“. Es werden auch Gespräche über eine zukünftige Kooperation mit
beiden indischen Städten als Grundlage für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit geführt. In Zagreb wird das
bestehende Kooperationsabkommen um das Thema Krisenmanagement erweitert.
ArchitektInnen aus Budapest informieren sich in Wien über die Errichtung, Erhaltung und Bewirtschaftung
innerstädtischer Straßenbeläge. Die Verwaltung der technischen Infrastruktur steht im Zentrum der
Gespräche von Delegationen aus Tiflis und Malta. BeamtInnen des zypriotischen Innenministeriums wird die
Organisation der Baubehörde vorgestellt. Im Mittelpunkt der Arbeitsgespräche mit dem Zagreber
Vizebürgermeister Ivo Jelušić stehen die Unterstützung des Individualverkehrs durch den Einsatz eines
Verkehrsrechners und Priorisierung des öffentlichen Verkehrs. Weitere Delegationen kommen aus
Hongkong, Beijing und Chongqing sowie Rumänien und Krakau . BesucherInnen aus Hanoi berichten über
das North of the Red River Area-Projekt, welches ein Wiener Konsortium (VCDC) unter der Schirmherrschaft
der Stadt Wien durchführen soll.
Im Zusammenhang mit den beiden Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes in Wien, der historischen Innenstadt
sowie Schloss und Parkanlage Schönbrunn, finden mehrere Treffen und Verhandlungen mit VertreterInnen
der UNESCO statt. Konkreter Anlass sind die Projekte „Kometgründe in Meidling“ und „Hauptbahnhof Wien“.
Ziel der Gespräche war es, eine Kompatibilität der Projekte mit den Verpflichtungen auf Grund des
Welterbestatus sicherzustellen. Im Rahmen einer europaweiten Tagung in Madrid werden
Best-Practice-Beispiele zur nachhaltigen Beschaffung aus den Städten Barcelona , Bozen , Ferrara und
Pamplona vorgestellt. Wien präsentiert den „ÖkoKauf“. Die RESPIRO-Konferenz findet in Lille statt und
beschäftigt sich mit der sozial verantwortlichen Beschaffung in den Sektoren Baugewerbe und Textilien.
Auslandsbeziehungen
Auch im Berichtsjahr steigen die internationalen Aktivitäten an, zu den Kernaufgaben gehören alle
Angelegenheiten im Zusammenhang mit den in Wien angesiedelten internationalen Organisationen, die
Vertretung der Stadt in internationalen Gremien und die internationalen Hilfsmaßnahmen. Die
MD-Auslandsbeziehungen arbeitet mit dem Bundesministerium für europäische und internationale
Angelegenheiten, den österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland, den diplomatischen und
konsularischen Vertretungen in Österreich, der Diplomatischen Akademie Wien, den
Österreichisch-Ausländischen Gesellschaften und Nicht-Regierungsorganisationen zusammen. Dazu kommt
natürlich der ständige Kontakt mit den Partnerabteilungen in Städten und Regionen. Im Berichtsjahr steigt
deren Zahl deutlich. Es werden auch die Besuche hochrangiger Delegationen organisiert und betreut.
Konferenzen, Seminare, Veranstaltungen und Projekte im In- und Ausland werden inhaltlich sowie
organisatorisch (mit)organisiert bzw. unterstützt, dazu auszugsweise: 140 Moskauer Kriegsveteranen
kommen für einen Tag nach Wien und absolvieren ein umfangreiches Besuchsprogramm. Sie gedenken im
Rahmen von Kranzniederlegungen am Schwarzenbergplatz und am Zentralfriedhof der gefallenen
Angehörigen der Roten Armee anlässlich deren Befreiung Wiens im Jahre 1945. Der Dritte Präsident des
Wiener Landtages Heinz Hufnagl betont in seiner Grußadresse an die betagten Kriegveteranen, dass durch
den heroischen Einsatz der Soldaten die später erlangte Souveränität Österreichs und damit Wiens erst
ermöglicht wurde.
Erstmalig findet das „Wiener Dialogforum“ statt. ExpertInnen aus Krakau , Prag , Belgrad , Sofia , Istanbul
und Sarajevo nehmen die Einladung nach Wien an, um mit ihren Wiener KollegInnen den Stand der Dinge im
Bereich Umwelttechnik und Abfallwirtschaft zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.
In Vadul lui Voda bei Chisinau findet eine Hilfswerk Austria Sommerschule für StudentInnen internationaler
Beziehungen aus Moldau und Rumänien statt, Kooperationspartner sind die Austrian Development Agency
(ADA), die Erste Foundation, die Österreichisch-Rumänische Gesellschaft, die moldauische Akademie der
Wissenschaften sowie die Diplomatische Akademie und die Auslandsabteilung der Stadt Wien. Keynote
Speaker ist Dr. Erhard Busek. Im Wiener Rathaus findet die Konferenz „Harmonie und Menschenrechte in der
Gesellschaft in China“ statt, die Federation of Unions of Honorary Consuls in Europe hält erstmals seine
Vorstandssitzung in Wien ab. In der Diplomatischen Akademie findet eine internationale Kosovo Konferenz
sowie eine Begegnung internationaler Kulturen statt.
Im Dachverband aller Österreichisch-Ausländischen Gesellschaften (PaN) sind rund 110 bilaterale
Gesellschaften vertreten, die im Sinne der Völkerfreundschaft und Völkerverständigung tätig sind. Im
September wird in Liesing der Druk-Yul-Park durch Bezirksvorsteher Manfred Wurm im Beisein vieler
VertreterInnen des Diplomatischen Corps eröffnet. Das Anlass ist das 100-jährige Bestehen des Königreich
Bhutan . Im Oktober wird der Vorplatz des VIP-Terminals am Flughafen Wien-Schwechat im Rahmen einer
feierlichen Eröffnung PaN-Platz benannt.
Bildung, Jugend, Information und Sport
Die Wiener Kindergärten (MA 10) fördern in 361 pädagogischen Bildungseinrichtungen Kinder, vom
Kleinkindalter bis zum Ende der Volksschulzeit, mit altersgemäßen Lern- und Spielangeboten. Zusätzlich
sorgt die MA 10 für die Errichtung neuer Kinderbetreuungseinrichtungen und fördert private gemeinnützige
Kindergärten, Kindergruppen und Tagesbetreuungsplätze. In der zur Abteilung gehörigen Bildungsanstalt für
Kindergartenpädagogik mit Maturaabschluss wird für eine qualitativ hoch stehende Ausbildung gesorgt. In den
verschiedenen Einrichtungen werden zehn ausländische Delegationen begrüßt.
Schwerpunkt des Interesses internationaler Delegationen im Amt für Jugend und Familie (MAG ELF) sind
Informationen über die Struktur, Organisation und Angebote der Abteilung sowie über sozialpädagogische
Einrichtungen. Die BesucherInnen kommen von Jugendrehabilitatsionszentren, Kinderrettungszentren,
Kinderkliniken, Fachhochschulen und anderen Einrichtungen, u.a. vom Kem-Hospital Mumbai . Die
Einschulung, der Informationsaustausch und die Vernetzung von Fachkräften in der Krisenarbeit mit
Bettelkindern ausländischer Herkunft ist ein Schwerpunkt der MitarbeiterInnen der Drehscheibe/ KIG des
Dezernates 6. Die MAG ELF ist auf internationalen Fachtagungen vertreten, wie z.B. zu Alkohol und Gewalt in
Familien, Pflegekindwesen und am 10. Europäischen Kongress für Psychologie in Prag.
Die Magistratsabteilung Bildung und außerschulische Jugendbetreuung (MA 13) ist in ihren Bereichen
Jugend/Pädagogik, Musik- und Singschule, Modeschule Hetzendorf, Büchereien, Konservatorium,
Volksbildung und in Kooperation mit vielen Vereinen international besonders aktiv. Dazu zählen verschiedene
Projekte, wie die Betreuung ausländischer Jugendgruppen, etwa aus der Ukraine , Palästina und Rumänien,
und der Empfang von Delegationen, wie einer Gruppe von HörerInnen der französischen Kaderschmiede
Ecole Nationale d´Administration (ENA).
3.000 SchülerInnen aus 370 Gymnasien der Wojwodschaft Kleinpolen ( Malopolska ) haben sich an einem
schulübergreifenden Wettbewerb zum Thema sportliches Wien beteiligt. Ziel des mit dem Wiener
Verbindungsbüro, dem Österreich Institut und dem Krakauer Stadtschulrat durchgeführten Projekts ist die
Vermittlung der österreichischen Variante der deutschen Sprache und der Landeskenntnisse.
Vizebürgermeisterin Grete Laska vergibt die Preise im Österreichischen Generalkonsulat.
Die Modeschule Schloss Hetzendorf setzt ihre Kontakte nach Japan fort, u.a. besucht Direktorin Univ.-Prof.
Dr. Gerda Buxbaum das Bunka College in Tokio, das weltweit eine der renommiertesten und größten
Ausbildungsstätten im Modebereich ist. Die Direktorin des College Prof. Sanae Kosugi hält anschließend in
Hetzendorf einen Vortrag über japanische Mode- und Designtrends. Erklärtes Ziel ist die Anbahnung einer
Kooperation zwischen beiden Schulen und in weiterer Folge die Schaffung eines Austauschprogramms für die
SchülerInnen. Darüber hinaus nehmen MitarbeiterInnen der Modeschule wieder an diversen internationalen
Veranstaltungen mit Modebezug teil, um aus erster Hand Informationen zu aktuellen Trends zu erhalten und
diese in den Unterricht zu integrieren.
Seitens der Musik- und Singschule Wien werden wieder zahlreiche Konzerte gemeinsam mit Gästen aus dem
Ausland abgehalten: die Musikschulen Ottakring und Hernals haben das Istituto Musicale Pareggiato Orazio
Vecchi aus Modena zu Gast, Brigittenau nimmt am Festkonzert der Partnerschule Základná umelecká škola
L. Rajtera zu deren 50-jährigem Bestehen im Redoutensaal der Slowakischen Philharmonie in Bratislava teil.
Die Musikschule Margareten konzertiert in Plovdiv, ein Gegenbesuch der bulgarischen MusikerInnen findet in
Wien statt. Fünf SchülerInnen der Musik- und Singschule Wien qualifizieren sich für die Teilnahme am Central
European Initiative Youth Orchestra und bestreiten zwei Tourneen, die sie von Salsomaggiore und
Montegrotto nach Ingolstadt, Kassel und Berlin sowie nach Laibach , Postojna und Triest führen. Die
Musikschule Alterlaa hat einige Kooperationsprojekte, dazu gehören eine Matinee gemeinsam mit der Prager
Partnermusikschule Základná umelecká škola sowie ein Percussion-Workshop mit Konzert für
SchlagwerkschülerInnen der Budapester Partnermusikschule Hubay-Jenö-Zeneiskola. Letztere gestaltet ein
Adventkonzert im Pensionistenheim Haus am Mühlengrund in Liesing.
Mehrere MitarbeiterInnen der Büchereien Wien nehmen auch heuer wieder an Messen und Tagungen teil. Am
26. September findet der europäische Sprachentag statt, an dem europaweit Veranstaltungen zum
Spracherwerb und der Sprachenvielfalt durchgeführt werden. Erstmals wird dieser Tag auch in den Wiener
Büchereien mit Präsentationen, Schnupperkursen, Führungen und Informationsständen begangen. Eine
Plakatausstellung mit den 25 am meisten in Wien gesprochenen Sprachen wird in der Hauptbücherei gezeigt.
Die Hauptbücherei steht im November im Zeichen der Literatur aus Zentral- und Osteuropa. Auf Initiative der
Typographischen Gesellschaft Austria zeigt die Hauptbücherei ihre erfolgreiche Winterausstellung schöner
Bücher aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Österreich.
Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung in Bonn zeichnet Bildungsprojekte mit einem Innovationspreis
aus. Unter dem Motto „Aus Geschichten lernen“ gehen 2007 etwa siebzig Bewerbungen von
Bildungsreinrichtungen, Betrieben und Organisationen ein. Ein Sonderpreis ergeht an den Verband
Österreichischer Volkshochschulen und das Österreichische Volkshochschularchiv für eine Knowledgebase,
einer online-Plattform der Erwachsenenbildung.
Das Konservatorium Wien Privatuniversität (KWU) beteiligt sich am Erasmus-Projekt „Moving Music“ mit
Uraufführungen zeitgenössischer Musik Europas. Komposition, Einstudierung und Aufführung sind die
zentralen Elemente. Eine Ästhetik-Werkstatt findet mit dem Philosophen Christian Tepe in Deutschland statt.
Im Zentrum eines wissenschaftlichen Symposiums in Wien steht die sinfonische Musik des finnischen
Komponisten Kalevi Aho. Im Rahmen des Algarve International Music Festivals ist das Symphonieorchester in
Portugal auf Tournee. Die 2005 begonnene Partnerschaft mit dem Nationalen Orchestersystem für
Jugendliche und Kinder in Venezuela wird fortgesetzt, der vom ORF gedrehte Dokumentarfilm „The Sound of
Humanity – Ums Leben spielen“ wird im Frühjahr ausgestrahlt.
Die Abteilung Ballett nimmt am International School Choreographic Competition for Young Dancers in
Bytom/Schlesien teil und erreicht den 2. und 3. Platz. Die Abteilungen Pädagogik für Modernen Tanz und
Ballett nehmen am Symposium der Tanzmedizin in Basel teil. Die Abteilung Jazz ist auf dem International
Meeting for Jazz Education in New York und der International Association of Schools of Jazz in Siena
vertreten. Angehörige der Abteilung Schauspiel reisen an die Scuola D´Arte Drammatica Paolo Grassi nach
Mailand, um am Treffen der Mediterranean Theatre Schools teilzunehmen. Neben europäischen Staaten sind
auch Algerien, Ägypten, Israel, der Libanon, Marokko, Palästina und Tunesien vertreten. Die
österreichisch-kolumbianische Gruppe AereLatino-Viena geht mit Workshops, didaktischen Konzerten für
Kinder, großen Konzerten und Uraufführungen auf Tournee nach Kolumbien . Die KWU und Chinas
zweitgrößte Musikinstitution, das Konservatorium Shanghai , gehen eine Kooperation ein. Auf der Hochschule
für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main findet ein „Systeme-Technik-Stil“-Symposium statt.
Der künstlerisch-pädagogische Leiter Ranko Markovic nimmt am Leadership Meeting of Institutes of the Arts
in Hongkong teil und besucht Taiwan.
Das Sportamt (MA 51) veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Hockeyverband die
Hallenhockey-Weltmeisterschaft für Damen und Herren. Diese Weltmeisterschaft findet in der Wiener
Stadthalle statt. Es nehmen jeweils 12 Damen- und Herrenmannschaften aus 16 Nationen teil. Im Rahmen der
Veranstaltung kommen SchülerInnen nicht nur in Kontakt mit dem Hockeysport, sondern auch mit vielen
ausländischen BesucherInnen. Insgesamt sehen etwa 20.000 Personen aus dem In- und Ausland spannende
Spiele.
Der Presse- und Informationsdienst (MA 53-PID) hat vielfältige internationale Agenden, dazu zählen natürlich
die regelmäßigen Kontakte zur internationalen Presse, die Herausgabe von Magazinen und Publikationen
sowie die Betreuung von zahlreichen internationalen FachbesucherInnen. Der PID organisiert und koordiniert
die großen Schwerpunktdestinationen New York, Berlin , Bukarest und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Die Wien-Bälle, die vom PID organisiert, koordiniert oder unterstützt werden, finden im Berichtsjahr in New
York, Berlin, Bukarest, Maskat, Abu Dhabi, Mailand, München, Noordwijk, Ottawa, Athen, Vilnius, Brüssel,
Sofia, Luxemburg, Johannesburg, Moskau, Kuala Lumpur, Mallorca und Istanbul statt. Der PID ist zudem
Auftraggeber der Wiener Verbindungsbüros Compress PR.
Zu den vom PID mit Compress PR herausgegebenen Medien gehören „Enjoy Vienna“, sechsmal jährlich
erscheinende Städte- und Länderfolder und das Internetauslandsjournal www.wieninternational. at. Um die
Vielfalt der Stadt zu zeigen, entstand die Idee einer „Vienna Collection“ – des neuen Wien Imagefilms,
angelehnt an das Konzept der Cannes-Rolle. Dies ist die Zusammenstellung der kreativsten Werbespots, die
jährlich beim International Advertising Festival in Cannes ausgezeichnet werden. 18 Spots zu verschiedenen
Wienthemen wie etwa: Wiener Sängerknaben, Spanische Hofreitschule und Wiener Lebensqualität sollen
dem internationalen Publikum Lust auf die Stadt machen. Die filmischen Teaser haben den Vorteil, dass sie je
nach Bedarf und Destination unterschiedlich kombinierbar sind. „The Vienna Collection“ wird bislang mit fünf
internationalen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem 1. Preis bei der Internationalen Tourismus Börse 2007 in
Berlin sowie mit dem 2. Preis beim „US International Film and Video Festival 2007“ in Los Angeles. Download
unter www.international.wien.at.
Mehr als 500 ChefredakteurInnen, VerlagsleiterInnen, JournalistInnen und MedienexpertInnen aus ganz
Europa finden sich im März zum „European Newspaper Congress“ im Rathaus ein. Über die Auszeichnung
„Europas beste Tageszeitung“ kann sich „De Morgen“ aus Belgien freuen, die beste Regionalzeitung kommt
aus Norwegen , Lokalzeitung aus Finnland und Wochenzeitung aus Portugal. Einen Sonderpreis für kreative
Gestaltung erhält eine Sportzeitung aus Spanien. Die Preise werden in Anwesenheit von Bundeskanzler Dr.
Alfred Gusenbauer vergeben.
Stadtschulrat
Das Europa-Büro der Präsidialabteilung des Stadtschulrates für Wien betreut und koordiniert internationale
Kontakte, das EU-geförderte Interreg IIIA-Projekt „EdQ – Education Quality“ und das Interreg IIIC-Projekt
„EdGATE – Education Gate“, einer Zusammenarbeit von verschiedenen Bildungsinstitutionen aus 10
europäischen Regionen. Präsentationen des Wiener Schulwesens, die Betreuung von Gästen aus dem
Ausland, Bildungskooperationen mit verschiedenen europäischen Staaten sowie internationale
Veranstaltungen gehören ebenso zu den Aufgaben des Europa-Büros.
a
Die Präsidentin des Stadtschulrates Mag. Dr. Susanne Brandsteidl übernimmt den Vorsitz „Integration durch
Schule“ bei einer Integrationskonferenz im Französischen Kulturinstitut. In fast allen Bezirken gibt es
flächendeckend mehrsprachige oder bilinguale Volksschulen. In 17 Schulen werden die Nachbarsprachen
Slowakisch,
Tschechisch und Ungarisch unterrichtet.
In der Slowakischen Botschaft wird das erste Schulbuch für Slowakisch als Fremdsprache für die Altersgruppe
der 13-18-Jährigen präsentiert. Das Buch ist in beiden Staaten für den Unterricht zugelassen und ist auch als
kostenloses Download www.edq.eu.com erhältlich. Im Oktober findet im Wiener Rathaus die
a
Abschlusskonferenz von EdGATE statt, an dem 130 Gäste teilnehmen. Präsidentin Mag. Dr. Susanne
Brandsteidl stellt das Konzept der europäischen regionalen Schule „European Regional College“ vor. Ziel ist
ein Netzwerk von Schulen für 6-19-Jährige, das den Bedürfnissen der EU-BürgerInnen von morgen Rechnung
trägt. Folgende Regionen sind an dem Projekt beteiligt: Edinburgh, Krakau, Sarajevo, Zagreb, Belgrad,
Calarasi, Kiew, Schwerin / Greifswald und Soest.
Im Museumsquartier findet der Tag der Vielfalt für 13-19-Jährige statt. Ziel ist es, das Bewusstsein für das
Recht auf Gleichbehandlung zu schärfen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man Vorurteilen begegnen
kann. Diese multikulturelle Veranstaltung mit Beiträgen von Wiener Schulen, NGOs und Vereinen liefert u.a.
Informationen und Aktionen über Rassismus und Diskriminierung, Kinder- und Jugendrechte, Medien, Arbeit
und Bildung. Die Beiträge der Wiener Schulklassen sind sehr vielfältig und reichen von Theaterstücken,
musikalischen Einlagen, Fashionshows, Verkostungen europäischer Spezialitäten bis hin zu
Multimediapräsentationen. Veranstalter sind neben dem Stadtschulrat, die Stadt Wien, die
EU-Grundrechteagentur und der Verein WienXtra.
Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und
Personal
Wie im letzten Jahr entsendet die Magistratsabteilung Personalservice (MA 2) wieder Lehrlinge zu einem
internationalen Sprach- und Ausbildungsaufenthalt nach Dublin. Auch das Lehrlingsaustauschprogramm mit
Helsinki wird fortgeführt. Erstmals bietet die MA 2 für neun Lehrlinge aus München ein umfassendes
Praktikum in verschiedenen Dienststellen der Stadt Wien an; Studierende von Fachhochschulen in
Ludwigsburg und Bayern sind ebenfalls Gäste der MA 2.
Im Mittelpunkt der internationalen Aktivitäten der Magistratsabteilung Integrations- und
Diversitätsangelegenheiten (MA 17) stehen die Themen Diversität/ Diversitätsmanagement, Bildung,
Zusammenleben, Wohnen, „ethnische Ökonomien“, Antirassismusarbeit sowie die Präsentation der
diesbezüglichen Best Practices der Stadt Wien. Die MA 17 tritt der von Nürnberg und der UNESCO initiierten
Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus bei. Zur Rolle der Städte im Kampf gegen Rassismus und
Diskriminierung wird ein Aktionsplan ausgearbeitet.
Die MitarbeiterInnen der MA 17 sind geschätzte Vortragende bei internationalen Tagungen, wie etwa zu
„Diversity Through Equality“ in Kopenhagen , der OSZE-Konferenz „Combating Discrimination and Promoting
Mutual Respect and Understanding“ in Bukarest . Multiethnische Wohnquartiere und ethnische Ökonomien
sind Themen einer Veranstaltung in Hamburg . Die MA 17 nimmt an einer Comenius-Konferenz zur
Interkulturellen Schule in Stuttgart teil, die Wiener Maßnahmen zu Elternarbeit und LehrerInnenfortbildung
stoßen auf großes Interesse. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft veranstaltet im Juni in Leipzig einen
Fachkongress über „Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten – neue Strategien der Kohäsion“, an
dem über 400 Personen teilnehmen. Weitere Veranstaltungen beschäftigen sich mit „Wohnen, Stadtteil,
Konflikt“ in Berlin und „Vielfalt in Ausbildung und Arbeit“ in Hamburg.
Die International Organisation for Migration (IOM) gründete 2006 die Vienna Migration Group, durch die der
Dialog zum Thema Migration zwischen allen in Wien ansässigen internationalen Organisationen unter der
Schirmherrschaft des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten forciert
werden soll. Im Oktober findet im Vienna International Centre dazu eine Veranstaltung statt. In Wien findet die
Tagung „10 Jahre österreichische Gewaltschutzgesetze im internationalen Kontext“ statt und steht im Rahmen
der Kampagne des Europarates gegen häusliche Gewalt an Frauen.
Die Amtsführende Stadträtin Sandra Frauenberger nimmt am Treffen „Transatlantic Task Force on
Immigration and Integration“ im März in Berlin teil.
Die Magistratsabteilung Einwanderung, Staatsbürgerschaft, Standesamt (MA 35), die immer wieder
Anlaufstelle für ausländische Fachdelegationen ist, nimmt ihrerseits an einer Studientour des kanadischen
Einwanderungs- und Integrationssystems teil. Im Rahmen des EU-kofinanzierten INTI-Projekts veranstaltet
das französische Arbeits- und Sozialministerium ein Seminar zu den Themen Staatsbürgerschaft, Nationalität
und nationale Identität. Die Beteiligung an der Hochzeitsmesse in London soll Wien als „Traumhochzeitsort“
positionieren.
Die Leitung der Lebensmitteluntersuchungsanstalt (MA 38) nimmt an den Kooperationsgesprächen „Wien in
Bukarest“ im September teil.
Die Magistratsabteilung Frauenförderung und Koordinierung von Frauenangelegenheiten (MA 57) war 1997
Initiatorin des transnationalen Frauen-Städtenetzwerkes FemCities. Im Dezember findet eine Konferenz über
die künftigen Schwerpunkte in Wien statt. Die MA 57 beteiligt sich aktiv an Fachkonferenzen in Berlin , vor der
Women´s Guild der UNO Wien und in der Philippinischen Botschaft, wo über den Frauennotruf informiert wird.
Die MA 57 ist an EU-Projekten beteiligt und ist Anlaufstelle für Fachdelegationen, u. a.
Parlamentsabgeordnete aus Tschechien , Sozialpädagoginnen aus München, PolitikerInnen aus der
Republik Korea.
Am 8. März findet im Rathaus der internationale Frauentag statt, der daran erinnern soll, was in knapp 100
Jahren seines Bestehens erreicht wurde.
Im Zentrum der Veranstaltung steht die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen für Frauen. 50
Beratungseinrichtungen nehmen teil. Wien hat innerhalb Österreichs übrigens die höchste
Frauenerwerbsquote.
Im Rahmen des europäischen Jahres für Chancengleichheit veranstaltet das International Centre for Black
Women Perspectives im September einen EU-weiten Kongress zur Situation schwarzer europäischer Frauen,
120 Delegierte kommen aus 20 Staaten. Stadträtin Sandra Frauenberger bezeichnet diese erstmals
stattfindende Veranstaltung als eine wesentliche integrationspolitische Initiative.
Die Magistratsabteilung Wahlen und verschiedene Rechtsangelegenheiten (MA 62) empfängt eine Delegation
der Gewerbehörde Prag, in Vortrag und Diskussion geht es um Theorie und Praxis des Wiener
Prostitutionsgesetzes.
Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche
Lebensweisen (WASt)
Die WASt ist an EU-Projekten beteiligt und darüber hinaus mit Fachvorträgen auf der Konferenz „Sexual
Diversity – European Community“ in Gent und über „Communal Antidiscrimination Work“ der Gewerkschaft
Internationaler Öffentlicher Dienste in Wien vertreten. Im Rahmen eines Twinning-Projekts des Ludwig
Boltzmann Instituts für Menschenrechte besuchen internationale ProjektteilnehmerInnen einen Workshop
zum Thema „Gays and Lesbians in Vienna“. Die WASt arbeitet auch mit dem Österreichischen
Austauschdienst zusammen und nimmt als Mitglied des Fachbeirates eines EU-Projekts der AIDS-Hilfe Wien
an Treffen in Linz und Salzburg teil. Als Zeichen der Solidarität mit HIV-kranken Personen wird von den
a
Stadträtinnen Sandra Frauenberger und Mag. Sonja Wehsely am 1. Dezember, dem Internationalen
Welt-AIDS-Tag, das Red Ribbon am Rathaus gehisst.
Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke
a
Vizebürgermeisterin Mag. Renate Brauner empfängt im Berichtsjahr zahlreiche Delegationen, darunter auch
Vizebürgermeister Lajos Orosz der drittgrößten ungarischen Stadt Miskolc. Im Zentrum der Gespräche stehen
die Organisation und Abwicklung des öffentlichen Verkehrs in Wien.
Im Zeichen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit steht der Auftritt der Vienna IT Enterprises bei der
Fachmesse für Informationstechnologie und Telekommunikation. Dem Netzwerk gehören auch der Cluster
ICT-Burgenland und die Donauuniversität Krems an. In Wien gibt es etwa 7.700 Unternehmen mit 87.000
Beschäftigten, von hier aus wird der zentral- und osteuropäische Raum bearbeitet.
Die 2006 gegründete österreichische Labelvereinigung Austrian Music Ambassador Network nimmt heuer ihre
Arbeit auf. Ziel ist es, die heimische Präsenz österreichischer Plattenfirmen zu verbessern und die
Kleinteiligkeit der Musikbranche zu überwinden. Bund und Land steuern jeweils € 200.000 zur Finanzierung
bei. 2006 konnte der Musikmarkt € 216 Millionen umsetzen, der heimische Tonträgermarkt liegt weltweit an
15. Stelle.
Die internationale Wirtschafts- und Networking Plattform i.convienna findet mit dem Themenschwerpunkt
„Future Investments for Europe“ im TechGate Wien statt. Im Fokus steht der Erfahrungsaustausch der Städte
Bukarest, Moskau, Sofia und Wien und die Förderung grenzüberschreitender Wirtschaftskooperationen.
Die Magistratsabteilung Allgemeine Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten; Abgaben (MA 4) leistet Beiträge
für die Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) und für die Asbestsanierung des Vienna
International Centre. Die MA 4 ist an einem EU-Projekt mit Bratislava beteiligt.
Auch die Magistratsabteilung Finanzwirtschaft, Haushaltswesen und Statistik (MA 5) leistet Beiträge in der
Höhe von 35 % der Unterbringungskosten für die OSZE, das Wassenaar Arrangement, die
EU-Grundrechteagentur, das European Space Policy Institute, die Energiegemeinschaft Südosteuropa, das
Vienna Centre for Financial Reporting Reform und mehrere Vertretungsbehörden von Entwicklungsländern.
Das Referat Statistik und Analyse nimmt am 13. Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen
DemografInnentreffen teil.
Die Magistratsabteilung Rechnungsamt (MA 6) nimmt an einigen Konferenzen im Ausland teil, so auf der
„Software & Systems Quality Conference“ mit dem Thema „Automatismen zur Qualitätssicherung und im
Testbetrieb des SAP-Rollouts“ in der Schweiz, zum Thema „Public Sector Budget Management“ in
Baden-Württemberg und mit einem Gastvortrag über die praktischen Erfahrungen der Stadt Wien aus dem
Releasewechsel auf ERP 6.0 auf der Konferenz „Next Generation SAP“ in Düsseldorf.
Alle drei Abteilungen empfangen Delegationen, u. a. FinanzbeamtInnen mehrerer Städte der Republik Korea,
StudentInnen der Ecole Nationale d´Administration (ENA) Paris und FachbesucherInnen aus Perm, Dublin ,
Shanghai und Laibach sowie der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO).
Die internationalen Agenden der Magistratsabteilung EU-Strategie und Wirtschaftsentwicklung (MA 27) sind
sehr breit gefächert und werden in den einzelnen Dezernaten umgesetzt. Einen großen Teil nehmen
naturgemäß die diversen EU-Förderprogramme und die Daseinsvorsorge ein (s. Kapitel Europäische Union).
Das Dezernat Arbeit, Wirtschaft, Technologie und Forschung betreut Berichte des Ausschusses der Regionen
(AdR) und ist aktiv am Lobbying im Interesse der Städte beteiligt. Im 1. Halbjahr spielt insbesondere die von
der deutschen Präsidentschaft geplante „ Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ eine zentrale
Rolle. Im 2. Halbjahr beginnt das Lobbying für eine stärkere Berücksichtigung der Rolle der Städte bei der
Mid-Term-Review der Europäischen Strukturfonds. Der von der EU koordiniert erhobene „Community
Innovation Survey“ (CIS) wird das vierte Mal auch für den Standort Wien durchgeführt. Zu den wirtschaftlichen
Stärkefeldern Wiens gehört auch die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Die Stadt Wien
vergibt eine Studie zum Thema „IKT – Standort Wien im Vergleich“, die 2007 fertig gestellt wird. Sie beinhaltet
eine detaillierte Darstellung des IKT-Sektors (Unternehmen, Forschung, Förderung) in Wien, der Vienna
Region sowie im internationalen Vergleich. Zur Vorbereitung auf einen zukünftigen grenzüberschreitenden
Arbeitsmarkt wird die Studie „Berufsbilder im grenzüberschreitenden Vergleich: Trendanalyse“ beauftragt.
Wien und Bratislava bewerben sich gemeinsam um den Verwaltungssitz des Europäischen Instituts für
Technologie (EIT).
Im Zuge der ExpertInnentätigkeit arbeitet das Dezernat Energie zum Energiepaket 2007 eine Stellungnahme
aus, die vom AdR auf seiner Plenarsitzung im Oktober angenommen wird. Für die Strukturfondsperiode
2007-2013 werden die energetischen Aspekte berücksichtigt und in Brüssel wird Wiens Städtisches
Energieeffiziensprogramm (SEP) auf europäischer Ebene präsentiert. Die MA 27 beobachtet, filtert und
analysiert darüber hinaus die aktuellen Entwicklungen auf EU-Ebene im Energiebereich. Zu nennen sind
dabei insbesondere die Versorgungssicherheitsrichtlinie, die Elektrizitäts- und Erdgasbinnenmarktrichtlinie,
die Emissionshandelsrichtlinie, die Gebäuderichtlinie, die Energieeffizienzrichtlinie und die
Ecodesign-Richtlinie.
Die Friedhöfe Wien GmbH hat Kontakt zu folgenden Vereinigungen: Verband der Friedhofsverwalter
Deutschlands, European Federation of Funeral Services, Association of Significant Cemeteries in Europe und
der ARGE Friedhof und Denkmal in Kassel und nimmt im Rahmen dieser Kooperationen an Konferenzen und
Kongressen, u.a. in Essen, Marburg, Mailand, Nürnberg, Seddin, Gera und Stavanger teil. In München findet
eine Tagung des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur über Sozialbegräbnisse und neue Entwicklungen
unter dem Titel „verarmt, verscharrt, vergessen“ statt.
Sonderbeauftragter für internationale wirtschaftliche
Angelegenheiten
Auch im Berichtsjahr ist Senator h.c. Professor KR Walter Nettig wieder unermüdlich im Einsatz, um den
Wirtschaftsstandort Wien zu propagieren. Die exzellenten Kontakte und das Know-how kommen Prof. Nettig
aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Präsident der Wirtschaftskammer Wien zugute. Zu den zahlreichen
Veranstaltungen und Treffen gehört auch das Networking auf den Wien-Präsentationen in Bukarest, Berlin,
Tokio und Neu Delhi.
Die jährliche Leadership Tagung des Urban Land Institute findet erstmals in Wien statt. Seit 1936 genießt das
Institut weltweite Anerkennung für seine vorausschauende Forschung nach hohen Standards in den
Bereichen Raumordnung, Städtebau und Immobilienwirtschaft. Die von ihren Mitgliedern organisierte und
geleitete Nonprofit-Organisation besteht mittlerweile aus insgesamt 38.000 Mitgliedern in mehr als 50
Ländern.
WWFF – Wiener Wirtschaftsförderungsfonds
www.wwff.gv.at
Wien erlebt im Berichtsjahr einen Boom bei der Ansiedlung internationaler Unternehmen, 1.100 Arbeitsplätze
werden dadurch neu geschaffen, 30 % mehr als 2006. Die Investitionen belaufen sich auf € 113 Millionen, ein
Anstieg um 150 %. Durch die Kooperation des WWFF mit der Austrian Business Agency-Invest in Austria
können 115 Unternehmen angesiedelt werden. Die meisten Ansiedlungen kommen aus Deutschland, dem
zentral- und osteuropäischen Raum, den USA und der Schweiz und stammen aus den Bereichen
Dienstleistungen, Handel, IKT/Neue Medien und Life Sciences. 2007 fördern der WWFF und seine
Tochterunternehmen im Übrigen 685 Unternehmen mit € 36 Millionen und lösen damit Investitionen von € 175
Millionen aus.
Internationale Auftritte und die Präsentation des Wirtschaftsstandortes Wien im Ausland zählen zu den
Kernaufgaben des WWFF. Dazu gehören die Wien-Tage in New York, wo das Internationale
Wirtschaftsservice (IWS) den Finanz- und Immobilienstandort als Ausgangspunkt für Aktivitäten in mittel- und
osteuropäischen Ländern vor rund 100 VertreterInnen namhafter US- und internationaler Firmen aus den
Bereichen Finanz, Immobilien und Consultancy vorstellt. Der Wirtschafts- und High-Tech-Standort steht im
Zentrum der Präsentation in Berlin, Immobilien in Abu Dhabi. Das IWS setzt seine Erfolgsserie der
Mittelstandstage in Deutschland fort. Zweck der Veranstaltung, zu der sich Unternehmen ab einem
Jahresumsatz von € 10 Millionen einfinden, ist in erster Linie der Austausch zwischen Unternehmen und
wirtschaftsnahen DienstleisterInnen. Österreich und Wien stehen dabei als ideale Ausgangspunkte für die
Markterschließung in Zentral- und Osteuropa im Mittelpunkt.
Auch auf internationalen Konferenzen und Messen ist der WWFF vertreten. Dazu gehört die
Intercell-Konferenz in Baden, die internationale ForscherInnen aus dem Life-Science-Bereich,
FinanzexpertInnen der Pharmaindustrie und NGOs zusammenbringt. Auf der BIO 2007 in Boston haben
23.000 BesucherInnen die Gelegenheit, österreichische Life Sciences AkteurInnen kennen zu lernen. Der
WWFF ist auch auf den internationalen Immobilienmessen in Cannes und Wien vertreten. Im Rahmen des
Projekts „b2fair“ begleitet das Europaservice des WWFF zahlreiche Wiener Unternehmen auf
Industriemessen nach Hannover, Brünn und Jönköping.
Der WWFF betreut im Berichtsjahr ausländische Delegationen und organisiert mehrere Seminare für
internationale Zielgruppen. Im Büro in Brüssel wird neben diversen Präsentationen, Empfängen und Vorträgen
das „Austrian Viennese Investment Café“ zur Bewerbung des Wirtschaftsstandortes Wien abgehalten.
Das IT-Netzwerk (VITE) initiiert 2007 erste Ansätze einer grenzüberschreitenden Kooperation regionaler
IKT-Kompetenznetzwerke in CENTROPE, die ab Anfang 2008 umgesetzt werden. Im Rahmen einer
Wettbewerbsförderung erhält VITE für dieses Projekt finanzielle Unterstützung von Seiten der EU.
ZIT – Zentrum für Innovation und Technologie
Das ZIT ist die Technologieagentur der Stadt Wien und ein WWFF-Unternehmen. Es fördert und betreut
forschungs- und innovationsaktive Unternehmen mittels Vergabe monetärer Förderungsmittel und spezifische
Beratungsleistungen. Darüber hinaus entwickelt das ZIT mit privaten PartnerInnen Technologieimmobilien
und setzt Maßnahmen zur Stärkung eines innovationsfreudigen Klimas. Die umfangreichen
Auslandsaktivitäten umfassen im Berichtsjahr auszugsweise: Mitarbeit im multinationalen Netzwerk für
Best-Practice-Ansätze ProAct, Teilnahme am EU-Projekt Innodeal mit zwölf weiteren Regionen, Kooperation
mit der slowenischen Technologieagentur ITA und Mitgliedschaft im Vienna Economic Forum, einer
Kooperationsplattform für Südosteuropa. In Barcelona findet die „World Conference on Science and
Technology Parks“ statt, Innovationsmanagement steht im Mittelpunkt von Gesprächen in Boston. Das ZIT
präsentiert sich auf der BioEurope in Hamburg .
departure
Die departure wirtschaft, kunst und kultur gmbh ist die Creative Industries Impulsgesellschaft der Stadt Wien.
Bislang wurden 94 Unternehmen mit rund € 7,9 Mio. gefördert und mehr als 550 Arbeitsplätze neu geschaffen
oder gesichert. Diese Fördersumme löst ein privates Investvolumen von rund € 31 Mio. aus. Es werden
Projekte aus den Bereichen Mode, Musik, Audiovision, Multimedia, Design, Verlagswesen, Kunstmarkt und
Architektur gefördert. Für den diesjährigen Schwerpunkt „Lifestyle Advertising. Veränderung der
Kommunikation im neuen konvergenten Medienzeitalter“ werden über € 900.000 zur Verfügung gestellt. Diese
Art der Innovationsförderung auf Wettbewerbsbasis gilt mittlerweile international als Best-Practice-Modell und
wird 2007 u.a. in Zürich, Berlin, Toronto, New York, Barcelona sowie in Boston vorgestellt.
Wien Holding
www.wienholding.at
Kulturbetriebe
Mit der Stadthallen Gruppe, den Vereinigten Bühnen (Raimund Theater, Ronacher und Theater an der Wien),
dem Haus der Musik, dem Jüdischen Museum, dem Mozart- und KunstHaus und Wien Ticket ist die Holding
einer der größten Kulturkonzerne Europas, pro Jahr werden etwa 2,5 Millionen BesucherInnen gezählt. Alleine
die Stadthalle und die Vereinigten Bühnen haben pro Jahr eine Wertschöpfung von € 255 Millionen und
sichern 4.700 Arbeitsplätze.
Die Kulturbetriebe der Wien Holding arbeiten auch eng mit dem WienTourismus zusammen, z.B. auf der
größten Tourismus Incomingfachmesse Österreichs in Wien, an der 880 EinkäuferInnen und 200
MedienvertreterInnen teilnehmen. In Madrid findet die Tourismusmesse Fitur für den südeuropäischen und
lateinamerikanischen Raum mit mehr als 8.000 AusstellerInnen und fast 500.000 BesucherInnen statt. Die
größte Tourismusmesse der Welt ist die ITB in Berlin , 8.000 JournalistInnen berichten. Die Kulturbetriebe sind
mit zwei Infocountern vertreten. Die Kulturbetriebe sind weiters auf internationalen Workshops, u.a. in Ungarn
und in Tschechien vertreten.
Erstmals ist die Originalproduktion „Elisabeth“ der Vereinigten Bühnen von Harry Kupfer als Gastspiel in Japan
zu sehen. „Elisabeth“ wird auch in Budapest, Stuttgart und Turku aufgeführt. Das Musical „Mozart“ in
Budapest, „Tanz der Vampire“ in Berlin, Warschau, Tokio und Budapest und „Rudolf“ am Operettenhaus
Budapest ebenso wie am Open-Air-Festival in Szeged. Im September finden unter dem Motto „kulttour07“
Jazz, Klassik und Kinderprogramme aus der Slowakei statt.
Wiener Hafen
Im Logistikzentrum Hafen Wien – es umfasst das gesamte Hafenareal, die Stadt-Wien-Tochter Wiener Hafen
und alle dort ansässigen privaten Firmen – werden jährlich knapp 11 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.
Etwa 45 % davon entfallen direkt auf den Bereich der in der Wien Holding angesiedelten Wiener Hafen
Gruppe, in der die Wiener Hafen GmbH & Co KG sowie ihre Tochterunternehmen gebündelt sind. Rund 2.000
km vom Schwarzen Meer und 1.500 km von der Nordsee entfernt wird der Hafen derzeit massiv ausgebaut.
Bis 2009 werden von der Stadt Wien, dem Hafen und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mehr als €
150 Millionen investiert werden.
Im Containergeschäft hat sich der Wiener Hafen in den letzten Jahren zum zentralen Knoten vor allem im
Überseecontainerverkehr entwickelt. Über 50 Züge pro Woche bringen mittlerweile Container vom
Containerterminal zu den großen europäischen Seehäfen wie Rotterdam, Hamburg, Bremerhaven und
Duisburg . Weitere Züge verbinden den Hafen mit Knotenpunkten in Budapest und Bratislava. 2007 werden
300.000 Containereinheiten umgeschlagen.
Per Schiff werden vor allem Mineralölprodukte sowie Baustoffe wie Zement, Sand oder Stahlprodukte bzw.
landwirtschaftliche Produkte wie Getreide und Kunstdünger transportiert. Für diese Schüttgutprodukte
erweitert der Hafen konsequent seine überdachten Lagerkapazitäten. Im Herbst wird die mittlerweile bereits
dritte neue Rohstofflagerhalle in Betrieb genommen. Insgesamt verfügt der Wiener Hafen derzeit über drei
Schüttguthallen mit einer Gesamtkapazität von nahezu 40.000 Tonnen, das entspricht rund 40
Schiffsladungen.
TINA – Transport Infrastructure Needs Assessment
www.tinavienna.at
TINA Vienna als das europäische Kompetenzzentrum für Verkehrsplanung feiert sein 10-jähriges Bestehen
und ist auch im Berichtsjahr ein wichtiger Vertreter der Stadt, dazu gehören u.a. zahlreiche Veranstaltungen,
die Vertretung Wiens in internationalen Organisationen und die Unterstützung der Wiener Auslandsarbeit im
Allgemeinen.
In Athen, Nürnberg und Budapest finden die Treffen der Pan-Europäischen Korridore VII und X statt, diskutiert
werden u. a.die bayrischen Projekte und der Ausbau der rumänischen Donaustrecke. In Bukarest findet das
Donau Symposium von TINA Vienna, der South East Corporative Initiative und dem Stabilitätspakt für
Südosteuropa statt. Die Donau als Transportachse Europas ist das Thema eines Gemeinschaftsstandes der
transport logistik Messe in München. 2007 ist das fünfte Jahr der gemeinsamen Deklaration der 13 Staaten
des Donaubeckens. Gastgeber der diesjährigen Konferenz ist Belgrad. Das Projekt „Donauhanse“, das für
gleichartige Probleme von Städten entlang der Donau Lösungsansätze bietet, wird um Sremski Karlovci,
Pancevo, Bukarest und Cernavodă erweitert. Die Übergangsphase bis zu einer neuerlichen Einreichung für
EU-Fördermittel wird auf den österreichischen Know-how-Transfer fokussiert. Im Juni unterzeichnen Belgrad
und TINA Vienna einen Vertrag über eine Feasibility-Studie für den Bau eines neuen Frachthafens an der
Donau. TINA erhält den Zuschlag bei der öffentlichen Ausschreibung, der Vertragswert beträgt € 730.000.
Hauptaufgabe der Studie ist die Auswahl und Begründung des neuen Standorts nach technischen,
wirtschaftlichen, raumplanerischen, sozialen und umwelttechnischen Aspekten. Der neue Hafen soll auf mehr
als 400 ha Grund errichtet und damit einer der größten Verkehrsknoten in der Region werden, was auch für
Wien von großer Wichtigkeit ist, da die Bedeutung der Binnenhäfen als Wirtschaftsfaktoren enorm zunimmt.
TINA Vienna erhält auch den Zuschlag zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie für den Hochwasserschutz an
der Weichsel in Krakau . Ziel dieser Studie ist die Erstellung eines technischen Konzeptes für einen Kanal zum
Hochwasserschutz, die Bewertung der Auswirkung des Projektes auf Raumplanung und Städtebau und die
Beurteilung der Umsetzungschancen des Projekts aus technischer, rechtlicher, wirtschaftlicher und
organisatorischer Sicht.
TINA unterzeichnet einen Vertrag zur Gründung des Unternehmens TINA United für Infrastrukturplanungen in
den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Schwerpunkt Abu Dhabi. Damit kann sich TINA United an
Ausschreibungen von Verkehrsinfrastrukturprojekten beteiligen, aber es wird auch für Unternehmen aus dem
Wiener Raum einfacher, sich in den Emiraten zu engagieren.
Zentrales Thema einer Konferenz in London ist das Verhalten der Städte im Lichte der Klimadebatte unter
besonderer Berücksichtigung des Verkehrs. Der Wien-Ball in Almaty wird von Geschäftsführer Mag. Otto
Schwetz eröffnet, der außerdem Fachgespräche über eine Verlängerung des Korridors VII nach Kasachstan
und das Wiener Know-how im Bereich Stadttechnologien führt. In Wuhan findet die „Yangtse Shipping“ statt,
600 Personen nehmen an dieser Konferenz teil. TINA stellt das Korridor-Management vor. Die auf der
Konferenz gewonnen Erkenntnisse zur Schaffung neuer Binnenschiffe fließen in die Arbeit der Gruppe Flotte
des Korridor VII ein.
TINA Vienna veranstaltet im Berichtsjahr in Kooperation mit Bohmann-Events wieder internationale
Verkehrssymposien. Zentrale Themen sind die Bewältigung der Verkehrserfordernisse der näheren Zukunft,
die Nutzung der Binnenschifffahrt und bezogen auf Odessa der Ausbau des Flughafens und die Anbindung
des Schwarzmeergebietes an die ukrainischen und russischen Wasserstraßen. Die Konferenzen finden in
Russe, Constanta, Odessa und Istanbul statt. In Istanbul, dem Verkehrsknoten zwischen Europa und Asien,
werden Stadtentwicklung, sanfter- und Wirtschaftsverkehr unter dem Motto intelligente Mobilität diskutiert. An
der Konferenz nimmt auch der Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr DI Rudolf Schicker teil.
In Orth a.d. Donau und Zagreb vertritt TINA Vienna Wien in Workshops zum Thema Binnenschifffahrt und
Umweltschutz. TINA Vienna ist außerdem Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Donauländer.
Wiener Stadtwerke
www.wienerstadtwerke.at
Wiener Linien
Im Mai findet in Helsinki der Weltkongress des Internationalen Verbandes für öffentliches Verkehrswesen
(UITP) statt, der Österreich Pavillon wird von den Wiener Linien, dem Verkehrsverbund Ostregion (VOR) und
den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) organisiert. Die UITP-Buskomitee-Sitzung findet in Barcelona
statt. Die Security Commission informiert sich über sicherheitsrelevante Einrichtungen und Vorgangsweisen
bei der Wiener U-Bahn. Die TeilnehmerInnen kommen aus Europa, den USA, Kanada, der Republik Korea,
Australien, Hongkong, der Volksrepublik China und Singapur. Die Wiener Linien studieren auf einer
Studientour die Bussysteme in Lateinamerika auf einer Konferenz in Bogotá.
In Mannheim findet ein Seminar zum Thema „Strukturiertes Störungsmanagement“ statt, in Berlin in
Vorbereitung auf die EM 2008 eines zu „Dokumentation einer Leitstelle“. Die Wiener Linien sind mit einem
Stand auf einem Bahntechniksymposium in Köln vertreten.
Gemeinsam mit der Technischen Universität Clausthal in Niedersachsen führen die Wiener Linien
Telemetriemessungen an Radsatzwellen von U-Bahn- und Straßenbahnfahrzeugen durch. Diese dienen der
Ermittlung der tatsächlich im Betrieb auftretenden Belastungen und erfolgen im Rahmen des übergeordneten
Projekts „Sichere und wirtschaftliche Auslegung von Eisenbahnfahrwerken“, welches von der Technischen
Universität Clausthal mit Unterstützung des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) geleitet wird.
Ziel des Projekts – an dem sich auch viele namhafte deutsche Verkehrsunternehmen beteiligen – ist es, für die
Zukunft aus einer möglichst großen Anzahl von Messdaten von vorhandenen Radsatzwellentypen und
unterschiedlichsten Betriebszuständen neue Erkenntnisse für eine sichere, aber trotzdem kostenminimierte
Auslegung der Bauteile zu finden.
Wienstrom
Wienstrom pflegt einen Informationsaustausch über die Veränderungen und Erfahrungen im liberalisierten
Markt. Die meisten der BesucherInnen wollen Informationen über die richtigen Schritte im liberalisierten Markt.
Wienstrom gilt hier als äußerst positives Beispiel, wie ein städtisches Unternehmen die wirtschaftlichen
Herausforderungen der Liberalisierung erfolgreich gestaltet. Die neue Biomasseanlage in Simmering erhält
internationale Aufmerksamkeit. 40 Delegationen mit 775 Personen aus aller Welt informieren sich über dieses
Vorzeigeprojekt.
Wienstrom intensiviert die im letzten Jahr mit Kontaktpflege begonnenen Aktivitäten im Bereich der
regenerativen Energie, sodass erste konkrete Projekte bereits umgesetzt werden. Das Windkraftwerk Level in
Westungarn mit 24 MW befindet sich in Bau. Die Entwicklung von Windstandorten in Polen ist stark
angelaufen, konkrete Projekte in Iwonicz und Sepopol stehen unmittelbar vor der Umsetzung. Zur Errichtung
von Kleinwasserkraftwerken bis zu 12 MW wurde eine 49 % Beteiligung der Energy Eastern Europe (EEE) mit
einer Option auf 74,9 % angekauft. Konzessionen für 12 MW sind schon vorhanden und für weitere 43 MW in
Verhandlung. Die ersten konkreten Projekte werden bereits 2008 zu errichten begonnen. Gemeinsam mit der
Porr AG und der Elektroprivreda Sarajevo werden im Rahmen der APET-Gruppe bereits sehr konkrete
Gespräche zur gemeinsamen Errichtung von Wasserkraftwerken in Bosnien-Herzegowina geführt. Darüber
hinaus gibt es intensive Bemühungen, Windkraftwerke in der Slowakei zu errichten.
Fernwärme
Über 60 Delegationen mit 900 Personen, darunter aus Griechenland, Thailand, Mexiko und Kuba, informieren
sich vorwiegend über die technischen Details der Anlage in der Spittelau und verschaffen sich vor Ort einen
Eindruck von einer der modernsten thermischen Abfallbehandlungsanlagen weltweit. Der Umweltminister aus
Ghana Kwadwo Adjei-Darko interessiert sich für das Werk Simmeringer Haide. Sein Hauptinteresse gilt der
Klärschlammbehandlung vom Verbrennungsprozess über die Rauchgasreinigung bis zur
Abwasserbehandlung. Auch die Fernwärmeverteilanlagen sind bevorzugte Anlaufstellen für BesucherInnen.
Die Fernwärme nimmt am EU-Projekt „Summerheat“ teil. Es werden die Möglichkeiten und Auswirkungen der
Nutzung von Abwärmepotenzialen (KWK, Müllverbrennung) für Kühlung und Klimatisierung untersucht und
dargestellt. Im Rahmen der Task Force District Cooling von Euroheat & Power ist die Hauptaufgabe die
th
Erstellung eines Grundlagenpapiers zu District Cooling. Auf dem „12 International Congress for Battery
Recycling“ ist das Werk Simmeringer Haide mit einem eigenen Messestand vertreten.
Die Fernwärme ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme Deutschland, außerdem im europäischen
Verband Euroheat and Power sowie im Ausschuss „greenhouse gases“ des europäischen
Abfallwirtschaftsverbandes vertreten.
Energiecomfort
Energiecomfort ist derzeit in der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Deutschland aktiv. Die
Geschäftsentwicklung über die Grenzen Österreichs hinaus gehört zu den strategischen Schwerpunkten und
wird im Geschäftsjahr 2006/07 weiter forciert. So hält das Unternehmen 49 % am slowakischen
Fernwärmeversorger Bytkomfort s.r.o mit Hauptsitz Nové Zámky. Die Tätigkeit wird im Berichtsjahr auf Šalá,
Hurbanovo und Nitra ausgedehnt. In Prešov wird am lokalen Fernwärmebetrieb, an dem Energiecomfort 55 %
hält, ein modernes Kundenzentrum errichtet. Im rumänischen Tîrgu Mureş wird ein neues Stadtviertel mit
umweltfreundlicher Fernwärme versorgt werden. Auch Südosteuropa ist ein Hoffnungsmarkt und 2007 werden
mit dem Ziel, Energieeffizienzprojekte zu entwickeln, Partnerschaften mit den Städten Novi Sad und Ćaćak in
Serbien aufgebaut. Einen guten Ruf hat Energiecomfort als Errichter und Betreiber von Ortswärmenetzen auf
Biomasse-Basis in Tirol und das Interesse der zwei süddeutschen Gemeinden Oberstaufen und Steibis
geweckt.
Gasnetz
Im Juni läuft in Kirgisistan eine Messkampagne zur Untersuchung von Verteilerstationen auf Dichtheit. Die
Abteilung Mess-, Regel- und Korrosionsschutztechnik erhält den Auftrag, eine Expertise hinsichtlich
erforderlicher Instandsetzungsmaßnahmen und deren Kosten abzugeben. MitarbeiterInnen besuchen Firmen
in Italien und referieren über Polyethylen-Gasrohrsysteme in Wiesbaden, risikoorientierte Instandhaltung von
Gasdruckregelanlagen in München und über Instandhaltung von Gasdruckregelanlagen mit Einsatz mobiler
AssetManagement-Unterstützung in Köln. Die staatlich akkreditierte Prüf- und Versuchsanstalt für Gas- und
Feuerungstechnik führt Gas-Geräteprüfungen in Deutschland, Frankreich und Italien durch.
Bestattung
Im Rahmen ihrer Tätigkeit in der internationalen Bestattervereinigung (EFFS) mit Sitz Wien werden zwei
internationale Tagungen in Budapest und Odense organisiert. Ziel der 26 Staaten umfassenden EFFS ist es,
ihre Interessen auf europäischer Ebene zu vertreten. Zur Umsetzung dieser Aufgabenstellung sind
verschiedene Arbeitsausschüsse eingerichtet. Durch gezieltes Lobbying können die Ergebnisse der
Arbeitsausschüsse in EU-Richtlinien einfließen. An neuen Regelungen wird die Ausbildungsmöglichkeit zum
MBA für Funeral Services eingeführt; dazu kommen Richtwerte für Emissionsgrenzen betreffend Krematorien
und Vorschläge für EU-weite Regelungen hinsichtlich grenzüberschreitender Überführungen.
WAFF – WIENER ARBEITNEHMERINNEN
FÖRDERUNGSFONDS
Die internationalen Aktivitäten des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds im Berichtsjahr beinhalten
sowohl die Betreuung von ausländischen Delegationen als auch Präsentationen und Teilnahmen bei
internationalen Konferenzen und Fachtagungen. Darüber hinaus werden auch Präsentationen für
Equal-Partnerschaften durchgeführt. Sieben Delegationen u.a. aus Polen, Deutschland, Rumänien und
Albanien werden im Rahmen von Equal-Partnerschaften betreut, wobei die Arbeitsmarktpolitik der Stadt Wien
auf besonderes Interesse stößt. In Vilnius findet ein transnationales Treffen von Equal statt, der waff
präsentiert Arbeitsmarktpolitik für Jugendliche in Wien.
Im Rahmen der Konferenz „Employability and Entrepreneurship – Gender Stereotypes“ der Präsidentschaft
des Rats der Europäischen Union stellt der waff sein Beratungsprojekt für Mädchen und junge Frauen
„Amandas Matz“ in Lissabon vor.
Stadtentwicklung und Verkehr
Im März findet in Cannes die MIPIM – die größte Immobilienmesse der Welt – unter Beteiligung der Vienna
Region statt. In Zukunft könnte sich die zentral- und osteuropäische Immobilienszene nach Wien verlagern.
Stadtrat DI Rudolf Schicker trifft in Cannes mit dem Oberbürgermeister von Brünn Roman Onderka
zusammen, wo über eine weitere enge Kooperation im Bereich der Bahnnetze diskutiert wird.
Im Juni findet in Wien die internationale Waterfront Development Konferenz mit den Themenschwerpunkten
„Investment & Management“ und „Image & Marketing“ statt. Hauptaugenmerk der Waterfront-Konferenzen
liegt auf dem Verhältnis der Städte zum Wasser, wie Hafengebiete und Brachflächen zu definieren und neue
Stadtteile zu entwickeln.
Im Dezember trifft Stadtrat DI Rudolf Schicker mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission José
Manuel Barroso in Brüssel zusammen, erörtert wird die mögliche Ansiedlung des European Institute of
Technology in Wien.
Die Aktivitäten der Magistratsabteilung Automationsunterstützte Datenverarbeitung, Informations- und
Kommunikationstechnologie (MA 14) stoßen bei ausländischen BesucherInnen auf großes Interesse.
Russische FachbeamtInnen informieren sich im Rahmen des EU-TACIS-Programms über „ViennaGIS“, gleich
drei Delegationen aus Tallinn sowie aus Oslo und diversen Städten Tschechiens u.a. über
Dokumentenmanagement der Stadt Wien, E-Government, Open Source und die strategische Ausrichtung bei
elektronischen Bürgerdiensten. Die MA 14 ist mit dem Geografischen Informationssystem auf der
Schwerpunktdestination Vereinigte Arabische Emirate vertreten.
Von der Magistratsabteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) werden die beiden Ausstellungen
„Wien, Architektur, Stadterhaltung/ Stadterneuerung – Der Stand der Dinge IV“ in der Mimar-Sinan-Universität
in Istanbul gezeigt. Auch die Architekturtage im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach stehen heuer
unter dem Motto „Zwischen Wien und Istanbul“. Die Ausstellungen sind später auch im Famagusta Gate
Cultural Center in Nikosia zu sehen. Begleitend dazu finden jeweils Fachseminare zu den Themen
„Architektur“ und „Stadtentwicklung/Stadterneuerung“ statt. Die Ausstellung „Weltkulturerbe Wien“ wird in der
Grant Gallery New York, dem Kunstpavillon Juraj Matia Sporer in Opatija , dem Congress Innsbruck und in
Abu Dhabi und Sharjah gezeigt. Die Beiträge zu „YO.V.A. – Young Viennese Architects“ werden, nach
verschiedenen Architekturstätten in Österreich, in München ausgestellt.
Das Projekt sALTo der MA 18 und der Bereichsleitung für Strukturentwicklung der Geschäftsgruppe
Gesundheit und Soziales beschäftigt sich in zwei Bezirksteilen mit der Möglichkeit, Menschen möglichst lange
in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu lassen, und welche Angebote es braucht, um die Lebensqualität für
ältere Menschen hoch zu halten. Dieses Projekt wird mit dem EPSA-Diplom ausgezeichnet. Der „European
Public Sector Award“ hat zum Ziel, beispielhafte Projekte für Verwaltungen sichtbar zu machen. Das Projekt
wird im Rahmen der World Health Organisation (WHO)-Netzwerke „Healthy Ageing“ und „Healthy Urban
Planning“ in Rijeka präsentiert.
Die MA 18 ist an nachstehenden internationalen Programmen beteiligt: „Best Practices“, „CENTRAL“, und „
CENTROPE“ und empfängt über 1.000 FachbesucherInnen, darunter auch den Innenminister von
Schleswig-Holstein Ralf Stegner.
Im Mai nimmt Stadtrat DI Rudolf Schicker gemeinsam mit der Staatssekretärin im Bundeskanzleramt Heidrun
Silhavy im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft am Ministertreffen zu „Stadtentwicklung und
territorialer Zusammenhalt“ in Leipzig teil. Es wird eine „Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“
verabschiedet.
Die Magistratsabteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) wird zu Vorträgen, Diskussionen und
Ausstellungen eingeladen: u.a. über das Weltkulturerbe nach Opatija, über den Öffentlichen Raum nach
Zypern, über Qualitätssicherung in der Architektur nach München sowie nach Berlin und in die Volksrepublik
China. Die MA 19 ist auf der Schwerpunktdestination Vereinigte Arabische Emirate vertreten.
Im September findet in Yangzhou die World Canal Cities Expo statt, bei der Wien durch die
Magistratsabteilung Stadtteilplanung und Flächennutzung Innen-West (MA 21A) vertreten ist. Die MA 21A
berichtet über die Vienna Waterfront Development. In einem Festakt wird eine Deklaration für eine nachhaltige
Entwicklung der Städte mit Wasserstraßen unterzeichnet.
Die Magistratsabteilung Stadtteilplanung und Flächennutzung Süd-Nordost (MA 21B) ist zum Thema
„Hauptbahnhof Wien“ zu Gast bei der Stiftung Urban Future Forum in Frankfurt am Main und bei der
International Federation of Housing and Planning in Lissabon . Eine städtebauliche Arbeitsgruppe begibt sich
nach Serbien. Die MA 21B ist am Interreg IVc-Treffen Climateproof Cities in Scheveningen vertreten.
Eine Delegation aus Budapest informiert sich in der Magistratsabteilung Straßenverwaltung und Straßenbau
(MA 28) über die Ausfugung der innerstädtischen Straßenbeläge, vor allem der „ornamentalen Zierbeläge“ in
den Fußgängerzonen, verwendete Belagsarten und Plattenformate, Straßenreinigung, Parkordnung in der
Innenstadt, Warenanlieferung und Müllabfuhr in den Fußgängerzonen. Die MA 28 ist später zu Besuch in
Budapest. Istanbul interessiert sich für das Pavement Management System und Frankfurt am Main u.a. für
Verkehrspolitik, den Masterplan Verkehr 2003, Barrierefreiheit und die Radwegeplanung. Die MA 28 ist auf
den Schwerpunktdestinationen Berlin und Sofia vertreten.
Die Magistratsabteilung Stadtvermessung (MA 41) ist mit dem Vortrag „Einsatz von 3D-Stadtmodellen in
Österreich“ in Lindau im Rahmen eines internationalen Kongresses vertreten und nimmt am
ISO-TC211-Meeting in Rom mit dem Arbeitsgebiet Geoinformation und Führung und am Geodäsie-und
Geoinformations-Kongress INTERGEO 2007 in Leipzig teil. Bulgarische KatasterexpertInnen werden
empfangen.
Die Magistratsabteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) empfängt
eine Reihe von Delegationen aus Bukarest, Belgrad und Prag, die sich für Parkraumbewirtschaftung,
Verkehrsmanagement im Zusammenhang mit Ampelschaltungen, Verkehrssicherheit, Garagenkonzept und
Radfahranlagen interessieren. Die MA 46 ist mit den Themenbereichen Tempolimits auf Freilandstraßen,
Videoüberwachung und Section Control sowie Road Safety Audit und Road Safety Inspection auf einer
internationalen Konferenz in Zürich vertreten.
Kultur und Wissenschaft
Besonderes Augenmerk legt die Kulturabteilung (MA 7) auf die Förderung, Betreuung und Finanzierung von
Wiener Projekten im Ausland. Viele Wiener KünstlerInnen werden bei Tourneen und bei der Teilnahme an
internationalen Festivals unterstützt.
Auf erhebliches Publikumsinteresse stößt die Präsentation der jüngeren Wiener Videokunst in St. Petersburg
im Kulturzentrum Pushkinskaja und in Perm in der VideoTochka. Diese themenzentrierte DVD-Kompilation
„Wiener Videos“ stammt zur Gänze aus der Sammlung des neu errichteten Museums auf Abruf (MUSA). Sie
entstand im Rahmen einer Kooperation mit dem Bétonsalon in Paris und wurde für die Stationen in Russland
bedeutend erweitert. Die Internationale Tagung „Kulturelles Erbe und Neue Technologien“ im Wiener Rathaus
in Zusammenarbeit mit den Kulturinstituten von Rumänien und Bulgarien beschäftigt sich mit kulturellem Erbe
sowie dessen Erhaltung und Finanzierung für die neuen EU-Mitgliedsländer.
Für das Verständnis österreichischer Literatur ist der Zugang zu zeitgenössischen Werken ein wichtiger
Faktor. Das Literaturreferat trägt wesentlich dazu bei, indem es ausländischen Bibliotheken ausgewählte
Werke zur Verfügung stellt. Diese Kooperation kann heuer mit Institutionen von Kuala Lumpur, Pretoria,
Zagreb und Nizhnij Novgorod etabliert werden.
Ins Ausland reisen vor allem auch MusikerInnen. Chöre, Ensembles und Orchester geben Konzerte in ganz
Europa, Israel, Nordamerika, Australien, Japan, der Republik Korea und der Volksrepublik China. Bei dem in
Zusammenarbeit mit dem Music Information Centre Austria im April in New York veranstalteten Festival
„Moving Patterns“ präsentieren sich österreichische MusikerInnen dem amerikanischen Publikum.
Für die Theater Wiens stellvertretend sei das Wiener Schauspielhaus genannt, mit dem Gastspiel „Die
Troerinnen“, Montclair State University/USA und Seoul Arts Center und mit Produktionen beim Edinburgh
Festival und beim Festival Internacional de Buenos Aires.
Das ganze Jahr über finden in Wien diverse Kulturveranstaltungen statt, aus dem Bereich Musik etwa die
Französischen Tanzwochen, die mit einem Mode-Schwerpunkt abschließen. Musik, Tanz und Poesie
präsentiert das Festival Salam.Orient 2007 an verschiedenen Schauplätzen. Die KünstlerInnen kommen u.a.
aus dem Senegal, Marokko, Algerien, der Türkei, Indien, Usbekistan, Tansania und dem Sudan. Einer der
Schwerpunkte ist der Sufismus.
Bisher haben über 1.000 Wiener Vorlesungen der bedeutendsten WissenschafterInnen der Gegenwart
stattgefunden. An den Veranstaltungen nimmt immer ein sehr großes Publikum – oft über 1.000 ZuhörerInnen
– teil.
Das Projekt der Wiener Vorlesungen „Städte im Dialog“ exportiert die Diskussion und Auseinandersetzung zu
wichtigen Fragen in andere Städte. Im Berichtsjahr finden zwei Veranstaltungen in Brüssel statt.
Im Juli nehmen die Wiener Vorlesungen zu einem der aktuellen wissenschaftlichen Diskussionsthemen im
Spannungsfeld von Biologie, Evolutionstheorie und Philosophie – das Universum und die Lebenswelten:
Schöpfung oder Evolution – Stellung. Es diskutieren der Präsident der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften, Univ.-Prof. Dr. Peter Schuster, und der Dekan der Fakultät für Philosophie und
Bildungswissenschaft, Univ.-Prof. Dr. Peter Kampits, unter der Leitung des Historikers und Koordinators der
Wiener Vorlesungen, Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt, zum Thema „Einfaches und höheres Leben.
Evolution oder Design?“.
Zwei amerikanische Kulturhistoriker haben entscheidend dazu beigetragen, die künstlerischphilosophisch
intellektuelle Kultur der Wiener Moderne zu analysieren und in eindrucksvollen Werken der Weltöffentlichkeit
zu vermitteln: Carl E. Schorske und William M. Johnston. Bei seiner Vorlesung im Wien-Haus Brüssel referiert
er über „Die Globalisierung der Kultur und die Vermarktung der Gedächtnisorte in Europa. Betrachtungen über
Stefan Zweig“.
Das Wiener Stadt- und Landesarchiv (MA 8) ist auf dem 77. Deutschen Archivtag in Mannheim mit dem
Rahmenthema „Lebendige Erinnerungskultur für die Zukunft“ und auf der Konferenz „Internationale Standards
im Archivwesen“ im Deutschen Bundesarchiv vertreten. An der Archivschule in Marburg findet ein Seminar
über Qualitätsmanagement und Personalentwicklung statt. Vorträge werden über Atlasarbeiten in Münster
und Laibach und über die Bedeutung der Wiener Türkenbelagerungen für die kollektive Identität Wiens bei
einer Tagung der Universität Lecce / Apulien gehalten.
Folgende Archivalien werden bei Ausstellungen gezeigt: Das Gräberbuch des Wiener Minoritenklosters aus
dem 14. Jahrhundert bei der Ausstellung über Margarethe Maultasch auf Schloss Tirol bei Meran, Meldezettel
von Joseph Roth im Literaturhaus München und in Meran sowie ein Akt eines jüdischen
Wohltätigkeitsvereins im Jüdischen Museum Frankfurt am Main. Gemeinsam mit der Österreichischen
Botschaft in Ottawa sind die Vorbereitungsarbeiten für eine Ausstellung über Wiener Kaffeehäuser in Kanada
angelaufen. Zahlreiche Archivdelegationen besuchen die MA 8, darunter das Stadtarchiv St. Petersburg und
ein thailändischer TV-Sender, um den Eintrag von König Bhumibol Adulyadej ins Goldene Buch der Stadt
Wien zu filmen.
Die MA 8 ist auf der Internationalen Ausstellung der Archive im Mai in Bogotá vertreten. Anlass ist die
Ernennung der kolumbianischen Hauptstadt zur UNESCO-Welthauptstadt des Buches und
lateinamerikanischen Kulturhauptstadt. Im September findet die von der Historischen Kommission für die
böhmischen Länder und dem Institut für österreichische Geschichtsforschung veranstaltete internationale
Tagung „Schulstiftungen und Studienfinanzierung“ statt, WissenschafterInnen aus sechs Staaten nehmen
daran teil.
Die Wienbibliothek (MA 9) ist mit Architekturplakaten gemeinsam mit dem Österreichischen Kulturforum
Moskau auf den Tagen der österreichischen Architektur in Jekatarinenburg vertreten und beteiligt sich an
folgenden Ausstellungen durch Leihgaben:
„Death Fugue“ in der Fundació Caixa Catalunya in Barcelona, „Spiel mit Technik“ im Deutschen
Technikmuseum Berlin, „Kabarett Fledermaus 1907-1913“ im Museum Villa Stuck in München, „Die Beste
aller Frauen“ im Jüdisches Museum Frankfurt am Main und „Helmut Qualtinger“ im Österreichischen
Kulturforum in Warschau.
Die MA 9 ist auf wichtigen Kongressen vertreten, dazu gehören der „Kongress für Information und Bibliothek“
in Leipzig und die Tagung „Die Kulturgesellschaft und die Zukunft der Bibliotheken“ in Reutlingen mit dem
Referat „Veranstaltungen der Büchereien Wiens. In Konkurrenz zu internationalen Kulturhäusern“. In Marbach
findet die Tagung des Deutschen Literaturarchivs statt, außerdem die „Allegro-HANS-Anwendertagung“ in
Bonn, die „Marlene Dietrich Collection“ in Berlin und das „26. Poeten-fest“ in Erlangen.
Wien Museum
Erstmals findet die alle drei Jahre stattfindende Generalkonferenz des International Council of Museums
(ICOM) in Wien statt. 2.300 ExpertInnen aus 90 Staaten diskutieren in 70 Tagungen die Gegenwart und
Zukunft der Museen unter dem Thema „Museen und universelles Erbe“. Exkursionen zu Museen im In- wie
benachbarten Ausland runden die Tagung ab. An der Konferenz nehmen die Bundesministerin für Unterricht,
Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied und Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny teil. ICOM hat 24.000
MitgliederInnen in 150 Staaten.
Auch 2007 ist die Neukonzeption der Dauerausstellung ein wichtiger Teil der Auslandsarbeit des Wien
Museums. Drei erst kürzlich realisierte ständige Präsentationen, die wertvolle Anregungen für die eigene
Museumsarbeit liefern, sind im Deutschen Historischen Museum in Berlin, dem Stadt- und Hygienemuseum in
Dresden zu sehen. Im Rahmen der Vorbereitungen zur Aufstellung der archäologischen Sammlung ist das
Wien Museum in diversen Museen in London zu Gast.
Gespräche mit Projektverantwortlichen einer Neugestaltung eines großen Römermuseums im
archäologischen Park Xanten am Niederrhein und die Besichtigung des Rheinischen Landesmuseums liefern
weitere wertvolle Anregungen für die praktische Arbeit am Römermuseum. Dazu kommen Begegnungen in
der Messe Exponatec in Köln und dem Sammlungszentrum des Schweizerischen Landesmuseums bei
Zürich. Die Abteilung Restaurierung nimmt an der internationalen Konferenz „Museum Microclimates“ in
Kopenhagen teil.
Direktor Dr. Wolfgang Kos stellt in Vilnius das Wien Museum vor. Die Kunst-Großereignisse Documenta in
Kassel und der Skulptur-Projekte in Münster werden vom Wien Museum besucht. Auf einem
Donauhanse-Workshop in Serbien werden den beteiligten Kulturinstitutionen aus Sremski Karlovci und
Petrovaradin Erfahrungen in Bezug auf Vermarktung und Museumsmanagement, die in der praktischen
Museumsarbeit gewonnen wurden, vermittelt.
Das Wien Museum nimmt an der Fachexkursion Museumspädagogik in Bozen teil. Die Vermittlungsabteilung
ist auf der „International Conference on Art, Museums and Visual Impairment“ in London vertreten. Eines der
Themen ist der Zugang für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen zu Museen.
Die Konzeption und Durchführung von Sonderausstellungen schließt meist die Zusammenarbeit mit
ausländischen Institutionen und vielfältige Kontakte mit LeihgeberInnen aus dem Ausland ein. 2007
beispielsweise stellt der Circus Roncalli bedeutende Leihgaben für die im Wien Museum Karlsplatz gezeigte
Ausstellung „Im Wirtshaus“ zur Verfügung.
Leihgaben gehen im Berichtsjahr an folgende Museen: Max Klinger und die Folgen/Museum der Bildenden
Künste Leipzig und Hamburger Kunsthalle, Van Gogh and Expressionism/Neue Galerie New York, Kempelen
– Randfigur der Geschichte/ Kunsthalle Budapest, Schiele/Munch Museum Oslo, Biedermeier / Deutsches
Historisches Museum Berlin und Louvre Paris, Viva Mozart/Sejong Center Seoul , Der Wiener
Kinetismus/Neues Museum Weimar, The Grand Atelier: Pathways of Art in Europe/Palais des Beaux Arts
Brüssel, Kabarett Fledermaus/Museum Villa Stuck München, Gustav Klimt/Neue Galerie New York,
Eichendorff wiederfinden/Goethehaus und Beste aller Frauen im Jüdischen Museum/ Frankfurt am Main.
Gesundheit und Soziales
Die EU-Gesundheitsrichtlinie ist das brennendste Thema für die Bereichsleitung für Koordination und
Kooperation von Einrichtungen des Wiener Gesundheitswesens mit der Europäischen Kommission. Die
Vorhaben der Europäischen Kommission in diesem Bereich dürfen nicht unterschätzt werden: Wichtig ist,
dass das Subsidiaritätsprinzip im Gesundheitsbereich erhalten bleibt und nicht durch Binnenmarktregeln
ausgehöhlt wird und dass für alle geplanten Behandlungen im Ausland die vorherige Autorisierung durch den
Mitgliedsstaat erfolgt. Es darf nicht sein, dass in Europa zukünftig nur mehr PatientInnen, die es sich leisten
können, Zugang zu medizinischen Behandlungen höchster Qualität haben – damit wäre auch dem
Universalitätsgedanken widersprochen. Die Bereichsleitung engagiert sich massiv in dieser Richtung:
Beginnend mit der Mitwirkung an der Stellungnahme des Landes Wien zur Öffentlichen Konsultation der
Europäischen Kommission über grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung im Jänner 2007 wie auch im
Rahmen des europäischen sektoralen sozialen Dialogs als Mitglied von HOSPEEM, der
Arbeitgeberorganisation für den Krankenhaussektor in Europa.
Die „European Hospital and Healthcare Employers’ Association“ (HOSPEEM) auf Arbeitgeberseite und die
„European Public Services Union“ (EPSU) auf Arbeitnehmerseite ist von der Europäischen Kommission als
Sozialpartner für den sektoralen sozialen Dialog im Krankenhaus- und Gesundheitssektor der EU anerkannt.
Auf österreichischer Seite ist die Austrian Hospital and Health Services Platform im Verband der Öffentlichen
Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG) organisiert und Mitglied von HOSPEEM. Gleichzeitig ist
die VÖWG die österreichische Sektion des EU-Arbeitgeberverbandes CEEP (European Centre of Enterprises
with Public Participation and of Enterprises of General Economic Interest). Die Bereichsleitung ist in der
Kommission Sozialpolitik und Öffentliches Gesundheitswesen der Versammlung der Regionen Europas
(VRE) vertreten. Die Bereichsleitung für Strukturentwicklung ist auf der E-Health-Woche in Berlin und dem
Symposium „Best – Hospital mit dem Schwerpunkt auf der Verschränkung betriebswirtschaftlicher Ansprüche
mit der medizinischen Praxis“ zum Thema „IT-Standards für den gesamten Wiener Krankenanstaltenverbund“
in Hamburg vertreten. In Zürich findet ein Meinungsaustausch mit Schweizer KollegInnen statt. Im Rahmen
des Projekts „Gesunde Städte“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt die Bereichsleitung mit der
Magistratsabteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) am „Healthy Ageing Subnetwork Meeting“ in
Rijeka teil. In Rennes findet das jährliche WHO-Business-Treffen statt, diskutiert werden u.a.
gesundheitsförderliche Stadtplanung und Gesundheit von MigrantInnen. In Wien findet die internationale
Konferenz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser statt, 500 TeilnehmerInnen aus 33 Staaten diskutieren
unter dem Motto „Contributions of Health Promoting Hospitals to the Improvement of Quality of Care, Quality of
Life and Quality of Health Systems”. Die Konferenz „Cross-border E-Health in the Baltic Sea Region“ in
Stockholm führt zu folgenden Erkenntnissen: E-Health-Applikationen verändern den Workflow in der
Servicekette, die Rolle der Berufsgruppen ändert sich, es kommt zu einer anderen Verteilung von
Kompetenzen und es entstehen neue Business-Modelle. Der internationale Informationsaustausch im Bereich
der Gesundheitsberichterstattung läuft über Gespräche mit ausländischen Delegationen, ExpertInnen und auf
Konferenzen, wie der „European Conference on Health Indicators in the European Regions“ in Prag.
Die Magistratsabteilung Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15) nimmt an einer Studienreise nach
Baden-Württemberg teil, um das Hausgemeinschaftsmodell kennen zu lernen. Das Ambulatorium zur
Diagnose und Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten beteiligt sich an einer Studie über die
epidemiologische Erfassung von Infektionen und hält dazu einen Vortrag in Košice. Eine Reihe von
Delegationen, darunter StudentInnen der Cornell Universität und GastärztInnen aus Polen und Tadschikistan ,
besuchen das Ambulatorium.
Die Magistratsabteilung Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (MA 40) lädt zu einer Fachtagung der
SozialarbeiterInnen großer Städte Deutschlands.
Die Auslandsaktivitäten des Rettungs- und Krankenbeförderungsdienstes (MA 70) stehen im Zeichen der
Vorbereitung der Fußball Europameisterschaft 2008. Gemeinsam mit weiteren Einrichtungen der Stadt Wien
werden in Berlin, Hamburg und München Gespräche zu Sicherheitseinrichtungen, Ambulanzräumen,
Feuerwachen usw. geführt. Die MA 70 ist auch auf der EU Leitmesse für Rettung und Mobilität in Fulda und
Symposien in Italien, Estland und Tschechien vertreten.
Die Landessanitätsdirektion betreut eine Reihe von Delegationen und beschäftigt sich seit den ersten
Anthrax-Einsätzen im Jahr 2001 mit Maßnahmen bei chemischen, biologischen und radionuklearen
(CBRN) Gefahren. Im Rahmen eines EU-Projektes mit dem Ziel, einheitliches Trainingsmaterial zu
CBRN-Gefahren für Gesundheitspersonal in der EU zu entwickeln, findet ein erster Pilotkurs in Athen statt.
Ein/e Mitarbeiter/in wird nach entsprechendem Assessment in ein zweijähriges EU-Trainingsprogramm in
Interventionsepidemiologie (EPIET) in Paris aufgenommen.
In Wien finden im Berichtsjahr wieder Megakongresse aus dem Bereich der Medizin statt, dazu gehört der
Kardiologenkongress im Sommer mit rund 30.000 TeilnehmerInnen und der Augenheilkunde-Kongress mit
etwa 4.000 MedizinerInnen.
Krankenanstaltenverbund
Seit Jahren nimmt der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) am HOPE (Ständiger Ausschuss der
Krankenhäuser der Europäischen Union)Austauschprogramm teil. Es ermöglicht den TeilnehmerInnen
Einblicke in das Gesundheits- und Krankenhaussystem anderer Staaten. Das Motto im Berichtsjahr ist
„Ungleichmäßigkeiten in der Gesundheit“.
Der KAV ist ein äußerst beliebter Anlaufpunkt für ausländische Delegationen, seien es sozialmedizinische
Zentren, Krankenhäuser oder die Generaldirektion. Die BesucherInnen kommen aus der Volksrepublik China,
Tschechien, Italien, Japan, Jordanien, Moldau, Russland und der Republik Korea. Die Einrichtungen des KAV
nehmen umgekehrt auch an Veranstaltungen und Tagungen im Ausland teil, dazu gehören auszugsweise der
30. Deutsche Krankenhaustag in Düsseldorf, das Netzwerktreffen Demenz in Stockholm, die Expertise
Wachkoma in Essen, die European Nurse Directors Association in Reykjavik, die Ärztetage in Grado und der
Congress of European Association of Hospital Pharmacists in Bordeaux .
Fonds Soziales Wien
Der Fonds Soziales Wien (FSW) nimmt an sechs Projekten des EU-Programms Equal teil und bewirbt sich
erfolgreich bei der Europäischen Kommission
für weitere Programme der nächsten Förderperiode 2007-2013. Der FSW ist in mehreren Arbeitsgruppen von
EUROCITIES sehr aktiv und wird eingeladen gemeinsam mit Berlin , München, Dublin, Nantes, Malmö,
Sofia, Riga, Warschau, Manchester, Belfast und Madrid am Netzwerk OpenCities teilzunehmen. Im Fokus des
Projekts steht die Beziehung zwischen europäischen Stadtverwaltungen und der zunehmend vielfältigen
städtischen Bevölkerung. Es soll untersucht werden, wie Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund zur
Internationalisierung der Städte beitragen können. Der FSW ist auch im Netzwerk europäischer
Sozialdatenbanken www.socialinfo.eu vertreten, das multilinguale Angebot wird auf 15 Sprachen erweitert.
Bratislava, Brünn und Krakau melden ihr Interesse an einer Mitwirkung an.
28 internationale Delegationen, darunter auch die Organisation for Economic Co-operation and Development
(OECD), besuchen den Fonds. Der FSW nimmt an internationalen Konferenzen teil, wie der
Übersetzungskonferenz zur deutschen Fassung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit
Behinderungen und der 9. Fachmesse für den Sozialmarkt Deutschland ConSozial in Nürnberg.
Studienreisen führen nach Newcastle und Dänemark.
Sucht- und Drogenkoordination
Als Vertreter der Sucht- und DrogenkoordinatorInnen der österreichischen Bundesländer nimmt
Drogenkoordinator Michael Dressel monatlich an den Sitzungen der ressortübergreifenden
EU-Ratsarbeitsgruppe „Horizontale Gruppe Drogen“ in Brüssel teil. Die Leitung des Institutes für
Suchtdiagnostik ist auf dem Kongress „Forschungsergebnisse in der Suchtmedizin und ihrer therapeutischen
Konsequenzen“ der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin in Berlin vertreten. Fast 350 TeilnehmerInnen
aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befassen sich mit den neuesten Erkenntnissen zum Verhältnis
von suchtmedizinischer Praxis zu suchtmedizinischer Forschung. In zahlreichen Workshops, Arbeitsgruppen
und Symposien werden Themenbereiche wie Substitution, Sucht und Alter, Besonderheiten der Behandlung
von suchtkranken PatientInnen beleuchtet und internationale Erfahrungen ausgetauscht.
Frauengesundheitsbeauftragte
Die Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger wird als Expertin und Referentin
zu internationalen Tagungen und Kongressen geladen. Dazu gehören der International Congress of
International Society of Psychosomatic Obstetrics and Gynecology in Kyoto, der internationale AIDS Kongress
in Frankfurt am Main und die European Conference on Public Health in Helsinki . Als Keynote Speaker ist sie
mit dem Thema „Chancengleichheit in der Gesundheit“ auf der grenzüberschreitenden Veranstaltungsreihe
Gender Medizin in Vaduz und zu „Essstörungen“ auf dem Body Image and Eating Disorders Forum in
Adelaide vertreten. Dazu kommen nach Veranstaltungen in Deutschland und diverse Kongresse in Wien.
Seniorenbeauftragter
Kontakte ergeben sich mit SeniorInnenvertretungen in Fürth, Hamburg, Köln und München und via des
Informationsdienstes des Seniorenbüros mit Belgien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und
den USA. Seniorenbeauftragter Friedrich Grundei betreut Delegationen aus der Republik Korea, von denen
eine auch verschiedene Geriatrie- und Beratungszentren besucht. Referate und Diskussionen gibt es auch mit
BesucherInnen aus den Niederlanden und Finnland.
Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwalt
Die Anwaltschaft nimmt an einer Studienreise nach Baden-Württemberg teil, in deren Mittelpunkt das
Kennenlernen des Hausgemeinschaftsmodells steht, um Einblicke in die organisatorischen und pflegerischen
Abläufe zu gewinnen. Eine internationale Roundtable Konferenz in Sopron widmet sich der öffentlichen
Stiftung der PatientInnenrechte, Rechte betreuter Personen und der Kinderrechte. Erfahrungen, Tendenzen
und Zukunftsperspektiven zum Schutz der Rechte der PatientInnen in europäischen Ländern werden
ebenfalls diskutiert.
Umwelt
a
Stadträtin Mag. Ulli Sima lädt im März zum internationalen Luftkongress „Gute Luft kenne keine Grenzen“ ins
Wiener Rathaus. Hauptthema ist der Kampf gegen den Feinstaub. Wien arbeitet seit langem mit den
Nachbarstaaten, etwa im EU-Projekt „Transnational Air Quality Improvement“, zusammen.
Die Magistratsabteilung Umweltschutz (MA 22) ist in einer Reihe von Organisationen und Netzwerken aktiv
und an vielen EU-Projekten beteiligt. Die MA 22 stellt darüber hinaus den gemeinsamen Ländervertreter der
Berner Konvention „Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere
und ihrer Lebensräume“. Vorrangiges Ziel ist die Berücksichtigung des Schutzes von wildlebenden Tieren und
Pflanzen und deren Lebensräumen in allen von den Regierungen gesetzten Zielen und ausgearbeiteten
Programmen. Die irische Umweltbehörde möchte das Wiener Modell des ÖkoBusinessPlan in Irland
einführen. Zielgruppe sind dabei vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Die MA 22 ist Projektpartner.
Im November unterzeichnet Bürgermeister Dr. Michael Häupl das Kooperationsprojekt
„ÖkoBusinessPartnership Indien “, ein Joint Venture zwischen der United Nations Industrial Development
Organization (UNIDO), dem indischen Umweltministerium und der Stadt Wien. Ziel des Projektes ist es, in
sechs indischen Städten eine Umweltpolitik aufzubauen, wobei das Programm „ÖkoBusinessPlan Wien“ als
Vorbild dienen soll. Die MA 22 ist auf internationalen Konferenzen in Wageningen und Sheffield vertreten und
empfängt zahlreiche internationale Delegationen.
Die internationalen Aktivitäten der Magistratsabteilung Wien Kanal (MA 30) konzentrieren sich im Berichtsjahr
auf die Präsentation von Umweltleistungen, die in den letzten Jahren in Wien realisiert wurden. Projekte zum
Thema Abwassermanagement und Gewässerschutz werden einem internationalen Publikum vorgestellt. Im
Dezember nimmt die MA 30 auf Einladung des Shenyang Environmental Protection Bureau an
Erstgesprächen zu einer möglichen Zusammenarbeit teil. Die Stadtverwaltung der Hauptstadt der Provinz
Liaoning zeigt großes Interesse an Wiener Lösungen zum Gewässerschutz, an der Erfassung und
Überwachung industrieller Abwässer und der Prozesstechnologie für Kläranlagen. Die MA 30 nimmt auch an
Präsentationen in Neu Delhi und den Vereinigten Arabischen Emiraten teil. Die MA 30 empfängt darüber
hinaus Delegationen und ist an EU-Projekten beteiligt.
Die Auslandsaktivitäten der Wasserwerke (MA 31) stehen im Zeichen der Vorbereitung des Internationalen
Weltwasserkongresses 2008. Im Vorfeld werden gemeinsam mit der bei der MA 31 beheimateten
Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Donaueinzugsgebiet Kongresse veranstaltet:
„Groundwater Management in the Danube River Basis and Other Large River Basins“ in Belgrad und „Water
Loss“ in Bukarest . Weitere internationale Begegnungen gibt es in Budapest , Siofok und Maria Enzersdorf .
Ein äußerst beliebter Anlaufpunkt für internationale Delegationen ist das Stadtgartenamt (MA 42). Die MA 42
ist auch im Ausland präsent, wie den Wien-Tagen in New York und Berlin sowie bei der alljährlichen
Präsentation in Cervia und auf der internationalen Gartenausstellung in Olmütz. Studienreisen und
Begehungen führen nach Paris und nach Gera in Thüringen. Im September findet in Dublin die „International
Federation of Park and Recreation Administration“ statt. Auf besonderes Interesse stößt ein Vortrag in
Bratislava . Im November wird eine Österreichecke im Park Gűell in Barcelona eröffnet.
In Wien wird in Memoriam des Bürgermeisters von Hiroshima Ichho Ito im Donaupark eine Baumpflanzung
vorgenommen. Organisator der diesjährigen Geburtstagsfeier für Simón Bolívar im Donaupark ist Kolumbien,
an der Zeremonie nehmen überdies die Botschaften Perus, Boliviens, Ecuadors, der Bolivarischen Republik
Venezuela und Panamas teil. In Liesing wird der bhutanische Druk-Yul-Park eröffnet.
Die StadtgärtnerInnen leisten am Europatag, dem 9. Mai, ihren symbolischen Beitrag mit einem Beet für
Europa, das auf einer Fläche von 30x25 m die Karte Europas mit bunten Sonnenblumen und Sternen darstellt.
Dazu werden die EU-Mitgliedstaaten in unterschiedlichen Farben je nach Beitrittsjahr dargestellt. An der
a
Eröffnung in Hirschstetten nehmen Stadträtin Mag. Ulli Sima, der deutsche Botschafter Dr. Gerd
Westdickenberg für den deutschen Ratsvorsitz, Bezirksvorsteher Norbert Scheed und der Leiter der
EU-Vertretung DI Karl Georg Doutlik teil. Die Blumengärten Hirschstetten stehen im Advent ganz im Zeichen
der nordeuropäischen Staaten Dänemark, Finnland , Schweden , Norwegen , Estland , Lettland und
Litauen . Neben stimmungsvollen Winterlandschaften werden nordische Bräuche und Traditionen präsentiert.
Der Wiener Christkindlmarkt wartet im Rathauspark mit philippinischen Laternen auf.
Die internationalen Aktivitäten der Magistratsabteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA
48) haben bereits eine lange Tradition. Sie finden auch im Jahre 2007 ihre Fortsetzung. Neben der Betreuung
ausländischer Delegationen zählen vor allem die Teilnahmen an internationalen Fachtagungen und
Konferenzen, an Treffen von Großstädten sowie die erfolgreiche Durchführung des 8. Internationalen
Abfallwirtschaftskongresses im Wiener Kongresszentrum dazu.
Im Berichtsjahr besuchen 33 ausländische Delegationen die MA 48. Zum Tagesprogramm gehören die
Besichtigungen der Wiener Abfallbehandlungsanlagen sowie Fachvorträge über die Wiener Abfallwirtschaft.
Die Delegationen kommen aus EU-Staaten, der Schweiz , Russland, Armenien , Aserbaidschan , Nordafrika
sowie Asien und Südamerika. Die MA 48 nimmt an den Wien-Tagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten
und dem Dialogforum in Wien teil und organisiert einen Informationstag in Krakau . Darüber hinaus besuchen
MitarbeiterInnen der MA 48 mehrere internationale Kongresse und Fachtagungen sowie Seminare,
Ausstellungen und Messen in Luzern , Münster, Frankfurt am Main, Köln und München.
13 Großstädtetreffen zu Themen wie Abfallwirt-schaft und -logistik, Straßenreinigung und
Gesundheitsförderung finden in München, Hamburg, Zürich, Köln, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main,
Hannover und Basel statt. Im Rahmen der Zusammenarbeit des Österreichischen mit dem Deutschen
Städtebund werden VertreterInnen zu drei Arbeitskreissitzungen entsandt.
Durch Werksbesichtigungen können wichtige Erfahrungen im Rahmen der Anlagenplanung gesammelt
werden. Zu den besichtigten Anlagen zählen Schlackenaufbereitungsanlagen in Deutschland, der Schweiz
und den Niederlanden, abfallwirtschaftliche Anlagen in New York, mobile Schneeschmelzanlagen für den
Winterdienst in Toronto und Halifax, eine pneumatische Müllsammelanlage in Barcelona und Kompostwerke
in München.
Im November findet in Wien der 8. Internationale Wiener Abfallwirtschaftskongress „Rote Karte für den Mist –
Liberalisierung – Erfolgskonzepte – Eigenverantwortung“ statt. An diesem Kongress nehmen 400 Personen
aus 25 Ländern teil, neben europäischen Staaten auch aus Ägypten, Nepal und Israel.
a
Im Februar treffen Stadträtin Mag. Ulli Sima und die MA 48 mit dem amerikanischen Zukunftsforscher Dennis
Meadows zum fachlichen Erfahrungsaustausch zusammen. Prof. Meadows wurde bereits Anfang der 70er
Jahre als Autor des Buches „Die Grenzen des Wachstums“ bekannt. Anhand seiner computergestützten
Simulationen zeigte er bereits damals auf, dass dem Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum z.B. durch
Rohstoffknappheit und Umweltverschmutzung Grenzen gesetzt sind.
Die Magistratsabteilung 49 besteht aus dem Forstamt und dem Landwirtschaftsbetrieb. Das Forstamt führt im
Berichtsjahr acht Exkursionen für Gruppen aus Uganda , der Republik Korea, Rumänien, Japan , der
Volksrepublik China, Deutschland und Kroatien durch. Die PolitikerInnen, ÖkologInnen und Forstleute
informieren sich über das weite Aufgabenfeld der MA 49 sowie das Management der Wiener Wälder und
Felder.
Im April findet das Kirschenhainfest auf der Donauinsel statt. Die Veranstaltung, die von der
Bezirksvorstehung Floridsdorf, dem Forstamt sowie der Japanischen Botschaft organisiert wird, steht im
Zeichen der österreichisch- japanischen Freundschaft. Neben tänzerischen und gesanglichen Darbietungen
österreichischer und japanischer SchülerInnen stehen japanisches Bogenschießen, Vorführungen der
japanischen Schwertkunst sowie die Kunst der japanischen Kalligraphie und Papierfalttechnik auf dem
Programm.
Im Bereich Landwirtschaftsbetrieb wird das Weingut Cobenzl und seine Weine auf Messen und
Veranstaltungen in New York, Berlin, Düsseldorf, Stockholm, Moskau und Bukarest präsentiert. Bei einem
Vortrag im Verbindungsbüro der Stadt Wien in Brüssel wird das Thema „Landwirtschaft in der Großstadt Wien“
vorgestellt.
Umweltanwaltschaft
In ihrer Eigenschaft als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien nimmt die Umweltanwaltschaft an den
bilateralen Nuklearexpertentreffen mit der Slowakei, Ungarn, Deutschland, der Schweiz und Tschechien teil.
Im Rahmen der NuklearexpertInnen-Treffen kommuniziert die Wiener Umweltanwaltschaft die
Anti-Atompolitik der Stadt Wien und nimmt darüber hinaus die Möglichkeit wahr, sich über aktuelle
Entwicklungen zu informieren. Die in den letzten Jahren wesentlich verbesserte Zusammenarbeit Österreichs
mit seinen Nachbarstaaten auf dem Gebiet des Strahlenfrühwarnsystems wird ebenfalls thematisiert. In
Zusammenarbeit mit den Atomschutzbeauftragten der Länder Burgenland, Niederösterreich und
Oberösterreich wird eine gemeinsame Stellungnahme zu den Fertigstellungsplänen für die KKW-Blöcke
Mochovce 3 und 4 in der Slowakei erstellt. Rumänien beabsichtigt am Standort Cernavodă zwei weitere
Reaktorblöcke zu errichten. Die Umweltanwaltschaft bringt ihre Bedenken gegenüber diesem Neubau zum
Ausdruck und fordert ein Konsultationstreffen zu dem geplanten Projekt. Die Umweltanwaltschaft überzeugt
sich im Rahmen einer Exkursion vom konsensgemäßen Zustand des Blocks V1 am KKW-Standort Bohunice /
Slowakei. In Wien findet eine von Global 2000 veranstaltete Konferenz zu Entwicklungen und Perspektiven im
Bereich Kernkraftwerke der Generation 4 und Kernfusion „Science or Fiction. Is there a Future for Nuclear“
statt.
Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung
Bereits im ersten Jahr als Amtsführender Stadtrat spielen die Neuknüpfung und Festigung bestehender
internationaler Kontakte für Dr. Michael Ludwig eine wichtige Rolle. Im März stellt der Stadtrat in Zagreb die
Wien Holding und ihre Verschränkungen mit dem Wohnbau vor. Einen Überblick über kroatische Architektur
gibt die Ausstellung „Avantgarde und Kontinuität“. Auf Einladung des Urban Future Forum stellt Dr. Michael
Ludwig das Projekt Hauptbahnhof Wien in Frankfurt am Main vor.
Die Reise des Wohnbauausschusses führt im September nach Paris und Lyon. Ziel ist es im Lichte der
Herausforderungen, die alle europäischen Metropolen betreffen, verschiedene Stadtentwicklungs- und
Stadterneuerungsprojekte kennen zu lernen und sich mit den politischen EntscheidungsträgerInnen
auszutauschen. Stadtrat Dr. Michael Ludwig trifft mit den Pariser Kollegen Jean Pierre Caffet für
Stadtentwicklung und Architektur und Jean-Yves Mano für Wohnbau zusammen. Inhalt der Gespräche ist die
Pariser Initiative trotz begrenzten Wohnraums soziale Ausgewogenheit bei der Schaffung neuen Wohnraums
zu berücksichtigen. Wien stellt die Gebietsbetreuungen und den Weg zur sanften Stadterneuerung vor.
Um den kulturellen Austausch zu fördern, stellt die Stadt Wien der Volksrepublik China ein Grundstück in der
Donaustadt für die Errichtung eines Kulturzentrums zur Verfügung. Auf den ehemaligen Aspanggründen in
Wien 3 wird Europas größte Passivhaussiedlung entstehen, die mit 20 ha auch das größte innerstädtische
Entwicklungsgebiet ist.
Wie in den Vorjahren ist die Gebietsbetreuung Anlaufstelle für internationales Interesse, die MitarbeiterInnen
der Magistratsabteilung Stadterneuerung und Prüfstelle für Wohnhäuser (MA 25) begrüßen Gäste aus der
Republik Korea und Deutschland. In Leipzig findet eine Konferenz über lokale Partnerschaften in der
Stadtentwicklung statt, dabei wird das Projekt der integrierten und partizipativen Stadtentwicklung anhand des
Brunnenviertels präsentiert.
Die Magistratsabteilung Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle der Stadt Wien (MA 39) ist seit vielen
Jahren international anerkannt. Im Rahmen der zahlreichen Kooperationen werden Delegationen aus der
Volksrepublik China und Malta über das Qualitätsmanagement informiert. Im Rahmen von
Überwachungsverträgen sind MitarbeiterInnen der MA 39 vorwiegend in europäischen Staaten tätig.
Die Magistratsabteilung Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (MA
50) betreut eine Vielzahl internationaler BesucherInnen, politische VertreterInnen und ExpertInnengruppen.
Dazu kommen Beantwortungen schriftlicher Anfragen zu Wohnbau und Stadterneuerung. Die MA 50 ist auf
Konferenzen vertreten, wie der Wohnbaukonferenz während der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft in
Lissabon , dem Europäischen Kongress der internationalen Mietervereinigung in Berlin und in Tirana . Dort
findet ein Workshop zu „Social Housing“ statt, der von der United Nations Economic Commission for Europe
(UNECE), dem Stabilitätspakt Südosteuropa und UN-Habitat organisiert wird. Die MA 50 vertritt Österreich in
UNECE, ist Mitglied des Europäischen Netzwerkes für Wohnbauforschung und nimmt an EU-Projekten teil.
Der wohnfonds_wien, Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung, präsentiert erfolgreiche
Sanierungsmaßnahmen mit Fokus thermisch-energetischer Wohnhaussanierung Thewosan in Bukarest .
Kontrollamt
Das Kontrollamt ist bemüht, den Erfahrungsaustausch nicht nur auf nationaler, sondern auch auf
internationaler Ebene zu fördern. Mit Paris werden die Kontakte dahingehend intensiviert, eine Prüferin hält
sich sechs Monate lang in Paris auf. Ein weiterer Aspekt ist die Unterstützung beim Aufbau von
Kontrolleinrichtungen in Ländern und Städten, die erst jüngst gegründet wurden. Gegenseitige Besuche finden
mit Zagreb statt, im Mittelpunkt der Wiener Gespräche mit Direktor Dr. Erich Hechtner stehen Fragen zur
Prüfung städtischer Unternehmen. Die Delegation kann auch einer Sitzung des Wiener Kontrollausschusses
a
beiwohnen, die von Vorsitzender Gemeinderätin Mag. Waltraut Antonov geleitet wird.
Tierschutzombudsstelle
EU-weit gibt es nur in Österreich ein Totalverbot der Haltung und Mitwirkung von Wildtieren in Zirkussen.
Diese Errungenschaft soll nach dem Wunsch von TierschützerInnen auch in anderen Ländern Standard
werden. Daher stellt die Tierschutzombudsstelle das österreichische Vorzeigemodell bei der
Tierschutz-Arbeitsgruppe des Europäischen Parlaments in Straßburg vor.
VERTRETUNGEN IM AUSLAND
Verbindungsbüro Brüssel/Wien-Haus
Das Verbindungsbüro der Stadt Wien zur EU in Brüssel arbeitet als Informationsquelle, als erster Lobbyist und
als Frühwarnsystem für die Landes- und Stadtpolitik. Ein wesentlicher Vorteil ist die Möglichkeit aktiver und
nachhaltiger Einflussnahme im Interesse der Stadt auf geplante Vorhaben und Politiken der Europäischen
Institutionen.
Hauptansprechpartnerin unter den Institutionen ist die Europäische Kommission. Als Initiatorin für
europäische Gesetzesvorschläge kann sie seitens der Stadt noch während der Entstehung der legislativen
Vorschläge beeinflusst werden. Etwaige anstehende Vertragsverletzungsverfahren, die Wien möglicherweise
betreffen, können ebenso frühzeitig abgeklärt werden. Neben der Europäischen Kommission kommt dem
Europäischen Parlament, insbesondere mit dem neuen Vertrag von Lissabon , eine wachsende Bedeutung
zu. Angesichts der Möglichkeit des Europäischen Parlaments, im Rahmen des Mitentscheidungsverfahren
nach Artikel 251 EG-Vertrag zu den von der Europäischen Kommission vorgelegten Gesetzesvorschlägen
bindende Stellungnahmen abgeben zu können, kann Wien Änderungsanträge einbringen und die Vorschläge
beeinflussen, insbesondere durch ständige Kontaktpflege mit den Mitgliedern des Europäischen Parlaments.
Von wesentlicher Bedeutung ist nicht nur die Kooperation mit europäischen Entscheidungsträgern, sondern
auch mit den anderen nationalen und insbesondere regionalen und lokalen, aber auch
sozialpartnerschaftlichen Interessenvertretungen in Brüssel. Durch Synergien können gemeinsame
Interessen gegenüber den EU-Institutionen vertreten und durchgesetzt werden: Wien arbeitet in lokalen und
regionalen Organisationen sowie in verschiedenen informellen Netzwerken, wie z. B. Capital Cities and
Regions Network oder Cities for Cohesion.
Durch die Verfassung und Evaluierung von Hintergrundinformationen und deren umgehende Weiterleitung
können sensible Themen für das Land vorab definiert werden; durch die Entwicklung von Strategien können
politische Vorgaben und Ziele erfolgreich auf europäischer Ebene durchgesetzt werden. Ein ständiger und
direkter Austausch und Kontakt sowie schnelle und kurze Informationskanäle zwischen der Wiener
Verwaltung, der Politik und dem Verbindungsbüro bilden die Basis des Erfolgs auf europäischer Ebene.
Unter den Besuchergruppen, die alljährlich das Wien-Haus aufsuchen, befinden sich eine
SchülerInnengruppe der bilingualen deutsch-tschechisch/ slowakischen Komenský-Schule,
SeminarteilnehmerInnen zu EU-Programmen bzw. EU-relevanten Themen und StadtpolitikerInnen. Zahlreich
erscheint das Brüsseler Publikum zu einem „Tag der offenen Tür“. Nahezu allmonatlich finden
Abendveranstaltungen statt, darunter sind zwei „Wiener Vorlesungen“, Buchpräsentationen bzw.
AutorenInnenlesungen, Vorträge zur Wiener Landwirtschaft, Zukunft der Luftfahrt und Musik. Das Wien-Haus
beherbergt PraktikantInnen aus Paris.
Verbindungsbüro China/Vienna Representative Office Hong
Kong
Das Verbindungsbüro ist die offizielle Vertretung der Stadt und der Wirtschaftskammer Wien (WKW) in der
Volksrepublik China und den beiden Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao . Das Wien-Büro
vertritt auch den WienTourismus und Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF). Es besteht seit 1995, dass in den
letzten Jahren weitere ähnliche Vertretungen errichtet wurden, unterstreicht die Bedeutung der Region.
Zu den Aktivitäten im Betreuungsbereich gehört die Weiterführung des Kooperationsabkommens zwischen
den Tourismusschulen MODUL der WKW und der Beijing Business School. Diese Schule ist bislang die
einzige Ausbildungsstätte in China, die Tourismusmanagement nach einem westlichen und von den
ProfessorInnen im MODUL entwickelten Lehrplan unterrichtet. Das Wien-Büro bemüht sich um
StudentInnenrekrutierung an der neugegründeten „MODUL-University Vienna“ und nimmt in vermehrtem
Ausmaß an entsprechenden Fachmessen teil. Der Zweck dieser Aktivitäten in China, Vietnam und den
Philippinen ist die Stadt Wien als Ausbildungs- und Forschungsstätte besser bekannt zu machen und die
vielen wissenschaftlichen Errungenschaften einer breiteren Bevölkerung näher zu bringen. Ergänzend dazu
ist das Wien-Büro auf entsprechenden Fachmessen im High-Tech-Bereich in verschiedenen Städten Chinas
beteiligt.
Das Verbindungsbüro ist auch die Anlaufstelle für FachbesucherInnengruppen in Wien, wobei die
umweltfreundliche Stadt besonders vermarktet wird. Ein besonders erfreuliches Erfolgsbeispiel ist der Ankauf
von mehreren Luftmessanlagen für die künftige Olympiastadt Beijing , die vom dortigen Umweltschutzamt bei
heimischen Firmen geordert und in der Zwischenzeit in der chinesischen Hauptstadt installiert sind.
Folgeaufträge anderer chinesischer Stadtverwaltungen sind zu erwarten.
Im November findet in Beijing eine internationale Wirtschafts- und Investmentkonferenz statt, bei der Wien als
„Best City For Chinese Overseas Investments“ ausgezeichnet wird. Im Berichtsjahr organisiert das Wien-Büro
zehn Veranstaltungen in China zur Wiener Standortwerbung bzw. tritt als Teilnehmer auf. Ein wichtiger Teil
der Aufgaben ist die Medienarbeit. Es erscheinen kostenlose Artikel und Berichte über die Stadt und die
Wirtschaft im Gesamtwert von € 1,63 Millionen. Diese Daten fußen auf einer Erhebung und Bewertung durch
eine professionelle Agentur ausschließlich für Hongkong. Für die Volksrepublik insgesamt können keine
Angaben gemacht werden. Der Werbewert ist jedoch mit Sicherheit wesentliche höher – im Detail in China
aber weder erfass- noch berechenbar.
Verbindungsbüro Japan/Vienna Representative Office Tokyo
Das Verbindungsbüro ist die offizielle Vertretung der Stadt Wien und der Wirtschaftskammer Wien (WKW) und
ist vorwiegend in den Bereichen Tourismus, Wirtschaft und Kultur tätig.
Das Büro nimmt als Aussteller am 19. Super Workshop der Österreich Werbung in Tokio , Nagoya und Osaka
teil. Vor dem Workshop wird ein 4-farbiges Advertorial in der größten Fachzeitschrift des Landes unter dem
Titel „Imperiales Wien – Lebenslust und Kunstgenuss“ geschaltet. Die Japan-Tournee des Musicals
„Elisabeth“ der Vereinigten Bühnen Wien ist eine gute Plattform zur Bewerbung, durch Prospekte wird das
Interesse für 100.000 BesucherInnen an einer Reise geweckt. 80 Reiseveranstalter werden zu den
Aufführungen eingeladen. Anlässlich des „Rosenkavalier“ im New National Theatre Tokyo wird die
Fotoausstellung „Wien 1912-2007“ im Foyer gestaltet, 11.000 OpernliebhaberInnen besuchen die
Ausstellung, 30 VIPs und GeschäftspartnerInnen werden zusätzlich eingeladen.
Gemeinsam mit der Österreich Werbung beteiligt sich das Verbindungsbüro am „JATA World Tourism
Congress & Travel Fair“ in Tokio . Diese jährliche Veranstaltung umfasst 948 Aussteller aus 134 Staaten und
Regionen. 107.000 Interessierte besuchen den Österreich Stand. Die WienTourismus-Austrian
Airlines-Gemeinschaftswerbekampagne „Very Vienna – Lifestyle & Imperiales Wien“ startet im Sommer in den
führenden Zeitungen Asahi und Nikkei, kombiniert wird sie mit einem Gewinnspiel. Die Medien-Aktivitäten
werden durch Herbstkampagnen in Asahi Shimbun und Mainichi Shimbun abgerundet. Mit achtseitigen und
vierfarbigen Beilagen wird Wien unter Beteiligung der wichtigsten Reiseveranstalter und der Münze Österreich
optimal beworben. Zu weiteren touristischen Aktivitäten gehören Online-Kampagnen und die Teilnahme an
der Designmesse „Blickfang“, die mit dem Sujet Museumsquartier 85.000 BesucherInnen anzieht. Das
japanische Pop-Duo Quruli in Yokohama wird vom Ambassade Orchester Wien begleitet, dabei werden
10.000 junge Fans über Wien informiert und 35 JournalistInnen und Reiseveranstalter geladen. In Tokio stellt
sich die MODUL-Universität Wien vor.
Im März findet wieder der größte Tanzwettbewerb „Super Japan Cup Dance“ statt, an dem 1.400 Paare
teilnehmen und der Pokal des Wiener Bürgermeisters vor 16.000 ZuschauerInnen an das Siegerpaar der
Klasse Professional Standard überreicht. Der Joseph-Schumpeter-Preis 2007 wird im Juni an Prof. Dr.
Tatsuro Matsumae, Präsident der Tokai University für die Vielfalt seiner Tätigkeiten in den Bereichen
Wissenschaft, Politik und Kultur verliehen. Der Preis wird von Senator h.c. Prof. KR Walter Nettig, dem
Sonderbeauftragten für internationale wirtschaftliche Angelegenheiten der Stadt Wien, in der Österreichischen
Botschaft übergeben.
Compress Verbindungsbüros
www.compresspr.at
Die Kommunikationsagentur Compress PR betreibt im Auftrag des Presse- und Informationsdienstes der
Stadt Wien (MA 53-PID) Verbindungsbüros in Belgrad, Bratislava, Budapest, Bukarest, Laibach, Krakau,
Moskau, Prag, Sarajevo, Sofia und Zagreb. Zu den Kernkompetenzen zählt in erster Linie die Medienarbeit in
den Zielstädten. Über mittlerweile 5.659 positive Wien-Meldungen in den elf Destinationen im Jahr 2007 wird
Wien hervorragend positioniert. Beispielsweise durch Kulturthemen, die über 2.000 Veröffentlichungen
erreichen. Das Thema Wirtschaft erfährt eine Steigerung von 164,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Um die
positive Präsenz der Stadt kontinuierlich zu gewährleisten, werden von den MitarbeiterInnen in den
Verbindungsbüros 2007 ca. 35.000 Kontakte geknüpft und gepflegt sowie zahlreiche JournalistInnen in Wien
betreut.
Über die Geschehnisse in den Zielstädten informieren die Compress-Verbindungsbüros mittels täglicher City
News. Anlassbezogene Berichte wie kommunale Wahlprognosen oder politische Situationsberichte werden
ebenfalls von ausschließlich lokalen MitarbeiterInnen vor Ort recherchiert und nach Wien berichtet. 2007
werden u.a. auf Anforderung des Auftraggebers für das Kontrollamt, den Fonds Soziales Wien, den
Bürgerdienst (MA 55) und dem Auftragnehmerkataster Österreich (ANKÖ) Recherchen übermittelt. Im
Berichtsjahr werden 82 Wiener Delegationsbesuche in den Zielstädten betreut. Die Verbindungsbüros sind in
die Abwicklung der Schwerpunktdestinationen Sarajevo, Bukarest und Sofia an vorderster Front
eingebunden.
Erstmalig werden Compress-Events veranstaltet, um der Position der Verbindungsbüros noch mehr Gewicht
zu verleihen. In allen Destinationen finden Veranstaltungen in kleinerem, ausgewähltem Rahmen statt, zu
denen die EntscheidungsträgerInnen und MultiplikatorInnen in den Zielstädten geladen sind.
Die Lobbying-Aktivitäten werden deutlich intensiviert. Hervorzuheben sind die Unterstützung im Bereich
Verkehrstechnik in den Städten Zagreb, Sofia und Miskolc. Das Know-how des Compress-Netzwerkes war
auch für TINA Vienna bei der Erstellung von Prefeasibility-Studien in Belgrad und Krakau hilfreich. Bezüglich
des Wissenstransfers von Wiener Niederflur-Straßenbahnen nach Moskau ist Compress eingebunden.
Entsprechend profitiert auch die heimische Wirtschaft vom Compress-Service: relevante Ausschreibungen
aus den Zielstädten sind auf der Website der Compress PR – www. compresspr.at – abrufbar. 2007 werden
ca. 1.500 Ausschreibungen veröffentlicht.
Die beiden Compress Medien „Enjoy Vienna“ und das Online-Magazin www.wieninternational.at haben sich
als Drehscheiben-Medien in den letzten beiden Jahren bestens positioniert. Jeden Donnerstag wird das
Online-Magazin in Deutsch und Englisch mit politischen Einschätzungen vor Neuwahlen oder mit
Hintergrundberichten der aktuellen Entwicklung aus elf mittel- und südosteuropäischen Staaten auf den
neuesten Stand gebracht. KorrespondentInnen bringen Aktuelles über Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und
Wissenschaft ebenso wie Vorort-Geschichten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Beziehungen Wiens zu
seinen Nachbarstädten und -Staaten. Der Menüpunkt „Städtenetzwerk“ bietet wichtige Daten zu elf Staaten
und das Modul „Daten und Fakten“ bietet in 13 Sprachen einen Gesamtüberblick über Wiens kommunale
Themen. Dazu kommen Veranstaltungskalender, Städteporträts und Reisetipps. Im Jahr 2007 hatte
www.wieninternational.at 10.388.353 Zugriffe – eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr. Das
Incoming-Magazin „Enjoy Vienna“ mit seinem exklusiven Vertrieb am Wiener Flughafen – jedes Monat werden
70.000 Exemplare ankommenden Fluggästen persönlich überreicht – wird auch per Direktversand an 10.000
ausgesuchte VIP-Adressen aus Politik, Wirtschaft und Kultur im In- und Ausland mit Schwerpunkt Mittel- und
Südosteuropa übermittelt. Weiters liegt Enjoy Vienna in Hotels der gehobenen Klasse und in diversen
touristischen Institutionen, wie Museen, Info-Stellen etc. auf. Das Magazin hat eine Auflage von monatlich
115.000 Stück und erscheint ebenfalls auf Deutsch und Englisch.
EUROPÄISCHE UNION
Die Europakommission des Gemeinderates
Die Europakommission ist eine von mehreren Kommissionen des Wiener Gemeinderates und hat 14
Mitglieder. Sie transportiert die Positionen Wiens nach innen und außen, begleitet und kommentiert
Beschlüsse der diversen EU-Gremien, betreibt Lobbying, fördert und initiiert den Diskurs über Europa und hält
Kontakt zu Verwaltung und Auslandsbüros. Im Berichtsjahr tritt sie viermal zusammen und behandelt u. a. die
neuen außenpolitischen Leitlinien der Stadt, die AdR-Plenartagungen, die Europäischen Strukturfonds und
EU-Regionalförderungen für Wien.
Im Jänner wird Gemeinde- und Landtagsrätin Dr. Elisabth Vitouch zur neuen Vorsitzenden gewählt. Ihre
Anliegen sind insbesondere Daseinsvorsorge und allgemein kommunale Dienstleistungen, öffentliche
Sicherheit, kulturelle Vielfalt, BürgerInnenbeteiligung und Verbraucherrechte.
Zu den zahlreichen Aufgaben der Vorsitzenden der Europakommission gehören Auftritte bei diversen
Wien-Bällen und Wien-Tagen, AdR-Veranstaltungen, internationalen Netzwerken und Organisationen. Dazu
kommen Konferenzen und Tagungen, etwa von österreichisch-ausländischen Gesellschaften und der
Friedrich-Ebert-Stiftung. In Budapest nimmt Dr. Elisabeth Vitouch am „Dunalog“ teil, einer Konferenz der
Donauanrainerstädte. Ehrengast ist der renommierte Schriftsteller György Konrád. In Laibach informiert sie
über Wiens Erfahrungen während der letzten österreichischen EU-Präsidentschaft. Im Rahmen des
Strukturierten Dialogs mit der Europäischen Kommission trifft sie mit Kommissärin für Außenbeziehungen und
europäische Nachbarschaftspolitik Dr. Benita Ferrero-Waldner zusammen.
Für Wien wichtige Entwicklungen
Richtlinie über Dienstleistungen im Binnenmarkt
Die Dienstleistungsrichtlinie ist seit 1. Jänner 2007 in Kraft. Hinsichtlich der in Art. 6 vorgesehenen Einrichtung
von „einheitlichen AnsprechpartnerInnen“ haben sich die österreichischen Landesamtsdirektoren auf die
Einrichtung dieser „Ansprechstellen“ bei den Ämtern der Landesregierungen geeinigt. Die Umsetzung der
Richtlinie und somit auch die Einrichtung der einheitlichen AnsprechpartnerInnen hat bis spätestens 28.
Dezember 2009 zu erfolgen.
Öffentlicher Personennahverkehr
Die am 10. Mai 2007 nach fast 10-jährigen Verhandlungen vom Rat beschlossene Neuregelung des
öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) beinhaltet Änderungen, die bisher jahrelang umstritten waren, und
vor allem für größere Städte von Bedeutung sind, unter anderem: In-House-Geschäfte, Direktvergaben und
Ausschreibungen sind mögliche Vergabe-Varianten; Städte und Regionen können beschließen, selbst
öffentliche Personenverkehrsdienste zu erbringen oder öffentliche Dienstleistungsaufträge direkt an rechtlich
getrennte Einheiten zu vergeben, über die sie „eine Kontrolle ausüben, die der Kontrolle über ihre eigenen
Dienststellen entspricht“. Werden die Dienste Dritter, die keine internen BetreiberInnen sind, in Anspruch
genommen, so müssen die öffentlichen Dienstleistungsaufträge durch ein wettbewerbliches
Vergabeverfahren vergeben werden. Um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, dürfen interne
BetreiberInnen nicht aus geschützten Märkten heraus auf anderen Märkten agieren und dort an
wettbewerblichen Vergabeverfahren für die Erbringung von öffentlichen Personenverkehrsdiensten
teilnehmen.
Daseinsvorsorge
Im Rahmen des Pakets „Bürgernahe Agenda“ verabschiedet die Europäische Kommission eine Reihe von
Initiativen: „Ein Binnenmarkt für das Europa des 21. Jahrhunderts“, „Dienstleistungen von allgemeinem
Interesse unter Einschluss von Sozialdienstleistungen: Europas neues Engagement“ und „Chancen,
Zugangsmöglichkeiten und Solidarität: eine neue gesellschaftliche Vision für das Europa des 21.
Jahrhundert“. Der Binnenmarkt wird von der Europäische Kommission als „einer der größten konkreten
Erfolge der EU“ gewertet. Es ist somit evident, dass die Europäische Kommission den sektoralen Ansatz
konsequent weiterverfolgen und sektorspezifische Maßnahmen vorschlagen wird. Wien stellt sich dieser
uneingeschränkt positiven Haltung der Europäische Kommission gegenüber, um der Marktöffnungen
entgegenzutreten und der wirtschaftlichen Wahlfreiheit der Gebietskörperschaften Nachdruck zu verleihen.
Die Dienstleistungen der Stadt Wien, insbesondere jene der Gesundheits- und Sozialdienstleistungen, sind
von den Liberalisierungsbestrebungen der Europäische Kommission massiv betroffen.
Im Hinblick auf die bis zum 28. Dezember 2009 vorzunehmende Umsetzung der Richtlinie über
Dienstleistungen im Binnenmarkt 2006/123/EG in das innerstaatliche Recht veröffentlicht die Europäische
Kommission ein so genanntes Vademecum mit Leitlinien zur Umsetzung und zur Interpretation der Richtlinie.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit erstellt mit dem Bundeskanzleramt einen Gesetzesentwurf,
mit dem die horizontalen Bestimmungen dieser Richtlinie umgesetzt werden. Wien leitet inzwischen ein
magistratsinternes „Negativscreening“ ein, um festzustellen, welche Landesgesetze von der Richtlinie nicht
betroffen sind. An der Einrichtung eines Ansprechpartners für Wien wird gearbeitet.
Wien ist Mitglied des Netzwerkes europäischer gewählter VertreterInnen im Bereich Daseinsvorsorge
(NEELS). Im Europäischen Parlament Brüssel findet eine Konferenz zum Thema „PPP und Konzessionen“
statt. Auf einem weiterem Meeting in Uppsala werden die aktuellen Entwicklungen diskutiert und eine
Deklaration u. a. zum kommunalen Selbstbestimmungsrecht verabschiedet.
Die Regierungskonferenz und der „Änderungsvertrag von Lissabon“
Der Änderungsvertrag wird am 13. Dezember 2007 in Brüssel unterzeichnet. Die Ratifikationsprozesse in den
Mitgliedstaaten werden erwartungsgemäß bis Ende 2008 andauern.
Für die regionale Ebene sind folgende Änderungen von Bedeutung: Das Europäische Parlament wird
aufgewertet; Österreich wird zukünftig 19 von 750 Abgeordneten stellen. Verbesserte Einbeziehung der
nationalen Parlamente: In den Protokollen 1 und 2 sind vermehrte Mitwirkungsrechte im Rahmen der
Subsidiaritätskontrolle vorgesehen („Gelbe Karte“); die Frist für Stellungnahmen wird auf acht Wochen erhöht.
Sozialpolitik: Eine neue horizontale Sozialklausel verstärkt die Verpflichtung der EU zum Schutz der
Beschäftigung und sozialen Sicherheit. Das Protokoll Nr. 9 über die Dienstleistungen im allgemeinen Interesse
betont deren Wichtigkeit für das Europäische Sozialmodell sowie die Bedeutung der regionalen Rolle bei der
Organisation und Erbringung dieser Dienstleistungen. Für die Daseinsvorsorge wird die Kompetenz der Union
zur Erlassung von Rahmenregelugen festgelegt. Die Rolle der Regionen wird als Teil des politischen,
wirtschaftlichen und sozialen Gefüges der EU bestätigt.
Wien tritt dem NEREUS (Network of European Regions Using Space Technologies)-Netzwerk bei: Das
Netzwerk wurde auf Anregung der österreichischen Ratspräsidentschaft gemeinsam mit 32 anderen
Regionen gegründet. NEREUS soll die regionale und überregionale Wirtschaftsentwicklung mit
Weltraumtechnologien und den Einsatz dieser Technologien unterstützen und fördern. Anwendungen sind vor
allem in den Bereichen der überregionalen Erhebung und dem Einsatz von Daten im Bereich
Umweltbelastung, Umweltschutz, Katastrophenprävention, Verkehrssteuerung, Raumplanung und
Datenübertragung gegeben.
EU-Förderungen
Die EU-Förderungen der Stadt Wien ressortieren in der Magistratsabteilung EU-Strategie und
Wirtschaftsentwicklung (MA 27). In der Funktion einer Verwaltungsbehörde werden drei nationale (Ziel 2, Ziel
2 NEU 2007-2013, URBAN II) und drei internationale (INTERREG IIIC East, CENTRAL EUROPE 2007-2013,
Österreich- Slowakei 2007-2013) EU-Förderprogramme betreut. Weiters werden drei bilaterale Programme
der Förderperiode 2000-2006 in der Funktion einer Koordinierenden Landesförderstelle (INTERREG IIIA),
zwei Projekte im Rahmen des INTERACT-Programms (INTERACT Point Managing Transition und INTERACT
Point IIIC Coordination) sowie mehrere EU-geförderte Projekte im Programm INTERREG IIIB CADSES
abgewickelt.
Interreg IIIA
Wien ist an den Programmen mit der Slowakei , Tschechien und Ungarn beteiligt. Die meisten Projekte
werden in den Bereichen grenzüberschreitende Wirtschaftskooperation, Verbesserung der Erreichbarkeit,
Aufbau von grenzüberschreitenden Organisationsstrukturen und Netzwerken, Humanressourcen sowie
nachhaltige Raum- und Umweltentwicklung gefördert.
Anzahl der Wiener 2007 bereits
Projekte Ende 2007 abgeschlossen
AT-SK 58 17
AT-CZ 35 10
AT-HU 33 9
Gesamt 126 36
Zu den Projekten gehören u.a.:
Adequad: Wien Kanal (MA 30) und die slowakische Wasserwirtschaft beobachten und bewerten
Auswirkungen des Gewässerschutzes im Unterlauf der Donau. Das Messprogramm wird 2007
abgeschlossen.
CENTRAL – Schieneninfrastruktur Wien- Brünn-Bratislava- Györ, Planungen für den künftigen Wiener
Hauptbahnhof, Schienenanbindung des Wiener Flughafens und des Donauhafens Freudenau.
LAMO & LAMO II – Beobachtung des Arbeitsmarktes in den Grenzregionen, exaktere Abschätzung
künftiger Migrations- und Pendlerströme.
EdQ – Education Quality – innovative Lernmethoden sowie interkulturelle und fremdsprachliche
Qualifikationen. EdQ-Akademie mit grenzüberschreitendem Fort- und Ausbildungsprogramm.
Donauauen – Sensibilisierung des Ökosystems Donau, Naturpädagogik, Schulungen.
ÖkoBusinessPartnership Wien- Györ: Das Projekt, mit dem der ÖkoBusinessPlan nach Wiener Vorbild
in Betrieben der Stadt Györ eingeführt wird, wird im Berichtsjahr abgeschlossen.
VIPNet – Vienna Project for an Environmental Education Network: Dieses von der Umweltanwaltschaft mit
Bratislava durchgeführte Projekt wird im Berichtsjahr abgeschlossen. Schulklassen aus beiden Städten
können erneuerbare Energie und eine effiziente Energienutzung kennen lernen. Dies auch durch eine
Internetplattform, die auch nach Projektende aktualisiert wird. Rund 70 SchülerInnen präsentieren ihre
Arbeitsergebnisse im Wiener Rathaus.
Ziel 3 NEU
Am 1. Jänner beginnt die neue Strukturfondsperiode 2007-2013 mit dem aufgewerteten Zielprogramm,
welches die „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ auf gleicher Ebene wie die Ziele „Konvergenz“ und
„Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ enthält. Wien wird sich weiterhin mit der Slowakei,
Tschechien und Ungarn an grenzüberschreitenden Programmen beteiligen. Die Fördermittel des
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden auf € 41,9 Millionen aufgestockt, die
national-öffentlichen Mittel aber verringert, sodass in Zukunft bis zu 85 % aus EFRE kofinanziert werden.
Burgenland, Niederösterreich und Wien übernehmen als Verwaltungsbehörden die Federführung bei der
Leitung und Moderation des Programmierungsprozesses.
Programm Ziel 3 2007-2013
Programmvolumen Wiener Anteil
EFRE gesamt EFRE Gesamt
AT-SK 59.906.355 73.438.143 18.906.355 23.176.967
AT-CZ 107.435.393 126.394.580 9.891.513 11.637.074
AT-HU 82.280.309 100.864.432 13.147.762 15.119.926
Gesamt 249.622.057 300.697.155 41.945.630 49.933.967
EFRE-Quote 85:15
In der nachstehenden Tabelle sind die Zuständigkeiten der Programmverwaltung und die teilnehmenden
Regionen für die drei grenzüberschreitenden Programme angeführt:
Grenzüberschreitendes Verwaltungsbehörde (Institution) Regionen (Länder, Kreise,
Programm Komitate)
Slowakei-Österreich Amt der Wiener Landesregierung, Wien, Niederösterreich,
(AT-SK) Magistratsabteilung 27 – EU-Strategie Burgenland, Bratislava, Trnava
und Wirtschaftsentwicklung
Österreich-Tschechien Amt der Niederösterreichischen Wien, Niederösterreich,
(AT-CZ) Landesregierung, Abteilung Oberösterreich, Südböhmen,
Raumordnung und Regionalpolitik Vysočina, Südmähren
Österreich-Ungarn Regionalmanagement Burgenland GmbH Wien, Niederösterreich,
(AT-HU) Burgenland, Györ-Moson-Sopron,
Vas, Zala
Die bilateralen nationalen und regionalen Arbeitsgruppen für die Programmierung erarbeiten Dokumente und
Vereinbarungen betreffend die operationellen Programme, die grenzübergreifenden, einheitlichen
Programmförderfähigkeitsregeln, die Definition der ProjektträgerInnen und Zielgruppen, die Gestaltung
einheitlicher Formulare für ProjektträgerInnen (Antragsformular) und die Definition der Inhalte und Kriterien für
das programmeinheitliche Monitoringsystem.
EU-Programm INTERREG IIIA – Dr. Sabine Mitterer, Projektleiterin des ÖkoBusinessPlan Wien, Jozsef
Balogh, damaliger Bürgermeister von Györ, Bela Toth, Projektleiter des ÖkoStrategiaiForum Györ (MA 22)
Interreg IIIB CADSES
Diese Förderschiene läuft im Berichtsjahr mit Schlusskonferenzen und Endberichten aus. 18 Staaten aus dem
zentraleuropäischen, adriatischen, Donau- und südosteuropäischen Raum werden gefördert. Ziel des
CADSES-Programms war die räumliche Integration und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Regionen
sowie des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts. Zu den Projekten gehören u. a. Urban Technology
Network und Donauhanse.
Ziel 3 NEU – Transnationale Kooperation
CADSES wird in der neuen Förderperiode geteilt, und zwar in den nördlichen Kooperationsraum Zentraleuropa mit Polen,
Tschechien, Slowakei, Süd- und Ostdeutschland, Norditalien, Slowenien, Ungarn und Österreich sowie in den Südteil
Südosteuropa mit der Osthälfte Italiens, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, den Nicht-Mitgliedstaaten des westlichen
Balkans und Moldau sowie mit Slowenien, Österreich, Slowakei und Ungarn. Österreich ist damit überlappend in beiden
Räumen vertreten. Insgesamt € 24 Millionen EU-Fördermittel stehen für österreichische Projektbeteiligungen an diesen
beiden Programmen mit den Schwerpunkten „Nachhaltige Stadtentwicklung“, „Innovation & Forschung“ und „Umwelt und
Erreichbarkeit“ zur Verfügung.
Wien hat sich erfolgreich in einem Städtewettbewerb mit Warschau , Pilsen und Dresden für die Funktion einer
Verwaltungsbehörde des Raumes Zentraleuropa mit einem Gesamtprogrammbudget von € 300 Millionen durchgesetzt. Im
Juli findet im Wiener Rathaus eine zweitägige Kick-Off-Veranstaltung statt, die von über 600 TeilnehmerInnen besucht
wird.
Interregionale Programme
Aus dem Bereich der INTERREG III East Programm können folgende Projekte besonders hervorgehoben
werden:
POSEIDON – Lead Partner Magistratsabteilung Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für
wohnrechtliche Angelegenheiten (MA 50). Ziel der Kooperation Wiens mit Genua , Amsterdam ,
Stockholm , Kent und London ist die Verbesserung der sozio-ökonomischen Entwicklung in Stadtteilen
sowie der Einsatz innovativer Methoden im Stadtteilmanagement. Der Endbericht erscheint in Form eines
Buches.
EdGATE – Lead Partner Stadtschulrat: Im Rahmen eines Pilotprojektes wird ein neues
Ausbildungskonzept „European Regional College“ entwickelt, das den neuen Anforderungen der
gesteigerten Mobilität im EU-Raum gerecht werden soll.
IONAS – Ionian and Adriatic Cities and Ports Joint Cooperation: Zielsetzung ist die Vertiefung der
Zusammenarbeit zwischen den Städten im Raum des adriatischen und ionischen Meeres sowie ein
Know-how-Transfer im Bereich der Implementierung von Umweltmanagementsystemen in Betrieben. 24
Stadt- und Hafenverwaltungen in Italien , Slowenien , Kroatien, Montenegro , Albanien und Griechenland
sind involviert. Wien ist mit der Umweltschutzabteilung (MA 22) vertreten, das Projekt wird 2007
abgeschlossen.
TRATOKI – Projektpartner WWFF: Im Netzwerk mit acht weiteren Wirtschaftsförderagenturen werden
innovative Förder-, Beratungs- und Finanzierungsmethoden für so genannte „Micro-Enterprises“
entwickelt.
INTERACT Point – Managing Transition
INTERACT ist eine Förderschiene, um die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch innerhalb der
„INTERREG-Gemeinde“ zu verbessern. Ziel ist es, Ideen, Resultate und Erfahrungen aus sämtlichen Teilen
Europas und allen Programmschienen zu sammeln, zusammenzuführen und allen Beteiligten zur Verfügung
zu stellen. Um die prioritären Schwerpunkte von INTERACT optimal umsetzen zu können, werden europaweit
fünf „INTERACT Points“ in Östersund, Rostock , Valencia , Viborg und Wien eingerichtet.
Der Aufgabenschwerpunkt des Wiener INTERACT-Points liegt bei der Anregung und Vertiefung der
Kooperation entlang der bisherigen und neuen EU-Außengrenzen von Lappland bis Zypern . In diesem Raum
existieren im Berichtsjahr 36 INTERREG-Programme.
DAPHNE
Die Magistratsabteilung Frauenförderung und Koordinierung von Frauenangelegenheiten (MA 57) nimmt am
Projekt „Aktiv gegen Zwangsheirat“ gemeinsam mit Hamburg , London , Den Haag , Istanbul und Stockholm
teil. Es zielt darauf ab, durch Sensibilisierung von EntscheidungsträgerInnen aus Politik und Verwaltung dem
Verbot der Zwangsheirat verstärkte Geltung zu verschaffen.
Die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (WASt) kooperiert beim Projekt
„Arbeit mit lesbischen Täterinnen häuslicher Gewalt“ mit Verbänden in Deutschland , Belgien und
Großbritannien. Ziel des Projekts ist es, spezifische Dynamiken in Fällen von häuslicher Gewalt in lesbischen
Beziehungen zu erforschen und zu beschreiben. Im Rahmen des Projekts „Schoolmates“ besteht eine
Partnerschaft mit Organisationen in Bologna , Madrid und Warschau . Das Projekt beschäftigt sich mit
homophob motiviertem Bullying an Schulen und richtet sich an 13-19-Jährige sowie LehrerInnen.
EQUAL
Im Juni läuft Equal aus, das sich in zwölf Partnerschaften an benachteiligte Gruppen am Arbeitsmarkt wendet.
Der Fonds Soziales Wien (FSW) ist strategischer Partner in sechs Entwicklungspartnerschaften (EP). Die
Gesamtstrategie zielt darauf ab, die Arbeitsfähigkeit von im Gesundheits- und Sozialbereich tätigen Personen
bis zum gesetzlichen Pensionsalter zu erhalten sowie den Gesundheits- und Sozialbereich für gehörlose und
schwerhörige Personen zu öffnen, die bisher in diesem Bereich keinen Zugang zu einer qualifizierten Tätigkeit
hatten. Die Umsetzung erfolgt in drei Modulen: Potenzial Sozialkapital, Zeichen gehören gesetzt und
Horizonte 40 +. Die transnationalen Kooperationspartner sind Ostrava und Essen. Diversity@ Care hat zum
Ziel, das Arbeitsfeld mobile Pflege und Betreuung als professionelle Perspektive für Menschen mit
Migrationshintergrund zu erschließen, ihre Partizipation und Chancengleichheit zu unterstützen und die
kulturelle Vielfalt in diesem Bereich besser zu nützen, Kopenhagen und Berlin beteiligen sich an dem Projekt.
Vor dem Hintergrund der angebotsneutralen und wettbewerbsfördernden Strategien der Vergaberichtlinie der
EU und des daran orientierten österreichischen Bundesvergabegesetzes widmet sich die
Entwicklungspartnerschaft „Donau–Quality in Inclusion“ der Erarbeitung von messbaren, zertifizierbaren und
rechtlich absicherbaren Qualitätskriterien sozialer Arbeit. Die internationalen Partner kommen aus Sachsen,
der Slowakei, Tschechien und Italien. Die Entwicklungspartnerschaft „First Aid in Integration“ arbeitet daran,
Standards zur erfolgreichen Integration von AsylwerberInnen in den Arbeitsmarkt zu entwickeln und
öffentliches Bewusstsein für die Beschäftigungssituation von Migrantlnnen zu schaffen. Ungarische und
schwedische Organisationen sind beteiligt.
Die Initiative THARA-Haus, eine Kooperation von Roma und Nicht-Roma Organisationen, bietet Roma- und
Sinti-Jugendlichen, die in Wien leben, Bildungsprogramme im Hinblick auf ihren zukünftigen Eintritt in den
Arbeitsmarkt an. Die Vermittlung der Bildungsinhalte erfolgt in Kombination mit Empowerment-Elementen und
einer bewussten Einbeziehung der Erfahrungen der Jugendlichen und ihrer Familien. Insgesamt nehmen 325
Jugendliche an den Programmen teil. Die internationalen Partner kommen aus Oulu, Košice und Pécs.
NATURA 2000
Mit NATURA 2000 sollen Flora, Fauna und schützenswerte Lebensräume erhalten werden. Diesem
Programm liegen die Naturschutzrichtlinien, Fauna Flora-Habitat-Richtlinie, Richtlinie 92/43/EWG und die
Vogelschutzrichtlinie, Richtlinie 79/409/EWG zugrunde. Mit dem Beitritt zur Europäischen Union hat sich
Österreich verpflichtet, die beiden Richtlinien umzusetzen und ein Netz an Schutzgebieten auszuweisen.
Naturschutz fällt in Österreich in den selbstständigen Wirkungsbereich der Bundesländer. Für die Stadt Wien
ist für die Umsetzung federführend die MA 22 verantwortlich.
TAQI
Ziel des Transnational Air Quality Improvement: Ziel dieses Projektes ist die Verbesserung der Luftqualität in
Mitteleuropa. Schwerpunkte sind die Zusammenführung der Immissionsmessungen auf einer mehrsprachigen
transnationalen Internet-Plattform mit tagesaktuellen und stündlich aktualisierten Immissions- und
Umweltdaten vom gesamten Projektgebiet sowie das Erstellen einer homogenen, transnationalen
Emissionsdatenbank als Grundlage für langfristige Planungen der Region. Wien, Niederösterreich, das
Burgenland, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, und das italienische Forli sind an diesem Projekt beteiligt.
Wien wird durch die MA 22 vertreten. TAQI wird von einer Fachjury zum besten EU-Projekt in seiner Kategorie
gekürt und erhält den „European Regional Championship Award 2007 for Energy & Environment“.
Wolfgang Amadeus Mozart und Vicente Martín y Soler
Gemeinsam mit dem Instituto Historico Austriaco in Madrid und der Universidad Rey Juan Carlos erarbeitet
die Wienbibliothek (MA 9) ein von der EU gefördertes Projekt, das die wichtigsten Lebensstationen von
Wolfgang Amadeus Mozart und seinem spanischen Zeitgenossen Vicente Martín y Soler veranschaulichen
soll. Durch das Zusammenspiel von musikwissenschaftlicher Recherche und innovativer Technik werden die
Wirkungsstätten der beiden Komponisten, die sich über zahlreiche Länder Europas erstrecken, als virtuelle
Räume erlebbar. Eine informative DVD, die auch zum Einsatz in Schulen geeignet ist, begleitet diese
neuartige Form der Präsentation.
INTERNATIONALE GÄSTE IM WIENER RATHAUS
Zusammentreffen des Bürgermeisters mit Internationalen
Gästen
1. Februar 2007 Jurij M. Luschkow
Oberbürgermeister Moskau
12. Februar 2007 Mor Dionysios Isa Gürbüz
Diözesanbischof syrisch-orthodoxe Kirche
14. Februar 2007 Roman Onderka
Oberbürgermeister Brünn
15. Februar 2007 Bojko Borrisov
Bürgermeister Sofia
27. Februar 2007 Rafael Simancas
Kandidat PSOE Madrid
20. März 2007 RGRE – 50 Jahre Römische Verträge
11. April 2007 Yuzen Chiji
Übergabe eines Kimonos
11. April 2007 Matthias Platzeck
Ministerpräsident Brandenburg
2. Mai 2007 Tadatoshi Akiba
Bürgermeister Hiroshima
2. Mai 2007 Matthias Kollatz-Ahnen
Vizepräsident Europäische Investitionsbank
7. Mai 2007 Stipe Mesic
Staatspräsident Kroatien
8. Mai 2007 Róbert Fico
Premierminister Slowakei
15. Mai 2007 Adriean Videanu
Bürgermeister Bukarest
23. Mai 2007 Wladimir W. Putin
Staatspräsident Russische Föderation
24. Mai 2007 Harald Ringstorff
Präsident Deutscher
Bundesrat, Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommern
25. Mai 2007 Thomas Hammarberg
Menschenrechtskommissar Europarat
15. Juni 2007 China Disabled People’s
Performing Art Group
21. Juni 2007 Aleksander Kwásniewski
Staatspräsident a.D. Polen
5. Juli 2007 Milan Bandic
Bürgermeister Zagreb
12. Juli 2007 Róbert Fico
Ministerpräsident Slowakei
12. Juli 2007 Jiři Paroubek
Vorsitzender Tschechische Sozialdemokratische Partei
6. September 2007 Scheich Sultan bin Mohammed Al Qasimi Sharjah,
Vereinigte Arabische Emirate
7.-9. September 2007 S.H. Papst Benedikt XVI.
11. September 2007 Edgar Savisaar
Bürgermeister Tallinn
11. September 2007 Kofi Annan
Generalsekretär a.D. UNO
24. September 2007 Sir Roger Moore
UNICEF-Botschafter
1. Oktober 2007 Michel Platini
Präsident UEFA
9. Oktober 2007 Peter Vennemeyer
Bürgermeister Greven, Deutschland
15. November 2007 Gábor Demszky
Oberbürgermeister Budapest
16. November 2007 Wim Deetmann
Vizepräsident RGRE, Bürgermeister Den Haag
19. November 2007 Nick Hornby
„Eine Stadt. Ein Buch“
20. November 2007 König Carl Gustaf
von Schweden und
Königin Silvia
7. Dezember 2007 Urs Studer
Stadtpräsident Luzern
7. Dezember 2007 Fürst Hans Adam II
von und zu Liechtenstein
17. Dezember 2007 Roman Onderka
Oberbürgermeister Brünn
Der Erste Präsident des Wiener Landtages Johann Hatzl lädt im März zur 6. Konferenz der
Parlamentspräsidenten der gesetzgebenden Hauptstadtregionen nach Wien ein.
Im Juni empfängt er die palästinensische Ministerin für Tourismus und Altertümer Dr. Khouloud Daibes Abu
Dayyeh.
Der Präsident verleiht das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien an 13 Mitglieder des Dachverbandes
Österreichisch-Ausländischer Gesellschaften (PaN). Bei den Geehrten handelt es sich um hochrangige
Repräsentanten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben, die sich auch um die Reputation Wiens als Stätte der
Begegnung verdient gemacht haben.
Der Erste Präsident des Wiener Landtages Johann Hatzl lädt im März zur 6. Konferenz der
Parlamentspräsidenten der gesetzgebenden Hauptstadtregionen nach Wien ein.
Im Juni empfängt er die palästinensische Ministerin für Tourismus und Altertümer Dr. Khouloud Daibes Abu
Dayyeh.
Der Präsident verleiht das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien an 13 Mitglieder des Dachverbandes
Österreichisch-Ausländischer Gesellschaften (PaN). Bei den Geehrten handelt es sich um hochrangige
Repräsentanten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben, die sich auch um die Reputation Wiens als Stätte der
Begegnung verdient gemacht haben.
AUSLANDSREISEN DES BÜRGERMEISTERS
20. – 21. März 2007 Sevilla
th
5 European Conference on Sustainable Cities and Towns
25. April 2007 Sarajevo
Eröffnung der Wien-Tage
10. – 13. Mai 2007 Rhodos
RGRE-Konferenz „Twinning for tomorrow’s world“
4. Juni 2007 Krakau
750-jähriges Jubiläum der Verleihung des Stadtrechts – auf Einladung von
Stadtpräsident Jacek Majchrowski
8. – 9. Juni 2007 Moskau
Wien-Ball auf Einladung von Oberbürgermeister Jurij M. Luschkow
16. – 19. September 2007 London
WWTF Studienreise
8. Oktober 2007 Laibach
Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens mit Bürgermeister Zoran Jankovic
und Vortrag „Herausforderungen für die moderne europäische Stadt“ beim FORUM
21 auf Einladung von Staatspräsidenten a.D. Milan Kucan
26. November 2007 Bratislava
politische Konferenz CENTROPE
1. – 2. Dezember 2007 Luzern
EM Auslosung
4. – 5. Dezember 2007 Stuttgart
RGRE-Hauptausschuss
INTERNATIONALE ORGANISATIONEN
EFRA – Europäische Grundrechteagentur
http://fra.europa.eu
Im Rahmen eines Festaktes wird am 1. März im Palais Niederösterreich die Europäische Grundrechteagentur
(European Fundamental Rights Agency) als Nachfolgerin der Europäischen Stelle zur Beobachtung von
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aus der Taufe gehoben. Diese EU-Behörde ist seit 1998 in Wien
ansässig. Die Aufgabe der Agentur ist vor allem, den europäischen Institutionen und den Mitgliedstaaten
Fachkenntnisse in Bezug auf die Grundrechte zur Verfügung zu stellen. Es werden Informationen gesammelt
und analysiert sowie Methoden entwickelt, um Daten besser vergleichen zu können. Die EFRA wird mit dem
Europarat und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zusammenarbeiten. Dr. Beate Winkler
führt die Arbeit als Direktorin zunächst weiter, 2008 wird Morten Kjaerum vom Verwaltungsrat zum neuen
Direktor bestellt.
Weltbank
www.worldbank.org
Die Weltbank wählt Wien als neuen Standort für den Bereich Financial Reporting Reform in Europe and
Central Asia. Das Büro ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Internationalisierung Wiens; Österreich ist mit
Platz 9 im Globalisierungsindex 2006 eines der internationalisiertesten Länder weltweit.
Die Weltbank, ursprünglich 1944 mit dem Ziel gegründet, den verwüsteten Staaten beim Wiederaufbau zu
helfen, unterstützt nunmehr derartige Bemühungen nach Konflikten sowie die Entwicklung von
Gesellschaften. Ihr gehören über 170 Staaten weltweit an. Die Hauptverwaltung befindet sich in Washington
D.C.
Vereinte Nationen
www.unvienna.org
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) wird 50. Unter dem Motto „Atome für den Frieden – Das erste
halbe Jahrhundert“ wird im September zur Jubiläumsveranstaltung in das Wiener Konzerthaus als Schauplatz
der ersten Generalkonferenz im Oktober 1957 geladen. Die IAEO ist mit ca. 2.300 MitarbeiterInnen als größte
der in Wien ansässigen internationalen Organisationen ein tragendes Element der internationalen
Sicherheitsarchitektur und trägt entscheidend dazu bei, die österreichische Hauptstadt als internationales
Kompetenzzentrum für Sicherheitsthemen zu positionieren.
Mehr als 2.000 Delegierte, einschließlich Staatsoberhäupter, RegierungschefInnen, MinisterInnen,
Parlamentsabgeordnete, BürgermeisterInnen, Regierungsbeauftragte, ExpertInnen sowie VertreterInnen
internationaler Organisationen, der Zivilgesellschaft und nichtstaatlicher Organisationen treffen im Juni in
Wien zum 7. Globalen Forum zusammen. Die von den Vereinten Nationen veranstaltete viertägige Konferenz
untersucht die besten Praktiken und alternativen Strategien zum Thema „Vertrauen in Regierungen
aufbauen“. Seit 1999 behandelt das alle zwei Jahre stattfindende Globale Forum den Verbesserungsbedarf in
Regierung und öffentlicher Verwaltung.
Seit beinahe 30 Jahren beherbergt Wien als einzige Stadt innerhalb der EU eines der vier Hauptquartiere der
Vereinten Nationen. Das Vienna International Centre (VIC), in Wien UNO-City genannt, ist aus dem Stadtbild
nicht mehr wegzudenken und zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Um dies zu dokumentieren, widmet
die Stadt Wien dem VIC eine Fotoausstellung, die im September während der 62. Generalversammlung der
Vereinten Nationen am UN Headquarter New York gezeigt wird und in Zukunft auch an den anderen
UN-Amtssitzen sowie im interessierten Ausland präsentiert werden soll.
Die bestehende gute Tradition der Zusammenarbeit mit dem Informationsservice der Vereinten Nationen
(UNIS) in Wien wird wieder mit Veranstaltungen für TeilnehmerInnen aus den von UNIS betreuten
Nachbarländern gepflogen. Das Studentenforum wird diesmal für Studierende der Universität Laibach
ausgerichtet, das LehrerInnenforum anlässlich der „Tage der Politischen Erziehung“ für Lehrende aus
Österreich. Erstmals wird unter dem Titel „Networking for Peace“ ein internationales Zusammentreffen für
aktive und ehemalige Peacekeepers veranstaltet. Zudem werden auch in diesem Jahr die Deutschkurse
„Learning Your Way“, Stadtrundfahrten, Führungen usw. im Rahmen des Vienna City Welcome für neue
MitarbeiterInnen der UNO angeboten.
VSO – Vienna Service Office
www.vso.wien.at
Das Servicebüro der Stadt Wien in der UNO City wurde am 1. Juli 1987 eröffnet und feiert im Jahr 2007 somit
sein 20-jähriges Bestehen. Es hat in den Jahren seines Bestehens vielen Tausenden Menschen aus der
ganzen Welt ihren Aufenthalt in Wien erleichtert und so nachhaltig dazu beigetragen, ein positives Bild Wiens
in die Welt zu tragen.
Das Jubiläum wird zum Anlass genommen, das VSO vermehrt zu bewerben. So werden während des ganzen
Jahres rund um das Thema „Leben in Wien“ Vorträge, Ausflüge und Informationstage organisiert, die reges
Interesse finden. Außerdem wird eine Homepage gestaltet, auf der neben Informationen und Terminen eine
Fotogalerie eingerichtet wird. So können die TeilnehmerInnen an den Veranstaltungen die dort
aufgenommenen Fotos ansehen. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres übergibt die Zweite
Landtagspräsidentin Prof. Erika Stubenvoll einen Christbaum an die MitarbeiterInnen der Vereinten Nationen.
Der Baum wird vom Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb (MA 49) zur Verfügung gestellt und vom
Stadtgartenamt (MA 42) traditionell bäuerlich geschmückt.
AUSLANDSHILFE
Im Berichtsjahr setzt die Stadt Wien im Rahmen der Auslandshilfe ihre Schwerpunkte auf die Aus- und
Weiterbildung von Mädchen und Frauen. Geografisch wurde der Schwerpunkt wieder auf Osteuropa und
Afrika gelegt.
Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramme für Mädchen und Frauen werden in Albanien, Äthiopien,
Bosnien-Herzegowina, Moldau, der Türkei und der Ukraine gestartet. In Armenien, dem Libanon und der
Ukraine werden Gesundheitsprojekte gefördert. In Bhutan wird der Neubau von Schuleinrichtungen
unterstützt. In Albanien wird weiters ein Projekt zur Bekämpfung des Frauenhandels initiiert und die
Wasserversorgung in Shkodra sichergestellt. Eine Studie zur Wiederaufforstung von im Israel-Libanon-Krieg
zerstörten Wäldern soll ein weiterer Schritt zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation im
Libanon darstellen. In Serbien werden für Flüchtlinge der Roma-Volksgruppe Häuser errichtet und in Indien
Frauen aus der Dalit-Kaste in politischer Führung unterrichtet.
Transporte mit Hilfsgütern erfolgen nach Burkina Faso, Irak, Mosambik, Mongolei, Nepal und Nigeria . Ein
Bergelöschfahrzeug der Wiener Berufsfeuerwehr geht nach Bulgarien . Zahlreiche medizinischtechnische
Geräte werden vom Wiener Krankenanstaltenverbund an international tätige NGOs für Entwicklungsprojekte
abgegeben.
Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien aus Bosnien-Herzegowina, Palästina und der Ukraine
werden zu je zweiwöchigen Erholungsaufenthalten in Wien eingeladen.
Aber auch in Wien wird über entwicklungspolitische Themen berichtet. Im Rahmen der Veranstaltung „Die
Wiener Auslandshilfe“ im Wiener Rathaus werden Verantwortliche der von der Stadt Wien geförderten
Projekte eingeladen, über ihre Erfahrungen zu berichten. Die Wiener Ärztin Dr. Eva-Maria Hobiger fesselt das
Auditorium mit ihrem Erfahrungsbericht im Kinderspital von Basra.
Zur Bewerbung von Fairtrade-Produkten wird wieder eine Fiesta in Anwesenheit von zahlreichen
Entscheidungs- und MeinungsmacherInnen unterstützt. Auch das von der Stadt Wien mitfinanzierte
Südwind-Straßenfest zur Bekanntmachung von diversen EZA-Projekten im Wiener Alten AKH findet großen
Zulauf.
Südafrika
Das Masibambane College liegt in einem Vorort von Johannesburg , im so genannten Township Orange
Farm, in dem 70-90 % der beinahe ausschließlich schwarzen BewohnerInnen ohne Arbeit sind. Mit den
Geldern aus Wien wird der weitere Ausbau des Colleges möglich. So werden eine Großküche samt
Nebenräumen und Speisesälen sowie neue Klassenzimmer errichtet. Die Zahl der SchülerInnen ist auf
mittlerweile über 700 gewachsen. Vom Kindergartenalter bis zur sechsten Schulstufe dauert die qualitativ
hoch stehende Grundschulausbildung. Die Schule bietet zahlreichen Menschen aus der Umgebung Arbeit als
Lehrpersonal, in der Verwaltung und Instandhaltung. Masibambane ist mittlerweile zu einer wichtigen sozialen
Einrichtung geworden und ist ein Zeichen der Hoffnung für die Bevölkerung. Da sehr viele Aidswaisen das
College besuchen, unterstützt auch der Verein Aids Life seit heuer das College.
Die Stadt Wien unterstützt das Sozialprojekt „Phumula “ von Pater Karl Kuppelwieser in der Provinz Gauteng
in der Nähe von Johannesburg mit einem Ko-Finanzierungsbeitrag für Wassertanks. Phumula ist ein
Altersheim für weiße und schwarze Menschen, die sich ein staatliches oder privates Heim nicht leisten
können. Weiters werden in Phumula aidskranke ArbeiterInnen zu FarmarbeiterInnen und GärtnerInnen
ausgebildet. Pater Kuppelwieser ist seit über 40 Jahren als Missionar in Südafrika tätig und hat zahlreiche
soziale Projekte aufgebaut.
WienTourismus
www.wien.info
Fünfter Tourismus-Rekord in Folge
Wien verzeichnet 2007 sein fünftes Rekordjahr in Folge. Die Nächtigungen steigen gegenüber 2006 um 3,4%
auf 9,7 Millionen, der Netto-Nächtigungsumsatz der Beherbergungsbetriebe erhöht sich auf € 446 Millionen –
eine Steigerung um 12,4 % – und überschreitet damit erstmals die € 400-Millionen-Grenze.
Klassische Werbung in 27 Ländern
In der klassischen Werbung werden bei Insertionskampagnen 217 Millionen Zeitungs exemplare in 27
Ländern mit Inseraten bzw. Beilagen belegt. Dies inkludiert sowohl die allgemeine Werbung als auch die
Spezialkampagnen Weinstadt (Kampagne „wien & wein“) und Einkaufsmetropole (Kampagne „shop & win“)
sowie die Publikumskampagne für die Fußball-EM 2008. Plakatwerbung auf verschiedensten Trägern erfolgt
in 32 Städten in 10 Ländern. Online werden 60 Werbekampagnen mit den Schwerpunkten Kunst und kreative
Szene, Open-Air Events, Wien & Wein, Advent, Weihnachten und Silvester in 23 Ländern (17 europäische
sowie USA, Australien, Saudi Arabien, China, Vereinigte Arabische Emirate und Indien) geführt. Vom
Wien-Journal erscheint im Oktober 2007 die 40-seitige Ausgabe für das Jahr 2008 in den Sprachversionen
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Japanisch (Auflage 500.000 Stück). Sie wird
weltweit bei Eigenveranstaltungen sowie über die Zweigstellen der Österreich Werbung verbreitet.
Highlights der Außenwerbung
Mit einem breiten Spektrum an Außenwerbemaßnahmen ist der WienTourismus in ausgewählten
Quellmärkten unterwegs. Zwei Airport-Busse tragen in Kooperation mit der AUA im Mai und Juni Wiens
Werbebotschaft durch Athen. In Nizza ist ein Wien-Sujet im Mai an der Heckscheibe eines
Doppeldeckerbusses zu sehen. Bei einer Kooperation mit der Fluggesellschaft Flyniki sind im März/April 250
Taxis in Paris mit Wien-Aufschriften im Einsatz, womit rund 5,6 Millionen Blickkontakte erzielt werden. Im April
werben einen Monat lang drei Straßenbahnen in den Stadtzentren von Mailand und Rom für Wien, in Rom
zusätzlich auch zwei Autobusse.
Gegenüber dem Amsterdamer Hauptbahnhof hängt im März/April ein Riesentransparent mit einer Einladung
zum Kaffeetrinken in Wien. Im gleichen Zeitraum wirbt der WienTourismus in Zusammenarbeit mit der AUA in
neun Village Cinemas in Griechenland sowie im Mediterranean Cosmos, der größten Shopping Mall
Thessalonikis, auf Plasmabildschirmen, Videowalls und eigens angefertigten Postern, mit Streuprospekten,
Newsletter-Mailings und Gewinnspielen.
Weihnachten in Wien ist ein weiterer Schwerpunkt. Gemeinsam mit der AUA lädt man in Düsseldorf und
Frankfurt am Main auf 205 Großflächenplakaten und 150 Citylights an Ein- und Ausfahrtsstraßen zum „Fest
der Liebe“ nach Wien ein. Weiters werden in U-Bahn-Stationen auf 29 Infocreens Wien-Spots (200 pro Stelle
am Tag) ausgestrahlt; in Frankfurt kommen zusätzlich Werbeflächen auf acht Autobussen zum Einsatz.
Ebenfalls zum Thema Advent wirbt man in Basel und Zürich mittels 200 Citylights und 14 e-Plakaten. Ein
Megaboard (6,8 x 7,4 Meter) ist an einer Einfahrtsstraße im Dezember in Paris zu sehen. In zehn
niederländischen Städten sind knapp 70 Citylights im Oktober/November mit Adventsujets belegt. In
Tschechien locken 60 Citylights in Prager U-Bahn-Stationen den ganzen November zur Vorweihnachtszeit
nach Wien. Dass man sich auf Weihnachten am schönsten in Wien einstimmen kann, verkündet den
Londonern eine Flotte von 150 Stockautobussen.
Wien-Werbefilm gewinnt Grand Prix CIFFT 2007
Als weltbester Tourismusfilm 2007 wird beim Grand Prix des „Comité International des Festivals du Film
Touristique“ (CIFFT) die Filmsammlung „The Vienna Collection“ mit dem 1. Preis prämiert. Der Film, der die
österreichische Bundeshauptstadt als attraktive Destination für Reisende aus aller Welt, als erstklassigen
Standort für internationale Unternehmen und als Paradebeispiel einer lebenswerten Großstadt präsentiert,
erhält damit eine der wichtigsten Film-Auszeichnungen in der Tourismus-Branche. Der 2007 produzierte Film
in der Regie von Curt Faudon ist ein Gemeinschaftsprojekt des WienTourismus, des Wiener
Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) und des Presse- und Informationsdienstes (MA 53-PID). Er besteht aus
18 Modulen, die flexibel kombinierbar und daher für den jeweils gewünschten Zweck der drei Auftraggeber
ideal einsetzbar sind. Die Themen reichen von den Wiener Sängerknaben und dem Lifeball über
Kongressmetropole und Universitätsstadt bis zur Stadt für Kinder und zum High-Tech-Wirtschaftsstandort. Die
zwischen 36 Sekunden und 1 Minute 43 Sekunden langen Spots sind völlig unterschiedlich gestaltet: Manche
erzählen eine Geschichte, andere reihen rasche Impressionen aneinander oder lassen langsame Bildfolgen
wirken.
SkyEurope’s Speed dating in Anflug auf Wien
Der WienTourismus, die Fluggesellschaft SkyEurope und die Agentur Panneels & Partners veranstalten Ende
Juni das weltweit erste Skydating. Es führt für einen Tag und eine Nacht nach Wien. 54 Singles aus Belgien
nehmen daran teil. In Wien organisiert der WienTourismus eine romantische Stadtführung inklusive
anschließendem Abendprogramm. Nach dem Erfolg im Juni landen im November fünf weitere
SkyEurope-Maschinen aus Brüssel, Barcelona, Lissabon und Amsterdam.
Markt- und MedienmanagerInnen weltweit im Einsatz
Um eine möglichst umfangreiche Berichterstattung der internationalen Medien über Wien zu bewirken,
empfangen die MedienmanagerInnen des WienTourismus 1.118 MedienvertreterInnen aus 47 Ländern. Dazu
gehören 529 JournalistInnen von Printmedien einzeln, die anderen in 49 Gruppen; die elektronischen Medien
sind mit 50 TV- und 17 Radio-Teams vertreten: Wie zum Beispiel das Filmteam von China Central Television,
das anlässlich des chinesischen Neujahrskonzerts anreist. Zu diesem Anlass lässt der WienTourismus einen
eigenen rund 20-minütigen Begleitfilm produzieren, der am 4. Februar in China vor insgesamt 100 Millionen
ZuschauerInnen ausgestrahlt wird.
Für Wiens Präsenz in den Angeboten der internationalen Reiseindustrie sorgt das Marktmanagement durch
systematische Arbeit in den einzelnen Märkten. Es repräsentiert Wien dabei auf 57 Fach- bzw.
Publikumsmessen, bei 75 Workshops für Reisebüros sowie 54 Sonderpräsentationen und organisiert die
Teilnahme der Wiener Tourismusbranche an den jeweiligen Veranstaltungen in 43 Ländern. Zusätzlich führt
es Produktplatzierungen in der Konsumgüterindustrie und dem Dienstleistungssektor und 57 Veranstaltungen
für EndkundInnen durch. In Wien betreut es 3.132 ReisebürorepräsentantInnen, die in 139 Studiengruppen
aus 46 Ländern anreisen.
Rumänien und Spanien
20 RepräsentantInnen der rumänischen Reiseindustrie und 17 Wiener AnbieterInnen treffen sich im Juli auf
Einladung des WienTourismus in Kooperation mit der Österreich Werbung und der AUA zu „Romania meets
Vienna“ in Wien.
Der WienTourismus setzt in seinem Marketing-Mix verstärkt auf Produktplatzierungen, ein Beispiel dafür ist
die Zusammenar-beit mit der zu Danone gehörenden Firma LU in Spanien. Von Jänner bis März sind 1,5
Millionen Kekspackungen in fast allen Supermärkten des Landes auf der Außenseite mit Wien-Werbung
bestückt. Dazu gehört auch ein Gewinnspiel; ab dem Kauf von drei Packungen kann der Kunde an einer
Verlosung von vier Reisen für je zwei Personen nach Wien teilnehmen. 2.000 Hinweisschilder (Stopper) in den
Supermärkten und Internetwerbung weisen zusätzlich auf die Wien-Aktion hin, die in Kooperation mit Austrian
Airlines stattfindet.
Wien-Auftritte abseits der Tradition in Dubai und New York
Die aktuellen Facetten von Wiener Design, Shopping und Lifestyle im historischen Kontext samt Geschichten
in Verbindung mit arabischer Kultur präsentiert Tourismusdirektor Norbert Kettner in Dubai und Abu Dhabi.
Der WienTourismus lädt weiters in Zusammenarbeit mit der Österreich Werbung in New York JournalistInnen
und EntscheidungsträgerInnen aus der Tourismusbranche zu einem Weinsalon. Neben dem Thema Wein
stehen auch hier Wiens neueste Entwicklungen im Design- und Architekturbereich im Mittelpunkt. Der
Weinsalon in New York findet im Rahmen der Ausstellung „WeinArchitektur – Vom Keller zum Kult“ statt.
Diese vom Architekturzentrum Wien konzipierte Präsentation zeigt neben einer differenzierten
Bestandsaufnahme der kulturellen und wirtschaftlichen Situation in Österreich seit den 1980er Jahren 43
Architekturprojekte, die Auskunft über die Entwicklung vom Schlossweingut zur High-Tech-Weinfactory
geben.
Ankick zur Vermarktung der EURO 2008
Für die EURO 2008 startet der WienTourismus bereits frühzeitig Marketingaktivitäten. Er entwickelt eine
Spezialkampagne, die sich sowohl an Fußballfans als auch an Leute richtet, denen es mehr um „Action“ in der
Stadt rund um das Event geht, und beginnt bereits 2007 mit der Umsetzung. € 500.000 setzt er dafür ein. Die
Hauptzielmärkte sind Deutschland, die Schweiz und Italien sowie weitere Nationen auf Basis der
Gruppenauslosung.
Bereits im Jänner ist auf www.wien.info die EM-Site des WienTourismus auf Deutsch und Englisch online, im
August gibt es die Inhalte auch auf Italienisch, Französisch, Spanisch, Tschechisch, Polnisch und Ungarisch.
Eine gemeinsame Broschüre aller Austragungsstädte ist in sieben Sprachen erhältlich, ebenfalls in diesem
Monat liegt die exklusiv der EM in Wien gewidmete Publikation „Lebenslust & Sportgenuss“ in Deutsch und
Englisch auf, im Herbst folgen vier weitere Sprachen.
Speziell für JournalistInnen konzipiert der WienTourismus eine ab Mai aktive EM-Artikel- und Bilddatenbank
auf www.b2b.wien.info , für TV-Stationen steht ab Herbst TV-Footage-Material mit generellen Impressionen,
aber auch eigens aufgenommenen Luftbildern vom Ernst-Happel-Stadion zur Verfügung. Auch bei Messen
wird für das Fußball-Highlight geworben, wie unter anderem auf der actb (Austrian Central European Travel
Business in Wien), der ITB (Internationale Tourismus-Börse in Berlin) und dem STM (Swiss Travel Mart in
Basel).
Als einzige Gastgeberstadt verfügt Wien über einen eigenen TV-Spot. Der Spot wird im Oktober/November in
Deutsch, Englisch und Französisch insgesamt 50-mal auf Eurosport in 111 Millionen Haushalte ausgestrahlt.
Eine Kinoversion kommt in deutschen, französischen und italienischen Kinos zum Einsatz.
Im Oktober startet weiters eine Inseratenkampagne in Deutschland, der Schweiz und Italien.
Auftakt zum Haydn-Jahr 2009
Im Hinblick auf Joseph Haydns 200. Todestag 2009 formieren sich die Landestourismusorganisationen
Burgenland, Niederösterreich und Wien mit der Österreich Werbung zur ArGe Haydn 2009. Gemeinsam will
man das Gedenkjahr vor allem in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien vermarkten. Ende März geht
die Website www.haydn2009.net online, im November erfolgen Messeauftritte bei den Leitmessen WTM
(World Travel Market) in London und TTW (Travel Trade Workshop) in Montreux. Ein eigener
Haydn-Werbefilm wird von der ArGe Haydn produziert; er ist auf den Websites www.wien.info und
www.haydn2009.net zu sehen.
Neuerlicher Rekord auch für Kongressmetropole Wien
Das Vienna Convention Bureau (WTV-Kongressbüro) – weltweit in der Akquisition von Kongressen und
Firmenveranstaltungen (Tagungen und Incentives) tätig – vertritt die Kongressdestination Wien 2007 auf 30
Fachmessen bzw. -kongressen und koordiniert auch die Teilnahme von Wiener AnbieterInnen. In Wien
betreut es Inspektionsreisen von 480 Kongress- und Incentive-EntscheidungsträgerInnen aus 14 Ländern: 19
Studiengruppen mit insgesamt 390 Personen, alle anderen in Einzelbetreuung.
2007 verzeichnet die Wiener Tagungsindustrie das fünfte Rekordjahr in Folge und wartet dabei gleich mit
zweistelligen Zuwachsraten gegenüber 2006 auf: 2.764 nationale und internationale Kongresse,
Firmentagungen und Incentives bedeuten einen Anstieg von 19 %. Die daraus resultierenden 1.419.044
Gästenächtigungen repräsentieren ein Plus von 23 % und eine noch stärkere Steigerung weist die von den
Veranstaltungen bewirkte landesweite Wertschöpfung aus: Der Wiener Kongresstourismus führt dem
österreichschen Bruttoinlandsprodukt € 760 Millionen zu, 30 % mehr als 2006. Außerdem sichert er über
15.000 Ganzjahresarbeitsplätze. Wiens Kongresse, Firmentagungen und Incentives bewirken 2007 in
Österreich insgesamt ein Steueraufkommen von € 209,8 Millionen, davon kommen dem Bund € 136,3
Millionen und Wien € 25,5 Millionen zugute, der Rest den Ländern und Gemeinden. Höhepunkt des
Kongressjahres ist der Europäische Kardiologen-Kongress vom 1. bis 5. September auf der Reed Messe
Wien. Er zieht insgesamt 33.065 Gäste an, davon 22.617 Delegierte, 5.631 AusstellerInnen, 562
JournalistInnen und 4.255 Begleitpersonen.
Die Mega-Veranstaltung verursacht 152.875 Nächtigungen. Wien kann nur 139.794 davon aufnehmen (91 %),
wodurch auch die Hotellerie im Umland (5 %) und sogar im angrenzenden Ausland (4 %) profitiert. Bereits zum
vierten Mal darf Wien diesen Kongress beherbergen. Das letzte Mal war er 2003 in der Stadt, und seine
Wiederkehr in so kurzer Zeit ist als Zeichen hoher Zufriedenheit mit der Destination zu werten.
Die Zahlen der Union of International Associations (UIA) und der International Congress and Convention
Associaton (ICCA) unterstreichen die Bedeutung Wiens als internationale Kongressstadt. Die 2007
veröffentlichten Statistiken dieser beiden maßgeblichen Organisationen, die Veranstaltungen weltweit
erfassen, zeigen Österreichs Hauptstadt an Spitzenpositionen. In der ICCA-Statistik verteidigt Wien mit 147
Veranstaltungen Platz 1, gefolgt von Paris und Singapur; in der UIA-Reihung liegt es erneut nur hinter Paris,
vor Singapur, Brüssel und Genf.
WIEN PRODUCTS
www.wienproducts.at
Präsentationen
WIEN PRODUCTS ist eine Exportinitiative der Wirtschaftskammer Wien für Wiener Betriebe und
Kulturinstitutionen. Wie schon 2006 werden 2007 die Projektschwerpunkte in Aktivitäten im Ausland gesetzt.
Bei den Präsentationen handelt es sich sowohl um Business-to-Business- als auch um
Business-to-Customer-Veranstaltungen. Das WIEN PRODUCTS Service Center unterstützt die Unternehmen
bei Planung, Organisation und Umsetzung der Veranstaltungen.
Im Mai finden bei Galeria Kaufhof in Deutschland „Österreich Wochen“ unter dem Motto „Lebenslust
Österreich“ in allen 26 Feinkostfilialen statt. Partner sind hauptsächlich Firmen aus dem „Taste of
Vienna“-Cluster: Wien Wein, Heindl, Sacher, Wiesbauer, Manner, Julius Meinl am Graben, Staud und die
Tourismusschule Modul. Themenschwerpunkte bei der Aktion sind Wien und die Steiermark.
Auf der International Contemporary Furniture Fair in New York präsentieren die WIEN PRODUCTS-Firmen
Augarten, Lobmeyr, Bösendorfer, R. Horns Wien, Wiener Silberschmiede Werkstätte und Woka Lamps ihre
Designprodukte den interessierten amerikanischen BesucherInnen. Zusätzlich zur Präsentation im Rahmen
des WKÖ-Gruppenstandes gibt es auch eine Kooperation mit Pure Austrian Design.
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des berühmten Berliner „Kaufhaus Des Westens“ – dem KaDeWe –
werden vom 13.-25. August „Österreich Wochen“ abgehalten. Unter dem Motto „Lebenslust und Kunstgenuss“
gibt es Produktpräsentationen der WIEN PRODUCTS-Unternehmen Staud, Wien Wein Winzer, Wiesbauer,
Manner, Julius Meinl am Graben und Hotel Sacher. In Kooperation mit der Agrarmarkt Austria und dem
WienTourismus werden Werbeplatzierungen dieser Unternehmen in der Berliner Morgenpost und im Berliner
Tagesspiegel gesetzt.
Im Zuge der Zusammenarbeit mit dem Wien-Büro Tokio wird im Herbst eine japanische Studiengruppe
betreut. Die Gäste besuchen die WIEN PRODUCTS-Unternehmen k. u. k. Hofzuckerbäcker Demel, Hotel
Sacher, Haas & Haas, Staud, Wien Wein Winzer (Christ, Edlmoser, Zahel und Wieninger), R. Horns Wien,
Augarten, Julius Meinl am Graben. Die japanische Gruppe besteht aus EinkäuferInnen von Großkaufhäusern
und JournalistInnen. Die Eindrücke und Erfahrungen finden sich in mehreren japanischen Magazinen wieder.
Zum zweiten Mal wird die WIEN PRODUCTS Collection in Wien gezeigt. Anlässlich der Collection
präsentieren die WIEN PRODUCTS-Unternehmen Produkte, die in Kooperation mit externen DesignerInnen
gestaltet werden. Als Veranstaltungsort wird das Hofmobiliendepot gewählt, wo 10 Tage lang auch ausgestellt
wird. Folgende WIEN PRODUCTS-Firmen zeigen neue Designprodukte: Mühlbauer, Schau Schau, Wiener
Silberschmiede Werkstätte, Augarten, Lobmeyr, Köchert, Backhausen, R. Horns Wien, Frey Wille.
Als eigene Veranstaltung bei der Tokyo Designers Week präsentieren sich die Firmen Augarten, Backhausen,
Friedrich Otto Schmidt, Lobmeyr und die Wiener Silberschmiede Werkstätte im Ozone Design Center vor über
3.000 BesucherInnen. Die Präsentation „Lebensräume“ zeigt Wiener Inneneinrichtung in einem japanischen
Lebensraum. Dieses Ausstellungskonzept wird in Japan sehr gut aufgenommen.
Auf der „LUXURY, please“-Präsentation in der Wiener Hofburg zeigen die WIEN PRODUCTS-Firmen
Augarten, Backhausen, Lobmeyr, Schau Schau, Skrein. Die Schmuckwerkstatt, Wiener Silberschmiede,
Heldwein, Kieback, Köchert, Woka Lamps und Zur Schwäbischen Jungfrau im „Wiener Salon“ (Hofburg
Galerie) ihre Produkthighlights 21.334 BesucherInnen.
Auf der Cercle Deluxe, dieser erstmals veranstalteten Luxusausstellung im Grand Hotel, werden den
geladenen internationalen Gästen in Hotel Suiten Luxus-Produkte vorgestellt. Neben den Wiener
Symphonikern und den Wiener Sängerknaben, welche Teil der feierlichen Eröffnung sind, können sich die
WIEN PRODUCTS-Firmen Augarten, Lobmeyr, Köchert, Bösendorfer, Woka Lamps und Zur Schwäbischen
Jungfrau präsentieren.
Marketing-Aktivitäten
Im Berichtsjahr liegt ein Schwerpunkt im Bereich internationaler Print-Medien. Der Medienmix kann optimiert
werden. Schaltungen erfolgen u. a. in folgenden Medien: Austrian Travel Magazin & Hotel Guide, Ball Total,
Enjoy Vienna, Salute to Vienna, Cercle Diplomatique, Dancer Magazine, Kaleej Times, Skylines Magazin,
Festspiele Magazin, Ganz Europa, GUS Bulletin, First Class Hotel & City Guide, Österreich- Russland Busi-
ness Guide, Time Out Vienna, Shopping Wining & Dining, Travelguide China, Vienna Magazin, Wirtschafts-
blatt Deluxe.
Die WIEN PRODUCTS-Präsenz im Gutscheinheft „Wiener Adventzauber“ sowie die Online-Kooperation mit
der Website des Wiener Adventzaubers wird fortgesetzt. Das Gutscheinheft wird wieder an zahlreiche
internationale JournalistInnen verteilt.
Die Kooperation mit der Tourist-Info am Albertinaplatz (WIEN PRODUCTS-Auslagen und -Vitrinen sowie
Touchscreen-Terminal) entwickelt sich – analog zur steigenden BesucherInnenfrequenz – auch im 8. Jahr der
Nutzung sehr positiv.
BEZIRKSPARTNERSCHAFTEN UND AKTIVITÄTEN
Wien 4-Wieden
Im März finden die Wiedner Europa-Gespräche statt; eine Veranstaltungsreihe, die gemeinsam mit der
Europäischen Akademie durchgeführt wird. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Europa-Tage im September,
die von Bezirksvorsteherin Susanne Reichard initiiert werden. Auf dem Programm stehen Straßenfeste,
Musikabende, Ausstellungen und Kulturprojekte.
Im Oktober findet im Rahmen der Zusammenarbeit mit Jerewan ein Konzert unter dem Titel
europäisch-armenische Impressionen statt. Mit der begleitenden Delegation wird eine verstärkte Kooperation
in den Bereichen Gesundheit und Bildung geplant. Die Johann Sebastian Bach Musikschule Wien sowie das
Babits-Mihály-Gymnasium und die Erkel-Gyula-Musikschule aus Újpest/ Budapest geben ein gemeinsames
Adventkonzert in der Paulanerkirche, das unter dem Ehrenschutz des ungarischen Botschafters Dr. István
Horváth steht.
Wien 11-Simmering
Zahlreiche Schulen vertiefen ihre bereits bestehenden Projekte mit Schulen in der Türkei, Deutschland,
Tschechien, der Slowakei, Polen, Italien, Schweden, Dänemark und Estland .
Wien 13-Hietzing
Im Rahmen einer seit 1993 existierenden Partnerschaft kommt eine Delegation aus Tanba , Präfektur Hyogo
auf der japanischen Insel Honschu , nach Hietzing und den Lainzer Tiergarten, um die Waldkultur am Beispiel
des Wienerwaldes zu studieren. Die Delegation wird auch von Bezirksvorsteher DI Heinz Gerstbach
empfangen. Eine zweite Partnerschaft besteht seit 1995 mit der japanischen Stadt Habikino in der Präfektur
Osaka , in deren Rahmen StudentInnen an Projekten im Gymanasium der Dominikanerinnen mitarbeiten.
Wien 14-Penzing
Im November besucht eine Delegation mit Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner an der Spitze den
2
sechsten Prager Bezirk; 100.000 Einwohner leben hier auf einer Fläche von 40 km . Neben den
Arbeitsgesprächen mit Bürgermeister Mgr. Tomáš Chalupa findet eine Begegnung mit der österreichischen
Botschafterin Dr. Edith Klestil-Löffler statt.
Wien 17-Hernals
Mit der japanischen Partnergemeinde Fuchu findet ein reger BesucherInnenaustausch statt: neben dem
traditionellen Jugendaustausch interessieren sich im Herbst GemeinderätInnen für die Müllbeseitigung in
Wien. Direktion und LehrerInnen der Volksschule Halirschgasse unterzeichnen in Fuchu einen
Freundschaftsvertrag mit einer Grundschule.
Wien 21-Floridsdorf
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Freundschaftsvertrages zwischen Floridsdorf und Katsushika in
Tokio kommt im April eine Delegation unter Leitung von Bezirksvorsteher Ing. Heinz Lehner nach Japan . Die
TeilnehmerInnen absolvieren verschiedene Kulturprogramme, 1.300 BewohnerInnen von Katsushika erleben
ein Jubiläumskonzert und die 440.000 Einwohner werden durch die Bezirkszeitung über Floridsdorf und Wien
informiert. Der Gegenbesuch findet im Oktober statt. Fünf Jugendliche verbringen zwei Wochen bei
Gastfamilien in Tokio.
Wien 23-Liesing
Im Rahmen der Partnerschaft mit dem 15. Bezirk Budapests findet eine fruchtbare Kooperation von
Musikschulen statt, darunter ein Perkussions-Workshop in Liesing. Auf sportlicher Ebene treffen sich
Fußballvereine jeweils in beiden Bezirken. Im Beisein zahlreicher Honoratioren wird in Zusammenarbeit mit
der Österreichisch-Bhutanischen Gesellschaft der Druk-Yul-Park neu gestaltet.
Erfolgreich entwickelt hat sich die Zusammenarbeit mit der Stadt Ulcinj in Montenegro . Sie umfasst nicht nur
die Kooperation auf politischer Ebene, sondern auch Partnerschaften des Gymnasiums und der Musikschule
Ulcinj mit jener im Wohnpark Alt-Erlaa. Ein Austausch von SchülerInnen und LehrerInnen findet erneut im
Berichtsjahr statt. Im Dezember wird eine Ausstellung über diese Partnerstadt von Bezirksvorsteher Manfred
Wurm und Botschafter Mag. Vesko Garcevic eröffnet.
DER ÖSTERREICHISCHE STÄDTEBUND
www.staedtebund.at
Bereits ab 1887 wurden regelmäßig Städtetage abgehalten, die der Beratung gemeinsamer Anliegen, vor
allem auf finanziellem Gebiet, dienten. Am 24. September 1915 wurde der Österreichische Städtebund als
Einrichtung mit einem ständigen Büro gegründet.
Die Mitgliedschaft im Österreichischen Städtebund ist freiwillig. Es gibt keine Beschränkungen hinsichtlich der
Größe der Gemeinde. Für die Mitgliedschaft ist es nicht Voraussetzung, Stadt zu sein. Die Aufnahme erfolgt
durch Beschluss des Hauptausschusses. Der Mitgliedsbeitrag errechnet sich auf der Basis der
Einwohnerzahl. Der Städtebund hat 247 Mitglieder.
In den Mitgliedsgemeinden wohnen etwa 54 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Mitglieder sind neben
Wien und den Landeshauptstädten praktisch alle Gemeinden mit über 10.000 EinwohnerInnen. Die kleinste
Mitgliedsgemeinde zählt knapp 1.000 EinwohnerInnen. Er ist – neben dem Österreichischen Gemeindebund,
der die kleineren Gemeinden vertritt, – Gesprächspartner für die Regierung auf Bundes- und Landesebene
und ist in der österreichischen Bundesverfassung ausdrücklich erwähnt. Art. 115 Abs. 3 des
Bundes-Verfassungsgesetzes lautet: „Der Österreichische Gemeindebund und der Österreichische
Städtebund sind berufen, die Interessen der Gemeinden zu vertreten.“ Präsident ist Bürgermeister Dr. Michael
Häupl, Stellvertreter die Bürgermeister DI Markus Linhart/ Bregenz , Mag. Siegfried Nagl/ Graz , Dr. Franz
Dobusch/ Linz und Dr. Heinz Schaden/ Salzburg.
Dem Städtebund sind auch die internationale Zusammenarbeit und die Europäische Union wichtige Anliegen.
Eine der wichtigsten Begegnungen im Berichtsjahr ist die Weltkonferenz der globalen Dachorganisation der
Gemeinden United Cities and Local Government (UCLG) auf Jeju in der Republik Korea. Mehr als 2.000
KommunalpolitikerInnen aus 130 Staaten, darunter eine Delegation des Österreichischen Städtebundes und
des Österreichischen Gemeindebundes, nehmen an den Sitzungen teil. Themen sind der Klimawandel, die
Verantwortung der Gemeinden für den Frieden und die Kooperationen mit nationalen und internationalen
Organisationen. UCLG ist bestrebt, einen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen zu erhalten, 2007 leben
erstmals mehr als 50 % der Weltbevölkerung in Städten, 70 % der großen globalen Probleme beschäftigen
vorrangig die Städte, während nur 1 % der weltweit zur Verfügung stehenden Finanzmittel über die
Kommunen laufen bzw. für ihre Aufgaben zur Verfügung stehen. Bürgermeister Bertrand Delanoë wird erneut
zum UCLG Präsidenten gewählt.
Der Österreichische Städtebund ist Gastgeber eines Treffens der Arbeitsgemeinschaft von Gemeinde- und
Regionalverbänden in den Ländern Südosteuropas (NALAS – Network of Associations of Local Authorities of
South-East Europe). Ziele von NALAS sind die Förderung der Dezentralisierung, die Sicherung von Stabilität
und die Unterstützung des Prozesses der europäischen Integration in diesen Ländern.
United Cities and Local Government
www.cities-localgovernments.org
auf Empfehlung der UNO 2004 in Paris gegründet
Exekutivbüro: 115 Sitze, 22 für Europa, 1 für Österreich
Präsidium: Paris, Quito, Istanbul, Johannesburg, Guangzhou
Weltrat: 341 Sitze, 64 für Europa, 2 für Österreich
Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas des Europarates (RGRE) und das United Nations
Development Programme (UNDP) präsentieren mit dem „Toolkit Towards a Modern Local Government
Association“ Werkzeuge zur Evaluierung von Gemeindeverwaltungen.
Seit 1991/92 ist das Know-how-Transfer-Center beim Österreichischen Städtebund tätig. Mit finanziellen
Mitteln aus der Österreichischen Ostzusammenarbeit, die von der Austrian Development Agency (ADA)
bereitgestellt werden, können 2007 wiederum eine Reihe von Projekten in den Ländern Südosteuropas,
Osteuropas sowie in Zentralasien und dem Südkaukasus realisiert werden. Neben zahlreichen Projekten, die
von externen Partnern eingebracht werden, gibt es auch eigene Aktivitäten des Städtebunds mit
Städteverbänden in einzelnen Zielländern. Dazu gehören Delegationsbesuche des Verbands internationaler
Partnerstädte in Russland zu Fragen politischer und administrativer Strukturen und kommunaler Wirtschaft.
Die Höhepunkte der Lobbying-Arbeit 2007 des Städtebund-Büros in Brüssel konzentrieren sich vor allem auf
den EU-Rechtsetzungsprozess wie die Revision der Abfallrahmenrichtlinie, das Grünbuch zur Städtischen
Mobilität, die Mitteilung zu den institutionalisierten öffentlich-privaten Partnerschaften und Konzessionen
sowie die Binnenmarktrevision und -vision. Die Debatte über die Daseinsvorsorge in den EU-Institutionen wird
aufmerksam verfolgt. Die Bürgermeister Dr. Heinz Schaden und DI Markus Linhart vertreten den Städtebund
im Ausschuss der Regionen (AdR), die Betreuung liegt beim Brüssel-Büro.
Der 57. Österreichische Städtetag findet im Linzer Design Center statt. Über 700 Delegierte und Gäste aus
Österreich und ausländischer Städteverbände nehmen teil. Das Generalthema lautet „Städte machen’s
möglich“ und in den Arbeitskreisen werden die Themen „Pflegevorsorge im demografischen Wandel“,
„Integration und Migration“ und „Verfassungsreform – Aufgabenreform – Finanzen“ behandelt.
KONTAKT
Magistratsdirektion der Stadt Wien
Geschäftsbereich Auslandsbeziehungen
Bereichsdirektor für Internationale Beziehungen
Dr. Oskar Wawra
Friedrich-Schmidt-Platz 3
A-1082 Wien Österreich
Tel.: +43-1-4000-82 561
Fax: +43-1-4000-7200
E-Mail: post@md-ab.wien.gv.at
www.wien.gv.at/international
IMPRESSUM
Eigentümer und Herausgeber: Stadt Wien,
Magistratsdirektion-Auslandsbeziehungen (MD-AB).
Redaktionsschluss: 1. Februar 2008.
Redaktion und Koordination: Mag. Thomas J. Resch.
Lektorat: Sigma Tau Stummvoll KEG, 1090 Wien.
Layout: Headquarter Strnat & Strnat GmbH, 1030 Wien.
Druck: AV+Astoria Druckkzentrum, 1030 Wien.
Gedruckt auf ökologischem Papier
aus der Mustermappe „ÖkoKauf Wien“.