Fragen Pruefung by pLdevf2h

VIEWS: 0 PAGES: 81

									Allgemeinmedizin-Prüfung:
Ausgearbeitete Fragen

1.) Ein Mann stürzt vom Baum. Als Sie eintreffen, liegt er bei Bewusstsein am Boden und
hat starke Schmerzen am Rücken. Die Beine sind aktiv und passiv gut beweglich:
a) Wie lautet die Verdachtsdiagnose? Wirbelkörperfraktur
b) Welche Untersuchungen führen Sie durch? Motorik, Sensibilität, Reflexe, RR, Pupillen,

Puls, WS-Klopfschmerz
c) Was machen Sie? Rettung verständigen, i.v.-Zugang, keine Lageänderung, Volumen,

Analgetikum,evtl. Kortison
d) Wie transportieren Sie ihn?   Liegend, Vakuummatratze

2.) Eine Frau ruft Sie an und berichtet Ihnen, dass ihr Mann heute gestürzt sei. Nun ist er
nicht mehr ansprechbar.
a) Wie lautet die Diagnose? SAB
b) Was machen Sie beim Eintreffen Fremdanamnese --> NAW rufen (bzw. NAH)
c) Welche Untersuchungen machen Sie?
Bewusstsein, Pupillen prüfen, Sensibilität, Motorik, Paresen?, RR?, Puls, Herz/Lungen
Auskultation, i.v.-Zugang, Volumen

3.) Ein 16 jähriges Mädchen mit Pillenwunsch kommt zu Ihnen in die Ordination.
a) Was müssen Sie vor Verschreibung einer Pille machen? gyn. Durchuntersuchung,
Blutabnahme (APC-Resistenz, LFP), RR, Gewichts.Ko
b) Auf welche Nebenwirkungen müssen Sie aufmerksam machen? Thromboserisiko,
Ödemneigung, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Übelkeit, Libidoverlust, Depressio,
Myomentstehung steigt
c) Welche Risiken bei Einnahme der Pille kennen Sie? Thromboserisiko, LFP-erhöhung

4.) Ein Mann kommt zu Ihnen in die Ordination und erzählt Ihnen, dass er vergangene
Woche Geschlechtsverkehr hatt. Nun hat er gelblich, weißlichen Ausfluss.
a) Wie lautet die Diagnose? Gonorrhoe
b) Welche Nachweismethoden gibt es ? Methylenblau+Gramfärbung, Mikroskop
c) Welche Therapie gibt es? 1xTarivid (Ceftiaxon 250 mg 1x i.m.) + 7d Doxycyclin 2x 100
mg tgl. wegen Clamydien simultan
d) Welche gesetzliche Vorschrift ist einzuhalten ? Meldepflicht
e) Welche zusätzliche Infektion tritt häufig auf ? Clamydien

5.) Ein Mann hat seit einer Wandertour Schmerzen in der Hüfte, diese nehmen bei
Belastung zu.
a) Welche Untersuchung nehmen Sie an der Hüfte vor? Beweglichkeit, Lasegue,
Stauchungs- oder Kompressionsschmerzen, Beckenschiefstand, Sensibilität, BLD,
Patrick-Zeichen
b) Welche Therapiemöglichkeiten gibt es ? Physiotherapie, lokale Infiltration, Externa,
Schmerztherapie, bei Beinverkürzung Schuheinlagen, bei Progression ad Orthopäden

6.) Eine Frau hat ihr 6 Monate altes Kind gehobe. Dabei verspürte sie heftigste Schmerzen
im LWS-Bereich.
a) Was ist der Unterschied zwischen radikulärem und pseudoradikulärem Schmerz?

                                                                                          Seite 1
Radikuläres Syndrom: Dermatombezogen, Parästhesien und Sensibilitätsstörung, pos.
Babinsky wegen Wurzelkompression bzw. Kompression des RM, Schmerzen und
Neurologie verursacht durch Irritation der Nervenwurzel, strenge segmentale Begrenzung
(Dermatome), bei jüngerem PÜatient L5/S1 typ. Schmerzmuster leg pain > back pain
Pseudoradikuläres Syndrom: Irritation der sensiblen Versorgungsäste der kleinen Wirbel-
oder Ileosacralgelenke, Dermatomübergreifend, LASEGUE NEG., KEINE MOTORISCHE
STRG., KEINE REFLEXAUSFÄLLE, KEIN ECHTER NERVENDEHNUNGSSCHMERZ
b) Durch welche Untersuchungen können Sie diese voneinander unterscheiden? Lasegue,
Babinsky, Reflexstatus
c) Um welche Diagnose kann es sich handlen? Bandscheibenvorfall,-Protrusion, Tumore,
Meta (Prostata -Ca, Mamma-Ca), Neurinome, Neuritiden (Borreliose), Plexusläösion,
PNP, periph. Nervenläsion
d) Wie ist Ihr therapeutisches Vorgehen? Wärme, lokale Infiltration, manuelle Therapie,
Rückenschule, Massage, Elektriotherapie, Akupunktur, NSAR, Muskelrelaxans

7.) Eine Mutter ruft sie nachts an, dass ihr Kind einen bellenden Husten hat und weint.
a) Wie lautet die Diagnose? Laryngitis subglottica
b) Was sagen sie der Mutter am Telephon? Kind beruhigen, Fenster öffnen, mit Kind an
frische Luft, Luft anfeuchten (Dusche azufdrehen)
c) Die Mutter wohnt 20 Minuten von ihnen entfernt - was machen sie? Je nach Besserung
bei Grad I Konsultation, falls schon öfter Laryngitis und zuhause Rectopred-Zäpchen und
Sultanol+Pulmicort Inhalationslösung vorhanden abwarten. Bei zunehmenden
Beschwerden ab Grad II ad KH
d) Welche Therapie führen sie durch? Rectopred nach Gewicht, Inhalation mit
Micronephrin 0,1 ml pro kg max. 5 ml, keine unnötige Blutabnahme, Verordnung von
Kompressionsvernebler, Inhalationslösung und Rectopred bei Rezidiv in nächster Nacht.
Symptomatische Therapie bei Infekt (Fiebersenkung, abschwellende Therapie)

8.) Ein 6jähriges Mädchen hat starke Halsschmerzen.
a) Wie lautet die Diagnose? Angina tonsillaris
b) Ist eine antibiotische Therapie obligat? Nei, keine Unterscheidung zwischen
viral/bakteriell, Rötung, Stippchen, Schwellung, Schluckbeschwerden. Nach positivem
StrepA Schnelltest AB-Therapie bzw. bei hohem Fieber und erhöhten
Entzündungszeichen. Oft zusätzlich Otitis.
c) Welche zusätzlichen Erkrankungen können auftreten? V.a. bei Streptokokokken alle
Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises: Osteomyelitis, Meningitis, Otitis,
Glomerulonephritis, Myocarditis, Erysipel, Impetigo, Peritonsillarabszess mit
Kieferklemme, Fieber
d) Welche Therapie leiten sie ein? Bei Strep.-Angina Ospen oder Augmentin für 10 Tage,
Harnkontrolle und evtl. Sono Nieren nicht vergessen (CAVE: Glomerulonephritis),
Endocarditsi, rheumat. Fieber. Zusätzlich abschwellende Therapie (Nasivin), Antipyretikum
(Parkemed Saft/Supp.), bei Halsschmerzen Tantum verde oder Xylocain Dispers vor
Malzeiten, damit Kinder schlucken und somit essen/trinken können.

9.) Eine Frau ruft sie an, dass ihre Mutter plötzlich starke Schmerzen im linken Bein hat.
a) Wie lautet ihre Verdachtsdiagnose? Art. Gefäßverschluss
b) Welche Therapievorschläge geben sie? Akut Heparin 5.000 I.E., Tieflagerung und
Wattepolsterung der Extremität, Analgetikum, evtl. Sedierung, auf jeden Fall sofortige
Einweisung in ein KH mit Gefäßchir. Versorgungsmöglichkeit. (Zur Abklärung Doppler
durchführen bzw. im KH Duplex-Sono)



                                                                                        Seite 2
10.) Eine Frau ruft sie an, dass ihr Mann Atembeschwerden hat. Vor einigen Wochen war
er im Krankenhaus wegen eines Herzinfarktes.
a) Wie kautet die Verdachtsdiagnose? Cardiale Dekompensation
b) Welche Therapie führen Sie durch? NAW rufen, Herz/Lunge auskultieren, EKG ,
Oberkörper hochlagern, Beine tief, O2-Gabe, i.V.-Zugang, Lasix i.v., Vorlast senken mit
Nitro s.l., Morphin i.v. oder s.c., bei hohem RR Ebrantil i.v.

11.) Ein 36jähriger Mann kommt zu ihnen in die Ordi weil er seit einigen Tagen Durchfall
hat un einiges an Gewicht abgenommen hat. (Carzinomangst)
a) Welche Fragen stellen Sie dem Patienten? Seit wann und wie oft Durchfall, wie sieht
der Stuhl aus, dünn oder wässrig, Blutauflagerungen (hellrot bzw. Schwarzfärbung bei
okkultem Blut), Schmerzen beim Stuhlgang, Meteorismus, wieviel gewichtsverlust in
welcher Zeit, Fieber, Auslandsaufenthalt, Gastroenteritis in der Umgebung
b) Welche Untersuchungen führen Sie durch? BB, CRP, BSG, LFP, Elyte, Hämoccult,
Stuhlkultur, körperl. Untersuchung (Resistenzen, Druckschmerz,...) Leber und Milz
palpieren, Sono Abdomen (Darmwandverdickung im Sinne einer chron. Darmentzündung)
c) Ein Verwandter des Patienten ist an Darmkrebs verstorben. Seither hgat er Angst,
ebenfalls einen Krebs zu haben. Was raten Sie ihm? Vorsorgeuntersuchung mittels
Gastro/Colono alle 5 Jahre, falls keine Auffölligkeiten, jährlich Suche nach okkultem Blut
(Haemoccult), auf Stuhlunregelmäßigkeit achten bzw. veränderte Stuhlform
(Bleistiftstühle)

12.) Ein beruflich sehr gestresster Mann hat häufig retrosternales Brennen und
Magenschmerzen. (Sodbrennen)
a) Welche Fragen stellen Sie ihm? Akuter oder langsamer Beginn, von
Nahrungsaufnahme abhängig, Verstärkung im Liegen (Reflux) oder nach körperlicher
Belastung (kardial), bekannte Magenerkrankung, Verschlechterung nach Genuss von
Kaffee, Zigarretten, Alkohol
b) Welche Untersuchungen führen Sie durch? Klin. Untersuchung des Thorax und
Abdomen, Status, EKG, blasse Haut und Schleimhäute (Anämie?), BB, BSG, CRP,
Haemoccult, je nach Verdacht, Gastro, Thorax-Röntgen, weiter s in der Spezialambulanz
Manometrie, pH-Metrie
c) Welche Therapievorschläge geben Sie ihm? Entsprechend Grunderkrankung
Umstellung der Lebensgewohnheiten, kleinere dafür oftmaligere Mahlzeiten, Ballaststoffe,
vermeiden von Scharf gewürzten Speisen, fettreichen und sehr sauren Speisen,
vermeiden von Koffein, Alkohol, Zigarretten, Kopf hochlagern beim Schlafen, falls diese
Maßnahmen nicht helfen Medikation mit Pantoloc bis 2x40 mg pro Tag, bei Versagen der
kons. Therapie Vorstellung in der Refluxambulanz, evtl. Fundoplikation erwägen.

13.) Ein 4jähriges Kind hat vergrößerte Hals-LK. Zusätzlich besteht eine Splenomegalie
und eine geringe Hepatomegalie.
a) Worauf achten sie bei der Untersuchung des Kindes? Auf die anderen LK-Stastionen,
Hautkolorit, LK druckschmerzhaft, welche Konsistenz, verschieblich? Entzündungen im
HNO-Bereich feststellbar, Tonsillen vergrößert?
b) Wie lautet ihre Verdachtsdiagnose? Mononukleose DD: andere lymphat. Erkrankungen
wie Leukämie, Toxoplasmose (LK-Block einschicken, Monostikon-Test, Blutausstrich)

14.) Eine 78jährige Frau hat seit längerem offene Stellen am Unterschenkel
a) Welche Ursachen gibt es dafür? Chron. venöse Insuffizienz, art. Durchblutungsstörung,
Ulcus mixtum (arterielle und venöse Durchblutungsstörung), Polyneuropasthie (Diabetes
mellitus, toxisch bei chron. Äthylismus), trophoneurotisches Ulcus (spinale Erkrankung),
chron. Lymphödem
                                                                                      Seite 3
b) Welches therapeutische Vorgehen empfehlen sie? Je nach Grunderkrankung:
bei CVI Kompressionsstrümpfe und Daflon, evtl. venöser Bypass,
bei pAVK Gehtraining, operative Revaskularisierung, Prostavasin-Infusionen bei kard.
Verträglichkeit
bei PNP: kein drückendes Schuhwerk, Diabetes einstellen
Lokale Therapie mit NaCl-Reinigung, Kaltostat, Comfeel-Platte wenn ausgranuliert
Solkoseryl.

15.) Eine Mutter beugt sich zu ihrem 18 Monate alten Kind und hebet es hoch, dabei
verpürt sie einen stechenden Schmerz im Bereich der LWS, weiters strahlen die
Schmerzen in das linke Bein aus. Die Mutter hat bereits 500 mg Mexalen genommen. Es
ergab sich eine kurze Besserung, jedoch bald wieder unveränderter Schmerz.
a) Wie unterscheidet man radikuläre von pseudoradikulärer Symptomatik?
Radikuläres Syndrom: Dermatombezogen, Parästhesien und Sensibilitätsstörung, pos.
Babinsky wegen Wurzelkompression bzw. Kompression des RM, Schmerzen und
Neurologie verursacht durch Irritation der Nervenwurzel, strenge segmentale Begrenzung
(Dermatome), bei jüngerem Patient L5/S1 typ. Schmerzmuster leg pain > back pain
Pseudoradikuläres Syndrom: Irritation der sensiblen Versorgungsäste der kleinen Wirbel-
oder Ileosacralgelenke, Dermatomübergreifend, LASEGUE NEG., KEINE MOTORISCHE
STRG., KEINE REFLEXAUSFÄLLE, KEIN ECHTER NERVENDEHNUNGSSCHMERZ
b) Wie therapieren Sie, wenn es sich um ein pseudoradikuläres Schmerzbild handelt?
NSAR, Muskelrelaxans, Physiotherapie, Elektr. Nervenstimulation (TENS)
c) ????

16.) Ein Mann ist vom Kirschbaum gefallen. Als sie eintreffen, liegt er bei Bewußtsein am
Boden und hat massive Schmerzen im Rücken. Die Beine sind aktiv und passiv frei
beweglich.
a) Wie lautet die Verdachtsdiagnose? WK-Fraktur (meist Th12)
b) Was machen Sie am Unfallort? Prüfung von Durchblutung, Motorik, Sensibilität,
Reflexe, RR, Pupillen, Puls, Spontan- und Klopfschmerz
c) Wie transportieren Sie? Ohne viel Bewegung Umlagerung auf eine Vakuummatratze,
Stiff-Neck anlegen, liegend mit der Rettung transportieren

17.) Eine Frau ruft sie an, ihr Kind habe seit gestern Husten. Nun habe es sich
verschlechtert, der Husten sei teilweise bellend gewesen und das Kind würde schwer
atmen. Sie hören das Kind im Hintergrund bellend Husten. Der Anfahrtsweg ist 20
Minuten.
a) Wie lautet die Verdachtsdiagnose? Laryngitis subglottica
b) Welche Anweisungen geben Sie der Mutter am Telephon? Kind beruhigen, Fenster
öffnen, mit Kind an frische Luft, Luft anfeuchten (Dusche azufdrehen)
c) Was machen Sie wenn sie eintreffen? Atnmung des Kindes Kontrollieren, Einziehungen
? (Jugulär, subcostal, substernal, intercostal), wenn möglich Sauerstoffsättigung messen,
Rectopred supp., Inhalation mit Micronephrin, keine Larynxuntersuchung, keine
Blutabnahme
d) Dem Kind geht es schlechter, was machen Sie? O2-Gabe, zur Überwachung ins KH mit
Arztbegeleitung

18.) Ein 16 jähriges Mädchen kommt zu ihnen in die Praxis und möchte das erste mal die
Pille verschrieben bekommen.
a) Was müssen sie alles untersuchen, bevor sie dem Mädchen die Pille verschreiben?
Anamnese, Medikamenteneinnahme, Rauchen, Herz-Kreislauferkrankungen, Thrombosen
oder Embolien, Diabetes mellitus, Familienanamnese.
                                                                                       Seite 4
RR messen, Blutfette, LFP, gynäkologische Untersuchung, Cervixabstrich
b) Über welche Nebenwirkungen müssen Sie das Mädchen aufklären? In ersten 3
Monaten evtl. Zyklusstörung, Müdigkeit, Ödembildung, Kopfschmerzen,
Gewichtszunahme, depressive Verstimmung, Libidoverlust
c) Wann müssen sie die Pille sofort wieder absetzen? Akut auftretende
thromboembolische Symptome, Sehstörung, epilept. Anfälle, Knoten in der Brust, Myome,
Endometrioseherde, nachweisliche Schwangerschaft durch Fehleinnahme

19.) Ein Mann kommt zu ihnen in die Praxis und klagt über Brennen beim Harnlassen. Er
habe vor einigen Tagen Sexualkontakt gehabt. Bei der Untersuchung lässt sich eitriges
Sekret exprimieren.
a) Verdachtsdiagnose? Gonorrhoe
b) Wie können sie in der Praxis diesen Verdacht beweisen? (3 Antworten) Abstrich auf
Objektträger (Methylenblau oder Gramfärbung), Kultur, Entnahme einer Probe mit
Dacrontupfer (aus Urethra, Cervix, Pharynx und Rektum) ad Patho (evtl. Lagerung bei
+4°C)
c) Welche Doppelinfektionen können auftreten? Clamydien
d) rechtliche Konsequenz? Meldepflicht

20) Ein 2jähriges Kind hat seit 2 Tagen 40 °C Fieber. Der Rachen ist gerötet, die Tonsillen
sind vergrößert und dick gelblich-weiß belegt.
a) Verdachtsdiagnose? Angina tonsillaris (Strep A )
b) Müssen sie dem Kind Antibiotika geben? Bei Vd.a.. Steptokokken auf jeden Fall 10
Tage AB-Therapie mit Ospen (Saft oder Tbl.) oder Cephalosporinen (Biocef) bei Penicillin-
Unverträglichkeit
c) Welche Komplikationen können auftreten? Endokarditis, Glomerulonephritis, rheumat.
Fieber, Tonsillarabszess, Sepsis, interstitielle Nephritis

21.) Ein 9 Monate altes Kind hat 38.5 °C Fieber rektal. Es sei aber ansonsten nicht
auffällig und verhalte sich völlig normal und vergnügt. Bei der klin. Untersuchung finden sie
keine Auffälligkeiten.
a) Was untersuchen sie alles? Kompletter Status mit Auskultation, Otoskopie,
Racheninspektion, Haut. LK, Genitale, Meningismus, Harntest
b) Was raten sie der Mutter bei Fieber > 38,5 °C antipyretische Therapie, Kind ausziehen,.
nur leicht zudecken, ausreichen Flüssigkeit, am nächsten Tag wiederbestellen
c) ?????

22.) Eine 32jährige Frau, die sie bereits seit 10 Jahren kennen erscheint in ihrer Ordi. Sie
nimmt den ihr angebotenen Stuhl nicht wahr, wirkt völlig verstört, deutet mit dem
Zeigefinger auf ihren Kieferwinkel und fragt:“ Ist dieser Knoten hier Krebs?“
a) Was tun sie als erstes? Beruhigend auf sie einwirken, nochmals den Stuhl anbieten,
Zeit nehmen,
b) Bei der klin. Untersuchung gelangen Sie zu der Überzeugung, dass es sich um eine
harmlose Schwellung handelt. Sie wissen jedoch, dass der Vater der Patientin vor kurzem
an Krebs verstorben ist. Was tun sie? Detaillierte Anamnese erheben, beruhigend auf sie
einwirken, Untersuchungsbefund genau erklären, evtl. psychologische Hilfe anbieten
c) ?????

23.) Ein 35jähriger Mann kommt zu ihnen, da er sich seit 2 Monaten sehr müde fühle,
auch seine Leistungsfähigkeit habe deutlich nachgelassen. (Gewichtsabnahme?)



                                                                                        Seite 5
a) Verdachtsdiagnose, Differentialdiagnose? Überarbeitung, Überforderung, Depressio,
Virusinfekt (Grippe), Anämie, maligner Tumor, endokrinol. Erkrankung (Hypothyreose),
Medimente
b) Was fragen Sie bei der Anamnese und worauf legen Sie im Status besonders Wert?
Gewichtsverlust, Fieber, Nachtschweiß, Medikamenteneinnahme, psychosoziale Faktoren
(Beziehungsprobleme, berufliche Probleme, Leistungsdruck), Auslandsaufenthalt
c) Welche Untersuchungen führen Sie durch? BB, CRP, BSG, Elyte, Blutzucker, TSH,
Hämoccult, LFP, EKG, Sono Abdomen, C/P

24.) Sie haben gerade Vormittagsordi. Eine Frau ruft sie an, ihr 45 jähriger Sohn habe vor
2 Stunden über massive Kopfschmerzen geklagt und habe sich dann Schlafen gelegt. Nun
würde er so gut schlafen, dass sie ihn nicht mehr aufwecken könne. Sie wollte sich
erkundigen, ob das eh nichts Schlimmes sei, da sie sich jetzt Sorgen mache.
a) Verdachtsdiagnose? SAB
b) Was fragen Sie und was sagen sie der Frau am Telephon? Erfragen von
Begleiterscheinungen wie Sehstörung, Erbrechen, verwaschene Sprache, wie schnell
aufgetreten, evtl. vorherige Medikamenteneinnahme. Hinweisen auf Sicherung der
Atemwegen, Seitlagerung, Puls fühlen und auf die Atmung achten, bei Atem- oder
Kreislaufstillstand mit Leienreanimation beginnen
c) Was tun sie? Hinfahren
d) Was machen sie als erstes wenn sie dort sind? Vitalzeichen überprüfen,GCS
bestimmen, NAW bzw. NAH anfordern, Atmung/Kreislauf sichern
e) Was geschieht mit dem Patienten weiter? Transport in die nächstmögliche
Neurochirurgische Abteilung mit Intensivbett, Craniales CT (mit Kontrastmittel), bei SAB
Hirndrucksonde bzw. Trepanation bei größerer Blutung bzw. interventionell bei
Aneurysmablutung

25.) Eine 80jährige Frau, die sie nicht kennen ruft sie an und bittet sie, ihr Medikamente
vorbeizubringen, da ihr diese ausgegangen seien und die Beinschmerzen zur Zeit so
schlimm seien, dass sie nicht aufstehen könne. Sie erzählt ihnen, dass sie wegen ihrer
Kreuz- und Beinschmerzen bereits seit Jahren in fachärztlicher Betreuung sei. Als sie
hinkommen finden sie in der klin. Untersuchung, dass die Patientin in beiden Beinen unter
Sensibilitätsstörungen leidet.
a) Verdachts- und Differentialdiagnosen? WK-Einbruch bei bek. Osteoporose, DD: WK-
Fraktur, Bandscheibenprolaps, Wirbelgelenksarthrose, Spondylodiszitis, WK-Einbruch bei
bisher unbekanntem Sek.-Blastom, Conus/Cauda-Syndrom
b) Die Pat. möchte auf keinen Fall ins Krankenhaus. Was tun sie? Gut zureden, ihr
erklären, dass eine Abklärung notwendig ist, v.a. wegen des möglichen Verlustes der
Mobilität und somit der Selbständigkeit, Schmerztherapie (i.v.), evtl. Corticoid spritzen
c) ?????

26.) Sie werden zu einer 76jährigen, alleinstehenden Frau gerufen, die sich vor einer
Woche beim Gehen über die Stufen den rechten Unterschenkel aufgeschürft habe. Als sie
kommen, sehen sie, dass sich innerhalb einer Woche ein 6cm großes Ulcus mit 0,5 cm
Tiefe und schmierig belegtem Grund gebildet hat.
a) Welche Risikofaktoren können zu einer schnellen Vergrößerung des Ulcus geführt
haben? (4) DM, CVI, PAVK, OAK, PNP, Infektion
b) Welche Komplikationen können auftreten? (4)
Chron. Ulcus, Infektion, Nekrosen, Sepsis, Immobilität, Osteomyelitis
c) Die Patientin möchte auf keinen Fall ins Krankenhaus. Welche Alternativen haben Sie?
Hauskrankenpflege, regelmäßige Hausbesuchen
d) Therapiemaßnahmen? (5)
                                                                                      Seite 6
Reinigung, Desinfektion, Debridment, Hochlagern, Verband (Aquacel, Vac, Zink), ev. AB-
Therapie, ev. Bandagieren, (plast. chir. Deckung)
e) Welche Pflegeorganisationen können Sie zur Unterstützung einschalten? (2)
Volkshilfe Oberösterreich, Sozialhilfeverband, Oberöst. Hilfswerk, KCI Austria

27.) Sie werden zu einem 80jährigen Mann gerufen. Er habe einen plötzlichen Schmerz im
rechten Bein verspürt. Sie sehen, dass das Bein blass ist.
a) Wie lautet ihre Verdachtsdiagnose? Art. Gefäßverschluss
b) Welche Therapievorschläge geben sie? Akut Heparin 5.000 I.E., Tieflagerung und
Wattepolsterung der Extremität, Analgetikum, evtl. Sedierung, auf jeden Fall sofortige
Einweisung in ein KH mit Gefäßchir. Versorgungsmöglichkeit. (Zur Abklärung Doppler
durchführen bzw. im KH Duplex-Sono)

30.) Mann mit Magenschmerzen
Differentialdiagnosen: Ulcus ventriculi/diodeni, Cholezystolithiasis, Refluxösophagitis
Therapie: Protonenpumpenhemmer z.B. Pantoloc oder Nexium 40 mg 1xtäglich
Verhaltensmaßregeln: regelmäßige Mahlzeiten (öfter, dafür kleinere Mengen), scharfe
Gewürze meiden, Nikotin-, Kaffee- und Alkoholabusus meiden vor allem nicht auf
nüchternen Magen, keine NSAR

33.) Frau, rezidiv. Vaginalmykosen
a) 7 Ursachen? Gestörte Scheidenflora, Diabetes Mellitus, Pille, Antibiot. Therapie,
Schwangerschaftsinfekte, übertrieben Hygiene, oftmalig wechselnde Sexualpartner (Bitch)
b) Vorschläge zur Hygiene: Baumwollwäsche tragen, keine Badezusätze, nur mit klarem
Wasser waschen, gut abtrocknen, zuckerarme Kost, Tampon öfter wechseln oder
überhaupt meiden, Vaginalzäpfchen applizieren, bei oftmaligem auftreten prophylaktisch
Antimykotikum (1x/Woche)

34.) 8 Wochen altes Kind mit trockener, schuppigfer Haut, Familienanamnese auf Asthma.
a) Verdachtsdiagnose? Neurodermitis
b) Was sagen sie zur Mutter bzgl. der Erkrankung? Oft vergesellschaftet mit allerg.
Erkrankungen, sollte sofort behandelt werden, oft Besserung in Pubertät
c) Therapievorschläge und Verhaltensmaßnahmen? Baumwollkleidung, Muttermilch, Kind
soll nicht schwitzen, Ölbäder, nach Besserung nichtfettende Salben, Sonne- und
Meeraufenthalt, Hygiene, evtl. Cortison lokal, Hausstaubreduzierung, tierische
Hautschuppen meiden,

35.) 30jähriger Patient, gesund, rezidiv. Halsschmerzen, bereits kompl. abgeklärt, keine
Pathologie.
a) 5 Untersuchungen, die sie machen: Auskultation Herz/Lunge, EKG, Labor (BB, CRP,
BSG, Herzenzyme, TSH), Palpation+Inspektion der SD, Ergo, Echo
b) Weitere Therapievorschläge? Psychotherapie, Psychopharmaka, Akupunktur,
Autogenes Training, progr. Muskentspannung nach Jakobson

36.) 28jähriger Patient, hohes Fieber, immer gesund bis jetzt, Ehefrau ruft in Praxis an, im
Harn Ketonkörper und Leuko.
a) Was fragen sie um die dringlichkeit eines Notfallbesuches abzuschätzen? Seit wann
Fieber, wie hoch, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (Keton positiv), Erbrechen,
Schmerzcharakteristik
b) Geben sie sich mit einem HWI zufrieden? Nein, wegen des hohen Fiebers Vd.a.
Pyelonephritis

                                                                                          Seite 7
c) Weitere Handlung? Einweisung ins KH zu Sono Nieren, i.v.-Therapie mit Antibiotikum,
Antipyretikum, Flüssigkeit

37) 86jährige Frau, immer gesund, plötzliche Sprachstörung
a) Ursache? RR-Entgleisung, TIA, PRIND, Insult, intracranielle Blutung, degen. Prozess,
Hypo, Exsikkose, Tumor, Sekundärblastom, Entzündl. Prozess
b) Klinische Untersuchung? RR, BZ, Kraftprobe, Reflexe, Sensibilität, Pyramidale Zeichen,
Pupillen, Hautturgor

38.) 60jähriger Mann, plötzlich linkes Auge nicht mehr schließbar, Mundwinkel hängt.
a) Was überprüfen Sie klinisch? Lidschluss, Stirnrunzeln, Zähne zeigen, Backen
aufblasen, Pfeifen, gesamter Neurostatus zur Zusache nach zusmmenhängender
Symptomatik
b) Weitere neurologische Defizite im Kopfbereich? Stirn runzeln möglich --> zentral, nicht
möglich --> pereipher
c) Diagnose? Facialispares (peripher, zentral)
d) Ursache? Idiopathisch, Borrelien, Herpes Zoster, Tumor, traumatisch, entzündlich
(Parotitis, Otitis)

39.) Plötzliche Dyspnoe bei Notfallpatientin, ca. 30 Jahre alt, Asthma bronchiale bekannt.
a) Untersuchung? Auskultation von Herz/Lunge, Perkussion, Inspektion der
Haut/Schleimhäute (Insektenstich?), RR, Puls (Schockzeichen?), EKG, Pulsoxy
b) Welche Handlungen setzen sie? O2, 5 Hb Sultanol, i.v.-Zugang legen, Soludacortin 50
mg verdünnt i.v., Theophyllin-Infusion, (evtl. Briccanyl)
c) Ursache? Complianceproblem (Sprays nicht genommen), resp. 5nfekt, Pollenbelastung,
chemisch (Noxen), physikalisch (Hitze, Kälte, Nebel), psychisch, medikamentös (NSAR, ß-
Blocker,...)

40.) Junge Frau, plötzlich Schmerzen LWS Bereich, einseitig, in Inguinalbereich
ausstrahlend.
a) Ursache (4-5) Nephrolithiasis, Bandscheibenprolaps, Bandscheibenprotrusion, LWS-
Syndrom, Adnexitis, Hernie (inguinal, femoral)
b) ????

41.) Purpura Schönlein Henoch (Frage nicht genau bekannt)
Krankheitsbild: Vorangegangener Infekt der oberen Atemwege, danach Petechien und
Exanthem v.a. an den Streckseiten der Beine und des Gesäßes, gelegentlich Ödeme.
Schmerzhafte Schwellungen v.a. der Sprunggelenke, Bauchschmerzen, Übelkeit,Meläna,
Mikro/Makrohämaturie, Proteinurie --> Glomerulonephritis, Kopfschmerzen
Therapie: Symptomatisch, evtl. Corticoide, selbstlimitierend
Untersuchungen: BSG (+BB, CRP, ASLO, Niere), Urinstatus, Hämoccult, Gerinnung
Differentialdiagnose: Meningokokkensepsis

42.) Frau, 40 Jahre, Krankenschwester möchte C/P+BB+Fe machen lassen. In der Arbeit
überlastet.
a) Was fragen sie? Subjektive Beschwerden? Stress in der Arbeit? Probleme zuhause?
Gefühl der Überforderung?
b) Was empfehlen sie, sollte keine Klinik vorherrschend sein? Urlaub, Zeit für sich selbst
c) Untersuchung Kompletter Status, Anamnese in Richtung Regelblutung, ausgewogene
Ernährung, Sportl. Betätigung, wenn Müdigkeit vorherrscht BB+Fe-Status

43.) 50jähriger Mann, Übelkeit und Erbrechen nach dem Essen
                                                                                       Seite 8
a) Differentialdiagnosen? Akute Gastritis, Ulcus ventriculi/Duodeni, Cholezystolithiasis,
Hinterwandinfarkt, Tumor
b) Welche klin. Untersuchungen? Palpation Abdomen, Auskultation Lunge/Herz/Abdomen,
LK, Haut+Schleimhäute, rektale Untersuchung (in der Folge Sono Abdomen,
Gastroskopie)
c) Welche Laboruntersuchungen? BB, CRP, BSG, Elyte, Amylase, Lipase, Glucose, Krea,
Lipidstatus, LFP. Eisen, (evtl. TU-Marker)

44.) Kind, 10a, Schulschwierigkeiten, Mutter überlastet, rezidiv. Bauchschmerzen, bis jetzt
keine path. Ursachen gefunden.
a) Welche spez. Fragen stellen sie? Bauchschmerzen in bestimmten Situationen?
Schmerzcharakteristik? Stuhlgang, regelmäßige Nahrungsaufnahme, viel Junk-Food?
Schmerzen an gleicher Stelle oder „wandernd“, Erbrechen oder Übelkeit?
b) Untersuchungen? Klinische Untersuchung, Sono Abdomen, Labor, Stuhlkultur,
Hämoccult
c) Therapievorschlag? Je nach Grunderkrankung, wenn alle Befunde unauffällig
Psychotherapie anbieten bzw. Familientherapie

45.) 40jährige Frau, Vd.a. Hep C
a) Ursachen? Bluttransfusion, Körpersekret, ungeschützter Sexualkontakt, i.v.-
Drogenabusus ohne Hygiene, invasive Eingriffe (tätowieren) ohne Hygiene (mehrmals
verwendete Nadeln)
b) Verhaltensmaßnahmen bis zur sicheren Diagnose? Keinen (ungeschützten)
Sexualkontakt, keine Blutspende, nicht piercen lassen, nicht tätowieren, körperliche
Schonung, Alkoholkarenz

46.) 50jährige Frau, Mann hat Freundin, plötzlich Herzrasen und Schwitzen, nächtl.
Schweißausbrüche
a) Welche Diagnosen kommen in Betracht? Reaktive Depressio, Panikattacke, klimakt.
Beschwerden
b) Therapie? Kurzfristig Antidepressiva ( SSRI, Benzos), therapeutisches Gespräch

47.) 60jährige Frau, Übelkeit und Oberbauchschmerzen nach Kaffee mit Schlag
a) Differentialdiagnosen? Cholezystolithiasis, Ulcus ventriculi/duodeni, Pankreatitis, TU der
Gallenwege oder des Pankreas, MCI
b) Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten? Cholezystolithiasis
c) Welche Empfehlung bis zur Diagnosesicherung? Fett- und cholesterinarme Ernährung,
kleine Mahlzeiten, Alkoholkarenz
d) Welches bildgebende Verfahren bevorzugen sie? Oberbauch-Sono

48.) Mann, ca. 60 a, Leistungsknick und Müdigkeit
a) Welche klin. Untersuchungen? Rectale Untersuchung (Prostata), Herz (Askultation und
Perkussion), LK-Status, Haut+Schleimhäute kontrollieren, Leber/Milz palpieren, RR, Puls,
Schilddrüse
b) Welche Labordiagnostik? BB, CRP, BSG, TSH, Niere, Leber, Fe, PSA (+TU-Marker)
c) Welche Bildgebung würden sie anschließend durchführen? V.a.. bei vergr. Prostata CT
Abdomen und kleines Becken, Irrigiskopie, Sono, C/P, Gastro/Colono

49.) Frau, 80 a, Z.n. Insult, Fußpulse bds. tastbar, Ulkus am Unterschenkel
a) Welche Ursachen gibt es dafür? Chron. venöse Insuffizienz, art. Durchblutungsstörung,
Ulcus mixtum (arterielle und venöse Durchblutungsstörung), Polyneuropasthie (Diabetes

                                                                                        Seite 9
mellitus, toxisch bei chron. Äthylismus), trophoneurotisches Ulcus (spinale Erkrankung),
chron. Lymphödem
b) Welches therapeutische Vorgehen empfehlen sie? Je nach Grunderkrankung:
bei CVI Kompressionsstrümpfe und Daflon, evtl. venöser Bypass,
bei pAVK Gehtraining, operative Revaskularisierung, Prostavasin-Infusionen bei kard.
Verträglichkeit
bei PNP: kein drückendes Schuhwerk, Diabetes einstellen
Lokale Therapie mit NaCl-Reinigung, Kaltostat, Comfeel-Platte wenn ausgranuliert
Solkoseryl.

50.) Mann, 68 a, bekannte Prostatahapertrophie, kommt mit geschwollenem rechten Bein
in die Ordi. Seit heute auch Schmerzen.
a) Untersuchungen Genaue Inspektion: Extremität ödematös, gerötet, überwärmt,
Glanzhaut
PAYR-ZEICHEN (Schmerz bei Daumendruck in die Fußsohle) HOMANN-ZEICHEN
(Wadenschmerz bei Dorsalflexion des Fußes bei gestrecktem Bein), gespannte
Schwellung desganzen Beins, der Wade
b) VerdachtsdiagnoseTVT
c) Komplikationen Pulmonalembolie, Beckenvenenthrombose, pstthrombot. Syndrom,
chron. Venöse Insuff., rezidiv. Thrombosen, Hirninfarkt bei paradoxer Embolie
d) Risikofaktoren Pille, Adipositas, Gravidität, Alter, Wochenbett, Malignome, St.p. OP,
Varikositas, Ruhigstellung ohne NMH, Gerinnungsstörung
e) Weitere Maßnahmen KEINE KOMPRESSION, Tieflagerung, Watteunterpolsterung, ab
ins KH, OAK für 6 Monate, Low Dose Heparin, --> Kompressionsstrümpfe, regelm.
Bewegung, kein Nikotin, keine Pille

51.) Hausbesuch bei 14a Knaben mit Z.n.Sturz mit linker Thoraxseite auf die Lenkstange,
RR 100/70, Prellmarken am Brustkorb, Kind schläfrig und müde.
a) Diagnose Milzruptur DD: Cont. thoracis, Rippenfraktur, Pneumothorax, Commotio
cerebri
b) ProzedereSofort ins KH mit NAW, Sono Abdomen, Thorax-Röntgen, Observans

52.) Mädchen, 4a, kommt mit dem Vater in die Ordi, stark erkältet, 38,5 °C Fieber, Lider
gerötet und geschwollen mit gelblichem Sekret
a) Untersuchungen nach ausführlicher Anamnese? Auskultation Herz/Lunge, Otoskopie,
Nasen/Racheninspektion, Abdomen palpieren, LK-Status, AUGENABSTRICH
b) Auf welche Zeichen beim Auge achten sie? einseitig/beidseitig, ziliare, konjunktivale
oder gemischte Injektion (dann tiefer Infekt), Bindehautödem, Blepharospasmus,
Schmerzen
c) Th bei Rhinitis, Pharyngitis und Konjunktivitis? abschwellende Nasentropfen, Tantum
verde Spray (ermöglicht Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme), Refobacin-Salbe in beide
Augen, Analgetikum (z.b.: Parkemed) bei Schmerzen bzw. bei Fieber > 38,5 °C Mexalen,
reichlich Flüssigkeit
d) Welche Instruktionen geben Sie dem Vater? bei Verschlechterung jederzeit
Wiedervorstellung, kein Kindergarten (Schonung), keine Zugluft

53.) Kind, 11a, kommt mit Mutter in die Ordi wegen Halskratzen
a) Untersuchungen? LK, Hals/Racheninspektion, Tonsillen?, Otoskopie,
Herz/Lungenauskultation, Abdomen inspizieren/palpieren, Haut/Schleimhaut inspizieren
b) Sie diagnostizieren einen banalen Virusinfekt, wie beraten sie die Mutter? Tantum
verde, Antipyretikum bei Fieber >38,5°C (Parkemed, Mexalen), abschwellende

                                                                                     Seite 10
Nasentropfen, reichlich Flüssigkeit, evtl. NaCl-Inhalationen. Bei Verschlechterung jederzeit
Wiedervorstellung, bei möglicher Superinfektion kann noch immer AB gegeben werden

54.) Sie kommen auf einen Hausbesuch zu einer türkischen Familie, die 8jährige Tochter
hat seit einigen Tagen grippeähnliche Symptome mit Rhinitis, Husten und roten Augen.
Bei der Inspek-tion finden Sie retroaurikulär und im Gesicht kleine rötliche, bis zu 4 mm
große Flecken.
a) Was fragen Sie in der Anamnese? (4)
Fieber wie hoch?, Endemie in Schule? Trinkmenge, Kontaktpersonen krank, Impfungen,
AZ, Verhalten auffällig, Erbrechen, Durchfall
b) Worauf achten Sie bei den klinischen Untersuchung besonders? (5)
Koplik-Flecken, LK, Cor/Pulmo, Pneumonie, Meningismus, Neuro-Status, AZ, HNO-
Inspektion, Masernkrupp, Haut, Temp.
c) Die Mutter will wissen, ob sie das Kind von den anderen Geschwistern isolieren soll,
damit diese nicht angesteckt werden. Was geben Sie zur Antwort? (1)
Nein, weil wahrscheinlich schon infiziert und nicht wirklich durchführbar
d) Komplikationen? (3) Otitis media, Enzephalitis, Pneumonie, Masernkrupp, SSPE

55.) Bauarbeiter, 24 a, vor einigen Tagen mit Nagel am Zeigefinger verletrzt, hat keine
Behandlung durchgeführt. Jetzt Schmerzen und roter Strich, kein Fieber.
a) Untersuchungen? Inspektion der Verletzungsstelle, LK im Abflussgebiet, Überwärmung
b) Therapie? Eintrittspforte sanieren, Ruhigstellung und Hochlagerung der Extremität,
lokale Wundbehandlung (Beta-Isodona -Salbe, AB-Therapie (Dalacin), analgetische
Therapie (Parkemed)

56.) Frau, 45a, mit Erschöpfungszuständen
a) Fragen an die Patientin? Stress, Partnerschaftsprobleme, exploratives Gespräch über
Gefühlslage, Stimmungslage, Schlafstörung, Antriebsstörung, Libidoverlust,
Begleitsymptome wie Cephalea
b) Welche gefähliche Entwicklung (psychisch?) Suizid
c) Behandlungsangebote? Psychotherapie, Entspannungstherapie, Medikamente
(Johanneskraut, SSRI, in Ausnahmefällen Benzos

57.) Mann, 73a, bekannte COPD, Hypertonie, dilatative CMP, vor kurzer Zeit aus Spital
entlassen, kommt jetzt mit Bläschen am Rücken und Schmerzen.
a) Diagnose? Herpes Zoster
b) Auf welche Allgemeinbeschwerden achten sie? Fieber, Müdigkeit, Schmerz
c) Therapie? Virostatikum (z.B. Aciclovir) oral oder parenteral für 7 Tage (je nach
Ausprägung), lokale Therapie mit Schüttelmixtur, Analgetikum (Tramal), Begandlung der
Neuralgie mit Carbamacepin
d) Welche Erklärung geben sie dem Patienten? Komplikationen:
Zostermeningitis/encephalitis, Augenmitbeteiligung (1. Trigeminusast),
Innenohrbeteiligung, Facialisparese, postzosterische Neuralgie.
Ursache ist Varicella/Zostervirus, Reaktivierung nach vielen Jahren bei verminderter
Immunitätslage (z.B. postinfektiös, postoperativ, paraneoplastisch)

58.) Patientin, 72a, kommt zur BZ-Kontrolle bei bekanntem DM, Harn pathologisch, im
letzten Jahr 5x Zystitis, keine Schmerzen, leichte Inkontinenz.
a) Zusätzliche Untersuchungen? Nierenlager klopfdolent? Suprapubischer Druckschmerz?
Labor: BB, CRP, BSG, Crea, Krea-Clearence, HCV, Ureterozystoskopie, Urodynamik
b) Therapie? Reichlich Flüssigkeit, Trimethoprim (Solutrim), Gyrasehemmer (Tarivid),

                                                                                      Seite 11
c) Rezidivprophylaxe Prophylaxe mit halber Dosis von Trimetoprim 3-6 Wochen, Hygiene
(nach Sexualkontakt ausduschen), Baumwollunterwäsche, Slipeinlage öfter wechseln, viel
trinken (Diese Vorschläge natürlich altersentsprechend verwenden !!!!!)

59.) Bauarbeiter, 46a, mit erhöhten LFP, HCV-AK positiv
a) Diagnose? Akute Hepatitis C
b) Erklärung welche Untersuchung in der Spezialambulanz durchgeführt werden HCV-
Differenzierung mittels HCV-RNA-PCR, zusätzlich Genotypenbestimmung, Leberbiopsie
vor Therapiebeginn, Sono Abdomen
c) Welche Untersuchungen führen Sie durch? Palpation der Leber, Aszites?, Haut,
Skleren, Hämoccult
d) Verhaltensmaßnahmen? Alkoholkarenz, körperliche Schonung, Safer Sex, leichte Kost,
keine Blutspenden, keine Tattoos, keine Piercings

60.) Patientin, 55a, bekannte Hypertonie, RR derzeit 140/80, Z.n. hochfieberhaftem
grippalen Infekt vor 14 Tagen, dzt. fieberfrei- Jetzt berichtet Sie über beunruhigende
ungewohnte Schweißausbrüche.
a) Gezielte Fragen zur besseren Beurteilung Nächtliche Schweißausbrüche, Tachycardie,
Gliederschmerzen, Dyspnoe, Husten, Harn trüb, Auslandsaufenthalte, Menopause
möglich ?
b) Differentialdiagnosen CML, CLL, M. Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphom, Panikattacken,
Bronchus-Ca, klimakterische Beschwerden, Pneumonie, TBC

61.) Patientin, 35a, mit Kinderwunsch seit 2 Jahren
a) Fragen an Patientin Vorangegangene Schwangerschaften (Geburten, Aborte), welche
Art der Verhütung davor, seit wann keine Kontrazeption, Zyklus (regelm./unregelm.),
rezidiv. Adnexitis, Stress, Operationen, Hormontherapie
b) Laboruntersuchungen FSH, LH, Prolaktin, DHEAS
c) Labor unauffällig, weitere diagnostische Schritte Beurteilung des Zervixschleims, Sono
Abdomen, Spermienpenetrationstest, Spermiogramm

62.) Mann, 59a, mit Magen-Ca, erkärt sich nach längerer Zeit einverstanden, seine Frau
über seine Erkrankung zu informieren.
a) Wie führen Sie das Gespräch mit der Frau Ruhige Umgebung, genug Zeit nehmen
b) Welche Punkte werden Sie ansprechen? Behandlungsmöglichkeit, Prognose
c) Wie beenden Sie das Gespräch? Angebot einer Gesprächstherapie und weiteren
Betreuung
(Insgesamt ist das eine ziemlich bescheuerte Frage)

63) Frau, 66a, blass, Lippen zyanotisch, Dyspnoe, keine Schmerzen, RR 110/70
a) Anamnese Plötzlich aufgetreten, kardiale Vorgeschichte, pulm. Vorerkrankungen,
Medikamente, Infekt, Nikotin, Fieber, Husten, vorangegangene Schmerzen, Varizen,
Thrombose
b) Differntialdiagnosen Obstr. Bronchitis, Anämie, Pulmonalembolie,
Rechtsherzinsuffizienz, Pneumonie, Pulmonaler Tumor, Mediastinale Einengung (RF),
Myocardinfarkt maskiert durch Diabetes Mellitus

64) Mann, 45a, leicht übergewichtig, Bruder hatte einen MCI, er will jetzt sein Risiko für
Gefäßkrankheiten wissen. Laborbefunde waren angegeben, Chol leicht erhöht, LDL, HDL
leicht erniedrigt, Trigl.....)



                                                                                     Seite 12
a) Welche Fragen stellen Sie? Nikotin, Hypertonie, Stress, Bewegung, Sport, Ernährung
(fettreich, kohlenhydratreich), bereits AP-Symptomatik gehabt, Diabetes Mellitus, weitere
Familienanamnese
b) Zusätzliches Labor Glucose, HBA1C, Harnstatus, Lipoprotein a, LFP, Gerinnung,
c) sonstige Untersuchungen kompl. Status, EKG, Ergometrie, RR-Profil, Pulsstatus
d) Beratung kein Nikotin, Ernährungsberatung, sportl. Aktivität--> Ausdauertraining,
Gewichtsabnahme, Behandlung einer Hypertonie, Behandlung eines Diabetes, bei
Versagen der kons. Therapie evtl. Lipidsenker

65) Mann, 31a, mit Oberbauchschmerzen (Gastritis)
a) Therapie? PPI z.B. Pantoloc 40 mg 2 Wochen Lang 1x täglich, 2 mal pro Woche Hb-
Kontrolle
b) Wann Kontrolle? Nach 2 Wochen Schmerzverlauf erfragen, bei Verschlechterung
jederzeit Gastro
c) Lebensstil? regelmäßig essen (warm), keine scharfen Gewürze, Nikotinkarenz,
Alkoholkarenz, kein Kaffee, keine NSAR, keine Cortikoide
d) Helikobacter positiv, was jetzt? 3er-Therapie mit Pantoprazol 40mg (oder Ranitidin-
Wismut-Zitrat 400mg)+Clarithromycin 500mg+Amoxycillin 1g jeweols 2 mal täglich für 7
Tage, nach 6-8 Wochen Kontrollgastro (bei Duodenalulcus 13H-Atemtest oder
Stuhlnachweis)

66) Frau, 26a mit Durchfällen
a) Diagnose Zöliakie DD: M. Crohn , Colitis ulcerosa, AB-Therapie, Infektiös,
Lebensmittelintoxikation, Divertikulitis, Malassimilation, endokrin, Parasiten
b) Zöliakie ist bekannt, wird mit welchen Untersuchungen gesichert? Dünndarmbiopsie -->
Zottenatrophie
c) Dauertherapie? Glutenfreie Ernährung

67) 28a, mit Schmerzen im Oberarm und verminderter Kraft
a) Welche Fragen? Seit wann, Trauma, Schmerzen bei best. Bewegungen,
Schmerzcharakter, Parästhesien
b) Untersuchungen? DMS überprüfen, Rötung, Schwellung, Überwärmung, Atrophie,
genauer neurologischer Status mit Reflexen im Seitenvergleich, Beweglichkeit nach
Neutral-0-Methode überprüfen, Röntgen, HWS untersuchen

68) 17a, mit M. Scheuermann (Anmerkung: im Röntgen Keilwirbelbildung, Deckplatten
unregelmäßig - Schmorlsche Knötchen, steifer Rücken mit Verhärtung)
a) Therapie? Gymnastik mit Muskelkräftigung, Schwimmen, Massage, evtl. wenn
notwendig Korsett anpassen lassen
b) Weiteres Verhalten? Sport wenn Schmerzfreiheit, KEIN Leistungssport

69) 40a, Arthritis, rezidivierende Rötung und Schwellung
a) Welche Grundfragen? Welche Gelenke, Schmerzcharakter (Ausstrahlung), bekannte
ausl. Ursachen, extraartikuläres Syndrom, Gichttophi, Morgensteifigkeit, bestimmte
Belastung (Kellner), erbliche Disposition, Stoffwechselerkrankungen, Zeckenbiss
b) Labor BB, CRP, BSG, Harnstatus, Krea, LFP, RF+ASLO, Borrelien-Serologie (nicht
zuverlässig), Eiweiß mit E-Phorese
c) Therapie? Antirheumatikum, physikal. Therapie, evtl. Urikosurikum, in Folge (nach 1
Woche Urikostatikum) falls Harnsäure erhöht
d) Beratung bzgl. Lebensstil? Schonung bei akuter Entzündung, Bewegung im
schmerzfreien Intervall, purinarme Kost

                                                                                     Seite 13
70) Stickereiarbeiter, eingeschlafenen Zehen, Schwäche im linken Bein, seit drei Wochen,
linker Fuß knickzt beim Gehen ein, Vorfuß tritt zuerst auf. Linke Zehen streifen beim
Gehen am Boden, Parese.
a) Anamnese Übreinanderschlagen der Beine, Trauma, wie lange Schwerzen,
Parästhesien, taubes Gefühl, Schwäche, WS-Probleme, Diabetes Mellitus, Alkohol
b) klinische Untersuchung Kraftprüfung (spez. Plantarflexion), Supination des Fußes,
Sensibilität, Pulse, Reflexe
c) Labor Glucose, HbA1C, LFP, CPK, CRP
d) DiagnosePeroneus prof. Parese DD: Polyneuropathie

71) 30a, Sportler, Unterbauchschmerzen, Z.n. Herniotomie bds., seit drei Monaten
Potenzprobleme, hat neue Partnerin. Untersuchung Abdomen und Genitale o.B.
a) Welche fragen stellen Sie bzgl. Potenzproblemen Libidomangel, psych. Störung,
vorzeitiger Samenerguss, retrograde Ejakulation, Orgasmusstörung, Stress, Alkohol,
Medikamente, Diabetes Mellitus
b) klinisch physikalische Untersuchung Ganzkörper-Status, Urologischer Status,
neurologischer Status
c) Labor unauffällig, weiteres Vorgehen? Falls Grunderkrankung feststellbar -> diese
therapieren, falls psychogen -> Therapeuten vorstellen, evtl. medikamentöse Therapie mit
Sildenafil.

72) 6jähriger Junge ist auf dem Fußballplatz gestürtzt, hat jetzt Schmerzen im rechten
Arm.
a) Worauf achten Sie bei der Untersuchung und welche klin. Untersuchung führen Sie
durch? Schonhaltung, Druckschmerzhaftigkeit, muskuläre Kontinuitätsunterbrechung,
Sensibilität prüfen, Durchblutung peripher, Hämatom
b) Welche apparative Untersuchung werden Sie zusätzlich durchführen? Röntgen

73) 15jähriges Mädchen kommt ohne ihre Mutter ind die Ordi. Das Mädchen gibt an,
sexuell aktiv zu sein, weiters ist sie Raucherin. Sie möchte jetzt von ihnen die Pille
verschrieben haben.
a) Verschreiben Sie die Pille, wenn ja warum, wenn nein warum nicht? Mädchen ist
Raucherin, erhöhtes Thromboserisiko
b) Sie entscheiden die Pille nicht zu verschreiben und zählen dem Mädchen Vorteile des
Kondoms auf. Verhinderung von sexuell übertragbaren Erkrankungen (v.a.. HPV--> senkt
Cervix-Ca-Gefahr), kein erhöhtes Risiko für Mamma- und Cervixcarzinom, kein Eingriff in
den Zyklus bzw. Hormonhaushalt, keine Ödeme, keine Gewichtszunahme
c) Nebenwirkungen bzw. Nachteile der Pille Cephalea, Bauchschmerzen, Ödeme,
Thrombosegefahr in Verbindung mit Rauchen, Risiko für Mamma- und Cervix-Ca, kein
Schutz vor Hep C, HIV, HPV

74) 3 Monate alter Säugling kommt mit seiner Mutter in die Ordi, diese berichtet dass er
seit 6 Wochen rezidiv. Durchfälle hat. Der Säugling wird mit Flaschennahrung ernährt.
Nach Abwiegen und Messen stellen Sie ein dystrophes Wachstum fest.
a) Mögliche Ursachen? Laktoseintoleranz, falsche Säuglingsnahrung, Zöliakie,
Mukoviszidose, Malabsorbtionssyndrom, gastrointest. Infekt (viral, bakt.), Enterocolitis bei
M. Hirschsprung
b) Was werden Sie als nächsten Schritt unternehmen? Nahrungsumstellung, glutenfreie
Kost, Sono Abdomen, nach weiterer Persistenz Blutabnahme mit AK-Bestimmung




                                                                                       Seite 14
75) Sportlerin, 42a, bei ihr wurde eine MS festgestellt. Patientin wurde neurologisch
therapiert, dzt. noch an Symptomen ist eine Restparese im rechten Fuß und
Sensibilitätsstörungen im Arm oder Bein.
a) Welche Behandlungsmaßnahmen leiten Sie ein außer der med. Therapie?
Regelmäßige Krankengymnastik, Ergotherapie
b) Was ist das Behandlungsziel? Erhalt der Mobilität (so lange wie möglich), Verhinderung
von Kontrakturen, Regulation der Stuhlfrequenz
3) Geben sie 2 mögliche Verlaufsformen an, welche sozial medizinischen Schritte können
Sie setzen? Chronisch progredient oder schleichender Verlauf, Einschaltung von
Selbsthilfegruppen und des Hilfswerkes

76) 85jähriger Mann stürzt in der Wohnung auf die Badewanne und gibt jetzt Schmerzen
im Bereich der Rippen an.
a) Welche Differentialdiagnosen stellen sich? Rippenfraktur, Sternumfraktur, Cont.
thoracis, MCI, Pneumothorax, Serienrippenfraktur, Hämatothorax
b) Welche Sofortmaßnahmen werden gesetzt? Auskultation Herz/Lunge und Perkussion,
amalgetische Therapie
c) Sie schicken den Patienten zum Röntgen, es zeigt sich keine Fraktur, welche
therapeutischen Schritte leiten sie zuhause ein? Lokale und systemische analgetische
Therapie, Rippengürtel, Atemgymnastik, Rö-Ko in 2 Tagen

77) 85 jährige Frau wird von ihrer Schwiegertochter versorgt. Die alte Dame lebt noch
alleine, ist aber nach mehreren Schlaganfällen nur noch mit Gehstock eingeschränkt
mobil. Sie erhält 2x am Tag das Essen mittels Essen auf Rädern. Die Schwiegertochter
kommt in die Ordi und möchte stärkere Schlaftabletten haben, weil die Mutter in der Nacht
herumgeistert. Sie wollen diese nicht verordnen, fahren selber zum Haus der alten Dame
und sehen dort verdorbene Speisereste in der Küche, Uringeruch kommt ihnen entgegen.
a) Was besprechen Sie mit den Angehörigen? Patientin kann nicht mehr alleine leben,
Verwahrlosung droht. Entweder Heimhilfe organisieren oder Heimplatz.
b) Welche Schritte werden Sie einleiten? Heimantrag stellen, Hilfswerk einschalten

78) 25jähriger Mann ist beim Bundesheer vor 3 a gestürzt. Die Rö-Aufnahmen zeigen
jedoch keinen Hinweis auf eine Fraktur, Pat. hat aber rezidiv. Beschwerden im Bereich der
LWS, keine radikulären Symptome. Bei der Untersuchung wurde jedoch ein vergrößerter
Finger-Boden-Abstand festgestellt, sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit der BWS.
a) Welche Differentialdiagnosen? M. Bechterew, Spondylodiszitis, M. Scheuermann (eher
BWS), Tumor, Spondylolisthese, Bandscheibenprotrusion
b) Welche weiterführende apparative Untersuchung leiten Sie ein? Funktionsaufnahmen
der LWS, MRT
c) Welche Laborwerte nehmen Sie ab? BSG, BB+CRP, RF, ASLO, HLA-B27,
Elektrophorese, CK, AP

79) Bei der Pat. besteht ein Z.n. H-TEP. Patientin ist zuhause, war mobil, sie klagt über
morgendliche Brustschmerzen und Übelkeit, mußte sich am Tag mehrmals hinlegen, ist
kollapiert, war bewußtlos. Sie kommen zur Patientin, sie ist bei Bewußtsein
a) Welche Differentialdiagnosen? MCI, Pulmonalembolie, Pneumonie, VH-Flimmern,
Herzinsuffizienz, Anämie, Hypo, Refluxerkrankung, Panikstörung
b) Welche Untersuchungen führen Sie durch? Klinischer Status, RR, Puls, EKG (C/P)
c) Werlche Notfallmaßnahme setzen Sie? NAW, O2-Gabe, Nitrospray, i.v.-Zugang,
Sedierung, 1 Amp. Aspisol



                                                                                      Seite 15
80) 10jähriges Mädchen kommt mit gerötetem Auge einseitig, wässrige Sekretion,
geschwollenen Plica semilunaris.
a) Welche Diagnose stellen Sie? Virale Konjunktivitis DD: Trauma, Allergie, Fremdkörper,
Dakryozustitis
b) Welche Therapie leiten Sie ein? Lokal Augentropfen (kein Antibiotikum)
c) Welche weiteren Maßnahmen? Freistellung vom Kindergarten/ der Schule, keine
Zugluft
d) Welche Komplikationen können eintreten? Hornhautnarbe, Kolliquationsnekrose, bakt.
Superinfektion

81) 66 jähriger Mann kommt in die Praxis, klagt über Müdigkeit, Leistungsabfall und
rezidiv. Fieberschübe seit 3 Monaten
a) Diff. Diagnosen? Tumore, maligne Lymphome, TBC, Malaria, Endocarditis, rheumat.
Fieber, Leukämie, Hypothyreose, chron. Pyelonephritis
b) Laboruntersuchungen? BB, CRP, BSG, Diff., LFP, Niere, Blutkultur (im Fieberschub)
c) Klinische Untersuchungen? LK, Leber+Milz-Palpation, Schleimhäute
d) Was könnte sein bei leicht erhöhter BSG und die anderen Befunde normal? Hodgkin-
Lymphom, TB-Herd, chron. Pyelonephritis

82) 24jährige Opernsängerin kommt zu ihnen in die Ordi wegen Hypertonie, 24h-RR war
erhöht.
a) Zu welchen Untersuchungen schicken Sie die Patientin? Sono Abdomen (mit Niere),
beim Auenarzt Funduskontrolle, Ergometrie, Herz-Echo, Thorax-Rö, Labor (Krea, K, BZ,
Chol, TG), Harnstatus (Proteine, Glucose, 24h Sammelharn auf Vanillin-Mandelsäure und
Katecholamine)
b) Über welche Risiken klären Sie die Patientin auf? Zerebrale Blutungen, AP, MCI,
Herzinsuff (Cardiomyopathie), Aneurysma, Arteriosklerose, Nephrosklerose, Fundus
hypertonicus (bis zu Erblindung)
c) Ab welchem Wert spricht man von einer Hypertonie? 140/90

83) Patientin kommt zu Ihnen in die Praxis, klagt über Husten und Fieber bis 38,5 °C. Sie
horchen sie ab und finden basal RG`s.
a) Welche Diagnose? Pneumonie
b) Therapie? Klacid 2 x 250-500mg pro Tag, evtl. Mucolytika, Antipyretikum bei Fieber >
38,5 °C, Antitussivum v.a. für die Nacht (sonst unerholsamer Schlaf)
c) Sie entscheiden sich, die Patientin zuhause zu behandeln, unter welchen Umständen
sollten sie die Patientin einweisen? Keine Besserung (kein Abfiebern), d.h.
Therapieresistenz, AZ-Verschlechterung, Exsikkose, kardiopulmonale Risikopatienten,
Immunsupprimierte.

84) Sie werden von der Krankenschwester ins Altersheim gerufen. Bei einem bettlägrigem
Patienten, bei liegendem Dauerkatheter zeigt sich eine Schwellung im Bereich der
Penisspitze, Harnproduktion und Abfluss sind unauffällig, die Vorhaut geschwollen.
a) Diagnose? Paraphimose DD: Balanitis
b) Welche Maßnahmen setzen Sie? Lokalanästhetikum applizieren, danach Versuch, die
Vorhaut zu reponieren (Glans unter Vorhaut)
c) Ab wann weisen sie den Patienten in das KH ein? Keine Reponierbarkeit --> Gefahr des
Gangräns der Glans

85) Junges Mädchen kommt in die Ordi, klagt über Schwellung in den Grundgelenken der
Finger, diese verdickt, Bewegungseinschränkung bei morgendlicher Steifigkeit. Weiters
berichtet sie vor 3 Monaten eine Schwellung und Schmerzen am Knie gehabt zu haben.
                                                                                     Seite 16
a) Welche Hinweise auf eine PCP? Befall der Grundgelenke, Morgensteifigkeit, atyp.
Befall zuerst Knie, dann Fingergrundgelenke
b) Welche Laboruntersuchungen leiten Sie ein? BB, CRP, BSG, RF, ASLO, ANA, ANCA,
IgG

86) 34jähriger Rechtsanwalt hat seit einigen Wochen postprandiale Magenschmerzen. Bei
einer Untersuchung wird ein Ulcus duodeni festgestellt.
a) Welche 3 Therapautika finden hier ihren Einsatz? PPI, H2-Blocker, Antacida
b) Nach längerer Einnahme eines PPI zeigt sich in der Ko-Gastro eine H.pylori positive
Gastritis. Welche Therapie leiten Sie ein? Erstbehandlung: Pantoprazol 40 mg ( oder
Ranitidin Wismut-Zitrat 400 mg) + Clarithromycin 500 mg + Amoxycillin 1g 2 mal täglich für
7 Tage
Folgebehandlung (erfolglose 1.-Therapie): Ranitidin-Wismut-Zitrat 2x400mg +
Metronidazol 3x400mg + Tetracyclin 4x500mg für 7 Tage (evidence based)

87) 83jährige Frau kommt mit ihrer Tochter in die Ordination, sie berichtet seit 1 Stunde
starkes Nasenbluten zu haben.
a) Welche therapeutischen Maßnahmen setzen Sie? Patientin beruhigen, Oberkörper
leicht nach vorne beugen, Nierentasse vorhalten, Druck auf beide Nasenflügel,
Eiskompresse in den Nacken, RR messen
b) Nach der Erstversorgung steht die Blutung nicht, welche weiteren Therapie-
möglichkeiten haben Sie? Vordere Nasentamponade, RR senken, bei Blutung aus dem
Nasopharynx sofortige Klinikeinweisun (HNO)
c) Nach Stillung der Blutung geht die Dame wieder heim, welche Ratschläge geben Sie ihr
mit? Absolute Schonung (nicht schwer heben), regelmäßig RR messen, Luft befeuchten,
Kochsalz-Nasenspray zur Anfeuchtung der Schleimhäute (vermindert Blutungsgefahr)

88) Die Mutter eines 8jährigen Mädchens ruft in der Ordi an und berichtet, dass das Kind
wieder einen HWI hat und fragt, ob sie nur den Harn vorbeibringen darf. Sie bitten die
Mutter das Kind mitzunehmen. Es zeigt sich ein 8jähriges, dünnes , blasses, müde
aussehendes Mädchen mit fahler Hautfarbe. Der Harnstreifen Leuko pos., Nitrit pos., Ery
pos. Weiters berichtet die Mutter, dass das Mädchen im Sommer mehrmals Furunkel
hatte.
a) An welche Diff.-Diagnosen denken sie, da sie sich mit der alleinigen Diagnose HWI
nicht zufrieden geben? Pyelonephritis, Glomerulonephritis, Diabetes Mellitus, Lymphom,
Ewing-Sarkom
b) Welche Laboruntersuchungen werden Sie durchführen lassen? BB mit Diff., Chemie
(Niere, Gluc), CRP, BSG, Urikult, Sediment
c) Welche weiterführende Diagnostik? Nierensono, MCU, CT Abdomen+kl. Becken

89) 40jähriger Arbeiter kommt in die Abend-Ordi, da er seit der Früh Halsschmerzen,
Kopfschmerzen, Gkiederschmerzen sowie leicht erhöhte Temp. hat.
a) Welche Untersuchungen führen Sie durch? Kompl. klin. Untersuchung (HNO, SD, LK,
HNA, Nebenhöhlen palpieren)
b) Es kommen ihnen keine groben Auffälligkeiten vor, was ist die Diagnose? Grippaler
Infekt
Welche Therapieschemen beginnen sie? Welche sozialmedizinischen Maßnahmen
ergreifen Sie? Bettruhe, analgetische (+ bei Fieber > 38,5 °C antipyretische) Therapie,
Krankschreibung, viel Flüssigkeit, Kontrolle in 3-4 Tagen




                                                                                    Seite 17
90) Eine Mutter kommt mit ihrem 8jährigen Sohn in die Ordi. Der Junge ist ein guter
Schüler, auch sozial integriert. Die Mutter berichtet, dass er seit einem Monat immer
rezidiv. starke Kopfschmerzen hat.
a) Welche Fragen stellen Sie dem Jungen? Genaue Schmerzlokalisation,
Schmerzcharakter, Dauer, Begleitsymptome, täglich, wann genau (morgendlich, tagsüber,
nur in der Schule, beim Lesen), wie oft, best. Situationen, Licht aufgedreht beim Lesen,
Lichtscheu, Zeckenbiss, Infekt zuvor, an Furunkel im oberen Gesichtsbereich manipuliert
b) Welche klin. Untersuchung führen Sie durch? Sehprüfung, Palpation der
Nervenaustrittspunkte, RR, Blutzucker, Meningismus, Neurostatus
c) Welche gefährlichen Krankheitsbilder muß man abwenden? Meningitis, Encephalitis,
Tumor, Blutung, Sinusvenenthrombose, Liquorabflussbehinderung

91) Patientin kommt mit ausgeprägter Varikositas, hat Schmerzen im Bein. Es zeigt sich
auch eine Rötung an der USCH-Innenseite.
a) Diff.-Diagnosen Thrombophlebitis, TVT, Lymphangitis, Erysipel
b) klin. Untersuchung? Druck auf Fußsohle --> PAYR, Dorsalflexion des Fußes
(Schmerzen in der Wade?) --> Homann, harter Strang tastbar?, Pulsstatus,
Überwärmung?
c) Laboruntersuchung? BB, CRP, BSG, D-Dimer

92) Patient kommt in die Ordi, gibt an, dass er Schmerzen beim Gehen hat, in Ruhe
besser werden, die Gehstrecke habe sich deutlich vermindert .
a) Diff.-Diagnosen? Claudicatio (paVK), Cox- oder (und) Gonarthrose, degen. WS-
Erkrankung, Spinalkanalstenose, TU des Rückenmarks, Polyneuropathie
b) Klin. Untersuchungen und Diff.-Diagnosen? Pulse tasten--> Seitendifferenz
(Claudicatio), Reflexe+Sensibilitätsprüfung+Kraftprobe --> WS-Erkrankungen,
Lagerungsprobe nach Ratschow
c) Welche apparative Untersuchung? RR, Doppler, Duplex-Sono, NLG, Röntgen, MRT,
evtl. Angiographie

93) Patient kommt mit Stuhlproblemen, neigt zur Obstipation, wurde bereits coloskopiert
und gastroskopiert, kein path. Befund.
a) Was fragen Sie den Patienten? wann war letzter Stuhl, Intervall > 3 Tage,
Ernährungsumstellung? ausreichend Flüssigkeitsaufnahme?, ballaststoffreiche
Ernährung?, Bewegung?, Medikamentenanamnese, bek. Hämorrhoiden?,
Defäkationsschmerzen?, Auslandsaufenthalt?
b) Welche weitere Diagnostik streben Sie an? BB, BSG, Elyte, Gluc, Krea, LFP,
Hämoccult, TSH

94) Sie stellen bei einer Patientin einen erhöhten TSH-Wert fest.
a) Welche weiteren Untersuchungen machen Sie? fT3, fT4, BSG, CRP, AK, TRH, Diff
b) Wie erklären Sie der Patientin, dass sie eine Hypothyreose hat? Eine echt bescheuerte
Frage die ich undokumentiert lasse (wischiwaschi) Na einfach erzählen, Symptome
besprechen, Thjerapiemöglichkeiten, Ursachen, mögliche Folgeerscheinungen (Struma,
Tumor)

95)Eine 46 jährige Patientin kommt zu Ihnen in die Praxis. Sie habe seit einiger Zeit eine
Zunahme des Halsumfanges bemerkt. Außerdem bestünde Gewichtszunahme. Bei der
klinischen Untersuchung tasten Sie eine deutlich vergrößerte Schilddrüse.
a) Welche Laboruntersuchungen veranlassen Sie? (3)
TSH, fT3, fT4, BSG
b) Welche apparativen Untersuchungen halten Sie für sinnvoll? (3)
                                                                                      Seite 18
Sono-SD, Szinti-SD, FNP, Sono HWT
c) Falls eine Operation indiziert ist, über welche Risiken informieren Sie die Patientin?(3)
       Recurrensparese, Blutung, Infektion, Wundheilungsstörung,
Hypoparathyreoidismus

96) Ein 10jähriger Knabe kommt in Ihre Praxis, der von Ihnen im vergangenen Winter
wegen braun-gelblicher, teils konfluierender Hautveränderungen am Thorax mykostatisch
therapiert wurde. Jetzt zeigen sich spiegelbildlich zu den damaligen Effloreszenzen
weißlich-depigmentierte Areale.
a) Für welche Hauterkrankung ist dieses Bild pathognomonisch? (1)
       Pityriasis versicolor alba
b) Welche Faktoren sind hierfür prädisponierend? (2)
Schwitzen, häufige(r) Anwendung und Wechsel von Seifen/Duschgel, Kunstfaser-kleidung,
heißes Klima, Mangelernährung, Diabetes Mellitus
c) Was ist die Ursache der Erkrankung? (1)
       Malassezia furfur (Pilz), hemmt Melanozytenreifung

97) Sie kommen auf einen Hausbesuch zu einer türkischen Familie, die 8jährige Tochter
hat seit einigen Tagen grippeähnliche Symptome mit Rhinitis, Husten und roten Augen.
Bei der Inspek-tion finden Sie retroaurikulär und im Gesicht kleine rötliche, bis zu 4 mm
große Flecken.
a) Was fragen Sie in der Anamnese? (4)
Fieber wie hoch?, Endemie in Schule? Trinkmenge, Kontaktpersonen krank, Impfungen,
AZ, Verhalten auffällig, Erbrechen, Durchfall
b) Worauf achten Sie bei den klinischen Untersuchung besonders? (5)
Koplik-Flecken, LK, Cor/Pulmo, Pneumonie, Meningismus, Neuro-Status, AZ, HNO-
Inspektion, Masernkrupp, Haut, Temp.
c) Die Mutter will wissen, ob sie das Kind von den anderen Geschwistern isolieren soll,
damit diese nicht angesteckt werden. Was geben Sie zur Antwort? (1)
       Nein, weil wahrscheinlich schon infiziert und nicht wirklich durchführbar
d) Komplikationen? (3)
       Otitis media, Enzephalitis, Pneumonie, Masernkrupp, SSPE

98) Eine ca. 60jährige Patientin kommt allein zu Ihnen in die Ordination. Vor 15 Minuten
sei sie von einer Wespe in den Finger gestochen worden, woraufhin dieser stark
angeschwollen sei. In der Folge seien Übelkeit und Erbrechen aufgetreten. Bislang sei
keine Allergie bekannt. An Vorer-krankungen ist eine art. Hypertonie bekannt, die mit
Acemin therapiert wird. Sie erheben folgende Befunde: Blutdruck: 100/60, Puls: 100, die
Frau ist kaltschweißig, zittrig und in deutlich reduziertem AZ.
a) Wie lautet die Diagnose? (1)
       Anaphylaktische Reaktion
b) Welche Sofortmaßnahmen ergreifen Sie? (5)
I.v.-Zugang, Cortison + Antihistaminikum + Volumen i.v., Katecholamine bereithalten, O2,
Schocklagerung, RR-Puls-Monitoring, lokale Kühlung, Atmung sichern, CPR-Bereitschaft
 c) Wie gehen Sie weiter vor? (1)
       Mit NAW ins Spital

99) Ein 11jähriges Mädchen kommt in Begleitung ihrer Mutter in Ihre Praxis. Sie ist vor 2
Tagen von einer Flugreise nach London zurückgekehrt, seitdem hört sie sehr schlecht am
linken Ohr. Zusätzlich besteht auch ein Druckgefühl auf beiden Ohren.
a) An welche schwerwiegende Ursache müssen Sie denken? (1)
 Barotrauma
                                                                                        Seite 19
b) Welche anderen Ursachen sind außerdem noch möglich? (4)
Otitis media, Hörsturz, Lärmtrauma, TF-Perforation, Fremdkörper, Cholesteatom,
Mastoiditis
c) Welche Untersuchungen führen Sie vor Ort durch?
HNO-Inspektion (TF, Pauke, äußerer Gehörgang, Hals, Nase), Druckschmerz Mastoid,
LK, Cor / Pulmo / Abdomen, Hörtest, Weber, Rinne, Nystagmus

100) Ein 70jähriger Mann, Z.n. Herztransplantation, kommt in die Praxis und bittet Sie um
eine "Rheumaspritze", da er schon seit 2 Tagen starke Schmerzen in der linken Flanke
habe. Der Patient setzt sich nicht nieder, sondern stützt sich nach vorne gebeugt am
Sessel ab. Außerdem fällt Ihnen eine livide Gesichtsverfärbung auf, und der Patient atmet
schwer.
a) Erfüllen Sie seinen Wunsch? (1)
       nein
b) Was fragen Sie in der Anamnese? (6)
Wann Herz-TX?, letzte KO Transplantationsambulanz, Ödeme, Gewichtszunahme,
Medikamente + Einnahme, Trauma, Dyspnoe, belastungsabhängig, thorak. Beschwerden,
Palpitationen, Fieber, Leistungsfähigkeit
c) Wie gehen Sie weiter vor?
       Sofort mit Rettung ins Spital, O2, i.v.-Zugang, EKG, Pulsoxy

101) Eine 35jährige Frau, verheiratet, 2 Kinder, kommt völlig aufgelöst in die Ordination.
Sie habe vor 2,5 Monaten nach langjähriger Einnahme die Pille abgesetzt und habe auch
seitdem keine Menstruation mehr gehabt. Sie befürchtet nun, schwanger zu sein. Sie
führen einen Schwangerschaftstest durch - dieser ist positiv.
a) Was fragen Sie in der Sozialanamnese? (4)
       Kinderwunsch, Ehe intakt, finanzielle-, Wohn-, Berufsituation
b) Die Patientin will die Schwangerschaft abbrechen. Was müssen Sie mit ihr
besprechen? (4)
Beratungsstellen, Komplikationen, Frist, Kontrazeptionsmöglichkeiten danach, wo Eingriff
durchführbar

102) Eine 68 jährige Patientin kommt zur Blutdruckkontrolle und erwähnt nebenbei, daß
sie seit einigen Tagen eine "Unterleibsblutung" (Blutflecken in der Unterwäsche) bemerkt
habe. Meno-pause mit 50a, Partus 2, Abortus 0, bisher keine gynäkologischen
Vorerkrankungen, die letzte Gyn.-FA. Untersuchung vor 1,5 Jahren war o.B. Sonstige
Erkrankungen: art. Hypertonie, mit Beta-Blocker eingestellt, die Patientin ist leicht adipös).
a) Welche Differentialdiagnosen kommen in Frage? (5)
       Cervix-CA, Endometrium-CA, Trauma, rectale Blutung, HWI, Vulva-CA
b) Welche Untersuchungen können Sie in ihrer Praxis durchführen, um eine gezielte
Abklärung in die Wege zu leiten? (5)
       Gyn-Inspektion, Harnstreifen, rektal, Hämoccult, BB, Gerinnung, CRP, ad
Gynäkologe

103) Eine 41 jährige Handelsschullehrerin ruft einige Tage vor Ende der Sommerferien an:
Sie braucht sofort einen Termin. Kurze Zeit später fährt sie selbst mit dem Auto vor,
stürmt in Ihre Praxis, klagt über Herzklopfen, Atemnot und einen Kloß im Hals. Vor 2
Monaten sei sie von ihrem bisherigen Hausarzt wegen einer schweren Bronchitis mit
Antibiotika behandelt worden und befürchte nun, eine Lungenentzündung zu haben oder
gar todkrank zu sein.
a) Welche Untersuchungen führen Sie durch? (5)

                                                                                         Seite 20
SD-Palpation, HNO-Inspektion, Cor/Pulmo, RR, Puls, EKG, Temperatur, Psyche, BB,
CRP, D-Dimer
b) Alle Untersuchungsbefunde sind unauffällig. Diagnose? (1)
       Panikattacke
c) Muß die Patientin unbedingt ins Krankenhaus eingewiesen werden? (1)
       Nein, Xanor geben

104) Eine 50 jährige Frau, leicht adipös, mit Blutdruckwerten im Sinne einer labilen art.
Hypertonie, klagt über Herzklopfen und Schweißausbrüche. Die familiäre Situation sei
eher angespannt, auch vermute sie, ihr Mann habe eine Freundin. In letzter Zeit wache sie
auch immer wieder in der Nacht wegen Schweißausbrüchen auf.
a) Was fragen Sie in der Anamnese? (5)
Menstruation, Stimmung, SD, Psyche, Medikamente, C2, B-Symptome, Suizidalität,
Palpitationen
b) Welche Erkrankungen müssen Sie jedenfalls ausschließen? (5)
       Hyperthyreose, Malignom, Depression, Suizidgefahr, Arrhythmien, Burnout,
Wechsel

105) Eine 32 jährige Patientin kommt in Ihre Ordination und klagt über Stuhlprobleme, die
sie seit 2 Monaten habe. Auch bestünde wechselnd Diarrhoe und Obstipation, und der
Stuhl würde in kleinen Portionen abgesetzt. Sie berichtet über abdominelle Schmerzen,
diese seien aber nicht immer vorhanden und außerdem nicht sehr schlimm.
a) Welche Untersuchungen außer Labor veranlassen Sie? (5)
Colono-Recto + ev. Biopsie, Sono-Abd., Hämoccult, CT, rektal, Stuhlkultur
b) Alle Befunde sind unauffällig. Diagnose? (1)
Colon irritabile
c) Welche nichtmedikamentösen Maßnahmen empfehlen Sie der Patientin? (3)
Ballaststoffreiche Ernährung, viel trinken, Bewegung, Streß vermeiden, Joghurt

106) Eine 35 jährige Patientin, die schon seit Jahren wegen endogener Depression und
chronischen Rückenschmerzen bei Ihnen in Behandlung ist, kommt wegen eines
Harnwegsinfektes in ihre Ordination. Sie klagt außerdem über zunehmende
Muskelschwäche und Sehstörungen. Im Labor finden sich erhöhte Gamma-Globuline und
Eiweiß. Klinisch-neurologisch auffällig sind ein Intentionstremor, Ataxie und ein
Nystagmus.
a) An welche Differentialdiagnosen denken Sie? (5)
MS, Mb. Parkinson, Myasthenia gravis, C2-Abusus, Medikamenten-NW, Lymphom,
Leukämie, Tumor
b) Welche weiteren Untersuchungen halten Sie für sinnvoll? (3)
Lumbalpunktion, EMG, ENG, LNG, Rö-Thx, NeuroStatus, ad Neurologe, CT (+KM), MR

107) Eine junge Frau kommt in Ihre Praxis. Sie berichtet, am Tag zuvor ihr 18 Monate
altes Kind hochgehoben zu haben. Dabei sei ihr ein stechender Schmerz in den LWS-
Bereich gefahren, dieser strahle auch ins linke Bein aus. Sie habe bereits 500mg Mexalen
eingenommen, es sei aber daraufhin kaum zu einer Besserung gekommen.
a) Wie unterscheiden Sie pseudoradikuläre von radikulären Schmerzen? (2)
       Paresen + Reflexabschwächung, Sensibilitätsausfälle, Lasegue pos., wenn
radikulär
b) Welche pathologischen Befunde schließen einen pseudoradikulären Schmerz aus? (2)
       Siehe a)
c) Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei pseudoradikulärem Schmerzbild? (3)
       NSAR, Akupunktur, Wärme, Physiotherapie, Opiate, Massagen
                                                                                    Seite 21
108) Ein 72 jähriger Patient, der früher Maurer war, verspürt sein einiger Zeit Schmerzen
im Bereich der rechten Leiste. Diese strahlen auch bis ins Knie aus. Nach dem Aufstehen
sind sie am schlimmsten, nach einigen Schritten gehen läßt der Schmerz nach. Sie
bemerken ein Hinken.
a) Welche Differentialdiagnosen kommen in Frage? (5)
Coxarthrose, Coxitis, vertebragen, DP, Bursitis trochanterica, PAVK, Hernie, Lymphangitis
b) Welche Untersuchungen führen Sie in der Praxis durch? (6)
MDS, Druckschmerz, LK, Trendelenburg + Duchenne(?)-Zeichen positiv, Gangbild,
Beinlängendifferenz, Palpation, Leistendruckschmerz, Bewegungsumfang,
Trochanterklopfschmerz
c) Welche apparativen Untersuchungen veranlassen Sie? (3)
       Hüfte ap/axial, Beckenübersicht, Sono Leiste + Hüfte, Gefäßdoppler CT/MR-LWS
d) Welche konservativen Therapiemöglichkeiten gibt es? (4)
Analgesie (NSAR), Physiotherapie, Massagen, Hyaluronsre.-Präparate, Infiltration,
Ergußabpunktion, Gewichtsabnahme, gelenkschonende Sportarten (Schwimmen,
Radfahren), Gehhilfe

109) Eine 55 jährige Patientin kommt zu Ihnen in die Praxis. Sie hat seit einiger Zeit
Schmerzen in den Endgelenken der Finger bds., eine vollständige Streckung der Finger ist
nicht mehr möglich. Bei der Untersuchung fällt auf: Schwellung, Rötung und
Druckschmerzhaftigkeit der betroffenen Gelenke.
a) Differentialdiagnosen? (6)
Gicht, PCP, postinfektiös, rheumat. Fieber, Arthritis psoriatica, Mb. Reiter, enteropathische
Arthritis, Arthritis bei Kollagenosen und Vasculitiden
b) Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bis zur endgültigen Diagnosesicherung? (2)
        NSAR, Physiotherapie (US, Schwellstrom)

110) Eine 62 jährige Dame, die vor kurzem laparoskopisch cholezystektomiert wurde,
kommt zu ihnen in die Ordination. Im Krankenhaus sei es ihr gut gegangen, auch zu
Hause habe sie keine Probleme gehabt. Erst seit heute nach dem Mittagessen verspüre
sie einen anhaltenden Druck im Oberbauch. Die klinische Untersuchung zeigt ein leicht
druckempfindliches Abdomen, das gebläht ist, die Darmgeräusche sind auskultierbar.
a) An welche Differentialdiagnosen denken Sie? (6)
Choledocholithiasis, Ulcus ventr., Cholangitis, Pancreatitis, mechan. Ileus, Perforation,
(ev. noch Luft im Bauch), Abszeß
b) Welche apparative Untersuchung halten Sie für notwendig? (1)
        Sono Abdomen, Abdomen leer, Gastro
c) Alle Befunde sind unauffällig, was raten Sie der Patientin? (3)
Kleinere Portionen, fettarm, Schonkost, kein Alkohol, kein Nikotin, Bewegung nach dem
Essen, keine blähenden Speisen + Getränke

111) Eine 23 jährige Frau kommt in der 25.SSW zu Ihnen. Sie war zuletzt vor 2 Monaten
zur internistischen MKP-Untersuchung bei Ihnen, damals war "Varikositas" notiert worden.
Sie berichtet, am Tag zuvor anläßlich eines Verwandtenbesuchs zweimal 6 Stunden lang
im Auto gesessen zu sein, danach habe sie in der Nacht sehr schlecht geschlafen. Als sie
am Morgen ihre Kompressionsstrümpfe wieder anziehen wollte, sei dies wegen der
starken Schwellung beider Beine nicht mehr möglich gewesen.
a) Verdachtsdiagnose? (1)
 TVT, bds.
b) Was untersuchen Sie und worauf achten Sie im besonderen? (6)

                                                                                       Seite 22
Schwellung, Schmerzhafte Knoten, Wärme, Cor/Pulmo (tachykard, Dyspnoe), Fußpulse,
MDS, Abdomen, D-Dimer, BGA, Venendoppler, Harn (EW), RR, EKG
c) Wie teilen Sie der Patientin die Verdachtsdiagnose mit und was veranlassen Sie in
weiterer Folge? (3)
V.a. TVT, (Präeklampsie, Vena-cava-Kompressionssyndrom), mit Rettung ad Spital zur
Abklärung, ev. Lovenox, hochlagern, bandagieren, ev. immobilisieren

112) Es kommt ein 56 jähriger übergewichtiger Mann erstmals in Ihre Praxis zur
Untersuchung und zeigt Ihnen Befunde, die bei einer Gesundenuntersuchung vor 2 Jahren
festgestellt worden waren. BZ: 141mg%, Triglyceride: 390mg/dl, Cholesterin: 290mg/dl,
Harnsäure: 7.8mg/dl, Größe: 168cm, Gewicht: 91kg, RR: 150/90mmHg, Harn unauffällig.
a) Diagnose? (1)
        Metabolisches Syndrom
b) Auf welche Folgeerkrankungen weisen Sie ihn hin? (6)
KHK, PAVK, CAVK, Insult, MCI, Niereninsuff., Herzinsuff., Erblindung, Arthrose, Impotenz,
Pankreatitis, Fettleber
c) Sie sprechen mit ihm über eine Lebensstilmodifikation. Wovon könnte er am meisten
 profitieren?
        Gewichtabnahme, cholesterin- und fettarme Diät, Bewegung
d) Halten Sie derzeit eine medikamentöse Therapie für notwendig? (1)
        Nein, zuerst 3 Monate lang Diät + Lifestyle

113) Ein ca. 45 jähriger, mäßig übergewichtiger Lastwagenfahrer kommt zu ihnen und
berichtet über ein seit einiger Zeit bestehendes Brennen im Brustbereich. Dieses trete
vornehmlich nach dem Essen auf und nehme auch im Liegen zu, auch habe er häufig
Sodbrennen.
a) Welche Differentialdiagnosen kommen in Frage? (6)
Refluxkrankheit, Kardiainsuff., Gastritis, Ulcus ventr., KHK, Ösophagitis, Tumor, Zollinger-
Ellison
b) Welche Untersuchungen veranlassen Sie? (4)
        Gastroskopie, Sono Abdomen, EKG, Rö-Thx, Manometrie + Ph-Metrie, Labor

114)Eine aufgeregte Mutter ruft sie an. Ihre 3 jährige, bislang völlig gesunde Tochter habe
plötzlich Atemnot und Husten, jedoch nicht bellend. Als Sie dort ankommen, hat das Kind
deutliche Atemnot, Husten und ist blaß.
a) Welche Fragen stellen Sie in der Anamnese? (4)
Seit wann?, Allergien, schon mal gehabt?, Familienanamnese (Asthma, Allergien, Neuro-
dermitis), Fieber, Infekt, Fremdkörper, Trauma, Vorerkrankungen, Herzfehler, Putzmittel /
Medikamente für Kind erreichbar, Krämpfe
b) Was untersuchen Sie klinisch? (3)
Cor / Pulmo, HNO-Inspektion (Fremdkörper), Temp., LK, Abdomen, RR, Puls, Haut,
Vigilanz
c) Wie ist Ihr weiteres Vorgehen? (3)
NAW (ev.) verständigen, ad Spital (auf jeden Fall ärztliche Begleitung), i.v.-Zugang, Beta2-
Mimetikum + Cortison, ev. Fremdkörper entfernen, Atmung sichern, Mutter beruhigen, ev.
Reanimationsbereitschaft

115) Eine junge Frau mit Dysurie und Pollakisurie kommt zu ihnen. Sie habe kein Fieber
und sei bisher auch gesund gewesen, Sie untersuchen den Harn: Nitrit:+, Leukos:+++,
Bakterien:+++, Erys:++
a) Was fragen Sie die Patientin? (4)

                                                                                       Seite 23
Nykturie, schon mal HWI gehabt, Vorerkrankungen, Blut im Harn, Regel, schwanger,
Flankenschmerz
b) Diagnose? (1)
       HWI
c) Machen Sie konkrete Therapievorschläge (2)
Ja: Katheterharn + Uricult, dann Urobacid, Lidaprim oder Ciproxin für 4 Tage, viel trinken,
kein GV bis gesund, wenn mehrmals HWI – Abklärung Sono Nieren + Unterbauch, MCU +
DMSA, wenn Fieber oder AZ-Verschlechterung sofort ad KO (Urosepsis)

116) Ein 72 jähriger Patient, langjähriger Raucher, kommt in Begleitung seiner Frau zu
Ihnen und berichtet über einen seit etwa 2 Tagen bestehenden kreisförmigen
Gesichtsfeldausfall im rechten Auge. Gestern sei ihm auch beim Autofahren aufgefallen,
daß er den Randstein nicht richtig gesehen habe. Er mache sich nun Sorgen, da er das
rechte Auge schon als Kind unfallbedingt verloren habe.
a) An welche Differentialdiagnosen denken Sie? (6)
Thrombose A. centr. retinae, Zentralvenenthrombose, Hirnblutung, Insult, Ablatio retinae,
Glaskörperblutung, Makuladegeneration, Retinablutung, , TU, Chorioretinitis, Neuritis N.
optici, MS, Glaukom
b) Was untersuchen Sie? (5)
RR, EKG, Pupillen, Gesichtsfeld, Augenhintergrund, Motilität, Visus, Cor/Pulmo, Neuro-
Status
c) Welche spezielle Untersuchung soll in der Folge auf jeden Fall durchgeführt werden?
(1)     Augenhintergrund mit Spaltlampe

117) Ein 32 jähriger Büroangestellter kommt und berichtet über Schmerzen in der rechten
Thoraxhälfte, die seit 2 Tagen bestünden. Ein Trauma sei nicht erinnerlich.
a) Welche Fragen stellen Sie ihm in der Anamnese? (6)
Atemabhängig, Dyspnoe, Fieber, Husten, Auswurf, Synkope, WS-Beschwerden, Gallen-
steine, Schwellung UE, Raucher, Grunderkrankungen, Tätigkeitsprofil, schwere körp.
Arbeit, Stuhlbeschaffenheit
b) Welche klinischen Untersuchungen führen Sie durch? (5)
RR, Puls, Auskult./perk. Lunge, Ausk. Herz, Abdomen, Inspektion Thx-Wand + WS, LK
axillär, Einflußstauung
c) Welche sind die häufigsten Ursachen für die Beschwerden, wenn die Untersuchungen
unauffällig sind? (3)
        Interkostalneuralgie, vertebragene Schmerzen, Muskelkater, psychisch

118) Eine 31 jährige Frau kommt zu Ihnen und erzählt über Blutergüsse und punktförmige
Blutungen am ganzen Körper, die ihr seit ein paar Tagen aufgefallen sind. Sie hatte auch
leichtes Fieber, Zahnfleischbluten und fühlt sich in letzter Zeit müde und abgeschlagen, sie
hat auch Nachtschweiß. Die letzte Regelblutung war verstärkt.
a) Was fragen in der Anamnese? (5)
Infekt, Lymphknoten, Medikamente, AZ, Gewichtsverlust, Familienanamnese, Blut im
Stuhl, Epistaxis, kardiovask. Beschwerden, Dyspnoe, Husten, Kopfschmerz, Emesis,
Nackensteife, Alkohol
b) Differentialdiagnosen? (6)
Lymphom, Leukämie, Waterhouse-Friedrichsen, Sepsis, Vit.-K-Mangel, Vit.-C-Mangel,
Thrombopenie, ITP, NSAR-Abusus, C2-Abusus


119) 19a, Maurer , in den letzten Wochen schwer gearbeitet. Seit einigen Tagen
Schmerzen in li. Leistengegend.
                                                                                      Seite 24
a) Welche lok. Untersuchungen machen Sie? (4 od. 5)
Bruchpforten, Resistenzen, Hoden, Pulse, LK, WS, Hüftgelenk, Adduktoren, Inspektion
Hautmantel
b) Welche Untersuchungen veranlassen Sie? (4-5)
Sono Leiste + Bauchdecke + Hoden, Gefäßdoppler Leiste + Hoden, WS-Rö + Hüfte +
SIG, BB, CRP, Neuro-Status, MDS
c) Welche Dg.? (5?)
H. ing., H. femoralis, H. obturatoria, pseudoradikulär, Ischialgie, Adduktorenzerrung,
Hüftkopfnekrose, Coxitis, Hüftdysplasie, Trauma, Hodentorsion

120) Sie sind in einer Ordination in einer kl. Ortschaft und sie werden wg. einer betagten
Dame, 90a, angerufen, daß es ihr schlecht gehe. Medikamente bekannt, nur ... Als sie
eintreffen, finden sie die leblose Frau im Bett.
a) Was machen sie als Erstes? (3?)
 KO Atmung, Puls, Bewußtsein
b) Was machen Sie mit dem Sanitäter? (4?)
Herzmassage, Beatmung, Defibrillation, KO Vitalparameter, (i.v.-Zugang, Katecholamine,
Volumen)
c) Nach 15 min.: kein Erfolg der Reanimation. Klinische Zeichen des Todes? (4)
Weite lichtstarre Pupillen, keine Atmung, kein zentraler Puls, keine HT, Nullinie im EKG,
beginnende Totenfleckenbildung
d) Anatomische Zeichen des Todes nach 4 Stunden? (4)
        Totenstarre, Totenflecken, Abkühlung, weite lichtstarre Pupillen

121) 7a, Mädchen, deutliche Schwellung + Schmerz auf der linken Parotis. Mutter meint,
es sei Mumps. Was soll sie machen?
a) Welche 4 Fragen stellen Sie?
Seit wann? Vater, Brüder, Mutter (schwanger?) geimpft oder Mumps gehabt (Orchitis),
Fieber, Trinkmenge, Kopfschmerzen, Erbrechen, Husten, Verhalten, Ohrenschmerzen,
Fettstühle
b) Was untersuchen Sie klinisch? (4)
Parotis bds, Speichelausführungsgang, abstehende Ohrläppchen, Mundtrockenheit, Cor
(Myokarditis), HNO-Inspektion, Gl. submand., Abdomen (Pancreatitis, Leber, Nieren),
Gelenke (Polyarthritis), Pulmo, LK, Neuro-Status (Enzephalitis)
c) (Was empfehlen Sie therapeutisch?)
Antipyretika, Analgesie, Mundhygiene, Bettruhe, ausreichend trinken, nicht in Schule oder
zu anderen Kindern, wenn Pancreatitis oder Meningitis ad Spital

122) 45 a, Mann, in den letzen Wochen häufig Stuhl, hat auch Blut darauf bemerkt. Vorher
keine derartigen Beschwerden.
a) Welche Verdachtsdiagnosen stellen Sie? (4)
Colon-/Rectum-CA, Colitis, Divertikulitis, Analfissur, Gerinnungsstörung,
Hämorrhoidalblutung
b) Welche Untersuchungen machen Sie bzw. veranlassen Sie? (4 oder 5)
Rektal-digital, Colo-/Rectoskopie + ev. Biopsie, Sono Abdomen, BB, CRP, Gerinnung,
BSG
c) Bei der rektalen Untersuchung diagnostizieren Sie eine Fissur. Welche Therapie
schlagen Sie vor? (4)
Ballaststoffreiche Kost, viel trinken, Laevolac, Kamillosansitzbäder, Waschen nach jedem
Stuhlgang, Bepanthen lokal, Analgetische Salbe/Supp., Dehnung mit Finger oder
Analdehner

                                                                                     Seite 25
123) 22a, Mädchen, Leistungssportlerin, seit einigen Tagen Schwäche in einem Bein,
beim Laufen sogar einmal gefallen.
a) Welche Verdachtdiagnose? (5)
MS, PNP, Discusprolaps, Myasthenia gravis, Überlastungssyndrom, Malignom, Periphere
Nervenschädigung (Z.B. Peronäus)
b) Welche Untersuchungen finden Sie für sinnvoll? (4)
      Rö-LWS + UE, MR-Schädel, NLG, EMG, Neuro-Status, Labor
c) Was untersuchen Sie? (4)
      Neuro-Status, MDS, Kraft, Gelenke, WS

124) 60 oder 65a, Frau seit kurzem in Pension, stehenden Beruf gehabt, seit ca. 5 Jahren
raucht sie nicht mehr, seitdem 15 kg zugenommen. Sie trinkt viel, auch Blutreinigungstee,
hat aber im Fernsehen gehört, daß dieser Tee schädlich sei. Hat 1x/Woche Stuhl. Ist der
Tee schuld? Ist das gefährlich?
a) Welche kl. Untersuchungen?
       Auskult. + Palpation Abdomen, rektal, Cor / Pulmo, SD, Extremitäten
b) Was besprechen Sie mit der Patientin?
Mehr trinken, Ballaststoffe, Bewegung, Obst, Gemüse, Beobachten der Stuhlbeschaf-
fenheit (Blut, Schleim, schwarz)
c) Welche Untersuchungen leiten Sie ein, wenn in 4 Wochen keine Änderung?
       Colo-/Rectoskopie, Hämoccult, Labor, Sono Abdomen
d) Welche Medikamente können sie verschreiben ?
       her keine Medikamente, z.B. Laevolac, Agiolax, Microclist, Einläufe

125) 4a, Kind mit Mononukleose, mit Vater gekommen.
a) Welche klinische Untersuchungen führen Sie durch? (5)
LK, HNO-Inspektion (gräuliche belegte Tonsillitis, Pharyngitis), Abdomen (Hepatitis,
Splenomegalie), Haut (Exanthem), Temperatur, EBV-Schnelltest
b) Was empfehlen Sie dem Vater? (4)
Nicht in den Kindergarten, ausreichend trinken, Antipyretika, Meiden von Menschen-
ansammlungen, KO bei AZ-Verschlechterung, Bettruhe
c) Welches Medikament dürfen Sie nicht geben? Ampicillin

126) Eine Mutter kommt mit ihrer 15-jährigen Tochter in Ihre Ordination, weil sie bemerkt
hat, daß ihre Tochter nach dem Essen öfters auf das Klo geht und ein Erbrechen selbst
induziert. Eine Mitschülerin leidet an Anorexia nervosa und ist deshalb auch in stationärer
Behandlung. Die Mutter hat nun gehört, daß es gegen die Erkrankung ihrer Tochter
Tabletten gibt, und möchte, daß Sie diese ihrer Tochter verordnen.
a) Welches Medikament geben Sie?
       Keines
b) Was untersuchen Sie? (4)
BMI, Körperbild, Bradykardie, Hypotonie, Schwächegefühl, Müdigkeit, Haut, Haarausfall,
Regelanamnese, Gefühlslabilität, Muskelschwäche, Labor (Elyte (Hypokaliämie, EW,
erhöhtes STH, Hypercholesterinämie, BB (Anämie), CRP, LFP, NFP)
c) Wonach suchen Sie? (?)
Siehe b)
Mutter und Tochter willigen ein Gespräch ein. Tochter uneinsichtig und leugnet
krankhaftes Verhalten. Welche Therapie schlagen Sie vor? (2?)
Stationäre Aufnahme zur Abklärung, enterale + ev. parenterale Ernährung, Psycho-
therapie, ev. L-Dopa/Amitriptilin, Clomipramin



                                                                                       Seite 26
127) Ca 70a, Mann, 3-4 x Nykturie, was ihn aber stört, ist, daß der Harn am Ende tröpfelt.
Keine Potenzstörung , keine anderen Beschwerden. Die rektale Untersuchung ergab eine
pflaumen-große Prostata, gut abgegrenzt, kein Schmerz.
a) Welche Diagnose? (1 )
      BPH (HWI?)
b) Welche Laborparameter veranlassen Sie? (2)
      PSA, Katheterharn + Uricult, BB, CRP, NFP
c) Was empfehlen Sie? (2 ?)
      ad Urologe, TRUS (transrektaler Ultraschall) , Biopsie
d) Wann soll er früher zur Kontrolle kommen?
      Hämaturie, Harnverhalten, Potenzstörung, Schmerzen, Fieber

128) 7a, verschwollene gerötete Lider, verklebt, kann die Augen kaum aufmachen
(Lichtscheu?). Bei der Untersuchung finden Sie noch Pharyngitis + Rhinitis.
a) Worauf achten Sie? Oder was untersuchen Sie?
Konjunktiven, Orbita, Allergien, HNO-Inspektion, Fremdkörper, Fieber, Meningismus,
Emesis, Vigilanz, Cor / Pulmo / Abdomen, LK, Trinkmenge, Hautturgor
b) Was empfehlen Sie?
Fentrinol, Refobacin-Augensalbe, Analgesie, ev. Antipyretikum, Reinigung mit
Kamillentee, ev. system. AB, ev. Antihistaminikum
c) Was erklären Sie?
       Wann KO (AZ-Verschlechterung, Therapie, nicht in die Schule)

129) 50a, Mann, von einem Baum gestürzt, liegt im Gras, starke Thoraxschmerzen, keine
Bewußt-losigkeit. Mot. + Sens. O.B.
a) Verdachtdiagnosen?
      WK-Fx, Verletzung Thorax-Organe, Rippen-Fx, Dezelerationstrauma (gr. Gefäße),
SHT
b) Was machen Sie?
      Status, RR, Puls, Vigilanz, i.v.-Zugang, Analgesie, ev. Sedativum, Immobilisation
c) Was veranlassen Sie ?
      Mit NAW (Je nach AZ) in Klinik

130) 70a, Mann mit V.a. Mb. Parkinson.
a) Welche Fragen zur Symptomatik stellen Sie? (6)
Familienanamnese, Startschwierigkeiten, kleine Schrift, Ungeschicklichkeit, einseitiger -
asymmetrischer Tremor, Verstärkung Tremor durch Affekt, Muskelschmerzen, Nacken
/Schulter, Fallneigung, Bewegungsblockaden, Sprache, vegetative Begleitsymp-tomatik
(Seborrhoe, Nachtschweiß, Pollakisurie, Harnverhalten, Obstipation, Hypersalivation,
Schluckstörung)
b) Welche Maßnahmen konzipieren Sie? (5)
Ad Neurologe, Physiotherapie, Angehörige, Selbsthilfegruppen, Medikamente (Levodopa
+ Carboanhydrasehemmer, MAO-B-Hemmer, Amantadin, Anticholinergika, Bete-Blocker),
Adaptation Wohnung, ev. Pflegegeld, Hauskrankenpflege, Essen auf Rädern, etc.,
Diadochokinese, FNV, KHV, Gangbild, MR-Schädel, EEG, PET-Schädel, Rigor, Tremor,
Akinese

131) Frau, BMI 30, Verstopfung, kein Blut.
a) Welche Untersuchungen? (4)
      Rektal, Palpation + Auskultation Abdomen, Hämoccult, Colo-/Rectoskopie
b) Welche Fragen? (5?)

                                                                                     Seite 27
Ernährung, Trinkmenge, Schmerzen, Stuhlbeschaffenheit, Medikamente, im Wechsel mit
Diarrhoe, Vorerkrankungen, Familienanamnese, Bewegung
c) Was empfehlen Sie? (3)
Bewegung, Ballaststoffe, viel trinken, ev. Laevolac, Ernährungsumstellung, Gewichts-
reduktion
d) Welche Laboruntersuchungen veranlassen Sie? (5?)
       TSH, Elyte, CEA, CA 19-9, BB, CRP, Laktat

132) Eine 64 J. alte Frau hat seit einigen Wochen Schmerzen in der Ferse. Sie glauben,
es ist ein Fersensporn.
a) Welche Fragen stellen Sie? (4?)
Seit wann, Fußfehlstellung bekannt, stehender Beruf, Übergewicht, Schmerzcharakter-
istik, belastungsabhängig, Mb. Bechterew bekannt
b) Was empfehlen Sie? (5?)
        Siehe unten
c) Welche Therapie?
Schuhwerk, NSAR, orthopäd. Einlagen, Entlastung durch Ausmuldung, Injektion
Lokalanästhetikum + Cortison, Gewichtsreduktion

133) 75a Frau, DM seit Jahren, chr. VHF, mult. cer. Infarkte, mit Ulcus cruris, A. dorsalis
pedis palpabel.
a) Wonach fragen Sie? (3?)
Seit wann, Trauma, Druckstellen, Marcoumar, Medikamente, geschwollene Beine,
Varizen, PAVK
b) Welche Ursachen für das Ulcus kommt in Frage? (3?)
       DM, Träume, Marcoumar, CVI, Infektion
c) Was empfehlen Sie? (4 oder 5)
Durchuntersuchung (BB, CRP, BSG, Gerinnung, BZ, HbA1c, LFP), Gefäßdoppler, ev.
Phlebographie, Wundmanagement (Debridement, Desinfektion/Reinigung, ev. Vac.,
Aquacel, Zink, etc.), ev. BZ-Einstellung, ev. Einstellung Marcoumar, Beinbandagen,
hochlagern, ev. Antibiotika
d)Welche Komplikationen fürchten Sie? (2)
       Sepsis, Blutung, Nekrose, Superinfektion, Amputation

134) 42a Mann. Sie werden angerufen, daß der Mann seit ca. 10 min. erbricht, schwindlig
ist, heftiger Kopfschmerz.
a) Welche 3 Fragen stellen Sie am Telefon? (3?)
        Neurolog. auffällig, bewusstlos, Trauma, RR, Medikamente
b) Welche Verdachtdiagnose stellen Sie? (5?)
        Hirnblutung, Migräne, Trauma, Insult, Hypertensive Krise, Hypotonie
c) Welche Untersuchungen?
RR, Neuro-Status (Pupillen, Halbseitenzeichen, Vigilanz, Mimik, Sensibilität), EKG,
Anamnese
d) Was können Sie vermeidbares(?) machen? 2 Antworten
        NAW verständigen, i.v.-Zugang


135) 6 Mo. altes Baby mit Ausschlag, im Sommer besser : Wange, Hals, Beugen, Knie,
Waden, Kratzspuren. Bruder hat Asthma. Kind wohlauf, gepflegt.
a) Welche Dg ? (1)
      Neurodermitis
b) Was erklären Sie der Mutter?
                                                                                       Seite 28
       Wesen der Krankheit, Ernährungsabhängigkeit, Therapiemöglichkeiten
c) Welche Behandlung? (5)
Olivenölsalbe, Balneum hermal, Cortisonsalbe, Antihistaminika, Ausschaltung
aggravierender Faktoren, Ernährung (lange stillen, im 1. LJ. Kein Kuh-EW, Hühner-EW,
Fisch, Nüsse), PUVA, Kur

136) 42a, Mann Tachykardie, Druck auf der Brust, keine Schmerzen, vorher nie
Beschwerden, am Tag vorher lange Wandern bis 2000 m Höhe, keine Beschwerden. Ein
Kollege hat vor einigen Tagen Herzinfarkt plötzlich bekommen.
a) Welche Verdachtdiagnosen????
KHK, PE, Pneumonie, Pleuritis, Panikattacke, Angststörung, Refluxkrankheit, WS-
Beschwerden, Anämie, Arrhythmie (VH-Fli)
b) Welche klinische Untersuchung (Labor ausgenommen)?
      EKG, Ergometrie, Herzecho, Thx-Rö, WS-Rö, Cor, Pulmo, Abdomen, RR, WS, Puls
c) Welche Laborparameter? (6?)
      BB, CRP, BSG, BZ, Troponin, CK, D- Dimer, Gerinnung, NFP
d) Was tun?
      Ad Spital zur Durchuntersuchung, wenn Befunde unauffällig ev. Xanor

137) 34a Frau, zum ersten Mal schwanger, normales Gewicht, diab. Stoffwechsellage,
vorher keinen Diabetes gehabt.
a) Was fragen Sie?
Familienanamnese, gehäufte HWI, Beschwerden, welche SSW, ob bzw. bei welchem
Gynäkologen in Kontrolle, Muki-Paß vorhanden
b) Wie motivieren Sie die Therapie der Patientin?
Normale Entwicklung des Kindes bei guter Einstellung, HWI-Risiko erhöht, Präeklamp-sie-
Risiko erhöht, diab. Embryopathie (kardiovask. Fehlbildungen, Neuralrohrverschluß-
störungen, kaudales Regressionssyndrom), diab. Fetopathie (Makrosomie, Atemnotsyn-
drom, Hyperbilirubinämie), Plazentainsuff., Polyhydramnion, erhöhte perinataleMortalität
c) Was empfehlen Sie? (4?)
Diät, Bewegung, 6 kleinere Mahlzeiten/d, Insulin s.c. wenn Diät nicht ausreicht (stationär
zu Insulineinstellung), regelm. BZ-Kontrollen, engmaschige Überwachung des Fetus
(2xWoche) beim Gynäkologen, Vitamin + Mineralsubstitution

138) Pat. erbricht seit ca. 4h, kann nicht in der Arbeit gehen, in letzter Zeit häufig in
Krankenstand, zuletzt Vlc. capitis nach Sturz. Sie haben den Verdacht des
Alkoholmißbrauchs und Alkohol-abhängigkeit.
a) Anamnese (?) 4 Antworten
Trinkmenge, Gefühl mehr zu trinken als andere, wie oft, Zeit ohne Alkohol; glaubt, zuviel
zu trinken, welche Getränke, zu welcher Tageszeit Alkohol
b) Auf welcher klinische Zeichen achten Sie? (5?)
Tremor, Nervosität, mnestische Defizite, Koordinationsschwierigkeiten, Foetor ex ore,
Unruhe,
c) Worauf achten Sie bei der Untersuchung? (8?)
Lebergrenzen, Konsistenz, Spider nävi, verstärkte Venenzeichnung, Rosacea, Palmar-
erythem, Ascites, Skleren (Ikterus), Gynäkomastie, Behaarung, Neurostatus, Teleangiek-
tasien, psychischer Status

139) 36a, Frau mit 3 Kindern, postpartale Thrombose, Raucherin, kam zu Ihnen zur
Beratung wg. Kontrazeptiva.
Welche 5 Möglichkeiten empfehlen Sie?
      Kondom + Scheidenzäpfchen, Tubenligatur, Diaphragma, Vasotomie, Mirena
                                                                                     Seite 29
140) Ein 17-jähriger ausländischer Bauarbeiter kommt in die Ordination. Er hat seit
Wochen Rücken-schmerzen im LWS-Bereich, die sich bei Belastung verschlechtern. Sie
ordnen ein Röntgen-LWS an, in dem die Diagnose Morbus Scheuermann gestellt wird.
a) Welche Therapie leiten Sie ein? (3)
      Arbeitsunfähigkeit, NSAR, Physiotherapie (Bauch/Rückenmuskulatur), Korsett,
Adaptierung Arbeitsplatz/Wohnung, Ultima ratio OP
b) Was raten Sie dem Patienten?
      Umschulung + siehe a)

141) 88-jährige Patientin, die Sie seit Jahren betreuen, kommt in die Ordination und
berichtet, daß sie in den letzten 2 Wochen 3 mal kollabiert sei, zuletzt mit einem kurzen
Bewußtseinsverlust. Sie führt es auf ihre „Gangunsicherheit“ zurück. Sie lebt zusammen
mit ihrem 90-jährigen Gatten, der vor Jahren einen MCI hatte, leicht verwirrt ist und auf
ihre Hilfe angewiesen ist.
a) Welche Argumente sprechen für eine Klinikeinweisung?
       Synkope unklarer Genese, Bewusstlosigkeit, Gangunsicherheit, Alter
b) Welche sozialen Maßnahmen ergreifen Sie in Bezug auf den Gatten vor der
Klinikeinweisung?
Hauskrankenpflege, mobile Altenbetreuung, Essen auf Rädern, Kurzzeitpflege

142) Der Sohn eines 72-jährigen Patienten ruft Sie um 18:00 an und bittet Sie um einen
Hausbesuch. Er berichtet, daß das Bein seines Vaters seit in der Früh kalt und weiß ist.
a) Wann werden Sie den Hausbesuch planen? (1)
        Sofort
b) Sie kommen zu dem Patienten und stellen fest, daß die Extremität kalt, weiß und
pulslos ist. Welche Diagnose stellen Sie? (1)
        Akuter peripherarterieller Gefäßverschluß
c) Welche Schritte leiten Sie ein?
Sofort ad Spital, Extremität tief lagern, Wattepolsterung, i.v.-Zugang, Heparin + Aspisol
i.v., Analgesie, warm halten

143) Eine junge Mutter kommt mit ihrem 6 Monte altem Säugling in ihre Ordination. Sie
wirkt müde und angespannt und erzählt, daß das Kind nachts immer schreit. Das Kind
wird gestillt und erhält Beikost. Bei der klinischen Untersuchung stellen Sie die Diagnose
Meteorismus. Sie klären die Mutter über die Harmlosigkeit der Diagnose auf.
a) Was raten Sie der Mutter? (6)
Dunstwickel, Lefaxin vor jeder Mahlzeit, Fencheltee, Aufstoßen lassen, Darmrohr, nicht
überfüttern, Mutter keine blähenden Speisen, keine blähende Beikost
b) Auf welche Zeichen beim Kind soll die Mutter achten? (3)
Trinkmenge, Stuhlfrequenz/-beschaffenheit, Erbrechen, Fieber, AZ, Entwicklung, Be-
schwerdenpersistenz/-progredienz

144) Eine Mutter kommt mit ihrem 6-jährigen Kind in die Ordination. Es hat Kalk ins Auge
bekommen und schreit vor Schmerzen.
a) Welche Maßnahmen machen Sie vor Ort?
      Mit Wasser spülen (15min.), ev Oberflächenanästhesie, sofort in Augenklinik,
      Augenverband, Ektropionieren, Inspektion
b) Welche Therapie? (6)
      Siehe oben



                                                                                      Seite 30
145) Eine Frau kommt mit ihrer 75-jährigen Mutter in die Ordination, die sie schon seit
Jahren wegen….. betreuen. Sie kennen die Mutter als sorgfältig und fürsorglich. Sie
erzählt, daß der Umgang mit der Mutter in letzter Zeit schwieriger geworden ist, da sie
immer wieder Sachen vergißt und immer wieder das Gleiche fragt. Sie ist auch launischer
geworden, hat aber ihren Humor noch nicht ganz verloren.
a) Was fragen Sie die Tochter? (8)
FA, schleichender Beginn, seit wann, Depressio, Ereigniskorrelation, Langzeit-/Kurzzeit-
gedächtnis, Versorgung zu hause möglich, Selbst-/Fremdgefährdung
b) Was fragen sie die Mutter? (3)
       Minimental Test
c) Welche weiteren Maßnahmen?
Stationäre neurologische Abklärung, soziale Betreuung inkl. Essen auf Rädern anbieten,
Hauskrankenpflege, ev. Heim, psycholog. Betreuung

146) Eine 30-jährige schlanke Frau kommt zu ihnen in die Ordination und klagt über
Müdigkeit, Atembeschwerden beim Stiegensteigen und Stechen in der Brust. Sie war vor 3
Wochen stationär wegen einer Fehlgeburt, nach der eine Curettage durchgeführt wurde.
Sie ist nach 3 Tagen beschwerdefrei entlassen worden.
a) Welche Untersuchungen führen Sie durch oder veranlassen Sie?
EKG, Cor / Pulmo, Abdomen, Neuro-Status, Psych. Status, Labor (Diff.-BB, CRP, LFP,
NFP, LDH, D-Dimer, Herzenzyme) RR, Puls, Thx-Rö, Ergometrie, Sono-Abdomen,
Herzecho, Gyn.-FA
b) Was sind Ihre Differentialdiagnosen? (5)
Depressio, KHK/MCI, PE, Anämie, Herzinsuff., Panikattacke, Myokarditis, Endokarditis,
Refluxkrankheit, Malignom, Pneumonie

147) Eine 40-jährige Frau kommt in ihre Ordination. Sie hatte vor einer Woche eine
Pharyngitis. Jetzt klagt sie über Schmerzen im Halsbereich. Sie finden eine druckdolente
Schilddrüse; 37,6 ° Temperatur; RR 140/95, Puls 102.
a) Welche Diagnose stellen Sie? (1)
       Thyreoiditis
b) Welche Laborparameter bestimmen Sie? (4)
       TSH, fT3, fT4, BB, CRP, Antithyreoidale AK, BSG
c) Mit welchen Untersuchungen kann die Diagnose gesichert werden? (2)
       FNP, Sono-SD, Szinti
d) Welche Therapie leiten Sie ein? (3)
       NSAR, Antibiose, ev. ad Spital, ev. Irenat

148) Sie möchten bei einem Patienten mit Herzrhythmusstörungen eine orale
Antikoagulations-therapie beginnen (Marcoumar/Simtron). Welche
Aufklärung/Informationen geben Sie dem Patienten? (8)
a) Wie klären Sie den Patienten auf?
Erhöhte Blutungsneigung (künstlicher Bluter). Erklären, warum notwendig.
b) Was muß er beachten?
Vor Operationen und Zahnarztbesuch rechtzeitiges Absetzen und Umstellung auf Heparin,
schlechtere Wundheilung, Gefahr von Spontanblutungen (z.B. Hirn) oder größeren
Blutungen nach Bagatelltrauma, regelmäßige Laborkontrollen, hohe Kompliance nötig,
immer Marcoumarpaß mitführen und behandelnde Ärzte darauf hinweisen, Ernährung (Vit
K), Lifestyle (verletzungsträchtige Aktivitäten meiden),
Kontraindikationen abklären (Magen, Darmulcera, Insult, Nebenwirkungen (Übelkeit,
Erbrechen, Blutungen, Ikterus), Arzneimittelinteraktionen (NSAR), Alkohol meiden.

                                                                                    Seite 31
149) Die Frau eines 78-jährigen Patienten ruft sie an. Ihr Gatte hätte den ganzen Tag
über keinen Harn gelassen und hätte jetzt starke Unterbauchschmerzen.
a) Was ist ihre Verdachtsdiagnose nach dem Telefongespräch? (1)
       Akuter Harnverhalt
b) Sie kommen zu dem Patienten und finden einen deutlich tastbaren Unterbauchtumor
der bis 2 cm unter dem Nabel reicht und bei der Perkussion dumpf klingt. Welche
Maßnahme führen Sie durch? (1)
       Katheter legen
c) Was sind mögliche Komplikationen dabei? (4)
Katheter: Verletzung der Harnröhre, HWI, Verletzung Prostata, Verletzung Blase
HV: Hydronephrose, HWI, Urosepsis, Nierenversagen

150) Eine 70-jährige Frau kommt zu ihnen in die Ordination. Sie pflegt ihren 50-jährigen
behinderten Sohn. Vorerkrankungen: Hypertonie. Sie habe seit einiger Zeit das Gefühl,
„wie auf Wolken“ zu gehen. Sie erzählt spontan, daß sie depressiv sei, sich große Sorgen
um die Zukunft ihres Sohnes mache.
a) Nach welchen Kriterien wählen sie ein geeignetes Medikament aus?
Gesteigerter oder geminderter Antrieb, bisherige Medikamente, Angstgefühle, Neurosen,
seit wann?, Episoden oder Dauerzustand
b) Nach welcher Zeit erwarten Sie sich einen Wirkungseintritt?
2 – 3 Wochen

151) Die Frau eines 33-jährigen Patienten ruft sie an. Er habe seit einigen Tagen einen
schmerzhaften Husten. Da er jedoch keine Zeichen einer Verkühlung, kein Fieber und
keine Halsschmerzen gehabt hätte, wollte er mit einem Arztbesuch zuwarten, da er dachte
es sei harmlos. Seine Frau ist beunruhigt, da er heute erstmals einen blutigen Auswurf
hatte.
a) Welche Differentialdiagnosen ziehen Sie in Betracht? (4)
N. bronchi, Tracheitis, Bronchitis, Goodpasture Syndrom (AK gegen Basalmembran von
Alveolen + Glomeruli), syst. Lupus erythem., Wegener Granulomatose, TBC, PE,
Gerinnungsstörung
b) Welche Untersuchungen, klinischen Untersuchungen führen Sie durch? (4)
Temp., RR, Labor (Diff.-BB, CRP, Gerinnung, Senkung, NFP, LFP, Autoantikörper (z.B.
ANA, ANCA)), Auskultation / Perkussion Lunge, Status (Lunge, Herz, Nieren, HNO-
Inspektion, Abdomen), Harn, Sputumkultur + Zyto, Bronchoskopie, Nasenschleimhaut-
biopsie, Rö-Thx, Sono-Abdomen

152) Ein 50-jähriger Mann kommt zu ihnen in die Ordination. Er hätte schon seit Jahren
erhöhte Leberwerte. Es sei ihm immer wieder gesagt worden, daß diese durch das
Trinken erhöht seien. Er beteuert jedoch nicht mehr als 6-8 Bier/Woche zu trinken. Die
Cholesterinwerte sind im Normbereich, GOT…, GPT 43, GGT 28. 1979 wäre er stationär
wegen einer Sprunggelenks-fraktur gewesen, damals habe man auch eine Non-A-Non-B
Hepatitis festgestellt. Sie führen eine Untersuchung auf HCV-AK durch, welche positiv ist.
a) Was ist ihre Diagnose? (1)
       Chron. Hepatitis C
b) Warum ist eine weitere Abklärung notwendig, was erklären Sie dem Patienten?
Langzeitfolgen: Zirrhose, CA, Leberfunktionseinschränkung, ev. medikamentöse Therapie
c) Sie überweisen den Patienten ins Krankenhaus. Welche Untersuchungen zur definitiven
Diagnosestellung kann er dort erwarten? (4)
       Sono Abdomen, CT-Abdomen, Leberpunktion, Blutlabor, Gastroskopie
d) Welche Verhaltensregeln soll der Patient bis dahin beachten? (2)

                                                                                    Seite 32
Alkoholkarenz, Leberdiät, Infektiosität (Blut, Körpersekrete, Kondom), Kontaktpersonen
(Angehörige, Ärzte, Pflegepersonal) informieren, keine lebertox. Medikamente

153) Ein 65-jähriger Patient, den Sie seit Jahren betreuen, kommt in die Ordination wegen
Herzrasen. Er hatte vor Jahren einen Vorderwandinfarkt. Er nimmt Monoket ret. ein. In der
klinischen Untersuchung finden Sie Fuß- und Beinödeme, über der Lunge rechts basal
eine Dämpfung und die Leber 3 QF unter dem Rippenbogen.
a) Was ist ihre Diagnose? (1)
        Kardiale Dekompensation
b) Welche Fragen stellen Sie dem Patienten?
Dyspnoe (auch nachts?), Leistungsfähigkeit, Nykturie, Husten, Auswurf, seit wann?, AP-
Symptomatik, konsequente Medikamenteneinnahme, rezenter Infekt, Synkopen, Schwin-
del, Trinkmenge, RR
c) Welche Therapie wäre zusätzlich möglich? Nach welchem Wert wählen Sie die
Therapie aus? (1)
        Digitoxin, Kreatinin (wenn erhöht, kein Digoxin)

154) Eine 19jährige Studentin kommt in ihre Ordi und berichtit ihnen in einem
vorwurfsvollen Ton, dass sie schon wieder diesen Scheidenpilz hätte. Sie diagnostizieren
eine Soorkolpitis mit weißlichem Ausfluss.
a) Nennen sie mögliche Gründe für das rezidivierende Auftreten einer Soorkolpitis.
Gestörte Scheidenflora, Diabetes Mellitus, Pille, Antibiot. Therapie,
Schwangerschaftsinfekte, übertrieben Hygiene, oftmalig wechselnde Sexualpartner (Bitch)
b) Welche hygienischen Maßnahmen empfehlen Sie?
Baumwollwäsche tragen, keine Badezusätze, nur mit klarem Wasser waschen, gut
abtrocknen, zuckerarme Kost, Tampon öfter wechseln oder überhaupt meiden,
Vaginalzäpfchen applizieren, bei oftmaligem auftreten prophylaktisch Antimykotikum
(1x/Woche)

155) Sie werden von einer verzweifelten Mutter angerufen. Ihr 6-jähriger Sohn habe
während einer Nikolausjause plötzlich stark zu Husten begonnen. Das Kind sei kurz blau
angelaufen und habe jetzt ein deutlich hörbares Geräusch beim Atmen.
a) Welche Diagnose stellen Sie? (1)
      Fremdkörperaspiration
b) Welche Differentialdiagnosen kämen in Frage? (2)
      Allerg. Asthma, Pneu, Epiglottitis, Rauchgas
c) Was raten Sie der Mutter? (2)
Ruhe bewahren, Fenster öffnen, Heimlich Handgriff
d) Was veranlassen Sie? (3)
Transport mit NAW in Kinderklinik zur FK–Entfernung, O2-Maske, i.v.-Zugang, Heimlich,
HNO-Inspektion

156) Ein 7-jähriges Mädchen wurde vor 7 Tagen wegen eines Harnwegsinfektes mit
Bactrim behandelt. Jetzt finden Sie ein juckendes, brenneselartiges, mäanderförmiges,
konfluierendes Exanthem im Gesicht, am Hals und den Oberarmen. Außerdem finden sich
am Rücken sich ablösende Hautfetzen, angeblich durch einen Sonnenbrand.
a) Welche Diagnosen kommen in Betracht? (2)
       Allerg. Exanthem, Lyell Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom
b) Welche Therapie leiten Sie ein? (2)
Medikament absetzen, Cortison systemisch, Transport in Spital, i.v.-Zugang, Penicillin als
Prophylaxe

                                                                                    Seite 33
157) Ein 11-jähriger Bub ist beim Fußballspielen auf das rechte Handgelenk gestürzt. Jetzt
ist es deutlich geschwollen und schmerzhaft.
a) Welche Untersuchungen führen Sie durch?
MDS, Inspektion, Palpation (Krepitation), Dislokation, Hautmantel, Bewegungsprüfung
b) Was tun Sie in weiterer Folge?
Ruhigstellen, Kühlen, NSAR, ad UKH (Rö Hand + UA ap/seitl., Gips), Turnbefreiung

158) Eine 75-jährige Frau, die schon seit längerer Zeit bei Ihnen wegen Diabetes mellitus
II in Behandlung ist, kommt wegen Übelkeit, Erbrechen und Brennen beim Harnlassen zu
Ihnen. Laborwerte: HbA1c 6,7; BZ 455 mg%, Harn: Leuko +++, Nitrit und Protein +, Ery
++. Die Nierenlager sind nicht klopfempfindlich.
a) Welche zusätzliche Arbeitsdiagnose stellen Sie? (1)
        HWI bei akuter Hyperglykämie
b) Welche zusätzlichen Symptome sind aufgrund ihrer Stoffwechselsituation zu erwarten?
(6)
Eingetrübt, Polyurie, Exsiccose, Polydipsie, Hypotonie, Kussmaul-Atmung,
Abgeschlagenheit, Hunger, Pruritus, Nausea, Emesis, Krämpfe
c) Zur Vermeidung welcher Komplikationen überweisen Sie die Patientin ins
Krankenhaus? (2)
Hyperglykämisches Koma, Urosepsis

159) Eine 44-jährige Frau, die zu Ihnen in die Ordination kommt, hat am Vortag eine lange
Wanderung unternommen und hat jetzt Schmerzen im Fersenbereich. Sie finden einen
Druckschmerz medioplantar und eine Absenkung des Fußlängsgewölbes, aber keine
lokalen Entzündungszeichen.
a) An welche Diagnosen denken Sie? (2)
       Marschfraktur, Senk-Spreizfuß, Fasciitis plantaris
b) Welche Untersuchungen veranlassen Sie? (1)
       Fußröntgen aps
c) Welche Therapie beginnen Sie unabhängig von der Diagnose? (4)
NSAR, Kühlung, Schonung, richtiges Schuhwerk, orthopädische Einlagen, Hochlagern

160) Ein adipöser 50-jähriger Patient kommt in Begleitung seiner Frau in Ihre Ordination.
Er hat eine nach vorne gebeugte Haltung und wird von seiner Frau gestützt. Bei dem
Patienten ist schon länger ein Gallenstein bekannt. Gestern habe er nach dem Verzehr
einer fettreichen Mahlzeit plötzlich starke, krampfartige Schmerzen im Oberbauch
verspürt. Er habe ein „Verdauungs-mittel“ genommen, worauf sich die Beschwerden
gebessert hätten. In der Nacht sei er aufge-wacht und hätte neuerlich Schmerzen im
Oberbauchbereich gehabt.
a) Welche Diagnose stellen Sie? (1)
       Gallenkolik
b) Welche möglichen Differentialdiagnosen ziehen Sie in Betracht? (5)
Akute Cholecystitis, Cholangitis, Pankreatitis, MCI, Ulcus ventriculi/duodeni, Obstipation,
Colon irritabile, Nierenkolik, hochgeschlagene Appendix

161) Ein 48-jähriger Bauarbeiter, der raucht und regelmäßig Alkohol konsumiert, klagt
darüber, daß er nach dem Verzehr von scharfen Speisen und dem Trinken von Weißwein
immer wieder ein Brennen hinter dem Brustbein verspüre. Er müsse auch öfters „sauer
aufstoßen“. Zusätzlich klagt er über Heiserkeit und einen trockenen Husten.
a) An welche Differentialdiagnosen denken Sie? (4)
Gastrooesophagealer Reflux, MCI, Gastritis, Ulcus ventriculi, Angina pectoris, Pleuritis,
Pancreatitis, Hiatus-Hernie, Larynx-CA
                                                                                       Seite 34
b) Welche Untersuchung veranlassen Sie? (1)
       Gastroskopie
c) Welche Medikamente verschreiben Sie? (3)
       PPI, ev. Eradikation (PPI+Clarithromycin+Amoxicillin), alternativ H2-Blocker
d) Welche Allgemeinmaßnahmen empfehlen Sie dem Patienten? (4)
Nikotinkarenz, Alkoholkarenz, leichtverdauliche Kost, kein Kaffee, kein Streß, nicht spät
abends essen, Oberkörper höher beim Schlafen, Gewichtsreduktion

162) Ein 6-jähriges Kind kommt mit seiner Mutter in Ihre Ordination. Sie berichtet, daß es
nachts stark schnarche, durch den Mund atme und immer wieder Ohrenschmerzen habe.
Sie hätte auch eine Hörverschlechterung bemerkt. In der klinischen Untersuchung finden
Sie eine seromuköse Rhinitis, das Trommelfell ist beidseits matt, grau und eingezogen, die
Gaumenmandeln sind mäßig vergrößert.
a) Welche Diagnose stellen Sie? (1)
       Adenoide Vegetationen / SMT
b) Welche Ursachen kann die chronische Rhinitis haben? (3)
Allergie, Septumdeviation, Adenoide Vegetationen, trockene Luft, Fremdkörper, Sinusitis,
granulomatöse Erkrankungen
c) Nach einer Therapie mit Antibiotika und abschwellenden Nasentropfen kommt es zu
keiner Besserung. Welche weiteren Optionen haben Sie? (3)
Allergieaustestung, antiallergische Therapie, ad Adenektomie

163) Eine 45-jährige Frau kommt zu Ihnen in die Ordination und klagt über seit 2-3
Monaten bestehende Attacken von Schwankschwindel und einer Fallneigung nach rechts.
a) Welche detaillierten klinischen Untersuchungen führen Sie durch? (5)
Romberg,- Unterberger-, Armvorhalteversuch, Reflexe, Diadochokinese, Vestibularis-
prüfung (Spülung), Nystagmus (Frenzel, Lagerung, Bulbusmotilität), Blindgang, Weber,
Rinne, RR, EKG, Halbseitenzeichen, Sehstörungen, Mimik, Labor (BB, CRP, TSH),
psychischer Status
b) Was fragen Sie die Patientin?
Nausea, Emesis, Beschwerden immer gleich, Bewusstlosigkeit, VH-Fli, Medikamente,
Kopfschmerz, Depressio, soziale Situation, Vorerkrankungen, FA

164) Ein ca. 50jähriger, adipöser Mann kommt zu ihnen in die Ordi, er gibt an, zu hause
plötzlich heftiges Nasenbluten gehabt zu haben, seine Frau hat in der Zwischenzeit eine
Tamponade durchgeführt, wodurch die Blutung zum Stillstand gekommen ist.
a) Was fragen sie den Patienten?
        1.) Zum ersten mal aufgetreten? Schon öfter ?
        2.) Manipulation (Nasenbohren, starkes Schneuzen, FK?)
        3.) Fieberhafter Infekt ? (Hyperämie bei Fieber) Schnupfen ?
        4.) Gefäß-oder Kreislauferkrankungen ? (Hypertonie, Arteriosklerose)
        5.) Blutkrankheit ? (Hämophilie, Thrombopathie, Leukämie)
        6.) Medikamenteneinnahme (Marcoumar, ASS, Plavix,....)
b) Sollte erneut Nasenbluten auftreten, was kann der Patient zuhause tun?
Oberkörper etwas nach vorne neigen, Nasenflügel fest zusammendrücken (komprimiert
Locus Kieselbach), kalten Waschlappen oder Eisbeutel in den Nacken, Blut nicht
schluckken wegen Erbrechen, außerdem eine bessere Mengenabschätzung, normale
Blutungszeit 3-5 Minuten
c) Wann sollte der Patient eine HNO-Ambulanz aufsuchen? Wenn Blutung nach
spätestens 5 Minuten nicht spontan sistiert, bei Kindern bei rezidiv. Epistaxis immer an
Nasenrachenfibrom denken

                                                                                      Seite 35
d) Wie werden sie weiter vorgehen, was raten Sie dem Patienten? Regelmäßige
Blutdruckkontrolle, Schonung, keine Manipulation (Nase bohren, Schneuzen), bei Blutung
aus der hinteren Nasenrachenregion HNO-Kontrolle, immer an Tumore denken, falls sonst
keine auslösenden Faktoren

165) Eine ca. 40jährige Dame führt neben ihrer Ordi ein Juweliergeschäft. In der
Mittagspause stürmt sie plötzlich aufgeregt herein, vor ca. einer Stunde sei plötzlich im
Bereich der linken Sklera ein punktförmiger, blutunterlaufener Fleck aufgetreten.
a) Wie klären sie die Patientin über die Harmlosigkeit der aulösenden Ursache auf, was
fragen sie die Patientin? Erbrechen, schwer gehoben, stark geschneuzt, viel gehustet
(eher bei Kindern), harmlose konjunktivale Blutung durch Platzen einer Kapillare bei
Drucjerhöhung
b) Wie soll sich diePatientin in Zukunft verhalten? Nicht schwer heben, nicht kotzen, nicht
schneuzen, mich nicht mehr in der Ordi belästigen.

166) Eine Frau Mitte 30, von Beruf Krankenschwester, Mutter von drei Kindern kommt zu
ihnen in die Ordi. Sie fühlt sich in letzter Zeit müde, glaubt aber nicht, ernstlich krank zu
sein. Zur Abklärung wünscht sie jedoch ein Blutbild und C/P.
a) Was fragen sie die Patientin?
Subjektive Beschwerden? Stress in der Arbeit? Probleme zuhause? Gefühl der
Überforderung? Schlafstörung, Entscheidungsprobleme, Schmerzen (Druck auf der Brust),
Appetitverlust, sexuelle Probleme, keine Fähigkeit sich zu freuen, kein Interesse an den
Dingen des Lebens, Nervosität, Gefühl der Sinnlosigkeit, verstärktes Grübeln
b) BB und C/P erweisen sich als o.B., welche weiteren Untersuchungen ordnen sie
eventuell an? Gyn-Durchuntersuchung inkl. ev. Hormonstatus, ßHCG, Brustuntersuchung,
Urinuntersuchung (chron. HWI), RR messen (Hypotonie), evtl. Stuhluntersuchung bei
Auslandsreise
c) Sämtliche Untersuchungen ergeben keinen Befund, was raten sie der Patientin, was sie
weiter tun soll?
Urlaub, Zeit für sich selbst, ausgewogene Ernährung, Sportl. Betätigung, Haushaltshilfe

167) Sie werden zu einem Hausbesuch gerufen. Ein Mann, Mitte 50, normalgewichtig,
klagt seit einigen Tagen über diffuse Bauchschmerzen, die Plötzlich an Intensität
zugenommen haben. Laut Ehefrau hat der Patient auch immer Fieber, als Kind wäre er
bereits appendektomiert worden.
a) Welche Untersuchungen führen Sie vor Ort durch? Anamnese (Schmerzcharakter,
Dauer, Intensität, Brechreiz, Erbrechen, Stuhlverhalt, Windverhalt, Allgemeinbefinden,
frühere Erkrankungen), Palpation (Abwehrsppannung, Loslaßschmerz), Auskultation,
rektale Untersuchung, rektale und axilläre Temperatur, RR, Puls, EKG,
b) Wann stellen sie die Diagnose „Akutes Abdomen“ und was ist die Indikation für einen
Transport mit dem Notarzt in das nächste KH? Fehlen von Darmgeräuschen, Stuhl- und
Windverhalt, Brechreiz oder Erbrechen, Hämatemesis oder Meläna, Abwehrspannung der
Bauchdecke, Tachycardie, Facies hipocratica (rotes Gesicht, eingefallene Wangen, spitze
Nase), Fieber und Leukozytose, Ikterus, Amylaseerhöhung. KOMBINATION MEHRERER
FAKTOREN + SCHLECHTER AZ, KOLLAPS, SCHOCK ==> AKUTES ABDOMEN
c) Die Beschwerden stellen sich nicht als akut behandlungsbedürftig heraus, welche
weiteren Untersuchungen sollten in den nächsten Tagen durchgeführt werden? BB, CRP,
LFP, Amylase, Lipase, Sono Abdomen (TU ?), evtl. Gastro, Colono, Recto, Urinstatus,
Hämoccult, evtl. i.v. Pyelogramm, evtl. CT, EKG

168) Eine sehr junge Patientin, ca. 24 Jahre alt, kommt zu ihnen in die Ordi. Sie klagt über
rezidivierenden, weißlichen Ausfluss, ansonsten hätte sie keine weiteren Beschwerden.
                                                                                       Seite 36
a) Welche Therapie raten sie der Patientin? Clotrimazol Vaginalcreme, bei Resistenz oder
bei Begleiterkrankungen wie Diabetes Mellitus eher Fluconazol oder Ketoconazol
systemisch,Therapie der Grunderkrankung
b) Soll der Partner mitbehandelt werden? JA
c) Wie soll sich die Patientin in Zukunft verhalten, damit es nicht zu einem erneuten
Auftreten kommt, z.B. welche Wäsche sollte sie tragen? Baumwollwäsche tragen, keine
Badezusätze, nur mit klarem Wasser waschen, gut abtrocknen, zuckerarme Kost, Tampon
öfter wechseln oder überhaupt meiden, Vaginalzäpfchen applizieren, bei oftmaligem
auftreten prophylaktisch Antimykotikum (1x/Woche)

169) Sie werden zu einer Patientin gerufen, ca. 65 Jahre alt, die über plötzlich
aufgetretene heftige Atemnot klagt, bei näherer Befragung stellt sich heraus, dass seit
etlichen Jahren eine COPD anamnestisch bekannt ist, weiters hatte die Pat. bereits einmal
einen MCI.
a) Welche Ursachen gibt es für akut einsetzende Atemnot? Pneumonie, Pneumothorax,
Pulmonalembolie, Fremdkörperaspiration, Laryngospasmus, allerg. Glottisödem,
Mediastinalemphysem, MCI, Perikardtamponade, Herzrhythmusstörungen, Intoxikationen,
Azidose, Fieber
b) Welche Sofortmaßnahmen führen Sie bei der Patientin durch? O2, i.v.-Zugang,
Anamnese, EKG, Inspektion (Atemfrequenz, Atemform, -rhythmus, typ, Thoraxform,
Zyanose, Uhrglasnägel, Trommelschlägelfinger), Palpation+Perkussion+Auskultation
Herz/Lunge, je nach Grunderkrankung: Nitro bei card. Decomp+Lasix i.v, Vendal i.v.,
Oberkörper hochlagern, NAW rufen, bei Vd.a. PE Heparin i.v., bei exacerbierter COPD
Inhalation mit Combivent, Berodual, Theophyllin i.v.
c) Wie werden Sie weiter vorgehen, ist ein Transport mit dem NAW notwendig? Sicher

170) Eine Patientin im Alter von 30 Jahren kommt zu ihnen in die Ordination, klagt über
Nervosität, Unruhe, Herzklopfen.
a) Im EKG zeigt sich eine Sinustachycardie, wie gehen Sie weiter vor? Genaue Anamnese
erheben (wie oft tritt Tachycardie auf, ausl. Ursachen (Nikotin, Kaffee), besondere psych.
Belastungen, störend, Medikamente, WPW, Schilddrüsenerkrankung) -->Valsalva-
Versuch, Carotisdruck, beruhigen, Kalten Waschlappen in den Nacken, evtl. Gewacalm
i.v.
b) Bei einem neuerlichen Auftreten, was könnte die Patientin von sich aus tun, um den
Rhythmus zu normalisieren? Kaltes Wasser trinken, Bauchpresse (Valsalva,),
Carotsimassage einseitig
c) Was raten sie der Patientin? Weitere Abklärung der Schilddrüse, Herzecho, Labor mit
BB, CRP, Elyten, Herzenzymen, bei Ausschluss einer organischen Erkrankung an
Panikattacken denken, psychologische Betreuung, autogenes Training,
Entspannungsübungen

171) Eine Patientin, ca. Mitte 50, stark adipös, sucht wiederholt ihre Praxis auf wegen
therapieresistenter Schmerzen in der linken Hüfte.
a) Welche Untersuchungen ordnen sie an? LWS-Röntgen, Beckenübersicht, Rö linke
Hüfte, Pulsstatus zum Ausschluss einer Claudicatio
b) Wie soll sich die Patientin in Zukunft verhalten? Gewichtsreduktion, Bewegung,
Ernährungsumstellung, mir nicht dauernd auf den Sack gehen
c) Welche Therapie verordnen sie? Physiotherapie, Ernährungsberatung, NSAR bis der
Magen durchbricht

172) Eine Mutter mit Kleinkind sucht ihre Ordi auf, der Bub klagt über Schmerzen in der
Leistenregion,
                                                                                    Seite 37
a) welche Fragen stellen Sie der Mutter? Seit wann Schmerzen, akut aufgetreten oder
schleichend, zum 1. Mal oder schon öfter, Trauma?, Begleitsymptome (Fieber, Übelkeit,
Erbrechen), Harn ? Stuhl ? lokale Rötung, Schwellung, Druckschmerz, OP´s,
Hüftbeweglichkeit, Gangbild
b) Welche Untersuchungen führen Sie durch? Hoden und Leiste palpieren (Hernie?), LK?
Resistenz? Hoden vergrößert ? Wenn möglich Sono
c) Welche Krankheitsbilder fordern eine sofortige stationäre Einweisung? Hodentorsion,
Orchitis, Epididymitis, Penisphlegmone

173) Ein Mann, ca. 70 Jahre, schlanker Habitus, starker Raucher, klagt über rezidiv.
Fieberschübe in den letzten 8 Wochen, zunehmende Müdigkeit, Husten
a) Welche Frage stellen Sie dem Patienten? Gewichtsabnahme, Nachtschweiß,
Leistungsknick, Erkrankungen in der Umgebung, Vorerkrankungen, bekannte TBC,
Auslandsaufnethalt, bekannte Anämie, zuvor resp. Infekt, Tierkontakt
b) Welche Untersuchungen führen Sie durch? Axilläre und rektale Temp. messen,
Inspektion der Haut, Schleimhaut, Rachen, Mundhöhle, Ohren, Stirn- Kieferhöhle
palpieren, LK-Status, Abdomen palpieren, Auskultation Herz/Lunge, Kompl. Labor mit BB,
CRP, BSG, Chemie, evtl. Blutkultur, Harnstreifen, Hämoccult --> Je nach Befunden bei
Persistenz : C/P, Sono Abdomen, CT

174) Patientin erklärt, dass sie in letzter Zeit häufig erbricht, v.a. nach Genuß von fetten
Speisen. Gestern hat sie Kaffee mit Schlagobers getrunken. Anschließend hatte sie
kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch, die bis in den Rücken ausstrahlten.
a) Differentialdiagnosen? Cholezystolithiasis, Cholezystitis, Ulcus ventriculi/duodeni,
Pankreatitis, TU der Gallenwege oder des Pankreas, MCI
b) Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten? Cholezystolithiasis
c) Welche Empfehlung bis zur Diagnosesicherung? Fett- und cholesterinarme Ernährung,
kleine Mahlzeiten, Alkoholkarenz
d) Welches bildgebende Verfahren bevorzugen sie? Oberbauch-Sono

175) Junges Ehepaar kommt in die Ordination. Sie waren in der Disco, dabei haben Sie
zwei alkoholische Getränke getrunken und einige Zigarretten geraucht. Plötzlich schlug
der jungen Fraudas Herz bis zum Hals. EKG: Sinustachycardie
a) An welche Diagnosen denken sie? Sinustachycardie (DD: Auslöder Alkohol, Drogen,
bzw. hyperkinetisches Herzsyndrom zu diesem Zeitpunkt nicht ausschließbar,
Herzneurose, Panikattacke, Thyreotoxicose, PE)
b) Was kann der Patient selber zur Besserung beitragen? Kaltes Wasser trinken,
Carotisdruck, Valsalva-Pressversuch, kaltes Wasser ins Gesicht, Eiskrawatte
c) Welche vier medikamente kenne sie, die bei einer Sinustachycardie wirken? ß-Blocker,
Ca-Antagonisten (Verapamil), Digitalis (Digimerck), Amiodaron

176) Eine Frau bemerkt nach dem Aufstehen bamstiges Gefühl in der linken Wange und
Herabhängen des linken Mundwinkels. Gestern war alles noch in Ordnung
a) Welche Untersuchungen führen Sie durch? Anamnese, Stirn runzeln, Augen schließen,
Nase rümpfen, Zähne zeigen, Pfeifen, Nasen-Racheninspektion, Ohrinspektion,
neurologische Untersuchung der Hirnnerven, Geschmacksprüfung, Labor (BB, BSG,
Serologie--> Borrelien)
b) Nach welchen neurologischen Defiziten fahnden sie weiter? fehlender Lidschluss,
Stirnastbeteiligung --> periphere Facialisparese, Stirnast o.B. --> zentrale Facialisparese
c) Welche Diagnose stellen Sie? (periphere)Facialisparese



                                                                                       Seite 38
177) Ein junger Mann kommt in die Ordi. Er bricht häufig und hat Schmerzen im
Epigastrium.
a) An welche Diff.-Diagnosen denken Sie?
Ulcus ventriculi/diodeni, Cholezystolithiasis, Refluxösophagitis, Tumor Magen oder
Gallenwege,Pankreas
b) Welche Untersuchungen lassen sie durchführen? Ösophago-Gastroskopie, Sono
Abdomen

178) Mutter kommt mit Kind in die Ordi. Die Leistung in der Schule lässt nach und das
Kind ist immer sehr müde. Mutter ist geschieden, hat drei Kinder und arbeitet halbtags auf
einer psychiatrischen Station. Sie ist mit ihrer Mutter zerstritten, mit der Schwester hat sie
auch nur wenig Kontakt. Die durchhgeführten Untersuchung ergeben nichts auffälliges.
a) Was raten Sie der Mutter? Einen Weg suchen, sich besser um das Kind kümmern zu
können, Mediator einschalten, Kontakt zu den Verwandten suchen für bessere
Unterstützung, Heimhilfe, Familientherapie

179) Mann, 66a, klagt über Müdigkeit und Abgeschlagenheit seit ca. 3 Monaten.
Depressio verneint er, die Befunde sind normal, bis auf BSG=erhöht.
a) Welche Diff.-Diagnosen? Anämie, stark erhöht --> Plasmozytom, Makroglubinämie,
nephrotisches Syndrom, rheumat. Erkrankung (Arteritis temp.,...), Neoplasien
(Hämoblastom, Lymphom), Kollagenosen, Sepsis, Thyreoiditis, mäßig bis mittel erhöht:
Entzündungen, (Schwangerschaft), Neoplasien, Kollagenosen, Lebererkrankungen,
Nierenerkrankungen, Anämien, Herzinfarkt (Nekrosen), Thrombophlebitis, postoperativ,
nach Schock, im Alter
b) Welche Bilgebung lassen sie durchführen? Abklärung bei bei kont. Zunahme der BSG,
Anamnese (Fieber, AZ-Verschlechterung, Gelenksschmerzen, Stuhlgewohnheiten,
Husten, TBC)
--> Röntgen Thorax und NNH, je nach klinischem Befund, zum Ausschluss Plasmozytom
Dchädel-Rö
c) Welche Laborbefunde führen sie durch? BB mit Diff., Harn (+ Kultur), CRP,
Transaminasen, aP, Krea, Eiweißelektrophorese, RF

180) Frau ruft an: Der Lebensgefährte (29a) hat Fieber. Harnbefund: Ery+, Leuko-, Nitrit-,
Protein-
a) An welche Diff.-Diagnosen denken Sie? Harnwegsinfekt, Balanitis (Verunreinigung des
Harns), Glomerulonephritis, Pyelonephritis, Prostatitis, Prostata-Tumor
b) Ist für sie die Diagnose HWI gesichert? Fieber weist den Weg, sonst eigentlich nicht
(Mittelstrahlurin ?), Harnstreifen sehr unzuverlässig, Sediment eigentlich notwendig (Ery-
Morphologie)
c) Sie behandeln trotzdem vorläufig HWI Trimethoprim (Solotrim 2x 200 mg 5 Tage, 1x300
5 Tage),
Norfloxacin 2x75 mg 5 Tage, Ciprofloxacin 2x250mg 7 Tage
d) Was tun sie weiter? Harnkontrolle in einigen Tagen, bei Männern ist HWI hoch auffällig,
weitere Abklärung (Prostata abtasten, Restharnbestimmung, PSA bestimmen und
Kreatinin im Serum

181) Weibliche Patientin, Hep C wurde diagnostiziert
a) Patientin will Ursache wissen Bluttransfusion, Körpersekret, ungeschützter
Sexualkontakt, i.v.-Drogenabusus ohne Hygiene, invasive Eingriffe (tätowieren) ohne
Hygiene (mehrmals verwendete Nadeln) b) Welche Folgen hat Hep C? Bis zu 90 % der
Patienten entwickeln aus akutem Verlauf eine chron. Hepatitis
c) Was soll die Patientin beachten bis Diagnose gesichert ist?
                                                                                         Seite 39
Keinen (ungeschützten) Sexualkontakt, keine Blutspende, nicht piercen lassen, nicht
tätowieren, körperliche Schonung, Alkoholkarenz b) Verhaltensmaßnahmen bis zur
sicheren Diagnose?

182) Mutter ruft an: Tochter, 8a hat wieder einen HWI. Sie will einen Harn vorbeibringen.
Sie bestehen darauf, dass Kind mitkommt. Diese wirkt sehr müde, hat oft Kopfschmerzen,
v.a. im Bereich zwischen den Schulterblättern, im Sommer hatte sie mehrere Furunkel.
Harn: Leuko+, Protei+, Ery+, Nitrit+, BZ normal
a) An welche Diff.-Diagnosen denken sie, da sie sich mit der alleinigen Diagnose HWI
nicht zufrieden geben? Pyelonephritis, Glomerulonephritis, Diabetes Mellitus, Lymphom,
Ewing-Sarkom
b) Welche Laboruntersuchungen werden Sie durchführen lassen? BB mit Diff., Chemie
(Niere, Gluc), CRP, BSG, Urikult, Sediment
c) Welche weiterführende Diagnostik? Nierensono, MCU, CT Abdomen+kl. Becken

183) Weibliche Patientin, 70a, hat Coxarthrose links.
a) Was kann sie selber beitragen, damit keine Verschlechterung eintritt. Regelmäßige
Bewegung, Gewichtsabnahme, Physiotherapie zur Verhinderung einer Muskelatrophie,
Wärmeanwendungen, Bewegungsbäder, Elektrotherapie, Toilettensitz erhöhen
b) Risikofaktoren für Coxarthriose? Starke körperliche Belastung, Bewegungsmangel,
Übergewicht, klimakterische und genetische Faktoren, Osteoporose


184) Fractura loco typico.
Was für klinische Maßnahmen setzten Sie?
MDS, Krepitation, Kühlung, Analgetikum, Schienen/Ruhigstellen, ad UKH

185) Epistaxis.
Was für Maßnahmen setzen Sie in der Praxis?
Anamnese (Gerinnung, Trauma, Infekt, etc.), RR-Messung, Kopf nach vor, Locus
Kieselbach inspizieren + ev. komprimieren, Eiskrawatte, ev. Tamponade, i.v.-Zugang

186) 6 Monate altes Kind, das seit 6 Wochen Diarrhoe und Gewichtsverlust hat und
Flaschen-nahrung bekommt.
An welche Ursachen denken Sie?
Lactoseintoleranz, Mono-Disaccharidase-Mangel, Mb. Crohn, Colitis ulcerosa, CF,
Zöliakie, GI-Infekt

187) 25 jährige Patientin, sportlich, mit Schwellungen im Knie und Fingerbereich.
a) Welche Kriterien würden für eine PCP sprechen?
4 von 7 Kriterien: Morgensteifigkeit (mind. 1h), Arthritis in mind. 3 Gelenken, Arthritis an
Hand- oder Fingergelenken (mind. 6 Wochen), symm. Arthritis (mind. 6 Wochen),
Rheumaknoten, Rheumafaktor, typische Röntgenveränderungen
 b) Welche Laborwerte würden für eine PCP sprechen?
BSG ?, CRP ?, RF ?, Thrombozytose, Serumeisen ?, Ferritin ?, normochr. – normozyt.
Anämie

188) 40 jährige Patientin mit grippalem Infekt.
a) Welche Untersuchungen führen Sie durch?
Fieber, Cor/Pulmo, HNO-Inspektion, RR / Puls, AZ, Hautturgor / Schleimhäute
b) Welche Therapie führen Sie durch?
Antipyretika, Wadenwickel, Bettruhe, viel Flüssigkeit
                                                                                         Seite 40
c) Welche sozialrechtliche Aktion setzen Sie weiters?
Krankenstand

189) Patient mit Gastroduodenitis..
a) Welche medikamentöse Therapie beginnen Sie?
Protonenpumpenhemmer (ev. i.v.) für 4 Wochen
b) Wann und wo kontrollieren Sie den Patienten? Welche Indikation für die Kontrollen
gibt es? Je nach Symptomen: sofort Gastro oder bei Verschlechterung oder bei
Fortbestehen
der Beschwerden, sonst in 4 Wochen; KO bei: Hämatemesis, Meläna
c) Lebensstil?
Kein(e) Alkohol, Kaffee, scharf gewürzte Speisen, schwerverdauliche Speisen, Kohlen-
säure, heiße oder kalte Speisen, kleine Portionen, abends wenig, Streß, Nikotin

190) 52 jähriger Patient, müde, Gewichtsverlust, der Unterschenkel ist geschwollen.
An welche DD denken Sie?
Paraneoplastische Thrombose, Z.n. OP, Lymphödem, Elephantiasis (Loa loa, Wucheria
bancrofti, Filariosen), Varikositas, TVT + PE, Lymphang. carcin., Trauma, Lipödem

191) 66 jährige Pat. müde mit Leistungsknick.
Welche Untersuchungen führen Sie durch?
Anamnese, Status (LK!), Labor (Diff.-BB, Elyte, NFP, LFP, Schilddrüse, EW + Elpho, LDH,
CRP, BSG, Auto-AK), Rö-Thx, Sono Abdomen, Herzecho, Psyche

192) 87 jähriger Patient stürzt in der Badewanne und verletzt sich im Bereich der 8.+9.
Rippe. Atmung ist eingeschränkt.
An welche DD denken Sie?
Rippenprellung, (Serien-)Rippen-Fx, Pneu, Lungen-Contusion, Hämato-Thx,
Zwerchfellverletzung

193) 35 jährige Patientin, Büroangestellte, die einen verminderten AZ hat und tachycard
sowie tachypnoeisch ist.
a) Diagnose?
PE, Phlebothrombose, hypertensive Krise, Thyreotoxikose, Arrhythmie, Spontanpneu,
Pneumonie, Infekt, Hyperventilation
b) Therapie?
Am ehesten PE: RR, Puls, EKG, i.v.-Zugang, O2, Immobilisieren, mit NAW ad Spital,
Lovenox

194) 52 jähriger Patient, der Acecomb einnimmt und obstipiert ist.
a) Was Fragen Sie den Patienten?
Ernährungsgewohnheiten, Trinkmenge, Harnmenge, Tenesmen
b) Welche Laborparameter bestimmen Sie?
      Unklar – Hypo(Hyper)-Kaliämie?: Elyte (K+!),Harnsäure, Krea, BB, CRP,
Harnstreifen

195) 7 jähriges Kind, das über biparietalen Kopfschmerz klagt und nicht in die Schule
gehen will.
Anamnese?
Trauma, Meningismus, Überforderung, Schulprobleme, Psyche, famil. Probleme, Infekt,
Migräne, Begleitsymptomatik

                                                                                     Seite 41
196) 72 jähriger Patient mit Pulmonalarterienembolie.
a) Welche Untersuchungen treffen Sie?
Cor, Pulmo, RR, EKG, SO2, untere Extremitäten, Halsvenen, Zyanose, Atmung
b) Welche Notfallversorgung ?
NAW, i.v.-Zugang, O2, Immobilisieren, Monitoring, Heparin

197) 28 jähriger Patient mit bekannter Hypertonie.,
a) Abklärung der Hypertonie?
RR-Profil, 24h-RR, Herzecho, Sono-HG, Sono Nieren + Doppler, 24h-Harn, Schilddrüse,
Anamnese (inkl. Familie), Labor (BB, NFP, LFP, Lipide, BZ, Elyte), CT/MR-Angio
Nierengefäße, Ergometrie, Nebenniere, Augen
b) Welcher max.RR- Wert kann toleriert werden?
135 / 85
c) Risikofaktoren?
Genetisch, Rauchen, DM, Medikamente, Ernährung, Adipositas, Lifestyle

198) 10 jähriges Kind mit geröteten linken Auge – Karbunkel und conjunktivale Injektion.
a) Welche Diagnose stellen Sie?
Hordeolum
b) Welche Therapie verordnen Sie?
Refobacin, trockene Wärme, ev. Incision, Analgetikum nach Bedarf
c) Kontrolle?
In 2 Tagen, wenn nicht besser – ad Augenarzt

199) 41 jährige Patientin, Sportlerin nach Encephalitis disseminata.
a) Welche Therapie, außer med. leiten Sie ein?
Physiotherapie (Bewegung, Motorik, Blase), Ergotherapie (ADL), psycholog.
Unterstützung, Selbsthilfegruppen, Wohnung adaptieren, Arbeitsplatz adaptieren,
Führerschein, langfristig Pension bzw. Invalidität, Versorgung zu Hause, zum Neurologen
zur langfristigen KO bzw. Therapieüberwachung/-Einstellung, Kompliance
b) Welche Therapieziele setzen Sie bzw. definieren Sie?
       Möglichst lange Erhaltung der Selbstständigkeit und Lebensqualität
c) Wie kann der Verlauf der Krankheit ausschauen?
       Schubförmig, chronisch progredient, subakut

200) 82 jähriger Pat., bettlägrig – Penis und Glans/Präputium geschwollen – mit
Dauerkatheter versorgt.
a) An welche DD denken Sie?
Balanitis, Pseudophimose, Abflußhindernis, Odemneigung, Mb. Reiter, Trauma
b) Was wird weiter getan?
Harn, Uricult, DK-Wechsel, Labor (BB, CRP, NFP, Elyte), Antibiotika /
Antimykotika,, Xylocain Spray und Vorhaut reponieren, wenn nicht möglich --> ad Uro

201) 48 jährige Pat. mit V.a. PAVK.
a) Welche apparativen, nicht invasiven diagnostischen Maßnahmen sind möglich?
Gefäßdoppler, MR/CT-Angio
b) Welche Fragen stellen Sie der Patientin?
      Claudicatio, Gehstrecke, kalte Beine, Ruheschmerz, Wundheilung, Risikofaktoren
(Rauchen, RR, DM, Genetik,etc.), Auftreten (plötzlich, bei Belastung), andere
Gefäßregionen, MDS

202) 8 jähriges Kind mit rez. HWI: Leucos im Harn erhöht, Nitrit positiv, Ery +.
                                                                                     Seite 42
a) An welche DD denken Sie?
Reflux, Fehlbildungen, Phimose, Abszeß im Harntrakt, Pyelonephr., Cystitis, TBC,
Malignom
b) Welche Untersuchungen treffen Sie – Laborwerte?
Status, Sono Nieren, MCU + DMSA, Harn, Uricult, Löwensteinkulturen, BB, CRP, NFP,
BGA

203) 80 jährige Patientin, dement, bis auf 100 m mobil bei Z.n. Fr. colli fem. und bei Z.n.
Insult, wird von der Tochter gepflegt. Die Pat. wirkt verwahrlost.
Welche Punkte besprechen Sie mit der Tochter, was veranlassen Sie, wenn die Pat.
gefährdet ist?
Versorgung zu Hause gesichert?, Adaptierte Wohnung?, Essen auf Rädern , Haus-
krankenpflege, Pflegegeld, Pflegehilfsmittel, Pflegeheim, Schulung der Tochter,
Vormundschaft

204) Patientin, 22 Jahre, die sich nicht mehr bücken kann.,
a) An welche DD denken Sie?
Lumbago, DP, Meningitis, Mb. Bechterew, Radikulitis, Mb. Perthes, Trauma,
Spondylodiszitis, Rheuma
Das Rö ist unauffällig.
b) Welche weiteren apparativen Untersuchungen lassen Sie durchführen?
       WS-Funktionsaufnahme, CT-WS, MR-WS
c) Welche Laborwerte lassen Sie bestimmen?
       RF, BB, CRP, BSG, HLA-Status
205) 67 jährige Patientin mit V.a. Hypothyreose, wobei die Diagnose gesichert wird.
a) Welche weiteren DD wären möglich?
Depressio, Demenz, Malignom, Herzinsuff., Myopathien
b) Welche Untersuchungen veranlassen Sie?
SD-Status (Sono, Szinti, TSH, fT3/4, ANA, ANCA, SD-AK), EKG, Labor, Herzecho
c) Wie klären Sie die Patientin auf?
Substitution, Kontrollen, notwendige Untersuchungen, Jodmangel/Speisesalz

206) Pat., 80a, ist zu Hause gestürzt und kann nicht mehr aufstehen – der Fuß ist verkürzt
und nach außen rotiert.
a) Welche Diagnose stellen Sie?
Schenkelhals-Fx
b) Was veranlassen Sie?
      Rascher „liegender“ Transport in UKH (ev. NAW), i.v.-Zugang, Analgesie,
Ruhigstellung (Vakuum-
      matratze), RR, Puls

207) Patientin soll antikoaguliert werden.
a) Wie klären Sie die Patientin auf?
Erhöhte Blutungsneigung (künstlicher Bluter). Erklären, warum notwendig.
b) Was muß Sie beachten?
Vor Operationen und Zahnarztbesuch rechtzeitiges Absetzen und Umstellung auf Heparin,
schlechtere Wundheilung, Gefahr von Spontanblutungen (z.B. Hirn) oder größeren
Blutungen nach Bagatelltrauma, regelmäßige Laborkontrollen, hohe Kompliance nötig,
immer Marcoumarpaß mitführen und behandelnde Ärzte darauf hinweisen, Ernährung (Vit
K), Lifestyle (verletzungsträchtige Aktivitäten meiden),
Kontraindikationen abklären (Magen, Darmulcera, Insult, Nebenwirkungen (Übelkeit,
Erbrechen, Blutungen, Ikterus), Arzneimittelinteraktionen (NSAR), Alkohol meiden.
                                                                                        Seite 43
208) 7 Monate altes Kind, hat vor ~ 3 Tagen Durchfall gehabt und Fieber, speichelt
vermehrt, dzt. fieberfrei –
an welche DD denken Sie?
Stomatitis, Zahnen, Vergiftung (Arsen, Blei, Quecksilber), Ösophaguserkrankungen (-itis),
Fremdkörper, Verätzungen

209) Sie werden in der Ordination angerufen – ein Pat. habe Schwäche und eine
Halbseiten- symptomatik.
a) Was sagen Sie der Gattin?
Beruhigen, V.a. Insult, Ich kündige Besuch an und verständige Rettung
Als Sie dort eintreffen, ist der Pat. beschwerdefrei.
b) An welche Diagnose denken Sie?
TIA
c) Was veranlassen Sie weiter?
RR, BZ, i.v.-Zugang, Neurostatus, Status, Transport in Spital / Neurologie mit ärztl.
Begleitung zur weiteren Abklärung

210) 17 jähriger Patient bekommt beim Fußballspielen den Ball auf die rechte Leiste,
bekommt Schmerzen und eine Schwellung im Bereich der rechten Leiste und des rechten
Hodens.
Welche Maßnahmen setzen Sie?
Inspektion Leiste, Hoden, Samenstrang, Penis, Palpation Leiste, Diaphano-
skopieHarnröhrenverletzung, Kühlung + Analgesie, Hodenbank, sofort ad Spital / Urologie
(6h!)

211) Pat. erhält als Therapie NSAR.
Welche Nebenwirkungen sind zu beachten bzw. muß der Patient darüber aufgeklärt
werden?
Magenschleimhaut, Gerinnung, Asthma, Allergie, Abhängigkeit, Nephropathie, RR-
Erhöhung, Reye-Syndrom (Kinder), Blutbild, Verschleierung von Symptomen, Ödem,
Fahrtüchtigkeit

212) Pat hat klopfende Schmerzen bds im Schläfenbereich, pulsierend mit
Druckschmerzhaftigkeit.
a) Welche Diagnose?
Arteriitis temporalis (DD Cluster, Migräne, hypertensive Krise, Meningitis, Hirnblutung
b) Welche Therapie?
Analgesie, ev. Cortison(eher ungünstig vor Biopsie), ad Spital / Neuro

213) Mutter kommt mit dem Kind in Ihre Ordination. Sie berichtet, daß das Kind in der
Schule nicht integriert und aggressiv ist.
a) Was sagen Sie der Mutter, was empfehlen Sie ihr?
V.a. ADHS, Mißhandlung, Vernachlässigung, fam. Probleme, neues Geschwisterchen,
ad Kinderneurologe / -Psychiater zur Abklärung, je nach Ergebnis Psychotherapie,
Ordnung + Struktur im Alltag, Verhaltensnormvariante, sonderpädagogische Schulen
b) Was sagen Sie der Lehrerin?
Dg. mitteilen, über Wesen der Verhaltensstörung aufklären, 1.Reihe in der Schule, um
Verständnis fürs Kind bitten, gesonderten Unterricht, Leistungsansprüche anpassen

214) Patientin berichtet über Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Gewichtszunahme.
a) Welche Laborwerte nehmen Sie ab?
                                                                                          Seite 44
Diff.-BB, CRP, BSG, TSH, fT3, fT4, LFP, NFP, Harn, BZ
b) An welche DD denken Sie?
Hypothyreose, Depressio, Herzinsuffizienz, ren. Insuff., Malignom, Anämie

215) Patientin hatte vor Jahren eine cardiale Dekompensation. Medikamentös ist sie mit
ACE-Hemmer und Diuretikum eingestellt. Sie berichtet über trockenen Husten.
a) An was denken Sie?
ACE-Hemmer-Husten, beginnende neuerliche Dekompensation
b) Welche Maßnahmen setzen Sie?
      Status, Thx-Rö, ACE-Hemmer absetzen, auf ATII-Antag. umstellen

216) Pat. mit bekannten Diabetes berichtet über zunehmenden Schmerzen im unteren
Extremitäten-Bereich, die vor allem brennenden Charakter haben.
a) An welche Diagnose denken Sie?
PNP, DD: PAVK
b) Was machen Sie?
Neurostatus, Fußpulse, Beintemperatur, Gefäßdoppler, BZ, HbA1c; ad Neurologe,
Analgesie, Vit.B, Neurontin, BZ-Einstellungsevaluierung, Fußpflege, Schuhwerk

217) Pat. mit Schmerzen im rechten Oberbauch. DD?
a) DD?
Cholecystitis, Cholecystolith., Choledocholith., Hepatitis, Abszeß, basale Pneumonie,
Ulcus, Gastroduodenitis, Pankreatitis, Appendizitis (hochgeschlagene Appendix), Colitis,
Malignom, Bauchtrauma, Peritonitis, Ileus, Perforation, MCI, Nierenkolik, Ao-Aneurysma,
GI-Infekt, Pleuritis, Zoster
b) Was machen Sie – Labor und weitere Untersuchungen?
Status, Skleren, EKG, RR, Labor (BB, CRP, BSG, LFP, NFP, Amylase, Lipase, Laktat,
Herzenzyme, WS, BGA, Hepatitis-Marker, D-Dimer, Gerinnung, Hämoccult, Harn), Sono-
Abd./Nieren, Rö-Thx, Rö-Abd. Leer, Gastroskopie, Coloskopie
c) Procedere?
Ad chir. / int. Facharzt / Abteilung

218) 20 jährige Patientin mit rezidivierenden Schmerzen im Unterbauchbereich. Menses
vor 14 Tagen.
a) DD?
Funktionelle Ovarialzyste, Stieldrehung Ovar, Appendicitis, Adnexitis, Endometriose,
Endometritis, EUG, Abszeß, HWI, Colitis, Mb. Crohn, GI-Infekt, Perforation, Malignom
b) Untersuchungen?
       Anamnese, Status, gynäk. Untersuchung, RR, Puls, Sono Abd. + kl. Becken +
vaginal,
Harn, ad Gynäkologe oder Chirurgie

219) Pat. mit Schmerzen im rechten Unterbauch.
a) An welche Diagnose denken Sie?
Appendicitis, (etc.)
Der Patient will wegen der Osterzeit nicht in das KH.
b) Worauf weisen Sie den Patienten hin?
      Perforation, Peritonitis, Sepsis, Schock, Bridenileus, Revers

220) Kleinkind mit Obstipation.
Was sagen Sie der Mutter?
Viel Trinken, Ballaststoffe, Ernährung, Bewegung, ev. Laevolac
                                                                                    Seite 45
221) 22jährige Frau kommt in die Praxis mit Fieber bis 38 Grad Celsius, Halskratzen,
Husten sowie mäßigen Schmerzen über der Brust. War zuvor auf einem Skiurlaub.
a) Welche Untersuchungen führen Sie durch? (6)
Beurteilung des AZ, Inspektion Mund-Rachenraum, Spiegelung des Hypo- und
Epipharynx, Halslymphknoten, Auskultation + Perkussion Lunge, Cor, RR, Puls,
Atemfrequenz, Temperatur, Beurteilung des Sputums, EKG
b) Welche Differentialdiagnosen ? (4)
Pneumonie, Bronchitis, Pharyngitis, Angina tonsillaris, grippaler Infekt, Influenza
c) Welche therapeutischen Empfehlungen geben Sie? (6)
Bettruhe, Kochsalz Inhalationen, viel Trinken, Wärme, Gurgellösung, Mucolytika,
Antibiotika je nach Befund des Status, Antipyretika, Analgetika

222) Mutter mit 2 Kindern kommt zu Ihnen in die Praxis. Seit 2 Tagen kratzen sie sich am
Körper. Es besteht großer Juckreiz v.a. am Stamm sowie auch interdigital, vor allem
nachts im Bett.
a) Welche Diagnose? (nur 1 Antwort)
Scabies (DD atop. Ekzem, Pruritus sine materia, Schwangerschaftsdermatosen,
Dermatitis), herpetiformis, Dermatozoenwahn
b) Durch welche typische Hauterscheinung bestätigen Sie die Diagnose ? (nur 1 Antwort)
Gewundene strichförmige Milbengänge mit dunklen Skybala und Milbenhügel (gleicht
generalisiertem Exanthem, papulo-vesikulo-squamokrustös, , Prädilektionsstellen
 (interdigital, Handbeugen, Nabel, Genitale) Juckreiz hauptsächl. IgE-vermittelt, Nachweis
Milbe mit Stecknadel)
c) Welche Therapie? (2 Antworten)
Permethrin 5%-Salbe am gesamten Integument außer Kopf über Kinnlinie für 8h, danach
 abbaden, alternativ Lindan (3-4d, nicht bei Kindern unter 3a und Stillenden/
 Schwangeren!) oder Ivermectin systemisch (keine Zulassung für Scabies in Österreich);
d) Wie lange dauert sie?
s.o.
e) Welche Empfehlungen geben Sie der Mutter ? (3)
Gesamte Familie behandeln, Bett- und Leibwäsche auskochen oder für 4d in Gefriertruhe.

223) 16jährige Konditorlehrling kollabiert in der Konditorei. Sie wird von einer Kollegin
aufgefangen und zu Ihnen in die Praxis gebracht. 173 cm groß, 48 kg schwer.
a) Welche Fragen stellen Sie in der Anamnese? (10)
Was ist passiert – kann sie sich erinnern oder Amnesie? Schwindel vorausgehend?
Schwarz vor Augen geworden? Früher schon einmal passiert? War der Raum warm?
Zungenbiß? Sezessus? Bewußtlosigkeit – wenn wie lange? Prodromi, epigastrisches
Gefühl? Frühere Erkrankungen? Diabetes? Wann das letzte mal gegessen od. getrunken?
Schwangerschaft? Medikamenteneinnahme (Laxantien, Thyrex, Amphetamine, Drogen),
Appetit? Gewicht konstant? Anorexie / Bulimie? Dyspnoe? Kard. Beschwerden?
Palpitationen? Infekt?
b) Welche klinischen Untersuchungen führen Sie durch? (6)
Beurteilung des AZ, Inspektion Haut und Schleimhäute (Zunge – Dehydratation, Anämie),
RR, Puls, Atemfrequenz, Temperatur, Auskultation Lunge und Herz, Perkussion Lunge,
Inspektion/Palpation/Auskultation des Abdomens, neurologischer Status, Zunge, EKG, BZ,
BB, CRP

224) 27jähriger Mann kommt zu Ihnen mit Kreuzschmerzen. Beim Vater war ein M.
Bechterew bekannt.
a) Welche Laboruntersuchungen machen Sie bei Vd.a. M. Bechterew?
                                                                                       Seite 46
HLA B27, Rheumafaktor negativ, BSG erhöht, CRP erhöht
b) Mit welchen Untersuchungen stellen Sie einen M. Bechterew fest? (3)
Klinik: Sakroiliitis (Stulhsteigeversuch, Menell-Zeichen – DS/KS), Schober Zeichen (C7
30cm nach kaudal, mind. + 2 cm), Ott-Zeichen (S1 10cm nach kranial, mind. + 4cm), Kinn-
Sternum-Abstand, Fleche (Abstand Hinterkopf-Wand im Stehen), nächtl. Exazerb.
Kreuzschmerz, symm. Motilitätsverlust im Achsenskelett, Enthesiopathien (Synchon-dritis,
entzündlicher Fersensporn) Labor, Röntgen - CT besser zur Früherkennung
(Kastenwirbel, Syndesmophyten, Ankylosierung intervertebral, subchondrale Sklerose)
c) Welche Differentialdiagnosen sind möglich? (4)
Discusprolaps, Osteoporose, bakt. Spondylitis / Sakroiliitis, reaktive Arthritis und Reiter
Syndrom, Arthritis psoriatica, Malignome, enteropathische Arthritiden, Spondylosis
deformans

225) 18jähriger Mann wird zu Ihnen wegen hohem Cholesterin (280 mg/dl) von der
Stellungs-kommision geschickt. 168 cm groß, 102 kg schwer.
a) Welche Fragen stellen Sie ihm bez. der Familienanamnese? (8)
Hypercholesterinämie, MCI/KHK, Insult, PAVK, Xanthelasmen, Übergewichtigkeit,
Ernährungsgewohnheiten, Hypothyreose, DM, C2, familiäre Lebererkrankungen,
Belastung aufgrund familiärer Probleme
b) Welche Laboruntersuchungen helfen Ihnen zur Abschätzung des lipidbedingten
kardiovask. Risikos? (4)
LDL, HDL, VLDL, Cholesterin, Triglyzeride
c) Was raten Sie ihm zur Senkung seines Risikos? (4)
Bewegung, Gewichtsabnahme, diätetische Maßnahmen (cholesterinarm, Fleischreduktion,
pflanzliche Fette bevorzugen), Nikotinkarenz, Alkoholkonsum reduzieren

226) Mann, 32a, erscheint in der Praxis wegen brennender Schmerzen im unteren
Thoraxbereich. Er berichtet über Sodbrennen, Aufstoßen, raucht und trinkt öfter
Alkohol.Erfühlt sich sehr gestreßt und möchte sofort ein Medikament von Ihnen.
a) Welche DD? (4)
MCI, Gastrooesophagealer Reflux, Gastritis, Ulcus ventriculi, Angina pectoris, Pleuritis,
Pancreatitis, Hiatus-Hernie
b) Welche klinischen Untersuchungen führen Sie durch?
Beurteilung des AZ, Inspektion, Auskultation, Palpation des Abdomens; Inspektion,
Auskulation, Perkussion der Lunge, Auskulation des Herzens, Blutdruck, Puls, Atem-
frequenz, Foetor ex ore? Klopfschmerz über der Wirbelsäule?
c) Welche apparative Untersuchung führen Sie durch? (1)
EKG

227) 26a Mädchen in der Disco berichtet über plötzl. Herzrasen (ein Gefühl, als ob das
Herz aus der Brust springt). Sie habe vorher 2 Bier getrunken und wäre nun total fertig.
Sie stellen eine Sinustachykardie mit 160 Frequenz fest.
a) Welche Diagnose? (1)
Sinustachykardie (DD: Auslöser: Alkohol?, Drogen? bzw. hyperkinetisches Herzsyndrom
zu diesem Zeitpunkt nicht auschließbar, Herzneurose, Panikattacke, Thyreotoxikose)
b) Mit welchen Mitteln können Sie eine Sinus-TC. Koupieren? (4)
Beta-Blocker, kaltes Wasser trinken, Carotisdruckversuch, Valsalva Pressversuch, Gesicht
ins kalte Wasser eintauchen, Eiskrawatte
c) Welche Maßnahmen kann die Patientin selber durchführen? (3)
Kaltes Wasser trinken, Gesicht ins kalte Wasser tauchen, Eiskrawatte

228) 57a Mann mit Leberzirrhose berichtet, daß er überall blaue Flecken bekommt
                                                                                       Seite 47
a) Welche klinischen Zeichen kennen Sie, die Ihnen die Diagnose einer Cirr. Hepatis
erleichtern) (8)
Spider naevi, Caput medusae, Ikterus, Müdigkeit, Bauchglatze, Gynäkomastie,
Lackzunge, Lacklippe, Palmarerythem, knotige Leberverhärtung, Aszites, Foetor
hepaticus, Haut-atrophie, Dupuytren-Kontrakturen, Kratzspuren bei Pruritus,
Teleangiektasien
b) Welche Laborwerte zur Überprüfung der Leberfunktion machen Sie? (4)
Transaminasen, Gamma-GT, alk. Phosphatase, Albumin, Bilirubin, Quick
c) Was soll der Patient vermeiden, um seiner Leber nicht zu schaden? (2)
Alkohol, leberschädigende Medikamente, (ausreichende Energie- und EW-Zufuhr,
salzarme Kost)
d) Über welche 2 lebensbedrohlichen Komplikationen klären Sie den Pat. und seine
Familie auf? (2)
Oesophagusvarizenblutung, Leberversagen, erhöhtes Blutungsrisiko, hepatische
Enzephalopathie, hepatocelluläres Carcinom

229) 83jährige Frau, die mit dem rechten Auge schon schlechter sieht, klagt seit heute früh
über heftigste Schmerzen auf dem rechten Auge sowie Kopfschmerzen. Sie sehe mit
diesem Auge noch schlechter (verschwommen).
a) Welche DD? (3)
Glaukom, Arteritis temporalis Horton, Neurits N. optici, Hirnblutung, Trigeminus-neuralgie,
Iritis
b) Welche klinischen Untersuchungen führen Sie durch? (8)
Inspektion - entrundete erweiterte Pupille? Pupillenreaktion, lichtstarre Pupille? Inspektion
der Conjunktiven - conjunktivale Injektion? Hornhautinspektion – hauchig matt getrübt?
Inspektion der Iris – verwaschen, gezeichnet hyperämisch? Palpation der A. temporalis,
Visusbefund – Amaurose? Gesichtsfeldbestimmung, Augenspiegelung, Bulbuspalpation.
Neuro-Status. Th: 0,5% alle 10 Min. dann 1% Pilocarpinlösung eintropfen,
Carboanhydrasehemmer 500mg Azetazolamid p.o., 20% Mannit Infusion, ad Augenarzt
c) An welchen komplikativen Verlauf, den Sie abwenden könne, müssen Sie denken?
Erblindung

230) Eine 46jährige Mutter zweier Kinder berichtet Ihnen, daß sie in letzter Zeit starke
vaginale Blutungen gehabt hätte. Bei der gynäkologischen Untersuchungen stellen Sie
mehrere Knoten im Uterus fest.-
a) Welche Untersuchungen veranlassen Sie ?(4)
Gynäk. Untersuchung, Status Abdomen, SS-Test, Tamponade, BB, ad Spital /
Gynäkologie, Sonographie vaginal u. abdominal, Abstrich, Laparoskopie, Abrasio
b) Welche Differentialdiagnosen? (4)
Uterus myomatosus, Ovarialtumor, Cervix-Ca, Endometrium-Ca, Trauma, AB

231) Eine 63jährige Frau steht vollkommen verwirrt, mit nassen Haaren im Morgenmantel
vor der Tür des Nachbarn, der Sie anruft. Bei der Patientin ist eine KHK bekannt, wobei
sie aber derzeit medikamentös gut eingestellt ist.
a) Welche Differentialdiagnosen sind möglich? (8)
Blutzuckerentgleisung, Alkoholabusus, MCI - Hypoxie, cerebraler Insult, TIA, Demenz,
Enzephalitis, intracranielle Blutung, postiktal bei Epilepsie, Dehydratation, Hypovolämie,
akute Psychose, Medikamentenabusus bzw. Nebenwirkung, Pneumonie, Harnwegsinfekt,
Anämie, Pulmonal-embolie, Trauma
b) Was schauen Sie sich bei der Patientin klinisch an? (?)



                                                                                       Seite 48
Neurologischer Status (Herdzeichen), psychiatrischer Status (Orientiertheit, Gedächtnis,)
Blutdruck, Puls, Temperatur, Ganzkörperstatus mit Herz-Kreislauf-Atmung-GI-Uro (Harn-
verhalt), Untersuchung auf Verletzungen
c) Welche einfache Laboruntersuchungen können Sie vor Ort durchführen? (nur 2)
Blutzucker, Urinstatus

232) Eine Frau mit 40 Jahren kommt zu Ihnen in die Ordination, nachdem sie vom
Blutspendedienst zu Ihnen geschickt wurde, da dort ein Hb-Wert von 8,0 mg/dl festgestellt
wurde.
a) Welche klinischen Untersuchungen führen Sie durch? (8)
Inspektion-Haut, Conjunctiven, Schleimhäute, Mundrhagaden?, Ikterische Skleren?
Palpation-Puls (Tachycardie), Rekapillarisation, Lymphknoten (Malignom), Auskultation
Lunge und Herz, Perkussion Lunge; Inspektion, Palpation, Auskulation Abdomen, rektale
Untersuchung, Nierenlager, gynäkolog. Untersuchung, HNO-Inspektion
b) Was fragen Sie in der Anamnese? (8)
Müde, matt in letzter Zeit, Schwindel? Blut am Stuhl? Hellrot? Dunkelrot? Meläna,
Bluthusten? Harn rot gefärbt? Verstärkte Menstruation? Nasenbluten? Vergrößerung von
Lymphknoten od. anderen Strukturen entdeckt? Vegetarierin – Veganer? Appetit?
Gewichtsverlust? Völlegefühl, Aufstoßen? Chron. Entzündung bekannt? Schwangerschaft
auschließbar? Zungenbrennen? Z.n. Grunderkrankungen? Magenresektion? Malignom
bekannt?
c) Welche 4 Parameter bestimmen Sie bei einem Hb-Wert von 8,0 mg/dl? (nur 4)
MCV, MCH, Erythrozyten, Htk, (Fe-Stoffwechsel)

233) Ein Mann, 65 Jahre, mit bekannter Prostatahyperplasie kommt zu Ihnen. Er berichtet
über erschwertes Harnlassen. Kürbiskerne, die er eingenommen hat, brächten nichts.
a) Was für Symptome und Beschwerden erfragen Sie in der Anamnese? (8)
Nykturie? Dünner/dicker Harnstrahl? Restharngefühl? Startschwierigkeit? Aktives Pressen
notwendig? Schlechter geworden in letzter Zeit? Brennen bei Miktion? Vermehrt HWI in
letzter Zeit? Harninkontinenz? Blut im Harn? Gewichtsverlust? Appetitverlust? Lumbago?
b) Welche Untersuchungen inklusive Labor und bildgebender Verfahren machen Sie? (5)
Rektale Untersuchung, PSA, BB, Sonographie (Nierenstauung, Prostata), Restharn-
bestimmung, NFP, Harn (Katheter) + Uricult, Urodynamik, MCU
c) Welche Medikamente verordnen Sie? (4)
Pflanzenextrakt (Prostagutt forte 2x1), Beta Sitosterin (Harzol 3x1), Alpha Rezeptor
Blocker (Urion, Xatral), Testosteron-5-Alpha-Reduktase-Hemmer (Proscar), Permixon,
Urgenin

234) Ein zweijähriges Kind wird von der Mutter nachts reglos im Bett vorgefunden. Es läßt
sich nicht erwecken, ist schlaff und hypoton.
a) Wonach fragen Sie in der Anamnese? (8)
Rezenter Infekt/Krankheit? Fieber? Trauma? Vorhergehende Verhaltensauffällig-
keit? Bauchlage? Zimmertemperatur? Bekleidung des Kindes? Geschwister ähnliche
Situation? Raucher in der Familie? War das Kind Mehrlingsgeburt? Frühgeburt? Diabetes
bekannt? Polyurie/-Dipsie? Medikamente / Putzmittel leicht zugänglich? Krämpfe? GI-
Infekt?
b) Welche klinischen Untersuchungen führen Sie durch?
Inspektion – atmet das Kind, wie schnell, Zyanose, Puls, Anämie, Ikterus, Palpation -
reagiert das Kind auf Berührung? Abdomen? Auskultation von Herz, Lunge und Abdomen,
Foetor, Meningismus, Neurostatus, HNO-Inspektion (Fremdkörper, Aspirat)
c) Welche Differentialdiagnosen sind möglich? (8)

                                                                                     Seite 49
Hypoglykaemisches Koma, Hyperglykaemisches Koma, Trauma mit Hirnschädigung,
Blutung, Medikamentenintoxikation, near SIDS, Herzrhythmusstörung, Pneumonie,
Harnwegsinfekt, postiktal, Fremdkörperaspiration, Toxikose, Fieber, dekompensiertes
Herzvitium, Meningitis, Enzephalitis, Asthma, Anaphylaxie
d) Was und in welcher Weise veranlassen Sie Vor Ort? (nur 2)
 NAW verständigen, Atmung sichern (Reanimation, i.v.-Zugang + e.v. Volumen,
engmaschige KO Vitalparameter, ev. O2)

235) Ein übergewichtiger Mann mit 110 kg hat ein bekanntes Schlafapnoesyndrom.
a) Was kann er tun, um mitzuhelfen? (6)
Gewichtsreduktion, Nikotinkarenz, regelm. Bewegung, Alkoholkarenz, HNO Abklärung,
keine Einnahme von Schlafmitteln, nicht am Rücken schlafen, Absetzen von Beta-Blocker,
ruhiger Raum zum Schlafen, Raum abdunkeln, Schlafhygiene, CPAP Maske
b) Komplikationen?
Pulmonale Hypertonie, arterielle Hypertonie, erhöhte Inzidenz von KHK/MCI/Insult,
Herzrhythmusstörung, Müdigkeit untertags, morgendliche Kopfschmerzen, Impotenz,
imperative Schlafanfälle tagsüber, Depressio, kognitive Fähigkeiten schlechter, Nykturie,
Polyglobulie

236) Ein ältere Frau mit 68 Jahren stürzt vor der Haustür, stützt sich dabei mit der rechten
Hand ab, hat seitdem starke Schmerzen und kommt nun zu Ihnen. Ihnen fällt eine lokale
Schwellung sowie Bajonettstellung des rechten Unterarms auf.
a) Welche Diagnose?
Fract. radii. dist. (loco typico)
b) Welche Komplikationen können auftreten, falls keine Behandlung erfolgt? (4)
Arthrose im Handgelenk, bleibende Fehlstellung, anhaltende Beschwerden, Bewegungs-
einschränkung, Sudeck Syndrom, Läsion des N. medianus

237) Eine Mutter kommt mit ihrer elfjährigen Tochter zu Ihnen. Das Kind hat Hals- und
Ohren-schmerzen, aber kein Fieber.
a) Was untersuchen Sie? (6)
Inspektion des Mund und Rachenraums und Nase, Spiegelung von Epi- und Hypo-
pharynx, Otoskopie, Palpation von Lymphknoten, Palpation des Mastoids, Druck am
Tragus, Zug am Ohrläppchen, Blutdruck, Puls, Temperatur, Strep-A-Test, Cor, Pulmo,
Abdomen
b) Welche Therapievorschläge machen Sie der Mutter?
Nicht in die Schule, Schonung, Wärme (Rotlicht), abschwellende Nasentropfen, Analgesie
(Parkemed, Otalgan)Inhalation, Antibiotika wenn Ang. tons., Perforation TF oder Fieber
oder AZ-Reduktion, frische Luft, Menschenansammlungen (Kaufhaus) meiden

238) Eine ältere Frau weist einen geröteten Strang am linken OS auf. Ihnen fällt eine
lokale Überwärmung auf.
a) An was denken Sie? (1)
 Thrombophlebitis
b) Welche Therapie leiten Sie ein? (4)
 Heparin, Kompressionsverband, lokal Heparinsalbe, kühlende Umschläge, NSAR
c) Was empfehlen sie der Frau für zu Hause? (2)
hochlagern, gehen




                                                                                        Seite 50
239) Eine 26jährige Frau kommt zu Ihnen. Sie berichtet über eine rezidivierende
Diarrhoeneigung, wobei zwischenzeitlich ein normales Stuhlverhalten besteht. Als Kind
habe sie Zöliakie gehabt.
a) Mit welcher Untersuchung können Sie eine Zöliakie beweisen? (1)
Dünndarmbiopsie mit Histologie Zottenatrophie (IgA, endomysiale AK, IgA Gliadin-AK)
b) Differentialdiagnosen? (8)
Mb. Crohn, Colitis Ulcerosa, Lactoseintoleranz, Mb. Whipple, Coloncarcinom,
Reizdarmsyndrom, Pancreasinsuffizienz, Diverticulitis, Gastroenteritis, Reisediarrhoe,
Nahrungsmittelallergie, Laxantienabusus, Hyperthyreose
c) Was empfehlen Sie der Patientin? (4)
Abklärung der Diarrhoe zur genauen Diagnosestellung, Coloskopie, Sono Abdomen,
Labor; Beobachtung, ob Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsmittel vorhanden,
meiden von Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer), genügend Flüssigkeitsaufnahme
bei Diarrhoe, Stuhlkultur, ein Ausheilen der Erkrankung sehr selten möglich, bei
unbehandelter Zöliakie treten im Alter vermehrt maligne Lymphome auf, beim Kind:
mangelnde Gewichtszunahmen, Inappentenz, Durchfälle vor allem nach Brei und Brot –
Leitsymptom: gr. vorgewölbtes Abdomen, magere Extremitäten, Muskelhypotonie,
Hypoproteinämische Ödeme

240) Ein 40jähriger Patient kommt wegen heftigster Schmerzen im BWS-Bereich, ist
kaltschweißig und fühlt sich miserabel.
a) Welche Differentialdiagnosen? (8)
Akutes BWS-Syndrom, pseudoradikuläres BWS Syndrom, radikuläres BWS Syndrom,
Diskusprotrusion, Diskusprolaps, dissezierendes Aortenaneurysma, Pancreatitis, Herpes
Zoster, Myocardinfarkt, Knochenmetastasen, Pleuritis, Lumbago
b) Welche körperlichen Untersuchungen führen sie durch, bzw. worauf achten Sie
besonders? (8)
Beurteilung des AZ, Vernichtungsschmerz?, Blutdruck, Puls, Pulse UE, Atemfrequenz,
Inspektion WS (Fehlstellung, Haltung des Patienten), Inspektion der Haut – Exanthem,
Inspektion-Palpation-Auskulation des Abdomens (Aortenaneurysma!), Auskultation-
Perkussion der Lunge, Auskultation des Herzens, neurologischer Status, EKG, ev. Labor
(BB, CRP, Herzenzyme, D-Dimer)
c) Was machen sie mit dem Patienten und in welcher Weise? (nur 2)
Ad Spital, mit NAW (Zugang, Analgesie, O2, Monitoring, etc.)

241) Ein 70jähriger Patient mit DM und KHK kommt nach einem Schlaganfall wieder nach
Hause. Es besteht eine Hemiparese rechts.
a) Was besprechen Sie mit der Frau des Patienten im vorhinein bzgl. der häuslichen
Versorgung? (8)
Notwendigkeit einer Hauskrankenhilfe, Hilfsmittel organisieren (je nach Bedarf: Windel,
Rollstuhl, Stock, Rollator, Safehip, Duschhocker, Toilettensitzerhöher), Wohnung
adaptieren, Ergotherapie, Logopädie, Einschulung Gattin (z.B. Lagetechnik, Dekubitus-
prophylaxe, etc.), Rehabilitation, Pflegegeld, Psychotherapie, ev. Essen auf Rädern,
weitere Angehörige einbeziehen, ev. Pflegeheim
b) Welche Ängste dürfte der Patient haben? (4)
Unselbständig zu sein, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, sein altes Leben nicht mehr
leben zu können, nicht mehr der “starke Mann” zuhause zu sein, Angst vor Rezidiv/Tod,
Angst vor Inkontinenz, nicht mehr als vollwertig angesehen, Angst vor körperlichem und
geistigem Verfall; Angst, das Gattin überfordert, Angst vor Pflegeheim

242) Sie erhalten einen Anruf. Auf einem Feld unter heißer Sonne wurde ein Mann von
einer Wespe gestochen. Ihm ist schon ganz schlecht und er fühlt sich schwindelig.
                                                                                  Seite 51
a) Welche Anweisungen geben Sie am Telefon? (2)
Beine hochlagern; Verwendung des Allergiesets wenn vorhanden, beengende Kleidung
öffnen, in den Schatten, kühlende Umschläge, nicht alleine lassen, beruhigen, CPR
erklären, Puls- und Atemkontrolle
Sie fahren darauf sofort hin.
b) Welche Maßnahmen / Therapie ergreifen Sie?
Je nach AZ des Pat. kurze Anamnese – ob Wespenallergie bekannt – welche Reaktion bei
vorherigen Stichen, ob Pat. Atemnot hat, kurze Untersuchung wenn es der AZ des Pat.
zuläßt: Inspektion der Haut, Auskultation der Lunge, venöser Zugang, medikamentöse
Therapie: Antihistaminika i.v., Glucokorticoide i.v. z. B. Solu Dacortin – je nach allergischer
Reaktion 250mg – 1g i.v., i.v. Flüssigkeit (EloHAES, kristalline Lösung), Adrenalin
griffbereit halten, RR / Puls – Monitoring, O2
c) Was machen Sie in weiterer Folge? (1 Antwort)
Transport ins Krankenhaus mit dem Notarzt organisieren

243) Zu Ihnen in die Ordination kommt ein 14jähriges leicht adipöses Mädchen. Sie
möchte die Pille verschrieben bekommen. Sie hat nur gelegentlich Verkehr.
a) Dürfen Sie die Pille verschreiben? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?
Nein, rechtlich, Adipositas ist eine relative Kontraindikation, eine gynäkologische
Untersuchung incl. Abstrich ist notwendig; zwischen 14 und 16 a sollte 1 Elternteil mit
anwesend sein.
b) Im Laufe des weiteren Gesprächs versuchen Sie die Pat. vom Kondom als Verhütung
zu überzeugen. Welche Vorteile sprechen Sie an? (5)
keine Ansteckung mit HIV, keine Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten generell, keine
Nebenwirkungen, Partner ist in den Prozeß der Verhütung miteingebunden, billig
c) Welche Nebenwirkungen könnte die Pille haben? (5)
Leberadenomen, art. Hypertonie, Insult, Ulcus ventriculi, Thromboembolie, Koronar-
angiopathie; Müdigkeit, Mattigkeit, Ödembildung, Kopfschmerz, Libido vermindert,
Depression, Brustspannung, Gewichtszunahme, nach Absetzen ev. + Zyklusunregel-
mäßigkeiten

244) Eine Mutter mit einem Schulkind kommt zu Ihnen. Sie waren im Sommer auf Urlaub
auf einem Bauernhof. Jetzt hat das Kind einen einzelnen Lymphknoten im
Unterkieferwinkel geschwollen.
Welche Diagnosen treffen am ehesten zu? (5)
Mitbeteiligung im Rahmen von entzündliche Reaktion, Mononukleose, Lymphom,
Leukose, Borreliose, Katzenkratzkrankheit, Röteln, Influenza, HIV, Metastasen,
Kollagenose, Sarkoidose

245) Ca 70 jähriger Mann, beschwerdefrei, möchte sich, weil "man viel von der Prostata
hört" die Prostata abklären lassen.
a) Was beurteilen Sie beim Palpationsbefund der Prostata (5)
Größe, Oberfläche, Konsistenz, Abgrenzbarkeit, Sulcus, Schmerz, Knoten,
Verschieblichkeit
b) Welchen Laborwert bestimmen Sie zusätzlich (1)
PSA
c) Welche weitere Untersuchung ordnen Sie an, wenn der Palpationsbefund suspekt ist?
       TRUS, Biopsie

 246) Ca 50-jähriger Mann, chronische Bronchitis, Nikotinabusus, hat seit einigen Tagen
vermehrt morgendliches Sputum, auch putride. Es bestehen leicht erhöhte Temperaturen
und mäßiges Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit.
                                                                                         Seite 52
a) Wahrscheinlichste Diagnose? (1)
       Pneumonie
b) Welche (apparativen?) Untersuchungen führen Sie durch, um Ihre Verdachtsdiagnose
zu erhärten und andere Erkrankungen auszuschließen (außer Labor)? (4)
       Auskultation + Perkussion Lunge, Stimmfrenitus, Auskult. Herz, RR, Puls, HNO-
Inspektion, Fieber, Rö-Thx, EKG, (Sono Pleura, Spiral-CT (PE), Herzecho)
c) Zu welchen Allgemeinmaßnahmen raten Sie? (4)
       Bettruhe, viel Flüssigkkeit, Bettruhe, Nikotinkarenz, feuchte Inhalationen
d) Welche Medikamente verschreiben Sie? (2)
       Antibiotikum, Aeromuc, ev. Berodual-DA, Antipyretikum

247) Junge Patientin klagt über Hörminderung und Ohrenschmerzen re. seit dem Vortag.
a) Welche wichtigen anamnestischen Fragen stellen Sie? (3)
       Plötzlich?, Seit wann?, Fieber?, Rhinitis?, Sekret?, Trauma?, Vertigo?
b) Was untersuchen Sie? (6)
       Gehörgänge, Mittelohr, Trommelfell, Nase, Mund, Rachen, Mastoid
(Druckschmerz),
LK-Stationen, RR, Schwindel
c) Die Untersuchung bestätigt Ihren Verdacht auf eine Otitis media.
Welche Medikamente verschreiben Sie? (2)
       Nasivin, Parkemed, Otalgan
d) Unter welchen Umständen müssen Sie ein Antibiotikum verschreiben? (2)
       Perforation, Fieber, persist. Beschwerden, AZ-Verschlechterung

248) Älterer Patient klagt über Schmerzen im Hüftbereich seit einer längeren Wanderung,
es bestehen Schmerzen beim Aufstehen aus dem Sitzen und Anlaufschmerzen, die sich
nach einigen Schritten bessern.
a) Verdachtsdiagnose? (1)
 Coxarthrose
b) Klinische Untersuchungen? (6)
Trendelenburg + Duchenne(?)-Zeichen positiv, Gangbild, Beinlängendifferenz,
Palpation, Leistendruckschmerz, Bewegungsumfang, Trochanterklopfschmerz
c) Apparative Untersuchungen? (3)
        Beckenübersicht, Hüfte ap + axial, Sono Hüfte
d) Laborwerte? (2)
        BB, CRP, RF
e) Welche Therapie schlagen Sie dem Patienten bis zum Einlangen der Befunde vor? (2)
        Schmerzmittel, körp. Schonung, Hilfsmittel, Gewichtsreduktion, Physio, Infiltration

249) 16 jährige Patientin mit der typischen Klinik und den Laborwerten einer
Eisenmangelanämie (Diagnose ist bereits vorgegeben)
a) Welche sind die vier häufigen Ursachen für dieses Krankheitsbild? (4)
       Menstruation, Mangelernährung, erhöhter Blutverlust, erhöhter Bedarf (Grav.),
verminderte Resorption (Magenres.)
 b) Sie verschreiben ein orales Eisenpräparat. Für wie lange nach Normalisierung des
Eisenspiegels (Blutbildes?) setzen Sie die orale Eisensubstitutionstherapie fort? (1) Noch
2-3 Monate, KO nach 1 Woche (Retikulozytenanstieg)

250) Ca. 50-jährige Patientin, Z.n. Bimalleolarfraktur, Z.n. Entfernung des
Osteosynthesematerials, kommt zu Ihnen in die Ordination. Sie hat bei längerer Belastung
Schmerzen und Schwellneigung des OSG bemerkt. Von der behandelnden
unfallchirurgischen Abteilung hat sie erfahren, daß sie mit einer OSG Arthrose rechnen
                                                                                      Seite 53
muß. In drei Monaten möchte die Patienten mit ihrer Familie einen Aktivurlaub machen.
Sie ist immer gerne gewandert. Die Pat. stellt Ihnen folgende Fragen:
a) Können Sie mir Ratschläge bezüglich meines Urlaubs geben? (6)
Keine Sprung-/Stoßbelastungen, keine langen Belastungen; hohes, festes, ev. orthopäd.
Schuhwerk; Gehstock, leichter Rucksack, geeignete Sportarten, Malleotrain
b) Was soll ich tun, wenn ich merke, daß ich mein Fußgelenk überanstrengt habe? (4)
        Schonung, Kühlen, Hochlagern, Antiphlogistika, Stützverband
c) Welche Sportarten sind für mich geeignet? (2)
        Schwimmen, Radfahren

251) 44 jährige Frau, geschieden, halbtags berufstätig, Mutter von zwei Kindern, klagt
über Tachykardiegefühl, Nervosität, Schwitzen, Gewichtsverlust und intermitterend auch
Diarrhoen seit ca. einem halben Jahr.
a) Was untersuchen Sie klinisch (6).
      RR, Puls, Cor, Pulmo, Abdomen, Sd-Palpation, EKG
b) Welche Differentialdiagnosen kommen in Frage? (4)
Hyperthyreose, Panikattacke, Arrhythmien, Anämie, Phäochromozytom, Malignom,
Karzinoid
c) Welchen Laborwert bestimmen Sie? (1)
      TSH

252) Eine 12jährige Schülern klagt über Schmerzen plantar beim Turnen in der Schule.
Bei der Inspektion finden Sie eine runde, ca. 4 mm im Durchmesser haltende, leicht
erhabene Hyperkeratose plantar im Vorfußbereich.
a) Welche ist die wahrscheinlichste Diagnose? (1)
      Verruca plantaris? DD Clavus?
b) Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? (5)
      Monochloressigsäure, Excision, Salicylat, Elektrokauter, Kryotherapie, Schuhwerk

253) Eine 50 jährige Frau kommt in Begleitung ihres Sohnes in Ihre Ordination. Sie hat im
Krankenhaus erfahren, daß ihr Mann an einem inoperablen Leberzellkarzinom erkrankt
sei. Sie wissen, daß der jüngster Sohn dieser Frau vor 1 Jahr 21jährig an einem malignem
Melanom verstorben. Nun sei sie "total fertig".
a) Welche anamnestischen Fragen stellen sie ihr? (4)
       Sozial + finanziell abgesichert? Arbeit? Psyche? Wie kommt sie zuhause zurecht?
SMG?
b) Welche Angebote können Sie ihr machen? (3)
Psychotherapie, Psychologe, Hauskrankenpflege, amb. Hospitz, soziales Netz, Unter-
stützung
c) Unter welcher Voraussetzung ist eine Einweisung ins Krankenhaus angezeigt ?(1)
       Suizidalität

254) Ein 90 jähriger Mann hat vor 3 Monaten einen Schlaganfall erlitten, war gut
rehabilitiert, konnte wieder selbstständig gehen und sprechen. Am ersten Tag zu Hause ist
er in der Wohnung gestürzt und hat sich eine RQW, 9 cm lang, rechts temporal
zugezogen. Die Wunde wurde unfallchirurgisch versorgt, das Schädelröntgen zeigte keine
Fraktur. Am nächsten Vormittag, ruft Sie die Gattin des Patienten an, weil der Patient nicht
mehr ansprechbar sei. Als Sie in die Wohnung kommen, liegt der Pat im Bett und zieht
sich mit stereotypen Bewegungen die Bettdecke über den Kopf.
a) Was untersuchen Sie? (5)
RR, Puls, Neuro-Status, Orientiertheit, Fieber, Cor/Pulmo, BZ
b) Was sind die wahrscheinlichsten Differentialdiagnosen? (2)
                                                                                      Seite 54
      Hirnblutung (Epi-, subdural, Hirnstamm), Epi-Anfall
c) Welche Maßnahmen ergreifen Sie? (5)
      NAW, i.v.-Zugang, O2, Lagerung (Aspirationsprophylaxe), Vitalparameter-
Monitoring

255) Ein 40-jähriger Jäger ist auf dem Hochsitz von einer Wespe gestochen werden.
Daraufhin bildet sich Juckreiz am ganzen Körper aus, der Pat klagte über Übelkeit und
kollabierte. Von seinen Kameraden wird er vor Ihre Haustür geschleppt. Er ist somnolent,
RR 100/60, Puls 105.
a) Welche Diagnose stellen Sie? (1)
       Anaphylakt. Schock
b) Welche Erstmaßnahmen setzen Sie? (6)
NAW, Beine hoch, i.v. – Zugang, Antihistaminikum + Cortison i.v., Volumengabe, ev.
Katecholamine i.v., O2, Kontrolle Vitalparameter (Atmung, Puls, RR)

256) 45 jähriger Mann mit Fieber bis zu 40° seit 4 Tagen, hat sich selber bisher mit
Vitamin C und Aspirin behandelt, deutlich reduzierter AZ, starkes Schwitzen nun auch
praecordialer Druckschmerz; im EKG häufige Extrasystolen, keine Ischämiezeichen, Puls
120/min.
a) Differentialdiagnosen? (4)
Myokarditis, Endokarditis, Pneumonie, Pleuritis, Sepsis, Thyreotoxikose, (PE)
b) Klinische Untersuchungen?
RR, Puls, EKG; Status: Auskultation Herz/Lunge, Abdomen, Nieren, Haut, mening.
Zeichen, HNO-Inspektion; Labor (Harn, BB, CRP, CK, TropI, LDH, Gerinnung, D-Dimer,
TSH)

257) 56-jähriger Mann mit Schmerzen, Schwellungsgefühl in den ersten drei Fingern der
rechten Hand seit ca. drei Wochen.
a) Anamnestische Fragen? (6)
Seit wann?, Tageszeit (nachts?)?, Schwäche?, SD-Erkrankung?, Trauma?, Beruf?,
Ruhe/Belastung?, DM?
b) Klinische Untersuchungen? (6)
        Schwurhand, Fx, Appositionstest, Thenarhypotrophie, Sensibilität,
Flaschenzeichen,
Hoffmann-Tinel-Zeichen (elektr. Schmerz bei Beklopfen Ret. flex.), Phalen-Zeichen
(Dysästhesien nach pass. Volarflexion oder Dorsalextension), Ausstrahlung, Durch-
blutung, Druckpunkt über Retinaculum flexorum
c) Apparative Maßnahmen? (2)
 NLG + ENG Medianus, CT/MRI, Labor (endokrin-metabol.-, tox.-, entzündl.-, rheum.-,
vask.-, paraproteinämische Ursachen)
d) Therapeutische Maßnahmen? (4)
Dorsale Unterarmgipsschiene, Injektion Cortison + Lokalanästhetikum, US, Iontophorese,
ad chir. Sanierung CTS (Spaltung Lig. carpi transversum)

258) Ca. 30-jährige , adipöse Frau klagt über chronische Obstipation, Stuhlfrequenz über
3-4 Tage, chronische Laxanzieneinnahme, ohne Fruchtwürfel und Laxanzien gehe gar
nichts mehr.
a) Anamnestische Fragen? (9)
Wie lange?, Bewegung, Ernährung, Trinkmenge, SD, Eßgewohnheiten, Tenesmen,
Medikamente, Nikotinkarenz, Streß, Stuhlbeschaffenheit- Frequenz, Familienanamnese
b) Ballaststoffreiche Lebensmittel? (3)

                                                                                    Seite 55
Ungeschältes Getreide, Leinsamen (mit viel Wasser), Obst, Gemüse, Kleie, Knäckebrot,
frische Feigen

259) Bereits bekannte Frage; Ältere, Ihnen unbekannte Patientin ruft Sie an, weil ihr ihre
Tabletten ausgegangen seien. Sie machen einen Hausbesuch. Die Patientin ist bettlägrig.
Sie erzählt Ihnen, sie sei schon seit Jahren wegen Schmerzen im Kreuz und in den Beinen
in Behandlung. Sie habe eine kaputte Wirbelsäule. Bei der klinischen Untersuchung
stellen Sie symmetrische Sensibilitätsausfälle an den unteren Extremitäten fest.
Differentialdiagnosen? (4)
       PNP, Cauda-Conus-Syndrom, Spinalkanalstenose, PAVK, MS, TU im RM, gr. DP

260) 60-jähriger Patient mit Globusgefühl, diskretem Gewichtsverlust seit einigen
Monaten, Unwohlsein, Inappetenz möchte seine Beschwerden abklären lassen.
a) Notwendige apparative Untersuchungen (4)
Sono SD, Rö-Thx, Schluckakt-Rö, Sono HWT, HNO-Laryngoskopie, Gastroskopie, ev.
CT-Schädelbasis + Hals + obere Thx-Apertur, EKG
b) Laborwerte (3)
      Diff.-BB, CRP, TSH, BSG

261) Junge Lehrerin mit genitalem Juckreiz, weißlich flockiger Ausfluß.
a) Diagnose (1)
       Soorkolpitis (RF: DM, Grav., übermäß. Hygiene, AB-Therapie, postmenopausal)
b) Therapie (3)
Canesten Vaginal-Tbl. + Salbe, danach Döderlein, Partner mitbehandeln, kein GV für 2
Wochen

262) Bekannte Frage; Hausbesuch bei einer 80-jähriger Patientin, die vor einigen Tagen
zu Hause auf der Stiege gestürzt ist und sich dabei eine Abschürfung praetibial zugezogen
hat. Inzwischen hat sich ein relativ großes, tiefes Ulcus entwickelt
a) Welche Risikofaktoren können zu einer schnellen Vergrößerung des Ulcus geführt
haben? (4)
       DM, CVI, PAVK, OAK, PNP, Infektion
b) Welche Komplikationen können auftreten? (4)
Chron. Ulcus, Infektion, Nekrosen, Sepsis, Immobilität, Osteomyelitis
c) Die Patientin möchte auf keinen Fall ins Krankenhaus. Welche Alternativen haben Sie?
       Hauskrankenpflege, regelmäßige Hausbesuche
d) Therapiemaßnahmen? (5)
Reinigung, Desinfektion, Debridment, Hochlagern, Verband (Aquacel, Vac, Zink), ev. AB-
Therapie, ev. Bandagieren, (plast. chir. Deckung)
e) Welche Pflegeorganisationen können Sie zur Unterstützung einschalten? (2)
       Volkshilfe Oberösterreich, Sozialhilfeverband, Oberöst. Hilfswerk, KCI Austria

263) Bekannte Frage; Eine ca. 40-jährige Patientin kommt zur Türe hereingestürzt, wirkt
verstört; ignoriert, daß Sie ihr einen Stuhl anbieten, zeigt in den Bereich des rechten
Kieferwinkels und fragt. "Ist dieser Knoten hier Krebs?" Sie wissen, daß der Vater der
Patientin kürzlich an Krebs gestorben ist.
a) Welche Fragen stellen Sie der Patientin?
Seit wann?, Schmerzen, kürzlich Infekt?, Infekt bei Mitbewohnern, Haustiere,
Wachstumstendenz, sonstige Beschwerden
b) Was tun Sie? (3)
Untersuchung: Beschaffenheit, Größe, Konsistenz, Verschieblichkeit, Dolenz,
Abgrenzbarkeit, Lymphknotenstationen
                                                                                    Seite 56
c) Bei der klinischen Untersuchung stellen Sie fest, daß der Knoten harmlos ist. Weiteres
Procedere? (3)
Beruhigen, über Harmlosigkeit aufklären, Ko in 2 Wochen – bzw. bei Bedarf, wenn Pat.
unbedingt weitere Abklärung wünscht: Sono HWT, Labor; psycholog. Betreuung

264) Ca. 60-jährige, bisher völlige gesunde Frau (z. n. grippalem Infekt vor 6 Jahren)
kommt in Ihre Ordination und berichtet Ihnen, daß sie "etwas Komisches erlebt habe." Sie
habe am Vortag vorübergehend auf dem linken Auge wie durch einen Schleier gesehen,
Dauer ca. 1 Minute. Vor ca. 3 Wochen habe sie während eines Ausfluges auch auf dem
linken Auge kurzzeitig dieselbe Symptomatik gehabt, habe das aber auf eine Blendung
zurückgeführt.
a) Diagnose (1)
Amaurosis fugax
b) Wie erklären Sie der Patientin, wie die Symptomatik zustande kommt? (2)
       Embolie mit Verschluß A. centr. Retinae, Gerinsel aus z. B. Halsgefäß
c) Vorstufe für welche gefährliche Erkrankung? (1)
 Cerebr. Insult
d) Welches ist die wichtigste apparative Untersuchung, zu der Sie die Patientin weiter
überweisen ? (1)
Sono Halsgefäße, TH: wie TIA, Behandlung Grundleiden

265) 15 Monate altes Kind mit Fieber rektal bis 39,5° (seit 4d?); ist lebhaft, spielt, der
Allgemeinzustand ist nicht beeinträchtigt.
a) Was fragen Sie die Mutter? (8)
 Trinkmenge, Medikamente, Umfeld erkrankt?, Stuhl, Harn, Ausschlag, Husten,
 Gewichtabnahme, Verhalten auffällig, Schnupfen, Schlaf, Erbrechen
b) Was untersuchen Sie? (5)
 Lunge, Herz, Abdomen, HNO-Inspektion, Haut, Meningismuszeichen, Harn,
Windelbereich, LK-Stationen
c) Was sagen Sie der besorgten Mutter, worauf sie besonders achten soll? (4)
Trinkmenge, AZ-Verschlechterung, Spielverhalten, regelmäßig Fieber messen, Ausschlag,
Durchfall/Erbrechen, ausreichend Fieber senken, Menschenansammlungen meiden

266) 9 Monate altes Kind mit Durchfall seit einem Tag.
a) Welche anamnestischen Fragen stellen Sie? (8)
Trinkmenge, Erbrechen, Fieber, Stuhlbeschaffenheit, Stuhlmenge + - Frequenz, Umfeld
erkrankt?, Gewichtabnahme, sonstige Symptome, Medikamente
 b) Was untersuchen Sie? (5)
Abdomen inkl. Auskultation, Hautturgor, Schleimhäute, Cor/Pulmo, HNO-Inspektion,
Windelbereich, Vigilanz, AZ, Meningismuszeichen, LK-Stationen

267) Sie werden in eine Pension gerufen, weil einer der Gäste in seinem Zimmer
bewußtlos aufgefunden worden ist. Die Wirtin erzählt, der Gast habe sich schon morgens
nicht wohl gefühlt, deshalb sei er auch nicht mit seiner Familie Schi fahren gegangen. Als
Sie eintreffen, ist der junge Mann immer noch bewußtlos, die Atmung ist unauffällig,
Blutdruck im Normbereich.
a) Differentialdiagnosen? (6)
Postiktal, Hirnblutung, SAB, MCI, Insult, Hypo-Hyperglykämie, Thyreotoxikose,
Trauma, Intoxikation, psychogen, PE, C2
b) Welchen Laborwert bestimmen Sie vor Ort (welche einfache Untersuchung?)? (1)
        BZ

                                                                                      Seite 57
c) Bei welcher Ursache der Bewußtlosigkeit müssen Sie den Patienten nicht ins
Krankenhaus einweisen? (1)
       Keiner, Hypo, C2???

268) Während der Vormittagsordination erhalten Sie einen Anruf einen älteren Frau, ihr
Gatte habe seit ca. einer Stunde heftige Brustschmerzen, es gehe ihm sehr schlecht. Der
Patient ist bekannter Hypertoniker.
a) Welche Maßnahme treffen Sie, bevor Sie die Ordination verlassen? (1)
NAW
Als Sie in der Wohnung eintreffen, klagt der Patient immer noch über sehr heftige
Schmerzen und Übelkeit. Er ist kreislaufstabil, aber in deutlich reduziertem AZ.
b) Sofortmaßnahmen (6)
RR, EKG, Puls, Monitoring, O2, i.v. – Zugang, Diazepam, Vendal, ev. RR-Senken
(Nitro, Fedip), Nitro, Lagerung, Vitalparameter kontrollieren
c) Differentialdiagnosen? (5)
MCI, Papillarmuskelabriß, Perikardtamponade, Hypertensive Krise, PE, Aneurysma-
Dissektion/Blutung, Pneu
d) Lebensbedrohliche Komplikationen? (2)
Asystolie, Kammerflimmern, elektromech. Dissoiation, Asphyxie, Aneurysmablutung,
kardiog. Schock, hämorrhag. Schock, Lungenödem

269) 63a Mann mit Brennen beim Harnlassen. Sie vermuten eine Prostatahyperplasie.
a) Welche Kriterien bei rektaler Untersuchung? (5)
Größe, Oberfläche, Konsistenz, Abgrenzbarkeit, Sulcus, Knoten, Schmerz,
Verschieblichkeit
b) Welchen Laborwert? (nur 1 Antwort)
PSA
c) Welche apparative Untersuchung, wenn Tastbefund suspekt? (nur eine Antwort)
TRUS (Transrektaler Ultraschall)

270) Ca. 40-jähriger Mann mit plötzlich präkordialem Schmerz, bis 40 Grad Fieber,
erscheint schwer krank, Puls 120, RR110/60, viele supraventrikuläre Extrasystolen.
a) DD? (4)
       Myokarditis, Endokarditis, PE, Pneumonie, Sepsis, MCI, Pleuritis, Perikarditis
b) Sofortmaßnahmen? (5)
NAW verständigen, RR/Puls Kontrollen, EKG, i.v.-Zugang, O2, Antipyreticum, Cor/Pulmo,
Fieber messen, Vitalparameter monitorisieren, Flüssigkeit ( Volumen), Analgesie

271) Eine 19-jährige Studentin kommt in Ihre Ordination und berichtet Ihnen in einem
vorwurfsvollen Ton, daß sie „schon wieder diesen Scheidenpilz“ hätte. Sie diagnostizieren
eine Soorkolpitis mit weißlichem Ausfluß.
a) Welche Gründe für rez. Soorkolpitis? (5)
D.M., übertriebene Hygiene, SS, Partner nicht mitbehandelt, Promiskuität,
Immunschwäche, HIV, starkes Schwitzen, Pille
b) Was raten Sie ihr?
Erneute Therapie, Partner mitbehandeln, Baumwollunterwäsche, Rasieren, Reinigung nur
mit Wasser, Döderlein Med, ev. Grundkrankheit behandeln, Kondom

272) Bauarbeiter, Verletzung am Finger inkl. Nagel, jetzt roter Strich.
a) Welche klin. Untersuchungen? (4)
      MDS, Inspektion, Palpation, LK-Status, Fieber, lokale Überwärmung
b) Welche Therapie? (5)
                                                                                    Seite 58
      Ruhig stellen, Kühlen, ev. Reinigung-Debridement, Tetanus, Antibiose,
Krankenstand,
      Antiinflammatorisch, Analgesie

273) Eine junge mobile Schwester ruft Sie an. Ein alter Patient, halbseitig nach Insult
gelähmt mit Aphasie, scheint Schmerzen im Genitalbereich zu haben. Sie fahren daraufhin
in die Wohnung zu dem Pat. Sie sehen das Präputium zurückgeschoben, die Glans ist
schon ganz geschwollen und blau. DK liegt.
a) Welche Diagnose stellen Sie? (1 Antwort)
       Paraphimose
b) Was machen Sie? (1 Antwort)
       Reposition
c) Wann erwägen Sie eine Spitalseinweisung? (3 Antworten)
       Misslungene Reposition, Rezidiv, Zyanose weiter bestehend, Ischämiezeichen

274) Ein Mann mittleren Alters kommt zu Ihnen in die Ordination. In der letzten Zeit nach
dem Essen beginnen krampfartige Bauchschmerzen, gefolgt von Stuhlabsetzen. Wenn er
nichts ißt, hat der Pat. auch keine Schmerzen.
a) Differentialdiagnosen? (8)
Pankreatitis/ -insuffizienz, Gastritis, Ulcus ventriculi, Colon irritabile, Cholecystitis/-lithiasis,
Cholangitis, Neoplasien im MDT, Zöliakie, Mb. Crohn, Colitis ulcerosa, Laktosein-toleranz,
GI-Infekt
b) Welche 2 nicht invasiven diagnostischen Untersuchen veranlassen Sie?
        Sono Abdomen, Abdomen leer, Magendarmröntgen mit KM
c) Was fragen Sie in der Anamnese? (8)
Seit wann, bei welchen Speisen, Stuhlbeschaffenheit, Erbrechen, Fieber, FA,
Ausstrahlung, Vorerkrankungen, psychische Situation, Medikamente, OP

275) Ein Vater kommt mit 5-jähriger Tochter zu Ihnen. Ein Auge des Kindes ist gerötet,
konjunk-tivale Injektion, wässrige Sekretion.
a) Diagnose? (1)
       Konjunktivitis epidemica
b) Was erklären Sie dem Vater? (5)
Hohe Infektiosität, virale Genese, nicht in die Schule / zu anderen Kindern, ungefährlich,
2.Auge, auch in Familie Auftreten wahrscheinlich, nicht in die Sonne, Vasokonstriktiva,
nicht reiben
c) Welche Komplikation ist bei ungenügender Behandlung möglich? (nur 1)
       Hornhautbefall (mit Narbenbildung)

276) Sie betreuen eine Patientin mit PCP. Mit welchen medizinischen Gruppen werden Sie
eine Zusammenarbeit anstreben? (3)
Internist (Rheumatologe), Physiotherapie, Nuklearmedizin (RSO), Orthopäde, Psychologe

277) Mutter kommt mit Kleinkind in Ihre Ordination. Das Kind kann den Arm nicht mehr
bewegen, nachdem die Mutter es ruckartig am betroffenen Arm gezogen hat, um es vor
einem Sturz zu bewahren.
a) Diagnose? (1)
       Radiusköpfchensubluxation
b) Was machen Sie in weiterer Folge? (1)
       Reposition durch Daumendruck auf Radiuskopfchen
c) Unter welchen Umständen können Sie auf ein Röntgen verzichten? (1)
Reposition erfolgreich + Bewegung wieder möglich
                                                                                               Seite 59
278) Gattin eines 59 jährigen Mannes ruft an . Er habe einen plötzlich akuten Schmerz in
der Brust verspürt, ist für 1h herumgegangen, jetzt sitzt er eher ruhig im Stuhl, DM I
bekannt, 20 Zig/d.
a) An welche abwendbaren gefährlichen Verläufe denken Sie? (4)
      MCI, PE, card. Dekompensation, Lungeninfarkt, Pneu, Aortenaneurysma
b) Wie gehen Sie vor? (3)
      Visite, EKG, RR/Puls, i.v.-Zugang, O2, Transfer in Spital mit NAW, Pulsoxymetrie

279) Mädchen, 12a alt, hat zunehmende Bauchschmerzen, hat 2x erbrochen, 38 Grad
Fieber.
a) Klinische Untersuchung? Wie gehen Sie vor? (6)
Abdomen: Loslassschmerz li UB, DS re UB Ausstreichzeichen, rektale Temp >1° Diff. zu
axillär, Douglasschmerz, Defence, DG, Lasegue, hüpfen, KS, NL, Cor/Pulmo
b) Was würde Ihre Verdachtsdiagnose für Appendicitis erhärten? (3)
        Siehe a)
c) Sie vermuten eine App. Accuta. Was tun Sie? (1)
        Einweisung in Spital ad OP

280) 12a alter Bub, seit gestern Fieber und Halsschmerzen.
a) An welche Diagnosen denken Sie? (3)
Akute Pharyngitis, Angina herpetica, Soor, Angina tonsillaris
b) Welches Symptom spricht wofür? (3)
Aphthen – Herpes, Rötung + Schleim/Eiter – Pharyngigis, weiße Beläge abstreifbar –
Soor; Stippchen, Beläge, Eiter, Hypertrophie - Angina
c) Welche Untersuchungen im Labor sprechen für eine ATB-Therapie? (3)
Neutrophile, CRP, ASL-Titer, Strep-A-Test

281) Frau, ca. 35 a alt, bisher nur banale Infekte, bei letzter Gesundenuntersuchung keine
Auffällig-keiten. Seit 2a unerfüllter Kinderwunsch.
a) Anamnese? (6)
Sexual, Gyn.(Regel, Adnexitis, Endometriose, Kontrazeption, FA), Vor-OP, Medikamente,
Psyche, Mann
b) Labor? (nur 3)
        b) LH, FSH, Prolactin, Östradiöl
c) Welche weiteren Untersuchungsschritte? (2)
Spermiogramm, Gynäkologe, Karyogramm, HSK, Chromo, LASK

282) Frau, 35a alt, arbeitslos, bei letzter Gesundenuntersuchung haben Sie den Verdacht
auf eine Alkoholkrankheit gestellt, Pat kam aber nicht zur Abschlußuntersuchung. Nun
kommt sie wieder, leugnet aber ihre Alkoholprobleme.
a) Wie gehen Sie nochmals auf ihre Alkoholkrankheit ein? (4)
       Trinkanamnese, mit Gefühl!
b) Falls sich ihre Alkoholkrankheit bestätigt, welche möglichen Behandlungen
und Hilfeempfehlungen geben Sie ihr ? (4)
Anonyme Alkoholiker, Selbsthilfegruppen, stationäre Entwöhnung, Psychotherapie,
autogenes Training, Jacobson, Hypnose, Akupunktur, medikamentöse Unterstützung

283) Mann mit Helicobacter pylori pos., Ulcus duodeni.
a) Therapie?
 Eradikation
b) Wie lange? (1)
                                                                                     Seite 60
7 Tage
c) Begleitmaßnahmen? (4)
Ulkusdiät, kleine Mahlzeiten, kein Kaffee, kein Streß, kein Nikotin, kein Alkohol, keine
scharf gewürzten Speisen, keine Kohlensäure
    d) Eradikationstherapie:
       Erstbehandlung: Pantoprazol 40 mg ( oder Ranitidin Wismut-Zitrat 400 mg) +
Clarithromycin 500 mg
       + Amoxycillin 1g 2 mal täglich für 7 Tage
       Folgebehandlung (erfolglose 1.-Therapie): Ranitidin-Wismut-Zitrat 2x400mg +
Metronidazol
       3x400mg + Tetracyclin 4x500mg für 7 Tage (evidence based)

284) 42 a alte Frau, nimmt Pille, raucht, sie stellen ein erhöhtes Thromboserisiko fest, sie
möchte einen Langstreckenflug und Busreise machen.
a) Welche Allgemeinmaßnahmen empfehlen sie? (4)
Viel Trinken, immer wieder Bewegung während des Flugs, kein Rauchen, Beine nicht
übereinanderschlagen, Knie möglichst wenig abbiegen
b) Welche Therapie für den Flug? (Nur 1)
Niedermol. Heparin je nach KG direkt vor dem Flug s.c.
c) Welche weitere Maßnahme für Flug? (nur 1)
Stützstrumpf
d) Welche Laboruntersuchung ordnen Sie an? (nur 1)
Gerinnungsstatus

285) Schwester einer Patientin (49 Jahre) ruft an, da sie schon seit 4 Tagen Fieber (40
Grad) hat, sie nimmt keine Medikamente. 3 Tage zuvor stechender Thx-Schmerz und
Schmerzen beim Atmen, 1x kollabiert, fühlt sich sehr schlecht. Befunde RR 90/70, Puls
125, AF 27, Pulmo: Dämpfung und feuchte RG´s re MF, LK geschwollen, Husten, Pat.
schweißig und schwach.
a) Diagnosen? (4)
        Pneumonie, PE, Pleuritis, MCI, TBC, Myokarditis, Endokarditis, Sepsis
b) Welche Kriterien sprechen für eine Pneumonie?
        Rasseln, Husten, hohes Fieber, Schmerzen beim Atmen, AF
c) Die Patientin will nicht stationär behandelt werden, sie will zu Hause von ihrer
Schwester gepflegt werden. Werden Sie diesem Wunsch entsprechen? (nur 1)
        Nein
 d) Was spricht bei der Untersuchung für Ihre Entscheidung (bei vorheriger
Frage)? (4)
Kreislaufsituation, Diagnose, AZ, keine Besserung in letzten 4 Tagen, Compliance fraglich,
i.v. Therapie nötig
 e) Warum bestehen Sie auf eine stationäre Aufnahme? Wie können Sie Ihre
Entscheidung durch die Anamnese untermauern? (3)
stat. Einweisugn ad DU; i.v. Antibiose und Volumen, sowie Kreislaufüberwachung indiziert,
da vitale Gefahr besteht, Pat. keine Krankheitseinsicht

286) Mann, 20 a, aus Urlaub zurück, hat nun Durchfall und leichte Bauchschmerzen. Hat
bereits von Freund Tabletten gegen Durchfall eingenommen.
a) Anamnese? (6)
Freund auch?, wo, etwas schlechtes gegessen, Wasser getrunken, Stuhlkonsistenz, -
menge, Buffet, Trinkmenge, Fieber, Erbrechen
b) Wann soll der Pat wiederkommen? (2)
       Persistenz, Verschlechterung, Flüssigkeitsdefizit, Kreislaufprobleme, Blut
                                                                                           Seite 61
c) Verhaltensempfehlungen? (4)
Schonkost, viel trinken, Normolyt, Antibiophilus, Krankenstand (wenn in lebensmittel-
verarbeitenden Betrieb obligat), Hygiene

287) 89 a alter Pat, im Rollstuhl, Mykose zwischen den Zehen mit einem Roten Strich am
US, DM bekannt, PAVK bekannt.
a) Worauf achten Sie bei der Untersuchung? (4)
       LK, Überwärmung, Fieber, AZ, MDS, anderer Fuß, Ödem, Thrombose, RR/Puls, BZ
b) Wann sollen Sie wiedergerufen werden? (4)
       Fieber, AZ-Verschlechterung, Progredienz, Sepsiszeichen, Persistenz
c) Therapievorschläge? (3)
Antibiose mit Penicillin, BZ Einstellung, Behandlung der Mykose, Beinbandagen, Kühlung,
Hochlagerung

288) Pat. mit Prostatahypertrophie kommt mit einem anderen Problem: Schwellung re.
Bein seit gestern, über Nacht mit Schmerzen und Spannung
a) Worauf achten Sie bei Untersuchung? (4)
MDS, LK, Hautkolorit, Wadendruckschmerz, Überwärmung, Dyspnoe, Cor/Pulmo,
RR/Puls, rektal
b) Welche Komplikationen? (3)
      PE, postthrombotisches Syndrom, Rezidiv, Staungsdermatose

289) Pat stellt in letzter Zeit erhöhten Harndrang fest. Adipös, Hypertonie bekannt.
a) Anamnese? (6)
DM bekannt, Polydipsie, Nykturie, Mattigkeit, Trinkmenge, Fieber, vermehrte Infekte,
Dysurie, Inkontinenz, Blut, Farbe, kard.-pulm. Beschwerden, Bauchschmerzen,
Flankenschmerzen, Medikamente
b) Klinische Untersuchungen? (6)
Cor/Pulmo, Abdomen, Neurostatus, Turgor, Schleimhäute, NL, rektal, Fieber, RR/Puls,
EKG, Ödeme
c) Labor sofort? (1)
        BZ

290) Ein ca. 65 a alter Mann, adipös, kommt mit einer roten Zehe, sagt, den
Schweinsbraten gestern hätte er nicht essen sollen, Sie vermuten eine Gicht.
a) Welche Differentialdiagnose? (nur 1)
PAVK / diabetischer Fuß, Impetigo, Erysipel, nach eigenem Gutdünken auswählen
a) Akute Therapie?
Analgesie, Kühlung, NSAR, Ruhigstellen, ev. Colchizin/Cortison (wenn NSAR nicht
ausreichend)
b) Was empfehlen Sie ihm?
Kein Alkohol, kein Fleisch, keine Innereien, eiweißarm, viel Flüssigkeit, Schuhwerk,
Physiotherapie, Nikotinkarenz, Gewichtsreduktion

291) Ein Kind, ca. 10a, ist auf Lenkrad beim Fahrradfahren gestürzt, konnte kurz nur
schwer atmen, Mutter ruft Sie jetzt an, weil das Kind auffällig ruhig ist. Bei der
Untersuchung zeigt sich ein Kompressionsschmerz Thx li., und eine Prellmarke im li. Thx-
Bereich, Auskultation unauffällig, keine Dämpfung.
a) An was denken sie in erster Linie? (2)
Contusio thoracis, Rippenfraktur, Hämatothorax, Sternumfraktur, Perikardtamponade,
Milzruptur, Nierenruptur, innere Thorax-/Bauchverletzungen, Contusio cordis, Schock
b) Weiteres Procedere? (2)
                                                                                        Seite 62
NAW ad Klinik, Reanimationsbereitschaft, Analgesie, RR, Puls, i.v. Zugang, Sauerstoff ,
Überwachung

292) 28a alte Frau, hat plötzlich Schmerzen im re Oberarm, kann nichts Schweres heben,
Schulter frei beweglich.
a) Anamnese? (4)
Thromboseneigung (Pille, rauchen, Gerinnungsstörung, schwanger), Trauma, kardiopulm.
Beschwerden, Durchblutungsstörungen, Parästhesien, monotone Bewegungsabläufe bei
der Arbeit, Malignom, FA, Medikamente, Dyspnoe, OPs
b) Worauf achten sie bei Untersuchung? (4)
LK, MDS, Ödem, Überwärmung, lokaler DS, RR bds., Haltung, Hautmantel, Reflexe,
Mamma, Cor/Pulmo

293) Pat., 42 a alt, Schmerzen im re Auge, konjunktivale und ciliare Rötung, guter AZ,
lichtscheu, Sehverschlechterung.
Differentialdiagnosen? (5)
Fremdkörper, Akutes Glaukom, akute Konjunktivitis, akute Keratitis, akute Iritis, Meningitis,
Trauma, Hordeolum

294) Pat. nimmt Fosamax und Ca, hat zunehmende Thx-Schmerzen mit Ausstrahlung in
die li Schulter, Brennen retrosternal.
Apparative Untersuchungen? (2)
EKG, Troponin, CK, Gastroskopie, Thx-Rö, Sono Abdomen, Rö-Schulter ap/s + axial

295) Pat. hat zunehmende Atemnot in letzter Zeit, vor allem nachts, leicht zyanotisch,
basal Giemen bds., leises AG
Anamnese? (6)
COPD, Raucher, Herz, Kreislauf, AP, Husten, Nykturie, Besserung bei aufrechtem
Oberkörper, Ödeme, AllergikerIn, Hypertonie, Medikamente, Vorerkrankungen, OPs,
Fieber, Auswurf, Schwindel


296) Mann hat Kreuzschmerzen, der Vater hatte auch viele Kreuzschmerzen, er hat sie
besonders in der Früh, wird dann im Laufe des Tages besser, LWS RÖ vor 3 a unauffällig.
Sie vermuten Mb. Bechterew.
a) Differentialdiagnosen? (4)
        Discusprolaps, Osteoporose, bakt. Spondylitis / Sakroiliitis, reaktive Arthritis und
Reiter
Syndrom, Arthritis psoriatica, Malignome, enteropathische Arthritiden, Spondylosis
deformans
b) Labor? (1)
        HLA B27, Rheumafaktor negativ, BSG erhöht, CRP erhöh
c) Apparative Untersuchungen? (2)
        Klinik: Sakroiliitis (Stulhsteigeversuch, Menell-Zeichen – DS/KS), Schober Zeichen
(C7
30cm nach kaudal, mind. + 2 cm), Ott-Zeichen (S1 10cm nach kranial, mind. + 4cm), Kinn-
Sternum-Abstand, Fleche (Abstand Hinterkopf-Wand im Stehen), nächtl. Exazerb.
Kreuzschmerz, symm. Motilitätsverlust im Achsenskelett, Enthesiopathien (Synchon-dritis,
entzündlicher Fersensporn) Labor, Röntgen - CT besser zur Früherkennung
(Kastenwirbel, Syndesmophyten, Ankylosierung intervertebral, subchondrale Sklerose)



                                                                                       Seite 63
297) Mutter ruft an, weil ihr Kind krank ist, kriegt schlecht Luft, bellendes Kind im
Hintergrund.
a) Empfehlung an die Mutter? (2)
Kalte/frische Luft, Diclobene-Supp., Rectopred-Supp., feuchte Tücher aufhängen, kühler
Raum
b) Worauf achten Sie bei Untersuchung? (4)
Fieber, Atmung (insp. Stridor, Tachypnoe, Einziehungen, Nasenflügeln), HNO-Inspektion,
Pulmo/Cor, LK, Abdomen, AZ, heiser

298) Ausländische Familie, 8 Monate altes Kind, Stuhl in Windel gehabt gestern, Kind wird
noch gestillt, Mutter ist fix und fertig, Vater besorgt, Kind schreit.
a) Worauf achten Sie bei der Untersuchung? (6)
AZ, Hautturgor, Fontanelle, Schleimhäute, Fieber, HNO-Inspektion, Abdomen, Windel-
bereich, Bruchpforten, LK, Exanthem, Entwicklung, Zahnleisten, Meningismus, Cor/Pulmo,
Neuro-Status
b) Welche nichtinfektiösen abwendbaren Gefahren, Erkrankungen schließen Sie aus? (4)
      Exsiccose, Volvulus, Invagination, Trauma, Intoxikation, Missbrauch, Mißhandlung

299) Gattin eines Patienten mit Magen-Ca (infauste Prognose) kommt zu Ihnen und
möchte mit Ihnen sprechen. Sie müssen sie bezüglich der Diagnose aufklären.
a) Welche Punkte sprechen Sie an und wie führen sie das Gespräch? (4)
Soziale Versorgung, Pflegegeld, Wohnung adaptieren, Schmerztherapie, Nahrungs-
aufnahme, Hausbesuche, Hauskrankenpflege, Hospiz, Psychologische Betreuung,
Versorgung zu Hause möglich?, parenterale Ernährung, Sterben zu Hause, Aufklärung
über letzte Stunden, Einweisung in Krankenpflege, Info über Entlastung für Pflegende,
finanzielle Versorgung, Angehörige einbinden.
b) Wie beenden Sie das Gespräch? (5)
Regelmäßige und anlaßbedingte Hausbesuche, Supervision, private Telefonnummer, als
Ansprechpartner für jegliches medizin./pfleg. Problem fungieren, Organisator in
medizinischen Belangen.

300) Junger Sportler, hat seit 3 Monaten Wadenkrämpfe.
a) Anamnese? (6)
Zeitlicher Verlauf, Nahrung, Trinkgewohnheiten, Trainingsumfang, Sportschuhe, Kleidung
auf Durchblutungsstörung, Dehnen, Elektrolytersatz, Vorerkrankungen,
kardiopulm./neurolog./abd. Beschwerden, Schwindel, Trauma, Doping, Medikamente,
Schmerzen, FA
b) Vorübergehende Therapie? (2)
Elyte substituieren, Mg-Substitution, Volumen, Physiotherapie, Training reduzieren
/pausieren, Vitamin B, passende Kleidung/Schuhe

301) Alter Mann, 79a, hat Schweregefühl in den Armen, zittert zunehmend und zeigt eine
kleine Schrift.
a) Klinisch neurologische Beobachtungen für die Diagnose? (6)
Startschwierigkeiten, kleine Schrift, Ungeschicklichkeit, einseitiger -asymmetrischer
Tremor, Verstärkung Tremor durch Affekt, Muskelschmerzen, Nacken/Schulter,
Fallneigung, Bewegungsblockaden, Sprache, vegetative Begleitsymptomatik (Seborrhoe,
Pollakisurie, Harnverhalten, Hypersalivation, Schluck-störung), Pillendreherphänomen,
Intentionstremor, Arme bewegen sich nicht mit beim Gehen, Hypomimie, Depressio,
gebündelte Körperhaltung, kleine Schritte, Zahnradphänomen
b) Welche Fragen stellen Sie in der Anamnese? (5)

                                                                                   Seite 64
Steifigkeit, Obstipation, Stürze, Blasenstörung, Wahrnehmung, Depressio, Startschwierig-
keiten, Muskelschmerzen (Nacken/Schulter)

302) Mutter eines kranken Kindes ruft an, Kind hustet (bellender Husten).
a) Was soll sie tun?
Kalte/frische Luft, Diclobene-Supp., Rectopred-Supp., feuchte Tücher aufhängen, kühler
Raum
b) Wenn keine Besserung, welche Therapievorschläge?
       Visite + ev. Spital (Adrenalin-Inhalationen, O2, Überwachung)

303) Patientin will verreisen (langer Flug), hat Angst vor Thrombose, in Familienanamnese
TVT mütterlicherseits; berichtet, daß sie die Pille nimmt und raucht.
a) Welche Allgemeinmaßnahmen empfehlen sie? (4)
Viel Trinken, immer wieder Bewegung während des Flugs, kein Rauchen, Beine nicht
übereinanderschlagen, Knie möglichst wenig abbiegen
b) Welche Therapie für den Flug? (Nur 1)
Niedermol. Heparin je nach KG direkt vor dem Flug s.c.
c) Welche weitere Maßnahme für Flug? (nur 1)
Stützstrumpf
d) Welche Laboruntersuchung ordnen Sie an? (nur 1)
Gerinnungsstatus

304) Patient befürchtet Mb. Parkinson zu haben.
a) Welche Fragen zur Symptomatik stellen Sie? (6)
Familienanamnese, Startschwierigkeiten, kleine Schrift, Ungeschicklichkeit, einseitiger -
asymmetrischer Tremor, Verstärkung Tremor durch Affekt, Muskelschmerzen, Nacken
/Schulter, Fallneigung, Bewegungsblockaden, Sprache, vegetative Begleitsymp-tomatik
(Seborrhoe, Nachtschweiß, Pollakisurie, Harnverhalten, Obstipation, Hypersalivation,
Schluckstörung)
b) Welche Maßnahmen konzipieren Sie? (5)
Ad Neurologe, Physiotherapie, Angehörige, Selbsthilfegruppen, Medikamente (Levodopa
+ Carboanhydrasehemmer, MAO-B-Hemmer, Amantadin, Anticholinergika, Bete-Blocker),
Adaptation Wohnung, ev. Pflegegeld, Hauskrankenpflege, Essen auf Rädern, etc.,
Diadochokinese, FNV, KHV, Gangbild, MR-Schädel, EEG, PET-Schädel, Rigor, Tremor,
Akinese

305) Patientin kommt wegen Schmerzen im re Oberarm, Kraftlosigkeit, das Schultergelenk
läßt sich aber gut bewegen, hier auch keine Schmerzen.
        a) Welche Fragen? Seit wann, Trauma, Schmerzen bei best. Bewegungen,
Schmerzcharakter,
        Parästhesien
        b) Untersuchungen? DMS überprüfen, Rötung, Schwellung, Überwärmung,
Atrophie, genauer
        neurologischer Status mit Reflexen im Seitenvergleich, Beweglichkeit nach Neutral-
0-Methode
        überprüfen, Röntgen, HWS untersuchen

306) Junger Sportler kommt wegen Kribbeln und Schwäche in den UE seit 3 Wochen zu
Ihnen.
a) Untersuchungen (klinische)?
MDS, Reflexe, Kraft, Diadochokinese, RR, Puls, Cor/Pulmo, Wadendruckschmerz, WS,
Zehengang, Fersengang, Nervendruckpunkte, Hautmantel
                                                                                    Seite 65
b) DD?
Radikulitis, DP, Neuritis, PNP, Durchblutungsstörung, Vit. B12-Mangel, MS, Überlas-
tungssyndrom, Dehydratation, DM, Hypomagnesiämie, Tumor, Paraneoplasie, traumat.
Nervenläsion
c) Therapievorschläge?
Elyte substituieren, Mg-Substitution, Volumen, Physiotherapie, Training reduzieren
/pausieren, Vitamin B, passende Kleidung/Schuhe

307) Anruf von Gattin eines Patienten, der retrosternalen Druckschmerz, Atemnot hat und
kaltschweißig ist.
a) Was tun Sie?
       Sofortige Visite, NAW rufen
b) Therapie vor Ort?
I.v.-Zugang, Nitro, O2, Oberkörper hoch, ev. Volumen, ev. Adrenalin, Aspisol, Analgesie,
ev. Heparin i.v., (EKG, RR, Puls, Cor/Pulmo, Anamnese, Medikamente, Risigofaktoren),
Monitoring Vitalparameter

308) Patient berichtet über Engegefühl im Hemdkragenbereich.
a) Welche Fragen stellen Sie?
Zeitlicher Verlauf, Schluckstörungen, Schwellung, Infekt, Fieber, Dyspnoe, Kachykardie,
Scheißausbruch, Gewichtsabnahme, Durchfälle, Nervosität, Thx-Schmerz
b) Welche Laborparameter? (nur 2!)
TSH, Troponin
c) Welche apparativen Untersuchungen halten Sie für sinnvoll? (2)
Sono-SD, EKG, Ths-Rö, Sono HWT, Schluckaktröntgen

309) Patient mit Magenulcus, Helicobacter positiv.
a) Therapie?
Eradikation
b) Wie lange? (1)
       7 Tage
c) Begleitmaßnahmen? (4)
Ulkusdiät, kleine Mahlzeiten, kein Kaffee, kein Streß, kein Nikotin, kein Alkohol, keine
scharf gewürzten Speisen, keine Kohlensäure
d) Eradikationstherapie:
       Erstbehandlung: Pantoprazol 40 mg ( oder Ranitidin Wismut-Zitrat 400 mg) +
Clarithromycin 500 mg
       + Amoxycillin 1g 2 mal täglich für 7 Tage
       Folgebehandlung (erfolglose 1.-Therapie): Ranitidin-Wismut-Zitrat 2x400mg +
Metronidazol
       3x400mg + Tetracyclin 4x500mg für 7 Tage (evidence based)

310) Ehepaar ruft an (nachts): Kind schreit seit Stunden; als Sie eintreffen sehen Sie ein
erschöpftes Elternpaar und ein immer noch schreiendes Kind (Stuhlgang vor kurzem
erfolgt).
a) Welche klinische Untersuchungen?
AZ, Hautturgor, Fontanelle, Schleimhäute, Fieber, HNO-Inspektion, Abdomen, Windel-
bereich, Bruchpforten, LK, Exanthem, Entwicklung, Zahnleisten, Meningismus, Cor/
Pulmo, Neuro-Status
b) Welche gefährlichen Diagnosen müssen Sie ausschließen? (3)
Exsiccose, Volvulus, Invagination, Trauma, Meningitis, Intoxikation, Missbrauch,
Mißhandlung
                                                                                           Seite 66
311) Patientin berichtet über Schmerzen und Fremdkörpergefühl im li Auge.
a) Untersuchungen?
Inspektion, Ektropionieren, Palpation, Fremdkörper, Pupillen, Visus,
Gesichtsfeldbestimmung, Augenhintergrund, RR
b) DD?
Allerg. Konjunktivitis, FK, Keratokonus, Photoelectrica, Inf. Konjunktivitis, Entropium,
Sicca-Syndrom, Hordeolum, Glaukom

312) Adipositas, Raucher, Alkoholiker mit Arthritis urica.
a) Akute Therapie?
Analgesie, Kühlung, NSAR, Ruhigstellen, ev. Colchizin/Cortison (wenn NSAR nicht
ausreichend)
b) Was empfehlen Sie ihm?
Kein Alkohol, kein Fleisch, keine Innereien, eiweißarm, viel Flüssigkeit, Schuhwerk,
Physiotherapie, Nikotinkarenz, Gewichtsreduktion
c) DD?
Pseudogicht (Chondrokalzinose), Hydroxylapatitkrankheit, Rheumatisches Fieber,
Infektarthritiden, chron. Niereninsuff., Thiazide, Lesch-Nyhan-Syndrom (Kinder), Arthritis
psoriatica, Gonorrhoe, PAVK / diabetischer Fuß.

313) Ein Kind 7a mit UB-Schmerzen rechts, Fieber.
a) Palpatorische Dg. der Appendizitis?
        Abdomen: Loslassschmerz li UB, DS re UB, Ausstreichzeichen, rektale Temp >1°
Diff. zu axillär, Douglasschmerz, Defence, DG, Lasegue, hüpfen, KS
b) Wenn die Dg. Appendicitis wäre, was machen Sie?
        Einweisung in Spital ad OP

314) Pat. 36a, Kinderwunsch
a) Anamnese
Gynanamnese, OPs , Sexualanamnese, Zyklusanamnese, Medikamente, Operationen,
Familie, Psyche, Allgemeinerkrankungen, Umweltfaktoren, Vorerkrankungen
b) Alle Laborparameter unauffällig? Welche 2 Untersuchungen werden Sie anordnen?
HSK, Chromopertubation, LASK, Spermiogramm

315) Alkoholikerin 27a
a) Anamnese
Trinkmenge, Kommen Sie ohne Alkohol aus?, Welche Tageszeit beginnen Sie?, Trinken
Sie mehr als Ihre Freunde?, Zittern, Was (Schnaps)?, Depressio, Petechien,
Medikamente, Trinken Sie während der Arbeit? Trinken Sie alleine? Sozialkontakte
verarmt?, Trinkfreie Zeit
b) Welche Therapie
Anonyme Alkoholiker, Selbsthilfegruppen, stationäre Entwöhnung, Psychotherapie,
autogenes Training, Jacobson, Hypnose, Akupunktur, medikamentöse Unterstützung

318) Ein Kind 8a, Verletzung beim Spielen, Hämatom am linken Rippenbogen,
Auskultation unauffällig, gibt Bauchschmerzen an, schaut blaß aus.
a) Klinische Untersuchung
Cor/Pulmo, Abdomen, RR, Puls, Neuro-Status, Inspektion knöcherner Thorax, Krepitation,
rektal, Harn
b) Diagnose

                                                                                           Seite 67
Milzruptur, Darmperforation, (Serien-)Rippen-Fx, Contusio thoracis, Contusio cordis,
Hämatothorax, Herzbeuteltamponade, Nierenruptur, Gefäßabriß, Schock
c) Therapie
NAW ad Klinik, Reanimationsbereitschaft, Analgesie, RR, Puls, i.v. Zugang, Sauerstoff ,
Überwachung

319) Eine Mutter kommt mit ihrem 10 Monate alten Säugling in Ihre Ordination. Das Kind
hat seit gestern erhöhte Temperatur und eine rinnende Nase. Die höchst gemessene
Temperatur war rektal 39,7°C. Das Kind war sehr unruhig in der Nacht und hat sich immer
wieder auf das linke Ohr gegriffen. Sie stellen die Diagnose: Akute Otitis media.
a) Welche Untersuchungen führen Sie durch? (5)
Otoskopie, Hals/Mund, Nase, Mastoid-DS, HNAP, Tragus-DS, Fieber,
Cor/Pulmo/Abdomen, Meningismus
b) Welche Komplikationen können im Kindesalter auftreten? (6)
Mastoiditis, Meningitis, Perforation, Innenohrschädigung, Facialisparese, Sinusvenen-
thrombose, Cholesteatom, chron. OM, Gehörknöchelchen-Schädigung
c) Welchen Lokalbefund erheben Sie bei einer "Akuten Otitis media"? (4)
       Rötung, Vorwölbung, Trübung, gelbliches Sekret, Fibrinbeläge

320) Ein Patient mit Vorhofflimmern kommt zu Ihnen in die Ordination. Es sollte eine orale
Antikoagulationstherapie mit Simtron/Marcoumar begonnen werden.
a) Wie klären Sie den Patienten auf?
Erhöhte Blutungsneigung (künstlicher Bluter). Erklären, warum notwendig.
b) Was muß er beachten?
Vor Operationen und Zahnarztbesuch rechtzeitiges Absetzen und Umstellung auf Heparin,
schlechtere Wundheilung, Gefahr von Spontanblutungen (z.B. Hirn) oder größeren
Blutungen nach Bagatelltrauma, regelmäßige Laborkontrollen, hohe Kompliance nötig,
immer Marcoumarpaß mitführen und behandelnde Ärzte darauf hinweisen, Ernährung (Vit
K), Lifestyle (verletzungsträchtige Aktivitäten meiden),
Kontraindikationen abklären (Magen, Darmulcera, Insult, Nebenwirkungen (Übelkeit,
Erbrechen, Blutungen, Ikterus), Arzneimittelinteraktionen (NSAR), Alkohol meiden.

321) Eine Patientin kommt zu Ihnen in die Ordination, weil sie von einem Facharzt vor 1
Woche "Fluoxetin" verschrieben bekommen hat. Sie bemerkt jedoch, daß sie sich noch
immer gleich "schlecht" fühlt.
a) An welcher Erkrankung leidet die Patientin? (1)
      Depressio
b) Wie lange dauert es bis Fluoxetin wirkt? (1)
      2-3 Wochen
c) Was geben Sie in der Zwischenzeit bis Fluoxetin zu wirken beginnt? (1)
      Xanor

322) Eine 56-jährige Patientin mit Adipositas und chronischen Lymphödemen an beiden
Beinen kommt zu Ihnen in die Ordination.
a) Welche Therapievorschläge können Sie ihr geben? (4)
Gewichtsreduktion, Kompressionsstrümpfe, regel. Lymphdrainage, Bewegung, intermitt.
hochlagern
b) Zu welchen Erkrankungen kommt es auf Grund der chronischen Lymphödeme sehr
häufig? (3)
 Stauungsdermatosen, Erysipel, Lymphangiits, Ulcus cruris, Elephantiasis, Phlebitiden



                                                                                    Seite 68
323) Eine Patientin kommt mit einer typischen Hautrötung (Erythema migrans) in Ihre
Ordination. Sie erzählt, daß sie vor einigen Tagen von einer Zecke gebissen wurde, aber
sie ist FSME geimpft. Sie stellen die Diagnose: Borreliose.
a) Was erklären Sie der Patientin in Bezug auf die Hautrötung? (4)
Bakterielle Infektion, behandlungsbedürftig, Spätkomplikationen, Zeckenimpfung schützt
nicht, zentrifugale Ausbreitung, zentrale Aufhellung, Juckreiz
b) Kann Ihnen ein "Borreliose - Schnelltest " ein falsch positives Ergebnis liefern? (1)
Ja (Z.B. Kreuzreaktion mit Treponema pallidum)
 c) Sie entscheiden sich für eine Therapie mit Doxycyclin. Wie lange und welche
        Dosierung müssen Sie verordnen? (2)
        Doxycyclin 2x100 mg für 21 Tage
d) Welche Antibiotika könnten Sie noch verwenden? ( 2 )
        Amoxicillin, Erythromycin, Cefuroxim, Ceftriaxon

324) Ein 43-jähriger Mann kommt zu Ihnen, weil ein sehr guter Freund von ihm, im Alter
von 52 Jahren, an einem Darmkarzinom verstorben ist. Er möchte nun von Ihnen wissen,
welche vorbeugenden Maßnahmen er selbst ergreifen kann.
a) Welche Untersuchungen und in welchen Abständen sollte er diese prophylaktisch
durchführen lassen? (4)
       Colo-, Recto- Proctoscopie alle 5a; Hämoccult u. BB, CEA, Sono Abdomen 1x/a
b) Was kann er selbst zur Vorbeugung beitragen ? ( 4 )
Ballaststoffreiche, fettarme, fleischarme Nahrung, Nikotinkarenz, viel trinken, Bewegeung,
regelmäßiger Stuhlgang, Vitamine, wenig Alkohol

325) Eine 28-jährige Patientin kommt zu Ihnen, weil sie schon seit längerem sehr müde
und abgeschlagen ist. Außerdem sei sie sehr nervös, hätte auch ab und zu Herzrasen. Ein
diffuses Struma ist bekannt. Sie ziehen eine Hyperthyreose in Betracht.
a) Welche Erkrankungen können eine Hyperthyreose verursachen? (3)
Immunthyreopathie (Thyreoiditis Hashimoto (Anfangstadium), Mb. Basedow), entzündlich
(De Quervain, Strahlen), funktionell (disseminiert, fokal, multifokal), Neoplasie,
hypophysär, paraneoplastisch
b) Welche Laborparameter lassen Sie bestimmen? (4)
       TSH, fT3, fT4, SD-AK, CRP, BB
c) Welche apparativen Untersuchungen veranlassen Sie? (2)
       Sono-SD, Szinti
d) Mit welcher symptomatischen Behandlung können Sie sofort beginnen ? (1)
       Beta-Blocker, Jodkarenz

326) Die Gattin eines 30-jährigen Mannes ruft Sie in der Ordination an und bittet um einen
sofortigen Hausbesuch, weil ihr Mann seit gestern Fieber hat.
a) Welche Fragen stellen Sie der Gattin am Telefon? (6)
Husten, Erbrechen, Dyspnoe, Kopfschmerz, Durchfall, Kreislauf, AZ, Trinkmenge,
Exanthem, Bauchschmerzen
Als Sie beim Patienten zu Hause eintreffen, stellen Sie die Diagnose "Grippaler Infekt".
b)Welche Therapievorschläge geben Sie dem Patienten ? ( 5)
Viel trinken, Antipyretika, Analgetika, Nasentropfen, Wadenwickel, Kochsalzinhala-tionen,
Bettruhe, Krankenstand, Nikotinkarenz

327) Eine besorgte Mutter sucht Sie mit ihrem 9 Jahre alten Sohn auf, weil ihr Junge seit
ein paar Wochen immer "so Bauchweh "hat. Die Lehrerin mußte ihn sogar in letzter Zeit
öfters von der Schule nach Hause schicken.
a) Welche Fragen stellen Sie dem Jungen? (6)
                                                                                     Seite 69
Streß, familiäre Probleme, Lernschwierigkeiten, von Mahlzeit abhängig, Durchfall,
Erbrechen, Dauer, Qualität, Lokalisation, Trauma
b) Welche Ursachen könnten das Bauchweh verursachen? (5)
Chron. Appendicitis, protr. GI-Infekt, funktionell, psychisch, Laktose-, Milch-EW-Intoleranz,
Adhäsionen, Hernien, Trauma, enterale Migräne, Zöliakie
c) Welche Therapievorschläge bieten Sie an? (5)
Gastroenterolog. Abklärung, Psychologische Betreuung, Diät, Antibiophilus, Entspan-
nungsübungen, Bewegung, geregelter Tagesablauf, reichlich Trinken, leichte Kost

328) Die Gattin eines 78-jährigen Mannes ruft Sie in der Ordination an und bittet Sie um
einen dringenden Hausbesuch. Ihr Mann sei plötzlich zusammengebrochen und kann
seinen rechten Arm und sein rechtes Bein nun nicht mehr bewegen.
a) Was raten Sie der Gattin am Telefon? (6)
Ruhe bewahren, Puls, Atmung, Bewusstsein, Frischluftzufuhr, stabile Seitenlage mit
Erhöhung auf 30°, Zähne ex, beengende Kleidung ausziehen
b) Welche Ursachen könnten solch ein Krankheitsbild machen? (3)
       Insult, Hirnblutung, Carotisdissektion, TU, Epilepsie, TIA, PRIND
Als Sie beim Patienten eintreffen, finden Sie ihn am Boden liegend auf.
d) Welche klinischen Untersuchungen führen Sie durch? (5)
       RR, Puls, BZ, Neuro-Status, Cor/Pulmo, EKG, Bewußtsein
e) Welche Therapie können sie vor Ort sofort durchführen ? ( 3 )
I.v.-Zugang, O2, RR-Senkung bei Bedarf, Vitalparameter-Monitoring

329) Eine 50-jährige Frau kommt zu Ihnen in die Ordination, weil sie seit einigen Wochen
in der Nacht ein Taubheitsgefühl im rechten Daumen und im rechten Zeigefinger verspürt,
welches ab und zu bis zum Ellbogen reicht. Beim Schütteln der Hand verschwindet das
Taubheitsgefühl.
a) Welche Diagnose stellen Sie? (1)
CTS
b) Welche Untersuchungen veranlassen Sie? (2)
       Schwurhand, Fx, Appositionstest, Thenarhypotrophie, Sensibilität,
Flaschenzeichen,
Hoffmann-Tinel-Zeichen (elektr. Schmerz bei Beklopfen Ret. flex.), Phalen-Zeichen
(Dysästhesien nach pass. Volarflexion oder Dorsalextension), Ausstrahlung, Durch-
blutung, Druckpunkt über Retinaculum flexorum, NLG + ENG Medianus, CT/MRI, Labor
(endokrin-metabol.-, tox.-, entzündl.-, rheum.-, vask.-, paraproteinämische Ursachen)
c) Welche Erkrankung kommt differentialdiagnostisch noch in Frage ? ( 1 )
Periphere Durchblutungsstörung

330) Eine Mutter kommt mit ihrem 4-jährigen Sohn in Ihre Ordination. Das Kind leidet an
Neuro-dermitis.
a) Welche Therapievorschläge können Sie der Mutter geben? (4)
Olivenölsalbe, Balneum hermal, Cortisonsalbe, Antihistaminika, Ausschaltung aggravier-
ender Faktoren, Ernährung (Milchprodukte, Fisch, Nüsse), PUVA, Kur
b) Prädilektionsstellen für Neurodermitis? (4)
       Hals, Gesicht (Wangen), Beugen, Kopf (Scheitel)
c) Welche Tips können sie der Mutter noch mitgeben ? ( 6 )
Infekte vermeiden, Hautpflege mehrmals tgl., Streßvermeidung, Baumwollkleidung,
Allergieaustestung, Urlaub am Meer

331) Eine 60-jährige Dame mit bekannter Coxarthrose rechts kommt zu Ihnen in ihre
Ordination.
                                                                                       Seite 70
a) Welche Therapievorschläge können Sie ihr geben? (4)
       NSAR, Infiltration, Gehhilfe, Physio, Kur, Hyaluronsre.-Präparate, Schonung
b) Welche Faktoren begünstigen eine Ausbildung einer Coxarthrose? (6)
Hüftdysplasie, Übergewicht, belastende Sportarten, schwere körp. Arbeit, Beckenschief-
stand, Beinlängendifferenz, Achsenfehlstellung, Trauma

332) Eine Mutter kommt mit ihrem 5-jährigen Sohn in ihre Ordination. Bei der klinischen
Untersuchung sehen Sie, daß sich die Vorhaut nicht zurückschieben läßt.
a) Welche Diagnose stellen Sie? (1)
       Phimose
b) Welche Komplikationen können früher oder später auftreten? (4)
Rez. Balanitis, HWI, Penis-CA, Gangrän, Abszeß, Harnverhalten, Paraphimose mit
Nekrose
c) Was raten Sie der Mutter? (1)
       Circumcision
d) In welchem Alter sollte dies durchgeführt werden ? ( 1 )
       Ab 3. LJ

333) Eine 30-jährige "Hobbyläuferin" kommt zu Ihnen, weil sie seit ein paar Tagen
massive Schmerzen in der rechten Großzehe und im rechten Vorfußbereich bei Belastung
verspürt. In Ruhe hätte sie keine Beschwerden. Bei der klinischen Untersuchung sehen
Sie eine Fehlstellung im Großzehengrundgelenk.
a) An welche Diagnose denken Sie? (1)
Hallux
b) Differentialdiagnosen? (4)
Gicht, Hammerzeh, PCP, Trauma, Marschfraktur, Luxation
c) Welche Therapievorschläge machen sie? (4)
Orthopäd. Einlagen / Schuhe – vor allem zum Laufen, keine Spitzen Schuhe, NSAR,
Eisbeutel, Gewichtsabnahme, Schonung, Operation

334) Ein Vater kommt mit seinem 7-jährigen Sohn in Ihre Ordination, weil sich der Junge
gestern beim Fußballspielen verletzt hat. Ein Gegenspieler verletzte ihn mit dem
gestreckten Bein an seinem linken Unterschenkel. Seitdem kann der Junge nur noch mit
großen Schmerzen "Humpeln". Bei der klinischen Untersuchung zeigt sich am linken
Unterschenkel eine hand-tellergroße Excoriation mit minimalen Hämatomen.
a) An welche Diagnose denken Sie? (1)
Proximale Fibulafraktur
b) Welche apparative Untersuchung bestätigt Ihnen Ihre Verdachtsdiagnose? (1)
      Röntgen Unterschenkel + Knie ap/s + Sprunggelenk
c) Welche therapeutischen Maßnahmen ergreifen Sie noch in Ihrer Ordination? (4)
Ruhigstellung, Analgesie, Wunddesinfektion, trockener Wundverband, Eisbeutel, ad UKH


335) Eine junge Patientin kommt zu Ihnen, weil sie sich schon seit längerem sehr müde
und matt fühlt. Sie stellen Hepatitis C fest.
a) Wie erklären Sie der Patientin ihre Krankheit? (1)
Viral bedingte Entzündung der Leber, führt zu einer verminderten Leberfunktion mit
zumeist chron. Verlauf
b) Was raten Sie der Patientin bis zur weiteren Abklärung? (4)
       Keine lebertox. Substanzen (Alkohol, Medikamente), Leberdiät, Ansteckungsgefahr
beachten (Blut, GV)

                                                                                    Seite 71
336) Eine 60-jährige Dame kommt zu Ihnen in die Ordination, weil sie schon seit längerem
immer wieder an Blähungen und Völlegefühl im Oberbauch leidet. Sie erzählt Ihnen, daß
sie auch gerne einmal einen Kaffe mit Sahne trinkt. Gestern in der Nacht ist sie munter
geworden und hat starke kolikartige Schmerzen im Oberbauch gehabt.
a) An welche Differentialdiagnosen denken Sie? (5)
Choleystolithiasis, Cholecystitis, Cholangitis, Colitis, Ulcus ventriculi, Pankreatitis,
Pyelonephritis, Laktoseintoleranz, MCI
b) Welche Diagnose ist die Wahrscheinlichste? (1)
       Cholyzystolithiasis
c) Mit welcher apparativen Untersuchung können sie ihre Verdachtsdiagnose
       bestätigen? (1)
       Sono Abdomen
d) Was raten Sie der Patientin bis zur vollständigen Abklärung? (3)
       Fettarme Kost, kein Alkohol, kleine Portionen, viel trinken

337) Die Enkelin eines 80-jährigen Mannes ruft Sie in der Ordination an und bittet Sie um
einen sofortigen Hausbesuch, weil ihr Opa zu Hause gestolpert ist und auf den Boden
gefallen ist. Nun klagt er über Atemprobleme und über Schmerzen in der rechten
Thoraxhälfte .
a) An welche Differentialdiagnosen denken Sie? (3)
       Rippen(Serien-)-FX, Pneu, MCI, Hämato-Thx
b) Als Sie beim Patienten eintreffen, finden Sie ihn sitzend im Lehnsessel, sehr
kaltschweißig und mit geringen Atemproblemen vor. Welche klinischen Untersuchungen
führen Sie durch? (4)
RR, Puls, Cor, Pulmo (+ Perkussion), Inspektion Haut + knöcherner Thx, Neuro-Status,
Labor(BB, CRP, D-Dimer, CK, Troponin), EKG
c) Ein Thoraxröntgen ist unauffällig. Welche Therapievorschläge machen Sie? (6)
Analgesie, O2, i.v.-Zugang, Lagerung, Atmung sichern, ad Spital zur Abklärung und
weiteren Therapie

338) Sie werden von der Gattin eines 78-jährigen Patienten angerufen, weil ihr Mann
zunehmend an Dyspnoe leidet. An Vorerkrankungen sind bei ihm bekannt: Adipositas,
Diabetes mellitus, art. Hypertonus und KHK. Als Sie beim Patienten eintreffen, finden Sie
ihn in einem schlechten Allgemeinzustand vor und Sie hören auskultatorisch feuchte RG`s
über beiden Lungen.
a) An welche Diagnose denken sie? (1)
        Lungenödem
b) Welche therapeutischen Maßnahmen führen Sie sofort vor Ort aus? (4)
I.v.-Zugang, RR senken, Theospirex, Herzlagerung, O2, Lasix, mit ärztlicher Begleitung
ins Spital

339) Eine Mutter kommt mit ihrem 7-jährigen Sohn zu Ihnen in die Praxis. Er fällt in der
Schule durch Unaufmerksamkeit und Leistungsschwäche auf, bereits im Kindergarten
hätte es ähnliche Probleme gegeben, weil er nicht stillsitzen konnte. Er ist in der Klasse
bei den Kameraden aufgrund seines aggressiven Verhaltens nicht akzeptiert.
a) Was fragen Sie in der Anamnese? (6)
SS, Geburt, zeitlicher Verlauf, FA, Vorerkrankungen, Konzentrationsfähigkeit, hat es
Freunde?, psychische Belastungen, Sozialanamnese, SD-Erkrankung, Spielverhalten
b) Wahrscheinliche Diagnose? (1)
       ADHS
c) Welche Empfehlungen können Sie der Mutter geben? (3)

                                                                                       Seite 72
Ad Kinderneurologe / -Psychiater zur Abklärung, je nach Ergebnis Psychotherapie, ev.
medikamentöse Behandlung, Verhaltensnormvariante, Schule informieren, Ordnung +
Struktur im Alltag, 1.Reihe in der Schule, über Wesen der Verhaltensstörung aufklären,
gesonderten Unterricht, Leistungsansprüche anpassen, ev. sonderpädagogische Schulen

340) 25-jährige Frau, derzeit in der 25. Schwangerschaftswoche kommt zu Ihnen. Nach
bisher komplikationslosem Verlauf berichtet sie nun über einen RR 160/90 sowie
Unterschenkelschwellungen beidseits.
a) Diagnose? (nur 1)
       EPH-Gestose
b) Welche einfache Laboruntersuchung führen Sie durch um ihren Verdacht
zu bestätigen? (nur 1)
       Harnstreifen auf Eiweiß
c) Was kontrollieren Sie im weiteren Verlauf regelmäßig? (4)
Gewicht, Ödeme, RR, Neuro-Status (Reflexe!), Augenhintergrund, Labor (Harn, NFP, LFP,
Gerinnung (Thrombopenie!), BB, LDH), KO mind. 2x/Woche
d) Bei welchen Symptomen soll sie sofort einen Arzt aufsuchen? (5) P833
Zunahme der Beschwerden, Kopfschmerzen, Ohrensausen, Sehstörungen, Oligurie, OB-
Schmerzen, Herzbeschwerden, Krämpfe, Erbrechen, vorzeitige Wehen, Zyanose,
Dyspnoe, Blutungsneigung, Bewußtlosigkeit

341) 75-jährige Patientin mit bekannter Herzinsuffizienz wurde im Krankenhaus mit
Acemin, Minipress und Lasix eingestellt. Sie klagt nun über chronischen Husten, ein
Thoraxröntgen war unauffällig.
a) Worauf führen sie den Husten zurück? (1)
      ACE-Hemmer-Husten
b) Welche Maßnahmen ergreifen sie? (2)
      ACE-Hemmer absetzen, auf ATII-Antagonist umstellen

342) 70-jährige Patientin ruft sie in der Praxis an, weil sie plötzlich starke Schmerzen im
linken Bein hat, die "wie ein Blitz" eingefahren seien. Bei der Patientin ist ein chronisches
Vorhof-flimmern bekannt.
a) Was untersuchen sie? (6)
Pulse UE, Hautfarbe (blaß?), Motorik, Sensibilität, Beintemperatur, Gefäßdoppler,
Kompressionsschmerz, Neuro-Status, Cor/Pulmo, Medikation, RR im Seitenvergleich,
Anamnese (PAVK, DM, Claudicatio)
b)Welche Maßnahmen ergreifen sie? (3)
Analgesie, Heparin, Bein mit Watte polstern, sofort ins Spital – V.a. akuter Gefäßverschluß

343) Ein 33-jähriger hochintelligenter Informatiker, vor einem Jahr aus Indien zugezogen,
klagt über rezidivierendes Druckgefühl im Hals- und Brustbereich. Weiters berichtet er
über Gewichts-abnahme, Appetitlosigkeit und Müdigkeit. Eine internistische Abklärung mit
Gastroskopie und Thoraxröntgen war unauffällig. Seit kurzem bemerkte er eine
Schwellung im unteren Hals-bereich.
a) Auf welche anatomischen Strukturen achten sie bei der Untersuchung besonders?
        LK, SD, Einflußstauung
b) Welche Laboruntersuchungen ordnen sie an? (5)
        Diff.-BB, TSH, fT3, fT4, BSG, CRP, LDH, EW-Elektrophorese, IgE
c) Differentialdiagnosen? (4)
Lymphom, LK-Metastasen, Leukämie, SD-Erkrankung (Struma, Lobus-pyramidalis-
Struma, CA), EBV-Infektion, parasitäre Erkrankung

                                                                                       Seite 73
344) Ein 80-jähriger Patient kommt zum ersten Mal in ihre Praxis. Er ist vor kurzem zu
seiner Tochter gezogen, Ihnen ist keine Vorgeschichte bekannt. Er berichtet über
rezidivierende Krämpfe an Händen und Füßen. Bisher mußte er immer eine Tablette
nehmen - durch den Umzugsstreß hätte er die letzten Tage darauf vergessen. Er weiß
weder den Namen der Tablette noch Vorerkrankungen. Als Kind wurde er an der
Schilddrüse operiert, erinnert er sich.
 a) Mögliche Ursachen der Krämpfe? (6)
       Hypo-, Pseudohypoparathyreoidismus, Hyperventilation, Hypomagnesiämie, PAVK,
Niereninsuff.,
       akute Pankreatitis, Medikamenten-NW, Hyperventilation, Malabsorptions-syndrom,
med. SD-CA, C2-
       Entzug, PNP, Exsiccose
b) Was unternehmen sie in dieser speziellen Situation? (3)
Hausarzt anrufen, Ca-Substitution, komplettes Labor, Neuro-Status, Durchblutung prüfen

345) Ein 30-jähriger, leicht adipöser Patient kommt schon zum dritten Mal innerhalb eines
halben Jahres zu ihnen aufgrund einer Bronchitis. Er ist starker Raucher. Er wollte schon
mehrmals aufhören, litt jedoch immer unter starker Gereiztheit, Schlaflosigkeit und
Unruhe. Sie wollen ihn zu einem weiteren Versuch animieren.
a) Welche gesundheitlichen Vorteile können sie ihm nennen? (3)
Minderung kardiovask. Risiko, körp. Leistungsfähigkeit steigt, Besserung der
Schlafstörungen + Unruhe, keine weitere Steigerung des CA-Risikos (etc.), Besserung des
Geruchs- und Geschmackvermögens, höhere Lebenserwartung, besseres Reaktions-
vermögen(CO)
b) Welche Krankheiten treten bei Rauchern gehäuft auf? (6)
PAVK, MCI, Hypertonie, Thrombose, Tumor (Larynx, Bronchus, Blase, Magen,
Ösophagus, Mundhöhle, Pnacreas, Cervix, Leukämie), HNO-Infekte, Pneumonie,
Bronchitis, COPD, Emphysem, CAVK/Insult, Impotenz, Infertilität, Penisverkürzung, senile
Demenz, Alzheimer, Niereninsuff., Gingivaerkrankungen, schlechtere Wund-heilung
c)Welche unterstützenden Maßnahmen können sie ihm anbieten? (6)
Nikotinersatz (Nicotinelle, Pfeiferl, Kaugummi), Akupunktur, autogenes Training,
Raucherentwöhnungskurse, Hypnose, Verhaltenstherapie

346) Eine 50-jährige Frau ruft sie an weil sie heute Morgen plötzlich ein "schiefes Gesicht"
bemerkt hat. Der Mund sei an einer Seite leicht offen. Es ist kein Trauma erinnerlich.
a) Diagnose? (nur 1)
       Facialisparese
b) Welche Ursachen können sie nennen? (4-5)
Blutung, Ischämie, idiopathisch, infektiös (Zoster, Borrelien), Tumor (Parotis-CA), Trauma
c) Was fragen sie anamnestisch? (6)
Seit wann?, Zeckenbiß?, Geschmack, Hörvermögen, Fieber, Kopfschmerz, Erbrechen,
sensible Ausfälle, Bläschen, Schwindel
d) Was untersuchen sie in der Praxis? (3)
Peripher (ges. Mimik) – zentral (vorwiegend orale Mimik), Bell-Phänomen, Senibilität, Haut
(Bläschen), Geschmack, Hörvermögen, Meningismus, Halbseitenzeichen, Temp., Labor

347) Bei einer 55-jährigen Patientin ist bei einer routinemäßigen Densitometrie eine leicht
verminderte Knochendichte festgestellt worden.
 a) Wie erklären sie der Patientin die Diagnose und ihre häufigste
 Komplikation? (2)
Metabolische Knochenerkrankung, durch Verminderung von Knochenmasse, -Struktur und
-Funktion kann bereits bei geringem Trauma Fx auftreten. (Banal: Knochen wird abgebaut)
                                                                                      Seite 74
b) Prädisponierende Faktoren für Osteoporose? (4)
Alter, Frauen, Östrogenmangel, Ernährung (Ca-arm, Ph-reich (Cola), Alkohol),
Untergewicht, genetisch, Nikotin, Bewegungsmangel, wenig Sonne, Immunsuppressiva,
Malabsorption
c) Was empfehlen sie der Patientin? (4)
Ca-reiche Ernährung (Milch), Seefisch (Vit. D) Bewegung, Physiotherapie, Sonne,
Nikotinkarenz, Alkoholkarenz, Sturzrisiko minimieren (keine Schlaftabletten), (Mieder)
d) Welche medikamentösen Maßnahmen können sie anbieten? (3)
        Vit. D, Flourid, Maxi-Kalz, Bisphosphonate, Calcitonin

348) Ein 35-jähriger adipöser Mann klagt über Schmerzen im Bereich beider Vorfüße und
der Zehen. Er muß beruflich viel Stehen. Sie bemerken spitzes Schuhwerk, bei der
Inspektion diagnostizieren sie einen Spreiz-Senkfuß. Es zeigen sich beginnende
Schwielen an den Metatarsalköpfchen.
a) Auslösende Ursachen für die Beschwerden? (3)
Übergewicht, Überlastung, schlechtes Schuhwerk, Fehlstellung Fuß
b) Was empfehlen sie dem Patienten? (5)
Gewichtsabnahme, orthop. Einlagen, passendes Schuhwerk, NSAR bei Bedarf,
Gymnastik
c) Welche Komplikationen können sie ihm nennen? (3)
Arthrose, Arthritis, Fasciitis, Neuralgie, Einbruch Füßgewolbe, Knie-, Hüft-, WS-
Beschwerden

349) 40-jährige Mutter zweier Kinder (18 + 20 Jahre), geschieden, mußte im letzten Jahr
zwei "schwere Schläge" verkraften. Die Kinder haben Probleme in der Schule, sie geht
ganztags arbeiten und muß sich auch noch ums Haus kümmern. Sie war schon einmal
bei Ihnen wegen Druckgefühl in der Brust mit Dyspnoe und Angstgefühl, worauf sie sie zur
internistischen Abklärung geschickt haben. Es fanden sich jedoch keine pathologischen
Befunde. Nun kommt sie wieder mit persistierendem Angstgefühl.
a) Wahrscheinliche Ursachen? (2)
       Reakt. Depressio, Überlastungssyndrom, Panikattacken, Burnout
b) Aus welcher Substanzklasse werden sie ein Medikament auswählen? (nur 1)
       SSRI, (Bis SSRI wirkt Xanor)
c) Was empfehlen sie an nichtmedikamentösen Maßnahmen? (3)
Psychotherapie, Unterstützung Familie, Einbeziehen der Angehörigen, Selbsthilfe-
gruppen, Beratung, autogenes Trainingm, Jacobson, Heimhilfe

350) Ein 45-jähriger adipöser Patient kommt zu ihnen in die Praxis. Sie messen den
Blutdruck 160/100. Sie wissen, daß der RR in der Praxis oft erhöht ist.
a) Was können sie tun, um die Diagnose Hypertonie zu sichern? (1)
       24h-RR
Sie stellen eine Hypertonie fest.
b) Was untersuchen sie weiter? (6)
Herzecho, EKG, 24h-Harn, Ergometie, Sono Nieren+ NN + Doppler., Augen, periph.
Durchblutung, Sono Abdomen, TSH, Thorax Rö, Sono Halsgefäße, CT/MR-Angio
c) Was empfehlen sie dem Patienten? (3)
Gewichtsreduktion, Diät, salzarme Kost, Bewegung, regelmäßige Tabletteneinnahme,
Stressreduktion, autogenes Training, 3xtgl. RR, kein Nikotin
d) Welche Laborparameter beeinflussen ihre Medikamentenwahl? (nur 3)
       Kreatinin, Hst., Elyte, BZ



                                                                                   Seite 75
351) 30-jähriger Patient kommt mit einem " peinlichen Problem". Es besteht bei ihm ein
Z.n. rezidivierenden Entzündungen der Glans. Er kann nun die Vorhaut nicht mehr
zurückziehen. Bei der Untersuchung finden sie einen Narbenring am Präputium, dieses ist
geschwollen und gerötet. Ein Zurückschieben ist aufgrund starker Schmerzen nicht
möglich.
a) Diagnose? (nur 1)
       Phimose
b) Was empfehlen sie? (1)
Circumcision
c) Welche Komplikationen können sie dem Patienten nennen? (5)
HWI, Dyspareunie, Carcinom, Abszeß, rez. Balanitiden, Paraphimose mit Nekrose,
Gangrän, Harnverhalten

352) Ein 40-jähriger adipöser Mann klagt über Schmerzen im Großzehengrundgelenk.
Labor-chemisch zeigt sich eine erhöhte Harnsäure, erhöhtes Cholesterin und Triglycerid
sowie ein erhöhtes GGT.
a) Diagnose? (nur 1)
       Podagra
b) Welche Akutmaßnahmen ergreifen sie? (3)
Analgesie, Kühlung, Ruhigstellen, ev. Colchizin/Cortison
c) Empfehlungen an den Patienten? (5)
Kein Alkohol, kein Fleisch, keine Innereien, eiweißarm, viel Flüssigkeit, Schuhwerk,
Physiotherapie, Nikotinkarenz
d) Welche Formen der Langzeitmedikation gibt es? (3)
Allopurinol, Cholesterinsenker, Uricosurica (Probenecid, Benzbromaron), NSAR, PPI

353) Eine besorgte Mutter kommt mit ihrem 18 Monate alten Säugling zu ihnen und klagt
über Durchfall seit drei Tagen.
a) Was erfragen sie anamnestisch? (6)
Trinkmenge, Stuhlbeschaffenheit + - Frequenz, Fieber, Emesis, Angehörige erkrankt,
Ernährung, Medikamente, Vorerkrankungen
b) Was untersuchen sie? (5)
Abdomen, Hautturgor, Schleimhäute, Temp., Windelbereich, Cor/Pulmo/HNO, LK,
Stuhlvisite, BB, CRP, NFP, BGA, Harn

354) Ein 6-jähriges Mädchen ist beim Schifahren auf die linke Schulter gestürzt. Sie hat
Schmerzen und kann ihren Arm nicht mehr bewegen.
a) Worauf achten sie bei der Untersuchung? (6)
MDS, Krepitation, Gelenkstellung, Prellmarken, Clavicula, Cor/Pulmo, Caput, AZ,
Hautmantel
b) Was sind die häufigsten Verletzungen der Schulter in diesem Alter? (4)
Klavikula-FX, Luxation, Prellung, Epiphyseolyse, Schulter-FX (Acromion, Proc. corac.)

355) Eine Mutter ruft sie am Nachmittag an, ihre 2-jährige Tochter hätte aus völliger
Gesundheit plötzlich Atemnot und starken Husten. Als sie eintreffen bemerken sie bei der
Patientin Tachypnoe und Dyspnoe, jedoch keinen bellenden Husten, kein Nasenflügeln
und keine Interkostaleinziehungen.
a) Was erheben sie anamnestisch? (5)
Fieber, Stridor, Impfungen, Schleim, Emesis, Allergien, Fremdkörper, gerade gegessen,
Putzmittel/Medikamente für Kind erreichbar, Trauma, Vorerkrankungen, Zyanose,
Haustiere, psychische Belastungen, Rauchgasvergiftung
b) Welche Untersuchungen führen sie vor Ort durch? (4)
                                                                                     Seite 76
Lunge Auskultation und Perkussion, Herz auskultieren, Temperatur, HNO-Inspektion, RR,
Puls, Abdomen, LK, äußerlich sichtbare Verletzungen
c) Welche Maßnahmen ergreifen sie? (3)
       I.v. Zugang, je nach Auskultation ev. Beta2-Mimetika + Cortison, Atmung sichern,
O2,
       ad Spital, ev. FK-entfernen, ev. NAW

356) Eine Lehrerin kommt zu ihnen und erklärt, sie müsse in einer Stunde mit ihrer Klasse
auf Wienwoche fahren. Sie hat gerötete, tränende Augen und eine laufende Nase. In der
Früh hätte sie auch kurz einmal Atemnot gehabt. Sie vermuten eine Pollenallergie.
a) Was fragen sie anamnestisch? (5-6)
Allergie bekannt, schon mal gehabt?, zeitlicher Zusammenhang, Nikotin? Fieber? Husten?
Auswurf, FA, Haustiere, Medikamente, Kreislaufprobleme, Nahrungsmittel (Nüsse,
Meeresfrüchte, Waschmittel)
b) An welchen abwendbar gefährlichen Verlauf müssen sie denken? ( nur 1)
       Anaphylaxie
Sie bestellen die Patientin in einer Woche wieder.
c) Welche Akutmedikamente können sie der Patientin auf Wienwoche mitgeben? (3-4)
       Adrenalin-Pen, Antihistaminikum, Beta2-Mimetikum-Spray, Cortison-Spray, Augen-
Gtt.,
 Nasen-Gtt., Mastzell-Stabilisator

357) Ein 45-jähriger Mann klagt über plötzliche Schmerzen im rechten Auge mit
Sehverschlechterung.
a) Anamnestische Fragen? (6)
Glaukom bekannt?, Letzter Augenarztbesuch (Druck?)?, Fremdkörpergefühl, Verletzung,
Vorerkrankungen, Migräne?, (Kopf-) Schmerzen Schläfe?, Nausea, Vertigo, Neuritis N.
optici, NNH-Entzündung-Orbitaphlegmone
b) Welche Untersuchungen am Auge können sie in der Praxis durchführen? (4)
Palpation, Pupillen, LR, Konjunktiven, Fremdkörper, Motilität, Gesichtsfeld, Hintergrund,
Nystagmus, Visus, Abstrich, Palpation A. temporalis
c) Welches gefährliche Krankheitsbild müssen sie ausschließen? (nur 1)
        Akuter Glaukomanfall

358) Ein 23-jähriger Patient bemerkte plötzlich am Hinterkopf einen umschriebenen
Haarausfall. Bei der Untersuchung können sie im Randbereich die Haare schmerzlos
entfernen.
a) Diagnose? (1)
       Alopecia areata
b) Wie klären sie den Patienten auf? (2)
Ursache unbekannt, psychisch, medikamentös-toxisch, Spontanheilung, auch rez.
Verläufe, schmerzlos, harmlos, Therapie kaum möglich

359) Ein 61-jähriger Patient klagt seit einiger Zeit über unwillkürlichen Stuhlabgang,
Tenesmen und Flatulenz. Er berichtet über wechselnde Diarrhoe/Obstipation seit 3
Monaten. Eine rektal-digitale Untersuchung ist unauffällig.
a) Welche gefährlichen Ursachen müssen sie bedenken? (2)
      Kolon-CA, Divertikulitis, Pancreas-CA
b) Weitere Differentialdiagnosen? (4)
      Malabsorptionssyndrom, Mb. Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarmsyndrom
c) Welche Laboruntersuchungen führen sie durch? (4)
      Hämoccult, BB, CRP, BSG, Fe-Haushalt, LFP, CEA, CA 19-9, Amylase, Lipase
                                                                                     Seite 77
d) Welche apparativen Untersuchungen ordnen sie an? (2)
Rekto-Koloskopie; Abdomen leer, Sono Abdomen, CT-Abdomen


Fragen Feb 2011

1)
Ein adipöser Mann mittleren Alters, neu zugezogen, kommt erstmals in die Ordination.
Bringt Befunde der Vorsorgeuntersuchung vor 2 Monaten mit: erhöhte Blutfette, erhöhter
BZ, erhöhte HS, RR 150/90.
a)    Wie nennt man diesen Symptomenkomplex (nur 1 Antwort)
b)    Wovon profitiert dieser Mann am meisten

2)
Mann kommt in die Ordination, RR erhöht. Sie wissen aber, dass in 30% der Fälle der
Blutdruck in der Ordination erhöht ist.
a)    Wie können Sie eine arterieller Hypertonie dennoch diagnostizieren (2 Antworten)
b)    Welche Untersuchungen schließen Sie bei Erstdiagnose Hypertonie an (6
Antworten)
c)    Von welchen Laborwerten machen Sie die Therapie abhängig (3 Antworten zulässig)

3)
55-jährige Frau hatte vor 3 Wochen Augenschmerzen, Brennen und Druckgefühl im
Bereich der Augen. Kommt nun in die Ordination, bei der Untersuchung fällt Ihnen eine
vergrößerte SD auf, weiters Tremor, HF 98/min.
a) Diagnose (1 Antwort zulässig)
b) Mit welchen 3 Laborwerten können Sie die Verdachtsdiagnose beweisen (nur 3
   Antworten)
c) Zu welchen Fachärzten überweisen Sie die Pat. weiter
d) Welche Therapie können Sie sofort einleiten nachdem sich Ihre Verdachtdiagnose
   bestätigt hat.
e) Welche Therapiemöglichkeiten kommen langfristig in Frage

4)
Junger Mann kann den linken Fuß kaum heben, weshalb er beinahe schon darüber
gestolpert wäre. Diese Beschwerden traten auf nachdem er Fließen gelegt hatte und sind
auch nach 2 Tagen noch nicht besser geworden.
a)    Diagnose (nur 1 Antwort)
b)   Worauf achten Sie beim neurologischen Status besonders (7)
c)   Therapie (6)

5)
Mutter kommt mit ihrem 14-Wochen alten Mädchen. Es schreit viel, zieht die Füße zum
Bauch.
Wird nicht gestillt.
b) Welche Therapiemöglichkeiten gibt es
c) Wie erklären Sie der aufgeregten Mutter die Erkrankung

6)
Ein Vater kommt mit seinem 6-jährigen Kind, das Fieber bis 39,5°C hat. Weiters hatte es
verklebte Augen und einen Schnupfen.
    a) Worauf achten sie bei der klinischen Untersuchung
                                                                                   Seite 78
Sie diagnostizieren eine Rhinitis und Pharyngitis
c)    Welche Therapie verordnen sie
d)    Wie instruieren sie den Vater

7)
5jähriger Bub, immer wieder Bauchschmerzen. Kein Fieber. Kein Erbrechen. Kein
Durchfall. Keine Beschwerden beim Harnlassen. Bei der Untersuchung Abdomen
unauffällig.
a) Welches sind die häufigsten Ursachen für Bauchschmerzen im Kindesalter ohne akute
Pathologie?
b) Welche 3 Laborparameter machen Sie, um ein bedrohliches Geschehen
auszuschließen/machen Sie in jedem Fall?
c)?

8)
Alter Mann (fast 90J) ruft Sie an, spricht verlangsamt. Es geht im schlecht. Die
Weltwirtschaftskrise wird die ganze Familie ruinieren.
Als Sie ihn zu Hause besuchen, sitzt er im Lehnsessel und hat ein Kältegefühl. Z.n.
cerebralem Insult vor 20J. Eine arterielle Hypertonie ist mit einem Thiaziddiuretikum
eingestellt. Außerdem chron. renale Insuffizienz (?).
a)    An welche Krankheit denken Sie? (2 Antworten)
b)    Welche Differentialdiagnosen kommen noch in Frage? (6 Antworten)

9)
Mutter kommt mit 9jährigem Mädchen. Wurde von einem Hund gebisssen. Die Jean ist am
OSCH zerrissen, es zeigen sich deutliche Spuren einer Bisswunde, leicht blutend und
beginnende Hämatombildung.
a)   Welches sind die 2 wichtigsten Fragen, die Sie stellen? (2)
b)   Wie versorgen Sie die Wunde (3)
c)   Was raten Sie der Mutter? (3)
d)   Welche gesetzliche Verpflichtung haben Sie? (nur 1 zulässig)

10)
68jährige Diabetikerin, war bei der Fußpflege, an der Fußsohle ist eine bläulich schwarze
Pigmentierung im Hautniveau, trocken, unscharf begrenzt, 1cm im Durchmesser,
assymetrisch, nicht schmerzhaft aufgefallen.
a)   Verdachtsdiagnose (nur 1 Antwort)
b)   Welche differentialdiagnostischen Überlegungen stellen Sie?
c)   Bei welcher Diagnose müssen Sie sofort weitere diagnostische Schritte einleiten?

11)
Ältere Frau war bisher nur wegen banalen Infekten in Ihrer Behandlung. Hat nun eine
Kartarakt OP geplant (in LÄ, hat bereits den Termin, Internist ist auf Urlaub). Hat von
ihrem Internisten wegen art. Hypertonie Acemin, sonst geht es ihr gut.
a)    Welche Fragen stellen Sie der Patientin, um das OP Risiko abzuschätzen? (6)
b)    Worauf achten Sie bei der KÖRPERLICHEN Untersuchung besonders? (4)
c)    Welche Gerinnungsparameter bestimmen Sie zur Einschätzung des Blutungsrisikos
(nur 2 Antworten zulässig)

12)
16jähriges Mädchen, möchte die Pille verschrieben haben. Familienanamnese unauffällig.
Gyn Untersuchung war auch unauffällig.
                                                                                        Seite 79
a) Welche Nebenwirkungen hat die Pille? (6)
b) Über welche Risiken klären Sie die Pat. auf? (6)
c) Wann muss die Patientin die Therapie sofort absetzen? (4)

13)
44jährige Frau, bei der Routineuntersuchung Mikrohämaturie. Makroskopisch kein Blut im
Harn.
a)    Was müssen Sie zur richtigen Probengewinnung beachten? (2 Antworten)
b)    Welche Fragen erheben Sie anamnestisch? (6 Antworten)

14)
86 jährige Frau, wegen Herzinsuffizienz bei hypertensiver Entgleisung im Krankenhaus mit
ACE-Hemmern und Diuretikum und ….. gute Werte erzielt. Hat nun Husten.
a) Diagnose: (nur 1 Antwort)
b) Was unternehmen Sie weiter? (2 Antworten)

15)
Junger Mann mit weich-teigigen Lymphknotenschwellung cervikal. Müde. Kein Fieber (?).
a)   Differentialdiagnosen (6 Antworten)
b)   Worauf achten Sie in der klinischen Untersuchung besonders?

16)
Junge Frau (ca. 25 Jahre alt) hat seit 3 Monaten immer wieder Durchfall. Dazwischen
auch normaler Stuhl. Kein Fieber. Kein Blut am Stuhl.
a)   Welche Differentialdiagnosen kommen in Frage? (6-7)
Die Patientin berichtet, dass Sie in der Kindheit Zöliakie hatte, aber keine Diät mehr hält.
b)   Welche Untersuchung machen Sie zur Diagnosesicherung? (nur 1 Antwort)
c)   Welche Therapie? (1)

17)
Junger Mann, beim Stiegen steigen und Wandern (?) stechender Schmerz im Bereich des
vorderen Knieabschnitts. Bei der Untersuchung fällt eine überbewegliche Patella auf.
Röntgen war unauffällig.
a)   Welche akuten therapeutischen Maßnahmen setzen Sie? (6 Antworten)
b)   Welche weiteren Schrittte veranlssen Sie?

18)
Junge Frau ( oder jugendlicher), hat Flugreise hinter sich, spürt nun einen Druck im
linken Ohr und hört schlechter.
a)    An welche Erkrankung müssen Sie bezüglich des Hörverlusts unbedingt auch
denken? (nur 1 Antwort zulässig)
b)    Welche Differentialdiagnosen kommen noch in Frage? (4 Antworten)

19)
Junge Frau, Schuhverkäuferin. Ist beinahe kollabiert. In letzter Zeit immer wieder
morgendlicher Schwindel und Kopfschmerzen im Stirnbereich. Weiters berichtet die Pat
über Schwarzwerden vor den Augen wenn sie aus der Hocke aufsteht.
a)
b) Welche klinisch-physikalischen Untersuchungen machen Sie? (6 Antworten)
c) Welche klinischen Zeichen sprechen für eine psychische Erkrankung? (6-7 Antworten)

20)
                                                                                        Seite 80
Mann, hat gerade einen neuen Computerarbeitsplatz bekommen. Hat nun Schmerzen im
Bereich des Ellbogens. Sie diagnostizieren eine Epicondylitis humeroradialis.
a)   Welche Therapie akut? (6 Antworten)
b)   Worauf soll er langfristig achten? (3 Antworten)

21)
56 jähriger adipöser Bauer, Bruder hatte vor einigen Tagen einen Herzinfarkt. Er selbst hat
am Vortag schwer im Wald gearbeitet. Hat nun Schmerzen im Bereich der linken Brust
und Arm. Kann den Arm kaum mehr heben. Seine Frau hat ihn nun gezwungen, in die
Ordination zu kommen. Bei der klinischen Untersuchung bemerken Sie einen lokalen
Druckschmerz im Bereich des M. pectoralis sin. RR bisschen erhöht (?)
a) Welche Diagnose? (nur 1 Antwort zulässig)
mit einem EKG und neg. Trop I haben Sie einen Myokardinfarkt ausgeschlossen.
c)    Welche Therapie im Hinblick auf Ihre Verdachtsdiagnose?
d)    Wovon profitiert der Mann am meisten bzw. was kann er jetzt zur Senkung des
kardiovask. Risikos machen?

22)




                                                                                     Seite 81

								
To top