Lernskript
Emotion
für´s Vordiplom bei Eddi Erdfelder,
ausgearbeitet nach seinen aktuellen
Skripten (Stand ´97)
als Ergänzung empfehle ich mein Skript Motivation sowie
das Skript Lernen von Ralf Ott
Viel Spaß !
Benjamin Zeller
(zur Überprüfung : 16 Seiten)
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Einleitung :
Reaktionstriaskonzeption der Emotion (Eysenck, Lang) :
Emotion setzt sich zusammen aus :
1. subjektivem Aspekt (Affektive Erfahrung, Kognition),
meßbar d. verbalen Report
2. behavioralem Aspekt (Emotionsausdruck, zielger. Verhalten),
meßbar durch Verhaltens- & Ausdrucks-Beobachtung
3. physiologischer Aspekt (physiolog. Reaktion, insb. autonome), meßbar
durch phys. Messung
Kritik :
sind z.T. künstlich abhängig (Lachmuskel kann behavioral & physiologisch
eingeordnet werden)
und trotzdem nur schwache Interkorrelation, beruht auf Meßproblemen
(sozial erwünschte Antwort etc)
Reaktion hängt nicht nur von Emotion ab, sondern auch von biolog.,
kulturellen, psychodyn. Faktoren ab (spez. adaptive Funktionen)
alle 3 können unabhängig voneinander ge- & verlernt werden
Fazit :
Konzeption nicht haltbar, speziell wegen letztem Kritikpunkt
auch Definition von Kleinginna & Kleinginna (eigtl. nur Deskription)
beruhend auf diesem Modell, muß verworfen werden (wg. letztem
Kritikpunkt)
deswegen drei Emotionspsych. nebeneinander
Begriffsklärung & Abgrenzung :
Gefühl = subjektiver Aspekt der Emotion (oder auch Synonym)
Affekt = heftige, kurzandauernde Emotion (oder auch Synonym)
Stimmung = schwache, langandauernde Emotion
Emotionen sind Bestandteile von Motivationen
Emot. sind Zustände (States), keine Pers.merkmale (Traits)
Dispositionen zu best. Emot. (Ängstlichkeit, Eifersucht) können jedoch Traits sein
Differenzierung von Emotionen : Das Diskriminations-Validitäts-Dilemma :
wieviel Emot. lassen sich in best. Reaktionsbereichen überhaupt unterscheiden ?
(nach Asendorpf) : von 10 (verbaler Report, sehr stark willkürlich beeinflußbar) bis
3 (autonome Reaktion, nicht willkürlich beeinflußbar)
viele Emot. also nur in willentlich steuerbaren Reaktionsbereichen unterscheidbar,
ermögl. aber keine verläßl. Schlußfolgerung und umgekehrt
Fazit : entweder hohe Diskrimation oder hohe Validität
Systematisierung von Emotionen :
3
Lust
Historische Ansätze : Spannung
Wundt : emotionaler Raum
Beruhigung Erregung
Ebbinghaus, Külpe :
lediglich 1 Dimension Lust-Unlust
Lösung
Höfler : Unterscheidung von
Unlust
Vorstellungs-, Urteils-, Phantasie- & Begehrungsgefühlen
Rohracher : Unterscheidung von empfindungsbedingten, triebbedingten,
persönlichkeitsbedingten Gefühlen
Neuere Ansätze (empirisch begründet) :
Dimensionsanalysen :
Woodworth : Emot. lassen sich auf eindimensionalem Kontinuum anordnen :
1. Liebe, Freude, Glück
2. Überraschung
3. Furcht, Leiden
4. Zorn, Entschlossenheit
5. Ekel
6. Verachtung
Kritik von Schlosberg : Gesichtsbilder, deren Modalkategorie 6 , werden
gleichhäufig 1 & 5 zugeordnet, also kreisförmige Anordnung
weiterhin neben Qualität (Kreisrand) noch Intensität (Kreisinnenfeld), also
zweidimensional
Liebe, Freude, Glück
überprüfte dies, durch Rating von Bildern auf angenehm
Dimensionen angenehm/unangenehm, sowie
Zufriedenheit
Ablehnung/Zugewandtheit Überraschung
dann Verlängerung dieses Punktes über Ablehn. Zugew.
Mittelpunkt zu Kreisrand : es ergab sich gute
Übereinstimmung mit Woodworth-Skalenwerten der
gleichen Bilder Ekel Furcht,
Traxel fand durch Paarvergleiche von Emotionswörtern zu Leiden unangenehm
ähnlichem Modell :
durch zwei Achsen Angenehm/Unangenehm und Submission/Dominanz Zorn, Entschlossenheit
Ertel bestätigte diese beiden Dimensionen & fand 3. Faktor : Erregung (wie auch
Schlosberg) :
alles mit Hilfe von semantischem Differential : Emotionswörter durch
Gegensatzpaare einschätzen (z.B. eher Ruhe oder Bewegung)
Er nannte die Dimensionen Potenz, Valenz & Erregung
Fazit der Dimensionsanalysen :
zwei Dimensionen überall : Erregung (Aktivierung) & Lust/Unlust
weiterhin dritte, aber Unklarheit über Benennung
Emotionscluster :
4
Schmidt-Atzert : durch Ordnen von Emotionsbegriffen in Kategorien ähnlicher
Begriffe & dann Clusteranalyse lassen sich disjunkte & exhaustive
Emotionscluster bilden : 12 Cluster kamen raus, ähnliche Kategorien wie
Woodworth & Schlosberg
methodische Probleme : Wortauswahl, Art der Gewinnung der Ähnlichkeitsmatrix,
Art des Clusteralgorithmus
aber ähnliche Ergebnisse bei anderen Analysen, also kein Problem
Das Problem der Primär- oder Basisemotionen :
Uneinigkeit bei diesen, allerdings nicht durch unterschiedliche Benennung
welche empirischen Befunde für Primäremotionen ? Ortony & Turner : keine !
Emotionen nicht analog zu Farben, sondern Sprachen (auch keine Primärsprach.)
Methodologische Probleme der Emotionspsychologie :
Kann man Emotionspsych. als empirische Wissenschaft betreiben ?
wahre Aussagen in zwei Klassen unterteilbar :
1. nichtempirische (analytische, apriorische) Wahrheiten
2. empirische (synthetische, aposteriorische) Wahrheiten
nichtemp. Wahrheiten sind immer wahr, empirische können sich in denkbaren
anderen Welten als falsch erweisen
ein Satz ist analytisch, wenn logisch wahr oder in bezug auf sprachliche
Bestimmungen in logisch wahren Satz überführbar (Brandtstädter)
ohne Sinn, diese empirisch zu prüfen (Junggesellen sind immer unverheiratet)
Behauptungen nur dann empirische Hypothesen, wenn nicht ein Prüfergebnis von
vorneherein ausgeschl. werden kann (z.B. aufgrund logischer Regeln)
These Brandtstädter : viele (emotions-)psych. Thesen sind analyt. Behaupt./
Definitionen, die aber emp. überprüft werden, hemmt Fortschritt
Gibt es direkten Zugang zu Gefühlen ?
sind ja subjektiv !
Verbale Berichte der dritten Person :
Verfälschungstendenzen (beabs. & unbeabs.)
untersch. Sprachgebrauch Wissenschaftler & VPN
Introspektion der ersten Person :
beruht anscheinend auf direkter Erfahrung, untrüglich
aber : Alison Gopnik : dies radikal in Frage gestellt :
eigene wie andere psych. Zustände werden immer nur indirekt aus
Verhalten erschlossen, kleine Kinder machen zuerst dabei Fehler
dann gewisse Expertise, führt zu Illusion der direkten Erfahrung, wie
erfahrene Ärzte, die einem Krankheiten „ansehen“
Empirie : Nisbett & Wilson :
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motivationale/emotionale Zustände werden nicht als solche erkannt
in forced compliance (erzählen, daß langw. Exp spannend war, für 2
od. 20 Dollar, bei 2 Dollar : tatsächl. Meinungsänderung !)
Kognitive Prozesse teils unbekannt : Rechenkünstler
Mental wirksame Stimuli unbewußt : subliminal perception (Wort kurz
darbieten, keine bewußte Erkennung, aber Assoziation bei
Wortergänzungstest)
manchmal unklar, worauf Reaktionen beruhen : Positionseffekte bei
Attraktivität (Gegenstände in rechten Ecke werden präferiert,
Begründung : die waren schöner)
Nach Gopnik Gefühl nur Epiphänomen der Expertise bei Analyse eigener
physiologischer Zustände, also keine eigenst. Komponente der Emot.
Demand Characteristics :
versteckte Hinweise des VL : z.B. Playboy-Exp. von Valins mit Herzschlag, da
Wunsch, die Erwartungen zu bestätigen, „gute“ VP zu sein
Wunsch, ehrliche Resultate zu produzieren (ehrliche VP)
Wunsch, in günst. Licht zu stehen (soziale Erwünschtheit)
Kontrollmöglichkeiten :
Postexperimentelle Befragung : Was meinen Sie, worum ging es in Exp ?
Non-Experiment : nur Schilderung der exp. Situation, Frage : Wie hätten
Sie entschieden ? Wenn kein Unterschied zu realer VP, dann evtl. Demand
Characteristics
Simulation : vorgestellte echte VPN simulieren (auch hier : wenn kein
Untersch. zu realer VPN : D.C.
Physiologie der Emotion :
beeinflußt durch ANS, limbisches System, linke vs. rechte Hemisphäre
(umstritten), Hormone & Psychopharmaka
Autonomes NS :
präganglionär ACh, postgangl. symp.NA, postgangl. parasymp. ACh
Emotionen immer mit sympathischer & paras. Aktivität
auf peripherer Ebene Emot. aufgrund differentieller Erregungsmuster der Organe
gut trennbar (Herzklopfen, Herzjagen, Erröten, feuchte Hände, Zittern)
Limbisches System :
durch Läsionsstudien, Stimulierung & Pharmakaeffekte als „Gefühlssystem“
postuliert
Läsion der Amygdala & Teile des Hippocampus bei Rhesusaffen intensiviertes
nutritives & sexuelles Verhalten, Reduktion der Aggression (Klüver & Bucy)
Elektr. Reizung Amygdala : bei Katzen & Affen Kampf od. Fluchtreaktionen
intracranielle Selbstreizung b. Ratten : Freudenzentren : Septum, mediales
Vorderhirnbündel, Amygdala, tieferliegende Strukturen : Aversion
Hirnhemisphären :
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linkshemisph. Läsionen : Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Wut (dysphorische
Reaktion)
rechtshemisph. Läsionen : Herunterspielen der Krankheitssymptome,
Gelassenheit, Euphorie (indifferent-euphorische Reaktion)
Wada-Test (einseitige Injenktion führt zu vorübergeh. Betäubung einer Hemisph.):
gleiche Ergebnisse, allerdings teils uneindeutige Befunde
Davidson :
Approach & Withadrawal-Emotionen besonders stark lateralisiert
Approach links, Withadrawal rechts, jeweils im Frontal- & Temporalhirn
mittels EEG geprüft : Messung des Frontal & Temporalhirns
Freude vs. Ekelinduktion durch Filme
je geringer alpha-Anteil, desto höher Aktivität
bestägigt bes. für vorderes Temporalhirn, weniger für Frontalhirn
insges. rechte Hemisph. wichtiger f. Emot. : Ausdruck in linker Ges.hälfte besser
Hormone & Psychopharmaka :
beeinflussen Erregungsleitung im ANS & ZNS
normale Hormonschwankungen allerdings wenig Einfluß auf Emot.
NA : Erregungssteigerung, verstärkende Wirkung von pos. Reizen, psych.
Krankheit Manie, Pharmaka : Antidepressiva
DOPAMIN : psych. K. Schizophrenie, Pharm. L-Dopa
SEROTONIN : Normalschlaf, psych. K. Schlaftrieb, Pharm. Antidepressiva
ACh : Vermeidungsverhalten
ENDORPHINE : Schmerzschwellenerniedrigung, euphorische Gefühle, Pharm.
Morphium
ACTH : Angst- & Furchtverstärkung
GABA : Emot. Entspannung, Pharm. Tranquillizer
Emotionaler Ausdruck :
= Veränderungen der Mimik, Gestik, Blickrichtung, Pupillengröße, Körperhaltung,
Stimmeigenschaften etc. in emotionalen Kontexten
sind expressiv & kommunikativ, potentiell durch Dritte wahrnehmbar : Erröten also
emot. Ausdruck, nicht aber zugrundeliegende Gefäßerweiterung
Offen, ob Folge, Korrelat oder Ursache von Emotionen
emot. Ausdruck ungleich Interpretation durch dritte Person, hier noch objektive
Situation & subjektiver Kontext (z.B. Gefühle) der dritten Person wichtig
Relevanz einzelner Ausdruckskomponenten :
Exp. von Burns & Beier :
Schauspieler vor Kamera & Mikro versch. Emot. dargestellt durch Sprechen eines
inhaltlich neutralen Satzes mit emot. Mimik & Sprechweise
Vpn Gruppe 1 : nur Video, Gruppe 2 : nur Ton dargeboten
Gruppe 1 deutlich bessere Leistungen
Exp. Graham :
Anblick des gesamten Körpers verbessert Emot.erkennung gg.über Anblick nur
des Gesichts nicht
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Kritik : Gilt das auch bei uneindeutiger Mimik ?
Exp. Rosenthal :
dargeboten wurden Infos :
Gesicht allein
Körper ohne Gesicht
inhaltlich unkenntlich gemachte Stimme
alle Kombinationen dieser Infos
Verhältnisse der Infos : Gesicht 6,8 / Körper 3,6 / Stimme 1,9
Objektive Erfassung des emotionalen Ausdrucks :
Stimme :
mittels Sonagramm / Spektrogramm : Frequenzverteilung der Sprechgeräusche
gegen Zeit abtragen
am leichtesten Ärger & Trauer identifizieren (Prototypen lauter & leiser Emot.)
Körper :
per Video aufzeichnen, anhand von Kategorierungsschema auswerten : wenig
informativ bis absolut trivial (z.B. Furcht : flüchten, Ärger : angreifen)
wenig bekannt über körperliche Infos, die Person gerne verstecken möchte, wo
muß man hinschauen, wenn man diese sehen will ?
Gesicht :
Einstufung von Gesichtern auf Emotionsskalen :
Ratingskalen oder semantisches Differential
Problem : wenig Objektivität (situativer Kontext & eigene Gefühle)
Katalogisierung lokaler Merkmale des Gesichtsausdrucks :
Facial Affect Scoring Technique (FAST) :
Vergleich lokaler Gesichtpartien mit Bildvorlagen
Stirn, Augen, Augenbrauen, Augenlider, untere Ges.Hälfte getrennt
analysiert
Betrachter gibt Nummer des ähnlichsten Bildes an
Facial Action Coding System (FACS) :
Alle sichtbaren Gesichtsbewegungen erfaßt
44 Actionunits, sehr differenziert
Nachteil : 100 Trainingsstunden
deswegen oft nur eine Kategorie, z.B. Furcht betrachtet : 5-6 Units
Elektromyographie :
recht differenziert
Nachteile : Elektroden stören & interferieren, nur wenige Muskeln ableitbar,
stark artefaktanfällig (Kopfbewegungen)
„UV-Licht-Methode“ :
UV-Licht-Plättchen auf Gesicht geklebt, m. Kamera aufnehmen, anderes
Licht rausfiltern
Emotionaler Gesichtsausdruck : angeboren oder erlernt ?
Evolutionsbiologische Studien :
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Darwin : stammesgeschichtliche Kontinuität in Entw. der Gesichtsmuskulatur
Darwin : schon bei Primaten in erster Linie kommunikative Funktion
für zentrale Emotionen Parallelen bei Menschen & Affen, also wohl vererbt
Entwicklungsbiologische Studien :
Brigdes : Neugeborene zeigen noch keine Emot., „Lächeln“ ist
Interpretationsartefakt & nicht reaktiv, Schreien schon, aber unspezifisch
Bridges : im Alter von 6 Monaten allerdings differenziertes Ausdrucksrepertoire
Steiner : bereits Neugeborene reagieren auf Geruchs- & Geschmacksreize mit
Lächeln od. Ekelausdruck
Fazit : keine eindeutige Aussage, ob erlernt od. angeboren, können z.B.
Reifungsvorgänge sein
Studien an Blindgeborenen :
dem Ausdruck sehender Menschen sehr ähnlich : vererbt
Kulturvergleichende Studien :
Universalität des emot. Gesichtsausdrucks in versch. Kulturen, überprüft durch :
Matching : Vergleich von Bildern aus versch. Kulturen
emot. Gesichtsausdrücke aus Kultur A VPN aus Kultur B vorgelegt,
allerdings hier Unterschiede in der Intensitätsbeurteilung, Emot.
kulturfremder Personen werden generell weniger intensiv geschätzt
Kritik : alle beteiligten Kulturen sind mediengeschädigt : hohe Übereinstimmung
durch Modell-Lernen via Fernsehen
entkräftet durch cross-kulturelle Vergl. zw. westlichen & Naturvölkern (Ekman)
Befunde gelten nicht als Evidenz für interkulturelle Homogenität emot. Verhaltens
im allgemeinen, gibt sowohl Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede (Indianer
am Marterpfahl vs. italienische Mammi mit Gallenkolik), beeinflußt durch untersch.
Situationen
Emotionen
Darstellungsregeln
Ausdrücke
motorische Verhaltenskonsequenzen (Modell Ekman &
Friesen)
Situative Determinanten des emot. Ausdrucks, Beispiel Humor :
jeder Reiz wird witzig, wenn Inkongruenz & Hinweise zur Auflösung der
Inkongruenz (Resolution) vorhanden sind
tragen additiv zur Witzigkeit bei
Ertel : unerwartete Wortkombinationen als witzig empfunden,
wenn jedoch solche Unordnung, daß Zufallsreihenfolge, so
sinkt Witzigkeit wieder
auch wenn ein sehr schwerer Reiz nach mehreren leichten Reizen zu beurteilen
ist (in Exp. zur Psychophysik)
Fazit : zumindest einige emot. Gesichtsausdrücke sind Funktion der Situation
Objektive Differenzierung echter & unechter emot. Gesichtausdrücke, Beisp. Freude:
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Duchenne : echtes Lachen nicht nur durch u-förmigen Mund charakterisiert,
sondern durch zusätzliche Kontraktion der Lachfalten (Duchenne-Lachen)
Ekman, Davidson & Friesen : emot. Bedeutung des Duchenne-Lachen über EEG :
durch Filme neg. vs. pos. Stimmung induziert
Duchenne-Lachen (gemessen über FACS) unterschied sich stark zw. pos.
& neg. Filmen, anderes Lachen weniger
Duchenne-Lachen korrelierte auch mit Rating subj. Freude, anderes
Lachen nicht
Duchenne-Lachen ging einher mit Aktivität linker Hemisph., vorderer
Temporallappen, allerdings auch starke rechtsseitige Aktivität
Allgemeine Emotionstheorien :
Psycho- und soziobiologische Ansätze :
historische Wurzel : Darwin
Prämisse 1 :
einige Emotionen bei Menschen & Tieren (Ähnlicher Ausdruck, vegetative
Reaktionen, Verhalten)
aber auch Unterschiede und : fühlt Affe ein Lachen oder zeigt er nur
Ausdruck ?
Prämisse 2 :
Emotionen unterliegen Gesetzmäßigkeiten der Evolution (Studium von
Primaten & Jäger- & Sammlerkulturen)
Grundthese :
Emotionen & deren Ausdrucksweisen setzen sich durch, wenn Beitrag zur
Fitness : z.B. Anpassungsprobleme lösen, als da wären ...
Domänenübergreifende Anpassungsprobleme (eher historischer Ansatz) :
geht um Lsg. mehrerer Probleme, z.B. wenn Rangstreitigkeiten geklärt,
Futtersuche, Nachkommenzeugung etc. möglich
Beitrag des emot. Ausdrucksverhaltens zur Fitness :
Kooperation durch Kommunikation, z.B. Warnung vor Vergiftungen
Bereinigung von Rangstreitigkeiten
Beitrag der Emotionen zur Fitness :
generelle Möglichkeit des instrumentellen Lernens durch Lust/Unlust
so Flexibilisierung der Anpassung an Umwelt
Domänenspezifische Anpassungsprobleme (aktuellerer Ansatz) :
problemspezifisch
durch evolutionär herausgebildete Reaktionsmuster Veränderungen in
Phylogenese, Ontogenese & situationsspezifisch
Grundidee : zwei Individuengruppen gleichen sich in Domänen, wo ähnliche
Adaptationsprobleme & unterscheiden sich in Domänen, wo untersch.
Anpassungsprobleme
Bei Geschlechtern z.B. : gleiches Problem : Körpertemperatur, untersch. Problem:
Männer Jagen, Frauen Sammeln
Beitrag spezieller Emotionen zur Fitness :
Bindungsgefühl des Kleinkindes
Elterliche Fürsorge
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Liebe zum Partner
Eifersucht :
Frauen wollen verläßlichen Partner (Nachwuchs sichern), also Eifersucht,
wenn Partner sich auf Dauer anderen Frau zuwendet
Männer können in zweierlei Weise für Überleben ihrer Gene sorgen :
Polygamie (prinzipiell unsicher)
Monogamie (unsicher bei sex. untreuer Partnerin)
Eifersucht, wenn bei Monogamie die Partnerin sex. untreu wird
Evidenz :
sex. Kontakt mit verheir. Frau gilt interkulturell als Verbrechen, Opfer
ist Ehemann
Kulturen mit tolerierter weibl. permissiver Sexualität gibt es nicht
Exp. Buss : Was macht Sie eher eifersüchtig : Sex od. tiefe emot.
Bindung ihres Partners mit Drittem ?
Frauen 85% Emot., Männer 60% Sex
Männer ohne feste Bindung wählten eher Emot.
Kritik :
warum Gewalt gegen untreue Ehefrau & nicht gegen Rivalen ?
warum bei Affen permissive weibl. Sexualität ?
Psychoanalytische Ansätze :
hohe Bedeutung von Emotionen, vor allem Angst, Liebe/Haß, Trauer, Eifersucht,
Schuldgefühl
Freud : Bewußtwerdung einer Erinnerung & Wiederbelebung eines Affekts =
Heilung
einheitliche Theorie liegt aber nicht vor
Charakteristika psychoanalytischer Emotionskonzepte :
1. Emot. können sich auf fühlendes Subjekt & auf andere Objekte beziehen
2. Emot. unterliegen Entwicklung : oral, anal, genital
3. Emot. sind vielfach unbewußt & nicht steuerbar
4. Emot. geraten häufig mit Ich in Konflikt
5. Emot. manifestieren sich psychisch & physisch
6. Phänomen der Ambivalenz : Liebe & Haß gleichzeitig
Psychoanalytische Theorien zu speziellen Emotionen :
Angst :
Angsttheorie Freuds 1895 : Verdrängte Triebregungen sexueller Natur werden in
Angst umgewandelt, Angstneurose kann entstehen
Angsttheorie Freuds 1926 : Verbotene Triebe erzeugen Angst, diese Signalangst
führt zu Verdrängung, kann zu Neurosen aller Art führen
Unterscheidung Realangst & neurotische Angst
Trauer :
Reaktion auf Verlust einer libidinös besetzten Person = gesunde Trauer,
abzugrenzen gegen pathologische Trauer (Melancholie)
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Wut, Zorn, Ärger :
Manifestionen des Destrudo
Liebe :
Urliebe (Mutterliebe), Ödipale Liebe, reife Liebe
Eifersucht :
Ur-Eifersucht ödipal bedingt
Schuld & Scham :
bedingt durch Ich-Überich-Konflikten
Lernpsychologische Ansätze :
Klassische Konditionierung (Watson) :
Emotionen sind Reaktionen auf Reize
Emotionen Furcht, Wut, Liebe als unbedingte Reaktionen auf best. unbed. Reize
angeboren
alle anderen über klass. Kond. gelernt
als Modell : kleiner Albert (Kaninchenphobie)
Biologisch vorbereitetes Lernen & Preparedness :
Garcia & Koelling : nicht alle Reize gleichermaßen gut für bedingten Reflex,
Geschmacksreize leicht auf Übelkeit, Licht- & Ton leicht auf Schmerz
Seligman : Begriff Preparedness (phylogenetisch erworbene Assoziierbarkeit),
Gegenstück ist Contrapreparedness
Exp. Seligman, Hugdahl & Kärker : Phobien gut auf Schlangen, Insekten etc.,
aber nicht auf Stromkabel etc (zu kurze Erfahrungsgeschichte der Menschheit) :
z.B. bei Rhesusaffen ohne Erfahrung Phobie vor Schlangen, bei Menschen auf
Kabel nur schwer konditionierbar
also weder obj. Gefährlichkeit noch persönliche Erfahrung maßgeblich
Kritik : auch bei modernen Waffen Preparedness-Effekt, sofern Waffen auf
Person gerichtet sind
Klassische Konditionierung emotionaler Bedeutung :
Exp. Staats & Staats : neutrale Wörter (Namen) lassen sich durch Nachfolgen von
pos. od. neg. Wörtern konditionieren
Kritik : Demand Characteristics
Gegenargument : Klappt, wenn CS-US-Paarung bemerkt wird & auch wenn nicht
(überprüfen Sie die Rechtschreibfehler ...)
Operante Konditionierung (Skinner) :
Emotionen sind hervorragende Beispiele von fiktiven Ursachen, denen wir unser
Verhalten zuschreiben
typische Forschung : Konditionierte emotionale Reaktion / CER :
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Phase 1 : Operante Kond. einer Verhaltensweise R : z.B. Hebeldruck für
Futter
Phase 2 : Klass. Kond. einer Furchtreaktion auf neutralen Stimulus CS durch
Stromschlag US
jetzt wird bei Darbietung von CS Verhaltenshäufigkeit von R reduziert =
konditionierte emotionale Reaktion / CER, gemessen durch Suppressions-
Rate
definiert durch Häufigkeit von R bei CS / (Häufigkeit R bei CS + Häuf. R ohne
CS)
Zufallserwartung der Suppressions-Rate ist 0,5, wenn niedriger = Konditio.
Fazit : Emotionen spielen lediglich Nebenrolle, es geht nur um SR (Stimulus &
Reaction) mit black box
Neobahaviorismus & kognitiver Behaviorismus :
auch hier Emotionen nur als intervenierende Variabeln in black box
thematisch nur Angst, Frustration, Aggression
2-Faktoren-Theorie der Angst (Miller, Mowrer)
Theorie d. erlernten Hilflosigkeit (Seligman)
Physiologische Ansätze :
James-Lange-Theorie :
1. Objektwahrnehmung
2. kortikale Reflexe als Reaktion, die zu Veränderungen der ANS-Aktivität & der
Skelettmuskulatur (nur bei James) führen
3. Wahrnehmung der eigenen physiologischen Veränderungen = Emotion
Wir weinen nicht, weil wir traurig sind, sondern wir sind traurig, weil wir weinen
legten keine empirischen Befunde vor
Cannons Kritik an der James-Lange-Theorie :
1. Eingeweide sind wenig sensitiv : stimmt nicht
2. Viscerale Vorgänge sind unspezifisch : stimmt nicht bei Analyse aller Parameter
3. Viscerale Vorgänge treten mit großer zeitlicher Latenz auf (mind. 4 sek.) : stimmt,
aber evtl. Efferenzkopien als Ursache von Emotionen ?
4. künstlich erzeugte periphere sympath. Erregung durch Adrenalin-Injektion bringt
nur „als-ob-Emotionen“ : dazu Befunde gemischt
5. Deafferenzierung der Eingeweide hat keine Einfluß auf Emotionen : Tierversuche
unterstützen dies, Studien mit Querschnittsgelähmten sind widersprüchlich
Cannon-Bard-Theorie :
auch vollständig physiologisch, aber Ursache nicht Aktivität des peripheren ANS,
sondern im ZNS :
zentrale steuernde Instanz ist Hypothalamus
Rückmeldungen thalamischer Erregung an Neocortex = Ursache der
Emotionen
Befunde zur Bedeutung des Hypothalamus (Katzenexperimente) :
Durchtrennung des Hirnstamm unterhalb Hypothalamus = deutliche Dämpfung
des emotionalen Verhaltens
Läsionen im Thalamus : keine Änderung d. emotionalen Verhaltens, wohl aber bei
Hypothalamus
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elektrische Reizung im Hypothalamus führt zu ANS-Aktivität & drastischen emot.
Reaktionen
Kritik daran :
besagt nicht, daß Hypothalamus die Ursache emot. Geschehens ist
verglichen mit James-Lange geringerer emp. Gehalt (nicht so leicht potentiell
falsifizierende Exp. möglich)
limbisches System unberücksichtigt
Kognitionspsychologische Ansätze :
Versuche, die James-Lange-Theorie zu modifizieren
Schachter & Singer-Theorie :
2 Determinanten des emot. Systems :
1. periphere physiolog. Erregung (Intensität)
2. kognitive Bewertung der Situation / Attribution d. Erregung (Qualität)
Das Exp. von Schachter & Singer :
angebl. Wirkung eines Vitaminpräparats auf Sehleistung
UV 1: Adrenalin vs. physiologische Kochsalzlsg
UV 2: Information über „Nebenwirkungen“ : richtig (Erregung) vs. falsch
(Kopfschmerzen)
UV 3: Verhalten des Stooges : Ärger vs. Freude
AV 1: Selbstbeurteilung subj. Ärger & subj. Freude
AV 2: Verhaltensbeobachtung von Ärger & Freude
AV 3: Objekt. & subj. Indikatoren d. physiolog. Zustands der VP
Ergebnisse :
Beurteilung der Situation & Information (Kognition) für
Selbstbeurteilung & Verhalten wichtig
Objekt. & subj. Indikatoren variierten nur mit injizierter Substanz,
aber leider nicht signifikant, lag evtl. an Demand Characteristics :
falsch od. gar nicht informierte VPN wurden somit zu aufgeklärten
VPN, oder statist. Power-Problem
Fazit : Manipulation d. Situation verändert Qualität einer Emotion, Intensität
einer Emotion nicht sicher beeinflußt von physiologischer Erregung
Nachfolgeuntersuchungen :
Ergebnisse uneinheitlich
Problem meist, daß uninform. Adrenaliner keine stärkeren Emot. als Placebianer
manchmal aber auch : Adrenalin löst in non-emot. Situation Angst aus
beides Widerspruch zu Schachter & Singer
Weitere Implikationen der Schachter-Singer-Theorie :
Wahre Ursache der phys. Erregung
Emotional Nicht-emotional
Attribu- Emotional Veränderung Herbeiführung (wie bisher)
tion Nicht-emotional Verhinderung Beibehaltung
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1. Veränderung einer Emot. durch andere emot. Reize (aber : ändert sich meine
Interpretation oder direkt die Physiologie bei anderem emot. Reiz ?)
2. Herbeiführung einer Emot. : unspez. Erregung + Attribution = Emot.
3. Verhinderung durch Zuschreibung einer nicht-emot. Ursache
4. Beibehaltung eines nicht-emot. Zustands
Ross, Rodin & Zimbardo : Evidenz für 3. / Verhinderung :
Erregung induziert durch Ankündigung von E-Schocks
dann Lärm :
G1 : Nebenwirkung des Lärms = Erregung
G2 : Nebenwirkungen, die nichts mit Erregung zu tun haben (z.B.
Kopfschmerzen)
Ergebnisse :
G1 : wenig Angst, da Erregung attribuiert auf Lärm
G2 : Angst, da keine Alternativerklärung möglich
Angstmeßmethode : jew. Verweildauer bei folgenden Puzzles :
Schockvermeidungspuzzle
Geld-Belohnungs-puzzle
Kritik : Evtl. Demand Characteristics
Die Theorie von Valins :
Modifikation von Schachter & Singer : nicht faktische phys. Erregung zählt,
sondern wahrgenommene
würde auch widersprüchliche Empirie zu Schachter & Singer erklären
ist weitgehende Abkehr von James-Lange, da phys. Erregung nun nicht mehr
notw. Bedinung
Empirische Prüfung :
Männliche VPN Playboy-Dias, angebl. eigener (gefälschter) Herzschlag
rückgemeldet
Bilder wurden als attraktiver beurteilt
Kritik :
dieser Effekt sehr stabil, auch bei drastisch veränderten Bedingungen :
Herzfrequenzsenkung, Informieren der VPN, daß Rückmeldung falsch,
Herzschlag von anderen VPN
deswegen evtl. Demand Characteristics
Bei weiteren Exp.: sowohl unter low search (5 sek. Dia-Dauer für Attribution), als
auch High-Search (20 sek.) tritt Valins-Effekt auf, VPN geben an, daß sie
wiederholte & verstärkte Bilder ja wohl attraktiver finden sollten, Fazit : D.C. !!
Attributionale Theorie von Weiner :
nach Kelley & Michela : Unterscheidung Attributionstheorien (Einfluß von Kontext
& Persönlichkeit auf Kausalattributionen) vs. attributionale Theorien (Einfluß von
Kausalattributionen auf Erleben & Verhalten)
Weiner : Einfluß von Kausalattributionen auf Entstehen spez. Emotionen
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anders als bei Schachter & Singer sowie Valins : keine phys. Erregung notwendig
oder hinreichend, schlicht irrelevant : manchmal nicht vorhanden (Dankbarkeit),
manchmal folgen sie der Emotion
1. Wahrnehmung eines Ereignisses
2. Bewertung in bez. auf Zielerreichung -> verursacht primitive ereignisabh.
Emot. (attributionsunabhängig)
3. Zurückführen auf Ursachenfaktor -> verursacht attributionsabhäng.
Emot.
4. Einordnen des Ursachenfaktors -> verursacht dimensionsabhäng.
auf Dimensionen : internal/external Emot.
stabil/variabel
kontrollierbar/unkontrollierbar
für die zeitliche Sequenz gibt es keine empirische Evidenz, Weiner : laufen häufig
parallel ab
Hauptinteresse gilt den drei Dimensionen, die über Gefühle entscheiden : z.B.
internal : Stolz od. Peinlichkeit, kontrollierbar : Dankbarkeit, Scham, stabil :
Resignation, Gelassenheit
etliche empirische Untersuchungen (aber viele meth. Probleme) :
Verantwortlichkeitszuschreibungen (Kontrollierbarkeit) für 10
Krankheiten/Behinderungen/Verhaltensstörung untersucht (z.B. Blindheit,
AIDS, Übergewicht) : Schuld & Ärger korrelieren pos. mit Kontrollierbarkeit,
Mitleid & Hilfsbereitschaft negativ
Oder AIDS beruhend auf Sex vs. Bluter
Oder Reaktion Lehrer auf Mißerfolg Schüler. VPN mußten angeben, auf
was der Lehrer Mißerfolg wohl zurückführt
Kritik : Ist Kausalattribution nicht begrifflicher Bestandteil einer Emotion ? Der
Lehrer, der Mißerfolg auf Zufall zurückführt, kann doch eigtl. nicht ärgerlich sein
Feedback-Theorien :
wie James-Lange, nur Ausdrucksverhalten wichtig anstatt physiol. Prozesse
Gesichtsmuskel-Feedback-Theorie (Izard) :
Izard : Wer lacht, wird froh
Reihenfolge : Reiz, Cortex, Gesichtsausdruck, Feedback-Emotion, Verhalten
Exp. Laird :
VPN mußten Ärger- oder Freude-Gesicht machen und dabei Gefühle bei
Bildbetrachtung beschreiben (Vorwand : Gesichtsmuskelexperiment)
Problem : Treatments zur Manipulation d. Gesichtsausdruck können
Emotion geändert haben, anders als bei näxtem Exp ...
Exp. Strack, Martin, Stepper :
Stift zwischen Zähne od. in gespitzten Mund nehmen um Comics auf
Witzigkeit zu raten, Ergebnis wie oben : bestätigend
Emot. Ansteckung durch Gesichtsmuskelfeedback (Hatfield) :
Emot. Ansteckung an sich ist gut gesichert : Frohe Leute machen fröhlich
funktioniert nach Hatfield durch folg. Prozeß :
1. Gesichtsausdruck der Anderen
2. Imitation dessen
3. Feedback (Kopie der Emotion der andern)
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Exp. Sokolowski : Kopie der Emot. muß nicht bewußt sein : Betrachtung trauriger
Gesichter verlangsamt Schreibgeschwindigkeit, verändert aber nicht subj. Emot.
Selbstwahrnehmungstheorie von Bem :
ist wie konsequente Umsetzung von Gopniks Theorie
nicht nur Mimik, sondern ges. emot. Verhalten ist maßgeblich
Umsetzung geschieht auch nicht automatisch über spez. Feedback-Kanäle,
sondern erst nach Reflexion über situativen Randbedingungen (kognitionspsych.)
Eigenes Verhalten + Situation führen zur Analyse (Warum zeige ich Verhalten in
Situation), führt zur Schlußfolgerung (Ich bin wohl im emot. Zustand X)
Exp. von Stepper & Strack : Erfolg in Test führt zu mehr Stolzgefühlen, wenn
Erfolgsmeldung in aufrechter Position entgegengenommen wird !
Das integrative Modell von Izard :
Versuch einer einheitlichen Theorie mit 4 weitgehend unabh. Systemen der
Emotionsinduktion :
1. neurales System : Induktion durch Hormone, elektrische Stimulierung
2. sensorisch-motorisches System : Ind. d. Gesichtsausdruck, Körperhaltung
3. motivational-affektives System : Ind. d. Geschmack, Schmerz & andere Emot.
4. kognitives System : Ind. durch Bewertung, Attribution, Antizipation, Erinnerungen
Emotionen werden durch Aktivation irgendeines dieser Systeme verursacht
letztlich aber nur Aneinanderreihung ohne übergeordnetes theoretisches Prinzip