Methodisch-didaktische �berlegungen by 572pMwfm

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									STAATLICHES STUDIENSEMINAR FÜR DAS LEHRAMT AN REALSCHULEN TRIER




                             Unterrichtsentwurf
                      für den 1. Unterrichtsbesuch im Fach       CHEMIE
    gemäß § 10 der LVO über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen
                            vom 27. August 1997, i.d.F. vom 17. Juli 2002




Datum:                               11.10.2005
Schule:                              Leopold-von-Daun-Realschule
Raum:                                Übungsraum Physik
Klasse:                              8d
Zeit:                                2. Stunde (8.20 – 9.05 Uhr)

Fachlehrerin:                        Frau Steinmetz
Schulische(r)Ausbildungsleiter:      Herr Neumann
Fachleiter:                          Herr Kießling




Thema:                          Unbekannten Flüssigkeiten auf der Spur


Stundenziel: Die SchülerInnen sollen zur Unterscheidung und Identifizierung zweier
             unbekannter Flüssigkeiten ein Experiment planen und durchführen.




Timo Djelassi
Auf der Ebest 24
54550 Daun
                                                                      ...............................................
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Methodisch-didaktische Überlegungen
Der Lehrplan sieht vor, dass „Schülerübungen unter Anleitung und Beachtung der
entsprechenden Sicherheitsbestimmungen zunehmend selbständig durchgeführt werden“1.
Dabei werden wesentliche Inhalte des Themengebietes „Stoffe und ihre Eigenschaften“
angewandt. Dazu gehören die Identifizierung eines Stoffes anhand seiner Eigenschaften,
sowie die vertiefende Anwendung der Kenntnisse aus der Orientierungsstufe (Experimente zu
Körpern und Stoffen).
Nach den Stunden zu Sicherheit, Umgang mit dem Brenner und Experimentierregeln wurden
verschiedene Substanzen nach ihren subjektiven Stoffeigenschaften unterschieden. In der
vorangegangenen Stunde haben die Schülerinnen und Schüler objektive (messbare)
Stoffeigenschaften von subjektiven (aus eigener Sicht) Stoffeigenschaften unterschieden und
den Begriff der Dichte wiederholt und geübt. In dieser Stunde werden die Schülerinnen und
Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse anwenden und selbständig ein Experiment zur
Stoffunterscheidung und Identifizierung planen und durchführen.
Im täglichen Leben begegnen uns unterschiedliche Gegenstände, welche wir durch
charakteristische Eigenschaften leicht unterscheiden können, so zum Beispiel eine Banane
von einem Apfel (Form, Farbe, Geschmack). Es gibt aber auch Stoffe, die weitaus schwieriger
einzuordnen und zu unterscheiden sind, so zum Beispiel Getränke. Hier kann sich für die
Schülerinnen und Schüler die Frage stellen, sind sie alkoholisch oder nicht.
Auch für spätere Unterrichtseinheiten sind Eigenschaften von Stoffen, deren Unterscheidung
und Einordnung sehr wichtig (z.B. Salze, Säuren und Laugen, Organik).
Wasser und Alkohol sind in ihrer Form und ihrem Aussehen sehr ähnlich, unterscheiden sich
jedoch durch verschiedene subjektive und objektive Eigenschaften. Mit geeigneten Techniken
bzw. Kenntnissen können diese Stoffe eindeutig unterschieden werden.
Für spätere Unterrichtsinhalte (z.B. Säuren und Laugen, Salze, etc.) ist es notwendig, dass die
Schülerinnen und Schüler Stoffe einordnen und unterscheiden können.
Die Schülerinnen und Schüler können subjektive Stoffeigenschaften (mit den fünf Sinnen:
Geruch, Geschmack, Klang, Fühlen, Aussehen) von objektiven Stoffeigenschaften
(Siedetemperatur,     Aggregatszustand,      Dichte)     unterscheiden.     Die    subjektiven
Stoffeigenschaften sind den Schülerinnen und Schüler bereits gut bekannt, objektive
Stoffeigenschaften hingegen sind bisher kaum behandelt worden. Daher wenden die
Schülerinnen und Schüler in dieser Stunde die ihnen bekannten subjektiven
Stoffeigenschaften, sowie die objektiven Stoffeigenschaft Dichte in Schülerversuchen an.


Der didaktische Schwerpunkt, die Identifizierung von zwei Flüssigkeiten, erschließt sich für
die Sch. an einem problemorientierten Lerngegenstand. Ein Auszubildender im Chemielabor
soll die Chemikalien sortieren und aufräumen. Dabei findet er zwei Flüssigkeiten in
unbeschrifteten Flaschen.
In diesen situativen Rahmen steigen die Schülerinnen und Schüler ein. Im Gespräch über
Fehler, die die Mitarbeiter des Labors gemacht haben, äußern die Schülerinnen und Schüler
Vermutungen über den Inhalt der Flaschen. Daraus ergibt sich folgerichtig die
Problemstellung der Stunde und die Öffnung der Lernschleife: „Was ist in den Flaschen und
wie kann ich deren Inhalt identifizieren?“
Nach der Visualisierung der Problemstellung werden die Schülerinnen und Schüler in
Partnerarbeit in einem kurzen Zweiergespräch über Wege zur Identifizierung der Substanzen
sprechen. Die Schülerinnen und Schüler können mit ihrem Partner Gedanken austauschen und
Ideen entwickeln, die in einer Einzeldenkphase nicht zustande gekommen wären.
Gruppenarbeit halte ich in dieser Phase nicht für sinnvoll, da hier ein schneller und kurzer
Denkprozess stattfindet. Die Planung der Experimente wird im Plenum besprochen und
festgelegt. Ich agiere in dieser Phase als Moderator und trage die Ergebnisse der Schülerinnen
und Schüler auf der Folie zusammen. Die Schülerideen sind in dieser Phase besonders
wichtig, da sie den weiteren Unterrichtsverlauf stark beeinflussen. Die Schülerentscheidungen
müssen allerdings eingeordnet und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht werden.
Jede Schülergruppe soll das gleiche Experiment durchführen. Daher ist das Zusammentragen
der Planungen wichtig, weil mögliche Fehlerquellen im Vorfeld durch die Schüler selbst
entfernt werden können. Außerdem erhöht die hohe Anzahl der gleichen Versuche die
Qualität im Gesamtergebnisergebnis.
Nach den Versuchen werden bei den Schülerpräsentationen zunächst die Auswertungen
besprochen. Die Folie begleitet die Stunde auch hier, so dass die gemessenen Werte und
berechneten Ergebnisse eingetragen und die Flüssigkeiten benannt werden können. Zusätzlich
ermöglicht die Auswertung der Ergebnisse auf der Folie eine gemeinsame Sicherung. Im
Anschluss an die Präsentationen werden Schwierigkeiten und Fehler bei der Durchführung
erörtert. Die Schülerinnen und Schüler erhalten somit aus der Klasse Rückmeldungen zur
Verbesserung der eigenen Arbeit.
Der Lernprozess schließt sich durch das Beschriften der Flaschen, die Flaschen sind mit den
Schülerversuchen identifiziert worden.
Da es in den Arbeitsphasen Schülerteams geben kann, die schneller fertig sind, sollen diese
die Gefahrensymbole für die Stoffe bestimmen. Zur Hilfestellung erhalten die Schülerinnen
und Schüler eine Gefahrstoffliste und die entsprechenden Symbole. Dieses Ergebnis können
die Schüler dann zusätzlich präsentieren.
Die Etiketten für die Stoffe werden beschriftet und ggf. mit den Gefahrensymbolen
beschriftet.

Chemikalien

Ethanol

Aussehen:                    klare Flüssigkeit
Kennbuchstabe:               F
Gefahrenbezeichnung:         leicht entzündlich
R-Sätze:                     R 11
S-Sätze:                     S 7 - 16
Verwendung:                  alkoholische Getränke, Lösungsmittel

R 11: Leicht entzündlich

S 7: Behälter dicht geschlossen halten
S 16: Von Zündquellen fernhalten - Nicht rauchen

Wasser

Aussehen:                    klare Flüssigkeit
Kennbuchstabe:               keine
Gefahrenbezeichnung:         keine
R-Sätze:                     keine
S-Sätze:                     keine
Verwendung:                  vielfältig
Versuchsprotokoll:

Frage:

Geräte und Materialien:                                    Aufbau:



Chemikalien:


Versuchsanleitung: (Was macht man?)




Beobachtung: (Was ist geschehen?)




Auswertung: (Was schließe ich daraus?)
 Dichte der Flüssigkeiten in g/cm3
                   Dichte                           Dichte
 Gruppen Flüssigkeit 1             Vermutung 1
                                                 Flüssigkeit 2
                                                                 Vermutung 2

      1
      2
      3
      4
      5
      6
Literatur:
1
    Lehrplan-Entwürfe Lernbereich Naturwissenschaften, S. 218 81. Stoffe und ihre
    Eigenschaften

Bildungsstandards im Fach Chemie für den Mittleren Schulabschluss, Beschluss der
Kultusministerkonferenz vom16.12.2004

Umwelt: Chemie, Ausgabe A, 2. Auflage , Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart, 2002

Anhang 1 zur GUV-Regel, Umgang mit Gefahrstoffen im Unterricht – Gefahrstoffliste -,
Ausgabe Januar 1998, Aktualisierte Fassung Juli 2002

Arbeitsgemeinschaften Naturwissenschaften und Technik, Experimente Arbeiten wie ein
Chemiker Arbeitsblatt 04/21, Sicheres Arbeiten im Labor, „. Gefahrensymbole warnen

								
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