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					Peter Frey (Bern, Schweiz)                                                                     1        Evaluation der Neuen Medien
                                                                                               Seit ca. 5 Jahren hat sich die didaktische, gestalterische und technische Qualität von
                                                                                               CD-ROM-basierten Lernprogrammen (CAL = Computer assisted Learning) stark
Papier oder PC? Die Neuen Medien auf                                                           verbessert und ihr Einsatz ist in der medizinischen Ausbildung nicht mehr
                                                                                               wegzudenken. Doch was leisten die Neuen Medien (CD-ROM und Internet)
dem Prüfstand                                                                                  wirklich? Prinzipiell sind drei Perspektiven möglich, unter denen die Neuen Medien
                                                                                               beurteilt werden. Einleitend sollen sie kurz anhand der CD-ROM beschrieben
Eine Umfrage bei 281 Medizinstudierenden                                                       werden.


Summary                                          Zusammenfassung                               1.1 Die Produkt-Qualität
The objective of this study was to assess the    Einleitend wird   auf die Evaluation Neuer                    Das Lernprogramm (zB. CD-ROM) wird als Produkt losgelöst vom
attitudes medical students from Bern,            Medien aus drei   Perspektiven eingegangen.                   echten Einsatz (Zielpublikum, curriculäre Rahmenbedingungen)
Switzerland have towards using various           Nur 31% der       CD-ROM-Lernprogramme
                                                                                                               beurteilt. Dies geschieht entweder durch Einzelpersonen
learning resources (books, videotapes, CD-       (CAL) werden       länger als 15 Minuten
                                                                                               (Studierende, Dozenten) oder durch Gruppen (Bsp. Juroren des EASA, European
ROMs, Internet). In 1999, 281 of 429             benutzt.
medical students (65%) in the 1st, 3rd and                                                     Academic Software Award).
5th year responded to a questionnaire.           Eine     repräsentative   Befragung    der
                                                 Medizinstudierenden in Bern sollte 1999       Einzelpersonen beurteilen meist nach zufälligen, weichen und subjektiven Kriterien.
Results: For learning and study purposes,        ihre Einstellung gegenüber alten und neuen    Die Beurteilung desselben Lernprogrammes durch verschiedene Dozenten kann
88% frequently used printed resources            Medien (Bücher, Video, CD-ROM,                diametral entgegengesetzt ausfallen.
(textbooks), 28% used the library, and only      Internet) als Lernquelle klären. Von den      Um die Beurteilung zu optimieren hat S. Schulz den „Qualitätskriterienkatalog für
5% frequently used videotapes, computer          angeschriebenen 429 Studierenden des 1., 3.
                                                                                               Elektronische Publikationen in der Medizin“ erstellt und immer wieder verbessert
aided learning (CAL) or the Internet. In our     und 5. Studienjahres antworteten 281, was
                                                                                               (http://www.imbi.uni-freiburg.de/medinf/gmdsqc/d.htm).
computer lab, only 31% of the CD-ROM-            einer durchschnittlichen Rücklaufquote von
based instructions are used longer then 15       65% entspricht.                               Standardisierte Kriterien kommen meist bei internationalen Preisausschreibungen zur
minutes. Among our students, 87% have                                                          Anwendung. Als Beispiel seien die klaren Kriterien des MedidaPrix2000 erwähnt.
private access to a PC and 51% even have         Resultate: Zum Lernen benutzen die
an Internet modem. But there is a gap            Studierenden folgende Medien: 88% eigene      Trotz allen Versuchen der objektiven Kriterienlisten wird die Rechnung aber ohne
between private Internet use (51%) and its       Printmedien (Bücher, Skripte), 28%            den Wirt gemacht. Die Beurteilung der CD-ROM erfolgt nicht im Kontext des harten
application for learning purposes (5%). This     Printmedien in Bibliotheken, aber nur 5%      Lernalltages der Studierenden.
demonstrates that the rate of computer           Video, Computerlernprogramme oder das
literacy among medical students, in itself, is   Internet. 87% unserer Studierenden haben
not at all poor, but nonetheless rarely          zuhause einen Computer, 51% zusätzlich
                                                 Internet-Zugang. Das Grundwissen im           1.2 Student + CD-ROM = höherer Lernerfolg ?
practiced for learning and study purposes.
                                                 Umgang mit PC und Internet ist vorhanden.
                                                                                                                     Viele Autoren versuchen in Studien immer wieder die Neuen
                                                 Trotzdem wird das Internet zum privaten
                                                                                                                     mit den alten Medien bezüglich ihres Lernerfolges zu messen.
                                                 Surfen 10mal häufiger (51%) benutzt als
                                                 zum Lernen (5%).                                                    Die besonderen Schwierigkeiten einer kontrollierten
                                                                                                                     randomisierten Vergleichsstudie zwischen CAL und
                                                                                                                     traditionellen Lernressourcen beschreibt die Arbeit von
                                                                                                                     Charles P. Friedman: The Research we should be doing, (Acad
                                                                                                                     Med., June 1994).




1      ZSfHD 3/99                                                                                                                                                   ZSfHD 3/99 1
Es ist sehr aufwändig, gute methodische Studien durchzuführen. Dies lässt sich          1.3 Computer-Lernprogramme im Uni-Einsatz
anhand des üblichen Forschungsdesigns (Tabelle) nachvollziehen.
    Experimental-Gruppe   Pre-Test   Computer Assist. Lernen             Post-Test
                                                                                        Wie werden einzelne alte und neue Medien im
    Kontroll-Gruppe       Pre-Test   Trad. Lernen (Buch/Vorlesung)       Post-Test      curriculären Umfeld genutzt? Um diese Frage zu
                                                                                        beantworten,       evaluieren   wir       unsere
                                                                                        Lernprogramme im 'Feld', das heisst im täglichen
Einige Beispiele von methodischen Fallstricken seien hier erwähnt. Wenn CAL             realen Einsatz auf dem Uni-Campus.
wirklich einen echten Mehrwert bietet, dann ist keine äquivalente Kontroll-
Intervention möglich. Werden verschiedene Lernmethoden angewandt, dann hat der          Unsere Nutzungsstatistik medizinischer Lernpro-
Pre-/Post-Test immer einen BIAS zu der einen oder anderen Lehrmethode. Wird die         gramme (Diagramm) zeigt einen klaren Trend in
CAL-Forschung im laufenden Curriculum unter selektiven Prüfungsbedingungen              Richtung      interaktiver    CD-ROM-basierter
durchgeführt, dann finden talentierte Studierende unabhängig von der Qualität der       Lernprogramme. Die klassischen Medien haben sich erstaunlicherweise stabilisiert
CAL gute Lernquellen zum Thema. Die Prüfungsleistung korreliert also nicht              und sind nicht gänzlich von den Neuen Medien verdrängt worden.
unbedingt mit der Benutzung von CAL. Wird die CAL-Forschung ausserhalb
selektiver Prüfungen (freiwilliges, ergänzendes Lernangebot) gemacht, ist die
Anstrengung der Studierenden häufig kleiner und die Resultate sind nicht auf die
echte Situation übertragbar.


Friedmann empfiehlt deshalb folgende Forschungs-Alternativen:
-   Vergleich verschiedener CAL-Typen
-   Studien über die Lernwege der Studenten innerhalb einer Software (software
    usage pattern)
-   Erforschung eines neuartigen, unbekannten Lern-Outcomes
-   Studien über verschiedenartige Integrationen von CAL in ein Curriculum
Frau Gerdes forscht an der Universität Bonn und zeigte: Nur Experten lernen mit
Hypertext effizienter als mit einem linearen Medium (Buch)
http://www.psychologie.uni-bonn.de/~gerdes_h/hyper/inhalt.htm



      Wie bei anderen neuen Lehrmethoden (zB. PBL) konnte
                                                                                        Hinweise zur Methodik: Die Nutzung der Medien Video und Tonbildschau (TBS)
      bisher auch für das Studium mit Neuen Medien kein                                 wurden mittels Fragebogen erhoben. Aus einer Befragung wissen wir, dass nur ca.
      höherer Lernerfolg nachgewiesen werden.                                           jeder 2. Studierende einen Eintrag macht. Die effektiven Nutzungszahlen dürften also
                                                                                        bis doppelt so hoch sein.
                                                                                        Die Nutzung CD-ROM basierter Lernprogramme wurde im             Lernzentrum
CD-ROM basierte Lernprogramme haben ein grosses Problem: die Verfügbarkeit zu
                                                                                        (Mediothek) an der Medizinischen Fakultät Bern mit automatischen "Registrier-
akzeptablen Bedingungen (Preis). Diesen Nachteil haben Internet-basierte
                                                                                        Programmen" (CONSOLE unter MacOS, Eigenentwicklung unter WIN) über 2 Jahre
Lernmodule nicht. Ihre Evaluation ist aber aus vielerlei Hinsicht deutlich erschwert.
                                                                                        lang festgehalten (siehe Abb. „TopTen“).
2        ZSfHD 3/99                                                                                                                                        ZSfHD 3/99 2
                                                                                         Computer-Lernprogramme werden gut genutzt, wenn:
                                                                                            sie im Kontext des Curriculums dem Studenten "etwas bringen"
                                                                                            sie der Prüfungsvorbereitung dienen
                                                                                             Übereinstimmung mit Inhalt und Form der Prüfung sind wichtig.
                                                                                             Beispiel: An der dermatologischen Prüfung muss der Student Hauterkrankungen
                                                                                             auf Dias/Fotos erkennen. Zur Prüfungsvorbereitung eignen sich idealerweise
                                                                                             dermatologische Bildersammlungen auf CD-ROM.
                                                                                            sie ins Curriculum / in Lernveranstaltungen eingebettet sind („Pflicht“)
                                                                                             Beispiel: „Hemosurf“, ein interaktiver webbasierter Hämatologie-Atlas, gilt als
                                                                                             obligatorische Vorbereitung auf den Hämatologie-Kurs im 3. Studienjahr
                                                                                            Dozierende immer wieder auf Neue Medien hinweisen oder sie zum
                                                                                             Pflichtstudium deklarieren
                                                                                            die Studierenden Freiräume fürs Selbststudium bekommen (Reduktion der
                                                                                             Vorlesungsstunden)
                                                                                            sie Spass und Entdeckung bieten
                                                                                            wenig Hypertexte beinhalten (erschwert den Einstieg in ein neues Lerngebiet)


                                                                                         2       Umfrage bei 281 Medizinstudierenden
         Grafik „Top Ten“: (Zahlen in Klammer geben den Rang des Vorjahres an.)          Die Nutzungsstatistik unserer Computerarbeitsplätze zeigt nur die Aktivitäten einer
Bei der Auswertung der Daten wurde zwischen einer Nutzungsdauer unter und über           Subpopulation der Studierenden. Wir vermuteten, dass nur rund ein Drittel der
15 Minuten unterschieden, in der Annahme, dass "vertieftes/gründliches" Lernen           Studierenden unser Lernzentrum benutzen.
mehr als 15 Minuten dauern soll.                                                         Im Frühling 1999 wurde deshalb eine postalische Befragung der
                                                                                         Medizinstudierenden des 1., 3. und 5. Studienjahres in Bern durchgeführt. Der
                                                                                         Rücklauf der maschinell lesbaren Fragebogen lag bei 48% (1. Jahr), 77% (3. Jahr)
    Nur 31% der Medizinstudierenden arbeiten länger als                                  und 69% (5. Jahr). Die Daten der 281 Berner Medizinstudierenden dürfen also als
    15 Minuten am gleichen CD-ROM-Programm, dann                                         repräsentativ angesehen werden.

    aber im Durchschnitt 46 Minuten lang.                                                Ergebnisse 1: Private Verfügbarkeit der Medien-Technologie


Am beliebtesten sind Lernprogramme mit vielen Bildern (Blutzellen,
Augenhintergrund,        Histologie,    Röntgen,      Hauterkrankungen)     oder
Traningsprogramme (Herztöne, Lungengeräusche) oder Simulationen seltener
Ausbildungs-Situationen (Notfälle). Obwohl die Studierenden Produktionen aus der                                                     87% der Studierenden haben privat
eigenen Uni (Rang 1,2) bevorzugen, kamen auch Lernprogramme aus anderen                                                              bereits einen eigenen Computer oder
Universitäten unter die TopTen (Histologie, Heart Sounds and Murmurs, etc.)                                                          Zugang zum           Computer der
                                                                                                                                     Eltern/Geschwister. Die "Prävalenz"
Total wurden in 12 Monaten 3593 Programm-Starts, davon 1116 Zugriffe mit                                                             eigener Computer nimmt mit den
Lernzeit über 15 Min., registriert. Dies ergibt im Durchschnitt 6 Zugriffe pro Student                                               Studienjahren erwartungsgemäss zu.
und Jahr und eine totale Nutzungszeit von 1000h pro Jahr.



3     ZSfHD 3/99                                                                                                                                           ZSfHD 3/99 3
Männer besitzen fast doppelt so häufig einen eigenen Computer wie Frauen.
                                                                                                                                                      52% der
                                                                                                                                                      Studierenden
                                                                                                                                                      nutzen das Internet
                                                                                                                                                      privat sehr häufig.
                                                                                                                                                      Sie haben also
                                                                                                                                                      gute "Skills" im
                                                                                                                                                      Umgang mit dem
                                                                                                                                                      Internet.
                                                    Die technische Ausstattung ist
                                                    erstaunlich gut: über 51%                                                                         Trotzdem wird
                                                    besassen bereits 1999 einen                                                                       das Internet zum
                                                    Internet-Zugang                                                                                   Lernen nur von
                                                                                                                                                      5% der
                                                                                                                                                      Studierenden
                                                                                                                                                      häufig genutzt.
Ergebnisse 2: Nutzung von Lernressourcen

                                                                                     Diese Kluft zwischen privater Nutzung und Nutzung zum Lernen des Internets ist ein
                                                                                     erstaunliches Ergebnis, denn es gibt sehr viele gute Lernressourcen im Netz.
                                                                                     Die Nutzung medizinischer Ressourcen im Internet nimmt von 0% im 1. Studienjahr
                                                                                     auf 23% im 5. Studienjahr deutlich zu. Dies kann damit zusammenhängen, dass die
                                                                                     Studierenden einen höheren Wissensstand ("Expertise") erreichen und sich im
                                                                                     "Hyperspace" nicht mehr verlieren oder das Internet vermehrt für eigene Forschungs-
                                                                                     oder Doktorarbeiten brauchen, insbesondere für MEDLINE, respektive PubMed.
                                                                                     Die hohe „Internet Literacy“ unserer Studierenden wird von den Universitäten bisher
                                                                                     viel zu wenig genutzt. Notwendig sind universitäre Internet-Portale, die für
                                                                                     Studierende einen verbindlichen Charakter haben. So hat die Medizinische Fakultät
                                                                                     Bern auf Herbst 2000 das Portal STUDMED.UNIBE.CH neu eingerichtet.
                                                                                     Entsprechend den vorherigen Ergebnissen werden in unserer Mediothek ebenfalls
                                                                                     die Leseplätze und freien Internet-Zugänge (für privaten Gebrauch) am besten
                                                                                     genutzt. Leseplätze sind so begehrt, dass wir sie vermieten können. Der Studierende
                                                                                     erhält für eine kleine Mietgebühr das Recht, seine Bücher und Skripten am Leseplatz
                                                                                     liegen zu lassen.
                                                                                     2/3 der Studierenden nutzen weder Video noch CD-ROM-Lernprogramme. 87% der
Trotz der hohen, privaten Dichte von Computern bei Medizinstudierenden (siehe        Studierenden wünschen die Abgabe von CD-ROM-Lernprogrammen zum
vorne) und guten Fähigkeiten (Skills) im Umgang mit dem Internet dominieren im       Selbstkostenpreis (CHF 10.-).
Studium immer noch die klassischen Printmedien. Eigene Bücher und Skripte
werden am weitaus häufigsten (88%) zum Lernen benutzt. Die Nutzung von Büchern
und Journals in Bibliotheken beträgt 28% und elektronische Lernmedien wie Video,
Computer und Internet werden mit 5% zum Lernen eher selten benutzt.
4     ZSfHD 3/99                                                                                                                                        ZSfHD 3/99 4
    77% der Medizinstudierenden lernen lieber ohne                                      Herstellung von CD-ROM-spezifischen Druckerzeugnissen (Booklet, Label) und die
                                                                                        Reproduktionskosten der CD-ROM selbst, die vor allem bei kleinen Auflagen von
    Computer, nämlich mit Printmedien, Vorlesungen                                      rund 100-200 Exemplaren recht hoch anfallen. Zudem kann der Inhalt ständig
                                                                                        ausgebaut, korrigiert und aktualisiert werden. Das Internet bietet heute aber noch
3        Ausblick in die Zukunft                                                        zwei grosse Einschränkungen:
Die Studierenden haben bezüglich Computer- und Internetkenntnissen einen hohen              zu geringe Bandbreiten (56k-Modem) für gute Videoübertragung
Stand erreicht. Dies ermutigte die Medizinische Fakultät Bern auf den Herbst 2000           drahtloser Internet-Zugang ist nicht schnell genug oder zu teuer
                                             sämtlich Informationen für die beiden
                                             ersten Studienjahren nur noch auf dem
                                             Internet anzubieten.
                                              In nur 4 Monaten wurde das Internet-
                                              Portal      STUDMED.UNIBE.CH
                                              aufgebaut. Die Studierenden finden
                                              dort nebst allen organisatorischen
                                              Angaben      wie      Stundenplänen,
                                              Gruppeneinteilungen und PBL-Fällen
                                              auch Hinweise zu Lernressourcen
                                              auf dem Internet. Die Daten werden
                                              täglich mit News ergänzt und
                                              nötigenfalls per SMS an die
                                              Studierenden weitergeleitet.
                                             Studierenden, die noch nicht über
einen eigenen Computer mit Internet-Zugang und Drucker verfügen (ca. 30% bei
Studienaufnahme, 5% im 2. Studienjahr) steht auf dem Campus ein Computer-Pool
zur Verfügung. Dort kann täglich von 7.30 – 22.00h frei auf das Internet zugegriffen
und gratis ausgedruckt werden. Zudem wurden 15 iMacs mit Internet-Zugang auf
dem ganzen Campus verteilt aufgestellt. So können die Studierenden rasch News
abfragen oder Dozenten/KollegInnen ein E-Mail schicken.                                 Beide Probleme dürften sich aber mit der Einführung von UMTS in 3-5 Jahren lösen.
                                                                                        Dann braucht der Studierende nur noch seine UMTS-Card in das bereits vorhandene
Während die Studierenden sich mit dem neuen Informationsangebot rasch und sehr          Notebook zu stecken und schon hat er drahtlosen, raschen Zugang zum Internet und
gut zurechtfanden, fühlten sich viele Dozenten überfordert und hatten Mühe die          allen Diensten die bis dahin aufgebaut sind.
Informationen zu finden und auszudrucken. Der Slogan vom „Lebenslangen Lernen“
scheint für einige Dozenten nicht zu gelten. Das geht soweit, dass Dozenten aktiv auf
eine eigene E-Mail-Adresse verzichten und auch noch nie im Internet gesurft haben.
                                                                                        Literatur:
Die Schulung im Umgang mit Computer und Internet übernahmen 3 PC-Support-
Studenten des 2. Jahres. Sie schulten telefonisch oder sogar vor Ort sowohl die         Bell DS: Self-study from web-based and printed guideline materials. A randomized,
Studierenden als auch die Dozenten gegen Bezahlung als Hilfsassistenten. Die            controlled trial among resident physicians.
Dozenten nahmen diese Hilfestellungen leider kaum in Anspruch.
                                                                                        Garg A, Norman GR, Spero L, Maheshwari P.: Do virtual computer models hinder
Die Zukunft, auch was Lernprogramme anbelangt, gehört aber ganz eindeutig dem           anatomy learning? Acad Med. 1999 Oct;74(10 Suppl):S87-9.
Internet. Unsere Studierenden wollen, wenn überhaupt, dann zuhause an ihrem
eigenen PC Lernquellen nutzen können. Internetbasierte Lernressourcen sind              Carr MM, Reznick RK, Brown DH: Comparison of computer-assisted instruction
kostengünstiger, da das „Finishing“ der CD-ROM wegfällt. Gemeint sind die               and seminar instruction to acquire psychomotor and cognitive knowledge of epistaxis
                                                                                        management.


5     ZSfHD 3/99                                                                                                                                            ZSfHD 3/99 5
Peter Devitt and Edward Palmer :Computer-aided learning: an overvalued
educational resource? Med Educ, 1999 Feb;33(2):136-9




6     ZSfHD 3/99                                                         ZSfHD 3/99 6

				
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