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herpes_simplex

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12/10/2011
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Herpes simplex

(Anita und Daniel)



Der Begriff Herpes kommt aus dem Griechischen und bedeutet „kriechend“.

Der verursachende Virus:

Der Erreger der Herpeserkrankung gehört zur Familie der Herpesviren

(Herpesvidae) und kommt nur beim Menschen vor (Herpesvirus hominis).

Dabei handelt es sich um einen 150 – 200 nm großen Partikel mit einem DNA-

Innenkörper (Core), der von einer Eiweißhülle umgeben ist. Alles zusammen wird

von einer weiteren Hülle (Envelope) umgeben.

Diese Viren werden als Herpes-simplex-Viren bezeichnet.

Man unterscheidet zwei verschieden Arten von Herpes-simples-Viren, die genetisch

nah verwandt sind. Zum einen gibt es den Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1), der

das Gesicht befällt und daher auch Herpes labialis (Lippenherpes) genannt wird.

Der HSV-1 wird durch Tropfeninfektionen, durch direkten Kontakt oder durch

Schmierinfektionen übertragen. Zum anderen gibt es den Herpes-simplex-Virus Typ

2 (HSV-2), der die Geschlechtsteile befällt und daher auch Herpes genitalis genannt

wird.

Der HSV-2 wird durch Geschlechtsverkehr übertragen.

Nach der Erkrankung stirbt der Herpesvirus jedoch nicht ab, sondern wandert von

der Oberhaut über die Nervenbahnen zu den Nervenzellen. Dort bleibt er und bricht

wieder aus, wenn die Abwehrkraft des Organismus geschwächt ist oder stressige

Situationen aufkommen.

Die Bildung von Antikörpern gegen dieses Herpes-Virus setzt voraus, dass man

bereits mit dem Herpes-Virus in Berührung gekommen ist.



Symptome

Bei Herpes handelt es sich um bläschenförmige Veränderungen der Haut an

verschiedenen Stellen des Körpers. Erstes Anzeichen von Herpes ist ein Taubheits-

und Spannungsgefühl der Haut, gefolgt von einem Brennen, Kribbeln und Jucken,

sowie einer Rötung der Haut. Diesen Stellen sind sehr empfindlich und können sehr

stark schmerzen. Danach entstehenden kleine, nässende Bläschen, die mit einer

klaren Flüssigkeit gefüllt, in der sich viele Herpesviren befinden und vermehren.

Daher ist die Ansteckungsgefahr für benachbarte Hautstellen sehr hoch.

Ist die Herpeserkrankung abgeklungen, verheilen die Bläschen normalerweise ohne

Narben.



Inkubationszeit

Die Inkubationszeit beschreibt die Zeit, die zwischen der Infektion mit dem

Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome (Ausbruch der

Krankheit) vergeht. Bei der Herpesinfektion liegt diese zwischen zwei und zwölf

Tagen.



Infektionsweg

Als Eintrittspforte für das Virus dienen Zellen der verletzten Haut oder Schleimhaut

im Lippenbereich. Nach Eintritt in den Mundbereich vermehrt sich das Virus

zunächst in den Haut- und Schleimhautzellen. Das Virus dringt schließlich in die

Nervenfortsätze ein und wird in die Ganglien transportiert. (Die Ganglien sind Ort

der Latenz.)

Verschiedene endogene (Stress, hormonelle Veränderungen) und exogene (UV-

Einstrahlung, immunsuppressive Medikamente (Immunsystem schwächend)) Reize

können erneut einen vollständigen Replikationszyklus auslösen. Die dabei neu

gebildeten Partikel erreichen über die Nervenfortsätze die Körperoberfläche und

führen zur Reinfektion von Schleimhautzellen. Von diesen kann das Virus auf

Kontaktpersonen übertragen werden. Eine endogene Reinfektionen(Rezidiv) kann

ohne (Rekurrenz), als auch mit Symptomen verlaufen. Im 2. Fall treten

geschwürartige Bläschen auf der Lippenschleimhaut auf (Rekrudeszenz).



Behandlung

Zur Behandlung wird Aciclovir (Guanosinanalogon) eingesetzt, welches in die virale

DNA eingebaut wird und sich negativ auf die Replikation des Virus auswirkt. Es

handelt sich dabei um eine anitivirale Therapie, das heißt, das Medikament ist

gegen das Virus gerichtet. Da hier die Ribose fehlt, können keine weiteren

Nucleotide an den Strang synthetisiert werden und es kommt zum Kettenabbruch.

Außerdem bleibt die viruseigene DNA-Polymerase an Aciclovir fixiert und steht für

eine weitere DNA-Synthese zur Virusreplikation nicht mehr zur Verfügung.

Persistierende Viren in den Ganglien bleiben davon unbeeinflusst.

Zudem werden dadurch Schmerzen verringert und die Bläschen auf der Haut heilen

schneller ab.



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