Arbeitshilfen "Demenz / Verwirrtheit"
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A) Arbeitshilfen
Alzheimer-Ethik, (Hrsg.); Eickhoff, Sieglinde u.a.: "Betreuungsgruppen". Aktivitätsgruppen mit
dementen Menschen - auch für Einrichtungen der Tagespflege und Altenheime, Reihe: Leitfaden
Alzheimer-Ethik Bd. 1, Eigenverlag, Hamm 2002, 40 S., EUR 4,50, Sonderpreis.
Im Zusammenhang mit dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz geht es in der Broschüre darum, wer zu
diesen Gruppen kommt, wer sie begleitet, was wo stattfindet und wie dies finanziert werden kann.
Hilfreiche Tipps auch zur Nachahmung in der Tagespflege und in Altenheimen, in denen Frau Eickhoff
und Frau Klein mit dementen Menschen Leben gestalten.
BEZUG (7,50 Eur): Renate Demski, Lappenbredde 10, 59063 Hamm; Tel. 02381/51015, Fax:
0403603690502, E-Mail: alzeth@aol.com.
Alzheimer-Ges. Mittelhessen, (Hrsg.): Mensch sein. Mensch bleiben. Das Alzheimer
Tageszentrum in Wetzlar. Ein Erfahrungsbericht, Eigenverlag, Wetzlar 1997, 140 S., EUR 3,32.
BEZUG: Alzheimer-Gesellschaft Mittelhessen, Geiersberg 15, 35578 Wetzlar; Tel. 06441/43742, Fax
06441/43813, E-Mail: alges-mittelhessen@debitel.net.
Bundesverband Gedächtnistraining, (Hrsg.); Blach, Susanne u.a.: Ganzheitliches
Gedächtnistraining. Anregungen für die geistige Aktivierung von Gruppen mit demenziell
veränderten Menschen. Band 1: Trainingseinheiten zu 20 Themen, Verlag Susanne Gassen,
Reiskirchen 2002, 58 S., EUR 18,00. Die Arbeitsmappe wurde speziell für die geistige Aktivierung
von demenziell veränderten Menschen entwickelt und enthält Trainingseinheiten zu 20 Alltagsthemen
wie Einkaufen, Alte Kinderspiele, Kräuter usw.
BEZUG: Bundesverband Gedächtnistraining, Friedensweg 3, 57462 Olpe-Dahl; Tel. 02761/826555,
Fax 02761/8265566, E-Mail info@bv-gedaechtnistraining.de.
Deutsche Alzheimer Gesellsch., (Hrsg.); Hamberger, Mechthild: Mit Musik Demenzkranke
begleiten. Informationen und Tipps, Eigenverlag, Bonn, 3. Auflage 2002, 60 S., EUR 3,00.
Musik gilt als "Königsweg" zu den Demenzkranken. Kranke, deren Kurzzeitgedächtnis stark
beeinträchtigt ist, können sich plötzlich wieder erinnern, wenn sie Lieder ihrer Jugendzeit hören und
manchmal sogar viele Strophen mitsingen. Wie positiv Musik bei der Begleitung Demenzkranker wirkt,
wird vielfach erfahren: In der häuslichen Betreuung, in Gruppen und in Pflegeheimen. Auch für
pflegende Angehörige kann Musik hilfreich sein: Sie können durch Musik zu Entspannung, Abstand
vom Alltag und Besinnung finden. Die Broschüre wendet sich besonders an Angehörige von
Demenzkranken, bietet aber auch zahlreiche Anregungen für Fachkräfte und ehrenamtliche Helfer. Sie
zeigt Möglichkeiten auf, wie Angehörige von Demenzkranken zu Hause Musik praktisch einsetzen
können (Hören, gemeinsames Singen, das Spielen von Instrumenten, Bewegung und Tanz) und
Wege, wie die "Musik-Biographie" Demenzkranker erschlossen werden kann und wie Demenzkranke
auf dieser Grundlage sowohl geistig und emotional als auch körperlich und spirituell gefördert werden
können.
BEZUG: Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Friedrichstr. 236, 10969 Berlin; Tel. 030/2593795-0, Fax
030/2593795-29, E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de.
Gatz, Sabine; Schäfer, Lioba: Themenorientierte Gruppenarbeit mit Demenzkranken, Beltz Verlag,
Weinheim 2002, 110 S., EUR 19,90, ISBN 3407558678.
Dieses Praxisbuch schließt eine Lücke in der psychosozialen Betreuung. Es enthält 24
Stundenprogramme für eine abwechslungsreiche und anregende Gruppenarbeit mit Demenzkranken.
Die Themenauswahl orientiert sich an dem Erfahrungs- und Erinnerungswissen alter Menschen von
der Kindheit, der Freundschaft und dem Namen über den Beruf, das Geld und den Garten bis hin zum
Naturerleben, den Festen und Jahreszeiten. Zu jedem Thema werden verschiedene Bausteine - z.B.:
Biografiearbeit, Gedichte, Wahrnehmungsübungen, Singen, Bewegen, Assoziieren - übersichtlich
dargestellt. Sie können flexibel verwendet werden. Anfang und Ende einer Themeneinheit werden von
einem feststehenden Ritual begleitet. Ziel ist die Förderung des Gemeinschaftserlebens, die Stärkung
des Selbstwertgefühls und des Wohlbefindens der alten Menschen. Das Buch ist sehr einfach im Alltag
zu nutzen und beinhaltet eine große Anzahl guter Anregungen für die Arbeit mit dementen Menschen
Literaturliste "Demenz / Verwirrtheit" -2-
sowohl im stationären Bereich der Altenhilfe/-pflege und in gerontopsychiatrischen Kliniken, wie auch
in Tagesstätten oder im persönlichen und familiären Umfeld.
Harms, Heidrun: Mit Musik geht vieles leichter. Band 1, Urban & Fischer Verlag, Stuttgart 2003, 245
S., EUR 44,00, mit CD.
In jahrelanger praktischer Arbeit mit pflegebedürftigen alten Menschen sowie geistig behinderten
Erwachsenen hat die Autorin eine Fülle von Ideen zusammengetragen, wie sinnvolle Gruppenaktionen
mit Musik entstehen können. Unter Berücksichtigung geistiger Behinderung sowie verschiedener
Alterserkrankungen wie Apoplex, Demenz und Parkinson werden auf leicht verständliche Weise
vielfältige Möglichkeiten für musikalisches Erleben und Gestalten vorgestellt. Band 1 umfasst die
Bereiche singen, musizieren, bewegen und tanzen zur Musik:
Lieder, Liedbegleitung, Bewegungslieder
Musizieren zu Musikstücken, Gedichtillustrationen
Tänze im Sitzen, Gymnastik zur Musik.
Das Buch wendet sich an alle Personen, die pflegebedürftige alte Menschen und / oder geistig
behinderte Menschen betreuen oder entsprechende Berufsgruppen ausbilden. Musikalische
Fachkenntnisse sowie Fertigkeiten im Instrumentalspiel werden nicht vorausgesetzt. Beigefügt ist eine
CD mit 21 Musiktiteln. Band 2 erscheint 2004 zu den Bereichen Musikhören und Gedächtnistraining;
außerdem enthält er eine umfangreiche Ideenkiste.
Kuratorium Dt. Altershilfe, (Hrsg.); Maciejewski, Britta u.a.: Qualitätshandbuch Leben mit Demenz.
Zugänge finden und erhalten in der Förderung, Pflege und Begleitung von Menschen mit
Demenz und psychischen Veränderungen, Eigenverlag, Köln 2001, 600 S., EUR 98,00, Ringbuch.
Das Wissen über Aspekte in der Begleitung von Menschen mit Demenz und psychischen
Erkrankungen wird in diesem Handbuch zusammengefasst und in eine Struktur gebracht, um den
Mitarbeitern in der Altenhilfe schnelle und überschaubare Information zu bieten. Jedes Thema - von
der Biografiearbeit bis hin zur Validation - schließt mit umfangreichen Literaturangaben,
Kontaktadressen und E-Mail-Adressen ab. Darüber hinaus enthält das Handbuch viele praktische
Tipps und andere Arbeitshilfen als Kopiervorlagen. Alle Konzepte und Praxisbeispiele zum Umgang
mit demenziell erkrankten Menschen und psychischen Veränderungen wurden zu zentralen
Handlungsempfehlungen strukturiert, die den Kapiteln des Buches entsprechen:
BEZUG: Kuratorium Deutsche Altershilfe, - Versand -, An der Pauluskirche 3, 50677 Köln; Tel.
0221/931847-38; Fax 0221/931847-6; E-Mail: versand@kda.de.
Kuratorium Dt. Altershilfe, (Hrsg.); Powell, Jennie: Hilfen zur Kommunikation bei Demenz, Reihe:
Türen öffnen zum Menschen mit Demenz Bd. 1, Eigenverlag, Köln 2002, 100 S., EUR 11,50,
3-935299-26-5.
Das sehr gelungene, praxisorientierte Buch ist eine gute Ergänzung zu dem "Qualitätshandbuch
Leben mit Demenz" der KDA.
Paul-Wilh. v. Keppler-Stiftung, (Hrsg.); Steiner, Irene u.a.: Erinnern heißt Leben.
Anwendungsmöglichkeiten der Erinnerungspflege in Einrichtungen der Altenhilfe, Eigenverlag,
Sindelfingen 2001, 148 S., EUR 10,00.
Dokumentation des gleichlautenden Projekts und des abschließenden Fachtags mit weiteren
Beispielen aus der Praxis. Der Fachtag diente zur Weiterentwicklung der Erinnerungspflege im
Rahmen der Lernbausteine des BETA-Projekts. Das Konzept der Erinnerungspflege geht von der
konkreten Welt und dem tatsächlichen Erfahrungsraum der Menschen mit Demenz aus, statt sie mit
Hilfe von ausgeklügelten Trainings an die Realität heranführen zu wollen.
BEZUG: Altenzentrum Paul Wilh. v. Keppler-Stiftung, Warmbronner Str. 22, 71063 Sindelfingen, Tel.
07031/631589, Fax 07031/63301-111; E-Mail: fischer@keppler-stiftung.de.
Pigorsch, Monika; Kleeberg, Bitten u.a.: RückSchau-Arbeit. Übungen mit dementiell veränderten
Menschen, Verlag modernes lernen, Dortmund 2002, 116 S., EUR 15,30, 3-8080-0503-3.
Die in diesem Buch aufgezeigten Übungen sollen eine Möglichkeit sein, Puzzlestücke aus der
Biografiearbeit ans Licht zu bringen. Praktische Anregungen, um ggf. bei Bedarf ohne große
Vorbereitungen bestimmte Themen anbieten zu können.
Schaller, Anita: Umgang mit chronisch verwirrten Menschen. Leitfaden und Ratgeber für die
tägliche Praxis, Schlüterscher Verlag 2002, 189 S., EUR 14,90, ISBN 387706731X.
Literaturliste "Demenz / Verwirrtheit" -3-
Alte Menschen sind keineswegs wie Kinder. Verwirrte Menschen sind keineswegs ohne Fähigkeiten.
Autorin bricht mit ihrem Buch eine Lanze für alle Pflegenden, die sich um alte und verwirrte Menschen
bemühen und ihre Situation verbessern wollen. Es geht um die Wertschätzung des Pflegebedürftigen,
um die Entdeckung und Wahrnehmung seiner Individualität, um ein Mehr an Zufriedenheit auf beiden
Seiten: bei der Pflegekraft und beim Pflegebedürftigen. In diesem Buch wird eine mögliche Konzeption
des wertschätzenden Umgangs mit chronisch verwirrten Menschen beschrieben, ihre Kompetenzen
dargestellt, ihre Welt mit berührenden Fallbeispielen illustriert. Die Autorin liefert wichtige
Handlungsansätze, mit denen Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte die ersten Schritte auf
dem Weg zu einem wirklich Miteinander gehen können.
Schmidt-Hackenberg, Ute: Wahrnehmen & Motivieren. Die 10-Minuten-Aktivierung für die
Begleitung Hochbetagter, Curt R. Vincentz Verlag, Hannover 1996, 136 S., EUR 23,80.
Die 10-Minuten-Aktivierung will Bewohnern von Altenheimen, insbesondere demenziell erkrankten, mit
Hilfe von Alltagsgegenständen den Zugang zu ihren Erinnerungen eröffnen. Einfühlungsvermögen,
etwas Geduld, einige Alltagsgegenstände, wie Kochlöffel, Wolle oder Papier, das ist bereits alles, was
zur Umsetzung der einzelnen Aktivierungseinheiten benötigt wird.
Schmitt, Eva-Maria; Wojnar, Jan: Leitlinien zum Umgang mit Verwirrten. Schwierigen Situationen
sicher begegnen Bd. 3, Vincentz Verlag, Hannover 1999, 64 S., EUR 12,80.
Wer in der Pflege psychisch beeinträchtigter älterer Menschen arbeitet, erlebt schwierige Situationen.
Wie man solchen Situationen sicher begegnet, zeigt dieses Buch. Leitlinien können nicht das richtige
Verhalten in jeder einzelnen, sich individuell entwickelnden Problemlage beschreiben. Leitlinien geben
Sicherheit durch einen Überblick über das, was passieren kann und wie man damit kompetent
umgehen kann. Die Einführung über Krankheitsbilder und -entwicklungen bietet Gelegenheit, das
Wissen für die Praxis mit Informationen über Ursachen und Hintergründe zu verknüpfen.
Tageszentrum am Geiersberg, (Hrsg.); Alzheimer-Ges. Mittelhessen, (Hrsg.) u.a.: Liederbuch und
Lieder-CD instrumental für die Arbeit mit Verwirrten, Eigenverlag, Wetzlar 2000 - 2002, je 25 S., je
€ 13,00 mit CD.
Das Set aus je einer Instrumental - CD und dazugehörigem Liederbuch enthält jeweils 30 Lieder, die
speziell auf den Einsatz in der Arbeit mit dementen älteren Menschen abgestimmt wurden (z. B.
langsameres Tempo, tiefere Tonlage, Großdruck). Damit wird das Singen mit älteren,
pflegebedürftigen oder demenzkranken Menschen auch ohne Instrumentenbegleitung wesentlich
erleichtert. Auch als Gesangs-CD’s erhältlich.
Bisher erschienen: Volkslieder, Stimmungslieder, Abendlieder 1 / Volkslieder, Stimmungslieder,
Abendlieder 2 / Schlager der 20ger - 40ger /Schunkel- und Stimmungslieder / Weihnachtslieder /
Kirchenlieder / Jahreszeiten- und Fahrtenlieder.
BEZUG (Liederbuch 4,50 EUR, CD's je 8,50 EUR): Tageszentrum am Geiersberg, Geiersberg 15,
35578 Wetzlar; Tel. 06441/43742, Fax 06441/43813, E-Mail: alges-mittelhessen@debitel.net.
Trilling, Angelika; Bruce, Errollyn u.a.: Erinnerungen pflegen, Curt R. Vincentz Verlag, Hannover
2001, 274 S., EUR 16,40.
In diesem bewußt auf die Praxis der Altenarbeit zugeschnittenen Buch werden vielfältige Formen der
Kommunikation über den Lebenslauf alter Menschen dargestellt und eine Vielzahl von methodischen
und inhaltlichen Vorschlägen für die Gruppenarbeit gemacht. Es bietet viele Anregungen im Umgang
mit dememziell Erkrankten, um bei Angehörigen und auch Betroffenen die Möglichkeit positiver
Lebensgestaltung zu entdecken und auszuschöpfen. Gerade die frühen Erinnerungen bilden eine
Verbindung von der Kindheit zur Gegenwart und sind für Demenzkranke oft der einzige Hinweis auf
ihre Identität. Das Buch ist das Ergebnis eines europäischen Experiments, bei dem es den Autoren
nicht um die medizinisch-pflegerische Seite der Demenz geht, sondern um den verstehenden Zugang
zu den Erkrankten und den Menschen, die sie pflegen. Zahlreiche Beispiele für Erinnerungsaktivitäten
machen dieses Buch äußerst nützlich für den Umgang mit demenziell Erkrankten.
B) Fachliteratur
Alzheimer-Ethik, (Hrsg.); Leidinger, Friedrich: Das Demenzmodell der Biomedizin und die
Alltagswirklichkeit Demenzkranker. / Der alt werdende Mensch zwischen Autonomie, Krankheit
Literaturliste "Demenz / Verwirrtheit" -4-
und Behinderung, Reihe: Schriften Alzheimer-Ethik Bd. 1, Eigenverlag, Hamm 2000, 38 S., EUR
4,50, Sonderpreis.
Die Schrift 1 enthält eine Vorlesung und einen Vortrag von Friedrich Leidinger:
- Das Demenzmodell der Biomedizin und die Alltagswirklichkeit Demenzkranker. Vorlesung am
15.01.2001 im Rahmen der Vortragsreihe "Brennpunkte neurowissenschaftlicher Forschung und
ihre kritische Reflexion: Stammzellforschung und Neurotransplantation" Forschungsgruppe
"Technologiefolgenabschätzung der modernen Biotechnologie in der Medizin" (FSP BIOGUM)
Universität Hamburg
Der alt werdende Mensch zwischen Autonomie, Krankheit und Behinderung. Vortrag auf der
Tagung der Sektion Psychiatrie des Bundesverbandes Evangelische Behindertenhilfe vom 11.10. -
15.10.2000 in Weimar.
BEZUG (7,00 EUR): Renate Demski, Lappenbredde 10, 59063 Hamm; Tel. 02381/51015, Fax:
0403603690502, E-Mail: alzeth@aol.com.
Buissen, Huub P. J.: Demenz und Alzheimer verstehen - mit Betroffenen leben. Ein praktischer
Ratgeber, Beltz Verlag, Weinheim 2003, 160 S., EUR 12,90, 3407228708.
Der Autor zeigt auf, dass im Grunde zwei "Demenzgesetze" und einige wenige psychologische
Kenntnisse genügen, um die vielen befremdlichen Verhaltensweisen der Demenzkranken verstehen
zu können. Damit gibt er Familienangehörigen wichtige Hilfen, kundig und verständnisvoll mit dieser
Krankheit umzugehen. Spricht man mit Angehörigen von Demenzkranken über ihre Sorgen und
Probleme, so kommt unweigerlich früher oder später die Frage der Schuld zur Sprache. "Mache ich
alles richtig?", "Tue ich genug?", "Hätte ich nicht ...?" Dieses Buch gibt lebensnahen und fachkundigen
Rat für die vielen Herausforderungen, die Demenz oder Alzheimer in fast allen Lebensbereichen der
Betroffenen schafft - und damit indirekt für ihre Angehörigen auch. Behandelt werden die Themen, die
sich für alle, die mit den Kranken zu tun haben, als die größten herausgestellt haben: Kommunikation,
Stimmungsprobleme (Aggression, Depression und Misstrauen) und Verhaltensprobleme
(Anhänglichkeit, nächtliche Unruhe, Umherirren). Der Autor, dessen Vater selbst unter Demenz litt,
berät seit Jahren Angehörige von Demenzkranken.
Bundesmin. f. Fam., Senioren.. (Hrsg.): Vierter Bericht zur Lage der älteren Generation: "Risiken,
Lebensqualität und Versorgung Hochaltriger - unter besonderer Berücksichtigung
demenzieller Erkrankungen", Bundesanzeiger Verlag, Berlin 2002, 315 S., kostenlos.
Der 2002 verabschiedete Vierte Altenbericht der Bundesregierung besteht aus einem Gutachten einer
Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung. Er richtet den Fokus auf
die Situation hochaltriger Menschen ab 80 Jahre und der Menschen mit Demenzerkrankungen. Die
Sachverständigenkommission hat sich eingehend mit dem demographischen Wandel und den
besonderen Bedürfnissen hochaltriger Menschen befasst. Die Kommission arbeitete mit dem Ziel, ein
realistisches Bild dieses Lebensabschnitts zu zeichnen und eine Basis für zukünftig notwendige
Planungen und Entscheidungen zu schaffen.
BEZUG: Bundesministerium für Familie, Senioren ... , - Postfach 201551, 53145 Bonn; Tel.
0180/5329329.
Feil, Naomi: Validation in Anwendung und in Beispielen. Der Umgang mit verwirrten alten
Menschen, Reinhardts gerontologische Reihe Bd. 17, Ernst Reinhardt Verlag, 3/ 2000, 262 S., EUR
21,90.
Für viele alte Menschen und für ihre Umgebung werden die letzten, späten Jahre zur Qual.
Verwirrtheitszustände oder die Alzheimersche Krankheit untergraben vor allem das
Selbst-Bewußtsein, das Selbtwertgefühl. Validieren im Sinn der Validationsmethode von Naomi Feil
läßt sich mit "etwas für gültig erklären" übersetzen. Das heißt Anerkennung der Anstregungen und
Kämpfe des hohen Alters, deren Hintergrund oft die Aufarbeitung noch ungelöster Lebenskonflikte ist,
das subjektive Bedürfnis nach einem reinen Tisch vor dem Weggehen. Das Ernstnehmen dieser
letzten Lebensaufgabe verlangt Zuwendung und Einfühlungsvermögen. Dabei will Naomi Feils mit
ihrem Wissen und ihrer Erfahrung, ihren Theorien und Techniken die Betroffenen unterstützen.
Feil, Naomi: Validation. Ein Weg zum besseren Verständnis verwirrter alter Menschen, Ernst
Reinhardt Verlag 1999, EUR.
Gilse, Lex van: Ein bisschen durcheinander. Über Altersverwirrtheit. Beschreibungen, Berichte,
Hilfen, Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1993.
Literaturliste "Demenz / Verwirrtheit" -5-
Lex van Gilses Umgang mit der Demenz im Alter ist nicht anstrengend wissenschaftlich, aber wissend.
Hervorragend beobachtet, nie belehrend, aber sehr lehrreich. Bildhaft erzählt, nie weitschweifend,
trotzdem umfassend.
Greger, Birgit: Generationenarbeit, Urban & Fischer Verlag, München 2001, 200 S., EUR 19,95.
Das Buch zeigt, wie den Bewohnern von Einrichtungen der Altenpflege Begegnungen mit Kindern und
Jugendlichen ermöglicht werden kann:
Vorbereitung und Durchführung von einfallsreichen Projekten
Intergenerative Arbeit mit dementen und depressiven alten Menschen
Zahlreiche Praxis-und Erfahrungsberichte.
Kitwood, Tom: Demenz. Der person-orientierte Ansatz im Umgang mit verwirrten Menschen,
München 2000, EUR 16,90.
Dieses in englischer Originalausgabe äußerst erfolgreiche Werk stellt einen Meilenstein in der
Pflegetheorie dar. Neben Grundfragen wie der Definition von Demenz und Persönlichkeit sowie deren
Abgrenzung erörtert der Autor vor allem Wege, die Betreuung dementer Patienten zu verbessern.
Dabei gelingt ihm nicht nur die Schilderung eines völlig neuen und vielversprechenden ganzheitlichen
Therapieansatzes, sondern - durch seine konkreten Lösungsvorschläge - auch die Einbindung in den
gesundheitspolitischen Kontext. Das Buch positioniert sich ganz klar gegen die Tendenzen zur
"Verbetriebswirtschaftlichung" und "Vergleichgültigung" des Individuellen in der Pflege. Der von
Kitwood vorgeschlagene "personenzentrierte" Umgang mit Demenzpatienten ist so viel versprechend,
weil er nicht nur für den Kranken, sondern vor allem für Betreuer Besserung bedeutet: Statt an der
Nicht-Erhaltbarkeit der Ursprungspersönlichkeit zu verzweifeln, werden die Patienten nach ihren
gegenwärtigen Möglichkeiten beschäftigt und beteiligt. Ein klarer Kontrapunkt zu den gängigen
Konzepten der Validation oder Realitätsorientierung, aber so verschwindet das ständige Ankämpfen
gegen den Patienten bzw. seinen Geisteszustand, das ohnehin keinen Erfolg verspricht. Die oft zu
vernehmende Ausrede, "in der Theorie ist das alles sehr schön, nur in der Praxis haben wir dafür doch
kein Geld und keine Zeit", wird man von Lesern dieses Buches bestimmt nicht hören.
Kuratorium Dt. Altershilfe, (Hrsg.); Müller, Dagmar u.a.: Biographiegestützte Arbeit mit verwirrten
alten Menschen - ein Fortbildungsprogramm, KDA-Schriftenreihe "thema" Bd. 137, Eigenverlag,
Köln 1998, 87 S., EUR 10,20.
In der vorliegenden Publikation wird das Konzept einer Personalfortbildung zur biographiegestützten
Arbeit mit verwirrten alten Menschen vorgestellt. Im Einführungsteil werden die Begriffe "Demenz /
Verwirrtheit" und "Biographiearbeit" kurz umrissen, und es wird der Fortbildungsbedarf in diesem
Bereich der gerontopsychiatrischen Pflege begründet. Kernstück der Arbeit ist die Konzeption der
Fortbildung, die ausführlich in Form eines "Manuals" dargestellt wird. Zukünftige Anwender des
Fortbildungsprogramms finden hier konkrete Umsetzungshinweise und Material, welches vorwiegend
von den Autorinnen eigenständig entwickelt wurde. Die Fortbildung nach dem ausgearbeiteten
Konzept wurde von den Autorinnen im Frühjahr 1996 erstmals durchgeführt. Es fand eine Bewertung
mit Lernzielkontrolltest und Feedbackbögen statt, mit denen das Programm anschließend noch einmal
modifiziert wurde.
Kuratorium Dt. Altershilfe, (Hrsg.); Domdey, Cornelia: Der dementiell erkrankte Mensch in der
Familie - Anregungen zum verstehenden Umgang und Aspekte der Betreuung,
KDA-Schriftenreihe "thema" Bd. 120, Eigenverlag, Köln 1996, 160 S., EUR 10,20.
Die familiäre Betreuung Demenzkranker ist mit erheblichen psychischen Belastungen verbunden. Die
emotionale Symptomatik, die oftmals unverständlichen und schwierigen Verhaltensweisen der
dementiell erkrankten Menschen, der Mangel an Kommunikationsmöglichkeiten und die verlorene
Kontinuität der Beziehung sind die wichtigsten Gründe für diese Belastungen. Das "thema"-Heft zeigt
Möglichkeiten auf, wie pflegende Angehörige eine dem Erkrankten angemessene Betreuung gestalten
und zu neuen Formen der Beziehung mit diesem finden können. Gleichzeitig gibt es wichtige Hinweise
dazu, auf welche Art und Weise den Angehörigen selbst Unterstützung und Beratung zuteil werden
kann. Nach einem kurzen Abriß der historischen Entwicklung des Begriffs "Demenz" werden zunächst
die medizinischen und psychosozialen Aspekte dementieller Erkrankungen dargestellt. Danach
werden die konkreten Auswirkungen der Erkrankung auf das Leben und das subjektive Erleben des
Demenzkranken und seiner Angehörigen beschrieben. Verständnishilfen und Selbstzeugnisse
Erkrankter helfen, sich in die innere Welt Demenzkranker einzufühlen. Unter Heranziehung aktueller
Literaturliste "Demenz / Verwirrtheit" -6-
Ansätze in der professionellen Dementenbetreuung werden Kriterien zu einem verstehenden Umgang
und einer adäquaten Betreuung entwickelt. Neben der Darlegung allgemeiner Grundsätze der
Betreuung werden die Gestaltung des äußeren Lebensraumes, die Möglichkeiten der Kommunikation,
der Umgang mit herausfordernden Situationen sowie Aktivierungsmöglichkeiten thematisiert. Am
Schluß des Heftes finden sich wichtige Informationen zur Angehörigenberatung.
BEZUG: Kuratorium Deutsche Altershilfe, - Versand -, An der Pauluskirche 3, 50677 Köln; Tel.
0221/931847-38; Fax 0221/931847-6; E-Mail: versand@kda.de.
Neander, Klaus-Dieter (Hrsg.): Musik und Pflege, Urban & Fischer Verlag, München 1999, 188 S.,
EUR 16,95.
In dem Buch wird die Wirkung von Musik auf Menschen vom ganz jungen bis ins hohe Alter sowie der
spezielle Einsatz von Klang, Rhythmus, Melodie und Dynamik bei den unterschiedlichen
Krankheitsbildern dargestellt. Erfahrungsberichte und Forschungsergebnisse lassen ein überaus
facettenreiches Bild über die Einsatzmöglichkeiten von Musik in der Therapie entstehen. Dieses Buch
gewährt sowohl dem Musikliebhaber als auch der professionellen Pflegekraft interessante Einblicke in
die Welt der akustischen Wahrnehmung, des fühlbaren Klangs.
C) Broschüren / Ratgeber
Alzheimer-Ethik, (Hrsg.); Borghoff, Karin u.a.: Leben mit Ihrem dementen Angehörigen. Einladung
zum Umdenken, Reihe: Leitfaden Alzheimer-Ethik Bd. 2, Eigenverlag, Hamm 2002, EUR 6,00,
Sonderpreis.
Ehemalige pflegende Angehörige haben das zusammengestellt, was sie als das Wichtigste im
Zusammenleben mit dementen Menschen erfahren haben und was sie anderen weitergeben möchten:
Ratschläge zur Pflegeversicherung, zur Vorsorgevollmacht, zur Betreuung, zu ambulanten Diensten,
zur Tages- und Kurzzeitpflege, zu "Selbsthilfe- und Angehörigengruppen", zur Diagnose, zur
medizinischen Forschung, zu pflegenden Angehörigen und den Menschen in Ihrer Umgebung. Ein
Anhang ergänzt einzelne Ratschläge.
BEZUG (10,00 Eur): Renate Demski, Lappenbredde 10, 59063 Hamm; Tel. 02381/51015, Fax:
0403603690502, E-Mail: alzeth@aol.com.
Bundesmin. für Gesundheit, (Hrsg.): Wenn das Gedächtnis nachlässt. Ratgeber für die häusliche
Betreuung demenzkranker älterer Menschen, Eigenverlag, Bonn, 7. Auflage 2003, 95 S., kostenlos.
HRSG.: Bundesministerium für Gesundheit, Am Propsthof 78a, 53121 Bonn; Tel. 0228/941-0.
BEZUG: DVG Deutsche Vertriebsgesellschaft für Publikationen und Filme, Birkenmaarstr. 8, 53340
Meckenheim; Tel. 02225/926-144, Fax 02225/926-118.
Bundesmin. f. Fam., Senioren.. (Hrsg.); Jansen, Sabine u.a.: Angehörigengruppen für
Demenzkranke in Deutschland. Expertise 2001, 40 S., kostenlos.
Ziel der Expertise - erstellt von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft im Auftrag des
Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - war es, hilfreiche Strategien für eine
Unterstützung von Angehörigengruppen für Demenzkranke zu benennen. Sie bietet eine
Bestandsaufnahme bestehender Gruppen und ihrer Rahmenbedingungen.
BEZUG: Bundesministerium für Familie, Senioren ... , - Postfach 201551, 53145 Bonn; Tel.
0180/5329329.
Bundesmin. f. Fam., Senioren.. (Hrsg.); Jansen, Sabine u.a.: Angehörigengruppen für
Demenzkranke in Deutschland. Ratgeber für Angehörige 2001, 40 S., kostenlos.
BEZUG: Bundesministerium für Familie, Senioren ... , - Postfach 201551, 53145 Bonn; Tel.
0180/5329329.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft, (Hrsg.): Alzheimer - Erkrankung. Sie sind nicht allein.
Informationen und Tipps für Angehörige, Eigenverlag, Bonn 2001, 67 S., kostenlos.
BEZUG: Pfizer GmbH, Postfach 4949, 76032 Karlsruhe, Tel. 0721/610101, Fax 0721/6101436,
webmaster@pfizer.de.
Deutsche Seniorenliga, (Hrsg.): Die Alzheimer - Erkrankung. Angehörigen-Broschüre,
Eigenverlag, Bonn 1999, 22 S., kostenlos.
Literaturliste "Demenz / Verwirrtheit" -7-
BEZUG: Deutsche Seniorenliga, Gotenstr. 164, 53175 Bonn; Tel. 0228/36793-0, Fax 0228/36793-90.
Deutsches Grünes Kreuz, (Hrsg.); Dürr, Ingolf: Verwirrt, verschroben, abgeschoben? Vom
richtigen Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten und Hirnleistungsstörungen im Alter,
Eigenverlag, Marburg, 2/ 2002, 32 S., kostenlos.
Ein kleiner Ratgeber für Angehörige von Demenz-Patienten.
BEZUG: Deutsches Grünes Kreuz, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg; Tel. 06421/293-0.
Ev. ArGe für Altenarbeit, (Hrsg.); Bauer, Monika (Red.): Herausforderung Demenz. Menschen mit
Demenz und ihre Angehörigen in der Kirchengemeinde, Eigenverlag, Hannover 2003, 18 S.,
kostenlos.
Die Broschüre ist als Planungs- und Entscheidungshilfe angelegt. Neben Erfahrungsberichten und
medizinischen Informationen geht es hier vor allem um die Arbeit in den Kirchengemeinden: * Wie
kann das Thema in Kinder- oder Jugendgruppen behandelt werden? * Welche Materialien stehen für
Besuchsdienste zur Verfügung? Die Broschüre bietet viele praktische Anregungen, wie man
Menschen mit Demenz in das Gemeindeleben integriert und wie die oft sehr stark belasteten
pflegenden Angehörigen unterstützt werden können. Das dazugehörige Faltblatt "Vergesslich -
vergessen? Menschen mit Demenz" informiert, woran man Demenz erkennt, welche Auswirkungen die
Krankheit auf die Betroffenen hat und wie der Umgang mit Demenzkranken respektvoll gestaltet
werden kann. Die zwei Plakate mit den eindrücklichsten Motiven aus der Broschüre ("Klingel" und
"Bahnhof") eignen sich z. B. für Hinweise auf Veranstaltungen zum Thema oder auf das Treffen von
Selbsthilfegruppen in Kirchengemeinden.
BEZUG (kostenlos; Plakate 1,00 EUR): Geschäftsführung der Evang. Arbeitsgemeinschaft für
Altenarbeit in der EKD (EAfA), Herrnhäuser Str. 12, 30419 Hannover; Tel. 0511/2796-441, Fax
0511/2796-709, E-Mail: eafa@ekd.de.
Flemming, Daniela: Mutbuch für pflegende Angehörige und professionell Pflegende
altersverwirrter Menschen, Beltz Verlag, Weinheim 2003, 144 S., EUR 17,90, 3407558813.
Im wahrsten Sinne ein Mutmachbuch! Es spricht nicht nur über verwirrte Menschen,
sondern taucht über den fesselnden Dialog zwischen Mutter und Tochter in ihre Erlebniswelt ein. Ein
Buch, das Erklärungen bietet, das Verstehen fördert, das aber auch Liebe und Zuneigung vermittelt.
Ein Buch, das den Alltag von pflegenden Angehörigen und professionell Pflegenden einerseits und
verwirrten Menschen andererseits nachhaltig verändern wird. Dieses Buch will Angehörigen und
professionell Pflegenden Mut machen, sich auf altersverwirrte Menschen trotz aller Schwierigkeiten
einzulassen, sie ernst zu nehmen und ihre Würde zu wahren, ohne die eigenen Bedürfnisse außer
Acht lassen zu müssen. Angehörige und Pflegende sollen am Abend eines jeden aufreibenden Tages
vor sich selbst bestehen können. Und das kann gelingen, wie die Erfahrung der Autorin zeigt. Zudem
gibt das Buch wertvolle Tipps für den pfleglichen Umgang mit den betroffenen Erkrankten und für die
Pflegepersonen selbst und verbessert die Kommunikation zwischen professionell Pflegenden und
pflegenden Angehörigen.
Klessman, Edda; Wollschläger, Peter: Wenn Eltern Kinder werden und doch die Eltern bleiben.
Die Doppelbotschaft der Altersdemenz Bd. 5, Hans Huber Verlag, Bern 2004, 212 S., EUR 17,95.
Die Autorin kennt - als Ärztin und Psychotherapeutin in einer Familien- und Eheberatungsstelle, sowie
einer Alzheimer- Angehörigengruppe - die lähmenden Auswirkungen der Altersdemenz auf die
Umgebung. Da hier ein großer Informationsbedarf besteht, möchte sie einige Eindrücke aus der
intensiven Begleitung eines Alzheimer-Schicksals an andere Betroffene vermitteln. Anhand konkreter
Aufzeichnungen einer rund zehnjährigen Verlaufsgeschichte stellt sie "typische"
Konfliktkonstellationen dar. Sie macht aber auch deutlich, dass, trotz nivellierender intellektueller
Einbußen, individuelle Grundzüge der Persönlichkeit erhalten bleiben. In der chronologischen
Falldarstellung werden die beziehungsdynamischen Besonderheiten der drei Alzheimerstadien
aufgezeichnet und kommentiert. Das Buch möchte zeigen, wie das 'Alzheimer-Schicksal" besser
ertragen und - innerhalb bestimmter Grenzen - erleichtert werden kann. Zehn Jahre nach der
Erstauflage nimmt die Autorin nochmals Stellung zu ihren damaligen Ausführungen. Sie weist auf neue
Erkenntnisse und neue therapeutische Zugänge hin, die den Umgang mit den Kranken erleichtern und
die Angehörigen entlasten können, obwohl die Krankheit selbst nach wie vor unheilbar ist. P.
Wollschläger ergänzt und erweitert in einem Anhang die Darstellung durch seine Erfahrungen als Arzt
Literaturliste "Demenz / Verwirrtheit" -8-
im gerontopsychiatrischen Stationärbereich. Das Buch liest sich leicht, fast wie ein Roman und ist sehr
einfühlsam geschrieben. Es ist nicht nur menschlich bewegend, sondern zugleich inhaltlich reich. Für
alle Betroffenen, die sich Gedanken über eine bessere Kommunikation mit Altersdementen machen -
z.B. Angehörige, Allgemeinärzte, Pfleger(innen), Sozialarbeiter(innen), Mitglieder von
Selbsthilfegruppen.
D) Belletristik
Alzheimer Europe, (Hrsg.); Lavallé, Sandrine: Liebe Oma, Editions Guy Binsfeld, Luxemburg, 3.
Auflage 1999, 67 S., EUR 5,00.
Kinderbuch.
BEZUG: Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Friedrichstr. 236, 10969 Berlin; Tel. 030/2593795-0, Fax
030/2593795-29, E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de.
Forster, Margaret: Ich glaube, ich fahre in die Highlands. Roman, Arche Verlag, Zürich 1991, 391
S., EUR 10,23.
Um eine an Altersdemenz erkrankte Großmutter wird ein privates Betreuungssystem aufgebaut, das
aber zunehmend scheitert. Mit viel Humor, aber auch Schonungslosigkeit wird abwechselnd aus der
Perspektive von Schwiegertochter Jenny und der 17jährigen Enkelin Hannah der Alltag um Grandma
geschildert. Ein außergewöhnliches, gut übersetztes und spannend zu lesendes Buch, das mit den
brisanten Fragen Hannahs deutlich auf ein tabuisiertes gesellschaftliches Problem hinweist. Trotz der
z. T. zu positiv anklingenden Sterbehilfediskussion ist der Roman aufgrund seiner realistischen
Darstellungsweise und der mutigen Anfragen unbedingt empfehlenswert.
Genazino, Wilhelm: Das Licht brennt ein Loch in den Tag, Rowohlt TB Verlag, Reinbek 2000, 125
S., EUR 6,50, ISBN 3499226944.
Ein Erzähler, durch aktuelle Erinnerungslücken beunruhigt, findet einen ungewöhnlichen Ausweg, dem
vorstellbar gewordenen Verlust des Gedächtnisses zu begegnen. Er "verteilt" die wichtigsten seiner
Erlebnisse mündlich und in Briefen an seine Freunde. Eines Tages, so sein Auftrag, wenn ihm gewisse
Details der eigenen Biographie nicht mehr zur Verfügung stehen, sollen ihm die Freunde seine
Erinnerungen "zurückerzählen". Die Grundidee seine Erfahrungen "mit-zu-teilen" ist noch recht
originell. Die Sprache ist geschliffen und die jeweilige Perspektive ist nicht ohne Reiz. Aber: Die
Ansammlung der Banalitäten, die der Erzählidee folgen ist erschütternd. Das ganze Buch ertrinkt in
Belanglosigkeit!
Maurer, Konrad und Ulrike: Alzheimer und Kunst. "Wie aus Wolken Spiegeleier werden", Novartis
Verlag, Nürnberg 2001, 109 S., EUR 8,40.
Anhand eines Einzelschicksals untersuchen die Autoren den Einfluss der Alzheimer-Demenz auf die
Persönlichkeit und das künstlerische Schaffen des Betroffenen: Carolus Horn (1921-1992) zeigte
schon als Kind erstaunliche Begabung im Zeichnen und Malen. Schon vor dem Krieg gestaltete er ein
Kinoplakat für einen Film mit Luis Trenker. Während der Kriegsgefangenschaft in Russland halft ihm
sein Talent beim Überleben: Horn zeichnete Szenen aus dem Lager, dem Krieg, aber auch Bilder nach
persönlichen Wünschen. Nach dem Krieg startete er seine Karriere als Werbedesigner und wurde zu
einem der erfolgreichsten Graphiker Deutschlands. Dann erkrankte er an Alzheimer. Jeder befürchtete
den Verlust seiner Kunst. Seine Bilder gewannen jedoch an Ausdruckskraft.
Mc Quilkin, Robertson: Wenn Liebe hält, was sie verspricht. Die Geschichte einer großen Liebe ...
und einer Krankheit, die alles zu zerstören droht; 1998, EUR 9,95.
"Sie müssen sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass Ihre Frau die Alzheimersche Krankheit
hat." Diese erschütternde Diagnose eines Arztes bekamen Muriel und Robertson McQuilkin vor
mittlerweile mehr als 20 Jahren zu hören. Dabei hatte doch eigentlich nur Muriels Gedächtnis ein wenig
nachgelassen... . Aber unaufhaltsam wird die erst 55-jährige Muriel immer verwirrter und hilfloser.
Robertson gibt seinen Beruf als Universitätspräsident auf, um seiner Frau ungeteilte Aufmerksamkeit
widmen zu können. Entgegen allen Befürchtungen empfindet er die intensive Zeit mit Muriel und ihre
Betreuung nie als Last, sondern als Geschenk Gottes. Und beide dürfen erleben, dass wahre Liebe
nicht nur "in guten wie in schlechten Tagen" trägt, sondern sogar noch an den schweren Zeiten
wachsen kann... Lassen Sie sich mit hineinnehmen in die wahre Geschichte einer Liebe, die hält, was
sie versprochen hat!
Literaturliste "Demenz / Verwirrtheit" -9-
Seebacher, Katrin: Morgen oder Abend, Fischer TB Verlag, Frankfurt 2000, 285 S., EUR 5,49.
Der Roman führt behutsam und präzise mitten hinein in die verschachtelten Lebenserinnerungen der
80 Jahre alten Alberta, deren Leben zwischen einem Eiscafe in Hannover und einem Dolomitendorf
pendelte. Sie lebt aus diesen Erinnerungen, während ihr Bezug zur Gegenwart immer brüchiger wird.
Suter, Martin: Small world, Diogenes Verlag, Zürich 2000, 325 S., EUR 8,90.
Hauptfigur des Kriminalromans ist Konrad Lang, Mitte Sechzig. Erst sind es Kleinigkeiten: Aus
Versehen legt er seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er
heiraten will. Seine Krankheit -Alzheimer - raubt ihm zunehmend sein Neugedächtnis. Doch mehr und
mehr werden früheste Erinnerungen wach, was eine millionenschwere Dame zunehmend beunruhigt
... . Meisterhaft wird eine präzis recherchierte Krankengeschichte mit einer fesselnden Kriminalstory
verflochten.
Zusammenstellung (Stand: Okt. 2005):
Michael Schmidpeter, Referent für Altenarbeit im Bistum Eichstätt, Luitpoldstr. 2, 85072 Eichstätt, Tel.
08421/50-621 o. -619, Fax 08421/50-628, E-Mail: altenarbeit@bistum-eichstaett.de, URL:
www.bistum-eichstaett.de/altenarbeit.