Embed
Email

Zeitung 2011

Document Sample
Zeitung 2011
Shared by: Andreas Reinel
Categories
Tags
Stats
views:
108
posted:
12/5/2011
language:
German
pages:
40
Gedanken zum Titelblatt

Um seinen Fortbestand zu sichern, ist jeder mitglieder, wie Eltern oder Großeltern, die wehren einsetzen, um in der Nachwuchs-

Verein bestrebt, eine gut organisierte Öffent- schon über viele Jahre aktiv in den Feuerwehren werbung und -arbeit nicht nachzulassen. Auch

lichkeitsarbeit und Jugendarbeit zu leisten. arbeiten und mit ihrem Hobby "Feuerwehr" fast alle Angehörigen unserer Helfergemeinschaft

Auch die Freiwilligen Feuerwehren machen seit die ganze Familie angesteckt haben, sind hier werden in ihren Familien den Feuerwehrvirus

Jahren sehr viel für eine gute Jugendarbeit und besonders stolz, wenn ihnen ihre Sprösslinge weiterverbreiten und ihren Nachwuchs mit in

Nachwuchswerbung. Trotz der erschreckenden nacheifern und in der Helfergemeinschaft die Jugendfeuerwehren bringen.

Zahlen und Fakten über den demografischen Feuerwehr eintreten und sich engagieren. Nicht KBI Armin Welzel

Wandel in unserer Region, haben die Feuer- selten sind es auch jene Jugendliche, die spä-

wehren momentan noch keine Probleme, ter eine verantwortungsvolle Position in ihrer

Nachwuchs zu bekommen. In den Reihen der Feuerwehr, aber auch im Landkreis überneh- Impressum

Jugendfeuerwehren im Landkreis engagieren men. Mädchen und Buben, die in der Feuer- Herausgeber und Gesamtherstellung:

sich über 350 jugendliche Mädchen und wehr Verantwortung übernehmen, sind auch im KFV Wunsiedel im Fichtelgebirge e.V.

Buben. Sie leisten neben einer Vielzahl von kul- Berufsleben hoch motiviert und gehen bei allen

Satz und Druck:

turellen, sportlichen und Freizeitaktivitäten anfallenden Arbeiten voran, sie begeistern mit

Beer Druck GmbH

einen sehr wichtigen Dienst in unserer ihrer Offenheit, mit Zusammengehörigkeits-

Gabelmannsplatz 4-6| 95632 Wunsiedel

Gemeinschaft. Sie lernen den Umgang mit gefühl und Motivation, anfallende Probleme zu

Tel. 09232/9943-0 | Fax 09232/67 09

einer sehr vielseitigen Technik, die unsere lösen. Sie sind echte "Macher" in allen Berei-

info@beerdruck.de | www.beerdruck.de

Feuerwehren immer wieder bei vielen Scha- chen und gehen voraus! Wollen wir hoffen, dass

densereignissen einsetzen. Sie lernen und auch in Zukunft so motivierte jugendliche Buben Redaktion:

leben den Umgang in der Gruppe und setzen und Mädchen sich bereit erklären, um in unse- Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

sich schon in jungen Jahren für unsere rer Helfergemeinschaft Feuerwehr mitzuma- FBL Roland Kaiser

Mitbürger und Mitbürgerinnen ein. Die chen. Dem demografischen Wandel, den wir in .

V. i. s. d. P KBR Gerhard Bergmann

Jugendlichen von heute sind die Fachleute von den nächsten Jahren nicht aufhalten können, Redaktionelle Mitarbeit:

morgen, können hier die Verantwortlichen trotzend, werden sich auch die Führungsdienst- Feuerwehren aus dem Lkr. Wunsiedel

Jugendwarte und Führungsdienstgrade, nicht grade des Landkreises, der Feuerwehren und Ausgabe Nr. 21 | Printed in Germany

ohne Stolz, sagen! Auch viele Familien- allen voran die Jugendwarte in den Feuer-









2

Löschen, Schützen" in der Landkreisfeuer-

wehrzeitung dargestellt. Eine Arbeit, die viel

Aufwand und präzise Recherche erfordert.

Eine Leistung, die aller Ehren wert ist. Unser

Dank gilt an dieser Stelle allen, die an der

Konzeption und Redaktion dieser Ausgabe

beteiligt waren.

In gleichem Maße gilt unser Dank natürlich

allen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden

für ihren Einsatz für Mensch und Umwelt im

gesamten Landkreis Wunsiedel i. Fichtelge-

birge. In vielen Einsätzen haben sie sich im

vergangenen Jahr wieder selbstlos für das Hab

und Gut, die Gesundheit oder gar das Leben

ihrer Mitmenschen eingesetzt. Stets waren sie

schnell und zuverlässig zur Stelle, wenn es

irgendwo brannte, wenn Menschen oder Tiere

in Not waren, wenn gefährliche Stoffe unsere

Umwelt bedrohten. Dabei haben sie nicht nur

viel Mut und Umsicht bewiesen, sondern auch

ein großes Verantwortungsgefühl und wahren

Bürgersinn an den Tag gelegt.

Von der Arbeit der freiwilligen Feuerwehr wird

meist kein großes Aufhebens gemacht. Wir

Dr. Karl Döhler halten deshalb die Feuerwehrzeitung für

äußerst wichtig, um das stille Wirken aller Gerhard Bergmann

Landrat des Landkreises Wunsiedel

Feuerwehrfrauen und -männer zu würdigen

im Fichtelgebirge Kreisbrandrat

und auch ein bisschen Werbung in eigener

Sache zu machen. Werbung für die anstren-

"Gute Nachbarschaft" - das ist Praxis der gende und anspruchsvolle aber auch zufrie- aller Bürgerinnen und Bürger unseres

Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Wun- den machende Arbeit unserer Wehren. Landkreises für ihren selbstlosen Einsatz.

siedel i. Fichtelgebirge. Tag und Nacht steht Dank sagen wir auch allen Gönnern und

sie bereit, um im Fall des Falls Menschen Wir wünschen allen Feuerwehrkameradinnen Förderern unserer Feuerwehren, vor allem

bzw. Tiere zu retten oder Brände zu löschen. und -kameraden, dass sie stets unversehrt den Inserenten, durch deren Mithilfe die

Jahr für Jahr wird diese Arbeit, diese beein- von den Einsätzen zu ihren Familien nach Herausgabe der Feuerwehrzeitung erst mög-

druckende Bilanz von "Retten, Bergen, Hause kommen und danken ihnen im Namen lich war.









3

Verleihung des Ehrenzeichens FF Lorenzreuth Rainer Kumeth

der Feuerwehren Wir gratulieren FF Nagel Reiner Schreyer

des Landkreises Wunsiedel zum Ehrenkreuz FF Marktleuthen Stefan Ender



im Fichtelgebirge 2011 in Silber FF Marktredwitz Christian Frohmader

Roland Walberer

für 25 Jahre Stefan Walberer

FF Hohenberg a.d.E Wilhelm Wolfgang 11.03.2011

aktive Dienstzeit FF Oberweißenbach Udo Rotsching

FF Bernstein Werner Küspert 10.06.2011 FF Oschwitz Thomas Matthes

im Jahr 2010 FF Röthenbach Wieland Häcker

FF Bad Alexandersbad Martin Gallert Thomas Köhler

Verdienstmedaille der Stadt Selb FF Brand Roland Ruß Stefan Reihl

FF Selb Steffen Guttau 09.01.2011 FF Erkersreuth Stefan Eckl FF Schönwald Jürgen Kamionka

Andrea Ludwig Jörg Hofmann

Stefan Neumaier

FF Selb Michael Engel

FF Großwendern Günter Hertel Steffen Hübner

Michael Stumpe Hermann Ondruschka

FF Heidelheim Erwin Badmüller FF Seußen Jürgen Orschulok

FF Höchstädt Erwin Schoberth FF Thiersheim Ralf Karnitzschky

Werner Rasp

FF Weißenstadt Markus Bayer

FF Kirchenlamitz Gerald Kerl Reinhard Pausch

FF Kothigenbibersbach Jörg Jeschke Stefan Zeitler

FF Lauterbach Udo Reinel FF Wunsiedel Markus Kreger

FF Längenau Bernd Benesch Gerd Müller

Jürgen Grießhammer Jürgen Stark

Jürgen Wölfel Markus Walther

Geburtstage

Wir gratulieren FF Lorenzreuth Philipp Stemmer

Wolfgang Hilpert

zum Ehrenkreuz FF Marktleuthen Werner Leupold

in Gold Ludwig Reichel

FF Mühlbach Hermann Hupfauf

50. Geburtstag für 40 Jahre FF Neuhaus a. d. Eger Norbert Thoma

FF Marktredwitz aktive Dienstzeit Reinhold Walter

FF Schlottenhof Richard Donath

SBI Harald Fleck 07.02.2011 im Jahr 2010 FF Schönwald Horst Riedl

FF Arzberg Gottfried Hahn FF Selb Max Schmidt

FF Franken Roland Stöhr FF Seußen Rudi Teschner

Walter Stäudel FF Unterweißenbach Ernst Seifert

FF Grafenreuth Harald Schwarz FF Voitsumra Reinhard Ott

FF Heidelheim Erich Reinel Rudi Reinel

FF Hildenbach Ernst Purucker FF Vordorf Manfred Köhler

60. Geburtstag FF Höchstädt Siegfried Krawetzky FF Wölsau Alfred Röder

FF Schönwald FF Kirchenlamitz Hans Reinel FF Wölsauerhammer Egon Keiner

KBM Horst Riedl 06.09.2011 FF Korbersdorf Fritz Pöhlmann FF Wunsiedel Gerhard Müller

FF Lauterbach Siegfried Markus









Wir gedenken

in Dankbarkeit und Ehrfurcht

all unserer verstorbenen

Kameradinnen und Kameraden





4

5

Fahrerschulung für Frauen in Selb









Im Zuge der anstehenden personellen Ent- täglichen Einsatzgeschehen häufig Probleme satzfahrzeuges exakt abzuschätzen. Sie trainierten

wicklung in den Freiwilligen Feuerwehren wird es bereiten. Dies zeige sich darin, dass sich die nicht nur Fahrpraxis, sondern auch besondere

immer wichtiger, engagierte Frauen an die ober- und höchstrichterliche Rechtsprechung Herausforderungen anzunehmen wie vorwärts-

Feuerwehrfahrzeuge heranzuführen. Voraus- ständig mit dem Thema befassen müsse, obwohl rückwärts Kreisbogen und Achterfahren,

setzung dafür ist nicht nur die Kenntnis über die die Inanspruchnahme von Sonder- und Zielbremsung vor Stopptafeln oder Einparken in

Wahrnehmung der Sonder- und Wegerechte, Wegerechten genauestens geregelt sei. Der einer Garage. So hatten die Fahrerinnen in einem

sondern auch genügend Fahrpraxis, die den Polizeioberkommissar erläuterte auch, unter wel- abgesteckten Bereich zu wenden, eine gewisse

Frauen oftmals fehlt. Deshalb bot der Kreisfeuer- chen Umständen von den Angehörigen der Strecke rückwärts nur nach Zeichen eines

wehrverband eine spezielle Fahrerschulung mit Feuerwehr Sonderrechte auf dem Weg zum Einweisers zu fahren, sowohl in einer 90° Gasse

einem theoretischen und praktischen Teil speziell Feuerwehrstützpunkt mit dem Privatfahrzeug in als auch an einer Bordsteinkante rückwärts einzu-

für Frauen im Feuerwehrdienst durch die Anspruch genommen werden können. Dies parken sowie einen Spurwechsel innerhalb einer

Verkehrswacht Selb an. Im Vorfeld wurden die bedeute jedoch keinen "Freibrief". Mit beacht- Fahrzeuglänge zu vollziehen. Aufgrund der her-

Feuerwehrfrauen durch Polizeioberkommissar lichen Überschreitungen der zulässigen vorragenden Vorbereitung durch die Ver-

Harald Kilgert von der Polizeiinspektion Selb mit Höchstgeschwindigkeit und gefährlichen Über- kehrswacht unter Vorsitzenden Gerhard Bock und

den rechtlichen Grundlagen von Einsatzfahrten holmanövern im Überholverbot werde die durch des verständnisvollen Fahrtrainers Horst

vertraut gemacht. Schließlich stellt sich für jeden das Übermaßverbot gezogene Grenze weit über- Schlegel entwickelte sich die Ausbildung zu

Feuerwehrangehörigen bei einer Einsatzfahrt die schritten, informierte Harald Kilgert. Daher gelte einer Herausforderung für die Feuerwehrfrauen.

Frage, unter welchen Voraussetzungen er die nach wie vor der Grundsatz "Sicherheit geht vor Sie wurden am Lenkrad immer mutiger und

Sonderrechte nach § 35 StVO in Anspruch neh- Schnelligkeit!". Den praktischen Teil der trauten sich am Ende komplizierte Fahrmanöver

men kann und in welchen Fällen ihm als Fahrer Ausbildung führte der Landestrainer des zu, die sie zum Beginn des Trainings nicht für

eines Einsatzfahrzeuges Vorrang als sogenanntes Bayerischen Motorsportverbandes Horst Schle- möglich erachtet hätten. Daß es Spaß machen

Wegerechtsfahrzeug gemäß § 38 StVO zusteht. gel durch, der die Feuerwehrfrauen an das kann, bei höherer Geschwindigkeit auf einer

Erschwerend kommt für den Fahrer des Bedienen der Feuerwehrfahrzeuge bis 3,5 Tonnen schneebedeckten Fahrbahn eine Vollbremsung

Einsatzfahrzeuges noch hinzu, dass von Mann behutsam und sorgfältig heranführte. Bei diesem zu vollziehen, hätte keine der Damen geglaubt.

oder Frau erwartet werde, binnen kürzester Zeit Training kam es nicht auf die Geschwindigkeit an, Alle Teilnehmerinnen waren sich einig, daß ein

am Ort des Einsatzgeschehens zu erscheinen, sondern vielmehr darauf, dass sich Frau mit dem solches Geschicklichkeitstraining half, das

gleichzeitig aber die dazu erforderlichen Fahrverhalten des Feuerwehrfahrzeuges anfreun- Feuerwehrfahrzeug in extremen Situationen bes-

Sonderrechte auf dem Weg zum Gerätehaus in dete. Dabei übten die Feuerwehrfrauen, das ser kennen zu lernen und sich dadurch ihre Fahr-

Frage gestellt werden. Harald Kilgert zeigte auf, Fahrzeug auch bei eisglatter Fahrbahn zu beherr- sicherheit auf Einsatzfahrten deutlich erhöhe.

dass die aufgeworfenen Fragen offenkundig im schen oder die Abmessungen eines Ein- Annemarie Riedel









6

5. Kommandantenfortbildung des Landkreises Wunsiedel

Einmal im Jahr treffen die Kommandanten und Rüdiger Maetzig vom THW erklärte die Vor- Sicherung der Einsatzkräfte durch Festpunkte,

ihre Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehren gehensweise bei Schneeräumungen. Ein Ein- Absturzsicherungen durch Kräne und die

mit ihrer Landkreisführung zusammen, um sich satzfall bestehe erst bei akut sichtbar werdenden Möglichkeiten des Dachdeckerfangschutzes. In

über aktuelle Themen zu informieren und den Gefahr für Menschen, Tiere und Sachwerten. jedem Fall sei geeignete Technik einzusetzen,

Erfahrungsaustausch zu pflegen. Zum fünften Mal Allerdings bestehe kein Anspruch auf Räumung "Kosten dürfen keine Rolle spielen!". Wichtig sei

hatte Kreisbrandrat Gerhard Bergmann eingeladen von Dächern, denn die Schneelast auf Dächern es, auf versteckte Fallen zu achten, wie Licht-

und zirka 150 Feuerwehrleute aus 64 Wehren folg- sei kein unerwartetes Ereignis, sie sei immer kuppeln, Stolpergefahren oder auch Photovoltaik-

ten diesem Ruf in die Bognerschule nach Selb. kostenpflichtig und für Schäden an der Dach- anlagen. Innere Einbauten im Gebäude wie

Eingangs stellte der KBR die neue Imagekampagne konstruktion in Folge der Räumarbeiten werde Laufkatzen oder Heizungen beeinflussten die

zur Mitgliedergewinnung unter dem Motto "Stell keine Haftung übernommen. Tragfähigkeit eines Daches ebenfalls gravierend.

dir vor, es brennt und Gebäude könnten auch

alle stehen auf dem von innen abgestützt

Schlauch" vor. Ein wei- werden, im Notfall

teres heißes Thema seien sie aber konse-

stellte die geplante quent abzusperren. Mit

Einführung des Digital- den warnenden Worten

funkes dar. Nachdem "Es gibt keinen Grund,

bei der Nutzung des eine Einsatzkraft auf

Digitalfunkes durch das Grund eines überlaste-

Polizeipräsidium Mün- ten Daches in Folge

chen teilweise Ge- Schnee auch nur an-

sprächsabrisse festge- satzweise zu gefährden"

stellt wurden, beschlos- endete er seinen Vor-

sen die Entscheidungs- trag. KBI Armin Welzel

träger bis auf weiteres referierte über Fest-

eine Unterbrechung des punkte und allgemei-

ersten erweiterten Pro- nes Sichern auf Dä-

bebetriebes. Die plan- chern, was im gewerb-

mäßige Fortsetzung des lichen Bereich oft sehr

sechsmonatigen erwei- leichtsinnig gehand-

terten Probebetriebes im Netzabschnitt München Zuvor begutachte ein Baufachberater das Ge- habt werde. Er stellte Möglichkeiten der Si-

werde es erst nach Behebung der Mängel geben. bäude, um ein sicheres Vorgehen von Ein- cherung vor, ging aber auch auf die jeweils damit

Um diese Zeit verzögert sich dann auch die flä- satzkräften zu gewährleisten, er informiere über verbundenen Probleme ein. So dürfe eine Dreh-

chendeckende Inbetriebnahme, die nun bis 2015 die Schadensituation und berate den Einsatzleiter. leiter nicht als Festpunkt herangenommen werden.

geplant sei. Nachdem sich der Landesfeuer- Sinnvoll sei die Heranziehung des Baufach- Kräne seien zwar ideal, sie benötigen aber eine

wehrverband für eine achtzigprozentige För- beraters bereits in der Anfangsphase des Ein- spezielle Zulassung für Personen. Außerdem müs-

derung der Endgeräte Digitalfunk entschieden satzes. Rüdiger Maetzig stufte das Fichtelgebirge se die Ausladung beachtet werden und Kräne unter

hat, sollen auch Tragkraftspritzenanhänger- mit der höchsten Schneelastzone ein und gab zu 50 Gerätetonnen kamen ohnehin nicht in Frage.

Feuerwehren diese einsetzen können. Gerhard bedenken, dass vor 2005 erstellte Gebäude eine KBI Werner Schachtner informierte über die neu-

Bergmann erläuterte die momentanen Tätig- geringere Tragfähigkeit aufweisen. Darüber können gegründete Unterstützungsgruppe von Baufach-

keitsfelder des Landesfeuerwehrverbandes, wie aber Kreisverwaltungsbehörden Auskunft geben, beratern, die es bei Einsätzen anzufordern gelte.

die Erweiterung des Versicherungsschutzes für allerdings seien landwirtschaftliche Gebäude

Veranstaltungen der Jugendfeuerwehren, die nicht alle erfasst. Maetzig erklärte, dass bei- Annemarie Riedel

Zukunft der Feuerwehrschulen oder die Aus- spielsweise zehn Zenti-

weitung des Feuerwehrführerscheins auf 7,49 meter lockerer Pulver-

Tonnen. Angestrebt werden die Überarbeitung der schnee zirka zehn Kilo-

Förderrichtlinie sowie die Einführung des neuen gramm je Quadratmeter

Projektes, eines Fahrsimulators. Dieser soll, mit wögen, zehn Zentimeter

der Unterstützung der Gemeindeunfallver- hoch stehendes Wasser

sicherung, praktisches Fahrsicherheitstraining für aber einhundert Kilo-

Feuerwehren anbieten. Anschließend informier- gramm.

ten Rüdiger Maetzig vom THW Hof und die Im Einsatz kämen noch

Kreisbrandinspektoren Armin Welzel und Werner Lasten der Einsatzkräfte

Schachtner über das Schneeräumen von und deren Ausstattung

Dächern, die rechtliche Situation für die mit mindestens je 130

Feuerwehren, die Zusammenarbeit mit Bau- Kilogramm dazu. Der er-

statikern und THW sowie praktische Maßnahmen fahrende THW-Mitarbeiter

wie Erkundung oder Sicherungsmaßnahmen. erläuterte ausführlich die





7

Amoklauf von Ansbach - Stadtbrandrat Horst Settler

Anlässlich der Kommandantenschulung der zur Tatzeit 690 Schüler unterrichtet, neunzig Einsatzstelle konnte man die Pressevertreter nicht

Feuerwehren im Landkreis Wunsiedel referierte Bedienstete gingen ihrer Beschäftigung nach. Die gebrauchen. Sehr wichtig sei es gewesen, die

Stadtbrandrat Horst Settler von der Feuerwehr betroffenen Klassen befanden sich im Nordosten rund eintausend Angehörigen aufzufangen und

Ansbach über den Amoklauf am Gymnasium des Gebäudes. Für ihn als Einsatzleiter habe sich im wahrsten Sinne des Wortes an die Hand zu

"Carolinum" in Ansbach. Anhand von Orginal- die Lage als sehr diffus dargestellt, erklärte Horst nehmen. Der Stadtbrandrat erläuterte aufgrund

aufnahmen der Notrufe rekonstruierte er eingangs Sattler. Bereits nach vier Minuten nach der seiner Erfahrungen die gesammelten Er-

den Tathergang. Der Amoklauf von Ansbach Alarmierung an der Einsatzstelle, kamen ihm im kenntnisse und sprach Empfehlungen aus, die

ereignete sich am Vormittag ihm als Einsatzleiter die Arbeit

des 17. Septembers 2009, der erleichtert hätten. So befanden sich

Täter betrat gegen 8:30 Uhr mit Schülerlisten im verlassenen Se-

einem Beil, zwei Messern und kretariat, auswärts deponiert wäre

drei Molotowcocktails bewaff- ein Zugriff gerade im Brandfall

net das Schulgebäude. Er sicherer möglich. Auch eine Vor-

schleuderte einen Brandsatz in planung mit Bildung von Teams mit

den Klassenraum einer zehnten festgelegten Aufgaben innerhalb

Klasse und schlug anschlie- des Lehrerkollegiums, die telefoni-

ßend mit dem Beil wahllos auf sche Erreichbarkeit des namentlich

die aus dem Raum flüchtenden benannten Verantwortlichen der

Schüler ein. Er verletzte eine Schule oder die optische Kenn-

Schülerin mit dem Beil am zeichnung des Räumungsbeauf-

Kopf, sie erlitt ein lebensge- tragten hätten den Einsatz erleich-

fährliches offenes Schädel- tert. Die Stadt und alle Beteiligten

Hirn-Trauma. Eine weitere kämpfen heute noch mit den

Schülerin erlitt schwere Brand- Nachwirkungen, viele Schüler hät-

verletzungen, acht weitere ten heute noch Probleme, die

Schüler und eine Lehrerin wurden leicht verletzt. Hauptportal einige hundert Schüler entgegen, die betroffenen Räume zu betreten. In einer sich

Ein 18-jähriger Schüler verständigte um 8:35 Uhr größtenteils von einem Probealarm ausgingen. anschließenden Diskussion erörterten die

die Polizei, die kurze Zeit später eintraf. An- Zu dieser Zeit habe sich der Täter noch ungesi- Vertreter der Schulen und Gemeinden notwendi-

schließend begann der Achtzehnjährige, seit chert im Gebäude aufgehalten. Als wahre Helden ge Konzepte für einen Amoklauf. Der Ansbacher

mehreren Jahren in der freiwilligen Feuerwehr bewiesen sich die ersten Streifenbesatzungen, Stadtbrandrat konnte kein Patentrezept empfeh-

aktiv, mit den Löscharbeiten. Der Täter hatte sich die den Täter nach elf Minuten dingfest machten. len, denn jede Lage stelle sich überall anders dar.

zu diesem Zeitpunkt in einer Toilettenkabine ein- Nach kurzen Löscharbeiten der Brandnester dann Kreisbrandrat Gerhard Bergmann regte weiterge-

geschlossen. Als er diese verließ, bedrohte er die die Feuerwehrarbeit erledigt gewesen. Als Haupt- hende Gespräche und Kontakte an, allerdings in

Polizisten mit einem Messer, die daraufhin das problem erwies sich der gigantische Medien- der Hoffnung, dass ein diesbezüglicher Ernstfall

Feuer eröffneten und den Täter um 8:43 Uhr mit rummel, nachdem schon um elf Uhr 20.000 im Landkreis Wunsiedel niemals eintreten möge.

drei Schüssen in Arm, Bauch und Brust schwer Einträge im Netz kursierten. Als Pressestützpunkt

verletzten. Der achtzehnjährige Täter war selbst wurde das Amtsgericht eingerichtet, denn an der Annemarie Riedel

Schüler am Carolinum und befand sich in

psychotherapeutischer Behandlung. Er hatte den

Amoklauf seit Monaten intensiv geplant und auch

ein Testament vorbereitet. Seit Anfang Juni 2009

hatte er sich auf ein Datum für die Tat festgelegt,

aufgrund von technischen Schwierigkeiten ver-

schob er den Anschlag allerdings kurzfristig um

einen Tag. Als Motiv nannte der Täter, er sei in der

Schule gemobbt worden und habe sich und vie-

len anderen Schülern und Lehrern das Leben neh-

men wollen. Der Stadtbrandrat schilderte die

anfängliche Amoklage und den Stand der

Brandbekämpfung. Die allgemeine Lage stellte

er anhand von einem Luftbild dar, so befindet sich

das Gymnasium mitten im historischen

Altstadtkern, was sich bezüglich der Anfahrten

und der Bewegungsfreiheit als schwierig heraus-

stellte. Das Messezentrum wurde später zum

Hubschrauberlandeplatz erklärt, als Sammel-

stellen für Amokläufe war bereits das nahe

Arbeitsamt vorgesehen. Im Gymnasium wurden





8

Verhalten von Bauteilen bei Bränden - Christian Frohmader

Diplomingenieur Christian Frohmader von der Getreidesilo in Bayreuth, Skizzen demonstrier-

Feuerwehr Marktredwitz referierte anlässlich der ten den thermischen Entzündungsprozess. KBI

fünften Kommandantenfortbildung des Land- Werner Schachtner regte an, bei der Erstellung

kreises Wunsiedel über das Verhalten von von Einsatzplänen auf Baufachberater zurückzu-

Bauteilen bei Bränden. Dieses Thema sei eng greifen. Landrat Dr. Karl Döhler freute sich über

mit der Frage verknüpft, warum Gebäude bei das große Interesse der Feuerwehrleute an den

Bränden einstürzten. Frohmader erläuterte das angebotenen Themen. Es bliebe genug Zeit

Tragwerksversagen von Wänden und Stützen in zum Kommunizieren und Ideenaustausch, um

Ziegelbauweise, Betonteilen in Industriebau- die Arbeit der Wehren zu verbessern. Der

werken sowie das Brandverhalten der weitver- Landrat dankte im Namen der Bevölkerung des

breiteten Gussstützen in Altbauten. Bei Beton- Landkreises Fichtelgebirge den Feuerwehr-

decken und -unterzügen in Stahlbeton sei zu leuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz und der

beachten, dass Beton und Stahl bei hohen Bognerschule für die Beherbergung. Ober-

Temperaturen unterschiedlich reagieren. So bürgermeister Wolfgang Kreil hieß die Feuer-

schmelzen Kunststoffe bei 300 Grad, Stahl- wehrmänner und -frauen in der Stadt Selb, auch

beton verformt sich bei 700 Grad und eine im Namen des anwesenden Marktredwitzer

Rußverbrennung erfolge ab 800 Grad. Als sehr Bürgermeisters Klaus Haussel, herzlich will-

gefährlich hätte sich im Brandfall Hohlkammer- kommen und sprach schon für das nächste Jahr

spannbeton erwiesen, der mit einem schlagar- seine Einladung aus. Zum Thema Schneelasten

tigen Tragwerkversagen reagiere, was vom stellte Wolfgang Kreil die politische Seite dar.

Feuerwehrmann nicht zu bemerken sei. Ein Marktredwitz machte dieses Brandverhalten auch In Selb habe der Stadtrat eine Entscheidung

Stahlträger verliere bei 500 Grad seine Festig- bei älteren Turnhallen aus. Als sehr riskant zugunsten der heimischen Wirtschaft getroffen,

keit. Erstaunlicherweise verhielten sich Holz- bezeichnete Frohmader Häuser in Rahmenbau- bis auf eine Ausnahme. Dieser Firma, die ihren

balkendecken sehr gutmütig, allerdings ver- weise, deren Hohlräume eventuell noch mit Betrieb hätte einstellen müssen, wurde der

zeichneten sie bei großen Wassermengen leichtbrennbarem Isoliermaterial gefüllt seien. Ein Einsatz allerdings auch in fünfstelliger Höhe

durch das Aufsaugen von Löschwasser eine Brand verbreite sich entlang der Hohlräume, berechnet.

massive Gewichtszunahme. Bei Dachtragewer- zünde dann an ganz anderer Stelle und mit ver-

ken sei das Schützen der Knotenpunkte drin- nichtender Wirkung durch. Auch bei Fachwerk- Der Oberbürgermeister resümierte, dass in

gend. Gerade das Fränkische Sparrendach ver- bauweise könne die Feuerwiderstandsdauer nicht Vergangenheit nicht alle Möglichkeiten der

ursache Probleme, wenn die Holzlagerung eingeschätzt werden. Bezüglich der Außenwände Berechnung ausgenutzt wurden. Insbesondere

wegbrenne. Noch schwieriger sei die Nagel- sollten die Feuerwehrleute den Trümmerschat- die Berechnung von Fehlalarmierungen durch

plattenbinderkonstruktion zu beherrschen, an ten beachten, auch sei das Verhalten von schlecht eingestellte Brandmeldeanlagen sei

Knotenpunkten mit Nagelblechen zusammenge- Fassadenplatten bei Industriebauten nicht ein- ein großes Thema. Auch eine verstärkte

presst, komme es innerhalb weniger Minuten schätzbar. Christian Frohmader beschrieb am Zusammenarbeit zur Sicherung der Tages-

zum kompletten Tragwerksversagen. Christian Beispiel eines Kaminbrandes in der Marktred- alarmsicherheit lässt sich nicht mehr vermei-

Frohmader stellte ein Beispiel anhand eines witzer Firma CeramTec die Schwierigkeiten bei den. Die Technik müsse so gut werden, dass sie

Einkaufsmarktes dar, bei dem zwischen Notruf der Brandbekämpfung. Der Kommandant der von Wenigen bedient werden könne, denn in

und Einsturz des Gebäudes gerade siebzehn CeramTec-Werksfeuerwehr, Thomas Richter, Zukunft gäbe es noch weniger Feuerwehrleute,

Minuten vergingen. Kommandant Max Schmidt beschrieb anschaulich das damalige Einsatz- stellte Wolfgang Kreil fest. Trotzdem müsse der

bestätigte dieses Geschehen am Brand des TTL geschehen. Auch Brände in Silos jeglicher Art Schutz der Bevölkerung weiterhin gewährleistet

in Selb vor einigen Jahren, als noch während gefährdeten im höchsten Maße die Einsatzkräfte. sein.

der Einsatzbesprechung das Dach einstürzte. Frohmader demonstrierte die Gefahr anhand

Der Stadtbrandinspektor Harald Fleck aus von Bildern eines Brandes in einem Annemarie Riedel









9

Feuerwehr informiert sich bei E-ON-Netz

Am 11. Mai 2011 fand eine Informations-

schulung der E-ON Netz im Umspannwerk des

ehemaligen Kraftwerks in Arzberg statt. Kreis-

bandinspektor Armin Welzel begrüßte alle

anwesenden Feuerwehren und freute sich, zwei

Mitarbeiter der E-0N Netz gewonnen zu haben,

die eine Einweisung über das 110 KV Netz

gaben.



Die Mitarbeiter wiesen auf wichtige Ver-

haltensregel hin, die bei einem Brand in einen

Umspannwerk zu beachten sind. So wurden

auch noch verschiedene andere wichtige

Punkte angesprochen, wie das Verhalten im

Umspannwerk, Funktionsweise eines Um-

spannwerkes, Gefahren des elektrischen Strom,

Schutzabstände in Hochspannungsanlagen, Ge-





fahr der Spannungsrichter, Trafos, Leistungs-

schalter, Trenner, Wandler Sammelschienen,

Freileitungen sowie Ansprechpartner und

Erreichbarkeit bei Unfällen.



Nach einem Rundgang durch das Umspannwerk

wurden viele wichtige Anhaltspunkte im Feuer-

wehreinsatz dargelegt. Zum Abschluss bedankte

sich Kreisbrandrat Gerhard Bergmann für die

interessante Führung und regte an, diese Schu-

lung weiterzuführen, da wichtige Informationen

für den Einsatz der Feuerwehr enthalten sind

und übereichte einen Erinnerungsteller.

FBL Roland Kaiser









10

Motorsägenausbildung 2011 im Landkreis Wunsiedel

Mit Schrecken erinnert man sich an den ver-

gangenen Winter. Vor allem der Dezember des

vergangenen Jahres war schneereich und hat

nicht nur die Winterdienste auf Trapp gehalten.

Auch zahlreiche Einsätze bescherte der massi-

ve Wintereinbruch den Feuerwehren im

Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. Zum

Teil mussten die Wehren mehrmals am Tag

umgestürzte Bäume und Gefährdungen durch

den Schneebruch beseitigen. In Zahlen ausge-

drückt waren die Motorsägen bei Schneebruch

120-mal im Einsatz. Bei Winterstürmen waren

es nochmals 55 Einsätze. Darüber hinaus wur-

den die Feuerwehren zu rund 30 Einsätzen

gerufen, wo es galt, die Schneelasten von den

Dächern zu räumen.

Darum gehört schon seit vielen Jahren die

Arbeit mit der Motorsäge und der damit verbun-

denen Ausbildung zum festen Bestandteil bei

den Feuerwehren.

Zunächst mussten sich die Teilnehmer einem

theoretischen Unterricht im Gerätehaus Markt-

redwitz unterziehen. Hierbei ging es um die

Handhabung der Motorsäge, die dazu gehöri- Wissen an die 40 Teilnehmer vermittelte. Zu mussten dann diese Bäume sicher durchtren-

gen Sicherheitsregeln, die vorgeschriebene den Teilnehmern, die aus den verschiedensten nen. Dies war sehr heikel, da hier die richtige

Schutzkleidung und die richtigen Betriebs- Feuerwehren im Landkreis Wunsiedel kamen, Schnitttechnik erforderlich war.

stoffe. haben sich erstmalig auch Kollegen der beiden Mit den beiden Ausbildungen, Spannungs-

Erst danach ging es an den Standorten Schön- THW Ortsverbände Selb und Marktredwitz simulator und Einsatz von Winden, können wir

wald und Marktleuthen in den Wald. Hier wurde beteiligt. Dies unterstrich die gute Zusammen- nun das Ausbildungsmodul 4 nach der GUVV

dann unter fachkundiger Anleitung der Umgang arbeit der beiden Hilfsorganisationen Feuer- Information 8624 "Arbeiten im Sturm und

mit der Motorsäge geübt. Hier galt es, die rich- wehr und THW. Bruchholz” anbieten.

tigen Schnitttechniken anzuwenden bis hin zur Da die gesamte Ausbildung nach den Richt- An dieser Stelle gilt es auch einmal Dank zu

richtigen Baumbeurteilung und dem fachge- linien der Unfallversicherer durchgeführt wer- sagen. Zum einen an die Ausbildungsstandorte

rechten Fällen der Bäume. Hierbei wurden auch den muss und nur die Ausbildungsmodule 1 - Marktredwitz, Schönwald, Marktleuthen, Seus-

extreme Lagen angesprochen, die bei Schnee- 3 bisher vermittelt wurden, hat man sich sen und Selb, die die Ausbildung hier tatkräftig

bruch und Sturmschäden anzutreffen sind. Gedanken gemacht, wie gerade auf die schwie- unterstützen. Ein Dank gilt auch den Wald-

Organisator der Ausbildung, Kreisbrandmeister rigen Einsatzsituationen besser eingegangen besitzern und dem Bauhof der Stadt Selb, denn

Thomas Greipel, freute sich, dass man mit werden kann. Trifft man doch immer Einsatz- ohne Wald bzw. Stammholz, in dem die ent-

Forstwirtschaftsmeister Thomas Uwira vom Amt lagen an, in denen Bäume auf Hindernissen lie- sprechende Ausbildung durchgeführt werden

für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gen oder auch stark unter Spannung stehen. kann, wäre diese Ausbildung undenkbar.

(AELF) einen verlässlichen Ausbilder gewinnen Bereits seit dem Jahr 2008 bietet der Fach- Eine bemerkenswerte Zahl noch zum Schluss.

konnte, der interessant und kurzweilig sein bereich 3 die Ausbildung mit maschinellen Seit Beginn der Motorsägenführerausbildung

bzw. mechanischen Zug- im Landkreis Wunsiedel im Jahr 1995 haben

einrichtungen an. Hier bereits knapp 1000 Rettungskräfte diese Aus-

werden mit den techni- bildung durchlaufen. Damit der 1000. Lehr-

schen Mitteln Bäume gangsteilnehmer im nächsten Jahr begrüßt

sicher zu Fall gebracht. werden kann, sind bereits die Termine für 2012

In diesem Jahr ist man ausgemacht worden. Diese können dann dem

einen Schritt weiter ge- Lehrgangskatalog des Fachbereichs 3 entnom-

gangen und es ist gelun- men werden.

gen, einen so genannten Der zuständige Ausbildungsleiter KBM Thomas

Spannungssimulator zu Greipel wünscht sich für die Zukunft eine

organisieren. Hierbei wur- weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen den

den wieder unter fach- Hilfsorganisationen THW, Rettungsdienst und

kundiger Anleitung Bäume Feuerwehr. Und im Umgang mit der Motorsäge

mit Hilfe des Simulators immer ein sicheres und unfallfreies Arbeiten.

unter Spannung gesetzt.

Die Lehrgangsteilnehmer KBM Thomas Greipel





11

Neuer Lehrgang "Taktik an der Einsatzstelle"

erläutert. Hierzu wurde mit Modellhäusern, im Zufriedenheit der Ausbilder abgearbeitet werden.

Maßstab HO, die Erkundung von Baustoffen, Zum Abschluss des Lehrgangs wurde noch ein

Gefahren und Besonderheiten erklärt. Gruppenbild erstellt und der Lehrgang mit einer

schriftlichen Prüfung, die jeder Teilnehmer beste-

Beim dritten und vierten Unterrichtstag drehte sich hen konnte, abgeschlossen. Nach den Abschluss-

alles um die Arbeit mit Einsatzplänen, Laufkarten worten, der Gratulation und der Zeugnisübergabe

von Brandmeldeanlagen, den Aufbau einer durch den Lehrgangsleiter, folgten noch Gruß-

Einsatzleitung und der Pressearbeit an Einsatz- worte von Kreisbrandrat Gerhard Bergmann, der

stellen. Diese Vorträge rundete ein Vortrag mit vie- für die Organisation und Durchführung, den Ver-

len Einsatzbeispielen ab, bei dem den Lehrgangs- antwortlichen Lehrgangsleiter und seinem

teilnehmern Großeinsätze aus der Region aus den Ausbildungsteam dankte. Er lobte die Durch-

vergangenen zwei Jahren vorgestellt wurden. Hier führung und Ausarbeitung durch das Team und

wurde die Vorgehensweise im positiven und nega- sprach auch an, dass es richtig war, länger auf die

tiven erläutert. Spätestens hier lobten die sehr Durchführung dieses Lehrganges zu warten, und

interessierten Teilnehmer den hohen praxisnahen diese fast zweijährige Vorbereitungs- und

Anteil der Ausbildung, um manche Abläufe ver- Planungsphase in Kauf zu nehmen. Dieser

stehen zu können. Beim letzten Unterrichtstag Lehrgang führte uns im Einsatz noch näher zu

wurden die beiden Fahrzeuge der Unter- einer einheitlichen Arbeitsweise und Einsatz-

stützungsgruppen der UG-ÖEL und der UG- leitung. Die Teilnehmer waren von der Feuerwehr

SANEL besichtigt und durch die Verantwortlichen Arzberg Bastian Welzel und Hermann Weid, von

die Möglichkeiten dieser beiden Fahrzeuge im der Feuerwehr Hohenberg nahmen Harald Max,

Bei einem Pilotlehrgang mit 23 Ausbildungsstun- Einsatz erklärt. Mittels Planspielen, die extra vom Marco Schacht und Thomas Jobst teil. Weitere

den wurde im Gerätehaus Hohenberg und im Ausbildungsleiter in fast 100 Stunden Bauzeit für Teilnehmer waren von der Feuerwehr Längenau

Gerätehaus Arzberg der erste Lehrgang im Land- diese Ausbildung gebaut wurden, wurden ver- Harald Köstler, von der Feuerwehr Marktleuthen

kreis Wunsiedel i.F. durchgeführt und 20 Kamera- schiedene Einsatzszenarien durchgenommen und Roland Melzner, von der Feuerwehr Marktredwitz

dinnen und Kameraden in Taktik für Führungs- taktische Grundsätze vom Ankommen bis zum Yvonne Diepold, von der Feuerwehr Neuhaus

dienstgrade geschult. Als Lehrgangsleiter und Abrücken von der Einsatzstelle durchgespielt. Die Stefan Zimnea, von der Feuerwehr Oschwitz

Verantwortlicher für die Ausbildung im Landkreis, Einsatzarten waren im Einzelnen: "Verkehrsunfall Thomas Matthes und Herbert Hüttner, von der

erstellte Kreisbrandinspektor Armin Welzel die mit eingeklemmter Person im Stadtgebiet", ein Feuerwehr Pfaffenreuth Roland Kislinger, aus der

Präsentationen, die Ausbildungsunterlagen sowie "Brand einer Wohnung mit eingeschlossener Feuerwehr Schirnding Markus Voll und Thomas

einen Lehrplan. Die Ausbildung begann mit einer Person", ein "Brand eines landwirtschaftlichen Dobner, von der Feuerwehr Spielberg Matthias

Vorstellungsrunde der Teilnehmer und den Anwesen", sowie die "Alarmstufenerhöhung auf Rogler und Stefan Kießling, von der Feuerwehr

anschließenden Themen: Aufgaben eines Grup- einen B5 Großbrand", ein "Gefahrgutunfall mit Unterweißenbach Florian Schmidt, Rainer

penführers, Charakterzüge eines Führungsdienst- Ammoniak" rundete die Szenarien ab. Diese Pöhlmann und Roland Geister, sowie von der

grades und der Einsatzstellenetikette. Im An- Einsatzbeispiele wurden in Gruppenarbeit abgear- Feuerwehr Wunsiedel Florian Scholz und Michael

schluss daran wurde den Teilnehmern anhand von beitet. Alle diese Planübungen waren das Schmalfuß.

verschiedenen Einsatzszenarien Grundsätze und Highlight des Lehrgangs und konnten zur vollsten KBI Armin Welzel

taktisches Vorgehen vorge-

stellt. Nach der Mittagspause

wurde die Alarmierung über die

Integrierte Leitstelle vorgestellt

und den Teilnehmern erläutert,

was für Fahrzeuge und Geräte

bei den verschiedenen Ein-

satzstichwörtern alarmiert wer-

den. Zum Abschluss des ersten

Lehrgangstages wurden noch

die Einsatzplanung und Ein-

satzabläufe aus der Sicht eines

Fahrzeugführers durchge-

spielt. Der zweite Unter-

richtstag stand ganz im

Zeichen des Taktikschemas

und der richtigen Erkundung an

einer Einsatzstelle. Hier wurde,

neben der Einteilung der

Mannschaft, auch ausführlich

die Erkundung an Objekten



12

Lehrgang "Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen"

führt. Hier wurde das Zusammenspiel von Auf-

und Abseilgeräten in Kombination mit dem

Absturzsicherungssatz praktisch untermauert. Am

Abschlusstag konnten die Teilnehmer den gan-

zen Tag bei sechs praktischen Übungsteilen

Personenrettungen der verschiedensten Art

durchführen. Die erste Übung war die Rettung

einer Person aus dem Obergeschoß mittels

Schiebleiter und Schleifkorbtrage. Bei der zwei-

ten und dritten Übung musste jeweils eine Person

mittels Schleifkorbtrage und Abseilsystem in

Prüfung absolviert werden, die alle Teilnehmer

einem Treppenhaus abgelassen werden. Hier

bestehen konnten. Nach den Abschlussworten

wurde der waagerechte und senkrechte Einsatz

und der Gratulation für den bestandenen

der Schleifkorbtrage trainiert. Die nächste

Lehrgang durch den Lehrgangsleiter folgten

Einsatzübung war die Rettung einer Person aus

noch Grußworte von Kreisbrandrat Gerhard

einem Schacht. Nach der Mittagspause konnten

Bergmann und Kreisbrandmeister Thomas

die Teilnehmer mit Unterstützung der

Greipel. Beide dankten für die Organisation und

Marktredwitzer bzw. Selber Feuerwehrkameraden

gratulierten den Teilnehmern zum bestandenen

Bei zwei Lehrgängen, die 2010 und 2011 im Lehrgang.

Gerätehaus der Feuerwehr Arzberg durchgeführt Die Teilnehmer waren von der Feuerwehr Arzberg:

wurden, nahmen insgesamt 37 Kameradinnen Oliver Brunner, Manuel Felgenhauer, Markus Fel-

und Kameraden aus elf Feuerwehren teil. genhauer, Jörg Glässel, Patrick Ruppert, Toni

Nachdem im Juli 2010 der Pilotlehrgang durch- Salerno, Jürgen Schönauer, Jochen Schumann,

geführt werden konnte, wurde im Mai 2011 der Armin Weid, Christian Weid, Wolfgang Weid,

zweite überarbeitete Lehrgang angeboten und Bastian Welzel, Sabrina Welzel, André Winterling,

durchgeführt. Mit insgesamt 26 Ausbildungs- Michael Winterling und Kevin Schöffel. Von der

stunden pro Lehrgang wurden die Teilnehmer auf Feuerwehr Oschwitz nahm Lukas Strößner, von

diesem speziellen Gebiet geschult. Als der Werkfeuerwehr Ceram Tec nahm Kamerad

Lehrgangsleiter und Verantwortlicher für die Thomas Richter und Matthias Scharf teil. Weitere

Ausbildung im Landkreis, erstellte Kreisbrand- Teilnehmer waren Stefan Zink und Frank Gahn aus

inspektor Armin Welzel die Präsentationen, die Kirchenlamitz, Michael Zeidler, Jörg Weiland,

Ausbildungsunterlagen sowie einen Lehrplan. Die die Personenlagerung auf der Trage einer Dreh-

Phillip Roos, Rene´ Pribert, Andreas Kreuzer und

Ausbildung begann mit den Themen: Rechtl- leiter üben. Nach einer kurzen Erklärung der

Hans Bergmann, alle Feuerwehr Selb, Michael

iches, Einsatzmöglichkeiten, Unfallverhütungs- Krankentragenhalterung konnten alle Lehrgangs-

Fischer und Florian Scholz, Feuerwehr Wun-

vorschriften, Auf- und Abseilgeräte und teilnehmer die Halterung montieren und ein

siedel, Stefan Ruddigkeit, Marktleuthen, Steffen

Flaschenzug aus genormten Einzelkomponenten. Lagern und Abnehmen der Person praktisch

Moosbrugger Feuerwehr Marktredwitz, Holger

Danach wurden die verschiedenen Seilarten und üben. Bei der letzten Übung an einem sehr war-

Lüftner und Sebastian Reinel Feuerwehr Schirn-

der Seilaufbau von Statik- und Dynamikseilen men Sommertag stand die Rettung einer Person

ding und aus dem Nachbarlandkreis von der

durchgenommen und mit Anschauungsmodellen mittels Schleifkorbtrage vom Schlauchturm auf

Feuerwehr Waldsassen, die Kameraden Sergiy

untermauert. An den nächsten Tagen standen die dem Programm. Hier wurde der Einsatz eines

Tkachuk und Michael Lochner.

Themen: Tragen und Schleifkorbtrage, sowie die Rollglisssystems und der Redundanten

Sicherung unter Einsatz der Drehleiter Markt- KBI Armin Welzel

Immobilisierung von Personen und die

Knotenkunde auf dem Programm. Neben der redwitz bzw. Selb

Theorie wurde auch praktisch die Knotenkunde geübt. Die Übun-

und der Einsatz der Schleifkorbtrage trainiert. Der gen waren natür-

dritte Unterrichtsabend stand ganz im Zeichen lich das High-

von Festpunkten. Hier wurden in der Theorie die light des Lehr-

ortsfesten, die mobilen und die improvisierten gangs und konn-

Festpunkte erläutert. Im Anschluss an die Theorie ten zur vollsten

wurden Festpunkte und eine Redundante Zufriedenheit der

Sicherung (Zweitsicherung) praktisch erstellt Ausbilder durch-

bzw. aufgebaut. geführt werden.

Hier wurde eine erste größere Übung durchge- Zum Abschluss

führt. Mittels einer Schiebleiter als Festpunkt des Lehrgangs

wurde die Rettung einer Person in der musste natürlich

Schleifkorbtrage vom Schlauchturm durchge- eine schriftliche



13

Indienststellung eines THL Anhängers in Holenbrunn

Dank Sponsorhilfen konnte am 22.01.2011 die Freiwillige Feuerwehr Holenbrunn ihren THL An-

hänger in Dienst stellen. Der Anhänger konnte gebraucht von der Feuerwehr Brand bei Marktred-

witz abgelöst werden und ist für die technische Hilfeleistung ausgestattet worden.

In mehreren Arbeitseinsätzen wurde der Anhänger für die Bedürfnisse der Wehr angepasst.

Der Anhänger ist ausgestattet mit:

10 Sack Sandsäcke 2 Stück Besen 1 Stück Wasserstrahlpumpe

60 Sack Sandsäcke leer 6 Sack Ölbinder mit 1 B Schlauch

1 Stück Abdeckplane 4 Stück Spanngurte 1 Stück Saugkorb

2 Stück Auffangfässer 1 Stück Kettensäge 1 Stück CM-Strahlrohr

2 Stück Schaufeln 2 Stück Schwimmwesten 5 Stück C Schläuche

2 Stück Spaten 1 Stück Vorschlaghammer 1 Stück Brecheisen 700 mm







Neustes Einsatzfahrzeug der Feuerwehr

Hohenberg

Infos:

Das Fahrzeug wurde von aktiven Mitgliedern der Feuerwehr Hohenberg spendiert und für den

Feuerwehrbedarf umfunktioniert. Der Stadt entstanden hierbei keinerlei Kosten. Vorgesehen ist es für

Erkundungseinsätze, Personensuchen und für Einsätze im unwegsamen Gebiet wie z. B. dem Steinberg.

Seine erste Bewährungsprobe hatte es bereits bei einem kleineren Flächenbrand in diesem Jahr, wo es im

unwegsamen Gelände zum Transportieren von Schläuchen genutzt wurde.

Beladung:

1 Stück Winkerkelle 1 Stück Adalit Handscheinwerfer

1 Stück Blinkleuchte 1 Stück UKE Helmlampe Ausstattung:

1 Stück Warndreieck 1 Stück Gurtmesser 1 Stück Sondersignalanlage

1 Stück KFZ Verbandskasten 1 Stück Leinenbeutel 1 Stück Doppelblitzkennleuchte (Hänsch Movia D)

1 Stück Wolldecke 1 Stück 2kg Pulverlöscher 1 Stück Frontblitzer (Hella FWL) Hersteller: Shineray STXE

1 Stück Tragetuch 2 Stück 2 Warnwesten 1 Stück Martinshorn (Hänsch Typ 620) Baujahr: 2008

1 Stück Faltsignal (Vollreflektierend) 1 Stück Funktionsweste (EL) 1 Stück Beklebung Fluoreszierend/Reflex Hubraum: 249 ccm

1 Stück Horizont Blitzleuchte 1 Stück 2m Band Handfunkgerät 1 Stück 12V Steckdose Ausbau: Eigenausbau

1 Stück Multifunktionstool 1 Stück 4m Band Handfunkgerät 1 Stück Gerätekasten Leistung: 13 KW / 18 PS







Ersatzbeschaffung eines MZF der FF Röslau

Im Juli 2011 wurde das 26 Jahre alte Mehrzweckfahrzeug der FF Röslau durch ein

neues Fahrzeug der Marke Ford ersetzt.



Aufgebaut wurde das Fahrzeug durch die Fa. Compoint aus Baiersdorf. Ausgestattet

ist das Fahrzeug mit einem 140 PS starken Dieselmotor, Frontblitzern und einer in

den hinteren Blaulichtbalken integrierten Warnleuchte zur rückwärtigen Verkehrs-

absicherung. Zusätzlich zur Normbeladung befindet sich eine Motorsäge, ein

Halligantool, ein Sperrwerkzeugkoffer und ein Preventolöscher im Fahrzeug. Im

Laderaum können zwei Alukästen mit verschiedener Beladung untergebracht werden.

Zusätzlich können zwei austauschbare Alukästen untergebracht werden (Verkehrs-

absicherung, Power-Moon Beleuchtungsgerät, Atemschutztransportkiste).



Für die örtliche Einsatzleitung wurde das Fahrzeug mit stationärem 2m und 4m Funk

und einem großen Tisch ausgestattet.









14

Neues Fahrzeug bei der Feuerwehr Arzberg

Am 02. April 2011 wurde

bei der Feuerwehr Arzberg

ein neues Hilfeleistungs-

löschfahrzeug offiziell in

Dienst gestellt. Das Fahr-

zeug wurde als Ersatz für

das 37 Jahre alte LF 8 von

der Stadt Arzberg beschafft.

Das neue Fahrzeug ist auf

einem MAN TGM 15.290

mit 286 PS und 16 to. All-

radfahrgestell aufgebaut

und für eine Gruppenbe-

satzung ausgelegt.



Neben einem 2500 ltr. Was-

sertank gehört ein 200 ltr.

Schaumtank mit Digidos

Schaumzumischung zur

Grundausstattung. Der Ret-

tungssatz der Firma Lukas besteht aus einem Spreizer LSP 300 EN, einer Schere LS 501 EN sowie zwei Teleskop Rettungszylinder und einem

Pedalabschneider. Weiter sind auf dem Fahrzeug verladen: ein Überdrucklüfter, ein 3,2 to. Greifzug mit Zubehör, das Abstützsystem Weber Stab Fast.

Ebenso gehören zu den Geräten eine Säbelsäge, ein elektrischer Trennschleifer sowie eine Motorflex, eine Korbtrage, ein Rettungsbrett mit Zubehör und

als Leiternsysteme eine 3tlg. Schiebleiter und eine Multifunktionsleiter, sowie eine Rettungsplattform, vier leichte Chemieschutzanzüge, 1 Ex-Warngerät,

eine Wärmebildkamera und sechs Atemschutzgeräte runden die umfangreiche Beladung ab.









15

Fahrzeug GW-L2 Florian Thiersheim 81/1

Fahrgestell:

MAN TGM 13.290 Allrad, Singlebereifung

14t Gesamtgewicht 8 Gang Schaltgetriebe

6 Sitzplätze Hebebühne 1.500 kg, teilbar

Anhängerkupplung



Aufbau:

Firma Hensel Fahrzeugbau, Waldbrunn

Aluminium Koffer + Pritsche mit Planengestell

(Ladefläche: ca. 3.450 x 2.478 mm)

Leuchtenkonsole kompakt (LED-Technik) am Heck



Geräte:

1 Stück Tragkraftspritze TS 8/8

1 Stück Stromerzeuger

1 Stück Pneumatischer Lichtmast am Fahrzeug 2x 1.000W

1 Stück 1.000m B- Schlachleitung auf 2 Rollwagen Anschaffungspreis ca. 140.000 Euro

4 Stück Atemschutzgeräte

1 Stück Motorsäge Die Ausrüstung stammt größtenteils von unserem alten LF8, hier sind der

1 Stück Tauchpumpe Gemeinde keine Kosten entstanden.

1 Stück Elekt. Trennschleifer

Der Einbau der Geräte wurde komplett in Eigenleistung durch die Feuerwehr

1 Stück Tragbares Lichtstativ mit 2x 1.000W

erledigt.

10 Stück Leitkegel 750mm + div. Material zur Verkehrssicherung

3 Stück Tragekörbe C-Schlauch









TSF Feuerwehr Stemmas-Neuenreuth

Fahrgestell: Mercedes-Benz Sprinter

Leistung: 100KW/136PS

Gesamtgewicht: 3,88t

Aufbau: Furtner und Ammer

Zusatzbeladung: 3 KVA Stromerzeuger

Beleuchtungssatz 2 x 500 W

Motorsäge

Lichtmast mit 2 x 12V Scheinwerfer

5 Verkehrsleitkegel

2 Faltsignale









16

Großbrand in Göringsreuth

Am Dienstag, den 31. Mai 2011, um 15:01 Uhr

wurde unter dem Schlagwort "Brand eines land-

wirtschaftlichen Anwesens" die Alarmstufe B 4

für Wunsiedel - Göringsreuth ausgelöst. Zu Be-

ginn des Einsatzes war es jedoch noch unklar, ob

es sich um ein Gebäude oder einen Holzstoß

handelte. Sechs Minuten nach Alarmierung

wurde der Leitstelle über Funk vom ELW der

Feuerwehr Wunsiedel die Lage auf Sicht

gemeldet, dass sich die Scheune bereits in

Vollbrand befinde. Innerhalb der nächsten vier

Minuten trafen das TLF 20/40 und das LF 16/12

der Feuerwehr Wunsiedel sowie das LF der

Feuerwehr Schönbrunn an der Einsatzstelle ein.

Diese ersteintreffenden Fahrzeuge wurden

sofort zur Sicherung des Wohnhauses einge-

teilt. Da die Zufahrt und die Wasserversorgung

durch die Hydranten aufgrund der zu dieser Zeit

dort durchgeführten Dorferneuerungsmaß-

nahmen nicht gesichert war, wurde die

Alarmstufe auf B 5 erhöht. Durch die danach

eintreffenden Kräfte der Feuerwehren

Marktredwitz, Leupoldsdorf, Hildenbach und

Röslau musste zunächst die Wasserversorgung

vom Löschteich und von einem 800 m entfern-

ten Weiher bei Wunsiedel aufgebaut werden.

Zur Sicherstellung der Wasserversorgung an

der Einsatzstelle wurden weiterhin alarmiert die

Feuerwehren Bad Alexandersbad, Bernstein,

Göpfersgrün und Holenbrunn. Im weiteren

Verlauf des Einsatzes musste davon ausgegan-

gen werden, dass weitere Atemschutzträger be-

nötigt würden. Hierfür standen die Feuerwehren

Nagel, Tröstau und Weißenstadt zur Verfügung.

Die Einsatzleitung wurde durch den Kater

Wunsiedel 12/1 unterstützt. Bereits um 15:53

Uhr konnte der Leitstelle "Brand unter Kontrolle"

gemeldet werden. Wobei sich die Nachlösch-

arbeiten aber noch einige Zeit hinzogen. Um

4:02 Uhr wurde die Brandwache aufgrund des

einsetzenden starken Dauerregens aufgelöst.

Durch den Brand wurden der Stall und die an das

Haus angrenzende Scheune samt sich darauf

befindlicher Photovoltaikanlage vollkommen

zerstört. Das Wohnhaus konnte ohne größeren

Schaden zu erleiden gerettet werden. Durch die

starke Hitzeentwicklung im Innenhof des land-

wirtschaftlichen Anwesens sprangen allerdings

die Fensterscheiben des Wohnhauses, schmol-

zen die Kunststoffdachrinnen an einem 30 m

entfernten Maschinenhalle und die Stoßstange

eines PKWs in der ebenfalls soweit entfernten

Garage. Es waren insgesamt 13 Feuerwehren

mit ca. 120 Feuerwehreinsatzkräften beteiligt.



Duygu Kan



17

02

01









09









08



01. Großbrand Abfallwirtschaft, Thiersheim am 17.05.2011

02. V k h f ll Arzberg 03.11.2010

02 Verkehrsunfall, B 303 A b g am 03 11 2010

03. Verkehrsunfall, 27 07 2011

03 Verkehrsunfall A 93 – B 15 Marktredwitz am 27.07.2011

04. Wohnungsbrand, Röthenbach am 05.11.2010

05 P tt g itt l R llgli H h b g 04.12.2011

05. Personenrettung mittels Rollgliss, Hohenberg am 04 12 2011

06. Großbrand landw. Anwesen,

06 Großbrand, landw Anwesen Göhringsreuth am 31 05 201131.05.2011

07. Umsiedeln Bienenschwarm, Marktredwitz im Juli 2011

08 W h h b d i K i h 19.07.2011

08.Wohnhausbrand in Kaiserhammer am 19 07 2011

07

09. 20 10 2010

09 Auslaufender Gefahrstoff in Weißenstadt am 20.10.2010

03

04









05









06

Großbrand Gebäude der Abfallwirtschaft in Thiersheim

Am 17.05.2011 um 23:57 Uhr erhielt die ILS

Hochfranken einen Brandmeldealarm der Anlage

in Thiersheim, Am Plärrer 1, Gebäude der

Abfallwirtschaft Fichtelgebirge. Der diensthaben-

de Disponent alarmierte aufgrund dieser Mel-

dung das Alarmstichwort B-BMA und schickte

die zuständige Feuerwehr Thiersheim zum ange-

gebenen Objekt. Das erstausrückende Fahrzeug

der Feuerwehr Thiersheim war nur wenige

Minuten später am Einsatzort und meldete eine

starke Rauchentwicklung schon während der

Anfahrt. Nach dieser Meldung wurde die

Alarmierung auf B 4, ausgedehntes Industrie-

gebäude, erhöht und im Verlauf des Einsatzes

sogar auf B 5 ausgeweitet. Den Einsatzkräften

stellte sich nach einer ersten Erkundung folgende

Lage: "Vollbrand der Anlieferungshalle, Wasser-

rohren der Drehleitern Marktredwitz und Wun- Kontrolle bringen. Auf der nördlichen Seite waren

versorgungen und Atemschutz sowie größere

siedel von oben in das Gebäude ein Löschangriff vorrangig die wasserführenden Fahrzeuge der

Mengen Schaummittel werden dringend benö-

vorgenommen. Als sehr schwierig zeigte sich ein Feuerwehr Arzberg, Wunsiedel, Rügersgrün und

tigt". Nach Eintreffen des zuständigen Kreisbrand-

Löschangriff im Inneren des Gebäudes. Aufgrund Thiersheim eingesetzt. Diese Fahrzeuge wurden

inspektors Armin Welzel, übernahm dieser sofort

der vorhandenen Einsturzgefahr wurde vorrangig mit Wasser aus einem Hydranten und der

die Feuerwehr-Einsatzleitung. Kreisbrandrat Ger-

von außen der Brand bekämpft. Lediglich im Wasserversorgungen vom Weiher versorgt. Die

hard Bergmann wurde umgehend als örtlich vor-

Bereich der Förderband Durchgänge wurde ein Feuerwehren Arzberg, Thiersheim, Marktredwitz,

ausbestimmter Einsatzleiter nach Artikel 15 des

massiver Innenangriff unter Atemschutz durchge- Wunsiedel, Selb, Höchstädt und Thierstein wur-

Bayr. Katastrophenschutzgesetzes durch das

führt. Ein massiver Wasser- bzw. Schaumeinsatz den zur unmittelbaren Brandbekämpfung am

Landratsamt eingesetzt. Als Abschnittsleiter

konnte das Feuer nach ca. drei Stunden unter Brandobjekt eingesetzt. Weitere Kräfte der

fungierten im Abschnitt Innenhof Kreisbrand-

meister Richard Barthmann, im Abschnitt Feuerwehren aus Kothigenbibersbach, Stemmas-

Wasserversorgung Kreisbrandmeister Gerald Bär Neuenreuth, Grafenreuth, Birkenbühl, Wunsiedel,

und im Abschnitt Ost Stadtbrandinspektor Harald Selb, Göpfersgrün, Bernstein, Schirnding,

Fleck sowie im Abschnitt Atemschutz-Bereit- Marktleuthen und Schlottenhof waren ebenfalls

stellung Alexander Letz von der FF Marktredwitz. im Einsatz. Sie mussten die Wasserversorgungen

Kurz nach den Alarmstufenerhöhungen wurden sicherstellen, den Sammelplatz Atemschutz

durch den Einsatzleiter weitere Tragkraftspritzen- betreuen, die Einsatzstelle ausleuchten und die

fahrzeuge TSF nachgefordert, um gemeinsam mit Gebietsabsicherung herstellen. Der Einsatz dau-

den beiden alarmierten Schlauchwagen der erte bis in die Mittagsstunden des darauffolgen-

Feuerwehren Selb und Wunsiedel die Wasser- den Tages. Zur Bekämpfung dieses Großbrandes

versorgungen von einem nahegelegenen Weiher waren an der Einsatzstelle 258 Feuerwehrleute

aufzubauen. Insgesamt wurden hier fünf aus 17 Feuerwehren und 50 Personen von Polizei,

Versorgungsleitungen mit je einer Länge von ca. BRK und dem THW Marktredwitz im Einsatz.

600 Metern, also ca. 3000 Meter, aufgebaut. Von

zwei dieser Leitungen wurde mit zwei Wende- KBI Armin Welzel









20

Eindrücke eines Betroffenen

Brand in der Sortieranlage Thiersheim

17. Mai 2011, bald ist Mitternacht, Zeit, schla- Eindruck, dass der Brand relativ begrenzt trachtungen... Irgendwie in der gewohnten

fen zu gehen. Plötzlich das Handy. "Wer will wurde, interessierte Teilnahme der Einsatzkräfte Normalität schon wieder beruhigend. Allzu viel

jetzt noch etwas?" Der Betriebsleiter der AWF und keine Gereiztheit wie sonst bei manchen kann wohl nicht mehr passieren, wie hoch wird

mit der fast tonlosen Nachricht: "Es brennt wie- vorausgegangenen Fehlalarmen zu nächtlicher der Schaden wohl sein? Vielleicht doch noch

der". Einen Moment Unverständnis, dann die Stunde. Gutes Gefühl, dass die Situation einmal mit einem blauen Auge davongekom-

Erkenntnis: Oh nein, nicht noch einmal. Wenige beherrscht wird. Bekämpfung des andauernden men, dank des sehr schnellen Einsatzes und

Jahre vor dem Ende des Berufslebens die glei- Brandes in der Halle mit Abstand von der geübter Abläufe. Nach zwei Stunden scheint

che Situation wie kurz nach der Betriebs- Hofseite aus. Gespenstisch umlodert, der Rad- alles gelaufen. Schutz vor einem Wiederauf-

aufnahme der Abfallsortierung. Auf der Fahrt lader, inmitten der brennenden Müllberge. flackern an einzelnen Stellen und Brandwachen

zur Sortieranlage stehen im Vor-

bange Gedanken: dergrund, den-

"Warum jetzt? Ist noch sind nahe-

jemand gefähr- zu alle Einsatz-

det? Kommt je- kräfte noch vor

mand zu Scha- Ort. Einschlafen

den? Wie viel wird nach die-

wird diesmal be- sem Einsatz

troffen sein? Wer- schwierig, des-

den wir weiter halb sei eine

arbeiten können? Pause zum Ab-

1995 hatte uns klingen und Be-

der Großbrand wältigen des Er-

fast 10 Monate lebten allen

in unserer Arbeit auch von Herzen

behindert und gegönnt. Rück-

Einbrüche in das fahrt in der Ge-

Geschäft ge- wissheit, dass

bracht. Mit zu- der Brand unter

nehmender An- Kontrolle ist,

näherung an den Schadensmel-

Standort Thiers- dung an die Ver-

heimer Plärrer sicherung und

immer heller erste organisa-

werden der Him- torische Maß-

mel, roter Hinter- nahmen für den

grund durch- Morgen treten

mischt von blau- nun in den Vor-

grauen Wolken. dergrund. Waren

Nach dem Wald bei der Johanneszeche hell Warum müssen eigentlich so viele Menschen es auf der Hinfahrt eher bange Gefühle, so

erleuchtete Nacht, Brandgeruch im Auto, auf ihre Nachtruhe verzichten? Es ist doch nur herrscht nun Dankbarkeit vor. Dankbarkeit dafür,

Fahrzeuge über Fahrzeuge beiderseits der ein kleiner Teil, der aktiv den Brand bekämpft. dass alles nach dem ersten Eindruck relativ gut

Straße: Feuerwehr, Rotes Kreuz, THW, Polizei, Die Antwort findet sich bald, als Alarmrufe ertö- ausgegangen ist, Dankbarkeit vor allem für den

Feuerwehr und nochmals Feuerwehr. Wie viel nen und dichter schwarzer Qualm auf der ruhigen, überlegten Einsatz, bei dem offenbar

Menschen mögen wohl in ihrer Nachtruhe Straßenseite aus der Halle quillt. Der Brand- niemand persönlich zu Schaden gekommen ist

gestört worden sein? Rund 200 waren es, wie abschnitt wurde mit einem brennenden und Dankbarkeit gegenüber all den Frauen und

ich später erfahren sollte. Bei all den vielen Förderbandgurt durchbrochen und die übrigen Männern, die sich in so großer Zahl zur

Menschen und Fahrzeugen, bei aller Ge- Hallenteile stehen in Gefahr, ebenfalls zu ent- Verfügung gestellt, ihre Nachtruhe unterbro-

schäftigkeit und bedrohlichen Situation den- flammen. Ein weiterer Einsatztrupp durchbricht chen oder darauf verzichtet haben, um zu hel-

noch Ruhe, fast Gelassenheit und planvolles hier die Fensterfront und löscht den brennen- fen, und die ihre hohe Einsatzbereitschaft

Vorgehen, Einsatzkräfte und Reserven deutlich den Gurt. Es ist doch gut, dass genügend erneut eindrucksvoll bewiesen haben. Dienst in

zu unterscheiden. Der Brand wird fast zur geschulte und erfahrene Kräfte direkt vor Ort den örtlichen Feuerwehren, Rettungs- und

Nebensache, da er sich in der Halle abspielt sind. Dann eher Routine: Abkühlen und Katastrophendiensten ist heute ein keineswegs

und unmittelbar vor Ort zwar zu riechen und zu Weiterlöschen des noch brennenden Mülls in mehr selbstverständliches Engagement zu

hören, aber nur eingeschränkt zu sehen ist. der Halle und Vorbereiten eines Radladers zum Gunsten der Gemeinschaft. Noch einmal ein

Ankunft auf der Sortieranlage: Manche bekann- Auseinanderziehen des abgelöschten Brand- herzliches Dankeschön dafür.

te Gesichter, überall auch hier Fahrzeuge und guts, Schadensermittlung, Vorbereitung von

Schläuche, Aktivität, aber keine Hektik, Arbeitspausen, Presseerklärungen, Einsatzbe- LRA Wunsiedel



21

Jugend probt Ernstfall

In der Aktionswoche 2010 der Feuerwehren in unter Aufsicht der Gruppenführer und der kämpfung auf dem Feld bereit. Nach einigen Mi-

Bayern ließen es sich die Jugendfeuerwehren Maschinisten ablöschen. Auch die Fahrt an die nuten hatten die Jugendlichen das Feuer der

aus Röthenbach und Schlottenhof nicht nehmen, Einsatzstelle war ein Erlebnis für die Jugend- Strohballen unter Kotrolle und den Brand ge-

auch den Ernstfall zu üben. Am 24.09.2010 lie- lichen, da sie mit ihren Betreuern mit Sonder- löscht. Auf der Abschlussbesprechung waren

ßen sich die Jugendwarte der beiden Feuer- recht anfahren durften. sich die Jugendwarte und die Jugendlichen einig

wehren etwas ganz besonderes einfallen. Sie Durch schnelles und tatkräftiges Anpacken lagen über die tolle Übung und freuten sich auf weitere

steckten auf einem Stoppelfeld einige Stroh- in kürzester Zeit zwei Versorgungsleitungen von gemeinsame Stunden.

ballen in Brand. Die Jugendlichen durften diese einem nahe gelegenen Löschteich zur Brandbe- FBL Roland Kaiser









17. Bezirksleistungsmarsch am 02.10.2010 in Bamberg

Ein voller Erfolg war der 17. Bezirksjugend- abgelegt werden.

leistungsmarsch, der am Wochenende des So standen neben

02.10.2010 in Bamberg stattfand. 38 Jugend- Saugleitung kup-

gruppen aus ganz Oberfranken, darunter auch vier peln, Strahlrohr

Jugendgruppen aus dem Landkreis Wunsiedel im hochziehen und

Fichtelgebirge, traten zu diesen Marsch an. Die zwei Bögen Test-

Jugendgruppen aus Selb, Längenau, Markt- fragen noch viele

redwitz und Seußen fieberten dem Marsch schon weitere Übungen

Tage vorher entgegen und übten mit ihren auf dem Pro-

Betreuern, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Am gramm. Um ca.

frühen Samstagmorgen dann startete ein Bus mit 16:30 Uhr konnte

den vier Jugendgruppen, ihren Betreuern sowie dann die schon

den Schiedsrichtern Gottfried Hahn, KBM lange erwartete

Reinhold Brandwein, der Landesfrauenbeauf- Siegerehrung be-

tragten Erika Riedl und dem stv. Kreisjugendwart ginnen. Dabei er-

Roland Kaiser nach Bamberg. reichten die Ju-

Dort angekommen meldeten sich die Jugend- gendgruppen aus

lichen bei der Startkontrolle an und staunten nicht dem Landkreis

schlecht, was die Feuerwehr Bamberg für ein gute Platzierun-

Rahmenprogramm auf die Beine gestellt hatte. gen und durften

Nach dem Startschuss machten sich dann die sich über ihre tolle Leistung freuen. Gegen dem stv. Kreisjugendwart ihre guten Platz-

Jugendlichen im 3-Minuten-Takt auf die rund 5 17:30 Uhr traten sie dann wieder die Heimreise ierungen. Alle waren sich am Ende des Tages

km lange Strecke, wo anspruchsvolle aber auch in den Landkreis Wunsiedel an. Im Bus war von einig, dass sie diesen noch lange in Erinnerung

schnelle Übungen von ihnen abverlangt wurden. der morgendlichen Anspannung nichts mehr zu behalten werden.

So mussten unter den strengen Augen der spüren, denn die Jugendlichen feierten mit

Schiedsrichter feuerwehrspezifische Übungen ihren Jugendwarten, den Schiedsrichtern und FBL Roland Kaiser



22

Wissenstest der Landkreisjugend in Höchstädt

Die "Freiluft-Saison" der Jugendfeuerwehr ist nes, silbernes oder goldenes Abzeichen oder klappte bestens". Da in den vorangegangenen

nun vorbei, doch Ruhe kehrt bei den Feuer- eine Urkunde. Um die Tradition der letzten Jahre Übungsstunden speziell für dieses Thema geübt

wehranwärtern im Landkreis Wunsiedel nicht weiter zu verfolgen und dem Grundsatz der wurde, meisterten die Jugendlichen die Prüfung

ein. Denn der Oktober ist traditionell der Monat Feuerwehr als "eine Gemeinschaft" gerecht zu auch dieses Jahr wieder mit guten Ergebnissen.

des Wissenstestes der Feuerwehrjugend. Die werden organisierte der Kreisjugendfeuer- Die Stufe Eins und Zwei bestanden je 51

von vielen schon sehnlichst erwartete Prüfung wehrwart Kreisbrandmeister Marc Schmidt wie- Jugendliche, die Stufe Drei absolvierten 34

für die Jugendfeuerwehren in Bayern hatte in der einen gemeinsamen Abnahmetermin für Feuerwehranwärter und 14 meisterten die Fragen

diesem Jahr nur theoreti- zur vierten Stufe. Als außer-

sche Fragen zu der Proble- gewöhnlich bezeichnete es

matik "Brennen und Lö- Marc Schmidt, einem Teil-

schen" als Thema. Wobei nehmer die Urkunde zur

das "nur" von den Mädchen fünften Stufe zu verleihen

und Jungen einiges an und Niko Mühlbauer aus

Wissen abverlangte. Dazu Arzberg schaffte sogar die

gehörten zum Beispiel Höchststufe Sieben. Der

Kenntnisse in der Physik junge Feuerwehrler hat so-

wie die Voraussetzungen mit seit dem Beginn seiner

oder Elemente der Verbren- Feuerwehrlaufbahn mit zwölf

nung, technisches Fach- Jahren keinen Wissenstest

wissen und Fertigkeiten in ausgelassen. Auch die Land-

der Gerätekunde. So galt kreisführung unter Kreis-

es, die verschiedenen brandrat Gerhard Bergmann,

Feuerlöscher und deren Kreisbrandinspektor Armin

Einsatzmöglichen ebenso Welzel, den Kreisbrand-

zu unterscheiden wie die meistern Thomas Greipel

Varianten der Verbrennung, die Bekämpfung den ganzen Landkreis. Dieser fand in der Willi- und Gerald Bär verfolgte den Ablauf der Ver-

von Flüssigkeitsbränden, Arten von Kleinlösch- Pöhlmann-Halle in Höchstädt statt. Die Be- anstaltung. Der ortsansässige Bürgermeister

geräten oder welche brennbaren Stoffe be- dingungen, welche die Feuerwehr Höchstädt Rudolf Reichel wünschte den Jungen und

stimmten Brandklassen zugeordnet werden. unter ihren Kommandanten Gerald Bär und Mädchen viel Erfolg, denn schließlich müsse

Wer weiß schon, was eine Feuerpatsche ist, Jugendwart Christian Seidel zur Verfügung man nicht immer der Erste sein, Hauptsache man

welche Gefahren bei einem Schwelbrand beste- stellte, waren hervorragend. Schnell reagierten wäre überhaupt dabei. Kreisbrandrat Gerhard

hen, wenn man Fenster oder Türen öffnet oder die Höchstädter auf den unerwarteten Ansturm, Bergmann rief die Kinder und Jugendlichen dazu

wozu eine Löschdecke besonders geeignet ist. denn mit 152 Teilnehmern aus 22 Jugend- auf, ihren Freundeskreis zur Feuerwehr mitzuneh-

Die Mädchen und Jungen von der Jugendfeuer- feuerwehren wurde ein neuer Rekord aufge- men. Auch wenn der Bevölkerungsrückgang im

wehr beherrschten ihr Metier. Zehn Bewerter stellt. Das sah auch der Kreisjugendfeuerwehr- Landkreis nachdenklich stimme, so strahle die

korrigierten die Fragebögen der 12- bis 18-jäh- wart Marc Schmidt so, der die Gesamtleitung vollbesetzte Halle viel Optimismus für die Zukunft

rigen Prüflinge. Dabei gab es vier verschiedene der Mammutveranstaltung hatte. "Die Logistik der Feuerwehren aus.

Schwierigkeitsgrade. Der Lohn war ein bronze- ist hier vorbildlich und auch die Versorgung Annemarie Riedel









23

Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehr in Wunsiedel

Die Jugendfeuerwehren des Landkreises

Wunsiedel stellten mit 396 Mitgliedern im

letzten Jahr rund ein Drittel aller Feuerwehr-

dienstleistenden. Diese Angabe machte der

Kreisjugendfeuerwehrwart Marc Schmidt an-

lässlich der Kreisdelegiertenversammlung der

Feuerwehrjugend im Wunsiedler Feuer-

wehrhaus und hob das steigende Interesse der

mittlerweile 116 Mädchen besonders hervor.

Marc Schmidt ging in seinem Bericht auf die

Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren wie

Elterntage, Schnuppertage oder das Angebot

von Ferienprogrammen ein. Auch die

Brandschutzerziehung in Schulen und Kinder-

gärten gehöre dazu. Besonders die Wett-

bewerbe und Freizeitaktivitäten kämen gut bei

den Jugendlichen an, erklärte er und dankte

den Mitgliedern des Kreisjugendfeuer-

wehrausschuss sowie den Ortsfeuerwehren für und Bronze konnte je 51 Jugendlichen verlie- unter Kreisbrandrat Gerhard Bergmann. Dieser

ihre tatkräftige Unterstützung bei diesen hen werden, 34 erhielten Gold für die Stufe III freute sich über die Begeisterung der

Veranstaltungen. So führte die Feuerwehr und 14 eine Urkunde für die Stufe IV. Zur fünf- Jugendlichen und dankte den Jugendwarten

Oberweißenbach den 16. Jugendleistungs- ten und siebenten erfolgreichen Teilnahme bis hin zum Kreisfeuerwehrjugendwart sowie

marsch durch, bei dem sich die vier besten wurde je einem Teilnehmer gratuliert. Marc seinen Helfern, die für die Ausbildung und die

Gruppen aus Seußen, Marktredwitz, Selb und Schmidt berichtete auch über die Ausfahrt der Motivation der Jugendfeuerwehren sorgten. Es

Längenau für den Bezirksausscheid in Feuerwehrjugend im Juli des letzten Jahres, freue ihn, dass es so viele junge Menschen

Bamberg qualifizierten. Dabei gingen 120 bei der die Staatliche Feuerwehrschule in gäbe, die ihre Freizeit für ihre Nächsten einset-

Feuerwehranwärterinnen und -anwärter in drei- Geretsried und das Alpamare in Bad Tölz zen. Mit den Worten "Die Feuerwehr braucht

ßig Gruppen an den Start und zeigten an zehn besucht wurde. Für das neue Jahr stehe neben die Jugend, denn ihr seid die Zukunft von mor-

praktischen Stationen sowie in der Theorie ihr dem Jugendleistungsmarsch die Abnahme der gen!" ermunterte die Feuerwehranwärterinnen

Wissen und Können. Die Bewertung übernah- Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuer- und -anwärter auch weiterhin zur Stange zu

men zwanzig Schiedsrichter mit zirka fünfzig wehren am 23. Juli in Weißenstadt, das halten und bei den Feuerwehren aktiv mitzuar-

Helfern. Der Kreisjugendfeuerwehrwart sprach Zeltlager Anfang September in Längenau und beiten.

der Oberweißenbacher Wehr ein großes Lob für der Wissenstest in Röslau an. Der Annemarie Riedel

die Organisation des Wettbewerbes aus und Kreisjugendfeuerwehrwart dankte abschlie-

gab bekannt, dass am 4. Juni der diesjährige ßend besonders dem Landrat Dr. Karl Döhler,

Jugendleistungsmarsch in Holenbrunn statt- dem ehemaligen Bürgermeistervertreter Adam

fände. Auch der Wissenstest in der Höch- Seyferth und seinem Nachfolger Robert Frenzl

städter Willi-Pöhlmann-Halle im Oktober stell- für ihre Unterstützung. Die Gelder seien gut

te neue Rekorde auf, so beantworteten erstmals angelegt, versicherte er und lobte den Beistand

152 Jugendliche die Fragen zum Thema des Landratsamtes unter Horst Waschilowski

Brennen und Löschen. Das Abzeichen in Silber und die Förderung durch die Landkreisführung









24

Festkommers anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr

Neuhaus an der Eger am 21.05.2011

Bevor die eigentliche Feier zum 25-jährigen ständnis ein. Jugendliche in den Feuerwehren hat man hoffe, dass wir ähn-

Jubiläum der Jugendfeuerwehr Neuhaus an der es schon immer gegeben. Aber nicht unter dem lich wie in anderen Weh-

Eger losging, stellten die Jugendgruppen aus den Deckmantel der Deutschen Jugendfeuerwehr. Im ren hier in den nächsten

Feuerwehren Hohenberg, Kothigenbibersbach Jahre 1986 ist die Anregung des damaligen Jahren einen Zuwachs

und Neuhaus an der Eger ihre Leistungsbe- Kreisjugendwartes und heutigen EKBI Konrad bekommen. Der demo-

reitschaft unter Beweis. Lugert doch eine Jugendfeuerwehr zu gründen, grafische Wandel ist ja in

Angenommen wurde ein Werkstattbrand bei bei unserem damaligen 2. Kommandanten Ottmar aller Munde. Das haben

Anwesen Wegmann in der Burgstraße 6. Da diese Klaubert auf fruchtbaren Boden gefallen. Nach der wir bereits auch schon

Werkstatt Teil eines Landwirtschaftlichen Anwe- offiziellen Anmeldung bei der DJF hatten wir eine zu spüren bekommen.

sen ist, mussten hier die Nebengebäude abge- Jugendfeuerwehr. Doch es fehlte zu dieser Zeit der Sind doch einige Ju-

schirmt werden. Insgesamt wurden 9 C- Zuspruch an Jugendlichen. Der Redner hatte dann gendlichen bereits weggezogen, weil die Schul-

Strahlrohre eingesetzt. Das Wasser wurde aus die Ehre, das erste Jugendfeuerwehrmitglied zu oder Berufsausbildung in unseren Bereich nicht

drei Unterflurhydranten entnommen. Jede Feuer- sein. Er blieb dies Gott sei Dank nicht lange. Kurze möglich ist. Wir können nur alle hoffen, dass diese

wehr hatte ihre eigene Löschwasserversorgung Zeit später gesellten sich die Brüder Werner und Entwicklung keine allzu großen Auswirkungen auf

aufgebaut. Insgesamt wurden 300 Meter B- Roland Rausch, sowie Harald Wegmann hinzu. die aktiven Zahlen in den Jugendgruppen bzw. in

Leitung verlegt. Wichtig war es auch, dass die Voller Stolz durften sie zum 110 jährigen der aktiven Wehr mit sich bringt.

über dem Objekt verlaufende Hochspannungs- Jubiläum 1988 die alte Handdruckspritze samt Jugendarbeit ist sehr wichtig und soll auch Spaß

leitung beachtet wird. Leider konnte die Jugend- Schlauchwagen von Hand ziehen. machen. Mir hat es immer Spaß gemacht, sei es

in der Jugendzeit oder heute bei der Ausbildung,

so der Kommandant. Das ist vielleicht auch ein

Grund, dass wir in 25 Jahren nur drei Jugendwarte

in unserer Wehr hatten oder haben. Erster Jugend-

wart war der Begründer Ottmar Klaubert von 1986

bis 1991. Der damalige 2. Kommandant und heu-

tiger 1. Vorstand ist auch heute noch ein Führ-

sprecher in Sachen Jugendarbeit. Von 1991 bis

2001 dufte Thomas Greipel dieses Amt bekleiden.

Seit 2001 bis heute, und Greipel hofft auch darü-

ber hinaus, liegt das verantwortungsvolle Amt in

den Händen von Michael Zimnea.

Dass sich die Jugendarbeit lohnen kann, sieht

man auch daran, dass Jugendfeuerwehrleute in

ihrer späteren aktiven Zeit Führungsaufgaben

übernehmen. Wenn ich hier ein Bespiele nennen

darf, so waren unser ehemaliger EKBR Werner

Fuchs und unser heutiger KBR Gerhard Bergmann

beide als Jugendwarte aktiv.

gruppe der FF Schirnding wegen eines Einsatzes Die, die in dieser Zeit bei der Feuerwehr Neuhaus Jugendarbeit ist sehr zeitintensiv. Darum kann ein

nicht an der Übung teilnehmen. an der Eger das Laufen lernten, haben auch noch Jugendwart die umfangreiche Ausbildung nicht

Zahlreiche Gäste fanden sich zu diesem Jubiläum unser altes TSF auf Ford Transit FK 1000 gekannt. alleine stemmen. Es bedarf hier viele Hände um

ein. So konnten der 1. Bürgermeister der Stadt Uns kam es damals recht abenteuerlich vor, mit erfolgreich zu sein.

Hohenberg, Jürgen Hoffmann, mit einigen Stadt- diesem Fahrzeug zu üben. Es hat halt so seine Der Kommandant möchte hier die Gelegenheit

räten begrüßt werden. Auch fanden sich viele Eigenheiten gehabt. Mit der Indienststellung nutzen und sich bei allen Helfern in der Jugend-

Ehrengäste ein, wie zum Beispiel EKBR Werner unseres LF 8 im Jahr 1988 wurde vieles anders. arbeit recht herzlich bedanken und auch bei denen,

Fuchs und EKBI Egon Keiner sowie Landes- Und so wuchsen die Jugendlichen mit dem neuen die die Jugendarbeit auch finanziell unterstützen.

frauenbeauftragte Erika Riedl. Auch der derzeitige Fahrzeug in die Feuerwehr hinein. Ich freue mich heute schon, mit euch an der Zu-

Kreisjugendwart Marc Schmidt ließ sich diese Insgesamt haben über 40 Jugendliche die Ju- kunft zu arbeiten, damit wir auch in dieser schnell-

Veranstaltung nicht entgehen. gendfeuerwehr in unserer Wehr durchlaufen. Viele lebigen Zeit hilfsbereite junge Menschen haben,

sind heute nicht mehr aktiv, unterstützen aber die Dienst am nächsten mit Freude verrichten.

Zunächst musste man mit den Wetterkapriolen

unsere Wehr nach wie vor als passive Mitglieder. Nach dem Festkommers wurden durch 1. Vor-

fertig werden. War es während der Übung noch

Die Ursachen dieser Entwicklung sind sehr vielfäl- stand Ottmar Klaubert und 1. Kommandant Tho-

trocken, so wurde es danach recht nass von oben. tig. Wegzug oder der Arbeitsplatzwechsel sind mas Greipel Erinnerungsgeschenke an die Gäste

Gott sei Dank waren da schon alle im Gerätehaus. einige Gründe davon. Auch heute kämpfen wir ausgegeben. Eigentlich hatte man noch eine

Doch plötzlich war der Strom weg. Und dies soll- gegen diese Entwicklung. Greipel hofft, dass uns Überraschung geplant. So wollte man ein

te einige Zeit so bleiben. Aber man lies sich nicht in Zukunft viele Jungs und Mädels in unseren Fußballturnier veranstalten. Allerdings nicht her-

die Feierlaune verderben und brachte einen Wehren erhalten bleiben. kömmlich, sondern mit einem Menschenkicker.

Stromerzeuger in Stellung, damit die Kaffee- Apropos Mädels. Seit 2004 haben wir auch die Leider musste diese Attraktion wegen dem

maschine und die noch wichtigere Eismaschine ersten zwei Mädels in unsere Jugendwehr aufneh- schlechten Wetter abgesagt werden. Nichts desto

und Popcornmaschine mit Strom versorgt werden men können. Dies waren Lisa Maria Hanto und trotz ließ man sich die Stimmung nicht vermiesen

konnten. Julia Achtziger. Letztere ist trotz Studium auch und es wurde noch bis spät in den Abend das

1. Kommandant und Kreisbrandmeister Thomas heute noch dabei. Mit unserer Sara haben wir nicht alltägliche Jubiläum gefeiert.

Greipel ging zunächst auf ein kleines Missver- heute nur ein Mädchen in der Jugendgruppe. Aber KBM Thomas Greipel





25

1. Platz für die Jugendfeuerwehr Seußen beim Jugendleistungsmarsch 2011

des Landkreises Wunsiedel i. F. in Holenbrunn









Beim 17. Jugendleistungsmarsch, welcher am Anschließend wurden die 25 Gruppen ab 09.00 Wunsiedel Roland Schöffel, KBR Gerhard

Samstag, den 04. Juni 2011, von der Feuerwehr Uhr in 3-Minuten-Abständen auf den ca. 5 km Bergmann, KBI Armin Welzel, sowie stv.

Holenbrunn hervorragend organisiert und durch- langen Rundkurs um Holenbrunn geschickt. Kreisjugendfeuerwehrwart Roland Kaiser durch-

geführt wurde, setzten sich nach spannendem Um einen fairen Wettkampf der Jugendlichen zu geführt wurde.

Wettkampf die vier besten Gruppen aus Seußen, garantieren, stellte man eine Wettkampfleitung

Röthenbach, Arzberg und Schönbrunn durch. zusammen, die aus Kreisbrandrat Gerhard Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto der

Diese vier Gruppen qualifizierten sich zusammen Bergmann, dem Fachbereichsleiter für Wett- vier erstplatzierten Mannschaften zusammen

für den oberfränkischen Bezirksentscheid der bewerbe im Kreisfeuerwehrverband Wunsiedel mit den Ehrengästen der Feuerwehr ging ein

Jugend. Dieser findet heuer am 01. Oktober in e.V., Oberbrandmeister Klaus Huber aus Markt- langer und abwechslungsreicher Tag zu Ende,

Bad Staffelstein, Landkreis Lichtenfels, statt. So redwitz und Kreisjugendwart KBM Marc der von allen Teilnehmern gelobt und als gelun-

zeigten 100 Feuerwehranwärterinnen und Feuer- Schmidt bestand. Zusätzlich waren noch 15 gen bezeichnet wurde

wehranwärter in 25 teilnehmenden Gruppen an Schiedsrichter mit ihren ca. 40 Helfern im

13 praktischen, sowie einer theoretischen Station Einsatz. FBL Roland Kaiser

ihr Können und Wissen!

Den Startschuss für die Veranstaltung gaben Gut fünf Stunden nach dem Start waren alle

am frühen Morgen Kreisbrandrat Gerhard Mannschaften wieder an ihrem Ausgangspunkt

Bergmann, Landrat Dr. Karl Döhler, Bürger- angekommen und warteten gespannt auf die

meister Karl-Willi Beck und Kreisjugend- Siegerehrung, die um 14.30 Uhr durch Landrat

feuerwehrwart KBM Marc Schmidt. Dr. Karl Döhler, den 2. Bürgermeister der Stadt









26

Deutsche Jugendleistungsspange in Weißenstadt

Schlauchtrupp Wasser abzugeben.

Bei dieser Übung kam es auf das

gute Zusammenspiel aller Betei-

ligten an, ein hilfreicher Handgriff

auch außerhalb des eigenen Auf-

gabenbereichs wirkte oft Wunder.

Beim Kugelstoßen zählte die

erreichte Gesamtmeterzahl, minde-

stens 55 Meter mussten erreicht

werden. Die Jungen stießen mit der

fünf Kilogramm schweren Kugel, die

Mädchen bewegten vier Kilogramm

schweren Stahl. Absolute Team-

arbeit erforderte die Schnellig-

keitsübung, acht C-Schläuche

waren innerhalb von 75 Sekunden

verdrehungsfrei auszurollen und zu

verkuppeln. Die einzelnen Druck-

schläuche sollten zwar schon beim

Ausrollen und Kuppeln möglichst

verdrehungsfrei und gerade verlegt

27 Jungen und Mädchen im Alter von 15 bis 18 dem Bundesverfassungsgericht gefragt wurde. werden, oft genug rannte dem Gruppenführer

Jahren des Landkreises Wunsiedel stellten sich Zum Glück gab es immer jemand in der Gruppe, beim Ausrichten der Schläuche aber sprichwört-

den Prüfungen zur Abnahme der Deutschen der helfend eingreifen konnte, sodass alle lich die Zeit davon. Nach dem erfolgreichen

Jugendleistungsspange am Weißenstädter See. Gruppen mit zufriedenen Gesichtern von der Bestehen aller Gruppen gratulierte Dieter Höfer

In drei Gruppen aufgeteilt absolvierten sie die fünf Station marschierten. Als wirklich schweißtrei- und beschwor den Zusammenhalt innerhalb der

Disziplinen aus dem sportlichen, feuerwehrtech- bende Disziplin ließ sich der Staffellauf bezeich- Jugendgruppen. Der Landkreis Wunsiedel könne

nischen und theoretischen Bereich im Beisein nen. Die Gesamtstrecke von 1500 Metern konnte stolz auf seine Feuerwehrjugend sein, fügte er an.

von Landrat Dr. Karl Döhler, Kreisbrandrat Gerhard zwar auf die neun Teilnehmer aufgeteilt werden, Auch Kreisfeuerwehrjugendwart Marc Schmidt

Bergmann und Kreisfeuerwehrjugendwart Marc die Zeitvorgabe von 4 Minuten und 10 Sekunden gratulierte den Jungen und Mädchen zur bestan-

Schmidt mit Bravour. lies aber wenig Spielraum zum Bummeln. Das denen Prüfung und freute sich darüber, dass die

Verlieren eines Staffelstabes wirkte sich genauso Jugendlichen ihre Freizeit zum Wohle der

Kreisfeuerwehrjugendwart Marc Schmidt eröffne-

schlimm aus, wie eine verpatzte Übergabe. Gute Feuerwehr und damit aller einsetzten. Er dankte

te den Wettbewerb, bei dem es nicht um Sieger

Teamarbeit, einiges an Übung und absolute allen Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung

und Verlierer ging. Vielmehr symbolisiere der

Konzentration erforderte der Löschangriff. Die beitrugen und den Jugendwarten, die in vielen

Erwerb der Deutschen Jugendleistungspange die

Bewertung erfolgte zwar ohne einen zeitlichen Stunden die Jugendlichen auf den Wettkampf

Krönung der Jugendfeuerwehrzeit. Der

Rahmen, allerdings musste nachweislich die the- vorbereiteten.

Abnahmeberechtigte Dieter Höfer aus dem

oretische Möglichkeit bestehen, aus den

Landkreis Tirschenreuth überwachte den ord- FBL Roland Kaiser

Strahlrohren des Angriffs-, Wasser- und

nungsgemäßen Ablauf der Abnahme der

Deutschen Jugendleistungsspange. Kreisbrand-

rat Gerhard Bergmann begrüßte alle Teilnehmer

und die verantwortlichen Jugendwarte. Er sah die

Beteiligung an diesem Wettbewerb als Zeichen

für die gute Jugendarbeit im Landkreis an: "Wir

brauchen uns um die Zukunft der Feuerwehren im

Landkreis keine Sorgen zu machen!" Aufgeteilt in

Gruppen zu je neun Teilnehmern, die sich wie

eine taktische Einheit bei Feuerwehreinsätzen in

Gruppenführer, Melder, Maschinist und den drei

Trupps gliederte, ging es nun zu den Wett-

kampfstationen. Die Schiedsrichter löcherten die

Jugendlichen mit ihren Fragen aus den Bereichen

Feuerwehrtechnik, Feuerwehrorganisation oder

auch Sozialkunde und heizten den Jugendlichen

kräftig ein. Manchem gestandenen Feuerwehr-

anwärter wurde recht heiß, wenn beispielsweise

nach Arten der Druckschläuchen oder ihren

Längen, dem Bayerischen Feuerwehrgesetz oder



27

58. Kreisfeuerwehrtag in Bernstein bei Wunsiedel

Sonnenschein pur, ein prächtiger Festzug

durch die Ortschaft und ein proppenvolles

Festzelt waren Wegebegleiter des 58.

Kreisfeuerwehrtages am 08. Mai 2011 im

Wunsiedler Ortsteil Bernstein. Der krönende

Abschluss einer langen Planungs- und Vor-

bereitungsphase der örtlichen Wehr zu diesem

Event. So sahen sich dann auch die verant-

wortlichen Entscheidungsträger der Ortswehr,

einen Kreisfeuerwehrtag nach Bernstein zu

holen, durch ihren mutigen Entschluss voll

bestätigt. Ein Selbstläufer war diese Ver-

anstaltung jedoch nicht. Sie war vielmehr das









Feuerwehren zu begehen, sondern vielmehr als

Ort der Begegnung und Berührung zwischen

Bevölkerung und Feuerwehr herauszustellen.



Der eigentliche Tag X, der 08. Mai 2011, be-

gann für einen Teil der Bernsteiner Feuer-

wehrler bereits um 03:30 Uhr in der Früh.









Produkt aus einem schlüssigen Konzept, einer Die Vorbereitungen zum 58. Kreisfeuerwehrtag

detaillierten Planung, einer konsequenten begannen für die Organisatoren bereits im Juli

Durchführung und im Hinblick auf das Wetter 2010. Gemeinsam entwickelte man, als Leitbild

natürlich auch aus Glück, das einem alten sozusagen, ein Konzept, dass das Feuerwehr-

Sprichwort nach eben auch nur der Tüchtige wesen, gerade auch für die Bevölkerung, noch

hat. transparenter gestalten sollte. Als Ergebnis die-

ses Leitbildes entstand mit dem KFT-Journal

Als geniale Fügung darf man in diesem 2011 eine Broschüre, die den Feuerwehrdienst

Zusammenhang zweifelsohne die Kooperation in all seinen Facetten beleuchtete und dessen

mit dem örtlichen Burschenverein bezeichnen. Aufgabe es war, für diesen ehrenamtlichen

Dieser überließ den eigentlichen Festsonntag Dienst zu werben.

des Maifestes der Feuerwehr zum

Kreisfeuerwehrtag wobei im Gegenzug die Maxime der Organisato-

Feuerwehr die Bernsteiner Burschen an deren ren war mit dem Motto:

Festtagen Freitag und Samstag unterstützte. So "Ob Alt oder Jung,

konnte mit gemeinschaftlichem Know How und Mann oder Frau - bei

Engagement für beide Vereine eine "win-win" - der Feuerwehr findet

Situation geschaffen werden. Ein Modell, das jeder seinen Platz" die-

auch kleineren Ortschaften mit intaktem sen 58. Kreisfeuerwehr-

Vereins- und Dorfleben die Durchführung eines tag nicht als aus-

Kreisfeuerwehrtages ermöglichen kann. schließliches Fest der



28

58. Kreisfeuerwehrtag in Bernstein bei Wunsiedel

Gerade als die letzten Gäste das Maifest verlie- Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete zweifel- Musikkapelle und dreier Spielmannszüge durch

ßen, galt es, einen vom ausgelassenen Feiern sohne der um 13:30 Uhr beginnende Festzug das Örtchen Bernstein dem Festzelt entgegen, wo

gezeichneten Festplatz nebst Festzelt für die durch die Ortschaft. Angeführt vom Schirmherrn die Ansprachen der Festredner und die stim-

Anforderungen eines Kreisfeuerwehrtages auf Landrat Dr. Karl Döhler, Führungskräften der mungsvolle Blasmusik der Trockauer Feuer-

Vordermann zu bringen und spätestens als die Feuerwehr, Persönlichkeiten der regionalen wehrkapelle dem 58. Kreisfeuerwehrtag einen

ersten Kommandanten zur um 08:30 Uhr Politik, der Landesfrauenbeauftragten Erika Riedl wundervollen Ausklang bescherten.

beginnenden Kommandantenversammlung und dem Pfarrersehepaar Münster als Notfall-

am Festplatz eintrafen, war das Umbau- und Feuerwehrseelsorger, zog sich ein prächtiger, An dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollen

kommando der Bernsteiner Feuerwehr wieder mit 55 Gruppen bestückter, nicht mehr enden die Einsatzkräfte des BRK sowie die Kamera-

abgerückt. wollender Festzug unter der Begleitung einer dinnen und Kameraden der benachbarten









29

58. Kreisfeuerwehrtag in Bernstein bei Wunsiedel

Wehren aus Göpfersgrün, Holenbrunn und

Wunsiedel, die fernab vom Festgeschehen bei

ihrem Einsatz als Sicherheitswache, Verkehrs-

regelung, und Parkplatzeinweiser für einen

sicheren und geordneten Ablauf der Veran-

staltung sorgten.



Für die Freiwillige Feuerwehr Bernstein ging

mit der Durchführung dieses 58. Kreis-

feuerwehrtages ein schon lange gehegter Traum

in Erfüllung. Am 08. Mai 2011 wurde er dann

endlich zur Wirklichkeit und man ist wahrlich

nicht aus einem Alptraum erwacht. Es erfüllt die

Wehr mit Stolz, an der langen Tradition der









Einrichtung Kreisfeuerwehrtag mitgewirkt zu

haben und sich nun endlich auch in die Liste

der Ausrichter eintragen zu dürfen. Und allen

Wehren, die auch ein bisschen den Traum vom

Kreisfeuerwehrtag träumen, wollen wir sagen:

wir würden es wieder tun. Bestimmt nicht im

nächsten Jahr, wahrscheinlich auch nicht im

übernächsten - aber mit Sicherheit irgend-

wann.



FFW Bernstein

Wolfgang Ruckdeschel-Fischer









30

Fachbereich 3, Ausbildung, Weiterbildung, Lehrmaterial

Der Fachbereich 3 im Kreisfeuerwehrverband Wunsiedel ist zuständig für die Ausbildung der fast 2000 aktiven Feuerwehrmitglieder in den Feuerwehren

unseres Landkreises. Die Mitglieder dieses Fachbereiches sind bemüht, eine vernünftige und immer aktuelle Ausbildung in verschiedenen Schulungen

und Lehrgängen zu organisieren und zu planen. Zum Ausbildungsangebot gehören insgesamt 33 Schulungen und Lehrgänge. Im Jahr 2010 wurden ins-

gesamt 798 Feuerwehrfrauen und -männer in den verschiedensten Bereichen geschult. Hierbei wurden bei 27 Lehrgängen 13.636 Std. Ausbildung

betrieben. Nicht gezählt wurden hier die Stunden, die die Ausbilder zur Vorbereitung und Durchführung aufbringen.







Lehrgänge und Schulungen

auf Landkreisebene 2010 Lehrgänge Teilnehmer Stunden Std. insges.



Absturzsicherung Teil I Halten und Rückhalten 1 22 8 176

Absturzsicherung Teil II Absturzsicherungssatz 1 12 28 336

Absturzsicherung Teil III Einfache Rettung Höhen und Tiefen 1 18 26 468

Atemschutz Ausbilder Fortbildung 1 90 2 180

Atemschutzgeräteträger 2 31 24 744

Ausbildung Flash-Over-Container 4 32 3 96

Biogas- und Photovoltaikschulung 1 37 4 148

Brandschutzerziehungsseminar 1 29 15 435

Einsatztraining Wildflecken (4-tägig) 1 135 40 5400

Sprechfunker 1 22 20 440

Integrierte Leitstelle (Schulung) 1 19 3 57

Kommandantenschulung in Selb 1 145 6 870

Maschinisten 1 17 36 612

Motorsägenführer 3 44 11 484

Motorsägenführer Korb und Winde 1 18 7 126

Technisches Gerät 1 18 24 432

Träger Chemikalienschutzanzüge 1 7 8 56

Truppführer 2 62 38 2356

Überdruckbelüftung 1 20 8 160

Wärmebildkamera (Schulung) 1 20 3 60

Gesamt 27 798 13.636





Für jeden Lehrgang gibt es einen verantwortlichen Lehrgangsleiter, dem hier einmal gedankt werden soll, für seine unermüdliche und hervorragende

Arbeit zur Weiterbildung unserer Feuerwehrdienstleistenden.



Zuständig für die Truppmann- und Truppführer-Ausbildung sind die Kreisbrandinspektoren Roland Renner und Armin Welzel. Für die Maschi-

nistenausbildung ist Kreisbrandmeister Richard Barthmann zuständig. Für die Atemschutzausbildung, die Ausbildung im Brandübungscontainer und im

Umgang mit Chemikalienschutzanzügen zeichnet sich KBM Stefan Walberer verantwortlich. Für den Lehrgang ABC Grundlagen ist Stadtbrandinspektor

Harald Fleck der Ansprechpartner. Den Technik Lehrgang betreut Tobias Hofer aus Selb und die Motorsägenausbildung liegt in den Händen von

Kreisbrandmeister Thomas Greipel. Für die Lehrgänge Halten und Rückhalten, Absturzsicherung, Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen, Taktik an der

Einsatzstelle ist Kreisbrandinspektor Armin Welzel der Lehrgangsleiter. Der Lehrgangsleiter für die Überdruckbelüftung ist Frank Kilgert aus Tröstau. Die

Schulungen Fahrsicherheitstraining und Fortbildung Gerätewarte betreut KBI Werner Schachtner. Die Schulungen Wärmebildkamera, Unfallverhütung,

Integrierte Leitstelle, Biogas- und Photovoltaikanlagen betreut KBI Armin Welzel. Der Verantwortliche für den Sprechfunkerlehrgang ist KBM Martin

Riedel. Die Kommandantenschulung organisiert Kreisbrandrat Gerhard Bergmann. Das Seminar Brandschutzerziehung koordiniert Bernd Freisleben aus

Selb und das Jugendwartseminar unser Kreisjugendwart KBM Marc Schmidt.

Fachbereichsleiter KBI Armin Welzel



31

Fachbereich 6 besucht TVO

Am 15. März. 2011 besuchte eine Gruppe des Fachbereiches 6 den regio-

nalen Fernsehsender "TV Oberfranken" in Hof.

Nach dem herzlichen Empfang durch drei Mitarbeiter ging es zunächst ins

Studio, in dem die meisten Sendungen, wie z. B. "Oberfranken aktuell" live

moderiert oder aufgezeichnet werden. Der technische Leiter erläuterte und

zeigte dabei die gesamte Fernseh-, aber auch Licht- und Tontechnik, die für

eine solche Sendung notwendig sind.









Im Anschluss daran wurde die Gruppe in den Regieraum geführt, in dem

Bild, Ton und Licht zu einer Einheit verarbeitet werden und danach das

Fernsehprogramm gestaltet und eingeteilt wird.

Nach der Klärung einiger Fragen ging es dann in die Fernsehküche, in der

die Kochsendungen von TVO aufgezeichnet werden. In einer gemütlichen

Runde wurden bei Getränken und Gebäck zahlreiche Anregungen und Tipps

ausgetauscht. Bei diesem Gedankenaustausch eröffnete sich auch die

Möglichkeit einer Zusammenarbeit.









Die Besichtigung des regionalen Fernsehsenders führte bei den Mitgliedern

des FB 6 zu zahlreichen neuen Eindrücken und Erfahrungen, aber auch zu

der Erkenntnis, dass für eine halbe Stunde Sendezeit sehr viele

Vorbereitungen notwendig sind und ein großer Aufwand betrieben werden

muss.

Fachbereichsleiter Roland Kaiser bedankte sich für die tolle und interessante

Führung und überreichte vom Kreisfeuerwehrverband ein kleines Geschenk.

FBL Roland Kaiser









32

Aktion der Selber Brandschutzaufklärer im toom-Baumarkt

Der Leiter der Abteilung "Brandschutzerziehung

und -aufklärung" bei der Selber Feuerwehr,

Bernd Freisleben, kennt es zur Genüge: das

mitleidige Lächeln der Unbelehrbaren, die das

kleine weiße Gerät für überflüssigen Schnick-

schnack halten und sich lieber auf ihre gesun-

den Sinne verlassen. Sie sind fest davon über-

zeugt, dass sie in jedem Fall einen Brand in

den eigenen Wänden früh genug bemerken. Da

bleibe dann noch immer Zeit genug, um ent-

weder den Brand selbst zu bekämpfen oder die

Feuerwehr zu rufen und dann Haus oder

Wohnung zu verlassen. Für den Fachmann ist

klar, dass hier grob fahrlässige Selbstüber-

schätzung vorliegt, die allerdings immer noch

weit verbreitet ist. Aus diesem Grund haben

sich die Verantwortlichen der Selber Wehr ent-

schlossen, mit einer Aufklärungsaktion an die

Öffentlichkeit zu gehen, um dem kleinen

Lebensretter, der in den USA und Skandinavien

längst schon gesetzlich vorgeschriebener

Sicherheitsstandard ist, zu mehr Akzeptanz zu

verhelfen.



Am Freitag, den 13. März, demonstrierten Mit-

glieder der Selber FFW im toom-Baumarkt die



Wirkungsweise des tisch, andererseits sind die Vorteile einer sol-

Geräts. Darüber hin- chen Aktion nicht von der Hand zu weisen:

aus konnten Interes- man kann fast alle auf dem Markt befindlichen

sierte erfahren, wel- Lösungen (vom Einzelgerät hin bis zu vernetz-

che Geräte zur Aus- ten Geräten) in die Beratung einbeziehen.

wahl stehen und wie Wichtig natürlich auch, dass man die interes-

sie in der Wohnung sierten Bürgerinnen und Bürger auch auf ande-

bzw. im Haus zu in- re Anbieter hinweist und sie auch zu einem

stallieren sind. Preisvergleich ermutigt. Außerdem sollte man

sich nicht der Zusammenarbeit mit anderen

Natürlich ist die Zu- Anbietern verschließen, falls entsprechende

sammenarbeit mit ei- Anfragen vorliegen.

nem kommerziellen

Anbieter problema- Rainer König









33

Eröffnung der landkreisweiten Aktionswoche 2010 in Arzberg

Die landkreisweite und zentrale Eröffnung der

Aktionswoche 2010 fand am 18. September

2010 in Arzberg statt. Diese Veranstaltung

stand ganz im Zeichen der Jubiläumsausgabe

der Landkreiszeitung die zum 20-mal aufgelegt

wurde. Zu diesem Anlass wurde durch die

Feuerwehr Arzberg eine große Schauübung mit

13 Feuerwehren organisiert. Kreisbrandrat Ger-

hard Bergmann begrüßte die anwesenden Zu-

schauer, besonders aber unseren Landrat Dr.

Karl Döhler. Er berichtete kurz über die Arbeit

der Freiwilligen Feuerwehren und über das

zwanzigjährige Bestehen der Landkreiszeitung.

Er übergab gemeinsam mit Fachbereichsleiter

Öffentlichkeitsarbeit Roland Kaiser die druckfri-

sche Zeitung an unseren Landrat. Dieser

bedankte sich bei allen Mitgliedern des

Fachbereiches für die Erstellung dieser wieder

sehr gelungenen und informativen Zeitschrift,

die die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren des

Landkreises Wunsiedel ins richtige Licht rückt,

auf das herzlichste. Danach eröffnete er die

Aktionswoche im Landkreis Wunsiedel. Nach Armin Welzel das Thema der Aktionswoche und sprache auch noch einmal, dass die Frei-

der Einführung durch unseren Kreisbrandrat und der Landkreiszeitung vor. Das Thema dieser Ak- willigen Feuerwehren einen sehr wichtigen

der offiziellen Eröffnung der Aktionswoche tionswoche lautete "Zupacken statt zuschauen!" ehrenamtlichen Dienst leisten, der in unserer

stellte der zuständige Kreisbrandinspektor Der Kreisbrandinspektor erläuterte in seiner An- Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist. Sie

helfen ihren Bürgerinnen und Bürgern

rund um die Uhr. Sie arbeiten unentgelt-

lich, jeder Gefahr strotzend, bei allen nur

erdenklichen Notlagen. Er betonte auch,

dass sie Spezialisten im Umgang mit

Rettungsgeräten und Spezialisten im

Umgang mit einer Vielzahl von Mess-

geräten sind.

Sie können mit speziellen Schutzan-

zügen fast durchs Feuer gehen und mit

Chemikalienschutzanzügen in Bereiche

vordringen, um chemische Stoffe aufzu-

fangen und Leckagen abzudichten. Die

Spezialisten der Feuerwehren können

aber auch bei Unwettereinsätzen wert-

volle Hilfe leisten. Vom Entfernen des

umgestürzten Baumes bis zum Sichern

eines abgedeckten Daches und dem

Auspumpen eines Kellers, sind sie auf

alles spezialisiert, was der Alltag so









34

bringen kann. Nach diesen Worten erklärte der Kreisbrandinspektor den

Ablauf der Schauübung, bei der 13 Feuerwehren mit 26 Fahrzeugen und

ca. 170 Personen teilnahmen. Bei dieser Übung wurde ein Brand in einem

dreistöckigen Wohnhaus angenommen bei dem mehrere Personen ver-

misst sind. Im Kreuzungsbereich verunglücken durch Unachtsamkeit drei

PKW. In den PKWs sind Personen eingeklemmt. Auf einem angrenzenden









Flachdach muss eine Person über Leitern gerettet werden. Desweiteren

müssen mehrere Wasserversorgungen durch die Feuerwehren aufgebaut

werden. Hier werden fast 1500 Meter Schlauchmaterial benötigt. Eine

rundum gelungene Übung endete nach ca. zwei Stunden. Die Teilnehmer

und die Zuschauer konnten im Anschluss im Feuerwehrgerätehaus

Arzberg zum Schlachtfest begrüßt werden.



KBI Armin Welzel









35

Tunnelübung in der Einhausung Unterweißenbach

Am 05.06.2011 setzte die Autobahnmeisterei,

welche sogleich Initiator der Einsatzübung war,

gegen 05:57 Uhr die Einsatzzentrale der Polizei

in Bayreuth von der Alarmübung in Kenntnis. In

der "Einhausung Unterweißenbach" der Auto-

bahn 93 brennt ein Lkw. Innerhalb von 2 Minu-

ten wurde dann die Verkehrsbetriebszentrale

mit Sitz in Fischbach bei Nürnberg verständigt,

sowie die eingesetzten Feuerwehren, durch die

Integrierte Leitstelle Hochfranken mit Sitz in

Hof, alarmiert.

Um 05:59 Uhr wurden die örtlich zuständige

Feuerwehr Unterweißenbach sowie die Feuer-

wehren aus Selb, Marktleuthen, Schönwald,

Heidelheim und Oberweißenbach zum Einsatz-

ort gerufen. Die zuständige Verkehrspolizeiin-

spektion Hof wurde durch die EZ Oberfranken

zum Einsatzort mit einer Streife beordert.

Nach 7 Minuten trafen die ersten Einsatzkräfte

an der Einsatzstelle an. Bei der ersten Lage auf

Sicht stellte sich heraus, dass die Tunnelanlage

bereits stark verraucht war. Schwer erkennbar

stand mittig im Tunnel ein Lkw.

Durch die an dem Nordportal des Tunnels ein-

treffenden Feuerwehren Selb und Schönwald

wurde ein Trupp zur Erkundung in den Tunnel

geschickt. Des weiteren wurden Vorbereitungen

für einen umfassenden Löschangriff getroffen.

Da die Einhausung im Brandfall keinenfalls

befahren werden kann musste das Löschwasser

erst über eine lange Schlauchleitung zum

Brandobjekt aufgebaut werden.

Nach der Erkundung stellte sich heraus, dass

der Fahrer des Kippers sein Fahrzeug bereits

verlassen hat. Jedoch brennt dessen Ladung.

Zur gleichen Zeit installierten außerhalb der

Einhausung die beteiligten Ortswehren eine



Wasserversorgung vom Hydrantennetz für

die weitere Versorgung der eingesetzten

Tanklöschfahrzeuge. Das geförderte Wasser

wird dann in bestehende Leitungen der

Einhausung eingespeist und an die auf der

Autobahn eingesetzten an Löschfahrzeuge

übergeben.

Weitere eintreffende Fahrzeuge der Feuer-

wehr Schönwald wurden dann über ein Be-

helfsauffahrt der Autobahn zum Südportal

der Tunnelanlage geleitet, um von dort einen

Löschangriff durchführen zu können.

Die Feuerwehr Marktleuthen, welche sich

vorbildlich in einen Bereitstellungsraum be-

gab, beorderte dann zur Unterstützung des

Löschangriffs seitens des nördlichen Tun-

nelportals, der Einsatzabschnittsleiter

Brandbekämpfung über eine weitere Be-

helfsauffahrt auf der Gegenfahrbahn zum

Einsatzort. Die Marktleuthner erhielten dann



36

vorerst die Aufgabe einen Übergang

über die Leitplanken mittels einer Ret-

tungsplattform zu erstellen und Lösch-

fahrzeuge auf der Südfahrbahn mit

Wasser zu versogen. Die Brand-

bekämpfung wurde dann unter schwe-

rem Atemschutz und mittels eines

mobilen Wasserwerfer und 2 C-

Hohlstrahlrohren durchgeführt. Nach

Bekämpfung des Brandes wurden zur

Belüftung der Röhre Überdrucklüfter

eingesetzt. Auch die "Unterstützungs-

gruppe Örtliche Einsatzleitung" beglei-

tete den Einsatz durch den Aufbau einer

Führungsstelle.

Während der gesamten Einsatzübung

sperrte die Auto-

bahnmeisterei Re-

hau beide Fahrt-

richtung der A 93.

Der Verkehr mus-

ste, wie auch im

Ernstfall üblich,

über Umleitungs-

strecken geführt

werden.

Im Anschluss an Eingesetzte Kräfte:

die Großübung

Einsatzleitung: LM Florian Schmidt

fand eine Ab-

Kater Wunsiedel UG-ÖL

schlussbespre-

chung statt. Füh- Abschnitt Wasserförderung:

rungskräfte der KBM Brandwein

Autobahnmeis- Unterweißenbach LF

terei, der Polizei, Oberweißenbach TSF

Heidelheim TSF

sowie die Land-

kreisführungsdienstgrade der Feuerwehr kamen erstmals mit dem Objekt "Einhausung" konfron- Abschnitt Brandbekämpfung:

dabei zu Wort. Hier wurden zum Beispiel die tiert und konnten sich dadurch notwendige SBM Guttau

schlechte Funkverbindung angesprochen, wel- Ortskenntnisse verschaffen. Marktleuthen TLF, HLF

che teilweise die Kommunikation an der Schönwald TLF, 2 LF

Einsatzstelle über Funk unmöglich machte. Florian Schmidt Selb ELW, TLF, LF,

Durch die Übung wurden viele Einsatzkräfte Fotos: AM Rehau RW, GW-AS









37

Auch improvisieren muss geübt werden

Übungen, bei denen die Feuerwehren das Befreien von eingeklemmten

Personen trainieren, werden kontinuierlich in den Feuerwehren durch-

geführt. Die Feuerwehr Arzberg hat sich bei zwei Übungen dem Thema

"PKW in Zwangslage mit eingeklemmter Person" befasst. Dabei wurde in

erster Linie einer der wichtigsten Grundsätze, das Unterbauen und

Sichern der Fahrzeuge, trainiert. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei

auf das Improvisieren mit vorhandenem Material gelegt. Vor allem, wenn

keine oder wenige teure Stabilisierungssätze zum Sichern der Fahrzeuge









Abstützen mittels Rettungszylindern



schnelle, gut funktionierende Methode zur Sicherung angesehen. Auch

mit der Steckleiter, umfunktioniert zu einer Bockleiter und Verspannung

mit einem Ratschengurt, kann man sehr schnell und sicher ein Fahrzeug

festlegen.

All diese Maßnahmen sind im Gegensatz zu den neuen Abstützsystemen

der Firmen Weber (Stab-Fast-System) oder das Lukas Abstützsystem im

Steckleiter umfunktioniert als Bockleiter

Einsatz nicht so schnell und sicher verfügbar, aber bei ausgedehnten Un-

am Standort vorhanden fallszenarien ist gerade dieses improvisieren für einen schnellen und

sind, muss man sich et- guten Einsatzerfolg sehr wichtig.

was einfallen lassen, um KBI Armin Welzel

bei Unfällen helfen zu kön-

nen. Deshalb haben die

Wehrmänner eine Stütze

selbst gebaut, um einen

PKW in Dachlage oder

Seitenlage abzustützen

und zu verspannen. Auch

der Einsatz von Steck-

leitern in Verbindung mit

Spanngurten wurde geübt.

Der Einsatz von Stufenkei-

len, Hartholzkeilen und

Kanthölzern in Verbindung

mit der selbstgebauten

Stütze oder auch den Ret-

Abstützen mittels Weber Stab-Fast System

tungszylindern wurde als

Steckleiter und Ratschengurt









Abstützen mittels Weber Stab-Fast System Abstützen mittels selbstgebauter Stütze und Ratschengurten



38

Verbandsversammlung des KFV Wunsiedel e. V. in Längeau

Bei der Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Wunsiedel e.V. am 26. November 2010 vollzog Kreisbrandrat Gerhard Bergmann die

Bestellung von Fachbereichsleitern und händigte die entsprechenden Urkunden aus.









Als besondere Ehre bezeichnete Gerhard Berg-

mann die Ernennung von Adam Seyferth zum

Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes

Zum neuen Fachbereichsleiter für Brandschutz- Wunsiedel e.V.. Adam Seyferth habe sich in

Das Pfarrerehepaar Andreas und Andrea erziehung und Brandschutzaufklärung ernannte seiner Eigenschaft als Vertreter der Bürger-

Münster aus Selb wurde bereits 2009 zu Bergmann Bernd Freisleben und dankte der meister im KFV Wunsiedel immer für die

Nachfolgern von Pfarrer Reinhard Schübel bisherigen Fachbereichsleiterin Susanne Feuerwehr, insbesondere für die Jugend-

bestellt. Schlund für ihre geleistete Arbeit. feuerwehr, engagiert.

FBL Roland Kaiser







Die Firma Lapp Insulators unterstützt FFW Holenbrunn

“Retten, Löschen, Bergen und Schützen” - Kein den zukünftig,

anderer Slogan beschreibt die vielfältigen Ein- während der üb-

satzbereiche der Feuerwehr so treffend. Erneut lichen Arbeits-

geht aus einer statistischen Erhebung 2011 zeit, bei einem

hervor, dass die Berufsgruppe der Feuerwehr Ernstfall mit der

das höchste Vertrauen in der Bevölkerung hat. FFW Holenbrunn

ausrücken.

In vielen Gemeinden ist jedoch ein Mangel an

Feuerwehrleuten deutlich spürbar. Insbeson- Dies verbessert

dere tagsüber stehen meist nicht immer genü- nicht nur die Ein-

gend Feuerwehrleute für notwendige Einsätze satzbereitschaft

zur Verfügung. Daher sind die örtlichen der Feuerwehr Ho-

Feuerwehren, wie zum Beispiel die FFW lenbrunn sondern

Holenbrunn, auf Unterstützung angewiesen. hat auch für die

Die Firma Lapp Insulators ist die erste Firma im Firma Vorteile.

Landkreis Wunsiedel, die diesem Ersuchen Durch die Zusam-

nach Unterstützung nachkommt. 8 Mitarbeiter menarbeit und gemeinsame Übungen auf dem und kann im Falle eines Einsatzes gezielter rea-

(Mitglieder der FFW Tröstau, Reichenbach, Werksgelände wird die FFW Holenbrunn mit gieren.

Niederlamitz, Schönbrunn und Höchstädt) wer- den Örtlichkeiten bei Lapp Insulators vertraut Fa. Lapp









39

40


Related docs
Other docs by Andreas Reinel
Zeitung 2011
Views: 108  |  Downloads: 0