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habermas zips

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habermas zips
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12/4/2011
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German
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HABERMAS



Früh mit marxistischer Literatur angefangen. Publiziert viel u.a. zur Genforschung. Er ist sehr

politisch orientiert, in seinen politischen Artikeln, sein größtes Anliegen ist es, einen

demokratischen Staat in einem anderen Sinne zu konstruieren über Theorien. Er war Assistent an

der Uni Frankfurt, Institut für Sozialforschung. Die kritische Theorie und Frankfurter Schule sind

ein Kreis von philosophisch, soziologisch, politisch orientierter Autoren, sie befassen sich mit

einer ......... Theorie der Gesellschaft, dh. Abwendung von der traditionellen hin zu einer

kritischen Theorie, tendieren hin zu einer klassenloser Gesellschaft, gleiches Glück für alle,

gleiche Möglichkeiten für alle.



Gemeinsames der kritischen Autoren: in der NS Zeit geflüchtet und im Exil schon gemeinsame

Theorien herauskristallisiert haben. Wie kann die Theorie aussehen und wie kann man sie in ein

politisches System einbringen?



Es gab eine Auseinandersetzung zwischen Habermas und Horkheimer. Habermas hat Institut

verlassen und habilitiert woanders. Habermas hat immer marxistischen Bezug beibehalten in

seinen Artikeln und Büchern.



Habermas ging es um



ÖFFENTLICHKEIT,

DISKURS;

KOMMUNKATIVES HANDELN,

LEBENSWELT UND

SYSTEM.

V.a. Gegenüberstellung von Lebenswelt und System war für ihn zentrales Element.



Gesellschaft ist für ihn Lebenswelt und System und wenn da kein Ausgleich od. Machtaustausch

in beiden Richtungen existiert kann für ihn kein demokratisches System herrschen. Den

Beginn, den er gesetzt hat liegt in der Wahrheitstheorie. Für ihn geht es darum einen Konsens zu

schaffen. Wenn man Konflikt und Lösungsmodell hernimmt ist KONSENS das oberste Prinzip

einer Konfliktlösung. Für ihn geht es um den Konsensbegriff in bezug auf Wahrheit, dh. in der

Kommunikation zu einer höheren Wahrheit zu einer höheren Vernunft und somit zu einem

Konsens zu kommen in der Kommunikation und im kommunikativen Handeln. Er versucht den

Begriff der Wahrheit auf rationale Behauptungen zu reduzieren. Mittlerweile gesteht er ein, dass

die empirische Überprüfbarkeit zu einer Konsenstheorie und was ist Wahrheit am Ende einer

Kommunikation, einer Instanz bedarf, die beurteilen kann, hat das funktioniert oder nicht? Kam

Wahrheit od. Vernunft nach einer Diskussion heraus, oder nicht?



Habermas glaubt daran, dass es nicht nur um Konsens geht von Diskussionsteilnehmern, die um

einen Tisch sitzen, sondern um einen höheren Begriff alle auf Vernunft begabten Wesen,

müssten zu einem Konsens kommen, weil sie in der Lage sind, in Zeichen zu kommunizieren.



Es gibt für ihn einerseits die Sprache und andererseits die Kommunikation. Miteinander zu

kommunizieren, ist nicht nur ein Austausch von Sätzen. Andere Kriterien sind wichtig, damit

Vernunft und Wahrheit herauskommen können. Um zu überprüfen, was der Unterschied ist

zwischen wahren und falschen Konsens, hat Habermas seine „Theorie des kommunikativen

Handels“ geschrieben. Er hat für ein Fachpublikum geschrieben und deshalb kompliziert. Er hat

für das kommunikative-vernünftige Handeln Geltungsansprüche aufgestellt, die Voraussetzung

sind für das kommunikative Handeln. Dazu zählen:



1. Wahrheit

2. Richtigkeit

3. Wahrhaftigkeit

4. Aufrichtigkeit

5. Verständlichkeit mit reflexivem Bezug



1. Geltungsanspruch Wahrheit: man spricht über etwas, dessen reale Existenz alle

annehmen können, alles was in den göttlichen Bereich, in die Religion fällt, fällt da weg, da

ich nicht annehmen kann, dass jemand anderer auch an Gott glaubt. Allen

Kommunikationspartnern unterstellt werden kann, dass sie verstehen, worum es geht und

worüber ich spreche.



2. Anspruch der Richtigkeit

Geht um allgemein gültige Normen und angenommene Normen in einer Gesellschaft, dh. ich

muß annehmen, dass auch die die an einem Gespräch teilnehmen, diese Regeln kennen.



3. Wahrhaftigkeit:

Der Sprecher, die Sprecherin das Ziel verfolgt, dass die anderen das verstehen, dh keine

Verstellung. Alle wissen worum es geht.



4. Anspruch der Verständlichkeit:

Grammatikalische Regeln und um das Wissen, dass alle diese Regeln verstehen. Daß alle die

Vokabeln kennen, wenn sie sie nicht verstehen, dass ich sie erklären kann. Die gemeinsame

Sprache ist ein Bezugssystem, auf das ich zurückkommen kann.



Darauf bezieht sich Werner Zips auch in seinem Buch. Zentrale Voraussetzung für das

kommunikative Handeln.



Diese Geltungsansprüche beziehen sich auch immer auf bestimmte Welten wobei



- die objektive Welt, die Gesamtheit aller Erscheinungen betrifft in Bezug auf die Wahrheit,

dass jeder weiß, worum es geht. Es geht um sämtliche Erscheinungen, die wir alle kennen.



- die soziale Welt bedeutet die Beziehungen, die stattfinden zwischen Menschen, dass man

innerhalb von diesen Beziehungen auch Bezug nimmt auf Kontakte mit anderen, dh soziale

Gruppierungen.



In der subjektiven Welt, bei der Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit geht es um mein

persönliches Ausdrucksvermögen. Ich denke wie ich etwas darstelle, kann das maximal zu

einer Verständigung führen. Könnte auch mit einer roten Nasen dastehen und denken, das

führt zur Verständigung.



Bei der Verständlichkeit geht es um Sprache und keinen direkten Weltenbezug. Es geht

darum mit dem anderen zu sprechen. Basis ist, dass alle diese Voraussetzungen akzeptieren

in einer Kommunikation und nicht den anderen unterstellen, sie würden nicht wahrhaftig

sein, sie würden nicht die Wahrheit sprechen.



Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, ist Kommunikation nicht mehr gegeben.

Wenn die Geltungsansprüche nicht gegeben sind, verweist Habermas auf den DISKURS,

man diskutiert die Geltungsansprüche auf einer herrschaftsfreien Ebene. Dazu gibt es wieder

Voraussetzungen und das sind die Bedingungen der IDEALEN SPRECHSITUATION:



Dh; dass alle Teilnehmer am Diskurs die gleiche Chance haben, kommunikative Sprecharten

zu verwenden, dass jeder eine Rede eröffnen kann, jeder eine Gegenrede starten kann. Keine

Meinung in einem Diskurs soll einer Kritik entzogen sein. Jeder darf jeden kritisieren.

Voraussetzung hiezu: alle Menschen vernunftbegabt sind.



HABERMAS sagt, der Vernunftbegriff ist deshalb europäisch, weil wir von der Moderne

rausgetreten sind und alle möglichen Erfahrungen gemacht haben in der Geschichte um dann

reflexiv handeln zu können, was Afrikaner nicht können. Das ist nur auf die westliche Welt

beschränkt und der wesentliche Kritikpunkt und wie Werner Zips Habermas verwendet,

schließt er den Evolutionismus aus. Zips beweist, dass Mauroons als Staat in einem Staat in

Jamaika genauso die Voraussetzungen eines herrschaftsfreien Diskurses des

kommunikativen Handelns haben. Das beweist, dass Habermas nicht recht hat.



In bezug auf die Moderne, oft von europäischen Philosophen diese eine Seite der Moderne,

diese völkermordende, kolonalisierende, einfach nicht mitbetrachtet wird. Die Moderne ist

einfach Aufklärung. In der Moderne werden außereuropäische Länder nicht mitintegriert

und deshalb haben sie auch nicht die Erfahrungen, sagt Habermas, vom Heraustreten aus

irgendeiner Zeit in eine neue Zeit um diese zu reflektieren. Das verbindet er mit der Moderne

und dem westlichen Diskurs.





Wenn die Bedingungen der idealen Sprechsituation gegeben sind, kann man wieder ins

kommunikative Handeln aufsteigen. Dann gelten wieder die Geltungsansprüche.



Wichtig für ihn sind:



Öffentlichkeit

Gleichverteilung der Kommunikationsrechte,

Gewaltlosigkeit

und Aufrichtigkeit in Bezug auf den Diskurs



Das ist für ihn das PROZESSUALE Verständnis von Wahrheit



Habermas These: immer mehr ökonomische und bürokratische Systemrationalität, dh das

System aus Staat und Wirtschaft. Staat hätte Macht als Mittel, Wirtschaft hätte Geld als

Mittel, das diese Faktoren immer mehr in die Lebenswelt des Einzelnen eintreten.

Gesellschaft ist System und Lebenswelt. Lebenswelt wäre Privatsphäre um die

Öffentlichkeit auch im Sinne von Vertretung in Öffentlichkeit, im Sinn von Organisationen



ZEICHNUNG: POLITISCHES SYSTEM ORGANISIERTE ÖFFENTLICHKEIT

(Medien, Presse, Organisationen, ..)



Zivilgesellschaft Lebenswelt



Organisationsgrad nimmt zu von der Lebenswelt hin zum politischen System. Macht besteht

nach außen vom politischen System auf organisierte Öffentlichkeit und auf Zivilgesellschaft.

Von da nach innen sollte Einfluß da sein, nicht nur über das Wahlrecht sondern über das

kommunikative Handeln. Habermas sagt, neben Wirtschaft und pol. System hat die

Zivilgesellschaft Einfluß auf das politische System, indem sie Solidarität entwickelt über

Kommunikation.



In einem System, wo alles durchstrukturiert ist, wird die Freiheit des Einzelnen

eingeschränkt. Durch die Industrialisierung bekommt man Arbeitsplätze, Sozialversicherung,

Krankenversicherung, Pensionsversicherung und gleichzeitig Verpflichtungen. Man ist in

diesem System gefangen, dh. die Rechte des Einzelnen sind eingeschränkt. Um dem

entgegenzuwirken, dient die Kommunikation der Menschen.



WICHTIG FÜR HABERMAS SIND DIE VERSCHIEDENEN FORMEN DES

HANDELNS:



1. Teleologisches Handeln, auf das Ziel gerichtete Handeln, das Verfolgen eines Zweckes,

Anspruch ist wieder die Wahrheit

2. Normatives Handeln, geht es um die Richtigkeit, dh. die Normen, die in einer

Gesellschaft aufgestellt sind, auch wirklich die richtigen sind.

3. Dramaturgisches Handeln wäre die Selbstdarstellung von Menschen. Wahrhaftigkeit ist

wichtig

4. Kommunikatives Handeln liegt in der Verständlichkeit der Sprache, im grammatikalisch

richtigen Sprechen



In jedem vernünftig kommunikativen Handeln sind das die Voraussetzungen. Wenn die

Geltungsansprüche nicht erfüllt sind, wird man von vornherein annehmen, dass jemand nicht die

Wahrheit spricht und somit kommunikatives vernünftiges Handeln nicht stattfindet. Bevor ich

jemanden die Unwahrheiten unterstelle, nehme ich an, alle beziehen sich auf diese

Geltungsansprüche und erst im Diskurs kann ich prüfen, funktioniert das so, entspricht jeder

diesen Geltungsansprüchen oder nicht. Wenn nicht, geht man über in den DISKURS. Im Diskurs

würden die Geltungsansprüche in Frage gestellt, z.B: ok. Ich glaube du sprichst jetzt die

Unwahrheit. Im Diskurs ist es wichtig, dass ich auch Widersprüche kundtun kann. In dieser

idealen Sprechsituation, wo jeder gleichberechtigt seine Fragen über Zweifel stellen kann, sind

die Geltungsansprüche wieder da, was wiederum zu einem kommunikativen, vernünftigen

Handeln führt. Das ist das Endziel. Das findet permanent statt. Nur eine Theorie. In die Praxis

wirklich umzusetzen ist es nicht, sagt Habermas selbst.



FILM: Diskussion über das gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungsnetz in Europa.









EH - Tutorium 2002-01-09









Thema: Zips Artikel „Entprovenzialisierung der Moderne“ & Dussel





Neue Buch vom Zips „Die Macht ist wie ein Ei ...“ ist eine genauere Erklärung des

Artikels „Entprovenzialisierung der Moderne“ - ist jedoch leichter als der Artikel zu lesen.

Für die Prüfung NICHT unbedingt notwendig! (hat man den Artikel im Buch verstanden)





Zum Artikel „Entprovenzialisierung der Moderne“

 PM, Modi des Fremderlebens, Bordieu und Habemas werden in diesem Artikel

zs.geführt.

 Beginnt mit PM, studentischer Diskussion: „Fight of the century.“ Lyotard vs.

Habermas“:

Lytoard hat phil. PM Thesen vertreten

Habemas hat sich in einem Buch ,mit PM beschäftigt indem er Lyotard als

Neokonservativ bezeichnet - Streit zwischen (Anfang der 80er) den beiden.

Habermas argumentierte, das durch diese Theoriefeindlichkeit in der PM Kritik

verloren geht  neokonservativ

Lyotard hat gemeint daß dies nicht neokonservativ sei - sondern es wir selber sind,

die die Totalität/Einheit propagieren.





[Heute wird Habermas selbst schon zur PM gerechnet]

 Prozedurale Vernunft von Habermas baut darauf auf, was PM damals kritisiert hat

gemeint wurde 

Wir können nicht mehr sagen was Wahrheit, was Vernunft ist - es reicht nicht mehr,

wenn wir es aus logisches westl. Denken mit philosophischen Ansätzen ableiten 

führt zu Terror, PM bezieht sich meist auf Ausschwitz - Dusell auch auf 1492.

Habermas baute darauf auf - man kann nichts absolut setzten (was ist

Wahrheit/Vernunft), aber über einen komm. Prozess können wir sagen, daß wir eine

prozedurale Wahrheit erreichen (Wahrheit die in einem Komm. Prozess entsteht)





Zitat von Lyotard: Antwort auf Neokonservative





Welche Art ist die Einheit die Habemas vorschwebt? Vorwurf das er wieder Totalität

schafft durch Einebnung der Unterschiede, da wir alle gleich, kommunikativ/rational

denken können. Differenzen in PM sehr wichtig!





Auf der 2. Seite im Zips Artikel faßt er zs. was PM der Anthro gebracht hat:





1. Diskussion - Machtverteilung ist sei ungerechte; Verhältnis Feldforscher vs.

Untersuchter Indigener

Privilegien der Weißen in der Feldforschung als Sprecher für eine bestimmte Kultur

Objekte der Erforschten haben nicht die Möglichkeit zurückzuschreiben. (auch in

„Writing Culture“ angesprochen)

 Konsequenz: man sieht keine Objekte, sondern Subjekte, denen auch eine

stimme zugestanden werden sollte - Forderung nach Polyphonie - auch

widersprüchliche Meinungen zu eigenen Theorie sollen wiedergegeben werden

(auch schriftl.)- mögl. viele Standpunkte im Feld einnehmen , Felder nicht abgetrennt

sehen, wie es oft Ethnologen behauptet haben (heute im Zeitalter der Globalisierung

kaum mehr möglich)





2. Grundlegender Zweifel am westlichen Vernunft Begriff

= einerseits Aufklärung/Humanismus/wir sind alle Brüder - andererseits

Unterdrückung vom Westen andere Kulturen, Sklaverei, kapitalistisch ungleich

verteiltes Weltwirtschaftssystem. Diese 2 Standpunkte passen nicht zs!

 PM sagten, klar, weil der Vernunftbegriff, dieses denken führt zu Terror - muß

abgelegt werden, gleichzeitig heisst dass, es gibt aber auch keine Theorie mehr -

aber ohne Vernunft und Logik keine Theorie mehr! Also nur mehr kleine

Geschichten die iterarischen Status haben.





 Habermas widersprach - wir brauchen eine Wissenschaft, wir müssen den

Vernunftbegriff retten!  Ausweg aus Dilemma: prozedurale Vernunft

es muß diskutiert werden in einem komm. festgelegten Prozeß (ohne

Machtgefüge) mit Geltungsansprüchen - Wahrheit - Im Prozeß wird Wahrheit

und Vernunft festgelegt = Pozedurale Vernunft!





Stärkste Kritik an Habermas: Utopie, Umsetzung in die Praxis unmöglich

Zips: Besser eine Utopie an der man etwas messen kann (wie weit sind wir davor

entfernt, welche Schritte müssten wir ehen?) als gar nichts!





Habermas

hat eurozentristischen Blicke in seiner Theorie der Kolonialsierung der Lebenswelt:

 Alltags/Lebenswelt in der wir uns befinden und

 Systeme (Medien, Staat, Weltwirtschaft)

Da in der LW immer mehr Vernunft einkehrte, haben sich Systeme entwickelt. Entw.

vom myth. Denken („opake Gestalten“) - durch Vernunft hin zum rationalerem Denken.

LW wird immer rationaler im Laufe der evolutionistischen Entwicklung-

Systeme/Strukturen programmieren uns bis zu einem gewissen Grad.





Gleichzeitig während der Rationalisierung konnten sich Systeme herausbilden. Dies

haben die LW kolonialisiert - Systeme dringen in LW ein und zerstören die Realität - wir

müssen uns im komm. Prozeß von dieser Kolonialisierung befreien!





 Habermas‘ Annahme hierbei:

Archaische Gesellschaften haben keine Vernunft in diesem Sinne und das kritisiert Zips

in seiner Habil und seinem Artikel:

H. hat keine empirischen Daten einfließen lassen bezieht sich auf neoevolutionistische

Ansätze oder sehr Altes.

Zips argumentiert, daß diese Annahme (z.B bei den Maroons, die eine Art archaische

Gesellschaft für ihn darstellen) die komm. Vernunft viel höher ausgeprägt ist als bei uns.





Exkurs

Maroons: Widerstandskämpfer in Jamaika; = „entlaufen Tiere“ Sklaven die von

Plantagen entkommen konnten, und im Inneren der Inseln (auch in Kuba und Santa

Lucia) Dörfer gründete und bewaffneten Widerstand gegen die Sklaverei leisteten.

Bekamen sogar Friedensvertrag und haben einen Status Staats im Staat erreicht!

Rechtsprechung beruht auf Prozess des Reasoning - man setzt sich zs., redet und hört

sich Meinungen an, dann erst wird Entscheidungen getroffen (natürl. Gibt es auch dort

Macht & Hierarchien, z.B. wie ist die Rolle der Frauen?)

Gibt es bei unseren Parteien eher nicht!!!





Zitate von Zips





1) aus der Habile von Zips „Gleiche Schwäche“





Zusammenhang System/Lebenswelt nur im evolutionistischen Konzept bei Habermas

(man fängt auf einer unteren Stufe an und die anderen folgen dann zwingend - alle

anderen Kulturen müssen dann auch diese Entwicklung machen! Wenn eine Kultur

diese Stufen nicht erklommen haben, wie wir sind diese uns unterstellt =

„Stufendenken“ im Evolutionismus.





Zips:

 man würde der Falle entkommen, wenn man auf den Bordieuschen Begriff Habitus

zurückgreift. Man kann dadurch das „Problem“ bei Habermas aufbrechen.

 Habermas verbirgt sich hinter naturwissenschaftlichen Fakten z.B. Ontogenese.....

 Für Zips die Triade: Habitus; Feld, Kapital wichtig

 Mit Habitus kann man das evolut. Denken aufbrechen: internalisierte Geschichte,

auf die Person bezogen, hat auch Strukturen und ist auf Person bezogen.

 Feld hat auch Strukturen,

 Kapital ist das, was versucht wird zu erreichen und zu vermehren (ökonomisch,

kulturelles v.a. aber symbolische - wichtig für Zips!)

Bei Maroos, z.B. Gladys Foster hat Ahnenkontakt - Symbolisches Kapital das in

ökon. Umgew. Werden kann - leicht!

 Strukturen des Felde und Habitus sind dynamisch - verändern sich und sind

geschichtlichem Prozeß unterworfen

 Habitus relativiert das Habermassche Denken, da Habitus gewisse Geschichte in

einem Feld hat. Dadurch kann man nicht mehr sagen, daß es für alle Kulturen gilt!!!!

 Kultur wird als Felder werden hineingenommen, Habituskonzepte werden auch auf

Personen angewendet (Feld ist nicht immer Kultur, auch eine Pokkerrunde ist ein

Feld, man schaut, wo gleiche Regeln gelten)

 Habitus wird innerhalb der Denkstrukturen und Feldes entwickelt (Sozialisation,

Aufwachsen in Familie etc.) und ist sehr stark ans Individuum gebunden, in

bestimmten Feldern gibt es bevorzugte Habitusformen - Habitus und Feld

untrennbar verbunden





2) Bourdieus Schwäche lt. Zips‘ Habile





 Es fehlt das Ziel, wie es sein sollte  kann Machtstrukturen aufdecken/sichtbar

machen, aber nicht sagen wie’s sein sollte....!!! - unangreifbare Analyse, da man mit

den Ergebnissen nichts darstellen kann - ihm fehlt der Bezug.

 Kann zwar kritisieren - nur baut aber dabei auf eine Prinzip der absoluten Vernunft

dabei auf - ist sehr unangreifbar.

 Nachdem Bourdieu ein Feind der Postmoderne ist - macht er sich dadurch

angreifbar - weil ihm die „Praxis“ fehlt - daher will Zips beide zusammenführen

 Bourdieu verändert nichts - Sprache verändert viel

 Deshalb braucht man Habermas mit prozeduralen Vernunftbegriff (das

Evolutionistische ist zwar zu kritisieren und gilt nur für unsere Kultur) braucht man in

den jeweiligen Kulturen, um festzustellen was ist gerecht was ist war fest. Das kann

man im dem Diskurs von Habermas mit Geltungsanspruch wirklich aushandeln. 

Zips spricht am Ende vom Artikel von globaler Gerechtigkeit (idealen, utopische

Sprechsituation, denn wenn wir keinen absoluten Begriff von Gerechtigkeit haben,

können wir nicht urteilen, ob es gerecht ist)

 Habermas legt die Kriterien der Gerechtigkeit fest - in einem Diskurs kann man dies

festlegen:“ ... es nicht gerecht, weil es den Idealen von ... nicht entspricht.“ Man

braucht Maßstab für Gerechtigkeit, auch wenn Diskurs utopisch ist.





 Zips meint daß Habermas und Bordieu zwingend komplementär sind - nur in

Kombination sinnvoll sind.

[Zs.fassend: Was ändert Bourdieu mit Habitus bei Habermas‘ Theorie?

Anderen Gesellschaften sind nur deswegen nicht so kolonialisiert von ihren Sytemen

weil in dieser Rationalität haben sich solche System noch nicht einmal so herausbilden

können - in ihrem mythischen Denken.

Bordieu kontert und sagt das kann man so nicht sagen - jede Kultur ist ein anders Feld.

So verallgemeinert kann man das höchstens sagen, wenn man z.B. global auf die

Weltwirtschaft eingeht - bei einem groben Blickraster. Wenn man auf Lebenswelten

eingeht muss man schauen, welche Regeln gelten, welche Habitusformen (was man

tun muss, was sich gehört). Mit Bordieu wird man bei der ganzen Sache differenzierter.]





3. „Macht der Sprache“ und Aktivismus





 System der Sprache verändert auch schon die anderen Reproduktionsweisen der

Felder

 Indem man aufschreibt kann man auch was verändern, da man objektiviert und

Machtbeziehungen aufzeigt (einige Aktivisten sind anderer Meinung.





4. Synthese - Haberbourdieu

 Bourdieu: Habitus widerspicht rationaler Vernunft, alles richtig zu machen; denn

vernünftige Entscheidungen funktionieren da automatisch (Bourdieu - in Anlehnung

an Leibniz: wir sind zu 3/4 Automaten, sind durch Feld und Habitus strukturier - aber

dieses 1/4 an Handlungsfreiheit haben wir.

 Habermas: Systeme beschränken uns auf eine zweckrationale Existenz, durch

kommuk. Prozeß kann man sich befreien.

 Beide zwingend komplementär:

Habitus hat automatisch Geschichte, Struktur des Feldes auch und man muß es in

jeweiligen Kontext einbetten = Historisierung der Vernunft - auch Vernunft, die in

ihrem Feld gilt hat ihre Geschichte, so schafft Bourdieu... (sieht Zitat)

 Beide sind für Zips zwingend komplementär!









Enrique Dusell





Philosoph aus Lateinamerika/Kulturkritiker: Kritiker der Moderne und Postmoderne





In „Entprovinenzialisierung der Moderne“ bezieht sich Zips auch auf Dusell:





 Postmoderne kritisieren den Begriff der Vernunft generell, weil er zu Terror geführt

hat

 Lt. Dussel Vernunft ok, jedoch ist in Aufklärung ist ein Mythos drinnen - in der

Moderne betrachtet man sich als überlegen, hat daher das Recht andere zu

unterdrücken und auf untere Stufe zu stellen.

 Für Dusell beginnt die Moderne 1492 ( mit C. Kolumbus), wo unsere Gesellschaft

mit dem Bild des Anderen konfrontiert war - Entdeckung des Eigenen in Abgrenzung

zum Fremden (siehe auch Modi des Fremderlebens lt. Schäffter)

 dieser Mythos (irrationale Denken) ist in Moderne (= Abgrenzung zur PM) drinnen

.Er schlägt vor Mythosbegriff zu dekonstruieren und mit Vernunft weiterzuarbeiten

wird (Zitat)

 Will globale Vision der Moderne - Beginn ist nicht Kant - sondern mit 1492 - beginn

der Globalisierung

 Anerkennnt aber auch die emanzipatorische. Seite der Vernunft der Moderne -

gegen der postmoderne De-Rationalisierung.

 Zitat im Ethnohistorie Buch S 211: Fussnote: „In diesem Programm einer gegen

sich selbst prozessierendne Rationlität...“:





 Dusell will Emanzipation - Befreiung aus Abhängigkeit durch Vernunft , aber

gleichzeitig ist eine irrationale Mythe der Überlegenheit drinnen. PM kritisieren

generell Vernunft, da diese uns in die Gaskammern geführt hat.

Er sagt nicht die Vernunft mit Irrationalität war schuld - nur die Irrationalität die

Mythe. Dusell trennt Mythe von Vernunft.

Mythe der Überlegenheit ist tief in unser Denken eingelassen - in der Moderne sind

wir es so gewohnt zu denken - viele phil. Texte unterliegen diesem Habitus des

Denkens (Europa und Nordamerika) - „developmentalism“, alles muß sich

entwickeln.

Kritisiert daß die Mythe in der Vernunft eingelassen ist - daß es nur eine Art der

Entwicklung gibt .





Lt. Zips braucht man Habermas nicht unbedingt.

 Er bezieht sich daher auf Dusell, und meint man kann man ja den entmyhstifizierten

Vernunftbegriff weiterverwenden.





 Habermas sagt es gibt nicht Vernunft und Wahrheit, es gibt nur prozedurale

Vernunft

 PM sagt generell nein zur Vernunft





 Zips bringt Dusells Kritik der PM, folgt aber nicht seiner Argumentation, sonder geht

auf Habermas‘ Theorie ein.


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