Bilanzmedienkonferenz Coop vom 23
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Bilanzmedienkonferenz Coop vom 23. April 2002 in Muttenz
Referat von Hansueli Loosli, Vorsitzender der Geschäftsleitung Coop
Es gilt das gesprochene Wort
Sehr geehrte Damen und Herren
Ich freue mich, Sie an der Coop Bilanzmedienkonferenz hier in Muttenz begrüssen zu dürfen.
Die heutige Medienkonferenz ist die zweite der neuen Coop nach der Fusion der regionalen
Coop Genossenschaften mit Coop Schweiz. Aber erstmals kann ich über ein ganzes
Geschäftsjahr der neuen Coop berichten.
Zum ersten Mal als Mitglied der Geschäftsleitung ist an unserer Medienkonferenz Christoph
Clavadetscher dabei. Er wird - zusammen mit meinen andern fünf Geschäftsleitungskollegen
und mir - am Schluss für Ihre Fragen bereit sein. Die Zuständigkeiten in der neuen
Geschäftsleitung ersehen Sie aus der Projektion.
Mit CoopForte auf Kurs
Ich nehme es vorweg: Der Start zur neuen Coop ist geglückt. Die neuen Strukturen im Innern
haben sich fast so rasch aufeinander eingespielt, wie das Erscheinungsbild gegen aussen
umgesetzt wurde. Auch Sie haben es als Konsumentinnen und Konsumenten aber ebenso als
Journalistinnen und Journalisten im vergangenen Jahr gesehen. Ueberall begegnen Sie dem
neuen von Lebensfreude geprägten Logo. Und das alte Signet kommt Ihnen sicherlich wie auch
mir schon uralt vor.
Vor allem hoffe ich, dass Sie es gespürt und erlebt haben: Coop ist heute eine andere Coop.
Coop ist in einem Wandel, wie ihn diese Unternehmung noch nie durchgemacht hat. Coop ist
dynamisch, entscheidungsfreudig und vor allem kundenorientiert.
Die neue Organisation mit den fünf Verkaufsregionen steht und funktioniert. Zuständigkeiten
und Kompetenzen sind geregelt. Die Behörden sind gewählt. Wir haben eine klare
Gewaltentrennung zwischen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung.
Wir haben ein neues Leitbild geschaffen, das für uns Wegweiser auf dem Weg zur (qualitativen)
Spitze sein wird. Und dieses Leitbild definiert nicht nur unsere Grundhaltung. Es ist auch Basis
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des Zielsetzungsprozesses. Am Leitbild misst sich heute das ganze 3'000-köpfige Coop
Management.
Unsere Absatzmarktstrategie steht. Die ersten neu konzipierten Verkaufsstellen der von uns
definierten Formate sind eröffnet. Wobei gewisse Anpassungen noch nötig wurden. Auf
Einzelheiten werde ich noch eingehen.
Auch die andern Strategien wie etwa die Kommunikationsstrategie oder die strategische
Markenführung (Branding) sind festgelegt und weitgehend umgesetzt. Die neue Coop ist aus
einem Guss. Auf die Logistikstrategie wird mein Kollege Hans Winiger eingehen.
Wir alle bei Coop haben ein intensives Jahr 2001 hinter uns auf dem Weg zur neuen Coop. Wir
sind auf Kurs. Aber auch wenn wir schnell gestartet sind und schon einen gehörigen Weg
absolviert haben, so liegt doch noch eine gehörige Wegstrecke vor uns. Bis Ende 2004 wollen
wir jedoch CoopForte umgesetzt haben.
Wirtschaftliches Umfeld
Betrachten wir das wirtschaftliche Umfeld. Trotz negativer Ereignisse, wie dem 11. September,
dem Massaker in Zug oder dem Brand im Gotthardtunnel, welche die Bevölkerung beschäftigte,
verunsicherte und für manche Branchen deutliche Einbussen brachten, hat sich der
Detailhandel nominal besser entwickelt als in den Vorjahren. Die Detailhandelsumsätze stiegen
im Jahre 2001 um 2,2% an. 1999 waren es noch 1,8% und im Jahre 2000 immerhin 2%. Bei
den "Nahrungsmitteln" betrug der Zuwachs 3,0%, bei "Bekleidung und Schuhen" 2,1% und bei
den "übrigen Gruppen" 1,9%.
COOP KONSOLIDIERUNGSKREIS
Wohl alle von Ihnen erinnern sich, dass ich vor einem Jahr an diesem Ort einen Abschluss mit
roten Zahlen vorlegen musste. Heute kann ich Ihnen wieder ein positives Ergebnis vorlegen bei
dem ich sagen kann: So macht's Freude!
Erlös Coop Konsolidierungskreis
Coop hat sich im abgelaufenen Jahr im Vergleich zum gesamten Detailhandel sehr gut
entwickelt. Der konsolidierte Umsatz der Coop-Gruppe stieg um erfreuliche 4,3% auf fast 13,6
Milliarden Franken an.
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Der Detailumsatz stieg gar um 5,3% auf gegen 12,8 Milliarden Franken.
Teuerung
Auch bei uns ist nach Jahren der gleichbleibenden und zum Teil gar sinkenden Preise wieder
eine Teuerung eingetreten. Uebers ganze Sortiment von über 200'000 Artikeln betrachtet,
betrug diese im vergangenen Jahr bei uns 1,2%. Im Coop Retail- und Trading-Bereich lag sie
mit 2,5% etwas höher, während bei den Non Food Fachmärkten der Tochtergesellschaften und
bei der Coop Mineraloel AG die Preise rückläufig waren. Wenn bei schlechtem Wetter weniger
Gemüse wächst, so wird dieses teurer. Wenn unsere Lieferanten begründet höhere Preise von
uns verlangen, so müssen wir diese bezahlen. Die LSVA ist nicht gratis. Wenn wir
richtigerweise die Löhne unserer Verkäuferinnen und Verkäufer im 2001 und zu Beginn dieses
Jahres jetzt auf mindestens 3'150 Franken erhöht haben, so kostet dies. Wenn unsere
Kundinnen und Kunden immer mehr dem Labelfleisch vertrauen schenken, so müssen sie für
den Mehrwert etwas mehr bezahlen. Und wenn wir auf chinesische Poulets verzichten und statt
dessen solche aus Europa anbieten, so hat dies ebenfalls seinen Preis. Coop erhöht die Preise
nicht, um zusätzliche Margen zu generieren, sondern um effektive Kostensteigerungen
abzudecken.
Das gilt nicht nur für Coop. Das gilt für den gesamten Detailhandel. Und es gilt auch für andere
Branchen.
Marktvolumen, Marktanteile
Die starke Zunahme des Detailhandelsumsatzes wiederspiegelt sich natürlich auch in den
Marktanteilen nieder. Auf der Basis der Marktvolumenberechnungen der BAK
Konjunkturforschung Basel AG erzielte Coop im funktionalen Detailhandel folgende
Marktanteile:
Food: 21,0% (Vorjahr: 20,4%)
Non Food 9,0% (Vorjahr: 8,6%)
Total: 14,6% (Vorjahr: 14,0%)
Wie bereits in den Vorjahren ist es uns auch im abgelaufenen Jahr gelungen, unsere
Marktanteile deutlich zu erhöhen.
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Konsolidierte Erfolgsrechnung
Kommen wir zur Erfolgsrechnung, die Sie in Ihren Unterlagen finden. Wie bereits erwähnt, hat
der Umsatz um 4,3% auf fast 13,6 Milliarden zugenommen. Der Betriebsertrag ist zwar um 167
Millionen Franken gestiegen. Sein Prozentanteil am Erlös aber von 31,8% auf 31,7% gesunken.
Unsere Wareneingangsmarge ist also - entgegen den Behauptungen oppositioneller bäuerlicher
Kreise - nicht massiv gestiegen, sondern leicht gesunken.
Deutlich erhöht haben sich unsere Kosten. Allein der Personalaufwand ist um 130 Millionen
Franken gestiegen und absorbiert damit einen grossen Teil des vorhin genannten höheren
Betriebsertrages von 167 Millionen Franken. Die Zunahme der Personalkosten um 5,8% ist
primär die Folge der Verbesserungen im ersten nationalen GAV, der höheren Mindestlöhne und
der generellen Lohnrunde, sowie der Expansion.
Dass der Werbeaufwand deutlich gestiegen ist, wird Sie als Medienvertreter besonders freuen.
Ebenfalls zugenommen hat der übrige Betriebsaufwand. Er stieg um 87 Millionen Franken. Hier
haben sich die LSVA (allein bei Coop 30 Millionen Franken), vermehrte Fremdtransporte und
höhere Entsorgungskosten und die BSE Tests (insgesamt rund 10 Millionen Franken)
ausgewirkt.
Der Betriebliche Cash-flow (EBDIT) sank dementsprechend um 48 Millionen Franken auf 1,037
Milliarden Franken oder 7,6% vom Umsatz. Nach Abzug der höheren Abschreibungen verblieb
ein um 78 Millionen Franken geringeres Betriebsergebnis (EBIT) von gegen 500 Millionen
Franken oder 3,6% vom Umsatz.
Das Finanzergebnis mit einem Minus von 163 Millionen Franken hat sich weiter verbessert,
belastet uns aber nach wie vor zu stark. Das ausserordentliche Ergebnis fiel mit 7 Millionen
Franken positiv aus, dies im Unterschied zum Vorjahr, als Rückstellungen für die Coop Bank
und CoopForte zu einem negativen Gesamtergebnis führten. Wir können für das letzte Jahr
einen Gewinn von insgesamt 302 Millionen Franken ausweisen.
Dieser Gewinn beträgt 2,2% vom Umsatz, verglichen mit einem Verlust von 1,5% im Vorjahr.
Für Coop aber auch für ein Detailhandelsunternehmen ist dies ein sehr respektables Ergebnis.
Auch im Vergleich zu früheren Jahren ist es sowohl absolut gesehen als auch in Prozenten vom
Umsatz das beste Ergebnis von Coop. Verglichen mit andern Branchen ist das Ergebnis
allerdings recht bescheiden. Wer den "shareholder value" sucht, muss nicht unbedingt
Detailhändler werden.
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Ich möchte dies illustrieren. Würden wir Waren, die wir heute für 100 Franken verkaufen, um
Fr. 2.20 verbilligen, so wäre unser Gewinn, den wir ja vollumfänglich in neue Marktleistungen
investieren, weg! Wenn ich stellvertretend für andere Produkte dies am Beispiel von Zucker
(Fr. 1.50) zeige, so beträgt das "Gewinnpotential" nur gerade 3,3 Rappen.
Konsolidierte Bilanz
Die Bilanzsumme stieg um 3,2% auf 10,8 Milliarden Franken. Durch das gute Ergebnis konnte
auch der Eigenkapitalanteil inklusive Anteile Dritter am Kapital von 28,6% auf 29,9% erhöht
werden. Dieser Anteil soll in den nächsten Jahren weiter ansteigen.
Konsolidierte Mittelflussrechnung
Wenden wir uns noch kurz der Geldflussrechnung zu. Der Geldfluss aus Unternehmenstätigkeit
ist von 781 Millionen Franken um 51 Millionen Franken auf 832 Millionen Franken gestiegen.
Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit hat von 613 auf 758 Millionen Franken zugenommen.
Dabei sanken die Devestitionen von 263 auf 167 Millionen Franken, und die Bruttoinvestitionen
verringerten sich von 915 auf 856 Millionen Franken.
Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit konnte durch den Geldfluss aus Unternehmenstätigkeit
mehr als gedeckt werden. Gleiches gilt für die Bruttoinvestitionen, die durch den Cash-flow
vollständig abgedeckt sind.
Verkaufsstellennetz Coop-Gruppe
Die Zahl der Verkaufsstellen der Coop-Gruppe hat sich von 1'610 um 13 Einheiten auf 1'597
reduziert. Die Verkaufsfläche nahm um 54'226 m2 auf 1'188'157 m2 zu. Rund drei Viertel der
Flächenausweitung sind auf die Bau+Hobby-Märkte und TopTip (Möbel) zurückzuführen.
Personal Coop-Gruppe
Die Coop-Gruppe beschäftigte Ende Jahr 46'197 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies waren
1'094 Personen mehr als ein Jahr zuvor. In Personaleinheiten (inklusive Lehrlinge) gerechnet,
beschäftigte Coop im Jahresdurchschnitt 37'417 Vollzeitbeschäftigte. Dies ergibt eine Zunahme
um 1'289. Die Zahl der Lehrlinge stieg von 1'925 auf 1'940. Coop schuf also im vergangenen
Jahr über 1'000 neue Arbeitsplätze.
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RETAIL
Der Verkaufsstellenumsatz von Coop Retail, das insbesondere die Supermärkte, die
Megastores und die Restaurants umfasst, erreichte einen Wert von über 9,3 Milliarden Franken
(+5,0%).
Davon entfielen auf die Supermärkte und Megastores 9,1 Milliarden Franken oder 5,4% mehr
als im Vorjahr. Dies zeigt, wie erfolgreich Coop im ihrem Kerngeschäft gearbeitet hat.
Die Durchschnittsfläche der Verkaufsstellen (Megastores und Supermärkte) erreichte 814 m2
gegenüber 780 m2 im Jahr zuvor. Sie stieg also weiter an. Die Flächenproduktivität erreichte
einen Wert von 13'149 Fr./m2.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 8 neue Supermärkte eröffnet. Die auf der Basis der
Absatzmarktpolitik neu positionierten und aufgrund der Erfahrungen eines Laborladens neu
gestalteten Verkaufsstellen waren dabei besonders erfolgreich und übertrafen die budgetierten
Umsätze klar. Ihr Umsatz lag um über 10% höher als bei Verkaufsstellen vergleichbarer Fläche.
Ende Oktober des letzten Jahres haben wir in Crissier bei Lausanne den ersten
neukonzipierten Megastore im Einkaufszentrum "Léman Centre" in Crissier bei Lausanne
eröffnet. Die Megastores sind unsere neuen Flaggschiffe. Hier finden unsere Kundinnen und
Kunden auf 5'500 m2 praktisch alles, was das Herz begehrt. Das Sortiment von über 40'000
Artikeln umfasst Frischprodukte mit einem Riesenangebot an Früchten und Gemüsen, frisches
Brot aus der Hausbäckerei, ein umfassendes Fleisch- und Fischangebot, und eine
Traiteurabteilung mit leckeren Fertigmahlzeiten. Im Lebensmittelbereich fallen die reich
ausgestattete Galerie du Vin und ein grosses Angebot an "Ethnic Food" mit in- und
ausländischen Spezialitäten auf. Der dritte Gestaltungskomplex umfasst die Wellness,
Kosmetikberatung, Babycare, der vierte ein breites Angebot für Haushalt und Heimausstattung
im Non Food Bereich.
Restaurants
Die Coop Restaurants erzielten 2001 einen Umsatz von 213 Millionen Franken. Neben 9
Schliessungen wurden insgesamt fünf Restaurants neu eröffnet, darunter in Kriens das erste
"Bistro". Dieses neue Gastronomieformat bietet neben einer grossen Auswahl an
Kaffeespezialitäten ein täglich wechselndes Angebot an Snacks.
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TRADING
Der Umsatz im Trading - d.h. insbesondere die Bau+Hobby-Märkte und die Coop City
Warenhäuser - belief sich auf knapp über eine Milliarde Franken.
Bau+Hobby-Märkte
Weiter auf Expansionskurs sind wir bei den Bau+Hobby-Märkten. Sie erreichten einen Umsatz
von 525 Millionen Franken (+6,3%). Fünf neue Märkte in Küsnacht, Zürich-Oerlikon, Yverdon,
Brig und Crissier wurden eröffnet. Dazu kam die Uebernahme von zwei bisherigen do it Märkten
in Wöschnau und Schenkon. Insgesamt waren es Ende Jahr damit 53 Bau+Hobby-Märkte.
Coop City Warenhäuser
Der Umsatz der Warenhäuser belief sich auf 488 Millionen Franken. Zu den wichtigsten
Aufgaben zählte die Modernisierung der Warenhäuser, die Umsetzung des gemeinsamen
Erscheinungsbildes Coop City und der Führungsstrukturen und Prozessabläufe inklusive dem
Aufbau einer zentralen Sortiments- und Einkaufspolitik auf der Basis des Category
Managements. Umfassend verändert wurden die Warenhäuser in Aarau, Olten, Bern und Thun,
wobei Thun wieder zum Warenhaus wurde. Weitere vier Warenhäuser wurden teilmodernisiert.
DIE MARKTLEISTUNG
Coop ist bekannt als der führende Anbieter der besten Markenartikel, als Anbieter der Coop
Eigenmarken mit ihrem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis sowie als Anbieter der
immer begehrteren Coop Kompetenzmarken Coop Naturaplan, Coop Naturaline, Coop
Oecoplan und Cooperación / Max Havelaar.
Markenartikel
Die Markenartikel sind und bleiben bei uns von grosser strategischer und kommerzieller
Bedeutung. Sie gehören seit jeher zu Coop und wir wollen zusammen mit unseren
Geschäftspartnern, den Lieferanten, auf der Basis gemeinsam erarbeiteter Geschäftspläne
weiterhin unsere Leaderposition auszubauen.
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Coop Eigenmarken
Die neue Marke Coop prägt natürlich auch das Bild unserer Eigenmarke. Vertraute Namen wie
Arni oder Goldstar sind weggefallen. Neu kennzeichnet das Coop Logo im schwarzen Quadrat
unsere Eigenmarken. Ueber 7'000 Verpackungen müssen neu gestaltet werden. Bis Ende
letzten Jahres konnten 80% der Produkte bereits überarbeitet werden. Die restlichen 20%
folgen bis Mitte 2002. Gleichzeitig mit der Verpackungsentwicklung waren aber auch die Coop
Categories gefordert, welche die Qualitätsanforderungen zu überprüfen hatten: höchste
Anforderungen an Produkt und Verpackung bezüglich Produkteschutz, Convenience und
Oekologie, bestes Preis-/Leistungsverhältnis, Informationsgehalt, Eigenständigkeit gegenüber
vergleichbaren Markenartikeln. Dabei wurden auch viele Produkte nicht nur inbezug auf die
Verpackung, sondern auch bezüglich Rezeptur verbessert um den Wünschen unserer
Kundinnen und Kunden optimal zu entsprechen.
Kompetenzmarken
Neun Jahre sind es her, seit die erste unserer vier Kompetenzmarken, Coop Naturaplan, ihren
Siegeszug begonnen hat. Vorerst als Marketinggag oder kurzfristige Modeerscheinung
abgetan, hat sich der Umsatz der vier Labels Jahr für Jahr rasant entwickelt. Aus der
angeblichen Nische ist ein veritabler Markt von strategischer Bedeutung für Coop geworden.
Und sie sind Teil unserer Unternehmenskultur geworden.
Mit den vier ökologisch und sozial profilierten Kompetenzmarken Labels Coop Naturaplan,
Coop Naturaline, Coop Oecoplan und Cooperación / Max Havelaar haben wir im letzten
Dezember zum ersten Mal die Umsatzmilliarde erreicht, zwei Jahre früher als geplant. Ende
Jahr waren es dann genau 1'016,8 Millionen Franken. Dies sind 36% mehr als im Jahr zuvor.
Dies ist ein Riesenerfolg für Coop, den wir allen zu verdanken haben, angefangen bei denen,
die sich von Anfang an für diese Vision eingesetzt haben bis hin zu den Verkäuferinnen und
Verkäufern, die in unseren Verkaufsstellen sich ebenso für diese Produkte engagieren. Deshalb
haben all diese Angestellten Anfang Januar auch auf diesen Erfolg mit einer Flasche Coop
Naturaplan Schaumwein "Clairette de Die" gefeiert.
Coop Naturaplan
Wichtigste der vier Kompetenzmarken ist und bleibt Coop Naturaplan. Dieses Label hat einen
gestützten Bekanntheitsgrad von 87%. Es ist mit Abstand das bekannteste Label der Schweiz
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im Lebensmittelbereich. Sein Umsatz stieg um 39% auf 883 Millionen Franken. Davon entfielen
453 Millionen Franken (+26%) auf Bio-Produkte mit der Knospe. Der Rest umfasst Fleisch und
Eier aus tierfreundlicher Haltung. Insgesamt bieten wir unter dem Namen Coop Naturaplan
heute über 1'000 verschiedene Artikel an, davon rund 750 mit der Knospe.
Das Wachstum der Bio-Produkte ist sowohl auf die Einführung neuer Produkte als auch auf
Umsatzsteigerungen im bisherigen Sortiment zurückzuführen. Beim Frischfleisch konnte der
Bio-Umsatz um rund 60% auf über 11 Millionen Franken angehoben werden. Als Neuheit wurde
ein Bio-Charcuterie Sortiment eingeführt. Heute wird Bio Fleisch in rund 120 Verkaufsstellen
angeboten.
Beim Naturaplan Fleisch betrug die generelle Umstellung des Fleischangebotes auf Naturaplan
Porc respektive +Natura-Beef+ in den verschiedenen Verkaufsregionen bei. Naturaplan Porc
machte 2001 bereits 80% des gesamten Coop Schweinefleisches aus. Beim Rind betrug der
Anteil von +Natura-Beef+ rund 52%.
Grosses Aufsehen hat auch die Lancierung von Bio-Fischen und Bio-Crevetten aus
Zuchtbetrieben mit der Knospe erregt. Hier haben wir mit der BIO SUISSE zusammen
Pionierarbeit geleistet. Im Bereich der Wildfische haben wir gleichzeitig mit der Konkurrenz
MSC-zertifizierte Fische aus nachhaltigem Fang in unser Sortiment aufgenommen, die
allerdings nicht unter dem höher positionierten Coop Naturaplan Label verkauft werden.
Seit Oktober 2001 führen 122 Coop Restaurants das Zertifikat der "Knospe-Komponenten-
Küche" von BIO SUISSE. Sie erfüllen damit die strengen Kriterien für ein Teilangebot von
Knospe Gerichten und Einzelkomponenten mit klarer Trennung von biologischen und
konventionellen Komponenten.
Coop Naturaline
Der Coop Naturaline Textil-Umsatz hat im letzten Jahr um 5% auf 25 Millionen Franken
zugenommen. Der Naturaline Anteil am gesamten Baumwoll Textilangebot beträgt heute über
35%. Der Umsatz der Coop Naturaline Kosmetikprodukte stieg um 10% auf 3,6 Millionen
Franken. Mit dem Relaunch der Kosmetikprodukte und der Einführung von Watte aus Bio-
Baumwolle dürfte in diesem Jahr ein kräftiger Wachstumsschub eintreten.
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Coop Oecoplan
Der Umsatz der Coop Oecoplan Produkte stieg um 26% auf 63,5 Millionen Franken an
Wichtigster Umsatzträger ist das Holz. Ueber die Hälfte des Holz-Sortiments im Bau+Hobby
Kanal tragen nun das Oecoplan Label für nachhaltige Holzbewirtschaftung.
Cooperación / Max Havelaar
Auch bei den Fair Trade Produkten waren weitere Erfolge zu erzielen. Besonders begehrt
waren die neuen Fair Trade Moosrosen aus Kenia, die wir im Frühling 2001 einführten und bald
durch weitere Max Havelaar Blumen ergänzen konnten. Sehr gut hat sich auch die Einführung
der Bio-Max Havelaar-Bananen entwickelt, die noch dieses Jahr in allen Verkaufsstellen
angeboten werden sollen. Der Gesamtumsatz stieg auf 41,7 Millionen Franken oder 36% mehr
als im Vorjahr. Damit ist Coop weltweit der grösste Anbieter von Produkten aus fairem Handel
mit der Dritten Welt.
Betty Bossi als 5. Kompetenzmarke
Letzten Herbst hat sich Coop zu 50% an der Betty Bossi Verlags AG beteiligt. Betty Bossi ist in
der Schweiz die Powermarke im Bereich Kochen und Backen, verknüpft mit der beliebten
Gelinggarantie. Und selbstverständlich wird Coop das einzigartige Know how im Bereich der
Rezepte nutzen, sei es in der Coop Presse, sei es im TV Mittwochstudio.
Ab Juni werden Sie Bettty Bossi neu auch als 5. Kompetenzmarke erleben. Betty Bossi wird
unsere Dachmarke für qualitativ hochstehende Frischconvenience-Produkte. Mit ausgesuchten
Geschäftspartnern und dem fachlichen Spezialwissen von Betty Bossi werden in mehreren
Phasen Produkte aus den stark wachsenden Segmenten "Ready to cook" und "Ready to eat"
entwickelt und auf den Markt gebracht. Die ersten Produkte werden Sie ab Juni erstehen
können. Die Einführung einer breiten Palette von Betty Bossi Frischconvenience-Produkten wird
noch diesen Herbst erfolgen. Als Primeur werden Sie nach dieser Medienkonferenz die
Gelegenheit haben, sich von der Qualität und dem praktischen Nutzen dieser
Kompetenzmarken-Produkte überzeugen zu können. Immer mehr Menschen erleben
Situationen in ihrem Tagesablauf, wo die Zeit und/oder die Lust fehlt, sich selber etwas zu
kochen oder sich im Restaurant zu verpflegen. Der Anspruch an eine qualitativ hochstehende,
ausgewogene und bekömmliche Ernährung bleibt jedoch bestehen. Genau diese
zukunftsträchtigen Bedürfnisse werden wir mit den Betty Bossi Produkten abdecken.
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Beliebte Supercard
Die Supercard als wichtiges Kundenbindungsinstrument ist beliebter denn je. Sie ist mit 2,2
Millionen aktiven Kartennutzern in 70% aller Schweizer Haushaltungen die verbreitetste
Kunden-Treuekarte.
Der Anteil des Supercardumsatzes im Supermarktkanal beträgt heute gegen 80%. Inklusive
Partnerkanäle beträgt er über 75%. Das ist national wie international gesehen ein
Spitzenresultat. Im Jahre 2001 wurden über 750'000 Prämien bestellt. Besonders gefragt sind
Artikel aus dem Küchen- und Designbereich, Kinoeintritte und Kinderspielsachen. Seit März
2002 gibt es auch die sogenannten "Mitnahmeprämien", bei denen bestimmte Waren gegen
Abzug der entsprechenden Punkte direkt im Laden mitgenommen werden können. Auch hier
stellte sich der Erfolg ein. So bezogen unsere Kundinnen und Kunden insgesamt nicht weniger
als 150'000 Flaschen Fleurie bei einer solchen Aktion.
Coop Presse
Kundenbindung besteht auch über die dreisprachige Coop Presse. Sie feiert dieses Jahr ihren
100. Geburtstag. Sie ist mit 3 Millionen Leserinnen und Lesern die meistgelesene Zeitung der
Schweiz. 60% aller Schweizer Haushalte erhalten sie wöchentlich zugestellt. Mit dem neuen
Druckvertrag für die Jahre 2002 bis 2007 unterstreicht Coop, dass die gedruckte Zeitung das
wichtigste Kommunikationsmittel bleibt.
UEBRIGE VERKAUFSKANAELE
Coop Mineraloel /Pronto
Aeusserst erfolgreich operierte erneut die Coop Mineraloel AG. Im harten Wettbewerb steigerte
sie trotz Minusteuerung den Umsatz um 7,1% auf 566 Millionen Franken. Mit zu diesem
Ergebnis hat auch der Erfolg der Pronto Convenience-Shops beigetragen. Ende Jahr zählte die
Coop Mineraloel 101 Tankstellen, davon 81 mit einem Pronto Shop. Dazu kamen 7 Pronto
Shops als stand alone Lösung.
Remote Ordering
Das Ende August des letzten Jahres im Grossraum Zürich gestartete Remote Ordering
Pilotprojekt, die Bestellung auf Distanz, fand von Anfang an deutlich grösseren Zuspruch als
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erwartet. Dies führte leider zu Schwierigkeiten und Verspätungen in der Belieferung. Wir
mussten deshalb unverzüglich umfangreiche Anpassungen vornehmen. Geschätzt werden der
persönliche Lieferdienst direkt ins Haus und die Möglichkeit, vor Ort zu bezahlen. 70% der
Bestellungen gehen über Internet ein, die restlichen 30% per Fax und Telefon. Der
Durchschnittseinkauf beträgt heute rund 165 Franken für 25 verschiedene Artikel. Der Umsatz
erreichte 1,1 Millionen Franken. Dieses Jahr sind fünf Millionen Franken budgetiert. Ueber die
Ausdehnung auf andere Regionen wird Mitte Jahr entschieden.
Interdiscount
Eine Umsatzeinbusse um 7% auf noch 942 Millionen Franken musste die Interdiscount
hinnehmen. Ursache waren der schrumpfende Gesamtmarkt und die rückläufigen
Verkaufspreise. Interdiscount hat in diesem schwierigen Umfeld rasch und konsequent
gehandelt. Per 1. September erfolgte die Fusion zur Interdiscount. Dies vereinfacht die
Strukturen. Neu positioniert sich Interdiscount als "der Discounter mit individuell wählbarem
Service". Der Reparaturbetrieb wird deshalb wieder in eigener Regie geführt. Die Radio TV
Steiner Verkaufsstellen wurden bis Ende März dieses Jahres in Interdiscount Filialen
umgewandelt. Die Zahl der Verkaufsstellen ging insgesamt von 221 auf 212 zurück.
TopTip
Die TopTip Möbelfachmärkte steigerten ihren Umsatz um 8,3% auf 240 Millionen Franken. Mit
dieser Zunahme verstärkt TopTip ihre Marktposition in der Branche weiter. Ende Jahr zählte
TopTip 41 Filialen.
IMPO
Die IMPO Import Parfümerien steigerten ihren Umsatz um erfreuliche 16% auf 151 Millionen
Franken. Im Rahmen des Zusammenschlusses von Coop übernahm die IMPO die
Verantwortlichkeiten über fünf "Pharmacies Coop" in Neuenburg, La Chaux-de-Fonds und Le
Locle, verkaufte sie aber Ende Jahr an Galenicare. Ende Jahr zählte IMPO 82 Filialen.
Vitality
Coop Vitality eröffnete im Laufe des Jahres neben der bestehenden Verkaufsstelle in St. Gallen
weitere Läden in Zürich, Baden, Kriens und Crissier. Zwar reagierten die Kunden positiv auf die
neuen Läden, ihre Gestaltung, ihre Grosszügigkeit und das breite Sortiment. Trotzdem wurden
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die budgetierten Umsätze verpasst. Dies bedingte eine umfassende Konzeptüberabeitung.
Coop Vitality wird sich neu ausschliesslich auf ein profiliertes und umfassendes Angebot in den
Bereichen Gesundheit und Wellness konzentrieren und neu als "Coop Vitality Apotheken"
auftreten. Das joint venture mit Galenica bleibt unverändert bestehen.
An den bisherigen Standorten wird das Konzept entsprechend angepasst. Aufgegeben wird
allerdings ein Standort. Seit der Eröffnung im August 2001 sind die Geschäfte im Erdgeschoss
des neu erstellten Langhaus Baden, speziell auf der Ostseite, mit massiven
Frequenzproblemen konfrontiert, zurückzuführen auf andere Verkehrsströme als geplant. Die
Coop Vitality Frequenz liegt weit unter der kritischen Grösse. Deshalb wird Coop Vitality diese
Verkaufsstelle per 30. April aufgeben.
Sowohl bei der Umstrukturierung als auch bei der Schliessung in Baden können die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der Coop- respektive Galenica-Gruppe
weiterbeschäftigt werden.
Neue Standorte werden in neuen und grossen Einkaufszentren in unmittelbarer Nähe zu den
Coop Supermärkten eröffnet. Das Expansionsziel von 50 Verkaufsstellen wird unverändert
weiter verfolgt.
EPA
Vor einer Woche haben wir die Partnerschaft mit der Warenhauskette EPA bekanntgegeben.
Wir sehen vor, dass Coop rückwirkend per 1. Februar 40% des Aktienkapitals übernimmt mit
einer Option zur Uebernahme respektive Uebergabe der Mehrheit, einlösbar zwischen 2004
und 2009. Wir hoffen, dass die Wettbewerbskommission der Partnerschaft ebenfalls zustimmt.
WIRTSCHAFTSPOLITIK
Gesundheit und Wellness verbinden wir vor allem auch mit gesunden, wohlschmeckenden und
tiergerecht produzierten Nahrungsmitteln. Unser wichtigster Partner dabei ist die Schweizer
Landwirtschaft, von der wir rund 20% der Gesamtproduktion in unseren Läden und Restaurants
vermarkten. Unser wichtigstes Engagement für die Schweizer Landwirtschaft sehen wir in
unserer Kompetenzmarke „Naturaplan“, welche für biologische und tiergerecht produzierte
Nahrungsmittel steht, die soweit als möglich aus der Schweiz stammen.
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Wir pflegen die Partnerschaft mit der Landwirtschaft in verschiedenen Branchenorganisationen
und in regelmässigen Gesprächen mit diversen Produzentenorganisationen. Wir haben uns bei
der Vernehmlassung zur Revision des Landwirtschaftsgesetzes AP 2007 für mehr Wettbewerb,
aber auch für eine soziale Abfederung des notwendigen Strukturwandels eingesetzt. Wir haben
zudem Vereinfachungen in der Lebensmittelgesetzgebung und den Abbau von
Doppelspurigkeiten gefordert.
Im vergangenen Jahr haben wir sehr interessiert die Bemühungen um ein Schweizer
Herkunftslabel verfolgt und uns für eine praktikable, kundenfreundliche Lösung engagiert. Für
uns ist die positive Auslobung der höheren Anforderungen an Schweizer Agrarprodukte der
Weg, den wir gehen sollten. Eine Ausweitung der administrativ aufwändigen und
fehleranfälligen Negativ-Deklaration bringt weder den Konsumenten noch den Produzenten
etwas. Wir haben bei Coop grosse Ansprüche an gesunde Nahrungsmittel. Auch unsere
Importe sollen dem Niveau und den Anforderungen an Schweizer Produkte entsprechen. So
verzichten wir seit zwei Monaten konsequent auf den Import von Geflügel aus China.
Die Partnerschaft mit der Schweizer Landwirtschaft stand im vergangenen Jahr auf dem
Prüfstand, als in der Westschweiz oppositionelle Bauern mit ihren Traktoren unsere
Verteilzentralen blockiert haben. Diese Blockaden waren illegal, unnötig und an die falsche
Adresse gerichtet: Der Konsum von Rindfleisch ist im letzten Jahr über 10% eingebrochen – die
Produktion ist im gleichen Zeitraum um über 7% gestiegen. Dies führte zu einem starken
Preiseinbruch, vor allem beim konventionellem Rindfleisch. Bei Labelfleisch blieben die Preise
hingegen weitgehend stabil.
Obwohl Coop kaum noch konventionelles Fleisch im Sortiment führt, hat Coop Verantwortung
und Solidarität gezeigt. Bereits Wochen vor den ersten Blockaden hat Coop in Absprache mit
dem Schweizerischen Bauernverband beschlossen, vorübergehend auf Importe von Rind und
Schwein zu verzichten, den Absatz von einheimischen Fleisch mit grosszügigen zusätzlichen
Aktionen zu fördern und so ein weiteres Absinken der Produzentenpreise zu verhindern.
Auf dieser Folie sehen Sie, wie wir unser Engagement mit der Schweizer Landwirtschaft
verstehen: Die grüne Linie stellt den Verlauf der Preise je kg Schlachtgewicht dar, den wir den
Produzenten von Naturabeef seit Anfang 2001 gezahlt haben. Die weisse Linie zeigt den
Verlauf der Produzentenpreise für konventionelle Rinder. Gelb ist der Preis für Bio-Rinder und
rot der Preis für Rinder aus besonders tierfreundlicher Stallhaltung.
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Es wird deutlich, dass die Produzenten von Labeltieren nicht nur viel höhere Preise erzielen,
sondern auch, dass diese Preise deutlich stabiler sind. Es lohnt sich also für die Bauern,
marktgerecht und qualitätsbewusst zu produzieren.
Wir weisen deshalb die Behauptungen von bäuerlicher Seite und vom Bundesamt für
Landwirtschaft, Coop hätte die Margen auf Fleisch zu Lasten der Konsumenten und
Produzenten erhöht, in aller Form zurück:.
Obwohl unsere Kosten in verschiedenen Punkten gestiegen sind – denken Sie nur an die
Einführung der LSVA, die Erhöhung der Löhne für das Verkaufspersonal oder die gesteigerten
Anforderungen an die Qualitätssicherung - sind unsere Margen nicht angewachsen. Mit dem
Verkauf von Fleisch werden wir nicht reich. Im Durchschnitt bleiben pro Konsumfranken nach
Abzug aller Kosten gerade noch 1,5 Rappen Gewinn.
Wir sind stolz darauf, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bauernverband
dazu beigetragen haben, den Rindfleischmarkt wieder einigermassen ins Gleichgewicht zu
bringen. Die Wettbewerbskommission hat das anders gesehen und uns wörtlich vorgeworfen,
wir hätten beigetragen, ineffiziente Strukturen in der Landwirtschaft zu erhalten. Wir sind der
Meinung, unsere Verkaufsaktionen haben den Konsumenten wie den Produzenten genützt.
Aber es ist uns auch klar, dass solche Aktionen ausserordentliche Massnahmen bleiben
müssen. Es kann nicht die Rolle der Grossverteiler sein, ein neues System der Preis- und
Absatzgarantien aufzubauen.
Coop fordert nicht nur von der Landwirtschaft Wettbewerbsfähigkeit - Coop steht selber zum
Wettbewerb und möchte sich in diesem Wettbewerb behaupten. Wir sehen deshalb auch der
laufenden Untersuchung gegen das Tochterunternehmen Bell AG wegen allfälliger
Preisabsprachen auf dem Schweinemarkt gelassen entgegen.
Wir sind auch entschieden nicht der Auffassung, der ebenfalls von der Wettbewerbskommission
unter die Lupe genommene CoopForte Bonus sei wettbewerbswidrig. Mit der Reorganisation
und Konzentration in den Bereichen Beschaffung, Logistik, Marketing und Immobilien erhöhen
wir die Effizienz von Coop. Dies kommt auch unseren Geschäftspartnern zugute, die nur noch
einen Ansprechpartner sowie weniger Anfahrtswege bei Coop haben.
Wettbewerb fordern wir auch im Bereich der Importe. Wir sehen das Problem weniger bei den
gesetzlichen Rahmenbedingungen, als vielmehr im Geschäftsgebahren von Teilen der
Generalimporteuren.
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ENTWICKLUNG ZU BEGINN DES JAHRES
Coop hat ein intensives und erfolgreiches Jahr hinter sich. Und so soll und wird auch 2002 sein.
Der Start ist gelungen. Unsere Verkaufsstellenumsätze sind in den ersten drei Monaten im
Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 4,6% gestiegen. Im Retail (Megastores, Supermärkte,
Restaurants) waren es 4,8%, im Trading (Bau+Hobby, Warenhäuser, TopTip) 7,6%.
Dies drückt sich für Coop auch positiv in den Marktanteilen aus, wie Sie aus der Projektion
ersehen. Die März-Daten sind leider noch nicht verfügbar.
EXPO.02
Engagieren wollen wir uns aber nicht nur in der eigenen Unternehmung.
In genau 22 Tagen ist es soweit: Die Expo.02 öffnet am 15. Mai 2002 ihre Ausstellungstore zu
den vier Arteplagen. Die Landesausstellung will die Vorstellungskraft der Besucherinnen und
Besucher anregen und Vorschläge für die Zukunft machen. Eine Absicht, welche unserer
Unternehmung sehr nahe steht. Als Official Partner der ersten Stunde hat Coop durch alle
Irrungen und Wirrungen hindurch zur Expo.02 gehalten. Das Engagement hat sich gelohnt; dem
Expo.02-Publikum präsentiert sich eine überraschende und neue Coop.
"Manna: Essen und Trinken zwischen Bio und Design" lautet das Motto des Coop-Ausstellungs-
projektes auf der Arteplage Neuchâtel. Ein riesiger vanilleduftender Pudding ist das
Wahrzeichen der Ausstellung. Im Innern werden die Besucherinnen und Besucher auf
spannende Art und Weise mit pointierten Fragen rund um unser Ess- und Trinkverhalten sowie
dessen Auswirkungen auf Natur und Lebensqualität konfrontiert.
Gleich neben dem Pudding betreibt Coop zudem das Familienrestaurant Biotavola. Das mit der
BIO SUISSE-Knospe zertifizierte Restaurant bietet gegen 500 Personen Platz zum Geniessen
und Verweilen und liegt unmittelbar am Seeufer. Biotavola bietet eine schmackhafte Palette von
Bio-Menus, und als Spezialitäten Pro Specie Rara-Sorten wie blaue Kartoffeln, Gartenmelde
oder Wollschweinkoteletts.
Wir als Official Partner freuen uns auf die Expo.02 und wünschen den Verantwortlichen der
Expo.02 weiterhin viel Zuversicht, Ausdauer und eine grosse, interessierte Besucherschar.
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SCHLUSS
Meine Damen und Herren
Coop hat ein spannendes Jahr hinter sich. Wir haben eine neue dynamische Coop geschaffen.
Sie funktioniert. Und wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns. Auch für mich war dieses Jahr
eine grosse Herausforderung. Das Resultat, das ich Ihnen heute präsentieren durfte, ist aber
die Arbeit all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verkaufsstellen aber auch hinter
der Front. Ihnen allen möchte ich heute herzlich für Ihren grossen Einsatz danken. Und ich
weiss, dass ich mich auch in diesem Jahr und den folgenden Jahren auf Ihr Engagement für
unsere Unternehmung verlassen kann. Ich vertraue ihnen. Und das ist die wichtigste
Voraussetzung.
Danken möchte ich aber auch Ihnen, liebe Journalistinnen und Journalisten, für Ihre meist
offene und faire Berichterstattung.
Vielen Dank
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