Analyse von dem Gedicht: „Neue Liebe, Neues Leben“
Das Gedicht „Neue Liebe, Neues Leben“ von Johan Wolfgang von Goethe, aus dem
Jahr „XX.XX“, handelt von der Machtlosigkeit gegenüber der Liebe und ihrer
negativen Macht.
Der Titel des Gedichts weißt auf die negative Veränderung des eigenen Lebens und
der Abhängigkeit von der geliebten Person hin. Das Gedicht ist in drei Strophen
unterteilt, welche alle das Gleiche Reimschema aufweisen (abab;ccdd) und allen
Strophen ein regelmäßiges Metrum(Trochäus) zur Grunde liegt.
In der ersten Strophe zeigt die Personifikation „Herz“(Z.1), die Macht der Liebe über
das lyrische Ich. Durch die Wiederholung „Herz, mein Herz“(Z.1) wird dies noch
verstärkt. Im Übrigen betont, einerseits die Antithese „liebst…betrübst“(Z.5 u. 6) die
Verzweifelung und den Schmerz, andererseits auch die Verwirrung wegen der
Veränderung. Die Anapher „Weg, Weg, Weg“(Z.5, 6 u.7) unterstreicht dies. Des
Weiteren, hebt die Antithese „Fleiß...Ruh“(Z.7) den Verlust (verstärkt) hervor.
In der zweiten Strophe veranschaulicht die Metapher „Jugendblüte“(Z.9) die
Wehrlosigkeit gegenüber der Liebe. Zusätzlich spiegelt die Inversion „Will ich rasch
mich ihr entziehen“(Z.13) den Fluchtgedanken wieder. Außerdem wird durch das
Enjabement „Führet mich im Augenblick –Ach- mein Weg zu ihr zurück“(Z.15 u. 16)
nicht nur die Unmöglichkeit zu entkommen, sondern auch den Rückzugsgedanken,
welcher in Kontrast zum Zustand des Gefangenseins steht, veranschaulicht. Der
emphatische Ausdruck „-Ach-“(Z.16) verdeutlicht, infolgedessen die Verzweiflung.
In der dritten Strophe wird durch die Metapher „Zauberfädchen, das sich nicht
zerreißen lässt“(Z.17) die Gewalt der Liebe widergespiegelt.
Durch das Enjabement(Z.21 u. 22) und der Inversion „Leben nun auf ihre
Weise“(Z.22) wird auf die Kraftlosigkeit gegen die Liebe zukämpfen hingedeutet.
Schließlich greift die Elipse „Die Veränderung, ach, wie groß“(Z.23) den Titel wieder
auf. Zu guter letzt, schließt die Wiederholung des Wortes Liebe (vgl. Z.24) den Kreis,
sodass das Gedicht aufhört wie es begann.
Meiner Meinung nach, kann sich jeder mit der Situation des lyrischen Ichs
indentifizieren und dessen Gefühle nachvollziehen.
Im Großen und Ganzen ist dieses Gedicht dem Schreiber sehr gut gelungen und ist
mit anderen Gedichten von ihm zu Vergleichen wie z.B. „Nähe des Geliebten“, da er
seine Gedichte immer sehr strukturiert aufbaut und die Metren und Reimschemen
fortlaufend im ganzen Gedicht von ihm beibehalten werden.
Wörter: 350