DEUTSCH�INDISCHE

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  GESELLSCHAFT
      E.V.




MITTEILUNGSBLATT
     1/2002
Ausgabe Nr. 1/2002                                                            Inhaltsverzeichnis



Inhaltsverzeichnis

I. Indien aus deutscher Sicht – Berichte und Analysen

Deutschland und Indien rücken einander näher – Frieden in Afghanistan und eine zu-         3
kunftsträchtige Stabilität für die Region
Dr. Hans-Georg Wieck
Schwere Niederlage für die BJP. Beginnt der Niedergang des Hindu-Nationalismus?            4
Dr. Klaus Voll
Alles was Recht ist – das indische Rechtssystem in der Kritik                              6
Dr. Hans Christoph Rieger


II. Deutsch-Indische Begegnungen

Interkulturelle Brücken aufschlagen – ein Versuch das Deutschlandbild im indischen 8
Schulunterricht zu bereichern
Dr. N.S. Anuradha
Ganzheitliches Lernen für die indische Grundschule                                 10
Marga Buhrmann-Singh


III. Deutsch-Indische Gesellschaft – Berichte und Programme
                                                                                           12
Gib nicht auf, eh `das Ziel erreicht ist. Was wurde aus der Spendenaktion für Dhamadka?
Dr. Doris Rümmele
                                                                                           14
40-jähriges Jubiläum der Zweiggesellschaften Kassel und Wuppertal
Regina Kuckertz
Jugendseminare in Bad Boll                                                                 15
                                                                                           15
6. Ausschreibung des GISELA BONN-AWARD
                                                                                           16
Eingegangene Künstlerangebote
Rita Panesar und Petra Starzmann
Veranstaltungen der Zweiggesellschaften 2002                                               18
Museum für indische Kunst - Berlin                                                         22
Sonstige Veranstaltungen                                                                   25

IV. Diskussionsforum                                                                       27


V. Literatur
Ute Gahlings und Klaus Jork – "Hermann Graf Keyserling und Asien"                          28

Impressum
                                                                                           29



Mitteilungsblatt der DIG                           2
Ausgabe Nr. 1/2002                                                        I. Indien aus deutscher Sicht


I. Indien und Deutschland – Berichte und Analysen


Deutschland und Indien rücken einander näher –
Frieden in Afghanistan und eine zukunftsträchtige Stabilität für die Region
Dr. Hans-Georg Wieck

Auf der Grundlage der Beschlüsse des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen und der von den
Vereinten Nationen auf dem Petersberg/Bonn geleiteten Afghanistan-Konferenz sind die Mitglieder
der internationalen Staatengemeinschaft, die sich in der einen oder anderen Weise an der Kampagne
gegen die Strukturen des internationalen Terrorismus und an dem Wiederaufbau Afghanistans nach
dem Sturz des Taliban-Regime beteiligen, heute in Afghanistan engagieren, um die Umsetzung der
unerwartet erfolgreichen Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg bei Bonn durch die vorläufige
Regierung unter Hamid Karsai zu unterstützen. Parallel dazu geht die Suche innerhalb und außerhalb
von Afghanistan nach Osama Bin Laden und die Beseitigung des Al Qaida-Netzwerks weiter. Die
unmittelbaren und indirekten Nachbarstaaten können sich nicht an der internationalen Schutztruppe in
Afghanistan beteiligen, die zunächst unter britischem Kommando und mit deutscher Beteiligung im
Raum Kabul tätig ist, um eine Gefährdung von Regierung und Bevölkerung durch rivalisierende
Gruppen zu verhindern. Das Land ist von einer inneren Stabilisierung und Versöhnung der
verfeindeten Kräfte noch weit entfernt. Aber ein Anfang wurde gemacht. Es sollte nicht übersehen
werden, dass der von den Vereinten Nationen geleiteten Konferenz auf dem Petersberg informelle
internationale Kontakte mit verschiedenen afghanischen Kräften - auch mit solchen im Exil -
vorausgegangen waren, die sich darauf konzentrierten, eine Verständigung und Koalition
verschiedener politischer Gruppierungen für die Zeit nach der Taliban-Herrschaft vorzubereiten.
Indien begrüßt das unternationale Engagement in Afghanistan, traut aber nach den Enttäuschungen
von Lahore (1999 – Kargil) und Agra (Terror-Anschlag in Shrinigar und später Anschlag auf das
indische Parlament im Dezember 2001) dem pakistanischen Machthaber Musharraf bei seinem
Versprechen noch nicht über den Weg, auch die in Kaschmir operierenden Terror-Strukturen zu
zerschlagen. Mit der ersten von Indien bereitgestellten Namensliste von 20 verdächtigten Terroristen
ist man noch nicht sehr weit gekommen. Die positive Antwort Indiens auf das pakistanische
Gesprächsangebot wird auf sich warten lassen, solange den pakistanischen Zusagen keine
entsprechenden Taten folgen. Nach der Frühjahrsschmelze wird sich zeigen, ob die Infiltration aus
dem pakistanisch kontrollierten Teil Kaschmirs in das Kaschmir-Tal wieder aufgenommen wird oder
ob sie unterbleibt.
Angesichts der Gefahren, denen die offenen Gesellschaften und für das internationale Netz der
Zusammenarbeit, des Austausches und des Verkehrs durch gewaltbereite grenzüberschreitende,
nichtstaatliche Strukturen weltweit und im nationalen Rahmen ausgesetzt sind, ist das Näherrücken
der Gefährdeten nicht überraschend. Gleichwohl kann eine solche Koalition nur effizient, nur
wirksam sein, wenn die Partner einander kennen und ein Mindestmass an Vertrauen besteht,
beziehungsweise sich entwickelt. Vor dem Hintergrund der Verschlechterung der inneren Lage in
Pakistan und angesichts der schon seit langem erkannten Verwicklungen Afghanistans unter der
Taliban-Herrschaft in internationalen Drogenhandel und mit Bin Laden im internationalen
Terrorismus waren im Jahre 2000 beim Clinton-Besuch in Südasien, vor allem in Indien die Weichen
für ein Näherrücken zwischen Indien und den USA und umgekehrt zwischen den USA und Indien
gestellt worden. Nach langjährigen Vorarbeiten wurde mit der Bildung des Gipfelrates zwischen der
Europäischen Union und Indien auch für diese Beziehung das heute Erforderliche schon lange vor den
tragischen Ereignissen des 11. September 2001 eingeleitet, wenn auch manchem Beobachter die
Notwendigkeit dieses hochrangigen politischen Engagements nicht ohne weiteres einleuchtete. In der
Stunde der Wahrheit jedoch, unter den Bedingungen der gemeinsamen Bedrohung begegneten sich
nicht Fremde, sondern Partner. Dies ist von Bedeutung für die Bewältigung gegenwärtigen und
kommender Herausforderungen in der Zone verschärfter internationaler Spannungen, die sich vom
Mittelmeer bis zum Hindukusch und bis zum Indus und in den Indischen Ozean hinein erstreckt.

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Es wäre eine Illusion anzunehmen, dass die Afghanistan Schutztruppe unter UNO-Kontrolle eine
zeitlich streng begrenzte Aktion zur Unterstützung der provisorischen Regierung bleiben kann. Sie
wird eine Einrichtung von längerer Dauer sein – ergänzt durch die schon angelaufene unmittelbare
finanzielle und materielle Nothilfe für die Nahrungsmittelversorgung und die Überwinterungshilfe für
die verarmte und zum Teil entwurzelte Bevölkerung.
Dazu kommen die unmittelbare Hilfe für den Aufbau der Übergangs-Regierung, die Finanzierung des
Personals in den Regierungsbehörden und die Vorbereitung der Bildung einer repräsentativen, aber
noch nicht gewählten Versammlung („Loya Jirga“) im Sommer diesen Jahres. Sie soll eine Regierung
und einen Konvent zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung berufen, bei der in Teilen auf die
Verfassung von 1964 zurückgegriffen werden dürfte. Auf der Grundlage der neuen Verfassung, die im
Jahre 3004 verabschiedet werden soll, wird dann –hoffentlich – eine demokratisch gewählte
Regierung die Verantwortung für die Geschicke des Landes übernehmen.
Die Milliarden schwere Aufbauhilfe der internationalen Organisationen und der Staaten für die
zerstörten Städte und Gemeinden sowie die wirtschaftliche Infrastruktur kann erst in einiger Zeit
anlaufen.
Die nationalen und internationalen Arbeitsprogramme sind vorgezeichnet, aber die Konsolidierung der
politischen Verhältnisse wird nicht über Nacht zu erreichen sein. Der Prozess ist und wird
unterbrochen von Taliban Kanonaden in diesem oder jenem Eck des Landes oder auch durch
rivalisierende Clans und lokale autonome Militärbefehlshaber. Gleichwohl: Bürger aller Kreise und
Klassen, vor allem auch die unter dem Taliban-Regime besonders unterdrückten Frauen des Landes
schöpfen wieder Hoffnung – zum ersten Mal seit 1979. Die Präsenz handlungsfähiger Instrumente
westlicher Strukturen kann zum Katalysator für diese Entwicklung werden, nachdem diese Chance bei
dem Genfer Abkommen von 1989 verpasst wurde – wie auch nach dem ersten Weltkrieg in Europa.
Das amerikanische Engagement nach dem zweiten Weltkrieg in Europa stellte die Voraussetzung für
den europäischen Friedens- und Einigungsprozess dar. Das westliche Engagement in Afghanistan nach
dem Sturz der Talibans und der Beseitigung der Al Qaida-Strukturen ist unverzichtbare Grundlage für
eine mittelfristige Stabilisierung des Raums insgesamt. Mit der westlichen Präsenz werden sich die
Anrainer Staaten arrangieren müssen. Auf dieser westlichen Präsenz ruhen die Hoffnungen der von
dem zwanzigjährigen Krieg erschöpften und verarmten afghanische Bevölkerung. Und die ersten
Berichte aus Afghanistan sprechen dafür, dass diese Einstellung gute Gründe hat.. Der afghanische
Übergangs-Regierungschef Hamid Karsai fordert zurecht die Ausweitung des Mandats der VN-
Schutztruppe auf Gebiete außerhalb von Kabul und eine Erhöhung des Umfangs sowie die
Verlängerung über die ersten Monate hinaus. Es ist ein Anfang gemacht - für den Wiederaufbau des
Landes und für die sicherheitspolitische Beruhigung der Region – eine unerlässliche Voraussetzung
auch für die wirtschaftliche Erholung.

Schwere Wahlniederlagen für die BJP. Beginnt der Niedergang des Hindu –
Nationalismus?
Dr. Klaus Julian Voll

Die Februar-Wahlen zu den Parlamenten in Uttar Pradesh, Uttaranchal, Manipur und Punjab fanden
im lang gezogenen Schatten militärischer Konfrontation zwischen Indien und Pakistan statt. Die
nationalistische Bharatiya Janata Party (BJP) setzte auf eine patriotische Solidarisierung und heizte,
nach dem terroristischen Angriff auf das indische Parlament am 13. Dezember 2001, durch die
“Prevention of Terrorism Ordinance“ (POTO) die innenpolitische Konfrontation an. Ihr
fundamentalistischer Anhang, angeführt vom Vishwa Hindu Parishad (VHP, Weltrat der Hindus),
versuchte, die religiöse Trumpfkarte mit dem für Mitte März einseitig erklärten Baubeginn eines
Tempels zu Ehren des Hindu-Gottes Ram in Ayodhya zu ziehen.Die eindeutige Abwahl der
regierenden BJP im Megastaat Uttar Pradesh und im kleinen Himalaya-Staat Uttaranchal sowie der
Regierungsverlust als Juniorpartner der Sikh-Bauernpartei Akali Dal in Indiens Kornkammer Punjab
sind nicht nur das Ergebnis lokaler Mißwirtschaft. Sie signalisieren auch ein Nachlassen der
Anziehungskraft der “Partei mit einem Unterschied“ und des Charismas des “liberalen“


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Premierministers Atal Behari Vajpayee im machiavellistischen Alltag der indischen Innenpolitik,
zumal die Wirtschaft lahmt.
Es ist sicherlich noch zu verfrüht, vom beginnenden Niedergang des Hindu-Nationalismus zu
sprechen, der seinen phänomenalen Aufstieg aus der gesellschaftspolitischen Isolation 1989 begann.
Die Wahlergebnisse könnten jedoch einen erneuten Wendepunkt in der indischen Innenpolitik
einleiten. Der von vielen fälschlicherweise voreilig abgeschriebene Congress (I), der nun in 14 Staaten
der Indischen Union die Regierung stellt, unterstrich - trotz seiner Niederlage in Uttar Pradesh - seinen
Anspruch, mittel- bis langfristig im Bündnis mit anderen politischen Kräften eine Alternative zur BJP-
geführten “National-Demokratischen Allianz“ (NDA) zu bilden. Dies ist nicht unrealistisch, wenn die
BJP versucht sein sollte, den “säkularen“ Charakter der indischen Republik durch ein Nachgeben
gegenüber den Forderungen ihres extrem nationalistischen und fundamentalistischen Anhangs zu
gefährden. Maßgebliche BJP-Bündnispartner inner- und außerhalb der NDA, so der Königsmacher
“Telugu Desam Party“ (TDP) aus dem Südstaat Anddhra Pradesh, machten die Grenzen des für sie
Zumutbaren in der hoch aktuellen Tempel-Frage öffentlich deutlich.

Uttar Pradesh: Wahlsieger ohne Mehrheiten.
Sowohl die Samajvadi Party (SP) als auch die Bahujan Samaj Party (BSP) sind die großen Gewinner
im fast 170 Mio. E. zählenden Megastaat Uttar Pradesh. Eindeutiger Wahlverlierer ist die BJP, die mit
88 Mandaten im 403 Mitglieder zählenden Parlament nur noch die dritt stärkste Fraktion stellt. Die
vom zweimaligen Ministerpräsidenten und ehemaligen Verteidigungsminister Mulayam Singh Yadv
geführte Samajvadi Party verbesserte sich von 110 auf 143 Sitze, während die von der zweimaligen
Ministerpräsidentin Mayawati dominierte Bahujan Samaj Party ihren Sitzanteil von 67 auf 97 erhöhte.
Der Congress (I) sank in seiner früheren Hochburg von 33 auf 26 Mandate. Die Fragmentierung der
Parteienlandschaft entlang der sozialen Zugehörigkeit nach Kasten setzte sich fort.
Im Vergleich zur Lantagswahl 1996 verringerte sich jedoch der Stimmenanteil der SP um 3 % auf 26
%, die BJP verlor 5 % und erreichte nur noch 27 %, während die BSP, die, aufbauend auf ihrer soliden
Dalit-Basis, zahlreiche Ober-, Mittelkasten- und Moslem-Kandidaten aufstellte, ihren Anteil um 3 %
auf insgesamt 23 % erhöhen konnte.Mulayam Singh Yadav meldete gegenüber dem Gouverneur
seinen Anspruch an, den Regierungsauftrag zu erhalten. Aber selbst mit Unterstützung des Congress
(I), die noch aussteht, reicht es bislang nicht zur absoluten Mehrheit. Dem erfahrenen Machtpolitiker
und seiner keineswegs an Ressourcen armen Partei ist es jedoch zuzutrauen, andere Parteien durch den
regelrechten Kauf von Abgeordneten zu spalten. Der Ausgangspreis für einen übertrittswilligen
Abgeordneten soll, mit Unterstützung großer Industriehäuser, mittlerweile bei ca. 250 000 Euro liegen.
Ein Viertel der Abgeordneten ist vorbestraft bzw. wird schwerer Vergehen, so u. a. Mord und
Vergewaltigung, beschuldigt. Rechtlosigkeit, Chaos und Korruption in weiten Teilen von Uttar
Pradesh erfordern eine entschiedene Korrektur.

Congress (I)-Regierungen im Punjab, in Uttaranchal und in Manipur.
Der Congress (I) verfügt im Punjab mit 63 von insgesamt 116 Sitzen über eine knappe absolute
Mehrheit. 8 % Stimmengewinn und ein Anteil von insgesamt 38 % ermöglichten es, die Sikh-
Bauernpartei Akali Dal mit 41 Sitzen und die BJP mit 3 Sitzen – sie büßte 15 Mandate ein - in der
dank eines exzessiven Populismus hoch verschuldeten Kornkammer Indiens in die Opposition zu
zwingen. Amarinder Singh aus dem ehemaligen Herrscherhaus Patiala ist der neue
Ministerpräsident.Im Himalaya-Bergstaat Uttaranchal legte der Congress (I) 14 % zu und verfügt über
36 der 70 Sitze. Die dort bislang regierende BJP verlor 14 % und kam auf 19 Mandate. Der 77-jährige
N. D. Tiwari, ein Urgestein der indischen Politik, der früher höchste Ämter bekleidete, wurde wegen
innerparteilicher Fraktionskämpfe überraschend Ministerpräsident. Im krisengeschüttelten
Nordoststaat Manipur wird der Congress (I) eine Koalitionsregierung anführen.

Gerät die NDA – Regierung in Bedrängnis?
Welche Konsequenzen haben diese Wahlen für den Zusammenhalt der von Premierminister Atal
Behari Vajpayee geführten NDA? Werden die zentrifugalen Kräfte in diesem Zweckbündnis u. a.
dadurch gestärkt, daß die BJP nur noch in drei Staaten der Indischen Union regiert? Droht Vajpayee
das Schicksal des letzten Moghul-Kaisers - Dichterkollege und Herrscher ohne Land - dessen Einfluß

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nicht mehr über Delhi hinaus reichte? Die Regierung ist zu Beginn der Haushaltssitzungsperiode des
Parlaments mit zwei wichtigen Kraftproben konfrontiert:
1.Die Gewerkschaften laufen Sturm gegen die Absicht der Regierung, die Schließung von Betrieben
bis zu einer Beschäftigtenzahl von 1000, statt wie bislang 100, ohne vorheriges Einverständnis der
staatlichen Behörden ausschließlich den Unternehmern zu überlassen. Der gewerkschaftlichen
Einheitsfront, die zum symbolischen Streik aufruft, schließt sich auch die BJP-Richtungsgewerkschaft
BMS (Bharatiya Mazdoor Sangh/ Indischer Gewerkschaftsbund), der größte Dachverband des Landes,
an. Ein wichtiger BJP-Regierungspartner, die faschistoide Shiv Sena, deren Gewerkschaften in den
Betrieben der Finanz- und Industriemetropole Bombay und im Bombay umgebenden Industriegürtel
einflußreich sind, droht mit Konsequenzen. Innerhalb des Kabinetts gibt es weitere Gegenstimmen,
zumal in einer Zeit industrieller Rezession.
2.Der Aufruf zum Baubeginn für den Ram-Tempel in Ayodhya am 15. März und das offene
Infragestellen der Autorität von Premierminister Atal Behari Vajpayee durch den “Weltrat der
Hindus“ (VHP) könnten zu einer Neuauflage von bürgerkriegsähnlichen Unruhen führen, die große
Teile Indiens nach dem rechtswidrigen Abriß der Babri-Moschee am 6. Dezember 1992 erschütterten.
Nach den schweren kommunalistischen Auseinandersetzungen in den letzten Tagen zwischen Hindus
und Moslems in vielen Teilen des Weststaates Gujarat und insbesondere in seiner Handelsmetropole
Ahmeedabad wird es für die staatlichen Autoritäten keineswegs einfach sein, diese die Grundfesten
der indischen Gesellschaft erschütternden Kräfte und Tendenzen unter Kontrolle zu bringen. Mit
bislang ca. 500 Toten und einer entsetzlichen Grausamkeit kann die Regierung nicht einfach zur
gewohnten Tagesordnung übergehen. Verteidigungsminister George Fernandes zeigte sich vor Ort
entsetzt über das Fehlen ziviler Führung und Courage. Vajpayee sprach von einem internationalen
Ansehensverlust Indiens.Gegenwärtig gibt es keine Anzeichen, daß die Regierung in der laufenden
Legislaturperiode stürzen könnte. Der Premierminister muß jedoch erheblich mehr Führungskraft und
Durchsetzungsvermögen angesichts der aktuellen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen
Herausforderungen aufbringen, um nicht als “Premierminister im halben Ruhestand“ (Tavleen Singh:
Age-Old Story“. India Today, 11. 3. 2002, S. 21) erinnert zu werden. Oppositionsführerin Sonia
Gandhi sprach bereits zuversichtlich davon, daß ihre Partei die BJP bei der nächsten Unterhauswahl
2004 ablösen könne.
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Alles was Recht ist – das indische Rechtssystem in der Kritik

Hans Christoph Rieger

Ein in Indien tätiger deutscher Unternehmer sagte mir einmal, er erlebe Indien als "ein rechtloses
System". In Anbetracht der langen Rechtstradition, der vielen Gerichte, Rechtsanwälte und kniffligen
Rechtsverfahren, die mir aus der indischen Presse bekannt waren, musste diese Feststellung sehr
überraschen. Und so ging ich der Sache etwas weiter nach.
Wie sieht es also mit dem Rechtssystem aus der Sicht der Wirtschaftssubjekte in Indien aus? Die
vorkolonialen Formen der dörflichen Rechtsprechung, bei der ein meist aus fünf Ältesten bestehender
Rat (Panchayat) nach einem Konsens suchte und in Dorfangelegenheiten einschließlich bestehender
Rechtsfragen entschied, wurden durch die von der britischen Kolonialmacht eingeführten
Rechtsvorstellungen und unabhängigen Gerichte abgelöst, wobei Steuereintreibung und oberste
Rechtsprechung auf Distriktebene vielfach in einer Hand lagen, und zwar in der des von der Zentral-
macht in Kalkutta entsandten britischen Beamten. Bezeichnenderweise wurden diese alternativ als
Steuereintreiber (Collector) oder als oberste Rechtsinstanz des Distrikts (District Magistrate)
bezeichnet. Dieses hierarchische System der Rechtsprechung ist nach der Unabhängigkeit Indiens
erhalten geblieben und weiter ausgebaut worden.
In einem Land, in dem viele Haushaltsvorstände nicht lesen und schreiben können, sind schriftliche
Verträge nicht immer ein Hort der Rechtssicherheit, sondern bilden für die gebildeten Kontrahenten

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willkommene Gelegenheiten, unbemerkt den eigenen Vorteil festzuschreiben. Und da die Rechts-
sprache darüber hinaus antiquiert und selbst für den gebildeten Laien kaum verständlich ist, müssen
Anwälte eingeschaltet werden, die oft an der schnellen Erledigung eines Rechtsstreits kein besonderes
Interesse haben. Der Rekord für das längste Verfahren steht bei 45 Jahren. Ein Kläger aus Hyderabad
hatte 1945 gegen den indischen Staat geklagt und schließlich 1990 auch gewonnen. Rechtsverfahren,
die durch alle Instanzen gehen, können gut und gerne zwanzig Jahre dauern. Wenn das Recht so lange
auf sich warten lässt kann es durchaus auch ungerecht sein.
Nach indischen Presseberichten gibt es in den Gerichten Indiens momentan mehr als 23 Millionen
schwebende Gerichtsverfahren – 20.000 beim Obersten Gericht (Supreme Court), 3,2 Millionen bei
den Höheren Gerichten (High Courts) und 20 Millionen in den Amtsgerichten (Subordinate Courts).
Eine halbe Million Fälle in den obersten Gerichten und eine Million in den lokalen Gerichten befinden
sich seit 10 Jahren oder länger in der Schwebe. Während die lange Verfahrensdauer der Zivilprozesse
für die betroffenen Parteien frustrierend genug sein dürfte, fallen zwei Drittel der schwebenden
Verfahren unter das Strafrecht, bei dem lange Perioden der Untersuchungshaft vorkommen können. In
den indischen Gefängnissen befinden sich zurzeit rund 275.000 Menschen, von denen etwa 200.000
auf ihren Gerichtstermin warten. Was aber noch mehr erschüttert, ist die Tatsache, dass von den
Inhaftierten 72 Prozent für geringfügige Straftaten inhaftiert sind. Viele von ihnen warten schon länger
auf ihre Gerichtsverhandlung als die Dauer der Höchststrafe für die ihnen zur Last gelegte Straftat.
Die Reform der Rechtsinstitutionen ist schon oft angekündigt worden aber lässt weiterhin auf sich
warten. Es sind zwar die Kapazitäten der Gerichte erweitert worden, aber diese punktuellen
Verbesserungen müssten weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus müsste nicht jeder Streit
gerichtlich ausgefochten werden, wenn außergerichtliche Schlichtungs- und Vergleichsverfahren
vertrauenswürdige Alternativen darstellen. Das 1996 in Kraft getretene Gesetz für außergerichtliche
Schlichtung (Arbitration Act) ist ein Fortschritt, aber es enthält Schlupflöcher, die seine Anwendung
behindern. Beispielsweise kann der Schlichtungsspruch angefochten werden, wenn er dem
Staatsinteresse (public policy) entgegen steht. Da keiner genau weiß, was das ist, können
Schlichtungssprüche leicht angefochten werden.
Der Staat selbst überlastet die Gerichte auch. Bei den Zivilverfahren entfallen 60 Prozent auf Klagen,
bei denen der Staat entweder als Kläger oder als Beklagter auftritt – in vielen Fällen sowohl als auch.
1994 wurde zwar entschieden, dass Streitfälle zwischen verschiedenen Regierungsabteilungen
außerhalb der Gerichte geregelt werden sollten, aber bisher hat sich nicht viel geändert. Viele dieser
Streitfälle betreffen Berufungs- bzw. Revisionsverfahren, von denen ohnehin erfahrungsgemäß 95
Prozent scheitern.
Neben dem Problem der Überlastung der bestehenden Gerichte, für das es Lösungen gibt, wenn sie
nur auf breiter Front angewendet würden, besteht ein weiteres Problem in der oft ungenauen und
undeutlichen Formulierung der Gesetze. Da es keine Mechanismen für das Außerkrafttreten bzw. die
Anpassung der Gesetze an veränderte Realitäten gibt, sind viele Gesetze veraltet und dem Sinne nach
überholt. Darüber hinaus fehlen gesetzliche Bestimmungen in den Bereichen moderner
Wirtschaftsformen wie Geldverkehr, Kreditkarten, Leasing, geistiges Eigentum usw.
Ein besonders wichtiger Bereich ist die Arbeitsgesetzgebung. Diese macht es den Unternehmen so gut
wie unmöglich, Arbeiter zu entlassen, selbst wenn sie als Störenfriede auftreten. Diese gut gemeinte
und ursprünglich den Schutz der Arbeiter bezweckende Gesetzgebung hat aber für alle erkennbar den
gegenteiligen Effekt, denn sie führt dazu, dass Unternehmen nur sehr zögerlich Arbeitskräfte
einstellen und die Modernisierung mit kapitalintensiven Technologien bevorzugen. Der Regierung
unter Atal Behari Vajpayee und dem Finanzminister Yashwant Sinha ist dieser Zusammenhang wohl
bekannt, aber der Behandlung einer neuen Arbeitsgesetzgebung im Parlament steht eine schwierige
Auseinandersetzung bevor.
Die Bereitschaft, Ersparnisse zu bilden und diese für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und
Produktionsmöglichkeiten einzusetzen, wird ganz wesentlich von den in einer Gesellschaft
bestehenden Institutionen bestimmt. Zu diesen gehört das Rechtssystem, das die
Eigentumsverhältnisse regelt und durch die Androhung von Sanktionen die Einhaltung der von den
Wirtschaftssubjekten geschlossenen Verträge sichert. Ohne funktionierendes Rechtssystem gibt es
keine Investitionen, und ohne Investitionen gibt es kein Wachstum der Wirtschaft. In Zeiten der
wirtschaftlichen Globalisierung werden Lösungen des Problems mangelnder oder zu träge
funktionierender Rechtssicherheit in Indien immer dringlicher.
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II. Deutsch–Indische Begegnungen


Interkulturelle Brücken aufschlagen – Ein Versuch das Deutschlandbild im
indischen Schulunterricht zu bereichern.
Dr. N.S. Anuradha

Einleitung
Berichte über die aktuellen Ereignisse der deutschen Politik und Wirtschaft sind in den hiesigen
indischen Zeitungen und Zeitschriften keine Seltenheit mehr. Diese Zeitungsartikel drücken das
waschende Interesse an Deutschland aus. Im Gegensatz dazu haben die indischen Schulbücher zum
Fach Geschichte nicht mehr Schritt gehalten, wenn es um Informationen zur Rubrik "deutscher
Geschichte" geht. Nimmt man die Darstellung Deutschlands in indischen Schulbüchern unter die
Lupe, so stellt man fest, dass dies allzu oft mit dem Zeitgeschehen "Zweiten Weltkrieg" und der Zeit
kurz danach aufhört. In den neueren Auflagen dieser Schulbücher wird die Wiedervereinigung kaum
erwähnt, obgleich diese im 1998 überarbeitet wurden.
Wenn man sich überlegt, dass Indien heute sowohl viele deutsche Firmen als auch deutsch-indische
Gemeinschaftsunternehmen beherbergt, dann erkennt man, dass deutsch-indische Begegnungen in
Indien ein Factum sind. Um starke interkulturelle Brücken aufbauen zu können, ist es nötig, einiges
über die Menschen auf dem "anderen Ufer" zu wissen und zu verstehen. Erst wenn das "Wollen"
schon in Schulkindern aufkeimt, werden sie als Erwachsene in der Lage sein, interkulturell zu agieren.
Diesen Erwägungen entstammt die Entscheidung ein Projekt über die Darstellung Deutschlands im
indischen schulischen Unterricht einzuleiten.
Im folgenden werden kurz
– die Bedeutung des Lehrplans im schulischen Unterricht
– die Relevanz von Prüfungen
beschrieben. Diese Aspekte spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung jedes
Unterrichtsmaterials, das im indischen Schulwesen Verwendung finden sollte bzw. darf. Läßt man bei
der Materialgestaltung die obenerwähnten Faktoren außer Acht, so könnten die erstellten Materialien
als belanglos abgetan werden, da sie die unmittelbaren Bedürfnisse des Unterrichts ohnehin übersehen
werden.
Im großen und ganzen finden drei Lehrpläne, die von unterschiedlichen Bildungskommissionen
entworfen sind, in indischen Schulen Geltung. Diese sind nämlich die Lehrpläne des "Central Board of
Secondary Education (CBSE)", des "Indian Secondary School Certificate Examination Board (ICSE)"
und des "State Board". In der Praxis besteht kein einheitlicher Lehrplan für alle indische Schulen. Die
Verwaltung der einzelnen Schulen entscheidet sich für einen geeigneten Lehrplan. In jedem
Bundesland darf die bundesland-spezifische Bildungskommission einen landesspezifischen Lehrplan
erstellen, der als "State (sowie Bundesland) Board Syllabus" nur in den regionalen Schulen eingesetzt
werden darf. Dagegen gelangen in vielen Schulen überall in Indien die "CBSE" und "ICSE" Lehrpläne
zum Einsatz, weil es den Schulen erlaubt ist, sich landesweit unabhängig von den Bundesländern nach
diesen Lehrplänen zu richten.
Die meisten Fachlehrer in den Schulen in Indien halten sich gezwungenermaßen streng an die
Lehrpläne und demzufolge an das Lehrwerk, wo diese Lehrpläne als genau durchdachte Einheiten im
Lehrwerk ihren Ausdruck finden. Dass die Lehrer ihre Unterrichtsstunden nach diesen Lehrwerken
richten, ist schon von großem Belang für die Schüler, da die Prüfungsaufgaben sich hauptsächlich auf
die in diesen Einheiten behandelten Themen beziehen. Um gute Noten erzielen zu können, müssen
sich die Schüler mit ihren Lehrwerken gut auskennen.
Prüfungen sind ein integraler Teil im Leben eines jeden indischen Schülers. Die Noten bei den
Abschlussprüfungen bestimmen, ob er/sie einen Studienplatz an einer Bildungseinrichtung von gutem
Ruf bekommen wird oder nicht. Aus diesem Grund konzentrieren sich viele indische Schüler fast
ausschließlich auf ihre Lehrwerke.

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Ausgabe Nr. 1/2002                                                     II. Deutsch-Indische Begegnungen



Rahmen der Untersuchung
1. In Indien werden die Fächer Geschichte, Erdkunde erst ab der neunten Klasse als eigenständige
   Fächer unterrichtet. Bis zu der achten Klasse werden diese zusammen als das Fach „Social
   Studies“ angeboten, wobei die Weltgeschichte nur wenig besprochen wird. In unserer
   Untersuchung haben wir uns deshalb auf die "CBSE" Lehrpläne für die Schuljahre 9 bis 12
   beschränkt. Da diese Lehrpläne in Schulen in fast jedes Bundesland in Indien Einsatz finden,
   werden wir auf eine ziemlich große Anzahl von Schülern konzentrieren können. Wir haben
   daraufhin die Schulbücher für das Fach Geschichte auf die Darstellung des Themas "Deutschland
   nach dem WW-II" untersucht.
2. In diesem Kontext wurde eine Umfrage zu dem Thema "Darstellung deutschland-bezogener
   Themenkomplexe in indischen Schulbüchern für das Fach Geschichte" unter vier hundert
   Geschichtslehrern verteilt. Die Ergebnisse aus den drei hundert zurückerhaltenen Umfragen
   wurden statistisch analysiert. Aus dieser Analyse sind einige Kriterien für die Themenauswahl
   abgeleitet worden.
3. Es wird weiterhin beabsichtigt, Kontakt mit Organisationen beispielsweise das "National Center
   for Education, Research and Training (NCERT)" aufzunehmen und zu pflegen. Diese
   Organisation erstellt die Lehrpläne für dieses Fach, und wirkt demnach auch bei der
   Lehrwerkgestaltung mit.

Die aus der Analyse der Lehrwerke und Umfragen abgeleiteten Kriterien
Wie jeder von uns weiß, ist es gar nicht einfach Lehrpläne zu ändern. Dies gilt mehr als je für Indien.
Es wird an dieser Stelle betont, dass es nicht das Ziel dieses Projekts ist, den Lehrplan für das Fach
Geschichte zu ändern. Wir haben uns infolgedessen entschieden, innerhalb des gegebenen Rahmens zu
versuchen, die Information zu einigen spezifischen Themen in den Schulbüchern für Geschichte mit
zusätzlichen Materialien auf einer Webseite zu unterstützen.
 diese soll Informationen zu der Zeit nach dem WW II enthalten, und zwar zu Themen wie die
    "Berliner Mauer", wirtschaftliche Fortschritte Deutschlands, aktuelle Ereignisse u.ä.. Da aber die
    Wiedervereinigung von fast allen Angefragten als ein wichtiges Thema angesehen wird, wird
    diese auch der Ausgangspunkt unserer Webseite sein. Es wird beabsichtigt, rund um dieses
    Ereignis den Schülern viele Einblicke in die deutsche Geschichte zu verschaffen.
 viele Materialien zu vergleichbaren geschichtlichen Ereignissen beider Länder sammeln und zu
    didaktisieren. Bezüge in deutschen Quellen zu indischen geschichtlichen Ereignissen und
    umgekehrt sind in diesem Kontext von großem Belang, da diese dem Schüler zu einer objektiven
    Analyse seiner eigenen Umgebung verhelfen würden.
Die zusammengestellten Materialien sollen in Form einer zweisprachigen Webseite jedem
Interessierten zur Verfügung stehen. Eine Webseite, die sowohl in Hindi als auch in Englisch
Informationen gibt, würde eine Vielzahl von indischen Schülern ansprechen können.

Schlussschritte
Mit Hilfe einer Kriterienliste wollen wir geeignete didaktisierte Materialien zusammenstellen. Diese
wollen wir danach schrittweise in eine für die Webseite passende Form umwandeln und darin den
Schülern und den Lehrenden als Zusatzmaterialien anbieten.
Unser Ziel ist es, mit diesem Projekt zur Förderung des interkulturellen Verständnisses beizutragen,
indem wir eine Informationsplattform schaffen die es ermöglicht, in indischen Schülern das Interesse
für ihre Mitmenschen aus anderen Erdteilen zu erwecken.
Eine ausführliche Projektbeschreibung erhalten Sie über:
Dr. N.S. Anuradha
Faculty for German
Foreign Language Studies
Department of Management Studies
Indian Institute of Science
Bangalore - 560012
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Ausgabe Nr. 1/2002                    II. Deutsch-Indische Begegnungen


Email:nsanu@mgmt.iisc.ernet.in




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Ganzheitliches Lernen für die indische Grundschule
Marga Buhrmann-Singh

Wegen beruflicher Versetzung haben wir 1988 Deutschland verlassen. Nach 7 Jahren Schweiz und 2
Jahren Hong Kong leben wir seit 1997 in Chandigarh, im Nordwesten Indiens. Es ist unsere Vision
und betrachten als unsere Pflicht in das Land meines Mannes unser Beitrag zu leisten. Wir sind ein
lebendiges deutsch-indisches Joint venture und Synergien sind ein natürlicher Prozess. Wir finanzieren
uns zu 100% Prozent aus Eigenmitteln.
Als unser Aufgabengebiet haben wir Ausbildung und hier speziell Erziehung im Grundschulbereich
gewählt. Unsere Institution nennt sich Creative Learning. Unter diesem Begriff verstehen wir
ganzheitliches Lernen
* aus verschiedensten Qüllen,
* unter Einbeziehung aller 5 Sinne,
* mit Offenheit für Neüs
* durch Fragen stellen
* mit kindlicher Unvoreingenommenheit sich zu wundern.
Dank der Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen in Chandigarh konnten wir unser Programm,
das als GLOBAL KIDS CLUBS durchgeführt wird an tausenden von Schülern testen. Jede Woche
nehmen ca. 1.200 Kinder im Alter von 5 bis 12 an unserem 1-jährige Programm teil. Inzwischen
werden wir auch für die Gestaltung der Kindergärten angefragt. Zwei wichtige Erkenntnisse haben uns
gezeigt, dass wir mit unserem Programm und unserer Methode auf dem richtigen Weg sind und
Impulse für Verbesserungen geben.
1. Das indische Schulsystem mit übergrossen Klassen von 45 (manchmal bis zu 80) Schülern,
lehrerzentriertem Unterricht und unreflektiertem Auswendiglernen des Prüfungsstoffes ist nicht mehr
zeitgemäss.
2. Mit der Nationalsprache Hindi ist Indien nicht gut gefahren. Es gibt ein Nord-Südgefälle, wobei die
südlichen Bundesstaaten seit der Unabhängigkeit neben der eigenen Regionalsparache auf die
englische Sprache gesetzt haben. Die jetzige Regierung möchte Sanskrit als Pflichtfach einführen.
3. Es ist ein Mythos, dass.die Mehrheit der indischen Bevölkerung Englisch spricht. Englisch wird von
vielen als die Sprache der ehemaligen Kolonialherren innerlich abgelehnt. Trotzdem führen die
Landesregierungen in zunehmendem Masse Englisch ab dem 1.Schuljahr ein. Weitsichtige Inder
wissen, dass die englische Sprache eine wichtige Verbindung zur westlichen Welt herstellt.
Ausserdem ist bekannt, dass China auf dem besten Weg ist, den indischen Englischbonus
wettzumachen.
Praktisch heisst dass, dass die Mehrheit der Kinder teilweise schon ab Alter drei Englisch wie eine
Fremdsprache lernt. Die Kehrseite der Medaille ist, dass Schüler bis zu drei Sprachen können, aber
keine perfekt wie eine Muttersprache.
Wir können das indische Schulsystem nicht verändern. Im Rahmen unserer Global Kids Clubs haben
wir ein Programm geschaffen, das die indischen Gegebenheiten berücksichtigt, aber dennoch den
Kindern den Blick für die Welt öffnet und sie neugierig macht. Aufbaünd auf Fröbelschem
Gedankengut schaffen wir eine offene und angstfreie Atmosphäre innerhalb der Schule, in der Kinder
selbst entdecken, ausprobieren, Fragen stellen und mit Mitschülern zusammen etwas tun. F.W.A.
Fröbel hat die Schule zurecht als eine Miniaturgesellschaft bezeichnet. Auf das Klassenzimmer
bezogen nutzen wir jede Gelegenheit, miteinander und voneinander zu lernen.
Unsere Nische liegt darin, dass wir in Kleingruppen zum einen echte kommunikative Kompetenz in
der englischen Sprache erreichen und zum anderen praktische Übung in Sozialverhalten ermöglichen.
Um diesem hohen Anspruch in der Praxis gerecht zu werden, achten wir streng auf die Einhaltung
unseres Qualitätsstandards und engagieren uns in Ausbildung und Training.
* Wir bilden junge Inder/innen aus, die Global Kids Clubs in Schulen oder nachmittags durchführen.
* Wir organisieren Elternworkshops und Kinder-Elternworkshops.


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* In den Ferien bieten wir einwöchige Kurzprogramme an.
* Wir führen Lehrerausbildung in Lehrer Colleges und Lehrerfortbildung in und für Schulen durch.
Im Dezember 2001 haben wir in Zusammenarbeit mit Max Müller Bhavan in Delhi einen Workshop
für Rektoren von Delhi Schulen durchgeführt. Im Sommer erwarten wir zwei Englischstudentinnen als
Praktikantinnen des ASA Programmes der Carl Duisberg Gesellschaft. Sie wollen praktische
Erfahrungen mit GLOBAL KIDS CLUBS in Chandigarh machen.
Bei unseren jährlichen Besuchen in Deutschland halten wir Kontakte zu Schulen und haben auch dort
unsere GLOBAL KIDS CLUBS getestet. Die Resonanz von deutschen Kindern -auf spielerische Art
gesprochenes Englisch zu lernen- ist genau so positiv wie auf indischer Seite.
In den letzten vier Jahren ist es uns gelungen, ein Fenster im indischen Schulsystem zu schaffen.
Jedem, der durch dieses Fenster schaut, zeigen wir nachahmbare Möglichkeiten für einen
kinderfreundlichen Unterricht und ganzheitliches Lernen. Die zahlreichen Anfragen von Schulen für
Lehrerfortbildung, die positive Resonanz von Eltern und die glücklichen Gesichter von Kindern
bestätigen und ermutigen uns, in unserer Arbeit weiterzumachen
We have mastered to theach and learn English and life skills in a fun way. We believe that KidsHRD
are the seeds for Adult Human Resource Development.
In diesem Jahr begehen wir stolz und dankbar unser fünfjähriges Jubiläum.
Marga Buhrmann-Singh
Programmdirektorin and Mitgrunderin
Email Kidsclub@glide.net.in
1572 Sector 38 B
Chandigarh 160036, India
Wir über uns
Marga Buhrmann-Singh: Lehrerin, Studium Amerikanistik und Geschichte Uni Mainz und USA,
seit über 25 Jahren in der Fremdsprachenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in
Deutschland, USA, Schweiz, Hongkong und jetzt Indien tätig.
Kumad (Kim) Jit Singh: Versicherungsdirektor und Management Consultant, Studium Geologie in
Chandigarh, Indien und MBA in USA, gelebt und gearbeitet im deutschsprachiges Raum davon 17
Jahre in Deutschland und 7 Jahre in der Schwei




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III. Berichte und Programme


Gib nicht auf, eh‘ das Ziel erreicht ist
Was wurde aus der Spendenaktion für Dhamadka ?
Dr. Doris Rümmele

Ein Jahr nach den furchtbaren Erdbeben in Indien, gibt die Vorsitzende der Deutsch-Indischen
Gesellschaft e.V. (DIG) / Baden-Baden, Dr. Doris Rümmele, einen Rechenschaftsbericht über die
Spendenaktion für Dhamadka, die insgesamt rund 22.000,- DM erbrachte. (Wir berichteten.) Als
Initiatorin und Verantwortliche für diese Aktion, möchte sie die Spender in Dankbarkeit wissen lassen,
was mit ihrem Geld geschah.
In Dhamadka – das bis auf ein Haus dem Erdboden gleichgemacht war - sind inzwischen zehn
Prozent der Häuser wieder aufgebaut worden, weitere zehn Prozent werden noch renoviert. Aber in
Provisorien leben bis heute die restlichen Einwohner. Von unserer Spende wurden 504 Wassertanks à
200 Liter gekauft. Sie wurden an alle in Dhamadka registrierten Familien gegeben, ebenso an ein
Krankenhaus, eine Schule, Tempel und Moscheen. Auch der Färber Ismail Khatri und seine Familie
erhielten für sich und das neue Dorf, in dem sie nun leben, Wassertanks. In einer Region, die
regelmäßig von Dürreperioden heimgesucht wird, ist dieser Wasservorrat zum Kochen, Waschen,
kurzum für den täglichen Bedarf sehr wichtig.
300 Sicheln wurden an Bauern verteilt.
Von dem weiteren Geld stattete der pensionierte Lehrer Dinubhai Thaker, unser Garant und Mittler, in
den Bezirken Bhachau, in dem Dhamadka liegt, Anjar und Rapar in 44 Schulen 6061 Kinder mit
Schulmaterialien aus. Kinder der ersten bis dritten Klasse erhielten Schiefertafeln, für die Kleinsten
mit Abbildungen geometrischer Formen, der Zahlen 1 bis 10 und des Gujarati-Alphabets auf der einen
Seite. Dazu Bündel von Griffeln. Die Schüler der vierten bis siebten Klasse erhielten Bleistifte,
Radiergummi, Kugelschreiber und insgesamt 13.870 spezielle Schulhefte, sogenannte Note-Books mit
100, 150 und 200 Seiten.
Auf der Vorderseite eines uns übermittelten Exemplars steht: „Stop not still the goal is reached“ (Gib
nicht auf eh‘ das Ziel erreicht ist), auf der ersten und letzten Innenseite des Einbands ist ein
interkulturelles Gebet in Gujarati und Englisch gedruckt, das den Kindern Vertrauen in Gott, das
Gefühl geliebt zu sein sowie ethische Grundwerte für menschliches Zusammenleben vermitteln soll:
       „...O my dear friends, To do good for the other is the best religion and to make harm to
       other is the worst sin of all. Always keep away yourselves from violence and bad
       actions.Love all the creatures like yourselves. Always give respect to the old, orphan,
       blind, lame and crippled beings. N e v e r b e P e s s i m i s t. N e v e r l o s e
       Courage. Remember that great father God is always with you. He loves you much
       because you are His children...“
(„O meine lieben Freunde, anderen Gutes zu tun ist die beste Religion, anderen Leid zuzufügen, die
schlimmste Sünde. Haltet euch stets fern von Gewalt und bösen Handlungen. Liebt alle Kreaturen wie
euch selbst. Begegnet Alten, Waisen, Blinden, Lahmen und Krüppeln stets mit Hochachtung. Seid n i
e m a l s P e s s i m i s t e n. Verliert n i e m a l s den M u t. Erinnert euch, dass der große Gottvater
stets mit euch ist. Er liebt euch sehr, weil ihr Seine Kinder seid...)
Dinubhai Thaker schrieb in einem Brief, dass er trotz der harten Arbeit des Verteilens immer sehr
glücklich wurde, wenn er die Freude in den Gesichtern der Dorfkinder erblickte, nachdem sie die
dicken guten Schulhefte, Stifte etc. erhalten hatten, wie sie sie nie zuvor gesehen oder gar besessen
hatten.
Zu den 95 Prozent der Häuser, die bei dem Erdbeben in Gujarat – einem Gebiet von der Größe
Bayerns – völlig zerstört wurden, gehören auch viele Schulhäuser. Der Schulbetrieb, der monatelang
ganz zum Erliegen gekommen war, ist nur provisorisch wieder eingeführt .


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Der Unterricht erfolgt oftmals in behelfsmäßig errichteten Schulen, luftigen Zelt- und
Mattenkonstruktionen, ohne Heizung. Da in dieser Region die Nachttemperaturen im Winter auf die
Null-Grad-Grenze fallen, müssen sich die Kinder dick anziehen, um sich im Unterricht nicht zu
erkälten.
Schätzungen gehen davon aus, dass die Region zehn bis zwanzig Jahre brauchen werde, um wieder
den Stand vor dem Erdbeben zu erreichen. Der Schulunterricht ist die unerlässliche Voraussetzung
dafür, dass diese Generation den Anschluss an die Zukunft findet.
Die ländlichen Regionen werden aber – wie immer wieder berichtet wird – bei den Aufbau-
maßnahmen sehr vernachlässigt. Der Schutt liegt bis heute. Die Menschen fühlen sich im Stich
gelassen.
Wieviel unsere Aktion – die nicht zuletzt ein menschliches Zeichen setzte – den Menschen in
Dhamadka und der Region Kutch bedeutete, lässt sich beispielsweise daran erkennen, dass anlässlich
der Übergabe der Wassertanks eigens zu einer Feier geladen wurde, zu der die Honoratioren, darunter
ein Collector, ein leitender Beamter des Bezirks, kamen. Der Vorstand eines Swaminarayan Tempels
in Bhuj entzündete zur Feier die Öllampe und spendete den Anwesenden den Segen.
Auf Tafeln und Tüchern wurde stets verkündet, dass die Deutsch-Indische Gesellschaft in Baden-
Baden und Karlsruhe (von dort kamen 8400,- DM) und andere Freunde die Spender der Wassertanks
bzw. Schulmaterialien waren.
Dass diese Spendenaktion so erfolgreich verlief, ist persönlichen Verbindungen mit großem Einsatz zu
verdanken: unzählige Telefonate, Faxe, E-mails zwischen Baden-Baden, München, Indien u.a.o. sind
nur ein Teil dieses Engagements. Der Indologin Birgit Breitkopf aus München ( die bei der
Textilkunst-Ausstellung im Alten Dampfbad beteiligt war) gebührt besonderer Dank für nie
erlahmende Tatkraft. Ihr gelang es, den langjährigen Freund der Breitkopfs, Dinubhai Thaker, der in
Wadhwan etwa 100 km von Dhamadka entfernt lebt (was bei dortigen Straßenverhältnissen fünf
Stunden Fahrzeit erfordert), dafür zu gewinnen, erstens vor Ort zu klären, was mit dem Geld am
sinnvollsten zu machen sei, zweitens die ganze Organisation und Durchführung zu übernehmen. Er
schickte uns eine vollständige Aufstellung über die erworbenen und verteilten Gaben. Der Färber
Ismail Khatri, der sich ursprünglich an der Aktion beteiligte, war gezwungen, mit den übrigen Färbern
in etwa 40 km Entfernung ein neues Dorf zu erbauen, da durch das Erdbeben die dringend benötigten
Wasserläufe verworfen wurden und deshalb ihres Bleibens nicht war. Damit verloren viele Einwohner
des ehemaligen „Dorfes der Färber und Stoffdrucker“ Dhamadka zugleich ihre Existenzgrundlage. So
führte Herr Thaker allein fort, was zu zweien begonnen ward. Sein Einsatz war enorm. Er brauchte
allein neun Tage, um die Schulmaterialien an den 44 Schulen zu verteilen. Alles ehrenamtlich. Zur
Verteilung der Spendengüter haben ihm oft Freunde ihre Autos kostenlos geliehen. Er wurde von der
Not, in der viele Kinder infolge des Erdbebens leben, so berührt, dass er zusätzlich eine eigene
Spendenaktion durchführte und beschloß, sich auch weiterhin um diese Ärmsten zu kümmern. Von
den rund 22.000,- DM hat er jetzt noch ca. 250,- DM übrig. Die wird er größtenteils einem
Kinderheim in Wadhwan übergeben, wo 50 Waisen leben und unterrichtet werden. Ein letzter Rest
kommt Schülern aus seiner unmittelbaren Umgebung zugute, die es wirklich brauchen.
Tausende von Menschen lasen vermutlich erstmals die Namen Baden-Baden, Karlsruhe und Deutsch-
Indische Gesellschaft. Aus der Ferne diese Zuwendung zu erleben, gab ihnen Mut. Denn sie haben
inmitten des unsäglichen Leids erfahren, dass es irgendwo, im entlegenen Deutschland, Menschen
gibt, denen sie nicht gleichgültig sind.

Wer diesen Kindern eine weitere Starthilfe zukommen lassen möchte, kann dies tun über das
Konto der DIG/Baden-Baden, Nr. 78 105 BLZ 662 500 30 Stadtsparkasse Baden-Baden,
Verwendungszweck: Schülerhilfe Indien.
Dinubhai Thaker wird weiter unser Garant und Mittler sein.




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40-jähriges Jubiläum der Zweiggesellschaften Kassel und Wuppertal
Regina Kuckertz

Am 26. Januar 1962 wurde die Zweiggesellschaft Wuppertal der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V.
gegründet In einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung im "Haus der Jugend" begann ihre Tätigkeit
entsprechend der Ziele und Aufgaben unserer Gesellschaft. Sie ist die älteste Zweiggesellschaft in
Nordrhein-Westfalen
Jetzt, nach 40 Jahren kann sie auf eine erfolgreiche, langjährige Tätigkeit zurückblicken. Da sind vor
allem die deutsch-indischen Abende mit Tanz und Musik Basare, Ausflüge sowie Divali- und
Adventfeiern, bei denen den deutschen und indischen Bürgern im Raum Wuppertal die Kultur und das
Leben des jeweils anderen nahe gebracht wird. Dazu kommen Veranstaltungen mit indischen Tänzen
und indischer Musik - ein Höhepunkt, die Teilnahme an den Veranstaltungen des "Festival of India",
aber auch Vorträge zum Leben in Indien in seinen vielfältigen Formen und Lesungen mit bedeutenden
indischen Schriftstellern
Hervorzuheben ist der besondere Einsatz für das FERRY-Projekt in Indien. FERRY = Foundation for
Economic Rehabilitation of Rural Youth (Stiftung zur wirtschaftlichen Rehabilitation der Jugend auf
dem Lande). FERRY will die Landflucht von Jugendlichen aus den Dörfern in die brodelnde
Metropole Kalkutta verhindern. Sie setzt ihre Hilfe vor Ort an-In ihrem Dorf oder Nachbardorf
erhalten junge Frauen und Männer in Trainingskursen eine praxisbezogene, einkommensorientierte
Ausbildung.
Der Leiter der Zweiggesellschaft, Herr Mallick, hat jahrelang im Erweiterten Vorstand der
Dachgesellschaft für die Ziele unserer Gesellschaft gearbeitet.
Die Zusammenarbeit der Wuppertaler Gesellschaft mit den anderen Zweiggesellschaft in der Nähe
bringt hervorragende Ergebnisse.

Wir gratulieren der Zweiggesellschaft Wuppertal ganz herzlich zu ihrem Jubiläum und wünschen ihr
für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und viel Freude an der Arbeit.



Auch die Zweiggesellschaft Kassel besteht seit 40 Jahren. Auch sie hat in vorbildlicher Weise durch
Veranstaltungen zu Musik und Tanz, mit Vorträgen und Seminaren dazu beigetragen, das Indienbild
in ihrer Stadt und im Umland darzustellen. Von Anfang an bestand eine enge Zusammenarbeit mit der
Volkshochschule. Auch in Kassel hat man mit großem Einsatz und viel Erfolg am "Festival of India"
teilgenommen und auch die Ringveranstaltungen unserer Gesellschaft bereichern das Programm.
Als ein Höhepunkt der Festlichkeiten des Jubiläums wird die Gesamtgesellschaft in diesem Jahr ihre
Jahreshauptversammlung in Kassel durchführen.
Eine Besonderheit Kassels ist die weit über die Grenzen Kassels bekannte Ayurveda-Klinik, in deren
Räumen wir tagen werden. Das wird gleichzeitig ein Anlaß sein, im Anschluß an die JHV Vorträge zu
Ayurveda anzubieten, was sicher viele Delegierte mit Freude registrieren werden.
Auch die Zweiggesellschaft Kassel hat sich um die Dachgesellschaft besonders verdient gemacht.
Über lange Jahre war die 2. Vorsitzende der Gesellschaft, Frau Hedi Rompel, ein wichtiges Mitglied
des Erweiterten Vorstandes der Gesamtgesellschaft.

Zum großen Jubiläum gratulieren wir ganz herzlich und wünschen der Gesellschaft auch in Zukunft
erfolgreiche und erfreuliche Arbeit. Wir freuen uns ganz besonders, die Mitglieder dieser
erfolgreichen Gesellschaft und ihre schöne Staft im Herbst kennenzulernen.




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Jugendseminare in Bad Boll

Dokumentation jetzt online

Eine umfassende Dokumentation der Bad Boller Jugendseminare von 1994 bis 2001 ist jetzt online auf
www.urmila.de/badboll zu finden.

Bad Boll 2002
Die Planungen für das diesjährige Seminar laufen auf Hochtouren. Vom 7. bis 9. Juni 2002 geht es in
der Evangelischen Akademie Bad Boll um "Asian Communities in Europa".
Wer mitplanen will, wendet sich am besten an Dr. Balbir Goel DIG Karlsruhe, Schänzle 5, 76187
Karlsruhe E-Mail: balbir.goel@ihm.fzk.de. Anmeldungen an die Evangelische Akademie,
Akademieweg 11, 73087 Bad Boll, www.ev-akademie-boll.de/.



6. Ausschreibung des GISELA BONN-AWARD
Der Indian Council of Cultural Relations hat 1996 einen Preis gestiftet, in Würdigung von
Professor Dr. Gisela Bonn, der großen Indienkennerin und Förderin der Deutsch-Indischen
Beziehungen. Dem Vorsitzenden der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V. obliegt gemäß der
Satzung des Preises der Vorsitz der Auswahl-Jury.
Der Gisela Bonn Award wird jährlich für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Deutsch-
Indischen Beziehungen verliehen. Er soll vor allem die Arbeit von jungen Wissenschaftlern
und Journalisten honorieren. Der Preis ist an kein bestimmtes Thema gebunden und deckt
sowohl die politischen und ökonomischen, wie auch die kulturellen Aspekte der Beziehungen
beider Staaten ab.
Dem Preisträger soll mit der Finanzierung einer zweiwöchigen Reise nach Indien, die
Möglichkeit gegeben werden, seine bisherigen Studien fortzusetzen und zu vertiefen. Der Indian
Council of Cultural Relations wird hierfür, falls dies gewünscht wird, die Kontakte zu
Regierungs- oder Forschungseinrichtungen vor Ort herstellen und organisieren. Die
Reiseplanung und -gestaltung richtet sich vor allem nach den Wünschen des Preisträgers.
Sollte Ihre Institution einen Kandidaten oder eine Kandidatin für den Gisela Bonn Award
vorschlagen können, bitten wir Sie, uns diese Vorschläge bis zum 15.04.2002 zukommen zu
lassen. Die Preisverleihung wird Ende September in Kassel stattfinden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Bundesgeschäftsstelle, Charlottenplatz 17,
70173 Stuttgart.

gez.
Dr. Hans-Georg Wieck
Vorsitzender




                                  GISELA BONN AWARD
                                                Constitution

                                                      §1
The Indian Council for Cultural Relations (ICCR) has instituted an award in memoy of Professor Dr. Gisela
Bonn, an ardent friend of India and an eminent advocate of Indo-German friendship. It will be called the "Gisela
Bonn Award"


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                                                       §2
The award will be conferred annually and will comprise of a visit (including air travel) ranging from one to two
weeks` to India. The award will be conferred for the first time in 1997.

                                                       §3
The award will be conferred on a German national, who has distinctively contributed towards the deepening of
Indo-German friendship. The qualification for the award is not restricted to any subject matter and can cover
political, cultural and economic aspects of Indo-German relations.
The award can be conferred only once on the same person.

                                                       §4
The award will be administred by the Indo-German Society (Deutsch-Indische Gesellschaft e.V.). A selection
committee would recommended two names for the Award. It would consist of the following:
1.       The President of the Indo-German Society (Chairman)
2.       The Director of the Indian Cultural Centre in Berlin
3.       The Head of the Advisory Board of Experts of the Indogerman Society
4.–5.    Two prominent personalities nominated by the Indo-German Society and the Indian Cultural centre in
         Berlin. Their nominations will be for a term of three years and can be extended only once.
The decision taken by the selection committee will be on a majority basis.
The selection committee would send two shortlisted names before June 30 each year for the Award to the
Director General, ICCR, who would select one of them for the Award. The selection committee while fowarding
th two nams would highlight their specific contribution to promoting better understanding of India in Germany.


                                                       §5

The decision of the ICCR will be final and excludes any judicial course of law.



Eingegangene Künstlerangebote
Für weitere Informationen können Sie sich gerne an die Bundesgeschäftsstelle wenden. Wir
senden Ihnen vorhandenes Material in Kopie zu.

Name/Organisation                                   Beschreibung/Material                         Zeitraum

Ashoka Dhar                                         Musik                                         Mai 2002

E-Mail: ashokadhar@makar-records.com                Dhrupad - Frau Ashoka Dhar ist Schülerin
                                                    des Dhrupad Meisters Ustad Aminuddin
Kontakt in Deutschland:                             Dagar
Kulturinitiative Wiesbaden
Thomas Meisenheimer                                 Weitere Informationen unter:
Karlstr. 8                                          www.makar-records.com
D-65185 Wiesbaden

Tel/Fax: 0611-302197
E-Mail: thmeisnheimer@freenet.de

Christian Poske – Sitar                             Musik                                         Keine Angabe

Kontakt:                                            Informationen (Demoband) können bei der
Christian Poske                                     Bundesgeschäftsstelle oder direkt beim
Friedelstr. 28                                      Künstler angefragt werden
12047 Berlin
Tel: 030-627337990


Mitteilungsblatt der DIG                                    18
Ausgabe Nr. 1/2002                                                           III. Berichte und Programme


Gabriele Aigner                             Film                                              Nach Absprache

Bruchstraße 7a                              Odissi - Tanz für die Götter
60594 Frankfurt                             Kurzfilm, Dauer 15 Minuten
Tel: 0179-2943646
Fax: 069-61991367
E-mail: Info@orientaldance-online.de

Kinderkulturkaravane                        Theater                                           25.05.–
                                                                                              22.06.2002
Kontakt über:                               Experimental Theater Foundation (ETF):
Büro für Kultur und Medienprojekte          freie Theaterorganisation in Bombay,
Bettina Kocher/Ralf Classen                 Theaterarbeit mit ehem. Kinderarbeitern
POB 500 161                                                                                   18.09.–
22701 Hamburg                               The Child Folk Singers of Rajasthan:              16.10.2002
e-mail: buero@kultur-und-medien.com         traditionelle Musik Rajasthans.
www.kultur-und-medien.com
Tel: 040-390 14 07/399 00 060
Fax: 040 -390 25 64

Lushin Dubey und Bubbles Sabharwal          Musik                                             September
                                                                                              /Oktober 2002
Kontaktperson: Bubbles Sabharwal            The Life of Gautama Buddha (Musical
E-Mail: birenjsab@vsnl.net                  Opera)

                                            Eine detaillierte Projektbeschreibung kann
                                            bei der Bundesgeschäftsstelle angefordert
                                            werden.

Partha Bose                                 Musik                                             02.05.-
                                                                                              20.06.2002 und
Kontakt:                                    Partha Bose ist klassischer Sitarist und spielt   ab Oktober
Esha Banyopadhyay                           zusammen mit Suman Sakar, diverse
E-mail: parthaesha@yahoo.co.in              Veröffentlichungen, Demoband kann direkt
        sumansakar123@hotmail.com           beim Künstler angefordert werden

Purbayan Chatterjee                         Musik                                             Juni/Juli 2002

Kontakt:                                    Sitar und Tabla,
Declan Conolly                              weitere Informationen auf der webside:
E-Mail: declanc@beeb.net                    www.purbayan.com

Nataya Tarangini                            Tanz                                              Sommer 2002

Raja und Radha Reddy                        Informationen über:
Kuchipudi Dance School                      www.rajarahareddy.com
DII/57, Kaka Nagar
New Delhi
e-mail: rrreddy@satyam.net.in

Piano Sagen–Raga Piano & Indische Märchen   Musik                                             Termine
                                                                                              Frühjahr/Somme
Kontakt:                                    Klaviermusik inspiriert von indischen Ragas,      r 2002; nach
Roland Darquoy                              Kompositionen von Yann Jaffrennou – eine          Absprache
Am Bannweg 9                                Symbiose zwischen Orient und Okzident.
77815 Bühl                                  Die musikalischen Darbietungen werden
Tel./Fax:0722 -3857/07223-8574              durch indische Märchen , Sagen und
                                            Legenden ergänzt




Mitteilungsblatt der DIG                            19
Ausgabe Nr. 1/2002                                                                III. Berichte und Programme



Ruth Liebich                                      Literatur                                      keine Angabe

Holtstr. 61                                       Kurzgeschichten: Erlebnisse und
49074 Osnabrück                                   Begebenheiten aus Indien - von der Autorin
                                                  des im Universitätsverlag Rasch erschienenen
Tel.: 0541/25324                                  Buches "Indische Miniaturen"

The Musik of India                                Musik                                          Keine Angabe

Kontakt:                                          Bernd Pichelbauer, Sitar und Kailash
Karin Augustin                                    Nishad, Tabla
Bosenheimerstr. 2–4
55543 Bad Kreuznach                               ein Kurzportrait der Künstler kann bei der
Tel.: 0671-8962276/0171-6939676                   Bundesgeschäftsstelle angefragt werden
Fax: 0671 - 94723

Shilip Baruri                                     Tanz                                           Sommer 2002

Kontakt:                                          Bharatanatyam
The Academy of Performing Arts
76c Stuard Place                                  Informationen über die Künstlerin können bei
Luton, Beds. LU1 5DL                              der Bundesgeschäftsstelle angefragt werden
Tel.: 07909 967383
if_ahmed2001@yahoo.co.uk
Ustad Raza Ali Kahn                               Musik                                          Ab Januar 2002

Kontakt: Michaela Wedde,                          Junger Sänger aus Patiala Gharana –
Tel.: 040/7906651                                 klassische indische Musik, diverse
E-Mail: michaelawedde@hotmail.com                 Veröffentlichungen und Auftritte auf großen
                                                  Festivals in Indien.




Vortragsangebot vom Tagore-Preisträger Dr. Wolfgang Schumann

Zur Auswahl stehen Folgende Vortragsthemen:
Der Buddha in Kunst und Geschichte (mit Dias)
Die Buddhas des Mahayana (mit Dias)

Bei Interesse werden Sie darum gebeten mit der Bundesgeschäftsstelle Kontakt aufzunehmen.




Veranstaltungen der Zweiggesellschaften 2002
(Stand der Meldungen an die Bundesgeschäftsstelle bis 08.03.2002)


Aachen
13.03.2002         19.30 Uhr      Treffen des Philosophischen Gesprächskreises unter der Leitung von Ronald
                                  A. Sequeira, Loge, Roonstr. 12, Aachen
17.03.2002         Keine Angabe   The Silk Road Projekt – Auseinandersetzung mit der Musik der Seidenstraße
                                  (Veranstaltungsreihe), nähere Informationen zur Veranstaltung können über
                                  die Hotline der Kölner Philharmonie 0221-280280abgefragt werden)
19.03.2002         19.30 Uhr      Vernissage und Ausstellungseröffnung: Remy Julien: Impressionen aus
                                  Indien; Bar Museo, Wilhelmstr. 18, Aachen.


Mitteilungsblatt der DIG                                  20
Ausgabe Nr. 1/2002                                                             III. Berichte und Programme


10.04.2002        19.30 Uhr      Treffen des Philosophischen Gesprächskreises unter der Leitung von Ronald
                                 A. Sequeira, Loge, Roonstr. 12, Aachen
11.04.2002        Keine Angabe   The Silk Road Projekt – Auseinandersetzung mit der Musik der Seidenstraße
                                 (Veranstaltungsreihe), nähere Informationen zur Veranstaltung können über
                                 die Hotline der Kölner Philharmonie 0221-280280abgefragt werden)
19.04.2002        20.00 Uhr      Dipak Sarma, Flöte, und Subrata Manna, Tabla. Ort der Veranstaltung:
                                 Suermont Ludwigmuseum Aachen
04.05. 2002       20.00 Uhr      Preetam Banerjee, Sitar, mit Begleitung. Ort der Veranstaltung: Suermont
                                 Ludwigmuseum Aachen
08.05.2002        19.30 Uhr      Treffen des Philosophischen Gesprächskreises unter der Leitung von Ronald
                                 A. Sequeira, Loge, Roonstr. 12, Aachen
02.06.2002        Keine Angabe   The Silk Road Projekt – Auseinandersetzung mit der Musik der Seidenstraße
                                 (Veranstaltungsreihe), nähere Informationen zur Veranstaltung können über
                                 die Hotline der Kölner Philharmonie 0221-280280abgefragt werden)
12.06.2002        19.30 Uhr      Treffen des Philosophischen Gesprächskreises unter der Leitung von Ronald
                                 A. Sequeira, Loge, Roonstr. 12, Aachen
19.06.2002        Keine Angabe   Ensemble "ANUBHAB" mit Sitar, Santoor, Sarangi, Gesang und Percussions
                                 – in Planung
10.07.2002        19.30 Uhr      Treffen des Philosophischen Gesprächskreises unter der Leitung von Ronald
                                 A. Sequeira, Loge, Roonstr. 12, Aachen
11.09.2002        19.30 Uhr      Treffen des Philosophischen Gesprächskreises unter der Leitung von Ronald
                                 A. Sequeira, Loge, Roonstr. 12, Aachen
09.10.2002        19.30 Uhr      Treffen des Philosophischen Gesprächskreises unter der Leitung von Ronald
                                 A. Sequeira, Loge, Roonstr. 12, Aachen
13.11.2002        19.30 Uhr      Treffen des Philosophischen Gesprächskreises unter der Leitung von Ronald
                                 A. Sequeira, Loge, Roonstr. 12, Aachen
11.12.2002        19.30 Uhr      Treffen des Philosophischen Gesprächskreises unter der Leitung von Ronald
                                 A. Sequeira, Loge, Roonstr. 12, Aachen


Berlin
18.03.2002        19.00 Uhr      Film: Duvidha – Zwei Gesichter von Mani Kaul; Arsenal Kino 1,
                                 Potsdamerstrasse
04.04.2002        19.00 Uhr      Klubabend im Restaurant "Maharani", Fuggerstr. 28, evtl. Vorbereitung der
                                 Mitgliederversammlung
09.04.2002        18.00 Uhr      Buchvorstellung : Herbert Fischer, "Wege zu Gandhi".
23.04.2002        18.00 Uhr      Vortrag von Frau Dr. Köster-Lossak in der Humbold-Universität
26.04.2002                       Mitgliederversammlung, Indisches Museum, Berlin-Dahlem
14.05.2002        18.00 Uhr      Vortrag von Frau Dr. Selina Thielemann "Samgita-sadhana" Musik als Weg
                                 zur Vollendung realiesiert in der südasiatischen Praxis


Baden-Baden
03.06.2002        20.00 Uhr      PD Dr. Andreas Bock-Raming - Die indische epische Literatur als Quelle für
                                 die Religionsgeschichte des Hinduismus


Darmstadt     –
Frankfurt
06.03.2002        19.00 Uhr      Mittwochstreff im Restaurant Gandhi, Pützerstr. 25, Darmstadt. Für
                                 Mitglieder, Interessierte und Freunde. Info:06103/79627 und 069/656903
                                 Thema: Die Tempel in Belur und Halebid in Karnataka – mit Fotos – Karl-
                                 Georg Heßler



Mitteilungsblatt der DIG                                21
Ausgabe Nr. 1/2002                                                             III. Berichte und Programme


13.03.2002      19.30 Uhr      "Der Tiger auf dem Sprung?" – Neuere Entwicklungen auf dem indischen
                               Subkontinent; Vortrag von Dr. Hans-Christoph Rieger. Kennedyhaus,
                               Kasinostr. 3, Darmstadt. Eintritt: 6Euro/erm. 5Euro
19.03.2002      19.30 Uhr      Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl. Anschließend Diavortrag über
                               die Reise der DIG im Oktober 2001 nach Kalkutta - Sikkim - Nepal von
                               Gerhard Cimbollek. Kennedyhaus, Kasinostr. 3, Darmstadt; Eintritt Frei
05.04.2002      19.30 Uhr      Das Seidenweberinnen-Projekt der WEL – Selbsthilfeorganisation, ein
                               Vortrag von Tim Stahlberg u.a.; Kennedyhaus, Kasinostr. 3, Darmstadt,
                               Eintritt frei
10.04.2002      19.30 Uhr      Grenzen der Toleranz aus buddhistischer Sicht - Vortrag in engl. Sprache (mit
                               deutscher Übersetzungshilfe) von Bikku Bhante Ananda – Mönch des
                               Theravada Buddhismus. Kennedyhaus, Kasinostr. 3, Darmstadt; Eintritt: 7.50
                               Euro/erm. 5 Euro (Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der
                               deutsch-buddhistischen    humanitären     Vereinigung      e.V.    Darmstadt
                               durchgeführt)
03.05.2002      20.00 Uhr      Sitarkonzert der klassischen indischen Musik – Preetam Banerjee, Begleitung
                               Tabla, Tanpura; Internationales Theater, Hanauer Landstr. 5-7 (Zoo-Passage),
                               Frankfurt. Eintritt: 13Euro/erm. 10Euro, (Mitglieder der DIG Darmstadt-
                               Frankfurt erhalten 2.50 Euro zurückerstattet)
08.05.2002      19.00 Uhr      Mittwochtreff im Restaurant Gandhi, Pützerstraße 25 Darmstadt.
                               Voraussichtlich: "Klöster – Feste – Landschaften in Ladakh", Vortrag mit
                               Dias von Klaus Wolff
16.05.2002      19.30 Uhr      "Bei Hathi und Schir Khan – eine Reise zu Tieren und Landschaften der
                               Dschungelbücher", Diavortrag von Dr. Peter Hünseler; Kennedyhaus,
                               Kasinostr. 3, Darmstadt, Eintitt: 6Euro/erm. 5Euro
14.06.2002      19.30 Uhr      Bansuri – Konzert der klassischen indischen Musik - Ronu Majumar, Tabla:
                               Abhijit Banerjee; Haus der Geschichte, Karolinenplatz 3, Darmstadt. Eintritt:
                               13Euro/erm.10Euro


Giessen
11.04.2002      Keine Angabe   Treffen im Dachcafe

31.05.2002      Keine Angabe   Vokalkonzert von Sugata Chatterjee


Hamburg
17.08.2002      Ab 14.00 Uhr   Sommerfest im Freizeitpark Trappenkamp - zusammen                  mit   den
                               Zweiggesellschaften Lübeck, Kiel Rostock und Winsen


Hannover
22.03.2002      19.30 Uhr      "Begegnungen im Land der Schluchen – ``Waldmenschen´´ im südöstlichen
                               Himalaya" Diavortrag von Frau Dr. Lydia Icke-Schwalbe (Staatliches
                               Museum für Völkerkunde). Ort der Veranstaltung: Niedersächsisches
                               Landesmuseum, Willy-Brandt-Allee 5; Eintritt 3,-/er,.2,- Euro
11.05.2002      20.00 Uhr      Klassisches indisches Sitar-Konzert, Prof. Subroto Roy Chowdhury, Eintritt:
                               10.-Euro/erm7.-Euro; Haus der Jugend
14.06.2002      in Planung     Vortrag über Kaschmir-Konflikt.
August          in Planung     Sommer-Treffen der Mitglieder
09.11.2002      in Planung     Divali



Kiel


Mitteilungsblatt der DIG                               22
Ausgabe Nr. 1/2002                                                              III. Berichte und Programme


17.08.2002      Ab 14.00 Uhr     Sommerfest im Freizeitpark Trappenkamp - zusammen                 mit   den
                                 Zweiggesellschaften Hamburg, Lübeck, Rostock und Winsen


Lübeck
23.03.2002      19.30 Uhr        Klubabend: Diavortrag von Dr. Lydia Icke-Schwalbe, Völkermuseum
                                 Dresden und Leiterin der DIG-Dresden. Thema: "Begegnungen im Land der
                                 Schluchten – ``Waldmenschen´´ im südöstlichen Himalaia". Marienwerkhaus,
                                 Schüsselbuden 13
20.04.2002      19.30 Uhr        Indischer Abend im Werkhof, Kanalstr. 70
27.04.2002      14.30 Uhr        Indischer Kochkurs unter Anleitung eines indischen Koches - mit
                                 Voranmeldung. Lübecker Mütterschule, Jürgen Wullenweverstr.1
                                 Klubabend: Alle Klubabendbesucher probieren gemeinsam was die
                                 Kochkünstler gezaubert haben
                19.30 Uhr
24.05         - Jeweils 20.00 Indische Filmtage im Kommunalen Kino Lübeck
26.05.2002      Uhr
31.05.2002      19.00 Uhr     Klassischer indischer Musikabend im Burgkloster, Hinter der Burg 2-4:
                              1. Dipak Sarma (Flöte) und Subrata Manna (Tabla)
                              2. Ranajit Sengupta (Sarod)
29.06.        – Gemäß            Erlebnisfahrt mit der Bahn nach Wuppertal. Wir treffen u.a. die Mitglieder
01.07.2002      Programm         der dortigen ZG, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiern
                                 (Voranmeldung erforderlich)
17.08.2002      Ab 14.00 Uhr     Sommerfest im Freizeitpark Trappenkamp - zusammen                 mit   den
                                 Zweiggesellschaften Hamburg, Kiel Rostock und Winsen
31.08.2002      19.30 Uhr        Erster Klubabend nach den Sommerferien (Marienwerkhaus, Schüsselbuden
                                 13)


Remscheid
12.04.2002      19.30 Uhr        Kultur und Kulturen. Der indische Schriftsteller Rajvinder Singh stellt sein
                                 neues Buch vor: "Vögel und andere Fische des Windmeers". Schüler und
                                 Schülerinnen der Sophie-Scholl-Gesamtschule Remscheid lesen aus ihren
                                 literarischen Ergebnissen aus der gemeinsamen Schreibwerkstatt mitb
                                 Rajvinder Singh. Mit musikalischer Umrahmung. Anschließend gemütliches
                                 Beisammensein und Imbiss aus unterschiedlichen Kulturen. Galerie der Stadt
                                 remscheid, Scharffstr. 7-9, Remscheid. Kostenbeitrag: 5 Euro/erm. 3.50 Euro
25. 04.2002     18.00 Uhr      - Indische vergetarische Küce unter der Anleitung von Frau Ruby Ray; 8.
                21.45Uhr         Küchenseminar der Deutsch-Indischen Gesellschaft Remscheid. Ort: Sophie-
                                 Scholl-Gesamtschule, Hohenhagenerstr. 25/27, 42855 Remscheid.
                                 Anmeldung ab 02.04.2002, bis spätestens 23.04.2002, die Teilnehmerzahl ist
                                 auf 15 Pers. bEgrenzt. Kostenbeitrag: 17 Euro/erm. 12 Euro
10.05.2002      19.30 Uhr        Tradition und Transmission. Klassischer Indscher Odissi-Tanz mit Madhavi
                                 Mudgal und Ensemble. Ort: Teo Otto Theater der Stadt Remscheid, Konrad-
                                 Adenauer-Str. 31-33. Kartenvorbestellung: Tel: 02191-162650/Fax: 02191 -
                                 162814 (Die - Fr. 10.00 - 18.00 Uhr, Sa. 10.00 - 16. 00 Uhr
14.05.2002      19.00 Uhr        Indien – Land der Kontraste – Videofilm von und mit Dagmar Missal. Ein
                                 Abend über die Schul- und Klassenpartnerschaft zwischen der Vivekanada-
                                 Schule in Indien und der Sophie-Scholl-Gesamtschule in Remscheid.
                                 Eindrücke und Erfahrungen im Austausch mit der Klassenlehrerin Dagmar
                                 Missal bei deutsch-indischem Imbiss und kalten und heißen getränken. Im
                                 Hause Elberfelder Str. 39, 4. Etage, Remscheid. Kostenbeitrag: 2.50 Euro
                                 einschl. Imbiss




Mitteilungsblatt der DIG                                 23
Ausgabe Nr. 1/2002                                                              III. Berichte und Programme


15.06.2002                       Ayurveda – Wissen vom Leben. Gesunde Ernährung im Alltag und bei
und                              Krankheit. Wochenendseminar mit der indischen Ayurveda-Ärztin Dr.
16.06. 2002                      Madhura Dixit. Anmeldung ab 02.04.2002, die Teilnehmerzahl ist begrenzt
                                 auf 25 Personen.
                                 Anmeldung und nähere Informationen zur Veranstaltung:
                                 DIG Remscheid, Tel. 02191 - 70732/Fax:02191 - 780889


Rostock
17.08.2002      Ab 14.00 Uhr     Sommerfest im Freizeitpark Trappenkamp - zusammen                 mit   den
                                 Zweiggesellschaften Hamburg, Kiel, Lübeck und Winsen


Winsen
17.08.2002      Ab 14.00 Uhr     Sommerfest im Freizeitpark Trappenkamp - zusammen                 mit   den
                                 Zweiggesellschaften Hamburg, Kiel Rostock und Lübeck


Wuppertal
26.04.2002      20.00 Uhr        Musik – Indien-Klassik: Sarodkonzert und Vokalmusik, in der Färnerei,
                                 Wuppertal-Oberbarmen
06.05.2002      19.30 Uhr        Deutsche Festspiele in Indien 2000-2001 – eine Videodokumentation und
                                 Einführung von Robin Mallik, Koordinator der Festspiele; Zentralbibliothek,
                                 Wuppertal-Elberfeld
29.06.2002      20.00 Uhr        Indischer Musik- und Tanzabend – Flötenkonzert und Tanz-Jugalbandi:
                                 indische klassische Tänze - Bharata Natyam und Odissi - im Dialog. Färberei,
                                 Wuppertal-Oberbarmen



Museum für Indische Kunst, Berlin
März 2002

Donnerstag       14. März
15.30                    Thematische Führung (Kati Weise)
                         Mudras und Attribute der hinduistischen Götter: Jede hinduistische Gottheit trägt
                         für sie charakteristische Embleme und hält ihre Hände in ausdrucksstarken Gesten.
                         Der Besucher erhält so einen tieferen Einblick in die hinduistische Kunst.
Samstag          16. März
15.30                    Thematische Führung (Kati Weise)
                         Mudras und Attribute der hinduistischen Götter: Jede hinduistische Gottheit trägt
                         für sie charakteristische Embleme und hält ihre Hände in ausdrucksstarken Gesten.
                         Der Besucher erhält so einen tieferen Einblick in die hinduistische Kunst.
Sonntag          17. März
11.30                    Rundgang (Kati Weise)
Mittwoch         20. März
15.30                    Thematische Führung (Raffael Dedo Gadebusch)
                         Schätze indischer Buchkunst - Vom Palmblatt zum Albumblatt: Thema dieser
                         Führung ist die Entwicklung der indischen Miniaturmalerei von ihren Anfängen im
                         östlichen und westlichen Indien bis hin zu den späten Moghul-Miniaturen.
Donnerstag       21. März
15.30                    Thematische Führung (Kati Weise)
                         Gandharas Ausstrahlung nach Asien: Die Kunst von Gandhara beeinflusste
                         Malereien und Skulpturen der Seidenstraße bis nach China. Der Besucher erkennt die
                         Besonderheiten in der Formensprache und ihre Variationen in anderen Kulturen.
Samstag          23. März
15.30                    Thematische Führung (Kati Weise)
                         Gandharas Ausstrahlung nach Asien: Die Kunst von Gandhara beeinflusste
                         Malereien und Skulpturen der Seidenstraße bis nach China. Der Besucher erkennt die
                         Besonderheiten in der Formensprache und ihre Variationen in anderen Kulturen.

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Ausgabe Nr. 1/2002                                                               III. Berichte und Programme


Sonntag          24. März
11.30                    Rundgang (Kati Weise)
Mittwoch         27. März
15.30                    Thematische Führung (Gerd Mevissen)
                         Nackt zur Erlösung: Die Führung erläutert die ausgestellten Kunstwerke des
                         Jinismus (Holz- und Bronzeskulpturen, Malereien).
Donnerstag       28. März
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Kunst der Khmer: Buddhistische und hinduistische Kunstwerke aus Angkor vom 7.
                         - 12. Jahrhundert.
Samstag          30. März
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Stein, Terrakotta, Bronze, Papier - woraus die Kunstwerke bestehen: An
                         ausgewählten Beispielen werden Material und Techniken der Bearbeitung erläutert.
Sonntag          31. März
11.30                    Rundgang (Doris Gröpper)


April 2002

Mittwoc          03.04.2002
15.30                    Thematische Führung (Norbert Kneidel)
                         Besuch der Restaurierungswerkstatt und Vorstellung von
                         Restaurierungsmethoden an Metallobjekten. Begrenzte Teilnehmerzahl - 12
                         Personen
Donnerstag       04.04.2002
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Bodhisattvas - Helfer der Menschen zur Erleuchtung

Samstag          06.04.2002
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Bodhisattvas - Helfer der Menschen zur Erleuchtung

Sonntag          07.04.2002
11.30                    Rundgang (Doris Gröpper)

Donnerstag       11.04.2002
15.30                    Thematische Führung (Kati Weise)
                         Die Inkarnationen Visnus - Mythologie im Spiegelbild der Kunst
Samstag          13.04.2002
15.30                    Thematische Führung (Kati Weise)
                         Die Inkarnationen Visnus - Mythologie im Spiegelbild der Kunst
Sonntag          14.04.2002
11.30                    Rundgang (Kati Weise)
15.30                    Führung für Sehgeschädigte (Anja Winter) Anmeldung erforderlich
                         Auch die Götter lächeln - Hinduistische Skulpturen aus Mathura.
                         Aus dem hinduistischen Pantheon werden Skulpturen verschiedener Hindugöttinnen
                         und -götter der Mathura-Kunst vorgestellt. Die teilweise lebensgroßen Skulpturen aus
                         Sandstein dürfen von den Besuchern berührt werden.
Donnerstag       18.04.2002
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Die Kunst aus Nepal - Kunstwerke, die den nepalesischen Buddhismus und den in
                         Tibet entwickelten Lamaismus wiederspiegeln
Samstag          20.04.2002
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Die Kunst aus Nepal - Kunstwerke, die den nepalesischen Buddhismus und den in
                         Tibet entwickelten Lamaismus wiederspiegeln
Sonntag          21.04.2002
11.30                    Rundgang (Doris Gröpper)
Donnerstag       25.04.2002
15.30                    Thematische Führung (Isabell Johne)
                         Die indischen Göttinnen - weibliche Gottheiten, ihre Stärken und Ausdrucksformen
                         im Buddhismus und Hinduismus


Mitteilungsblatt der DIG                                  25
Ausgabe Nr. 1/2002                                                             III. Berichte und Programme


Samstag          27.04.2002
15.30                    Thematische Führung (Isabell Johne)
                         Die indischen Göttinnen - weibliche Gottheiten, ihre Stärken und Ausdrucksformen
                         im Buddhismus und Hinduismus
Sonntag          28.04.2002
11.30                    Rundgang (Isabell Johne)


Mai 2002

Donnerstag       02.05.2002
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Das heilige Bildnis in der buddhistischen Kunst Südostasiens
Samstag          04.05.2002
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Das heilige Bildnis in der buddhistischen Kunst Südostasiens
Sonntag          05.05.2002
11.30                    Rundgang (Doris Gröpper)
Mittwoch         08.05.2002
15.30                    Thematische Führung (Norbert Kneidel)
                         Restaurierung von Metallen - was darf gemacht werden und was nicht. Eigene
                         Objekte können mitgebracht werden.
                         Begrenzte Teilnehmerzahl - 12 Personen
Donnerstag       09.05.2002
15.30                    Thematische Führung (Friederike Weis)
                         Mandala und Stupa - Kosmische Symbole in der buddhistischen Kunst
Samstag          11.05.2002
15.30                    Thematische Führung (Friederike Weis)
                         Mandala und Stupa - Kosmische Symbole in der buddhistischen Kunst
Sonntag          12.05.2002
11.30                    Rundgang (Friederike Weis)
15.30                    Führung für Sehgeschädigte (Anja Winter) Anmeldung erforderlich
                         Vom Asketen zum Gatten und Vater: Gott Shiva und seine Familie
                         Mythen und Ikonographie des populären Hindugottes Shiva, seiner Ehefrau
                         Parvati, ihres elefantenköpfigen Sohnes Ganesha und des Kriegsgottes Skanda-
                         Karttikeya erzählen Skulpturen verschiedenster Epochen der indischen Kunst.
Donnerstag       16.05.2002
15.30                    Thematische Führung (Kati Weise)
                         Der Buddhismus in Gandhara - die Entwicklung der Buddhavita
Samstag          18.05.2002
15.30                    Thematische Führung (Kati Weise)
                         Der Buddhismus in Gandhara - die Entwicklung der Buddhavita
Sonntag          19.05.2002
11.30                    Rundgang (Kati Weise)
Donnerstag       23.05.2002
15.30                    Thematische Führung (Isabell Johne)
                         Die indischen Göttinnen - weibliche Gottheiten, ihre Stärken und Ausdrucksformen
                         im Buddhismus und Hinduismus
Samstag          25.05.2002
15.30                    Thematische Führung (Isabell Johne)
                         Die indischen Göttinnen - weibliche Gottheiten, ihre Stärken und Ausdrucksformen
                         im Buddhismus und Hinduismus
Sonntag          26.05.2002
11.30                    Rundgang (Isabell Johne)
Donnerstag       30.05.2002
15.30                    Thematische Führung (Kati Weise)
                         Die Turfan Sammlung - Malereien, Schriften und Skulpturen der Seidenstraße


Juni 2002

Samstag          01.06.2002

Mitteilungsblatt der DIG                                26
Ausgabe Nr. 1/2002                                                               III. Berichte und Programme


15.30                      Thematische Führung (Kati Weise)
                           Die Turfan Sammlung - Malereien, Schriften und Skulpturen der Seidenstraße

Sonntag          02.06.2002
11.30                    Rundgang (Kati Weise)
Donnerstag       06.06.2002
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Angkor - Kunst der Khmer
Samstag          08.06.2002
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Angkor - Kunst der Khmer
Sonntag          09.06.2002
11.30                    Rundgang (Doris Gröpper)
15.30                    Führung für Sehgeschädigte (Anja Winter) Anmeldung erforderlich
                         Devi - Die indische Göttin
                         Ein spannender Streifzug durch den Himmel indischer Göttinnen, deren Verehrung
                         auch heute noch sowohl als weibliche Energie (Shakti) einer männlichen Gottheit wie
                         auch als unabhängige Göttin eine bedeutende Rolle spielt
Mittwoch         12.06.2002
15.30                    Thematische Führung (Norbert Kneidel)
                         Restaurierung von Metallen - was darf gemacht werden und was nicht. Eigene
                         Objekte können mitgebracht werden.
                         Begrenzte Teilnehmerzahl - 12 Personen
Donnerstag       13.06.2002
15.30                    Thematische Führung (Friederike Weis)
                         Vajrapani - Begleiter des Buddha und Erlösungshelfer der Gläubigen
Samstag          15.06.2002
15.30                    Thematische Führung (Friederike Weis)
                         Vajrapani - Begleiter des Buddha und Erlösungshelfer der Gläubigen
Sonntag          16.06.2002
11.30                    Rundgang (Friederike Weis)
Donnerstag       20.06.2002
15.30                    Thematische Führung (Friederike Weis)
                         Bronzen aus Nepal und Tibet
Samstag          22.06.2002
15.30                    Thematische Führung (Friederike Weis)
                         Bronzen aus Nepal und Tibet
Sonntag          23.06.2002
11.30                    Rundgang (Friederike Weis)
Donnerstag       27.06.2002
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Götter und Göttinnen des Hinduismus
Samstag          29.06.2002
15.30                    Thematische Führung (Doris Gröpper)
                         Götter und Göttinnen des Hinduismus
Sonntag          30.06.2002
11.30                    Rundgang (Doris Gröpper)



Sonstige Veranstaltungen

Die Stadt Calw feiert im Jahr 2002
Hermann Hesses 125. Geburtstag

Hermann Hesse, der in der Welt meistübersetzte und gelesene, deutschsprachige Dichter des 20.
Jahrhunderts ist in Calw geboren und aufgewachsen und in den meisten seiner literarischen Werke
finden sich Anklänge aus Calw, die er zeitlebens als seine Heimatstadt auffasste.


Mitteilungsblatt der DIG                                  27
Ausgabe Nr. 1/2002                                                         III. Berichte und Programme


Deshalb findet anlässlich des 125. Geburtstages von Hesse das Hermann-Hesse-Festival 2002 in Calw
statt, an dem unter anderem auch indische Gäste aus Talasseri, Kerala teilnehmen werden. Bereits im
Oktober/November 2001 reiste eine 40-köpfige Delegation aus Calw auf den Spuren von Dr. Hermann
Gundert nach Indien und eröffnete dort das Hermann-Hesse-Jahr 2002. Neben Projekten zu Hermann
Hesse in Budapest, Brüssel und Berlin findet in Hesses der Geburtsstadt Calw vom 29.Juni bis zum
31.August 2002 ein vielseitiges und an verschiedene Interessentengruppen gewandtes Programm statt.
Neben Ausstellungen zu Leben und Werk des Literatur-Nobelpreisträgers in Berlin, Budapest und
Brüssel bildet ein 9-wöchiges Festival im Juli und August den Höhepunkt des Hermann-Hesse-Jahres
2002. Das vielfältige Programm setzt sich aus Lesungen, Konzerten, Kunstaktionen,
Theateraufführungen und Filmnächten zusammen. Insgesamt sind rund 200 Veranstaltungen geplant,
zu denen die Stadt Calw viele tausend Gäste aus dem In- und Ausland erwartet. In Vorbereitung ist ein
Rockkonzert am 3. August mit einem Gastspiel der legendären Rockformation „Steppenwolf“. Für
Klassikfreunde steht die Uraufführung eines symphonischen Werkes des Komponisten Matthias
Bonitz nach Motiven aus "Siddhartha" auf dem umfangreichen Musikprogramm. „Siddhartha“ ist
auch das Thema des traditionsreichen Hesse-Kolloquiums, das im Rahmen der Indientage in Calw
stattfindet. Weitere Thementage (Schweiz, Baltikum, Frankreich, Asien, USA, Italien) setzen
zusätzliche Schwerpunkte innerhalb des Festivalprogramms. Bekannte Autoren und Publizisten wie
Said, Klaus Modick oder Friedrich Schorlemmer werden in der Veranstaltungsreihe "Mein Hermann
Hesse- Eine Hommage" Stellung zu Leben und Werk Hermann Hesses beziehen.
Außerdem wird zusammen mit dem indischen Botschafter eine Brücke in Calw nach Dr. Hermann
Gundert benannt, der auch durch eine Kranzniederlegung auf seinem Grab gewürdigt wird. Mit einer
offiziellen Begehung soll die Partnerschaft zwischen der neu entstehenden Fachhochschule in Calw
und der Universität Kannur in Kerala geschlossen werden.
Das Hermann-Hesse-Jahr ist offizieller Programmteil der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen
des Landes Baden-Württemberg. Schirmherr ist der baden-württembergische Ministerpräsident Erwin
Teufel.

Weitere Informationen zum Hermann-Hesse-Festival 2002 und den Veranstaltungen in den anderen
Hesse-Städten erhalten Sie im Internet unter www.hesse2002.de oder wird Ihnen auf Anfrage
hesse2002@calw.de oder Tel: 0180 500 5669 auch gerne der Veranstaltungskalender und ein
Informationspaket zugeschickt.




Mitteilungsblatt der DIG                             28
Ausgabe Nr. 1/2002                                                    IV. Diskussionsforum


IV. Diskussionsforum
An dieser Stelle wird künftig Platz für ein Diskussionsforum und für Leserbriefe
geschaffen.
– Wir freuen uns schon heute auf Ihre Beiträge




Mitteilungsblatt der DIG                      29
Ausgabe Nr. 1/2002                                                                        V. Literatur


V. Literatur

Ute Gahlings und Klaus Jork Hermann – "Graf Keyserling und
Asien"
Kuzbeschreibung: Hermann Graf Keyserling (1880-1946) wurde bekanntdurch sein "Reisetagebuch
eines Philosophen", dass er auf seinen Reisen durch Indien, China, Japan und Südamerika schrieb. Er
gründete ende 1920 die "Schule der Weisheit" in Darmstadt, wo schon im Juni 1921 die legendäre
"Tagore Woche" erstmals statt fand. Von der Idee Keyserlings inspiriert referierten neben
Rabindranath Tagore Persönlichkeiten wie Leo Baeck, Leo Frobenius, Max Scheler, Richard Wilhelm
und Carl Gustav Jung an der "Schule der Weisheit".
Mit den aus seinen Reisen gewonnen Erfahrungen, setzt er sich als Sinn, Lebens- und Kulturphilosoph
für das lebendige Verstehen des kulturell Fremden und für den Dialog zwischen den Völkern ein.
Autoren aus Indien, Frankreich und Deutschland stellen im vorliegenden Buch Keyserlings Werk mit
Blick auf die Inspiration durch Asien und in Zusammenhang mit der Geistesgeschichte seiner Zeit dar.
Auszug: Mit der überlegen-distanzierten Haltung zum eigenen Kranksein scheint Keyserling sich auf
der Uberfahrt nach China auf die brisante politische Situation einzustimmen, die ihn erwartet. Den
Ausbruch der Revolution bezeichnet er als "Krise des Organismus Staat"5, als "Kinderkrankheit"6.
Keyserling interessiert sich mehr für das Wesen Chinas als für eine realpolitische Episode und
versucht daher, sich von den durch die Revolution bedingten Eindrücken loszusagen. Doch die
politische Realität holt ihn mehrmals ein. So gerät er z.B. einmal in eine Schießerei. Davon erfahren
wir in einem Brief an seine Mutter:
"Ob ich hier viel sehen werde, ist fraglich: neulich wurde ich aus Canton geradezu herausgeschossen -
musste per Sumpan meinem Dampfer nacheilen, der vor den Kugeln weit aus der Stadt heraus
geflohen war."7 So befindet sich Keyserling inmitten der von Sun Yat-Sen angestifteten Revolution
bzw. ihren Auswirkungen, derzufolge die seit 1644 bestehende Mandschu-Dynastie abdankt. In dieser
Umbruchszeit erhält er sowohl Einblick in die seit Jahrhunderten gewachsenen Strukturen der
chinesische Kultur - er reist sogar eine Weile gemeinsam mit dem sich auf der Flucht befindenden
Staatsmann Ku Hung Ming - als auch in die Neuformierung des Reiches der Mitte.
Am dritten Tag, Sonntag, dem 12. Juni, beantwortete Tagore morgens wieder Fragen von der Treppe.
Glauben Sie an göttliche Gerechtigkeit? Wie erklären Sie sich die Katastrophen des Weltkrieges? Das
waren zwei wesentliche Themen. Tagore sprach über das menschliche Leid, über "Ahimsa", also über
die Gewaltlosigkeit, als einer wahrhaft menschlichen Methode, Konflikte zu lösen, und über seine
Überzeugung, dass die geistigen Kräfte der Gewalt und dem Hass überlegen seien. Der Höhepunkt der
Tagore-Woche ereignete sich an diesem Sonntag nachmittags. Keyserling führte den indischen Dichter
im Auto hinaus zu einem bewaldeten Hügel außerhalb von Darmstadt, und zwar auf den
Herrgottsberg. Auch der Großherzog war mit von der Partie. Der Nachmittag war sonnig und
frühlingshaft. Die Zeitungen hatten verkündet, dass Tagore jedem zugäglich sei und dass es
vermutlich die letzte Gelegenheit sei, den "großen Weisen und Dichter" zu erleben. Der Herrgottsberg
war ein beliebter Ort für Spaziergänge. Tagore entstieg seinem Auto. Er war offenbar nicht darauf
vorbereitet, dass seine kleine Exkursion zu einem öffentlichen Ereignis vorbestimmt war. Memoiren
schreiben von "Tausenden" von Zuschauern, die sich um ihn scharten, sich auf den Abhängen des
Herrgottsbergs lagerten, um Tagore zuzuhören. Zunächst forderte der Großherzog seine Landsleute
auf, dem Dichter einige Lieder zu singen. Es muss für den indischen Dichter ein bewegender
Augenblick gewesen sein, wie auf den Hängen zu seinen Füßen "Tausende" von Stimmen deutsche
Volkslieder anstimmten. Ein Lied nach dem anderen wurde intoniert, worauf der Dichter die große
Menge ergriffen ansprach. Die "Seelenkultur" der beiden Länder konnten hier in enger Umarmung
beobachtet werden. Vor allem wenn Rabindranath mit Hochschätzung feststellte, in dieser Musik
"fühle er die Seele Deutschlands"....
Herausgeber: Verlag für Medizin und Gesundheit 2000
Seiten: 201
Preis: 16.00 Euro
ISBN: 3932977017
Titel: Hermann Graf Keyserling und Asien

Mitteilungsblatt der DIG                             30
Ausgabe Nr. 1/2002                       V. Literatur


Autor: Gahlings, Ute/ Jork, Klaus




Mitteilungsblatt der DIG            31
Ausgabe Nr. 1/2002                                                         Impressum



Impressum

Herausgeber:

Deutsch–Indische Gesellschaft e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart
Tel.: 0711– 29 70 78
Fax.: 0711–299 14 50
E–mail: info@dig-ev.de
http:\\www.dig–ev.de

Redaktion:

Deutsch–Indische Beziehungen               Dr. Hans–Georg Wieck
Wirtschaft                                         Dr. Hans Christoph Rieger
Forschung und Lehre, Schulen               Dr. Joachim Oesterheld
Umwelt, NGOs, Menschenrechtsfragen         Dr. David Hawkes
Aus den Zweiggesellschaften                Regina Kuckertz
Jugendarbeit (Jugend Forum und Seminar)    Dr. Urmila Goel
Programmvorschau/ Veranstaltungen          Petra Starzmann
Mitteilungen der Bundesgeschäftsstelle     Winkle / Maegraith
Deutsch–Indisches Vereinsleben             Josè Punnamparambil
Pressespiegel                              Christian Winkle
Leserbriefe                                Petra Starzmann
Neue Bücher                                Petra Starzmann
Kunst & Kultur                             Dr. Prabuddha Banerjee


Auflage: 4.000

Erscheinungsweise: Vierteljährlich




Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht zwingend die Meinung der Deutsch–
Indischen Gesellschaft e.V. wieder.




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