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Franz Kafka _1883-1924_

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posted:
11/12/2011
language:
German
pages:
1
Franz Kafka (1883-1924): Gibs auf!



Vor dem Lesen:

1. Sie kennen das Verb "auf•geben" nicht, aber was meinen Sie, was könnte es bedeuten?



2. Besprechen Sie mit Ihrem Partner, was die unterstrichenen Wörter im Text bedeuten.



3. "es war schon viel später, als ich geglaubt hatte ==> ich mußte mich sehr beeilen"

==> Was denken Sie, was bedeutet "sich beeilen"?



Es war sehr früh am Morgen, die Straßen rein [=very clean] und leer, ich ging zum Bahnhof.

Als ich eine Turmuhr [der Turm = tower] mit meiner Uhr verglich, sah ich, daß es schon viel

später war, als ich geglaubt hatte, ich mußte mich sehr beeilen, der Schrecken [=alarm, fright]

über diese Entdeckung [=discovery] ließ mich im Weg unsicher werden, ich kannte mich in

dieser Stadt noch nicht sehr gut aus, glücklicherweise war ein Schutzmann [=Polizist] in der

Nähe, ich lief zu ihm und fragte ihn atemlos [der Atem = breath, atmen = to breathe] nach

dem Weg. Er lächelte und sagte: "Von mir willst du den Weg erfahren [=herausfinden]?"

"Ja", sagte ich, "da [=weil] ich ihn selbst nicht finden kann." "Gibs auf, gibs auf", sagte er

und wandte sich mit einem großen Schwunge ab [=he turned away with a flourish

[energetically, with gusto], so wie [=like] Leute, die [=who] mit ihrem Lachen allein sein

wollen.



Nach dem Lesen:

0. Warum lesen wir diese Geschichte in diesem Kapitel?



1. Was denken Sie: ist der Erzähler [=narrator] ein Tourist in dieser Stadt, oder wohnt er in

der Stadt? Warum?



2a. Wie geht es dem Erzähler im Laufe [=in the course of] der Geschichte?

a. erst schlecht, dann gut, dann schlecht, dann besser

b. erst gut, dann schlecht, dann ein bisschen besser, dann sehr schlecht

c. sehr gut

d. sehr schlecht

e. immer besser [=better and better]

f. immer schlechter

2b. Rechtfertigen [=justify] Sie Ihre Antwort. Es gibt vielleicht viele gute Antworten.







3. Warum wird der Erzähler im Weg unsicher? Ist das realistisch?



4. Warum ist der Erzähler froh, als er den Polizisten sieht? [Note: "Ich sehe den PolizistEN," but "der Polizist ist..."]



5. Hilft der Polizist dem Erzähler? Warum (nicht)? Ist das realistisch?



6. Haben Sie Ideen, wie man diese Geschichte interpretieren kann? Was bedeutet vielleicht

"der Weg"?? Gibt es in Ihrem Leben solche Polizisten? Wenn ja, wer sind sie?



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