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									                        DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                       1


               D E U T S C H E G E O L O G I S C H E G E S E L L S C H AF T

                             SEITE DES PRÄSIDENTEN


Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,

nachdem wir im vergangenen Jahr die großartige Tagung GEO Berlin ‟98 hatten, über die im
letzten Heft berichtet worden ist, müssen wir in diesem Jahr die Umsetzung der veränderten
Satzung unserer Gesellschaft angehen. Dies bedeutet, dass wir zum ersten Mal in der Ge-
schichte unserer Gesellschaft eine Briefwahl organisieren müssen. Das Präsidium hat in sei-
ner Sitzung am 08. Februar 1999 den Wahlvorstand eingesetzt. Herrn KREYSING haben wir
gebeten, den Vorsitz des Wahlvorstandes zu übernehmen. Für die technische Abwicklung
und als Vertreterin haben wir unsere Sekretariatsmitarbeiterin, Frau HEINRICHS, eingesetzt.
Ferner werden Herr HENNINGSEN und Herr BETZ im Wahlvorstand mitarbeiten.
Aus dem in diesem Heft veröffentlichten Wahlaufruf ersehen Sie, dass die Mitglieder bis acht
Wochen vor dem Wahltermin, der Ende Juli liegt, aufgerufen sind, für das neu zu wählende
Präsidium Kandidatenvorschläge zu machen. Der Vorschlag des Präsidiums wird Ihnen mit
den Wahlunterlagen zugesandt.
Auf Anregung des Präsidiums hat sich ein Arbeitskreis junger Geowissenschaftler in unserer
Gesellschaft zusammengefunden. Ansprechpartner hierfür ist Dr. Manfred DÖLLING im Geo-
logischen Landesamt Nordrhein-Westfalen, Krefeld. Herr DÖLLING hat die Vorstellungen, die
unsere jungen Mitglieder haben, auf der Präsidiumssitzung vorgetragen. Das Präsidium un-
terstützt die Arbeit dieses Arbeitskreises und bittet alle jungen Mitglieder sich aktiv an der Ar-
beit zu beteiligen, denn sie sind diejenigen, die die Gesellschaft im nächsten Jahrhundert
tragen und gestalten.
Wie ich Ihnen vor einiger Zeit berichtete, haben sich die Geowissenschaftlichen Gesellschaf-
ten der Festen Erde zu einer Konferenz der Vorsitzenden zusammengefunden. Diese Konfe-
renz hat wesentlich zum Gelingen der Geotagung in Berlin beigetragen. Da es immer
schwieriger wird, bei der hohen Belastung der Kolleginnen und Kollegen ehrenamtliche Mit-
arbeiter für solche redaktionellen Arbeiten zu finden, ist es unbedingt notwendig, mehrere
Gesellschaften zusammenzuführen, um so eine größere Auflage für ein Mitteilungsblatt zu
erhalten, die eventuell eine Professionalisierung der redaktionellen Arbeiten erlaubt. Nun-
mehr wird diskutiert, ob es möglich ist, ein gemeinsames Nachrichtenblatt für die
Geowissenschaften der Festen Erde zu schaffen. Auf der Basis unserer Nachrichten der
DGG soll versucht werden, unter Beteiligung des BDG ein solches Blatt zu schaffen. Doch
sollte dies nicht ohne Beteiligung der Mitglieder erfolgen. Ich bitte Sie daher, mir Ihre
Meinung zu solchen Vorhaben mitzuteilen, damit dies in die laufenden Beratungen einfließen
kann.
Mit den besten Grüßen und Glückauf

Ihr

Peter NEUMANN-MAHLKAU
2                         DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


 Wahl des Präsidiums der DGG für                    des Präsidums von den Mitgliedern Alterna-
                                                    tivvorschläge beim Wahlvorstand einge-
    den Zeitraum 2000 - 2002                        reicht werden.
Erstmals in der Geschichte der DGG wird             Diese Wahlvorschläge müssen laut Wahl-
das Präsidium der Gesellschaft per Brief-           ordnung spätestens 8 Wochen vor dem
wahl gewählt. Siehe hierzu auch die in Heft         Wahltermin beim Wahlvorstand eingegan-
65 der Nachrichten der DGG veröffentlichte          gen sein. Dies wäre der 4. Juni 1999.
Wahlordnung sowie die in Heft 61 veröffent-
lichte neue Satzung.                                Der Wahlvorstand setzt zusätzlich zum Vor-
                                                    schlag des Präsidiums die zwei von den
Zu wählen sind die folgenden Positionen:            Mitgliedern am häufigsten genannten Kan-
     der Präsident bzw. die Präsidentin            didaten auf den Stimmzettel, soweit sie
                                                    mindestens 30 Nennungen erreicht und
     der erste Vizepräsident bzw. die erste        nach Rücksprache die Zustimmung bei ei-
      Vizepräsidentin                               ner eventuellen Wahl erklärt haben.
     der zweite Vizepräsident bzw. die zweite      Ihre Wahlvorschläge     richten   Sie   bitte
      Vizepräsidentin                               schriftlich an den:
     der Schatzmeister bzw. die Schatzmeis-        Wahlvorstand
      terin                                         z. Hd. Dr. Klaus KREYSING
     der Schriftführer bzw. die Schriftführerin    Geschäftsstelle der DGG
                                                    Stilleweg 2
Als Wahltermin wurde vom Wahlleiter der             30655 Hannover
2.August festgesetzt.
                                                    Klaus KREYSING, Hannover
Für die neu zu besetzenden Positionen im
Präsidium können neben den Vorschlägen


                                  Liebe Mitglieder der DGG,
              werden auch Sie für unsere gemeinsame Gesellschaft aktiv!
                            Werben Sie ein neues DGG-Mitglied!


                      Sie erhalten dafür ein Heft der Schriftenreihe der DGG
                nach Ihrer Wahl (siehe Bestell-Formular am Ende dieses Heftes).


           Senden Sie das ausgefüllte Anmeldeformular des neu geworbenen Mitglieds
                     unter Angabe Ihrer Adresse sowie Ihrer Mitgliedsnummer
                                           direkt an den:
                                        Schatzmeister
                            der Deutschen Geologischen Gesellschaft
                                          Stilleweg 2
                                       30655 Hannover
             Tel.: 0511-643-3567, Fax: 0511-643-3667, e-mail: gerd.roehling@bgr.de


                          Ein Anmeldeformular ist diesem Heft beigefügt‟
                        DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                        3


                           NEUERSCHEINUNG
       Vegetation und Paläoklima der Weichsel-Kaltzeit im nördlichen
                                         Mitteleuropa
Ergebnisse paläobotanischer, -faunistischer und geologischer Untersuchungen
                              Holger FREUND & Gerfried CASPERS
                                          (Herausgeber)
             Schriftenreihe der Deutschen Geologischen Gesellschaft, Heft 4
            Preis: 50.- DM, DGG-Mitglieder zahlen 35.- DM (+ Porto- u. Verpackungskosten)
Die Beeinflussung des Klimas durch den Menschen ist eines der beherrschenden Umweltthemen un-
serer Zeit. Dabei sind natürliche und anthropogene Klimaveränderungen schwierig voneinander zu
trennen. Die Beiträge im vorliegenden Heft befassen sich mit den natürlichen Klimaschwankungen im
Früh- und Pleniglazial der letzten Kaltzeit. Vier neue Sequenzen werden paläobotanisch beschrieben.
Darunter befindet sich mit der Bohrung Groß Todtshorn (Lüneburger Heide) die derzeit vollständigste
weichselzeitliche Folge im mitteleuropäischen Tiefland. Geologie und Genese des Beckens von Groß
Todtshorn wurden durch Bohrungen, Seismik, Georadar und Geoelektrik erkundet, die Bohrkerne
isotopenanalytisch, paläomagnetisch, paläobotanisch und -faunistisch untersucht.
Zusammenfassend wird über Möglichkeiten und Einsetzbarkeit von Uran/Thorium-Datierungen be-
richtet sowie der Stand der terrestrischen Paläoklimaforschung unter Berücksichtigung geologischer,
paläobotanischer und -faunistischer Untersuchungen für das nördliche Mitteleuropa beschrieben.
                                        Inhaltsverzeichnis:
CASPERS, G.: Die eem- und weichselzeitliche Hohlform von Groß Todtshorn (Kr. Harburg; Nieder-
  sachsen) - Geologische und palynologische Untersuchungen zu Vegetation und Klimaverlauf der
  letzten Kaltzeit
FREUND, H.: Die Vegetation im Weichsel-Früh- und -Hochglazial von Groß Todtshorn (Kr. Harburg;
  Niedersachsen) anhand botanischer Makroreste
W ALKLING, A.: Käferkundliche Untersuchungen an weichselzeitlichen Ablagerungen der Bohrung
   Groß Todtshorn (Kr. Harburg; Niedersachsen)
GEYH, M.A. & TECHMER, A.: 230Th/234U-Datierung der organogenen Sedimente der Bohrung Groß
  Todtshorn (Kr. Harburg; Niedersachsen)
GRINAT, M., W IEDERHOLD, H. & ZIEKUR, R.: Geophysikalische Messungen im Bereich der Hohlform
  Groß Todtshorn (Kr. Harburg; Niedersachsen)
ROLF, C.: Magnetostratigraphische Untersuchungen am Bohrkern aus der Hohlform Groß Todtshorn
  (Kr. Harburg; Niedersachsen)
FREUND, H.: Eem- und weichselzeitliche Ablagerungen der Bohrung Neuenhaus-Veldhausen
  (Grafschaft Bentheim; Niedersachsen)
FREUND, H., MEYER, K.-J. CASPERS, G. & HÖFLE, H.: Pollenstratigraphische Untersuchungen zum
  Eem-Interglazial und Brörup-Interstadial von Barendorf (Kr. Lüneburg; Niedersachsen)
FREUND, H. & CASPERS, G.: Eem-Interglazial und Weichsel-Frühglazial - palynologische Untersu-
  chungen im Dell-Grund bei Wittenmoor in der Altmark (Kr. Stendal; Sachsen-Anhalt)
GEYH, M.A., HENNIG, G. & ÖZEN, D.: U/Th-Datierung interglazialer und interstadialer Niedermoortor-
  fe und Lignite - Stand und Zukunft
CASPERS, G. & FREUND, H.: Die Vegetations- und Klimaentwicklung des Weichsel-Früh- und -Hoch-
  glazials im nördlichen Mitteleuropa
4                        DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


    Bestellungen richten sie bitte an die Geschäftsstelle der DGG, Stilleweg 2, 30655 Hannover


                                                   Ein erstes Zusammentreffen fand auf Anre-
    Asteroiden, Meteoriten, Impakte
                                                   gung des Präsidenten der Deutschen Geo-
      16. – 20.05.2000, Nördlingen                 logischen Gesellschaft, Prof. Dr.-Ing. Peter
                                                   NEUMANN-MAHLKAU, am 28. November im
Erste Ankündigung der gemeinsamen                  Geologischen Landesamt Nordrhein-West-
Frühjahrstagung der Astronomischen Ge-             falen statt. Als Vertreterin des Präsidiums
sellschaft und der Deutschen Geologischen          konnte Dipl.-Geol. Claudia HOLL-HAGEMEIER
Gesellschaft.                                      zehn Geologen/innen aus den Bereichen
Zum      zehnjährigen    Bestehen     des          der Universitäten, der Geologischen Lan-
Rieskrater-Museums Nördlingen im Ries              desämter und der Industrie in Krefeld be-
veranstalten       die      Astronomische          grüßen. Ebenso waren die Vertreter der
Gesellschaft und die Deutsche Geologische          Studentinnen und Studenten der DGG,
Gesellschaft gemeinsam eine Tagung, die            Monika KROLL (Universität Münster) sowie
die Wechselwirkung kleiner Körper im               Achim SCHROEDER (TU Clausthal), anwe-
Sonnensystem       mit   den     Planeten,         send. Im Arbeitskreis wurden insbesondere
insbesondere der Erde zum Thema hat.               Aufgaben und Ziele dieser neuen Gruppie-
                                                   rung in der Deutschen Geologischen Ge-
Eine formale Einladung wird im Sommer              sellschaft diskutiert. Die in der Diskussion
1999 ergehen. Besondere Fragen und An-             entwickelten Ideen und Anregungen der Ar-
regungen können an den örtlichen Haupt-            beitsgemeinschaft, die vor allem die Be-
koordinator gerichtet werden:                      treuung und Förderung des geowissen-
Dr. Nikolaus VOGT, Luckengasse 26, 86720           schaftlichen Nachwuchses zum Inhalt hat-
Nördlingen; Tel./Fax: 09081-25377; e-mail:         ten, wurden Anfang Februar in Hannover
nikolaus.vogt@t-online.de                          dem Präsidium durch Dr. Manfred DÖLLING
                                                   unterbreitet.
Hubert MILLER, München
                                                   Interessenten, die sich am Arbeitskreis be-
                                                   teiligen möchten, setzen sich bitte mit Man-
                                                   fred DÖLLING, Geologisches Landesamt
            Gründung einer
                                                   Nordrhein-Westfalen, in Verbindung. Die
     “Arbeitsgemeinschaft Junger                   nächste Sitzung ist für März 1999 vorgese-
    Geowissenschaftler/-innen in der               hen.
                DGG”                               Kontakt:
Auf Initiative einiger junger Geowissen-           Dr. Manfred DÖLLING
schaftler/-innen aus Universitäten, Geologi-
                                                   Geologisches Landesamt Nordrhein-West-
schen Ämtern und der Geo-Industrie wurde
                                                   falen
Oktober 1998 in Berlin eine “Arbeitsgemein-
                                                   De-Greiff-Str. 195
schaft Junger Geowissenschaftler/innen in
                                                   47803 Krefeld
der Deutschen Geologischen Gesellschaft”
                                                   Tel.: 02151-897-448
ins Leben gerufen. Angeregt wurde diese
                                                   Fax.: 02151-897-505
Initiative durch die Gründung einer Sektion
                                                   geosurvey@mail.gla.nrw.de
“Jeunes Géologues” unserer französischen
Schwestergesellschaft, der Société Géolo-
gique de France (SGF).
                        DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                       5


                    F AC H S E K T I O N I N G E N I E U R G E O L O G I E

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   12. Nationale Tagung für Inge-
            nieurgeologie                        Ein Abend bei den Halloren, der Salzwirker-
                                                 brüderschaft im Thale zu Halle, mit Schau-
Die 12. Nationale Tagung für Ingenieurgeo-       sieden, Silberschatz, regionalen Spezialitä-
logie, veranstaltet von der Fachsektion In-      ten und Musik.
genieurgeologie der Deutschen Geologi-
schen Gesellschaft und der Deutschen Ge-         Donnerstag, 15.4.99
sellschaft für Geotechnik findet vom 12. bis
16. April 1999 in der Martin-Luther-Universi-    8.30 h – 12.00 h Fortsetzung      des     Work-
tät Halle-Wittenberg in Halle, Wissen-                            shops
schaftszentrum Kröllwitzer Straße 44 statt.      8.30 h – 12.15 h Vorträge mit Diskussionen
Dazu sind Sie herzlich eingeladen.
                                                 13.30 h – 17.00 h Podiumsdiskussion, Vor-
           Programmübersicht:                                    träge und Posterausstel-
                                                                 lung im Tagungsgebäude
Montag, 12. 4.99                                                 Kröllwitzer-Straße 44
18.00 h Icebreaker-Party in     der Neuen        Freitag, 16.4.99
        Residenz
                                                 Nachexkursion 1:
im Institut für Geologische Wissenschaften
und Geiseltalmuseum, Domstraße 5                 Wasserkraft- und Stauanlagen im Thüringer
                                                 Wald
Dienstag, 13.4.99                                8.00   Uhr     ab      Bus-Hbf.         Halle/S.,
8.00 h   Vorexkursion        in          die     E.-Kamieth-Platz
         Braunkohle-Landschaft            im     Nachexkursion 2:
         Südraum von Leipzig
                                                 DB Ausbaustrecke Halle-Leipzig (Bereich
         ab       Bus-Hbf.          Halle/S.,    Bf. Gröbers)
         E.-Kamieth-Platz
                                                 8.00 Uhr ab DB-Hbf. Halle (S.)
18.00 h Mitgliederversammlung der Fach-
        sektion Ingenieurgeologie                               Vortragsfolge
         im Institut für Geologische Wissen-
                                                 Mittwoch, 14.4.99
         schaften und Geiseltalmuseum,
         Domstraße 5                             9.0 h – 10.45 h
20.00 h Empfang des Oberbürgermeisters                         Themengruppe:
        der Stadt Halle im Stadthaus am
                                                        Bergbau und Bergbaufolgen
        Marktplatz
                                                          (Vorsitz K.-J. PIERSCHKE)
Mittwoch, 14.4.99                                TSCHESCHLOK, H. & HAUSDORF, W.: Inge-
8.15 h – 9.00 h     Eröffnung und Begrüs-          nieurgeologisch-geotechnische Probleme
                    sung                           im Zusammenhang mit der Sanierung
                                                   von Tagebauen und ihrer geplanten
9.00 h – 16.00 h    Vorträge mit Diskussio-        Nachnutzung.
                    nen
                                                 GESS, S., BURCHERT, J. & RÖSSGER, U.:
16.30 h – 18.30 h Workshop Geoinformati-           Möglichkeiten der Setzungsbeobachtung
                  on´ im Tagungsgebäude            und Auswertung an Bauwerken auf
                  Kröllwitzer-Straße 44            Braunkohlekippen des Mitteldeutschen
6                      DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


    Braunkohlereviers am Beispiel der Zen-       lichkeiten des baugeologisch-geotechni-
    traldeponie Cröbern.                         schen Informationssystems BAGIS.
ROTHENHÖFER, H.: Bau eines Verkehrswe-         HEITFELD, K.-H., HEITFELD, M., MÜHLENKAMP,
  ges über ein stillgelegtes Bergbaugebiet.      M. & ROSNER, P.: Spezielle Probleme bei
                                                 der Felssicherung für ein denkmalge-
FENK, J., SUDERLAU, G. & JAHNEL, A.: Unter-
                                                 schütztes Bauwerk im Rheinischen
  suchungen zur Tagesbruchgefahr über
                                                 Schiefergebirge.
  Braunkohletiefbausystemen bei Wieder-
  entstehen des Salzigen Sees – Phase 1:       RENTSCHLER, K. & MOSER, M.: Die Erfassung
  Istzustand.                                    von Inhomogenitäten und Instabilitäten
                                                 an Tonsteinhängen Süddeutschlands.
MEIER, G.: Ingenieurgeologische Problem-
  stellungen bei der Erkundung und Ver-        OBERLÄNDER, F., KLIESCH, K., JAHNEL, CH. &
  wahrung von tagesnahen Hohlräumen              BAUER, M.: Sanierung einer anthropoge-
  und Altbergbau im mitteldeutschen              nen ausgelösten Hangrutschung in Sin-
  Raum.                                          zig/Rhein.
11.15 h – 13.00 h                              16.30 h – 18. 30 h
              Themengruppe:                                    Workshop:
      Ingenieurgeologische Methoden                         Geoinformation
             (Vorsitz R. AZZAM)                          (Koordination G. REIK)
W ILDEN, U. & BECKER, J.: Ergebnisbericht      Präsentation von Produkten und Systemen
   über die Anwendbarkeit von unterschied-     zur Erfassung, Verarbeitung, Interpretation
   lichen geophysikalischen Oberflächenver-    und Pflege ingenieurgeologischer Daten.
   fahren auf einen Versuchserdkörper.
                                               Donnerstag, 15.4.1999
SEPPELFRICKE, C.: Spannungs- und Verfor-
                                               8.30 h – 10.15 h
  mungscharakteristik von Bergematerial
  unter hohen Auflasten.                                    Themenbereich:
RÖCKEL, TH. & LEMPP, CH.: Bohrloch- und                Verkehrswege und Tunnel
  Bohrkern-Instabilitäten als Indikatoren                (Vorsitz K. SCHETELIG)
  des regionalen Spannungszustandes.           W INTJEN, J.: Übersicht zur Ingenieurgeologie
VOGEL, H.: Dränfähige Stabilisierungsinjek-       und Geotechnik der BAB 38.
  tionen.                                      ROSE, K. & W EISE, M.: Ingenieur- und hy-
KÜHN, F., TREMBICH, G. & HÖRIG, B. Die           drogeologische Probleme beim Bau der
  Untersuchung von Bruch- und Sen-               BAB 38 im östlichen Eichsfeld.
  kungsrisiken mittels Fernerkundung.          HOFFMANN, M., STRAUSS, R. & W EBER, P.:
14.15 h – 16.00 h                                Die Egge-Querung, ein 12 km langer
                                                 Neubauabschnitt der Ausbaustrecke 33
                 Themengruppe:
                                                 der DB AG.
    Ingenieurgeologische Methoden, Rut-
                                               KÜHNE, M., THOMÄ, M. & KLAPPERICH, H.: In-
                 schungen
                                                 genieurgeologische Herausforderungen
             (Vorsitz B. JÄGER)                  bei Infrastrukturprojekten in Taiwan
TIEDEMANN, J. & MARINONI, O.: Zur Anwen-         /R.O.C.
   dung geostatistischer Modellierung in der   13.30 h – 14.45 h
   Ingenieurgeologie.
                                                              Podiumsdiskussion
KESPER, B., MÖLLER, D. P. F., REIK, G. &
  ZEMKE, C.: Realisierung und Einsatzmög-      unter der Moderation des Wissenschafts-
                                                       journalisten H. D. SAUER
                        DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                   7

BOGENRIEDER, W., DÜLLMANN, H., FORKER,
                                                   13. Bodenseetagung in Bregenz
  A., SCHROETER, A., TENSCHERT, E., W ATZ-
  LAW , W. & W ELLMER, F.: Selbstverständ-
                                                               1998
  nis und gesellschaftspolitischer Anspruch      Am 23. und 24. Oktober 1998 fand im Hotel
  der Ingenieurgeologie.                         Mercure in Bregenz die 13. Bodenseeta-
15.15 h – 17.00 h                                gung statt, eine gemeinsame Veranstaltung
                                                 der österreichischen Arbeitsgruppe Inge-
                  Themenbereich:
                                                 nieurgeologie, der schweizerischen Fach-
           Verkehrswege und Tunnel               gruppe der Ingenieurgeologen und der
              (Vorsitz G. STROBEL)               deutschen Fachsektion Ingenieurgeologie.
W ULLSCHLÄGER, D. & FRÖHLICH, B.: Die Er-        Die Organisation der Tagung oblag turnus-
  neuerung des Tüllinger Tunnels – geolo-        gemäß der Arbeitsgruppe Ingenieurgeologie
  gische Situation, ingenieurgeologische         der Österreichischen Geologischen Gesell-
  Analyse und bautechnische Lösungen.            schaft – zukünftig Fachsektion Ingenieur-
                                                 geologie der ÖGG und der Österreichischen
PLINNINGER, R., BRUELHEIDE, Th. & THURO,         Gesellschaft für Geomechanik.
  K.: Geotechnische Auswirkungen von In-
  homogenitäten im Keupersandstein auf           Mit dem Rahmenthema “Geologie und Ver-
  Tunnelvortriebe der U-Bahn Nürnberg.           kehrswegebau“ wurde ein ingenieurgeologi-
                                                 scher Tätigkeitsbereich ausgewählt, dem
NEIDHART, Th.: Optimierung der Gründung          derzeit in allen drei Ländern ein hoher Stel-
  einer Eisenbahnbrücke unter vorgegebe-         lenwert zukommt. Dementsprechend be-
  nen Rahmenbedingungen.                         fassten sich die Vorträge mit ingenieurgeo-
SCHULZ, G.: Großversuch im Erdbau hin-           logischen Aufgaben, Strategien und Ergeb-
  sichtlich Auswirkungen im Keuper.              nissen bei der Erkundung von Bahntrassen,
                                                 Straßen- und Tunnelbauprojekten sowie in-
BRÄUTIGAM, B.: Die Hydrogeologie beim            genieurgeologischen Aspekten bei Umwelt-
  Finnetunnel.                                   verträglichkeitsuntersuchungen für den Ver-
Weitere Informationen im Internet:               kehrswegebau. Die Wiederverwertung von
                                                 Tunnelausbruchsmaterial und Gesteine als
http://www.geologie.uni-halle.de/ oder http://   Baustoff gehörten ebenso zum Themen-
www.dggt.de                                      kreise wie die Beobachtung und Sicherung
Anmeldung:                                       instabiler Hänge im Bereich von Verkehrs-
                                                 wegen (auch einer Wasserstraße). Die sehr
Martin-Luther-Universität Halle, Kongress-
                                                 interessanten Vorträge behandelten vielfach
büro, 06099 Halle/Saale, Telefon: 03 45-5
                                                 aktuelle Aufgaben der Tagungsteilnehmer,
52 61 40, Fax: 03 45-5 52 70 66.
                                                 was z. T. lebhafte Diskussionen auslöste.
Tagungsleitung:
                                                 Möglichkeiten zu vertieftem Gedankenaus-
Prof. Dr. Ch. LEMPP (Halle) und Prof. G.         tausch bot der großzügige Abendempfang
REIK Ph. D. (Clausthal-Zellerfeld).              der Vorarlberger Landesregierung und der
Organisationskomitee:                            Landeshauptstadt Bregenz für die etwa 100
                                                 Tagungsteilnehmer auf dem Gebhardsberg.
V. BÖTTGE (Halle) Prof. Dr. H. DÜLLMANN          Er rundete in gewohnt stilvoll-harmonischer
(Aachen), B. JÄGER (Krefeld), Prof. Dr. E.       Atmosphäre den Vortragsteil der 13. Bo-
KRAUTER (Mainz), K.-J. PIERSCHKE (Köln), G.      denseetagung ab.
STROBEL (Halle), Dr. H. TSCHESCHLOK
(Espenhain).                                     Die Exkursion am 24.10.98 führte – nach
                                                 einem vorbereitenden Vortrag am 23.10.98
B. JÄGER, Krefeld                                – in den Bereich des Klostertals. Im Rah-
                                                 men des Themas “Bau und Erhaltung hoch-
                                                 alpiner Verkehrswege als baugeologische
                                                 Aufgabe“ wurden an ausgewählten Lokalitä-
8                      DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


ten (Bahnhof St. Anton, Felssturzbereiche      Jeder Themenkreis wurde durch ein oder
an der Flexenstraße, bei Stuben und Da-        zwei key-note-Vorträge eingeleitet. An den 4
laas, Gipsbruchtobel mit Sicherung der         Kongresstagen       wurden    insgesamt    9
Bahntrasse bei Dalaas etc.) die jeweils        key-note-Vorträge      gehalten   und   169
speziellen geotechnischen Probleme vor Ort     Beiträge in 2 parallelen Sitzungen vorge-
eingehend diskutiert.                          stellt, bei der nur eine sehr kurze Redezeit
                                               von 10 Minuten zur Verfügung stand. Die
Die 13. Bodenseetagung 1998 in Bregenz
                                               deutsche Beteiligung bestand aus 1
war eine in jeder Hinsicht bestens gelunge-
                                               key-note-Vortrag, 9 Beiträgen und einer
ne Veranstaltung. Den Organisatoren Prof.
                                               Sitzungsleitung. In einigen Themenkreisen
Dr. E. TENTSCHERT, Prof. Dr. J. F. SCHNEI-
                                               fanden Podiumsdiskussionen statt und
DER, Mag. G. FRIK sowie der Exkursionsfüh-
                                               wurden Poster präsentiert.
rung Dr. H. BERTLE und Dr. J. KAISER ge-
bührt Dank und Anerkennung.                    Der 3. Kongresstag wurde für Tagesexkur-
                                               sionen in die Umgebung von Vancouver zur
G. LINK
                                               Besichtigung von Abfalldeponien, Rut-
                                               schungen, Kraftwerksprojekten und anderen
                                               interessanten Baustellen genutzt. Die ka-
 8. Weltkongress der Internationa-             nadischen Gastgeber gaben sich viel Mühe,
len Assoziation für Ingenieurgeolo-            das Programm auch durch interessante
      gie und Umwelt (IAEG)                    Vor- und Nachkongressexkursionen und
                                               zwei glanzvolle Gesellschaftsabende abzu-
Der 8. Weltkongress der Internationalen As-    runden.
soziation für Ingenieurgeologie und Umwelt
                                               Der Kongress zeigte die weltweiten Proble-
fand vom 21. bis 25. September in Vancou-
                                               me, mit der sich die Ingenieurgeologie be-
ver, Kanada, statt. In die Tagung integriert
                                               fasst, in einer eindrucksvollen Bandbreite
war der 15. Kanadische Tunnel-Kongress.
                                               auf.    Dabei   wurden    besonders    bei
Mehr als 500 Teilnehmer aus mehr als 50        Umwelt-Themen zum Teil sehr große
Nationen trafen sich, um zahlreiche Vorträ-    Unterschiede         zur        deutschen
ge über folgende 7 Themen zu hören:            Vorgehensweise deutlich.
1. Neue Entwicklungen in der Untergrund-       Bei dem sehr gedrängten Programm war es
   erkundung                                   schwierig, alle interessanten Beiträge anzu-
2. Ingenieurgeologie und Naturereignisse       hören. Bei der Organisation des nächsten
                                               Weltkongresses, der 2002 in Durban, Süd-
3. Ingenieurgeologie und Umwelt                afrika, stattfindet, wären eine geringere An-
4. Baumaterialien                              zahl von etwas längeren Beiträgen und Ge-
                                               neralberichte für die einzelnen Themenkrei-
5. Fallbeispiele und neue Entwicklungen        se wünschenswert.
   im Felsbau
                                               Auch sollten die Weltkongresse durch klei-
6. Fallbeispiele und neue Entwicklungen        nere regionale Konferenzen mit Spezial-
   im Untertagebau                             themen ergänzt werden, um aktuelle Prob-
7. Küsten- und Offshorebauwerke                leme besser darstellen und länger diskutie-
                                               ren zu können.
Der Kongress begann mit einer eindrucks-
vollen Darstellung der sehr interessanten      Die Hans-CLOOS-Medaille wurde an Prof.
Geologie und Ingenieurgeologie der kanadi-     Owen W HITE, Kanada, einen der früheren
schen Kordillere mit Erdbeben, Vulkanaus-      Präsidenten der IAEG verliehen. Den Ri-
brüchen, Erdrutschen und Flutwellen. Kein      chard-W OLTERS-Preis erhielt Prof. Quin
Wunder, dass für das 2. Thema die meisten      SIPING aus China.
Beiträge eingereicht worden sind.              Zum Nachfolger von Prof. MARINOS wählte
                                               die Generalversammlung Prof. S. W ANG
                   DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT         9

(Academica Sinica, Beijing) zum neuen   K. MAGAR, Würzburg
Präsidenten der IAEG.
10                          DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


                P R ÄS I D I U M , V O R S TAN D   UND    B E I R AT    DER     DGG 1998

                                             Präsidium
Präsident:                                               Prof. Dr. Horst D. SCHULZ, Fachbereich Geo-
                                                         wissenschaften FB5 der Univ., Klagenfurter Str.,
Prof. Dr.-Ing. Peter NEUMANN-MAHLKAU, Geolo-
                                                         28359 Bremen; Tel.: (0421)-218-3393, Fax:
gisches     Landesamt      Nordrhein-Westfalen,
                                                         (0421)-218-4321
De-Greiff-Str. 195, 47803 Krefeld; Tel.: (02151)
897-200,     Fax:    (02151)-897-505,     e-mail:        Schatzmeister:
neumann-mahlkau@mail.gla.nrw.de
                                                         Dr. Heinz-Gerd RÖHLING, Niedersächsisches
Vizepräsidenten:                                         Landesamt für Bodenforschung, Stilleweg 2,
                                                         30655 Hannover; Tel.: (0511)-643-3567, Fax:
Dr. Manfred DWORATZEK, RWE-DEA, Übersee-
                                                         (0511)-643-3667, e-mail: gerd.roehling@bgr.de
ring 40, 22297 Hamburg, Tel.: (040)-637-52085
                                                         Schriftführer:
Prof. Dr. Gerhard KATZUNG, Universität Greifs-
wald, Fachrichtung Geowissenschaften, Fried-             Claudia HOLL-HAGEMEIER, Geologisches Lan-
rich-Ludwig-Jahn-Str. 17a, 17489 Greifswald,             desamt Nordrhein-Westfalen, De-Greiff-Str.
Tel.: (03834)-864-560, Fax: (03834)-864-572              195, 47803 Krefeld; Tel.: (02151)-897-229, Fax:
                                                         (02151)-897-505
Prof. Dr. Hubert MILLER, Ludwig-Maximi-
lians-Universität, Inst. f. Allgemeine u. Ange-          Dr. Dieter STOPPEL, c/o Geschäftsstelle der
wandte Geologie, Luisenstraße 37,         80333          DGG, Stilleweg 2, 30655 Hannover; Tel.: (0511)
München;      Tel.:    (089)-2180-6512,    Fax.:         643-2507, Fax: (0511)-643-2695
(089)-2180-6514,                         e-mail:
hubert.miller@iaag.geo.uni-muenchen. de
                                              Vorstand
Schriftleiter der Zeitschrift:                           Malteserstraße 74-100, 12249 Berlin, Tel.:
                                                         (030)-779-2570, Fax: (030)-775-2075
Prof. Dr. Herbert VOßMERBÄUMER, Inst. f. Geolo-
gie d. Universität, Pleicherwall 1, 97070 Würz-          Geotopschutz
burg; Tel.: (0931)-312-567, Fax: (0931)-57-705
                                                         Dr. Ernst-Rüdiger LOOK, Niedersächsisches
Schriftleiterin der Nachrichten:                         Landesamt für Bodenforschung, Stilleweg 2,
                                                         30655 Hannover; Tel.: (0511)-643-2487, Fax:
Dr. Carmen HEUNISCH, Niedersächsisches Lan-
                                                         (0511)-643-3431
desamt für Bodenforschung, Stilleweg 2, 30655
Hannover;    Tel.:   (0511)-643-2529,     Fax:           Hydrogeologie
(0511)-643-3667,                       e-mail:
                                                         Dr. Wilhelm STRUCKMEIER, Bundesanstalt für
carmen.heunisch@bgr.de
                                                         Geowissenschaften und Rohstoffe, Stilleweg 2,
Schriftleiter der Schriftenreihe                         30655 Hannover; Tel.: (0511)-643-3301, Fax:
                                                         (0511)-643-2304
Prof. Dr. Andreas HOPPE, Hessisches Landes-
amt für Bodenforschung, Leberberg 9, 65193               Ingenieurgeologie
Wiesbaden;     Tel.:    (0611)-537-336, Fax:
                                                         Prof. Dr. Edmund KRAUTER, Forschungsstelle
(0611)-537-327, e-mail: a.hoppe@hlfb.de
                                                         für Rutschungen, Donnersbergstrasse 12,
Bibliothekar:                                            55129 Mainz; Tel.: (06131)-581-589, Fax:
                                                         (06131)-593-655
Dipl-Geol.   Andreas      KÜPPERS,    GeoFor-
schungs-Zentrum Potsdam, Telegrafenberg A                Gesellschaft     für     UmweltGeowissenschaften
17, 14473 Potsdam; Tel.: (0331)-288-1030                 (GUG)
                                                         Dr. Jörg MATSCHULLAT, Institut für Umwelt-Geo-
         Leiter der Fachsektionen:
                                                         chemie der Universität, Im Neuenheimer Feld
Geoinformatik                                            236, 69120 Heidelberg; Tel.: (06221)-54-6003,
Prof. Dr.W. SKALA, Institut für Geologie, Geo-           Fax: (06221) 54-5228
physik und Geoinformatik der Freien Universität                     E r we i t e r t e r V o r s t a n d :
                         DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                        11

Prof. Dr. Walter W ITTKE, Lehrstuhl für Grundbau    sellschaft für Geowissenschaften e.V. (GGW);
der RWTH, Mies-van-der-Rohe-Str. 1, 52074           Tel.: (03731)-294-129, Fax: (03731)-22-918
Aachen, als Vorsitzender der Deutschen Gesell-
                                                    Prof. Dr. Hans-Georg HERBIG, Geologisches
schaft    für    Geotechnik     (DGGT);     Tel.:
                                                    Institut, Zülpicherstr. 49a, 50674 Köln, als Vor-
(0241)-805-247
                                                    sitzender der Paläontologischen Gesellschaft;
Dr. Klaus HOTH, Sächsisches Landesamt für           Tel.: (0221)-470-2533, Fax: (0221)-4705-149
Umwelt und Geologie, Halsbrückerstr. 31a,
09583 Freiberg/Sa., als Vorsitzender der Ge-

                                                Beirat
Prof. Dr. Georg BÜCHEL, Institut für Geowissen-     Dr. Werner LOSKE, Geologisch-Paläontologi-
schaften, Burgweg 11, 07749 Jena, Tel.:             sches Institut der Univ., Corrensstr. 24, 48149
(03641)-630-210,-630-282,                  Fax:     Münster; Tel.: (0251)-833-3983
(03641)-630-212, e-mail: mip@geo.uni-jena.de
                                                    Dr. Friedrich Emil MEISTER, Geologisches Lan-
Prof. Dr. W. G. COLDEWEY, DMT-Gesellschaft          desamt Mecklenburg-Vorpommern, Pampower
für Forschung u. Prüfung mbH, Baugrundinsti-        Straße 66 - 68, 19061 Schwerin, Tel.: (0385)
tut, Franz-Fischer-Weg 61, 45307 Essen; Tel.:       6433-900, Fax: (0385)-335-55
(0201)-172-1850, Fax: (0201)-172-1891
                                                    Dr. Carsten REINHOLD, PREUSSAG Energie
Dr. Wolf-Dieter KARNIN, BEB Erdgas und Erdöl        GmbH, Waldstraße 39, 49808 Lingen (Ems),
GmbH, Riethorst 12, 30659 Hannover; Tel.:           Tel.: (0591) 612-0, Fax: (0591)-6127
(0511)-641-0
                                                    Sabine ROTH, Avenue Salentiny Nr. 9, L-9080
Dr. Wolfram KNOTH, Geologisches Landesamt           Ettelbrück, Luxemburg; Tel.: (00352)-810-571
Sachsen-Anhalt, Köthener Str. 34, 06118
                                                    Prof. Dr. Jean THEIN, Geologisches Institut der
Halle/S.;   Tel.:  (0345)-521-2105,  Fax:
                                                    Universität, Nußallee 8, 53115 Bonn; Tel.:
(0345)-509-910
                                                    (0228)-73-2461, Fax: (0228)-65-3434

                                Beauftragte des Präsidiums
Forschungskollegium Geologie
Prof. Dr. Horst SCHULZ, Universität Bremen,
Fachgebiet Geochemie und Hydrogeologie,
Klagenfurter Str., 28359 Bremen; Tel.:
(0421)-218-3393, Fax: (0421)-218-4321               Alfred-W EGENER-Stiftung (AWS)
Arbeitskreis für Studien- und Hochschulfragen       Prof. Dr. Hubert MILLER, Ludwig-Maximi-
                                                    lians-Universität, Inst. f. Allgemeine u. Ange-
Prof. Dr. Herbert VOßMERBÄUMER, Inst. f. Geo-
                                                    wandte Geologie, Luisenstraße 37,         80333
logie d. Univ., Pleicherwall 1, 97070 Würzburg;
                                                    München;      Tel.:    (089)-2180-6512,    Fax.:
Tel.: (0931)-312-567, Fax: (0931)-57-705
                                                    (089)-2180-6514,                         e-mail:
Association of European Geological Surveys          hubert.miller@iaag.geo.uni-muenchen. de
(AEGS)
Prof. Dr. Jens-Dieter BECKER-PLATEN, Nieder-        Berufsverband Deutscher Geologen, Geophysi-
sächsisches Landesamt für Bodenforschung,           ker und Mineralogen (BDG)
Stilleweg   2,    30655     Hannover;   Tel.:
                                                    Dr. Dieter STOPPEL, c/o Geschäftsstelle der
(0511)-643-2242, Fax: (0511)643-2304
                                                    DGG, Stilleweg 2, 30655 Hannover; Tel.:
International Union of Geological Sciences          (0511)-643-2507, - (0511)-584-486 (priv.), Fax:
(IUGS)                                              (0511)-643-2695
Prof. Dr.-Ing. Peter NEUMANN-MAHLKAU, Geolo-        Geological Society of America
gisches     Landesamt     Nordrhein-Westfalen,
                                                    Prof. Dr.-Ing Peter NEUMANN-MAHLKAU, Geologi-
De-Greiff-Str. 195, 47803 Krefeld; Tel.:
                                                    sches       Landesamt     Nordrhein-Westfalen,
(02151)-897-200, Fax: (02151)-897-505, e-mail:
                                                    De-Greiff-Str. 195, 47803 Krefeld; Tel.:
neumann-mahlkau@mail.gla.nrw.de
12                      DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT

(02151)-897-200, Fax: (02151)-897-505, e-mail:
neumann-mahlkau@mail.gla.nrw.de
Tagungsleitung Wiesbaden 1999
Prof. Dr. Andreas HOPPE, Hessisches Landes-
amt für Bodenforschung, Leberberg 9, 65193
Wiesbaden;     Tel.:    (0611)-537-336, Fax:
(0611)-537-327, e-mail: a.hoppe@hlfb.de
                    DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                            13


                          !!! V o r a n k ü n d i g u n g !!!
                                      Mai 1999
                            Arsen in der Geosphäre
                       Fred ROSENBERG & Heinz-Gerd RÖHLING
                                    (Herausgeber)
           Schriftenreihe der Deutschen Geologischen Gesellschaft, Heft 6
Das Element Arsen gewinnt im Umweltbereich zunehmend an Relevanz. Nicht zuletzt
die jüngeren Entwicklungen auf den Gebieten Bodenschutz (z.B. Einführung
bundesweiter Prüfwerte im Rahmen einer Bodenschutz- und Altlastenverordnung),
Abfallwirtschaft (z.B. “Z”-Werte-Lonzept der LAGA für die Verwertung von
Aushubmassen) und Wasserwirtschaft (z.B. Herabsetzung des Arsen-Grenzwertes in
der Trinkwasserverordnung 1996) ziehen grundlegende Fragen an die
Geowissenschaften nach sich. Die am 4. Mai im Hessischen Landesamt für
Bodenforschung, Leberberg 9, stattfindende Veranstaltung (siehe auch
Tagungskalender) wendet sich primär an (Hydro-)Geologen, (Hydro-)Geochemiker,
Bodenkundler und Umweltgutachter, aber auch Wasserwirtschaftler wegen der sich
aus Arsen-Problemen im Grundwasser ergebenden Schnittstelle mit der
Wasseraufbereitung.
Der Tagungsband zu dieser Veranstaltung soll nach Möglichkeit bereits zur Tagung
vorliegen. Neben den Rahmenvorträgen enthält dieser Band auch die erweiterten
Kurzfassungen der im Rahmen dieser Veranstaltung gezeigten Poster.


                                  Rahmenvorträge
MATSCHULLAT, J.: Arsen in der Geosphäre
MEDERER, J:       Arsen-Hintergrundwerte von Gesteinen und Böden
KERSTEN, M.:      Mobilitätsprognose für Arsen in kommunalen und industriellen
                  Reststoff-Deponaten
ISENBECK-SCHRÖTER, M., FAHIMI, I., HAURY V. & KOFOD, M.: Hydrogeologische Relevanz:
                Arsen im Grundwasser
SEITH, R. & JEKEL, M.: Aufbereitung arsenhaltiger Rohwässer zu Trinkwasser


Der Tagungsband kann bei der Geschäftsstelle der DGG zum Preis von 35.- DM
(DGG-Mitglieder bzw. Mitglieder der Fachsektionen der DGG) bzw. 50.- DM
(Nichtmitglieder) käuflich erworben werden.


(Vor-)Bestellungen richten Sie Bitte an folgende Adresse:
Deutsche Geologische Gesellschaft
Geschäftsstelle
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel.: 0511-643-2507
Fax: 0511-643-2695
e-mail: gerd.roehling@bgr.de
14   DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


     Ein Bestellformular ist diesem Heft beigefügt!
                   DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                               15


     BERICHTE VON FACHTAG UNGEN, HINW EISE

                                            der Ressourcen unseres Planeten sind
             GEObit,
     Leipzig: 4. – 7. Mai 1999              Wirtschaftsfaktoren mit milliardenschwe-
                                            rer Wertschöpfung. Die beteiligten
Nch der erfolgreichen Premiere der          Geo-Branchen sind so vielschichtig und
Leipziger GEObit im Mai 1998 findet die     facettenreich wie die Erde selbst. So
kommende Veranstaltung der Internatio-      unterschiedlich      die        einzelnen
nalen Fachmesse für raumbezogene            Arbeitsbereiche, so verbindend sind die
Infomationstechnologie und Geoinfor-        fachübergreifenden Aufgabenstellungen.
matik vom 4. – 7. Mai 1999 in Leipzig       Doch wie sieht die Struktur der deut-
statt. Die erste GEObit war auf große       schen Unternehmen, wie die ihrer
Resonanz gestoßen: 6000 Fachbesu-           Hauptauftraggeber aus? Wie steht es
cher hatten sich über das Angebot der       um die wirtschaftliche Lage der
237 Aussteller aus 13 Länder informiert.    Geo-Branchen? Wer Antworten von
Zur bevorstehenden GEObit haben sich        amtlicher oder halbamtlicher Stelle
mehr Aussteller angemeldet als im ver-      erwartet, erntet Kopfschütteln, denn die
gleichbaren Vorjahreszeitraum.              Komplexität    und    Diversität dieser
Das Messeangebot umfaß vier Bereiche:       Branchengruppe scheint Statistiker und
Software, Hardware für spezielle Geo-       Wirtschaftsforscher abzuschrecken.
anwendungen, geographische Basisda-         Der ideelle Träger der Geospectra 99,
ten und aufbereitete Datenangebote          die Alfred-Wegener-Stiftung (AWS) hat
sowie eine breite Palette von Dienstleis-   diese Aufgabe angenommen. Im Som-
tungen und Beratung. Dabei stehen nicht     mer 1998 startete sie eine unabhängige
die theoretischen Grundlagen und die        Umfrage unter rund 2.900 geo-relevan-
Technologien im Vordergrund, sondern        ten Unternehmen Deutschlands. Die Er-
auf den Anwender abgestimmte, prakti-       gebnisse erlauben erstmals einen
sche Lösungen.                              grundlegenden Brachenüberblick im
In drei parallelen Vortragsreihen werden    Geo-Bereich. Die ermittelten Daten
die Zielgruppen Transport/Verkehr, Ver-     spiegeln die komplexen Marktverhältnis-
sorgungsunternehmen und Handel/Fi-          se in hoher Annäherung wider.
nanzen angesprochen. Inhalte sind z.B.      Ausgesprochen viele Unternehmen set-
die Anpassung der erforderlichen Orga-      zen auf eine Diversifizierung ihrer Tätig-
nisationsstrukturen, die Motivation der     keitsfelder. Ein Drittel der Befragten
Mitarbeiter, die optimale Einführung von    bietet Produkte, Verfahren oder Dienst-
Geoinformatik in die DV-Umgebung der        leistungen in mehr als fünf verschiede-
Unternehmen und Behörden sowie die          nen Abteilungen der Geo-Branchen. 21
zu erwartenden Kosten und Effizienspo-      % sind ausschließlich dem Umweltge-
tentiale.                                   werbe und 17 % besetzen den Bereich
                                            der Rohstoff-Prospektion, -Exploration
Quelle: Leipziger Messe GmbH
                                            und –Gewinnung. Geotechnik bzw.
                                            Geoinformatik / Vermessung/ Kartogra-
                                            phie als alleinige Tätigkeitsfelder benen-
Geospectra: Zahlen, Zeichen,                nen lediglich 4 bzw. 6 % der Firmen.
    Zukunftsperspektiven                    Eine Tiefenbefragung ergab, daß das
                                            Marktsegment Geoconsulting den Spit-
 Umfrage liefert Branchenmerkmale           zenplatz (ein Drittel der Nennungen)
       zur Geotechnologie                   unter den Einzelsparten einnimmt, ge-
Die angepaßte Nutzung und der Schutz        folgt von Erd- und Grundbau sowie Ent-
16                  DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


wicklung, Vertrieb und Einsatz von Geo-      10%igem Wachstum und 9 % mit einem
informationssystemen mit je 26 % der         Glanzergebnis von über 10 % Umsatz-
Nennungen. In dichtem Abstand folgen         plus rechnen.
die Einzelsparten Geo-Umwelttechnik,         Auch in den Einzelbetrachtungen nach
Umweltplanung, Geo-Monitoring und            Branchensparten und Unternehmens-
Fernerkundung mit jeweils rund 21 %.         größen setzt sich dieses Bild unverän-
Unterhalb von 15 % aller Nennungen           dert fort. Lediglich der Bereich Geoin-
belegen die Disziplinen Meß- und Analy-      formatik, der sich bereits seit rund drei
setechnik, Geodäsie, Steine und Erden        Jahren als ökonomischer Gipfelstürmer
sowie der allgemeine Forschungssektor.       erweist, und Firmen mit 4 – 8 Mitarbei-
Die Geo-Branchen setzen sich in über-        tern schätzen die Wachstumspotentiale
wältigender Mehrheit aus Kleinbetrieben      deutlich positiver ein. Insgesamt gilt je-
bis mittelständischen Unternehmen zu-        doch das Prinzip Hoffnung! Der Ge-
sammen. Über 1 – 3 feste Mitarbeiter         samtumsatz der geotechnologisch und
verfügen 22 % der Firmen, über 4 – 8         geowissenschaftlich orientierten Unter-
Mitarbeiter 34 % und 7 % zählen auf ei-      nehmen in Deutschland kann auf we-
nen Stamm von 9 – 15 Mitarbeitern Auf        nigstens 15 bis 20 Milliarden DM in 1998
eine Belegschaft von mehr als 100 fes-       geschätzt werden.
ten Mitarbeitern greifen lediglich 15 %      Innovation auf breiter Front gilt als
der befragten Geo-Firmen zurück.             Sprungbrett ins nächste Jahrtausend. Mit
Bei einem Viertel der Unternehmen setzt      einem eigenen Internetangebot sind
sich der Mitarbeiterstamm vollständig        bereits 53 % aktiv. So wird das World
aus geowissenschaftlich ausgebildeten        Wide Web von einem Drittel der
Fachleuten zusammen. 20 % der Firmen         Geo-Firmen als Medium zur direkten
beschäftigen Geo-Fachleute mit einem         Informationsbeschaffung genutzt. Für die
Gesamtpersonal-Anteil von über 50 %.         nächsten zwei Jahre wird die Relevanz
Erstaunlich ist, daß immerhin bei einem      des       Internets      in     Sachen
Viertel der befagten geo-relevanten Un-      Unternehmenskommunikation von 85 %
ternehmen Mitarbeiter mit explizit geo-      der Geo-Firmen als steigend bis stark
technischem oder geowissenschaftli-          steigend eingeschätzt. E-commerce
chem Hochschulabschluß völlig fehlen.        erlangt nach Auffassung von 65 % der
Die räumlichen Aktivitäten der Geo-Fir-      Unternehmen zukünftig eine wesentliche
                                             Bedeutung.
men werden wie folgt eingestuft: eher
regional (21 %), national (42 %), interna-   Die Akquisition von Aufträgen erfolgt an
tional/Europa (5 %) und weltweit (30 %).     aller erster Stelle über persönliche Kon-
Kommunen und Behörden bezeichnen             takte. Unmittelbar in der Bedeutung fol-
15 % der Befragten als ihre Hauptauf-        gen eigene Messebesuche und Messe-
traggeber. Industrie und produzierendes      ausstellungen. Über 60 % der befragten
Gewerbe wird von 29 % der Geo-Firmen         Unternehmen präsentieren sich auf
als wichtigster Auftraggeber benannt,        Fachmessen, Ausstellungen und Kon-
gefolgt vom Dienstleistungssektor (8 %),     gressen. Als ein weiteres Instrument wird
von Handel (4 %), Wissenschaft (2 %)         die Teilnahme an Ausschreibungen ge-
und Privatkunden (4 %).                      nannt. Traditionell geringer bewertet sind
                                             Werbung sowie Presse- und Öffentlich-
Von der momentanen konjunkturellen
                                             keitsarbeit, doch deren Wirkung wird in
Schwäche bleiben auch die Geo-Bran-
                                             aller Regel keiner unmittelbaren und
chen nicht unberührt. So werden die
                                             langfristigen Beobachtung unterzogen.
Wachstumschancen für das Jahr 1999
mehrheitlich mit 0 – 2 % eingeschätzt        Quelle: Geospectra Pressedienst, Düs-
(38 % der Nennungen). Knapp ein Drittel      seldorf
gehen von einem 2 – 5 %igem Wachs-
tum aus, während immerhin 21 % mit 5 –
                    DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                              17

                                             Skalen, CO2-Bilanzierung, CO2-Verpres-
        GEOSPECTRA 99
                                             sung/-Verklappung, Energiebedarf und
Die AWS führt gemeinsam mit der Düs-         Aspekte      der      Klimaentwicklung,
seldorfer Messe in der Zeit vom 09.-15.      Klimamodellierung, Schrittmacher des
Juni 1999 die neue ”Internationale           Klimas, endogene und exogene Kräfte,
Fachmesse für Geotechnologie und An-         Klimaarchiv Eiskerne/Sedimente, Prog-
gewandte Geowissenschaften GEO-              nose zur Klimaentwicklung.
SPECTRA 99” an Stelle der früheren           Weiter wird wieder jungen Wissenschaft-
geotechnica in Köln durch. Ein neuer         lern/innen die Möglichkeit geboten, neue
Messestandort war aus verschiedenen          wissenschaftliche Ergebnisse und Me-
Gründen notwendig geworden. Meine            thoden im Rahmen des Innovationsfo-
Kontakte mit der Deutschen Messe             rums zur Vermarktung bzw. zur Gewin-
Hannover führten zwar dort bereits zu        nung eines Partners aus der Wirtschaft
einem Vorvertrag, jedoch erschien es         anzubieten. Viele junge Kolleginnen und
attraktiver, nachdem vom Bergbau das         Kollegen waren hiermit bei der letzten
Angebot eines Zusammengehens kam,            geotechnica sehr erfolgreich. Informatio-
mit diesem parallel zur Bergbaumesse         nen hierzu gibt F. STRAUCH, Münster
”MINETIME 99” unsere neue Veranstal-         (e-mail:
tung GEOSPECTRA durchzuführen.               straucf@uni-muenster.de/portsch
Zugleich werden noch drei weitere Spe-       @uni-muenster.de).
zialmessen (GIFA, METEC, THERMO-
PROCESS) stattfinden, die alle mit einer     Ein Ausbildungsforum für die geowis-
Eintrittskarte zu besuchen sind. Hier-       senschaftliche Studien- und Praktikan-
durch erhöht sich die Attraktivität dieses   ten-beratung (Hoch- und Fachschulen)
Messe-Ereignisses außerordentlich.           wird eventuell mit Unterstützung der
                                             Bundesanstalt für Arbeit angeboten, wo-
Ähnlich den früheren Veranstaltungen,        bei hier die Planung H.-J. MÜLLER-BECK,
die jeweils mit einem internationalen        Tübingen, obliegt.
Kongreß verbunden waren, wird auch
die GEOSPECTRA von einem mehrtägi-           Ein Hauptziel der Veranstaltung ist die
gen Fachrahmenprogramm begleitet. Zu         öffentlichkeitswirksame Darstellung der
Business- und Wissenschaftsthemen            Geowissenschaften und ihres Kompe-
werden Symposien, Präsentationen,            tenzprofiles. Hierzu soll auch der Ge-
Workshops und offene Foren geboten,          meinschaftsstand                     der
plaziert sowohl im modernen Congress         Alfred-Wegener-Stiftung beitragen. Die
Center Düsseldorf als auch interaktiv,       Trägergesellschaften und damit auch die
mitten im Geschehen, mitten in den           Deutsche Geologische Gesellschaft
Messehallen. Workshops und Foren             können sich hieran beteiligen, wobei die
stehen     unter   dem     Generalthema      Themen         der    wissenschaftlichen
”Geotechnologien:    vom     Prozeßver-      Veranstaltungen aufgegriffen werden
ständnis zum Geomanagement”, dabei           sollen. Unsere Gesellschaft sollte auch
sind Workshops zu den Themen Tun-            bei dieser Veranstaltung wieder eine
nelbau,     Geoinformationsverarbeitung,     gute Präsentation bieten.
Geothermie, Geoforschung und Satelli-        F. STRAUCH, Münster
ten, Foren über ”Wieviel Sicherheit muß
sein? – Hochhäuser, Deponien, Stau-
dämme”, ”Bodenschutzgesetz”, ”Zukünf-        GEOSPECTRA-Fachrahmenpro-
tige Energieverfügbarkeit” und ”Wasser”
geplant. Erstmalig wird eine öffentliche              gramm
”Alfred-Wegener-Symposium”          über      Treffpunkt mit sicherem Infor -
angewandte Klimaforschung angeboten                  mationsgew inn
werden. Hier sind folgende Themen
vorgesehen: Erdklima auf geologischen          Geotechnologien: vom Prozeßver-
18                DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


     ständnis zum Geomanagement          GEOSPECTRA) freien Eintritt zum
                                         Fachrahmenprogramm.
– unter diesem Leitmotiv steht das
Fachrahmenprogramm zur
GEOSPECTRA 99 – Internationale             Kompetenz in allen Geo-Sphären
Fachmesse für Geotechnologie und An-     Die Programmgliederung leitet Ihre In-
gewandte Geowissenschaften.              teressen zielgenau zum favorisierten
Sieben Tage volles Programm – Infor-     Thema: Wirtschaftliche Belange spiegeln
mationen aus erster Hand. Symposien,     sich im Business-Forum wider; hier
Workshops, Präsentationen, Diskussi-     präsentieren Aussteller ihre Produkte,
onsrunden: das                           Verfahren und Dienstleistungen. Das
GEOSPECTRA-Fachrahmenprogramm            Wissenschafts-Forum bietet Forschung
– Ihr Ohr am geothematischen Puls der    und Lehre kompetent besetzte Plattfor-
Zeit.                                    men. Das Innovations-Forum dient jun-
                                         gen Wissenschaftlern und Entwicklern
Während der GEOSPECTRA 99
                                         zur Kooperationsanbahnung mit der
(Mittwoch, 9. Juni 1999, bis Dienstag,
                                         Wirtschaft. Ansprechpartner in Sachen
15. Juni 1999) genießen Messebesucher
                                         georelevante Studienfächer und Praktika
und Aussteller des Technologie-Forums
                                         stehen auf dem Ausbildungs-Forum
International (GIFA, METEC,
                                         (Info-Stand) bereit.
THERMPROCESS, MINETIME,

          GEOSPECTRA-Fachrahmenprogramm / Veranstaltungsraster
                      DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                 19

    Klima aus geowissenschaftlicher                Schichtverbundwerkstoffe in Verbin-
                 Sicht                              dung mit Feuerfestkeramik
– unter diesem Motto veranstaltet der                N.N.
ideelle Träger der GEOSPECTRA 99,               15.30 Uhr: Kaffeepause
die Alfred-Wegener-Stiftung (AWS),
                                                16.00 Uhr
parallel zum kostenfreien Fachrahmen-
programm ein wissenschaftliches                    Modifizierung von Oberflächen mit
Alfred-Wegener-Symposium. Eintritt zum              Nano-Partikeln
AW-Symposium inkl. einer Tageskarte                  R. CLASEN, Lehrstuhl Pulvertechno-
Messebesuch: DM 125,–.                              logie, Glas und Keramik, Univ. Saar-
                                                    brücken
 Das Fachrahmenprogramm im Über-
              blick                                Moderne Beugungsmethoden für die
                                                    Strukturanalyse von Metalloberflä-
(Das Programm zum Innovations- und
                                                    chen
Business-Forum wird kurzfristig be-
                                                     R. SCHWARZER, Institut für Metall-
kanntgegeben.)
                                                    kunde und Metallphysik, Techn. Univ.
           Freitag, 11. Juni 1999                   Clausthal
                                                17.30 Uhr: Ende der Veranstaltung
Short Course Technische Mineralo-
gie:
                                                           Freitag, 11. Juni 1999

 Keramische und Metallurgische
                                                    Alfred-W egener-Symposium:
         Oberflächen
Leitung:                                        Klima aus geow issenschaftli cher
A. PUTNIS, Institut für Mineralogie, Univ.                   Sicht
Münster                                         Leitung:
J. MEDERER, Niedersächsisches Lan-              D. FÜTTERER, Alfred-Wegener-Institut für
desamt für Bodenforschung, Hannover             Polar- und Meeresforschung, Bremerha-
Veranstaltungsort:                              ven
GEOSPECTRA-Messehalle, Aktions-                 Veranstaltungsort:
bühne auf dem AWS-Gemeinschafts-                Congress Center Düsseldorf Süd
stand                                           (CCD.Süd)
Eintritt: frei für alle Aussteller und Be-      Eintritt: 125,– DM inkl. einer Tageskarte
sucher der Messen GEOSPECTRA,                   Messebesuch
MINETIME, GIFA, METEC und
THERMPROCESS                                    09.30 Uhr
14.00 Uhr                                       Das globale Klimasystem im erdge-
                                                schichtlichen Wandel
   Was können wir aus Oberflächen-
    studien im atomaren Maßstab für die         W. HAY, GEOMAR Forschungszentrum,
    kontrollierte Kristallzüchtung lernen?      Univ. Kiel
     A. PUTNIS, Institut für Mineralogie,       10.10 Uhr
    Univ. Münster
                                                Natürliche Klimavariabilität und ihre Ur-
   Phasenreaktionen technischer                sachen – oder: Wer steuert das Klima?
    Si3-N4-Keramiken
                                                J.F.W. NEGENDANK, GeoForschungsZen-
     H.J. SEIFERT, Institut für Nichtmetalli-
                                                trum Potsdam
    sche Anorganische Materialien, Univ.
    Stuttgart                                   10.50 Uhr: Kaffeepause
20                   DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


11.20 Uhr                                 W. BURGHARDT, FB 8 Angewandte Bo-
                                          denkunde, Univ. GH Essen
Kohlendioxid und Kohlenstoffkreislauf –
Variationen vom Erdaltertum bis heute     H. MARSCHNER, Ruhr-Univ. Bochum
U. BERNER, Bundesanstalt für Geowis-      Veranstaltungsort:
senschaften und Rohstoffe, Hannover       GEOSPECTRA-Messehalle, Aktions-
12.00 Uhr                                 bühne auf dem AWS-Gemeinschafts-
                                          stand
Die Bedeutung der Vegetation für die
natürliche und anthropogene Klimady-      Eintritt: frei für alle Aussteller und Be-
namik                                     sucher der Messen GEOSPECTRA,
V. MOSBRUGGER, Geol.-Paläont. Institut,   MINETIME, GIFA, METEC und
Univ. Tübingen                            THERMPROCESS

12.40 Uhr: GEORGI-Preis-Verleihung        14.00 Uhr

13.10 Uhr: Mittagspause                   Die Themen werden noch bekannt
14.00 Uhr                                 gegeben.

Hochaufgelöste geologische Klimaarchi-    18.00 Uhr: Ende der Veranstaltung
ve: Möglichkeiten und Grenzen
                                                     Montag, 14. Juni 1999
H. MILLER, Alfred-Wegener-Institut für
Polar- und Meeresforschung, Bremerha-                Wissenschafts-Forum
ven
                                          Veranstaltungsort: GEOSPECTRA-Mes-
14.40 Uhr                                 sehalle, Aktionsbühne auf dem
Klimamodellierung und ihre Grenzen        AWS-Gemeinschaftsstand

H. VON STORCH, GKSS Forschungszen-        Eintritt: frei für alle Aussteller und Besu-
trum Geesthacht                           cher der Messen GEOSPECTRA,
                                          MINETIME, GIFA, METEC und
15.20 Uhr: Kaffeepause                    THERMPROCESS
15.50 Uhr                                 09.30 Uhr
Die Klimadebatte – Auswirkungen auf       Workshop: Tunnelbau
die Energiewirtschaft
                                          Leitung: W. W ITTKE, Deutsche Gesell-
J. ENGELHARD, Direktor Forschung und      schaft für Geotechnik, Essen
Entwicklung, Rheinbraun AG, Köln
                                               Der Bau des Eisenbahntunnels unter
16.30 Uhr                                       dem Großen Belt
Die voraussichtliche Klimaerwärmung im          S. ZELL, DYCKERHOFF & W IDMANN AG,
globalen und regionalen Maßstab                 Hamburg
U. CUBASCH, Deutsches Klimarechen-             Die Tunnel der Neubaustrecke Nürn-
zentrum, Hamburg                                berg - Ingolstad
                                                H.-D. KÖNNINGS, Planungsgesell-
17.30 Uhr: Ende der Veranstaltung               schaft Bahnbau Deutsche Einheit
                                                mbH, Nürnberg
           Sonntag, 13. Juni 1999
                                            Querung des Thüringer Waldes von
 Symposium der Deutschen Boden-              Erfurt nach Nürnberg
    kundlichen Gesellschaft:              H.-J. KLEFFNER, DEGES Deutsche
                                             Einheit   Fernstraßenplanung und
              Bodenschutz                    –bau GmbH, Berlin
Leitung:                                  Die      Tunnelbauten      der    Hochge-
                                                schwindigkeitsstrecke Köln-Frankfurt
                    DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                             21

    B.   BELTER,    DBProjekt     GmbH     Leitung:
    Köln-Rhein/Main, Frankfurt
                                           J. LAUTERJUNG, GeoForschungsZentrum
   40 km Eisenbahntunnel in komplexen     Potsdam
    geotechnischen Baugrund für das        W. STRUCKMEIER, Bundesanstalt für
    Projekt Stuttgart 21                   Geowissenschaften und Rohstoffe,
                                           Hannover
    W. W ITTKE, WBI GmbH– Beratende
    Ingenieure für Grundbau und Felsbau       Geoinformation am Standort
    GmbH, Aachen                               Deutschland
                                                D. MAGER, Bundesministerium für
                                               Wirtschaft und Technologie, Bonn
11.30 Uhr: Kaffeepause
                                              Geodaten und ihr Markt
                                                H. CLAUSEN, TeleAtlas-BoschData
11.45 Uhr                                      GmbH, Hildesheim

Forum: Wieviel Sicherheit muß sein?           Exemplarische Quantifizierung des
                                               Nutzens von GIS
(Bauwerke – Hochwasser – Bergwer-               C. TSALLOS, UTEC Trading GmbH,
ke – Deponien)                                 Wohltorf/Hamburg
Leitung: K. SCHETELIG, Lehrstuhl für In-      Geobasisdaten der kartographischen
genieurgeologie und Hydrologie, RWTH           Dienste
Aachen                                         B.C. W EICHEL, Bundesamt für Karto-
Grundlagen für die Sicherheit im Bauwe-        graphie und Geodäsie, Frankfurt/M.
sen                                           Das GEIXS-Programm des Euro-
 R. KATZENBACH, Institut und Versuchs-         GeoSurveys
anstalt für Geotechnik, TU Darmstadt            H. PREUSS, Bundesanstalt für Geo-
Wie sicher sind unsere Staumauern und          wissenschaften und Rohstoffe, Han-
Staudämme?                                     nover
 P. RISSLER, Ruhrverband Essen, Leiter
der Talsperrenabteilung                    16.00 Uhr: Kaffeepause
Sicherheit auf der Baustelle: Planung –    16.30 Uhr
Ausführung – Überwachung
(Qualitätssicherung)                                       Forum:
 H. W IND, vormals Philipp HOLZMANN        Bodenschutzgesetz – mit Wirtschaft
Planungsgesellschaft mbH, Neu-Isen-         und aktivem Bodenschutz in die Zu-
burg                                                kunft Deutschlands
Langzeitsicherheit unserer Deponien        Leitung: J.D. BECKER-PLATEN, Bundes-
 H. DÜLLMANN, Geotechnisches Büro,         anstalt für Geowissenschaften und
Aachen                                     Rohstoffe/Niedersächsisches Landesamt
Standsicherheitsfragen bei über- und       für Bodenforschung, Hannover
untertägigen Bergbauvorhaben                  Notwendigkeit und Vorteile eines Bo-
 A. PREUSSE, Lehrstuhl und Institut für        denschutzgesetzes
Markscheidewesen, Bergschadenkunde              H.V. NEIDHART, Vizepräsident des
und Geophysik im Bergbau, RWTH Aa-             Bundesverbandes Boden, Hannover
chen
                                              Das Bodenschutzgesetz und die Vor-
13.15 Uhr: Mittagspause                        sorge für die Erhaltung der Böden
14.00 Uhr                                      und ihrer Funktionen
                                                K. STAHR, Deutsche Bodenkundliche
              Workshop:
                                               Gesellschaft, Stuttgart
            Geoinformation
22                    DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


    Das Bodenschutzgesetz aus der            11.30 Uhr: Kaffeepause
     Sicht der Wirtschaft                     11.45 Uhr
      K. MITTELBACH, Leiter der Abt. Um-
     weltpolitik, Bundesverband der Deut-
     schen Industrie (BDI), Köln
    Das Bodenschutzgesetz aus der                             Forum:
     Sicht nicht am Verfahren beteiligter
     junger Wissenschaftler                       Zukünftige Energieverfügbarkeit
      G. FRANKEN, Bundesanstalt für           Leitung:
     Geowissenschaften und Rohstoffe,
     Hannover                                    F.-W. W ELLMER, Bundesanstalt für
                                                  Geowissenschaften und Roh-
18.00 Uhr: Ende der Veranstaltung                 stoffe/Niedersächsisches Landesamt
                                                  für Bodenforschung, Hannover
         Dienstag, 15. Juni 1999
                                                 G. OTT, Präsident des Deutschen
09.30 Uhr                                         Nationalen Komitees des Weltener-
                Workshop:                         gierates DNK
Geothermie: Unser energischer Planet             M. KALTSCHMITT, Institut für Energie-
                                                  wirtschaft und Rationelle Energiean-
Leitung:
                                                  wendung, Univ. Stuttgart
E. HUENGES, GeoForschungsZentrum
Potsdam                                          H.G. W ACHENDORF, Vereinigung
R. SCHULZ, Geowissenschaftliche Ge-               Deutscher Elektrizitätswerke e.V.
meinschaftsaufgaben (GGA), Hannover               (VDEW)

    Weltweite Nutzung von geothermi-            B. BONEKAMP, Vorstandsmitglied
     schen Hochenthalpie-Lagerstätten             Rheinbraun AG, Köln
      I. FRIDLEIFSSON, President of the In-      T. SCHMIDT, Student TU Bergakade-
     ternational Geothermal Association,          mie Freiberg
     Iceland
                                              13.15 Uhr: Mittagspause
    Geothermische Energie im globalen
                                              14.00 Uhr
     Wettbewerb der Energieträger
      R. JUNG, Bundesanstalt für Geowis-                     Workshop:
     senschaften und Rohstoffe, Hanno-             Geoforschung und Satelliten
     ver
                                              Leitung: Ch. REIGBER, GeoForschungs-
    Geowissenschaftliche und wirtschaft-     Zentrum Potsdam
     liche Rahmenbedingungen für hydro-
     geothermische Nutzung                       Geoforschung mit dem Global Posi-
       K. ERBAS, GeoForschungsZentrum             tioning System GPS
     Potsdam                                        H. DREWES, Deutsches Geodäti-
                                                  sches Forschungsinstitut, München
    Betriebserfahrungen bei geothermi-
     schen Anlagen                               Überwachung von Geohazards mit
      G. OPPERMANN, Gruneko AG, Basel             Satelliten
                                                   G.W. MICHEL, GeoForschungsZen-
    Oberflächennahe Geothermie: Erd-             trum Potsdam
     wärme für den Hausgebrauch
      B. SANNER, Institut für Angewandte         Satellitenfernerkundung von Zu-
     Geowissenschaften, Univ. Gießen              standsgrößen der Geosphäre
                                                   St. DECH, Deutsches Zentrum für
    Hot Dry Rock – eine Technologie zur          Luft- und Raumfahrt (DLR), Köln
     kontrollierten Erdwärmenutzung
      J. BAUMGÄRTNER, Socomine SA,               Meeresspiegelschwankungen und
     Soultz-sous-Forêts/Elsaß                     Satellitenaltimetrie
                      DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                              23

       M. ANZENHOFER, GeoForschungs-            Bewässerungslandwirtschaft in der
      Zentrum Potsdam                            Welt: Reicht das Wasserdargebot,
                                                 um die Menschheit zu ernähren?
     Geopotentialmissionen und Erdsys-
                                                  K. HILDEBRAND, Kreditanstalt für
      temforschung
                                                 Wiederaufbau, Frankfurt/M.
       R. RUMMEL, Institut für Astronomi-
      sche und Physikalische Geodäsie,          Wassermanagement in Bergbaufol-
      Techn. Univ. München                       gelandschaften: Beispiel einer
                                                 schrittweisen Problemlösung
     Zukünftige Satellitennavigationssys-
                                                  K. ZSCHIEDRICH, Lausitzer und Mit-
      teme und ihr Beitrag zur Geofor-
                                                 teldeutsche Bergbau-Verwaltungsge-
      schung
                                                 sellschaft mbH, Hoyerswerda
       W. LECHNER, Telematica, Dietrams-
      zell                                      Forschung zum Wasserhaushalt:
  16.00 Uhr: Kaffeepause                         hausgemachte Veränderungen oder
                                                 natürliche Dynamik?
  16.30 Uhr                                       H.B. KLEEBERG, Lehrstuhl für Was-
                   Forum:                        serwirtschaft und Ressourcenschutz,
                                                 Bundeswehrhochschule München
                  Wasser
                                                Forschung bezüglich Wasserver-
  Leitung: R. LOTZ, Bundesministerium für        schmutzung und -sanierung: Wasser
  wirtschafliche Zusammenarbeit und              mit natürlicher Beschaffenheit – eine
  Entwicklung, Bonn                              Utopie?
     Wasserversorgung in Deutschland:            P. FRITZ, Umweltforschungszentrum
      Fakten und Trends                          Leipzig-Halle GmbH, Leipzig
       C. CASTELL-EXNER, Deutscher           18.00 Uhr: Ende der Veranstaltung
      Verein des Gas- und Wasserfaches,
      Bonn                                   Eintrittspreise

     Wasserversorgung und -wirtschaft in    GEOSPECTRA inkl. Fachrahmenpro-
      den Entwicklungsländern: Nachhalti-    gramm
      ge Wassernutzung als Ziel deutscher    Tageskarte DM 45,–
      Entwicklungszusammenarbeit
                                             Tageskarte Schüler, Studenten, Aus-
       S. HELMING, Deutsche Gesellschaft
                                                            zubildende
      für Technische Zusammenarbeit
                                                            DM 15,–
      (GTZ) GmbH, Eschborn
                                             Dreitageskarte DM 90,–
     Grundwasserressourcen: Ein Boden-      Alfred-Wegener-Symposium DM 125,--
      schatz, der sich erneuert              Klima aus geowissenschaftlicher Sicht
       H. VIERHUFF, Bundesanstalt für        (inkl. einer Tageskarte Messebesuch)
      Geowissenschaften und Rohstoffe,
      Hannover



               A U S G E S E L L S C H AF T E N U N D V E R B Ä N D E N

                                             zu den Gründern. Heute haben sich ihr in-
    Aufgaben und Ziele der
                                             zwischen insgesamt 20 Gesellschaften an-
Alfred-Wegener-Stiftung (AWS)                geschlossen, die alleine in der AWS das
Die Alfred-Wegener-Stiftung wurde 1980 in    allen gemeinsame Dach finden. Die Ziele
Berlin von einer Reihe geowissenschaftli-    der Stiftung sind in ihrer Satzung klar umris-
cher Gesellschaften gegründet. Auch Deut-    sen und haben sich bis heute nicht geän-
sche Geologische Gesellschaft gehört mit     dert.
24                     DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


In jüngster Zeit sind diese bisherigen Auf-    5.    Verstärkung der Kontakte zwischen
gaben und Ziele, noch einmal auch im                 Geowissenschaften, Wirtschaft und
Kontext einer Satzungsänderung (Amtszei-             Industrie, Steigerung des Bewußt-
ten und Zusammensetzung der Gremien),                seins für das geowissenschaftliche
schlagwortartig gefaßt worden, wobei                 Leistungsspektrum
gegenüber der Fassung von 1991 neu die         6.    Vertretung der Geowissenschaften in
vor einigen Jahren geforderte Planung                hochschulpolitischen Fragen
eines Hauses der Geowissenschaften
(“Geohauses”), etwa vergleichbar dem           7.    Förderung der geowissenschaftlichen
Physik-zentrum in Bad Honnef, als drei-              Ausbildung an Schulen und Hoch-
zehnter Punkt hinzugetreten ist. Der Wort-           schulen
laut des auf der Präsidiumssitzung am          8.    Initiierung größerer interdisziplinärer
15.05.1998 diskutierten Textes lautet wie            Gemeinschaftsprojekte
folgt:
                                               9.    Ausrichtung und Förderung gemein-
Präambel:         Die   1980      gegründete         schaftlicher   geowissenschaftlicher
“Alfred-Wegener-Stiftung zur Förderung der           Veranstaltungen
Geowissenschaften” wird von 20 deutschen
geowissenschaftlichen oder geotechnischen      10.   Herausgabe und Förderung geowis-
Gesellschaften und Verbänden getragen.               senschaftlicher Publikationen
Sie will sich mit dem in ihren Trägergesell-   11.   Werbung für die Geowissenschaften
schaften konzentrierten wissenschaftlichen           in der Öffentlichkeit sowie an Schulen
Know-how den Aufgaben widmen, die sich               und Hochschulen
bei der Nutzung der natürlichen Ressourcen
und der Umwelt stellen. Eine zentrale Auf-     12.   Einwerbung von Zustiftungen und an-
gabe sieht sie darin, die Öffentlichkeit für         deren Zuwendungen
diese existentiellen Fragen zu sensibilisie-   13.   Unterhaltung eines “Geohauses”
ren und ihr bei der Lösung der Probleme
                                               Mit diesen Zielen kann und muß sich auch
des Schutzes und der Regenerierung der
                                               die Deutsche Geologische Gesellschaft
natürlichen Zustände der Geo-Biosphäre zu
                                               identifizieren.
helfen. Geowissenschaften und Geotechno-
logien können Entscheidendes für die           Auf der letzten Präsidiumssitzung war man
menschliche Gemeinschaft leisten: in der       sich einig, daß die AWS der Geo-Sprecher
Rohstofferkundung und -versorgung, der         schlechthin in Deutschland sei. Es ist aber
Prognostik, bei Fragen der Klimaentwick-       auch betont worden, daß die AWS mit den
lung und der Erhaltung unserer Umwelt.         den Geowissenschaften nahestehenden
Dafür sind zukünftig auch europaweite Ak-      bzw. benachbarten (tatsächlich ja auch al-
tivitäten der Alfred-Wegener-Stiftung nötig.   leine auf die Erde bezogenen) Disziplinen
                                               wie beispielsweise der Landschaftsökologie,
Deshalb stellt sich die Alfred-Wegener-Stif-
                                               der Biologie, aber auch den technisch ori-
tung die folgenden Aufgaben und Ziele:
                                               entierten Geo-bezogenen Disziplinen enger
1.    Fachübergreifende Förderung       der    zusammenarbeiten solle. Diese Anregun-
      Einheit der Geowissenschaften            gen sollen in die einzelnen Gesellschaften
2.    Kontakte und Austausch mit Nach-         weitergegeben und dort diskutiert werden.
      barwissenschaften                        Unserer Gesellschaft käme besonders als
                                               Scharnierdisziplin zwischen Geo- und Bio-
3.    Schaffen einer Anlaufstelle für geo-     wissenschaften die Aufgabe zu, die neonto-
      wissenschaftliche Belange                logischen Disziplinen im Rahmen geo-bio-
4.    Vertretung der Geowissenschaften         sphärischer Probleme mit der AWS zu ver-
      gegenüber Öffentlichkeit, Politik und    binden.
      Verwaltung                               F. STRAUCH, Münster
                       DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                  25

                                                mung, daß es immer sein Ziel war, Wege zu
Mäzenatentum für die Geowis-
                                                suchen, wie die Geowissenschaften besser,
        senschaften                             konstanter und wirksamer gefördert werden
Was in den USA alltäglich ist, erscheint in     können. Er sehe dabei in der AWS ein Fo-
Deutschland noch als Ausnahme, nämlich          rum, in der Lösung vieler Fragen der Geo-
selbstloses Mäzenatentum durch Förderung        wissenschaften (Stichworte: Globalisierung,
der Wissenschaften aus privater Hand. Be-       Hochschul-reform, Wissenstransfer etc.) in
reits vor einigen Jahren stifteten Prof. Dr.    Zukunft noch stärker als bisher entschei-
K.-H. HEITFELD und seine Familie der            dend mitzuwirken. Von den Erträgen seiner
Alfred-Wegener-Stiftung einen namhaften         Zustiftung wünscht sich Dr. GOERLICH so
Betrag      für    die     Belange       der    unter anderem einen Zuschuß zu einer in
Geowissenschaften. Diese hochherzige            mehrjährigen Abständen stattfindenden
Förderung ermöglichte es der AWS, zum           Konferenz zum Thema: “Stand und Entwick-
einem einen Preis für besondere Leistungen      lungstrends der Geowissenschaften in der
in den Geowissenschaften zu kreieren, zum       mittelfristigen Zukunft”, wobei hier auch und
anderen aber auch ihre Aktionsbreite und        gerade an die jeweilige gesellschaftsrele-
Tätigkeit   für   die   Geowissenschaften       vante Bedeutung der Geowissenschaften
wesentlich auszuweiten.                         gedacht wird, Ansätze, die besonders von
                                                der AWS verfolgt werden. Wir sind somit
Durch eine weitere Zustiftung Prof. HEIT-       alle Herrn Dr. GOERLICH für seine hochher-
FELDs und seiner Familie in diesem Jahr ist     zige Zustiftung zu außerordentlichem Dank
es möglich geworden, weitere Stiftungsziele     verpflichtet. Möge auch sein Tun und somit
zu verwirklichen, die das Aufgabenspektrum      sein Name stets Anregung zu selbstlosem
der AWS stärker in das Blickfeld der Öffent-    Handeln für die Geowissenschaften sein!
lichkeit richten werden. Prof. HEITFELD
schreibt, er hoffe, “daß damit unserem ge-      F. STRAUCH, Münster
meinsamen Ziel der Stärkung der Geowis-
senschaften in Deutschland ein weiterer
Anstoß gegeben wird.” Diese Förderung           Alfred-Wegener-Stiftung im In-
zeigt somit einen synergetischen Effekt, der               ternet
andere potentielle Stifter zu ähnlichem Han-
deln anregen möge. Den hochherzigen und         Die Alfred-Wegener-Stiftung ist unter der
selbstlosen Stiftern selbst hingegen sei        Adresse “www.aw-stiftung.de” im Internet zu
herzlichster Dank ausgesprochen. Mögen          finden. Die Online-Schaltung der ersten
sie die Erfolge durch das aktive und kreative   Seiten erfolgte ab Juli 1998. Die “links” zu
Zutun der Handelnden in der Stiftung            den Trägergesellschaften werden in Ab-
Früchte tragen sehen.                           stimmung mit diesen eingerichtet. So sind
                                                auch wir gefragt, hier möglichst bald unsere
In die Reihen selbstlosen Mäzenatentums         Seite einzurichten, damit Interessenten
hat sich zuletzt unser Ehrenmitglied Dr.        auch über die AWS zur Paläontologischen
FRANZ GOERLICH, der sein Leben den Geo-         Gesellschaft finden bzw. Informationen über
wissenschaften verschrieben hat, mit einer      diese einholen können.
ansehnlichen Zustiftung für die AWS zuge-
sellt. Ihm lag “die AWS immer besonders         F. STRAUCH, Münster
am Herzen”. Er schrieb in seiner Zuwid-


     A U S B I L D U N G S - U N D B E R U F S F R AG E N , S T U D E N T I S C H E S

                                                In den vergangenen Jahren waren die Stu-
 Studentenzahlen in den Geowis-
                                                dentenzahlen aus den Geowissenschaften
          senschaften                           fast eine Art Gemeingut. Dank der uner-
26                     DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


müdlichen Sammeltätigkeit von Prof. HEN-        1. Eine Datenerhebung erfordert (viel) Zeit
NINGSEN waren die Institute - für die              und das auf beiden Seiten, bei den Lie-
Fachwelt - mehr oder wenig gläsern: Man            feranten und beim Sammler.
kannte die Zahl der nach Nationalität und       2. Sie setzt voraus, daß die Fakultäten, die
Geschlecht differenzierten Studienanfänger,        Dekane, ihre eigenen Zahlen auch ken-
der Vordiplomanden, der Diplomanden, die           nen, d.h. daß die jeweiligen Hochschul-
Gesamtstudentenzahl, und man konnte die            verwaltungen diese Daten freizügig her-
Entwicklung der Doktoranden-Zahlen ver-            ausgeben.
folgen.
                                                3. Sie geht davon aus, daß alle Kollegen
Daneben bestand die vom Wissenschaftsrat           mitspielen, u.a. weil sie das o.a. Credo
mit schöner Verspätung publizierte Reihe           nachvollziehen können.
“Fachstudiendauer an Universitäten”. Sie
war für die breite Öffentlichkeit gedacht,      4. Die Studentenzahlen in den Naturwis-
und sie informierte insbesondere die Politi-       senschaften sinken seit geraumer Zeit.
ker. Aus dieser Quelle stammten die Daten,         Das führt in Zeiten leerer Kassen vieler-
die den Geowissenschaftlern den Ruf ein-           orts zu Existenz-Ängsten, zumal man
trugen, über Gebühr lange studieren zu las-        sich mental umstellen muß: In Zeiten
sen, eine Art Buhmann der Nation zu sein.          des “Studentenberges” unterstrichen die
Diesen Datensatz des Wissenschaftsrates            Zahlen das stetige “wir sind überlastet”.
hatte Prof. VOßMERBÄUMER in seinen 10              Heute meint mancher, “wir sind notwen-
Jahren als Vorsitzender der GEOKONFE-              dig” argumentieren zu müssen.
RENZ regelmäßig für die Plenarversamm-          Zur Würzburger Plenarversammlung der
lung der “Konferenz der geowissenschaftli-      GEOKONFERENZ (1998) lag für das aka-
chen Fachbereiche an den wiss. Hochschu-        demische Jahr 1997/98 ein von Prof.
len der Bundesrepublik” aufbereitet und an-     VOßMERBÄUMER erhobener Datensatz für die
schließend in den Nachrichten mitgeteilt. Er    Studiengänge Geologie-Paläontologie, Mi-
hatte diese Daten auch bisweilen für frag-      neralogie und Geophysik vor. Die Geogra-
würdig erklärt und sich deshalb, zur Zeit des   phie-Zahlen sind zu lückenhaft, weil nicht
WR-Vorsitzes von Prof. SIMON, sogar mit         einmal 50% der Geographischen Institute
dem WR angelegt. Die jüngsten Daten aus         dieser Fachbereichskonferenz angehören.
dieser Quelle stammen m.W. von 1992             Die in Würzburg vertretenen 32 Fakultäten
(Drs. 3012/97). Man findet sie in den Nach-     (Dekane oder Gesandte) verständigten sich
richten (63/1997: 23-32).                       darauf, diesen Datensatz vertraulich zu be-
Es ist modern, von den “jungen Wilden” zu       handeln, ihn nicht zu veröffentlichen. Zu-
sprechen, die alles besser wissen, vor allem    gleich votierten sie dafür, die Erhebung fort-
besser können. In diese Richtung hatte es       zusetzen. Somit wissen die Dekanate Be-
auch Prof. VOßMERBÄUMER gezogen, der            scheid über die Zahl der Studienanfänger,
von einer Imitation der fachinternen Kom-       die der Drittsemester, der Studenten im
munikation der Physiker träumte: Dort weiß      Grundstudium (1.-4.Semester), im Haupt-
jedes Institut kurz nach Semesterbeginn         studium (5.-9. Semester). Sie kennen die
über die bundesdeutsche Entwicklung der         jeweiligen Gesamtstudentenzahlen, die
Studentzahlen Bescheid, zumal die Physik        Zahlen der Doktoranden, der Vordiplome,
die modernen Kommunikationswege nicht           der Diplome und der Promotionen. Auch die
nur kennt, sondern auch nutzt. Das Credo        großen wissenschaftlichen Gesellschaften
hinter diesem Versuch erschien logisch: Der     verfügen über diesen Datensatz, denn die
“böse Feind“ kennt die Zahlen ohnehin, also     GEOKONFERENZ hatte sich im letzten
sollten auch wir sie kennen.                    Jahrzehnt grundsätzlich als Forum der
                                                Hochschulen und dieser Gesellschaften
So verdienstvoll diese Überlegung auch          verstanden, ging es doch stets um das ver-
sein mochte, sie übersah vier Parameter:        bindende Gemeinsame.
                         DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                     27

Diese jüngste Datenerhebung bestätigte die         am Studentenausweis interessiert sind. Die
von Prof. HENNINGSEN gemachte Erfahrung,           Problematik ist aus der Tagespresse hinrei-
daß man nur dann auf flächendeckende               chend bekannt.
Auskunft hoffen darf, wenn man ganz ge-            Die Geowissenschaften sind, von Ort zu Ort
zielt einzelne Kollegen anspricht. An Deka-        und von Fach zu Fach in unterschiedlichem
nate gerichtete Anfragen landen auch (!) -         Maße, ein Anlaufort für diese “no-shows”.
dafür gibt es Belege - im Papierkorb, bei          Und sie sind es in weit stärkerem Maße als
Anonymus, der es vergißt oder sich nicht           die Physik. Zahlen dürfte wohl in jedem In-
zuständig wähnt, in der Ablage etc. Einen          stitut der Studienberater, vielleicht sogar der
herzlichen      Dank     verdienen     jene        Vorstand, wissen (- und verschweigen). Sie
Dekanats-Sekretärinnen, die “Gott und die          liegen in Ballungsräumen höher als bei Uni-
Welt in Bewegung setzten”, um dieser
                                                   versitäten mit ländlichem Umland, und sie
Daten aus der eigenen Fakultät überhaupt           sind auf jeden Fall dort höher, wo eine
habhaft zu werden.                                 “liberale” Hochschulgesetzgebung das Stu-
(Die gibt es aber offenbar nicht allerorten.)      dium bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag zu-
Augenscheinlich ist die hochschulinterne           läßt. Bayern hingegen schreibt Obergrenzen
Information sehr heterogen. Und auch die in        für das Vordiplom und das Diplom vor. Des-
§ 4 (3) der noch gültigen Rahmenordnung            halb kommen bayerische Institute besten-
Geologie-Paläontologie      festgeschriebene       falls in den ersten vier Semestern in den
Verpflichtung: “[Der Prüfungsausschuß] be-         Genuß dieser Phantome, die nichts kosten,
richtet regelmäßig der Fakultät (Abteilung,        aber Forderungen erlauben. Vielleicht lehnt
Fachbereich) über die Entwicklung der Prü-         aus diesem Grunde der eine oder andere
fungen und Studienzeiten [...]” scheint weit-      nicht-liefernde Dekan die Mühe des
gehend unbekannt zu sein. Es gibt Fakultä-         Daten-Sammelns ab: Schattenboxen!
ten in diesem Lande, in denen die Zahl der         Schließlich wissen Eingeweihte - zumindest
Vordiplome und Diplome nicht einfach aus           Dekane und Institutsvorstände - wie sehr
der Schublade geholt werden kann. Gar              Zahlen zeitabhängig sind, weil (auch echte)
unglaublich erscheint es, wenn nicht einmal        Studenten kommen und gehen: Es gibt die
die Zahl der Doktoranden im Dekanat be-            eine Zahl nicht, die Statistiker suchen, wenn
kannt ist. Schließlich ist festzuhalten, daß       sie ein Fach, eine Fakultät, eine Hochschule
einzelne Dekane, aus welchen Gründen               beschreiben wollen: Die Semester-internen
auch immer, selbst bei wiederholter Nach-          Schwankungen können bei kleinen Fächern
frage einfach nicht antworten. Der Daten-          10% erreichen.
satz 1997/98 ist somit unvollständig.
                                                   Man soll grundsätzlich positiv argumentie-
Die Physik in unserem Lande hat eine               ren. Der Versuch einer Erhebung der Stu-
“corporate identity”, und sie tritt (zumindest)    dentenzahlen in den Geowissenschaften
nach außen als Einheit auf, spricht mit einer      wird auch für das akademische Jahr
Stimme. Die Geowissenschaften in ihrer             1998/99 fortgesetzt. Besonderes Augen-
ganzen gegenwärtigen Heterogenität dürfen          merk verdienen die Zahlen der Diplome und
sich augenscheinlich nicht einmal bei dieser       der Promotionen, vielleicht sogar mit einer
Frage an jenem Monolithen messen.                  Aufschlüsselung nach Geschlechtern und
Es gibt Nachrichten allerdings zwischen            Lebensalter. Darauf hat die Öffentlichkeit,
Physik und Geowissenschaften einen klei-           hat der Markt, ein Recht, und hier müssen
nen, aber feinen Unterschied, und der liegt        die Fächer, die Fakultäten und die wiss.
in der Zahl der Schein-Studenten. Damit            Gesellschaften jeweils auf dem neuesten
sind wir bei der Qualität der Daten. Es hat        Stand sein. Es bleibt zu erwägen, ob nicht
sich allmählich herumgesprochen, daß un-           auch der Verbleib der Jungakademiker,
ser Land neben echten Studenten auch               zumindest in den ersten drei Berufsjahren,
sog. Karteileichen kennt. Die wissen vieler-       stärker als bisher zu verfolgen sein wird.
orts nicht einmal, wo “ihr” Institut steht, weil   (Frankreich macht das beispielsweise, wie
sie, zumeist aus sozialen Gründen, lediglich       die Leser von “Formation par la Recherche”
28                     DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


wissen.) Diese Aufgabe könnten nur die         rem Thema entgegenkommt: Bildung und
Institute, über die jeweiligen Betreuer der    Kultur, Fachserie 11, Reihe 4.2 - Prüfungen
Diplomarbeit bzw. die Doktorväter, über-       an Hochschulen. Der 1997 gewidmete Band
nehmen. Die GEOKONFERENZ und die               ist im November 1998 erschienen (DM
wiss. Gesellschaften sind aufgerufen, sich     32,90). Im Impressum findet man den Inter-
dieser Frage zu widmen. Dahinter steckt        net-Hinweis auf das Statistische Bundesamt
kein Zahlenfetischismus. Es geht vielmehr      und             sein          Datenangebot:
um die Entwicklung “des Marktes”; es geht      http://www.statistik-bund.de.       Auskünfte
aber auch um die unserer Wissenschaft und      erhält man inzwischen sogar über e-mail:
des wiss. Nachwuchses. Das wäre kein           auskunftsdienst@stba. bund400.de. Damit
Schattenboxen, und auch die bisherigen         erreicht      man       die     “Allgemeinen
Daten-Verweigerer in deutschen Fakultäten      Auskunftsdienste” in Wiesbaden. Die
sollten mitmachen.                             Zweigstelle in Berlin hat den account:
                                               stba-berlin.infodienst@t-online.de.
Das Statistische Bundesamt erhebt natür-
lich alle Daten aus den Hochschulen. Es        Der o.a. Band nennt auf Seite 13 unter “4.
darf einmal mehr darauf hingewiesen wer-       Bestandene Prüfungen 1997 nach Fächer-
den, daß es jährlich bei METZLER &             gruppen, Studienbereichen und Prüfungs-
POESCHEL eine Reihe herausgibt, die unse-      gruppen” :

                            Geowissenschaften (ohne Geographie
                            Geographie)
Prüfungen insgesamt                    1250                 2577
Diplome u. entsprechende                924                 1724
Abschlußprüfungen
Promotionen                             315                  129
Lehramtsprüfungen                        -                   689
Fachhochschulabschluß                   11                   35

Nähere Aufschlüsselung der Diplome bzw.        prüfungen in der Geographie (Kap. 53.: S.
Promotionen erfolgt auf den Seiten 16/17:      18) bestanden 330 Männer und 355 Frauen
Insgesamt legten danach in den Geowis-         und 4 Ausländer/innen. 3 Kandidaten/innen
senschaften 877 Deutsche (darunter 624         fielen durch.
Männer und 253 Frauen) und 48 Ausländer        Geographie wird in Kap. 6 (S. 21) bei den
die Diplomprüfung ab, und 279 Deutsche,        deutschen Männern auf Rang 20 “in den 20
darunter 210 Männer und 69 Frauen, und         am stärksten besetzten Studienfächern”
36 Ausländer stellten sich der Doktorprü-      aufgelistet (Dort führt die Betriebswirt-
fung und bestanden sie auch.                   schaftslehre mit 11.434 Prüfungsfällen im
Die entsprechenden Zahlen für die Geogra-      Jahre 1997.)
phen lauten: 1681 (906 + 775) Deutsche         Die o.a. Daten der Geowissenschaften wer-
und 48 Ausländer im Diplom und 115 (77 +       den auf S. 59 ff näher aufgeschlüsselt: Der
38) Deutsche und 15 Ausländer bei der          Diplomstudiengang Geologie-Paläontologie
Promotion. In den Geowissenschaften be-
                                               verzeichnete 1997 insgesamt 597 bestan-
stand lediglich ein einziger Ausländer nicht   dene Diplome bei 569 Deutschen (406
die Diplomprüfung. Bei den Geographen          Männer, 163 Frauen) und 28 Ausländern
fielen fünf Kandidaten durch die Diplomprü-    (24 Männer und 4 Frauen). [Durchfaller
fung, zwei Männer und drei Frauen, jeweils     werden im folgenden nicht mehr erwähnt.]
Deutsche. Beim Promovieren hat eine            Hinzu kamen 176 Promotionen durch 151
Dame das Ziel nicht erreicht. Die Lehramts-
                         DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                              29

Deutsche (116 Männer, 35 Frauen) und 25        Die Geoökologie wird unter Geographie
Ausländer (21 Männer, 4 Frauen). Die Ge-       geführt     (S.     61)     und     als
samtzahl der bestandenen Prüfungen be-         Geoökologie/Bio-geographie genannt: 98
läuft sich somit auf 773 (720 Deutsche und     Diplome (ausschließlich Deutsche), 24
53 Ausländer).                                 Promotionen (18 Deutsche, 6 Ausländer),
                                               35 Fachhochschul - und 19 “Sonstige”
Für die Geophysik werden für 1997 107 Di-
                                               Abschlüsse, insgesamt 176 bestandene
plome genannt, die von 102 Deutschen (83
                                               Prüfungen.
Männern, 19 Frauen) und 5 Ausländern (4
Männern, 1 Frau) bestanden wurden. Hinzu       Die Frage der Studienzeiten wird auf S.
kommen 33 Promotionen von 28 Deutschen         135ff behandelt: Dabei wird bei den Geo-
(22 Männern, 6 Frauen) und 5 Ausländern        wissenschaften von insgesamt 876 Diplo-
(4 Männern, 1 Frau). Das Studienfach be-       men, bei der Geographie von 1539 Diplo-
wältigte somit 140 bestandene Prüfungen        men und 136 Magister-Prüfungen ausge-
von 130 Deutschen und 10 Ausländern.           gangen. Erwähnenswert erscheint der ein-
                                               zige Magister in den Geowissenschaften,
Die Mineralogie wird mit 134 Diplomen ge-
                                               der sein Studium im 13. Semester ab-
nannt, die von 122 Deutschen (79 Männern,
                                               schloß. Die 876 Diplomanden schlossen ab:
43 Frauen) und 12 Ausländern (10 Män-
                                               im 6.Semester (oder früher): einer - im 7.:
nern, 2 Frauen) erworben wurden. Die ins-
                                               einer - im 8.: drei - im 9.: sieben. Somit
gesamt 77 Promotionen bestanden 71
                                               blieben 1,37 % der Diplomanden in der Re-
Deutsche (49 Männer, 22 Frauen) und 6
                                               gelstudienzeit. Bis zur BAföG-Fördergrenze
Ausländer (5 Männer, 1 Frau). Damit war
                                               (10. Semester) kamen 39 Kandidaten hinzu,
die Mineralogie für insgesamt 211 Prüfun-
                                               so daß 51 von 876 Kandidaten (5,8 %) die
gen (193 Deutsche, 18 Ausländer) zustän-
                                               Fristen einhielten. Die schnellste Frau
dig. Aufgelistet werden weiterhin die Meteo-
                                               schloß im 8.Semester ihr Studium ab. Unter
rologen (73 Diplome + 26 Promotionen = 99
                                               den o.a. Fristenwahrern waren in der Re-
Universitätsabschlüsse bei (zuzüglich) 11
                                               gelstudienzeit drei und in der BAföG-Zeit 16
Fachhochschulabschlüssen) und die Oze-
                                               Frauen “fertig”. Die große Masse der Absol-
anographen (13 Diplome + 3 Promotionen =
                                               venten verteilte sich wie folgt:
16 Universitätsabschlußprüfungen).

Semes-     10      11        12       13       14       15       16        17
ter
Zahl       39      80        147      176      134      90       62        137
[%]        4,4     9,1       16,8     20,1     15,3     10,3     7,1       15,6
[ %]      5,8     14,9      31,7     51,8     67,1     77,4     84,5      100,0

Die Geographen dürften hier nicht weiter       Bei 592 Fällen errechnet sich die Zeit von
interessieren. Unter deren Diplomanden         der Hochschulzugangsberechtigung bis zum
gab es 71 Kandidaten in der Regelstudien-      Abschluß auf 9,4 Jahre (*9,7; **8,7), und
zeit (4,6%), darunter 40 Frauen (56%), und     von der Erstimmatrikulation bis zum Ab-
bis zur BAföG-Grenze erreichten insgesamt      schluß verweilte “der Geowissenschaftler”
186 Prüflinge (12,1%) das Ziel (52 %           7,5 Jahre in der Universität (*7,6; **7,3).
Frauen). Mit dem 13. Semester hatten 912       Ebenfalls auf der Basis von 592 Fällen wer-
Studenten (59,3%) das Diplom.                  den durchschnittlich 14,8 Hochschulsemes-
                                               ter berechnet (*15,0; **14,4), während die
Bei der Altersfrage behandelt das Statisti-
                                               Auswertung von 872 Akten durchschnittlich
sche Bundesamt 872 deutsche Geowissen-
                                               13,7 Fachsemester ergibt (*13,8; **13,3).
schaftler nach bestandenem Diplom (S.
162/163). Sie waren im Durchschnitt 29         Die Geographen stehen beim Abschluß mit
Jahre alt (*Männer: 29,3; **Frauen: 28,1).     einem Durchschnittsalter von 28,8 Jahren
30                     DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


zu Buche. Sie brauchen von der Erstimma-           ter 877 deutschen Absolventen, der 1997 im
trukulation bis zum Abschluß 7,3 Jahre und         Diplom ein “ausreichend” erzielte. Zugege-
erreichen (auf der Grundlage von 1643              ben, in 17 Fällen ist die Note nicht bekannt.
Fällen) ihr Ziel nach 12,9 Semestern.              Aber diesem einsamen Kandidaten stehen
                                                   19 mit Auszeichnung prämierte Kollegen
Sie sind somit fast ein Semester schneller
                                                   (2,2 %) gegenüber (darunter eine Frau aus
als “unsere” Studenten. Nachdenklich stim-
                                                   253) und weitere 392 Absolventen (44,7%),
men die o.a. Zahlen, wenn man sie mit
                                                   die mit “sehr gut” abschlossen (darunter 111
“Mathematik, Naturwissenschaften zusam-
                                                   Frauen).
men” vergleicht. In dieser Gruppe bestan-
den 1997 17.638 Deutsche ihre Prüfung.             Sollte es vielleicht die freie Prüferwahl sein,
Auf der Basis von 12.118 Akten wird eine           die nur 52 Kandidaten das Unglück eines
mittlere Verweildauer in der Universität von       “befriedigend” bescherte? Der Rest bekam
6,7 Jahren errechnet. Der Kandidaten sind          ein “gut”. Von 279 erfaßten Doktoranden
am Studienende 27,8 Jahre alt. Für alle o.a.       erhielten 29 (10,4%) ein “summa cum
“Naturwissenschaftler” beträgt die durch-          laude”, darunter drei Frauen (aus 69). Wei-
schnittliche Studiendauer 12,3 Semester            tere 156 promovierten mit “magna cum
(*12,6; **11,7): There is something wrong in       laude”, so daß - aus einem Jahrgang - ins-
the realm of geosciences. Zu dieser Fest-          gesamt mehr als 66% aller deutschen Dok-
stellung gibt es keine Alternative.                toranden in den Geowissenschaften erho-
                                                   benen Hauptes auf den Arbeitsmarkt zogen,
Über Zensuren zu reden, scheint verlorene
                                                   145 Männer und 40 Frauen! Wo mögen sie
Liebesmühe zu sein; denn der von den
                                                   geblieben sein, und wie wird ihre berufliche
Prüfungsordnungen vorgegebene Zensuren
                                                   Zukunft aussehen? Damit sind wir wieder
-Spielraum ist inzwischen wohl flächendec-
                                                   bei den Eingangsfragen.
kend und fächerübergreifend Makulatur.
Beginnen wir deshalb mit dem einzigen un-

EXAMENSNOTEN IN DEN NATURWISSENSCHAFTEN, 1997
                <1      1       2        3          4       Unbek.    failed     

Physik          175    1672    1135       127           1       228      18     3356
Mathe           126     782     713       166        11          49      15     1862
Informatik       96    1244    1502       308        12         176      26     3364
Chemie           87    1137    1192       189           3       224      25     2857
Pharmazie        90      74     602       817        70         203        1    1857
Biologie        128    1616     838          70         2       156        4    2814
Geowiss.         19     392     396          52         1        17        -     877
Geographie       33     526     876       184           8        48        5    1680
               754    7443    7254     1913        108        1101      94    18667
         Angaben in Prozent
                <1      1       2        3          4       Unbek.    failed

Physik           5,2   49,8    33,8          3,8   0,03         6,8      0,5
Mathe            6,8   42,0    38,3          8,9    0,6         2,6      0,8
Informatik       2,9   37,0    44,6          9,2    0,4         5,2      0,8
Chemie           3,0   39,8    41,7          6,6    0,1         7,8      0,9
                       DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                 31

Pharmazie       4,8     4,0    32,4      44,0    3,8       10,9    0,05
Biologie        4,5    57,4    29,8       2,5   0,07        5,5     0,1
Geowiss.        2,2    44,7    45,2       5,9    0,1        1,9       -
Geographie      2,0    31,3    52,1      11,0    0,5        2,9     0,3
                 4,0   39,9   38,9      10,2    0,6        5,9     0,5
Quelle: Statistisches Bundesamt (1998): Bildung und Kultur, Fachserie 11, Reihe 4.2 - Prü-
fungen an Hochschulen, 1997. - Wiesbaden. (Darin: S. 302 - 305).
32                    DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT



 Master Course in Angewandten                          Studieren im Ausland
 Umweltwissenschaften in Tübin-
                                              Für Menschen aller Professionen ist es
             gen                              heute sehr wichtig, gute Kenntnisse von
Chris MCDERMOTT, Lehrstuhl für Angewand-      Sprache und Kultur anderer Länder zu be-
te Geologie an der Universität Tübingen,      sitzen. Daher wird sowohl eine international
bietet ab September 1999 einen “Multidisci-   angelegte Ausbildung als auch ein längerer
plinary International Master Course in Ap-    Auslandaufenthalt zum entscheidenden
plied Environmental Geosciences” in engli-    Kriterim bei der Personalauswahl in vielen
scher Sprache an.                             Unternehmen.
Themen sollen Analyse und Einschätzung        International University Services (IUS) ver-
von Umweltproblemen sein, für die ökolo-      tritt erstklassige Universitäten in Australien,
gisch und ökonomisch akzeptable Lösun-        Kanada und Neuseeland. Das Unterneh-
gen erarbeitet werden sollen. 50 % der Do-    men bietet Informationen, Beratung für Stu-
zenten kommen aus dem Ausland; ein Kurs       denten sowie die Bearbeitung von Bewer-
dauert zwei Jahre.                            bungen um Studien- und Praktikumsplätze.
Dank der Unterstützung des Vorhabens          IUS erleichtert das sonst teure und kompli-
durch das Land Baden-Württemberg, die         zierte Kommunizieren mit einer weit entfern-
Universität Tübingen, den Deutschen Aka-      ten Universität. Sämtliche von IUS gebote-
demischen Austauschdienst (DAAD) und          nen Dienstleistungen sind für künftige Stu-
die European Environment Agency können        denten völlig kostenlos und gebührenfrei.
15 gebührenfreie Studienplätze in den ers-    Eltern und Studenten, die gerne weitere In-
ten beiden Jahren angeboten werden. Für       formationen erhalten möchten, wenden sich
die Teilnahme wird neben ausreichenden        bitte an:
englischen Sprachkenntnissen ein Vordi-
plom in z.B. Geologie, Geoökologie oder       Dr. Keith Allan NOBLE, Direktor & Repräsen-
Geographie erwartet.                          tant, International University Services,
                                              Neydhartinger Str. 2b, 61381 Friedrichsdorf,
Nähere Informationen über: Dr. Chris          Deutschland.                    Telefon/Fax:
MCDERMOTT, Lehrstuhl für Angewandte           49-(0)6172-72075;                     e-mail:
Geologie, Sigwartstr. 10, 72076 Tübingen;     EPIUS@t-online.de                      http://
Tel.: +49 (0) 707129-74693; e-mail: chris.    home.t-online.de/home/EPIUS/
mcdermott@uni-tuebingen.de
Dieter STOPPEL, Hannover


                            A U S D E R W I R T S C H AF T

     GeoCad, das CAD-basierende               Konventionelle Programme in diesem
        Bohr-profilprogramm unter             Marktsegment sind Datenbanken mit einem
                                              Cad-Appendix, die Darstellungen der Boh-
               Cadvance                       rungen liefern. Die Dateneingabe ist häufig
                                              kompliziert und unterliegt meist einer strik-
Schon wieder ein Programm zur zeichneri-
                                              ten Normierung. Die aufwendige, zeitrau-
schen Darstellung von Bohrsondierungen ist
                                              bende und damit auch kostenintensive
man geneigt zu denken. Hier liegt jedoch
                                              Handhabung steht z.B. einer unmittelbaren
ein erfrischend anderes Programmkonzept
                                              Eingabe der Bohrdaten im Gelände entge-
vor, das den Namen Cad auch verdient.
                                              gen. Üblicherweise ist nach der zeichneri-
                       DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                  33

schen Erstellung der einzelnen Bohrungen        gerufen werden. Auch die farblichen Vorga-
zudem eine Überarbeitung in einem profes-       ben können abgeändert werden.
sionellen Cad-Programm erforderlich. Dazu       Zum Programmumfang gehört neben der
sind die aus der Datenbank erzeugten            Bohrprofildarstellung auch ein Programm
Bohrsäulen in dieses Cad-Programm einzu-        zur Erzeugung von Rammsondierungsdia-
laden und liegen dann sozusagen als ein-        grammen und Pegelausbauzeichnungen.
gescanntes Abbild vor. Neben häufig auftre-     Unter cadvance erstellte Flächen, wie z.B.
tenden Kompatibilitätsproblemen können          geometrische Flächen aber auch Kurven,
dann generell keine Cad-Fangfunktionen          die eine Fläche beschreiben, können im
(z.B. wenn Schichtgrenzen erstellt werden       Programmpunkt Objektschraffur mit Textur-
sollen) genutzt werden, da das Cad-Pro-         symbolen gefüllt werden.
gramm die Zeichenelemente aus dem
Bohrprofilprogramm nicht erkennt.               Für Altlastuntersuchungen liegt eine Sym-
                                                boldatei mit Installationen wie z.B. Tanks
GeoCad ist eine Applikation auf die deut-       oder Zapfsäulen vor, die sich in einen Pro-
scher Version des amerikanischen Cad-Pro-       filschnitt einbetten lassen.
gramm s cadvance. Die unter GeoCad auf-
gerufenen Zeichenfunktionen werden von          Man kann dem Programm anmerken, das
cadvance ausgeführt und sind daher natür-       viel Wert darauf gelegt wurde die Eingabe
lich auch bei einer Nachbearbeitung als         unkompliziert und schnell zu gestalten. Da-
Zeichnungsobjekte für cadvance erkenn-          neben bleibt dem Benutzer jedoch genü-
bar. GeoCad wird zusammen mit der voll-         gend gestalterischer Spielraum um seinen
ständigen 2D-Version(LiTe) von cadvance         Zeichnungen für seine Bedürfnisse zu op-
geliefert.                                      timieren.
Die Bohrungen können als Einzelbohrun-          Das mitgelieferte Cad-Programm cadvance
gen, die sich nachträglich leicht in einen      LiTe ist über DXF kompatibel zu anderen
Profilschnitt integrieren lassen, dargestellt   CAD-Systemen.
werden oder direkt in einen zuvor angeleg-      Testen Sie das Programm 30 Tage kosten-
ten Profilschnitt eingebettet werden. Es be-    los.
steht die Möglichkeit die Bohrungen nach
DIN 4023 mit den entsprechenden DIN-Le-         Der Lizenzpreis für beide Programme im
gendensymbolen erstellen zu lassen, oder        Paket: 3.500 DM zzgl. Mwst.
aber auch über die gesamte Säulenbreite         Entwicklung: geocad-softwareentwicklung,
mit den Texturnebenkomponenten zu füllen.       kleve
Die Boden- und Felsarten werden bequem          Vertrieb: Dr. RICHTER BERGER KASPER
über Buttons per Mausklick ausgewählt und       Software
sofort gezeichnet. Fehlerhafte Eigaben kön-     Tel. 0228 766 96 56
nen     unmittelbar    korregiert   werden      Fax: 0228 766 96 57
(undo-Funktion) oder nachträglich verändert     e-mail: info@ribeka.com
werden, da sämtliche Programmfunktionen         http://www.ribeka.com
auch als Einzelfunktion vorliegen.
Mit dem mitgelieferten umfangreichen Tex-
tursymbolen braucht man sich nicht zufrie-                    Water is life.
den zu geben. Die zum Füllen eingesetzten        Groundwater monitoring and re-
Textursymbole können auf einfachem Wege          source management is a job that
modifiziert werden, so daß man seinen
Zeichnungen eine eigene Note geben kann.             ensures future security.
Ferner können in unbegrenzter Anzahl ei-        The ideal practicle tool for water resource
gene Textursymbole erstellt werden und un-      boards, environmental authorities, water
ter GeoCad zum Füllen der Bohrsäule auf-        providers, engineering firms, industrial ope-
34                        DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


rations and all those who work daily with        management, waste management and envi-
groundwater data.                                ronmental protection, and of the interdisci-
                                                 plinary collaboration of our experts.
GW-Base, the groundwater GIS.
                                                 Profit from the professional organization of
The ideal GIS applications and database
                                                 your groundwater and environmental data.
for professional and quick work on water
management tasks in all languages.               For additional information:
    resources management                        Dr. RICHTER·BERGER·KASPER
    groundwater monitoring                      Name and adress : see Index Form 3
    well register                               Tel: +49 228 766 96 56
    ground water exploration                    Fax: +49 228 766 96 57
    provision of drinking water                 e-mail: info@ribeka.com
    groundwater purification                    internet: www.ribeka.com
management of
    water levels                                       Neue Programmversion
    samples and analysis data
                                                             GRAPHER 2!
    discharge data
    investigation and surveillance programs     Der internationale Marktführer für wissen-
interpretation                                   schaftliche Grafiksoftware: Golden Inc., hat
                                                 nun auch GRAPHER einer vollständigen
 time series charts                             Modernisierung unterzogen. Neben den
 contour maps for water levels and chemi-       englischsprachigen Programmen SUR-
  cal concentrations                             FER (3D Meßdatenvisualisierung), Map-
 investigation programs                         Viewer (thematische Meßdatenauswer-
 analysis graphs                                tung) und DIDGER (Digitalisierung von
 reports                                        Plandaten) steht nun auch GRAPHER in
and                                              der Version 2 für Windows 95/98 und NT
                                                 zur Verfügung. GRAPHER dient zur Vi-
 management of digital map catalogues           sualisierung und Auswertung von beliebigen
 connection with other Windows programs         2D-Meßdaten.
1. data import and export                        GRAPHER 2 weist folgende Neuerungen
2. open for other Windows programs and           auf: mathematischer Texteditor, integrierte
   GIS applications                              Skript-Sprache,            OLE-Funktionen,
3. for Windows 95/ NT                            “Auto-Track“ Tabellen, Sortiermöglichkeit für
mobile data entry                                Tabellen,                   Objektmanager,
                                                 Polar-Koordinatensystem, Linien-Endtypen,
direct data import from ( GW-Level,
                                                 Legenden-Symbolgröße folgt nun der
GW-Sample) from NORAND Handheld
                                                 Einstellung    des    Graphen,     Vorlagen,
computers
                                                 verbesserte       Polynominal-Koeffizienten,
Availablest as stand alone or multi-user         Bildschirm-Layer,     Tabellendruckfunktion,
client-server database (Access, Oracle, etc.)    Tortengrafiken,           benutzerdefinierte
In combination with the hydro-geologic           Undo-Funktion,            benutzerdefinierte
calculator program GW-Calc, GW-Base a            Linienstyles, verbesserte Einstellmöglichkei-
professional and easy-to-use and cost-sa-        ten für Kurvenanpassungen (“curve fitting“),
ving data processing.                            zahlreiche neue Import- und Exportfilter,
                                                 Excel97 kompatibel, volle 32-bit Applikation
We wish you success!                             (Win95, 98, NT4), Unterstützung von langen
Profit from our know-how gathered from           Dateinamen, Histogramme, benutzerdefi-
long years of experience in the field of water   nierte Gleichungen, Füllfunktion unterhalb
                       DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT                                   35

von Kurven, einstellbare Druckränder, er-       chung von Rohstofflagerstätten hat bei der
weiterte Druckseiten-Layouts, Wahlmög-          DMT eine lange Tradition und geht auf die
lichkeiten der Darstellung für Bitmaps, Sta-    Forschungen des Essener Geophysikers
tuszeile, Werkzeugleiste, Einfügen, Aktivie-    Ludger MINTROP zurück.
ren und Editieren von Objekten, Digitalisie-    Die DMT wird über die rund 200 km² große
rungsbefehl, Fenster teilen (vertikal und ho-   Fläche ein Raster legen, bei dem jeweils im
rizontal), fünf Millionen Zeilen pro Tabelle,   Abstand von 50 x 50 m ein Meßpunkt ein-
doppelte Genauigkeit (15 Stellen), Zellgröße    gerichtet wird. Die unterirdischen Schwin-
und –höhe einstellbar, eingebundene For-        gungen werden mit insgesamt sieben, über
matinformationen beim Einfügen von Tabel-       14 Tonnen schweren “Vibratoren“ erzeugt,
len mit “Paste Spezial“, Hintergrundfarben      die Daten an fast 500 Meßstellen gesam-
für Tabellen einstellbar, neue Statistikfunk-
                                                melt und ausgewertet. Der Vorteil der seis-
tionen, neue Tabellen-Werkzeugleiste, au-       mischen Untersuchungen mit sogenannten
tomatisches Einfügen von Mathematischen         “kontrollierten Signalquellen” gegenüber
Funktionen bei der Transformierung von          herkömmlichen Methoden liegt dabei auf
Daten, höhere Arbeitsgeschwindigkeit, Lie-      der Hand, denn die Vibroseismik gilt als
ferung erfolgt auf CD-ROM, u.v.m..              “sanfte Technik”. “Es müssen keinerlei Boh-
Weitere Produktinformationen können tele-       rungen niedergebracht, kein Sprengstoff
fonisch bei CIVILSERVE, Dipl.-Ing. Thomas       eingesetzt werden”, so der zuständige Ab-
W ALKEMEYER, Weuert 3, 49439 Steinfeld,         teilungsleiter Dr. Hans Christoph GELBKE,
Tel.: 05492-7478, angefordert werden.           “das Grundwasser und die Umwelt werden
e-mail: walkemeyer@civilserve.com               nicht beeinträchtigt.”
                                                Fast vergleichbar mit dem “technischen”
                                                Aufwand sind die derzeit laufenden Vorbe-
   Millionenschwerer Auftrag für                reitungen für die seismischen Messungen.
            DMT, Essen                          Für die Einrichtung der Meßstellen und den
                                                Einsatz der Vibratoren muß zum Beispiel
Einen höchst anspruchsvollen Auftrag ha-        die Erlaubnis der jeweiligen Grundstücksei-
ben die Ingenieure und Wissenschaftler der      gentümer eingeholt werden. Beim Projekt
DMT (DeutschenMontanTechnologie) Es-            “Palling” sind dies allein fast 6000 verschie-
sen aus Österreich erhalten: Der DMT-Ge-        dene Adressaten. Hinzu kommen Behörden
schäftsbereich GeoTec soll ein rund 200         und Institutionen, von der Naturschutzbe-
km² großes Gebiet in Oberbayern mit dreidi-     hörde bis zur NATO. Die Lage von Abwas-
mensionaler Seismik untersuchen. Der Auf-       serleitungen muß genauso geklärt werden,
trag hat ein Volumen von mehreren Millio-       wie die Sicherheitsabstände zu Fernmelde-
nen Mark und wird fast 100 Mitarbeiterinnen     anlagen oder unterirdischen Stromkabeln.
und Mitarbeiter des Essener Technologie-        Zusätzlich wird das Gelände per Flugzeug
konzerns rund ein halbes Jahr beschäftigen.     mittels Laserscanner vermessen.
Auftraggeber ist die “Rohöl-Aufsuchungsge-      Aus den gesammelten Daten erstellen dann
sellschaft Wien”. Das österreichische Unter-    die DMT-Ingenieure in Essen ein detaillier-
nehmen ist Konzessionär für das Vorhaben        tes digitales topographisches Modell der
“Salzach-Inn, 3D-Seismik Projekt Palling”,      Landschaft zwischen Chiemsee und Inn,
bei dem nach Erdöl- und Erdgasvorkommen         das wiederum die Grundlage für die an-
in Oberbayern geforscht wird. Mit Hilfe der     schließenden Messungen bildet.
DMT-Spezialisten aus Essen soll dazu der
Untergrund zwischen Chiemsee und Inn in         Mit den eigentlichen Messungen wird in die-
der Region Traunreut/Waging bis zu einer        sen Tagen begonnen, das gesamte Projekt
Tiefe von 2 700 m untersucht werden.            soll bis zum Frühsommer 1999 abgeschlos-
                                                sen werden. Für die Wissenschaftler und
Die Nutzung der Erkenntnisse aus der            Ingenieure des DMT-Geschäftsbereichs
seismologischen Forschung für die Aufsu-
36                     DEUTSCHE GEOLOGISCHE GESELSLCHAFT


GeoTec ist das Projekt in Oberbayern ein        DMT”, so der Vorsitzende der Geschäftsfüh-
wichtiger, aber nicht der einzige Auftrag.      rung Dr. Rainhard BASSIER, “und sie sind ein
                                                gutes Beispiel für die erfolgreiche Übertra-
Derzeit führen die Fachleute aus dem Re-
                                                gung des im Steinkohlenbergbau des Re-
vier ähnliche Untersuchungen weltweit
                                                viers gewonnenen Know-hows auf andere
durch, so in Australien, Südafrika, Irland
                                                Branchen und Länder.”
und Chile. “Die seismischen Untersuchun-
gen sind ein wichtiges Geschäftsfeld der        DMT, Essen
     G E O W I S S E N S C H AF T L I C H E F O R S C H U N G , N E U E P R O J E K T E

                                                österreichischen Braunau steht die energe-
Energie aus der Tiefe – umweltbe-
                                                tische Nutzung der Thermalwasservorkom-
        wußt und effektiv                       men mit modernster leistungsfähiger Tech-
Die Wärmeenergie-Ressourcen des nahen           nologie ebenfalls vor der Umsetzung.
und tiefen Untergrunds offenbaren sich als      Auch international übernehmen Kraftwerke
ideale Bausteine eines umweltfreundlichen       und Fernwärmenetze auf geothermischer
Energiekonzepts.             Thermalwasser,     Basis bedeutende Anteile der regionalen
heiß-trockenes Tiefengestein und Energie        Energieversorgung. So greift zum Beispiel
aus erdberührten Betonbauteilen sind            in der Türkei und in Ungarn eine zuneh-
zentrale            Schlagworte         der     mende Rückbesinnung auf heimische, um-
Erdwärmenutzung.         Geothermie      als    weltverträgliche Energieressourcen um sich.
weltweites Thema angewandter Forschung          Anschub leistet dabei ausländisches Inves-
und erfolgreicher Projekte im laufenden         titionskapital. Technik und Know-how kom-
Alltagsbetrieb. Die USA, die Philippinen,       men aus den westlichen Industrienationen.
Mexiko       und     Japan      bilden   die    Deutschland agiert hier als ein Schwer-
Einsatzschwerpunkte bei der Nutzung von         punktanbieter und empfiehlt sich somit als
Dampf- und Heißwasserlagerstätten. Doch         idealer Ort zur Messepräsentation dieser
auch dort, wo Thermalwasser seltener auf-       Technologie von globarer Bedeutung.
tritt, wie in Mitteleuropa, ergeben sich im
                                                Der unverkennbare Aufschwung vor allem
überall vorhandenen heiß-trockenen Tie-
                                                im Markt der oberflächennahen Geothermie
fengestein der Erdkruste Temperaturni-
                                                schlägt sich vielfach nieder. Ausgesprochen
veaus, die eine Verstromung ermöglichen.
                                                fortschrittlich sind beispielsweise erdgekop-
Größte Verbreitung verzeichnet die Nutzung      pelte Wärmepumpen im Zusammenspiel mit
von Dampf- und Heißwasserlagerstätten.          Erdwärmesonden zur Beheizung und Küh-
Diesen Ressourcen widmen sich in                lung von Gebäuden. Rund 17 % der bislang
Deutschland rund 35 lokale Einrichtungen        100 Mio. DM umfassenden Fördermittel des
der Energie- bzw. Wärmegewinnung, vor           Bundeswirtschaftsministeriums für erneuer-
allem in Mecklenburg-Vorpommern (z.B. in        bare Energien sind in die Förderung von
Neubrandenburg,             Waren/Müritz,       erd- oder grundwassergekoppelten Wärme-
Neustadt-Glewe) und in Bayern (z.B. in          pumpen geflossen – mit enormem Erfolg.
Erding, demnächst in Straubing). Zur
                                                Momentan rückt die Erdkruste als ideales
Verstromung bieten sich vor allem die neu
                                                Medium zur Speicherung von Abwärme und
entwickelten        Organic-Rankine-Cycle
                                                sommerlicher Sonnenwärme immer stärker
(ORC-)Turbinen an, die bereits bei sehr
                                                in den Blickpunkt. Das bekannteste Vorha-
niedrigen Temperaturen von ca. 100 °C
                                                ben dieser Art in Deutschland entsteht im
Strom generieren. Eine erste kommerziell
                                                Rahmen des Umbaus des Berliner Reichs-
betriebene ORC-Turbine wird demnächst im
                                                tags und der Errichtung neuer Parlaments-
oberösterreichischen Altheim mit einer
                                                gebäude. Das dortige Konzept mit Einbin-
Leistung von rund 700 Kilowatt eingesetzt.
                                                dung mechanischer Belüftungssysteme, der
Im     bayerischen   Simbach     und    im
                                                Nutzung der Erdkruste als natürlicher Kälte-
                         AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                 37


und Wärmespeicher und dem Einsatz der          rungswirtschaft, über die Absicherung einer
Kraft-Wärme-Kopplung läßt eine Minderung       ausgedehnten Palette an Haftungs- und
des CO2-Ausstoßes um 85 % erwarten.            Schadensrisiken den globalen Markt noch
Doch auch ohne Wärmepumpen steht das           stärker und in seiner ganzen Breite anzu-
Temperaturniveau des Bodens kostengüns-        sprechen, war in den vergangenen Jahren
tig zur Verfügung. Erdberührte Beton- und      von großem Erfolg gekrönt.
Gründungspfähle werden mit Wärmeaus-           “85 % aller großen Versicherungsschäden
tauschrohren ausgestattet, womit sich kon-     entfallen auf Naturkatastrophen wie Wir-
ventionelle Kälte- und Klimaerzeugungs-        belstürme, Überschwemmungen und Erd-
technik erübrigen.                             beben”, bestätigte Klaus TÖPFER, Direktor
Internationale Erfolge verzeichnen auch die    der UN-Umweltbehörde UNEP, anläßlich
innovativen Hot-Dry-Rock-(HDR-)Systeme.        einer internationalen Konferenz der Fi-
Prinzipiell eröffnet der allgemein gültige     nanzdienstleistungsbranche Mitte 1998 in
Erdwärmezuwachs von 3 °C je 100 m Tiefe        Köln. Das ökonomische Risiko von Naturka-
überall die Möglichkeit, das tiefe, heiße,     tastrophen wächst unaufhörlich. In den
aber trockene Gestein der Erdkruste als        letzten zehn Jahren wuchs ihre Anzahl ge-
“Steckdose” zu nutzen. Hierbei übernimmt       genüber den 60er Jahren um das Dreifache.
das europäische HDR-Projekt im elsässi-        Die Bilanz der Folgen von Naturkatastro-
schen Soultz-sous-Forêts eine führende         phen ist geradezu vernichtend. Im Durch-
Rolle an der technologischen Entwicklungs-     schnitt liegt der wirtschaftliche Schaden
front. Deutsche Partner sind daran maß-        weltweit und pro Jahr bei über 100 Milliar-
geblich beteiligt. Die Praxiserfahrungen be-   den DM. Im katastrophenreichen Jahr 1995
weisen den sehr effektiven, nahezu vollau-     stieg der geschätzte Schaden sogar auf an-
tomatischen und konsequent umweltfreund-       nähernd 320 Milliarden DM weltweit.
lichen Betrieb von Hot-Dry-Rock-Systemen.      Doch nicht nur der Versicherungsbranche
In Deutschland planen unter anderem die        ist in höchstem Maße daran gelegen, das
badische Stadt Bühl, die Stadtwerke Bühl,      Schadensausmaß der Naturkatastrophen
Ettlingen und Landau sowie die FlowTex         durch umfassende Vorsorgemaßnahmen
Gruppe aus Ettlingen eine HDR-Kraftwerk        abzumildern. Politik, Gesellschaft und Wis-
mit einer Leistung von 10 Megawatt.            senschaft sind gefordert, die Weiterentwick-
Quelle: Geospectra Pressedienst, Düssel-       lung notwendiger Technologien und ihre
dorf                                           kommerzielle Umsetzung partnerschaftlich
                                               voranzutreiben. Dies ist auch eine Kernfor-
                                               derung der Schlußerklärung einer UN-Kon-
      Frühwarnsysteme und                      ferenz zum Thema Frühwarnsysteme, die
       Risiko-Management                       im September 1998 im GeoForschungsZen-
                                               trum Potsdam stattfand.
Naturkatastrophen sind Schicksalsschläge.      Frühwarnsysteme dienen der Risikoabwehr.
Vulkanausbrüche, Erdbeben, Stürme, Über-       Dazu ist eine vernetzte Nutzung verschie-
schwemmungen oder Feuersbrünste betref-        dener Technologien erforderlich. Dieser
fen nicht allein die ökonomische Entwick-      Verbund muß imstande sein, bevorste-
lung, die Infrastruktur und vor allem Leben    hende Katastrophen rechtzeitig zu erken-
und Gesundheit der Bevölkerung vor Ort.        nen. Darüber hinaus ist aber auch der mög-
Auch das globale Geflecht der Wirtschafts-     liche Verlauf derartiger Ereignisse abzu-
beziehungen hat erhebliche Lasten zu tra-      schätzen. Solche Aufgaben lassen sich nur
gen. Vor allem Rückversicherungskonzerne,      mit einer Kombination aus Erdbeobachtung
die das Risiko anderer Versicherungsunter-     via Satellit, am Boden stationierter Analyse-
nehmen abdecken – die weltweit größten         und Meßinstrumente, Telekommunikation
sind in Deutschland ansässig – müssen er-      und Datenfernübertragung sowie Geogra-
hebliche Finanzmittel zur Schadensregulie-     phischer Informationssysteme lösen. So
rung freisetzen. Der Elan der Versiche-
38                        AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN


geht die Aufnahme von Daten, zum Beispiel       Universität Oldenburg berichten davon im
über aktuelle seismische Messungen, mit         internationalen Wissenschaftsmagazin Na-
der wissenschaftlichen Auswertung bereits       ture (Vol. 397: 146-149). Sie fanden Hin-
dokumentierter Katastrophen einher.             weise auf die Vergiftung mittels geochemi-
Computer-Simulationen analysieren den           scher Untersuchungen an 2 – 3 Millionen
wahrscheinlichen Verlauf kommender ka-          Jahre alten Sedimenten aus dem Pliozän.
tastrophaler Ereignisse. Nur unter diesen       Die untersuchten Sedimente liegen in 50 –
Umständen ist die Früherkennung und Vor-        100 m Tiefe unter dem heutigen Meeresbo-
hersage von Erdbeben, Vulkanausbrüchen,         den des östlichen Mittelmeeres und wurden
Orkanen, Flächenbränden, Lawinen, Um-           im Jahre 1995 durch das Forschungsschiff
weltkatastrophen oder sogar Heuschrec-          Joides Resolution im Rahmen des interna-
kenplagen möglich.                              tionalen   Tiefseebohrprogramms      ODP
Ein Frühwarnsystem ist immer erstes Glied       (Ocean Drilling Program) beprobt, zu dem
einer Prozeßkette, die fortgesetzt wird mit     Deutschland über die Deutsche For-
der rechtzeitigen Einleitung und weiteren       schungsgemeinschaft (DFG) beiträgt.
Koordination von Hilfsmaßnahmen vor und         Durch extreme Klimaänderungen, die durch
während der Ereignisse. Sowohl bei abrup-       die veränderliche Position der Sonne zur
ten Desastern, wie der Eruption des Mount       Erde verursacht werden, wurden in den
Pinatubo auf den Philippinen 1991, als auch     letzten Jahrmillionen etwa alle 20000 Jahre
bei sich langfristig ankündigenden Ereignis-    sehr dunkle Sedimentlagen im östlichen
sen, wie der Klima-Anomalie El Niño, haben      Mittelmeer     gebildet.    Diese      Lagen
Frühwarnsysteme ihre Praxistauglichkeit         (Sapropele; griechisch für Faulschlamm)
und ihren Nutzen unter Beweis stellen kön-      enthalten sehr viel abgestorbenes organi-
nen.                                            sches Material. Der jüngste Sapropel ist
Die Impulskraft und die Dringlichkeit der In-   etwa 7000 Jahre alt. Sapropele bildeten
stallation von Frühwarnsystemen würdigt         sich während feuchter Klimaperioden, die
die Geospectra 99. Mit dem Schwerpunkt          mit einem deutlichen Anstieg der Süßwas-
“Frühwarnsysteme und Risk-Management”           ser- und Nährstoffzuflüsse in das Mittelmeer
widmet sich erstmals eine große internatio-     verbunden waren. Hierdurch können Algen
nale Messeveranstaltung diesem Themen-          schneller wachsen. Gleichzeitig nahm die
kreis. Methodik, Technologie, Dienstleistung    Wasserzirkulation ab. Nach dem Absterben
und Wissenstransfer sind Bestandteile des       der Organismen unterlag das organische
Angebots.                                       Material dem Abbau, so daß Sauerstoff ver-
                                                braucht und Schwefelwasserstoff gebildet
Quelle: Geospectra Pressedienst, Düssel-        wurde.
dorf
                                                In den Sedimenten befinden sich noch viele
                                                Zeugen der Abbauprozesse, die während
                                                der Sapropelbildung stattfanden. Die Geo-
Vergiftung des Mittelmeeres durch               wissenschaftler haben nun entdeckt, daß
  periodische Klimaänderungen                   Schwefelwasserstoff nahezu bis zur Ober-
                                                fläche des 2 – 3 km tiefen Meeres reichte.
Das Wasser des Mittelmeeres war nicht           Sie fanden chemische Fossilien von grünen
immer so Sauerstoff-haltig wie heute. In der    Schwefelbakterien in den pliozänen Sapro-
Vergangenheit wurde die Wassersäule             pelen. Da diese Bakterien sowohl Licht als
zeitweilig sogar durch Schwefelwasserstoff      auch H2S zum Leben brauchen, weisen sie
(H2S) vergiftet. Geowissenschaftler der         auf die Anwesenheit von Schwefelwasser-
Universität Utrecht (Niederlande), des Nie-     stoff nahe der Meeresoberfläche hin. Sie
derländischen Instituts für Meeresforschung     fanden ebenfalls Gehalte an und Isotopen-
auf Texel (NIOZ) und des Instituts für Che-     signaturen in Eisendisulfid (Pyrit) sowie
mie und Biologie des Meeres (ICBM) der          Spurenelementgehalte, die zeigen, daß die
                        AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                 39


gesamte Wassersäule durch H2S vergiftet       war, daß Sapropele nur unter stagnierenden
war.                                          Bedingungen gebildet werden können.
Modellrechnungen zeigen, daß im östlichen     Weitere Informationen:
Mittelmeer der Sauerstoff durch Eutrophie-    Dr. Michael E. BÖTTCHER, Max-Planck-Insti-
rung des Meeres verbraucht werden konnte,     tut für Marine Mikrobiologie in Bremen, Tel.:
ohne daß es zu einer Änderung der Strö-       0421-2028-632, e-mail: mboettch@mpi
mungsmuster kommen mußte. Diese               -bremen.de
Schlußfolgerungen eröffnen völlig neue
Perspektiven für die Interpretation der Pa-
läoumwelt, da früher angenommen worden
40                        AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN



                   AU S D E N G E O L O G I S C H E N D I E N S T E N

                                                Über Aufgaben und Zusammenarbeit der
             125 Jahre
                                                Geowissenschaftlichen Gemeinschaftsauf-
  Staatlicher Geologischer Dienst               gaben (GGA) und der Geologischen Lan-
- Ein Blick zurück und nach vorne -             desämter klärte Dr. J. KLOSTERMANN, Geo-
                                                logisches Landesamt Nordrhein-Westfalen,
Vor 125 Jahren wurde die Preußische             auf. Ursprünglich zur fachlichen Unterstüt-
Geologische Landesanstalt gegründet. Da-        zung aller Geologischen Dienste der Bun-
raus entstanden vor 50 Jahren in Hannover       desrepublik eingerichtet, hat sich die GGA
die Geowissenschaftlichen Gemeinschafts-        in den 50 Jahren seit ihrer Gründung hohe
aufgaben (GGA), vor 40 Jahren die Bundes-       wissenschaftliche Anerkennung erworben.
anstalt für Geowissenschaften und Roh-          Nach einer tiefgreifenden fachlichen Kon-
stoffe (BGR) und das Niedersächsische           zentration und Neuorganisation wird diese
Landesamt für Bodenforschung (NLfB). Die-       Institution in Zukunft stärker geowissen-
se gebündelten Jubiläen wurden am 1. De-        schaftliche Forschung betreiben, wozu ein
zember 1998 im Alfred-Bentz-Haus, Hanno-        umfangreiches geophysikalisches Instru-
ver, gefeiert.                                  mentarium zur Verfügung steht.
Nach der Begrüßung und Einführung durch         Zwei weitere Vorträge hatten die Themen
den Präsidenten von BGR und NLfB, Pro-          “Marine Forschungsaufgaben der BGR im
fessor Dr. F.-W. W ELLMER, der den Bogen        Vorfeld der Industrie” (Prof. Dr. K. HINZ,
von der Preußischen Geologischen Lan-           BGR) und “Die BGR – Schnittstelle zwi-
desanstalt zu den Nachfolgeinstitutionen        schen Wissenschaft und Industrie” (P.
schlug, referierte Staatssekretär Dr. L.        SCHWEINHAGE,        General      Manager,
SCHOMERUS (Bundesministerium für Wirt-          DEMINEX, Essen).
schaft und Technologie) über “Die Bedeu-        Umrahmt wurde die Veranstaltung durch
tung Geologischer Dienste für die Rohstoff-     Musik von Ludwig VAN BEETHOVEN und Paul
und Energiepolitik”.                            HINDEMITH,     gespielt   vom     jungen
“Das Niedersächsische Landesamt für Bo-         “Isernhagener Streichquartett”. Im Foyer
denforschung im Geozentrum Hannover”            war zudem eine Ausstellung mit Exponaten
war Thema der Staatssekretärin Dr. B.           aus 125 Jahren geowissenschaftlicher For-
GROTE (Niedersächsisches Ministerium für        schung zu besichtigen.
Wirtschaft, Technologie und Verkehr). Dr.       C. HEUNISCH, Hannover
E. C. GIMENA (Director General Instituto
Technológico GeoMinero de España) be-
faßte sich mit den Aufgaben der EuroGeo-
Surveys unter Subsidiaritätsgesichtspunk-       Umwelt: Landschaft, Klima - Geo-
ten. Die Aufgaben der BGR, die vorwiegend       wissenschaften auf der EXPO2000
in geowissenschaftlicher Beratung und For-
schung für die Daseinsvorsorge liegt, stellte   Katastrophale Erdbeben und explodierende
Dr. J.D. BECKER-PLATEN, Vizepräsident von       Vulkane - zweifellos spektakuläre Aspekte
BGR/NLfB vor. In der Erkundung und Nut-         geowissenschaftlicher Arbeit. Doch gibt es
zung der Geopotentiale zur nachhaltigen Si-     auch andere Tätigkeitsfelder, weniger auf-
cherung der Lebensbedingungen sah Dr.           sehenerregend aber mit ebenso großer
W. STACKEBRAND, Direktor des Landesam-          Wirkung für Mensch und Natur. "Wie kann
tes für Geowissenschaften und Rohstoffe,        eine zukunftsfähige Umwelt gestaltet wer-
Brandenburg, die vordringlichen Aufgaben        den?" ist eine Frage, die auf der EXPO2000
der Geologischen Landesämter.                   in Hannover beantwortet werden soll.
                                                "Umwelt: Landschaft, Klima" heißt die ent-
                                                sprechende Ausstellung - eines von elf
                          AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                  41


Themen im EXPO-Themenpark. Konzeption
und inhaltliche Betreuung erfolgt durch das
Team EXPO2000 der Bundesanstalt für
Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).               Michael LANGER pensioniert
Eine Erlebnislandschaft mit wissenschaftli-
chem Hintergrund erwartet die Besucher.         Am 11. Februar wurde der bisherige Leiter
Sie verspricht "Visionen und Modelle für das    der Abteilung ”Ingenieurgeologie und Geo-
Zusammenleben von bald über sechs Mil-          technik” an der Bundesanstalt für Geowis-
liarden Menschen". Die Kernaussage lautet:      senschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr.
"Zukunft heißt Verantwortung des Men-           Michael LANGER, vom Präsidenten, Prof. Dr.
schen für seine Umwelt". Junge Regisseure       F.-W. W ELLMER, in den Ruhestand verab-
der Filmakademie Baden-Württemberg ge-          schiedet. Sein Kollege, Dr. Manfred
stalten die Ausstellung als einen begehba-      W ALLNER, sprach ihm den Dank seiner Mit-
ren Film. Sie führen die Besucher durch         arbeiter aus. Zu dieser Feierstunde waren
eine surrealistische Inszenierung und er-       zahlreiche Vertreter von Bergbehörden und
schließen ihnen Wälder, Kulturlandschaften      Bergbaufirmen, Ingenieurbüros und Kolle-
und Städte in bislang unbekannter Aus-          gen aus BGR und NLfB erschienen.
drucksform. Alltägliches, den Menschen          Michael LANGER wurde am 22.12.1933 in
scheinbar allzu vertraut, zeigt die Verletz-    Unruhstadt/Westpreußen geboren. Sein
lichkeit von Wasser, Boden und Klima. Die       Studium der Mineralogie, Petrographie und
Ausstellung macht nachdenklich, lässt die       Kristallographie an den Universitäten Kiel
Besucher aber keineswegs ratlos. Vielmehr       und Freiburg schloß er in Kiel mit einer Dis-
zeigt sie Wege, wie die Menschen effektiv       sertation über den Zusammenhang zwi-
und umweltbewusst wirtschaften können.          schen Kristallstruktur und Flottierbarkeit ab.
Knapper werdende Ressourcen müssen
                                                Von Oktober 1959 bis Dezember 1998
geschont und langfristig ersetzt werden.
                                                wirkte er an der BGR, wo er 1971 Direktor
Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe hatte      für ”Technische Geologie” wurde. Dort be-
unter der Leitung der BGR die Grundidee         schäftigte er sich gutachterlich mit Tunnel-
entwickelt. Mit dabei waren namhafte Wis-       und Hohlraumbauten einschließlich der
senschaftler wie Hartmut Graßl und Ernst        Endlagerung           nuklearer         und
Ulrich VON W EIZSÄCKER, aber auch Vertreter     chemisch-toxischer Abfälle, ferner mit
der Industrie, der Bundesregierung und von      Ingenieurseismologie und Rutschungen.
Nichtregierungsorganisationen. Die BGR
                                                Von 1969 bis Ende 1998 wirkte er als Pri-
hat diese Idee weiterentwickelt und passt
                                                vatdozent an der Universität Kiel, wo er sich
sie laufend den neuesten Erkenntnissen der
                                                über ”Rheologie” habilitierte und 1975 Por-
Wissenschaft an. Hierfür steht sie mit weite-
                                                fessor wurde. Die Deutsche Geologische
ren Experten in Kontakt, wie dem Nobel-
                                                Gesellschaft      verlieh      ihm       den
preisträger Paul CRUTZEN oder dem
                                                Hermann-CREDNER-Preis. 1982 wurde er
MCDONNELL-Preisträger Stefan RAHMSTORF.
                                                ”Chevalier dans l‟ordre des Palmes
Diese EXPO-Beteiligung eröffnet für das         Académiques”, 1992 erhielt er die
Selbstverständnis der größten deutschen         Hans-CLOOS-Medaille       der   International
geowissenschaftlichen Einrichtung neue          Association of Engineering Geology. In
Orientierungsmöglichkeiten. Die Ideen der       dieser Organisation wirkte er als Präsident
EXPO2000 wirken also schon jetzt - nach-        und Past-President. In der Deutschen
haltig.                                         Gesellschaft für Geotechnik leitete er den
Ansprechpartner im Team EXPO2000 der            Arbeitskreis Salzmechanik.
BGR:                                            Nach seiner Pensionierung wird Prof.
Dr.Jörg REICHLING Tel.: 0511 - 6498105          LANGER ein Lehrbuch über ”Bauen in Salz-
e-mail: reichling.bgr.expo@t-online.de          gestein” verfassen.
42                       AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN


Nachfolger von Prof. LANGER als Abteilungs-    Die Entwicklung der niedersächsischen
leiter in der BGR wurde Dr. H. RASCHKA, der    Rohstoffindustrie ist in den letzten Jahren
bisher Leiter der BGR-Außenstelle Berlin       regional und abhängig vom Rohstoff unter-
gewesen war.                                   schiedlich verlaufen. Während die Produkti-
                                               onszahlen für einige Rohstoffe annähernd
Dieter STOPPEL, Hannover
                                               konstant geblieben sind, ist besonders für
 Neuer Rohstoffsicherungsbericht               Sand, Kies, Ton und Naturstein eine fallen-
                                               de Tendenz beim Verbrauch und folglich
     1998 für Niedersachsen                    auch bei der Produktion festzustellen. Ursa-
Im Auftrage des Niedersächsischen Minis-       che dafür ist der Nachfrage-rückgang in der
teriums für Wirtschaft, Technolgie und Ver-    Bauwirtschaft, die Hauptabnehmer dieser
kehr hat das Niedersächsische Landesamt        Massenrohstoffe ist.
für Bodenforschung (NLfB) einen neuen          Weitere Informationen:
Rohstoffsicherungsbericht erstellt, der eine
umfassende und allgemeinverständliche          Dr. Alfred LANGER, Tel. 0511-643-2471
Übersicht über die in Niedersachsen vor-       (Fachbereich)
handenen Rohstoffe, ihre regionale Verbrei-    Dipl.-Geol.       K.      SPANNBRUCKER,Tel.
tung und Verwendung sowie die Möglichkei-      0511-643-2515,        Fax    0511-643-3685
ten der Substitution und des Recycling ge-     (Öffentlichkeitsarbeit)
ben soll.
Für das Funktionieren unserer Wirtschaft ist
die preiswerte und damit möglichst verbrau-    Volker DENNERT - neuer Abteilungs-
chernahe Versorgung mit mineralischen          leiter im LGRB Baden-Württemberg
Rohstoffen unverzichtbar. Eine herausra-
gende Bedeutung kommt dabei den im Ta-         Bergdirektor Dipl.-Ing. Volker DENNERT
gebau gewinnbaren oberflächen-nahen            wurde am 22. September 1998 zum Leiter
Massenrohstoffen für die Bauindustrie zu,      der Abteilung 5 – Landesbergdirektion – im
die auch als Steine und Erden zusammen-        Landesamt für Geologie, Rohstoffe und
gefaßt werden.                                 Bergbau     Baden-Württemberg       bestellt,
                                               nachdem er diese Tätigkeit zuvor bereits
Der Rohstoffsicherungsbericht 1998 enthält     kommissarisch ausgeübt hatte. Mit Wirkung
die neuesten Daten zu Produktion, Ver-         vom 1. Juli 1998 waren die beiden in Frei-
brauch, Substitution und Recycling von         burg ansässigen oberen Landes-behörden
oberflächennahen Rohstoffen und zeigt
                                               Geologisches Landesamt und Landesberg-
damit die wirtschaftliche Entwicklung der      amt zu dem neuen Landesamt vereinigt
niedersächsischen Rohstoffindustrie in den     worden. Die meisten Mitarbeiter des ehe-
letzten Jahren auf. In Einzelbeiträgen wird
                                               maligen Landesbergamts sind jetzt in der
auf Strukturveränderungen in der Steine        Abteilung 5 – Landesbergdirektion – tätig.
und Erden-Industrie sowie in der Torf- und
Humuswirtschaft eingegangen. Ein weiteres      Diese Abteilung gliedert sich in vier Refera-
Thema ist die Nutzung von Kraftwerksrück-      te: 51 Bergwirtschaft, Bergbauberechtigun-
ständen als Substitute für natürliche mine-    gen, Markscheidewesen, 52 Bergbau unter
ralische Rohstoffe.                            Tage, Abfallentsorgung, 53 Tagebau, Bohr-
                                               und Speichertechnik und 54 Tunnelbau,
Die detaillierteren Ausführungen zu den        Althohlräume, Besucherbergwerke, Seil-
oberflächennahen Rohstoffen sowie ihrer
                                               bahnen. Im wesentlichen sind in den Refe-
wirtschaftlichen Bedeutung und Nutzung         raten dieselben Mitarbeiter tätig wie vor der
werden erstmalig durch einen speziellen        Vereinigung beider Behörden. Am 30. Juni
Beitrag über die tiefliegenden Rohstoffe des   1998 war der Leiter des Landesbergamts,
Landes ergänzt.                                der Leitende Bergdirektor Dipl.-Ing. Klaus
                                               NAST, in den Ruhestand gegangen.
                          AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                  43


Bergdirektor Dipl.-Ing. Volker DENNERT          Geologe einige Zeit im Forstbereich, zuletzt
wurde am 17. Mai 1941 in Clausthal-Zeller-      im Verein für forstliche Standortskunde und
feld geboren. Nach dem Schulbesuch in           Forstpflanzenzüchtung        e.    V.     in
Clausthal-Zellerfeld von 1947 bis 1961 und      Stuttgart-Weilimdorf. Parallel dazu fertigte
einem einjährigen Berg-baupraktikum stu-        er seine Dissertation “Zur Kenntnis der
dierte er Bergbau in Clausthal-Zellerfeld bis   Braunen Karbonatböden (Terra fusca) auf
1968. Nach dem Diplom ab-solvierte er ein       der Schwäbischen Alb” an , mit der er 1958
ergänzendes Studium an der School of Mi-        an der TH Stuttgart promoviert wurde.
nes der Universität von Minnesota, USA          Die Tätigkeit in der forstlichen Standortskar-
(1968-1970). Daran schloß sich die Ausbil-      tierung wurde 1958 vom Präsidenten Prof.
dung für den höheren Staatsdienst               Dr. F. KIRCHHEIMER als günstige Vorausset-
(Berg-referendarausbildung)               am    zung für die Einstellung im Geologischen
Oberbergamt München an, die er 1973 als         Landesamt Baden-Württemberg hervorge-
Bergassessor      beendete.     Nach    einer   hoben. Hier war Jörg W ERNER zunächst im
kurzzeitigen Tätigkeit bei der Fa. Siemens in   Bereich der Quartärgeologie und der Bo-
München arbeitete Volker DENNERT von            denkunde forschend tätig, speziell im Bo-
1974 bis 1978 in der Niedersächsischen          denseegebiet und in Oberschwaben. Da-
Bergverwaltung,     an den Bergämtern           raus entstanden so wichtige Publikationen
Meppen und Goslar. Ab dem Jahre 1978            wie “Neue Gesichtspunkte zur Stratigraphie
war er Mitarbeiter im Landesbergamt             des mittleren und älteren Pleistozäns im
Baden-Württemberg, wo er 1995 zum               Rheingletschergebiet” (1963, in Eiszeitalter
Bergdirektor ernannt und 1997 Stellvertreter    und Gegenwart, zusammen mit K. SCHÄDEL)
des Leiters wurde.
                                                und “Grundzüge einer regionalen Boden-
D.H. STORCH, Freiburg i.Br.                     kunde des südwestdeutschen Alpenvorlan-
                                                des” (1964). Wichtig sind u. a. seine zahl-
                                                reichen sorgfältigen Profilaufnahmen, die
     Dr. Jörg WERNER 1929–1998                  auch heute noch Grundlage für manche
                                                Auswertung sind. Zu seinen Aufgaben ge-
Der Abteilungsdirektor a. D. Dr. JÖRG           hörte z. B. die Kartierung des Blattes 8020
HEINRICH W ERNER ist am 20. September           Meßkirch der Geologischen Spezialkarte
1998 im Alter von 69 Jahren während einer       von Baden-Württemberg 1 : 25 000, das
Urlaubsreise in den spanischen Pyrenäen         seit 1975 gedruckt vorliegt (2. Auflage
verstorben.                                     1994). Vor allem war er in der geologischen
                                                Beratung tätig, wobei vom Präsidenten
Der ehemalige Leiter der Abteilung Hydro-
                                                KIRCHHEIMER besonders sein Einfühlungs-
geologie und Stellvertreter des Präsidenten
                                                vermögen in die damit verbundenen Prob-
des         Geologischen        Landesamts
                                                leme hervorgehoben worden ist. Deshalb
Baden-Württemberg wurde am 10. Februar
                                                wurden ihm stets die besonders schwierigen
1929 in Mühlacker (Enz) als Sohn des
                                                Aufgaben übertragen. Daneben widmete er
Pfarrers PAUL W ERNER und dessen Ehefrau
                                                sich viele Jahre lang quartärgeologischen
MARGARETE geb. PAULUS geboren. Die
                                                Forschungen im Alpenvorland, deren Er-
schulische Ausbildung beendete er 1948 mit
                                                gebnisse in mehreren Publikationen doku-
dem Abitur in Waiblingen. Das Studium der
                                                mentiert sind. Später wurde J. W ERNER mit
Naturwissenschaften an den Universitäten
                                                der Durchführung der hydrogeologischen
Tübingen, Göttingen und Bonn sowie der
                                                Kartierung betraut. Im Jahre 1976 wurde er
Technischen       Hochschule        Stuttgart
                                                zum Leiter der Abteilung II - Hydrogeologie
beendete       er     1956      mit      der
                                                und Umweltschutz - und 1987 zusätzlich
Diplomgeologen-Hauptprüfung (Thema der
                                                zum Ständigen Vertreter des Präsidenten
Dipl.-Arbeit:   Bodenkundliche      Untersu-
                                                des Geologischen Landesamts bestellt. Im
chungen auf der Kieselsandstein-Stuben-
                                                Bereich der Hydrogeologie kümmerte er
sandstein-Stufe des Bühler-Jagst-Gebie-
                                                sich u. a. um die Einführung, Weiterentwick-
tes). Danach arbeitete Jörg W ERNER als
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lung und Anwendung isotopenhydrologi-          Nach der Rückkehr aus Mexico war er wei-
scher     Untersuchungsmethoden      sowie     terhin aktiv tätig und “für Abwechslung im-
quantitativer Verfahren und ferner um Fra-     mer offen”. Jörg W ERNER setzte seine Be-
gen des Grundwasserschutzes. Dadurch           rufserfahrungen u. a. für ein Bewässe-
kam es zu engen Kontakten mit verschie-        rungsprojekt für indianische Dorfgemein-
denen in- und ausländischen Forschungs-        schaften in den Anden (Peru) ein. Alle seine
einrichtungen sowie mit der Wasserwirt-        Einsätze im In- und Ausland waren durch
schaft. JÖRG W ERNER hatte maß-geblichen       sein sehr großes soziales Engagement ge-
Anteil an der Vorbereitung und Gestaltung      prägt, was ihm allseits menschliche Aner-
des seit 1989 laufenden Arbeitsprogramms       kennung einbrachte. Der Tod ereilte ihn
“Hydrogeologische Gutachten zur Abgren-        ganz unerwartet kurz vor einer erneuten
zung     von    Wasserschutzgebieten     in    Reise nach Peru. Es trauern nicht nur
Baden-Württemberg”.      Ein    besonderes     seine Witwe und seine drei erwachsenen
Anliegen waren ihm die Untersuchungen zur      Kinder sowie seine ehemaligen Kollegen
Nutzung geothermischer Ressourcen und          und Mitarbeiter um ihn sondern auch die
dabei          vor        allem        von     Freunde und Bekannten im Ausland. Sie
Thermalwasservorräten.        Umfangreiche     alle werden den vielseitig interessierten,
Arbeiten hierzu fanden in Zusammenarbeit       humorvollen und hilfsbereiten Jörg W ERNER
mit verschiedenen Institutionen (auch aus      nicht vergessen und ihm ein ehrendes
Bayern, Österreich und der Schweiz) im         Gedenken bewahren.
gesamten nördlichen Alpenvorland und vor       D.H. STORCH, Freiburg i.Br.
allem im baden-württembergischen Teil des
Molassebeckens statt.
Über seine engeren Dienstaufgaben hinaus        “50 Jahre im Dienst der Umwelt” –
befaßte J. W ERNER sich noch mit anderen       Jubiläumsbroschüre des Bayerischen
Themen, z. B. mit Stellungnahmen zu Fra-
                                                      Geologischen Landesamtes
gen des Wünschelrutengängertums. Viele
Absolventen und Doktoranden mehrerer           Anläßlich seines Geburtstages hat das
geowissenschaftlicher      Fakultäten     in   Bayerische      Geologische      Landesamt
Baden-Württemberg        verdanken      ihm    (BayGLA) unter dem Titel “50 Jahre im
interessante      Themen       für      ihre   Dienst der Umwelt” eine farbig illustrierte
Abschlußarbeiten      sowie   eine     stets   Broschüre herausgegeben. Sie enthält In-
beispielhaft gute Betreuung, die von           formationen zur Geschichte des Amtes und
menschlicher Wärme und sozialem En-            der    geowissenschaftlichen     Landesauf-
gagement geprägt war. Neben seinen             nahme in Bayern, zu seiner Organisation,
dienstlichen Verpflichtungen war er zeitwei-   seinen Aufgaben und Tätigkeitsbereichen.
se außerhalb des Landes tätig: Im Rahmen       Ein besonderer Abschnitt ist - entsprechend
der Entwicklungshilfe führte J. W ERNER in     dem Titel - den in den letzten Jahren erheb-
Djibouti hydro-geologische Untersuchungen      lich gestiegenen Aufgaben beim vorsorgen-
durch.1991 ließ sich JÖRG W ERNER vorzeitig    den Umweltschutz, etwa im Bereich der Bö-
in den Ruhestand versetzen, um sich noch       den, des Grundwassers, im Zusammen-
anderen Aufgaben widmen zu können.             hang mit Georisiken oder dem Schutz von
Dazu gehörte die Übertragung einer Profes-     Geotopen, gewidmet.
sur für Quartärgeologie und angewandte         Das Bayerische Geologische Landesamt
Hydrogeologie an der Universität Monterrey     wurde am 1.12.1948 nach einer Entschlie-
des Staates Nuevo León (Mexico) von 1992       ßung des damaligen Bayerischen Staats-
bis 1996. Noch kurz vor Ende seiner Arbeit     ministeriums für Wirtschaft als selbständige
in Mexico erschien dort sein letztes Buch      Landesbehörde gegründet. Es befindet sich
“Introducción a la Hidrogeología” (Linares     heute im Geschäftsbereich des 1971 ge-
1996, 174 S.).                                 schaffenen Staatsministeriums für Landes-
                                               entwicklung und Umweltfragen. Das Amt
                           AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                  45


und seine Vorgängerinstitutionen können           Die Broschüre kann über das Bayerische
auf eine lange Tradition geowissenschaftli-       Geologische Landesamt (Heßstraße 128,
cher Tätigkeit in Bayern zurückblicken: Be-       80797 München) angefordert werden.
reits 1850 wurde nach einem Beschluß der          Wolfgang DORN, Bamberg
Kammer der Abgeordneten von Maximilian
II. “auf seiner Majestät des Königs aller-
höchsten Befehl” die “geognostische”
Durchforschung des Landes angeordnet.              Zur Organisation der staatlichen
Bayern verfügt daher, zusammen mit der                  Geologie in der DDR
1849 in Wien gegründeten k. und k. Geolo-
gischen Reichsanstalt, über einen der ältes-      Mit der Neustrukturierung der Volkswirt-
ten institutionalisierten, staatlichen geologi-   schaft nach der Wende wurde 1990 auch im
schen Dienste im deutschsprachigen Raum,          Osten Deutschlands die seit langer Zeit üb-
den ältesten auf dem Gebiet der jetzigen          liche und bewährte Einordnung der Geolo-
Bundesrepublik Deutschland.                       gie wieder durchgesetzt und die von zen-
                                                  tralistischen Prinzipien der sozialistischen
Auch nach der Gründung des Bayerischen            Wirtschaft bestimmte Stellung als "Industrie-
Geologischen Landesamtes als eigenstän-           zweig"       überwunden.       Beispielhafte
dige Institution ist die geowissenschaftliche     Darstellungen dazu finden sich bei EICHNER
Landesaufnahme die zentrale Aufgabe die-          & HARTMANN (1993) sowie HOTH & FREYER
ser Fachbehörde geblieben. Sie erfaßt alle        (1993).
wesentlichen Informationen über Verbrei-
tung, Eigenschaften und Lagerung der den          Der nachstehende Beitrag soll rückblickend
Untergrund aufbauenden Gesteine, den              die wesentlichen Etappen bei der staatli-
damit zusammenhängenden Grundwasser-              chen Einordnung der Geologie und ihrer
verhältnissen und Rohstoffen sowie Böden          Überspitzung in der DDR aufzeigen.
und stellt die Befunde in thematischen Kar-
ten dar. Die Bereitstellung der Ergebnisse        1. Erste Schritte zum Aufbau eines geo-
erfolgt in einer Weise, daß sie für Wirt-         logischen Organs der DDR
schaft, Wissenschaft und Behörden nutz-           Sitz der Preußischen Geologischen Lan-
bringend sind. Sie sind eine wichtige             desanstalt und des nachfolgenden Reichs-
Grundlage für die Landesplanung, für die          amtes für Bodenforschung war die Invali-
Nutzung und den Schutz des Naturraumes,           denstr. 44 (Abb. 1 und 2) in Berlin-Mitte, wo
den Schutz des Menschen vor natürlichen           das mit der Gründung der Anstalt errichtete
Risiken und für geowissenschaftliche For-         repräsentative Gebäude nach und nach
schung. Bislang ist mehr als die Hälfte der       erweitert wurde. Mit dem Untergang des
zu kartierenden Landesfläche des Freistaa-        faschistischen Reiches war 1945 auch die
tes Bayern durch moderne geologische              Tätigkeit dieser Einrichtung zu Ende. Das
Karten im Maßstab 1:25 000 erfaßt.                Gebäude war im Krieg beträchtlich zerstört
Die Broschüre ist nicht allein als Dokument       worden (Abb. 1), noch 1950 waren im
des Rückblicks auf fünfzig Jahre Amtsge-          Hauptbau nur wenige Räume nutzbar, die
schichte konzipiert, sondern auch als ak-         meiste Arbeit spielte sich im Mittel- und
tuelles Porträt einer modernen Fachbehörde        Nordbau ab. Die Archiv- und Bibliotheksbe-
mit einem im Laufe der Jahre verändertem          stände waren während des Krieges zu
und vor allem gewachsenem Aufgaben-               großen Teilen ausgelagert worden, teilweise
spektrum. An der Wende zum 21. Jahrhun-           in alten Kalischächten, die sich nach 1945
dert wird ebenso auf die künftigen Anforde-       auf     dem     Gebiet     der    westlichen
rungen an den staatlichen Geologischen            Besatzungszonen befanden.
Dienst, besonders unter dem Aspekt verän-         Nur wenige Mitarbeiter waren noch vorhan-
derter Strukturen bei der Bereitstellung          den, die 1945 eine Tätigkeit in dem zerstör-
geowissenschaftlicher Daten, eingegangen.         ten Dienstgebäude wieder aufnehmen
46                        AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN


konnten. Die ersten Arbeiten waren auf die
Wiederbeschaffung und Sicherung der Ar-
chivbestände gerichtet, so weit sie zugäng-
lich waren, und auf die Durchführung von
geologischen Aufgaben im örtlichen Rah-
men, z.B. Sicherung der Wasserversor-
gung, die Untersuchung der Möglichkeiten
einer Braunkohlenförderung in der Umge-
bung von Berlin und die Vorbereitung einer
generellen geologischen Bestandsaufnah-
me in den Bergwerken auf dem Gebiet der
sowjetischen Besatzungszone.
Die Wiederaufnahme der geologischen Ar-
beiten wurde durch die Besatzungsmacht in
Form der Sowjetischen Militäradministration
in Deutschland (SMAD) unterstützt, auf der
Grundlage des Befehls Nr. 101 der SMAD
vom 16.10.45 konnte am 1. November 1945
durch den Präsidenten der damaligen Zen-
tralverwaltung für Brennstoffindustrie, Prof.
FRIEDENSBURG, die "Geologische Landes-
anstalt in der sowjetisch besetzten Zone
Deutschlands" eröffnet werden.




                Geospectra
                           AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                          47




   Durch Kriegswirren stark zerstörtes Dienstgebäude in der Invalidenstr. 44, Sitz der ehemaligen
          Geologischen Landesanstalt, aus dem Jahre 1948 (aus: HETZER 1969: Abb. 3)


Als Präsident dieser Anstalt wurde ein lei-         einem Elternhaus überzeugter Sozialisten,
tender Mitarbeiter des ehemaligen Reichs-           arbeitete vor dem ersten Weltkrieg als
amtes, Prof. O. BARSCH, eingesetzt. Er              Geologe in Afrika, geriet dann in Internie-
mußte mit einer komplizierten Situation fer-        rung und war in den zwanziger Jahren als
tig werden und hatte die geforderten geolo-         Sachverständiger für mineralische Rohstof-
gischen Aufgaben mit unzureichenden Mit-            fe in der Handelsvertretung der UdSSR in
teln zu bewältigen. Dazu kam das Bestre-            Berlin tätig gewesen. Während dieser Zeit
ben, unter den Aspekten des beginnenden             arbeitete er auch als Geologe bei der Ent-
Kalten Krieges die noch vorhandenen Be-             wicklung der Braunkohlenförderung im
stände gegenüber den auch in den westli-            Moskauer Becken und anschließend wieder
chen Besatzungszonen im Entstehen begrif-           in einer sowjetischen Handelsgesellschaft.
fenen geologischen Einrichtungen zu schüt-          Später war er zeitweise im Reichsamt für
zen. So wurde der Versuch des britischen            Bodenforschung tätig und fand dann auf der
Majors GUNTHER verhindert, Unterlagen               Grundlage seiner vor dem ersten Weltkrieg
über die Erdöl-Erkundung zu beschaffen.
                                                    in Afrika gesammelten Erfahrungen eine
Prof. BARSCH verstarb im Oktober 1946 und           Beschäftigung im Reichskolonialbund. In
wurde durch Prof. Dr. Erich LANGE ersetzt,          dieser Eigenschaft befand er sich 1945 an
wohl mehr wegen seines Lebensweges als              der Bergakademie Freiberg. Dort setzte er
seiner wissenschaftlichen Verdienste. Er            sich nach der Wiedereröffnung aktiv für die
stammte nach seinen eigenen Angaben aus             Säuberung des Lehrkörpers von Kräften
48                        AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN


des Nationalsozialismus ein, arbeitete in       Terminen eine Nachweisung über die Vorrä-
dem 1945 gebildeten sowjetischen wissen-        te an mineralischen Rohstoffen..." vorzule-
schaftlich-technischen Büro "Kohle" und         gen.
wurde im Januar 1946 durch den Bevoll-          Damit war eine grundsätzliche Linie für die
mächtigten für Brennstoffindustrie und          staatliche Geologie vorgegeben, die bis zum
Energie der SMAD, General KURMAZEV,             Ende der DDR Bestand haben sollte. Die
zum Professor für Brennstoffgeologie an der     geologische Forschung und die Erkundung
Bergakademie Freiberg ernannt.                  von Bodenschätzen waren voll eingebunden
Mit seinem Einsatz als Präsident der Lan-       in das System der zentralen staatlichen
desanstalt wurde für eine den damaligen         Planung und Leitung. Alle geologischen
Verhältnissen entsprechende klare politi-       Untersuchungen wurden zur Aufgabe des
sche Linie an der Spitze dieses Organs ge-      Staates erklärt, der ihre Durchführung durch
sorgt.                                          entsprechende staatliche Organe und
                                                volkseigene Betriebe zu organisieren hatte.
Auch die Stellung der Geologie bei der
Überwindung der Kriegsfolgen und dem            Die Geologische Landesanstalt genügte
Neuaufbau der Wirtschaft wurde bald be-         bald nicht mehr diesen Anforderungen. Im
stimmt. Am 27.04.48 unterzeichnete der          Oktober 1950 befaßte sich die Regierung
Vorsitzende der damaligen Deutschen Wirt-       der DDR mit der Situation in der Geologie
schaftskommission, Heinrich RAU, das Sta-       und beschloß am 19.10.50 Maßnahmen zur
tut der Geologischen Landesanstalt in der       Reorganisation der geologischen Arbeiten in
sowjetischen Besatzungszone (veröffentlicht     der DDR. Dieser Begriff der "Reorgani-
im Zentralen Verordnungsblatt ZVO, Teil B,      sation" sollte die Geologie in der DDR noch
1948, S. 171). In Absatz I des Statutes heißt   über lange Jahre begleiten, immer dann,
es:                                             wenn       die    erwünschten     Ergebnisse
                                                ausblieben, wurden Wege zur Erhöhung der
"- Durch Beschluß der Landtage aller Län-
                                                Effektivität in veränderten Organisati-
   der sind alle Bodenschätze der sowjeti-
                                                onsformen gesucht.
   schen Besatzungszone Deutschlands
   zum Volkseigentum erklärt worden.            Zurückschauend läßt sich einschätzen, daß
                                                die zahlreichen Strukturveränderungen nicht
 - Die Geologische Landesanstalt hat die
                                                zu den erwarteten Effektivitätserhöhungen
   Aufgabe, das Gebiet der sowjetischen
                                                führten. Das Erfordernis einer systemati-
   Besatzungszone nach geologischen,
                                                schen wissenschaftlichen Arbeit wurde da-
   geophysikalischen, bergmännischen und
                                                mit nicht unterstützt, sondern behindert, da
   anderen Methoden mit dem Ziel zu
                                                sich die auf einem bestimmten Gebiet
   erforschen, die für die Weiterentwicklung
                                                eingearbeiteten Wissenschaftler oft in eine
   von Industrie und Landwirtschaft des
                                                völlig neue Aufgabe hineingesetzt wieder-
   neuen demokratischen Deutschlands
                                                fanden.
   benötigten Unterlagen zu liefern."
                                                Wesentlicher Inhalt des Beschlusses vom
Es ist interessant, daß der zweite Anstrich
                                                Oktober 1950 war es, "die zentrale staatli-
fast wortwörtlich mit dem entsprechenden
                                                che Leitung und Planung tiefer zu verankern
Passus in §3 der Verordnung über die Er-
                                                und gleichzeitig eine breitere Basis für die
richtung einer Reichsstelle für Bodenfor-
                                                operative Durchführung geologischer Arbei-
schung vom 10.03.39 (Reichsgesetzblatt,
                                                ten zu schaffen". Es wurde festgelegt, eine
Jahrgang 1939, Teil I) übereinstimmt, nur
                                                dem Ministerpräsidenten unterstellte Geo-
daß es dort "Deutschland" statt "sowjetische
                                                logische Kommission zu bilden und ihr als
Besatzungszone" heißt und natürlich von
                                                ausführende Organe einen Geologischen
einem neuen demokratischen Deutschland
                                                Dienst, einen Geophysikalischen Dienst
nicht die Rede war.
                                                (aus dem später der VEB Geophysik her-
Weiter war die GLA, wie sie damals kurz         vorging) und eine Vereinigung volkseigener
genannt wurde, verpflichtet, "zu bestimmten     Bohrbetriebe nachzuordnen. Im damaligen
                          AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                    49


Ministerium für Planung der DDR war ein         Berlin in einen Zentralen Geologischen
Fachgebiet für Naturschätze und geologi-        Dienst umgebildet und ihm die Geologi-
sche Erkundungsarbeiten zu schaffen.            schen Dienste unterstellt. Der Brandenbur-
                                                ger Raum und Berlin wurden zunächst von
Die Umsetzung dieses Beschlusses blieb
                                                Schwerin aus bearbeitet, dann aber noch
auf halbem Wege stecken. Es erfolgte zwar
                                                ein Geologischer Dienst Mitte mit Sitz in
die Bildung der Staatlichen Geologischen
                                                Berlin eingerichtet.
Kommission, ihre Unterstellung unter den
Ministerpräsidenten oder später den Vorsit-     Trotz der damit möglichen Verteilung der
zenden des Ministerrates der DDR machte         Aufgaben nach regionalen Gesichtspunkten
deutlich, welche Bedeutung der geologi-         blieb es bei einer starken Zentralisierung.
schen Arbeit beigemessen wurde, aber die        Wichtige Erkundungsobjekte, wie die Unter-
bis dahin bestehenden Außenstellen der          suchungsarbeiten auf Kupferschiefer in der
Geologischen Landesanstalt in den damali-       Lausitz oder auf Blei-Zink-Erze im Freiber-
gen Ländern der DDR wurden nicht in den         ger Raum blieben als "Objektgruppen" der
Geologischen Dienst eingegliedert, sondern      Zentrale in Berlin direkt unterstellt. Die nach
existierten weiter als Außenstellen dieser      Rohstoffgruppen        eingesetzten     Berliner
Geologischen Kommission. Damit war die          "Zentralgeologen" spielten eine gewichtige
Vermengung von staatlicher Leitung und          Rolle. Lediglich auf dem Gebiet der
operativer Durchführung der Arbeiten nicht      Erdöl-Erdgas-Erkundung wurde mit der
abgeschafft, sondern verstärkt, da bestimm-     Bildung des Betriebes in Gommern, der
te zentrale Aufgaben aus der Befugnis die-      bald in ein Kombinat umgewandelt werden
ser Außenstellen herausgelöst und direkt        sollte, eine einheitliche Arbeit durchgesetzt,
von der Zentrale in Berlin angeleitet wurden.   die jedoch wiederum maßgeblich von
Der Bohrbetrieb war für die gesamte Palette     Beschlüssen des Politbüros der SED und
der Arbeiten von Bohrungen auf Erdöl-Erd-       des Ministerrates der DDR gelenkt wurde.
gas bis zur Kieslagerstättenuntersuchung        An der Spitze der Staatlichen Geologischen
zuständig.                                      Kommission änderte sich zunächst nichts,
Auch an der Spitze erfolgte eine Verände-       Karl NEUMANN blieb weiter der Leiter. In das
rung, Prof. LANGE verlor mit der Auflösung      Jahr 1956 fällt jedoch ein weiterer wichtiger
der Landesanstalt seinen Posten als Präsi-      Regierungsbeschluß, die Bildung einer
dent und übernahm die Leitung des Geolo-        "Zentralen Vorratskommission für minerali-
gischen Dienstes, Leiter der neu gebildeten     sche Rohstoffe". Das ist ein Organ, das es
Staatlichen   Geologischen     Kommission       in den Ländern außerhalb des sozialisti-
wurde Karl NEUMANN, eine bis dahin in der       schen Wirtschaftssystems nicht gab, es
Geologie unbekannte Person.                     wurde nach sowjetischem Vorbild geschaf-
                                                fen und war darauf gerichtet, die Kontrolle
Im Dezember 1956 befaßte sich das Präsi-
                                                des Staates über die Durchführung und die
dium des Ministerrates der DDR erneut mit
                                                Ergebnisse der geologischen Erkundungs-
der Situation auf dem Gebiete der Geologie
                                                arbeiten weiter zu verstärken.
und faßte erneut einen Beschluß zur
Durchführung der geologischen Erkun-            Ausgangspunkt war der Umstand, daß bis
dungsarbeiten, in dem der Leiter der Staat-     dahin die Berechnung der Vorräte in erkun-
lichen Geologischen Kommission verpflich-       deten Lagerstätten nach unterschiedlichen
tet wurde, aus den bis dahin bestehenden        Methoden erfolgte und oft keine Vergleich-
Außenstellen in Freiberg, Jena, Halle und       barkeit gegeben war. Mit der Bildung der
Schwerin Geologische Dienste zu bilden          Zentralen Vorratskommission, oder ZVK,
sowie einen VEB Erdöl-Erdgas zur Siche-         wie sie kurz genannt wurde, entstand ein
rung der zunehmenden Aufgaben bei der           Organ für die Herausgabe verbindlicher
Erkundung von Kohlenwasserstoff-Lager-          Richtlinien zur Berechnung und Klassifizie-
stätten zu schaffen. Bei der Umsetzung des      rung von Lagerstättenvorräten sowie für die
Beschlusses wurde der Geologische Dienst
50                        AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN


Begutachtung und Bestätigung von Vorrats-       Dann verschlug es ihn nach Nordsibirien,
berechnungen.                                   über die näheren Umstände hat er sich nie
                                                geäußert, er arbeitete in einer Expedition
Die Bedeutung, die diesen Aufgaben zuge-
                                                zur geologischen Untersuchung der Nickel-
messen wurde, wird daran deutlich, daß die
                                                erzlagerstätte Norilsk und fand so die Be-
ZVK einem Stellvertreter des Vorsitzenden
                                                rührung mit der Geologie. Nach dem Krieg
des Ministerrates direkt unterstellt wurde,
                                                nahm er ein Fernstudium der Geologie auf,
sie stand damit neben der Staatlichen
                                                das er 1954 als Dipl.-Berging.-Geologe ab-
Geologischen Kommission und war Kontrol-
                                                schloß, dieser Abschluß entspricht unserem
lorgan für sie, genau so wie für die gesamte
                                                Diplomgeologen mit einer verstärkten berg-
bergbautreibende Industrie. In die Invest-
                                                männischen Ausbildung. Bei seiner bald
ordnung wurde ein Passus aufgenommen,
                                                nach der Rückkehr in die DDR einsetzen-
der die von der ZVK bestätigte Vorratsbe-
                                                den wissenschaftlichen Arbeit und Veröf-
rechnung zu einer unerläßlichen Vorausset-
                                                fentlichungstätigkeit, die zur Promotion und
zung für die Durchführung von Investitionen
                                                zur Berufung als Honorarprofessor führte,
im Bergbau machte.
                                                kam ihm zweifellos seine journalistische
In der Verordnung vom 03.05.56, veröffent-      Ausbildung zugute.
licht im Gesetzblatt der DDR, Teil I/1956, S.
                                                Unter seiner Leitung begann eine umfang-
387, wurden als wesentliche Aufgaben der
                                                reiche Tätigkeit zur Schaffung des Regel-
Zentralen Vorratskommission festgelegt:
                                                werkes für die Arbeit der ZVK. Diskussionen
- Kontrolle und Bestätigung aller Berech-       mit ihm waren oft langwierig, da er von einer
  nungen für Vorräte mineralischer Roh-         einmal gefaßten Meinung schwer abzubrin-
  stoffe,                                       gen war. Auch verstand er es manchmal,
- Erarbeitung einheitlicher Vorratsklassifi-    recht theoretische Fragen aufzuwerfen,
  kationen,                                     über die zu diskutieren oft schwer war.

- Formulierung und Herausgabe von In-           Durch die fordernde Persönlichkeit STAMM-
  struktionen und Arbeitsanweisungen für        BERGERs kam es auch bald zu Auseinander-
  die verschiedenen Rohstoffe und Lager-        setzungen mit der Leitung der Staatlichen
  stättentypen,                                 Geologischen Kommission. Sie führten
- Kontrolle der Durchführung geologischer       dazu, daß er zunächst aus seinen
  Erkundungsarbeiten,                           Funktionen ausscheiden mußte und eine
                                                Tätigkeit im Uranerzbergbau bei der SDAG
- Jährliche Erarbeitung von Übersichten         Wismut aufnahm, aber bald kehrte er zu-
  über die Vorräte an mineralischen Roh-        rück und wurde 1958, neben seiner Aufga-
  stoffen (Vorratsbilanzen) und Aufbau ei-      be als Vorsitzender der ZVK, auch als Leiter
  nes Lagerstättenarchivs der DDR.              der Staatlichen Geologischen Kommission
Als Vorsitzender der Zentralen Vorrats-         und des Zentralen Geologischen Dienstes
kommission wurde Friedrich STAMMBERGER          eingesetzt. Prof. Erich LANGE wurde weiter
eingesetzt, der die wesentlichen Vorarbeiten    zurückgenommen, er arbeitete im Archiv
für ihre Bildung geleistet hatte und der sich   und übernahm dann die Chefredaktion der
in den nächsten Jahrzehnten zu einer der        neu gegründeten Zeitschrift für angewandte
bedeutsamsten Persönlichkeiten in der           Geologie.
Geologie der DDR entwickeln sollte. Er war
erst 1954 aus der Sowjetunion zurückge-
kehrt, in die er 1933 emigriert war. Sein Le-   2. Zentrale Einordnung der staatlichen
ben bis dahin ist bewegt. Im Deutschland        Geologie
vor 1933 war er als Leiter einer Bildagentur    Eine erneute tiefgreifende Umwandlung der
der KPD journalistisch tätig.                   Struktur der staatlichen Geologie erfolgte
Auch nach der Emigration arbeitete er in der    mit Beginn des Jahres 1961. Die Staatliche
UdSSR zunächst auf diesem Gebiet weiter.        Geologische Kommission (StGK) war zu
                           AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                 51


dieser Zeit der Staatlichen Plankommission       4.       Die     Bildung    des     Zentralen
der DDR direkt unterstellt, bestand also ne-          Geologischen         Instituts       als
ben den damaligen Industrieministerien in             wissenschaftliches     Zentrum       der
einer eigenständigen Rolle. Diese Indus-              Staatlichen Geologischen Kommission
trieministerien wurden 1961 aufgelöst und             schafft durch die umfassende wis-
als Organ für die Leitung der volkseigenen            senschaftliche Grundlagenforschung auf
Industrie der Volkswirtschaftsrat gebildet,           dem Gebiet der Geologie und Ökonomie
ein riesiger Superkonzern, der aus nach In-           der geologischen Erkundung Vorausset-
dustriebereichen geordneten Abteilungen               zungen für die Anwendung der moderns-
bestand und dessen Vorsitzender der                   ten Erkenntnisse der Wissenschaft."
oberste Chef der Volkswirtschaft der DDR         Der erste Punkt des Beschlusses ist etwas
war. Im gleichen Jahr wurde auch die Staat-      irreführend, da die wirtschaftsleitende Funk-
liche Geologische Kommission diesem Be-          tion der Staatlichen Plankommission inzwi-
reich zugeordnet und unterstand einem der        schen auf den Volkswirtschaftsrat überge-
Stellvertreter des Vorsitzenden des Volks-       gangen war und damit auch die Zuordnung
wirtschaftsrates.                                der StGK zu diesem Organ erfolgte.
Mit dem Beschluß der Staatlichen Plan-           Der Beschluß hatte die Auflösung der Geo-
kommission vom 19.11.1960, der am
                                                 logischen Dienste zur Konsequenz, unange-
16.12.1960 durch den Ministerrat der DDR         tastet blieben nur die Staatliche Geologi-
bestätigt wurde, sollte die "bisher größte       sche Kommission als Leitungsorgan und die
und entscheidende revolutionäre Umwäl-           ihr bereits unterstehenden volkseigenen
zung der geologischen Forschung und Er-          Betriebe VEB Erdöl-Erdgas-Kombinat und
kundung in der DDR" erreicht werden, "um         VEB Geophysik. Aus den Geologischen
den Sozialismus in der DDR auf allen Ge-         Diensten wurden durch Zusammenlegung
bieten zum Siege zu führen" (Zeitschrift für     mit Teilen des VEB Geologische Bohrungen
angewandte Geologie 7 (1961), S. 331). Die       drei regional zuständige Erkundungsbe-
beschlossene Veränderung hatte folgende          triebe gebildet, die VEB Geologische Er-
Zielstellungen:                                  kundung SÜD in Freiberg für die Bezirke
1.       Die    enge      Einbeziehung     der   Dresden, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), Leip-
     Staatlichen Geologischen Kommission in      zig und Cottbus, WEST in Halle mit einer
     das      System       der     Staatlichen   Außenstelle in Jena für die Bezirke Halle,
     Plankommission ermöglicht die zentrale      Gera, Suhl, Erfurt und Magdeburg sowie
     und straffe staatliche Leitung und          NORD in Schwerin für die Bezirke Schwe-
     Koordinierung      aller    geologischen    rin, Rostock, Neubrandenburg, Frank-
     Arbeiten in der Deutschen Demo-             furt/Oder und Potsdam.
     kratischen Republik.                        Der Geologische Dienst Mitte ging in den
2.       Die Bildung der Erkundungsbetriebe      VEB Geologische Erkundung Nord ein,
     führt zur Überwindung der bisherigen        mußte jedoch einen Teil seiner wissen-
     Trennung von Geologie und Technik und       schaftlichen Kapazität an das neu gebildete
     zur       vollen  Durchsetzung     der      Zentrale Geologische Institut abgeben. Die
     sozialistischen  Ökonomik     in   der      Aufgaben der Grundwassererkundung wur-
     geologischen Erkundung.                     den zunächst in die VEB Geologische Er-
                                                 kundung mit eingegliedert, erst im Jahre
3.        Die Bildung von Bezirksstellen für
                                                 1965 wurde ein eigenständiger VEB Hydro-
     Geologie mit dem Status einer Abteilung
                                                 geologie mit Sitz in Nordhausen geschaffen.
     des Wirtschaftsrates bei den Räten der
                                                 Das Zentrale Geologische Institut als
     Bezirke erhöht und festigt die Rolle der
                                                 "wissenschaftliches Zentrum" der StGK ging
     örtlichen Staatsorgane bei der Leitung
                                                 im wesentlichen aus den Kapazitäten des
     von Industrie und Landwirtschaft auf
                                                 Zentralen Geologischen Dienstes hervor.
     ihren Territorien.
52                        AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN


Eine wohl nicht so beabsichtigte Konse-         Aus dieser Sicht ergaben sich die Fragen,
quenz der Bildung der Erkundungsbetriebe        ob die geologische Erkundung nun Lager-
war der Umstand, daß die Bohrmeterleis-         stätten oder nur Informationen über solche
tung zur zentralen Kennziffer aufrückte, da     produziert, ob sie Nationaleinkommen
sie sich ökonomisch am besten erfassen          schafft oder den Nationalreichtum mehrt.
und bewerten ließ. Das geologische Ergeb-       Eindeutig zu handhabende Regelungen
nis trat in den Hintergrund, da es nicht mit    konnten nie gefunden werden, die Abrech-
ökonomischen Kennziffern verbunden war.         nung der Ergebnisse der geologischen Er-
Als Leiter der StGK schätzte F. STAMM-          kundung blieb immer mit subjektiven Aspek-
BERGER (1958) ein: "Bei der Beurteilung des     ten behaftet, im Prinzip lebte der "Industrie-
Erreichten ist in Zukunft von der               zweig" von der nach 1968 beträchtliche
sogenannten Meter-Ideologie abzukommen,         Dimensionen         annehmenden          Erd-
d.h. nicht die Meterzahl einer Bohrung, son-    gasförderung (zeitweise wurde mehr als die
dern das Ergebnis ihrer vielseitigen und        Hälfte des Gasbedarfs der DDR aus der
gründlichen geologischen Auswertung ist         Lagerstätte Salzwedel-Peckensen in der
ein Maßstab vollwertiger Arbeit". In der Fol-   Altmark gedeckt).
gezeit wurden vielfache Versuche unter-         In späteren Jahren, nach der Einordnung
nommen, durch "Qualitätssicherungspro-          der Zentralen Vorratskommission in das
gramme" das geologische Ergebnis mehr in        System des Ministeriums für Geologie,
den Mittelpunkt der Abrechnung der              wurde die bestätigte Vorratsberechnung für
Planaufgaben zu rücken, ohne daß jedoch         ein Erkundungsobjekt zum bestimmenden
eine     befriedigende   Kombination     von    Kriterium für die Abrechnung der Betriebe.
technischer Leistung und geologischem
                                                Eine nicht bestätigte, d.h. nicht den durch
Ergebnis gefunden werden konnte.                Instruktionen gesetzten Forderungen ent-
Auch die Einführung des "Vorratsplanes", in     sprechende Vorratsberechnung konnte ei-
dem die nachzuweisende Menge an Lager-          nen Erkundungsbetrieb in ökonomische
stättenvorräten zum Ausdruck kam, oder die      Schwierigkeiten bringen, da dann die durch
Entwicklung von "Vorratspreisen" führten zu     Kredite vorfinanzierten Erkundungsarbeiten
keinem befriedigenden Ergebnis. Bohrme-         nicht gegenüber dem Staatshaushalt abge-
terleistungen und Nachweis von Lagerstät-       rechnet werden konnten.
tenvorräten ließen sich eben nicht einfach      Als positiv muß jedoch hervorgehoben wer-
miteinander verbinden, und die Bruttopro-       den, daß es durch die zentrale Einordnung
duktion des Betriebes als Maß für alle          der Geologie möglich wurde, das heute 5
Dinge, für die Planerfüllung und die Zufüh-
                                                Bundesländer umfassende ehemalige Terri-
rungen zum Prämienfonds, wurde weiter           torium der DDR nach einheitlichen Prinzipi-
über die Bohrmeter abgerechnet.                 en flächendeckend geologisch zu bearbei-
Mit der vollen Einordnung der Geologie in       ten. Solche Ergebnisse wie das Lithofazies-
die sozialistische Volkswirtschaft war auch     kartenwerk Quartär 1 : 50 000, das Hydro-
immer wieder die Diskussion um die Stel-        geologische Kartenwerk 1 : 50 000 oder die
lung und das "Produkt" des "Industriezwei-      Gesamteinschätzung des Ressourcenpo-
ges" Geologie verbunden. F. STAMMBERGER         tentials an Braunkohle zeugen von der Leis-
formulierte     1970    aus    Anlaß    des     tungsfähigkeit, die große Kollektive bei ein-
Erscheinens der "Politischen Ökonomie des       heitlicher, nicht durch föderative Strukturen
Sozialismus und ihre Anwendung in der           eingeengter Leitung erreichen können.
DDR":                                           Die starke Zentralisierung ermöglichte aber
"In allen sozialistischen Ländern hat ge-       auch das Durchsetzen von Maßnahmen, die
genwärtig die geologische Erkundung ...         nicht auf die Entwicklung des Schöpfertums
den Charakter eines Industriezweiges an-        des Individuums, sondern auf dessen volle
genommen".                                      Einbindung in die Organisation gerichtet wa-
                                                ren. Eine auf die breite Diskussion der er-
                          AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                 53


zielten neuen Ergebnisse gerichtete Veröf-      kundungsbetriebe von Aufgaben örtlicher
fentlichungstätigkeit, wie sie kennzeichnend    Bedeutung zu entlasten. Sicher wäre das
für wissenschaftliche Einrichtungen ist, war    auch mit den Landesanstalten der ehemali-
nicht möglich, da jede Art von Veröffentli-     gen Länder möglich gewesen, aber die
chungen durch staatliche Festlegungen re-       staatliche Struktur der DDR verlangte nach
glementiert war. Anfangs waren das noch         Institutionen auf Bezirksebene.
relativ kleine Bereiche, die aber dann mehr     Im Zuge der generellen Bildung von Verei-
und mehr willkürlich ausgedehnt wurden          nigungen Volkseigener Betriebe (VVB) in
und schließlich fast die gesamte geologi-       der Volkswirtschaft der DDR wurde etwa
sche Tätigkeit im Bereich der staatlichen       1962 aus dem VEB Erdöl-Erdgas-Kombinat
geologischen Organisation der DDR umfaß-        die VVB Erdöl-Erdgas gebildet, 1963 erfolg-
ten.                                            te die Zusammenfassung der VEB Geologi-
Generell verboten waren zum Beispiel            sche Erkundung Nord, Süd und West sowie
Veröffentlichungen über das Tertiär insge-      später des VEB Hydrogeologie zur VVB
samt, über geochemische Untersuchungen          Feste Minerale. Die Wahl dieses Begriffes
oder die Ergebnisse der tiefen Bohrungen        war nicht gerade glücklich, sie sollte den
zur Erforschung des Untergrunds im Nord-        Unterschied zum dominierenden Erdöl-Erd-
teil der DDR. Die gerade auf diesen Gebie-      gas ausdrücken. Im Jahre 1966 erfolgte die
ten erzielten neuen Ergebnisse und Er-          Umbenennung in VVB Geologische For-
kenntnisse konnten erst nach 1990 einer         schung und Erkundung, diese Bezeichnung
breiteren wissenschaftlichen Erörterung zu-     trugen dann auch die Erkundungsbetriebe.
gänglich gemacht werden oder stecken            Sie wurden weiter umorganisiert, es existier-
heute noch in den Archiven.                     ten dann ab 1978 nur noch zwei VEB Geo-
                                                logische Forschung und Erkundung in Halle
Auch die vollständig überzogenen Geheim-
                                                und in Freiberg mit Außenstellen in Schwe-
haltungsbestimmungen wirkten sich nicht
                                                rin, Jena und Berlin.
nur hinderlich auf die Arbeit aus, sondern
führten in wachsendem Maße zur Diskrimi-        Gemeinsames übergeordnetes Organ der
nierung von Wissenschaftlern, da sie wegen      beiden VVB blieb die Staatliche Geologi-
ihrer "Westverwandtschaft" von der Bear-        sche Kommission, selbständig blieb weiter
beitung bestimmter Aufgaben ausgeschlos-        der VEB Geophysik in Leipzig, der ihr direkt,
sen werden konnten.                             ohne Einordnung in eine VVB unterstellt
                                                war.
An die in allen 14 Bezirken der DDR nach
und nach gegründeten Bezirksstellen für         An der Spitze der Staatlichen Geologischen
Geologie wurden Aufgaben von lokaler Be-        Kommission gab es mehrfach Veränderun-
deutung auf den Gebieten der Hydrogeolo-        gen. Im Zuge der generellen Strukturände-
gie, der ingenieurgeologischen Baugrundun-      rung zog sich STAMMBERGER von seiner
tersuchung und der Erkundung von Kies-,         Funktion als Leiter der Kommission zurück
Sand- und Tonlagerstätten übertragen. Sie       und widmete sich wieder hauptamtlich dem
waren disziplinarisch in die Räte der Bezirke   Vorsitz der Zentralen Vorratskommission.
(die jeweiligen Bezirksverwaltungen) einge-     Neuer Leiter an der Spitze der StGK wurde
ordnet, erhielten ihre fachliche Anleitung      Paul MEISSNER, der vorher als Betriebsdi-
aber weiter durch die Staatliche Geologi-       rektor in einem kleinen Steinkohlenbergwerk
sche Kommission, zu einem späteren Zeit-        nördlich von Halle tätig war. Er trat bereits
punkt erfolgte ihre Umbenennung in              1962 wieder ab und wurde ersetzt durch
"Abteilung Geologie des Rates des Bezir-        Gerhard ZINDLER, der sein Geologie-Studi-
kes", mit unveränderter Aufgabenstellung.       um in Moskau absolviert hatte und über
                                                Praxiserfahrungen als Leiter einer zentralen
Mit der Einrichtung der geologischen Be-
                                                Objektgruppe für die Kupferschiefererkun-
zirksstellen wurde aber eine wesentliche
                                                dung in der Lausitz verfügte.
Voraussetzung dafür geschaffen, um die
letzten Endes doch überzentralisierten Er-
54                        AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN


Die nächste grundsätzliche Veränderung          Das "Traditionsgebäude" der Geologie in
gab es im Jahre 1964. Die Leitung der In-       der Invalidenstraße war zu dieser Zeit Sitz
dustrie erfolgte damals generell durch die      der VVB Feste Minerale und des Zentralen
Abteilungen des Volkswirtschaftsrates, und      Geologischen Instituts.
die Staatliche Geologische Kommission           Aber dieses Zwischenspiel sollte auch nicht
paßte irgendwie, auch mit ihrer direkten Zu-    allzulange dauern.
ordnung zu einem der Stellvertreter des
Vorsitzenden des Rates, nicht mehr ins          Bereits im Jahre 1966 erfolgte die Auflö-
Schema. Dazu mit beigetragen hat wohl           sung des Volkswirtschaftsrates und die er-
auch, daß die erwarteten großen Erfolge in      neute Bildung von Industrieministerien auf
der Erdöl-Erdgas-Erkundung ausgeblieben         einer "höheren Stufe", mit anderer Zusam-
waren. Also wurde sie aufgelöst und aus         mensetzung und veränderten Befugnissen
Teilen ihres Personalbestandes die Abtei-       gegenüber der Zeit vor 1960. Die Verant-
lung Erdöl-Erdgas und Geologie des              wortung für die unmittelbare Leitung der In-
Volkswirtschaftsrates gebildet. Mit dieser      dustrie wurde mehr und mehr in die Hände
Bezeichnung sollte nicht etwa zum Aus-          der Generaldirektoren der VVB gelegt, bei
druck kommen, daß Erdöl und Erdgas              den Ministerien lag die grundsätzliche Anlei-
nichts mit Geologie zu tun haben, sondern       tung und Kontrolle sowie die Verpflichtung
die absolute Vorrangstellung dieses Kom-        zur perspektivisch vorausschauenden Ar-
plexes hervorgehoben werden.                    beit, was sie aber nicht hinderte, sich unmit-
                                                telbar in die Aufgaben der ihnen nachge-
Der bisherige Leiter der StGK, Gerhard          ordneten VVB und Betriebe einzumischen.
ZINDLER, verlor seine Funktion, Leiter der
neu gebildeten Abteilung wurde Günther          Aus dem Stellvertreterbereich "Kohle-Ener-
SEIDELBACH, ein Dipl.-Berging., der bis dahin   gie-Geologie" des Volkswirtschaftsrates
als Technischer Direktor in einem Braun-        entstand so das Ministerium für Grundstoff-
kohlentagebau eingesetzt war. Innerhalb         industrie. In dieses wurde auch die Geolo-
des Volkswirtschaftsrates wurde die Abtei-      gie mit eingeordnet, aber nicht als eigen-
lung in einen Stellvertreterbereich gemein-     ständiger Bereich, da das den Prinzipien für
sam mit der Kohleindustrie und der Ener-        den Aufbau des Ministeriums nach Quer-
giewirtschaft eingegliedert. Damit war das      schnittsbereichen widersprochen hätte,
zentrale Organ für die staatliche Geologie      sondern als Sektor in der Abteilung Wissen-
verschwunden, die Geologie war als "Indus-      schaft und Technik. Damit war der Minister
triezweig" voll in das System der Leitung der   für Grundstoffindustrie, Klaus SIEBOLD, nun
Industrie der DDR eingeordnet. Für Fragen       oberster Repräsentant der Geologie der
innerhalb der DDR ließen sich ohne              DDR, nach außen ließ er in der Regel sei-
Schwierigkeiten Querbeziehungen zu ande-        nen Stellvertreter Karlheinz RÖSIGER wirk-
ren Abteilungen des Volkswirtschaftsrates       sam werden. Für Fachfragen gegenüber
herstellen.                                     den VVB und Betrieben der Geologie war
                                                der kleine Sektor Geologie zuständig.
Der Leiter der Abteilung Erdöl-Erdgas und
Geologie war anleitungsbefugt gegenüber
den geologischen VVB, über das Ansetzen         3. Auf dem Wege zum geologischen Mi-
tiefer Bohrungen für die Erdgas-Forschung       nisterium
wurde zum Beispiel an seinem Tisch ent-
schieden. Die Einordnung in den Volkswirt-      Dieser Zustand der Einordnung der Geolo-
schaftsrat brachte jedoch besonders in den      gie in die Leitung der Volkswirtschaft war
Auslandsbeziehungen Komplikationen, da          nicht lange zu halten - sowohl auf nationaler
es nun beispielsweise das Zentrale Geolo-       als auch auf internationaler Ebene machte
gische Amt der CSSR in Prag mit einem           sich das Fehlen eines zentralen Organs
Stellvertreterbereich dieses Organs zu tun      mehr und mehr bemerkbar und forderte
hatte.                                          zwingend nach entsprechenden Verände-
                                                rungen.
                          AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                 55


Anfang des Jahres 1967 befaßte sich der          -geophysikalisch-geochemischen Arbeiten
Ministerrat der DDR daher wiederum mit der       zur Neueinschätzung der Rohstoff-Führung
Situation und erließ einen Beschluß zur          in den Grundgebirgseinheiten des Südteils
Neuordnung der Geologie. Auf dieser              der DDR. Sie hatten jedoch zum Erfolg, daß
Grundlage erfolgte im April 1967 die Bildung     Mitte der achtziger Jahre eine komplette
eines Staatssekretariats für Geologie. Damit     geologischen Neubearbeitung für einen
war wieder ein eigenständiges zentrales          Großteil des Territoriums der DDR nach
geologisches Organ entstanden, das einem         modernen Methoden vorlag.
der Stellvertreter des Vorsitzenden des Mi-      Zum Staatssekretär für Geologie wurde Dr.
nisterrates unterstellt wurde. Ein wesentli-     Manfred BOCHMANN berufen, ein Ökonom,
ches Kriterium und offizielle Orientierung bei   der bis dahin als Sekretär für Wirtschaft in
der weiteren Festigung des "Industriezwei-       der Bezirksleitung der SED im Uranerz-
ges Geologie" war der Umstand, daß die           bergbau der SDAG Wismut tätig war. Sein
DDR        infolge      des       chronischen    Engagement für die neue Aufgabe wurde
Devisenmangels auf die immer stärkere            durch äußere Umstände begünstigt, bereits
Nutzung der einheimischen mineralischen          kurz nach seinem Wirksamwerden erfolgte
Rohstoffe angewiesen war.                        die Entdeckung der großen Erdgaslagerstät-
W. GOTTE formulierte 1974, "daß die DDR          te Salzwedel-Peckensen. Eines seiner we-
damit keinen außergewöhnlichen Weg be-           sentlichen Ziele bestand jedoch darin, den
schreitet, denn in den letzten Jahren            "Stellenwert" der Geologie weiter zu erhö-
haben sich auch andere hochentwickelte           hen, denn ein Staatssekretariat als wirt-
Industrieländer mit einem hohen Import an        schaftsleitendes Organ war auch in der
mineralischen Rohstoffen stärker als bisher      DDR eine Besonderheit. In den damals be-
der Nutzung der Möglichkeiten auf dem            stehenden Industrieministerien führte der
eigenen Territorium zugewandt". Dabei            erste Stellvertreter des Ministers die Be-
spielte es aber in der DDR keine Rolle, daß      zeichnung Staatssekretär. In seinem Bemü-
der      Lagerstättenabbau     und       die     hen wurde er auch von den im Staatssekre-
Rohstoffverarbeitung, insbesondere bei           tariat tätigen sowjetischen Spezialisten un-
Erzen, mit z. T. hohen Subventionen              terstützt. So kam es dann mit dem Beschluß
verbunden waren. Trotz dieser Situation          des Ministerrates der DDR vom 13.06.1974
wurden      immer    wieder   umfangreiche       (Gesetzblatt der DDR, Teil I/1974, Nr. 33)
Programme entwickelt und durchgeführt,           zur Bildung des Ministeriums für Geologie.
z.B.      die     komplexen     geologisch-
56                        AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN




Invalidenstr. 44 heute. Im Dienstgebäude des vormaligen Zentralen Geologischen Institutes der DDR
 (ZGI) und der Berliner Außenstelle der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
                    befindet sich heute das Ministerium für Verkehr (Photo: BGR)

Lag der wesentliche Grund für die Einrich-        Territoriums der DDR mit dem Ziel des
tung eines Staatssekretariats für Geologie        Nachweises neuer Lagerstätten, sondern
1967 vor allem im Anheben der Bedeutung           auch die Kontrolle der Nutzung bereits in
der Geologie als selbständiger Zweig der          Abbau stehender oder neu nachgewiesener
Volkswirtschaft, so war die Bildung des Mi-       Lagerstätten. Dem Minister für Geologie
nisteriums Ausdruck der Erhöhung der              wurde damit das Recht eingeräumt, von al-
staatlichen Verantwortlichkeit für die kom-       len Bereichen der Volkswirtschaft, in denen
plexe geologisch-geophysikalische Untersu-        Lagerstätten mineralischer Rohstoffe ge-
chung des Territoriums der DDR mit dem            nutzt wurden, Auskünfte und Daten anzu-
Ziel des Nachweises neuer Lagerstätten            fordern sowie Kontrollen an Ort und Stelle
mineralischer Rohstoffe sowie der Kontrolle       durchzuführen.
ihrer Nutzung. Von wesentlicher Bedeutung         Das hatte zur Konsequenz, daß die Zentrale
war auch, daß die Erdöl- und Erdgasförde-         Vorratskommission, der solche Aufgaben
rung nicht herausgelöst wurde, sondern voll       bisher übertragen waren, in das Ministerium
in der Zuständigkeit des Ministeriums für         eingeordnet werden mußte. Sie wurde um-
Geologie verblieb.                                benannt in "Staatliche Vorratskommission
Die gehobene Aufgabenstellung kommt               für mineralische Rohstoffe" (Gesetzblatt der
auch in dem Statut des         Ministeriums,      DDR, Teil I/1975, Nr. 6 vom 31.1.75), und
veröffentlicht im Gesetzblatt der DDR, Teil       den Vorsitz in dieser Kommission übernahm
I/1975, Nr. 18 vom 28.4.75 zum Ausdruck,          ein Stellvertreter des Ministers, Dr. Konrad
in dem als Aufgaben festgelegt werden:            GOLDBECHER. Zusätzlich wurde eine Staatli-
                                                  che Lagerstätteninspektion gegründet und
- Durchführung geologischer Forschungs-,
                                                  ihr das Recht zu Kontrollen über "die
  Such- und Erkundungsarbeiten,
                                                  volkswirtschaftlich effektive Nutzung der La-
- Kontrolle der erzielten Ergebnisse,             gerstätten" in allen Bergbaubereichen ein-
- Staatliche Bestätigung erkundeter Lager-        geräumt. Diese Inspektion unterstand
  stättenvorräte,                                 ebenfalls dem für die Vorratskommission
                                                  zuständigen Stellvertreter des Ministers.
- Führung einer Bilanz der Lagerstättenvor-
  räte,                                           Um das erforderliche wissenschaftlich-or-
                                                  ganisatorische Hinterland, insbesondere für
- Organisation einer Rohstoff- und Lager-         die Führung einer Bilanz der Lagerstätten-
  stättenwirtschaft,                              vorräte zu schaffen, wurde in Dresden aus
- Kontrolle der Rohstoffe nutzenden Berei-        einer bis dahin recht kleinen und in die VVB
  che der Volkswirtschaft.                        Geologische Forschung und Erkundung
                                                  eingeordneten Institution für die Untersu-
Damit waren die Aufgaben als staatliches          chung von mineralischen Rohstoffen das
Organ der Geologie wesentlich ausgeweitet         Institut für mineralische Rohstoff- und La-
worden. Sie umfaßten nicht mehr nur die           gerstättenwirtschaft geschaffen.
systematische geologische Erforschung des
                           AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                  57


Mit der Bildung des Staatssekretariats und        wicklung der Geologie als Wissenschaft, da
des Ministeriums war aber auch der Weg            alle neuen Erkenntnisse sofort in den Pan-
frei für die weitere Durchsetzung von auf die     zerschränken verschwanden und selbst
Einschränkung der Persönlichkeit gerichte-        Diskussionen "von Zimmer zu Zimmer" nur
ten Maßnahmen. Die Geheimhaltungsbe-              bei Verletzung der Bestimmungen möglich
stimmungen wurden weiter verschärft, als          waren. Einblicke in die Reglementierungen
Staatsgeheimnis, d.h. mit dem höchsten            und Maßregelungen geben EHMKE (1991)
Geheimhaltungsgrad versehen, waren zum            und PUFF (1994).
Beispiel alle Ergebnisse aus einem                Die vom Zentralen Geologischen Institut im
20-km-Streifen zur damaligen Grenze von           Auftrag des Ministeriums für Geologie her-
BRD und Westberlin zu behandeln, das              ausgegebene "Zeitschrift für angewandte
betraf eine Tiefbohrung ebenso wie eine           Geologie" lebte im wesentlichen von Beiträ-
Aufschlußaufnahme im Gelände, die jeder           gen aus der Industrie und den Hochschulen.
Sachkundige hätte nachvollziehen können.          Die in den sechziger und Anfang der siebzi-
Den "Geheimnisträgern" einschließlich ihrer       ger Jahre noch lebhafte Zusammenarbeit
Familienangehörigen war jeder Kontakt zu          zwischen den Instituten der staatlichen
in der BRD oder im westlichen Ausland le-         Geologie und den geowissenschaftlichen
benden Verwandten und Bekannten unter-            Bereichen der Bergakademie Freiberg und
sagt. Das bezog sich nicht nur auf die an         der Universität Greifswald erlitt immer mehr
ausgewählten Objekten arbeitenden Wis-            Einschränkungen, da die Geheimhaltungs-
senschaftler, sondern wurde auf alle in den       bestimmungen auch auf diese Zusammen-
Betrieben und Instituten eingesetzten Mitar-      arbeit übertragen werden mußten und damit
beiter ausgedehnt. Ein einfacher Sachbear-        die Möglichkeit der Veröffentlichung von
beiter in der Bibliothek hatte ebenso wie ein     Untersuchungsergebnissen nicht mehr ge-
wissenschaftlicher Mitarbeiter über alle evtl.    geben war.
zustande gekommenen persönlichen oder             Die herausragenden Ergebnisse, die aber
brieflichen Kontakte Bericht zu erstatten.        trotzdem von den Kollektiven und einzelnen
Ein Besuch von Tagungen, an denen aus-            Wissenschaftlern erzielt worden sind, zeu-
ländische Wissenschaftler teilnahmen, war         gen von dem Bemühen, auch unter den ge-
vielen Mitarbeitern aus dem Bereich der           setzten Bedingungen alle Möglichkeiten für
staatlichen Geologie untersagt, diese Fest-       eine erfolgreiche wissenschaftliche Tätigkeit
legungen kulminierten dann darin, daß             und die Entwicklung der geologischen Wis-
selbst für Tagungen mit Besuch von sowje-         senschaften auszunutzen.
tischen Wissenschaftlern explizite Festle-
gungen getroffen wurden, wer teilnehmen           Dem Ministerium waren in den siebziger
durfte und wer nicht.                             Jahren nachgeordnet
Es ist ein trauriges Kapitel in der Geschichte    - die VVB Erdöl-Erdgas und die VVB Geo-
des Ministeriums, daß Wissenschaftler und           logische Forschung und Erkundung,
einfache Mitarbeiter, die sich diesen Be-         - der VEB Geophysik und
stimmungen         nicht    fügen      wollten,
schonungslos aus ihren Positionen entfernt        - das Zentrale Geologische Institut (ZGI)
wurden, oft mit weit herangezogenen oder            sowie das Institut für mineralische Roh-
konstruierten Argumentationen.                      stoff- und Lagerstättenwirtschaft (IfR).
Die überzogenen Geheimhaltungsbestim-             Diese Grundstruktur und Aufgabenstellung
mungen führten nicht nur zu einer täglichen       des Ministeriums für Geologie sollten bis
Behinderung und Einschränkung der wis-            zum Ende der DDR Bestand haben. Eine
senschaftlichen Produktivität, da mit uner-       Veränderung in den nachgeordneten Ein-
hörter Bürokratie Rechenschaft über jedes         richtungen gab es 1978, als in der DDR ge-
einzelne Blatt Papier abgelegt werden             nerell von der Arbeit mit den VVB abge-
mußte. Sie behinderten auch voll die Ent-         kommen und Kombinate als den Ministerien
58                         AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN


unterstellte Wirtschaftsorganisationen gebil-     Einrichtung von Geologischen Landesan-
det wurden.                                       stalten und Ämtern in den nach der Wende
                                                  neu gebildeten Ländern.
Das führte im Bereich des Ministeriums für
Geologie zur Bildung des VEB Kombinat             Das traditionelle Gebäude der Geologie in
Erdöl-Erdgas unter Einbeziehung des VEB           der Invalidenstr. 44 war noch Sitz der
Geophysik und des VEB Kombinat Geologi-           Außenstelle der Bundesanstalt für Geowis-
sche Forschung und Erkundung unter Ein-           senschaften und Rohstoffe in Berlin und der
bindung des IfR Dresden, 1985 wurde auch          aus dem Potential des ZGI hervorgegange-
das Zentrale Geologische Institut Berlin in       nen Gesellschaft für Umwelt- und Wirt-
dieses Kombinat eingegliedert. In beiden          schaftsgeologie mbH, bis es im Zuge des
Instituten verblieben jedoch Aufgabenberei-       Bonner Umzuges nach Berlin vom Ministe-
che, die durch das Ministerium über die           rium für Verkehr übernommen wurde und
Kombinatsleitung direkt angeleitet und ge-        damit seine über 120-jährige Bestimmung
steuert wurden, im ZGI zum Beispiel die re-       zu Ende ging.
gionalgeologische Grundlagenforschung für
                                                  Literatur:
den Bereich Erdöl-Erdgas und im IfR die
Lagerstättenbilanz und die rohstoffwirt-          EHMKE, G. (1991): Reglementierung, Maß-
schaftliche Forschung.                              regelung und Diskriminierung - ein düste-
                                                    res Kapitel DDR-Geologie. – Fundgrube,
Minister für Geologie blieb bis zur Auflösung
                                                    27: 91-93.
des Ministeriums Dr. Manfred BOCHMANN.
                                                  EICHNER,R. & HARTMANN,O. (1993): Zur
                                                     Tradition und Wiedergeburt staatlicher
4. Das Ende der umfassenden staatli-                 geologischer     Einrichtungen      in
chen Geologie                                        Sachsen-Anhalt. - Z. geol. Wiss., 21,
                                                     457-462.
Mit den Veränderungen in der Regierung
und Wirtschaft der DDR vor und nach der           GOTTE, W. (1974): Aufgaben der Geowis-
Eingliederung in die Bundesrepublik kam im          senschaften zur Erhöhung des Aufkom-
Jahre 1990 auch das Ende des Ministeri-             mens an festen mineralischen Rohstof-
ums, es wurde, wie auch die anderen Indus-          fen.- Z. ang. Geol. 20: 438-443.
trieministerien, aufgelöst. Die Betriebe und      HOTH, K. & FREYER, G. (1993): Die Tätigkeit
Institute wurden zunächst von der Treuhand          des "Runden Tisches Geologie Sachsen"
übernommen, die gewissermaßen als eine              von Februar bis Oktober 1990. - Z. geol.
analoge Einrichtung zum Volkswirtschaftsrat
                                                    Wiss., 21: 559-566.
anzusehen ist, allerdings ohne die produk-
tionsorganisierenden Aufgabenstellungen.          PUFF, P. (1994): Die Thüringer Geologische
Die staatliche Verantwortung für die Suche          Landesanstalt in Jena - ein Rückblick. -
und Erkundung von Lagerstätten war zu               Geowiss. Mitt. von Thüringen, 2:
Ende, nach und nach erfolgte die Zerteilung         217-234.
und teilweise Privatisierung der Betriebe         STAMMBERGER, F. (1958): Erste Ökonomi-
und Institute.                                      sche Konferenz der Staatlichen Geologi-
Ein Kreis schließt sich dabei - ein Teil der        schen Kommission am 4.11.58 in Leip-
wissenschaftlichen Kapazität des Zentralen          zig.- Z. ang. Geol., 5: 49-56.
Geologischen Instituts wurde als Außenstel-       STAMMBERGER, F. (1974): Die Stellung der
le eingegliedert in die Bundesanstalt für           Ökonomischen Geologie im gesellschaft-
Geowissenschaften und Rohstoffe, dem                lichen Reproduktionsprozeß.- Z. ang.
zentralen geologischen Organ der Bundes-            Geol., 16: 217-222.
republik. Und die Betriebe der Geologischen
Forschung und Erkundung sowie die Abtei-          Hans HETZER, Berlin
lungen für Geologie bei den Räten der Be-
zirke bildeten das natürliche Potential für die
                         AUS DEN GEOLOGISCHEN INSTITUTEN                                 59


                                               Veröffentlichung    der    ”GK 10      und
  Wer kannte Prof. Paul ASSMANN?
                                               Baugrundkarte von West-Berlin” (1957)
Das Geologische Landesamt Sachsen-An-          sowie das Sterbejahr 1967 überliefert.
halt plant im nächsten Jahr die Herausgabe     Wer kann weitere Angaben über Prof.
der GK 25, Blatt 4244 Annaburg. Sie basiert    ASSMANN machen, insbesondere über das
zum Teil auf einer Altkartierung aus dem       Geburtsjahr und die Zeit nach 1949?
Jahre 1947, vorgenommen durch Herrn
Prof. Paul ASSMANN. Leider konnten dessen      Hinweise werden gerne entgegengenom-
wissenschafts-biographischen Daten nur         men durch:
lückenhaft ermittelt werden. Bekannt sind      Herrn Konrad SCHUBERTH, Geologisches
vor allem Arbeiten aus den 20er und 30er       Landesamt Sachsen-Anhalt, Köthener Str.
Jahren       im     schlesischen     Raum      34,   06118 Halle/Saale;    Tel.:   (0345)
(GK 25-Blätter, Trias-Stratigraphie usw.).     5212-135 oder Fax: (0345) 5 22 99 10.
Aus der Nachkriegszeit sind nur eine
                                               K. SCHUBERTH, Halle/Saale
Tätigkeit an der Deutschen Geologischen
Landesanstalt in Ost-Berlin (bis 1949?), die




                  AU S D E N G E O L O G I S C H E N I N S T I T U T E N

                                               sertation “Hydrogeologie, Hydrochemie und
   Professor COLDEWEY nahm Ruf
                                               Wasserwirtschaft im mittleren Emscherge-
         nach Münster an                       biet” wurde von den Professoren Bruno
Schon im September 1994 war eine “C            ENGELS und Hans SCHNEIDER betreut.
4-Professur für Angewandte Geologie unter      Schon 1970 trat er in die DMT
besonderer Berücksichtigung der Hydrogeo-      (DeutscheMontanTechnologie)         Bochum,
logie” am Geologisch-Paläontologischen         jetzt Essen, ein, wo er seit Jahren die Posi-
Institut und Museum der Westfälischen Wil-     tion des stellvertretenden Leiters des Insti-
helms-Universität ausgeschrieben. Im Rah-      tuts für Wasser- und Bodenschutz-Bau-
men einer Zweitausschreibung vom Februar       grund innehat.
1996 wurde der Stelleninhalt unter dem         Seit 1987 lehrt W.G. COLDEWEY “Ange-
Oberbegriff “Angewandte Geologie” modifi-      wandte Hydrogeologie” an der TU Claus-
ziert und spezifiziert.                        thal, die ihn im März 1993 zum Honorarpro-
Es hat also rund 3 – 4 Jahre gedauert, ehe     fessor ernannte. Eine Vielzahl von Diplom-
für dieses relevante Lehr- und Forschungs-     und Doktorarbeiten wurde von W.G. COLDE-
                                               WEY betreut oder mitbetreut, und bedeutend
gebiet ein adäquater Vertreter gefunden
werden konnte. Umso erfreulicher ist nun       sind auch seine Aktivitäten im Bereich
die Besetzung mit einem ausgewiesenen          Geräteentwicklung, Gutachtertätigkeit sowie
Fachmann und erfahrenen Praktiker: Prof.       selbstverständlich          wissenschaftliche
Dr. Wilhelm Georg COLDEWEY wird seine          Publikationen und Vorträge. Von diesem
neue Tätigkeit zum Sommersemester 1999         Erfahrungsschatz sollte das Geologische
aufnehmen, er wechselt damit aus der           Institut Münster profitieren, und umgekehrt,
freien Wirtschaft in den Hochschulbereich.     Kollege COLDEWEY von der neuen
                                               Herausforderung. Ein herzliches Glückauf
W.G. COLDEWEY (55) diplomierte (1970) und      für Univ.-Professor W.G. COLDEWEY, dem
promovierte (1975) in Münster. Seine Dis-      langjährigen Mitglied im Beirat der DGG.
60                         MUSEEN- UND ERW ACHSENENBILDUNG


Eckehard P. LÖHNERT, Münster                    matik der behandelten Fachgebiete stellt ei-
                                                nen facettenreichen Spiegel der unter der
                                                Ägide des Jubilars über fast zwanzig Jahre
Festschrift zu Ehren von Prof. Dr. K.           verfolgten Arbeiten dar.
          POLL erschienen                       Die vorliegende Festschrift wurde Herrn Prof.
                                                Dr. K. POLL, der als Nestor der Umweltgeo-
Nach intensiver Vorbereitung ist in der Reihe   logie gilt, im Rahmen einer Feierstunde am
"Neues Jahrbuch für Geologie und Paläonto-      04. Dezember 1998 im Beisein zahlreicher
logie" (Abhandlungen) die Festschrift zu Eh-    Kollegen, Freunde und Schüler vom Verleger
ren von Herrn Prof. Dr. Kurt POLL, dem lang-    sowie von den beiden Herausgebern in An-
jährigen Lehrstuhlinhaber für Allgemeine und    erkennung und Würdigung des herausra-
Angewandte Geologie und Direktor am             genden Lebenswerkes "unter dem Mammut"
Geologisch-Paläontologischen Institut der       des Geologisch-Paläontologischen Museums
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster,     überreicht.
bei der E. SCHWEIZERBART'schen Verlags-
buchhandlung (NÄGELE u. OBERMILLER) im          Der Dank der Herausgeber ergeht in diesem
November 1998 als Band 208 (Hefte 1-3) er-      Zusammenhang sowohl an die beteiligten
schienen.                                       Institutionen für Druckkostenzuwendungen
                                                als auch an den Verleger, Herrn Dr. E.
Was bereits anläßlich des Kolloquiums am        NÄGELE; darüber hinaus gilt es, den Autoren
14. Februar 1997 angekündigt worden war,        und Reviewern der einzelnen Beiträge für
fand nunmehr seinen krönenden Abschluß.         das entgegengebrachte Vertrauen sowie
Auf fast 700 Seiten befassen sich 37 Beiträ-    Herrn Prof. Dr. H. MILLER als dem Mentor
ge unter dem Rahmenthema "Aktuelle Bei-         der Festschrift für die zuteil gewordene Un-
träge aus den Umweltgeowissenschaften"          terstützung bei der Realisierung des Vorha-
mit den Themenfeldern Grundwasser, De-          bens unsere Verbundenheit zum Ausdruck
ponien, Altlasten, Bergbaufolgen, Ingenieur-    zu bringen.
geologie, Kartiertechnik sowie Natursteine
und Baukunst.                                   Es ist der Wunsch der Kollegen, Freunde
                                                und Schüler, daß Prof. Dr. K. POLL auch im
Diese ungewöhnlich umfangreiche Fest-           neuen Lebensabschnitt noch viele Jahre der
schrift dokumentiert das gesamte, breite        Wissenschaft und dem Geologisch-Paläonto-
Spektrum der Umweltgeologie, dem Schwer-        logischen Institut mit weiterhin bester Ge-
punkt der Lehr- und Forschungstätigkeit von     sundheit zur Verfügung steht und seine Lehr-
Prof. Dr. K. POLL. Wissenschaftliche Bezie-     und Forschungstätigkeit fortsetzt.
hungen zu ausländischen Forschungsein-
richtungen finden sich durch internationale     Rüdiger KOCH, Münster & Roland BÖRGER,
Beiträge ebenso wieder wie die interdiszipli-   Bonn
näre Arbeitsweise des Lehrstuhls. Die The-


                  M U S E E N U N D E R W AC H S E N E N B I L D U N G

 Kupfer – Begleiter des Menschen                der Philipps-Universität “Kupfer – Begleiter
                                                des Menschen”.
Die 23. Sonderausstellung des Mineralogi-
                                                Die Ausstellung zeigt nicht „nur‟ Kupfer und
schen Museums der Philipps-Universität
                                                die wichtigsten Kupferminerale in ihrem
Marburg   präsentiert   vom    21.01.   –
                                                natürlichen Auftreten, sondern darüber hin-
30.04.1999 in Zusammenarbeit mit dem
                                                aus Exponate zu den folgenden Themen:
Deutschen Kupfer Institut, Düsseldorf und
dem Fachgebiet Vor- und Frühgeschichte
                                        PERSONALIA                                         61

 Vor-      und       frühgeschichtliche          Öffnungszeiten: täglich von 9 – 18 Uhr; Füh-
  Gebrauchsgegenstände (Bronzen)                  rungen nach Vereinbarung.
 Eigenschaften von Kupfer                        Adresse:     Hauptstraße   118,    55743
                                                  Idar-Oberstein; Tel.: 06781-900980, Fax:
 Gewinnung,     Verarbeitung             und     06781-944266;                    Internet:
  Anwendung von Kupfer.                           www.Landkreis-Birken-
Zusätzlich werden auf zwei großen Poster-         feld.de/Edelsteinmuseum
wänden und in einer Begleitbroschüre diese
Themen thematisch dargestellt.
Ort der Sonderausstellung ist der 3. (obere)         Traditionsreiches Museum ge-
Saal des Mineralogischen Museums der                           schlossen!
Philipps-Universität am Firmaneiplatz hinter
der Elisabethkirche.                              Am 2. Februar 1999 wurde die Ausstellung
                                                  des traditionsreichen Museums für Minera-
Öffnungszeiten: Mittwochs – Freitag 10 – 13       logie und Geologie im Ständehaus am
Uhr, Mittwochs auch 15 – 18 Uhr; Wochen-          Schloßplatz in Dresden geschlossen. Damit
ende: 11 – 15 Uhr.                                geht nicht nur ein Kapitel Dresdner Muse-
Weitere Informationen: Dr. Kay Schürmann,         umsgeschichte zu Ende, sondern auch ein
Mineralogisches Museum der Philipps-Uni-          bedeutender Abschnitt der ältesten minera-
versität, 35032 Marburg;                          logisch-geologischen     Sammlungen      der
Tel.: 06421-282244 oder 282257, Fax:              Welt. Die Wurzeln dieser Sammlungen rei-
06421-287007,                                     chen       bis     zur    Gründung       der
e-mail: schuerma@mailer.uni-marburg.de            kurfürstlich-sächsischen Kunstkammer im
                                                  16.    Jahrhundert     zurück,   die    ihre
                                                  Präsentationsräume         im       Dredner
                                                  Residenzschloß fand. Mit der Auflösung der
  Das Ei – kostbare Ostereier aus                 Kunstkammer und der Gründung von
             Edelstein                            “Spezialmuseen” Anfang des 18. Jahr-
                                                  hunderts fand das Mineralienkabinett seine
Sonderausstellung im Deutschen Edel-
                                                  Heimstatt im berühmten Dredner Zwinger.
steinmuseum Idar-Oberstein vom 06.03. –
                                                  Hier verblieben die Sammlungen mit der
09.05.1999.
                                                  Ausstellung, in der Mitte des 19. Jahrhun-
Das Ei findet sich bei fast allen Kulturen als    derts zunächst in Königliches Mineralogi-
Symbol der Ewigkeit und als Quelle allen          sches       Museum      und    später     in
Lebens. Von den Ursymbolen kann das Ei            Mineralogisch-geologisches         Museum
als eines der ältesten angesehen werden.          umbenannt, bis 1945. Nach kriegsbedingter
In dieser einmaligen Ausstellung präsentiert      Auslagerung      und     Rückführung     der
das        Deutsche        Edelsteinmuseum        Bestände wurde das Museum interimistisch
Idar-Oberstein in seinem neu gestalteten          im Albertinum und ab 1957 im Ständehaus
Gewölbe       über     500     verschiedene       am Schloßplatz in Dresden untergebracht.
Edelsteineier. Von Achat über Diamant bis         Hier konnte das Museum erst 1967 in den
Zoisit-Rubin sind fast alle Edelsteine der        Räumen der Brühlschen Terasse mit einer
Welt von unverzierten Schmucksteineiern           Dauerausstellung präsent sein.
bis    hin    zu     großen     aufwendigen       Auch beachtenswerte Sonderausstellungen
Ei-Kreationen vertreten.                          wurden in diesem Hause gezeigt. Erinnert
Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrier-   sei an dieser Stelle an die Sonderschauen
ter Katalog mit Beiträgen zur Kulturge-           “Vom Erz zur Münze”, “350 Millionen Jahre
schichte des Eies sowie über die Geschich-        Wald”, “Das Sächsische Erzgebirge - Geo-
te und Schleiftechnik der “Eierherstellung” in    logie, Bergbau und Kultur” oder im letzten
Idar-Oberstein.                                   Jahr die BALDAUF-Ehrung anläßlich des 150.
                                                  Geburtstages von Richard BALDAUF. 1994
62                                   PERSONALIA


war das Naturhistorische Museum Wien mit       Schwarzjura-Ammoniten wachsen schön
der großen Sonderausstellung “Hohe Tau-        ausgebildete Pyrite und Markasite. In den
ern - Mineral und Erz” zu Gast, und letztes    Korallenkalken des Weißen Jura erfreuen
Jahr begeisterte die Kabinettausstellung       glasklare Quarz-Kristalle sowie weiße, rot
“Steinerne Welten - zur Kugel geschliffen”     und blau gefärbte Chalcedone, die in Hohl-
aus dem Steiermärkischen Landesmuseum          räumen von Korallenstöcken, Terebrateln
Graz die Besucher.                             und Nerineen ausgeschieden wurden, das
                                               Auge.
Schon im November und Dezember letzten
Jahres zogen die bedeutenden Sammlun-          Aus Spaltenfüllungen stammen große, for-
gen zur Mineralogie, Petrographie, Paläo-      menreiche Calcit-Stufen, die Mineralien in
zoologie und Paläobotanik um. Die Samm-        Fossilien sind schon etwas kleiner. Die Mi-
lungen haben nun ihre neue Heimstatt am        neralien des obermiozänen "Schwäbischen
Stadtrand in Dresden-Klotzsche in einem        Vulkans" sind fast nur noch unter dem Mi-
neuen Depotgebäude gemeinsam mit den           kroskop auszumachen. Und die kleinsten
Sammlungen des Museums für Tierkunde           schön gewachsenen Pyrite, Quarze usw.
und des Museums für Völkerkunde. Hier          werden als REM-Aufnahmen gezeigt.
befinden sich auch die Bibliotheken, Verwal-   Informationen zur Ausstellung und zum Be-
tungen sowie Büro- und Laborräume der          gleitprogramm:
genannten Museen. Leider ist mit dieser
Lösung für die Zukunft die Trennung von        Städtisches Naturkundliches Museum, Bol-
Ausstellungs- und Arbeitsbereich dieser be-    ler Straße 102, 73035 Göppingen, Tel.:
deutenden Museen besiegelt.                    07161-979-598,     Fax:    07161-979-521,
                                               e-mail:
Die neue Adresse des Depot- und Arbeits-       archiv-museen.stadt.goeppingen@t-online.d
gebäudes lautet:                               e
Staatliches Museum für Mineralogie und         Öffnungszeiten:    Mi., Sa., So., Fei. 10-12
Geologie zu Dresden                            und 14-17 Uhr
Königsbrücker Landstraße 159                   Eintritt frei
D-01109 Dresden
Tel.: 0351-892-6403 (Sekretariat)              Anton HEGELE, Göppingen
Fax: 0351-892-6404
e-mail: mmg@sik.de
Da zur Zeit keine Ausstellungsräume für           Staatliches Museum für Natur-
das Museum zur Verfügung stehen, muß              kunde, Stuttgart: "4 Millionen
die Ausstellung des Staatlichen Museums          Jahre Mensch" und "Die Urmen-
für Mineralogie und Geologie zu Dresden          schen von Baden-Württemberg"
auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben.
K. THALHEIM, Dresden                           Sonderausstellung vom 15. Mai bis 5 Sep-
                                               tember 1999.
                                               Die Erforschung unserer eigenen Herkunft
 Mineralien der Schwäbischen Alb               ist eines der faszinierendsten Kapitel der
                                               anthropologischen und der Urgeschichtsfor-
             Eine Ausstellung                  schung. Neuerungen auf diesem Gebiet
  im Naturkundlichen Museum Göppingen          wecken stets das Interesse einer breiten
      vom 17. April bis 13. Juni 1999          Öffentlichkeit und werden von den Medien
Im Fossilien-"El-Dorado" Schwäbische Alb       gerne aufgegriffen. Ausstellungen zur Fos-
und ihrem Vorland gibt es auch schöne Mi-      silgeschichte des Menschen erfreuen sich
neralien. In Hohlräumen von Ammoniten fin-     meist eines großen Zulaufs.
den sich z.B. Calcit, Baryt, Goethit, Zink-    Die Ausstellung im Museum am Löwentor
blende, Coelestin, Quarz und Gips. Auf         gibt einen Abriß der Entwicklung des Men-
                                       PERSONALIA                                           63

schen von den frühesten Vormenschen bis          auch erfühlen und begreifen kann. Man
zum heutigen Menschen. Einführend weist          kann z. B. Steinwerkzeuge in die Hand
DARWIN in Gestalt einer sprechenden Büste        nehmen oder seine eigene Kraft mit der ei-
auf auf sein Werk über die Entstehung der        nes Neandertalers messen. In einer Ab-
Arten hin und stellt fest, daß vieles davon      schlußszene wird, etwas provozierend, der
sich in den Texten der Ausstellung wieder-       heutige Mensch dargestellt.
findet. In einem nachgebildeten Feldlabor        Als Ergänzung zu dieser von United Exhibits
vermittelt Richard LEAKEY einen Eindruck         gemieteten Austellung, sozusagen als re-
von der Arbeit des Paläoanthropologen, des       gionale Note, zeigen wir eine kleine Son-
Urmenschenforschers, im Gelände.                 derausstellung über die Urmenschen aus
Die eigentliche Ausstellung besteht aus drei     Baden-Württemberg. Von hier stammen
Teilen. Der erste Teil gibt anhand von Fos-      immerhin vier von zehn erwähnenswerten
silabgüssen und anderen Funden einen             Urmenschenfunden. Dazu werden erstmals
Überblick über die Fossilgeschichte des          die vier Urmenschenfunde Baden-Württem-
Menschen.                                        bergs – der Unterkiefer des Homo heidel-
Der zweite und wohl attraktivste Teil besteht    bergensis von Mauer, die Schädel des
aus vier Dioramen, in denen mit compu-           Steinheimer und des Reilinger Urmenschen
teranimierten Rekonstruktionen Stationen in      sowie das Oberschenkelknochenbruchstück
der Menschheitsentwicklung lebendig dar-         des Neandertalers vom Hohlenstein im Lo-
gestellt werden. Jedes Diorama wird mittels      netal - an einem Ort im Original mit entspre-
Monitor von einem führenden Wissenschaft-        chenden Informationen präsentiert. Bisher
ler, der auch die Szene entworfen hat,           hatte die Öffentlichkeit noch keine Möglich-
kommentiert.                                     keit, den ältesten Mitteleuopäer und seine
                                                 drei Nachfahren, die einst die Auen des
Diorama 1 zeigt Szene mit einem Austra-          Rheins und des Neckars und das Lonetal
lopithecinen, kommentiert von Meave              durchstreift haben, vereint zu sehen.
LEAKEY. In Diorama 2 ist eine Szene mit
dem Turkana-Jungen, einem Homo erectus,          Die Ausstellung zeigt das Staatliche Mu-
dargestellt. Alan W ALKER, der die Ausgra-       seum für Naturkunde Stuttgart vom 15. Mai
bungen des Skeletts am Turkana-See gelei-        bis zum 5. September 1999 im Museum am
tet hatte, erzählt, was man über diesen          Löwentor. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr,
Fund inzwischen erforscht hat. Im Diorama        geöffnet. Ein Ausstellungsführer "4 Millionen
3 kommentiert Erik TRINKAUS eine Neander-        Jahre Mensch" und ein Heft der Stuttgarter
talerszene. Die in Diorama 4 dargestellt         Beiträge    zur    Naturkunde     über     die
Szene des Cro-Magnon-Menschen als                "Urmenschen von Baden-Württemberg"
Höhlenmahler erläutert Jean CLOTTES, ein         liegt vor.
renomierter Spezialist für Höhlenmalereien.      Reinhard ZIEGLER, Stuttgart
Der Teil 3 enthält zahlreiche interaktive Sta-
tionen, in denen man das bisher Gesehene



                                      P E R S O N AL I A

           Zum Andenken an
            Andreas PILGER
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                                                  mir eingehenden Briefe ein Höhepunkt mei-
                                                  nes wissenschaftlichen Lebens.”
                                                  Ein anderer Höhepunkt – im wahrsten Sinne
                                                  des Wortes – war ein Geschenk besonderer
                                                  Art, welches ihm von seinem früheren
                                                  Schüler, Dr. Heinz JORDAN vom NLfB Han-
                                                  nover zum 80. Geburtstag präsentiert
                                                  wurde. Zu Ehren und Andenken seines Leh-
                                                  rers hat Dr. JORDAN einen ca. 2050 m hohen
                                                  Gipfel in den Bowers Mountains/North Vic-
                                                  toria Land in der Antarktis ”Mount Pilger”
                                                  benannt. Damit wurde dem verdienstvollen
                                                  Geologen, Hochschullehrer und Forscher
                                                  ein bleibendes Denkmal gesetzt.
      Prof. em. Dr. phil. Andreas PILGER
                                                  Das Leben von Andreas PILGER von seiner
Nach schwerem Leiden starb am 25. Fe-             Geburt 1910 in Berlin-Steglitz bis zu seinem
bruar 1997 in Clausthal-Zellerfeld Prof. em.      Tod in Clausthal-Zellerfeld war so vielfältig,
Dr. phil. Andreas PILGER im Alter von 86          intensiv und abwechslungsreich, daß es
Jahren. Ein vielfältiges, fast rastloses Leben    unmöglich erscheint, einen ausführlichen
für Forschung, Lehre und Akademia ist zu          Lebenslauf auf den wenigen verfügbaren
Ende gegangen. Betroffen und traurig ha-          Seiten eines Nachrichtenheftes wiederzu-
ben seine Ehefrau Ellen, geb. HANSEN,             geben. PILGER selbst faßte seinen Lebens-
seine Kinder, Enkel und Verwandte, viele          lauf in seiner Dankesrede, anläßlich seines
Freunde, Kollegen und Schüler in                  70.     Geburtstages,    kurz    zusammen:
Clausthal-Zellerfeld und in der Ferne             ”Jahrelang wurde ich durch geologische
Abschied       genommen           von      dem    Kräfte aus meiner Umgebung heraus ge-
”verdienstvollen      Montangeologen        und   formt, d.h. gezerrt, geschert und gefaltet.
Tektoniker,          dem          erfolgreichen   Diese standen in Konkordanz oder Diskor-
Hochschullehrer und Koordinator großer            danz zu den Kräften, die aus mir selber er-
Forschungsaufgaben”, wie es in der Urkun-         wuchsen. Die Verbindung beider wurde für
de zur Verleihung der Hans-STILLE-Medaille        mich dann schöpferisch.
heißt.
                                                  In so manchen publizierten Festreden wird
Am 19. Oktober 1995 schrieb Andreas               der Lebenslauf von Andreas PILGER in Ab-
PILGER mit schon zittriger Hand: ”Mit mir         hängigkeit des jeweiligen Anlasses mit un-
steht es gesundheitlich schlecht. Ich habe        terschiedlichen Schwerpunkten wiederge-
Skoliose (Rückgrat-Verbiegung) und kann           geben. Einerseits waren es die ”runden”
nur noch schwer gehen”. Zwei Tage später          Geburtstage (1960/ 65 / 70 / 75 / 80 / 85)
schrieb er: ”Ich werde am 19.12.95 85 Jahre       andererseits die Ehrungen besonderer Art,
alt. Es ist hier nicht geplant, an diesem         wie     z.B.     die     Verleihung    der
Tage eine große Feier zu veranstalten, wie        Hans-STILLE-Medaille 1971 durch die
sie vor 5 Jahren zu meinem 80. Geburtstag         Deutsche Geologische Gesellschaft oder
stattfand. Das würden meine Frau und ich          die Verleihung der Ehrensenatorwürde der
schon aus gesundheitlichen Gründen nicht          TU Clausthal 1986. Die Veröffentlichungen
aushalten ... Ich möchte aber doch den            dazu      erschienen     teils   in    den
Kontakt zu meinen Schülern haben, zu              Hochschulorganen,          wie       Berg-
denjenigen, die bei mir Dr.- oder Diplomar-       bauwissenschaften, Nachrichten der Berg-
beiten gemacht haben. Gerne möchte ich            akademie Clausthal, TU Clausthal Mittei-
wissen, wie sie sich entwickelt haben. .. Es      lungsblatt des Vereins von Freunden, teils
werden etwa 80 Schüler sein”. Er verschick-       in den Organen der geologischen Gesell-
te am 01.12.95 ein ”Rundschreiben” und            schaften, wie Zeitschrift der Deutschen
hoffte auf ein Echo: ”Für mich wären die bei
                                       PERSONALIA                                            65

Geologischen Gesellschaft, Nachrichten der       Geologie in Deutschland, gleichzeitig Mitar-
Deutschen     Geologischen Gesellschaft,         beiter in den entsprechenden Kommissio-
Geologische Rundschau u.a. Aus diesem            nen der IUGS und der UNESCO; ab Febru-
Grunde sei Andreas PILGERs Vita hier nur in      ar 1970 Mitglied der Braunschweigischen
Kurzform, zur Erinnerung, wiedergegeben:         Wissenschaftlichen Gesellschaft; 1958 ers-
                                                 te Herausgabe der Schriftenreihe Claustha-
Geboren 19.12.1910 in Berlin; Abitur 1930
                                                 ler Tektonische Hefte, erschienen ab 1964
am humanistischen ARNDT-Gymnasium in
                                                 im Ellen PILGER Verlag; ab 1965
Berlin-Dahlem; nach dem Studium der Na-
                                                 Herausgeber der Clausthaler Geologischen
turwissenschaften in Berlin und München
                                                 Abhandlungen.
Examen zum Diplom-Geologen und Promo-
tion im Fach Geologie 1936; Disseration:
                                                 Man kann die fruchtbare Schaffenszeit von
”Der alpine Deckenbau Korsikas und seine
                                                 Andreas PILGER in sechs Lebensepochen
syntektonischen      Intrusionen”;   1936/37
                                                 gliedern:
Geologe bei der DEA in Wietze; seit 1936
                                                 (1) So umfaßt die erste Epoche die Zeit vor
Mitglied der Deutschen Geologischen Ge-
                                                 und während des Zweiten Weltkrieges. Es
sellschaft; ab Oktober 1937 Assistent von
                                                 war die Zeit des Studiums, des
STILLE am Geologischen Institut der Uni-
                                                 Erfahrungsammelns und der Suche nach
versität Berlin; 1941 Eheschließung; 1942
                                                 einem Fragen- und Aufgabenkomplex und
Habilitation mit der Arbeit ”Paläogeographie
                                                 zwar dem, der sich wie ein roter Faden
und Tektonik Jugoslawiens zwischen der
                                                 durch das ganze Forscherleben von PILGER
Una und dem Zlatiborgebirge”; 1943 Dozent
                                                 hindurch gezogen hat: Gebirgsbildung und
an der Universität Berlin; 1942 bis Kriegs-
                                                 Geodynamik,       dabei    speziell     die
ende Wehrgeologe; 1948 Geologe, 1951
                                                 gegenseitige Abhängigkeit und Beeinflus-
beamteter Landesgeologe, 1955 Leiter der
                                                 sung von Tektonik und Magmatismus.
Abteilung für Lagerstätten beim Geologi-
schen Landesamt NRW in Krefeld; ab 1952          (2) Die zweite Epoche, die Jahre der For-
apl. Professor an der Universität Köln; seit     schungs- und Kartiertätigkeit beim Geologi-
Anfang der fünfziger Jahre aktives Mitglied      schen Landesamt NRW brachten Andreas
im Lagerstättenausschuß der Gesellschaft         PILGER in den Genuß, das bis dahin Gelern-
Deutscher Metallhütten- und Bergleute; vom       te und Erfahrene in den Bereich der ange-
Oktober 1956 bis Februar 1979 ordentlicher       wandten Geologie einzubringen. Er entwic-
Professor an der Bergakademie und späte-         kelte sich im Siegerland, im Rheinischen
ren Technischen Universität Clausthal, zu-       Schiefergebirge und im Ruhrgebiet sehr
gleich Direktor des Institutes für Geologie      schnell zum Lagerstättengeologen für die
und Paläontologie; von 1958 bis 1964 Se-         Erz- und Kohlenlagerstätten, d.h. zum
natsmitglied, 1960 bis 1962 stellvertretender    Montangeologen, der für die genannten
Vorsitzender, 1963, 1967 und 1971 Bei-           Gebiete auch methodisch neue Arbeitswei-
ratsmitglied, 1964 bis 1966 Vorsitzender         sen in Kleintektonik und Gefügekunde so-
und 1968 bis 1970 wieder stellvertretender       wie das Kartieren mit Hilfe von Leitschich-
Vorsitzender der Deutschen Geologischen          tenpartien für die Siegener Schichten ein-
Gesellschaft; seit Ende der fünfziger Jahre:     führte. Während dieser Zeit und darüber
fünf Jahre Vorsitzender der Montangeologi-       hinaus erschienen mehr als 60 Veröffentli-
schen Arbeitsgemeinschaft für die west-          chungen, dabei waren eine ganze Reihe
deutschen Steinkohlengebiete; fünf Jahre         von Arbeitsergebnissen grundsätzlicher Art,
Leiter des Akademischen Auslandsamtes            besonders die großen Monographien über
der TU Clausthal; drei Jahre Vorsitzender        die Erzlagerstätten.
der ”Commission on the Tectonics of Ore          (3) In die dritte Epoche fallen die ersten vier
Deposits” in der ”International Association of   Jahre von Pilger als Ordinarius an der
Geology of Ore Deposits” (IAGOD); seit           Bergakademie Clausthal. Einerseits setzte
1963 für mehrere Jahre Mitglied der deut-        er in dieser Zeit mit seinen Schülern die
schen Kommission für das Studium der             begonnenen Arbeiten im Siegerland,
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Rheinischen       Schiefergebirge     und     zu lösen, ging er einerseits mit seinen Mit-
Ruhrkarbon fort. Andererseits setzte er       arbeitern und Doktoranden in die ”Rift-Ge-
gleichzeitig auch neue Schwerpunkte. So       biete” der ostafrikanischen Afar-Senke. Die
begannen ab 1957 seine Schüler mit der        Ergebnisse aus dem dreijährigen For-
Neuaufnahme des Altkristallins in Kärnten.    schungsprojekt wurden 1974 in einem inter-
Ab 1959 folgten die Arbeiten im               nationalen Symposium in Bergzabern mit
Paläozoikum der Westpyrenäen. Mit mehr        den Resultaten der langjährigen Forschun-
als 20 Diplomanden und Doktoranden in         gen maßgeblicher italienischer und franzö-
Kärnten und entsprechend mehr als zehn        sischer Fachleute (u.a. MARINELLI und
Schülern in den Westpyrenäen liefen diese     TAZIEFF) verglichen und zusammengeführt.
Forschungsarbeiten      bis  Anfang    der    Wieder entstanden zwei international aner-
siebziger Jahre weiter.                       kannte Symposiumsbände, die A. PILGER
                                              mit A. RÖSLER 1975/76 herausgab: ”Afar
(4) Die Verwaltungszeit, besonders jedoch
                                              Depression of Ethiopia” und ”Afar between
die Zeit als Rektor der Bergakademie
                                              Continental and Oceanic Rifting”. Anderer-
Clausthal war für Andreas PILGER eine
                                              seits beschäftigte sich PILGER zunehmend
neue, die vierte Epoche. Er war inzwischen
                                              mit zeitlichen Fragen im Rahmen der Geo-
ein     erfahrener    Hochschullehrer,  ein
                                              dynamik und ”Global Tectonics”. Eine
”Gelehrter” geworden, wie sein Freund
                                              größere Arbeit dazu erschien 1977 mit dem
SCHÖNENBERG 1981 schrieb. Etwa zur glei-
                                              Titel ”Gondwana, Indik und Tethys in ihren
chen Zeit begann er auch mit seinem Ein-
                                              zeitlich-tektonischen    Zusammenhängen”
satz im Vorstand und Beirat der Deutschen
                                              (Z.dt.geol.Ges., 128). Mit solchen weltweit
Geologischen Gesellschaft. Das hieß, das
                                              übergreifenden Fragestellungen eiferte der
Gewicht seiner Aufgaben verlagerte sich auf
                                              nunmehr gereifte Gelehrte PILGER seinem
Hochschul- und Geopolitik. Er übernahm
                                              ehemaligen Lehrer und Vorbild Hans STILLE
wichtige und verantwortungsreiche Ämter
                                              nach.
und mußte deshalb in dieser Zeit selbst auf
eigene Forschung verzichten. Auch die         (6) Schließlich mit zunehmendem Alter und
Lehraufgaben und so manche Arbeit eines       allmählich abnehmender körperlicher Mobili-
Institutsleiters wurden an andere deligiert   tät konzentrierte sich Andreas PILGER mehr
oder abgegeben. Die begonnenen For-           und mehr auf interessante Bereiche seiner
schungsarbeiten liefen zwar weiter und so-    näheren Umgebung, Harz und Harzvorland.
gar neue wurden angeregt: Rhodo-              Besonders herausfordernd sind für ihn da-
pen/Nordgriechenland, Lagerstätten und        bei Fragen zur Vereisung und deren Folgen
Tektonik im Iran, Verarbeitung tektonischer   einerseits und die Zusammenhänge von
Daten mit Hilfe von Computern u.a., aber      Geologie, Geomorphologie und Kulturge-
PILGERs Anteil dabei blieb gezwungener-       schichte andererseits.
maßen auf organisatorische und beratende      Insgesamt hat Andreas PILGER mehr als
Funktionen beschränkt. Er war nicht immer     200 Publikationen geschrieben, weit mehr
sehr glücklich darüber, hielt es jedoch für   als 100 Vorträge gehalten, annähernd 100
seine Pflicht, die übernommenen Ämter in      Diplom- und Doktorarbeiten betreut und
den verwaltungstechnischen, organisatori-     zehn junge Kollegen zur Habilitation geführt,
schen und politischen Bereichen der Hoch-     davon allein sechs an seinem eigenen
schule und der geologischen Gesellschaften    Lehrstuhl. Er hat die Rufe zum Ordinarius
mit ganzer Kraft zum Wohle der Allgemein-     an die Universität Frankfurt und Bochum
heit wahrzunehmen und auszufüllen.            sowie den Ruf als Präsident des Geologi-
(5) Gegen Ende der sechziger Jahre bis zu     schen Landesamtes NRW nach Krefeld ab-
seiner Emeritierung im Februar 1979 erwei-    gelehnt. Er hat das ursprünglich übernom-
terte Andreas PILGER sein geowissenschaft-    mene Institut für Geologie und Paläontolo-
liches Forschungsgebiet noch einmal. Um       gie der Bergakademie Clausthal mit zwei
Aufgaben aus der Geodynamik in globalen       Assistenten, einem Zeichner und ½ Sekre-
Bereichen und Probleme der Plattentektonik    tärinnenstelle ausgebaut zu zeitweise drei
                                     PERSONALIA                                          67

Lehrstühlen und mehreren Abteilungen mit       erinnern sich voller Achtung eines großen
drei Lehrstuhlinhabern, neun weiteren Pro-     Mannes, mit dem zu diskutieren, selbst zu
fessoren und Dozenten sowie vier               streiten, immer fruchtbar war; denn er
Honorarprofessoren bzw. Lehrbeauftragten       wußte den Menschen, die Persönlichkeit, ob
von außerhalb.                                 Partner oder Gegner, stets zu achten, auch
                                               wenn die Meinung oder Einstellung des an-
Andreas PILGER hat in seinem Leben vieles
                                               deren von seiner eigenen abwich. Seine An-
geleistet, erreicht und wesentliche Verdien-
                                               regungen, seine Kritik, seine Ermunterun-
ste erworben. Mit 76 Jahren wurde ihm
                                               gen und seine Freundschaft werden uns
deshalb vom Senat der TU Clausthal die
                                               fehlen. – Was uns bleibt ist sein Vermächt-
Würde ”Ehrensenator der Technischen Uni-
                                               nis und die Erinnerung. Mit Anerkennung
versität Clausthal” verliehen.
                                               und Dank gedenken wir seiner.
Ein schaffensreiches Leben ging zu Ende.
                                               Hans-Friedrich KRAUSSE, Korbach
Schüler und Freunde von Andreas PILGER



                        N E U E K AR T E N - N E U E B Ü C H E R

                                               die Trias 13, für den Lias 7, für den Dogger
 Palaeogeographical Atlas of the
                                               11, für den Oberjura 4, für die Unterkreide 7
Epicontinental Permian and Meso-               und für die Oberkreide 6 Einzeldarstellun-
   zoic in Poland 1 : 2 500 000                gen vor.
R. DADLEZ, S. MAREK, & J. POKORSKI, (eds.)     Das Kartenwerk gibt einen hervorragenden
- Warszawa: Panstwowy Instityt Geologicz-      Überblick über die paläogeographische, fa-
ny, 1998, 75 plates                            zielle und Mächtigkeitsentwicklung Polens
50 zloty (ca. 15 US$)                          vom Perm bis zum Maastricht. In die Dar-
                                               stellungen ist eine ungeheure Menge von
Der Atlas (Größe ca 30 x 40 cm) enthält        Einzeldaten eingegangen, wenn man sich
insgesamt 73 paläogeographische und            die Bohrungsdichte in Polen vergegenwär-
Mächtigkeitskarten im Maßstab 1: 2,5 Mio, 7    tigt. Das gesammelte Wissen einer ganzen
Tafeln mit paläogeographischen Schnitten,      Geologen-Generation, die diese Primärda-
eine stratigraphische Tabelle, eine Relief-    ten seit 50 Jahren im Polnischen Geologi-
darstellung der lokalen Bouguer-Anomalien      schen Dienst gesammelt, harmonisiert und
und eine Strukturkarte mit wichtigen Störun-   ausgewertet hat, ist hier niedergelegt.
gen, Salinar- und anderen Strukturen. In
den paläogeographischen Karten ist die Li-     Die graphische Darstellung und die Wahl
thofazies mit Symbolen, die Ökofazies in       der Farben ist ansprechend und übersicht-
Farbe dargestellt. Die rekonstruierte ehe-     lich, der topographische Hintergrund bewußt
malige Mächtigkeit ist in Isopachen angege-    sehr ausgedünnt. Ganz besonders hervor-
ben bzw. erscheint als Mächtigkeitszahl an     zuheben ist die schräg "beleuchtete" Gravi-
ausgewählten Bohrungen. Zusätzlich ist der     metrie-Relief-Karte, eine Augenweide.
heutige Ausbiß der Schicht sowie synsedi-      Die Mächtigkeitsdarstellungen beruhen im
mentär bewegte wichtige Störungen abzule-      wesentlichen wohl nur auf Bohrungsdaten.
sen. Biostratigraphisch wichtige Fossilfunde   Das kann man aus der geringen Zahl er-
sind markiert. Größere Schichtkomplexe wie     kannter     synsedimentärer      Störungen
die gesamte Trias werden zusätzlich in zu-     schließen. Diese würde sich sicherlich im
sammenfassenden Isopachenkarten dar-           Bereich der Mittelpolnischen Schwelle bei
gestellt. Die einzelnen stratigraphischen      einer flächenhaften Auswertung der Refle-
Einheiten entsprechen z. T. nur sehr kleinen   xionsseismik wesentlich erhöhen.
Zeitabschnitten. Für das sedimentäre Rot-
liegend liegen 2, für den Zechstein 11, für
68                                     PERSONALIA


Man hätte sich eine größere Zahl von Be-         tun es gründlich. Nach der Einführung stellen
legpunkten für die Kartendarstellung wün-        sie die Vermessungsmethoden der Land-
schen können, wenngleich der Maßstab zu          schaftsformen (87 S.) vor, dann die physikali-
einer rigorosen Auswahl gezwungen hätte.         schen, chemischen sowie technischen Ei-
                                                 genschaften der beteiligten Materialien ( 101
Ein kleines Ärgernis ist leider die stratigra-
                                                 S.) und die Prozesse, die den geomorpholo-
phische Tabelle. Zum einen ist sie nur in
                                                 gischen Wandel hervorrufen (224 S.). Den
Polnisch, trotz der englischen Überschrift.
                                                 Abschluss des Textes bildet ein Kapitel über
Daß sich hinter der Einheit Piaskowiec Pstry
                                                 Altersbestimmungen (112 S.). Hervorzu-
der gute alte Buntsandstein verbirgt, dürfte
                                                 heben sind das 72-seitige Literaturverzeich-
für viele Leser nicht unbedingt auf der Hand
                                                 nis und der 15-seitige Index, die das Buch zu
liegen. Die durch Balken markierten Zeitin-
                                                 einer wertvollen Informationsquelle machen.
tervalle der Kartendarstellungen sind
                                                 Bei den Abbildungen dominieren Strichzeich-
schwer in die Zeitskala zu übertragen. Der
                                                 nungen und einfache Diagramme von über-
nicht-polnische Betrachter vermißt auch die
                                                 zeugender Klarheit. Leider ist der Versuch
lithostratigraphische und biostratigraphische
                                                 des Verlags gescheitert, das Buch mit Fotos
Korrelation mit den Nachbarländern im E
                                                 zu illustrieren: Die Qualität der Bilder ist ent-
und W. Leider sind auch manche Signatu-
                                                 setzlich - glücklicherweise sind es nicht viele.
ren in den Karten in der Legendentafel nicht
erklärt, z. B. die Tilde an der Mächtigkeits-    Nicht nur auf den ersten Blick erscheint das
zahl.                                            Lehrbuch        altmodisch.     Auch      das
                                                 Literaturverzeichnis offenbart, dass es den
Im Vergleich zu der Gesamtleistung sind
                                                 Wissensstand der siebziger bzw. achtziger
dies jedoch nur Kleinigkeiten. Man kann die
                                                 Jahre repräsentiert. Der didaktische Aufbau
Herausgeber und die zahlreichen Sachbe-
                                                 des Buchs spiegelt gleichfalls den Geist
arbeiter zu diesem gelungenen Kartenwerk
                                                 traditioneller Ordinarienwerke wider. Der
nur beglückwünschen. Es ist eine Zusam-
                                                 Inhalt ist ordentlich strukturiert und die
menstellung, wie sie nur für wenige Länder
                                                 Themen werden umfassend abgehandelt.
Europas in ähnlicher Form existiert und die
                                                 Weder Verlag noch Herausgeber haben
für das vereinigte Deutschland bislang nur
                                                 jedoch daran gedacht, dass Studium und
in rudimentären Ansätzen vorhanden ist.
                                                 Praxis verschiedene Ansprüche an ein
Für Fachleute in den Geologischen Diens-
                                                 Lehrwerk       stellen.     Das    textlastige
ten, aus Forschung und Industrie, die sich
                                                 Erscheinungsbild ebenso wie die dürftige
mit regionalgeologischen Problemen in
                                                 optische Gliederung erschweren eine rasche
Zentraleuropa beschäftigen, wird der Pa-
                                                 und selektive Nutzung. So etwas ist
läogeographische Atlas Polens ein sehr
                                                 nachteilig für ein Methodenhandbuch, das in
wichtiges Werkzeug sein, um großräumige
                                                 der täglichen Praxis eingesetzt werden soll.
Zusammenhänge, nicht nur in Polen, son-
dern auch im eigenen Land zu verstehen.          Und das Positive? Es erschließt sich erst auf
                                                 den dritten, langen Blick. Dann nämlich,
Franz KOCKEL, Hannover
                                                 wenn man sich die Zeit nimmt, die Kapitel
                                                 aufmerksam zu lesen. Tatsächlich eignet
                                                 sich das Buch eher für das konzentrierte
 Geomorphologie - Ein Methoden-                  Studium, wenn man über das Gelesene
 handbuch für Studium und Praxis                 nachdenken kann und es möglich ist, in den
                                                 zitierten Werken nachzuschlagen. Und wie
A. GOUDIE (Hrsg.) - Berlin - Heidelberg:         lautet nun die Empfehlung? Einen wichtigen
Springer, 1998, 645 S.                           Hinweis hierzu liefert der Verlag selber im
ISBN 3-540-62905-X; DM 128,-                     Kommentar auf der Buchrückseite. Der stellt
                                                 bescheiden fest, dass "das Buch auch für
Zweifellos verfügen die 35 Verfasser des         den geomorphologisch arbeitenden Geo-
Buches über eine Menge Wissen und ihr            und Ingenieurwissenschaftler von großem
Hauptanliegen ist es, dieses mitzuteilen. Sie    Interesse ist." Übersetzt heisst das:
                                     PERSONALIA                                           69

"Empfehlen Ankauf durch Bibliotheken -         Kreide-Tertiär-Grenze), die Dan-Stufe von
gelegentliches Ausleihen reicht."              Fakse (Typus-Lokalität), das Mittlere Coniac
                                               bis Unter-Maastrcht von Lägerdorf und
Joachim GERSEMANN, Hannover
                                               Kronsmoor (boreale Standard-Sektion und
                                               Lectostratotyp       der      Basis      der
                                               Maastricht-Stufe), das Turon-Coniac von
Key localities of the northwest Eu-            Salzgitter-Salder (ein “Global Section and
       ropean Cretaceous                       Stratigraphic Point” (GSSP), d.h. ein
                                               Welt-Standard      für   die    Basis    der
J. MUTTERLOSE, A. BORNEMANN, S. RAUER,         Coniac-Stufe) und das Maastricht von
C. SPAETH & C.J. W OOD.- Bochumer Geo-         Maastricht (Typus-Lokalität).
logische und Geotechnische Arbeiten, 48,
Bochum 1998, 231 S., 169 Fig                   Nach einer Einleitung für jede Region folgt
                                               eine einheitlich gegliederte Darstellung der
Bezug: Inst. f. Geologie, Ruhr-Universität     Aufschlüsse. Es werden neben kurzen Be-
Bochum, Universitätsstr. 150, D-44801 Bo-      merkungen zur tektonischen Lagerung und
chum, DM 35.-                                  zum Strukturrahmen ausführlich die Litho-
Der in englischer Sprache erschienene          logie, die Litho- und Biostratigraphie, die
Kreideführer setzt die Reihe der in den        Faunen und Floren, die Sedimentologie, die
letzten Jahren publizierten Kreideführer aus   Event- und Sequenzstratigraphie sowie pa-
der N-deutschen Kreide fort (vgl. z.B. Bo-     läogeographische Beziehungen in Auf-
chumer Geologische und Geotechnische           schlußfotographien, in zahlreichen Skizzen
Arbeiten Heft 45 (1995) und Heft 46 (1997),    und Profildarstellungen, auf Fototafeln und
Exkursionsführer zur “65. Jahrestagung der     auf Verbreitungs- und Korrelationstabellen
Paläontologischen Gesellschaft” (1995),        präsentiert. Am Schluß einer jeden Region
Exkursionsführer zum “5th International        folgt ein Literaturverzeichnis.
Cretaceous Symposium, Freiberg/Sachsen”        Der Text ist übersichtlich und klar gegliedert
(1996). Es werden 5 Regionen vorgestellt,      und verständlich geschrieben. Die Qualität
die auf Exkursionen während des “4th Inter-    der Darstellungen ist meist überzeugend
national Cretaceous Symposium, Hamburg         und dem biostratigraphischen Bearbei-
1991” besucht wurden: 1) SE Dänemark           tungsstand entsprechend. In einigen Abbil-
(Stevns Klint, Fakse, Mon), 2) Hamburg         dungen fehlt die englische Beschriftung und
(Lägerdorf,          Kronsmoor),          3)   nicht immer sind die Quellen im Text er-
Hannover-Braunschweig, 4) Münsterland          wähnt (Region Münsterland).
und 5) Maastricht (Niederlande, Belgien).
                                               Insgesamt darf dieser Band sowohl inhalt-
Der Band beschreibt zusammengefaßt den         lich als auch vom Layout her als gelungen
derzeitigen Kenntnisstand der Kreidefor-       bezeichnet werden. Es handelt sich um eine
schung aus den genannten Regionen,             aktuelle, z.T. moderne, zusammenfassende
schließt jedoch auch neue und moderne          Darstellung, die dem Fachmann und dem
Forschungsergebnisse ein (z.B. das Ceno-       Kreidefreund empfohlen werden kann. Der
man-Turon von Söhlde), die während eines       Preis von DM 35,- ist für die gebotene In-
von der DFG geförderten Schwerpunktpro-        formationsfülle günstig.
gramms (1990-96) erarbeitet wurden.
                                               Wolfgang W EISS, Hannover
Insgesamt 34 Lokalitäten der Unter- und
Oberkreide, einschließlich der Kreide-Terti-
är-Grenze, werden von 19 Autoren vorge-
stellt. Darunter sind bedeutende Aufschlüs-
se für die boreale und internationale Krei-
degliederung,              wie          die
Maastricht-Dan-Grenze von Stevns Klint
(Standard-Sektion      für     die  boreale
70                                  PERSONALIA


                                              graphen, Ökologen, Hydrologen) vermitteln
         Warnsignal Klima –
                                              dem Leser eine umfassende Beschreibung
     Wissenschaftliche Fakten                 des Klimaproblems der Zukunft. Der Leser
                                              findet im vorliegenden Buch Informationen
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Das Buch ist als Ergänzung zur Klimakonfe-    schen und Stadtklima. Ergänzend wird ein
renz Das Klima des 21. Jahrhunderts vom       Überblick über die Klimageschichte und die
22. - 24.09.98 in Hamburg (s. NDGG, Heft      gegenwärtige Klimabeeinflussung gegeben.
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(DGG), der Deutschen Meteorologischen         20357 Hamburg (Tel.: 040- 4304038). Di-
Gesellschaft (DMG), der Deutschen Gesell-     rekte Bestellung (ohne Versandkosten):
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gen, Meteorologen, Meeresforscher, Geo-


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                                          1999

28.03. - 01.04.     Strasbourg (Frankreich)   logie, Sigwartstraße 10, 72076 Tübingen,
- EUG 10 European Union of Geoscien-          Tel.: 07071-2972489, Fax: 07071-296990,
ces. - : EUG Office, EOST, 5 rue René        e-mail: t.aigner@uni-tuebingen.de
Descartes, F-67084 Strasbourg Cedex; Tel.:    08.04 - 10.04.      Stuttgart - GEOLOGI-
33(0)38845-0191, -388416393, Fax: 33-(0)-     CA, 2. Bundestreffen für Geowissenschaft-
-88-603887, e-mail: eug@eost. ustrasbg.fr     lerinnen. - : GEOLOGICA, Institut für
06.04. - 08.04.     Hammamet (Tunesien)       Geologie und Paläontologie, Univ. Stuttgart,
- International colloquium on the contri-     Herdweg 51, 70174 Stuttgart. Fax: 0071/
bution of isotopic geochemistry to the        121-1341; e-mail: hannelore.krawinkel@
earth sciences. - : ENIS Laboratoire de      geologie.uni-stuttgart.de; www.uni-stuttgart.
Géochimie Isotopique et de Paléoclimatolo-    de/UNI.user/igps.
gie, Prof. K. ZOUARI, BPW 3038 Sfax, Tuni-    09.04. - 012.04.  Montpellier (Frankreich)
sie;    Fax:     216-(4)-275-595,  e-mail:    - Subduction & Collision Active dans le
boubaEleuch@enis.tn                           Sud-Est asiatique: Données et Modèles. -
06.04. - 10.04.      Tübingen - 120. Jah-     : Serge LALLEMAND, Labo. Géophysique
restagung des Oberrheinischen Geologi-        et Tectonique, UM2, CC.60, Place E.-Batail-
schen Vereins e.V. Thema. Stratigraphie       lon, 34095 Montpellier; Tel.: 046-714-3301,
und Paläontologie von Trias, Jura und Mo-     Fax: 046-752-3908, e-mail: lallem@dstu.
lasse in Oberschwaben, Vulkanismus,           univ-montp2.fr
Karsthydrogeologie, Landschafts- und Fluß-    10.04. - 14.04.  Harrisburg (Pennsylva-
geschichte, Fossillagerstätten Holzmaden      nia, USA) - 7th multidisciplinary confe-
und Nusplingen.- : Prof. Dr. Thomas          rence on sinkholes & the engineering
AIGNER, Institut für Geologie und Paläonto-
                                    TAGUNGSKALENDER                                     71


and environmental impacts of karst. - :         Geochemical Exploration Symposium, Se-
Ms Gayle HERRING, P.E. LaMoreaux and             cretariat, Venue West Conference Services
Associates, Inc. (PELA), 106 Administration      Ltd., 645 - 375 Water Street, Vancouver,
Road, Oak Ridge, TN37830 USA, Tel.:              BC, Canada VtB 5C6; Tel.: +604-681-5226,
+423-483-7483, fax: +423-483-7639, e-mail:       Fax:      +604-681-2503,   e-mail:   con-
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74101-0979, USA; Tel.: +1-918-560-2679;          Fax: 05556-4709, e-mail: egs@linax1.
Fax:    +1-918-560-2684,  e-mail:  con-          mpae.gwdg.de
ven@aapg.org
                                                 20.04. - 23.04.  Toulouse (Frankreich)
11.04. - 14.04.         San Antonio (Te-         EAGE/SPE International Symposium on
xas, USA) - AAPG American Association            Petroleum Geostatistics. - : SPE, 4th
of Petroleum Geologists, Annual Mee-             Floor, Empire House, 175 Piccadilly, Lon-
ting. - : AAPG Conventions Department,          don W1V 9DB; Tel.: +44-171-408-4466,
PO Box 979, 144 S. Boulder Ave., Tulsa,          Fax: +44-171-408-2299, e-mail: cmills@
OK 74101-0979; Fax: 1-918-560-2684.              london.spe.org
11.04. - 16.04.      Vancouver (Canada) -
19th International   Geochemical Explora-
tion Symosium. -      Association of Explora-
tion Geochemists.    - : 19th International

                                       12.04. - 16.04.

                                        Halle / Saale
         12. Nationale Tagung für Ingenieurgeologie
                         der Fachsektion Ingenieurgeologie
                     der Deutschen Geologischen Gesellschaft (DGG)
                                     veranstaltet von den
                     Geologischen Instituten der Univ. Halle und Clausthal
                        sowie dem Geol. Landesamt Sachsen-Anhalt.
                                Vorträge am 14. und 15.04.,
                               Exkursionen am 13. und 16.04.
  (Braunkohle in Sachsen-Anhalt, Talsperren und Wasserkraftprojekte im Thüringer Wald,
                           ICE-Trassen in Sachsen-Anhalt)
: Inst. f. Geol. Wissenschaften u.Geiseltalmuseum, Fachgebiet Ingenieurgeologie, Prof.
Dr. Chr. LEMPP, Domstr. 5, 06108 Halle/Saale; Tel.: 0345-552-6140, Fax: 0345-552-7176.

20.04. - 24.04.  Nice   (Frankreich)  -          Tel.: 0241-80-5723, Fax: 0421-8888-358,
Session SE39-06 Physical Properties of           e-mail: j.urai@gedrwth-aachen.de
Mudrocks. - : Prof. Dr. Janos L. URAI,          22.04. - 24.04.  Zagreb (Kroatien) - 2nd
Geologie - Endogene Dynamik, RWTH Aa-            International Symposium on Petroleum
chen, 52056 Aachen, Lochnerstraße 4-20,
                                                 Geology. Thema: Probabilty Approach to
72                                TAGUNGSKALENDER


Petroleum Exploration. - :Ass. Prof. PhD.      B. OUAHHABI, Secrétariat du 15ème Collo-
Zdenko KRIŠTAFOR, Faculty of Mining, Geo-       que des Bassins Sédimentaires Marocains,
logy & Petroleum Engineering, Perottijeva 6,    Faculté des Sciences, Département de
10000       Zagreb,      Kroatien;     Tel.:    Géologie, Route Sidi Mâafa BP 524, Qujda
+385-1-4605-201, Fax: +385-1-4836-074           60000 Maroc; Tel.: +21-26-744748, Fax:
                                                +21-26-744749,     e-mail: bouabdellah@
27.04. - 29.04.    Oujda   (Marokko)   -
                                                science.univ-oujda.ac.ma
15ème Colloque des Bassins Sédimen-
taires Marocains. - : M. BOUABDELLAH or
                                          04.05.

                                       Wiesbaden
                            “Arsen in der Geosphäre”
                             Interdisziplinäres Arbeitsgespräch
                                       Veranstalter:
                      Hessisches Landesamt für Bodenforschung
                           Deutsche Geologische Gesellschaft
                                        Tagungsort:
                        Hessisches Landesamt für Bodenforschung,
                              Leberberg 9, 65193 Wiesbaden
                                     Rahmenthemen:
 Geogene Grundgehalte in Gesteinen und Böden, Chemisch-mineralogische Bindungsfor-
  men, Hydrogeologische Relevanz/Arsen im Grundwasser, Technologische Aspekte der
                              Rohwasseraufbereitung.
 Zu den Rahmenthemen ist je ein Vortrag vorgesehen. Daneben ist als ein zweiter Schwer-
             punkt eine Posterausstellung geplant. Diese ist für alle offen.
  Die Vortrags- und Posterbeiträge werden in Heft 6 der Schriftenreihe der DGG publiziert.
                                     Ansprechpartner:
     Dr. Fred ROSENBERG, Hessisches Landesamt für Bodenforschung, Leberberg 9, 65193
       Wiesbaden. Tel.: 0611-537-256, Fax: 0611-537-327, e-mail: f.rosenberg@hlfb.de
 Dr. Heinz-Gerd RÖHLING. Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung, Stilleweg 2,
 30655 Hannover, Tel.: 0511-643-3567, Fax: 0511-643-3667, e-mail: gerd.roehling@bgr.de

Mai                Minsk (Weißrussland) -       träge u.a. über Entwicklung und museums-
Mires, Environment and Society. - Inter-        pädagogische Konzeption des Museums,
national Conference of the International        über den Harz als “geologischen Sonder-
Peat Society. - : Prof. Dr. J. J. LISTHVAN,    fall”, Abbauverfahren im heutigen Bad Lau-
Academy of Sciences of Belarus, Institute       terberger Schwerspatabbau, Experimente
for Mat. res. & Ecology, Steroborisovski        zur     Erzmineral-Neubildung.   Führungen
Trakt 10, BY 220114 Minsk, ; e-mail: ipi-       durch das Museum, Grubenbefahrung zur
pre@bas18.basnet.minsk.by                       Ernst-August-Stollensohle, geologisch-mon-
                                                tanhistorische     Exkursion   im    ehem.
01.05.           Lautenthal/Harz - Ers-
                                                Lautenthaler Bergbau. : Niedersächs.
tes montanistisches Kolloquium im Nie-
dersächsischen Bergbaumuseum. Vor-
                                 TAGUNGSKALENDER                                        73


Bergbaumuseum, Wildemanner Str. 11-21,        06.05. - 07.05.     Liège (Belgien) - Geo-
38685 Lautenthal; Fax: 05325-6979.            vision 99: Imaging Application in Geo-
03.05. -05.05.      Bergen (Norwegen) -       logy. - : Sart TILMAN, Universite de Liège,
Sedimentary Environments Offshore             Geologie de l‟Interieur, Bar. B19, B-4000
Norway. - : Norwegian Petroleum              Liege;     Tel.:   +32-4-366-2216,       fax:
Society, PO Box 1897, Vika, N-0124 Oslo,      +32-4-366-2817, e-mail: fcheslet@ulg.ac.be
Tel.: +47-2212-9008, Fax: +47-2255-4630,      16.05. - 20.05.    Rotterdam (Niederlan-
e-mail: karin.haugness@npf.no                 de) - 2nd International Mammoth confe-
03.05. - 06.05.  Houston (Texas, USA) -       rence: 200 years Mammoth research. -
31th Offschore Technology Conference          : Organizing committee 2nd IMC, Natuur-
(OTC). - : OTC Meetings and Exhibits         museum Rotterdam, PO Box 23452, NL
Unit, P.O. Box 833868, Richardson, TX         30001        KL      Rotterdam,    Tel.:
75083-3868, USA; Tel.: +1-972-952-9494,       +31-10-436-4222, fax: +31-10-436-4399,
Fax: +1-972-952-9435, e-mail: dweaver@        e-mail: mammoth@nmr.nl
spelink.spe.org                               24.05. - 26.05.    Lemnos (Griechenland)
04.05. - 06.06.    Trondheim (Norwegen)       - Water Pollution, Modelling, Measuring
- Gold‟99 Trondheim, Precambrian Gold         and Prediction (Fifth Internation Confe-
in the Fennoscandian and Ukrainian            rence). - : Clare DUGGAN, Conference
shields and related areas. - : Krister       Secretariat Water Pollution 99, Wessex In-
SUNDBLAD, Dept. of geology and mineral        stitute of Technology, Ashurst Lodge, As-
ressources engineering, MTNU, 7034            hurst, Southampton, SO4 07AA, UK; Tel.:
Trondheim, Norway, Tel.: +47-7359-4809,       +44-1703-293223, Fax: +44-1703-292-853,
Fax:          47-7359-4814,      e-mail:      e-mail: cduggan@wessec.ac.uk
krister.sundblad@geo.ntnu.no
                                     13.05. - 15.05.
                                       Göttingen
                             3. Geochemiker-Tagung
                                     Veranstalter:
               Deutsche Mineralogische Gesellschaft, Sektion Geochemie
                    Gesellschaft für UmweltGeowissenschaften GUG
                      in der Deutschen Geologischen Gesellschaft
                        Gesellschaft für Geowissenschaften e.V.
             Geochemisches Institut der Georg-August-Universität Göttingen
                      13. + 14.05: Vortrags- und Posterveranstaltung
        15.05.: Exkursion “Waldökosystem-Forschung im Solling” (9:00 - 13:00Uhr)
Eingeladen sind wie auch bei den vergangenen, erfolgreichen Treffen in Freiberg und Han-
    nover insbesondere jüngere Wissenschaftler wie Diplomanden und Doktoranden.
             Beiträge aus allen Bereichen der Geochemie sind willkommen.
: Geochemiker-Tagung, Geochemisches Institut, Georg-August-Universität, Goldschmidt-
                           straße 1, 37077 Göttingen

25.05 - 28.05.   Salzwedel - 66. Tagung       Geowissenschaften, Wasserbau, Küsten-
der Arbeitsgemeinschaft Nordwestdeut-         forschung und Archäologie im nördlichen
scher Geologen. Thema: Beiträge aus           Sachsen-Anhalt und den Nachbargebieten.
74                                   TAGUNGSKALENDER


Öffentlicher Vortrag am 25.5. abends,             ring. - : XIIe CEMSG-1999 chez Kivi, BP
Fachvorträge am 26.5. und vormittags des          30424, 2500 GK La Haye, Niederlande;
27.5. Exkursionen am 27.5. nachmittags            Tel.:        +31-70-391-9890,         Fax:
(Ingenieurgeologie am Arendsee, Erdgas-           +31-70-391-9840, e-mail: congrs@kivi.nl
feld Altmark, Archäologie mit Freilichtmuse-
                                                  07.06. - 11.06.  Helsinki (Finnland) -
um Diesdorf) und am 28.5. (Endlager
                                                  61st EAGE Conference and Technical
Morsleben, Glassand- und Kalkabbau in
                                                  Exhibition. - : EAGE Business Office,
Walbeck, Geologie und Archäologie im
                                                  P.O. Box 59, NL-3990 De Houten; Tel.:
Elbe-Havel-Winkel, Geologie und Boden-
                                                  +31-30-635-4066, Fax.: +31-30-634-3534,
kunde in der Colbitz-Letzlinger Heide und
                                                  e-mail: eage@eage.nl
Umfeld. - : Dr. Stefan W ANSA, Geologi-
sches Landesamt Sachsen-Anhalt, Postfach          09.06. - 15.06.      Düsseldorf - Geospec-
156, 06035 Halle. Fax: (03045) 52 29910.          tra 99 - Internationale Fachmesse für Geo-
                                                  technologie und Angewandte Geowissen-
26.05. - 28.05.      Sudbury, (Ontario, Ca-
                                                  schaften. - Schwerpunkte: Rohstoff-Pros-
nada) - Geological Association of Ca-
nada, Mineralogical Association of Ca-            pektion und -Exploration  Erd- und Grund-
nada, Joint Annual Meeting. - : Dr. P.           bautechnologie  Wasser- und Boden-
COPPER, Dept. of Earth Sciences, Lauren-          schutztechnologie  Regenerative Energien,
tian University, Sudbury, Ontario, P3E2C6;        Umwelttechnik, -analytik und -management
Fax: (705)-675-4898, e-mail: gacmac99@             Umweltplanung und -consulting  Feld-
nickel. aurentian.ca                              und Laborbedarf  Meß- und Analysen-
                                                  technik, Sensorik  Photogrammetrie, Fer-
31.05. - 01.06.    La Hague (Frankreich) -
                                                  nerkundung             Satellitentechnologie,
European Formation Damage Conferen-
                                                  GPS-Anwendungen                              
ce. - : SPE International, 4th Floor, Empi-
                                                  Geoinformationssysteme               Digitale
re House, 175 Piccadilly London W1V 9DB,
                                                  Bildverarbeitung,      Modellierung,       Vi-
UK;     Tel.:   +44-171-408-4466,       Fax:
                                                  sualisierung. - : Düsseldorfer Messege-
+44-171-408-2299
                                                  sellschaft mbH, NOWEA, Postfach 101006,
31.05. - 02.06.    Lemnos (Griechenland)          40001 Düsseldorf, Tel.: 0211-4560-1. -900,
- Second International Conference on              Fax: 0211-4560-668, -86100, Internet:
ecosystems and sustainable develop-               http://www.tradefair.de, T-online *55700#
ment. - : Clare DUGGAN, Conference Se-
                                                  09.06. - 15.06.      Düsseldorf - Minetime
cretariat Ecosud, Wessex Institute of Tech-
                                                  99 - 5. Weltmesse Bergbau-Technologie mit
nology, Ashurst Lodge, Ashurst, Southamp-
                                                  Internationalem Kongreß “Bergbau für die
ton, SO4 07AA, UK; Tel.: +44-1703-293223,
Fax:        44-1703-292-853,         e-mail:      Welt von morgen”. - Der Kongreß bietet ein
cduggan@wessec.ac.uk                              internationales Forum für den Bergbau und
                                                  für bergbaunahe Industriezweige und glie-
03.06. -06.06.        Thessaloniki (Griechen-     dert sich in die Sektionen “High Tech im
land) - HELECEO „99 - Environmental               Berbau”, “Produktion und Umwelt” sowie
Technology for the 21th Century. 3rd Inter-       “Organisation, Management und Markt”. -
national Exhibition and Congress. - : Hori-      : Düsseldorfer Messegesellschaft mbH,
zon Ltd, 14, Nikis Street, 105 57 Athens,         NOWEA, Postfach 101006, 40001 Düssel-
Greece;          Tel.:       +30.1-3233-144,      dorf, Tel.: 0211-4560-1. -900, Fax:
7257-693-4-5,       Fax:     +30.1-7257-532,      0211-4560-668,         -86100,        Internet:
7259-342,                              e-mail:    http://www. tradefair.de, T-online *55700#
erasmhor@athena.compulink.gr,           http://
                                                  Juni             Ottawa   (Canada)    -
www.heleco.gr
                                                  Fourth International Remote Sensing
07.06. - 10.06.   Amsterdam (Niederlan-           Conference and Exhibition. - : ERIM,
de) - XIIth european conference on soil           Airborne Conferences, Box 134001, Ann
mechanics and geotechnical enginee-               Arbor,   MI   48113-4001   USA,   Tel.:
                                    TAGUNGSKALENDER                                      75


+313-994-1200,    ext.      3234,   Fax:         rand, Private Bag 3, P.O. Wits 2050, Jo-
+313-994-5123, e-mail: wallman@erim.org          hannesburg,     South     Africa;   Tel.:
                                                 +27-11-716-2946, Fax: 27-11-339-1697,
15.06. - 17.06.     Catania     (Italien)  -
                                                 e-mail: 065wur @cosmos.wits.ac.za
ERES‟99, 2nd International symposium on
Earthquake       Resistant     Engineering       12.07. - 18.07.     Aberdeen and Scarbo-
Structures. - : Liz KERR, Symposium Se-         rough (Schottland) - Ichnofabrics in Petro-
cretariat Eres 99, Wessex Institute of Tech-     leum Geology and 5th International Ichn-
nology, Ashurst Lodge, Ashurst, Southamp-        ofabric Workshop and Field Seminar. -
ton, SO4 07AA, UK; Tel.: +44-1703-293223,        : Department of Geology & Petroleum
Fax: 44-1703-292-853, e-mail: liz@wessec.        Geology, Meston Building, King‟s College,
ac.uk                                            Univ. of Aberdeen, Aberdeen AB24 3UE,
                                                 Scotland
17.06. - 10.06.   Sines (Portugal) - Se-
minar on coastal zone of the Alentejo. -         19.07. - 30.07.  Birmingham (U.K.) -
: Associao eurocoast - Portugal, a/c Insti-     XXII General Assembly of the Internatio-
tuto de Hidraulica e recursos hidricos,          nal Union of Geodesy and Geophyscis.-
Faculdade de Engenharia do Porto, Rua            : IUGG'99, School of Earth Sciences,
dos Braga, 4099 Porto Codex; Tel.:               University of Birmingham, Edgbaston,
+351-2-2050-870, Fax: +351-2-2059-280            GB-Birmingham B15 2TT, U.K., Fax:
                                                 +44-121-4144942,    e-mail:   IUGG99@
21.04. - 24.04.    Ottawa (Canada) - 4th
                                                 bham.ac.uk
International Airborne Remote Sensing
Conference and Exhibition. : ERIM In-           03.08. - 11.08.    Durban (Südafrika) -
ternational        Conference,       Fax         INQUA - XV International Congress ” The
+1-734-994-5123,                  e-mail:        Environmental Background to Hominid
airborne@erim-int.com                            Evolution in Africa. - : Conference
                                                 Secretariat, Conference Africa, PO Box
21.06. - 25.06.       Lissabon (Portugal) -
                                                 1722, Parklands, 2121 Johannesburg,
Second international conference on
                                                 South Africa; Tel.: +27-11-447-8143; Fax:
earth-quake geotechnical engineering. -
                                                 +27-11-447-8144; E-mail: cafrica@iafrica.
: Pedro S. SÊCO E PINTO, chairman fpr
                                                 com. For all matters concerning scientific
SIGEGE, Laboratório Nacional de Engen-
                                                 aspects: Secretary General Dr. D. Margaret
haria Civil, av. do Brasil, 101, P-1799 Lisboa
                                                 AVERY, INQUA XV CONGRESS, PO Box
Cedex, Portugal; Fax: (351)-(1)-847-8187,
                                                 61, South Africa ;Museum, Cape Town,
e-mail: SIGEGE@lnec.pt
                                                 8000, South Africa; Tel.: +27-21-243-330;
25.06. - 26.06.   Würzburg - Jahrestref-         Fax: +27-21-246-716; E-mail: mavery@
fen der Afrika-Gruppe deutscher Geowis-          samuseum.ac.za, Internet homepage: http://
senschaftler. - : Prof. Dr. D. BUSCHE,          inqua.nlh.no/
Prof. Dr. M. OKRUSCH, Univ., Am Hublandm         06.08. - 11.08.    Trondheim (Norwegen)
97074 Würzburg.
                                                 - IAMG‟99 - 5th International Conference
05.07. - 09.07.     Istanbul (Türkei) - 2nd      of the International Association of Mathe-
Balkan Geophysical Congress and Ex-              matical Geologists. - : Stephen LIP-
hibition. - : Ugur GONULALAN, TPAO              PARD, Department of Geology and Mineral
Arama gurubu, Mustafa Kemal Mah., 2 Cad.         Ressources Engineering, Norwegian Univer-
No      86,     TR-0652     Ankara;     Tel.:    sity of Science and Technology (NTNU),
+90-312-286-9046, Fax: +90-312-286-9049,         7034 Trondheim, Norway; Tel.: +47-73-594
e-mail: ugonul@cc.tpao.gov.tr                    828, Fax: +47-73-594814, e-mail: iamg99
                                                 geo.ntnu.no, Web: http://www.geo.ntnu.ni/
11.07. - 16.07.   Johannesburg (Südafri-
        nd                                       igb/iamg99/
ka) - 62 annual meeting of the meteori-
tical society. : Prof. W. U. REIMOLD,           14.08. - 21.08.  Ottawa (Canada) - ICA •
Dept. of Geology, University of Witwaters-       Ottawa 1999 - 11th General assembly of
76                                 TAGUNGSKALENDER


the International Cartographic Assiciation      roches (ISRM). - : 9e ISRM, Sylvie
and the 19th International Cartographic         GENTIER, c/o BRGM (DR/HGT), BP 6009,
Conference. - : ICA • Ottawa 1999, 615         F-45060    Orléans Cedex   02;   Fax:
Booth Street, Room 500, Ottawa, Ontario,        +033-02-38-644730,             e-mail:
K1A OE9, Canada; Tel.: +613-992-9999,           s.gentier@brgm.fr
Fax: +613-995-8737, e-mail: ica@ccrs.
                                                28.08. - 01.09.  Wien (Österreich) - Ta-
nrcan.gc.ca
                                                gung der Deutschen Mineralogischen Ge-
14.08. - 25.08.     Calgary (Alberta, Cana-     sellschaft.
da) - Carboniferous - Permian (XIV Inter-
                                                29.08. - 31.08.     Peking (China) - ‟99 In-
national Congress). - : Charles HEN-
                                                ternational     Symposium     on Mining
DERSSON, Dept. of Geology and Geophy-
                                                Science and Technology. - : Prof. Peng
sics, The University of Calgary, NW Calga-
                                                SUPING, China University of Mining and
ry, Alberta, Canada T`2N IN4; Fax:
                                                Technology, D11 Xueyuan Rad, Haidian
+403-2850074,                        e-mail:
                                                District, Beijing 100083, P.R. China, Tel.:
henderson@geo.ucalgary. ca
                                                +86-10-6233-1288, e-mail: ismst@kd1.
22.08. - 25.08.      Brescia (Italien) - The    cumtb.edu.cn
continental Permian of the Southern Alps        September         Bukarest (Rumänien) -
and Sardinia (Regional reports and gene-         th
                                                5 National Symposium on Mineralogy. -
ral correlations). - : G. CASSINIS, Dipar-     : Magda Ciulavu, Geological Institute of
timento di Scienze della Terra, Universita di   Romania, 78344 Caransebes 1, Bucharest
Pavia, Via ferrata, 1, I-27100 Pavia; Fax: 39   32, Romania; Tel.: 40-1-224-1530, Fax:
382505890, e-mail: cassinis@ipv36.unipv. it     40-1-224-1593, e-mail: ciulavu@ns.igr.ro
22.08. - 25.08.    London    (Großbritan-       September         Bratislava (Slowakei) -
nien) SGA - 5th Biennal Meeting “Mineral        International Association of Hydrogeo-
deposits: Processes to Processing”. - :        logists: 29th Congress. - : L. MELIORIS,
Dr. C.J. STANLEY, Department of Mineralo-       Comenius University, Mylinska Dolina,
gy, The Natural History Museum, Cromwell        SK-84215        Bratislava;      Tel./Fax:
Road, London, SW7 5BD, UK, Fax:                 +42-7-725-446,                     e-mail:
+44-(0)-171-938-9268,             e-mail:       podzvody@fns.uniba.sk
cjs@nhm.ac.uk
                                                September           Brescia (Italien) - The
23.08. - 27.08.     Jokioinen (Finnland) -      Continental Permian of the southern Alps
Chemical,      physical    and   biological     and Sardinia. Regional reports and gene-
processes in peatlands - International          ral correlations (International field confe-
Symposium of the International Peat
                                                rence). - : Prof. Dr. G. CASSINIS, Diparti-
Society. - : Symposium Secretariat, Merja
                                                mento Scienze de la Terra, Universita‟ di
MYLLYS, Agricultur Research Centre of Fin-
                                                Pavia, Via Ferrata, 1, I-27100 Pavia, Italy;
land,      Fin-31600     Jokioinen,    Fax:
                                                Tel.:         +39-382-505-834,          Fax:
+358-3-4188-437,                     e-mail:
                                                +39-382-505-890,                      e-mail:
merja.myllys@mtt.fi
                                                cassinis@ipv36.unipv.it
24.08. - 26.08.    Kopenhagen    (Däne-
                                                06.09. - 09.09.   Wien (Österreich) - 5th
mark) - 19th Regional European Meeting
                                                International Symposium: Cephalopods -
of Sedimentology - IAS.- : Conventum
                                                present and past. - : Dr. Kathleen
Congress Service, Carit Etlarsvej 3,
                                                HISTON, Geologische Bundesanstalt, Ra-
DK-1814       Frederiksberg   C,   Tel.:
                                                sumofskygasse 23, Postfach 127, A-1023
+45-31-31-0847, Fax: +45-31-31-6399,
                                                Wien, Fax: +43-17-1256-7456, e-mail:
e-mail: larsc@geo.geol.ku.dk
                                                hiscat@cc.geolba.ac.at
25.08. - 28.08.   Paris (Frankreich) - 9e
                                                06.09. - 09.09.   Dijon (Frankreich) - Bio
Congrès international de mécanique des
                                                Geo Images 99. - Image analysis and mor-
                                   TAGUNGSKALENDER                                        77


phometry of geological objects: from fossils    P.O. Box 979, Tulsa, OK 74101-0979, USA;
to rock forming features. - : BGI 99, Bio-     e-mail: convene@aapg.org
géosciences - Dijon, UMR 5561 CNRS, 6
                                                13.09. - 19.09.      Sevilla (Spanien) - In-
blvd. Gabriel, F-21000 Dijon; e-mail: bgi99
                                                ternational Mine Water Association Con-
@u-bourgogne.fr
                                                gress; Tailings Dams, Mine Water, and
06.09. - 10.09.     Bratislava (Slowakei) -     Mine Closure. -           : Prof. Rafael
Congress of the International Associa-          FERNÁNDEZ-RUBIO, Department of Hydrolo-
tion of Hydrogeologists (IAH‟99): Hydro-        gy, Rios Rosas 21, E-28003 Madrid, Fax:
geology and land use management. - :           +34/91/ 6221983;e-mail: rfrubio@lies.es or
Geological Survey of the Slovak Republic,       c.wolke @tu-clausthal.de; http://www.geolo
Mlynska dolina 1, 817 04 Bratislava, Slova-     gie.tu-clausthal.de/~gpcw/IMWA.htm
kia;     Http://www.petra.fns.uniba.sk/iah99/
                                                13.09. - 19.09.   Pretoria (Südafrika) -
hydrogeol
                                                Modern approaches to ore and environ-
06.09. -10.09.     Istanbul (Türkei) - 19th     mental mineralogy. - : Dr. M. CLOETE,
International   Meeting      on    Organic      Private Bag X112, Pretoria 0001 South
Geochemistry. - : Mr. Cengiz SOYLU,            Africa,;   Tel.: +27-12-841-1302,    Fax:
Turkish Petroleum Corporation (TPAO), Re-       +27-12-84          11278,         e-mail:
search Center, Mustafa Kemal Mah., 2.           mcloete@geoscience.org. za
Cad., No. 86, 06520, Esentepe, Ankara,
                                                16.09. - 17.09.    London       (Großbritan-
Turkey; Tel.: +90-312-284-3490, Fax:
                                                nien) - Non-volcanic rifting of continental
+90-312-284-3491,                    e-mail:
                                                margins: a comparison of evidence from
ogc99@petrol.tpao.                   gov.tr,
                                                land and sea. - : Geological Society of
http://www.nemrut.mam.gov.tr
                                                London, Burlington House, Picadilly, Lon-
07.09. - 10.09.     Aberdeen - (Schottland)     don       W1V      O3U,       UK;      Tel.:
- Offshore Europe Conference and Exhi-          +44-171-434-9944, Fax: +44-171-439-8975
bition. - : SPE International, 4th Floor,
                                                19.09. - 21.09.      Dublin (Irland) - North
175 Piccadilly, London W1V 9DB, UK; Tel.:
                                                Atlantic Minerals Symposium. - : Dr.
+44-171-408-4466, Fax: +44-171-408-2299
                                                John MORRIS, NAMS Geological Survey of
07.09. - 03.09.    Lviv (Ukraine) - Inter-      Ireland, Beggar Bush, Haddington Road,
national Symposium on Evaporites and            Dublin 4, Ireland; Tel.: +353-1-604-1473,
Carbonate-Evaporite Transitions. - : E.        Fax:        +353-1-668-1782,          e-mail:
KHMELEVSKA, Institute of Geology and            morris@tec.irlgov.ie
Geochemistry of Combustible Minerals,
                                                19.09. - 24.09.   Salta (Argentinien) -
Naukova st., 3a, 290053, Lviv, Ukraine; Fax:
                                                14th Argentine Geological Congress. -
00380-322-632209, e-mail: igggk@ah.ac.uk
                                                : G. GONZALEZ-BONORINO, Geologia, Uni-
09.09. - 30.09.   Aix-en-Provence (Frank-       versidad Nacional de Salta, Salta (4000),
reich) - Paleoceanology of Reefs and Car-       Argentina; Fax: +54-87-255483, e-mail:
bonate Platforms: Modern PRCP'99.- :           xvcga@ciunsa.edu.ar
Dr. Gilbert F. CAMOIN, CEREGE, B.P.80,
                                                20.09. - 26.09.    Zürich (Schweiz): Jah-
F-13545 Aix-en-Provence cedex 4, Frank-
                                                restagung der Paläontologischen Gesell-
reich, Fax: +33-4-42-97-15-49, e-mail:
                                                schaft. Exkursionen (u.a.) in den Schweizer
camoin@cerege.fr
                                                Jura, die Schweizer Molasse, den Neuen-
12.09. - 15.09.   Birmingham (Großbri-          burger Jura und die Kreide, den Glarner
tannien) - AAPG International Conference        Glimmerschiefer, zu Trias/Jura-Saurierfund-
and Exhibition. Thema: “Oil and Gas in          stellen und -museen. - : Prof. Dr. Hans
the 21st Century - Dawn of the Third            RIEBER, Paläont. Institut, Künstlergasse 16,
Age”. - : AAPG Convention Department,          CH-8006 Zürich
78                                  TAGUNGSKALENDER


24.09. - 26.09.   Alicante (Spanien) -        Sociedad de Relaciones Internacionales,
11th Meeting of the Association of Euro-      Universidad de Alicante, Campus de San
pean Geological Societies. Thema              Vicente, Edificio Aeroclub, E-03690 Alcican-
“European Palaeogeography and geodyna-        te. Fax: 34.965.90.37.94.
mics: a Multidisciplinary approach”, mit
Nachexkursionen in Südost-Spanien. - :
                                    19.09. - 24.09.
                                      Freiberg (Sachsen)
                     Internationales wissenschaftshistorisches Symposium
              “Abraham Gottlob WERNER (1749 - 1817) und seine Zeit”
                                        Veranstalter:
TU Freiberg und International Commission on the History of Geological Sciences (INHIGEO)
                    Mitveranstalter: u.a. Deutsche Geologische Gesellschaft
                                19.9.: Vorexkursion Erzgebirge,
                           20. - 22.9.: wissenschaftliche Sitzungen,
                                23.9.: Nachexkursion Dresden,
24.9.: Nachexkursion nach Osiecznica bei Boleslawiec, Polen (Geburtshaus A.G. W ERNER).
       Ansprechpartner: Dr. P. SCHMIDT, Johann-Sebastian-Bach-Str. 5, 09599 Freiberg



                                        22.09. - 25.09.
                                         Halle /Saale
                                        Umwelt 2000
                          Geowissenschaften für die Gesellschaft
                                      Environment 2000
                                Geosciences for Society.
                                  Schwerpunktthemen:
                       Schadstoffverhalten in natürlichen Systemen,
                                     Geoindikatoren,
                               Wasser- und Bodenschutz,
                                  Umweltmanagement
                                        Veranstalter:
                     Gesellschaft für UmweltGeowissenschaften (GUG)
                    in der Deutschen Geologischen Gesellschaft (DGG)
                             Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter W YCISK
              Inst. f. Geologische Wissenschaften, Martin-Luther-Universität Halle
     Domstr. 5, D-06108 Halle/Saale, Tel.: +45-(0)345-5526 134; Fax: +45-(0)345-5527 177;
                               e-mail: wycisk@geologie.uni-halle.de
                                   TAGUNGSKALENDER                                     79


24.09. - 29.09.     Adana (Türkei) - 4th Eu-    nal symposium of terrestrial Mesozoic eco-
ropean Ostracodologists meeting. - :           systems, Division Paleontology Museo Ar-
Meeting Secretariat, Cukurova üniversitesi      gebtino de Ciencias Natirales, “B. Rivada-
Jeoloji Mühendisligi Bölümü, TR-01330 Ad-       via” Avda, Angel Gallardo 470, 1405 Bue-
ana Turquie; Fax: +90-322-338-6126,             nos Aires, Argentina
e-mail: geology@pamuk.cc.cu.edu.tr              27.09. - 30.09.    Aix-en-Provence
26.09. - 30.09.      Erlangen - 5th Interna-    (Frankreich) - PRCP‟99: Paleoceanology
tional Congress on Rudists. Post-confe-         of Reefs and Carbonate Platforms: Mio-
rence exursion to the Alps: 01.10. - 06.10. -   cene to Modern. - : Dr. Gilbert CAMOIN,
: Richard HÖFLING, Institut für Paläontolo-    UMR Cerege, B.P. 80, F-13545 Aix-en-Pro-
gie, Universität Erlangen-Nürnberg, Loewe-      vence cedex 4; Tel.: +33(0)4-4297-1514,
nichstr.   28,    91054    Erlangen;    Tel.:   Fax: +33-(0)-4-4297-1549, camion@cerege.
+39-9131-852-2710,                              fr oder Dr. Wolf-Christian DULLO, Geomar,
Fax:+49-9131-852-2690,                e-mail:   Wischhofstr. 1-3, 24148 Kiel, Tel.:
richie@pal.pal.uni-erlangen.de                  +49-(0)-431-600-2215,                Fax:
                                                +49-(0)-431-600-2925,              e-mail:
26.09. - 02.10             Buenos      Aires
                                                cdullo@geomar.de
(Argentinien) - VIIth international sympo-
sium on Mesozoic terrestrial ecosys-
tems. - : Secretary of the VIIth internatio-
                                      05.10. - 07.10.
                                        Wiesbaden
                             151. Hauptversammlung
                der Deutschen Geologischen Gesellschaft
                                       zusammen mit
                       3. Internationale Fachtagung der
                           Fachsektion Geotopschutz
                        der Deutschen Geologischen Gesellschaft
                                           sowie
                                Fachsektion Hydrogeologie
                              Fachsektion Ingenieurgeologie
                       Gesellschaft für UmweltGeowissenschaften
                                Fachsektion Geoinformatik
                                      gemeinsam mit
                    Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft
                          Landesamt für Denkmalpflege Hessen


                                     Rahmenthema:
                                         Geotope
                         lesbare Archive der Erdgeschichte
80                                 TAGUNGSKALENDER


                                              Ort:
                                  Kurhaus in Wiesbaden


                                        Veranstalter:
                       Hessisches Landesamt für Bodenforschung




                                          Themen:
     Geotope in Einzeldarstellungen, Schutzwürdige Geotope, Der Blick über die Grenzen,
          Ist Geotopschutz vermittelbar, Rechtsgrundlagen und Verwaltungshandeln,
                         Regionale Geologie der Exkursionsgebiete
                                        Freie Themen
                                     Vorexkursionen:
V1, 2.-4.10.1999: Johann Wolfgang VON GOETHE. Naturwissenschaftliche Beobachtungen in
     Böhmen (u.a. Aš, Františkovy Lázne, Loket, Karlovy Vary, Teplice, Kloster Teplá).
 V2, 4.10.1999: Landschaftsentwicklung am oberen Mittelrhein (Rumpfflächen, Tiefenverwit-
terung und marine Strandterassen im Schiefergebirge, Tiefenerosion und Schotterakkumula-
                                          tion)
 V3, 4.10.199: Geotop und Welterbe Grube Messel (Tagebaugelände und Grabungsstelle,
                     Präparationstechniken und Messelausstellung)
  V4, 4.10.1999: Böden als Archive der Natur- und Kulturgeschichte im Rhein-Main-Gebiet
                                    Nachexkursionen:
  N1, 8.-10.10.1999: Schutzwürdige Geotope in Hessen (u.a. vulkanische Gesteine im Vo-
  gelsberg, Cornberger Sandstein, Blaue Kuppe, Chirotheriensandstein, Korbacher Spalte,
      Zechsteintransgression auf Unterkarbon, devonische Vulkangesteine und Riffe)
                                N2, 8.10.199: Die Vulkaneifel
            N3, 8.10.199: Geotop und Welterbe Grube Messel (Wiederholung V1)
N4, 8.10.1999: Lahn-Marmor, Riffe im devon (Kalksteinbrüche bei Schupbach, Wirbelau und
                                   Villmar an der Lahn)
                                     Ansprechpartner:
                                         Geotop‟99
         Hessisches Landesamt für Bodenforschung, Leberberg 9, 65193 Wiesbaden
                         Tel.: (0611)537-336, Fax: (0611)-537-327,
             e-mail: geotop99@hlfb.de      Web-Seite: http://www.hlfb.de/dgg99

03.10. -06.10.       Mexico City (Mexico) -          UNAM,      Ap.  Post.  70-305,    Ciudad
VII International Congress on pacific Neo-           Universitaria, Mexico D.F. 04510; Tel.:
gene      Stratigraphy.   :     Prof.   A.          +52-5-622-5816, Fax: +52 -5-616-0748,
MOLINA-CRUZ, Inst Cien. Mar. y Limnol.,              e-mail: amolina@mar.icmyl. unam.mx
                                 TAGUNGSKALENDER                                      81


13.10. - 15.10.     Göttingen - Int. Conf.   Stream Section of Economic Paleontolo-
on Textures and Physical Properties of       gists and Mineralogists Foundation). :
Rocks. - : Dr. Bernd LEISS, IGDL/Univer-    GCSSEPM Foundation, 165 Pinehurst
sität Göttingen, Goldschmidtstr. 3, 37077    Road, West Hartland, CONN. 06091-0065,
Göttingen,    Tel.:   0551-397934,    Fax:   USA;     tel.:    800/436-1424,     Fax:
0551-399700, e-mail: bleiss1@gwdg.de,        860/738-3542,                     e-mail:
WWW:                                         gessepm@mail.snet.net
http://www.gwdg.de/-bleiss1/tppr.html
25.10. - 28.10.   Denver (Colorado, USA)
- Geological Society of America, annual
meeting. - GSA Meeting, Dpt. Po Box 9140,
Boulder, CO 80301-9140, USA; Tel.:
+1-303-447-2020, Fax: +1-303-447-1133,
e-mail: meetings@geosociety.org
31.10. - 05.11.   Houston (Texas, USA) -
SEG International Exposition & 69th An-
nual Meeting. - : SEG1999, P.O. Box
702740,       OK    74170-2740;      tel.-
+1-918-497-5500, Fax: +1-918-497-5557
05.12. -08.12.     Houston (Texas, USA) -
Advanced reservoir characterisation for
the twenty-first century (Conference Gulf


                                        2000
                    Kapstadt (Südafrika) -   14.03. - 17.03.     Mar del Plata (Argenti-
             th
IAH 2000: 30      congress of the Interna-   nien) - 2nd Latin American Sedimentolo-
tional Association of Hydrogeologists. -     gical Congress, 8th Argentinian Meeting
: International association of Hydrogeo-    of Sedimentology. - : Centro de Investi-
logists, PO Box, 9 Kenilworth CV8 1JG, UK;   gaciones Geológicas, Facultad de Ciencias
Fax: +44-1926-856-561, e-mail: ccolvin@      Naturales y Museo, Universidad Nacional
csir.co.za                                   de La Plata, Calle 1 N° 644, 1900, La Plata,
30.01. - 04.02.    Auckland (Neuseeland)     Argentina; Tel.: +54-21-215677, Fax:
                                             +54-21-258696,                       e-mail:
- 12th Conference on Earthquake Engi-
                                             latinsed@cig.museo. unlp.edu.ar
neering. - : 12WCEE Organizing Com-
mittee, Convention Management, P.O. Box      27.03. - 30.03.   Aachen - Eurock 2000
2009, Auckland, New Zealand; Tel.:           und 14. Nationales Felsmechanik-Sym-
0064-(0)-9-529-4114,                  Fax:   posium. - : Deutsche Gesellschaft für
0064-(0)-9-520-0718,               e-mail:   Geotechnik (DGGT), Hohenzollernstr. 52,
12wcee@cmsl.co.nz,             http:/www.    45128 Essen; Fax: 0201-78743.
cmsl.co.nz/12wcee
                                             16.04. - 19.04.    New          Orleans
06.03. - 09.03.    Salt Lake City (Utah,     (Louisiana, USA) - AAPG American Asso-
USA) - Society for mining, metallurgy and    ciation of Petroleum Geologists: annual
exploration. - : SME, 8308 Shafter          meeting. - : AAPG Convention Dept., PO
Parkway, PO Box 625002, Littleton, CO        Box 979, Boulder Ave., Tulsa OK
80162-5002, USA; Tel.: +1-303-973-9550,      74101-0979, USA; Tel.: +1-918-560-2697,
e-mail: smenet@aol.com                       Fax: +1-918-560-2684, e-mail: dkeim@
                                             aapg.org
82                                TAGUNGSKALENDER


07.05. - 11.05.     Den Haag (Niederlande)      21st Century. - International Geothermal
- Salt Symposium. - : -Secretariat Orga-       Association. - : Secretariat of WGC 2000,
nizing    Committee,    8th  World     Salt     c/o New Energy and Industrial technology,
Symposium, PO Box 25, NL-7550 GC                Development         Organization,    3-1-1
Hengelo Ov.; Tel.: +31-74-244-3908, fax:        Higashi-Ikebukuro, Toshima-ku, Tokyo 170,
+31-74-244-3272,                   e-mail:      Japan;    Tel.:   +81-3-3987-5793,    Fax:
salt.2000@inter.nl.net                          +81-3-3987-57 96, e-mail: info@wgc.or.jp,
                                                http://www.wgc. or.jp
17.05. - 20.05.    Cavtat   -   Dubrovnik
(Kroatien) - 2nd Croatian Geological Con-       16.06. - 18.06.   Freiberg/Sachsen - 1.
gress. - : Davor PAVELIC, Institute of         Freiberger Forschungsforum - 50. Berg-
Geology, Sachsova 2, P.O. Box 268,              und Hüttenmännischer Tag. - : TU
HR-10000 Zagreb; Tel.: ++385-1-6160708,         Bergakademie Freiberg, Dr.-Ing. R. Mor-
Fax: ++385-1-6150567.                           genstern, Akademiestr. 6, 09599 Freiberg,
28.05. - 10.06.   Kyushu - Tohiko (Ja-          Tel.: 03731-39-2588, Fax: 03731-39-3633,
                                                e-mail: tagung@zuv.tu-freiberg.de
pan) - World Geothermal Congress 2000 -
Sustaining Geothermal Energy into the
                                      16.05. - 20.05.
                                    Nördlingen im Ries
                              Gemeinsame Frühjahrstagung
                            der Astronomischen Gesellschaft
                                          und der
                         Deutschen Geologischen Gesellschaft
                  A S T E R O I D E N , M E T E O R I T E N , I M P AK T E
Zum 10-jährigen Bestehen des Rieskrater-Museums Nördlingen veranstalten die Astronomi-
sche Gesellschaft und die Deutsche Geologische Gesellschaft gemeinsam eine Tagung, die
die Wechselwirkung kleiner Körper im Sonnensystem mit Planeten, insbesondere der Erde,
zum Thema hat.
Eine formale Einladung wird im Sommer 1999 ergehen.
Besondere Anfragen und Anregungen können an den örtlichen Hauptkoordinator gerichtet
werden:
: Dr. Nikolaus VOGT, Luckengasse 26, 86720 Nördlingen, Tel./Fax: 09801-253-77, e-mail:
nikolaus.vogt@t-online.de
10.07. - 14.07.    Waterloo/Ontario (Ca-        16.07. - 22.07.    Hannover - ICAM 2000 -
nada) - International Symposium on “The         International Congress on Applied Mine-
Role of erosion and Sediment Transport          ralogy. - : Dr. A. MÜLLER, Bundesanstalt
in Nutrient and Contaminat Transfer”. -         für Geowissenschaften und Rohstoffe, Stil-
International Association of Hydrological       leweg      2,   30655    Hannover;   Tel.:
Sciences (IAHS), International Commission       0511-643-2298,      Fax:   0511-643-3685,
on Continental Erosion & UNESCO. - :           e-mail: icam 2000@bgr.de
IAHS Symposium - Waterloo 2000, Dr. M.          16.07. - 23.07.    Amsterdam (Niederlan-
STONE, School of Planning and Department
                                                de) - ISPRS 2000 - Geoinformation for all.
of Geography, University of Waterloo, 200
                                                - XIXth Congress of the international Society
University avenue West, Waterloo, Ontario,
                                                for Photogrammetry and Remote Sensing
Canada N2L 3G1; http://www.fes.uwaterloo.
                                                (ISPRS). - : ISPRS Organizing Commit-
ca/research/IAHS2000
                                    TAGUNGSKALENDER                                     83


tee, C/o ITC, Attn. Ms. Saskia TEMPELMAN,        04.09. - 06.09.    Helsinki (Finnland) -
P.O. Box 6, NL-7500 AA Enschede;Tel.:            ECOGEO 2000. International Conference
+31-53-487-4358, Fax: +31-53-487-4335,           on Practical Applications in Environmental
e-mail: isprs@itc.nl, http://www.itc.nl/~isprs   Geotechnology. - : Secretary General for
31.07. - 04.08.      Fortaleza    -   Ceará      ECOGEO 2000, Prof. Markku TAMMIRINNE,
                                                 VTT Communities and Infrastructure, P.O.
(Brasilien) - 1st Joint World Congress on
                                                 Box 19031,       FIN-02044    VTT;   Tel.:
Groundwater. - Veranstalter: ABAS - Asso-
                                                 +358-9-456-4670, Fax: +358-9-463-251,
ciacão Brasileira de Águas Subterrâneas,
                                                 e-mail: markku.tammirinne@vtt.fi
ALHSUD - Asociacón Latinoamericana de
Hidrologia Subterránea para el Desarrollo,       11.-09. - 15. 09.   Bremen - International
IAH International Association of Hydrogeo-       Nannoplankton Association Conference.
logists. - : ABAS - Ceará Chapter - Ave-        - : Prof. H. W ILLEMS, FB 5 – Geowissen-
nida Santos Dumont, BR-7700 Papicu,              schaften, Universität Bremen, Postfach 330
Fortaleza/Ce CEP 60 150-163; Tel.:               440, 28334 Bremen, Germany. Tel.:
085-265-1288,        Fax:      085-265-2212,     +49-421-2182198; Fax.: +49-421-2184451;
http://www.abasce. com.br
                                                 September          Kattowitz (Polen) - 7th
06.08. - 17.08.      Rio de Janeiro (Brasi-      International Mine Water Association
lien) -XXXI International Geology Con-           Conference: Mine Water and the Environ-
gress - Geology and Sustainable Deve-            ment. - : Prof. A. ROZKOWSKI, University
lopment - Challenges for the Third Mille-        of Silesia, Bedzinska Ul. 60, PL-41-200
nium. - : Preparatory Committee XXXI            Sosnowiec; Tel.: 0048-32-191-6888, Fax:
International Geology Congress, CPRM             0048-32-191-5865,     e-mail:    rozkowsk@
Geological Survey of Brazil, Av. Pasteur,        us.edu.pl oder Dr. Christian W OLKERSDOR-
404 - Urca, Cep: 22290-204 - Rio de Ja-          FER, Im Oberfeld 1, D-38678 Buntenbock,
neiro - RJ - Brazil; Tel.: (0055-21)-2955337;    e-mail: c.wolke@tu-clausthal. de
Fax: (0055-21)-5423647; e-mail: 31igc@
                                                 10.10. - 12.10. Hannover - Internatio-
cristal.cprm. gov
                                                 naler Workshop “Engineering - Geology
06.08. -11.08.      Québec City (Canada) -       and Environmental Planning”. - : Dr. M.
Sustaining Our Peatlands - 11th Interna-         W ALLNER, BGR, Postfach 510153, 30631
tional Peat Congress of the International        Hannover.
Peat Society. - : The Québec 2000 Con-
                                                 13.11. - 16.11.   Reno (Nevada, USA)
gress Secretariat, 2875, boulevard Laurier,
                                                 Geological Society of America: Annual
bureau 620, Sainte-Foy (Québec), GIV
                                                 Meeting. - : GSA Meeting, Dpt. Po Box
2M2;     Tel.:    +1-418-657-3853,    Fax:
                                                 9140, Boulder, CO 80301-9140, USA; Tel.:
+1-418-657-7934,                    e-mail:
                                                 +1-303-447-2020, Fax: +1-303-447-1133,
elisabeth.mackay@cqvb.         gouv.qc.ca,
                                                 e-mail: meetings@geosociety.org
www.peatmoss.com


                                            2001
03.06. - 06.06.    Denver (Colorado, USA)        28.10. - 31.10.   Boston (Massachusetts,
- AAPG American Association of Petrole-          USA) - Geological Society of America:
um Geologists: annual meeting. - :              annual Meeting. - : GSA Meeting, Dpt.
AAPG Convention Dept., PO Box 979,               Po Box 9140, Boulder, CO 80301-9140,
Boulder Ave., Tulsa OK 74101-0979, USA;          USA;      Tel.: +1-303-447-2020,   Fax:
Tel.:        +1-918-560-2697,         Fax:       +1-303-447-1133,                 e-mail:
+1-918-560-2684, e-mail: dkeim@aapg.org          meetings@geosociety.org
84                              TAGUNGSKALENDER



                                       2002
10.03. - 13.03.    Houston (Texas, USA) -   28.10. - 31.10.   Denver (Colorado, USA)
AAPG American Association of Petro-         - Geological Society of America: annual
leum Geologists: annual meeting. - :       Meeting. - : GSA Meeting, Dpt. Po Box
AAPG Convention Dept., PO Box 979,          9140, Boulder, CO 80301-9140, USA; Tel.:
Boulder Ave., Tulsa OK 74101-0979, USA;     +1-303-447-2020, Fax: +1-303-447-1133,
Tel.:        +1-918-560-2697,        Fax:   e-mail: meetings@geosociety.org
+1-918-560-2684, e-mail: dkeim@aapg.org
                                            IMPRESSUM                                              85


                                           Impressum
                   Nachrichten der Deutschen Geologischen Gesellschaft
                                     Herausgeber und Verlag:
                         Deutsche Geologische Gesellschaft, Hannover
                                             Redaktion:
                                       Dr. Carmen HEUNISCH
Die "Nachrichten der Deutschen Geologischen Gesellschaft" erscheinen vierteljährlich in einer Auf-
lage von zur Zeit 3.000 Exemplaren. Die Zeitschrift ist für die Mitglieder bestimmt; der Jahresbeitrag
berechtigt zum Bezug.
Die Redaktion der Nachrichten der DGG macht darauf aufmerksam, daß die unter einem Namen
oder einem Namenszeichen in den Nachrichten erscheinenden Artikel persönliche Meinungen und
Ansichten enthalten, die nicht mit der Meinung und Ansicht der Deutschen Geologischen Gesell-
schaft übereinstimmen müssen.
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Leserbriefen etc. erklären sich mit der redaktionellen Bearbeitung ihrer Zuschrift einverstanden und
treten die Rechte an ihrem Artikel an die DGG ab. Für unverlangt eingereichte Einsendungen über-
nimmt die Redaktion keine Verantwortung. Nachdruck ist nur mit Genehmigung des Herausgebers
gestattet.
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beitsschritt erfolgt durch ein Textverarbeitungsprogramm im PC, ohne weitere Kontrolle durch die
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für den Versand der Nachrichten (NDGG) sowie der Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesell-
schaft (ZDGG) gespeichert.
Erscheinungsdatum für Heft 69/II. Quartal 1999 der NDGG ist Juni 1999
Redaktionsschluß und Anzeigenschluß für Heft 69/II. Quartal 1999 ist der 1. Mai
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                                  Geschäftsstelle der DGG,
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                                  Stilleweg 2,
                                  30655 Hannover.
                                  e-mail: carmen.heunisch@bgr.de
                                              Hinweis:
  Beiträge nach Möglichkeit mit Diskette (in Word, Word-Perfect oder ASCII) einreichen. Falls dies
                      nicht möglich ist, scan-fähiger Schreibmaschinentext.
86   IMPRESSUM

								
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