Anfang Geburtstag

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11/7/2011
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German
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							Anfang: Geburtstag
Schiller erblickt das
  Licht der Welt
                    Sein Vater: Johann
                     Caspar Schiller
                      1723 bis 1796
               Eltern
Seine Mutter:Elisabeth
  Dorothea Kodweiß
    1732 bis 1802
 Erste_Schreibversuche
         1772



 Schiller schreibt die ersten,
   Trauerspielversuche
„Die Christen und Absalom“.
       Eintritt_Karlsschule
                1773

 auf Befehl des Herzogs Karl Eugen
Eintritt in die militärische Karlsschule
      und zunächst Jurastudium
                    1780:

  Schiller setzt die Arbeit an den Räubern fort.
Im November erscheint die gedruckte Fassung
  seiner Dissertation, worauf am 14.Dezember
  die Preisverleihung und Entlassung aus der
   Karlsschule folgt. Schiller wird Militärarzt.




                13.01.1782:
      Die Räuber werden im Mannheimer
         Hof- und Nationaltheater mit
      überwältigendem Erfolg aufgeführt.
        07.09.1788:
Erste Begegnung zwischen
   Goethe und Schiller
                  26.05.1789:
Schiller hält seine erste, berühmt gewordene
 Vorlesung: „Was heißt und zu welchem Ende
      studiert man Universalgeschichte?“
    Sommer 1794:

Das Gespräch über die
Urpflanze begründet die
Freundschaft mit Goethe.
          1797:
Im Wettstreit mit Goethe
dichtet Schiller seine
schönsten Balladen:
Der Taucher, Der Hand-
schuh, Die Kraniche
des Ibykus u.a., die 1798
im Musenalmanach
veröffentlicht werden.
 09.05.1805:
Schiller stirbt
             16.09.1827:
   Schillers sterbliche Überreste
werden in die Weimarer Fürstengruft
              überführt.
 Schiller und die Frauen........sehr intim........freigegeben ab 18
                  Einblicke in das Liebesleben

 Hatte Schiller viele Liebschaften und Techtelmechtel, war er ein
Draufgänger und führte ein regelrechtes Lotterleben, oder war er ein
                      braver Familienmensch?
                     Schiller, der Schürzenjäger


• Bis zu seinem 21. Lebensjahr hat Schiller keinerlei erotischen Kontakt
  zu Frauen ( er besucht eine militärisch geführte Schule in Stuttgart und
  dort haben Frauen keinen Zutritt)
• Nach der Entlassung aus der herzoglichen Militärakademie beginnt
  Schiller dann aber, das Leben in vollen Zügen zu genießen..........
• sogar in Beisein anderer: „ Mehrere waren Zeugen, dass er während
  eines einzigen Beischlafs, wobei er brauste und stampfte, 25 Prisen
  Tabak schnupfte“.
• Übrigens: Schiller verpasste beinahe die Uraufführung seiner „
  Räuber“ wegen einer hübschen Kellnerin..............
                   Die erste Liebe
Die erste große Liebe des Dichters ist die 17-jährige Charlotte von Wolzogen
         ( sie ist auch die erste der drei Charlotten in seinem Leben!)
 Sie ist schließlich die Vorlage seiner Heldin Luise in „Kabale und Liebe“,
   aber trotz all seiner Bemühungen hält er vergeblich um ihre Hand an.
   Schiller tröstet sich schnell mit mehreren Schauspielerinnen. Alle
  spielen sie die Luise ( die verheiratete Sophie Albrecht, die verlobte
               Caroline Ziegler, Katharina Baumann ......)
und außerdem mit der Tochter seines Verlegers ( Margarethe Schwan )
         Dennoch sind seine Liebeserklärungen alle vergeblich!
Diese Frauen inspirieren ihn, werden umschwärmt, wirken befruchtend
       auf sein Werk und kommen ihm doch selten wirklich nahe.
Mit Luise Dorothea , einer Wirtin in Stuttgart ( sie war 8 Jahre älter, als
   er) hatte Schiller wohl eine sehr leidenschaftliche Affäre, wie das
 folgende Zitat bezeugt: „Waren, Laura diese Lustsekunden /nicht ein
                      Diebstahl jener Götterstunden?“
   Und derweil gilt Schiller doch gar nicht als Poet der Fleischeslust!
           Lehrerin und Geliebte
Charlotte von Kalb. Sie ist für ihn alles!
Muse, Kritikerin, Lehrerin, Vertraute
und auch Geliebte. Schiller meinte: „sie
gehört nicht zu den gewöhnlichen
Frauenzimmerseelen“. Als Adelige
verkehrte sie in den besten Kreisen,
verschaffte Schiller Zugang zur
Hofgesellschaft und erleichterte ihm den
Sprung in das deutsche Geistesleben.
Doch schon bald findet Schiller sie zu
stark und anspruchsvoll, weshalb er sich
sprichwörtlich aus dem Staub macht
(und derweil hätte sie sich sogar für ihn
scheiden lassen!)
Eine Dreierbeziehung (oder vielleicht doch lieber zu viert?)


• Als Schiller Caroline und Charlotte von Lengefeld zum ersten Mal
  trifft, ahnt er noch nicht, dass die beiden ihn bis zum Ende seines
  Lebens begleiten werden.
• Er ist von Anfang an von den Schwestern begeistert, aber es gibt da ein
  Problem: Schiller kann sich nicht entscheiden und verliebt sich
  schließlich in beide Frauen:
• Caroline ist temperamentvoll , sinnlich und geistreich
• Charlotte dagegen zeigt sich still, sanft und introvertiert
• Überraschenderweise richtet Schiller sogar seine Liebesbekenntnisse
  an beide Schwestern gleichzeitig!
• Letzten Endes beschließt er, Charlotte zu heiraten, denn sie ordnet sich
  ihm unter und stellt keine Ansprüche!
•Sie ist der Idealtyp einer Frau, denn
sie ist ihm ganz ergeben.
•Trotzdem verehrt Schiller seine
Schwägerin weiterhin und erwägt
sogar, dass sie alle zusammenleben.
Caroline und ihr Gatte ziehen sich
jedoch zurück und Schiller führt eine
glückliche Ehe mit Charlotte. (naja, er
hatte wohl zusätzlich noch ein
Verhältnis mit der Hofdame Amalie
von Imhoff....)
•Dennoch: Er ist 15 Jahre verheiratet,
nennt seine Frau in Briefen liebevoll
„gute Maus“, „liebe Lolo“ und „liebes
Kind“ , aus der Ehe gehen vier Kinder
hervor und, da die Zeit der wilden
Leidenschaften beendet ist, hat er mehr
Freiheit für seine Kopfarbeiten
„Die Würde der Frauen“ und „Das Lied von der Glocke“


Ob das Frauenbild, welches Schiller in den beiden Gedichten
„die Würde der Frauen“ und in „das Lied von der Glocke beschreibt
tatsächlich seinem Idealtyp entspricht, ist äußerst fragwürdig, aber die
häufigen Anspielungen auf Rollenklischees in seinen Werken
                          sind sehr auffällig.
Ein paar Ausschnitte: Würde der Frauen


Ehret die Frauen! Sie flechten und weben
 Himmlische Rosen ins irdische Leben,
 Flechten der Liebe beglückendes Band,
  Und in der Grazie züchtigem Schleier
  Nähren sie wachsam das ewige Feuer
   Schöner Gefühle mit heiliger Hand
    Ewig aus der Wahrheit Schranken
    Schweift des Mannes wilde Kraft
      Unstät treiben die Gedanken
     Auf dem Meer der Leidenschaft
       Gierig greift er in die Ferne
   Nimmer wird sein Herz gestillt......
Zusatzinformation: Die Jenenser Romantiker, in deren Kreis die ersten
intellektuellen Frauen verkehrten, haben Schiller als den Panegyriker der
Hausfrau verspottet und haben sein Gedicht „Die Würde der Frauen
entromantisiert:

                  Ehret die Frauen!Sie stricken die Strümpfe,
                 Wohlig und warm, zu durchwaten die Sümpfe,
                       Flicken zerrissene Pantalons aus;
                  Kochen dem Manne die kräftigen Suppen,
                  Putzen den Kindern die niedlichen Puppen,
                   Halten mit mäßigem Wochengeld Haus.
   Das Lied von der Glocke

Vom Mädchen reißt sich stolz der Knabe
   Er stürmt ins Leben wild hinaus,
 Durchmisst die Welt am Wanderstabe.
  Fremd kehrt er heim ins Vaterhaus,
  und herrlich in der Jugend Prangen,
  Wie ein Gebild aus Himmelshöhn,
  Mit züchtigen, verschämten Wangen
  Sieht er die Jungfrau vor sich stehn.

      ......Die züchtige Hausfrau,
         Die Mutter der Kinder,
           Und herrschet weise
          Im häuslichen Kreise
  Und jetzt noch ein Zitat von
Schiller zum Thema Männer und
            Frauen:

 „Männer richten nach Gründen; des Weibes Urteil ist
 seine Liebe; wo es nicht liebt, hat schon gerichtet das
                        Weib.“
Schiller in München
          Wo man Friedrich Schiller noch heute begegnet...
Schillerstraße, 80336 München
        Isarvorstadt- Ludwigvorstadt
Schillerstraße 3 , 089/ 557143
Hotel Schiller
Schiller!
  Der Comic
 Am 9. Mai, dem 200.
Todestag von Friedrich
Schiller, erscheint der
Comic „Schiller!“ Der 50
Seiten dicke Comic wurde
von Comic-Künstler
Horus (Horus W.
Odenthal) gezeichnet und
getextet, Auftraggeber
sind der Egmont Verlag,
das Schiller-
Nationalmuseum und das
Deutsche Literaturarchiv.
 Im Comic ist Schiller 22 Jahre (1782) alt und leidet unter der
  Autorität des Herzog Carl Eugen von Württemberg, der ihm
 verboten hat „poetische Sachen“ zu schreiben. Nach langem
Überlegen entschließt sich Schiller zur Flucht aus Stuttgart nach
 Mannheim. Durch diese Tat entscheidet Schiller, sein Leben
            endgültig der Schriftstellerei zu widmen.
Das Schwierigste für Horus war es,
Schiller im Comic realistisch
darzustellen. Im Laufe der Zeit
wurde Schillers Aussehen
ideologisiert, d.h. er wurde zu einem
Jüngling mit blonden Locken
verschönert. Es wird vermutet, dass
Schiller in Wirklichkeit keineswegs
so gutaussehend war, wie es auf
Bildern dargestellt wird: «Er war
wie das schlecht aussehende Kind in
der Klasse: rothaarig,
sommersprossig, bleich, mit langem
Hals und Papageiennase».
Schließlich fand der Zeichner in
Schillers Totenmaske, seine wahren
Gesichtszüge und verwendete sie als
Vorlage.
                     Informationen:
              Erscheinungsdatum: Mai 2005
                      Preis: 12 Euro
Verlag: Ehapa Comic Collection - Egmont Manga & Anime
              Schillerlocken

• enthäutete, geräucherte in Streifen geschnittene Stücke vom Dornhai
• meist werden die Streifen und Stücke aus dem Bauchlappen
geschnitten
• vor dem Räuchern in sich gedreht, so dass sie die bekannte Spiralform
erhalten


Der Name soll tatsächlich von der Locken-Perücke des berühmten Dichters
Schiller herrühren.

						
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