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Gedenkfeier_zum_55j鋒rigen_Bestehen_der_Landsmannschaft_der_Banater_Schwaben

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					Gedenkfeier zum 55jährigen Bestehen der Landsmannschaft der Banater
Schwaben, Landesverband Baden Württemberg e.V.

Kreisverband der Banater Schwaben Reutlingen feierte
mit zahlreichen Besuchern
Im Zeichen des Gedenkens an 55 Jahre Landsmannschaft der Banater Schwaben,
Landesverband Baden-Württemberg e.V., hatte der Kreisverband der Banater
Schwaben Reutlingen am 07.11.2010 zu einem Herbstfest in den Gemeindesaal der St.
Andreas Kirchengemeinde in Reutlingen/Orschel-Hagen eingeladen.

Zuständig für die Organisation und Bewirtung war die Trachtengruppe der Banater Schwaben
Reutlingen. Die Begrüßung im herbstlich geschmückten Gemeindesaal übernahm Michael
Koppi, in seiner Funktion als Vorstand des Kreisverbandes der Banater Schwaben Reutlingen.
Christine Neu, führte durch das vielfältig gestaltete Programm.

Frau Margarethe Mayer, Lehrerin i.R., hatte zu diesem Anlass ein Herbstgedicht verfasst, das
sie sehr beeindruckend vortrug.

„Der Besen und das Besenbinden“ eine alte Tradition der Banater Schwaben, wurde von
Johann Pless vorgestellt. Das Besenbinden spielte im Banater Dorfleben eine große Rolle.
Wenngleich fast alle Bauern Besen binden konnten und ihren Bedarf an kräftigen und stabilen
Hofbesen in den Wintermonaten selbst deckten, gab es auch berufsmäßige Besenbinder, die
mit der Anfertigung von Zimmerbesen und kleinen Putzbesen vertraut waren. Das Material
bestand aus den Zweigen und dem Fruchtstand der Mohrenhirse. Aber auch Besenreisig war
in geringen Mengen an den Enden der Maisfelder vorzufinden und wurde nach der Reife samt
dem Stängel geerntet. In jedem Garten im Banat wuchs Besenreisig als Unkraut. Er hatte
einen winterharten Samen, der jedes Jahr wieder zu einem Busch heranwuchs. Solch einen
Besenreisig hatte Frau Margarethe Mayer aus ihrem Garten mitgebracht. Herr Johann Pless
erzählte den zahlreichen Gästen nicht nur Wissenswertes über die handwerkliche Nutzung des
Besenreisigs, sondern auch über den Unterhaltungswert des Besens, wie dem „Besentanz“ in
der Banater Gesellschaft.

Das Fertigen der Besen wurde von Peter Ortinau vorgeführt. Herr Ortinau ist wahrscheinlich
einer der letzten Banater Schwaben, der diese handwerkliche Fertigkeit des Besenbindens
noch beherrscht. Dieses stellte er mit eigenem Werkzeug vor und wies auf die notwendigen
Handgriffe beim Besenbinden hin. Den letzten Schliff erhielt der Besen durch das Abfeilen
der rauen Stellen am Griff und das Zurechtstutzen des Besens. Anschließend fertigte er noch
zwei Kinderbesen an, die er an Sven und Lars Wolf verschenkte. Interessierte konnten bei
diesen Fertigungen zusehen oder altbekannte Volkslieder singen. Den Gesang begleitete
Jakob Frank auf seinem Akkordeon.

Herr Dr. Michael Filipp, unterstrich die Wichtigkeit eines gut gebundenen Besens. Sauberkeit
und Ordnung im Haus und Hof, aber auch die Hilfsbereitschaft untereinander, die nüchterne
und zweckbestimmte Lebensweise der Banater Schwaben, hob er hervor.

Die neu gegründete „Backakademie“ unter der Leitung von Susanna Messmer, die von Hedi
Pless und Anna Possler unterstützt wird boten zum Kaffee selbstgebackenen
„Ziehstrudel“an, der mit Kürbis, Äpfeln, Kirschen oder Quark gefüllt war.
Der Banater Fotograf und Weltenbummler, Michael Schuller, stellte seine Bilder von
atemberaubenden Landschaften in Amerika vor. Dabei wies er auf das Können und Wissen in
der Technik der Fotografie hin. Nicht nur die Fotografie sondern auch die neue Homepage des
Kreisverbandes der Banater Schwaben in Reutlingen (www.kv-banater-schwaben-
reutlingen.de) wurde vorgestellt. Andreas Buchmann erhielt hierfür viel Lob und Zustimmung
für die geleistete und besonders gut gelungene Arbeit.

Mit einem lustigen Sketch „ Richtiche Männer“, vorgeführt von einigen Mitgliedern der
Trachtengruppe der Banater Schwaben Reutlingen, kam dann ausgelassene Stimmung in den
Saal. Mit Applaus und viel Lob bedankte sich das Publikum für das gelungene Fest.



Christine Neu

				
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posted:10/26/2011
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